die bei ihrer Entfernung in das" Spital ihr Eigcnthum unter drm Schutze der Ortsobrigkcit zurücklassen mußten, können sol- .*;cz nicbt ivicder zurüikerhaiten.
Neapel, 12. Juli. Das offizielle “Journal vom 7. Juli ;*1.1c1)t die Namen der hiesigen '))kaler bekannt, die in Folge W- KunstaussjeUung von 182,57 goldene odcr silberne Medaillen crhiclcen. Dasselbe nennt zu gleicher Zeit unter den DeutschenKünst- xern, die fich durch ihre Produkte rühmlichsc ausgezeichnet, aber auf jeden Preis Verzicht geleistet haben, die Herren Gößloff, Ferdinand Flor, Theodor Witteng und Rudolf Freitag.
S p a n i e n.
Madrid, 11. Juli. Die hier entdeckte Karlißisckw Vcr- sch1vörung soll den Zweck gehabt haben, in den der Haupt- stadt benachbarten Dörfern Karlistische Guerillas „zn organistrcn.
Die Cortes sollen, wie es heißt, am löten gcscbloffcn wer- den. man weiß jedoch nicht, ob durch die Königin in “])crson odcr durch den Präsidenten.
Dcr Mundo enthält Über den durch die Ereignissc in La (“raum bekannten Sergeanten Garcia Nachstehcndes: „Higi- 11.11) Garcia zog sich von Madrid nach seinem Geburtsortc qullar, in der Provinz Segovia, zurück, wo er mit Pistolen und Dolch die bskannte Constitution predigte. Dic fi'icdlichen Bewohner dieses Ortes" wollten endlich die von ]cncm Men- schen verülxten Excesse nicht länger dulden und zeigten cs dem Gcncral-Capiiain an, der ihn auch sogleich nach Valladolidid abführen ließ, von wo er zur Zeit des" Cinfalls von Zariategui mit anderen Gefangenen nach Zamora gebracht wurde; da er vier die Soldaten gegen ihre Anführer aufzurcizcn suchte, so wurde er nach dem Schlosse San Antonio in Corusia, nach einigen Monaten aber wieder nach Zamora zur:'ickgesa11dc.“
Spanische Gränze. Man sck)reibt aus dem Navar- resischen: „Espartero hat mit seiner Armee, die aus 25,000 “))?ann Infanterie und Kavallerie und einer furchtbaren Artil- lerie bestand, nicht gewagt, Estella anzugreifen, sondern hat, von den Karlistischen Guerillas verfolgt, den Weg nach Logroöo eingeschlagen. Dieser Rückzug, dei“ so gut ist, wie eine Nieder; [age, hat einen sehr üblen Eindruck auf die der Königin crge: bene Bevölkerung gemacht, und man bctrachtet das Unternehmen Muüa orri's als verloren. Dagegen sind die Karlisken voll EnthuFiasmus und erwarten eine neue Expedition in das In- nere. Ihr Sold wird ihnenregelmäßig aUSgczahlt, und es fehlt ihnen überhaupt nicht an Geld.“
Türkei.
Konstantinopel, 27. Juni. ("Morning Chronicle.) Die Zahl der Schiffe des von hier auslaufenden Geschwaders beläuft sich auf 18, unter denen 6 Linienschiffe. Sie sollen an; _qcblici) nur einen Kreuzzu unternehmen, aber die große Menge von Waffen und Kriegs; orräthen, welche einige dieser Schiffe an Bord genommen haben, läßt wohl vermuthen, daß sie we- nigstens nach der Syrischen Küste zu segeln und der Armee des Hafuz-Pascha jene Vorräthe zu überbringen bestimmt sind. Ob abcr, ungeachtet der Sultan das Gegentheil versichert, nicht dennoch der Kapudan-Pascha geheime Instructionen erhalten hat, muß die Zeit lehren. Daß ein neuer Plan im Werke ist, ;.;chi daraus hervor, daß man nicht, wie es früher beabsichtigt wurde, Hassan-Pascha's Ankunft abgewartet, sondern Achmed- Pascha das Kommando der Flotte übertragen hat.
Die lcßten Nachrichten aus Cirkassien lauten nicht gün- stig für die Bewohner dieses Landes. Die Russen sind gelan- drt und haben an der Abasi'schcn Küste zwei neue Forts angelegt. .Diese von den Muffen erlangten Vortheile crsirecken fiel) jedoch nm“ auf die Küste und scheinen wenig Eindruck auf die Berg- Hewohner zu machen. Auf eine 'von dem Russischen General crlassene Proclamation, worin er Bedingungen zu einem Was; fcnstillstande vorschlägt, crwiederten die Tscherkessen, daß wohl von den Bedingungen eines Uebcrcinkotmnens nicht eher die Rede seyn könne, bis man wiffc, ob sie überhaupt zu einem solchen geneigt seycn. Es sei) dem General allerdings gelungen, einige ihrer Häfen in Besitz zu nehmen, allein sie hätten dercn noc!) fünfundzwanzig, und wenn auch diese genommen seyen, aber nicht eher, wäre es Zeit, sie äzur Niederlegung der Waffen aufzufordern. Da indcß diese H fen ihrer Lage nach nicht so leicht zu nehmen wären, so schiene ihnen jener Vorschlag schr 1111 eiti .
z TZhir Pascha, Welcher so lange Zeit in Ungnade wax“, ist Wieder zum Sultan berufen und es ist ihm gesattet worden, dcn Saum des Großberrlfchcn Gewandes zu küssen. Dies hat aöermals zu Gerüchtcn von Veränderungen im Kabinet Anlaß gkgeben, die indeß wohl ungegründet sind. Neue Verhältnisse xriacheiiiiideß neue Männer ndthig, und unter den jetzigen Um- ständen wäre Tahir Pascha wohl einer von denen, die wichtige Dienste leisten könnten.
Vereinigte Staaten von Nord-An'icrika.
Die Morning Chronicle enthält folgendes“ Schreiben ans Philadelphia vom 28. Juni: „Die Briefe und Zeitun- gon von der Gränze und aus Kanada sind noch immer voll von „Krieg und Kriegs-Gerüchten, Alles „aus den besten Quellen“ geschöpft, aber regelmäßig am nächsten Tage widerrufen. So las man vor weni en Tagen von einem Gefecht, das bei den Short-Hills in ber-Kanada stattgefunden habe und in dem 12 oder 14 Lanciers geblieben seyn sollten. Jeht ergiebt sich, das; es nichts als eine gewöhnliche Wirthshaus-Sch1ägerei ge- wesen ist, wobei Niemand getddtet und nur Einer leicht ver- wundet wurde. Ein anderer Vorfall ift indeß wahr; es über-
,_ ""'Bv-"ö
fiel m_lich xm zahlicicker Haufe Insurgenten ein Haus, in welchem eini e Lancicrs schliefen, entwaffnete dieselben, raubte Zum ihre . leider, plünderte das Haus und zündete es an.
ie können versichert seyn, das, 'in solcher Zustand der Dinge nicht lange me r dauern kann da die ganze obere Provinz mit Truppen ange üllt ist. Die Wahrheit ist, daß die sogenannten *Katrioten in der letzten Zeit von den Behörden der Vereinigten “taaten so verfolgt worden, daß sie bei Nacht in kieincn Haufen über den Lorcnzo-Strom gegangen find, und diese bil- den das bald zu 300, bald zu 900 Mann angegebene Corps, welches fich jetzt in den Sümpfen und Wäldern, etWa 15 Eng- lische Meilen von den Niagara-Fällen, aufhält. Zn Buffalo hat es große Unruhe verursacht, daß die Krieger der Seneka- Indianer, welche in den Vereinigten Staaten leben, mit Geld und Büchsen versehen, durch jene Stadt gekommen sind, um, wie sie sagen, sich nach Grand-Island zu einer großen Jagd: partie zu begeben. Einige wollen wissen, fie seven von den Britischen Behörden angeworben, Andere dagegen behaupten, und dies ist das Wahrscheinlichere, daß sie von den Patrioten bezahlt würden, um die Britischen Truppen zu bekämpfen. -Es ist dies ein unredliches Verfahren, denn diese Indianer jmd gewissermaßen Bürger der Republik, und die Patrioten werden längs der ganzen Gränze mehr als“ unpopulaii' werden, wenn fie die wilden Leidenschaften der Indianer aufrei en, um ihren eigenen oder irgend einen anderen Streit auszu echten. Es ist ein furchtbares Auskunftsmittel.“
Inland.
Köln, 21.300. (Köln. Ztg.)- Bekanntmachung.- „Se.Majestäc der König haben mittelst Allerhöchster Kabinets- ocdre vom 13. Juni 6. J. mit ausdrücklichem Vorbehalt aller Rechte, welche dem Metropolitan-Domkapitel zu Köln gesetzlich und erkömmlicl) ziJehen, zu gestatten geruhx, daß der bishe- rige omkapitular- erweser des Erzbis'thums Kdln,Domdechgnc [):-. Huisgen, fernerhin unter der BenennunBund Unterzeich- nung cines erzbischöflichen Generalvikars die idcesan-Verivgl- tung selbstständig fortführc. Der Herr Domdechant 111-. Hurs- gen hat demnach die Verwaltung der Erzdiöcese in der vorbe- eichneeen Weise übernommen, und bleibt, nach fernerer Vor- ?chrift der angeführten Allerhöchstcn Kabinetsordre, jeder amt- liche Verkehr mit dem Herrn Erzbischof Freiherrn vonsDroste- Vischering untersagt. (Conscmtm' ['t-])]jt'amlum vom ];). Nov. 1837.) - Zn Verfol meiner Bekanntmachung vom 29. Nov. 6. Z. bringe ich orste endes zur öffentlichen Kunde. _- Koblenz, den 14. Juli 18" 8. Der Ober-Präsident dcr Rhem- provinz. Bodelschwin h.“ _ . .
Königsberg, 23. uli. Gestern Abend ist Se. Königl. Hohefit der Prinz August in erwünschtem Wohlseyn hier em-
etro en. g M agdeburg, 26. Juli. Heute Vormittag _gegen 11 Uhr ist Se. Excellenz der Königl. Preußische Wirkliche Geheime Staats-Minister, Herr von Klewiz, hierselbst nach kurzem Krankentager verstorben.
- - Kottbus, 24. Juli. - Wollmarkt. __Auf die- sem am 20. und 21. Juli abgehaltenen waren 331 Ctr.*_993/4 qund Wolle auf dem Plaße , welche größtentheils zu 0» bis _5 Rthlr. der Ctr. abgeseßc wurden. _
Koblenz, 22. Juli. (Rhein; u. OJZoseleettutig.) 7- .Briefe der Professoren des Seminars in Trier in der Hermesischen Angelegenheit.
. An den Rdmischen Stuhl: „Heilig ker Vater! _ .
Seit jener ?Zeit, heiligfter Vater, in ivelcher Du die Yü- cher des Hermes verworfen hast, sind wir z1var_bereit_gewe1en, uns als Öeine wahren Söhne zu zeigen, näm1ich Deinem Ur- theilc beizustimmen und Deinen Befehlen zu_willfak)ren. Doch, weil der heilige apostolische Stuhi den beißen Schülern dis
ermes, den Professoren Braun und Elvemch, gej'taitcte, dic Zermesische Lehre näher auseinandcrzuselzen, hielten 1th es für unsere Pflicht, zu schwei en, bis jene Männer ihrer Pflicht Ge,- nüge geleistet hätten. «1 wir aber vernommen haben,]ene Professoren seyen, nachdem sie die betreffende Lebre_aitseitiat)- dcrgesekzt, von Rom abgereist, beei1en wir uns, obgleiéh ivir bis zur Stunde noch nicht gehört haben, was sie ausgerichtet, zu erklären: daß wir Deinem Urtheilc in dieser Sache einfach, ohne irgend eine Bedingung und fern von jedem Scheine eines ge- hcimen Vorbehalces beipflichten.
Wir küssen Deine Füße, heiliÉsker Vater, und bitten Dich,
Du mögest uns den apostolischen
TLM ekstheilen. Deiner ,
eiligkeit gehorsamste Söhne. ( Folgen die Unterschriften.) “Trier im Bischöflichen Seminar den 8. Juni 1838.“ 11. An den Herrn Bisthums-Verweser:
„Hochwürdigsker cZeri“ Bischof und Diözesan-Verwalter!
Am achten dieses onats, Hochwürdigster Herr, über a- bcn wir Dir unterthänigft ein Schreiben an den heiligen a- ter, in welchem wir erklärten, daß wir dem Urtheile des h. apo- stolischen “Stuhles in der Hermesischen AngelegenZeit beistimm- ten. Da wir aber unterdessen in öffentlichen Bl ttern gelesen Laden, der h. Vater verlange, daß die Schüler des Hermes olgende Unterwerfungs- ormel unterschreiben sollten: „ste woll- ten sich mit schuldigem eZvrsam dem Urtheile des h. Stuh- les, durch welches die S riften des Hermes verworfen sind, mit erzen und Willen unterwerfen, daSjenige verweisend, was vom "ruhte Petri verwvrfen sey, und „daß fie Nichts thun wollten , wodurch sie vozi jenem zuverlässigen Wege der Wahr-
hell abweichen würden“; so unterschreiben wir auch in dergxz ten Bereitwilligkcit diese Formel mit aufrichtigem Herden " ohne irgend einen Yheimen Vorbehalt, weil Wir in dieser [Y gelegenheit Nichts" nderes bezwecken, als dem heiligen Vklei Genüge zu leisten, unsere Rechtgläubi keit, unsere Ehrfurcht unseren Gehorsam gegen den apostoli chen Stuhl nicht allein- Worten sondern auch durch die That zu beurkunden. ') bitten ich also, H. H., unterthänigst, daß Du auch diese „" sere Erklärung zum h. Vater befördern mögesk. '
Des Hochwürdigsien Herrn Bischofs und DidzesamV, We ers
s unterthänigste Diener,
Trier im Seminar, den 12. Juni 1838.“
Bromber , 23. Juli. - Vermischte Nachricht“! -- Die den hits:;gen Regierungs-Bezirk im vergangenen Monaé betreffenden Nachrichten Über die günstigen Folgen der sm“, baren Witterung lauten nur insofern von den in Nr. “204 di- ser Zeitung aus dem Re ierungs-Bezirk Posen gegebenen „w„ abweichend, als dieser echsel danach dort-für den Weizen 11 ' spät eingetreten ist, der, mit seltenen Ausnahmen, durch schlecht sieht und nur geringen Gewinn gewähren wird. Au der Obstbaum' giebt wenig Aussicht, insbesondere ist in den Niederungen der größere Theil der Pfiaumenbäume durch die Strenge des Winters ganz verloren gegangen. Durch Feuers: - brünsie sind im Juni wieder einige 89 Gebäude eingez, “ schert worden. Der Brand in Trzeciewnice, Kreis Wirf _ durch den 11 Bauernhöfe, das herrschaftliche Vorwerk un die Schule zu Grunde gingen, war von dem 131811)ij Sohn eines dortigen Einwohners angestiftet. Zn Mam chen Gegenden, wie im Mogilnoer Kreise, haben, we „. Nkangels an Saat-Getraide und Krastlosigkeit des Betriebs-ÄA hes, große Theile des" Somtnerfeldes einiger Vorwerke und Döh- fer unbesiellt bleiben müssen. Zu Natural-Vorschüssen an Brod- korn sind, außer den bereits früher der Regierung überwiesen 5000 Scheffeln (Staats-Zeitun Nr. 164) noch andere 311? Scheffel Brodroggen aus den romberger Militair-Magazin zur* Verfügung gestellt worden. Die Gecraide-Preise sind seie dem Mai bedeutend gestiegen. Der Verkehr mit Holz auf dem Bromberger Kanal war bedeutend. In den Forsten ist in Fd! des vorjährigen Raupenfraßes und des harten Winters das em- nadelte Holz auf mehr als 8000 Morgen im Abstxrben begrif- fen und es wird schwer seyn, für den dadurch ndcth gemachten außerordentlichen Holzschlag Abnehmer zu finden. on dem im Regierungs-Bezirk verfertigten Tuch und Boy isi letztererganz, ersteres nur zur geringeren Hälfte abgesetzt.
Berichtigung. Unter den Prediger : Ernennungen des Regierungs-Bezirks Stralsund in Nr. 196 ist statt: „Kandi- dat Schmidt aus Königsberg“ zu setzen: „der Rektor Sök- borg“, und statt: Bahll „zum Pastor“ zu St. Marien,iß „zum Diakonus“ zu lesen.
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Uarliuej' ßörso. [)en 27.511" 1838.
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Kuswärtigs Zörsou. ÜlU-Kk-Skslam. 22.41111- 1521911911n'ir111.56111111155'3/„6. 5"/„c10- 102'/_.- [(and-131112571. PLM“, 441111. 22. , zu!;«inpsn, 21. .Mi]. Neue an]. 22. _ k'kankfurt. 11. M., "24. .)!111.
09.810". 5"/„ 11161. 1063/3. (1. _ 4"/„ 101. Lk. 21/29/9 60311. 1"/„ 25"/,„. Uk. ßank-Kctmn 1744. 1743. l'aktjaj-Ük. 1,001“? 21150017]. 1265/5.1263/z. [„6089 zu 100 [71.263.111- , (16. 40/0 Qu]. 1033/5.lkr. ['oin. 1.00 )
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Königliche Schauspiele. '
Sonnabend , 28. Juli. Im SchauspieÉause: D,; [,w ., same Wette, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: or Bunde“ Zähl ren, Sitten-Gemäldc in 4 Abts), von E. Raupa .
Königsstadtisches Theater.
Sonnabend, 28. Juli. Der Vater der Debütantin. Post
in 4 Akten, nach Bayard, von B. 21. Herrmann. Vorher; Frau
oder Schwester? Lustspiel in 1 Akt, nach dem Französischen- von H. Gemyt.
In Vertretung des Redacteurs: Weasel. Gedruckt bei A. W. Hayn.
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4 x .- e e - Allgemeiner Anzeiger fur die Preußischen Staaten. B c k a n " cm a ck u n g e n. FFZlaR? e„1111onKllioichct1r UZJYKU r*?)ldzrlélincilsF: ULI (Zi: 3) Zi:1ch_f FLUX?! Fleischcrthorc bclcgenc Scheune JxsßpixßckZeUT-u blesagtc Grundstücke 17-1 haben vermemkU-
A 11 s z u g. , , Mit Beziehung auf die den_Stra1snndtschen Zei- 11111gfl1 in sxtcx-mx cingeriickten Ladungen werden alle dicjcni cn, welche an die gcsammtherlassenschaft des kcksiOkFMcU Obersten, General-Adjutamen nnd Com: mandeur des Königlichen Schwedischen Schwerder: dens, Baron Friß von der Lanken-Wackcniß auf Volde- viy. 111 51617'10 an die dazu gehörenden Lehn: und Ja- milien: liter. namentlich Boldeviß und Neuendorf im Gingßer Kirchspiel, Mitgliy und Klein Lipsi? im -- Pazigex Kirchspiel, und 3061113 im Berger Kira) piel, sämmtlui; auf Rügen bcle en, aus irgend einem Grunde “,';oxderungen und An priichc machen zu können sich berechtigt erachten. hiermit geladen, solche in einem der folgenden Termine, als am 5. und 26-Ju11nnd16.21uguß d. J., Vormmtags 10111313
den wird.
Nachsiehende
vcryüttc | des am 6. September 6. zu publicirenden Präklnfiv-Abschiedcs ausgesprochen und vollzogen wer-
[)iltnm GreifSwald, den 19. Mai 1838. König]. Preuß. HonTeäicht von Pommern
, ,dezn hiesigen Kaufmxnn Johann Niclas Ave gehörige Grundstücke, als: 1) das am großen Markte vierselbß 8111) 80. 16 be-
und Hiutergebäuden; 2) der vor dem Mühlentbor an der Wolgaüer Straße bclcgene Brunnen (“„ p.;
legener Morgen A 5) ein im ölen Schla legener Mor en A ers;
ers ;
gen Ackers;
und gen.
v. Möller, ['r-18595. 180.18 belegcncr
8) ein im 6ten Schla
legener Morgen 21 ers und
Wo. 17 bele ener 5.1.1
eüuug
4) ein im 4101 Schla e westwärts 51111 186. 16 be- : westwärts 501) R0. 125 be- 6) ein cbendase bst 5111) 180. 56 bclcgener halber Mor-
?) ein im 7ten Schl??? in dLelrck Ztsen Wendung 561) or en er - e gwesiwärts'sub Ka. 19 be;
9) ein im 8ten Schlaße in der erßen Wendung sub orgen Ackers;
werden in Defer rung, seines desfallfigeu Antrageözum
legeuc Wohnhaus mit den dazu gehörigen Sciten- weck ihres beabstaptrgtherkaufs und ur Steher-
der ctwamgen Käufer derselben,
richtlich proklamirt, demgemäß alle diejenigen, welche
aus irgend einem Rechtégrunde Forderungen und!
am 31stcn d.MtS-, am 21. August u.]1.G11' tember d- I., Morgens 10 Uhr, :ck angesetzten Liquidatious-Terminen bei dem Nachkhdai anzumelden und genügend nachzuweixen habe_n- ck sie sonst damit durch die am „2. Okto er d. I- 1111", laffende Präklusiv-Senteuz ftir ixuxnex ausgeschomx und abgewiesen werden sollen. Pmemgen Kredits welche ihre Fordcrungenauf dem ihnen von d henten vorfmlegenden und aerichtlich attestirte P eitel richt g aufgeführt befinden werden, sind "03111" nmeldung derselben entbunden, und werden rde"- weuigsiens keine Liquidations-Kosien bestanden we ])atnm Greifswald, den “.Zu“ 1838. ill)“ (b. 8-) Direktor und Affe ores des SWW" ])r. H o e f e r.
iermit ge;
Allgemeine
rEUßiscHl Staats-Zeitung.
_... „ . _„__--- „____„._..„--_ ...!" ___-«“ --*-., ___ _---.“ _-1- ., _,__.__._.._.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Bei-1in, den 28. Zuii 1838. Seine Majestäi der König sind gestern von Teplitz zurückgekehl'k-
Se. Majestät der König haben dem im Jahre 1836 als Poljzei-Dirigent in Schwerin an der Wart e mit Pension aus- eschiedenen vormaligen Hauptmann vqn Lhrzanowski hier,- ?elbsr zu estatten geruht, den nqchträglich ihm übersandten Or- den der ranzösißhen Ehren-Legion zu tragen.
I'm Bezirk der Königl. Regierung zu Düsseldorf ist die,.Kgplanei-Stelle an der katholischen Kirche u Barmen dem Geistlichen Kaspar Matheus Wil- helm olsf aus Essen verliehen worden. -
Abgereist: Der_Wirkliche Geheime Legations-Rath und Direktor im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Eichhorn, nach Frankfurt a. 13. O.
Zeitungs-Nachrichtcn. A u s l a n d.
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 21. Juli. In Gemäßheit eines neue- ren Kaiserlichjen Erlasses wird die Verwaltung der ReichsxDo- mainen 1th ihre weitere Organisation erhalten, und demnächst
zur Einsetzung von Lokal-Verwaltungen geschritten werden, wie 5 dies gleich anfangs bei der Stiftung des Ministeriums für die »
Verwaltung der Reichs-Domainen beabsichtigt worden war. Es soll demzufolge fürs Erste nur versuchsweise und auf die Zeit von drei Jahren in einigen Gouvernements die Organisa- tion der Domainen-dee, wie auch der Bezirksx, Amts; und
' 'Dorf-Verwaltungen vorgenommen werden. Nach Ablauf dieser
Zeit sollen die Resultate Sr. Majestät dem Kaiser vorgelegt werden, der sich bis dahin die definitive Bestätigung vorbehält.
In Astrachan wurde am 1. Juli eine öffentliche Gouver- nements-Bibliothek eröffnet.
Nach einer ungefähren Schätzung beläuft sich die Zahl der in die vier (Gouvernements von Sibirien verwiesenen Verbrecher auf100,000; nach dem Zenissejskischcn Gouvernement wurden alixÖnäwährend der Jahre 1823 bis 1832 25,597 Verwiesene ge a )t.
Am löten d. M. brachte die außerordentliche Sonnenhiße auf der Eisenbahn nach Zarskoje-Selo eine solche Ausdehnung der ganzen Schiencnlinie hervor, daß dadurch zwci Schienen von ihrem Plaße verdrängt wurden. Da der Dampfwagen augenblicklich angehalten wurde, so erfolgte weiter kein Unfall.
Die hiesige Zeitung enthält folgende amtliche Mitthei- lung: „ZnNr. 90 diescheitung vom 18. Mai 0. „J. ward cin axis Reval vom 19. April datirccr_'2[rtikel aus dem „Provin- zsal-Blatte fm“ Lief-, Esth- und Kurland“ aufgenommen, in
welchem unter Anderem die Nachricht enthalten war, daß der ;
einzige R0mischchkatholische Geisllichc, 0er sich in Reval befinde, einem „Gliede seiner Gemeinde, einem Kaufmanne, wegen dessen Verheirathung mit einer Protestantin. den Zutritt in dieKii'che verweigert hahe.- Da dieser Umstand in keinem Falle Gegen.- stand eines offiziellen Zeitungs-Artikels seyn konnte, außerdem aber, wenn die Nachricht gegründet war, das Verfahren des Römisch-kathxxischen Geistlichen, das mit den Regeln der von der Rusmchen Regierung angenommenen Toleranz so sehr im Widerspruch stand, nicht ohne Untersuchung Und strenge gesetzliche Ahndung bleiben konnte, so hat fich, nach den vyn der Regierung getroffenen Maßregeln, jetzt mit Zu- v'erläsngkeit ergeben, daß die bezeichnete Nachricht nicht den ge- rmgsten_Grund hat. Am dritten Ostertage wurde zu Reval dxx dasige Kaufmann Piesche, der zur Römisch-Katholischen Kirche gehört, mit der Tochter des Buchdruckers Greszel, einer Lutheranerin, getraut, ohne daß von Seiten der Rdmisch-Ka- xholiscl)en Geistlichkeit dieser Heirat!) das geringste Hindernis; in den Weg gelegt worden wäre. Der Kaufmann Piesche ist in der stillen WochcBi-m heiligen Abendmahle gegangen und fährt auch seit seiner erheirathung fort, ungehindert die Kirche
' zu besuchen. Außerdem befinden sich in Reval zwei Römisch-
thholische Geistliche, und nicht einer, wie es in dem oben be- seichneten Artikel heißt. Die Regierung hat sich dadurch ver- “Plaßt gesehen, den Verfasser des bezeichneten Artikels ausfin- dtg zu machen, um ihn für die Verbreitung falscher Nachrich- ten zur Verantwortung zu ziehen.“
Frankreich..
Paris, 23. Juli. Die Schauspieler des Vaudeville hat- ten gestern Abend die Ehre, in Reuiily vor der Königlichen Familie zu spielen. Sämmtliche Minister, der Präfekt, Graf Rambuteau, der Portugiesische Gesandte, der General d'An- thouard , der Graf Bondy , mehrere Pairs und Deputirte und viele Damen Waren zu der Vorstellung eladen.
Das Vaudeville-Theater ist das igenthum von etlichen 5!) Actionairen, denen auch das Privilegium gehört. Die Ac- tien, ziim NominabBetrage von 0000 Fr., galten in der jüng- sten Zeit nahe an 13,000 Fr. Das niedergebrannte Gebäude ua in ein Terrain von 194 Quadrat-Toisen ein, dessen Verkauf
8 NW Fr. einbrin en kann. Für 300,000 Fr. ist es versichert. Die'Gesellschaft be iht 5000 Fr. 5vroc. Rente, auf 100,000 Fr. Küpttal zu veranschlagen und ein Haus in der Rue des Fossés St" Germain, das man auf 80,000 Fk- schäßk Mit diesen külfsquellen, die sich zusammen auf 868,000 Fi". belaufen,
nnte der Wiederaufbau des Theaters ailerdings bestritten wer-
_„«-„ „_ck-„__ _ ._.-„._....„_.__.___.,_ _.
Berlin, Sonntag den 2917911Juli
_von einer gewissen Seite 1)
den, allein sie sind nicht leicht, wenigstens nicht bald zu realisi- t“en. Dic RegierunZl oder die Stadt Paris müßte das alte Txxrain kaufen; die ssckuran Gesellschafcen müßten bald aus- zaylen, ohne daß es, Wie so !) ufig, deshalb zu Pi'ozessen käme; die Rente und das Haus müßten verkauft werden, und endlich wäiLZ ein geeigneter Plalz für das neue Theater ausfindig zu ma en.
„ Sämmtliche Erzbischöfe und Bischdfe des Königreichs sind M der“ üblichen Weise durch Schreiben unter Königl. Siegel vom 11. Juli zur Abhaltung des Trauer-Gottesdiensies für die Todtewder drei Iuli-Tage von 1830 und des 28. Juli 1835 aufgefordert worden.
Die Einweihung des Polygons zu Vincennes ist gestern Abexd um 9 Uhr durch ein prachtvolles Feuerwerk beschlossen wor en.
Man sieht dem Eintreffen des Marschall Soult zu An; fange nächster Woche entgegen. Derselbe wäre, wie es heißt, er sondirt worden, ob er wvhl eir-i Portefeuille annehmen möchte. Er soll derb und rund heraus mit Nein geantwortet und die entschiedene Absicht zu erkennen gegeben haben, höchstens'zwei Tage zu Paris zu verweilen und dann gleich auf seine Güter nach dem Departement des Tarn abzugehen, um alle Gerüchte abzuschneidcn und von keinen An- erbietungen inkommodirt zu werden.
Die Anstalten zu den Luftbarkeiten am 29. Juli sind nun beinahe vollendet. Das Orchesier_bei den Tuilerieen, vor dem Pavillon de l'Horloge steh! gezimmert; auf dem Pont neuf und den Champs Elysées sind die Kletterstan en errichtet.
Der Verein zur BesserunY junger StrYflinge hielt heute auf dem Stadthause in der Sa e-Saint-Iean eine außerordent- liche Sißung. Die Grafen Montalivet und Rambuteau waren zugegen. Der Präsident, Herr von Berenger, las" einen Be- richt über die Einrichtung der neuen Besserungshäuser und die darin erzielten Resultate, die in hohem Grade erfreulich sind. Es wurde Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Gesellschaft mitgetheilt, und dann zur Preis - Vertheilun ge- schritten. Die Empfänger können natürlich nicht zugegen ?eyn; der Preis wird ihnen durch die Hand eines Vereins : Mitglie- deHstoFer eines anderen, dem Vereine bekannten Wohlthäters zuge e &
Die Mitglieder der Handels - Kammer zu Bordeaux und die Rheder des „Alexandre“ haben fiel) vereinigt, dem Capitain Kazy einen Ehrendegen zu schenken. Dem Schiffs - Lieutenant, der das Fahrzeu auf der Rückreiseiommandirt hat, ist von Seiten der Asse uradoren ein silbernes Tafel-Service zugedacht.
Der Oppositions-Deputirte von Meaux, Herr Auguste von éortalis, hat einen Bericht an seine Kommittenten über sein Nerhalten während der vergangenen Session veröffentlicht.
In Valenciennes hat kürzlich ein Mitglied des dorti en Bezirksrathes, Herr Mathieu de Quenvignies, seinem Le en freiwillig ein Ende gemacht. Er war reich , wohlthätig, von “Lilien geliebt und geachtet, ohne Verwandte. Die Stadt Va- lenciennes ist in seinem Testamente reichlich bedachx. Er hinter; läßt ihr ein mineralogisches und ein physkalisches Kabinet, weist
. cin Kapital von 48,000 Fr, an, von deffen Zinsen jährlich zwei
mnge Leute mit Stipendien von 1200 Fr. zu ihrer Aussildung ais Künstler untersiülzc werden sollen; ein anderes Kapiknl von
* 10,000 Fr, über dessen jährliche Zinsen mir 500 Fr. der dor:
tige AZrikultur-Verein zur Vertheilung von Prämien disponi- ren so ; ferner 10,000 Fr. an die Spar-Kassq des Belzirks; endlich einen Actien- Coupon auf die Koh1engrubcn zu “2 nzin, wovon die Dividende jährlich eincm Arbeiter, der sich vorzüg- licl) gut aufgeführt hat, zu Gute kommen soll.
Mit der Abführung der wegen Theilnahme an dem Hu- berschen Komplott Verurtheilten nacb Clairveaux ist gestern der Anfang gemacht worden. Dlle. Grouvelle hac, obwvhi sie krank ist, keinen Aufschub erlangen können. Die Bitte, ihr ein Gefängniß näher bei Paris anzuweisen , die Erlaubniß sogar, ihre alte, seit 11 Jahren gelähmte, bettlägerige Mutter noch einmal zu besuchen, soll ihr durchaus verweigert, und ihk Ad- vokat, der eine Audienz bei dem TNinister des Innern nach- suchte, abgewiesen worden seyn.
Mit der „Henriette“, Capitain Gossein, die am 1. Juni von Rio Janeiro ausgelaufen und diese Woche zu Havre an- gelangt ist, sind Brasilianische Zeitungen eingegangen, aus de- nen man ersieht, daß die Blokade in größter Strenge fort; dauert, das; der Gouverneur Rosas durch den Angriff des Ge- nerals Santa Cruz in großes Gedränge gebracht, endlich, daß der Bevollmächtigte der Ar entischen Republik bei der Brasi- lianischen Regierun , Herr Zaratea, mit dem Engiischen Paket- boot von Buenos- yres zu Rio Janeiro eingetroffen war, ,mit dem Auftrage, wie es scheint, unter Vermittelung dei" „Brasilia- nischen Re ierung, mit dem dortigen Französischen Minister und dem dmiralLeblanc wegen des Friedens zu unterhandeln.
Heri" Mendizabal ist am 20|en, nach Paris reisend, durch Bordeaux gekommen.
Unter, den Büchern des Fürsten von Talleyrand hat sich ein sehr kleines, unscheinbares gefunden, ivelchesÉleicwvohl unbe- zahlbar und daher nicht mit den anderen zur ersteigerung ge- kommen ist: Ein Exemplar des „Fürsten“ von MaWavell, mit Noten von des Fürsten eigener Hand.
Die Haytischen Commissionaire haben Paris verlassen, und gehen nach Brest, sich * Heimreise einzuschiffen.
Aus Algier vom Iten wird gemeldet, daß General Ra- paiel an diesem Tage mit dem „Acheron“ *von Bona her an- gekommen war, allein im Zustande solcher Schwäche, daß man ihn an's Land tragen mußte. Der Gesandte des Abdel-Kader, Ben-Arach, war, von einem Adjutanten des Gene'ral-Gouver- neurs begleitet, Zu seinem Emrr abgegangen. Bei dieser Gele-
enheit zeigte st , wie groß, bei der Arabischen Bevölkerung die utorität des Emirs und die Anhänglichkeit zu ihm ist. Eine große Volksmenge strömte m der Ebene von Metidscha zusam- men, wo dem Gesandten eine Eskorte von 600 Hadschuten ent- gegenkam und ihn mit großer Feierlichkeit bewillkommte. Zu
Douera hat Ben-Arach 500 Munitions-Flinten und 5000 Ki- logram-me Pulver in Empfang genommen, welche die Artillerie- Direction ihm zustellen ließ.
Sieben Farbige von der Insel Bourbon waren 1835 einer V-erschwörung iind eines Mordplans gegen die Weißen über- wiesen, und theils_ zur Deportation, theils zu schwerer Gefäng- mßstxafe veru_rtheilt, vorigen Jahres in die Amnestie mit ein- begriffen. Sie warden aber von dem Gouverneur der Insel, dem ihr freier Aufenthalt daselbst gefahrbringend schien, kraft der ihm zustehenden besondern Vollmachten aus ewiesen. Diese reklamiren nun aufs Aeußerske gegen diese Ver ügung, als ein; Maßregel der Willkür und Gewalt, und ein großer Theil der Presse nimmt sich ihrer eifrig an, wird aber von dem Jour- nal du Commerce folgendermaßen zurechtgewiesen: „Das Vorurtheil egen unsere Kolonieen hat sich- dieser Debatte be- mächtigt. hilanthropen sollten nicht so leidenschaftlich seyn. Von den 7 Begnadigten spricht man wie von Märtyrern für Freiheit und Menschenrecht; die Weißen sind Tyrannen, und der General: rokurator aus Bourbon, Herr Barbaroux, hac fick) zilm erkzeug der Tyrannei hergeZzeben. Offenbar kemien yiexenigen, welche so urtheilen, Herrn arbaroux nicht; “' lsk xm höchst gewissenhafter Beamter , von echt menschen- freundlicher Gesinnun , jedem Fortschritt, jeder Verbesserung und auch der Neger; mancipation geneigt, nur freilich einer besonnenen, allmäligen, keiner solchen, die zur Anarchie und Ju Blutbädern führen müßte. Wir wollm die Thatsachen o herstellen, wie se erichtlich und offiiell ermittelt wor- den sind. Es waren sgehr unvorsichtig: orte von der Tri- bune gefallen. „Was stellen , hatte man gefragt, die Weißen in unseren Kolonieen vor? Eine Minderzahl von Fremdlingcn; die Farbigen , die Mulatten sind das eigentliche Volk des Lan; des. Nun denn, sieben Individuen aus Bourbon, ein Noten- Abschreiber, drei Schuster, zwei Zimmerleute und ein Schlosser bekamen Lust, jene Lehre verwirklicht zu sehen. Unter den schwarzen Sklaven werden die Schlau|en und Verwegensien ins Klomplott gezogen. Die Neger sollten bewaffnet, die Psam- zungen eingeäschert, die Besaßung, die Weißen und jeder Farbige oder Neger,_der nicht zu den Empörern halten würde, umgebracht und ein zWeites „Hayti über Leichen und Trümmern errichtet werden. Nur die entseßliche Dummheit dieser sieben Elenden mag es erklä- ren, wie sie auf das Gelingen dieses Planes hoffen konnten; doch hat die rechtzeitige Entdeckung unstreitig großem UnYlück vorgebeugt. Bei dem Prozeß ist man mit strengster Beo ach- tung aller Recht ormen zu Werke gegangen. Unter den durchs Loos designirten eisilzern befand sich ein Freigelassencr, der mit einem der Angeklagten nahe verwandt war; der General- Prokurator hielt es nicht für nöthig, auf seine Ausstrci- chung anzutragen; der Mann tratindeffen freiwillig zurück, um mit seinem Gewi en nicht ins Gedränge zu kom- men. Die gerichtliche erhandlung währte 20 Tage, sie wurde stenographirt und ohne die geringste Verkürzung odcr Aenderung in den Zeitungen mitgetheilt. Das Benehmen dci." Schuldigen vor Gericht konnte auch nicht das geringfte Inter- esse erwecken, sie haben die stupideste Erbärmlichkeit gezeigt. Es wurde erkannt, was Rechtens war; allein Heri“ Barbaroux hat alles Mögliche getILan, das Loos der Verurtheilten zu erleich- tern. Als Graf osamel den Befehl zur Freilassung der Sie- ben uach Bourbon abgehen ließ, brachte er zugleich dem Gou- verneur in Erinnerung, daß er von seinen Vollmachten den zur Erhaltung der Ruhe und Ordnung ndr igen Gebrauch nach wie vor machen dürfe und sol1e.“ - owcit berichtet da:? Journal du Commerce dic Thatsachen, durch welche allerdings das“ Verfahren des Gouverneurs nach allen Rücksicbten der Ge- seßlichkeit und Klugheit gerechtfertigt erscheint. Zu vergessen ist freilich nicht , daß dieses Journal, seiner gan en Stellung nach, und hauptsächlich um seines Publikums wi en , in dcr Sklaven-Frage den Kolonisten und Pflanzbern die Stange hal- ten muß. Wenn es im weiteren Verfolge ehauptet, die farbige Bevölkerung der Kolonieen sey der weißen recht1ich und bürger- lich vollkommen gleichgesrellt, so iß das eben nur im Buchstaben des Gesetzes, nicht aber in der Wirklichkeit wahr, und jede Apo- logie, die man über dieses Verhältniß zu geben sucht, jede Be- schdnigung fällt vor den Thatsachen, die jede Reise-Beschreibung liefert, in Nichts zusammen.
Börse vom 23. Juli. 5proc. Rente wich von 111 Fr. 35 C. auf 111 Fr. 30 C. , Iproc. ing bis 80 Fr. 85 C. hin- unter und schloß zu 80 Fr. 90 . Mit Geschäften gin es träge, die 5000 Fr. Coupons der Laffitteschen „Kommerz; asse hoben stch auf 5465 Fr. Eisenba nen waren vici ausgeboten und gingen um ein weniges zurü . In Industrie-Actien wurde so gut wie gar nichts gemacht. Die Spanische" aktive Schuld ste?t93u[ 23 , die Neapolitanische Rente wich von 99 Fr. 15 au . . ».
Grqßbritanien und Irland.
London , 21. Juli. Gestern hat die Englische Marine einen ihrer ausgezeichnetsten Offiziere verloren. Sir Pulteney Malcolm, seit dem 10. Januar 1837 Admiral der blauen Flagge, ist zu East; Lodge in Enfield mit Tode abgegan en; er war Froßkreuz des Bath1, des St. Michael- und t. Georgen-
rdens.
Der Marschall Soule langte_ge|ei*n früh mit zahlreichen: Gefolge auf einem besondxren Eisetibaßn-Wageange zu Bir- mingham an. Es hatte sich eme gro e Menschenmenge ver- sammelt, die ihn mit lautem Zuruf begriißce. Die Fahrt djs Denbi hhall, 48 Englische Meilen, war auf der Eisenbahn in einer tunde und 20 Minuten, die von Denbighhall bis Rugby, 34 Englische Meilen, wo die Eisenbahy noch nichsftrtig ist, mit Postpferden in 2 Stunden_ 14 Minuten und die übrige Strecke von Rugby bis Birmingham , 28 Englische Meilen, auf der Eisenbahn in einer Stunde zurückgelegt worden. So dauerte die gan e Fahrt von London bis Birmingham, mic Einschluß einer tunde Ruhe zu Rugby , wo der Marschall frühstückte, nur 5 Stunden 34 Minuten. In Birmingham