géums ein mit der freudi sten T eilnahme au enommenes Le- bf;och dargebracht. g h fg , Stettin, 4.0kc. -- Unglücksfall. _- Am 30. Septem- „oer fuhr die Wittwe Lu1vack aus Grabow mit ihren beiden Kindern und in Begleitung zweier Männer zu Waffer über den Dammschen See nach dem Dorfe Lübzin. Bei der Zurückfahrt fing der Wind heftig zu wehen an, und da das Boot schwer beladen war, so wurde dasselbe von den Wellen so mit Wasser grfüllt, daß es umschlug, wobei die Wittwe mit ihren beiden .Lxét1dern den Tod 111 den Wellen fand. Die beiden Männer wurden von einem vorbeifahrenden Luggerschiffer gerettet.
Hamm, "28.Sept._(Elberf. Ztg.)“- WTärkisches Leh- rrr-Gesqngfcst. *,Gcscern wurde dies hier zum siebenten Male „gefeiert., Obgleich der Festort der Mehrzahl der Lehrer .ehr en_tlege11 111, so hatten fich doch, begünstigt von einem freundlichen „Himmel, 209 Sänger eingefunden, und 11111 111: gesehenern Glanze fand die Festfeier in der katholircben Kirche ykatc. D_1e Gegenwart der hochwürdigsren Herren Bischöfe Eyler: und Roß, des Herrn Ober-Präfidenten Von Vincke Excellenz, der hocywürdigsten .Herren Ober-Konfistorial-Rath Natorp, Konsisto- r1ai-RathBäumer,des Präses der General-Synode, Herrn Pfarrer Ronny, der Herren RegierunÉs-Räthe Delius und Sin steigerte . dcn Eifer der Lehrer. ihren orträgen die möglichste ollendung 1 zu geben, 11110 wrrk11ch verfehlte auch die präcise Ausführung der 13111 dem Dirigenten des Festes, Engeihardr, Musik-Lebkel' am Uemmar zu Soest, sorgfäitig ausgewählten Tonsrücke nicht, die ? Herzen aller Zuhörer zur Andacht zu erheben, und ihnen die Z Jsir'kungendder heiligen Tonkunst klar zu machen, die, sehr 3 114€ ihre Letter an von Tönen, uns aufträgt zu dem höchsten Schönen. Der angenehme Eindruck des Festes ward nicht we- niger durch die zarte Aufmerksamkeit erhöht, mit welcher die Damen Hamms die Kirche mit Blumen und Lauswerk e- schmückt hatten. Die Pausen zwischen den Gesangstü en „ füllte Herr Osthoff, Lehrer in Camen, durch sein treffli- 1 ches Orgelspiel aus. Nach beendeter kirchlicher Feier versam- weiten sich an 600 Personen zu einem fröhl1chen Mahle in dem, den Lehrern freundlichst eingeräumten Klubb-Gebäude. Die Leutseiigkeit der auch hier anwesenden höchsten Behör- den wirkte erhebend , gar nicht beengend auf die Lehrer. Die Freude erreichte ihren höchsten Glanzpunkt, als jene hohen .Herren in das Lied mit cinstimmten: Ich bin ein Preuße. Rühmend und dankend gedachten die Lehrer der ausgezeichne- ten Ausnahme, die ihnen in den Häusern der gastfreien Be- wohner Hamms zu Theil wurde. Herrn Engelhardt,-dem un- ermüdeten Vorsteher des Gesangfeftrs, ward im reichen Maße zu T eil: von den Mächtigen _ Gunst, von den Thätigen Und _ uten - Förderung, von der Mengs -- Neigung, von dm Einzelnen -- Liebe. . „
. Dic Preußische Haupt-Bibel-“Gesellschaft wird am Mitt- . woch den 10. Oktober d. I., Nachmittag um 3 Uhr, in der Drrifaltigkeits-Kirche ihre 24|e Stiftungsfeier mit Gesang, Ge- ber und Predigt begehen. Nach Vorlesung des Jahres-Berich- 120 über die Verhältnisse, insbesondere über die Wirksamkeit des Vereins undder mit demselben verbundenen Bibei-Gesellschaf- ten werden 120 Biöcln an zuvor ausgewählte arme Schulkin- der vertheilt werden. Am Schlusse des Festes wird eine Samm lung für die Zwecke der Gesellschaft stattfinden. * Berlin, den 6; Oktober 1838. Direction der Preußischen Haupt-Bibel-Geseilschaft. von Thile.
Wissenschaft, Kauf? und Literatur.
7 “1 "2187
'; senkt sib jest in die Tiefe, um zwei großen Uebeln unserer schönen L
Stadt. dem Gestank: und dem Stande abzuhelfen, Wer kennt nicht Shakespeare's Fee Mah? So giebt es hier 11; Berlin eine Fee Schnapp. die in Ratteagestalt in den fauiigen Rmusteinen umher- schlüpft und uach_den Rasen der Menschen schnappt, indem fie stin- fende Düpße in ihre Rüsteru spritzt. Gegen _dies Ungetbüm ist schon maacherln vorgeschlagen, z. B. die Rinnsieme mit wobiriecheudem Kßlnischem Wasser u füllen. Statt dieses theureu Duftwaffers von Köln 11111 Rheiy schl gt unser wackerer Mitbürger das wohifcile Luft- waffe: von Koln an der Spree vor. d. b. das Wasser der Spree oder des Laodwcbrgradeus. a11ch Schafgraben genannt. Zunächst hat Herr Major Baeyer nur die Berechnung für die Friedrichsßadt bier gegeben, wo zur Sprisuua der Rinnstciue mit frischem Wasser | aus einem Wassertburm am Halleschen Thore von 25 Fuß Druck“-
kreuxz. DÜW.-
21118]. --.
81“- 10/0
höhe cine Dampfmaschine von 22 Pferden Kraft in eisernen Röb- ren von“ 17 bis 1 ZU! Durchmei[er und etwa 1'/„ Meilen Länge im Ganzen das Wasser in 200 Rowbrbrunnucn an alle Riunüeinköpfo (d. 1). Ursprünge der Rinnsjeiue) fuhren wurde, so das; täglich 400,000 Die jährlichen
Ufer 625. 615.
11011 00. 81. Kubiffuß Wasser gehoben und fortgetrieben würde.
100,000 Fr. kosten, aber ein Chemiker hat es für den fünften Theil,
--..
W1011ek1. Wirk]. 501111111 53*/„. 243/15- IM, 8 an. 17%. [“a-8170 4l/z. „10:5.
(1. 801110311! - 70510 _. Köln-Kacben 101. 111".
»*- 8811154011011 14001/2.
Üuswärtigo 367-011. .Xmatekäaw, 1.o0k§0bok. 1", 5 /0 0- 10 0 K.".' 8011..-... 2" " 011. -. 1'0111. _. 0001017. Use. 104. 1111t7701'11011, 30. 8011101111101". Reus 11111. 173/5. [**rankakc a. U., 3. 0kt0b0r.
25 / . 1“. 1511/9812 1.005?- 011 500171. 1273/3. 1271/4. booze 011 10071271“. 1'101135. 191111106011. 607/8. (3. o Lixsnbabn-chien. Ze. (Jermain 730. 81". 7013a11100 keck."
Zank-Qccien 1737. 1735. l'artia].0ch
1... 10/0 „1111. 103. 0. 1191111
110. 11111100 Ufer 475. 470. Jerafzburg-Zaxej 773. 511111111'0-11/10030 440. 435. 114311111344". 0.1111p.-()0ntr1110 -. ,
l]a1uburg, 4. 011101101.
8301911011011 1446. 1443. Zug]. Kuss. 1081/2. 59/0 i'okt. .“
Kosicn würden ucbü den meen des Anlagc-Kapitals etwas über 30- _, KGW „1.11 __,
00,000 Rthlr. betragen. Die Sache ist kein Trugbild menscheufreund- '" - Paris, 1. 011101101“.
scher Traumwelt; Ankh PLW UUd Paris babs" solche eiserne Was: 5"/0 Kante 1111 00111". 109. 30. !!"/0 1111 00111". 80. 70. 59/ d'
scr11111111gen. Dxefc E1sen:Roh1-en sind fiir Jahrhunderte und brau- lm cm". 100. 39_ 50/ 5111111. KMW 19, 11355179 „“ F1
chen nur etwa al]: 15 Jahre gereinigt zu werden, was entweder durch 9011118. _, " *
Knaben mit Ausfrgcn, oder noch wri)!feiler mittelst eingelassener Säure Wiso ], 011101101".
geschicht- In Pans soljtc kürzlich das Ausfegen mittelst Borßbrscn 30/0 1111-31. 1071/2_ 40/0 10'0'/2- 30/0 891/2, 21/20," _, 10, _ 11
Neue 1111]. »
würde das Wasser zu Brauereien u. A. benußt werden können. Thmwunkt
+ 7,20 N. + 7,50 N. + 8.10 R.
20110515 Fr., bcwaizrkt.i ck T 1 d W ' » a es in m 11 etwa 110 tro ene ' age e 1, wo nur asser „
gcfiößt zu werden braucht. so könnte das Dampgfwerk an den 255 11011: O)?eteorologi1'che Beobachtung _ „ gm Tagen zu anderen nützlichen chckcn verwendet werden, 1)z11 1838- | IWM NWm'tiagsl MMW NW “"""-ck90 eincr Winter-Schwimmschnle, wie in Magdeburg, was chou so 5“ NWW- 6 ÜN- 2 ["'-k- ") Uhk- Mobachmns- vielfach gewünscht worden iß. 2) 111 Waschküchen, Bade! nbcn,
3) zum Stanblöschen im Sommer und zum Schueeschme1zen Luffdruck ..... 338,21““Par. 338,30““Par. 337.12““Par. Queliwärme 7,4091 mit warmem Wasser im Winter, 4) zum Feuerlöschen. Ueberdics Lustwärme... + 819 R. .,.-11,70 R. +10,00 R. Flußwérme 11-701
Vodcmvärme 11,50
Augen und Lungm gewinnen. Z""?-
Zerliuek Zökao.
[)en 0. 011191191 1838. Montag,
1117111710081“ kanäso 11711! 57-10-0'11119-1-2-11101. L
Wie die Rinnsieine Berlins durch eine Röhreniei- tung mit fließendem Wasser zu versehen. -Dar- gestellt von J. J. Baeyer. Mit einer Karte von der projektirten Röhrenleitung. Berlin, bei Dümmler, 1838.
, 4. 20 S. 1 " Herr Major Baeyer, 1201 König!. Generalstabs. dem wir die . ! schone Bestimmung der Höhe Berlins iiber die Ostsee verdanken, vcr-
« 117. 0 . ._- 1- . 0 .
1171.11“.k "'I-YZ. 14 1111-11“? “"Je-111. Dienstag , 0._ Okt. „Jm Opernhause: Der Degen, dra- 81.-13011111(1-8011. 4 1031/|T 10271];11-1,.-.1'1-m11.-. 31 _- 1001/9 matischer Scherz. 111 2 21511), von E. Raupach. Hierauf: „De: [*..11-131.01.1.30. 4 1031/4 1003/4 ymum. 11091"... „1 _- . - , Seeräuber, großes Ballet in 3 Abth, nach dem Gedichte dei l'kömßkb-Ü-IU]---* 671/3 605/11 “19“ - [10- 31 1013/41 1()"/4 Lord Byron: „7110 (Forzakéß vom Königl. Solotänzer Paul [(UM-0111.n1.1.0. 4 1035/11 103'/3 l(11k-u.1*7011m.110. IS 162 ]011/2 Taglioni. MUfik VON dem Kdnjq[_ KaMMerzMufikus Gähria) Um.1111.15e1-.-1o. 1 10331“3 __ 8501011100110 110. 4 103 .. 1 Pk “se der Pläße: Ein Platz in den Lo en des r . 11911. 81-01-0111. 4 10303 - Üücklß.(7.n11112. Rangese1 Rthlr :e g c |M 131231113011. (10. 4 -- -- 8011. 11.1(. 11. „*I-_ 95 *- * ' (4. .
2111111501" (10- 4' «- ___ 601111111111100 _ 2151 214! JNÜUVVÜ), 10“ Okt" *Im Opernhause: JtdElW, Oper i 1111". 110. 111 “111. - 48%.“ _ Ueno Unrat?" _ 11111: _- /4 2 Abth. Musk von L. van „Beethoven. 77e-1pr.1-rauc111r.-1 - 1017/11 1110011111100: .. 137/12 131/„2 Jm Sehauspielhause: 130111“ 1'011701tur0 1111 1111511110 1131101111 * 50- ck“* 33 "* 100 /2 Ua- (20111m11n. ] [„a 101111110 1111500110010, 0011101110 1101170110 011 3 actes 11111" 1111. (3101-10 701- Üo- 4 105 ***- seukIM-k - 13'14 123/4 jxngsr, 2) [105 7101111 11001105, 711111107010 011 1 11010, 11111" 111010371111, "“'"'*'“"“*b" 4 "" - 10] /2 "““"“ "" 39 0 “" Dia eingeqangenen Meldungen um bestimmte Pläße zu den . k. ' ' ' „,so/„31.0.1117... 11...“ 30 8... Franzdslschen Vorstexlungen smd mögltchsk berückfichttgx worde: 131101. Celü- und wird ersucht, die „Billers von Montag, den 8ten bis Dien- zn1-dektin111 ............... M 111. 11-11- 141 -- ftag, den 9ten d. IN., “Mittags 1Uhr, im Billet-Verkaufs-Büx u 110. ............... 3.313 111.111... ?(1111. 1-“101/2 1003/ reau abholen zu lassen. ammrk ................ " 111": -- 4 """-““""" 4.10. ' ................ 300 11111. 2 1111. - 1501/z Kö ni z T . gssk dtisches heater.
x:;Ié'xxxxxxxxxxxxxxxxx ...I. “ FLZ: : “ 3311“ Sonntag- 7- Qxc- Nelke und Handschuh- oder: 0- 171... 11.20» ............ 11.0 111 2111. 1011/2 1011- . Schicksale der Fama“ Monetenpfuxsch, Neue Parodie ejmz 1111-57311111'5 ................ 1710171 21112. 1017/3 1015/13 schon oft parodlrten Stoffes, in *; Akten, von J" Nestroy- Ükexlun ................. 100-111. 21111. 99'/3 99% ; Musik von A. Müller. “[,-311111]; ................. 100 7111. 8 7830 «- 102 ' _ , , _- ymnkmrx a. U. 7711. ........ 150 171. 2 1111. ..- 1011/2 In Vertretung deSIWeurs. W enße [' kotek-bakß ............ . . . 100 12111. 3 170911. 301,12 :«101/3 Gedruckt bei A-_ W. Hayn. „
Trauerspiel in 5 211111), von Fr. Grillpar er. In Potsdam: Abth, vom131. C. Töpfer. Hierauf; Ein Divertissement.
Die ründltcheu und umschtiaen Berechnungen des Herrn Verf. Dunstsärtigth 87 pCt. 60 1101. 72 pCt. Ausrünfiung 0,0001 lese man 1111 Buche selbst nach. Wird sein .“chöner Plan ausgefiihrt, ch1er.,„... regnig. bezogen chcn. Niek-rrschiag "WM so werden wir künftig statt an stinfcndrn (Hoffen „au Wafferbächen Wind ........ W W. W. Wärxneroechsel+1231 Babylons“ 1713111 und statt 111 staubigen Gassen „,in der Straßen cr- 1111911111019... -- WNW. _- 7,0". auickcndcr Kühle“ wandeln, dort werden unsere Nasen, hier unsere Y Faakßmkkéekx 337,80-“1112... +9-9“N--- +7,6*- N... 731101. WW
“7 **»
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 7. Okt. Im Opernhause: .Der Maurer, Op“ in 3 Abth, mit Tanz. Musik von Außer.
8. Okt. Jm Schauspielhause: Die Ahnfnm,
Die Einfalt vom ande, Lustspiel in;
Allgemeine
5111111131001 Staats-Zeitung.
Berlin, “ÖNontag den 81?" Oktober
1838.
“...-„.-
Amciiwe Nachrichten.
Kronik des Tages.
Berlin, den 7. Oktober 1838. Der „Königliche Hof legt morgen den 8.0ktober die Trauer 3Tagef1'1r Se.Durchlaucht den Fürsten Friedrich HU"-
. 11 Otto von HohenzollerttsHechinqen an. an von Arnim, Ober-Schenk.
Se. König!, Hoheit der Großherzdg, Ihre Kaisers. Ho- ejt die Großherzogin und S0. Königl. Hoheit der Erb- roßhek og von Sachsen-Wermar smd nach Weimar,
Se. urchlauchc der Herzog und Ihre Königl. Hoheit ,'- Herzogin Karl von Schleswig-Holstein-Glücks- ur und
gSe. Durchlaucht der Prinz Wilhelm zu Schleswig- „([kein-Glücksburg nach Deßau abgereist.
Heute wird das 31110 Stück der Geseß-Sammlung ausge- eben, welches ent ält: unter Nr. 1933. das euer-Societäts-Reglemenc für die Städte der Kurs und Neumark (mit Ausschluß der Stadt Berlin), so wie für die Städte der Rieder-Laufiß und der Aemter Senftenberg und Finsterwalde. Vom 19. September d. J., und die Verordnung von demselben Tage we en Auf- lösung der Feuer-Societät der Städte der Kur; und Neumark und der Nieder:Laufiß, so wie der Arm: ter Senftenberg und Finsterwalde, und wegen Aus- führung vorbemerkten Feuer-Societäts-Reglements. Berlin, am 8. Oktober 1838.
Geseß-Sammiungs-Debits-Comtoir.
. v 1934.
Angekomm e-n: Der Generai-Major und Commandeur er Kadetten-Anftalten, von Below, von Kulm.
Abgereisk: Se. Excellenz der General der Kavallerie und ommandirende General des 81en Armee-Corps, v on Borstell,
ach Stralsund. Se. Exce-llen der Kaiserl. Russische Wirkiiche Geheime chenk, Graf von Stroganoff, nach St.
th“ und Ober- etersburg. “
Se. ExceUenz der Großherzogl. Mechlenburngchwerinsche eneral-Lieutenant von Both, nach Ludwigslust.
Zeitungö-Rachrickyten. N 11 s l a n d.
.___...
Yiligc01e111rr' Bekanntmachungen.
Ediktal-Citation. 311 der Verlassenschgftssaax der am 20. Februar 1837 zu Gottfriedsgrim, sonst GöpferSgrün ange-
Adam Bescherer. ein gewisser Johann Chrißovk). auch uSkunft geben. Andreas -- Bescherer genannt. gegen das Jahr 1782 geboren, als Erbe vor. Christoph oder Andreas Bescherer seit beiläufig 30 ah.- 1011 aus hiesiger Gegend entfernt hat, ohne von seinem Leben und Aufenthalte Rachricht ge eben zu haben, so wird auf den Antrag der 11011“ en rb-Jnterefsenten und des bestellten Kurators der elbe oder auch dessen zurückgelassen: unbekannte Erben und Erbnehmer an- durch auf efordert, fich binnen neun Monaten und längstens is zum 1. Juli 1830 schriftlich oder persönlich dahier zu melden und weitere Anweisang “11 erwarten, widri enfalis dessen Erbtbeil von 4751 Fi. 16 Kr. an die ,iefigeu nächsten Verwandten hinaus- gsgcben werden wird.
lungen, zu haben:
am 18. September 1838. Königl.“ Bayer. Landgericht ailda.
Ein bedeutendesFadrik-Geschäftnebstden dazu gehörtgen Gedauden, Wc1ches einige Hundert Menschen 111 couranten Artikeln
nießt, 117111 verkaufen, 11111) werde,n die Her- ren 21. Busse & Comp. 111 Berlin nähere Auskunft geben.
Rheiné'Wescr - Eisenbahn, Auf den Antrag unsers Kassirers haben wir geneh- migt, daß die Einzahlung der fälligen ersten Rate
011 den uachbenauuten Häusern geschehen könne, als: 111 Berlin an Hrn. Carl W. J. Schultze,
:- Bxemeu an Hrn. H. H. Meier & Comp.. 01". Draesecke: , Koln an m. L D. Herstatt. an ru. . Oppenheim jun. &Comp., an m. Abr. Schaaffhauseu, an Hm. J. W
-S1eiu.
in Dreédcn an Hrn. George Mensel & Comp., » Hrankfurta. M. anHrn.Gr11nclius & Comp., - .„annover an Hrn. Michel Berend,
» Münster an Hrn. Lindenkampf & Olfcxs. Für die Beförderung der Gelder zur bissigen Kasse svrßchen, k?erstorbxßnsrz)Burggküter-“Z:WittÉe hCaitzbariua unbdl dJmit verYndenc Kdoßrespo11§111§ ck11an Cdie Ein- Ja 11, ge omen c erer, ommt ein 0 11 es am za, en en von eträgen 1 zu r. ., p t.; von -
10. Januar 1791 als Bergmann zu Bergneröreuth größeren Summen,“;pCdSpeeseu zu entrichten. lleber FMF" SuxdloinladerNétLu h-ZsFJMPUWMWW 5" verstorbenen Bruders der Erblafferin, Namens Wolf Fnstige Bestimmungen werden die genannten Häuser “ Ep 3 ' “ 3 *
Minden, den 2. Oktober 1838. Da sich aber dieser IoZann Die Direction dcrRhein-Weser-Eiseubahu-
Vogelsang. v. Sprcckelsen. Voriaender.
Literarische Anzeigen.
Bei A. W. Hayn in Bcrliu (Zimmerstraße Nr. 29) ist erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhand-
Handbuch fur Preußxsche Landrathe „ in ihrem amtlichen Wirkungékreise, Wunfiedel, 111 Oberfranken des Königreichs Bayern, KrciS-Deputirtc, Gutéberren. KreiS-thsiker, Bürger- meister und Dorfschulzen von J. D Königl. Preuß. Hrsrathe. Gr. 870.
ÜJUBUFY'euZlVerlage 111131:an erschienen und durch lebhaft beschä tigt. im I"“ und A001ande a e 11 Man ungen zu 'ez/e en, namentlich durch - C'. S. Mittler 111 Berim .Stechbahn Nr. 3 , 0. den "f""llch en Absatz und besten Ruf 9“ sen, Bromberg. Calm und Gnesenz ) P Kalcher, K. (Lehrer an der hoheren Bürgerschule wird„ genau zu be immen, wie viel er Mauerztegeln zu Torgau), die btblischen Geschichten des zu emem gewissen Bau bedarf. alten und neuen Testaments,f1'ir den häus- lichen und Schulgebrauch neu bearbeitet. :! historischen Anhängen. (10 Bogen.) 7; fgr. ! , Wir erlauben uns, das Urtheii eines Mannes über 11,10 Pro ent des AcUeu-Kapétals, so weit solche noch obiges Werkwen anzuführen, der mit Warmer Begei- mcht geletüet worden, gegen Interim6:Quittung auch stcrung dte Schule liebt, ihre Bedürfnisse mit klarem Auge überblickt. und dessen Name zu den gefeiertsieu gehört, welche von *.*-ehrern verehrt werden, des Herrn - BraunsQweigauHm-Gebr. Löbberke & Comp., General : Supermtendenten und Bischofs 1011. 110150 & 11.110011, 70rm.k'röb1io11 & Comp.,
„Das Büchlein wxhet mit lieblichem Haucke, wie von milderen, schoneren Fluren her. den Leser an. 3 “111112, 1111c1101'110r0011cig'ung, im [„auf-- 1103 “bonne. So kann es 111 den „Händen eines Lehrers, der ein menta 011111 sofort 1101111 zbonniren für 11011 gamen warmes Herz hat für das Goiseöwou 11111) für die goubjten [Zattog Musikalien 1111011 unumscbränkter
Yinzeigcr für dir PreußiWeU Staaken.
Mensche'nkindlein, in der Schule mit großem Se- gen wirken.“ Leipzig, August 1838. H ahnschr Verlagsb11chandlung.
Bei Gebhardt & Reisland in Leipzig ist er-
131117701', . [.., 1110 k11gri1115 01" 0110 11111110. 18701151; 70rZ10'101101111-0111 111111 01'141'1'11'011110111 Nörwrbucba. 210 ckurcbgsssboncz 11111135... 11111; 1 8131113110110. 870. 81'08011. ] 71111“.
Montfort, Rud. v., Bartaam und Johephat, altdeutsches Gedicht. Herausgegeben und mit einem Wörterbuchs versehen von F. K. Köpke. Lte AuSgabe. Gr. 870. Brosch. ]? Thlr.
Kurt von der Aue, das Ritterthum und die Ritterorden, oder histor-krid Darstellung der Ent- stehu-ng des Rittertbums und voaßändige Be- schretbung aller bestehenden Ritterorden für Freunde der Geschichte alter und neuer Zeit. 210 AuSgabe. Gr: 870. Brosch. & 11 Thlr.
1.11 1113111311110 111 111. „411001110 [7101100800 01171010. 2 7110110. 2 71111“. 5 5011“.
Gesellschaft.
ingleichen für
. . Rumpf. """"-"“
Preis 11. Thlr. So eben erschien bei uns und ist durch jede Buck;- handlung zu erhalten: '
Tabelle zur Berechnung des Mauerziegel-
bedarfs bei Bauten von J. C. G. Pabst.
Preis 10 sgr. besonders auf diese Tabelle auf-
Wir machen gan merksam, wodurch eder sogleich in den Stand gesetzt
Leipzig, im September 1838.
Gebr. Reichenbach- Jn Berlin zu haben bei Ludwig Oehmigke, Burgstraße 921.8-
Mit
Gr. 870. 1838.
öbonnemenm - Z0äingungen
(10.5 11108111311011-[10111 - [1181111118
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Bei I. M. Gebhardt in Grimma erschien Und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen, namentlich durch E. S. Mittler in Berlm (Stechbahn 911-31- Posen und Brombnikz: .105111'1111 8170 rolegomenön in (Jonßok'
libri tres. Auch unter dem Titel:
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Rußland und Polen.
- -- St. Petersburg, 20. Sept. Gleichwie seic vie- n Jahren schon in hiesiger Residenz, unter der unmittelba- n Protection Ihrer Majestät der Kaiserin, eine patriotische amemGeselischafc für wohlthätige Zwecke besteht, so ist 1th uch in Moskau ein Damen-Verein gegründet worden, Unter essen Beaufsichtigung die zu errichtenden weibiichen Schulen 1 die dürftigeBevölkerung dieser Hauptßadt stehen werden. 1111) diesen Verein haben Ihre Majestät die Kaiserin ihres be- uderen Schuhes gewürdigt. Die Staatsdame Fürstin Tatjana oiühin ist als Präsidentin desselben bestätigt. DiexGroßfür- nnen Maria, Ol a und Alexandra sind ihm als Mitglieder igetreten. Der erein wird den Namen führen: Die Mos- Usche Wohithätige Gesellschaft vom Jahre 1837, zum Anden- n des „Aufenthalts der Kaiserlichen Familie daselbst. Die erste chuie m Moskau, die von diesem Verein Y organisiren ist, ird den Namen des Kaisers führen. Der erein ift autori- rt worden, eine allgemeine Subscription. zu eröffnen. „ Ein unbekannter Menschensreund hat in seinem heimathli- en Gouvernement Olonez 150,000 Rubel aus seinem Vermö- en ais Unterskü ungs-Summe deponirt, deren Zinsen armen nd von harten ebeus-Verhältnissen bedrängten Individuen zu ewähren smd. Se. Majestät der Kaiser, dieses Beispiel un 1- dhnlicher Menschenliebe vernehmend, haben dem edlen Ge er M MMM Wothollen bezeugen lassen und befohlen, seine hatdurch die Tagesblätter zur allgemeinen Publizität zu bringen.
Am 17cm vergangenen Monats tvard auf Höchsten Befehl * der Gouvernementsftadt Smolensk, im Beiseyn der Mili- ir; und Civil-Behdrden, der Grundstein zu einem Monument elegt, das das Andenken an die glorreiche Schlacht, welche an “sem Tage im Jahre 1812 Rußlands Heere lieferten, auf die änske Nachwelt bringen soll. Dieses Monument wird aus Ußeisen in Pyramidal-Form erbaut. Unsere Handeis-Verhälenisse mit Asten , vornehmlich mit “Lien und der Afiatischen Türkei, nehmen seit den im Jahre 83 in den Transkaukasiscben Provinzen begonnenen neuen ohubätigen Administrativ-Refvrmen, die sich auch auf die dor- en Zoll; und Handels-Verhälmisse beziehen, eine erwünschte usdehnung, und selbs? der Handel jenes Landstriches erweitere ck fichklich Mit jedem Jahre. Der Gesammc-Umsalz in diesen rovinzen und auf dem Kaspischen Meere betrug im Jahre 1837 an infuhren 11,223,639 und an AuSsuhren 5,533,288 Rubel. Die “th-Artikel der Einfuhr waren Persische Erzeugnisse in Seide Ud Baumwolle, die man im gedachten Iq re für 0,859,000 Ubel einbrachte; die Haupt-Artikel unserer usfuhr nach Per- en [ind Eisen und andere Metau-Waaren, Baumwolle und ““Rot, dem Afiatischen Geschmack entsprechende Russische Er- "suisse, größtentheils im KaukasusTxroduzirt. Ob leich nun er Tranaukafische Handel nach erhältniß der enuhung einer reichen Natur-Erzeugnisse, d'er alimäiigen Entfaltunq der . brtlgen Industrie und soziaien Verhältnisse, in fortgehender Stei-
* fische Münzen verwandelt.
“Uns begriffen ist und in der Folge einen hohen Grad der Blüthe -
erreichen dürfte, so ist er doch für den Moment noch von der Art, daß wir dorthin mehr baares Geld senden müssen, als wir erhalten. Doch auch das edle Metall ist ja inländisches Erzeugnis:. Im vorigen Jahre allein wurden 470-Pud solcher Metalle in Rus- An Europäischen Waaren brachte man 1837 in die Transkaukafischen Provinzen für den Betrag einer Million Rubel, also das Doppelte dessen vom Jahre 1830. Diesen Ueberschuß muß man der roßen Handeis-Ausdehnung zuschreiben, die Redut-Kalé seit urzem gewonnen hat. Hier
. müssen die eingebrachten Europäischen Waaren den Zoll erie en,
oder ins Depot nach,Tifiis expedirt Werden. Europäischer J a- nufakmr-Erzeugnisse bedarf der Transkaukafische Landstrich zur Zeit noch wenig; im vergangenen Jahre betrug ihr Werth nicht über 18,000 Rubel. Seine Moslem, Baumwolien- und Sci- den-Fabrikate bezieht er größtentheils aus Persien und der Türkei. Der Waaren-Zmport aus Aßen in diese Provinzen betrug im vergangenen Jahre 9,054,415 Rubel; darunter be- trugen die Baumwoilen-Fabrikate 5,821,000 die in Seide 100,200, die wollenen 208,000 Rubel. Der E/xp
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ort nach “Listen : ; betrug 3,556,215 Rubel. Bei dieser Ausfuhr bleibt der bemer- ;
kenswertheste Artikel die rohe in diesen Provinzen gewonnene Z
Seide, auf deren vervollkommnete Kultur man erst in neuester Zeit die Aufmerksamkeit 11" richten beginnt. Ihre Ausfuhr aus Redut-Kalé und den 11 rigen Transkaukafischen Zoil-Aemtertx betrug im vergangenen Jahre 308,000 Rubel. Redut-Kale wird mit der Zeit einer der blühendsten Handels-Orte an der TranSkaukasischen Küste werden.
Folgendes find einige statistische Notizen über unseren Han- dels-Betriob über Kjächta nach China: An feineren Thee-Sor- ten wurden im vergangenen Jahre in Kjächta 134,215 Pud, vom sogenannten Ziegel-Thee aber, -- einer der schlechtesten Gattungen, die nur noch unsere niederen Volksklaffen zu kon- sumiren pfiegen und deren Absaß nach Rußland jeizt mit jedem Jahre abnimmt, 57,153 Pud eingetauscht. Haupt-Artikel unserer Industrie, Welche in Kjächta den stärksten Absatz fan-
den, waren Tuche für 2,173,000, Baumwvllen-Erzeugnisse für
998,000, Pelzwerk für 3,153,000 Rubel. Alle diese Artikel wburden diesmal zu höheren'Preisen als in früheren Jahren 11 ge est.
Frankreich. *
Paris , 1. Okt. Die Minister Waren gestern Abend noch spät bei dem Conseils-Präfidenten versammelt, und man be- merkte, daß gegen Mitternacht zwei Couriere das Hotel der aus- wärtigen Angelegenheiten verließen.
Man will wissen, daß der vormalige Finanz-Minister, Herr Human, der sich seir*einiger Zeit in Straßburg befand, und gestern hier eingetroffen ist, durch den Telegraphen_herbeordert worden sey. Hieran knüpft sich das Gerücht, da]; ihm Vor- schläge zum Wiedereintritt in das Kabinet gemacht worden seyen, er dieselben aber zurückgewiesen habe. '
Die anhaltende Entwerthung der Eisenbahn-Aetren ruft, wie es immer bei solchen Krisen der Fall ist, allerlei Rath- schläge hervor, um das Vertrauen wieder herzyskeiirn, und dem Sinken der Papiere Einhalt zu thun. Man Mehr 1th die Be- sißer der Action durch die Bemerkung zu tröstet) und zu beru- higen, daß auch in England die Actien der verjchiedrneu Bah- nen während des Baues derselben ausgeboten gewesen wären, und sick) nach Vollendung und Befahrung einer auch nur kur- zen Strecke schnell wieder erholt hätten. Es wird demnach alien Compagnieen angerathen, nicht gleich von Anfang an ihre Kräfte auf der ganzen Bahnlinie zu zersplittern, sondern es fich vor “allen Dingen angelegen seyn zu lassen, einen Theil der Bahn ganz zu vollenden, damit die Actien-Befißer fich so schnell als möglich eines, wenn auch eringen ZinSertrages zu erfrxuen hätten. Die Compagnie der ahn nach Havre scheint diesen Grundsaß befolgen zu wollen, denn sie verspricht schon zum nächsten Frühjahr die Strecke von Paris nach Montmorency der Circulation zu öffnen.
Bei der Wichtigkeit der bevorstehenden Deputirten-Wahl in dem ersten Pariser Arondissement dürfte es nicht ohne In- teresse seyn , das Schreiben zu lesen, welches der Kandidat der Opposition, Herr Bureaux de Pusy_, an die Wähler erlassen hat, und welches, im Fall es von Erfolg begleitet seyn sollte, ur Charakterifi-rung der Stimmung der Pariser Einwohner- 1chaft _dienen kann. Dasselbe lautet folgendermaßen: „Meine Herren!" Die Ehre, Sie zu repräsentiren , einen Be irk_ zu rae- präsentiren, der so viele aufgeklärte Männer in sich chireßt,_1sk zu groß, zu schwer, sie würdig zu tragen, als daß ich aus eige- ner Veranlassung gewagt haben würde, Anspruch darauf zu machen. Nicht aus freien Stücken bewerbe ich m1c1) heute-um Ihre Stimmen; ich bin durch die wohlwollende Nachficht emer großen Anzahl von Wählern dazu aufgemunkerdworden. , „Da dieselben von ihrem Kandidaten vor allen Dingen politische
.Rechtschaffenheic und Unabhängigkeit der Stellung und des
Charakters verlangten , so haben ste nicht allein diese Bedingungen, sondern auch Prinzipien, die mit den ihrigen übereinstimmen, bei mir anzutreffen geglaubt. Ich habe die mir angebotene Kandidatur dankbar anqenommcn. Indem ich Sie bitte, m. H., mir den größten Beweis von Achtung zu geben, den „Jemand von seinen Mitbürgern erlangen kann, so will ich mich Ihnen nun eigen, wie ich bin. Meiner Ansprürhe find wenige; aber ich muß dieselben dennoch zur Sprache brin- en und mich, um Niemand zu täuschen, ganz offen erklären. ls Zögling der polytechnischen Schule widmete ich mich dem militairiscben Jngenieurfache; alle meine Grade habe ich entwe- der durch" Bewerbung in dffentlichen Prüfungen oder durch An- cisnnität erhalten. Nach der Iuli-Revolution ward ich zum
räfekten ernannt; in welcher Stellung ich 3 Jahre lang, ohne nwendung gewaltsamer Mittel, die Geseße in ihrem ganzen Umfange zur Ausführung brachte. Meine Achtung für die Rechte der Bar er machte diese Aufgabe leicht. Als ich in das Privatleben zur ckehren mußte, konnte ich mir schmeichelu, daß mein Benehmen, inmitten schwieriger Umstände, gebilligt wor-
-aus auf ein Franzöfisches Fahrzeug gefeuert und zwei Die Gemüther erhißen fich ,von beiden Seiten-
den war. Vielleicht wußte man es mir einigen Dank, daß ich immer Magistrats-Perwn und niemals Parteimann gewesen war. Die ehrenwerthesten Einwohner von Avignon ersuchten nach meiner Abreise den Minister, mir meine Präfektenftelle zu erhalten. Die Wähler von Tarbes beehrten mich mit ihren Stimmen; aber die Kammer von 1834 anuuilirte durch einen Beschluß, der damals auffallend erschien, meine Wahl, und er- nannte meinen Konkurrenten. Bald darauf sandte mich der zweite Bezirk des Allier neuerdings in die Kammer. „In den administrativen Functionen habe ich meinem Lande und der Regierung mit AufrichtZkeit als rech1iichcr Mann und als gu- ter Bürger gedient. enselben Gefinnungen treu bleibend, glaubte ich als Deputirter die Handlungen des Ministeriums bekämpfen zu müssen, da dieselben mit den Grundsäßen der wahren Freiheit unverträglich, und selten im Einklange mit den Interessen und der Würde Frankreichs waren. Die Sep- tember-Geseße schienen .mir eine offenbare Verletzung unserer Institutionen und “ich habe sie deshalb bekämpft. In meinen Augen bildeten fie die ersten Ringe einxr Kerre, Welche der df- fentiiche Unwillé zerbrach, indem er die Disjunceions-„ Depor- tations- und Nonrevelations-Geseße entschieden zurückwies. .Die Lasten, welche auf das Eigenthum, den Handel und die Indiz- strie drücken, sind zu schwer, als daß man vor einer rechtmäßi- en Reduction zurückschrecken dürfte; ich bin daher dem Grund- a e der Renten-Konverfion beigetreten; aber theilweise Erspar- ni e würden 0 ne Resultat seyn, wenn nicht eine strenge Kon- trolle die vern nftige und getreue Verwendung der öffentlichen Gelder sicherte, und fich den Verschwendungen widerseßte, weiche es oft nicht einmal versuchen, fich hinter einem Schein von Grdße zit verbergen. Ich habe Mißboäuche gekannt, und fie mirBeharrlichxett und Festigkeit zur Sprache gebracht. Es wäre nicht unmöglich, daß die wichtige Frage der Wahl- Reform angeregt würdx. Sollte dies der Fall seyn, so würde ich die Zulassun? drs zth- ten Theils der Geschwornen-Liske u::terstüßen. Es chethmrr, daß denjenigen Männern, die bei einer Wahl einen dffenmchcn Beweis des Vertrauens von ihren Mitbürgxrn erhaltexr hadex, auch das Stimmrecht bewilligt werden muß. Ich weiß mehr, 111. H., welches Urtheil Sie über mein Benehmen und „meme Ansichten fällen werden. Wenn Sie mich aber nir würdtg fin- den soliten, Ihre Rechte und Ihre Zn'tZressen in der Kammer 11 vertheidlgen, so würde ich mich diejer edlen Ausgabe 0111
ankbarkeit und Hingebung widmen, und um später nicht frei- wiliig auf dieselbe verzichten zu müssen, würde 1ch.w1§hrend der Dauer meines MandatS' von dem Ministerium teme Gunst- bezei ung irgend einer Art annehmen. Als Sohn Buregux de c1111100 den die konstituirende Versammlung dreimal zu 11,1 rem Präsidenten ernannte, als Adoptiv ; Enkel Lafayxtce's, hat deren Beispiel mich elehrt, daß das geradesre und__onenste „Br- nehmen zu gieicher eit das geschickreske sey;- mem GewUsrn sagt mir aber auch, daß es in der Politik 1010 anderswo das einzig Ehrenvolle ist.“ .
Es bereitet sich in der hiesigen großen Oper cin DeHUt vor, dem das ganze hieüge Puölékum und besonders die hdhern Zirkel mit großer Neugierde entgegen sehen. Ein junger Irx- 1iänischer Nobile, Herr von Candia, Vegas)! mit einer sehr schönen TenorLimme, hat alle Schwierigkeiren, die fich seinoxn Drange zum &heacer entgegenscyllten, zu besiegen gewußt, 11:10 wird wahrscheinlich noch im Laute der nächsten Woche in „Robrrt der Teufel“ zum erstenmale auf der Bühne erscheinen. Die Feuilletons erwähnen seiner jeßt schon mit dem größten Lodz, und meinen, seine Stimme sey nur mit der Duprez's oder R11- bini's zu vergleichen.
Im Courrier frangais iiesk man: „In der Nacht vom 15. zum 16. Sept. ist die Genuessche Brigg „San Gaetano“ von Porto Venere aus nach SJnien unter Segel gegangen. Ein „Dampfschiff der Königlich ardinischen Marine, welches beauftragt scheint, jenes Schiff 1: begleiten, lichtete einige Stum den früher die Anker. Der „ an Gaetano“ hat 100 bis 150 Tonnen mit Munition, Kleidungsstücken, Schuhen, Waffen :c. an Bord , die aus Livorno und Genua gekommen waren, und außerdem führt er etwa 30 Ztaliäner und Spanier von verschic- denem Range mit sich.“
Der Messager sagt:. „Es ist Zeit, daß die Division des Admiral Baudin vor Veracruz eintrifft, denn unser schwaches Geschwader spielt, den Fanfaronaden der Mexikaner ge enüber, eine Frankreichs unwürdige Rolle. .Der Kommannant azoche isk genöthigt, 1" außerordentlichen Mitteln seine Zuflucht zu nehmen, um _f1 r alle Bedürfnisse des Dienstes zu sorgen. Er hat Wei Kauffahrteischiffe, die von dem Blokade-Geschwader
enommen worden find, beWaffnec, und benußt sie zum kreuzen. Es ist in dieser unglücklichen Angelegenheit noch einmal Blut geflossen; die Mexikanischcn Soldaten haben von der Küste Matro- sen getödtet. immer mehr, und eine freundschaftliche AusgleichuY wird täg- lich schwieriger.“ (Die neuerenNachrichten über gland wa: ren noch nicht in Paris eingetroffen.)
Großbritanien und Irland.
L o n d o n, 1. Okt. Fast komisch isles, wiegenau die miniskeriellen Blätter herauszurechnen suchen, welche Anzahl von Menschen eigent- lich bei den lehren Arbeiter-Versammlungen in London, Manchester, Sheffield und Liverpool u e en gewesen, als ob sie nach Ver- häitniß der numerischen t r : abmessen onten, inwieweit den Forderungen, die in diesen Versammlungetx aufgefüllt und in die sogenannte Volks-Charte zusamwengefayt wurden, nachzu- geben sey. Man at sogar die Größe des Feldes, Kersal-Moor genannt, auf wei cm die Versammlung bei Manchester state- fand, nach Quadrat-Fußen ermittelt, um zu sehen, wie 01:1 Menschen wirklich dort Plaß haben konnten und danach soll es sich gefunden haben, daß höchstens für 45,000 Raum ...... handen war, während die Zahl der Versammelten bisher zwi- schen 200 und 300,000 angegeben wurde. Die ministerieae Presse ist darüber sehr erfreut, und da die Versammluagm in