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Minister freilich über die von Rußland an der TscherkessschcnKüste und von Frankreich gegen Mexiko und Buenos-Ayres eröffneten Blokaden nichr beschwerenkönne. Der „Times"“zusolge,wäre Eng- land 1th ganz wehrlos gegen einen Angriff zur See, denn während die drei neu aufgekommenen Seemächte Rußland, Frankreich und Aegypten mindestens 60 Linienschisfe, 30 schwere Fregatten nebst 30 Krirgs-Dampf1"chiffcn, alle im besten Stande, in zwei bis vier Wochen gegen England aufbieten könnten, bestehe die ganze See- macht an der Britischen „Küste nur aus 7 Linienschiffen und einigen kleineren Fahrzeugen, die nicht einmal auf vollkommenem Frie- densfuße ausgerüstet seyen. Als eben so unzulänglich schildert Fes“ Blatt die Englische Seemacht auf den Amerikanischen
"tationen, so daß die Vereinigten Staaten, wenn sie wollten, jeden Augenblick Neu-Schotcland erobern könnten und, wenn im Fall eines Ausbruchs von Feindseligkeiten zwischen England
und Rußland die Russische Ostsee-Fiotte der Englischen im Ka.- . - rie, Kavallerie und Artillerie vorüber dcfiliren. Das treffliche
Z Aussehen der Truppen und ihre schöne Haltung fanden allge- z meine Anerkennung. Hierauf manövrirten das 3te Linien-Jn- ? fanterie-Regiment (Prinz Karl) und nach ihm das“ 4te Che:
nal bei günstigem Winde nur einen Vorsprung von einem ein- ?igen “Zuge abgewänne, ganz Westindien für England verloren cyn w rde.
Mit Hinsicht auf den angekündigten Umtausch der Obli a- tionen der Dänischen in London nego iirten Anleihe von ] 25 hatte fich an der hiesigen Börse die esorgniß verbreitet, daß der für diese Anleihe bestimmte Tilgungs-Fonds bei dieser (Ge- legenheit vermindert werden solle, .und diese Besorgniß drohte, einen nachtheiligen Einfluß auf den Werth jener Fonds aus u- üben. Die Times giebt da er in ihrem heutigen Börsens' r- tikel eine von dem Hause Rot schild ihr zugegangene Erklärung, die zur Beruhigung des Publikums dienen soll, und in welcher vcrfichert wird, daß der im nächsten Monat zu verwendende Tilgungs-Fonds der besagten Anleihe so groß seyn werde, wie irgend einer der früheren.
Auch in Britisch- Guiana hatte, wie von dort unterm 13. Juli gemeldet wird, die Legislatur beschlossen , die Neger schon mit dem 1. August dieses Jahres ganz frei zu geben. Den Pfianzern ist dafür eme Entschädigung bewilligt worden. Man wollte nun auch noch durch ein Gesch für die Unter- |ühung der arbeitsunfähigen Neger sorgen.
Das neueste Asiatic Journal enthält eine Menge von Nachrichten aus dem Orient, die jedoch schon etwas veraltet smd. In Bezug auf die Persischen Angelegenheiten wird darin unter Anderem behauptet, daß es Herrn Macneill bereits ge- lungen gewesen, einen Friedens-Vertrag zwischen dem Schach von Perfien und dem Beherrscher von Herat dem Abschluß nahe u bringen, daß aber die Ankunft des Russischen Gesand- ten, rafen Simonitsch, Alles rückgängig gemacht habe. Die Nachrichten aus dem Birmanenlande lauten widersprechend, die einen friedlich, die anderen kriegerisch, so daß man über die Wendung, welche die Dinge dort nehmen werden, noch ganz in Ungewißheic ist. Im Innern von Ostindien sah es sehr traurig aus; die Hungersnoth soll beispiellos seyn. “Zu anderen Besorgnissen gab die unter den Eingeborenen sich äußernde hef- tige Opposition gegen die Englischen Misfionaire Anlaß, die durch ihren übertriebenen Eifer in den Hindus einen Haß' ge- gen die Europäische Bildung überhaupt zu wecken anfingen.
Ein hiesiges Blatt findet es nicht passend, daß der König der Belgier, wie es eiße, nach London kommen wvlle, wäh- rend die Holländisch- elgische Konferenz in Berathung wäre, da man wisse , welchen Einfluß König Leopold auf die Königin Victoria und auf Lord Palmerston ausübe und die Konferenz folglich durch einen solchen Besuch in dieser Zeit nur in Verle- genheit gesetzt werden würde.
Niederlande.
Aus dem Haag, 31.Aug. Dem Vernehmen nach, wer- den Ihre Königl.Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Frier brich ehestens wieder eine Reise nach Berlin antreten.
Herr von Fabricius hat hier bei Hofe _eine sehr schmeichcl- hafte Aufnahme gefunden und unmittelbar nach seiner Ankunft bei Sr. Majestät dem Könige gespeist.
Amsterdam, 31. Aug. „Bis heute“, sagt das Han- delsblad, „hat die Niederländische Regierung noch keine di- rekte Mittheilung von der Londoner Konferenz über deren letz- ten auf die Theilung der Schuld sich beziehenden Beschluß er; halten -- über einen Beschluß , nach welchem die Bestimmun- Yn über die Vertheilung der Schuld zwischen Holland und
elgien, und die von le cerem Lande zu übernehmende jähr- liche Zinézahlung , einer evifion unterworfen und in manchen Beziehungen zu Gunsten Belgiens modisizirr werden sollen. „Dieses Zaudern der Konferenz, mit ihrem einmal gefaßten Be- schluß ans Licht zu treten, kann keinen anderen Grund haben, als die Schwierigkeit, diesen Beschluß , nachdem man jetzt ein- mal von den 24 Artikeln abgewichen, so einzukleiden, daß eine Ienéhizzigung desselben von Seiten Holland:; zu erwarten seyn
unte.
Schweden und *NorWegen.
Stockholm 3]. Aug. An den lehren. Abenden haben wiederum einige traßen-Aufläufe stattgefunden, wobei in meh- reren Häusern die Fenster eingeworfen und anderer Unfug ver- übt wurde. Da die ErmahnunZen der Poli ei-Beamten ohne Erfolg blieben, so hat das )?ilitair, beLonders vorgestern Abend, mehreremai einschreiten müssen , und es sind verschie- dene JndividUen , denen jeht der Prozeß gemacht wird, ver- J|" worden. Gestern ?bend haben die Patrouillen die
olksmenge bald wieder zerstreut. Ueber den eigentlichen Grund dieser Aufläufe enthalten unsere Zeitungen noch nichts Näheres, doch scheint so viel sicher, daß dieselben nicht politi- scher Natur sind. Hauptsächlich finden die Zusammenrottungcn vor einem sogenannten Kaffeehause statt, welches nicht im besten Rufe zu stehen scheint.
Dänemark.
Kopenhagen, 1, Sept. Die hiesige halbamtliche (Ber- lingsche) Zeitun giebt die Nachricht, daß vom 1. Oktober d. I. der Grossner, Herr Nathanson, durch so viele wichtige Schrif- ten über unsere Verhältnisse, besonders die finanziellen, bekannt, die Redaction dieses Blattes übernehmen werde.
Konferenz-Rath Qersked traf am 28sken v. M. von Viborg in Aalborg ein, wollte aber, dem Vernehmen nach, noch nach Viborg zurückkehren, um verschiedene, die geschlossenen Ver-
andlun en der Stände betreffende Angelegenheiten vor seiner aam- nach Kopenhaßen zu ordnen.
Gestern kam die K nigiiche Brigg „St. Thomas“, Capi- tain-Lieutenant Graah, von Amerika hier wieder an.
Deutschland.
Au ““es-2. S-pe. (Ang. Ztg.) Die Gewiß eit daß Ihre ajestäten der Kaiser von Rußland und der Kßnig, von Bayern, so wie der der Königs-Familie Bayerns so nahe [ie-
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; hende Erbe des T rons, der eine von Deutschlands stärksten Säulen bildet, in * erson der Eröffnung des Lagers beiwohnen und zu leich große Heerschau halten würden, lockte gestern eine große olkömenge nach dem Cxerzirplaße bei dem „Dorfe Kriegs- haber, in dessen Nähe das Lager abgesteckt War. Dem Kaiser Nikolaus Zur Rechten ritt Se. Majestät der König von Bayern, zu seiner inken Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Preu-
Z ßen. Nachdem Ihre 'Majesiäien von den Generalen, an deren Spitze der Ober-Besehlshaber, Prinz Karl Königl. Hoheit, „ chrfurchtsvoll bewillkommt worden waren, seßten sie ihre Pferde iin Gaiopp und langcen unter dem Zurufe des Volks, dem
Schwertern der Trompeten, dem Ertönen der Regiments-
*“)KUfikeli vor den in Parade aufgestellten Truppen an.
Hier ritten Ihre Majestärrn mit ihrem zahlreichen Ge-
Zfolge zuerst an der Frontc aller Glieder hinab und ließen
dann das ganze, gegcn 17,000 Mann starke Corps Infante-
vauxiegers-Regiment (König) in Gegenwart „Ihrer Majestätcn. Die Infanterie führte während andert alb Stunden fast alle
' Betvegungen und Figuren des neuen riegs-Exercitiums mit ) Präzision, Raschheit und Sicherheit aus. Während eines sehr J lebhaften Hrckenfeuers, welches das ganze Regiment in zwci . Gliedern machte, tummelte der Kaiser sein Roß fast dicht an
der Mündung der Muskeren und streichelte dabei das edle
, Thier, weiches an Knall und Pulverdampf ziemlich gewöhnt
schien. Das treffliche Chevauxlegers-Regiment zeigte bei der
; Aasführung der ofrsehr schwierigen und verwickelten Reiter-
Mandver, bei den unaufhörlichen Schwenkungen der Eskadroncn,
,- der Auflösung ihrer Glieder zum Tiralleur-Gefechte oder zum ,“ Angriffe mir der blanken Waffe und ihrer raschen Wiederformirung : beim Rückzugs, eine bewundernswerthe Uebung und Gewandtheit. Auch der Feldmarschall Fürst Wrede, der tapfere Nestor der : Baierschen Armee, dem der Kaiser nach dem Ende der Uebun-
gen freundlich die Hand schütteltc, wohnte denselben bei. Gr- gen 3 Uhr gab ein Kanonenschuß das Signal zur Formirung des Lagers. In weni en Minuten war auf dem kurz zuvor öden Platze die weiße einwand-Sradt erbaut. Die Soldaten hatten sich schnell in ihren Zelten eingerichtet, und man sah fie bis zum Abende singend und kochend bei ihren Lageereuern filzen. Gegen halb 4 Uhr kehrten JJ. MM. mit ihrem Ge- folge nach der Stadt zurück. Das Wetter, Welches am Mor- gen mit Nebel begonnen hatte sich während des Tages aufs herrlichste aufgeklärt. Nach der Truypenschau waren Ihre Majestäten, die Prinzen, die Generale und ein großer Theil der höheren Offiziere bei dem Generalissimus Prinzen Karl in dem Schädler'schen Landbause vereinigt.
Dresden, ]. Sept. (Leipz-Ztg.) Die betrübende, vor- zugsweise in größeren Städten gemachte Erfahrung, daß beson- ders die außer der Ehe geborenen Kinder von ihren Aeltern aus Noth oder aus Leichtsinn ofc verlassen, schon vom zartesken „Alter an sogenannte Zieh-Aelrern übergeben, von diesen aber nicht selten aus Speculation zum Betteln oder zu Verbrechen angehalten werden, und so in sittlicher Verwahrlosung heran- wachsen, als Verbrecher die bürgerliche Gesellschafr gefährden und den Kommunen öffentliche Unterstüßung abndthigen, hat die Polizei-Deputation unserer Stadt im Einverständnisse mit den übrigen hiesigen Lokal-Behörden vermocht, alle sogenannten Zieh-Acltern unter polizeiliche Aussicht zu stellen und mit schriftlichen Jnftructionen zu versehen. Zu diesem Zwecke wird besondere Konzesson zur Auferziehung hierorts oder auswärts geborener Kinder ertheilt, bei dieser Ertheilung aber auf sittlich gebildete, unbescholtene und sonst zur Erziehung der Kinder geeignete Personen gese en, und dazu das Gutachten der Ar- men-Versorgungö-Beh rde vernommen werden. Diese, nach Befinden unter Mitwirkung achtbarer Frauen, wird die spezielle Aufsicht über Zieh-Aeltern und Zieh-Kinder führen, und für leizcere künftig eine Aufenthalts-Karte erfordern. Diesen Zweck sicher zu erreichen, sind die Hausbefihcr ehalten, in den halb- jährigen Haus-Verzeichniffen die Zieh; inder unter Angabe des Namens, Standes und Wohnortes der eltern anzumer- ken, so wie die Heba'Mmen verpflichtet werden, geschehens außer- eheliche Entbindungen der Polizei-Behdrde anzuzeigen. Auch werden die Directionen der Entbindungs-Anstalt und des Stadt- Krankenhausrs dieselbe Behörde von dergleichen Entbindungen in Kenntniß sehen.
Friedrichshafen (Württemberg), 30. Aug. Gestern Nachts sind Se. Majestät der Kaiser von Rußland zum Be- suche bei der Königl. Familie hier eingetroffen, haben den heu- tigen Tag im Kreise derselben verweilt und sind heute Abends 10 U r wieder von hier abgereist.
yannover, 8. Sept. Die Hann.Ztg. schreibt aus Em- den: „Eine wichtige Untersuchung beschäftigt in diesem Au- genblicke unsereKriminal-Behörde. Am 26. Aug. strandete auf dem Memmert bei Borkum eine Amerikanische Brigg, Und es aben sich von dieser Schiffs-Mannschast 5 Matrosen, theils
ngländer, theils Holländer von Geburt, aufs feske Land geret- tet. Schon die Eile, mit welcher vier derselben ihre Entfernung betrieben und Fuhr-Gelegenheit nach Brake suchten, erregte Verdacht, als noch mehrere Umstände hinzutraten, welche ver- muthen ließen, daß nicht Sturm oder sonst ein Mißgeschick, sondern vielmehr ein schweres Verbrechen den Untergang des Schiffes veranlaßt haben möchte. Die Geretteten beßnden sich nämlich nicht nur im Besitze einer Menge Kleidungs; und. Schiffs-Inventarienstürke, sondern es fehlen auch von der Be- sahung der Capitain, der Steuermann, der Bootsmann und der Koch , Welche das Opfer einer Meuterei geworden u seyn scheinen. Die Kriminal-Behörde hat daher am 29. Aug. bends die Arretirung. eines dieser Matrosen verfügt. Dem fünften der Geretteten, der bereits mit einem Schiffe von hier nach Hamburg unter Segel gegangen war , wurde ebenfalls nachge- setzt, und auch er wird so eben gefangen ein ebracht, indem der widri e Wind das von ihm beftiegene Schi an der Mündung der ms zurückhielt. Man ist sehr gespannt auf den Ausgang der Untersuchung eines schaudererregenden Verbrechens, welches sich, zur Schande der Menschheit, in neuerer Zeit nicht selten wiederholt har.“
S ck w e i z.
Luzern, 31. Ang. -- Tagsaßung. -- Aus der Sitzung vom 27. Angusk tragen wir Folqendes nach. l)r. Kern, indem er den Beschluß des großen Rather! von Thurgau eröffnete, bemerkte in Be ug, auf die namentlich von Neuchatel verlangte Auskunft, ob ours Napoleon bei Erwerbung des Thurgaui- schen'Bürgerrechts förmlich auf das Französische Bürgerrecht Verzicht geleistet habe: „Die Frage, ob Jemand in einem Kanton ,das Bürgerrecht auf gesetzliche Weise erworben habe, liegt lediglich in der Kompetenz der Kantonal-Behörden zu
entscheiden. Wenn diese offiziell Jemanden. als Bär er „, erkennen , so ist dieser Anerkennung von den übrigen künden Glauben beizumessen und der Betreffende als Schwei er Bür- ger anzusehen. Uebrigens war Louis Napqleon “zur Zeit, als er das Bürgerrecht von Thurgau erhielt, nicht einmal Franzd. fischer Bürger, da die Napoleoniden auf immer aus Frankreich verbannt und der bürgerlichen Rechte verlustig erklärt find. Eine Verzichtlcistung auf das frühere Bürgerrecht wird in Thurgau nur da gefordert, wo der Betreffende ungeachtetder Annahxm des Thurgauischen Bürgerrechts das des“ aus'lc'rndrschen Staates nicht verldre. Indessen hat_ Louis Napoleon in einer Zuschrift vom 20. August an den großen Rach erklärt, das Thurgaujsche Bürgerrecht sei) das einzige, welches er bcsiize. Dieses ist denn auch nicht etwa ein bloßer Ehrentitel, Weil man im Kanton Thurgau nur ein Bürgerrecht kennt, wonach alle Bürger gleich sind. Der große Rath hat sodann erklärt, daß .die Behörde„ politische Umtriebe gegen das Ausland selbst zu bcstrafcn wise“ Es scheint gewisse Personen zu geben, die sich in dcr Raj).
von Arenenberg herumtreibcn, da oder dort etwas hören„*
urid in ihrem Diensrrifer es nach aris berichten, ohne zu untersuchen, ob es Grund habe. 0 erscheinen dann in den ministecieilen Blättern die albernsten Gerüchte über Lom; Napoleon. So heißt es in der „Revue des deux mondes“,;: lasse sich Kaiser nennen und betrachte seine Umgebungen als Unterthanen. Der Gesandte hat dann noch die Vollmacht erhalten, gegen jede die SouverainetätseineZ Kantons verleizende Schlußnahme Verwahrung einzulegen, honk aber nicht, hiervon Gebrauch machen zu müssen, indem er nicht glaubt, daß dj; eidgenössischen Stände, welche unlängst die Verfassung von Thurgau garantirt haben, zu Beschlüsen die Hand bieten wer- den, wodurch die Grundsätze dieser Verfassung verletzt würden.“-
Die Wegen der Französischen Note niedergeseßte Kommission hat am Donnerstag den 30. Angusk Abends noch eine Sitzung gehalten, und man hofft, daß sie in derselben zu einem Beschluß gekommen sey. Ueber die Berathung selbst verlautet noch *nichts. Dies zur Berichtigung der Blätter, welche die Tag- sa ung schon die Note zurückweisen und dem Beschluß von Tßurgau beitreten lassen.
Schaffhausen. In dem Instructions-Beschluß unseres großen Rathes für Abweisung des Französischen Begehrens heißt es unter Anderem: „Das Verhältniß zwischen der politi- schen Machc Frankreichs und den schwachen Kräften der Schweiz kann hier nicht in Betrachtung kommen; es sollte hingegen der Salz eine Wahrheit seyn, daß Frankreich und die Schweizerische Eidgenossenschaft im Europäischen Staaten-System als selbki- ständige, gleichberechtigte Glieder nebeneinander stehen, und dir Eidgenossenschaft die Verpflichtung obliege, ihre nationale Uns abhängigkeit, ihre Würde und ihre Ehre gegen jede Anfechtung und um jeden Preis aufrecht zu erhalten und zu behaUpten, und das Besireben, dieser Pflicht Genüge zu leisten, höher ste-
hen solle, als Bestimmungsgründe, die nur aus den Geboten einer ängstlich berechnenden Staatsklugheit abzuleiten wä- ren.“ Die Instruction wünscht, als Anhang eine Zuficherung an Frankreich, daß die SchWeizer Kantons - Regierum gen keine Störungen 'der Ruhe anderer Staateii von ihrem Gebiete aus dulden werden. Endlich sollte die Ge- sandtschaft dahin wirken, daß die Regierung von Thurgau
veranlaßt werde, von Louis“ Napoleon Bonaparte eine aus- drückliche Verzichtun auf das Französische Bürgerrecht.zu (or; dern, und ihm die ermeidung aller Umtriebe aizfs beste ein- uschärfen. » „Dieser Antrag“, bemerktéhierzu die Züricher Zeitung, „und vornehmlich seiiie Begrundung muß, auch ab- gesehen von dem jeßigen Falle, ]cdcn Eidgenosseti freuen, dem es für Schaffhausens Stellung und Gesinnung in den lehren Jahren ban_e geworden ist. Man verdankt ihn vorzüglich Herrn von JJKeienburg-Rausch, der auch in der Sihu'ng des großen Rathes, wo der Beschluß auf Antrag des kleinen Ra- thes genehmi t worden, wieder schöne Worte esprochen har „„Er fühle ich gedrungen““, sprach er unter nderem, „„ei- nige Betrachtungen über die Politik Frankreichs und die Folge, welche die Ablehnung seines Begehrens für die Eidgenossen- schaft nach fich ziehen könnte, anzustellen. Die demokratischen Grundsätze, welche in der SchWer an Umfang und JestiÉzkext im- mer mehr zunehmen, sagten dem Sysiem der gegenwärtigen ranzdsi- schen Re ierung nichczu, Weil sie sich bei der vielfachrnBerührungdr beiden Nachbarländer und dem Anklang, den jene Grundsäkze aii bei einem Theil des Französischen Volkes finden, durch dieselbenir
ihrer Existenz gefährdet glaube; darum habe sich die Stellung
Frankreichs zu der Schweiz verändert -- jenes Frankreichs, das zur Zeit des Umsturzes der Bourbonischen Dynastie einen
so großen Werth darauf Z-legc habe, in der Schweiz und Bel“ _
gien , gleichsam als Vorposten , Symyathieen zu gewinnen und das“ neue System dadurch zu befestigen. Uebrigens sey Frani- reich fortwährend selbst der Zufluchtsort der politischen Unzufriei denen; in jenem Lande sey , neben dem jungen Frankreich , der Vereinigungspunkt des jungen Italiens , des jungen Deutsckr lands , der Polen; ja diese Flüchrlinge erhielten sogar, wie sich aus den alljährigen Budgets ergebe, Unterstüßung, aus den Franzdfischen Staatsgeldern. Darum dürfe Frankreich um so weniger ein Begehren, wie das jehige, „an die Schweiz |““ -len.““ - Der Redner untersiüizt noch der Anficht, daß ernste Folgen aus der Ablehnung nicht entstehen Werden, „durch Hin- weijung auf die allgemein in Europa befolgte Politik““
Italien.
Mailand , 27. Aug. Vorgestern kamen der Kaiser und die Kaiserin in Como an, wo sie auf das feierlichste empfangen wurden; die erwartete Beleuchtung auf dem See hatte aus der Umgegend und aus Mailand Tausende zusammengeführt; das Schauspiel selbst brachte eine außerordentliche Wirkun hervor- Der Kai er wohnte derselben in einer kleinen Barke ei. Am anderen age war Schiffrennen und außerordentliches Theater-
-- Die Allgemeine Zeitung enthält über die ereiti mehrfach von uns erwähnte Ankunft des Kai erpaarcs in Jta- iien folgenden Bericht aus Vico vom 26. ugusk: „Es wok den Kaiserlichen Reisenden nicht bestimmt, Italien in dt“ Schmucke seines bla'uen Himmels zu begrüßen. Während W
ganzen Reise über den Stelvio fiel heftiger Regen, welcher eki-
nachließ, als. der Im; Sondrio, das ziveite Nachtlager in I““
" lien, erreichte. Auf der Höhe des Zoches Ward der Kaiser von
dem Vice «König , dem Erzherzog „Johann, demGouverneUx der Lombardei , Grafen Hartig, und dem General «Kommt!!!1 danten , Grafen Radelzky , in einem eleganten Pavillonbew
kommt. Fichten: und Tannenzweige s mückten den leicht“.' Bau, und ließen ver essen daß man ich in einer Höhe 5“ fand, in Welcher seib dice Bäume des Nordens nicht mehr fortkommen. Daneben errichtete Eis-Pyramidenwaren our
den in Strömen herabstürzenden Regen zu Wasser gew“? den. Zu dem dunklen Himmel und wilden Schneegestöbek
essin das Taubftummen-Inskitut und ohen Besuche. Sie er-Präfidenten und Zerrenner, in der leßteren aber von tolberg und der Frau Präsidentin von
oheit die Prin lein inder-BeWahr- wurden in der ersteren von dem Herrn
oßartige Schauspiel eines Ungewitters. Wo die Unfreundlichkeit der Elemente schadhaft : das Landvolk mit wundervoller Schnelligkeit och verursachte dies manchen Verzug. Auch die Fernblicke, deren man bei heiterem Wetter über einen en Gefichtskreis enießt, gingen verloren; der Kaiser ohithat des Himmels - denn das durch lan e „Dürre gelitten _ mit seiner Ankunft ort, welches unter dem Landvolke von lange vor dem Kaiser die Thäler elina und die Ufer des Comosees erreicht hatte. In wurden die seit dem Mittelalter durch ihre Heilkraft be- Schweselquellen besucht. Noch trägt eine Stube des alten ses den Namen laStanza dellaDuchessa, nach einer Deut- Zeiiher entstand unter dem Regierung und insbesondere des gegenwärtigen ein geräumiges Etablissement, welches Über drei- Unterkunft bietet, und in der Mitte dieser auf einer dem Alpenabhang abgewonnenen t seinen drei Geschossen, langen Korridors und voll- eingericheeten Wohnzimmern ,
das e ku“ fich nftalr mit Ihre
wieder her. errn Pro
berühmten der Frau
empfangen. esel, 1. Sept. Se. Köni [. Hoheit der Prinz Wil-
aber, daß diese nigs) traf am 30sim v. M.
helm (Sohn SinMajeftät des K hier ein und ivohnte dem Manöver der Truppen war großer Ball, die Stadt erleuchtet und über! pfang ein allgemein freudiger. Durch vielfache die Anhänglichkeit der Bewohner auch anderweit kund. dem Rhein wurde ein neues eisernes Dampfschiff feierlich ein- geweiht und erhielt den Namen: „Prinz Wilhelm von Preu- ßen“. Nachdem heute die Manöver der Truppen beendet wa- ren, verließ Se. Königl. Hoheit wieder unsere Stadt.
- - Königsberg, 1. Sept. - Mäßigkeits-Ver- eine im Regierungs-Be irk Königsberg. -- Nachdem von Seiten der Provinzial-* ehdrde die angemessenen Auffor- derungen geschehen und die bekannten Werke, welche Belehrung und Trmunterungen über diesen Gegenstand enthalten, verbrei- tec worden waren, hatten sich schon bis zum Schlusse des Jah- res 1837 in dem Regierungs-Bezirke Königsberg 20 Vereine, und zwar 9 Enthaltsamkeits- und 1] Mäßiqkeits-Vereine gebil- Die neuesten bekannt gewordenen Resultate über das Fortschreiten der einzelnen Vereine sind sehr erfreulich. So hat . B. die Zahl der Mitglieder des Mäßigkcits-Vereins des Holland vom 26. September v. Z. bis 16. Juni d. I. um 493 Personen vermehrt und nach der dem Ausschusse dieses Vereins von Seiten mehrerer Gutsbesißer des Kreises Pr. Holland zugekommenen Mittheilungen der Debit an Branntwein in den Schankhäusern seit Errichtung des Vrreins sehr merkbar vermindert. Mehrere im Kreise als Trunkenbolde bekannte Personen, welche dem Vereine beigetreten sind, haben sich fortan nücheern verhalten, und ist kein Vereins-Mitglied wegen Verletzung der Statuten verwarnt worden. Uebel des unmäßigen Genusses von Branntwein und anderen hitzigen Getränken nach Möglichkeit e ner die Königliche Regierung hierselbst durch da vom 24. Oktober 1837 Gasiwirthen, Schänkern :c. bei 15 Strafe verboten , einem bereits Angetrun; und hat dieselbe Be-
mmentreffe: ein
u Mund lief, und aupt der Em-
eichen ab sich g A
schen Fürstin, die sie bewohnte.
SchUße der Gouverneurs andert Badegästen erggegend,
den überraschendsken An-
Sondrio war festlich erleuchtet; überdieß ver- tadt durch Gründung eines Hospitals das An- 6 Kaiserl. Besuchs. Am nächsten Tage ging die Reise am nördlichen Ende des Comosees, nach Varenna, t über den See nach der Villa Melzi, unweit
blick geWährt-
Hypothekenbuck) noch unvollendet ist, bis zur ben ein Surro at aufgestellt wurde, welches sich so nahe als möglich an den ang des Geschäfts anschließt, der da, wo be- reits Hypothekenbücher eingerichtet find, beobachtet wird.
Übel“ Colico, und von dor
Oelaggio.“
Mailand, 20. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin sind m zwei Uhr Nachmittags von Como in Monza an- an welchem Orte Sie von den Er n, von dem Erzherzog von dem Herzog und der Herzogin v. Modena und den Brüdern des Her ogs empfangen warden. Zur Feier der Ankunft Ihrer Maje äten in der Nähe unse- rer Stadt hat der Gemeinderath von Mailand an diesem Tage Lire durch das Loos bestimmen lassen, cborene I)iäd- rdnung Ihrer
vorgestern u ekommen , arl, Ludwig und Zohan
seiner Gemahlin, so Wie
erquen Franz ice-Kdnig und
150 Prämien von 200 Um dem
und zwarals Aussteuer für arme in Mailand , die fich binnen einem Jahre nach der Gestern hat der Kaiser in Monza rzbischof von Mailand eine Audienz ertheilt; e Höchstderselbe-den Ort und die glänzende .Be- eberall begleitete der Jubel der Einwohner den Monarchen und seine erhabene GeMahlin.
Der Kaiserl. Russsche Botschafter, Bailli vvn TatiStscheff, der Königl. Preuß. Gesandte, Graf von Maltzan, der Königl. Niederländische Gesandte, Baron von Mollerus, der Großher- Fürst von Sayn-Witgensiein, und viele d. hier eingetroffen.
ntgegenzuwirkrn, hat fer-
Majestät?" verhe s Amtsblatt
dem Kardinal ; E Sgr. bis 10 Rthlr.
kenen noch spirituöse Getränke zu reichen, hörde, nachdem sie in Erfahrung ebracht hatte, daß namentlich in den größeren Städten ihres Branntwein-Genuß von Seiten der Handwerks-Gehüifen vor- blauen Montage gefröhnt werde, sich ihr Amtsblatt die betreffenden .Be- stimmungen des Allgemeinen Land-Rechts, wodurch die willkür- liche Feier namentlich des blauen Montags von Seiten der Gesellen, bei Strafe untersagt ist, dem betheiligten Publikum in Erinnerung zu bringen, und die Orts-Polizei-Behdrden wiederholt und gemessensk angewiesen, über die unausgesehte „Befolgung der bestehenden Vorschriften mit Ernst und Nachdruck zu Wachen. “
-- _ Kön Schänken. -- (.
epartements der Völlerei im
zugsweise am sogenannten veranlaßt gefundcn, durch
zogl. Hessische Gesandte, andere hohe Diplomaten sind am 26.
Rom , 25. Aug.
Das Diario berichtet, daß am Risken r. M. der General- Prokurator der Mechitaristen- Mönche zu
Venedig, Peter Eduard Hurm ichen Religion in Rom eine A
in der Akademie der kathdli- handlung vorgelesen habe, in welcher er dargethan, daß die schismatischen Armenier ganz im Widerspruchr mir ihren eigenen Dogmen handelten , Wenn sie das Primatdes Papstes nicht anerkennen woliten. schichte der Armenier weise es vielmehr durch unwiderlegliche „Aktensrücke ;nach, wie eng fie mir der Römischen Kirche verbun- den seyen, deren Oberhaupt fie darum auch unbedingt als das ihrige anerkennen müßten.
Um die Wiederherstellung des erkrankten Erbgroßherzogs von Toskana zu erfiehen, isi hier in der Kirche San Giovanni dei Fiorentini ein dreitägiges Gebet angeordnet worden.
S p a n i e n.
Das hiesige Diario meldet, daß am 10ten eine za [reiche Maurische Armee vor Ceuta erschienen teliung eingenommen habe, wie am 16.Juli . In Ceuta fe lte es an Lebensmitteln und die Soldaten erhielten nur halbe
Spanische Gr von Morelia bestä Details über den e von mehr als vier
Sberg, 2. Sept. - Verringerung der s ist in neuester Zeit in mehreren öffentlichen Blättern und Schriften die Behauptung aufgestellt wvrden, daß die Zahl der Schankwirthschasten in unseremStaate in den lehreren „Jahren immer mehr zugenommen und das Gesetz vom 7. Februar 1835, in Betreff der Ertheilung von Konzessionen Schankwirthschaften noch nicht den grwünschten Erfolg ge- In Beziehung auf unseren Regierungs-Bezirk isi Nach den |atistischen und Ge- werbe ; Tabellen des Regierungs - Bezirks Königsberg befanden 3-1 in demselben 716,342 Einwoh- einschließlich 115 Gasthöfe, Speise-Anskalten. Ende hner und 3683 Schank- 1218 Krüge und 65 on Ende des Jahres
abt habe. es aber wenigstens unrichtig.
sich zu Ende des Jahres 18 ner und 3848 Schankwirthschaften, 1185 Krüge. und 82 Restaurationen und Dezembers 1837 Ware:: 735,808 Einwo wirthschaften, einschließlich 143 Gasthöfe, Restaurationen und Speise-Anstalcen. 1834 bis dahin 1837 hat sich demnach im Regierungs- Königsberg die Zahl der Einwoh Zahl der Schankwirthschafte dert, so daß 1837 ungefähr 13 9) eine Schankstätte kommen.-- Daß diese sultat der erwähnten AUerhdchsten Kabinets-Ordre vom 7. Fe- bruar 1835 sey, geht daraus hervor, daß vor der Bekanntma- chung derselben die Zahl der Schankwirthschaften im Regie- s-Bezirk Königsberg mehr oder weniger im Steigen be- aber seitdem sich mit jedem Jahre mehr und r vermindert hat. Auch sind seit der Publicaiion dieses Ge- bei der Königl. Regierung in Königsberg eine bei weitem dßere Menge von Beschwerden von Seiten solcher, die neue ckankwirthschaften anzulegen beabsichtigt, über verweigerte Er- laubniß zur Anlegung derselben eingegangen, als früher; denn es haben die Orts-Polizei- und Kommunal-Behörden, nament- lich in den beiden letzteren Jahren, redlich und emsig sia“;- be- müht, die Haupt- Absicht des Gesetzes vom 7. Februar 1835, welche dahin geht, dem übermäßigen Genusse der geistigen Ge- tränke, besonders in der niederen Volksklasse, vor ubeugen, mit Konsequenz und Energie zu verfolgen und nach 9 öglichkeit zu erreichen gesucht und sind darin von der Regierung auf das sie untersrüht wvrden.
anzig, 20. Aug.» Friedens-Gesellschaft.- Diese Gesellschaft hat im vorigen Jahre 19 Stipendiaten aus Dan- zig und "anderen Orten Westpreußens mit 1770 Rthlr. unter- stützt und befißt gegenwärtig einen Kapital-Fonds von 16,000 Von den Stipendiaten widmen sich 4 der Malerei, 1 der Musik, die übrigen den Wissenschaften.
Aachen, 31. Aug. -- Brennmaterial der Eisen- werke. -- Aus der Eifel wird gemeldet, daß d gefangen worden, beim Eisenschmelzen geröstetes kohlen anzuwenden, wie dieses an einigen Punkten Frankreichs bereits nach dem ersten Vorgange in Rußland geschieht. Franzbsischen Erfahrungen sagen, daß bei dieser Schmelz-Pro- zedur I/„-, des „Brennmaterials erspart werde. Es wäre im In- teresse des Staates und des Landes von großem Werthe, wenn bei der stets fich mehrenden Eisen-Erzeu ung , die keinesweges im Verhältniß mit der fortschreitenden eine solche Ersparung des" immer kostbarer werdenden vegeta i- lischen Brennmaterials erzielt werden könnte. In Belgien soll die Erfahrun gewonnen worden seyn , daß sich das geröstete
olz bei Ho öfen von der ewöhnli [ ßt; zugleich soll sich der material regelmäßiger gestalten und das Gußeisen von guter Qualität werden.. Es ist zu erwarten, daß man nicht säumen werde, bei uns die Sache ebenfalls zu prüfen und , wenn sie sich bewährt, durchzuführen, da nach den Fran ösischen Erfah- rungen der davon zu erwartende Vortheil selb
Sevilla, sey und dieselbe
ner um 19,526 vermehrt , die n dagrgen um 165 Hermit".- Lenschrn mehr als 1834 auf Verminderung ein Re-
Die Aufhebung der Belagerung vollkommen, aber es" fehlt noch an den die Christinos auf einem Rück- eilen erlitten haben. aufheben müssen, nachdem er ungeheure Verluste ie Karlisten haben eine merkwürdige Unerschrockem heit bewiesen; Frauen und Kinder nahmen an der Vertheidi-
*gung Theil und schwache Greise schossen ihre Getvehre ab, gleich den jüngsten und abgehärtetsten Soldaten.
war einer der blutigsken, denn es verging kein Tag, im dem
die Parteien nicht handgemein wurden.
rella völlig eingeschlossen; am 13ten begann das Feuer der
um 14ten errichteten die Christi- nos neue Battericen; am 1 ten und löten war das Feuer von beiden Seiten fürchterlich; am 16ten und 17cm wurden zwei n und am 17ten Abends" nach dem zweiten eneral der Königin nach Monroyo zurück, von wo aus er dir Behörden in Saragossa von der Aufhebung der Belagerung in Kenntniß setzte. sey nach Madrid Brie en aus
Oraa hat die
Der Kampf en gewesen ist,
Am 10ten war Mo-
in der Nacht
Stürme abgeschlage Sturm zog sich der
Man will wissen , Oraa
aragos s a vom 26. August ufolge, befand . hristinische Armee an diesem Tage Wi chen San Ma- -teo, Carraöcal und Rubielos. .Die leichten Waren bis Cherte, Torral und Villoris vorgedrun en. e Land oberhalb Morella hat sich _in Ma Es ing in Saragossa das Gerücht, an Mateo erschossen.
Inland.
t. Auf der fertigen Eisenbahn-Section hlendorf finden jetzt täglich mit den Lo- komotiven und Personenwagen Probefahrten, sowohl zur Ein- übung des Personals, als *zur Befestigung des Dammes statt. Der Andrang des Publikums dazu ist in den letzten. Tagen so groß geworden , daß die Bestimmung n außer den Direktoren, Reprä- eamten der Eisenbahn, an den Fahrten Theil ne men zu lassen. Am 18cm d. M. wird jedoch Uk förmliche Erd nung jener Section , die bis zur Hälfte des Wkgefsk ?tofin Potsdam nach Berlin führt, auch für das Publi- a nden. Magdeburg
ruppen Cabrera's
on Carlos der General Oraa
“habe sich in
. a elbst schon an- Berlin , 6. Sep olz statt Holz-
von PotSdam nach Ze
bon PotSdam aus nothwendig wurde, Niemande
sentanten der Actionairs und olz-Production ste t,
en Construction anwenden
, 4. Sept. Zum GotteSdiensk waren unsere ohdfen bei diesem Brenn-
Prinzlichen Herrschaften mit Ihrem ewdhnlichen Gefolge gangenen Sonntage im Lager, des ittags fand die täg- mehrerer Fremden statt, des Abends “ni [. Hoheiten bei der Wiedereröff-
mms unserer Bühne im T rater. Gestern beglückten Ihre
k,che Tafel unter 8 aber zeigten Sich
MM
größer scheint
als der, weichen die anerkannt nähtiche AnWendunZ déi heißen Gebläse-Luft gewährt.
Gesetzgebung. Hypothekeaweseu. Die Verordnung vom 16. Juni 1820, betreffend die Er-
werbung und Ausübung der Real; und ypotheken-Rechte auf Grundskücke bei nicht vollständig eingeri tetem Hypothekenwe- sen (Gesetz; Sammlung für 1820 Seite 106-108), sollte den Uebelstand beseitigen, Welcher daraus hervorging , daß eine be- deutende Anzahl von Grundstücken ihre Aufnahme in das Hy- pothekenbuch noch nicht gefunden hat, die allgemeine Gesetzge- bung aber, das Wirkliche Daseyn des Hypothekenbuches voraus- selzend, an die Eintragung in dasselbe die Möglichkeit des Real- Kredits knüpfte.
Das Allgemeine Landrecht und die Allgemeine Gerichts-
Ordnung enthalten nur Bestimmungen für den Fall des bereits vorhandenen und des noch gar nicht vorhandenen Hypotheken- buches und übergehen den dritten Fall, den der eingeleiteten, aber noch unvollendeten Zypotheken-EinriMung. Der aus die- ser Lücke entspringende
so dringender, je einieuchtender es ist, daß dabei den Gläubi- gern gar keine Verschuldung zur Last fällt.
achtheil erforderte eine Abhülfe um
Diese Abhülfe konnte nur darin bestehen daß da, wo das Vollendung dessel-
Es läßt fich derselbe in folgende einzelne Bestandtheile auf-
lösen: * 3) wirkliches Daseyn eines Titels zur Hypothek;
b) Anmeldung zur Eintragung;
1?) Prüfung und Genehmigung der Eintragung von Seiten der Hypotheken-Behörde;
(1) wirkliche Eintragun . Von diesen vier ErZorderniffen kann einstweilen noch das
vierte unmöglich, die drei ersten aber können, gerade so wie nach der Vollendung des Hypothekenbuches , vorhanden seyn. Hier- aus rechtfertigte sich dasjenige Surrogat, welches die Verord; nung vom 16. „Juni 1820 geschaffen hat, und welches darin be-
steht, daß
der Gläubiger einen Titel zur Hypothek wirklich habe und zur Eintragung anmelde,
die Hypotheken-Behörde den Grund dieses Gesuchs prüfe und dasselbe nach Befinden gene mige,
dann aber die Priorität ni : von der Zeit dieser Gene mi- gung, vielmehr von der Zei; der Anmeldung angere net werde.
Daß dieses Surrogat nur alSdann Anwmdun finde:: solle, wenn für einen ganzen Gerichts-Bezirk noa? kein Hypo: thekenbuch existirt, nicht aber, wenn nur er| einze ne Grund- stücke im Hypothekenbiiche eingstragxn strhen, die Übrigrn nicht, davon ist in der Verordnung nirgends die Rede.
Zur AufstellunZz eines solchen Unterschiedes, an den man bei Abfassung der erordnung nicht gedacht hat, fehlte es an einer genügenden Veranlassung. oin dem einen, wie in dem anderen Falle, bei dem Mangel des Hypothekenbuchs überhaupt, wie bei den einzelnen Hypotheken: olien, ist das Bedürfniß der durch die Verordnun gegebenen bhülfe in gleicher Weise vor- handen. Nur mittel der Vorschriften dieser Verordnung kann dem bis zum heutigen Tage in allen Provinzen noch nicht völ- lig beseitiLten Uebelsiande, daß viele Grundstücke noch kein Hy- potheken-zolium haben, bege net werden, und nur in Voraus- setzung derselben onnte die Zwangs-Verbindlichkeit zur Berich- tigung des Best“ -Titels durch die Aller öch|e Ordre vom 3]. Oktober 1831 ( eseß-Sammlung für 181 Seite 251) suspen- dirt wferden, ohne in die Privatrechti-Verhältniffe- störend ein; u rei_-.*n.
z Z Jene einschränkende Auslegung würde daher, wenn sie auf- recht erhalten worden wäre, das Fehlschlagen des durch die Verordnung vom 16. Juni 1820 beabfi-htigten wohlthäti en Zweckes herbeigeführt und viele Tausend bisher ertheilte e- cognitionen über die erfolgte Anmeldung und Prüfung von Hy- potheken-Forderungen in ihrer Wirkung vernichtet aben. _
Darum erschien es dringend nothwendig, jeden weifel durch eine authentische Declarakion der Verordnung zu lösen. Sie ist unterm 28. „Juli d. I. (Geseß-Sammlung Nr. 28 Seite 428) dahin erfolgt, , _,
daß die Verordnun vom 16. Juni 1820 auf jeder: ein- zelne Grundstü bis zu seiner Eintragkung in das Hypo.- thekenbuch für anwmdbar erklärt worden ij , ohne Unterschied, ob andere, in demselben Gerichts-Be irke befindliche Grund- stücke in das Hypothekenbuch dieses erichts-Bezirks bereits ein etragen find, oder nicht.
leichzeitig ist dadurch ein anderes Bedenken erledigt wvr-
den, welches die Frage betraf: _
ob die Registrirung der Recognition auf das Dokument selbst so wesentlich sey, daß von der Beobachtun dieser Form die im §. 5 jener Verordnung verheißenen Vorzüge ab ängig bleiben.
„Diese Frage ist verneint worden. Das Surrogat, wel es an die Stelle der Eintragung tritt, soll seyn: Daseyn eines i- tels zur Hypothek, Anmeldung zur Eintragun , Prüfun und Bescheinigung der Eintragungsf higkeit von eiten der ypo- theken-Behörde. Allen'diesen Erfordernissen wird eben o ge- nügt, wenn die Recognition unter dem Original-Inskrumente, worin die Hypot ek bestellt ist, ausgefertigt wird, als wenn dies besonders geschie t.
Ersteres ist unzweifelhaft an sich zweckmäßig; aber noth- Wendig zur Erwerbung des Realrcchts kann es eben so wenig seyn, als um Beispiel der Vermerk der Registratur über den' Akt einer esfion, welcher nach 5. 203 Titel 11. der Hypot e- ken-Ordnung auf das Original-Inftrument geseßt werden so .
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Newcastle am Tyne. Am 25. August fand die Schluß-Siz- Ing der Britischen Association ßatt. Nachdem Herr Taylor seinen ericbt iiber die Finanzen der Gesellschaft abgestattet hatte, nahm der Marquis von Northaxupton das Wort und sagte: „Es kann nicht überraschen, daß die Bewohner von Newcaftle ein so gro es Interesse an der Association nehmen, wenn man bedenkt, welche e- ensiände in den Versammlungen derselben diskutirt werden. Die Landbesitzer wissen den Werth der Geologie zu würdiZTu, die Fabrik-
besißer kennen den Nutzen der Chemie und die Ar itekten wissen, was sie der Mathematik zu verdanken haben. Man b rt indeß wohl zuweilen sagen, daß gewisse Wissenschaften die reli iöseu Gefinnun- gen gefährdeten, und namentlich ,hat nian der Geo ogie diesen Bor- wurf gemacht. Wir befinden uns ]edoch jest an einem Orte, wo die e Wissenschaft höchst populair isi und wenn man um fich schaut und dx: zahlreichen chrisilichen Tempel erbiiät, kann man dann wohl einen
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