ein, aus we1chcn sich ergab, daß die Zahl der protestantischen Kinder in allen unter dem RegierungE-System stehenden Schu- len fick) nicht auf mehr als 15,000, die der katholischen Kinder dagegen auf 00,000 und darüber beläuft. Die Zahl der Schu- len beträgt 870, und nur in 200 derselben befinden sich prote- 11anriscbe und katholische Kinder mit einander vermischt. Der Bischof behauptetc nun, daß der Zweck, vermittelst dicser Schulen unter den Protestanten und Katholiken Eintracht zu begründen, gänzlick) mißlungen sey, daß man vergebens versucht habe, in diesen Schulen zwci verschicdene Unterrichts-Syßcmc, das ein-e für die Protestanten, das andere für die Katholiken, einzufü ren. In vielen Fällen, sagte er, hätten die Lehrer in diesen chulen Grundsätze verbreitet, welche mit der 'Linfrechc- erhaltung der protestantischen Religion in Irland durchaus im Widerspruck) |änden."21uch11bcrdie mangelhastcArt derJnspectidn dieser Schulen klagte der Prälat, indem er behauptete, daß es ange- wisscnhaften und unparteiischcn „Irrspektoren fehle. Ferner fx'rbrte er darüber Beschwerde, daß in demelbcn Sebulon nicht genug auf das Lesen der heiligen Schrift ehalten werde. Endlich machte er den Irländischcn UnterrichtsKommissarien den Vorwurf, das; sie zuweilen in ihren Anordnungen zu weit gingen, und in an- deren Fönen ihre Pflicht nicht genügend erfüllten. Der Mar- quis von Landsdowne fand es zwar sehr erklärlich, daß der Bischof von Exeter bei seinen Ansichten von jenem Unterrichts- System eine Diskussion desselben veranlaßt habe, nur hielt er den Zeitpunkrdazu für sehr übel gewählt, da weder das oberste weltliche Mitglied der Zrländischen Unterrichts-Kommission (Lord Plunkctt, Lord-Kanzler von Irland), 110ch das oherske geistliche Mitglied derselben (der protestantische Erzbischof von Dublin, [)]-. Whateley), im Hause anwesend seyen. Der Präsident des Geheimen Raths gab 305111“ zu, daß das National-Unterrichts-System in Irland hinter den davon gehegten sanguinischen Erwartungen etwas zurückgeblieben sey, meinte aber doch, daß der Erfolg desselben jede vernünftige Er- wartun noch übertroffen habe, wenn man die vielen und gro- ßenS wierigkciten, mit denen man zu kämpfen gehabt, in .Be- tracht ziehe. „Ist es nicht“, sagte er, „ein großer Vor: cil für Irland, daß 170,000 Kinder nach einem regelmäßigen *y- stem unterrichtet werden, wenn man sich der früheren dürftigen Unterrichts-Mitttel erinnert? Dies System ist besser geglückt, als irgend ein anderes, und die Jrländischcn Protestanten wer- den täglich befreundeter damit. Wenn es wahr ist, daß die Schule“" bei diesem System zuweilen unter die Leitung katholi- scher Geifiléckyen kommen, so liegt der Grund darin, daß die pro- testantischen Grislichen es unter ihrer Würde finden, ihrerseits die Oberaufscht über die Schulen zu übernehmen, weil sie dem eingeführten System oft zu feindlich gesinnt Und. Nie aber ist der Fall vorgekommen, daß ein protestantischyr Geistlicher, wenn es sein ernstlicher Wunsch war, sich mit den Schulen zu be- faffen, hieran verhindert worden wäre, oder das; er etwanige Hinderniss durch eine Vorstellung bei den Kommiffarien nicht hätte beseitigen können.“ .Der Marquis sprach schließlich die che UcbcrzruZung "aus, das; das Verdiensiliche dieses Systems slch allmälig gcgen Unwissenheit und Vorurthcil durchkämpfen werde, und er führte mehrere Fälle an, wo protestantische Geist- liche, die früher gegen das System eingenommen gewesen, sick) noch nähercr Erwägung mit demselben befreundet hät- ten. Der Herzog von Wellington stimmte alierdings der Ans'irhc des Bischofs von Exeter bei, daß in jenen Schulen die Lehren der herrschenden Kirche gefährdet und die Einprägung der reinen biblischcn Wahrheit vernachlässigt worden, erklärte aber dcffcnungcachtet, daß er die vorgeschlage- nen Resolutionen nicht unterstüizen könne, weil er während sei- ner eiZienen "Amtsführung für die Bewilligung von Summen fiir die Beförderung des in Irland eingeführten Unterrichts“- Sysrems gestimmt habe und man, seiner Ansicht nach, keinen Schritt thun dürfe, der darauf berechnet wäre, diesem vom Par- lamente sanctionirren System ein Ende zu machen. Jndeß hielt er doch eine sorqfältige Bewachung dieses Systems für nothwen- dig-, damit die Regierung streng bei den ursprünglichen Absich- ten beharre, zu denen die Bewilligungen für den Unterricht ge; macht worden. Der HerzozgI trug daher (wie auch schon gemel- det) darauf an, “daß das „aus über 'die Motion des Bischofs von Exeter zur Tagesordnung übergebe. Die beiden Bischöfe *.*-on Derr» und von Norwich vertheidigten das" in Irland xingefr'ihrte UnterrichtstSyüem und versicherten, das; die acht- öarsten Protestanten die wohlthäti cn Wirkungen desselben an- erkannt hätten, da["; der kat olische , [eius sick) keine ungeziemende Geniale über die Irländis ,cn Schulen an emaßt, und daß die Unterrichts-Kommisswn sich stets aufeine sch lobenswertbe „Weise benommen tot wurde chließlich mir 20 gegen 7, also mit einer Majoricät von 19 Stimmen genehmigt,
Unterhaus. Siizung vom 25. Mai. Als der Antrag Sir “J. Gm-KÜM“ daß die Stadt Hawick ihr Recht 4118 Wahl: ort bei den arlaments-Wahlen für Roxburghshire verlieren solle, mit 272 gegen 230 Stimmrn verworfen wordyn war, zeigte Lord J. Russell noch an, daß er am Montage darauf ancragen werde, vor allem Anderen zU den Verhandlungen über die Jrländische Munizipal-Bill zu schreiten. Sir Stratford Canning erklärte, das; er eine Petition zu überreichen habe, in welcher über die vor einigen Monaten erfolgte Wegnahme eines Britischen Schiffes an der Nordküste dcs Schwarzen ?Nee- res Beschwerde geführt werde, und daß er diese Sache am 7. Juni näher zur Sprache bringen wolle. Lord Palmerston bemerkte indeß gleich im voraus, da[; eine in der Petition ent- !)altene Behauptung ganz unwahr sry; er (der Minister) habe Nämlich nienmls in seiner amtlichen Eigenschaft, wie es in der N crition heiße, seine Genehmigung zu der Expedition jenes ©chiffes errhrilt, und die Regierung ser) daher auchft1r die Fol- gen derselben nicht vrrantwortlick).
Der Marschall Soult wird nächsten Montag hier erwartet. Das für i n getniethrte Hotel liegt am Portland-Plaß an der Cckeder eymouth-Straße und ist dasselbe, iti Welck ern früher eine Reihe von Jahren hindurch der Herzd von San Carlos, Spanischer Botwhafteram Hose von St. “ ames unter der Regierung Ferdinand's Wil„ und später der Fürst Polignac wohnte.
Im Hydepark wird bei Gelegenheit der Krönung ein zwei- tägiger Jahrmarkt veranstaltet werden.
In St. Ive's stritten dieser Ta e zwei konservative Kan- didaten, Herr Praed und Capitain tephcns, um die Reprä- sentation; der Erstere trug mit 8 Stimmen den Sieg über Leh- teren davon.
Vorgestern wurde unter dem Vorsilz des Herrn Routh eine Versammlyng ron Inhabern der Obligationen gehalten, welche die Spanische Regierung für Forderungen Britisxher Untertha- nen an Spanien ausgegeben, die durch die am 28.“ Oktober 1824, als Graf Aberdeen Britischer Minister der auswärtigen
London, 20. TNai.
abe. Das Amendement des Herzogs von „Welling- *
632
Angelegenheiten tvar, zwischen Großbritanien und Spanien abs ? j Kaiser von Rußland haben auf die Nachricht von dem Ikänzen-
aeschlossenen Convention anerkannt worden. .Der Zweck der Versammlung war, die Britische Regierung durch Petitionen an das Parlanienrzu Repressalien wegen der unterbliebenen Verzinsung jener Obligationen u vermögen, und es wurde eine in diesem Sinne abgefaßte Re olution einstimmig angenommen.
Belgien.
Brüssel, 28. Mai. Der Moniteur Belgeent ält eine Erwiederung auf die oestern erwähnte Schrift des Bra eler Ge- meinderathes. „Die ») rirglieder des Brüsseler Gemeinderathes“, heißt es im Eingange derselben, „haben eine weitläuftige Dar- legung der Gründe, die sie zu ihrer Abdankung bewogen, ver- dffent1icht; sic motioiren dieselbe durch den Plan der Regierung, der Stadt Brüssel allein die BezaZlung der Entschädigungsqel- der für die Plünderungen in den ahren 1830, 1831 und 1831 aafzucrlcgcn. Einige der dort angeführten Thatsachen bedürfen weiterer Erklärungen, und es sind dabei vorzüglich drei Punkte ins Auge zu fassen, nämlich: durfte die Kommunal-Verwaltung von der Regierung die Anerkennung eines Prinzipes fordern, vermdge dessen der Staat die Bezahlung der Entschädi ungs; gelder hätte übernehmen müssen? Hat dieselbe ihre An prüche hierauf beschränkt, und würde die Abtragung der Entschädigungs- Fseldsr die Stadt Brüssel in den Stand geseßthaben, künftig.alle ihre uSgaben zu bestreiten? Würden die von der Regierung vorgeschla-
genen Mittel nicht ihren Zweck erfüllt haben?“ In Bezug auf den :
ersten Punkt wird bemerklicl) gemacht, daß die Entschädigungsfrage sich weder auf die Stadt Brüssel, noch auf die durch die Plün- derungen entstandenen Verluste beschränke. „Die gesammten, durch die Kriegszustände verursachten Verluste belaufen sich
auf 20,114,026 Fr., die durch die Aufstände herbeigeführten 1
nur auf 8,501,000 Fr., wobei die Stadt Brüssel mit 4,530,000 „
Fr. betheiligt ist. dieser Frage, aber sie wurde sowohl von diesem, wie von den späteren Versammlungen beseitigt. Der Grund dieser Beseiti- gungen war nicht nur die Größe der Summen, sondern noch mehr die Folgerungen, welche aus der Annahme des Grund-
saßcs, daß der Staat die Entschädigungen übernekwcn müsse, ,
chädigungen ] erwüstungen aufmun- Die Ansprüche der Munizipal-Verwaltung, welche *
gezogen worden wären. , annehmen, heißt, den Feind zu tern.
Das PrinZizp der Ent 3
Schon der Kongreß beschäftigte sich mit ;
fie wegen der Plünderungen im Jahre 1830 erhob, wurden ;
vom Brüsseler Civil-Gericht und dem Appellations'hofe verwor- fen.. Eine ähnliche Entscheidung fällten beide Gerichte in Be- zug auf die Entschädigungs-Forderungen aus den Jahren1831 und 1834.“ - In Erwirdcrung auf dieITweite der oben be- rührten Fragrn 'wird angeführt, daß die
ihre ?[usgabcn zu bestreiten. In ihrer Adresse vom 22. März 18:17 erkläre die städtische Verwaltung, das; die finanzielle Lage der Stadt trostlos sry, daß aus dem Jahre 18:17 ein Defizit von drei Millionen hcrrühre, und daß das“ Defizit des Jahres 18:18 wahrscheinlich noch bedeutender seyn werde. In Bezug auf den dritten Punkt heißt es: „Die Regierung überschaute die gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse der Stadt, und bot ihr zugleich die OJZittel, dieselben zu befriedigen, indem sie ihr die Garantie für eine Anleihe von sechs Millionen antrug. Um aber die Anleihe-Summe gcnaubesiimmen Zit! können, war es nothwendig, cine vollständigeEinfixht in das usgabe-Budget der Stadt zu erlangen. Im Ia re 1837 überstieg dasselbe nicht die Summe von 1,000,000 Fr., während die städtische
; Verwaltung in ihrem Briefe vom 0. April d. I. für das lau-
? fende Jahr mehr als zwei Millionen zu bedürfen erklärte. Die ? Regierung, heißt es am Schlusse, bot der Stadt Brüssel an,
für sie zu thun, was noch für keine andere Stadt gethan wor- den war; man Wollte ihr die Mittel geben, ihr Defizit zu dek- ken, ihre Schulden abzutragen, ihre Arbeiten zu vollende ih- ren Kredit wieder aufzurichten und die Kommunal-Verwa rung erwiederte diese Anerbietungen mit der Niederlegung ihrer Stel- len in Masse.“
Lüttich, 28.'Mai. Die Gegner der Ulcramontanen haben bei der heutigen Wahl zur Provinzial ; Deputation den Sieg davon getragen, indem Herr Neef, Burgemeister von Tilff, mit 145 Stimmen gegen 41:1, die Herr de Longree erhielt, ge- wählt worden ist. 'Zluch in Seraing haben sich die Wähler gegen den ultramontanen Kandidaten erklärt und dessen Riva- len, Herrn T. Michiels, fast einmüthig gewählt. Der günstige Ausgang diescr Wahlen giebt hier zu der Hoffnun Raum, daß auch die Wahl des neuen Stadtrathrs in _Brü el in diesem Sinne aquallen werde.
Deutschland.
DreSden, 20, Mai. (Hannov. Ztg.) Nach neueren Mittheilungen von Seiten der unsere Gesekze entwerfenden Kommission können wir bei nächstem Landtage ein ausführliches Geseß über den Nachdruck, dessen Definition und Wesen, wie Bestrafung erwarten, wobei, noch Vorgang der Preußischen und Würtembergschen Gesetze dariiber zugleich Bestimmung er- folgen soll, daß kein Theater ein gedrucktes Theaterstück, kein Komponist cinen gedruckten Operntext ohne Zustimmung des Verfassers brauchen und benutzen soll. Jedenfalls ist dies ein Gegenstand, reiflicher legislativer Erwägung werth.
O e | c r r e i ck.
Wien, 24. Mai. (Allg. Ztg.) Die Nachrichten aus Spanien, welche so niederschlagend für Don Carlos lauten, machen hier wenig oder keinen Eindruok, weil man sie theils für falsch, theils für Übertrieben hält. Personen, die unlängst drn .Kriegei-Schauplakz verlassen haben, und mit den Verhält- niffen Spaniens und der daselbst fick) bekämpfenden Parteien genau vertraut find, versichern, daß, wenn auch augenblicklich Don Carlos sich im Nachtheil beßnden sollte, dies ihn über das End-Resultat des Krieges keinesweges einschüchtern, und zu dem Entschluß, Spanien u verlassen, verleiten könne. Ik)- ren Ansichten nach, hätte er Zolche Sympathieen über die Lanze Halbinsel erweckt, daß er, selbst im schlimmsten Falle, stets Mittel finden würde, erlittene Verluste nach ei- ner kurzen gegebenen Zeit wieder gut zu machen; eine fehlge- schlagene Operaiion möge seine gegründeten HoffnunYen auf den hron Spaniens ctwas weiter hinaus rücken, a er ihm die Gewißheit nicht nehmen, daß er den Thron seiner Väter besteigen werde. Man will daher in den Niederlagen und Meutereien, Welche die Waffen des Don Carlos nach Angabe der Französischen Journale zu erdulden haben, nicht Anderes als ein wohlberechnetes Manöver erblicken, um dem von der Madrider Regierung projektirten Anlehen einen Weg zu bahnen.
egierung zrvar nicht * an den reichenHülfs'queUen der Hauptstadt zweise, daß sie die- .: selbe aber nichtsdestoweniger, selbst wenn die Regierung die ': ' C'ntschädigrmgs-Forderungen übernähme, nicht im Stande glaube,
Wi
en, 28. Mai. (Wiener Zig)
Sk. Majestät d“
losen Unglücke, we1ches die durch den leßten Eisgang der Donau
in Ungarn verursachten Ueberschwemmungen, beionders und Pest!) angerichtet haben, als Inhaber des Husaren-N ments Nr. 9, zur Linderung der durch jenes schrecklicheNatur C'i'eigniß herbeigeführten Drangsale, eine Beiskcuer von *
in Ofen sgi-
fünß
tausend Dukaten gewidmet, und diese großmüthige Abfich; dem
5" of-Krie_ örat s-Präfidenten, Grafen von Hardegg, xr?ittslungq derhKaiserl. Oesterr. Botschaft in St. in nachsiehendem Allerhöchsrcn Handsthreiben eröffnet:
„.Die Nachricht von der großen Ueberschwemmun für einen Theil von Ungarn, und besonders für die Ofen und Pesih, so verheerend gewesen, mußte um so
*)"Kcin ;.))?itgefe'xhl erregen Ich als Inhaber des Mir Von
da
durch V Petersbuxx
& wclche Städte Mkhr
Sr. höchstseligcn Majcstat dem Kaiser Franz verliehenen Ör-
saren-Regiments für dieses Land nicht ganz ein Fremdlingb;
-- Es ist in derselben Eigenschaft, das; Ich *))?icb doppelt “1111- regt fühle, gegen C'w. Excrllcnz den Wunsch cmSzrrsprcchen,Mr
Linderun führten
St.
der durch jenes schreckliche Nam
x-Ercigniß berbxigi-
rangsale, auch das ONeinigc beitragen zu dürfen, „ Ich habe zu diesem Zwecke die Summe von fünftausend Dr- katen bestimmt, Über deren Verwemung ich Ew. Cxccllenzbitt: den Befe [ Sr. „K. K. Majestät einZholcn zu wollen. *
etersburg, 17. April 183 gez.)Nico1au
s.
Erster Inhaber des K. K. Husaren-Re intent: Nr. 9.“ Se. Majestät unser aUergnädigster Kai er haben auf d„ hierüber von dem Hof-Kriegsrarhs-Präsidenten unterm Neu 0. M
erstatteten Vortrag anzuordnen geruhet, daß die von Sr. M4,
wo in die Einwohner auch alle ihre Gegenstände von YTYFécha [Zn, Als der „Grampus“ in Veracruz war, erhielt man daselbst die Nachricht, daß in dem MexikanischenKongrch daraus angetragen worden sey, alle Franzosen aus, der Republik -u vertreiben. Am 22. April blokirte das Französische Geschwa- der bereits den Hafen von Tamytco. . „ Der Französische Gesandte 111 den Vereinigten Staaten, err von Pontois, hat dem Staats-Serretair fiir die quswär; rigen Angelegenheiten, Herrn Forsytk, in Bezug. auf die Blo.- kade der Mexikanischer: Häfen, yachste ende *Mittheilunzz gemacht: „Alle Häfen Mexrko's 17111) m Blokade : Zusarid erklart rporde'n. Diese Blokadc beginnt für Veracxnz vom. 11). April an und ist sert- dem ohne Zweifel auch auf „die UbriIen Häfen der Republak auége- dehnt worden. Die Jnstrucltolzcn, wklcl)e dcm Pcfcdlsdabxr drs (Ie- schmaders, Herm Bazoch ert!)cth wordeixstnd- in_mnxen, WreSie aux dem beiliegenden Auszuge- aus den DMCZÉW drs Barons ron Dcr: faudjz ersehen wcrden, unt dm von F;"anfrrrch anégesprcßxnrn irc!- smnigen Prinzipien in B_21110 (!Uf BLO-adeZ vyßkomrchx ubcrrry und find überhaupt so abgesaßt- daß neutral": chnc, und namentltcvxte der Vereinigicn Staälkn- alien Bcschrankmrgen und [lxéZxrxicthcd- kciten, die zur Erreichung des yon ,der chzerrrng dcs" Komgs beob- fichtjgten Zweckes man unumgänglrck) nothtg jmd, ubrrho'ch scon dm.“ wer Der Baron von Deffaudis, bevollmächtigter Minijker Frankreichs in Mexiko, begleitet die Mittheilung der (in Nr. 150 der St. Ztg. gegebenen) vier Blokade-Artikel an den Fran: zzsrschen Gesandten 111 Washington mit folgender Note (auf welche schon in der Einleitung zu der im geßrigen Blatte der tg. mitgetheilten Korrespondenz der „Morning Chronicle“
auß Philadelphia hingewiesen worden), worin er namentlich die
in Mexiko verbreiteten Gerüchte von Eroberungs-Plänen Frank-
jcstät dem Kaiser von Rußland zur Unterstützung der durch die F reichs für ganz abgeschmackc erklärt:
leßten verheerenden Natur-Ereigniffe verunglückten Bewohner
der Städte Ofen und Pesih gewidmete menschcnfreundliche Beihülfe von 5000 Dukaten an dcannigl. Ungarischen Hof- kanzlcr, Grafen Péilffy, mit dem Auftrage überwacht Werde, ; dieses Geschenk an Se. Kaiserl. Hoheit den Erzherzog Palatin ' abzuführen und selbes in die Kategorie dcrüdriqrn mildancj, träge einzureihcn, deren Verwendung der zu Ofen bestehenden Kommission überlassen ist.
Schweiz.
Der Schwäbische Merkur scT-xreibe aus der Schtveiz
vom 25.
Mai.
„Die Führer der Hornpartci in Schwyz erho-
; len sich allmähiig von der Bestürzung, worin der 0. Mai [Te gebracht hatte, und gewinnen jene chkheit wieder, durch welche
drrgehalten haben.
- sie so lange den starken inneren und äußeren Widerspruch nie,- C'rmuthigt und geleitet durch die Blätter
der konservativen Kantone, stellen sie sich mit immer größerer Sicherheit als die rechtmäßige Obrigkeit, den Vorort ab':', der,
dieß der der der
Berichten
den Hr läumdun
mehr und mehr verringert.
sich eingemischt hade, dar. In die a11_acmein dem Rothenthurm die Bedeutung der
kenncnd , Anarchie wird rgang bci g erklärt,
halb und verbreitete für
als den Begrün- ganz offiziellen Meinung über bdswiklige Ver- ganzrn Sache aber
Da die eidgenössischen Commis-
saire zur radikalen Partei gehören, so ist es bei allen Konser- vativen angemacht, daß der Bericht, den fie auszuarbeiten beauftragt sind, nur das Werkzeug der Radikaler: seyn wird,
und die Regierung von Schwyz sieht sc!) gendthigc, von [?ck aus ebenfalls eine Untersuchung über Entstehung und Hergang Drr Vorort wird Wegen unbefugter - Einmischung, die nrw verhängt sey, urn eine rebellische Minder- heit zu untcrsrülzrn, bei dcnKantoncn durch ein Kreisschreiben ver-
der Sache anzustellen.
klagt, eine außerordentlicheTagsakzung wird verlangt, ja man läßtfab len, daß man die Einmischung durchbcivaffnetcsAufgebotzurackzu- weisen gesonnen scy und daß die Commiffairefroh seyn müssen, wenn man sie nicht bei dem Kopf nehme; den Leuten der äußeren Bezirke. endlich wird zu verstehen gegeben, was ihrer warte,
wenn die Macht wieder befestigt sey.
So
stehen jetzt die Sa-
chen und Niemand kann wohl sagen, wie es kommen wird. Der
'Vorort ist in einer unangenehmen Lage, da er das schwierige
Amt übernommen hat, einer Partei aufzuhelfen, die _seit sieben Jahren bewiesen hat, daß sie, ohne fremde Bajonette, gegen die klug geleitete, wohl organisirte Partei der Gegner selbst da den Kürzern zieht, wo sie die Ucberzahl ist. Ob fie durch die
lcßte E sie jelzt
größerer
rfahrung zu aber
zeigen. Immer wirft
Thatkrast erregt sey, kann
die Ltrmurh ihrer
Anhänger, die lange Gewohnheit des Gehorchens, das Gefühl vielfacher Abhängigkeit, die geographische Zersplitterung und FL vor Allem der »Mangel hervorragender Führer ihren Plänen Hindernisse in den Weg, wogegen die Hornmänner eine cen; “
trale Lage, das Ansehen der althergebrachten Wkacla, des Ge!- des und der Geistlichkeit auf ihrer Seite haben. Den Einfiuß der leßteren mag man damits ermessen, daß von den sanatifirten Bewohnern des Wäggi-Thalcs Viele sogar lieber hungern, als
bei einem Klauenmann Arbeit nehmen oder Brod essen, das _
von eine
111 solchen herrührt. Sie sind über
zeugt, daß der Um-
sturz des Vaterlandes und der katholischen Religion in der Zib- fichr der Klaucnicutc liege und die unmittelbare Folqe ware,
wenn sie an das Ruder kämen. - Ganz ähnlichc Verhältnisse, wie in Schwyz, bestehen in Wallis.
Wie dort inneres“ und
äußerer? Land, so sind hier oberes und unteres feindselige M Die französischen Unterwalliser wollen von den deut- schen Oberwallisern dic gänzliche Aufhebung dcr frühern Rechts“ Ungleichheit, und Wenn es auch noch nicht zu einem förmlichen Aufstands mit Freiheitsbäumen gekommen ist, wie jüngst übel“- triebene Nachrichten woliten, so ist doch die Gährung bedeu- tend, und es darf um so eher ein Erfolg derselben erwartet werden, als in Oberwallis die Liberalen auch viele Anhänger haben, die den alten Vorrechtcn ,gram smd.
Vereinigte Staaten vou Nord-Ameréka-
New-York 7. Mai. DieFranzösischeKriegsbrigg „Ca- lypso“ ist am 28. April mit Depeschen fiir den Franzdfisä)?" Gesandten in Washington von Veracruz in Pensacola ang“,
gensälze.
kommen.
Die Pensacola Gazette me
[der, das; man bei
der Abfahrt des „Grampus“ von Veracruz die Blokiruyg des Forts San Juan de Ulloa erwartete; man hoffte jedoch, 13[1
es sich einige Zeit würde 1)
alten können.
Die ONexikaner wa-
ren bereit die von den Franzosen bewillig'te Entschädigung von
800,000
eine Ehrenerklärung, wozu die O)?exikanische Regierung nicht verstehen will. Ein Mexikanischer Bürger hat sick) ten, der Regierung 10,000 Pferde zu liefern, und die will 1 Million Dollars ur Führung des Krieg_es hergeben. Französischen Kriegssthi e in Martinique und Havana haben Befehl erhalten, sich soglricl) nach Verac
Öollars zu zahlen, allein die Leßteren verlangten ""
ruz zu begeben.
fich erbo- Kirch
ie den Man
fürchtet, daß, wenn Veracruz von dem Französischen GEMÜ)“ der bombardirt wird, dieFödcrativ-Partci
, werde.
Die Frauen und Kinder sind ua
die Stadt plündekk1 ch Jalapa gebracht
„Sie sich, daß Herr Bazoche fiel) auf die Antvcndäng der mi].- dxsjeu Zwangs-Maßrcgrin zu beschränkegwünWt, wenn nicht ncue Angriffe gegen dre Personen und das C1ger1thmn Französischer 1111- terrhanm in Mexiko ihn zu strengerxn Maßregeln zwingen. Tics Beharren bei dem. Soßen) drr Mäßigung isi lobenswertd, da die szckanjsax „.Regrcrung dre ZBrkanunuarlmr-g dcr schändlicdstxn Ver.- 1cumd11ngen uber unsere 2111110020, z. B., das; wir Mxxxko erobern u11dzerstüche_11_111*-ol1te|1u.s. tr.. ruhig duldet, wenn ße dirsrldcn nici)! etwa durch idrc omxrcllen Aftenstrjckc scrbst hervorgerufen bat - und dadurch nicht nuruxjscre Landßlcnte, sondern alle in der chnblikansäisige Aus.- 1Iindcr dcrWutbdesPobclspreisgiedt,r-ur nm sci) scidst in dchacht zu er-
, halten. Ein solches Bcncbmxn ist nücn Vo:sc1)riftcn dcr E'dre, der (Zivilisation ,"".d ,der Hymgnitäc entgegen. Sie schen akso, mem Hart, am; dra Prmjxptrn, dre Herr Bazoclw znr Rick)1schnnr srinrs Brant); *mens angenonnncn hat, das; wrr die nentralcn Saxissc aller zur Er: rciavung unseres Zwrckrs nicbt unumgäagncl) txorbwejxdiqrn Bc: schränkunch 1an Siliwirrigfeitcn zn iidcxlxbrn wiinscYén. Xii) hm so giricklrci) , Jdnczt eincn Umstand mindrilru 511 1701:
, nen, der die Aufrichtigkeit unserer Gcfiunungcn 1311111401101) kisses Punktes, 1111d namcmlrci) in Vetrcsf der Axxxxrifarwr, beweist. Heute [ud drr Bxsrl)1é_babcr ,der Kriegssloop „Ontario“ uns cm, an Vrrd der Fregatte „permtme“ zu kommen, um uns" die brrorsxcbrudc An- kunft drs Packethootcs -A11na Eliza“ anxmcigrn, tvrlaxrs 111 Han: dels-Atigrlegenhcitcn und mit Brirfrn von Ncw:York frmmc- Wir mußten idm zn unserem Bedauern erklären, daß wir Uns gmötdigi
* sähen, diesem Fahrzeuge das Einlatifrn in Veracruz zn rcrbictcn,“ da wir mit unsxren eigenen chkrtböirn von Havre eben so verwirren
- würden. Wir vcripxaihen ]rdoci) zugleich dcm gcnanmcn Osßzirr auf sein Verlaugxn, daß es drm Schreiber der „Anna Eliza“ gestat-
_ tet scvn sollr, nur dem „Ontarjo" zu kommnnixircn, um die mitqr: brachien Bklcfe abzugeben und Justructioucn fiir die weitere Bc:
ftimmung des Packxtboots zu empfangen.“
Folgendes sind die wesentlichsten in dem von dem Franzö- üscßcn Gesandten in Mexiko an die Mcxikgnische Regierung gerichteten Ultimatum enthaltenen Beschwerdepunkte und Fordc- rung,?n Frankreichs:
„(m “441171: 1833 wurden in Atencinao fiinf “ran ofen ermordet, an Pferdeschweife gebunden dure!) die Straßen égzcsci)lz:pr)t und dann am bellen Tage vonADc," Mexikanern unter d:“m Geschrei „Tod al- len Frcmden!“„ in, Giiixkx zerrissen. Dies Berbrcchrn 177, umer dem Vorwande, „da); die Umstände zu verwickelt und die gerichtlichrn For- men zu wenlanfng scycn, noch immer nicht bestraft. linter dcn Fremdchdie der Republik Texas zu Hiilfe grrilt und von den Meri- fanerrdgcrangcn qrrrommin waren, befanden 1111) auch xtrci FranzH-
sen, dre in Taznwco ohne Weiteres erschossen wurden; der Oberst Gregorio, dcr dieren Mord befahl, wurde znm (Hemm! (knarmt. “7-11 vorigen Jahre wurde em Franzose dcs Todtsrßlagrs ["sÖUldfgt ::“nd, odne daß dgöBcrbrcäxcrt wäre erwiesen worden, zu zr1)11].ii)rigcr Ge. fangmßstrate m Veracruz verurthcilt. E'nd1icl) 11.11 der Öderst Pardo, Komm,:ggdant _von Coltma, cinen Franzöfisrbcn Arzt am heilen Tage angegriffen, weil derselbe sich geweigert hatte, ihm eine Summe Gcidcd zu leiden. Erentkarn nur durch c'iannder, sal) siÉmbrr gcnötdigt,da§ Land ßsuverlaffen, da :hm die TIchrdcxiil)reriSch1ttiz versagten. Dcr Franx'os- chtisauxtevcr1angt nnn dieSummev011000,000Pmscrn wclcheirmcc dixjemgcn Franzosen vertdeilt werden sollen, die durch den Bürger- krieg in Mcxiko Verluü crlixtrn haben, ferner_20,tv00 Piastrr fiir die Hinterbliebenen der, beiden ohne gerichtliches Verfahren hingerichteten
Franxoscn. 0600 Master fiir den durch den Oberstrn Pardo verwan-
, deten Arzx, 2000 Prasier fri-r die nngcseßliä) cingcscrkcrlen Franzosen, dfeauch1ofort frrizulafscn find; der General Gregorio Grmcz, dcr Obcrß Pardo und die Mcxikaniscben Richter, 1rclchc dir Grfarjgcncn verurrbeilt bach, sollen sofort entlassen, und den Familicn dxr in Axeucmay ermordeten Franzosrn 15,000 Piastcr nndgrzarlt werdcn.
_ Yrcs 111mnatum enthält nicht die anderweitigru Geld;,“rordcrrmaen zrankrerclys 5111 Mexiko, rcriangt dagrgrn abcr noch, daß Fraökrricl) nxitßden drgunsiigtsten Raiioncn auf glrichcn Fuß gcstrUt werde, das;
dre zranzonschcn llrxtcrthancn in Mexiko von Zwangsznlciden frei
Fr MUMM, undkdgx; ße dcs Vorrechts, 111 Mcrifo den Dcmil-Han- „ beraubt chklldezlkld12-1kxxjkxzj/ nur gegen eine angcunfsrnc Ontsämdrgr-UZ ten ,DU' Mexikanische'Minisker der auswärtigrn Angelegenhei- ln„.(1tebt bei drr Anzeige von dem Empfange des Französischen ronmatums, seenfErstaunen darüber zu cl'kétméß, daß der Ba- 1011ka Deffaudts sich a11 Bord eines Franzökischen Schiffes KW Wogen habe und nicht auf seinem Posten geblieben sry, 71de er dadurch mehr „das Ansehen eines kommandirenden
an edrals, als emxs friedlichen Gesandten erhalte. Nachdem er angdeeUZt", daß die Axnwesenheit des Französischen Geschwaders ter mncl usten von Mexiko die Angelegenheiten, noch verwickel- ein ein )e und der Mexakqntschen Regierung nicht gestatte, die
[zießnren Punkte des Ultimatums in Erwägung zu ziehen,
gende Zr mit der Bemerkung, daß dies Dokument so beleidi- ich nie edmgungen xnthalte, da]; der Präsident der Republik
Werde dna glb zu der Annahme derselben v:“rftehcn könne; doch rank „Use e slch nicht Weigern, auf anderen Grundlagen mit
Mä) zu unterhandeln.
"" Die Times enthält nachste endes Sclreibcn ires Koxl'esyondenten, des_ sogendnnten &enfrr Reiyscnden, haus denmhxxgton 09111 22. April: „Die Gerüchte über Verän- er er!?v sim Kabmet haben aufgehört, und man kann sie da- e aunta “näher beleuchten. Schon seit längerer Zeit war es Stelle älsoaß, dcr General-Prokurator, Herr Butler, die
rk an Professor der Rechte an 'der Universität in New- orlesunge-nommen habe. Am 18ten hielt er seine Znaugural- ession dg, er wird jedoch His zum Schlusse der gegenwärtiqen
cs Kongresses im Kabinct bleiben. Der Marinc-Sc-
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cretair, Herr-Dickenson, ist seit langer Zeit o krank da ein Theil seiner Geschäfte von dem Kriegs - Secrestair baéverZehen rverdrn müssen; außerdem ist er auch bei dcr Maribe, bei dem Publikum und bei dem Kabinet unbeliebt, und man hat Alles aygervendcr, um ihn zur Resignation zu bewegen. Er paßt nicht zu einem Beamten, aber er isk nicht reich und liebt dabei sehr das Geld. Er ist aus dem Staate New-Jersey gebürtig und war Gouverneur und Senator dieses Staates. Sein jün- gerek Bruder war Repräsentant im Kongreß, wurde aber vor kurzem arrf Betrieb der Whig-Partei zum Gouverneur ernannt. Das Kahmet hegt die Hoffnung, bei den Wahlen New-Zersey Wicdcr sur fich)_ zu gewinnen. Die Familie Dickenson's hat einen M95?" ELLfiUß daselbst, den sie wohl bei der Entlaffung des ').-«arme-Grcretairs zu Gunsten der Whigs anwenden könnte. Es 111 daher nicht a_nzunehmcn, das; der Präsident dic Verant- wortlichkcit Wegen Entfernung des Marines Secrecairs auf sich nehmen wird, vielmchr wahrscheinliä), da["; die zunehmende Schwäche den »))?arine-Sccretair zwingen wird, nach der Ver- tagung des Kongresses seine Entlassung zu nehmen. Der Kriegs- Secretair, Herr Poinsett, isk fortwährend krank Und muß das ZFUW“ hüten. Dies isi ein anderer Fal], der eine Vakanz im Kabinett veranlas'cn könnte, und es können auf diese Weise al- lerdings Veränderungen im Kabinet eintreten, obwohl nicht auf Herr Poinsett ist
die Weise wie die Gerüchte sie darstellten. er ist der tüchtigste '))?ann im
poprilär und verdient es auch; Kabmec. Herr Forsyth, Staais-Secrrtair für die auswärtigen Angeleqenheiten, Herr Woodbury, Sccrrtair des Schaßes und Herr c11da11, der Genrral-Poümeister, werden ihre Aemtcr wahrscheinlich behalten. Sie werden ihre Entlassung nicht neh- men und man Wird sie ihnen nicht geben. Die hier genannten
sechs Minister bilden das Kabinet.“
Inland.
0 , »- - Frankfurt a. d. O., 30. Mai, Die in diesrm Km:)re voi“ Ucberschwemmung ihrer Grundstücke bewahrt geblie- bxnxn Mitglieder der Marienburger Groß:Werder Damm-So- xrrtat haben, pack) eingegangener Anzeige ihres Vorsteher-Amts, 111 dankbarer Anxrkcnnung der ihnen im Jahre 1820 bei dem sie damals betroffenen Unglück durch Privat-Bciträge und aus Öff?111[1ch1'11 Forids acwordencn Unterstützungen, gegenwärtig den Betrag von 0-16 Rehlr. 10 Sgr. aufgebracht und zur Unter- stiitzung der durch das diesjährige Hochwasser der Oder beschä- digter? _Emwohncr im Regierungs-Bczirk Frankfurt a. d. O. an die hiesigdKönigl. Regierung cingesendet,
Breslau, 20. Mai. Der gestrige Wollmarkt-Bericht lautete: „Obgleich erst heut die nöthigcn Vor-Anstalrcn zu dem Wollmarkt getrdffm find, so wurden doch bereits in den sein- [ken-Wollen Geschäfte gemacht. Niederländische Käufer legten 0,1116 „11 Rrhlr. mehr auf dieselben an, die Seehandlung ging bis 12 Rthlr. iiber den vorjährigen Preis, die Engländer warcrten nyc!) ab. Zu mittleren und geringeren Wollen war noch gar "!(th entschieden. Heute (vom 20, Mai) wird da- gegen gemeldet: Das Woll - Geschäft wurde gestern und heute 10 schwunghasc betrieben, daß vielleicht schon 8 bis 10,000 Ctr. verkauft _srnd. Auch die Mittelwollen erlangten ansehnlich bes- sere Prene; ein Gutsbefißer, der voriges Jahr für 03 Rthlr, verkaufte, bekam 78 Rthlr, ein Anderer,“ der um 00 Rthlr. vcrkqufc harre, erhie1t 80 Rthlr. Im Allgemeinen bemerkte man, daß diejenige Wolle besser ging, die voriges Jahr weni- ger machte, und umgekehrt. Man fragt sich, ob dieses rege Leben anhalten werde? Hält es an, so ist vor dem gesetzlichen Anfang der Markt schon zu Ende.“
Brcsxlau, 30. Mai. In der Nachricht über die hier am 28sken d. M. abgehaltenen Pferderennen in dem gestrigen Stück drr Staats-Zeitun_g ist zu berichtigen, daß im sechsten Rennen nicht der „Poor Boy“, sondern der Hengst „Douglas“ dcs Grafen von Iyenck'el-Siemianowiß Siegergetvesrn. In den am Lixstrn (ortgeseßten Rennen, alle auf„freier Bahn, Und zwar in dem ersten (Kö_nigs"re:men, in Schlesien gezogene Pferde, dop- pxlter Sieg, Cinsaß 15 Fr.d'or, ganz Reugeld) um den von L_“)r. JJJajestät dcm Könige wiederum Allergnädigsi bewilligten Chren-Preis, dessen Cigenthum jedoch nur durch dreimal imc!) einander gewonnenem Sieg erworben wird, so wie um den Vereins-Prcis von 500 Rthlr. und die Hälfte der Einsäfze, siegte Üb-Ll' drei Mitbewerber der Hengst „Hyppolit“ des Gra- fet) von Renard. Im zweiten (Untet'scl)rifcsrcnnen, Herren 1'61LLT1,' Pferde im eigenen Besitz, Vollblut ausgeschloffen, 3, JW or Tmsalz) war von zwei Pferden der „Hidalgo“ des Lieutenant von Lieres; im dritten (Herren reiten, Pferde aller Länder, nur Trab, 2 Fr.d'or Einsatz, ganz Reu- geld) um einen Ehren : Preis“ und die Hälfte der Ein- skrße, ebenfalls von 2 Pferden, der „Darius“ des Lieutenant Grafetr von Königsdorff Sieger; im vierten (Pferde aller Län- der, Cmsaß 20 Fr.d'or, halb Rcugrld, doppelter Sieg) um den VeremSpreis von 500 Rthlr. und die Einsätze, war es von 4 Pferden, Welche daran Theil nahmen, der „Stiff“ des Prin- zen ,Bcnjakmin Rohan; in drm fünften (Pferde aller Länder, Besißer reiten, 2 Fr.d'or Einsakz, ganz Rcugeld) um ein von der Stadt Brcslau ausgesetztes silbrrnrs Kleinod, fieqte untcr zweien die „Briilante“ dcs Lieutenanc Grafen von der Goliz, im sechsten (auf dem Kontinent gezogene Pferde, Vollblut auMeschloj'scn, 2 Fr.dor Etnsaß, ganz Rrugcld) gewann den Vereins-Preis von 200 Iichlr. und die Einsätze, von 5 erschienenen Pferden der „Hidalgo“ dcs Lieutenant von Licres. Der schnellste Lauf war
der im 'crsren Rennen des ersten Tages, wo die Bahn von „
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11100 Rathen in 4 Minuten „ Renner) des ersten Tages, wo 300 Ruthen einmal in 1 Mi- nute 24) Sekunden zurückgelegt wurden.
' dexnberg, 25. Mai. Der 221. Mai war für unsere Gegend ren Tag des Schrcckens. Nachmittags in der sechsten Stunde ist zwischen den Dörfern Hagendorf, Kunzendorf und I).). Neuland, (Jörisseiffen und Langendorwerk während eines sehr schideren Gewitters und nach einigen starken Donnerschlä- gen ein_so großer Wolkenbruch gefallen, daß die meisten die- 1er Ot'tic,)aftcn in einem Augenblicke furcdtöar überschwemmt wurdcn. Brückensund Stege, Zäune, Sommerhäuser, Appar- (xxments :c., sehr viel Holz und sogar Baustämme, Thüren und zensierladen wurdcn mit furchtbarer Gewalt fortqerisscn. Auch nz _der LZubaner und Goldberger Vorstadt zu Löwenberg hat diejes Wasser alle so schön angepfianzien Gemüsegärten über- schwemmt und verfeindet, auch einen großen T eil des Stadtgrabeps gänzlich dcmolirr. “Menschen und ieh sol- le,n zwar nicht verunglüch seyn, aber sehr Viele mußten sich in deiethöhern Gcmächxr flüchten, und diejenigen, welche sich zu1 falltg auf der Straxxr oder mir ihrem Vieh auf freiem Felde befanden, konnten 110) nicht schnell genug in die zunächst gele- genen Häuser retten, denn das Wasser ist unter furchtbarem
41 .;, Sekunden und im fünften :
ungeheueren Schaden verursacht, auch sind me rere durchbrochen. Wenn dieses Wetter in der Nacht Zeschethfich': wäre das Unglück viel größer gewesen. Ein Fuhrmann mit Wagen und drei Pferden wurde durch die 'ewait des in Strömen herabfiießendcn Wassers in den Chausseegraben e- schleudert, hat fich aber wie durch ein Wunder mit sammt ei- nem FuhrWerk noch glücklich gerettet.
Rei_chenbach, 20. Mai. Heut Vormittag fand auf um serrn Roßmarkt die erste Kreis-Stutenschau und Prätnien-Ert 1123111019 an die Inhaber der besten Zuche-Stuten [latt- Von 4- Thieren, darunter 8 von Dominial-Bcsißern, erhielten 3 der leßteren und 4 Rustikal-Pferde Preise, die bei jenen in Ehren- fahnen, bei diesen in 206 15, 10 und 5 Rthirn. bestanden.
Mezgdeburg, ]. Quni. Hier bereitet man sich zu einem Musikfejr von 300 mitwirkenden Sängern und Instrumentati- sken vor, ivozu Künsxler von Ruf ihre- Theilnahme zugesagt ha- ben. Die„Haupc- Aufführung umfaßt ein neues Oratorium, „Abbadond , das von dem Mufik-Direktor Mühlinq komponirt 07, und die Tage_des_ "28- und 29. Juni smd dazu "bestimmt.
Düsseldorf, 21. *))?ai. Einer unserer Mitbürger, err Fr., Schimmelbusch von Solingen, hat in 7 Sälen eine Zal- lerre der Industrie-Produkte des Regierungs-Bezirks von aller Art, besonders der Eisen- und_Stah1-Fabrication, gegen ein Ein- trittsZeld von 25“, Sgr. crönner. Die einzelnen Gegenstände dieser reichen Musterkarte werden an Fremde Und Besucher auch abkzsxlassen und wieder ergänzt, so daß dadurch keine Lücken en 9 en.
öln, 30. kai. (K. Z.) Die Jndu ric-Aus eUun des hiesigen Gewerbe-Vereins in der Börse iststseit einisxxen Tgagen dem Publikum geöffnet und erfreut sich einer regen Theilnahme dejselben, wie es der frequente Besuch sattsam bekundet. Die pzssende Aufstellung der verschiedenen Gegenstände in dem zu diesem Zweck ganz geeigneten Lokale ist sehr zu loben und macht dem_ Geschmack der anordnenden Vorsteher alle Ehre. Die Ausstellung sxlbst_ hat unsere Erwartungen übertroffen, da ste ohrie due BUhÜUe und bloß durch den Eifer der Vorstand:;- Metglredex dkesihicsigen Gewerbe-Vcreins zu Stande gekommen ist. Das [dbltche Strehrn desselben, die Industrie hiesigen Maßes zu beleben, hat sich bei dieser Ausstellung auf eine schöne Wem? bewährt, und wir wollen demselben ein ermunterndes * „„Vor-wärts!“ freundlichst zurufen. - Die Ausstellung ist zwar 9:11 mehr ganz treues Bi1d der Industrie des hiesigen Platzes, mdem eine Menge von'anustrie-Zweigen nicht repräsentirt ist, doch ward s1ch dies bei einer nächsten Aussteljunq schon besser gestalten. -- .Die Lücken der Industrie sind durch :“nancbe schäßt dare Kunß-Ochrnskände, welche der hiesige Verein bildender Kunstler mit nicht genug zu lobender Bereitwilligkeit eingesandt hat, Wurdig aufzgcfr'tllt; diese tragen nicht wenig zur angenehmen UnterhaliuYg der Besucheudrn bei. Der _qrringe Enérée-Saß yon 21/2 Sgr. m_acht es auch dem minder Wohlhabenden mög- lich, sich eine Amchauung von dem Kunstfieiß unsererStadt zu verjchaffen.
Bonn, 23. Mai. Die katholisck)-theologische Fakultät hat zu Anfange des gegenwärtigen Semesters folgende Bekannt- machung erlasYen: „Die unterzeichnete Fakultätist in Folge eines Erlasses des Herrn Kapitular-Verwesers des ErzbiSthums vom 121en d.M. bequftragt worden, die katholischen Theologie-Stu- direnden auf die ge1e151iche Vorschrift aufmerksam zu machen, grmäß welcher diese nach vollendetem Kursus nachweisen müssen, die Vorlesungen in den verschiedr'ncn Disziplinen der katholi- schen Theologie gehört zu haben, um zu den Prüfungen behufs Aufnahme in das Klerikal-Scminar und zu den höheren heili- gen Weihen zugelassen zu werden. Indem diejenigen, welche dieser Vorschriftnichrnachkommen, aufgefordertwerden, die nach- theiligen Folgen, we1che die Vernachläsfigung einiger Vorlesun- gen xrcffen, wohl zu erwägen, ficht sich die Fakultät auch ver- anlaßt, wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß die e- dachten Vorlesungcn zugleich in der gehörigen Ordnung geh rt wcrden. Bonzi, den 10. »Mai 1838, Die katholischckheologische Fakultät der Königl. Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität.
ch§z. Ackzxerßeldt.(ÉKl§e).“D
onn, “.. . Mai. . . . as natur istori cleMu eum der Rheinischen Universität hat in neuerenh Zeitesn) namßafte Bewctje der günstigen Berücksichtigung der hohen Königl. Be- hörden und derLibcralität dchewohner unserer Provinz erhalten. Das Interesse fÜr das schöneLandes-Instirut lebt also frisch im Andenken_und 111 der That; Wunsch und Hoffnuna liegen nahe, da]; src!) dieses für und für zum ferneren Gedeihen der zwar großartig gegründeten, aber doch noch vieler Bereicherung bcd'ürftigrn Linstair erhalten werde. Von Seiten des hohen OJIinistrriunis der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal/Ange- legxnheiten ist dieselbe mit. der Haut und dem männlichen und weiblichen Skelette des Auerochsen bereichert worden, eines Thieres, „welches, wie der Steinbock“, jeßt zu den Europäischen Seltcpheiten gehört. Noch zu den Zeiten der Römer war es auch in unserer Gegend verbreitet. Durch die fortschreitende Kultur allmälig nach Norden zurückgedrängt, ist 1th nur noch eine kleine Heerde iibrig, welche in der Waldung von Bimo- wicza bei Grodnow beschützt und verpflegt wird. Kein Indivi- duum darf ohne Erlaubniß der höchsten Behörden erleqt wcr- , den. Die Genehmigung, vier dieser Thiere für die ONUÉeen zu Berlin, Breölau und Bonn_er[cgen zu (affen, wurde jedoch von diesen auf den Antrag_ un1errs Ministeriums der auswärtigen «)[ngrlcgcnheitrn mitgrößestrr Bereitwilligkeitertheilt, so daß der Koniervator des Museums“ zu Königsberg, Herr Wichmann, nachGrodnow gesendecwcrden konnte, um dieselben in Empfang zu nehmen und zuziibereiten. Hätte die Französische Armee auf ihrem Rückzuge jene Waldung berührt, so würden die Annalen des Kriege-s zugleich den Untergang eines der größten und kräf- tigsten Thiere bezeichnen. -- Eine andere merkwürdige Berei- cherung ist der Saamen und die Frucht cines vorweltlichen Wallnußbaumcs, der in den Braunkohlen-Lagcrn zu Friesdorf gefunden wurde. Das Museum verdankt dieselbe der Liberali- tät des Herrn Köhler, Besßers des dortigen Alaunwerkcs. - Der neueste Zuwachs, ein Geschenk des Herrn Freiherrn von Fürstenberg-Stammheim, ist ein ausngkéckmet gl'cßes und schö- nes Exemplar des mrrkwürdigsken alier“1ffen, des Orang-Urangs von Borneo. Da es Europäern fast unmöglich, in die Wälder jener Jnxel einzudringen, so gehört dieser A e zu den seltensten und kost ai'en Gegenständen der Museen. 4er Herr Geschenk- qeber fügte demselben noch das Fell und Skelett eines anderen seltenen Affen aus jener Gegend, so wie 9 kleiner“? Säugethiere aus Nord-Amerika bei. -- Außer diesen großen Bereicherungen erhielt die Anstalt noch 0011 Frau Mertens-Schafhausen meh- rere Jtaliänische Korailen, Conchylicn und Peerefakren, von errn von Nordeck einige interessante, fossile Zähne und von YUM Grafen von Varo ein merkwürdiges Säugcthier. - UeberdirZ smd noch die vielfachen Begünstigungen und Beförderungen ihrer
Geräusche in ONanneshdhe von den Anhöhen herabgeschossen gekdmmcn und hat auf den Feldern, Wiesen und in Gebäuden
Zwecke, weiche fie votr 11-1eht'e1'c11 Handelshäuscrn zu den, C1- berfeld, Krefeld und einigen mit jenen verwandten in Bremen
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