stellt sich bei beiden Geschlechtrrn das Verhältniß der Anzahl so, daß nur die Anzahl derer, wclche stel) zwischen dem Anfange dcs funfzehnten und dem Ende des fünfundvierzigsten Lebens- jahres befanden, zu Ende des Jahres 1816 geringer war, als sie nach dem am (dude des Jahres 1837 vorgefundnen .Bcßande hätte sein sollen. Der Unterschied in dieser Beziehung ist 11:- doch bei dem männlichen Geschlechte sehr viel größer, als bei dem weiblichen; bei jenem ergab die Zählung zu Ende des Jah- res 1816 sogar 228,11], bei diesem aber nur 18,308 weniger, als nach dem zu Ende des Jahres 1837 bcstandnen Verhält: nisse hätten vorgefunden werden sollen. Aber die1enigc11, wclche FFW? gezogen waren, gehörten mir verhältnißmäßiq wenigen -' usnahmen auch ganz dieser Altersklasse dcs männkichcn Gc- 1'chlechrs an, und der dadurch cntstandne Verlust harte sie allein hetroffen. Unter den daheim gebliebnen wirkten Nahrungs- 1orgen und Angst nicht so ausschließliä) auf dieses chensaUer allein, und besonders nahm anch wohl das Lebensalter [eiiicirs dcs 45!"th „Jahres daran nicht geringen Antheil, obwohl 111111) hier die größte Lask auf das thätigstc und leidenschaftlicliyic Lr“- bcnsalter fiel.
Zn wiefern diejenigen, welche bei dcr unvollständigen Zäh- lung am Ende des Jahres 1816 übersehen wurden, einer beson- dcranltersklassc vorzugsweise angehören mochten, läßt sick) zwar nicht bestimmt nachweisen: wahrscheinlich bleibt ]rdoch, daß die; jenigen hauptsächlich dem mitlern Lebensalter angehörrcn, welche ihr Dasein der poli eilichen Kenntniß absichtlich zu entziehen iu'chten: und auch zuxälliges Urberschcn diirfte wohi 11111 oftcsccn in Bezug auf Menschen vorkommen, welche der Abhängigkeit von Aeltern und Lchrherrn entlassen, aber noch nicht ansässig geworden smd. Auch aus diesen Gründen konnte die Zählung Xu Ende des Jahres 1816 wcnigcr Personen zwischen 15 und
5 Jahren angeben, als sogar damals schon doch wirklich vor,- handen waren.
Wenn auch der crusterc Schulunterricht erst nach Vollen; dung des 7te11Lebetisjahrcs beginnen dürfte: so können doch auch in einem früheren Lebensalterschon mannigfaltige und sehr nülzliche Kenntnisse durch öffentlichen Unterricht erworben wer- den; und es würde selbst sehr schädlich wirken, wenn für die- jenigen Volksklassen, worin auf häuslichen Unterricht nur sehr wenig zu rechnen isi, dcr Schulunterricht erst mit der Vollen- dung des" '7ten Lebensjahres" anfangen sollte. Mit Recht wird daher der Anfang des schulfähigcn Alters schon auf den Eintritt in das (jte Lebensjahr angesekzt. Mit eben so guten Gründen wird die Fortsclzung. des Unterrichts bis zur Vollendung des 1-1ten Jahres verlangt: denn auch fiir die1cnigcn, wclche nur eines_Elementar-Unterrichts bedürfen, ist das Abwarten der Reise des Fassun s- und Urthciis - Vermögens üncntbehrlick), die mit diesem ebensalter einzutreten pflegt. Ftir die große Masse
'der Nation liegt daher das schulpfiichtige Alter zwischen dem AnsaiZe des 6th und dem Ende des 1-1tcn Lebensjah- res. as bei der Zählung zu Ende des „Jahres 1-“1'37 gebrauchte Formular giebt fiir den Civilsmnd die Zahl der Kinder dieses Alters, und läßt die Möglichkeit dieselben auch fiir die Angehö- rigen des Néilétärs so weit annähernd zu berechnen, daß ein erheblicher Jrrthum hierbei nicht zu besorgen ist. Es ergeben sich hiernach für den ganzen Staat Kinder im schulpfiichtigcn Alter, und zwar
Knaben ............. 1,1:10,1«11
Mädchen ........... 1,-“100,187
beide Geschlechter zusammen 2,830,328
Die Zahl der Schukrn, oder genauer der Schulklassen hängt einerseits von der Anzahl der Kinder „ab, welche zugleich von einem Lehrer mit Nuixen unterrichtet werden können; und andrerseits von der Dichtheit der Bevölkerung, welche _in vielen Fällen die Zahl der Kinder sehr beschränkt, die einer eignen Schule bedürfen. Könnte man im Durchschnitte sogar achtzig Kinder auf eine Elementarsckwle rechnen, worin nur ein Lehrer die Kinder in verschiednen Abtheilungen unterrichtet: so wiirde dcr Preußische Staat hiernach doch 515,37!) solcher Elementar- schulen bedürfen. Es mag zweifelhaft bleiben, ob diejenige An- zahl derselben, welche durch die besondern Verhältnisse der ge,- bildctcn Stände erspart wird, den Mehrbedarf iibcrwirgt, welchc durch die dünne Bevölkerung eines beträchtlichen Theiles des Preußischen Staats nothwendig wird. „Jedenfalls wird die Zahl der erforderlichen Elementarschulcn nicht viel untcr 35,000 zu veranschlagen sein: und wenn, der Aufwand fürUnterhalcung einer Clementarschule in baarem Golde und Naturalien nur auf 200 Rthlr. jährlich grschäßt werden dürfte; so würde derselbe doch den Werth von sieben Millionen Thalern erreichen". Es ergiebt sich hieraus, wie becrächt1ich der Aufwand ist, welchen eine vollftäudi e Allgemeinheit eines befriedi' enden Elementar,- Unterrichts er ordert. Die Nation muß die en bestreiten, und zugleich den“ Zuschuß zu ihren Arbeiten entbehren können, wcl- chcr durch den Schulbesuch der schon einigermaaßcn arbeitsfä- higen Kinder verloren wird. Dieses Opfer wird allerdings Überreichlich vergolren durch den Erfolg eines zweckmäßigen all- gemeinen Schulunterrichts: aber es bedarf doch schon einer be- crächtlichcn Wohlhabcnheit, um dasselbe bringen zu können.
Die Preußische Klassrnskeucr wurde nach dcmGesrxze vom 3011211 Mai 1820 in der untersten Klasse-von denjenigen entrich- tet, welche das 11te Lebensjahr vollendet" hatten. Die Regie- rung ging hierbei von der Ansicht aus, daß die Fähigkeit, den vollen Unterhalt durch eigneArbcit zu gewinnen, schon mit der Vollendung des 1.1ten Lebensjahres anfange. Indessen ward erwogen, daß auf das 1/1te Lebensjahr noch ein Zeitraum folgt,
KIU
tigkeit für körperliche Arbeiten erst seine ganze Vollendung ch hält. Die Dauer dieses Zeitraums ward auf mindestens zwei Jahre geschätzt, und des" „Königs Vkajeskät befreite daher auf den Antrag des Finanz-Ministers v. 'Moh durch die Kabinen;- ordrc vom 18cm Juni 1828 auch noch diejenigen, welche im löten und löten ebensjahre stehen, von der Entrichtung der Klassensteuer, so daß die Stcuerpfiichtigkcit in der untersten Klasse erst mit dem Eintritte in das 17te Ledcnsjahr begitmt. Schon in dieser Beziehung scheint eine Abionderung der in jener Uebergangsxperiodc stehenden jungen Leute von der anzen Masse der Uebervicrzehnjä rigen zu einer vollständigern leber- sichc dcr Arbeitskräfte dcr ation führen zu können. Bei “den] wciblichen Geschlechtc tritt abernoch die Brmerkung hinzu, da!; eine Vcrhcirarhung vor Vollendung des Wien Lebensiahrcs zu den seltensten AuMahmen gehört, obgleich das Allgemeine Laud- recht dieselbe schon nach Vollendung des 1-1te11chcns1abrcs gc- startet. Das Formular, wonach die Zählung zu Ende des Jai); rcs 1837 vollzogen wurde, _qesrattct cine Absonderung der 1111
' schen dem Anfange dcs siebzehnteu und dem Ende des fü
vierzi sten Lebensjahres; das ist, es gebiert jährlich beinaFfeu'e'id;
Vicrt eil der Frauen im gebärungsfähigen Alter. Weiter [Mm
die Fruchtbarkeit im Durchschnitte großer Volksmaffen w„ug stens in Europa nicht zu gehen, wenn auch in einzelnen E
allerdings viel mehr Kinder erzeugt werden , als nach diesen, Durchschnitte auf dieselben kommen könnten. H-
Allgemeine
PkéUßisCHl Staats=Zeituug.
* B c rich tlg 11 ng. Jm gestrigen Blatte der St. Ztg., S. 8.31. ;; Sp- ], Z- M, ist das Wort „leicht“ zu streichen.
R
..?eteorologische Bcobdchtung,
Br-rlin, Sonntag den 227701 Juli
1838.
* * . .___.__I_*_ _
1838. Morgens Nach1nittags Abends Nach riunmiizx, _. * __ „„-.. ]".1- 31111. (; Ubi“. 2 111)!"- 10 Uhr. Beobachtu"; ZM“ [ Luftdru-f ..... 337,70““*par. 33K,21““P111“.1337,27““Par. Quellwärme 8,10;
A1ntliche Nachrichten.
4.135,11" 91.14.1249 R. Flußwiirme 17,913;
L11111rar111c +111,I" R. _ --[--]2.10 91.14.1110" R. Bodcnwärme [('-HU
Thauvuukt + 7,3" 91.
schritteu, das 45sre aber noch nicht vollendet hatten männlichen Geschlechts ...... 215,8-12 weiblichen Geschlechts ...... 211,00!
In jedem der beiden Geschlechter beträgt daher diese “211- tchklasse nur wenig über ein Fünftheil der Nation.
.Wenn man nach einer von sehr alten Zeiten her gewöhnli- chen Annahme die streitbarcn Männer auf ein Viertheil "des ganzen Volks schäizt: so müssen auch diejenigen noch dazu ge- zählt werden, welche zwischen dem Anfange des -16|cn und der Vollendung des 00sren Lebe11sLjahres_stehen. Mit dercn Zurech- nung ergiebt die Zählung zu Ende des Jahres 1837 tiberhaupt Männer vom Anfange des 17ten bis" zu Ende des 00srcn Lc- bensjahrcs unter 1 Million Einwohner durchschnittlich 271,27-1; das ist so wenig über 250,000 oder eine Vicrtheil Million, daß nach Abzug der Gebrechlichcn und Kranken noch keinesweges ein Viertheil der Nation fiir die streitbare Mannschaft übrig bleiben dürfte. Auf der gegenwärtigen Bildungsikufe des mir- lern und westlichen Europas entsteht noch ein starker Abzug von dieser Anzahl durch die Beschäftigung derjenigen Menschen, welche von Jugend auf eine sißende Lebensart führen, die mir gerin er Anstrengung der Körperkräfte verbunden ist, und von der usdauer im Freien unter mannigfaltigem Witterungswch); sel encwöhnt. Viehzucht allein, Was fürdie Beschwerden der Feldzüge abhärtet:
worin der Uebergang von .der Kindheit zur voliständigrn Thä-
auri) die Schiffahrt, das Frachtfuhrwesen, die Bau-Handwerkc und ein großer Theil der Arbeiten in Metall, Steinen, Erden
und Holz gewähren die gleiche Abhärtung. Aber es isi in viel;,
facher Rücksicht sehr zu wünschen, daß durch die Fortschritte der Mechanik und Chemie die Anzahl derjenigenFabrikarbeiter we- sentlich vermindert werde, dercn Beschäftigung die vollständiqe Ausbildun der körperlichen Kräfte verhindert. _
Jm * rcußischcn Staate wurdcn geboren überhaUpr Kinder
im Jahre 1835 ................ 533,215 » » 1836 ................ 550,1;22 » » 1837 . .* .............. 557,893 in diesen drei Jahren zusammen also . . . 1,04],7-ch10 also jährlich im Durchschnitt ......... 547243
Der Personen weiblichen Geschlechts, welche das 16te-Lc- bensjahr bereits“ überschritten, das 45fte aber noch nicht ganz vollendet hatten, Waren nach den vorstehenden Bcrech11u11gen zu Ende des „Jahres 1837 Überhaupt 2,983,140. Der hier bc- zeichnete Theil des weiblichanebe11s umfaßt in solchem Maaßc den Zeitraum der Fähigkeit zu gebären, daß frühere oder spätcre Geburten gewiß nur 11 den seltensten Ausnahmen gehören. Aus den _vorstehcnden ngaben folgt hicrnach, daß von ] Mil- lion Perioncn weiblichen Geschlechts im gebärungsfähigen Lc- bensalter jährlich im Durchschnitte 183,445Ki11der geboren wur- den; so da]; (1110 auf sechssig Frauen in diesem Lebensalter ichr nahe )ährlich cilf ncuge orne Kinder kamen. Die Mög- lichkeit zahlreicherer Geburten ist allerdings vorhanden, und sie wird auch in einigen Gegenden des Preußischer: Staats zur Wirklichkeit, wenn gesegnete Erndten und leichter Erwerb die Vermehrun der unteren Volksklassen begünstigen. Es ist unter solchen Um ändcn wohl vorgekonunen, das; auf achtzehn Le; bende Überhaupt schon ein Kind geboren wurde: in diesem Falle kommen nahe fünf Kinder jährlich auf neunzehn Frauen zwi-
Es ist allerdings nicht der Ackerbau und die“
151101 und löten Lebensjahre stehenden untcr denselYnllBFdin- Dunusaitiguug 70101. 8111161, LI? 1161. ?lisxsi1s1Z:111g-')).M"U K [' O 11 1 F V e s T a g e s.
' * ' ' 11 die Kinder vor o en un Wetter:" ....... mor. 11.311111. „egen. **11c er 119 2011-- _ _ * _ _ _ gungven, Ww „VRM? _m_ .Bezug_ Ibs “ k“ [ d s, I Wind ........ NNW. NW. WNW. Wär111c1vechsc1+15Ré _- Des Königs I)iaxescäi haben den Landgerrchts-Assessor, Frei- dcs aten ,„zahrrs. Hiernach ergie t s1ch Jo gen e „ 0 _ _ _
Nach den vorstehendén Angaben betrua die Anzahl Wo'kc'VUI'" "" _ NW- _ 0 _ _ __ +8-70- _ erm: von Profs-«zrnlxh, zum Staats-Piokmator zu ernen- “3 1 ' : . : " 77,“ 1 ... ".,"! :*. , „ 1 *- . -* dcr „Jünglinge und Männer vom Zinfange des _; _; 081 .___TLKFYLLLZ',-?.Ü“__(.*„._*_7_“._„_+* ' **“ +*“ N' „Z.'..*U*_NW:_„nen getuhk- .“ " *" „ ' re . ."0 ' . -- . _ ; „ „ __ 210.13".Tßxrrxxiri.?ri§'*.;x'rrrbL.? - “ - “ «= “ “ “““ ““ D WKM1?*""““1?“1§*“11§77“§ZchW*'Z*""TJZ““7** / - . . . . , _. . . . _ , - . - - „„„„„ 328 9-9 „ - . * _ _ _ „ - , - ; ät der König: )en miret it t rer e , icentiat er eo o- bendjaßr noch 111ch_t vollendet hatten, Mit , * “"z“-ck11- „H;,TLU “ „11 ck71“ (,'-2:1,"- 2T koénxx ie und Professor am hiefigen Fr:«“ck-Wilhelms;Gy_mnafium, es bleiben demnach fm“ das chenöaltcr z_1VkschM dcm ; „ „ ä [111-1“. | 9-11. 114 arm. 1 "_ '11-„9111103.Friedr.Gottlob Uhlxmann, :| zum außerordent- Anfangc des 17tcn und dcmEnde des 4:1stcn Jahres „4042040 81.-8c11n111-8911. 1 103% 1022/3 10“*"" [*r-...n... Iz 1111177; - lichen Professor in ZU“ gedqétenKafkultäc ernanxzc ivordFi.S_ . . . . - - „ - . . "'-""" . . . . 103'/ 1023/ komm. ['m-11,1. 1 _ » Der bisherige andgeri )ts; e erendarius „Keinri 0-- Ferner betrug die Llnzahl dchungfiauen und Frauen, 1'r_ 11-151 011 :o 1 ___ 4 „, _ _ _ _ _ _ _ = ;» * “ * ““ . ['r-msc'nä-sww- bb /-: 66 60- am 31 ""'/„s * „ e Qorrens ist auf den Grund der wohlbestandenen dritten ?9111_2[Zfß1192de§ L*)ten bis FUT Vonendung des "1298 ';"18 [(uk111.11111.1'1.1.(7. 4 - 103%; [(111-11.1*1k11n1.110.3's ]()L'/4 » _; Z,)ZZUKJ zum Advokaten jm BEZÜ'k? des Appellation«Gerichts- l'4Tstcltgeße1111a]s;lhdiecje11ix1e11 . 11313001 da's'11ire'Ja.h1' ', * ,' € 7 “'“""'*'5*"'"'"' * ]"31/2 "* I""M'c'“ “"' * _" M', hoses 31-1 Köln bestellt worden. )1cr 9" , ;, ; 11.111. 81.111111-0111- 4 103 /2 103 111-im. «. 111-«13. _ _ " noch nicht vollendet hatten, mit .......... 314,00?! gz„;g„„; „„_ 4 _ _„ __ 5.1.4, 11. „„ 11. __ 93 92 ; nach deren "kb 11 e bleiben für das Lebensalter vom “"M“" "'“" 41 "_ '" (“'“ “' "“""" L"" 2'5 A * z [g.- b.- B 1 „ ])nux. 110. 111'1'11.._ 433/4 *-- Reue Uncateu -- 'N'/4 _. , , , IWW? des 10211 16 zur olcndung des 41sten _) 08"; ___“ xsozelixrka-zae.» 4 111117/ 1112 W;“!"Z'Hor ; 135/11 „.4 Z i' l c U 11 g s ; N a ck 1 [ ck t e "_ „ ........................ „,. - , []", (")- 3- . ß __ zm . „0 1111111- ___ - , :-___-__ ., __ * .. __ _ 1 __ Hierngch_1var'cn unter 1 OJTiUiotiE1111voh11er durch- TKTka-T'F-ivié': "_? _ "__, [111-Y.;?" __ ]; /- 12 A 11 s [ a 11 d. schnittlich solche, die das 101c Lebensjahr über- -----"-'-------Ü---» «-*--*--------*'--»-**-«“ ““ “““«“-““““-“"-"*-""-*»- Rußland und Polen.
Qusrrürtige "ätzen. “11181131'1111111, 15. .11111. Kie116r1. 1711111. §c1111111 551/21" 5"/„ (10, -.
Kray, 11111. 22%. “ 1111111781119", 111. .11111, Tina]. 13. Reue 11111. 223/8. 81". ***/„„.. (11. 1713111111111 11. m., 17. „11111.
0081611“. 5“/„ M01.106"*/4. (1. 49/0 [(UM/2.11. 2'/2"/„ 600. [is. 1“/„ 2551/4. Zr. 11111111-11011011 17415. 1711. ["-11111110 1313196. 1,0088 211 50111*'1. 120'/2.126'/4. 1.003? 7.11 100171263. ['r-015.2, 1'k'11111.-§r11. 655/8. [Z. 1111. 49/«, 5111. 1033/3411. ]'0111. 1.00 003/4.60'/g. 59/0 511111111111. 127/8.123/4. 2'/20/0 111111. 549/„3. 5171,c
11111111111rg, 18. .11111.
8111111-116111-11 1432. 1430. Ing]. Russ. 1085/3. 5"/91'01'1. -. 1]
KLUS 11111. _.
St. Petersburg, 14. Juli. Se. Majestät der Kaiser haben dem Kammer-Junker Grafen Boleslaus Potozki zur An- erkennung der wichtigen Dienste, die derselbe dem öffentlichen Unterricht durch die Begründung mehrerer Schulen geleistet, den Kammerherrn:Schlüssel verliehen.
Im Laufe des Monats Juni alten Styls betrug die Zahl der auf der Eisenbahn zwischen St. Petersburg und Zarskojr- Selo Fahrenden 83,030; die Abtheilung wischen Zarskoje-Selo und Pawlowsk wurde von 321,00“- PerZonen befahren. Die Gesammt-C'innahme des Monats belief sich auf 153,38?) Rubel.
Ein Kasanscher Bürger hat eine neue Art unverbrennbarer und hohler Backsteine erfunden, die fünfmal größer als die ge- wöhnlichen find, und fich durch ihre Wohlfeilheit und Dauer- haftigkeit besonders den Bewohnern des platten Landes als sehr praktisch zeigen. Der Erfinder hat bereits in Kasan eine An- stalt für den Unterricht in seiner Methode angelegt.
Warschau, 17. „Juli. Der Fürst Gorischakoff, General.- Ydjutant Sr. Majestät des Kaisers Nikolaus“ und Chef des Generalstabes der aktiven Armee, isi von hier nach Deutschland
111111: - 11111. 23"
,“]1.
Z"“ .. M l'aris, 14. .11111. 39/0 80. 00. 59/0 Kray. 99. 15. 501
59/«, 1101118 111. 51). 39/9 1'01'111a. «.
8111111. 111311172 'N'/4. 1'1185170 -.
Königliche Schausyiele. Sonnabend, 21. Juli. Jm Schau1pielhause,_ zum ersten; male wiederholt: Adelheid von Burgund, historiiches Trauer,
schl 1" 5 Abth. und einemeorspiele, '?o" C' RaUvach. , ' und der Kaiserlich Oesterreichisch"e Wirkliche Geheimeratk) und SNMMI- 22- ZUÜ- Im Schauspielhause: Die ochz Kammerherr, Fürst Ludwig Jablonowski, nach Teplitz abgereist.
des Figaro, Oper in TAM), mit Tanz, aus dem Franz fische
Musik von Mozart. _ _ _ In Charlottenburg: Dre Leibrente, Schwank m 1 Akt von G. A. v. Malcih. Hierauf: Der Wirrwarr, Pose in
21011), “von Koßcbue.
Königsstädcisches Theater. Sonnabcnd, 21.3110. Aus Bthren: Der Vater -d- chütantin. Posse in 4 Akten, nach ayard, von B. “21.1911 mann. Vorher: Frau oder Schwester? Lustspiel in ] A1 nach dem Französischen, von H. Genipt.
Auch der Kaiserlich Russische Flügel - Adjutant Balaschoff mit seiner Gattin, der Tochter des Fürsten von Warschau, und der junge Fürst Theodor Paskewitsci) haben Warschau verlassen; die beiden Erskeren begaben sich nach St.Petersburg, drr Leß- tere nach dem Auslande. _
Der Fürst Michael Radziwili ist von Karlsbad hier wieder eingetroffen,
Vom 1. „Januar 1.33. ab soll in Polen eine neue Einrich- tung in Beziehung ars Erhebung des Chauffeegeldes ins Leben treten. Es soll künftig Chausseegeld nur auf den Gränz-C'in-- gangspunktrn erhobrn, und der M'ehrbedarf dcr Unterhaltungs- Kosten durch eine Erhöhung des Brief-Porto's, der Gebühren - für Poscscheine und durch Erhöhung der Rauchfangssteuer von allen innerhalb einer Meile von den Chausseen liegenden Grund- iküiken gedeckt werden.
Markt-Preise vom Getraide. Berlin, den 19. Juli 1838. Roggen 1 Riblr. 8 S r., auch [ Riblr, 1"- SZ!
große Gerste 1 Rthlr. 0 Sgr. 3 Ps.; 11 er ] Rtblr. 2 Sgr. 1". 1
auch [ Riblr. Eingegangen sind 23 ispcl 12 Scheffel. Zu Wasscr: Weizen (weißer) “.'. Rthir. 17 Sgr. 6 Pf., auch“_;
Rtblr. 10 Sgr.1111d 2 Rthlr. 2 Sgr. (') Pf.; Roggen [ R1b1r.10 ;
auch ] Rtvlr. 9 Sgr. 5 f.; große Gerste 1 Ridlr. 7 Sgr. 0 _
auch ! Rthlr. 11 Sgr. 3 5 f.; Hafer ] Rthlr., auch 25 Sgr.; E („
sen 1 Rtbir. 17 Sgr. 0 Pf., schlechte Sorte 1R11)lr. 15 Sgr. E
gegangen sind 657 Wisvcl 2 Schcffc1.
Mittwoch, den 18. Juli 1838. Das Schock Stroh 6 Rtblr. 5 Sgr., auch 5 Rthlr. ucr Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 1". Pf., a1_1ch 211 Sar. Branntwern-Preise _ vom 13. bis 19. Juli 1838. Das Faß von 200 Quart, uach Trallcs 54 pCt., 11ach Richter
40 pCt., gcgen baare Zahlung und sofortige Ablieferung. Kork
Branntwein 20 Rthlr.; Kartoffel - Branntwein 20 Rtbln, a
18 Rthlr. *
Zu Lande: Frankreich.
Paris, 10. Juli. Ueber den Empfang des Prinzen von Joiuville zu Brest am ]1ten d. gehen folgende nähere Nach- richten ein: “„An der Hafenkecte wurde der Prinz von dem Maire der Stadt und allen Civil-Behdrden bewillkommt. Zn Erwiederung auf die Anrede, worin des gesunkenen Zustandes der Stadt und der Hoffnung, welche sie auf die Zuneigung Dcr “und die FÜrsprarhe des" Prin en sekze, Erwähnung gethan war,
_ gab derselbe die freundliche usick)erung/ sick) bei seinem König- lichen Vater für „Brest zu verwenden. „Brest ist mein Lieb- lingshafen,“ sagte der Prinz, „ich werde nie vergessen, daß ich „ in Ihrer Stadt meine Schule gemacht und zuerst die Uniform des Seemannes angelegt habe.“ In ähnlicher Weise erwie- derte derselbe die Anrede des Präfekten und des Kommandan- ten der National-Gardr, Herrn Lacrosse, welcher zugleich De- putirter von „Brest ist. Ein Diner beim See-Präfekten und. “ ein Feuerwerk beschloß den Tag. Am Vormittgge harte sich der Prinz, in Begleitung seines Adjutanten, Capitain Her- noux, und mehrerer anderer Personen, an Bord des „Orion“ begeben, Welches Fahrzeug für 'die Uebungen der SeexKadettcn be- stimmt ist. Er inspizirte die Eleven, kommandirte mehrere Ma-
Iu Vcrtrelung des Redaclcurs: Weasel.
„___.-
chruckt bei A. W. Hay1._
. -, .. „...-...... „.-.. ,...-. . ...... --.,..._.... ._.... «__-„..“-
Alliiemieiüer
Bekanntmachungen.
MarieUWcrdcr, den 30. Januar 18.71».
Bek
Rath Joseph von Kruszvnski ehörig, ol] 111 111111111111 fordert, die um 11 Uhr,
verkauft werden.
schaftliche Taxei n b d RZislratur ct'nzußehel11.st cm
die Casimira von Mlocka und der Graf
Andreas von SWMWM- Ya ihr Aufenthalt unbekannt noci) Ersaß der Z 11
ist. hierdurch vorgeladen. “.““ _ .
rechtigt sind , so
Allr diejenigen, welclie an den Nachlaß der am 19. Okiobcr 18:14 Civil:SenatdesKönig!.OberEanchgci-ichis. drs Handarbeitcrs Nicolaus Hilgermann, Marie Ger-
Das im Thorner Kreise belcgcnc Rittergut Nawra 1r11ud,„11cbornrn Schulze, als Erben odcr Erbnehmcr Nr. 25 (friiher Nr. 103), dem vormals c11 Präfektur: Ansprr1chc_zuyabcnvcrmeinen, werden hierdurch aufge-
c bn1ncn0Monaten und spätestens in tarmim. den12.Sep1emberdiescs* abres,Vormittags dc1112.§.11ovcmbcr d. J., Vormitta s11uhr,
_ ' _ vor dem Hrrrn Ober-Landesgerichts:2111z m nothwendiger Subhasiation an der Gerichtssicllc dem unter c1ch11cten Königl. Land: und Stadtgerichte
ypothekeuschcinc in dcr laß präcludirt und, derselbe dem Kdni [. Fiskus zu c; _ - sprochen werden wxrd, was zur Folge Kat, daß die :ck) 11 dem anberaumten Termine werden zugleich die erst später mcldenden Erben asle Handlungen und Dis- mee Rosalie von Mlocka, geborne von Kruszvnsw, positionen dcs FiSkus anerkennen und übernehmen Friedrich müssen und von demselben-weder Rechnungslegung ehobenen Nußungen zu fordern be- ern fich 1ed1g11ch_ mit dern, was als- dann noch von der Erbschaft übrig ist, begnügen müssen.
Anzeiger für die'Preußischen Staaten. . 1151112111101? (1111111111.er
anntmachung.
11 Werben verstorbenen Witlwe vorgeschlagen.
„Seehausen i. d. A., den 5. Januar 1838. _ Konigl. Preuß. Land: und Stadtgericht.
növers und schien sich hier so gut zu gefallen, daß man ihn gegen Mittag an die Nothwendigkcit erinnern umme, die Stadt Brest und deren Behörden nicht länger warten zu lassen. Die “nfache Lcutseligkeic und Treuherzigkeit in dem Benehmen des Prinzen gewinnt ihm alle erzen. Er bemerkte scherzend, es sey sein Beruf, fich der tadt und des" Hafens von Brest überall und gegen Jedermann anzunehmen, auf der ganzen NSU"? am Bord des „HSL'kUUs“ habe er nebsk den Herren Las- cases UUd Fabvre gegen die übrigen Offiziere, die sämmtlicl)
Literarische Anzeigen.
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nsprüchrn an diesen Nach:
In Sachen betreffend) das chitwcscn dcs hiefigcu essor Siecke ?aufmanns "!!?, Gastwdirths ._K'lortum wirld hicrmidi 711; 'crmm um cru er iti en.inru11 1ce . . .. _ .,._ _ _ _ schriftlich o crycrsönlichanZilizeigen und zu bescheinigen, Debitwcs§ns auf s ck g ck H g 8 ““OK““ 57“ MUMM“ “195 “"'"IÖ- "'" ZUM" Die auf 70-2-2 Thlr. 27 Er. abschließende land- widrigrnsalls fie mit ihren den 13, Angus d. J„ Morgens 10 Uhr- * hicrsclbii 111 0111111 vor Gericht angcseßt, wozu alle 31?) präYtZirtle Gläullzi er des ide. Koxnzntdu11§tj§rchdcm e 16na trie vor ca en wer en, a ie i ter; _ _ _ [„ scheinenden als in de?1Beschluß der erscheinenden Kre: 1)“ ""'"kIÜ'V '"" 6 009981119119" [WSW 3 M ditoreu consentircnd werden erachtet werden. 011111111 Gützkow, den 2. Juli 1838. Bürgermeister und Rath. Fabriz.
vvn Toulon waren, manchen Strauß auszufechteu gehabt, und es sey sein Vorsatz, in Paris das Gleiche zu-thun. - Die Marine-Offiziere sämmtlicher Grade Kaden sic!) vereinigt, dem Prinzenxder jüngst zum Korvetten; apitain befördert worden, die Lpauletten zu verehren; sie wurden ihm kurz vor seiner Ankunft überreicht und er trug sie bei seinem Einzuge in die Stadt.“
In" dem La er bei Luneviile wird unter dem Herzoge von Nemours der bersr-Lier.tenant Perrot als Generalftabschcf sungiren. Die vier Kavallerie-Brigaden, irdc cms & Schum- dronen, Und War die rri'i'e aus Lanrirrs, dir zweier «111€; Dm
1111" 111111112111,0115111111011111111111111. (311111118111 "111 72k11111111111ß 11111, 1111111211 1491211111 1161111135951111911 70" [)1'. ]*'. 14. 11. _.4111111011,
110111111111, Ritter 1108 "1“116118 für 1161111011511 1111117111119; «12181- 011311611118211 111111 111-1111211115011" 6688113011811?" Mid 1112118 EU;. str.
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gonern, die dritte und vierte aus Kürassiren bcsirhend, werden Lotrihlden Generalen Boyer, Castelbajac, Desair und Guster e e igt.
Die Equipagen des Prinzen Ioinville sind [)21118 früh in Paris eingetroffen. Der Prinz ielbst wird gegen ?idrnd er- Wartet.
Der DNarschali Soult ist durch seine Gesandtschaft umi) England und die ihm dort zu Theil gewordene, mehr als ehrenvolle Aufnahme wieder zu einer großen politischen Wick)- tigkeit gelangt, und sein bevorstehender Eintritt in das Ministe- rium wird zum Gegenstande täglicher Gespräche und Vermu- thungen. JNan hält für so gut als gewiß, daß das Ministerium nicht in seiner gegenwärtigen GYM vor die Kammer treten kann, wenn diese im nächsten ezember zusammen berufen wird. Die Schwierigkeiten jedoch , welche sich im vorigen Jahre dem Eintritt des Marschalls in das Kabinec entgegen- srizten, dürften auch heute noch nicht ganz beseitigt seyn.
ONan geht ernstlich damit um, die Königliche Kapelle wieder herzustellen, und zwar, wie es heißt, auf za lreicherem Fuß, als unter der Restauration. So sehr es in i'1cksicht auf die Kunst zu wünschen wäre, daß dieser Plan zu Stande käme, so schrecken doch die Kosten zurink, da die Civillifte zu sehr belastet ist, um diese neue sehr bedeutende Ausgabe allein zu tragen, und die Kammer sich schwerlich zu Bewilligungen für diesen Zweck verstehen wird.
Herr Armand Laity soll die Vergünstigung erhalten haben, seine fünfjährige Haft in Paris abzusißen.
Vor der 7ten Kammer des Zucht-Polizeigcricbtes, unter Vorsitz des Herrn Perrot de Chezelles, erschien gestern zuerst Herr Thomasfin, der Drucker der Laityschen Broschüre, unter der Anklage, nur 5000 Exemplare angegeben und 10,000 abge- zogen zu haben. Da jedoch die Vorschrift, wonach der Buch- drucker die Anzahl der abzuziehenden Exemplare im voraus an- geben soll, nicht in dem Gesetze vom 21. Oktober 1814, auf welches die Anklage sich berief, sondern nur in einer diesem Gesetz angehängten Ordonnan vom 21. Oktober 1818 enthal- ten ist, so ging Herr Thomasszin frei aus. Nach ihm erschien Herr Raymond Coste, der Geschäftsführer des „Temps“. Die- ses Blatt hatte bekanntlich in seiner Nummer vom 10. Juli einiges Nähere über die Tages vorher in geheimer Sitzung des Pairshofes stattgefundenen Debatten mitgetheilt und meh- rere Pairs namhaft gemacht, welche sich gegen die Kompetenz des Hofes in der vorliegenden Sache ausgesprochen hätten, wodurch es sich eine Uebertretung des 10ten Artikels in dem Prrß-Geseez vom 9. September 18:55 hat zu Schulden kommen las- sen. Der Königl. Anwalt, Herr Meynard de Franc, führte die Anklage, Herr Philipp Dupin die VertheidigunY" Das Requisitorium war durchaus in den Schranken der ? aßigung gehalten. Sein wesentlicher Inhalt war folgender: „Dem Ge- seZe muß, weil es Gesetz ist, Gehorsam geleistet werden, wenn es“ am!) die Spuren der Zeit und der Umstände an sich trägt, unter welchen es zu Statzde gekommen ist. Die September-Gr- setze bestehen in voller Wirksamkeit; sie verordnen, daß kein Journal von den geheimen Berathungixn eines" Tribunalé oder Gerichtshofes Bericht erstatten soll. Wo der Richter mit sei- nem Gewissen zu Raths geht, darf und soli dir Publizität sick) nicbt eindrängen. Er hat von seiner Entscheidung Niemandem Rechenschaft zu geben, sich keiner Kontrolle zu unterwerfen, am wenigsten der des Publikums. Dürftrn die Journalerrzählen, was bei verschlossenen Thüren vorgeht, so wäre beser, man ließe die Thüreu offen. Wo das Gesekz einmal die Oeffentlich- keit ausschließt, da soll sie auch auszieschlossen bleiben. Diese Grundsäße sind einleuchrend; sie sind 17135 von dem Berichtrr- starter über das Preß - Gesetz, Herrn Sauzer, ausgestellt und von Niemand „___bis aus den heutigen Tag bestritten worden.“ Darauf verlas Herr Meynard dr. Franc den inkriminirteri Ar: tikel und trag Verurtheilung an. Herr Pk). Dupin _wraci) zuerst von den eptembcr-Geserzen. „Was wahr ist,_ 1111111 man sagen. Die Männer, welche als ;))-.*inifter jene Geirße forder- ten und durchsrßten, smd glücklick) genug und klug genug ge- wesen, sci) ihrer nicht zu bedienen. Sie drohten nur mit der Waffe, fie schlugen nicht zu. Wie andrrs jeßt! ,Die politischen Leidenschaften sind erloschen, die Aufregung hat sich gelegt, wir Hoffen ruhige Tage, wir haben ein Ministerium, das siri) nach der Amnestie, nach der Versöhnung benennt. Ja, 10 lange die Vertreter des Landes beisammen waren, da hör- ten wir lauter freundliche und friedliche Worte; kaum haden _sie den Rücken gekehrt, so Rigt man ixus, wie _es gemrmt iir. Die sich beugtrn, wie ein ohr im Wende, die richtrn sich nun, da es windstill geworden, streng in die Höhe; str smd Maniies genug, die Waffe der September-(sy'eseize zu schwingen, 111 emrr „Woche zwei Prozesse zu liefern; ße__getrauen ßch, die Theorie der EinsYcerrung auf die Praxis zu üöertragen. INrrne Herren! as Journal, welches heutr vor Jhneiz belangt ivird, hat sich der Monarchie und Dynastie das_Iulis, dem Gesetz und der Ordnung unwandclbar Freu bewiesen; es hatte Ver- trauen in das gegenwärtige Ministeriumgrsckzx; es war miret: den wenigen Freunden, welche dieses Ministerium zählte, viel- leicht der nühlich|e, Weil der freimüthtgste. Wrr___hätte nun geglaubt, daß gerade diesem Ioiirtxal der erste Angry] zugedacht seyn sollte? Wiederholtsich hier dte_ Erfahrung, daß em Freund, der sich mißbilli end abwendet, verhaßter wrrd, als der erklärteFemd? "Will man nderen den Abfall verleiden? Odersoll die nichtfro1miie Presse durch das Beispiel, wie man auch den Frommen züchtigr, desto wirksamer und nachdrücklicher gewarntwerden?“ Auf die Sache selbst eingehend, bemerkt Herr Dupin: „Laut Art. 1 und 0 des Straf-Gesetzbuches :| em Vergehen (011111) diejenige gesetzwidrige Handlung, woraus Gefätrgniß- und. Geldstrafe
scchc. Demnach wäre, was meinem Klienten Schuld ge eben wird, ein Preßvergchen, und gehörte laut Art. 119 der harte vor die Jury. Die September-Gesetz ebung ändert die Na- men, um die Iurißdiction zu ändern. as früher ein Verge- 11:3" iiicß, wird! zum" Attentat oder zur Comrar-ention grsiem-
;“ wider : im Temps" ein Auszu
mer oder vor das Polizeigericht bringen kann; die Jury wird umgangen.“ Der Redner bemüht fich ferner zu beweisen, daß der_Temps von den Berathungen des PairShofes gar nichts brrichier hahe. „Lille Zeitungen haben den Prozeß besprochen, die 1n1m|_er1ellen mcht minder ausführlich als die Übrigen. Alle Welt wußte, daß in der geheimen Sißung die Kompetenz- Frage zur Sprache kommen würde: die Gründe für und wurden in allen Zeitungen erörtert. Steht etwa _ aus den Berathungen der geheimen Sitzung zu lesen? Die amen der Mitglieder, welche gesprochen, und was ein Jeder vorgetragen habe? Nein, es heißt ganz allgemein: Der KanYer, Herr Pasquier, habe durch seine Beredtsamreit großen 5:indruck auf seine Herren Kollegen her-
' vorgebracht; auf der anderen Seite hätten die Herren Ville-
main, Cousin, Pelet u. A. m. ihre Gründe mit Talent, Rack)- druck und Freimüthigkeir dargelegt. J| damit dem Pairshof zu nahe getreten? Der Temps argumentirt über den vorlie- genden Fall, wie Zeder argumentiren kann, der die Gesetze kennt und das Requisitorium gelesen hat. Der „Temps“ sagt ferner seinen Lesern: „„Was wir hier geben, ist durchaus un- vollstäindig, auf Gerüchten beruhend, urizuverläsfig.““ Und das soll em 6111111110 19111111 heißen?“ Endlich behaupxet Herr Dupin, der WU Artikel des Gesetzes vom 9. September 1835 finde auf den Pairshof keine Anwendung. „Der Pairshof ist kein stän- diges Gericht; er hat nichts mit anderen Tribunalen gemein. Die richterliche Eigenschaft isi in ihm keine permanente; sie wird für jeden besonderen Fall durch einen besonderen Regierungs- Akt auf ihn übertragen. Nicht der Rechtssall kraft seiner Art und Beschaffenheit nimmt die IuriSdiction dcs Pairshofes in Anspruch, sondern von dem Ermessen der Regierung hängcesab, ob die Pairs-Kammer, der geseßgebendeKdrper, sich fiir den qualifizir ten Fall zum Gerichtshof konstituiren soll. Auch die Prozedur der Pairs-Kammer ist ganz eigener Art, durch kein Gyseß bc- srimmt; sie instruirt, ste entscheidet über ihreeigene Kompetenz; sic vereinigt dieBefugnisse des Geschwornen und des Richters. Jstrizxr solche Gerichtsstätte mit den ordentlichen Tribunalen und Gerichts“- höfen auf eine Linie zu ellen? Kann sie im Geseße neben diesen ge- meint seyn ?“ Zum chluß errinnert Herr Dapin an frühere Zeiten: „Unter der Restauration nahm man es nicht so streng wie heute. Die Sißungen der Pairs-Kammer waren damals geheim, und auf Verlangen von fünf Mitgliedern mußte fich auch die Deputirten-Kammer in ein geheimes Comité verwan- deln. Dennoch theilten alle Journale die Verhandlungen der Pairs-Kammer mit und ein gegenwärtiger Minister versorgte damals den Courrier francais mir so genauen Notizen, daß ein Pair sie im Scherz dcm Protokollisien der Kammer zum Muster empfahl.“ Der Königl. Anwalt replizirte, der Verthei-
1'»e1.', damit 111.111 rs, je naeh Gutbrsindrn, vor die Pairs-Nanr- .
diger behielt das letzes Wort und das Gericht verurtheilte Herrn Coxieftzu 1 Monat Haft, 500 Fr. Geldstrafe und in die PW eß 0 en.
z Nack)r1"chten aus Bona vom 2. Juli melden, daß der Mi“ litair-Jntrndant de Lassalle, welcher sämmtliche in Afrika br- findliiiyrn Truppen-Corps zu inspi iren beauftragt ist, am 22. Juni seine Reise von dort nach onskantine in Begleitung ei- nes ansehnlichen Wagenzu es und einer Eskorte von zwei Schwadronen des dritten Zhasseur-Regimems angetreten hat. Die umwohnenden Stämme stehen mit den Franzosen in gutem Vernehmen, und der Markt ist, zu Bona sowohl, als auf der Linie von Bona nach Konstantine, hinlänglich versorgt. Die Aerndte hat begonnen und verspricht ausreichende Vorräthe für den Winter. Die regulairen Spahi's sollen in den ersten Tagen des Juli, unter den Befehlen ihres Eskadrons-Chef Mirbeck , in welchen der Marschall Valse großes Vertrauen seßt, eincn Streifzug 11ach drm Innrrn antreten, und bis an die Gränze von Tunis vorrürkrn, weil Nachrichten eingelaufen sind, daß Arhmet Bei) sich in jener Gegend habe sehen lassen. Die Freunde der FranÉsen sollen durch diese Excursionen er- muthigt, und mit den tamm-Häuptern soll Abrede getroffen werden, den vereinzelter: Ueberfällen, Raub; und Mordthaten zu ikéaern, welchen die Franzosen noch hin und wieder von Seiten der Eingebornen ausgeseßtsind. Man wußte zu Konstantine, daß Abdel- Kader mitseiner Expedition nach dem Süden gescheitertwar, und es hatte fich sogar ein Gerücht von seinem Tode verbreitet. -,- Aus Algier hat das Dampfboot „le Phare“ Nachrichten vom 7. Juli mitgebracht. General Rapatel, der seiner zerrütteten Ge- sundheit halber nach Frankreich zurückkehren wollte , befand fich zur Zeit da das Dampfboot abging, besser, und blieb zurück. Die Unicherheit des Friedens mit Abdel-Kader mag zu diesern Entschluss beigetragen haben. Bei den im Westen drohenden Feindseligkeiten wird es um so mehr bedauert, daß General Ne rier sein eben so klug als energisch geführtes Kommando in .Konscanrine niederlegt; er wird auf diesem Posten schwer zu erseßen seyn.
Dem Toulonnais ist ein Schreiben aus Konstantine vom 18. Juni zugegangen, worin von dem Abgange des Gene- rals Negrier als von einem Gegenstande der Befürchtung die Rede ist. Daneben wird über das Prodisorium geklagr, d_essen_ man herzlich müde scy. „Die Araber“, heißt es, „_werden mcht eher ein rechtes VertraUen u uns fassen und fich entschieden zu uns_hal„ ten, bis ste überzeugt !an, daß wir für heftändtg_rm Lande kleiden. Auch den Eifer unserer Truppen lähmt die Urigervtßheit; fie arbeiten an der Straße nach Stora, aber ficarbxiten nicht mit rechterLu|; sie befürchten, es möchte ier geheti wee zu Tremezen und an der Tasna, wo fie beim bug_e mit großer Anstrengung zerstörter: mußten, was sie mit uns glrcher Mühe gcbau_t hattezi. Uebkb qcns befinden wir uns im riefsten Frieden; die mobile Koiotrne ist seit mehreren Wochen nicht auSgerüokc; die Schecks, d1e11ch uns unterworfen haben, bleiben uns treu, und viele andere ha- ben erklärt, daß sie Friede und Freundschaft mit uns halten wollen. Hätten wir nicht den Sohn des Ben-A'issa zu Kop-
stantine, dessen Anwesenheit eine gewisse Aufregung unter de“: . Bevölkerung hervorbringt, wir dürxten alles Gebiet von Stora ;' bis „*.*1 den Saum der Wüste als ,reundrSland ansehrn.
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