1838 / 268 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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_aer hinaus und durchwwderte dasselbe zu Fuß. Mit der den Französischen Soldaten eigenen Geschicklichkkik waren zahlreiche Decorationen und Trophäen improvifirt. Der iUrin unter- hielt sich mir Offizieren und Soldaten und ließ daran? mand- yriren. Nachmittags besuchte der Herzog die Hospitäler, gab Abend:; ein glän endes Bankett und eröffnete den Ball auf dem Stadthaus: mj: [[:. Armand, der Tochter des Deputirten von St. Omer.

General Jacqueminot h_at unterm 15ten ein Schreiben an die Wähler des ersten Parijer Bezirks“ erlassen, worin er fxir die' xum 3. Oktober anstehende ersucht- , . .

Zwei in der Provinz vorgefallene Bankerottc machen viel Aussehen. Der Direktor der unlängst gestifteten Kommerz; und Industrje-Kasse zu Lyon, Jean Berard, ist plötzlich verschwun- den; er hatte alle Journale in der Hauptstadt und der Prp- vinz mit Annoncen und Prospektus angefüllt; unlängst jedoch sollen die Actionaire einige Besorgniß geschöpfrhaben, wre rs wohl mic _ihren Kapitalien stehen möchte; der Direktor fand es für gut, iich der drohenden Untersuchung zu entziehen. -- Zu "Aix hat Herr Loubon, der an der Spitze der dortigen Acricn- Bank stand, einen Defekt von 1,200,000 Fr. gemacht. Bei der Revision der Kasse fand man wenig Baares, aber Loose aus verschiedcnen-Lot_terieen zum Betrage von 500,000 Fr.

Der Ge]ä)äst5fi'lhkek des „I)?essager“ ist in Folge der von Herrn Gisquer angestellten Kiage vorgestern vor dem Znyiruc- tions-Richter erschienen.

Das Journal des Débats theilte ge|ern mit großem Wohigeialien ein Schreiben aus der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 15. mit, worin cm Freund des Prinzen Louis

Bonaparte demselben zu (“)en-Nhe fährt, in wech)? fa:]“che und

seines iamens unwürdige Schung er |ck, sowohl Frankreich als der Schweiz gegenuber, vrrscßt habe. Heure enthält es wirder einen sehr drohenden, kriegerisch lautenden Llrtikrl, worin (:O-„:'gons der Handel in eincm muen Tone besprochen wird. „'I-zar cs n::“t drm Sck,wc;;cr Bürgerthume Lou» Na,- poleon's ftrr e:;rs_Br:randc.*.r5 m; RUN [Md M der That "()x-;(. dariiber „| kein Wok; medi“ zU vexlarrecr. Orc, Zr,;“aße ?Wir ;:rr- heute under:“: OL) die SCÄWWLZ- «Urn Us:!“uhrkaacrn, nwclcxx »!“1;

en dit“ Naärbaryiaarrn rrwas m'- CÖ-cß-xikr xx'rI-«cm. „x:? Z::xirrcm- Fäcrr, zum chkldxsdrin dxcnrn :er! D..!wx dadxxi rdmxxxr es, Wenn ire dig». 'Lir1:'*_-wcix“d:2;x Lxrxis Napd'son's *--r-:.*.*„-:a«:'c. Wir reden nicht aus Becmurhmig, noci) cms dlc-"w-m „Ödrcniagen. Wir versichern für ganz brjiimmt, daß die Ik-ÜMUÜCHEU ';5l:'xct)t- lin e Mazzmi und Gebrérder Rufßnt |ck wieder in der Scywetz de nden. Nießc mindrr wird es? uns" höchst wahrscheinlich, da]; die bekanntesten Häupter der Contumacmen vom ripril-Prozes; der wieder mit dem Plan umziehen, ihn vceüeichc in diejrm Augenblick bereits auSgef-“rhrt haben, sic!) in der Schweiz zu sammeln und ein Comité-Directcur niederzuécrzen. Wir wissrn recht gut, man wird dies anfangs hartnäckig ableirgncn, allem die Bestatigung wird nicht ausbleiben. So mach drr Sriuix, welchen die Schweiz Einem gewährt, allen jenen unvet'bcffcrlici)en unruhigen Köpfen neue Hoffnung. Mögen die Einsichtsvollen, die Friedliebenden in dcr Schwer" “dies bedenken; wir vertrauen noch immer, man wird |ck zum echten entschließen, uicht aus Mangel an Muth, einer größeren Macht gegenüber, sondern aus Alt-Schweizerischer Rechescizaffenhric und Treue gegen den Nachbar. Doch hat dix Franzdsiiche Regierung auf jcden Fall ihre Maßregeln genommen; zu Lyon, zu Besanron, zu Bevfdri werden in diesem Augenblicke Batarsione auf den Kriegsfuß ge- setzt. Wir können nicht oft genug warnen, daß man in der SchWeiz die Drclamationen unserer Oppofitions-Blättcr nicht für den Ausdruck der Stimmung in Frankreich ansehe. Man lasse sich durch seine augenblickliche Gereiztheit nichr verleiten, der Französischer: Regierung böse Absichten gegen die Schweiz zuzutrauen. Die Schweiz i| unser Bollwerk; wie sollten wn“ ihre Erniedrigung wanschen? Welchen Gefallen könn- LM wir an der ;Oemüthigung eines tapferen und ehrenhaf; ren Volkes Finden, welches von jeher mit uns verbündet gewesen, mit welchem wir wichtige und unzählige Interessen gemein haben. So leichtsinnig bricht Frankreich seine Freund- schaften nicht, Was wir gegenwärtig von der Schweiz verlan- gen, wäre sie seid| in ähnlichem Falle von jedem ihrer Nack)- öarstqaten zu fordern berechtigt, und Frankreich würde es ihr ohne Widerrede bewilligen. Auf dieses vollkommen gegenseitige Recht gründen wir unsere Forderung, nicht auf unsere Macht, nicht auf unsere Bayonnerte. Ein Krieg mit der Schwciz wäre ein “großes Uebel auch für Frankreich; aber das größte Uebel für einen Staat ist, sein Recht fordern und nicht erhalten.“

Es smd Nachrichten von Martinique bis zum 12. August eingetroffen. Der Gouverneur, Contre-Admiral de Moges, hat die Sitzung des Kolonialrathes am 1. August mit einer langsn Rede eröffnet, Dieselbe beginnt mit der trd|lichen Versicherung, es sey des Königs Wille, daß die Kolonieen nicht zu Grunde gehen sollen. Der Gouverneuer freut sich der „Zerr- schenden Ruhr, berührt in sehr scHrnendcn, verblümten us- drücken die Frage der Neger-Cmancipation , und giebt beruhi- gende Auskunft über den Stand _der Finanzen der Kolonix. Auch wird Hoffnung gemachr, daß der Handels-Verkehr met dem Amerikanischen Fe|lande erleichtert, und Martinique zum Stapelort ausersehen werden *soll. Ganz zuleßc i| vdn den Zucker-Zdllen die Rede; allein hier scheinen die Verheißungen des" Gouverneurs die Versammlung nicht desonders befriedigt zu haben; denn außer der Antwort!; ; Adresse auf dirse Rede, Welche die Klagen der Kolonie sehr nachdrücklach zusammen faßt, ist am 11. August noch eine hesondere Adresse an den König vorirr worden: „Sire! die Kolo- nisten von Martinique bringen ihre Klagen, bringen den Rock); schrei eines ganzen Landes an die Stufen des Thrones und bitten um Gerechtigkeit. Alle FranzosenKaben an dem Schuß, der von dem Throne auSgeht, gleichen nspruch, gleichviel, ob ihre Heimat!) im Mutterlande, oder jrnseit des Meeres ist. Durch ungerechte, mißbräuchlichx Zollamäße wird unser Wohl- stand untergraben, das Erzeugnis; unseres Bodens zu Gunsten Anderer entwerthet, unser Kredit ruinirt, unsere Häfen und Rheden liegen öde; Niemand kommt ab uholen, was wir “erzeu- gen, und zu bringen, wessen wir bedßr en; der Wiqngrl :| vor der Thür. Sire, von Ihrer Weisheit und Gaerechvtrgkett erwar- ten wir schleunige, nachdrückliche Hülfe. Wir bittet), den auf unserm Zucker lastenden Einfuhrzoll um 20 Frsxauf xe 100 K:- logramme herabzuseßen und uns die Ausfuhr von 30,000 Fäs- sern Zucker nach fremden Häfen, sey es“ unter Fran_zdstscher, sey es unter fremder Flagge, zu erlauben. Dieser Hulfe bedürfen

wir in unserer dringenden Noth, um nur unsern Bestand bis zu dem Tage zu fristen, da uns volle Gerechtigkeit zu Theil werden soll.“ - Der Kolonialratl) hat die beiden bisherigen Delegircen, den Baron Tools aus der Kolonie und Herrn Charles Dupin zu Paris mit großer Srimmen- Mehrheit wie- der gewählt“

Neuwahl um ihre Stimmen _

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Großbritanien und Irland.

London, 22. Sept. Vorgestern smd Ihre Belgischen Ma- jestäten von Windsor nach Ramögate abgereist, wo fie stch ge; stern an Bord des Paketboocs „Widgeon“ nach Ostende ein- schiffen wollten. _ 3

Der Prinz George von Cambridge geht heute von Kew nach Falmouth ab, um seine Reise durch Europa anzutreten. Zunächst bcgirbc Se. Königl. Hobel“! sich nach Gibraltar. Der Herzoq und die Herzogin von Cambridge wollen eine Reise nach Schottland machen.

Gestern fand die halbjährliche Zusammenkunft der Eigen- thümer von Bank-Fonds statt, und es wurde in derselben eine

: Dividende von 4 pCt. erklärt.

In einer Eisengießerei zu Newton, an der Eisenbahn zwi- schen LHverrdol Und Manchester, :| am 17ren d. ein Dampfkes- isl gesprungen, wodurch 6 Arbeiter auf der Stelle getödtet und die'anderen qefädrlrck) verwundet wurden.

05qu dre Vrrrheidiger der „“Tom-Gesetze, welche fich be- sonders “darauf berufen, daß mit den Brodpreixen auch der Ar; bcitsiohn zu |ecgen pflege, führt der Spectator an, daß im Scptcmbcr [&II der Durckzsümitcsxpreis des Weizens 4! Si). 0 Prr. für d-sn Quarcer betragen habe, im folgenden Jahre 40 Sh. d' Ver., dann 58 Sk). 4 Pro., endiici) in diesem Jahre

: 73 St). ".)-* re., so da[; also der Umcrschied zwischen dem Preise cines Quarters Weizen in den Jahren 2835 und 1838 sic!) auf '

_ .;l Sk). 5 Pee. oder auf 7.3 pCt. belaufe; dcr Arbeitölohn mußte Y ' also, Wenn

17 Si). 0 Pre. betragen, da er im Jahre 1835 auf 10 Sk). arstandcn habe; daß aber dem nicht so sey, wisse jedes Kind. Das aenannte Blatt weist dann ferner nach, daß bei der jelzi- qen Laar des Handels und be:“ drm nächsten Aussichten fürdrn-

selben auch Sem Steigen des ?irdrirslohnes zu erwarten try. ,

,Die Zdlke vom fremdcn Weizen smd ::brigens, wie man erwar- rcte, da der Öu.ci)1chnircsp:'eis arstrrn [ck04 grfaUcn war, bereits oon ! Simiiinq xcirder auf 2 So I Pre. _féxr dcn Quarter in die Ödddgrqangexx, und man «iaudc, das cm _farneres FaUen Iss D:1:'cd*'»4,?:xirr*“prerxrs drr Zd-ic dcs xi-irLMn annrrstag auf ?, ".'-'*0 :::;M arif s;; S?». d' Pck. hitmufgeirérbrsr Habrn wird. s;)», Zv.:k':.;)r von Éxrgicxänm Weizen war ztvar an den gestrigen “.=i“.:r?t-“n tmr grrmn, desto [(Siri-rx" aber die vdr! fremdem; beide Licht; waren zur dm lrjxrrn '))Toriragsxoreijcn kehr gesucht. & O'Qoemeki hac c;;;c:*-' dricccn Orirf an das ;;rländq'der-sr erlassen, worin er dassclve bcvdnders vor den Englischen R Faxen marac. Den gucrn Absichten der Minister läßt er vori kommens Grrcchcrgk-xir v.-ede=.sahrrn, spricht aber die Meinung aus, daß sie z'»: schwar!) scyon, um gegrn die Tories etwas an:?- NCMLU zu können, amd d.!ß dahcr rem dauer:]dcr Vortheil für Zrlrmd cms de:: jrrzigen Verwalturrg entsprießrn dürfte, weil, wenn die Tories morgen ans Ruder kämen, AUes von ihnen wiirde umgesrfxrzt werden, was Irland durch den Marquis von Normanby und Lord Morpeti) gewonnen habe. Dies scheint drm Courier etwas übertrieben, dicses Blatt glaubt vielmehr,

daf; auch) ein Tory ; Ministerium mehr so leichr im Stawe seyn winde, die Segnungen wieder zu vernich-

ten , welcbe Irland dem jcxztgen Ministeriym verdanke. Eben so !Vidcl'Wl'tÖT da"“elbe dcn Anfichtrm-O'Connell's von den Englischen Radikalen und rät!) ihm, nicht so thörichte Ver- sammlungen, wie die in Birmingham und auf dem Palace- and in London, für die walzren Repräsentanten der Radikal- * efdrmer zu halten; wie wenig Anklang die Tendenz, der AttwoW-OConnorsMn Agitation- unter den arbeitenden Klassen in England finde, das gebe daraus hervor, da[; kaum 3000 In; dividuen auf dem Palacr-Yard sich eingernden hätten; die ech- ten Radikal; Reformer, denen es wahrhaft um das Wohl des Landes zu thun sey, würde Herr O'Connell gewiß auch stets als Freunde Irlands sick) bewähren sehen, und er möge. nicht darauf ausgehen, die Reform; Partei noch mehr Utrter sich zu zerspalten, damit man nicht am Ende„ als Seitenstuck zu dem für gewisse Englische Staatsinänner sehr passend von ihm er; fundenen Ausdrucke „Tory ; Radikale“, ihm selb| den Namen eines „Orangist-Repealer“ gebe. -

Der hiesige Courier erwähnt 1th auch der Nachricht, welche das in New-York erscheinende Französische Blatt „l'C'jra- fette,“ worin die Geseßlichkeir der Französischen Blokade von Mexiko besonders eifrig verfochten wird, kürzlich mittheilre, daß nämlich drr Befehlshaber des dortigen Französischen Geschwa- ders bereits Zn|rucxioncn fÜr den Fall eines wirklichen Aus- bruchs von Feindseligkeiten erhalten habe, und daß nach einer in "diesen Instructionrn enthaltenen Bestimmung angeblich alle Kaper unter Mexikanischer Flagge als Piratenjchiffe betrachtet und behandelt, das heißt, daß ihre IJTann1chafcgehäi1gt werden solle, wenn nicht zwei Drittheile derselben aus "Mexikanern be- ständrn. Jndeß fügt das genannte Blatt hinzu, es müsse er| brfsere Autorität für diese Nachricht haben, als" die ]rner New- Yorker Zeitung, ehe es daran glauben könne, daß dre Franzö- sische Regierung so grausame Jn|ructionen erlassen haben sollre. „Denn,“ fährt der Courier fort, „wenn einKrieg zwischen Mexiko und Frankreich ausbräche, so würden alle Kriegsschiffe und Ka- per, die in den Mexikanischen Häfen ausgerüstet werden wöch- ten, jedenfalls hauptsächlich mit Britischen und Nord-Amerikam- schen Seeleuten bemannt Werden, dre der hohe Sold [drien würde, in ONexikanischrn Dienst zu treten. Die ganze Marine der verschiedenen Süd:Amerikanischen Staaten hat 1th Englische und Nord-Amerikanische Offiziere und Seeleute. Kann man nun wohl einen Augenblick glauben, daß England oder Nord-Amerika diese Leute ohne Weiteres ganz grduldig außerhalb des Völker- rechts würde stellen lassen? Umer Botschafter in Paris. hat auch gewiß schon die Instruction erhalten, sich zu erkundigen, ob jene Nachricht wahr ist.“ ,

Nack) Berichten aus Demerara vom 5. Augu| :| der Tag der vollständigen Einancipation der Neger dort eben so qlürklich vorübergegangen, wie auf den Britisch-Westindischen Inseln; er War für die Neger ein Freudenfest, welches auch nicht durch die geringste Ruhestörung getrübt wurde; nurjüber den Tarif des Arbeitslohns herrschen noch Differenzen-zWischen den Pfianzern und ihren bisherigen Lehrlingen; 'Die Neger verlangten 10 Dollars“ für den Monat, was ermge Pflanzer auch geben wollten, andere aber verweigerten; diese Forderung i| etwas höher, als die der Neger auf Jamaika. Das Benet)- mcn der frsien Neger wird übrigens sehr gelobt, und,man scheint von der Uneinigkeit über den Arbeirsw n keine schlirnme Folgen zu erwarten, sondern einer baldigen „cl)lichtung dieses Streits entgegenzusehen. Dagegen soll, den Zeitunßen von St. Lucia zufolge, unter der Sklaven-Bevdlkerung der enachbarten Französischen Kolonie Martinique die Aufregung |Y groß “seyn. Die Französische Regierung hatte übrigens , als orbereitung zu einer umfassenderen Emancipation, 200 Sklaven, die ber den öffentlichen Arbeiten verwendet wurden, die Freiheit gegeden.

Den neuesten Nachricht2n aus Kanada zufolge, die bis

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cr in demselben Verhältniß ge|iegcn wäre, jetze ? eingegangene Verpflichtungen _qeqrn

' den Professor [)1'. F1;-.*?.)s bestimmt,

qegcn Ende Augusts reichen, befand fich Lord Durham noch in

' “Montreal und hatte die Gouverneure der verschiedenen Norm

Amerikanischen Kolonieen aufgefordert, dorthin 'zu_ kommen, um sich mit ihnen über den jeßigen Zustand der Britneyen BMM!!!- gen in Nord-Amerika zu berathen;

Die Nachrichten aus Havana gehen bis zum 10, August. Die im „Courier“ vor einigen Tagen enthgit_ene Erklärunq, daß das Gerücht von einer dortßentdeckten volati1chcn Yeerz, rung unqegründet sey, crwer| nch _nun doch als Vorethg, denn dieses Blatt meldet jetzt selbjr, daß, den lckzxen „Berr-chxen zu, folge, die Rädelsféxhrer jener Verrehwdrzmg 'ich am Gesäügnjß befänden, und daß man neue Unruhen bcfurchte. Nach Pumo Rico, wo es auch unruhig war, k),“ké? m“" "9" LW“ 600 Mann Truppen abgesandt, und in einigen Tagen sollten "W) ck00 folgen.

DeutscHland.

München, 22. Sept. ZF. MM. der König und die Königin smd am 2). September Vormittags von MKW» nach Berchtesgaden abgereist. .

Wie die Allgemeine Zsitung__mcldet, :| dem auf der Veste Oberhaus bei Passau gefangen xlßendcn ehemaligen Pro- fessor und Bürgermeister, Hofrath „Behr, durci) Königlxcße Gnade gestartet worden, bei Tage uxm'r BcglItung einer Mit litair-Ordonnanz sich im ganzen Umsang der Stadt Paffad zu bewegen und auixuhalcen, _

Nack) der Nruen Würzburger Zeitung habrnscsxßer die Unwcrsérär Göttingen den Ruf als ordentlicher Professor an die medizinische Klinik nach "MÜnchrn abzulehnen,

Se. Majestät drr König hat an den ersten B;“:rgermexsxzy der Stadt “Linasburg folgendrs Scdrciben erlassen: Herr ersier Büraermei|er'1)r. Carron du Val! , Ick,» habe das Schreiben ronZiG. Srprembcr empfangen, mir welchem Sir Mir Und Meinrr vielgelirbtrn Gemahlm, der „Königin Majestät, die von der Stadt Augsburg zur Erinnerung an das dlfsjÖhrkge Urhungs Lager bei “Zirtgsvurg geprägte Denkmünze überreiawn. Ic!) habe es lebhaft bedauert, dax"; “)J-Trine, Gottlob nur kurze

! Unpäßlrchkrit gerade in den Zeitpunkt fallen mußte, wo die grd-

ßrren Uebungen der Trvppen |atchabrn solitcn, denen Ick) bej- zuwohnen gedachte, umd wobei ""Wir das Vergnügen geworden "wäre, unter den getreuen Bewohnern Augsbdrgs länger zu ver; wrilrn. Empfangrn Sie, Herr Bijrgcrmeijirr, “Meinen Dank fa'xr die im Ramen der Stadt TOM“ ausgedrückten Gesttrmmgcn, wrlci): roerthhalcend Ick) gerne erwiedrre mit der V2r1lcheTUk1q «))?omer Königlichen Gnade. IJTÜnchrn, 17. September 18-38 Ludwig.“ * * __ T::urtgarr, “2.1. Sept. (Deutsch. (Tour.) "Crit Wirder- eröffnung drs Landtags ist die Kammer der Lidgcordnetrn mic Berarduxig drs GeseZ-anrwurfs Wer Kompetenz der Gerichte in ScrafsaMti Zrscbäscigr. Geseß und Verhandlmig bieten rde- mg allgrmrrxxcs Zntrresse dar. “Zilles Wartet darZUs, in welchem Zustande dcr Gerry-Cncwurf über Entschädigung FÜr Wildichaden von der ersien Kammer zurückkommen wird. _. Freiburg, 17. Sept. Seit zwei Kagrn nnd zur Ver- sammlung der Deutschen Naturforscher und z'seL'zce unter An- deren eingetroffen: Scree aus Neucharel; Tribdlcr aus Bern; |)!» Chevalier, Professor aus Paris; Prinz Karl Bormdarte von Musignano; Bucklarid aus Oxford; de Candolle aus Graf; Strauß-Türkheim aus Paris; Ur. Wilhelm Arnold aus Zürich; Professor Stöber aus Straßburg; Lardy, Bergrath aus „Lau- sanne; John Bachmann aus Nord-Amerika; J. H. Fichte, Professor aus „Bonn; Campbell, C emiker aus OIKanYej'rer; W. S. Macfarlane, Chemiker aus * lasgow; W. P: Exchan- der, Naturforscher aus Mühlhausen; Ur. Manie aus Hradelz berg; [)r. Puchelt aus Heidelberg; [)13 Z- HLM? “_UÄKÜUU“ statt; 1)!"- Vogel, Professor aus München; Omarms dHalloy aus Namur; Ur. Treviranus aus Bonn. Bis deut; Abends sind etwa“ 350 P?itglirder cingrschrick-en; darunter befindet sich auch der Gründer dieser jährlichen Versammlung, ken. Für das Unterkommen der zahlreichen Gäste :| aufs besfe gesorgt.

O e | e r r c i cl).

Wien, 21. Sept. Die Mailänder Zeitung, vom liten d. M. enthält ein tachariscl) geordnetes Verzeicdmß der Summen, welche von den Städten und Lgndgemeinden „der Lombardei zur Feier der Krönung Sr. Majrstät Kaisers “Jer- dinand ]. als König des LombardisckxVenetianYchen Königreicir, oder der Anwesenheit des Monarchen, oder «einer Durchriii

auf ihrem Gebiete, für Feste und öffentliche Freudenbczeugun- =

gen, vorzüglich aber, nach dem von Gr. Majejkät geäußerten Wunsche, zur Gründung gemeinnütziger An|alcen und Strxcun- gen bestimmt worden sind. - Noch ehe diejes' Verzriclmiß amt- lick) bekannt gemacht worden war, theilte ein Korrejpondent der „Allgemeinen Zeitung“ in Mailand unter der Anschrift: „Krö- nungs-Budget der Lombardischen Provinzen“ Folgendes" darüber mit; „Mailand, 0. Sept. In meinen bisherigen Briefen ver- suchte ich, Ihnen ein schwaches Bild von den Festlichkeiten zu geben, welche die Anwesenheit des Kaisers hier und am Comer- see bezeichneten; später hörte ich von dem bedeutenden Koster- Aufwande, der hierzu ndthig war, und weder von den städti- schen Behörden, noch von den Privatleuten uyd Gemeinden gescheut wurde. Dies führt mich auf den großen Reichthum dieses Landes, der denn bei solch_en Gelegenheiten fich am gläy- zendsten kundgiebt, dem aufmerksamen „Beobachter aber _auch in gewöhnlichen Zeiten nicht entgehen kann. Dre Prachtiiebe der Icaliäner war von jeher welckundig; allexithalben, um mit Dank? zu sprechen: ira 17811": keltre, finden slch „Spuren hiervon; dt? kleinste Stadt ist reich an prachtvollen Kirchen, großen Pali- sten, endlosen Garten-Anlagen und den„retzend|en Villen. Frey- [ich hat späterer Unfall mapche von diesen Bauten zu maler:- schen Ruinen umgestaltet, die Wasserleitungen getrockne't, die Parke verwildert, diescbdnsten Kun|werke gebleicht und mit [)un- dertjährigen Staubschichten überzogen, und nur in den durch dcn gläubigen Sinn des Volkes gewahrten Kirchen keinen Eingang ge- funden. Dies gilt besonders im untern Italien. Nicht ohne Wehmut!) vermag man den klassischen Boden Umbriens, das Latinergebirge und die idyllischen Gestade des Tyrrhemschen Meeres zu betreten, die in der tiefen Ruhe ihrer Umgehung jedwedem frischen Aufschwungs für immer entzogen scheinen- Fa| möchte man glauben, es habe sich alles Leben na_ch dem nördlichen Theile der Halbinsel gezogen. Die Lombardei leuch- tet hierin besonders voran. Hier ist Alles Bewegung und Thä' tigkeit. Dasselbe Gefallen an Kunstwerken trnd reichen Lebens- verhästnissen findet in den unerschöpflichen Hulfs'quellen der Lan- des, dem ausgedehnten Grundbesilze der hdhern Stände, ux der regenBetriebsamkeit der Mittelklassen und einer fast Allen eigtl)“ thümlichen Weisen Sparsamkeit, besonders aber in den frühzeitig auSgebildetcn städtischen Verhältnissen und dercrefflicben Grmemde; Verfassung, vielfachen Vorschub und mehr als hinreichende Mitt?

er BefriedÉxunq. Sd darf“ ck_nun nicht Wunder nehmen, wenn je Stadt omo allem, mit einer Bevölkerung von kaum mehr lö-15/000 Setlur, für den feierlichen Empfang des Kgisers „0000 Lire anwerfen und überdies eine Summe von 103,00" „ck“, zu Werken von dauerndem Nahen bestimmen konnte. In leicbsm Sinne hahen alle Lombardischen Städte und Gemmr- theils für äußerrs Gepränge, so wie es die Gelegenheit erbkisch“ und die Mittel estatteten, the_ils für fortdquernde Denkmale undeerke der enschenliebe furgeiorgt, um in dor- pelcer Weise die Aywesenheit und Krönung Kaiser Ferdmandé „feiern. Von_Wten aus war nämlich angedeutrt worden, das F,;- Kaiser sich jedes Uebermaß von Prundverbitte, und dafür «ern gute mzd für daß Wohl des Landes grdeihlichekWerke ins Le- 'ben treten "()(-_ Die Städte und Gemeinden beeiferten sich als- bald, dem Kanerl- Willen nachzukommen. Personen, welchen ,me genaue Kenntmß des Landes und der hiesigen Verhältnisse „rüber ein Urrherl gestattet, können den Scharfblick der emeinden urid |ädti1chen Behörden, den praktiichen Sinn, der überall gleich_ das wahre O_edürfniß erkannte und zur Auf- rinqung der *))?ittel Nati) wußte, nicht genug rühmen. Zn „glaublich kurzer Zeit hatten Städte und Gemeinden ihren Plan entworfen und die bendthigten Geldmittel angewiesen. ), e1che Fülle von Reichihum, administrativer Gewandtheit und taktischem Verstande die Lombardei in sich schließe, wurde ]c-kzt rstklak- Man erstaunte über die von den einzelnen Städten eidiesem Anlaß aUSgeworfenen Summen, man wollte seinen «Urn nicht trauen, als die offiziellen Listen eincn Toral-Betrag „: mehr als_neunchalb Millionen Zwanzigern audwiesen. Za) iche aus diejen Tabellen, in welche mir em gefäiézger Fchnd msxchc gestattete, folgende Haupi-Notizen aus: Mailand giebt ;jr Feste und öffentliche Freuden:Feierlichkeiten (jrmtjitdxinxmnj .li Ub|jrasslrliänxick 215,000Lire, 30,000zur Ausstattung hundertfunf- jg armer Mädchen, 7000 auf freie Rückstellung verfallener sänder, im Ganzen 2'2,000 Lire; doch ist hierbei eine zu öf- mxtirden Zwecken erst zu be|immende Summe nicht mit inbe- „sm, *Monza steuere hierzu 17,700, die Gemeinden auf dem “ande 283,130 Lire bei, so daß die Gesammt-Summe der von radt und Provinz Mailand getragenen Kosten sch) auf 531,84? tre beläuft, wobei natürlich die von den Gesellschafter: der No- ali und Negozianti veranstaiccten Feste nicht inverriffen sind. essenungeachcet scheint diese Summe im Vergleich mit den von en übrigen Provinzen vocirten Beiträgen klein; dicser m|and rklärc |ck jedoch durch die auf mehrere Mill. angeschlagenen often der Erweiterung des Domplatzes, welche in jener halben » ail, nicht inbegriffen sind. Es handelt sich nämlich um nichts eringeres, als den sehr béschränkcen Raum vor dem Dome ach allen Seiten hin zu einem großen mit Säulenhaljcn um- ebenen Maße zu erweitern, was der Abtragung eines gan- en Stadttheils ziemlich gleichkommt. Dieser kühne Plan Ward or Jahren in Anregung gebracht, aber srlbst der Lombardi1che nternchmungsgcisk zögerte, auf ein so weicläufridrs und kost- pielégrs Projekt einzugeben. Der Kaiserliche Besuch überwvg ber auch hier die lange gehegten Bedenklichkeiten, und vom ächsten Jahre an werden mehrere Hunderttausend Lire auf em Jahres-Budget der Stadt Mailand erscheinen. Bereits eginnt man mit Niederreißung der Häuser hinter der Kathe- rale. Anfangs Wollte man sich ierauf beschränken und den weiterten Platz der Kirche del ampo Santo mit dem 9320- mente des" Kaisers Franz schmücken; der nahe Dom hätte aber esem Denkmale Eintrag gethan; so kehrte man zu dem ur,- rünglichen riesenhaften Plane zurück. Die Provinzen und ihre oaupt|ädte erscheinen mit folgenden Summen auf der Liste: Ber- -mo giebt ],810,842, Brescia 1,850,].34, Como 2,050,635, Cre- ona |,210,935, Lodi455,324, Mantua 138,707, Pavia 210,285, -ondrio 219,454, mithin die Lombardei die ungeheure Ge- mmt-Summe von 8,072,249 Oe|erreichischer Lire. Um den -errn zu ehren und die Schaulu| des Publikums zu befriedi- n, warde von dieser Summe ungefähr eine halbe Million zu tleuchtung und son|igem Festgepränge während der Anwesen- it des Kaisers in den verschiedenen Städten be|immt; mit m übrigen Theile werden theils öffentliche Bauten bestritten, eils für Schulen, Kunst-Jnstitute und andere Lehr-Anscalren sorgt, und Werke der OKildthätigkeit geübt, worunter die usstarcung armer Mädchen am häufigsten vorkommt. Seit ngen Jahren gehegte und immer vergeblich ihrer Axtsführung

tgegensehende Pläne kamen nun wieder zur Sprache, und,

erdetz demnächst ins Leben treten. Das eigenthümliche Ver- Univ der Lombardischen Städte, deren jede ihren reichen Adel r, der weder, wie in den meisten anderen Ländern, in der auptstqdc residirt, noch seinen bleibenden Wohnsitz auf dem nde nimmt, zeigt sich bei einer Betrachtung der verschiedenen -rcke, welche so große Summen erheischten und zugewiesen er- eiten. So figurirc fast in dem Budget aller Städte die Er- eiterung der Straßen -- jl retijs-ld (191 «01-50 - Herstellung rfallrner Bauten und Verschönerung der Plätze und Prome- den,. Crewona allein verwendet zu solchen Zwecken 126,000 re; „Brescia, Manina, Lodi smd nicht minder auf Verschöne- ng brdarht; |th m einer Straße, welche der Kaiser bei sei- m feierlrchrn Einzuge berühre, irgend ein Haus hemmend im egve, so ward es ohne Weiteres gekauft und abgerissen *- ein chtcksa!, welches z. B. ein Haus am Domplaße traf und man; etz Hausern in Mantua und anderen Städten bevor|eht. „ck welcher Schwersälligkeit würde bei uns über dergleichen mge debatcirt; hier geht Alles in leichtem Fluge, wie von lbjk, von der Hand , und dem ersten Gedanken folgt alsbald e _Ausführung. So sollte der „Kaiser, von Monza kommend, atland durch die Porta Orientale betreten, um durch den ngen Corso, der den Namen dieses Thores trägt, und die orsia de' Servi nach dem Dom und der Kaiserlichen Burg ziehen. Nun führt aber die Straße von Monza durch ein deres Thor. Dem Uebelsrande wurde aufdie einfachste Weise geholfen, indem man eine neue Straße von Monza nach der orta Orientale zog. Binnen drei Monaten ward der Bau sclxlossrtx, unternommen und beendet, und eine herrliche Kunst- aye mit doppelten Seitenwegen und zierlichen Wegsteinen hrt nun, wie durch Zauber entstanden, durch eben noch ver- ssene Gegenden in schz1urgerader Linie nach Monza. Diesem 01! ist nichts unmöglich; zu frischer Willenskraft gesellt sich “chärfe des Verstandes, ein „praktischer Sinn und alte Kultur, !)d unter dem südlichen F'Ymmel führen die ererbten Mittel :Chr und ohne besonderen ufwand zum Ziele.“ Yn-garische Blätter vom 15ten d. M. melden, daß die t Uanen Wochen in Pest!) versammelt gewesene Reichstags- eputation ihre Verhandlungen, hinsichtlich der C'rbauuna "kk stehenden Brücke zwischen Ofen und Pesth, an? warrmber Abends zur vollsten Befriedigung beendigt e. Diesemnqci) wird die Ausführung ihres grandiosen Na- onal-Unternehr'nens dem Baron S. G. von Sina "oder der nüi m zu bildenden *Actt'en Gesellschaft übertragen, WSU)? die k : auf ihre Gefahr und Kosten herzustellen und zu erhaxx

ten, und dafür die Einkünfte durch 97 Jahre zu beziehen hat. Es wird (wie bereits gemeldet) eine Kettenbrücke mit zwei Pfeilern und drei Bögen werden, und i r Standpunkt in der Gegend des von Nakoschen Hauses in tft!) und des K. „K. Verpfiegs-Magazins in Ofen seyn. Man glaubt, daß der Bau, den der Englische Architekt Hr. Clark leiten wird, in vier Jahren beendigt seyn werde.

Am 15. September, um 3 Uhr Nachmittags, brach ober- halb des Kaiserl.Fuhrwesen-Dcpots, in der Nähe der Artillerie- Kaserne zu Pesth, Feuer aus, und legte in weniger als fünf Stunden siebzehn Wohngebäude und beinahe dreißig große Schoppen und eingezäunee Pläße mit Vorräthen von verschie- denartigem Bauholz in Asche. Den angestrengten Bemühun- gen der Garnison und der Stadtbehörden gelang es, daß un- geachtet des heftigen Windes , die Kaiserl. Depots und das Schiffamt gerettet, und gleichsam als Schußwehr, dem weiteren Vordringen der Flammen vorbeugend, erhalten wurden.

S ch w e i z.

Neuchatel, 18. Sept. Der geserzgebende Körper ist auf den “25. d. M. zusammenberufen, um die Antwort in Berathung zu ziehen, die auf die Note von Frankreich zu ertheilrn ist.

Der hiesige Constitutionnel giebt zwar zu," daß sich in der Schweiz die öffentliche 'Meinung zum großen Theile dafür ausgesprochen, das; man dem Verlangen Frankreichs in Bezug auf Louis Bonaparte nicht nachgebe, doch macht er bemerklich, daß dies nur darum geschehe, weil man der Masse in Louis Bonaparte eincn unglücklichen Verbannren gezeigt, und die *))Taffe dies geglaubt habe. Diese Ansicht sey jedoch als grund- los zu bekämpfen; die Ehre der Schwei§ habe nichts dabei zu gewmnen, wenn Louis Bonaparte im Lande bleibe, während

der Frieden und das Glück der Eiriwohner allerdings dabei auf dem Spiele stehe. Die Anwesenheit dieses Mannes könne den Verlust auch nur eines einzigen

Schweizer „Bürgers durchaus nicht aufwiegen; ja, sie rechtferti- gen die AUKgaben nicht einmal, die den Kantonen bisher schon die Berathunq Über déssrr: Gegenstand verursacht habe. Nie- mals könne es etwas Enrrhrrndes seyn, einer gerechten Forde- rung Genüge zu leisten: Frankreich sey aber völlig im Rechte. Das Straßburger Attentat habe die Lage Louis Bonaparte's völlig verändert. Wenn die Römische Regierung bei der An; kunft drs Letzteren M der Srdweiz feine Forcwnsung verlangt ätte, weil er damals eben an dem Aufstands im Kirchenstaat

heil genommen, so würde man allenfaxls das sogenannte„Zu- fluchts-Rcchc“ als einen Vorwand haben angeben können. Der Kirchen|aac sey von der Schweiz so entfernt, es bestehe eine so gdce Aufsicht über die dazwischen liegenden Länder, daß es“ in der That cin Luxus gewesen wäre, Loxxis Bonaparte den Schwiiz zu beneiden, den rr hier gefunden. Anders verhalte cs stil) jedoch je t, wo jener Fremdling dicht an den Thoren Frankreichs den eerd der Conspiration errichtet habe, durch die er die Regierung dieses Landes zu untergraben hoffe. Seine Unterziehmungen und Proclamationen hätten genu sam darge- than, daß er niemals“ ein eigentlicher B:“:rg'er von hurgau ge- wesen, und die Eidgenossenschaft habe durch seine leßten Hand- lungrn das Recht verloren, ihn zu beschützen. Ja wie wenig dankbar Louis Bonaparte für das Gastrechc der Schweiz sey, gehe unter Anderem daraus hervor, daß auf Französischem Bo- den sein erstes Wort gewesen sey, die Wälle von Hüningen wie- der errichten zu wollen, während dock) bekanntlich die anze

Licht der Weit erblickt, eindringt und durch seinen ungisröxten Aufenthalt daselbß die Uebelwolleuden ermuibiqt und die Faraxria- mea einschüchtern Lasset uns daher einen neuen Lorbeer und rte Segenswunsch: einer Bevölkerung erwerben, indem Ihr dieselbe von harter Bedrüekung befreit. Meine Vorhersaaungm smd durch die Ereignisse desiäkigt worden. Ihr habt Casilien „von der Negri: scheu Expedition befreit und diesem denkwürdigen Triumph folgte die Einnahme von Peüacerrada, indem Ihr die feindlichen Hülfs-Trup: ven schlugk- Auch heute werdet Ihk als rettende Engel erscheinen, um Caßilien zu befreien und die Kübnbeit der Feinde zu züchtigen, die uns vor den Mauern und Wällen beschäftigt glauben, hinter welehen |ck die Feigheit derjenigen versteckt, die der Tapferkeit mei: ner braven Kameraden nichi zu widerstehen vermögen, die Ihr inder; auch binausmjben wxrdet, sobald wir als Sieger zurückgekehrt sind. Ihr wißt bereits, wre man ihre Verschanzungen erobert und Esiella wird unser sevn- das verspricht Euch Euer General. Er wird Euch auf deux Wege des Ruhms „vorangehen und für Euer Wohlergehen, so wie für das Vaterland, die Königin und die Freiheit, kein Opfer scheuen; EuerMVertrauen, Eure Lér'de werden seine schön|e Beloh- nung seyn. Ocvd auch fernerhin Muster der Subordination, des EutbufiaSmus und der Entsagung, und der Sieg wird |ets auf un- serer Seite scon. Wir werden den Jkitden erobern, nach dem die Na- tion seuszt, und der edcine Ruhm. den Ihr in den Schoß Eurer Familien mit imückbriugcn werdet, wird der sevn, daß Ihr znr Nord:Armee grhört habt. T1? Erixncrnng an Eure Tugenden wird ewig in dem Herren EurcI Venergls fOkUtbi... Espartcro.“ Am 1-3. Sept. hat Don Qarlos sein Hauptquartier nach Elorrio verlegt, und an demselben Tage ist der General BKa- roto mit bedeutenden S_rreitkräitcn und einer zahlreichen Artil- lerie von Durango, aus dem rechten Ufer des Durango-Fiusscs, nach der Richtung von Bilbao abgrgangen. Seine Avantgarde, die, wie es heißt, von dem aus Kastilien zurückgekehrten Bal- maseda kommandirt wird, ist bei Goldecano mit einem Theile der Garnison von Bilbao zusammengetroffen und hat dieselbe gezwungen, |ck nach Bilbao zurüokzuziehen.

Die Quotidienne will wissen, daß der General Gomez den Befehl erhalten habe, mit sechS Bataillonen nach Asturien zu marschiren, um von da einen Streifzug nach Galicien und Leon_ zu unternehmen, 1200 Karlisten sollen nach Jrun hin- marrchirt seyn, um die Garnison von San Seba|ian in Schach zu halten. -

Aegypten.

Alexandrien, 28._Aug. (All . Ztg.). Nach sicherer „Kunde scellt Ibrahim Pascha nun, dagdie Drusen und die mit ihnen verbundenen Beduinenstä'nme niedergeschlagen smd, seine Armee in drei Divifionen auf: die erste, aus irregulärer Kaval- lerie und Infatxterie be|e9end, am Taurus, unter dem Gou- verneUr von Candien, Mustapha Pascha; die zweite bei Aleppo unter Soliman Pascha; die dritte bei Damaskus unter seinem persönlichen Befehl. Der Viceköm'g verfichert ernsthaft, er werde selb| nach der Gegend abreisen, wo Herr Joseph Rußegger in den Alluvionen des Flusses Ady und im Quarz der dieses Ge- wässer umgebenden Berge bedeutende Goldsand-Adern eutdeckt hat. Unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen des „Orients vnd bei der Gefahr, die das„ Klima wie die feindliche Grßnnung der dortigen Negersiämme bietet, glaube ich nicht daran, daß der alte Mehmed “Illi sich selbst an die Spiße der neuen Expedition dahin stellen werde; aber diese bezeugt wenig- |ens die Wichtigkeit , die man auf des verdienstvollen Rußeg- gers Entdeckungen legt, obgleich die Oe|erreichische Expedition sich aufgelöst und er selb| - der erst aus dem Innern von Afrika zurückgekehrt ist -- seine Entlassung gegeben hat. Die

Schweiz den größten Werts) auf die Dcmolirung dieser älle gesetzt habe. S p a n i e n.

»))Jadrid, 13. Sept. Dem Mundo zufolge, haben die Miniscer beschlossen, der Königin den Rat zu geben, die Adresse des Ayuntamiento dem politischen Lhef der Provinz mit dem Auftrage zu übersenden, dem Ayuntamiento anzuzei- gen, daß die Königin mit großem Mißvergnügen aus der Adresse ersehen, daß die genannte Körperschaft sich auf eine ihr nicht zustehende Weise in Angelegenheiten gemischt habe, die nicht innerhalb ihres Wirkungskreiscs liegen. Auch soll der politische Chef zugleich den Befehl erhalten, solche Anordnungen zu tref- fen, daß dergleichen für die Zukunft verhindert werde.

Der Graf von Ofalia soil sehr zrcfrieden darüber seyn, daß er sich von den öffentlichen Angelegenheiten zurückgezogen hat, und er fürchtet nur, daß "die Königin und der Herzog von Frias ihn zwingen werden, den Gesandtschafts-Posten in Paris anzunehmen.

Der General O'Donnelj hat das Großkreuz des Ordens Isabella's der Katholischen erhalten, und dürfte dem Verneh- men nach in kurzem zum Vice-König von Navarra und zum Grafen von Andoain ernannt werden.

Man erwartet in kurzem das Programm des neuen Mi- nisteriums , das umfassender seyn soll, als frühere Dokumente der Art. Einige Personen behaupten jedoch, daß bereits meh- rere Mini|er ihre Entlassung eingereicht härten.

Herr Southern, Secretair bei der hiesigen Britischen Boc- schaft, i| nach London abgereist.

Einer Proclamation des politischen Chefs von Valencia zufolge, besteht das Corps des Pfarrers Merino aus 1500 M., die fich indeß in sehr traurigem Zustande befinden.

Die Karlisten unter Perdiz und Navarro sind durch die Truppen der Königin in der Provinz Avila geschlagen worden und haben 60 Todte verloren.

Spanische Gränze. Der General Espartero hat aus Artajona vom 8. September nachstehende pomphafte Proclama- tion an seine Armee erlassen, worin er derselben anzeigt, daß er fie nach Castilien führen werde:

„Soldaten! Die Ereignisse von _Moresla haben die Aragonischen Jnsurgenten so verblendet, daß fie wgar “Truppen nach Castilten qe- satzdt haben, wo Eure Aeltern, Eure Brüder, Euer Ei entbum fich bxnndcn. Ick) werde niemals zrtgebcn, daß dieselben be chimpft oder eme Beute des Feindes werden. Da fie mich mit der Eroberung E;,stellas beschäftigt glaubten und mit einem zu großen Vertrauen er- fullt waren, das ihnen durch geheime Intriguen eingeflößt worden war, so glaubten fie, den Krieg hinter _Eurem Rücken führen, die Verbindungen abschneiden und das klasnscbe Land der Freiheit, in dem nie die Karlisiiscye Fahne wehen kann, in Trauer versetzen zu kdnnen. Sie hofften, ungestraft auf demselben Terrain operiren zu können, das erst vor kurzem der Schauplatz, ihrer Schmach war, und wo eine starke Expedition durch Eure heroischen Anßrengungea und Eure AuSdauer völlig vernichtet wurde. „Da ich jedochsets wachsam und „auf meiner Hut bin, um sowohl die offenen als die heimlichen Projekte der Feinde (2311 vereiteln, so verliere ich keinen der mir über- tragxncn wichtigen egcnstände aus den Augen. Ich gebe daher demnnigen Unternehmen den Vorzug, welches am meisten dazu bei- tragen kann, unter der Regierung der unsterblichen Christine und der von uns beschworenen Constrxution, den Thron unserer unschuldigen Isabella zu befestigen- Gefahrten des Ruhms, der Entbehrungen und der Gefahren! Lasset uns dem Feinde mit hinreichender

Macht cutgcgengehen- noch ehe er in 'das Land, wo Ihr das

Zeit wird kommen, wo die Gründe dieses Emschluffes des bra- ven Mannes näher werden bezeichnet werden können.

Dem Londoner-Morning Advertiser wird aus Alexan- drien vom 20. Aug. geschrirvrn: „Am ]6ten begaben fich Herr Corklett und der Oberst Campbell zu dem Pascha, nachdem sie demselben am Abend vorher durch Boghos Bei eine Mitthei- lung der Franzöfischen Regierung vom 27. Juli übersandt hat- ten, worin gesagt war, das: man mit Erstatmen von der Absicht des Pascha's, sick) für unabhängig. zu erklären, gehört habe. Thus er dies" wirklich, so werde man es als nicht gesche en bc- trachten und augenblicklich eine Flotte zur Blokirung [exem- driens und der Syrischen Küste absenden. Man habe |ck des- halb mit England, Rußland und Oesterreich beratben, und alle diese Mächte wären derselben ?einung und würden ihren Kon- suln ähnliche Tittheilungen an den Pascha__üb_ersenden. Schließ- lich wünsche man eine schriftliche Antwort des Pascha's über seine künftige Absichten. Der Vice-König erwiederte, daß er die Note durchgelesen habe und über den unfreundlichen Ton, in dem dieselbe abÉefaßt. worden , sehr erstaunt gewesen sey, da sie in dieser eziehung mit der Mittheilung der Eng- lischen Regierung so |Y kontrastive, die allerdings auch den von ihm beabsichtigten chritc mißbillige, aber doch auf eine freundschaftliche Weise ihn zu überzeugen suche , daß er dadurch nur seine Lage verschlimmern, keineswegs sie verbessern werde. Er könne übrigens die Französische Regierung versichern , daß er nichts Feindseliges gegen die Pforte beabsichtige. Zn weni- gen Tagen werde er seine jährliche Reise durch das Delta antre- ten, dann nachKahira gehen und von da fich nach Senna begeben, um die Goldminen zu besuchen. Er hoffe, die Regierungen Frankreichs“ und Englands würden den Gegenstand noch einmal in Erwä- gung ichen, und seine Lage, so wie seine Verpflichtung gegen seine amilie beherzigen, der er es schuldig sey, das Projekt der UnabhänZigkeit nicht aufzugeben. Der Pascha wird also in wenigen agen Alexandrien verlassen und denkt am 1. Ok- tober die Reise nach Senna anzutreten, von wo die Gold- minen fünf Tagereisen u Lande entfernt find. Er hofft, den Weg in 25 Tagen zurü Hulegen und will mit dem Dampfboote womöglich bis Wadi alfa gehen und von da die Reise Zu Land?,fortseßen. -- Neue Pestfälle find hier nicht vorge- ommen. -

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

Netv-York, 26. Aug. Die Gränz-Streitigkeiten wischen den Vereinigten Staaten und Großbritanien befinden ich noch immer auf dem alten Fleck", und das Gerücht, daß der Gou- verneur von Maine eine Inspection und Aufnahme des |reiti- gen Gränz-Distrikts beschlou'en haben sollte, scheint unbegründet 'zu seyn, da man an der (Gränze noch nichts davon weiß und noch nicht der Yringste Schritt |attgefunden har , aus welchem auf eine solche bfichc zu schließe-n wäre. Der Boston Daily Advertiser sagt in dieser Beziehung: „Die Lage, in welche die Gränz-Angelegenheit in Folge der ernstlichen Vorstellungen des Gouverneurs von Maine durch die lehte Debatte im Senat der Vereinigten Staaten und-durch den vom Senate einstimmig angenommenen Bericht des richterlichen Audschusses verseht wor- den, ist ohnehin so günsting den Staat Maine, daß die Ergreifung fernerer Maßregeln von eiern der RegierunZBdieses Staats für jest unnöthi wird. Die Annahme jenes erichts macht es

Lr gebieteri chen Pflicht für den Präsidenten der Vereinigten maten, die Uncerhandlungen mit Großbritanien so zu betrei-

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