ck„-
* «*TIPP*-L*" “.'-WI , ,
„.“-„Y- ..11..- “*.*;
„. „.*-135.4. «..-“„,“ ...“-““___“.-.
1 1 1
Ausstheiden Redschid Pascha's aus dem Minisier-Conseil. Red- schid Pascha wird Konskantinopel unverzüglich verlassen und als Botschafter nach London gehen. Darf man gewissen in Pera umlaufenden Gerüchten trauen, so bezöge fich seine Mission allein auf die Aegyptischen Angelegenheiten. Einige Personen
schreiben jedoch seine Entfernung den zahlreichen Intriguen zu,-
die im Türkischen Ministerium beständig im Gange find, uud gl'auben , daß er seine Entlassung von einem Posten, den er nicht länger zu halten vermocht, nachgesucht und erhalten habe. Die von ihm vorgeschla enen Maßrebgeln scheinen für den gegen; wärtigen Zustand der 1'1rkei zu li eral gewesen zu seyn, und obgleich er nach der Entlassung Akis's und Halil Pascha's fest xu stehen schien, muß er doch zuletzt die Opposition zu stark ge- unden und daher eine andere Laufbahn für sich ausersehen haben, um dem drohenden Sturm auszuweichen. -« Aus Per- fien sind keine neue Nachrichten eingegangen, doch hält slch das Gerücht noch immer, daß der Schach von Persien die Belage- rung von Herat aufgegeben habe und seh nach Mesched zurück- iehe. Man will auch wissen, daß noch'8000 Mann Britischer
rUppen bci Buschir gelandet seyen und unverzüglich nach Schiras marschirm würden. Beide Orte find etWa 180 Eng- lische Meilen von einander entfernt, und der Weg dahin führt durch sehr schwierige und gefährliche Bergpässe.“
A e g 1) p t e n.
Kahira, 3. Aug. (21. Z.)" Obgleich man sich mit Frie- denégerüchten oder vielmehr mit denen von Akkomodirungen Yrumträgt, so spricht der Anschein doch ganz dagegen. Alle
ruppxn, die noch in Aegypten stehen, werden ailmälig nach Syrien geschickt. Vorgestern smd . die letzten zwei in Aegypten stehenden Kavallerie-Regimenter aus Ober-Aegypten hier ange- kommen, und sogleich durch die-Wüske nach Syrien abmarschirt. Dasselbe geschieht heute mit zwei ananrerie-Regimentern, und Y“ andere, die noch hier garnisoniren, haben ebenfalls den
efehl zum Aufbruch erhalten. Auf diese Weise wird sich so ziemlich die ganze Macht Mehmed Ali's an der nördlichen Syrischen Gränze versammeln, und damit sie in ihren Opera- tionen nicht gehindert werde, hat'die Armee in Arabien den Befehl erhalten, alle Feindseligkeiten fürs erste einzustellen.
Ein sehr beklagenswerther Vorfall hat hier, wie in ganz Aegypten, alle Franken höchst unangenehm betroffen, und nicht went beigetragen, ihrer schon gesunkenen Achtung den letzten Sto zu geben. Der Fraizzdfische Konsul hier, ein junger, aber auch sehr anmaßender .ann, hatte auf einen sehr unbe- deutenden Grund hin einen unter Französischer Protection ske- henden Jtaliäner dieses Schutzes beraubt", und ihn der Türki- schen Justiz, d. h. dem Türkischen Stock, überantwortet. Auf Reclamation des Oesterreichisches Konsuls ward er jedoch aus dem Gefängniß entlassen, und als er einige Tage darauf in Beglei- tung einiger seiner LandSleute dem Franzöfischen Konsul im Fran- ken-Quartier be egnete, und ihn deshalb zur Rede stellte, erhielt er statt aller ntwort einen Peitschenhieb in's Gesicht. Man riß mm den Konsul vom Pferd, und demonstrirte ihm auf eine envas derbe Weise az 110m1n1-1n sein Unrecht. Da die Italiä- ner und Franzosen hier schon seit langer Zeit im Kriege liegen, so konnte ein solcher Anlaß nicht verfehlen, sogleich zur Natio- nalsache zu werden. Man nahm Partei [110 et comra, der Streit erhihte fiel), ein Duell war die Folge, und derselbe Ita- liäner ward von einem andern Franzosen, nicht dem “Konsul, schwer verwundet. Als der Pascha hiervon in Kenntniß gesehr ward, gab er den Befehl, sogleich alle dab'ei Betheiligten zu exiliren. „In Europa würde dergleichen nur zur Chronique' scandaleuse ge ören , hier aber ist ein solcher Vorfall von vieler Wichtigkeit. r macht die Türken zu SchiedSrichtern zwischen den Europäern, giebt ihnen Gelegenheit, eine Autorität gegen sie auSzuüben, und läßt ste Reflexionen machen„ die alle zum Nachtheil der Europäer und namentlich der Konsuln ausfallen, von deren Machtvollkommenheit man ihnen große Begriffe bei- gebracht hatte. Möge aus diesem unglücklichen Ereigniß we,- nigskens die Lehre hervorgehen, daß die Willkür, mit der einige Konsuln nur zu geneigt find zu herrschen, ihre Gränzen hat, und Niemand, am allerwenigsten ,aber ein-Repräsentant des civi'lyisircen Europas, das" menschliche Gefühl mit Füßen treten dar.
Inland.
Breslau, 1. Sept. Am 30. August starb der Gymna- ßai-Direktor und Professor 111. riedrich Schmieder zu Brieg. Er war am 6. Oktober 1710 zu Eisleben geboren und Hat sich als Schriftsteller, besonders durch Ausgaben alter Klaj-
1ker, bekannt gemacht.
' Antrag, 10,000 Actien auf die Staats-Fonds zu übernehmen,
[U23
vinzial-Bläuer enthält: Wie rief die Neigun zum versöhn- lichen Beisammenleben der Katholiken mit den vangelischen in Schlesien begründet und wie diese friedliche Gesinnung von den oberen geistlichen Be'hördcn beider Konfesfionen und vorzu s- weise von den katholi chen immer genährt worden ist, leqt ck durch die Bereitwilligkeit zu Tage, mit welch.er an den Orten, wo bei dem einen Konfessionstheile Verlegenheit um Abhaltung des Gottesdienstes entstand , von der anderen Konfesfion die zu deren Gebrauch dienenden Kirchen geöffnet wurden. Sechs Kirchen, und zwar in Reinerz, Rosenthal (Brieger Kreiö), Steinkunzendorf (Reichenbacher Kr.), Milban (Glo auer Kr.), Reichenau (Sagancr Kr.), EberSdorf (Sprottauer r.), öffne- ten die Katholiken den Evangelnchen zur bleibenden Benußung, und in Mocker (Leobschüßer Kreises) erbauten fiel) 1822 beide
Mitbenußun
mien von '/2
tien-Rate nicht eingezahlt hatten , war der Eintritt in die ; neral-Versammlung verweigert, denen, welche die Rate nach dem 1. Februar, aber bis zum 18. Juni gezaYe die Conventionalskrafe erlassen worden,
Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft soll eine Uebereinkunft
der Rhein- eser-Bahn-abzuschließen gesucht werden.
Minden, 3]. Aug. -- Pferdezucht. -- Der im „x, Wiedenbrück seit einer Reihe von Jahren bestekxende Verein zur Beförderung und Veredelung der Pferde uch: , am Nen d. M. eine Musterung der diesjährigen Fol) m abg halten und für die besten der vorgeführten 73 Fohlen 4 Pk
Mit der 11
dieser Bahn gegen Bahngeld, zu den 311111
"& „.___.„-_ _
Allgemeine
P 1- .;U ß :“ sci) e Sta a t W ei M W
L*“ 248.
bis ] Fr.d'or ertheilt.
„ ""..-““W“"- ck _ “___..- _ __ „ ___... .. .z- - _ - „"'- _, “_ck“- . _ * _ ,
Konfesfions-Verwandte nach der Zerstörung ihrer Kirche durch Brand cine gemeinschaftliche Kirche. Drei Kirchen, und zwar die evangelischen zu Steinau, zu Parchwiß und zu Schurgast, find den Katholiken , so wie die drei katholischen Kirchen zu WW
Guttentag, Lublinih und Ober-Glogau, den Evangelischen bis 4, «Mm.»... zur Herßellung eigener Kirchen zum zeitweisen Mitgebrauch überlassen. 93 katholische Begräbniß-Kirchen dürfen bei Beer- digungen evangelischer Leichen nach der bischöflichen Anordnung vom 6. Mai 1805 für immer zu den Trauer-Feierlichkeiten be-
1111 eitsch (Guhrauer Kr.) at von dem Prinzen Friedrich der
Meteorologische Beobachtung. Morgens | Nachmittags
Luftdruck. . . . . 338.31““Par. Luftwärme + 7,70 N. +17,69 91.14.1111“ N. Jiukwärme 13,2. Thaupunkt + 6,90 N- + 8,30 N. + 7.79 R. Bodenwärme 12,2?
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben den bisherigen Land- und t erichts-Direktor Goltd ammer in Köslin zum Ober-Lan- chts-Rath bei" dem Ober-Landesgerichte in Frankfurt a. d. 0.
Abends Nad einmalig;
6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung,
1 1
337,76““Par.-337,11““Par. Querärme 7,49 ;
nuht werden, und beide Religions-Parteien bauten "sich zu die- Dunftsättigung 71 »Er. 40_ka- 615 pCt. Ausdünskunso-W“ 1" emennen geruht.
sem Behufe in Bunzlau .und Löwenberg gemeinschaftliche Begräb- W,?kk" ------- bkikkk- “"""- dklm- Niederschlag 0- , - "***-*-
niß-Kirchen- So walter in Schiessen zwischen Evangelischen und Z"]? """""" SZ" ZZ" SFF“ WÜWZ'ZM'W' Angekommen: Se. Durchlauchr der Kaisers. Russische Kat olischen ein einiger friedlicher Sinn- - Die Pfarr-Kirche Tan'ZsJZZYZM 337,79„P„,_„ _,_',-_.„oN„„ +750NZ'," 59,“ General der Infanterie, General-Adjutanr und Staats-Minj-
ßer des Kaiserl. Hauses , Fürs? Wolkonsky , aus den Rhein-
iederlande als bleibendes ' ndenken seines Besuchcs (den 8. Juni) ein großes gegossenes silbernes Kreuz mit daran geheftecem L ristus und dazu gehörigem massivem Postament von 1'/„ E e Höhe und 7 Pfd. Gewicht von Haag aus zum Geschenk erhalten. -- «Zenn das unausgeselzte Bestreben aller Verwal- tungen dahin geht, die Fortschritte zu kontroliren, welche die geistige Bildun der Nation macht, so geht auch das Bestreben der Militair- erwaltung dahin, an dieser Kontrole Theil zu nehmen, und wird, in Bezug auf die alljährlich in das stehende Heer eintretenden Individuen, der Grad ihrer Schul-Bildung sorgfältig erforscht und für die Förderun ihrer Kenntnisse, bei
Ys/sb
21115]. 53/4-
auf diese Weise eintretenden Ersatz - Mannschaften waren von 100 18313: 8,8 pCt., 1834: 9,8 pCt., 1835: 8,4 pCt., 1836: 7 6 pCt., 1837: 5,9 pCt., 1838: 6,01 pCt. ohne allen Unterricht. Öaraus erhellt, daß fich die Zahl der Leute, welche gar keinen Schu1:Unterricht genossen haben, vermindert. -- So lanqe der Wasserstand der Schifffahrt günski war, haben von Weizen bedeutende Versendungen stattgeha t. Raps, Röthe und Ta- back, den man nach Polen sucht, finden raschen Absaß. -Eisen hatte zu festen Preisen siete Abnahme. Geringer War der Be- th nach Zink und dieser, daher im Preise gewichen. -- Nach aumwollen;Manufaktur-Waaren war wenig Nachfrage. Die Fabrikanten entlassen daher viele Arbeiter, die jeizr noch durch Feld-Arbeit ihr Fortkommen finden. Leinwand , deren Absaß über See, zumal bei der fortdauernden Blokade Mexiko's, und nach Polen wegen Strenge der Russischen Gränzsperre, aus- nehmend stockt, kann jetzt gleichfalls nur wenig gefertigt werden. Der Baron von Cottwiß zu Nimptsch hat einen Versuch , die 59 Um, gemeine Brennnessel zu Gespinnsk zu benußen, gemacht, und 8pm.11)enre 21 es sind von den gewvnnenen schönen Garnen Proben der öko; nomischen Section der vaterländischen Gesellschaft übersandt worden. Die Tuch - Fabrication erhält fich in thätigem Gange, daher war Schafwolle fortdauernd gesucht und fand, [ zcriou 11451/4. wenn Zufuhr aus Polen stattfand , zu den bisherigen guten Preisen raschen Absatz. -- Obgleich die KohlenzBergwerke stark betrieben werden, so läßt doch der gesteigerte Verbrauch Vor- räthe nicht aufkommen. Minden, 27.2019.- Rhei11-Weser:Eisenbahn.-- Nach dem, was über die Ver andlungen der am 18. Juni hier abgehaltenen dritten Generals ersammlung der Actionaire (St. Ztg. Nr. 205) bekannt geworden, ist “über den Bauplan Fol- gendes beschlossen; 1) Die Arbeiten werden sofort bei Minden (wo Alles dazu vorbereitet ist) begonnen und bis zur schiffba- ren Lippe fortgeseßt; 2) die Arbeiten auf der Strecke zwischen Elberfeld und Witten werden so betrieben, daß mit Eröffnung des Tunnels auch diese Strecke in Betrieb geseßt werden kaum Mährchen in 3) die Arbeiten am Tunnel bci Linderhausen werden fortgeseßr; dirt 4) die Strecke von Mülheim bis Deuß wird vollendet; 5) al- zu ' les dieses mit steter Beschränkung und unter Berücksichtigung sowohl der vorhandenen als der zufiießenden Geldmittel. Der
1119!“ 745. 111". 99. 6.
39/„ ". Reue
Kuss. 8011. 81/2 110. 30/0 231/4-
Luftspiel' in 4
war schon früher von des Königs Majestät zurückgewiesen wor-
Breslau 1. Sept. (Schief. Ztg. -- Vermischte Nachrichten.,- Das Augusr-Hefr der Échlesischen Pro-
* den. Den Interessenten, welche die ausgeschriebene erste Ac-
QuswiirtiZo Zörseu.
Kieäerl. 11' 59/0 511311. 19. 1481155. kräm.-dcb. -.
14121183. 915111.-5611. 663/8. (7. 110. **)/0 11111. 1031/ . (11. [)(-111. 1.0 66'/-,. 663/3. 5%, 59.19. 11.11. 10'/.- 10. 21/201. 11 _ 15158111131111-141'21811. Zt.(;e1*1113111822'/2.111'. Uerxa-[leawab „ni? präfidirte Nachmittags in "einem mehrstündigen Conseil 110x1111311x-“1'111118 -. “ 11'6111-„111011911 102. 111.“ ()(-111]).-l)e11r1-1110 --.
11111111-11611011 1427. 11125. Ungl. 1111511. 1087/3. 5“,'0 1'011. -.
Odna. 39/0 94. ZolTj -. Reue 11111. 20. 7381117? 1 . 21/20“) 011. 54.
“.XP/„. l'e1'1118. 011111-.
. kanajse 41/2. 39/0 ['m-mg". -.
50/0 1110-1- _4 “0/0 “'“"-
Donnerstag, 6. Sept. Jm Schauspielhause: Marie, als Gastrolle.) Hierauf: Ein Ballet.
Königsstädtisches Theater.
Donner ag 6. mäide in dstRcshmen, frei nach dem, Französischen, von An ely. Vorher: Frau oder Schwester? Lustspiel in l 21!
na dem Französischen von .Gempt. Freitag, 7. Sept., Der?
( err Ludwig ien? Ruslan, als Gastrolle.)
In Vertretung des Redacteurs: Wenzel.
Ge enden. gAhgereist: Se. Excellenz der General der Infanterie,
Gouverneur von Berlin und Präsident des Staats-Rathes, Frei- herr von Muffling, nach dem Mecklenbur sehen.
Der Königl. Schwedische Minister-Retdent am Kaisers. Türkischen Hofe, von Troil, nach Konstantinopel,
111151911111", 31. nguxt. “ 114€]. 8T11U111 543/16" 50/0 [11]. 1013/4- RM:- ?1158176 43/4. 1111311. 8611. -. 211111. 1'0111. -. ()exterr. 111€t. 103'/2.
Kncxsekpen, 30. 111131181. Reue 14111. 183/„.
ZeitungS-Rackxricbten.
Frankfurt a. N., ]. Zeptembek.
vorhandenem guten Willen, grsorgc. on den bei der11cten 09, c . 59 11/191. 1067 . «_ 41, 100. «_ "21, o 60, A u s [ a n d, Division, in das ku selbiger" gehörige 10“ Md „11 k? 5971- 511110 25/11... 111'. 13.111'1Z..1ctjen 10719. 1717. 11121111.» F ! i ck Infanterlev 41? u aren - und Me Kürasfier-Regtment 151. (:. 1.095. 2.1 500 11. 1255/8. 1251/2. 1.00...- M 100 11. 211 k “ " k ? -
Paris, 1. Sept. Gestern machten die Kanonici des Ka- 011- 53701591, pinie von St. Denys in den Tuilerieen ihre Aufwartung. Der 110.11111128 111'2'1' 585. 111". Zcrafxbut' o83801 425. 111111
831111111141191159 437%. „N & Abends die Gesandten von Oesterreich, Preußen, Ruß-
land, ngland, Württemberg, Spanien und den Vereinigten Staaten von Nord'-Amerika bei sich. - Der Königlich Würt- tembergische auserordentliche Gesandte und Bevollmächtigte, General von leischmann , hat dem Könige in einer besonderen Audienz ein chreiben seines Souverains überreicht, mit der MeldUng von dem Ableben Sr. Hoheit des erzogs Heinrich von Württemberg. Der Hof legt deshalb an 5 Tage Trauer an. - Das neueste Bulletin über die Gesundheit der Herzogin von Orleans und des Prinzen sagt in aller Kürze, daß Beide |ck) wohl befinden.
Der König hat in diesen Tagen ein Geschenk an die Kö- nigin Victoria nach London gesendet. Es ist ein äußerst präch- tig und kunstvoll gearbeiteter Schreibtisch. Die Königin soll ihn als ein Zeichen dankbarer Erinnerung für den Empfang ent- gegen ne men, welcher dem Herzog von Nemours bei seiner jüngsten nwesenheit 11 London zu Theil geworden ist.
Gestern Abend i der außerordentliche Gesandte Rußlands beim Hofe des Schachs in Persien (u Teheran), Baron Alexander von Bode, zu Paris eingetro en.
Graf Montalivet ist gestern nach seinem Gute Lagrange, im Departement des Cher, abgereist. Während seiner Abwe- sIenheit übernimmt der Conseils-Präfidene das Portefeuille des
nnern.
vipxig-l) „* „„
1111111 11 11 kg, 3. 8911121111101“.
11111. -.
* )
1101111011, 31. äuguxt.
50/0 1021/2- 50/0 1,0"- 331
kn 1. 121113. -. 81'118- 84. ()011111111. 25112. 1.
73118, 30. zugun- 111. 15. 30/0 80. 70. 50/0 Reap. 99. 55. I'
Wien, 31. 1111311111. , ZU," 81. 2112170 ""'- 1010 --. o 11' Reuß 11111. 63213/15.
Kön'si li : Schauspiele. = - g ck Zurückse“' lie. Engi
Abth., vom [)1'. C. Töpfer. (D
Fetter Instanz vor dem Königlichen Gerichtöhof zu Douai zu
unsten des Geschäftsführers Herrn Delebecque und des Druk-
kers Herrn Dubois entschieden worden. Das Urtheil erster
Yftanz wird kassrt1md der auf die Pressen und das übrige
oaxkerialeer Dlizuckerefiü gelxgteABelxchlag aufge oben. fHerr - ' ' d on arrot arte r d e ' ppe anten das ort ge ührt.
4 Akten von FH::ICMUFZY. ?FQYKQ Die Entscheidung wurde mit großer Freude aufgenommen und Löwe, REINER des & K. HOW!“ soll durch zin Baziket und einen Ball gefeiert werden.
Sept. Der Dachdecker. , Komische “7
Die Z'eitungen smd heute um größten Theile mit Akten- stücken über den Brossardschen rozeß angefüllt, der nun am 27sten 11. M. zu Perpignan wirklich begonnen hat. General Brossard befand sich bereits drei Monate zu Oran, als Gene- 11lB119eaUd2'1m AprilS1837 ?erüszerßkam ;_itichd Ed)“ KommaLdo
edruckt bei A. W. „» ernaxm. is zum eptem er u e_rte i ugeaud in ei- G ,- H nen Bexichten an den Kriegs-Minister mit großem Lobe über
21.116
ca in «11111150 inserirtcn Proklamen vom heutigen
„___-* ._. --.. “
-"'*“"Äi*111“émetner Amtizeigrrßiür dir Prr11ßisckeé1rxS'k-a'aten“.
11 10.159 Thlr. 1 sx r. 3 pf., soll Bekanntmachungen' 1 am 0. April 11139, Vormittags 11 Uhr, 1 u g. an der Gerichtsseüe sthasiirt werden. . Mit Beziehung auf die den Stra1sundischenZeituw Hypotheken:Schem sind in der Registratur einzusehen. dem die planmäßig 111 emittirenden 50 Actien & 500
Actien-Gesellschaft zum Auffinden von Steinkohlen im Kreise Schleusingen.
Tax“ ""d Die Actien-Zeichnung ist mit heute geschlossen, uach-
Thalcr gexcich11ct smd.
age werden auf den Antrag des Herrn Obersten,
Königl. Flügel:?!djutamen und Gesandten am Kasseler Vie 1.011.101191 Union.[.obenxyerzicberungx. 27. Juli L_ berathenen und als Unterlage des gericht-
Hofe. Wilhelm Ulrich von Thun, alle und jede, welche
an die 111 Neu-Vorpommern bele enen Güter Schlem- 111-1111 11111611 11113 U11tC-1'2eicl111ore11 2111" 1131111311311 “l'beil- z . , „
min, Eickhoff, Zornow, Neucnro11, Schlemminer An: 1131111111 1311111101119". . _ * , " _ „ Punktatwnen werden daher die Herren Acnonairs zu
theils. und die von Thunsche Partikel inAhrenshagen, ren 13T 721110831111, 581c 111€».0U'50011-mc 11111111 1111“ hose zum Kaiser
soweit solche Lehnaüter find, als Agnaten, Gesammt- 1111141311175 111! U?Utsckrlinnl_97t911119t0,3111111 _111 11116581" “nd r oder Anwärter Auvriiche und orderun en 11111 en 'sriocs ar 510, 710 KUZ? *?“le 111-111 ' ' “
hä ' s , ., “EFW 11.11.11 11.31.31. 89804111, “* Iiéssröb".""'“"1ntsrrsöschn F??“YYL.1111?111“FW??ZWWModeTßÉFeU'ZaMl
geladen, solche, so wie etwamge W1dersvrüchc gegen ?0111101111119116 d1cberi1s1c 11111011 11111211 garunnrenäen welches mit einem an die Direction abzugebenden Voll-
“ 111 Mm enten bcabfi ti te AUOdi cation 1701111; schliesst (1198111111311 1011 111101" 17011111c1101't111311- _ , , die von de L' h ck g fi keit 11,81 1*'e1'111xr911 31111 111111 1äszc gleiclm'obl ']"111111umch)ts'J'm1ndat 3" versehen 117“ ck" Vertretung 3"
den 13. Auguß, den 3. oder 24. September, 110111111311 an 118111 R11c2en 005.116!" Cesebäsc, 1113101101 1 11110 17; .111111' srmittelr 1111111, 12117111 xjekAMeiüriclrlZc-il i'e vor dem *öni [. O eri t an nmelden und u beilau- 1123 eloerxcbussex (len 7Ek516_ ercer1 211 '0111111811 5 st. .. big:n,-be1KSt11afeHdTZ AYEsch111sses und gän111che13 Ab.- 1111 11111113 1841 1111111171611in 21111: U1fi11211118 111261111411 Schumann. stens!" weisung, womit durch den am 15. Oktober 6. b. 10 zu 116111911, uml es ist 2a 1111111131119", (1315 mehr nur (116 publicireuden Präklufi'v-Abschied verfahren werden wird. hermes 3956111055911211 17er§1c11er1111gen 1111211 601112111- 1111an 80111121'111-3l1'1011 11119 solche,!«elcbe 7011191211 1 „ _ o eri t von ommern :1 1111 Zinne ? 1311811111181“ 6111116 1x 1112111811. zum Kön gl PreUß 11?de ck P 1131; 11181110 11131“ 811018151111 ij (10,3 .Cafeucbach 111 J fromllen klimaten kann bei 11113521" Societät rere ßndet die Dampfschifffahrts:Verbindung zwischen Re- sicberr Mekäen. sncrägo 211 170r§icbek11ngen 511111 gensburg und Linz an folgenden Tagen bei 11611 Unterteicbneren 211 machen, 15'050111511111611T- gelclicb 13151111 rorabfo1gc 111161111311. 88111", 1111 8911181115131“ 1838.
haben, Behufs der Allodification dieser
der Güter, in einem der folgenden Termine:
Morgens 10 libr,
011111111 Greiföwald, den 5. Juli 1838.
(igen. v. Möller, krasses.
thhwcndiger Verkauf. Stadtgekkcln u Berlin, de1121. 311111838. Das in der B schofsstraße Nr. 12 an der Ecke des neuen Marktes belt eue Grundstück, zur Kredit-Massc m Korbmachetme1 ers Zoebisä) gehörig und taxirt
ägoncsn (181 1,0111101181 [1111011-1-6116118-
Nach Art. 14 der in der General-Versammlung am
8 “ “19 c 5 1 [ich zu vollziehenden Societäts-Koutrakts genehmigten
“1 * ' , ' , - 22 [. , , - , c - NW" L'" 4911111111; "'" ";" emer zweiten Gcneral-Verjammluug nu hicngm Gaß-
am 4. Oktober d. I., Morgens 9 Uhr,
bewirken haben. Erfurt, den September 1838. D D i r e c t i o n. Henke. Krautheim
Herrmann.
Dampfsckxifffahrc auf der Donau.
n den Monaten September und Oktober d. J.
alt:
Abfahrt von Regensburg am 5., 9., 16-, 23., 30. Sep- tember, 7., U., A., 28. Oktober;
Abfahrt von Linz am 1-. 6., 11., 18., 25. Septbr.,
1'011 [12 &“ ()0111p., L., “.)., ]6., 23, 30. Oktober.
,.- den Gaierai. So schrieb er unterm 6. und 21. April: „Für die Verproviantirung von Tlemsen ist durch den Kontrakt, wel- chen Brossard mit dem Juden Ben-Durand abgeschlossen hat, vortrefflich und so 11berreichlich gesorgt, daß der Kommandant Ca-
iibernehmen in Linz die Reisenden und Waaren
Wien, Pesih, Konstantinopel :c.
RYensbur . im 21:1st 1838-
Die jrectxon der ““.-Württemberg.»! Donau-Dampfscvifffabkks-Gksellschakk-
Tlemsen überlassen konnte. GeneralBrossard hat uns dadurch einen großen Dienst erwiesen. Bei dem furchtbar schlechten Wetter wäre unsere wenige Kavallerie und alles Lastvieh unserer Verbünde- ten aufgerieben worden, wenn wir die Lebensmittel aus der Umgegend hätten beitreiben sollen.“ Unterm 25. Juni aber- mals: „Dieser General scheint mir durch Talent, Charakter, durch seine speciellen Kenntnisse, seine gründliche Einsicht in das KM 3: und Verwaltun s-Wesen, durch seine an Hülfsmit- teln uner chöpf1iche Gewand eit vor allen zu der Mission geeig-
Betanntmachung„ , in Beziehung auf die Anmeldung der alt landschaftlich Polnischen Pfandbrieß' Wir übernehmen, Bebufs dcr'am 1. Oktober 11- in Warschau ur Verioosung kommenden |andsch , Polnischen Panndbrie, e, deren Anmeldung und , , fichtigen die uns dar ber ugehenden Nummern- gaben his zum-151en d. ts. *- Berlm, den 3. September 1838. , , Nathan, Gebert & Con"- Linden Nr. 13.“
ten und Handel und Ackerbau in ufnahme zu'bringen. Wenn mehrere unserer hdchsken Offiziere eine geringschäßige Meinung vonihm hegen, so ist daran wohl sein leichtfertigesReden schuld; 1111 fiyde jedoch, daß diese Leichtfertigkeit sich nicht auf sein Han- deln erstreckt, sondern daß er unter allen Umständen überlegt und konsequent zu Werke geht. Er befindet fich allerdings in miRiehen pecuniairen Verhältnissen allein ich traue seiner Eh- kMaftigkeic und sehe darin kein inderniß, ihm einen wichti- 1 * Posten an uvertrauen- Ich erlaube mir, bemerklich “Ur machen, da die Regierun aus allen Rücksichten der . Gerechtigkeit, Klugheit und oralität dafür Sorge tragen „muß verdienten Männern eine ehrenvolle, auSreichende Existenz 1" st/chern. Genügt fie diesen gerechten Ansprüchen , so darf fie W so sirenzer Segen diejenigen verfahren, die fich selbst bezahlt Wen. ck in über eugt, daß General Brossard mich auf kam Posten sehr wo [ erseßen wird.“ Unterm 2. Juli em- p ehlt Bugeaud den General nochmals zum Kommando der
Oran; er beruft fich auf Brossard's frühere Dienste ."W maeht'bemerklich, daß derselbe seit 1830 ar nicht berücksi 1
“Literarische Anzeige'ri. “
A n 1 e i, g e. _ „ Von den v. Kampßschen Annalen der P," schen innern Staatsverwaltung isi 1?" Lte Heft des Jahrgangs 1"7 erschienen. wels!“ erren Abonnenten hierselbsi m den Vorm unden von 10-1 Uhr bei mir gxfäutgsi in E “7 nehmen wollen. In den Provinzen wird da binnen 8-"14 Ta m zu erhalten seyn. Berlin, am 4. eptember 1838. Schmidt, Ho atv“ unter den 211111111 k-
Die Dampfschiffe der K. K. Oesterr. Gesellschaft
17orxic1191'1111Z8-Zocietäe. ßehen mit den diesseitigen in direkter Verbindung und
„„...-„...... . Ust wkkdm sev. Der General-Gouverneur amrémont schrei 1
Der mehrerwähnte Prozeß des „Liberal du Nord“ ist in*
vagnae ein Drittheil einer Vorräthe an die ärmsten EinWohner von '
"kk- den Frieden in dieser Provin (Oran) aufrecht zu" erhal- ,
unterm 9. Juli 1837 an Bu„ eaud: „Auf Ihren Brief, ivorin vom „General Brossard die ede ist, kann ich nur bemerken, daß ich diesen Offi ier fast gar nicht kenne; ich erinnere mich nur, daß mein S wager, General Foy, der ihn während der Spamschen Feldzüge eine Zeitlang zum Adjutanten hatte, sehr strenge und ungünstig über seinen Charakter urtheilte. Da Sie mir in- deß s o viel Gutes von ihm sagen so werde ich, wenn der Minister mich seinetwegen befragt, ihm nicét zuwider seyn.“ Im September wendet sich das Blatt auf einmal. Bugeaud erstattet am 0. Sep- tember von Oran einen langen Bericht an den Kriegs-Minisker; er esteht, daß er sich vollkommen über Brossard etäuscht abe. „ ach Allem, was ich 1th weiß, glaube ich, da? er zu [lem ähig ist, wobei er Geld gewinnen und seinen arg zerrütteten ermögens-Umskänden aushelfen kann; und doch wird ihm dies nie gelingen, da er den Weibern und aller Art der Verschwm- dunzÉergeben ist. Er hat mit den beiden Schlachcvieh-Lieferan- ten en-Durand und Puig unter einer Decke gesteckt und den Intendanten zu Oran (dieser selbst ist bei der Sache unschul- dig) zu einem nachtheiligen Kontrakt halb überredet, halb enöthi t; dafür erhielt er von jenen Beiden ungefähr 20, Fr. Dies brachte ich durch scharfes Zuehen von Ben-Durand heraus. Durch ein Wort, welches ein raber aus der nächsten Umgebung Abdel-Kader's fallen ließ, kam ich einem noch ärgeren Handel auf die Spur. Mir wurde nämlich be- richtet, 19 der Unsrigen wären ein paar Tage vor dem Frie- denöschluffe an der Tafna gefangen genommen und zum Emir eführt worden. Ich gebe einem jüdischen Kaufmann, der nach ascara ging, einen Brief an den Emir mit, worin ich die Leute urückfordere. Abdel-Kader befiehlt augenblick1ich, sie frei 111 la en, Einer von den Häuptlingen spricht: „Wie, Sultan, uZebst ihnen ihre Gefangenen umsonst herauS? Hast Du doch die einigen theuer bezahlen müssen.“ Das Wort fiel mir auf, ich ließ von allen Arabern in den Umgebungen des Emirs Er- kundigungen ein iehen. Die meisten sagen aus , eben die nach Tlemsen gescha ten Lebensmittel wären der Preis für die Gefangenen gewesen. Der Emir selbst, bei all' seiner Verschwiegenheit, gab einem Ordonnanz-Offi ier, dem Spahi- Lieutenant Louis Allegro, ungefähr das ämliche zu ver- stehen. Ich fragte Ben-Durand, was er von der Sache wisse, und er gestand unweigerlich: für-die Lebenömittel wären dem Emir die Gefangenen herauSgegeben worden, da derselbe sich aus religiösen Gründen oder Vorwänden geweigert habe , den Ungläubigen dergleichen für Geld zu verkaufen; die Summen, welche das Französische Gouvernement zahlte, hätten er und Brossard unter fich getheilt; ihm, Ben-Durand, wäre aber we- nig übrig geblieben , da er gar xu viel an die Leute des Emir Habe abgeben müssen, welche zu dem Handel ge olsen. Es be- and fich aber von den Gefangenen, die der mir zurückver- langte, ein großer Theil zu Marseille. Brossard und Ben- Durand stellten mir unaufhörlich vor, wie wesentlich es den Friedensschluß erleichtern würde, wenn man dem Emir diese Leute zurückgäbe. Ueberdies habe General Rapatel die Sache so gut wie Zugesagt, als bei einer früheren Gelegenheit derEmir so höflich war, 0 Franzosen unentgeltlich freizu eben. Ich ließ mich überreden und schrieb, man sollte die Ge angenen aus Marseille kommen lassen. Sie trafen gerade ein, als der Friede an der Tafna ge- schlossen wurde, und ich gab dem General Befehl, sie sofort zu den „Ihrigen zu senden. Am anderen Tage- nahm ich zwar diese Ordre zurück, weil es mir an emessener schien, die Her- ausgabe in meiner Gegenwart gescheJen zu lassen; aber sie wa- ren schon fort. Mittags hatte Brossard ste empfangen und früh am anderen Mor en, als kaum der Tag anbrach, wieder weggeschickc. So hat der eneral die Würde Frankreichs,seinen Fein- den gegenüber, sch1ver kompromittirt; denn natürlichLJlaui-t der Emir, für die erkaufte Rückgabe dieserGefangenen keine ergeltung schul- dig zu seyn, und hat sich genscigert, die zum Sklavendienst weg- Zführten Weiber und Kinder unserer Douairen herauszugeben.“ eneral Bugeaud trägt auf unverzügliche Abberufung Bros; sard's an, hält es übrigens für seine Pflicht, die Regierung von etlichen weiteren vertraulichen Aussagen Ben-Durand's in Kenntniß zu sehen, welche allerdings, wofern sie mit der Wahr- heit bestehen, den General noch viel schwerer als alles Obige graviren dürften. Unterm 21. September 1837 berichtet Gene- ral Bugeaud an den Kriegs-Minister über mündliche Explica- tionen, welche er Ta es zuvor mit Brossard gehabt hatte. Er g'eßeht, daß die ungl ckliche, verzweifelte Lage des Generals ihn Tru?" habe. „Ich beschwöre Sie“, hätte Brossard unter Fr nen gerufen, „um der unschuldigen Meiniqen willen, sk r en Sie mich nicht ins Verderben.“ Da der eneral die Ab icht zu erkennen gab, sich mit einem ausführlichen unumwun- denen Bekenntniß und mit einer Darstellung seiner bedrän - ten Lage, unmittelbar an die Gnade des Königs zu wenden, Zo ließ General Bugeaud sich sogar bewegen, ein Fürwort für ihn beim Könige einzulegen. Dieses Schreiben Bugeaud's an den
König, gleichfalls vom 21.September1837, welches der Kriegs; *
Minister übergab, liegt den Akten ebenfalls bei; desgleichen die
wdrtlich aufgeseßte und von 2 Zeugen unterschriebene Unter: *
redun , welche am 20. September zwischen Bugeaud und Bros- sard attgefunden. - _Aus der langwierigen Instruction haben sich nun vier Punkte der Anklage gegen den General ergeben: Erpressungen (concussion) , Versuch zur Bestechung öffentlicher Beamten, unbefugte und strafbare Einmischung in fremde, mit dem militairischen Grande und Grado des Generals unverträg- liche Geschäfte, endlich sogar der Vorschlag eines Komplottes zu dem Zwecke, die Einwohner der Stadt und Provinz Oran gegen die Köni liche Autorität unter Waffen zu rufen. Der Mare- chal de Camo holorier präfidirt im Kriegs ericht; Major Robert von". 17ten Linien-Regiment ist Berichter atter, die Vertheidi- Ying führt Herr Boinvilliers aus Paris, unter Asfiskengdzweier
dvokaten von Perpignan: Paris und Lafabré-gue. as ge- wöhnliche Sißun s-Lokal des KriegSgerichtes konnte für diese Verhandlung ni tzureiehen; man hat daher die alte Kapelle auf dem Don'on der Festung für die Sißungen eingerichtet, und General afteliane hat die Anordnung getroffen, daß die
Berlin, Freitag den 7"" September „ [L*YZ.
Thore zur Citadel]: dem Publikum geöffnet bleiben, so lange
der Prozeß dauert. Dieser Donjon, vormals ein Palast der
Aragonischen Könige von Majorka, ist heute von den dreifachen
Befeskigungs-Linien der Citadelle eingeschloffen. Die Sitzung
des Kriegsgerichts ist Monta_ den 27. August um"10*,“.„. Uhr Vor-
mittags eröffnetwerden. Im horderKapeUc, die ein altesBauwerk
aus dem l1ten Jahrhundert ist, nahm der Tisch mit den Sesseln für die Richter, die Stelle des Hochaltars em. Zu Füßen der drei um Chor hinanführenden rothen “))iarmorstufen nehmen der ' ngeklagte und die Vertheidiger Platz. Der Raum dies- seits des Gitters ist dem Publikum eingeräumt, zwei kleine Ka- pellen zu beiden Seiten den Journalisten, eine anstoßende Brixiu- Kapelle für die Zeugen niederen Ranges, ein besonderes (231:- mach für die höheren Ofsi iere , deSgleicben für General Bros: fard und seine Familie. as Gericht besteht außer dem obge- nannten Präsidenten aus den beiden Maréchaur des Camps, Galx-Malvirade und de „Bar, einem Obersten und eiiiem Ba- taillons-Chef von den leichten Truppen, einem Capita": vom Genicwesen und einem von den Chasseurs; Lap:- tain Vautrin, vom 15ten leichten Regiment, fungirt als Königl. Kommissarius. Zuerst werden die Ordonnanzen Und Aktenskücke verlesen, kraft welcher das Kriegs-Gericht konsiituirt ist, darauf verliest der Greffier Roland die Aktenstücke der In: ftruction, die schriftlichen Zeugen-Aussagen und die Protokolie der zu Paris, Algier, Oran u.s. w. niedergeseßten Verhörs- Kommissionen. Diese Verlesung währte 4'„/._. Stunde, und zwar, nach dem Gebrauch der Kriegs-Gerichte, in Abwesenheit des Angekla ten. Darauf erscheint General Brossard in seiner Parade-UnÉrm als Marechal de Camp und mit dem Ofßzjer kreuz der hrenlegion angethan, jedoch ohne Degen. SLine? Haltung ist ernst und ruhig, er grüßt die Richter und nimmt neben seinem Vertheidiger Plaß. Der Präsident verliest dw Anklagepunkte und („Funk das Verhör mir dem Angeklagten selbst. Die Art und eise seiner Verhör-Abnahme wird als auögezeichnet gerahmt. Um 5 Uhr schloß die Sitzung, um das andern Tages um 10 Uhr wieder zu beginnen.
Die Lask-Korvette „Fortune“, welche von Toulon nach dem Mexikanischen Golf segelte, hat unterweqes ihren Kommandan- ten , den Fregatten-Capitain Launay-Onfray, verloren. In der Nähe von Gibraltar am das Fahrzeug 5 Tage lang mit c-.'-11»* trairem Wind und trömungen zu kämpfen. In der Nach: vom 7. zum 8. August befand sich der Capitain auf dem Hm- terdeck, und unteriuchte das SegelWerk, welches Schaden ge- nommen hatte; auf einmal war er verschwunden. Eine halbe
Stunde später zo ein Bootsmann den Leichnam des Unglück- lichen aus dem asser. Der Capitain war vollblütig und dem Schwindel unterworfen, sein Geficht am Tage zuvor rdehcr als gewöhnlich. Wa rscheinlich also ist er in einer: Unfall:: des Schwindels über ord gestür t. Am 8ten früh warf die Kor- vette auf der Rhede von Gi raltar Anker. Am Sten wurde die Leiche des Capitains aus Land gebracht 11'nd mit miiitairi- schen Ehren beigeseht. Der Schiffs - Lieutenant Vida: hat d-xs Kommando der „Fortune“ übernommen, die ihren Weg nach Mexiko fortseßt. (So wird aus Toulon vom 27sren nach Brie- fen aus Gibraltar emeldet. Die Erzählung hat jedoch 11111114 ches Unwa rscheinli e.) Von unis unterm 10. August ist die Nachricht eingegan- en, daß Admiral Stopford von seiner Regierung Befehl er- Zalten hat, mit seinem Geschwader nach der Levante zu gehen.
Großbritanien und Irland.
London, 31. Aug. Während die „Morning Chronicle“ ihre Polemik fortwährend nur gegen die Tories richtet, ver- schont der „Courier“ auch die Minister nicht mit Vorwürfen, die War immer mit vieler Delikatesse geschrieben smd, aber doch durch ihre häufige Wiederkehr dem Kabine: nicht sehr an- enehm seyn können, da sie eine Spaltung unter der Reform- Yartei, der Stüße des Ministeriums, hervorzurufen drohen.
chwäche und Inkonsequenz ist es vorzüglich , was den Minis stern vom „Courier“ vorgerückt wird; überall, wo ein Ver:- gleich zwischen den Parteien stattgefunden habe, sey es immer das Ministerium gewesen, welches Opfer gebracht habe, nicht die Opposition, und nach Lord John Russells lehren Aeußerun- gen im Unterhause in Bezug auf das Resultat der Verhand- lungen über die Jrländische Munizipal ; Bill müsse man fürch- ten, daß die Annäherung oder, mit anderen Worten, die Nach-
giebigkeit der Minister gegen die Konservativen noch entschiede- ? ner hervortreten werde. Da die anderen miyisreriellen Blätter ? zu diesen Bemerkungen ganz schweigen, so darf man wohl glau- ' ben, daß die Majorität des Kabinets wirklich den Wunsch hegt, ** die begonnene konservativere Richtung weiter zu verfolgen.
; Dem Vernehmen nach, wird fich der Marquis von Clan- ! ricarde zu Anfang des Monats Oktober auf einem Linienschiffe ? nach seinem Gesandtschafts-Posien in St. Petersburg begeben.
Einer der Kapiäne der Königin, 111. Hook, Vikar von Leeds, hielt am 17. Juni eine Predigt, in welcher“ er so lei- denschaftlich gegen die katholische Kirche sprach und so viel po- [irische Themata, namentlich auch das Appropriacions-Prinzip, in Anregung brachte, daß Ihre Majestät sich veranlaßt gefun- den hat, ihn von seiner Kaplan-Stelle zu entlassen. Die To- ries in Leeds sind sehr unzufrieden über diesen Schritt der sIZhegiehrung und wollen denselben dem Einftusse O'Connell's zu,-
rei en.
Die Times bringt jeht fast täglich Artikel über die aus'- wärtige Politik, die darauf berechnet smd, die beiden Minister Lord Palmerston und Lord Minn als zur Führung des Staats- ruders durchaus untüchtig darzustellen. Gestern richtete fie ihre Angriffe vorzüglich gegen den Leßteren, den See-Minister, in- dem sie ihm vorwarf, daß er Englands Marine in den kläglich- sten Zustand habe herabkommen lassen, während die Seemacht Rußlands, Frankreichs und Aegyptens raschm Schrittes zu- nehme und daß er selbst durch das Verfahren an der Spani- schen „1111|: anderen Mächten ein schlimmes Beispiel hinßchtlich * der Anordnung von Blokadm gegeben habe, so das sich dieser