1838 / 193 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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wenig ausgeseßt, daß er sich afk unvermeidlich genöthigt sah, Schulden . machen. Diese échulden hat er noch nichthanx abtragen "ken, obgleich er sich späterhin der strengsten par- samkeie befi'e gte und keinesweges prunkhaft lebte. Es wurde ihm unter eorg 111. noch eine Zulage von 6000 Pfd. und nach dem Tode des Herzogs von ork ein fernerer Zuschuß von 3000 P bewilligt, so daß si sein Einkommen nun auf 21,000 fd. belief. Unter Geor 11T, als mehrere der auf die Königliche Familie bezüglichen km: von neuem in Erwägung ezogen wurden, erhielten vers iedene andere Zweige derselben Köhne Apanagen, aber der Name des erzogs von Sussex ward anz Übergangen. Der Herzog von ambridge hat eine jährlicJe Apana : von 27,000 Pfd. Außer dieser Summe aber be ieht er eträchtliche Emolumente von dem Kommando eines egiments , und als Vice ; König von Hannover hatte er mehrere Jahre lang so bedeutende Einkünfte, daß

er seine Englische Apana e gar nicht anzurühren krauehte. Alle ;

männlichen Zweige der önigl. Familie hatten also oder haben noch direkte Emolumente irgend einer Art außer ihrer Apanage, nur der Herzog von Sussex isi auf diese allein beschränkt. Bei

der Thronbesteigung Wilhelm's ". erhielt Se. Königl. Hoheit .

e' e tell in den arks' kaum aber er r d' : , ., , , m Forsthüter-S e P ' ha e e “e = den diesseitigen General-Konsul m Aegypten, Johann dAna-

dafür zu entrichtenden Gebühren bezahlt, so wurden die mit der Stelle verbundenen Emolumente von 1500 Pfd. eingezoqen, ['nd er hatte nicht den geringsten Getvinn mehr davon.“ Nachdem der Redner hierdurch hinlänglich gezeigt zu haben glaubte, daß der Herzog von Sussex schlechter gestellt sei), als die anderen Mitglieder der Königl. Familie, fchilderte er dessen Verdienste um die Beförderung der Wissenschaften, Künste und Gewerbe und seine daraus entspringenden Ansprüche _auf die Dank- barkeit des Volks und schloß mit der Hoffnung , daß die Minister seinem Ancrage beipfiichten würden. Dies war jedoch nicht der Fall. Zwar erklärte sich Lord J. Russell mit dem Lobe vollkommen einverstanden, welches Herr Gillon dem Herzoge von Sussex gespendet hatte; auch versicherte er, daß er, wenn er bloß seiner Privat-Anficht folgen dürfte, gewiß der Erste seyn würde, der eine Erhöhung der Apanage Sr. Königl. Hoheit für wünschenswerth hielte; aber als" Minister der Krone, wenn er bedenke , welche Oppofition jeder An- trag auf eine höhere Apanage für ein Mitglied der Königli- chen Familie im Unterhause meist gefunden , habe er es nicht für angemessen gehalten, in diesem Falle einen solchen Vor- schla zu machen; von dem Ministerium müßte jedoch jeder Vo chlag der Art ausgehen, weil er sonst wie ein Vorwurf von Seiten des Hauses gegen die Minister zu betrachten seyn würde. Sir R. Peel stimmte ebenfalls dem Minister hierin bei und hielt dessen Benehmen in der Sache für um so ehren- voller, als man allgemein wisse, in wie vertrautem Freund- schafts-Verhältnisse der edle Lord l?" deni Herzoge von Sussex stehe. Der Antrag des errn Gi on wurde auch nach einigen weiteren Debatten mit 0 egen 48, also mit einer Majorität von 50 Stimmen verworJen.

London, 7. „Juli. Auf dem Balle, welchen die Herzo- gin von Glocesker vorgestern gab, blieb Ihre Majestät bis halb 4 Uhr Morgens. Die Herzogin und der Prinz Georg von Cambrid : entfernten sick) kurz nach der Königin.

sten Montag wird im Hyde-Park vor den hier an- wesenden hohen Fremden eine große Truppen-Musterung statt-

nden. '

„In einer vom Iten d. datirten Königlicher: Proclamation wird die Prägung einer nenen Goldmünze zum Werth von 5 Pfund bekannt gemacht und eine genaue Beschreibung dersel- ben hinzugefügt.

Der Herzog von Nassau, in dessen Gebiet bekanntlich der Jose VauxhaU-Balion herunterkam , der im Jahre 1836 den

anal pasfirte, will nächsten Dienstag in Begleitung seiner bei- den S6 ne, der Prinzen Moritz und Adolph, im Baux all einem ufsteigen dieses Luftballons, der seitdem der Na au- Baslon heißt, beiwohnen.

Die Hofzeitung meldet noch eine Knachträ liche Pair- Creirung, nämlich die des ältesten Sohnes des arquis von Aylesbury, Chevalier Brudenell Bruce, ewöhnlich Graf Bruce genannt, der unter dem Titel Baron ruce von Tottenham zum Pair erhoben ist. Von den Baronets-Ernennungen wird in der leßten Hofzeitung eine zurückgenommen , die des Herrn Morgan Tuit aus der Jrländischen Grafschaft Westmeath. Die Avancements , welche bei Gelegenheit der Krönung in der Marine und Armee vorgenommen worden, find nun auch in der Hosskeimng enthalten. Zu Admiralen der blauen Fla ge Kd 3- ice-Admirale befördert: John Erskine Douglas, ir

Donnelly und Sir John Pov Beresford; 17 General- Lieutenants find zu Generalen und 32 General-Majore zu Ge- neral-Lieutenants avancirt; unter Leßteren befindet sich auch der Oberbefehlshaber der Truppen in Kanada, Sir John Colborne.

Am Donnerska Abend ist auch von Liverpool ein Dampf- schiff, der „Royal illiam“, nach New-York abgegangen. „.Es hält 617 Tonnen Last, seine Maschinen haben 276 Pferde Kraft, und es braucht stündlich 14 Centner 21 Pfund Kohlen, deren es so viel an Bord hat, daß es damit die Reise*ganz

ut hin und urück machen kann. Seine Länge beträgt 175, Feine Breite 7 Fuß. „Die Kajüten können 80 Passagiere auf- nehmen. Auf seiner ersten Fahrt hat es 32 Passagiere an Bord.

Aus einem dem Parlamente so eben vorgelegten Bericht des Ingenieurs Herrn Walker ergiebt fich, daß die Themse- e„'Zunnel-ii'ompagnie bis jeßt 180,000 Pfd. verausgabt hat, daß außerdem die Regierung 84,000 Pfd. zum Bau des" Tunnel zugeschossen , und daß man die noch erforderlichen Kosten für diesen _Bau nebst Allem , was dazu gehört , auf 350,000 Pfd. schäkzt, so daß das Ganze, wenn es vollendet wäre, hiernach 614,000 Pfd. gekostet haben würde. Indes; wird doch dabei bemerkt, daß unvorhergesehene Zufäüe diese Kosten noch steigern könnten. Die Times findet diesen Bericht, so wie das ganze Unternehmen, im höchsten Grade abgeschmackt und meint, lehre- res habe England in den Augen jedes einsichtigen Fremden, der bisher den Tunnel gesehen, nur lächerlich gemacht.

In Dundee in Schottland hat der Pöbel am Abend des KrönungStages, aus Unwillen darüber, daß es ihm nicht erlaubt wurde, in einer Straße der Stadt ein Freudenfeuer anzuzün- den, den dortigen Cirkus, auch Scott's Shakespearesches Pan- theon genannt, ein großes hölzernes Gebäude, in Brand ge-

ÜEÉL- In einer alben Stunde war dasselbe in Asche verwan- UU- Zum Glu wehte fast gar kein Wind, sonsk ätte .die Stadt in ékoße Gefahr erathen können. Für die ffentltche

Moral so ülxrigens die erskörung dieses Theaters keinesweges ein Schaden ieyn, da es ais ein Sittenverderb betrachtet wurde. Niederlande.

Amsterdam, 8- Juli. Das Handelsblad ent ält den an M PkovjnziabStände der Provinz Holland vonhSeiten

' der ßändiscben Deputation abgestatteten Bericht über den Zu-

stand dieser Provinz im „Jahre 1837. Es ge t daraus hervor, daß ane „Interessen derselben, materielle sowo 1 als eisiige, in einem erfreulichen Fortschreiten begriffen sind. Die Kniverfität Leoben hét im vprigen Jahre 675 Studirende gezählt, worun- ter 180 heolo en, 260 Juristen, 187 Mediziner, 39 Philoso- phen und 6 P yfiker.

Der Erb roßherzog von Sachsen-Weitüar ist aus dem Haag hier eingetro en und wird einige Tage hier verweilen.

Belgien.

Brüssel, 7. Juli. Der Minister Huarc hat eine Fi- nanz-Kommission ernannt, welche den Antrag erhalten hat, über die Belgien zur Lask fallende Schuld, o wie über mehrere andere durch die Annahme der 21 Artikck angeregten Fragen, ein Gutachten einzureichen. Die Kommisfion besteht außer dem Finanz-Minister, der M) den Vorsitz vorbehalten hat, aus den Herren Dumortier, de Broucké-“re und Dujardin, und se soll ihre Arbeiten bereits begonnen haben.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 0. Juli. Se. Majestät der König haben

stasi), zum Ritter des Nordstern-Ordens ernaimt. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sind heute mit ih- ren Kindern nach dem Schlosse Drottningholm abgeganqen. Nachrichten aus Norwegen zufolge, haben sich die Aussich- ten für die bevorftehende Aerndte ziemlich günstig gestellt.

Dänemark.

Kopenhagen, 7. „Juli. (Alt. Merk.) Heute ist groß:) Tafel bei Zofe zur Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers. c. Kaiserl. Hoheit der Großfürst wird jedoch ver- hindert, daran Theil zu nehmen, hat aber Sr. Majestät dcm Könige einen „Besuch abgestattet. Die Krankheit des hohen Patien- ten hatte sich in dcn leßten Tagen entschieden als kaltes Fieber ausgewiesen und derselbe isi demgemäß von den Aerzten behandelt worden. Er fährt ießt täglich spazieren und hat schon das Museum der Nordischen Alierthümer besehen, so wie die Grie- chische Kapelle besucht. Die Abreise scheint vorläufig auf Dien- stag, den Wien 0. M. angeseßt zu seyn; doch kann sie auch noch einen Aufschub erleiden.

Deutschland.

München, 7. Juli. (Fränk. Merk.) Oftmals ist es geschehen, daß Mufik-Vereine ihre Productionen in-einerKirche veranstalteten, und diese gleich Sälen benußten. Für alle Zu- kunft ist dies untersagt, und zwar auf Veranlassung eines Ge- suches des Rheinbayerischen Musik-Vereins; es wurde in Hin- s1cht auf jenes Gesuch für das ganze Königreich die Verord- nung erlassen: daß in allen katholischen und protestantischen Kirchen, welche noch als solche gebraucht Werden, die Auffüh- rung von dergleichen Musik-Productionen, sobald dieselben nicht mir einer kirch1ich religiösen Handlun verbunden sind, künf- tighin nicht mehr stattfinden solle. - ie neuen Kirchen erhe- ben fich in imposanter Pracht von Außen und noch mehr von Innen, und gereichen der Kunstjiadt, wie München vorzugs- weise jetzt heißt, zur größten Zierde. Die ersten Künstler sind mit der Aus'schmüokung derselben beauftragt, und Cornelius, so wie Heß mit den zahlreichen Schülern, arbeiten unermüdet im Auftrage des Königs.

München, 8. Juli. Die Geburtsfeier unserer hochver- ehrten Königin wurde heute auf herkömmliche festliche Weise hier (wie in ganz Bayern) begangen. _

Der Erbprinz von Oranien ist gestern Abend ier ange- kommen, und unter dem Namen eines GraHen v. üren im goldenen Hirsch abgetreten. Er Wird einige age hier verwei- len und fichipäter nach WieSbaden begeben.

Dreéden, 10. Juli. Gestern Nachmittag traf Ihre Kö- nigl. Hoheit die Prinzessin Wilhelm von Preußen (Schwieger- tochter Sr. Majestät des Königs) hier ein und stieg in den für Ydchstdieselbe in Bereitschaft gesetzten Zimmern im „Hotel de

axe“ ab. Abends erschien die Prinzessin im Theater, wo „Nathan der Weise“ ge eben wurde, in welchem Stücke Herr Anschütz aus Wien die Hauptrolle spielte. Heute ist Ihre Kö- nigl. Hoheit nach Teplitz abgereist.

Der dem Dampfschiffe „Königin Marie“, wie man behaup- ten will, aus Muthwillen zugefügte Schaden ist wieder herge- stellt, und die gewöhnlichen Fahrten haben am 9ten d.M. wie- der begonnen.

Hannover, 7. Juli. Der Leipziger Allg. Zettun ?ufolge, ist Nachstehendes der vollständige Inhalt der. Vorste - ung, welche (wie kürzlich erwähnt wurde) 28 Mitglieder un- serer zweiten Kammer an die Deutsche Bundes-Versammlung in Frankfurt a. M. gerichtet und alYesandtZaben:

„An die Durchlauchtige Deutsche * undes: ersammlupg. Ebr- erbietige Vorstellung der unterzcichneten Mitglieder der zweiten Kam- mer der zu Hannover versammelten Stände. Hannover, den 29. Juni 1838. Wenn die ebrerbietigst unterzeichneten Mitgneder der chitcn Kammer der von Sr. Majestät dem Könige von Hannover mittelst Ailerböchßcr roclamation vom 7. Januar 1838 berufenen aUgemei- nen Stände: crsammlung zu dem ungewöhnlichen und fiir fie wahr- haft schmerzlichen Schxitt einer Anrufung der Durchlauchtigen Bun- des-Vcrsammlung in ihrem Gewissen sui) gedrungen fühlen, so ge- schieht solches in der feßbegründeien lleberzcugnng, daß dieser Schritt mit der schuldigen Devotion gegen ihren angesiammten Landes- herrn und mit der srengsten Anhänglichkeit an Recht und Ordmmg in eben dem Grade vereinbar ist, als er von der Pßicht grgcn das Vaterland, dcffeu Vertreter fie find, ihnen geboten wm“. Durch das Allerhöchste Patent vom 1. November 1837 hat Se. Ma- jestät unser Ancrgnädigser König das vier Jahre “lang in anerkann- ter Wirksamkeit bistandene Grundaescß ch“; Konigretxhs vom 20. Sep- tember 1833 ikir erkoschen zu erklären beiiebt. Zwei Tage vdrher ge- sicl es Sr. Majestät, die bei Ailerb'échfiivrcr Ankunft zu Hanndver versammelten, unterm 29. Juni v. J. vertagtcn allgemeinen Sizinde aufzulösen und dadurch das Organ zu vernichten, welches nach 9. 83 des SmatH-Grundgeseßx-Z die grundgesetzUchrn Rechte des Landes za vertreten berufen war. Die durch die Allervockiste Proclamation vom ".". Januar 13- J. von S. Majestät berufene Versammlung ist weder nach dsr Vorschrift des Staats-Grundgrscßcs vom 26. September 1833 noch nach drr des König!. Patentes vom „7.Dezember 1819 konz. ponirt und kann schon aus diesem (Hrwxde wederals vcrfaffungSmci- ßige Stände-Versammlung, noch als gevörig legitimirtes Organ zur Vertretung der grundgescßiichen Rechte dcs Landes betrachtet werden*. Müssen daher die einzelnen Mitglieder dieser Vrrsammlung fia) mn so mehr bescheidcn, einen Cha.-akjer nicht in Anspruch nehmen zu können, dessen die Gesammiheit, welcher sie angehören, entdcbrt, so habendie ehrerbietigst Unierzeichneten dennoch geglaubt, daß die ei- genthizmliche Stellung, worin fie fich beßndea, ihrem offenen Zeug- nisse iiber die Lage des Landes einiges Gewicht verleihen, und daß solches vielleicht zu einer klaren Ansicht iiber die beklageyöwerthen Verwirrungen, „in welche die öffentlichen Zustände des Kömgreich6 geratben find, in dem Augenblicke mit beitragen könne, in welehem

diese Durohlauchtige Versammlung auf deren Lösung Bedacht zu neh-

men geruhen möchte. Die StadtOsuabcück bar in einer, der Dora,. |auchitgen„Buudes-Vetsammlung im März d.J. überreichten Beschwudh Schrift die Wiederherstelluyg ves Staats-GrunYeseses vom 26. Sep„ 1833, _evemualiter die Wiederherstellung dcr erfaisung von 1819 m vöutgerJntegrität beantragt. Es isi ihr nach unserem unmaßgeh.' lichen Ermessen geiungen, sowohl den Legitimationépunkt, als aua, den Grund der Beschwerde selbst, auf eine vöüig erschöpfende Weise klar und bündig zu deduciren. Die von der Stadt Dönabrück ihre: Beschwerdeschrift als Anl. 5 bei efägte Rechts-Deduction wurde mit:

'telsi ciner Petition vom 17. Je ruar d. I. der am 2011en deff. Mo-

nats eröffneten" hiefigcn SzlndeWersammluug mit der Bitte über: reicht, „Se. Konig]. Maxenät um die baidigsie Berufung der allge- meinen Stände:Versamu-iuug inUeräßbcit des Siaats-Grundgeseyes vom 26. September 1833 in moglichst kurzer Frist unteribänixsi zu blittii.“ Bei den Wahlen zu dieser Versammlung, zu deren zweilen

Kammer die einzigen lebendiänglichen Mitglieder, die Schavräthe, '

mcht berufen worden, batten sehr verschiedene Gefichiépunkte vorge- herrscdi. Wädrenddiein zweiterKammervertrctenensechsStifter,welche iwc!) T€!“ Bcrorrnunz _dcs Hönzéxicii-grn Könizs Wiibelm 11“. rrm 9. Okt, 1833 nur drci drchiniiiyicii oder dem höheren Similwesen angehörende Deputirie zn st-cllen befugt waren, cht scchs Königl. Diener zu wäh- lry sich beeilt hatten, xxnd aua) von den beiden Konfiüorien zwei im hoverrn Staatsdienst nedrßde Männer abgerrdnc: waren, hatten di: von der Regierung nnabbangigcren Corporationen größtemheils idre Anhänalichkrit an das Staats:Grundg-éseß daduriii zu erkennen grae- ben, daß fie entweder mit a119§drüchlichen in den Wadipxoiofoüeu nic- drrgelcgter Verwahrung dcr staathrtmdgcsi-tziick)xn Reäyte grwähli - die Wahlen wurden vom König!. Kabinel gegen die Ansicht der zwei; ten Kammer fassixt -- oder das; sie, derglridiicn Vorbebaitr für un: uötbig haltend, Deputirie, von deren persönlicher Grstnnung fie einen Kampf für Aufrechthaitnng dcs Staats-Grundgescscs erwarteten, gc- sci)icft, oder daß sie der Bcschickung cines nicht vcrfaffuugémäßigm Landiages Eck) gänzlich enthalten batten. Solcheracstalt waren, als die OEUabrücker Petition zur Bcrathung kam, 10 Wahl-Corpora- tioncn, unter ihnen die S!.“idtc Hamwrcr, Lüneburg, Osiia- briick, Hildeöhxim, Emden, Münden, Buxtehude, Fiirßenau, Leer [Md Norden, unvertrcten, Und die zweite Kammer enthielt daher 17.111 dcr (*crufcucn 73 :::;r 5“- Miiiiicdcr, untrr dcucn 24 cigrntlicbe Königliche Tiener, im Sinne der Irroxdmxng vom 7. Januar 1838 aber sogar 34 Königiickic Dicu-cr grzädlt wurden. Wie unmöglich es einer so fonxponirten Kammer seyn mußte, gicick) damals über die Iukompcchz der Vcrsammlung fiä) rein a::szirsprcciicn, licgt am Tage. Das Aenßcrüe, was zu crrcichcn stand, war die Anerkennung von Zweifeln über "rie Kompetenz. Jndcm daher beide Kammern von dcm Inhalte drr Tsimbriickcr Petition G.Lrgenbcit nahmen, fich gr- grn das Kabinet Sr. Maicßät über die höchst beklagenswertbe Lage auszusprechen, in welchem fick) verseßt sahen, .rklärtcn fie nament- lich in dem 5111) Nr. [. abscdciftlict) angeschloisencn Schreibcn vom 16. März dieses Jahres., daß ihre gegenwärtige Com ofition mit den Vorsaziiften der Verfassung von 1810 nichk völlig iverxin- siimme. Wenn fie gleichwohl von den obwaltenden Verhältnissen un- widerstehlich gezwungen, zu dem Vcrsucl) cincr gütliche" Vereinbarung sich bereit erklärten, so geschah dies unter der anSdriicklichen Bemer- kung, daß solche ohne eine Thrilnabme dcr bisycr nicht vertretenen Corporationcu das crforderlicheVer1rauen nicht werde. gewinnen kön: nen. Die Stäude:Versammlung ersuchte daher das Königl. Kabinct, dieser ihrer Erklirung Oeffentlichkeit zu geben und dieselbe den be- treffenden Wabl-Corporationen mitzmhcilen. Auf diese Bitte er- tveiitc das Kabinet Sr. Majestät keine, Erwiederunki. Es erfolgte weder die beantragte VerdffemliHi-ng ]:nxs Sci)rci eus, noch des- scn Mitiheiluug, noch eine sonfiigx Aufforderung an die bis da- hin unvertretenen Wahl- Corporationcn, ].1 sogar die Aufnahme des Schreibens in die gedruckten Aktenstückc der Stände-Versamm- lang wurde kabinetssritig inhibirt. Jmmittclsi hatten die versammel- ten Stände die ihnen vorgelegten Gesetz : Entwürfe -- die weißen derselben waren bereits von der vorigen staathrundkzesetzlichen alige- meinen Stände ; VersammlUUg reg|cxnerztsinäßig cr edigt - in Be- raiimng gezogen, cine fomméssarischc Prüfung des von Gr. Majestät

mitgetheilten Verfassungs-C.;twm'fcs bcsch1offem auck) staxt eines ihnen

vorgelegten Budgets das von der vorigen allgemeinen Stände-Ver- sammlung bewilligte Budget für das Rechnungsjahr rom 1. Iuli1838 -39 in 10119 vrolongirt und so die staathrundgeselee Ka :n-Ver- einigung in Wirksamkeit erhalien. Sie g1au„dte:1, dies erfahren dcm Gehorsam egen die Befehle Sr._Maxest.it rbrnsowohl als der gleichmäßigcn Rucificht auf den sonst geiiihrdeien finanziellen Zustand des Landes und der Sorge für den ungehinderten Fort ang der Verwaltung fchuldig zu seyn. Als nach dem Ablaufe der o erzebntä- gi en Osiér-Ferien die allgemeine Erwartung von dcerfoige der st“ndischerseits beim Königlichen Kabinen: beantragten, in dem oben angefügten Schreiben bezeichneten Maßregeln fiel) getäuscht fand, und die Folgen davon in der zehn Ta e lang fortdauernden linvollzäb- ligkeit der zweiten Kammer fick) ze gten, rerygrrte das Kabinet Sr. Majestät nichtsdestoweniger in der Nichterfüllung der fiiindischen Bitte. Erst am elften Tage nach ihrem Wiederzusammentritte, am 3. Mai dieses Jahres, war es den Bemühungen ihres Präsidenten gclungen, die zur Fassung von Beschlüssen erforderliche Zahl von 37 Mitgliedern zweiter Kammer zu versanztpeia. Die Wahrnehmung, daß dieser nur nothdiirftig bis auf die Hälfte ihrer Mitglieder konz- plettirten Kammer derselbe Repräsentativ.Charakter, welchrn selbst die r-ollzäblige rechtlich nicht wiirde ansprechen konnen, vom Kabine: Sr. Maje'iät beigelegt werde, hat seitdem der zweiten Kammer eine, ro- ßere ahl von Dcputirten, als sie vor den Ferien enthielt, zugef "rt, von denen jedoch die meisten verwabane Erklärungen ihrer Kom- mittenten wegen Aufrechthaltung des cxataats-Grundgesetzes von 1833 cinbrachten, -- solcher Petitionen sind im Ganzen bis jest 15 an die Kammer gelangt, -- theils in rigcncm Ranzen dergleichen zu Protokoll gaben. Gieichwobl find die Studie Osnabrück, Hildesheim, Fürstenau und die Grafschaft Hohnstein noch heute in zweixerKammer uicht re- präsentirt, und die Mehrzahl auch der gkgsntOLirtigen Deputirten be: trachtet ihre Tbeiluabme an den Verbandkungen lediglieh als einen vom schuldigen Gehorsam gegen den AllerhochßenBesevl und von der Gewalt der Umfiände gebotenen Notbbehelf, ohne zugleich den ver- sammelten Ständen denjenigen Repräsentativ-Charakm zuzuerken- nen, deffen sie doch, um Rechtögiiitiges zu sebaffen, nothwendig be- dürfen. In dieser chen so eigentbitmlicixen als schwierigen Lage un- gewiß, ob nicht schon die nächste Zukunit eine Aufldsung dieser V_er- sammlung herbeiführen und die Namen der ehrcibietigst Unterzeich- neten den bis dahin unbesclyoltencn Mitgliedern anderer Deutschxr Stände - Versammlungen beigesellen werde, wclche noch einer., 111 Nr. 168 der Beilage zur Augsburger „Angemeinen Zeuung“ vom 17. Juni d. J. enthaltenen, von dem L.111dtag_S-Komu11ssar auf wie- derholte Anfrage für unecht nicht erklärten Mittheilung eine von der König!. Hannoverschen Bundestags-Gesandtfckmst an die Durchlauch- tigc Bundes-Versammlung unterm 23. Mai d. I. iibcrreichte Erklä- rung als „im Dunkein schleichende Feinde des Rechts und der-Ork- nun öffentlich bezeichnet, -- ha'ben sie geglaubt, dieser Duxäzlauchtigeu Ver aiumiimg Aufklärung über therrbaiten geben zu mtissen. Y_urch Verhiiltnisse, die wir nicht zu bebérrscizrn vermochten. da der ömm- |iche Rechtézustand ohne uxs gestört worden, zum Fortschreiten auf dem faktischen Gebietx gcnothigt, haben wir, um Ordnung im Lande zu erhalten, eine Thätigkeit geäußert, wie fie einer verfassungsmäßi- gen Stände-Vcisammlung zukommt, und wir glauben, unseren pflicht- mäßigen Gehorsam gxgcn den Willen unseres AUcrgnädigsten Lan- desverrn dadurch bcthätigt zu haben. Wir snd anci), so treit es nur auf die Erreichung jenes Zweckes, auf Erhaltung der Ordnung im Lande ankommt, und so lang: uns nicht zußcmuthet wird, weiter zu gehen, als die Nothwcndigkeit unerläßlich rr eischt, innerhalb der uns

1eckten Grän en unsere cwiisenhafte Thitigkcit fort useßea'bx- ge, 4 g * selbst wie5 das Kö-

reit. Aber war verwahren feierlich uns nigreich, als dessen Repräsentanten wir eidlich verpflichtet sind- gegen die aus unserem Verhaltcn gezogene Folgerung: als sev

dadurch die Verfassung von 1810 in anerkannte“Wirksamkeit getreten- Denn wie bereits unterm 16. Mär; d. I. die versammelien Stilnde in dem abschriftiich beigefügten Schreiben ausgesprochen haben, daß ihre gegenwärligc Composition mit den Vorschriften der Versammlung

der ur Ausübun Beh rde ( §. 127 " wurde die freiwillige Veräußerung ; bedeutender Forsten von der Einwi igung der Stände abhängig

„. ab" 1810 nicht völlig übeninstimme, und wie in dem sub 'Nr. F. untertixänia angeschlo enen Beschluss: vom 23. Juni d. J. „„ „oße Majorirt [weiter ammer - 34 gegen 24 Stimmen -

Wesentlichen dieses deutlieh erklärt hat, so ist es insbesondere auch unsere rundlich erwoaene Ueberzeuguug, und wir achten es fiir eine heilige klickt„ vor dieser Dutchlaychtigm Versammlung ausm- spmhen: „dgß teme andlung der ]eßt versammelten Deputirten „.,-„nja, Gum es zu bewirken im Stande sey, daß vielmehr dazu die Zußimmung e uer_ auf die vor dem Re icruugs-Antritte Sr. Köni |. sztsiät rrchtmänig bestandene Verfajéuug gegründeten und in :- mzßveit derselben “berufenen und tomponirten Stände:Versammlung „umßängltch erforder|1ch sev-““ Diese ehrerbiekigste Erklärung, zu

wir uns nur mi: schwerem Herzen entschließen konnten, ist uns durch dt11 Inhalt des in Bezug genommznen Artikels der Augsburger „Aagememen Zeitung“, nachdcm dcr Koniaiiche Kommissar auf wie- oerbolteiu weiter Kammer an ihn gesellte Anfragen jede Erläuterung und jedes erubmende Wort verweigert hat, zur Rechtfertigung un- serer schwervericßteu Ehre abscxryngcn. .eräs Verfassung die vor dem Regierungs-Antrltt Sr. Konigl. Majestät ieäxtmiißig bestandene sey. -- diese inhaltschwere Frage liegt der Dnrchlauchtigcn Bundes- Versaumxiung zur Entscheidung vor. Zwar müssen wir uns bischei- ken, “daß wir*ebenso wenig wzr die zuzammcnberufeue Versammlung überhaupt eine rerfassuugsmäMg. begruydcte repräsentative Corpora- [jon bilden; gleichwohl geben war der Hoffmmg Raum, das; für die Durchiauchtige Baindes- Versammlung bei der Erwägung und Ent,- scheidung drs Scincksales cines gguzen Landes die freimütvigc, in Er- mangeluné jedes anderen Außkunsrsmittels vom Dranse dcs Gewissens gebotene „“"-rklärung ron Manncrn, welche von Wakxibercckxti-Jten aus a-Um Theilen des Landes unter den schwierigsten Umständen fiir wür; ßig erachtcrworden, das Wohl des Vaterlandis zn beratvcn und zu vertreten, mcht ohne alles Gewicht scon werde. Auf die Entscheidung xieser Durckslanchiigen Vcrsamipirmg, harren in gcspanntestcr Erwar- mng die Bewohner unseres Kontgrcrehö', welche in bewährter Treue gegen ihre angestammten Regenten und im Gehorsam gegen die Gr:

s(xe-gewiß keines Landes Untertlmncn nachsichen, weiche 1ber m „vm M" f'cste Grundlage des Rechtes keine Sicherheit “und *kcicZ

Heil weder für die Throne noch für dic Völker dauernd edrnkba' haste". Auf das unzertrennbare Wohl id:cs Königs u,?!d “)cm

Vaterlandes find auch der chrerbictigst Unterzeichnctcu Wiinsäxc und

andiungen einzig und allein gerichtet. Feierlici) bet euern wir vor

ott und vor dieser Durchlauchtigen Versammlung? das; wir die Treue, zu weicher wir unierem angestammten Landesherrn uns cid- 1ich yerpxiichtet, weder verlcxzt haben noch wissentlich je verlesen Wer. den, das wir leich drm Lande, dessen Vertreter wir smd, von der treuesten Hing: yng an die geheiligic,Person unseres AUcrguädigßeu Königs crmüt, ]ede Y_erleßung Ailerhécdsidefscu Richte aufrichtig vcr- abscheuen würden, da;; wir aber auch durch die Strüuvg, zu welchcr das Vertrauen unserer Mitbürger uns berufen hat. und durch unse- ren in solcher'SteZlung geschworenen Eid uns gleich heilig verpflich- tet achten, die Rechte und die Wohlfahrt unseres Vaterlandes nach unseren Kräften zu vertheidigeu.“ (Folgen die 11mcrschristen von 28 Deputirten zweiter Kammer.)

Hannover, 10. Juli. Die hiesige Zeitun ü rt cute die Mittheilung der Verhandlungen der ersten KaZiLelT' (Zelehe in dem gestrigen Blatte der Staats-Zeitung irrthümiich als Schluß der Berathungey der zweiten Kammer angegeben waren) wei- xer fort und berichtet über die Sißungen vom 19. und 20. Juni, in welchen das 11. Kapitel, das von den Domainen und Rex galien, den Steuern und dem Staats-Schuldenwesen handelt, und das bei der ersten Berathung der Verfassunqs-Urkunde ausgesth wordeii war, erörtert wurde. Bis zum Paragraph 12'-' wurden sämmtliche von der Kommission beantragte Verände- rungen ohne Dehatte genehmigt. So wurde dem Paragraph 103, ngch. welchemdie Königlichen Domainen und die Regalien ein Fideikommiß bilden, welche zugleich und unzertrennlich mitder Nachfolge in der_Staatsgewalt dem Könige anfallen, der Schluß substituirt: „Die Regalien bilden ein Fideikommiß , aus wel- chem die Bedürfnisse des Königs und des Landes bestritten werden u. s. w.“ Paragraph 107 und 108 des Entwurfes, in welchen sich der König erbietet, jährlich zwei Millionen drei- malhunderttausend Thaler aus den Domaincn und Regalien beizusteuern, wdvon die Apanagen, Einrichtun s- und Ausstat- tungsxKosken, die zum Schlosse erforderlichen &ummen u. s. w. abgerechnet werden sollen, und außerdem die Bildung einer Königl. General-Kasse aus der Vereinigung der Beiträge aus den Domainen, und des Ertrages der Steuern, Abgaben u, s. w. beantreixgt, wiirde beseitigt und dafür Folgendes aufgenommen: „§. 10 .* Die Ausführung der im §.' 106 enthaltenen Bestim- mungen soll in Gemäßheit der zwischen dem Könige und der allgemeinen Stände-Versammlung vereinbarten Neben-Urkunde vim ..... geschehen, deren Inhalt als integrirender Theil dieser Be affung_s-Urkunde u betrachten ist. -- §. 108. Die zur estrettung , der taats ; Bedürfnisse ( §. 106, Nr. und 4) bestimmten Ueberschüsse der Königlichen Domainen und Regaliew sollen in ., Verbindung mit dem Ertrag: der Steuern und der dazu gehörenden Abgaben, Chaus- seegelder und Sportein die Einnahme der General-Kasse bilden, aus welcher sodann die gesammte» Staats-Bedürsnisse bestritten werden müssen. Aus der General-Kasse darf ohne Anweisung der ständischen Kontrollrechte angeordneten nichts verauSgabt werden.“ -- Zn §. 109. anzer Domanial-Gücer oder

gxmacht. Der §.115*wurde dahin abgeändert daß die Steuern nicht auf drei Jahre sotzdern nur auf zwei Jahre bewilligt werden sollen. Im weiteren Verlaufe der Berathung gaben

: manche Paragraphen, besonders §. 127, zu ziemlich lebhaften

Erörterungen Anlaß obwohl die Kammer mei ent “ls"

. d Kommissions-Anträéen beitrat. Schließlich wurde Z:; ganez? Kapitel angenommen.

Kassel, 10. Juli. Die Kasseler Zeitun ent ält o- ende Mittheüqng, welche der Landtags-Commiffai? der hStänfdel- ersawmlung m der Sitzung vom 7ten d. M. machte: „Da dSem bisher proponirten Finanz-Geseße unter den von der htc'mdr-Versammlung beantragten Veränderungen des demsel- dm beigefügte!) Voransckzlags der Einnahmen und AuSgabcn dle landesherrltche Sanction nicht hat ertheilt werden können, kaihingegen von den Ständen die Rothwendigkeit und Nützlich- ef) t der iti dein vorgelegteanoranschlage aufgeführten Ausgaben en o wn die Nothwendcgkeit der Forterhebung der bisheri- ZM tenern urid Abgaßen, und der Ausscizung dcr vorgeschrie- dknen Kapitalistriing bei dem Staatsschalze hat anerkannt iver- en. müssen; sq Wird !) der Stände-Versammlung das Ansinnen (Ysellt, daß sie nunmehr dem anliegenden anderweiteu Finanz- dksEH-Entwurfe die Zustimmung ertheile; daß es aber in wem Falle, wenn sie Lcßtere nicht ohne Abänderung des C'nt- dUt'fes ertheilen woute, lediglich, damit die schon so be- ueYtend angewachsenen Landtagskosken nicht zum Nachtheéle der litxtel'thcmen noch vergrößert werden, bei der einfachen Verwil- frxing, _derForterhebunJ der bisherigen Steuern und Abgaben mtc dÉn noch übrigen T eil der gegenwärtigen Finanz-Periode - vom uSpendirung des zweiten Satzes des §. 4 des Geseßes fend 27.„Februar 18.11. die Bildung des Staatsschaßes betref- Ve - brWenden bleibe, so _daß hiernach, dem §. 146 der ksassungs- Urkunde gemäß , durch ein Ausschreiben oder einc:

0112“)

Verordnung die Forterhebung der bis erigen Stemm- und Ab- gaben verfügt werde; und 2) in sol er Rücksicht der endliche Schluß des Landtags auf den 1]. Juli festgeseht.“ - Der damit“ übergebene Entwurf zum Finan - Geseß für dir dritte Finanz ; Periode von den Jahren 1837 , 1838 und 1839 „bestimmt: daß die seit dem Beginnen der laufen- den Finanz -“ Periode“,in Gemäßheit der bisherigen Geseke er- Ybrnen Steuern und Abgaben bis zum Schlusse dieser Finan - „eriode forterhoben werden sollen; - daß die Ministerien f r die Verwendung der Staats-Einnahmen zu den in dem ange- hängten Voranschlage der Staats-Ausgaben angegebenen Zwet- Yen zu forget) haben, jedoch nicht befugt seyn sollen, auf einen Alisgabe : Titel Ausgaben einer? andern Titels anzuweisen; " daß das Fmanz-Minisierium zu Bestreitung der in dem Nach- trage dcs Vdranschlags der Staats-Ausgaben aufgeführten außergewdhnlxcheu Ausgaben die Summe von 291,000 Rthlr. aniehnweise aufzunehmen ermächtigt wird, und die bei der Lan- drskredit-Kasse angelrgten Abiösungs - Kapitalien als Sicherheit dicncnksdllen; - daß zur ferner:: Tilgung der während der ersten sinanz-Periode creircen Schuld von 330,000 Rthlr. für das Jahr 1837 aus dem durch §. 7. des Finanz : Gesetzes

vom 3]. Oktober 18:13 gebildeten Fond 23,000 Rxhlr, gezahlt '

iverdrn, “- für den Fall jedoch, daß an ea tet des ' - Ministerimn an ewiesenen Vorschusses- Tot?) 7000 RTRT'JÉWF- kungen m den taats-Ausgaben entstehen, dasselbe“ zur Auf- nahme von Grldern bis zum Betrage von [00,000 Rrhlr. auf [ätigere odcr kurzerc Zeit, jedoch dergestalt ermächtigt seyn soll da[; die atzfgenommenen Geldbeträge bis zum Abläufe der Fi; Lanz - Periode, und insofern ihre Aufnkihmc erst im Laufe des «jahres 18.39 |_attgeiunden hat, bis zum 1. Juli 1840 zurück; gezahlt seyn mussen, und schließlich, daß das nach §§. :; und 7) Fufzténlelhmendr Anlehen mit 3 bis Z']. pCt. rerzinset wer- en o .

Hamburg, 11. Juli. Se. Kaiserl. Ho eit der Gro“ ürc Thrdnfolxzer von Rußland wird, sicherem VérFehmen nach,ßrT1ois- gen in Lubeck und übermorgen hier in Hamburg erwartet.

_ S ck w e i z.

Nachstehende Protestation ist an die Redaction der All- g-emetnen Zeitung aus Arenenberg unter dem 4. Juli emgesandtwordcn: „Im Namen des Prinzen Napoleon wi- deripreche ich auf das Bestimmteste der Beschuldigung, daß die Broschure des Herrn Laity veröffentlicht worden sey, "um in Frankreich zum Aufruhr aufzureizen. Der Prinz hat die Ver- dffentlichung dieser Schrift gestattet, weil kein Mann von Ehre duxldjen kam), daß partrisüchtige Verleumdungen die öffentliche Meinung irre leiten. Seit den Straßburqer Vorfällen hat man unzählige Male wiederholt, daß der Plan des Prinzen schlecht ersonpen- und thöricht ausgeführt worden sey, daß der- [eibe sick) br: seiner Freilassung schwach gezeigt habe und vor iciner Abreise nach Amerika Vet'pfiichtungen gegen die Regie- rng eingegangen sry. Sollte er dies dulden und nicht erlauben, da[; mcin darauf antivorrete ? Nein! Den Tadel erträgt man schon, weil dies das gewöhnliche Schicksal der Unterliegenden ist, aber Versälsthunqen der Geschichte weist man zurück, und man braucht zu diesem Behufe nur die Wahrheit bekannt zu machen. Das, was von der Brßschürx des Herrn Laity am meisten anqefein- drt worden ist, smd dir Aktenstücke (Proclamationen), “welche die. Regierung seibst mrtgetheilc hat. Worin besteht also sein Verbrechen? Wir können unmöglich glauben, daß man den Addruck der Artikel der Regierungs-Blätter Jemand anrechnen wird;. wn“ könne:) unmöglich glauben, daß die Moral aus“ der Politik verbannt :|, iind daß das Gewissen keinen Einfluß auf die Aussprüche der Richter hat. Herr Redacteur, ich erwarte von Ihrer Unparteilichkeit, daß Sie diesem Briefe in der näch- sten Nummer Ihres Blattes einen Plaß vergönnen-werden.

Ch. Parquin, Offizier der Ehrenlegion.“

Spanien.

Madrid, 30. Juni. Der Minister des Innern hat der Deputirten-Kammer in ihrer vorgestrigen Sißung zwei Geseh- Entwürfe vorgelegt, die den Schluß der Session wohl noch „etwas, verzögern dürften. Die Regierung verlangt nämlich, daß ihr die Organisirurig der Ayuntamientos übertragen und daß sie außerdem ermächiigt werde, die Provinzial-Junta's nach den der Kammer bereits vorgelegten, aber nicht mehr zur Erörterung gekommenen Gesekz-Entwürseri wiederherzustellen. In derselben Sjiizungo wurde der Komm:ssions-Berichc über eine den Balea- rischen «inseln aufzuerlegende Abgabe, die ausschließlich zur Aus- besserung der Wege verwendet werden soll an enommen. Hier- auf*legte der Kriegs-Minister einen Geieß-Qntwurf vor, der den Zweck hai, den Wittwen der getödteten Offiziere Ceballos, Escalerix, Samt-Zust und Mendivil Pensionen zu bewilligen.

O_te a_us 4900 Mani: bestehende Division des Generals PardtnasZsr nach Aragonien abgegangen. Nach ihrer Verei- stztxlgrrktn sylt?" der dortigen Armee wird dieselbe über 20,000 Mann

Die Nachrichten über den Zustand von Alt-Ca ilien Av“- [eß und Galizien lauten nicht erfreulich, indem meßrere (Karli- stischr Anführer, namentlich Modesto, Villodro, Balmaseda und CerdtÉ Schrecken unter der dortigen Bevölkerun verbreiten.

. er Oberst Saloza, Adjutant des Generals Zspartero, wel- cher die Nachrrcht von“ der Einnahme Prüacerrada's überbrachte, soll der Regierung die Versicherung gegeben haben, daß der Ober ; Befrhlshaber im Begriff stehe, mit allen disponiblen Truppen Qnate und Estella anzugreifen.

Da dte zurPrüfung der verschiedenen Anleihe-Vorschläge ernannte Kommrsston die von Herrn Aguado aufgestellten .Be- dmgungen für die einzig annehmbaren erklärt hat, so ist nun- mehr emx andere Kommission ernannt worden, um mit Herrn Aguado m Paris wegen der Anleihe zu unterhandeln; sie bex steht anz? den .Herren Remisa, Marliani, Olavarrieta y Blanco imd Pitguel Polo. Herr erisa, ehemaliger Kaufmann und ]th einer der ersten Kapitalisien Spaniens , war unter Ferdi- nzmd 111. General-Schaßmeister des Königreichs; err Olavar- ",L?“- „1; Blanco, Finanz-Minister zur Zeit als .yerr Zsturiz Lonsetls-Präfident war, ist jetzt Direktor des Tilgungsfonds; Herr McgchPolo, früher Offizier der Wallonischen Garde ist jetzt Mtiglzrd der Deputirten-Kammer, ein achtbarer Kauf: maermdFreicher Feindbergbs-lBefiizerOim Königreiche Valrncia.

te erren Ken i a a und lo *“ abgerÖisk. ; z zaga find nach Pairs

kan erzählt sich hier, daß der ehemali e Kris s- “.“ ' und je ige Gouverneur der Philippinen, err CFmbéUK'itiT: verstor ene_ Gemahlin mit fa_sr Königl. Ehrenbezeigunget; habe bxerdigen lassen wollen, das; aber die dortigen Behörden fich diesem Vorhabrn widersetzt hätten. Man weiß nicht, ob es ihm gelungen ist, seinen Willen durchzuselzen, doch ist so viel gewiß, ZFUTiehaItiegierung Herrn Lardizabal zu seinem Nachfolger el.-

, den Traktat zur Abschaffun * noch immer nichts. Nach ? rt. 82 Seck. 1-1 der neuen Consti-

Spanische Grünze. Brest. Zt “* Aas Catalo ' schreib; man es sey dem Gr fen Espagneg ;egmckt, die WTI)? samkeit der Franzöfischen Behörden zu täuschen und in Beglei- tung des Grafen Fonanr über Toulouse und Andorre nach amen_zu entkommen, wo er am 21sien d. anlangce. Zwei Ta e blieb er, sehr ermattet, in einem Bauernhause an der Er nze 11110 kam am Asten in Berga, dem Sitz der Junta, an, begleitet vdn zwei Bataillonen unter den Befehlen des be- kannten Parteiführers Ros Eroles. Er brachte seine Ernen- nung zum General-Capitain von Catalonicn und große Voll- xnachten tmc, die Junta aber „ernannte ihn sofort zu ihrem Präfideyten. . Sogarra ist sein Lhef des Generalstabes. Bci tdeetr Z:;ßeanoßwai dseri Catalonier zu ihrem alten Führer erivar-

_ . e e utate von dicem kr ' ' hochWtchngen Ereignisse. s ft die Sache des Königs

P o r t u g a 1.

. Tie Morning Chronicle ent ält ei: " ' ' Korreipondcnten in Lissabon vom 23? Juni,: FZiieichsn hléilxxt? (ZLI „gkßk das Gerücht, Haß ernstliche Zwistigkeiten unter den ck„im:!kexn ads'gebroxiwn ieren, in Frieze deren der Viskconde »a da qudetra 1811-18 Entlassung eingereicht haben soli. Mei- nungz-Dxsscrenzcn ubrr die zu befolgcnde Politik bestanden allerdings „schon lange 1111 Kabince, inch dürfte wohl auch dieser Streit tvic'fi't'ihere ähnlick i' A' ' " '*' **

., . )e lt, zu keinem Rciultate f:.oten. 7- Die Natronai-Grrdtsien der nichr aufgelösten Batailloné ha- ben der: Befehl erhalten, nicht bewinffnet aus'zuqehcn. Die Muniziyal ; Garde, die eigentliche Polizei der Häuptsradr ist arigetvieicn worden, Jeden zu rcrbafwn, der diesem Befehl/zu- wxderhaudclt. slut die Munizipal- Garde und die aus c:“.oa 1000 Mann bcsiehenden Linien-TrUppen der hiesigen Garnison kann die Regierung sich vollkommen rrriaffen. - Ueber des Sklavcn-Handels verlautct

iution hat der Souveraiu das Recht mit remden Rat“

in _UntcrhandlunZin zu treten, und /11ach Heck. ].“; kaukroimctrk Afllianz-Z, Sybfidien- ['.-nd Handels-Veriräge ratisiziren, nachdem . die Cortes sie genehimgt haben. Ein Vertrag, der nicht in die angegcdene .Kategdrce gehört, darf folglich ratifizirt werden, ohne risk die Zyscimmung _dcr Cortes einzuholen. In Art. 37 der. Charte heißi es, dai; die Cortes den abzuschließenden A(lmnßH Substdcen: und Handels-Verträgen, so wie denjeni- gen Ü_er,Abtretung odcr Ausmusti) irgend eines Theiles von dem Gehirn Portugals, vorher ihre Zustimmung geben nn'isscn. „Da nun em Vertrag,_der den Zweck hat, ein geqcn den Skia- ven-Handel. bestehendes Geselz zur Ausführung zii bringen, um rer keine der angegebenen Rubriken gehört, so kann in derThat )xde ZögrrUtig unter drm Vorwande, erst die Zustimmung der Lortes einholen zii mussen, nur als eine Fortseiaung des alten Systems drr Regierung betrachtet werden. *- Die besiändiqe Axtiwanderung nach Brasilien ist ein großes Uebel für ein Land ivie Portugal, .das keineswcges cine überflüssige Bevölkrrpné befißt; Im roregen Jahr sollen aus Portuqal, dcn Azorischei: und Kapverdischen Jnieln an 9000 Personrti, der größte Theil von den Inseln, nach Prasilien ausgewandert seyn. - Aus den' Provinzen ist, außer den gewöhnlichen Klagen über die geringe Achtung vor den Geseizen, nichxs Neues eingeganaen. In Thoiuar machten'neun Gefangene den Versuch, aus dem Gefézngmsse zu„entweichen; es Wurde jedoch Lärm gemacht, die National-Gardiskrn versammelten sich, und da von dem Gefäng- auf fie geschossen wurde, so stürmten sie dasselbe und tödte- ten sechs von den“ Gefangenen. Hier währen die Räubereien und Mordthaten immer fort, ohne daß auch nur einer von den Urbelthätern besirast wiirde. Die Gesetze sind hier gänzlich un- warksam, und nichts zeigtfden schroffen Gegensatz zwischenEnq- land und „Portitgal auf eme schlagendere Weise, als der Werts) den man in _beideii Ländern auf ein Menschenleben sekzt. Z|; der Regel werd em Mord nur insofern beachtet, als" er den Zeitungen Stoff zii einem Artikel von wenigen Zeilen liefert- wtrd aber auch Wirklich einmal eine gerichtliche Untersuchung, gegen den Mörder verhängt, so wird doch nie ein Todesurtheil ausgesprock)xn,*und sehr oft kommt der Verbrecher mit ein; oder zwermrnatiuher Gefängnißsirafe davon.“ Es befinden fick) jest hier die„Ltmenschiffe „Doneqal“ und „Nusscll“, die Korvette „Magictenne“, die Kriegs; riggs „Trinculo“ und „Espoir“ und die Fregatte „Talboc“ “wird in kurzem hier erwartet. Dir Franzöfische Fregatte „Gloire“ bleibt hier.“

Türkei.

Konstantinopel, 23. „Juni. (Süddeut cke *

Folge der aus Alexandrien hier eingegangenen ILHchchZIn FFT man bei der Pforte eme ungemeine Bewegung bemerkt. Gleich nach Eitirreffen derselbe_n wurde großer Staats-Rath gehalten urid darm der Peschiuß gefaßt: „Mehmed Ali zu bekriegen“; dieser soil nämlich seine Uygbhängigkeit von der Pforte förmlich proilamrrt und dadurch dreien einstimmig gefaßten Beschluß pro- vozirt habenÄwelchrn die sonsk nicht zu verwerfenden Gegenerbie- tungen des egyptischen- Statthalters keinesweges zweifelhaft zu ma_chen vermochten. A(iem die fremden Gesandter: hatten zu gleicher Zeit Kunde von den hiesigen Vorgängen sowohl als von jenen in Illexandrieti erhaltrn, rind die Repräsentanten zweier großen Mächte waren sogleich i_häteg, dee Pforte aufzufordern, die bereits“ in der Aus- fertigung b-egriffeiien Befehle_ zum Beginne der Feindseligkeiten zu _suspendtren, indem fie. stel) anheischig machten, durch jedes Mittel Mehmed“ Ali zu seitier Pflicht zurückzubrinqen, worauf die “Pforte einging, und die bereits getroffenen Anordnungen Yrucknahm. Aisb'ald gingen sofort Couriere zu„Land Und zur „ee _nach_allen Richtungen ab, und sehr wahrscheinlich werden die Cngltichen und Französischen Kriegs'schiffe unverweiit zu ei- ner Blokade d-er Aegypitsciwn Küste schreiten, und somit den TßFteTalter zwingen, seine Unabhängigkeits-Erklärung zitriickzu-

A e g :) p t e n.

Alexandrien, 10. Juni. (?siig. Ztg-J Se. Hoheit der Herzog *Max in Bayern ist vor 4 Tagen von Syrien mit dem “Englischen Dampfboot hier angekommen. C'r isi weqen de:,- Quaraptaine-Mayregeln nicht aus Land gestigen. Er wird mor; Zen mrt demiciöet. Dampfschiffe nach Malta weiter reisen “und iich von dort nach Italien begeben. Einige plökzléche Todesfälle in seine_r1imgebung ?aben seine schnelle Abreise v'on Syrien veranlaßt, so wie die '[enderung seines Reiseplans, der fick) fi'Ü-

er auf Damaskus, Smyrna und Konstantinopel erstreckt hatte. Lin Theil seines Gefolgxs befindet fich noch in Bairuc wird aber mit dem nächsten Englischen Dampfschiffe ei*Warte't./ Das Reisen im Orient wird in diesemZahre und dem qrdßtcn Theil des nächsten tiberha'wt wohl aufhören, denn man “kann wirkkicl) sageti, der ganze (“.“) _Orient ist jetzt verpestet. Ju Alexandrien ist die Pest wn'kltch, m Kahira bereitrt sicb Alles zum Winter

und künftigen Frühjahr dazu vor, in „Jgffa, Baix'ut Und Alexi»