1838 / 188 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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einen beladenen Kahn Z Rthlr., für einen ledigen Kahn 25 Sgr., für Flößholz, und zwar für ein Schock Bauholz ?- Rthlr. bis 4 Rthlr. 24 Sgr., für 1'„-*;, Schock Latten 5 Sgr., für ein Schock Bohlen und Bretter 5 bis 20 Sgr. Indeß gestatteten nach und nach die Vertiefung und Erweiterung des Finow- , Frie- drich ; Wilhelms- und Promberger Kanals und die Räumung der Strombetten der Oder, Warthe und Reize die Fahrt für größere Schiffe, was nicht unbenutzt blieb, und je angenehmer die bisherigen niedrigen Kanal - Abgaben waren, desto schmerz- licher wurde es empfunden, als durch den Tarif vom 10. Sep- tember 1822 die Abgabe von einem beladenen Kahn für sämmt- liche 1?- Schleusen auf 10 Rthlr., von einem unbeladcnen Kahn auf ZRthlr.; für Holz in Flößen, für jedes Stück auf 8 Sgr., festgesetzt ward.

Allein schon im Jahre 1826 ward durch die AUerhöcHste Kabinets x_Ordre vom 21. Oktober dem Hol?- Handel Line mit „Dank anerkannte Erleichterung dadurch zu heil, daß das ge,- sammte Schleusengeld für jedes Stück Bauholz von 40 Fuß Länge und darunter auf 1 bis 3 Sgr. herabgesetzt und 11:2 Schock Latten, und 3 bis 10 Stück Bohlen und Bretter, cinem Sägeblock, oder einem Stück ordinairen starken Bauholz bis zu 40 Fuß Länge gleich erachtet wurden. Ferner ist dic: Schiff- fahrt auf dem Kanal seit 1816 von dem Druck der Wasserzölle zu Driesen und zu Landsberg an der Warthe, vom Brahez0ll der Stadt Bromberg, und von der besonderen Abgabe fÜr 018 Gromaden-Schleuse befreit worden, und erwägt man, daß nach der ursprünglichen Anlage des Kanals derselbe nur für Kähne bis etwa 500 Ctr. schiffbar war, während egenwärtig kaum kleinere Kähne als von 1000 bis 1500 Ctr. xragfßhigkeit den- selben befahren, so wird die Erhöhung des Tarif1alzxs in „Be- Yehung auf die leßtgedachten großen Kähne allerdings zum

heil wieder auSgeglichen.

Anders aber stellt ich das Verhältniß hinsichts der kleine- ren Kähnc. Bis zum ahre 1822 waren es in der Regel die ärmeren Bewohner des Bromberger Bezirks und Westpreußens, welche mit voluminösen aber an Werth geringen Gegenstän- den, als Dünger, Stroh, Heu, Schilf, Rohr, Holz, Torf, Ziegeln, Feldsteinen, Asche, Faschinen 11110 0111131010111 mehr, und mit Fahrzeugen, die meistens kaum 10-20 Wtspel Ge- :raide oder 3-400 Ctr. Güter laden konnten, den Kanal be- fuhren. Da der neue Tarif weder nach der Tragfähigkeit dcr Köhne, wie z.B. der Tarif für die Waiserskraßen von dcrOder zur Elbe vom 18.„„Juni 1828 noch nach dem Werth der Ladung einen Unterschied in den Schleusengeldern machte, so hat, in,- dem die lekzreren den Werth jenergeringerenGegcnstände absor- birten, dieser kleine Verkehr füydie Bewohner der Umgegend gänzlich aufgehört, und die am Kanal bklcgcnen Grurxdbesißer, welche nicht der Chaussee nack) Racket nahe liegen, fuhlen bei den tiefen Sandwegen die erschwerte Ab:- und Zufuhr eben so empfindlich, wie die kleinen Schiffer das Versiegen ihrer bis- herigen Erwerbsquelle. Z:; Erwägung desen 11110 in_Betracht, daß, ungeachtet des herabgeseßten Tarifs für das Flößholz, 0111- noch die Hölzer von geringeren Dimensionen und die Latten eben so wenig das Sch1euscngeld zu ertragen vermögen, als das Brennholz, gerade an diesen geringen Hölzern aber der größte Ueberfluß in den hiesigen Forsten ist, der Absalz desselben nach

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Majestät zur Abhülfe jener Uebelskände eine andere Erhebungs- art der erwähnten Gefälle in Unterthänigksit zu beantragen. In dem Landtags-Abschied vom 7. November 1837 erklärten Se. Majestät fich geneigt dem Antrags zu entsprechen; und wie verlautet, sollen die Vorarbeiten zur Revision des „Brom- berger Kanal-Tarifs bereits im Gange seyn, weshalb mit Ver- trauen entgegengesehen werden darf, daß hierbei auch die seit 1822 eingetretene wesentliche Veränderung der Handels; und inneren Verhältnisse der hiesigen Landestheile ihrePrüfung und Berücksichtigung findcn werde.

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Westen hin aus ch* angegebenen Grunde jedoch unmöglich, und der Preis deshalb stets gedrückt ist, haben denn auch die 1 Provinzialsiände des Großherzogthums" Posen auf dem vierten Landtage im verwichenen Jahre sich gedrungen gefühlt, bci S1".

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Königliche Schauspiele.

Sonntag, 8. Juli. Im Opernhause: Faust, dramatisches "7 '

Gedicht von Goethe, in 6 Abth.

Anfang dieser Vorstellung um halb 6 Uhr.

Das BiUet-Verkaufs-Büreau wird für diesen Tag Mittags um 1 Uhr geschlossen.

In Charlortenbur : Der grüne Domino , Lustspiel 1111

Akt. Hierauf: Die elesame Wette, Lustspiel in“1 Akt. Und: ;; Der Bär und der Bassa , Vaudeville-Burleske in 1 Akt, von

Der reischüß, 8 .

C. Blum.

Montag, 9. Juli. Jm Schauspielhause: Oper in 3 Abth. Musik von C. M. v. Weber, err Jo- hannes, vom Theater zu Königsberg: den Max, 016 Gastrolle.)-

Dienstag, 10. Juli. Im Schauspielhause: Ein Mann

hilft dem Anderen, Lustspiel in lAkt, von Fr. v. Weißent urn. „.* rua:1 Der reisende Stu-J

(Neu einstudirt. Herr Seydelmann: 1)1'. Berg. Herr Mayfeld. Dlle. Erck: Julie.) Hierauf:

dent, mufikalisches Quodlibet in 2 Abth.

Königssiädtisches Theater.

Sonntag, 8. Juli. Zum erstenmale wiederholt: WU? Posse in 4 Akten, von 01. A. E. Wollheim.

Montag, 9. Juli. Der Dachdecker. Komische Gemälde in 5 Rahmen, frei nach dem Französischen, von L. Angely. Vor- her: Student und Dame. Lustspiel in 2 Akten, nach Scribe und Melcs'ville, von G. Harrys.

Dienstag, 10. „Juli. .Belisar. Oper in 3 Abts). Mufik von Donizetti. vor ihrer Urlaubsreise.)

Markt-Preise vom Getraide.

Brxliu, den 5. Juli 1838. ZU Lande:

1 Sgr. 3 Pf. Eingegangen smd 17 Wincl.

Zu Wasser: WeiRn (weißer) 2 Rtblr. 17 Sgr. 11 Pf., auch2 thlr. 10 Sa.:; Roggen 1 Rtblr. 13 Sgr."-

Rtblr. 15 Sgr. und 2 9 Pf., anch 1 Rthlr. ]! Sat. 3 Pf-_; große Gerste ] 0111111. 3 Sgr. *) Pf.; Hafer 1 Rtvlr. 2 Sgr. 6 Ps.,Zuck) 26 SW_"Z Pf ; Erhsen, sch1echte Sorte, 1 Rthlr. 15 Sgr. Emsegangen 11n0 735 WWW

20 Scheffel. Mixtwocv, den 11. Juli 18:18. Das Schock Stroh 0 Riblr. 15 Sgr., auch 5 Rthlr. 25 Sgr. Der Ceutner Heu ! 011011. 2 Sgr. 6 Pf., a11ch 20 Sgr. Branntwein-Preise vom 29. Juni bis 5. Juli 1838.

Das Faß von 200 Quart, nacb Trailes 54 pCt., nach Richter ;

40 pCt., gsgen haare Zahlung 11n_0 sofxrtige Ablieferung. Korn- Branntwein „19 Rthlr. 15 Sgr.; Kartonel-Branntwein 19 9110qu

011 1“ Rthlr. ch * Karioffel-Preise. Der Scheffel Kartoffeln 15 Sgr., auch 9 Sgr.

Ju Verixetuug des Redacteurs: chßel. Gedruckt bei A. W. Hayn.

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111119 zu präsentircn, da s01che das Formular 'zu 0111

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Im Verlage der Buchhandlung Josef Max &“

.? mi aréus [)r. Amelung ' . ?.Zxxigesßon Hannover Majestät thru verlxehene Ritterkreuz des

"GuelpbensOrdens zu tragen.

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Weizen 2 8110105 Sgr.; Roggen 1 Rtblr. 10 Sgr., _

1 11.8 S .9 5 a'er1Rtblr.1 S :. «11:19 1 RM." anch R br gr 131 , H f g , außerordentliche Gcsaßdte 11110 bevol1mächiigte Minisker am Ka:-

Bekanntmachunge11

A 11 s z 11 g. Alle décjenigen, welche an das dem Ackerbiirgcr J. C. Braun zu Grimmen 11011 dcm Special:“Bevollmäcy- tigten dcr 11.1111gebliebcncn Töchter und Nachfolger der verstorbenen Hanpinmnnin Bankamp geborenen von *PWÉ'")! “***1'„“**1'***'",1""-1 ,**-'-"k-111f1e, im F1111110111'1111" xkreijc nnd Putlck K1rch1p1el 011111111c 111100101-82-0151 Platenbcrg c. 11. so wie 011 0.18 dcn Verkäuferinnen 3111711011101, E0111dc111s110c11 ccdirtc, 01111011) bis Ostern 1880 laufende Pachtrecht an der an Platenbcrg gräu- zcudcn Grünhufer Domanial-Paxzcle 5.1.11". „1, der Kem- pen cnannt, nebst Saaten, Ackergrbencn 11110 5111111)!- vorscntß, Forderungen und Ansprüche maehen zu 1011- 11en vermeinen, werden, mit Beziehung auf die 0111 Stralsundischcn Zeitungen 111 811101100 eingerficften Proclamen vom heutigen Tage, [)'Zcrmii ge.!adcn, s01111c in einem 011" auf den 1-1.J11ui, den 5“. 11110 2:1.J11li 0.71. anberaumten 81111110.1iic-11s-Tc11111'11e, Vormittags 101101, vor dem 3101119110011 Hofgericku spczixkl 1111110011010 11110 111 0151011015111, bciStrasc dcr PraclUfion, wclche am 13. 2111111117 01". erkannt 11110 volizogcn werden soll. 1)11111111 Greifswald, den 21. Mai 1838. König!. Preuß. Hofgericht von Pommern 11110 Rügen. 0.11.7101lcr,

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Offcner Arrest.

Ueber das Vcrm'égen des viefigcn T11chk1111fu1a1111s “"ricdricb Röstcl, 1111111702 banptsächüäz i11T11ch-W.1.11111 11112111, ist 1101- 000101111" 110111 0111110111 Tage 511011111122 eröffnet und zugleich der 0111111 Arrest 011111111111 11101: 0111. Es werden daher alle 0111111111111, welche 0011 01111 (5511111111s.1)111011cr 3111111101110 Gelder 11110 "'S-11111111 111 835110111 1100111, [,“-icrdurcl) .111gc1vicsc11. 1111 Nieman- 0111 0.1.2 Miudcstc 0.11.1011 311 0111101011101, 111111111111“ 01111 1111121511011111111 Gericht 1111521501111 0111011 211111031: 511 1114101111 11110 die Gelder 11110 S=1-;;)e11, 112000) 11111 Vor: behalt 1111er 0.11.111 habc110111 Rechte, in 0.11? 211110: 11110 S111010111chts-Dcpofitorium 1101110111111“; 1111011111711: falls auc Zahlungen 11110 Ablicfcrnngen 1111111011 11c-

1)1"111**0§.

' 011111111 „111111111: 17.110 111111 Besten der Muffe anderweit

beigetricbcn, 111131111 aber der Inhaber s01c11cr Gelder

oder Sachen dieselben 0111101111110 00115'1111'ickbe11altc11

101111, 11 1100) außerkcm aller 1111111" 0111111 1111111110111

Unterpfauds: 0011 01101111" Rcchte verlnsiég gcbt. *Hoxivns, den 20. Juni 1838.

KMM“ Preuß. Land :

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11110 Stadtgericht.

« E„diktal.Citation.

NacZZdem 111111 0.18 Vermögen des .1111111'1111111118' ““(0: 011111 'Mankcrstcx zu Nicdcr-Zicder untctm 30. Mai 0. 3. der Konkurs 110171111 worden, so ist 1111" 2111: meldung 11110 Nacl111wisu11g der Ansprüche aller 1110.11: gen unbekannten (Gläubiger Termin anf

den 23. Oktober 0. "1 2101111111008 10 1111111315 *“ " ' _ _“ K., , . 11111 |. CLPLLMÖU' 01c1cs Jahres 211111111101?" 11111) vor dem Herrn J111115111111 che 1111 0110311 6118011040101? die fiber die zwei ersten Beiträge erhaltene Quit-

1170111 angesetzt 111-orden. Dic gc011ch11_n Gläubiger wer0§11 0.11.1117 aufgefordert,. 1111) bis zu 01111111 Tcrmme schritt-

lici) oder 111 demselben pcrsönlicd-odcr durch zulaswge BcvollnüiMigtc, 1110111 1011111 bcyn Mangel, de_r,Bc= 1011111101011 der Herr o§11s111ratk1 3911111111101 111 3911111)- bcrg 11110 die Herren J11fiiz-Komn11111111111 Hoffmann 111 “Schmiedeberg 11110 v. Baerenfels 111 Waldenburg vorgeschlagen werdcn, „111111110211, 11110 Forderungen, 011 11171“ 11110 das Vor 1111811011 derselben anzugeben und die Beweisnn'ttcl 1113110101901. Die Ausbleibcnden 111110111 mit ihren 2111101110110 an die Masse „ausge.- sck)loffcn 11110 wird ihnen gegen die kibri cn Glaubtgcr cin 1111111111115101'011015 Stillschweigen (111 erlegt wcrden. Landeshut, den 27. Juni 1838.

König]. Land: 11110 Stadtgericht.

Bekanntmachung.

Miitclst eines am 21.J1111 1003 errichteten Testa- ments 0.11 der vormalige yiefige Superintendent, weil. Herr 1)1'. Jeremias Sytpben, seinen und seiner Ehegat- tin Verwandten die Zinsen 0011 einem mit 1000 Thlr. anögcfcezten chats beschieden. Diese 1000Thl1'. find, vcrmögc [101107111 Befehls vom 5. Mai 1710, in zwei Stencrschcincn 511111 Deposito 0161111tcrzc1ch11etc11Stadt. 1111115 gebracht 111010111, 11110 die Zinsen davon Werden, in Gcmäßhcii eines hohen Iorbcschied=Rezesses vom 23.Fcbr11.11 17121, 5111" Hälfte der von Sytphenschcn,

Hälfte 0111 11011 Dorothccn 5010111110, 018 des Tcsmtors 0111110119111 0310111111 Anverwandtcn, abftannncndeu Nachkonnnmcn von ZM ilxrcr Anmcldung an, dafcrn aber 0011 01111111 oder 01111 111101111 Theile keine Anwer- 10.111011, dic fick) 1:11" Perception 111 legitimiren ver- mögen, 0010111101111, 00er die vorvgndenen dazu 311 gc- 1111111111 111101 begehren cinem 0111111111 Stadtkinde 511 111111111 81.111110 1110111001111", .1111“ 011 1111101101111 gereicht. (01111111111'1'111g sind 111111 11118 011811011ßcschen Linie .1011011111111101 Enwféinger bei 11110 nicht bekannt; wir 10101111 0.100“ décjenigcn, wclche 11111 015 Gcschleéhts; Verwandte vorg100c11tcr Dwrotbccn Krauße ausreichend 111 [1011111111111 vcrmögen, [Kermit 11111", stel) 0111011111310 11110 spätestens 3 Monaten, von der Bekanntmachung 1111 gerechnet, mit i111e11 Ansprüchen zu melden. 611111111111, 1111 310111gre110S111111e11, den 24.J11111 1838.

Der Stadtrath,

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Dnsseldorf : Elberfelder : qunbakxn. Dritter Actien-Bcitrag.

D(e Herren Action:Unterzeicdner dcr Diisseldorf- Elberfcldcr Eisenbahn werdcn vcrmöge „H. 5 des Sta- tuts hicrdnrcl) aufgcfordert, 0011 dem Betrage idrcr Actic11:Bercck1tigung den dritten Bcitmg mii 1051110; ;c111 00 ch Banquierhäuscr:

Wilhelm Clcff in Détjseldorf, 00er

von der Hevdt:Kerfie111ß SöhncinElbcrfcld,

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1115111110 ferner auszustellcnden Quittungen mit enthält. Diisseldorf, den 24.J1111i 1838. Dre Direction der Düsseldorf- Elberfelder Eisenbahn. Ouest. Schöller.

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Literarische Anzeigen. 1181 „4. N'. 1'111)- 11 111 13811111, 7.111111181811'11158 R0. 29, 151 8180111811811 11111! 111 3||811811811111111011111g811211 11811811: [)1111112811- 111111110111115011 111111 13850111'01111111151811

Comp. in Breslau ist erschienen: . Friedrich 011" Große und sem Hof, oder So war es vor 100 Jahren.

eschrieben von 1738-1760.

Kronprinzen von Preuße11„in tiefster Unterthänigkeit Euaeetguet. _ . 81-0. 2 Bändchen. 1838. eheftet. 31 Bogen. Preis 1 Tblx. 15 sgr. ,

Unstreitig werden diese Brzefe qllgememes Inieresse erregen. Was am Hofe Frtedrtchs und au emigen andern Europäischen Höfen 11110 111 den Salouß der großen Welt vor 100 Jahren Stix: wgr, schildern diese vertrauten Mittheilungen. Die tchenye Cha- rakterzeichnnng der Personen und die frermüth: : Dar: stellung damaliger Zustände eregten 'ziur Zet ihrer ersten Erscheinung bei einigen Hof?," An oß, 11110 man verbot dieses Wkkk in einigen Landern gänzluh.

An jene denkwürdige Zeit, [9 wie an das_ erste BlütbcnalWr der Preußischen Große, wird die jestge Zeit sick) gern erinnern lassen und an der treuen Dar- steüung cinesZeitgenoffen 11110 Augenzeugen fich erfreuen.

Daß Seine Königliche ohett _der Fro)!- prinz von Preußen gcrubt gben, d1e,Ded1canon 0111011111111 anzunehmen, gercicht d1eser1 zierlich gedruck- ten Bändchen zur höchsten Empfehlung.

Zu haben in der ,

Nicolaischeu Buchhandlung in Berlin '

Interessante Neuigkeit. Jn unterzcichueter Buchhandlung ist so eben ein- getrvffen: _ , D 1 e G r u n d e der freiwilligen, Niederlegung meines geistltchen Amtes. Eine offene Erklärung von E. C. J. Lüselber er. bisher. evangel. Pfarrer 11 St. Job bei Nürnberg. G1". 8170. Brochl). Preis ] Tblr. Nürnberg, Verlag von Bauer & Raspe. Berlin, den 27. Mai 1838. C". S. Mittler.

„010 111 1111861111 1781111158 01'801119110116 ' 5 n ! ' 1309111818 (18010Z18 «011118111 1180118, geb. 1? “111113,

7.111" 151'1181111111118 0111011101!“ (101111121150. 118111115110] 11011011 1011 1"1"181|1*117|1 (111111111181, [)1'01'85801" 1:81, 1101" 11'1'1111111. 1111011011110 1181" [(1111518 211 11811111. '1'8111 1'011 ])1'. .1011111111 1"1'10111*1011 1ch1012.;c|1, (7118108! 1181" [11111111111110101115011011811111111|1111J 111111 1119111'01'T1' (111- |0111'11*11 [1981'118011011011 111118111011. 11' 11111111. 1. 11111]

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11111 11181811 eingeärucktsn 1111]7.§c1111111811, 8111111811181! 11'11' 1181 s11s§1111111111811111g811 1111 (181111'J8, 1111 518, 011119 110301111089, 17011181111101588 701"1111§7.11§Lk2011, 81118 1111“!- 110118 111111 |8111"1"811".|18 1111181111011 20111 Zoobacbcan 1181' 1701111011011 1105" 1101111115" (1111018181.

1181|111, .11111 1838. 1'011 & (3011111-

Fn vertrauten Briefen des Freiherrn von Bielfeld,

Seiner Königl. Hoheit, Friedricv Wilhelm,!

en Seite find? an und vcrtbeidigen fie.

(Brfiderstr. Nr. 13), Elbing, Stettin, Stolp und Thorn. .

Allgemeine

PrEUßisckHeStaats-Zeitung.

Amtlicihe Nachrichten.

Kronik des Tages. Se. Majestät der König haben dem im Bezirk der Regie-

rung zu Potsdam angestellten Chauffee-PlaUécUr Eupen das

Allgemeine Ehrenzeichen zu vsrleiben geruht.

Se. Majestät 011" König hübé11 dern Justizratf) und Justiz- in Berlin gestattet, das von dem

„Ma e ät der König haben „dem Doktor Löwer zu Halbé'yékadt*01estRettungs:Medaillc mei dem Bande zu verm-

t; hen FYéKönigs Majestät haben oeruht, den Land- und Stadt-

ijchcs1Direktor Jordan zn "räuberg zugleich zum Kreis-

ußjzrath im Grünberger K*:eisc zu ernemnen. (Olle. Hähnel: Antonina, als vorleßte Rolle?.sx, ' ' "

Jm Bezirk der Königl. Regierung zu Magdebur ist der Divisions-Prcdigec Prey in Köln fgart'er in Wcßeregeln 9711111111: 10010211; * u BrcSlau ist der Superintendent Kerncr zum Pasfor in Michelau, Kreis Brieg, 11110 011 Predtgrawcs-Kandidat Gru-

bert zum O)?itcagö-Predigcr 111 Suiau 1111110111 18070111.

Angekommen: Dcr," Kaisers. Rus11sche Geheime Rath,

serl. Türkischen Hofe, von Buténcff, 11011 .Sa-"1101119.

ZLÜTUUZÖ-NEÖTTÉHTTN.

Außland.

Frankreich.

' Paris, 2. Juli. Der Temps enthält heute folgenden Artikel: „Der lebhafte Streit, der fich zwischen der doctri- nairen Partei und den ministeriellen Journalen entsponnen hat, ist ebenso pikant als beiehrend. Für uns geht daraus auf

den ersten Anbliok die nunmehr vollständige Ueberzeugung her-

or, daß die angebliche Politik der Amnestie und 0er Versöh- ung nichts anderes war, als ein ungeheures Poffenspiel; wer aben mehr als irgend Jemand ein Recht, dies“ zu saÉgen, 0a ir uns am meisten haben dadurch täuschen lassen. s ist in

5111" Regierung nichts verändert worden, und wir werden noch

mmer von demselben Systeme beherrscht; vermehrt ist dasselbe durch die ganz neuerliche Anwendung der September-Geseße auf die Presse, und vermindct'c um die Doctrinairs, die man haßt. Warum stößt man denn wohl die Doctrinairs urt'tck? Weil ste aufhören wollten, bloße Werkzeuge zu 11170; weil fie fich zu gefährlichen Lehrsäßen in Be- ug auf die Königliche Prärogative bekennen; weil fie be- haupten, daß man die von ihnen vorgelegten und unter- stützten Geselze falsch und mit Uebertreibung anwende. Die

octrinairs nehmen sich gegenwärtig heraus zu glauben, daß in Conseils-Präfident wirklich präsidircn, daß der König herin- chen aber nicht regieren, daß die parlamentarische Majorität epräsentirt werden, daß man gegenwärtig mic Mäßigung re-

ieren, sick) auf die gewöhnliche Gesetzgebung beschränken, und - icht zu außerordentlichen Gerichtshöfen seine Zuflucht nehmen

üfse, sobald in den Umständen selbst nichts Außerordentlickws iege.

Solchen Ansichten gegenüber kann sich freilich die mini- “, erielle Presse nicht mehr zügeln; fie bricht in Schmähungen

U11, und thut jene politischen Freigeister, die nicht an die Un-

ehlbarkeit des Regierungs ; Systems glauben, in den Bann. Immerhin! Die Doctrinairs sind jeßt cxkommunizirt, wie es der 1101-5-11111-11 seit langer Zeit wax, denn alle jene strafbaren rundsäße befinden sich auch in seinem politischen Glaubens- ekcnntniß. Der 1111151111111 war es, der zuerst wieder die Sätze aufstellte, daß der Könég herrschen aber nicht regieren, das; 011'

Conseils-Präfident ein wix'klicher Präsident seyn, daß 0111 311111

11111“ von der Presse gerichtet werden müsse, und daß jedes cxcw ; onelle Geseß 0er Charte und 0er (Gesetzlichkeic zuwider sci). rauchen wir zu sagen, 001"; diese Grundsäkze auch die 0er 1111- 2100) sogar die chitimistcn nehmen dieselben 11110 111010111 denken die Legitimisren o? .Der Grund ist ganz einfach. Sie alle sind nicht Freunde der B*rschwörungen und provisorischen Vcrfechter der Republik oder des Auslandes, Dcr größere Theil 0911110111 isi entweder aus Vermögens - Rücksichtcn, oder aUs Ueberzeugung bei der Öffentlichen Ordnung betheiligr, und wünscht nichts 1101101001", als fich Mit der Gegesnwart vcrständigcn, und seine Privat-An- gelegenheéicn, oder die des Staates, frieDLich betreiöen zu können. W111 können aber auch die friedlichsten chitimisccn die Nothwcn0_ig- NMMO systematiskhkn Opposition abweisen, so lange det“ Grundmß Ortvaltet, daß der König herrschen und regieren müsse? Es ge- staltet sch nothWendi; Alles zu einer 01111ajkischen Frage, sobald man annehmen will, daß Alles vom Throne auSgchc; Vor 1830 hingen sie der Person .Karl's §.a11; es waren die Ge- danken des Königs, das System des Königs, welches fie geltend 313 machen suchten. Aber ssitdem hat sich das Prinzip der Re- gtexung verändert; und 1111-1111 die Thatsachen dem neuen 171ka gemäß wären, wenn die Minister rygicrten, und wenn ?"? ysteme sich nach den Anfichtcn der parlamentarisckyen Ma- oritäten modifizirten, so würde die Stelle der Legitimißcn leich- . er und einfacher werden. Diese wahrhafre Unterscheidung zwi- chen 08111 Prinzépe der Restauration, und dem Prinzipe der "Zum Reg:“erung, würde mit der Zeit die Legitimisten in To- ms und in Konservative verwandeln. Abet", sagt die minifte- rie"? Preise, Grund äße, welche zu gleicher Zeit der äußer-

.

|M Linken, den egitimisten, der Opposition des [in- e," und rechten Centrums gefallen, müssen nothwendig _ dre Grundsätze des 1111111111316 und der Anarchie seyn.

Berlin, Montag den 91'" JUN

Dem ist aber nicht so: jene Grundsäße sind die des Jahres 1830110 sind die Grundlage, die Hauptbedingung der Reprä- sentativ-Regierung. Nur die Republikaner und die konspiri- renden Legitimiften können wünschen, daß die Königliche Per- son so viel als mdglich kompromittécc werde, damit die INiß- 11e1gn11gten, welche die Regierung sich macht, gegen die Dyna- 11ie angeworben werden können. Es müssen sich einige Stim- men erheben, die es wagen, eine vollkommen freimüthige Sprache zu führen. Wir wissen, daß seit langer Zei; kein Wort gedruckt wird, Welches nicht durch die unbestimmten und exceptionellen Geseße, die man votirt hat, verurtheiLt werden kann; aber wir wissen auch, daß unsere Sitten und der öffent- liche Geist die Freiheit und die rechtlichen Gesinnungen be- schüßen. Wir spre en es daher aus, daß, nicht etwa eine Scheidung, da sey ort vor, aber eine Art von Trennung zwischen dem Lande und dem System, welches die Monar- chie u beherrschen scheint, stattfindet.“

m Courrier francxais liest man: „Das Englische Ge- schWa0er ist wirklich am 2811111 auf der Rhede von Toulon vor Anker gegangen, und mit der morgenden Post werden wir wahrscheinlich nähere Details über diese Ankunft erhalten. Es waren schon im Voraus Befehle von hier abgegangen, um jener Fiotte den freundlichsten Empfang zu fichern, obgleich AKs? Vorsichts-Maßregel fast überflüssg erscheint, denn seit der Ochlacht bei Navarin findet zwischen unserer und der Englischen Marian eine wahrhaft brüderliche Eintracht statt. Leider hat der gxößere Theil unserer See-Streitkräfte seit einigen Wochen den „Hafen von Toulon verlassen, und es sind daselbst nur ein Linienschiff, eine Fregatte und einige Dampfschiffe zurückge- blieben. Die Behörden und die Einwohner Werden sich aber _aewiß bemühen, in AdWesenheit unserer Seemannschaften den Engländern eine ?erzliche Aufnahme zu bereiten. Der Empfang, der in diesem Jugenblick dem Marschall Soult von Seiten des Englischen Volkes zu The“ wird, muß für die Touloner Einwoknerschast ein Grund mehr seyn, der Englischen Flotte jede m gliche Aufmerksamkeit zu bezeigen. _

- - Paris, 1. Juli. Unter den zahlreichen, für die Entwickelung der inneren Angelegenheiten Frankreichs hochwich- tigen, wenn gleich für diesmal großentheils resultatlosen Ver- handlungen der zu Ende laufenden Sesfion zeigen sich 01'ei vor allen überwiegend an Umfang und Bedeutung: die Fragen nämlich über die Konversion 0er fünfprocentigen Rente; über die Anlage und Führung der Eisenbahnen und über den Zu- stand und die Zukunft von Algier. Die betreffenden Gesetz- Entwürfe haben zwar noch verschiedene parlamentarischeStadiew durchzumachen, allein das Ergebniß für dieses Jahr liegtbereits zu Tage; es läßt fich eine Recapitulation anstellen und ungefähr- hin andeuten , welchen Bestand :nan der nächsten Session zu verarbeiten, welchen Rückstand zu erledigen hinterläßt.

Die erste dieser Fragen anlangend, wird es Ihren Le- sern vielleicht angenehm seyn, im Zusammenhangezu überblicken, wie dieselbe fich bis zu dem Punkte, wo fie jeßt steht, Bahn gebrochen hat. Die Wiederherstellung der Französischen Finan- zen aus der Zerrüttung, in welcher das Périersclx Ministerium (März 1831) s1e übernahm, ist das Verdienst des Baron Louis, welcher diese Verwaltung fünfmal, und zWar dreimal unter höchst schwierigen und abschreckenden Umständen angetreten, durch seine strenge Rechtschaffenheit und Pünktlichkeit den Staats- Kredic gegründet und befestigt und jedesmal nach kurzer Amts- führung stch anspruchstos zurückgezogen hat. Als der 72jährige (Greis, weniger durch sein Alter gebeugt, als durch manche Er- fahrung der jüngsten Tage gekränkt, im Oktober 1832 seine Ent- lassung nahm, empfahl er Herrn Humana zu seinem Nachfol- ger. Es ist gewiß, daß dieser sech lange sträubte und nur auf gewisse Bedingungen und Zusagen in das ONinisterium vom 11. Oktober eintrat. Er gab es gleich von Anfang an als seine entschiedene Meinung und Abficht zu erkennen, daß," sobald im Budget ein bleibendes Uebergewicht der Einnahmen über die Ausgaßen hergestellt und bei steigendem Staats:Kre0it die Ka- pitalien hinlänglich wohtfeil geworden wären, alsbald zur Kün- digung der 5-0Ct. tragenden Staatsschuld und zur Herabseßung des Zinsfußes geschritten werden sollts. Damals, scheint es, fanden Herrn Humann's Kollegen nichts dagegen einzuwenden. Herr J. Lefebvre, gegenwärtig ein Widersacher 0er ONaßregel, stellte dieselbe im März 1833, da er über das Finanz-Budget für 1834 Bericht erstattete, als ein erfreuliches, binnen wenig Jahren zu erreichendes Ziel in Aussicht. In Paris" mochte 1111111 auf diese Verheißun nicht viel Gewicht legen_, allein in der Provinz nahm man 118 sehr 111111 und brachte 111 den neu; gewählten Deputirten, welche zur Sikzuxig für“ 18:15 -in die Hauytskadt abgingen, in Erinnerung. Ein Jahr später, im Beginn der Sißung für 1830, hielt Herr Humana Vortrag Über das so eben eingebrachte Budget für 18217 und nahm die Gelcgenheic wahr, nicht nur seine Ansichten von der Nützlich- keit und Nothwendigkcék 011" 919111111-Konve1'sion sehr bestimmt und bündig darzulegen, sondern auch die Grundzüge eines da- hin zielenden Geseß-Entwurses n1€czutheilen. Es lag jedoch nicht in seiner Absicht, schon in der gegenwärtigen Sißung eincn .Be- sch111ß der Kammer über diese Frage herbeiJführen; 11" Wollte nur vorbereiten, aufmerksam machen, die efilzer und Käufer der Rente avertiren, mit “einem Worte die Sache in Gang brin- gen, Das nahmen ihm aber seine" Kollegen schr übel. Von allen Einwendungen abgesehen, 1velche man gegen die Maßregel selbst gelt1110 machte, daß sie gewaltsam, gewagt, vorzeitig. drr Nußen gering und sehr problematisch wäre, glaubten die Herren de Broglie, Guizot, Duchätel, Persl und Thiers sich besonders darüber beschweren zu dürfen, daß Herr Hamann diesen wichtigen Gegenstand ganz unversehens, ohne vorherige Mittheilung und Verständigung mit seinen Kol- Legen, vor der Kammer zur Sprache gebracht hätte. Die soge- nannte gouvernementale Presse stimmte einen sehr unfreundli- chen Ton gegen den Finanz-Minisrer an; man rügte die „unver- zeihlicbe Etourderie“ seines Betragens; wenig fehlte, und man

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1838.

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hätte ihn einen caue-cou 111111110181 geschosten, wie vor eilf „Jah! ren den „Herrn von ViUéle. Für Herrn umann hatte das Portefemllc keinen Werth, wenn er seine Au gabe und die Hoff- nungen, welche das Land auf seine Verwaltung geseßt hatte, unerfüllt lassen, wenn er auf die Ausführung eines lang erwo- enen und gereiften Planes verzichten oder damit Warten sollte, is es seinen Kollegen gefallen würde, zu sagen: jeßt ist es Zeit. Nach mehrwöchentlichen Verhandlungen trat er aus dem Mi- nisterigm und wurde durch den Grafen d'Argout ersgßc. Allein die Kammer gab sich damit nicht zufrieden und beschloß, von ihrer Initiative Gebrauch zu machen. Herr Gouin, Deputir-

ter von Tours, stellte und begründete den Antra ; er wurde,.

dem eifrigen Widerspruchs des Ministeriums zum 1013, in Be- rathung gezogen und einer Kommisfion überwiesen, welche Herrn Lycave-Laplagne, den gegenwärtigen Finanz-Minister, zum Be- r1chterstatter ernannte. In Folge dieser Vorgänge löste fich be.- kannilicl) das Ministerium auf; Herr Guizoc mic seinenFreun- den trat zurück und Herr Thiers an die Spiße des Kabinets vom 22. Februar 1836. Die drei Vice-Präfidenten der Kam- UJU', dl? Herren S_aUYIeNt, H. Passy und Baron Pelet de la Lo- zere, Übernghmen 01e inisterien der Justiz, des Handels und des Unterrichts; die Kammer sal) fich im Kabinet durch Män- ner ihres Vertrauens repräsentirt, und es kam zur Verständi- ung. Die Kommission atte drei Vorfra en zu exdrtern ge- Fabt, nämlich: 1) ob der zur Kündigung des Kapitals und Herabsetzung des Zinsfußes berechtigt, 2) ob die Maßregel nüßlich, 3) ob die Ausführung an der Zeit sey. Die Rechtsfrage (0110311011 1111 111-011) wurde von der Kommission entschieden bejaht: Herr Laplagne gin , um diese Eytscheidung zu rechtfertigen, ziemlich weit in die ranzö- s11che Fmanz-Geschichte zurück, und dieser T eil seines Berich: tes wurde von Freunden und Gegnern 0er onverson einstim- mig als eine gründliche, genaue und den Gegenstand erschö- pfende Deduction anerkannt. Die Frage nach dem Nußen (111113811011 111-1111115) wurde weniger bestimmt, im Ganzen jedoch zu Gunsten der Maßregel entschieden. Was endlich die Frage nach den Kgnjunkturen (1108811011 11'01111011-1111111) betrifft, so kam die Kommisson zu dem eben so einkeuchtenden als richtigen Schluß, daß nur die Regierung, als welche den ganzen Zustand des Landes nach allen inneren und auswärtigen Verhältnissen beständig vor Augen habe, nicht aber die Kammer im Stande sey, den rechten Augenblick für die Ausführung einer solchen Maßregel zu treffen; ihr müsse daher die Initiative und die Wahl des Zeitpunktes unbedingt überlassen werden. Das“ Mé- nißerium sah fich 011rch dieses Zugeständnis; vor jedem Zwange gefichert, und Herr Thiers gab im Namen desselben dieErklä- rung: man sey nicht abgeneigt, wone die Sache reifLich über- legen und behalte fick) die Ausführung für günstige Zeiten vor. Herr T. Duchc“1tel, welcher in der Sißung für 18:17 als Finanz; OJDinisker in vielversprechender Weise auftrat lehnte gkeichfaUS die Renten-Konverfion nicht ab, sondern schoß sie hinaus, unter Berufung auf die Zeitumskände, namentlich auf die von Ame- rika aus drohende Handels-Krifis. Das Ministerium vom 15. April 1837 gab die Amnestie und löste die Kammer auf. Un- ter den Punkten, Welche zwischen den Wählern und den Be- werbern zur Sprache kamen, stand dieSmal die Reduction der Rente oben an; fie wurde nicht allein gewünscht, sondern drin: gend verlangt, und wenngleich der Deputirte von seinen Kom- mittenten weder Vorschrift noch Instruction für sein Votum zu empfangen hat, so muß sich doch die gegenwärtige Kammer in ihrer »Mehr ahl als beauftragt zur Förderung und Durchfüh- rung jener Naßregel betrachten. Da nun die Regierung durch- aus keine Lust bezeigte, sch der Sache anzunehmen so stellte Herr Gouin abermals einen förmlichen Antrag; eine .Kommisfion wurdeniedergese t, undinmehrtägigenKonferenzen micdem Mini- sterium gabman ich große Mühe, eineVereinigung herbeizuführen. Der Finanz:.„Tinister selbst räumte ein: wenn er fich im Lande um- sehe, so liege der Konversion für 1th nichts im Wege; die Um- stände seyen sogar günstig, an disponiblen und eine Unterkunft gegen mäßigen Zins suchenden Kapitalien Ueöerfiuß, und der Schaß habe üöer so bedeutende Mittel zu verfügen, daß eine Anleihe hoffentlich gar nicht vonnöt en seyn werde oder doch nur_zu geringem Belauf. Denn ei rascher Benukzung des günstiÉen Zeitpunktes und wenn man den Renten-Befißern bil- lige edingungen und günstige Aussichten scene, würden die meisten sich recht gern zur Umschreibung verstehen und nur die wenigsten Rückzahlung fordern; überhaupt sey nur unter dieser Voraussetzung die Maßregel räthlicb und ausführbar. Die (5517111108, aus welchen das Ministerium die Opportunität dcr Konvcrston so hartnäckig bestritt, konnten somit nur von aus- wärtigen Verwickelungen [)ergenommen seyn; fie wollten abe'r 011.80111111isfion nicht einleuchten. Der Berichterstatter, Herr '.)[111011 Passy, rügte dieses Benehmen der Minister nicht ohne C'mp11'1101ichkeit: „Da das Ministerium uns seine Mitwirkung absolut verWeigerte, ohne über die Gründe dicser Weigerung genügcnden Aufschluß zu geben, so hielt die Kommission es f1'11' "ihre Pflicht, auch ohne den Beistand der Re ierung ihr Mög- lichskes 3111601: und einen förmlichen Geseß- orscs)lag aus uar; beiten, damit wenigstens eine reifliche Erörterung der Frage stattfinde 11110 die Kammer Gelegenheit erlee, nach Anhörung aller Gründe und Gegcngründe einen e1chluß zu fassen.“ Man hat der Kommisfion mancherlei Vorwürfe wegen dieses Verfahrens gemacht: fie habe die Gränzen 0er parlamentari- schen Initiative überschritten, in das Gebiet der Prärogative des Köni s eingegriffen. Man vevtheidigt sie aber damit, daß ste mit hren nicht anders handeln konnte. Sollte fie etwa vor die Kammer hintreien und sagen: „Meine Herren! Der Vorsch1ag, mit dessen Prüfung Sie uns beauftragt haben, ist nach unserer Ueberzeugung gerecht, dem Lande nülzkicf) und wohl ausführbar; da aber die Minister sagen, es gehemchx, und dafür wahrscheinlich ihre guten, uns jedoch unbekannten Gründe haben, so tragen wir auf Verwerfun an.“ _ Die Diskussion über den von der Kommisfion einge rachten Geseß- Entwurf war eine der_ langwierigften und mühsamsten, durch

taat, seinen Gl ubigern g'egenaber, .