1838 / 293 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Beförderers aller gemeinnützigen Unternehmung

sondere der Eisenbahnen, war dazu aukerseLen worden, die ser-

isenbahn durch eine Probefahrt mit dem Dampfwagen und einigen angehängten Personenwagen zu eröffnen. Um 10 Uhr Morgens versammel-

tige Strecke auf der Düffeldorf-Elberfelder

ten s1ch die zu dieser Fahrt eingeladenen Civil-

Behdrden mit den Elberfelder und hiesigen Mitgliedern des Ver- waltungs-Rathes und der_Direction, als Vertreter sämmtlicher Actionaire, auf dem hiengen Bahnhofs und nahmen mit gro- Ym Interesse die dortigen Baulichkeiten und eifrig betriebenen

orrjchtungen in Augenschein; vor aljem aber zog die zur Abfahrt gerüstete, nach Belieben ihres Führers sich hin und er bewegende Lokomotive die allgemeéne Aufmerksamkeit auf

tel). Bevor das Zeichen zum Einsteigenzcgeben der Regierungs-Präfidenr, Freiherr von Spiegel,

Feier der Tages, in Verbindung mit dem für 11n1"e1'Eisenbaké-:1- Unternehmen, wie für Rheénland und Wcßphalen so wichtigen bevorstehenden Schritt, Bezug habende herzliche Worte und

schloß mit einem dem Könige, dem Kronprinzen

en Königl. Hause dargebrachten Lebehoch, in welches die Ver; ? Nachdem an 70 Personen :'n den drei Wagen 1., 2. und 3. Klasse nach Belieben Plaß ge- nommen hatten, ward das Zeichen zur Abfahrt erthcilt, und

ammelten jubelnd einstimmtcn.

der] Zug eilte an den längs der Bahn-Linie,_ regnigen und stürmischen Witterung, zahlreich

Zuschauern mit stets zunehmender Geschwindigk_eit vorüber und wurde von allen Seiten mit Hurrah begrüßk- ,_ imponirend nahm fich der Flug über die Kölner Straße zwuchen der dort versammelten Menge aus; die ansteigende Strecke

von 1200 Ruthen Länge tvard hin in 6 Minuten 30 Sekunden, 7“ (:o-". ..- »; «...... __. macht auf die Stunde 7 Minuten 59 Sekunden Geschwindig- 75 11-107. 9.111. »: üriof- «2.11. K 5 n iglich e S chan s p i ele. keit, und zurück, wo die Lokomotive die Personenwagen vor fick) Ze..5«1.a1ch-8s1.. 4 1113 1021/2 „...-„. ['s-1111111313? 1915/11 1111313 Sonntaq,21. Okt. Jm Opernhause: Die Puritaner, große er schob, in 4 Min. 54 Sek. oder 0 Min. 1 Sek. auf die 97.151150011030. 4 10304 102314 Kur-U.Ueum.äo.32 1017/3 10145". Oper in 3 Abth, mit Tanz- Musik von Bellini. runde Geschwindigkeit zurück" elegt. An der zweiten Fahrt ["WW'WW'" “*:/4 673/4 5.1.0.1..11 " “"' * 105 ** Im Schauspielhause: Corona von Saluzzo, Schausviel nahmen schon mehrere Damen heil; ein sprechender Be1vcjs, Kurm-Ubl-w-l-C- 4 RIH: - ??*RZMZ' 933/ in 5 Abts). von E. Raupach. - wie sehr die getroffenen Vorfichts-Maßregeln und der gxückliche Kmilé'Yk-FT-T 1037/8 : “* “*"-1“ -- 4 -- Montcjg 22. Okt. Jm Schauspielhause: Der Pfieqe- Erfolg der ersten Fahrt dem Unternehmen bekei-ts das Vertrauen LYZFT 11..“**4 ": 8 ** 9016-11714-“0 - 215*/4 214"; vater, Schm/xsx-iei in /1 Abth., vom Verfasser “von „Lüge ünd des Publikums gewonnen hatten. Die Thetlnehmenden ent- WWS, (10. 4; „_ __, Yeneoucuten __ 181/4 _- Wahrheit“. Hierauf, zum erstenmale wiederholt: Die Dop- fernten |ck szrieden Mit den bisherigen Leistungen, UNd Alles 111111. 19.11.11... 218 _ ikrleäriehuä'ok .. 131/2 13 pelleiter komische Oper in 1 “Akt, nach Planard. Musik von fxeute fich im Voraus auf die angenehmen Fahrten in das «......1-1011111331 1007/3 _- zua. 6.1.1.1..- Ambroiée Thomas. Deutsche Bearbeitung von C. Blum. schöne Erkrather Thal und den dadurch so sehr erleichterten (;.-11.117... 110. 4 10213/4 .. :..-15111. 131,13 12-73 .' 23 Scl “[ s “k ' ' ' (U)!“ * 1007 10 3 053001110 __ 3 4 DWUÜUZ- “' Okt Jm_ )JUsPW hause, zum etx'empale IFW?) OZ Gdestelxnéh (Néa?dershöhle)z_ Ynhsxlßnnes ?N'ttßgß“ ""W““ ' 3" /" 0 /' ,., 00," wiederholt: Das laute Gehe1mniß,Cro2n;a11ttsches Luftsptel tn 5 e en 111 ret en a er „oo, woran 11: e 1 en un a:: ere _ ) _ ,„_- ' - “.'lo Go, 1 von lum. angesehene Bewohner der Stadt Theil nahmen, und wobei „'“/"“ QMM" YEN", WIFI Abts)“ fre: nach Ca zz“ diechToasteS anf das erhébene HerZFrhaUss, UWH) dsessÉt gßlor- ..m....1....... ............ 959111 11... FW. __ Kznxgsstzdtisches Theater. r_ei em cepter wir ier am ,ein „0- mxm e ro 111,“- zu, ,,,,,,,, . ..... 250111. 21111. -. 4 - Sonnta , 21, Okt. Nelke und Handschuh, oder: Die nge s1ch entfalten sehet1, und ayf dre E'tmgkxtc der DYLAN," 1.131.111“; ................ TV 11115 FF: 13110 : Schicksale degr Familie Monetenpfutsch. Neue Parodie eines Stämme und Stände m al_len Herze) emen 1116elt1dcn che1- 1. KZV ---------------- 11.81. “11111“ 6 „31/3 00011 oft parodirten Stoffes, in 3 Akten, von J Nestroy. YU fanden, beschloß die Fxrer des 11). Okkoßexs, xtnes fü? dre 771.0" ************ * * 20011. 21111: 0008 __ Musik von A. Müller. eutschen zuglerck) “15 Ermnerupg dk.? dknktpüw'gße" Epoche 1ZTL..1110*L;.*::::::::'.::'. 150 71. 2111. 1010;2 «- Montag, 22. Okt. Lucia von Lammermoor. Oper in 3" der neuern vaterländtschen Gcsch1chte '" Mchttgen wre erheben; „"W"-F . . . 150111 2111. .- WLW Akten, nach dem Ikaliänischen des Salvatore Cammeraxo. den Tagcs" , - , [316811111 ..... . . .......... 100 “kb]. 21111. 991/3 -- Wkusk von Donizetti, . -- Dusseldorf, 15-Okc- - Geworbe unkachtff- »...-xz .. ...... 100 111.1. 87... 1021/4 „_, Dienstag, 2:3, Okt. Hans Sachs. Dramattsches Gedicht fah_rt.- Dre Kohl-exnförderung tm Essen-Werdenschen Bergm-nXs- krankfurt a. 111. 112. .. . . . .. . 1053 121.1 22:71. 1. _ 1(3)(1,'['x3 in 4 Akten, von Dein ardskein. (Herr pre, vom Hoftheater Bezxrke wurde auch 1111 Monat September schwunghaft forebmte- YFZMW“ ------------ l 1- * oc- - /3 zu Darmstadt: Hans “hs, als Gastrolle.)

ben und der Absaß von den Land-DebitTZeckyen war ganz be- friedigend. Auf der Ruhr“ aber war derselbe noch immer durch

die Herstellung der Schleusen gehemmt. Von

Mülheim aus fand ein desto lebhaftcrer Verkehr statt und es gingen von neuem ziemlich beträchtliche Kohlen-Vocräthe nach

: Holland. Der Betrieb auf den schen übrig, und fast alle haben

en und insbe-

dene Sch1ffe am hiefigen Werft sind, welche an Waaren aller 16,808 Ctr. ausgeführt haben.

und Militair-

„___-„.___...-

- - MagdebUrg. Beim wurde, syract) emtge am d'? 3 Fuß. breite:! und eben (Jefäßc befanden, ans deren For ursprüngtiäbe und dem qan-

ungegchtet der vermmmelten

1204

friedigen können. Auf dem WerfteKzu Ruhrort wurde ein grd- ßeres eisernes Dampfschiff für die Die Schifffahrt auf dem Rheine war lebhaft,

Neuß gab fich nur geringer Begehr kuno.

Wkffensckgast, Kunst und Literatur.

kleinen Hüsfelde bei Qxxcdlinburg belkgenen Nasenhügels hat_ man 111 kemsclben ein aus (51sc11steinplatxen 5111.1mmengeseßtcs, 4 Fur; langes, so tiefes Behältnis; entdeckt, worm fich meh- rere Aschcnkrügc von verschiedener Gxßalt und ernige andere lccre

Bestimmung derseiben nich] schließen [„icß. , f , rer Aschmkrüge wurden Knochen von Händen, an1_chemc11d dzexcm: gen, welche fick) zwischen der Handwurzel und den “zmgeru benndxu,

Eisenhütten läßt nichts zu “wün- mehr Bestellungen, als sie des TMN“ “"" ölner Geseilschaft vollendet.. indem 209 bela- e angekommen und abgegangen Art 80,075 Centner ein; und

Auf dem Frucht-Markte zu

81". 19/0

111".

. , 59 Umarbekten tmrs 1111 sogenannten 5" «01111

[)(-11115. 'A'/„;.

m und Beschaffenheit fich auf die RWKÄMSÜ *"

()eacerr. 50/9 Met. 100'72. 1003/3. «**,-„ x()», 993/4- 253/ . „, . 1513/7131“. [100588 211 50017]. 1271.33, 120*-8. 1.110149, 7.11 100 kl.275_(;.

9121155. 1'1'3111.-§ck1. 667/3. 6.

blsenbabn-Üetien. User 600. 81". 110. linkes 1.! (er 425. 111". Zcrafxburg - Zuse] 375, br.

Zgräeaut - “l'exto -. [(5111 - „5131311911 -.

zncserpen, 14. 011101161.

Neue „4111. 167/„. 111". [:*/,s. (1.

171'1111111'111'1 a. M., 17. 0111111161". . 21/20/11597'. 131". Zank -ÜC(|011 1740. 1738. ['akt1a].0m 1111. 4910 „5.111. 113'/;. 111“. 170111. [4111119 Span. M11. 7. 67/8. 21/20/9 1101]. 5213/15. 523/4_ Zt. (Fermuin 670. 111“. 7911531119: rechte, Za111bke-Uou36 435. €. ()0n1p.-()sntra1s «.

l' 111" i 8 , 15. 011101101".

[.eipxig . Vremlen 96.

1101111- 111] 60111". 109. 50. 39/0 [111 60111“. 81. _15. 51%er .

100. 00. 59/0 5111111. Renke 19'/4. 9355178 _. zu,; Wien, 15. 011101181“.

50/0 3181" 107'5/32- 49/1) 100'/2- 30/0 80. 21,20/0 """- 1 ," **

Reue „4111. -.

In zweien

1838. i

Besonders

4721335608,“ konéx- un

[)en 20. 011011121“ 1838.

ck Leéék-C'mm'x-Zstseé. Tages::xittel;

Meteorologische Beobachtung.

21111413

Nack31€€ta75 ' Xbcr'ks 98.15.) eknnmi; :: A

vorgefunden, und dem einen dieser Aschenkrüge diente ein 1nc11schlicher 19, Oktobe... 6 Uhr. 2 Uhr. ;() «.,.-_ MQWWW Schädel als Deckel. Die Gefäße bestehxn aus ungebranntem Xbox). * _ Außerhalb jenes Behältnisses, in den Hügel verscharrt, fanch sick) dre Luftdrua..... 33211; ...;-„W 332,31-«sz, 335 39 “Par. Querärme 7,30 N. Gerippe mehrerer menschlicher Körper; die Anzahl de_r (1111 dem vor- Lusthrme + 6,9“ N + 9,40 N. + 5,35 N FlußWärme 7,80 N. beschriebenen Raume Vegrabenen läßt fick) etwa aus 20 anschlagen. Waupunkt + 000 N. + 8,90 N. + 5,09 N. Vodcnwärme 80991 Die aufgefundenen Gegenstände find auf dem Ratbhause zn Qued- Dnnßsätüqung 79 pCt. 88 „M- 92 pCt. Ausdünstun90,040-N»„' linburg in Verwahrung genommen worden. Wetter...]... „aw “)?-“11111 chen- Niedersehlag (),-U„ 9111 _. ' *“ W111!) . . ... .. . W. W. W. Wärmewechse1+ 10 111 11 s k 1 1 11 o k 11 0 1- a e. Wolkenzug-.. __ W ! _ +35".

3:13 18“ Par... ...:-„2091... +06“ 01 86 pCt. W,

Ruhrort und

2313/15. 5979 5111111. 10'3/ s' kus; krouxx. kräu1.-Zob. _. 09111. 118

.F. 11 s 177 "11 r t j 8" Qmsceräam, Uieäerl. Wirkl. 5111111111 533/4.

8 11 ö r 8 s 11. 15. ()]-1101161".

50/0 (10- 1013/4- 178 -. 111153; 5011. -. 1/4. 0881811“. 11191. --.

Kan: - 1211].

711118]. --.

_ In Vertretung des Redacteurs: Wentzel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

...-«- 4 - - _ * x ._„ M “1,“ “' é - "" ..., - AllgeMMM Anzetger fur 1311 PreußtsMÜ Staate» BekanNr-machunges». WFWÖU'F“ »...»...«1... 11.111,11„1311211311112 1113111111.13.311331; 1211111353"13612171“1111211151111111"1.111:

Oeffentliches Aufgebot. *

Der Ledexhäudler Johann Ernst Levdscf-er b1er|elbst hat in seinem aw 31. Mai “1837 puchérten Testa- mente den Descendenteu der beiden verstorbenen Schwe: si'crn seiner Mutter ein chat von 2000 Thlr. ausge- leßt. Diese beiden Mutterschwcstcrn hießen Johanne .Kofine, verebelicbte Schuhmacher Runge, und Anna Regina, verebelich1c Tuchmacber Scheedel. geboru: Urban. Als Desccndeuten der Lcßtern haben 1711; bis- her gemeldet: _

]) die Chriß-ane Dorokhee, verehelwhte Tuchmacher

Boehm. cb. Scheedel; ,

2) die Chri1iane Friederike. vcrehel. Tagearbcucr

Koch, geb. Schedel; 3) die Henriette Wilhelmine, verehel. Goldarbeitcr Altenberger, zu Greiffenberg;

4) die Chriüiane Friederike, vcrehel. Hutmacher Exner,

geb. „Scheedel; -

5) Benjamin Traugott Scheedel;

6) Christian Gottlteb Scycedei, beide Tuchmacher-

esellen zu Grünberg;

7) Johanne Rofiue, verchel. Tagearbexter Mengc,

eb. Scheedel, zu Alt-Kranz; , _

8) ohanne Friederike, verehcl. Böttcher Iente, geb.

Rhode, hicrseibst; 9) Ernst David Rhode, T11ch11mcher zu Luprahl in Rußland.

Wir fordern nunmehr auf Anxrag mehrerer der auf. getretenen chatar1cn alZ unbekannten Descendenten der genannten be1dc11 Ochwestern der Mutter des Lederhändler Levdecker, und namentlich:

1) die e“Kohcmne Rofine,

2) die ohanne, ,

3) die Johanne Frtedemkc, Geschwister Runge, welche Descendenten der Johanne Rosine, verehelicHten Schuhmacher Runge,“ geb. Urban, seyn sollen, auf, sich spätestens in cer1111110

Vas UU111111'5611111 [Kronprinz 7011 7181115011 gebt r9g91111ös§i§§ . 31311811 Z0111113Z f1'1'111 0 [:111" »"011 ölagäebnrx, » 111111110611 » 0 » » 1111111111115 1111 111111 151 1111“ 1'115511Jie1'0 äUf'Z [1811116111510 111111 610- Jameöts 0101181100121.

1111111151111111xx011 geschoben

i11 I1Z1Z11'ob111'J 1101111 801111711111118-91'061110111 (7. 1". 1179111 R0. 4,

508]111101', * 111 1131111111111 1191111 5011ifffubrcz-krocnrsvr („. [*lol- 1111g, 1111] 1110211100“.

Rhein : Weser . Etsenbahn. Anf dsn Antrag unsers Kassirers haben wir geneh- migt, daß die Ein1ablung der fälligen ,erstcn Rate 11 10 Pro 2111 des Acticn-KapUalYso we1t solche noch nicht gele111cht worden, gegen Intenms-Quiztung auch bei den nachbenannten Häusern geschehen könne, als_: in Berlin an Hrn. Carl W. J." Schulße, » Braunschwc1ganHrn.Geb1-. Hobbecke & Comp., » Bremen an 3,3111. H. H. Meter &" Comp., » Köln an Hrn. J. D. Herftaxt, an Hrn. S. Oppenhc_1m ]1111. & Comp., (1115311121131. Schagxfhausen, a11Hrn.J. W.Ste111, 111 Dresden an 53111. George Mcujscl & Comp., .. Frankfurta. M. a11Hr11.0§r1111e11us & Comp., » Hannover an Hrn. Michel Berxnd, » Münster au Hrn. Lindenkamps &. Olfers. Ffir die Befördcruug der Gelder zur hiefigetx Kase und damit verbundene Korrespondenz haben d1e Em: zahlenden von Beträgen bis zu 100 Thlr., .; pCt.; von größeren Summen .; pCt. Speesen'zu entr1chten. [Jever sonstige Bestimmungen Werden d1e genannten Häuser Auskunft geben. Minden, den 2. Oktober 1838. , Die Direction der Rhein-Weser-Etsenbahn-

den 2. auuar 1839, Vormittags 9 Uhr, vor dem erm Ober:LandeSgerichts-A115cultator von Sebiruding entweder persön11ch oder durch einen mit Voümacht und Information versehenen Jußiz:Kom- wissarius, wozu ihnen der Justiz-Kommissartus Robe hier und v. Münstermann zu Schmiedeberg vorge. schlagen werden, zu melden und sich als Descendemen von einer der beiden Mutterschwefiern des Erblaffxrs zu legitimiren. Die Ausbleibenden haben zu gewäx- tigen, das; fie präkludirt und das Legat den fich leg1- timirenden Descendenten ausgeautwortet werden wird, deren DiSpositiouen und Handlungen, die fich nach erfolgter 5])“1'äklufion meldenden nähern oder gleich nahen LeJatarien anzuerkennen und zu übernehmen schuldig sm . dergestalt, daß fie keine Rechnungslegung und Erßattuu der erhobenen Nutzungen zu fordern be- rechtigt md, sondern fich mit dem be uügen müssen, was noch von dem Legate vorhanden eyn soslte. Hirschberg, den 27. Juli 1838. Königl. Land: und Stadtgerickxt.

Gesellschaft. Vogelsang. v. Spreckeljen. Vorlaender.

Literaxische Anzeigen.

Bci J. J. Christen in Aarau und Thun ist so eben «WWW und in aUen Buchbandlqngen Deutsch- lands 11 haben. in Berlin bei E. S. Mittler (Steel).- bahn 123). auch in dessen Handlungen zu Posen, Bromberg, Culty und Gnesen:

Dic dre1 lcßtex Jahrhunderte er

Schwetzergeschichte; mit besonderer Berückschti un der geisiigen und religiösen utände un der Sittengeschichte. . Vorlesungen. gehalten zu Bern von Dr. Heinrich Gelzer. Erster Band. 261s r.

gen aus theilweise noci) unbenutzten Quellen, von In- tercffe seyn werden, so wenden sie fick) dock) 11icht bloß an das gelehrte, sondern vorzugsweise an jedes gc- bi [dete Publikum, dem die höchsten geistigen, fittlichcn und religiösen Interessen der Zeit und die politischc11 Hauptfragen des Tages nicht gleicßgiiltig find. Einer gebildeten Versammlung von beiden Geschlechtern vcr- dankte das Werk in Bern seine Entstehung, und ganz in derselbe11Weise hat fick) der Hr. Verfasser sei11c Leser gedacht; ein lebendiges. die Gegenwart berück- fichtigendes Wort hat er an Geist und Gemüth seiner Leser richten wollen, gestützt von der Hoffnung, das; er im Vaterlande und im Auslande von Vielen vcr- siandcn werde. Auf den Beifall derer, die noch immer den destruktiven Tendenzen das W111 reden, kann diese Schrift freilich nichtzä0lenz denn 1111 verh 0 l c 11 svri cht sie sich überall für einen in Kirche, Staat und Wissenschaft aufbauenden, religiöS-kon- servativen Geist aus. Der erste Band umfaßt das sechézehnte Jahrhundert in ,11völf Vorlesgngcn, wo: zu dem Hrn. Verfasser die besten Queuen gcönnct waren.

"*“-.“... ._.-«._....

A n 3 e i e. Bei der Feier des 25jäbrigen YJMbelfeftes dcr Leip- ziger Völkerschlacht empfehle 167 das von mir heraus- ge ebene und so chen fertig gewordene , panorama des leßteu Aktes dcr Leipziger Völker-

schlacht, am 19. Oktober 1813, nach eigener 2111- ficht ezeichnet und in Kupfer geäßt von C. (H. H. Geißier, 42 Zvi] breit und 22 Zoll hoch, auf

Sup. fein Patent-Papier, 1111117 einer kurzen Er- klärung, Deutsch und Französisch.

Die sche1nbare'Ruhe, welche nach der Sprengung der einxigen Rtickzu Ebriicke eintrat, munterte den Künstler auf, mit ächtiger Skizze auf das Papier zu werfen, Was sickx damals vor seiner in Nr. 986 «m Fleischerplaße ben11dliche11 Wohnung ereignete, und die nachfol enden Momente weckten sein Interesse in in einem olchen Grade, daß er nicht umhin konnte, mit Mißachtung der damit verbundenen nicht gcrin: gen persönlichen Gefahr, dieselben zu entwerfen.

Diese Skizze ward denn die Grundlage einiger Zeich- nungen, deren eine fick) egenwärtig noch in den Hän- den einer Allerhöchste" Z) , , jest, wo gerade ein Viertelmhrhundert verfloffen, d1e Veranlassung geben, in rqdirten Umrissen dem großen Publikum den Ausgang jener welthistoriscben Kata- strophe in einer Weise vor die Augen zu führen. die um so wahrer und lebendiger erscheinen muß, alß fie einzig und allein das Ergebniß eigener und ungeßérter Anschauung ist, ein Umstand, der nur wemg Dar- ßeuern von Schlachtscenen zu Statten kommen dürfte.

Bcsteslungen erbitte ich mir durch Herrn Rudolph Weigel (Anßalt für Kunst und Ltteratur). Der Preis ist 1 Thlr. 16 r. für ein Exempl. schwarz und 6 Thlr. für 1 Exemp fein colorirt.

Leipzig, im Oktob 1838. F. Geißler.

Obgleich diese Vorlesungen aua) em gründlichen

erson befindet, und soll nun .

handlung (F. Müll er), Breite Stx. Rr.23, zu haben: Praktisch? Anle1tuug .

m Pro1ecktons-Zetxlxnen, in systematisch geordneten Aufgaben fÜr Architekten- Bau-Handwerker uud Gewerbcs11711le11;

entworfen und gezeichnet von, ,

C. L, Hoffmann, Bau:Conductcur 111, Berlm. Mit 50 in Kupfer gestochenen Vorlegcblättcm uud erläuterndem Te te. Elegant brosch. 125111010113

Dcr billige reis sowohl wie die vorzugjtche 'e- handlung dieses Werkes werden demselbxn 1111101111- schenswer1he Verbreitung erwerben und pte Emfuhnrung in Gewerbestßulen und äbuliohen Jusxtutcn moglich machen.

No 1 hc, Königl. Preuß. Gch. Ober-Baurath, Vertrage zur Maschmen -Baukunde. Mit 20 großen Kupfertafeln und erläuterndcm Texte.

NeueAuégabe. , Bisweriger Preis für das kompl. Werk 111 2Hefteu 13 Thlr. 20 [gr. Jetzt für beide Hefte zusammen-

genommen, elqgaut gebunden . 8Thlr. 10191“- Es ist aber auch ]cdcs Heft einzeln zu haben, und zwar das erste jestfür . . . . . 3Thlr.15sgk. statt wie bisher fiir 5 Thlr.. das zweite jetzt für . . 6Thlr.15sgr-

statt wie bist)“ für 8Thlr. 20 sgt. Dieses Werk, über Mgscht11e11-Bauku11de- welches jest durch Ankauf 111 meinen Verlag uber- gegangen, „gehört find, da scimmtli )c Kupferplatten von den ersten Künstlern gestochen wurden. Durch den "*.*" so 110- drig gestellten Preis wird die Anschaffung d1eses mis“

11che11 Werkes sehr erleichtet. Die Buchhandlung von F. Riegel in Potödamo

Bei F. Diimmle r Linden Nr. 19, isi eben heraus“ gekommen: Orlicl), v., Geschichte des Preuß. Staates im 11011

Jahrhundert mit besonderer Beziehung auf “*

Leben Friedrich Wilbelm'ö des großen lersükßkn-

Aus archivalischen Quellen und„aus vtelen m)v

unbekannten Original-Handschrtften. ]r Bande

Mit 1 Plane der Schlacht von Warschau U"

2 Karten. Preis broschirt 34 Thlr.

Das kritische VerMWiß der bon dem verskorqch Kanonikus Herrn elliu er und Anderen hmtét- laffenen Sammlungen von [men und neuem Kuyfer' siichen, Radirungen Hol schnitten, Lithograpbmkkz Hm1d1tichnnugen, Kunßb chern, Kupferwcrkcn un- Portraitö-S1mmlunge11. welchc den 3. Dezember d- “- u. f. T. versteigert werden soßen, ist bei dem erick ' Bücher-Auctions-Kommiffarms für Berlin, auch-

Schüßenstraße Nr. 10, zu haben:

u den fck)ö11ste11, wclche erschéeneu *

Allgemeine

Zeitungs-Nacl)richten. ?( u s l a n d.

Frankreich.

Paris, 15. Okt. Das Scharmützel über das Entlaffungs; Schreiben des Herrn Phalipon dauert in den hiefigen Blättern noch immer fort, und das Journal des Débats findet s1ch nun auch veranlaßt, sein gewichtiges Schwert in dieser Sache 11 ziehen. „Wir hatten“, 1agt es, „den Brief cines Capitains der National - Garde,_ der es vorzieht, seine Entlassung einzu- reichen, als eine Bitxt1chrifc für das allgemeine Stimmrecht zu unterzeickmen, oder stä) Weiteren Belästigungen darüber auszu- seßen, ohne die germgsée Bemerkuyg mitgetheilt. Es scheint, daß jener Brief die Opposnion selt1am aufgeregt hat. Zu der That ist ein Akt wahrhascer Unabhängigkeit dasjenige, Was die Opposition am meisten auf der Welt f171_1'chtcn muß. Herr Pha- n'pon giebt da ein _sehr schlechtes" Bei1piel. Warum nahm er s1ch nicht die Opyofition zum Muster, die von dergleichen Skru- pein nichts weiß. Hat slr wohl gefragt, woher die Petition kam, wer fie entworfen hat und wer sie kolportircn läßt? Durch; aus nicht. Und gewiß hat sie recht daran gethan, denn wahr- scheinlich würde sie gefunden haben, daß unter denen, die so großmüchig dixe Initiative für die National- Garde ergreifen, s1ch Viele befinden, die 111 den Zeiten der Unruhe und der Emeute sich nicht in dsmselben Lager mit der National; Garde befanden. Man sieht Wohl, daß Herr Phalipon nicht weiß, um welchen Preis man ein Unabhängiger Mann, ein tnuthégcr Bürger, ein Held, ein Wunder“ an TuZend genannt wird. Sein so einfaches und bescheidenes Schreiben wird ihn höchstens zum Höfling, zu einem jener rechilichcn Männer stempeln, die, wie kürz1ich ein Oppositions-Blatc sagte, gefährlicher sind, als die Spißbuben. Wenn Herr Phalipon die Petition unterzeichnet hätte, ohne sie zu lesen, ohne sich darum zu kümmern, ob sie gesetzlich oder nicht, ob sie das Werk der Rational-Gardc oder irgend eines republikanischen Büreaus sev; wenn noch Übx'rdies Herr Pbalipon darin gewilligt hätte, sich zum Colporteur der; selben zu machen, 0 dann würde er sicherlich allen National- Gardisken von Frankreich als ein Mustek dcr vollkommensten Unabhängigkeit aufgestellt Werden. Die Patrioten würden ihm eine Bürgerkrone verleihen, und die „Gazette de France“ fände gewiß im Evangelium einen_auf ihn anwendbaren Vers. Wir wundern uns Übrigens, da!; dre Opposition fich so viel JNühe giebt, um gegen Herrn Phalipon die Gcseßlicbkeét der Petition zu beweisen. Gesetzlich! Sie isc_1veit mehr als das; sie isr ka- tholisch! Man frage nur die „Gazette de France“! In Sa- chen der Wahl- Reform ist die Autorität der Gazcktc de France“ sehr groß; denn , man muß gerecht seyn, ihr gebührt die Ehre der Erfindung. Die Opposition ist nur nachgeschlicbcn, und ihr ganzes Verdienst beschrä11kt fick) darauf, die Wahl-Reform aus den Kartons der legitimistischen Partei entwendet zu haben. Diese Reform ward von der „Gazette“ als das beste Mittel ausgesonnen, dic Zuli-Rcvolu- tion durch die Uebertreibung ihres eigenen Prinzips zu erstik- ken, dx'e constitutionncllc Regierung ntnöglicl) zu machen, den Mittelklaffen ihren Einfluß zu rau en und das Wahlrecht in so viel Hände zu zerstreuen, daß es sich durch sich selbst aufhe- ben müßte. Besser als diejenigen, die stel) rühmen, die Zuli- Revolutéon gemacht zu haben, hat die „Gazette“ den wahren Grund des Triumphs der Constitutionnellen begriffen. Jener Wahlkörper, der sich so herrlich zu verständigen wußte, um die 221 wieder zu ernennen, jene Wahlen Von 1827 und 1830 ha- ben nicht aufgehört, ihrem Geiss treu zu seyn. Sie hat ge- fühlt, daß, wenn es ein Mittel gäbe, den Constitutiormellen den

jeg zu entreißen, die Freiheit noch einmal zu untergraben, dies in der Zerstörung des Wahlkdrpers bestände. Dies ist der edle, der liberale Ursprung der sogenannten Wahl-Reform in Frankreich, die man weit richtiger die Reform der Charte Und der constitutionnellen Regierung nennen würde. Wenn übrigens auch die Idee der Wahl ; Reform der „Gazette de France“ gehört, so glaUk-M wir nicht, daß die Peti- tion der Rational-Garde von ihrer Erfindung ist. Wir erken- nen dort einen andern-Stetnpel und einen andern Arbeiter. Einen Wahlkörper zur Berathung dcr Gesekze auffordern, die Regierung und den Kammern mir dort Bajonnetten der Na- ttonal-Garde drohen, wo möglich die Bande der Disziplin und des Gehorsams locker machen, das ist* cén Plan, der ganz den republikanischen Stempel trägt. Nici): z11m erstenmale ver- sucht man es, die Stärke der National-Garde gegen sie selbst zu wenden. Man erinnere sick) nur des Leicickenbegäng11isses des General Lamarque. Die Nacional-Garde würde in der That undankbar seyn, Wenn fie nicht den ganzen Werth der Sorgfalt emyfände, die man für sie hegt. Ist es nicht rührend, zu sehen, daß -die Republikaner und die Legitimésken das Stimmrecht 0er sie in Ansptkuck) nehmen. Man 6111191 ihr vollstän- dig. entworfene Petitionen; man legt sie ihr zur Unter- schr1ft vor; man liefert ihr Papier, Feder und Dinte, 111113 man giebt fich sogar noch die kühe, ihr 11 beweisen, daß ste nur etwas sehr Geselzlichcs und höchst z'onskitutionnclles tbue, indem sie sich in die legislativen Debatten einmische. Hat Wbt in der That die National-Garde berathschlagt? Hat sie emen Beschluß gefaßt? Durchaus nicht. ONan hat für fie be- rakkséhlagc und entschieden. Man würdigt sie zu einem bloßcn Werkzeuge herab; oder pielmehr man bedient fick), ohne sie zu fragen„ ihres Namens; aus einigen National-Gardisren macht man dre ganze National-Garde. Es ist dies das gewöhnliche Verfahren der Parteien, das; sie nur sich zählen: ihre Preffe T| die ganxe Presse; ihre Meinung is? die öffentliche Meinung, hre Coterte ist das Weltall. Bald werden nur diejenigen ""ck National: Gardisten heißen, deren Namen die Reisenden der Opposttion unter die Bitcschrifc gesekzc haben.“ fentljßad)“ schon erwähnte Rundschreiben des Ministers des öf-

en Unterrichts an die Bischöfe lautet folgendermaßen: .

(„Es ist ebräuchlich, daß die ersten Geistlichen jeder Diözese nch von Zeit zu Zeit in die Königlichen und Kommunal:Gym,

JNoncag den 2211?" Okrobcr

. Gericht eine Nachlässigkeit habe zu Schulden kommen lassen.

nafien begeben, besonders um der ersten Kommunion beizuwoh-

nen, und die Zöglinge einzusegnen. finden zuweilen statt, und die Universität wird dieselben sich vervielfältj en sehen. nur einen glü lichen Einfluß auf die Leitung der Anstalten und

„2 , “(1 . ! [ndere getskltcm: BMUKK? Advokat meine, daß die Gefangenen recht gut drci Tage warten kön, Iene Besuche können in dcr Wa: Ü "e"“ W fie Wo" so lange gewartet habe""

auf den Geist der Jugend auSüben, aber dieselb-sn können nicbt -

alle die Früchte tragen, die wir mit Recht davon zu hoffen ha- ben, wenn die Beobachtungen, die Sie anstellen, nicht zur Kenntniß der Behörde gelangen, welche die öffent- lichen Unterrichts-Anfialten leitet und beaufschtigt. Ich bitte Sie daher, 11ach jedem Besuch in einem unserer Gymna- sien gefälligst Ihre Beobachtungen mitzutheilen, besonders diejenigen, die die eigentliche Er ichung, die DiSziplin und den religiösen Unterricht betreffen. ie sind im Voraus überzeugt, mit welcher Sorgfalt dieselben werden geprüft werden. Ich lege einen Werth darauf, in der Folge immer durch Sie zu erfahren, wenn se einen solchen Besuch abgestattet haben. Ich habe angeordnet, daß jeder Urlaub sogleich ertheilt werden soll, wenn Sie bei Ihren Besuchen in dieser Beziehung einen Wunsch ausdrücken. Es ist dies eine Huldigung, die die Uni- versität Ihrer väterlichen Autorität mit Vergnügen darbringt. Zu gleicher Zeit aber habe ich erfahren, daß fick) in einigen Diözesen die Zöglinge zu gewissen Zeiten des Jahres zu ihrem ersten (Geistlichen begeben, um durch seine Vermittelung einen

Urlaub zu erlangen, der in dem Reglement nicht festgestellt ist. . Dies ist ein P?ißbrauck), den ich, wie Ihnen nichc auffallen ?

kann, durch bestimmte Vorschriften auszm'otten mic!) Veranlaßr sehe. _ Der Urlaub kann nur ein Beweis der Zufriedenheit dev“ Bischofs seyn, wenn er sich anOrc und Stelle begeben hat.

.' *(gez) Salvandy.“

Raban's Prozeß. Bereits um 11 Uhr werden die Angeklagten von den Munizipal-Gardißkn cingcführt, und das Tribunal ist voll- 17Lindig versammelt; unterdessen gchen zwci Stunden vorüber, Weil der Zeuge Gonthier nicht erschienen ist, dichrfammlung bcginnt be- reits ungeduldig zu wc1'dcn, und ein GericHtsbote wird abgesendet, um ihn anfzusuchcn. Um 1 Uhr beginnen endlich die Verhandlungen. -- Der Präsident: „Die Sisunq konnte nicht, wie gestern ange- meldet worden ist, um 11 Uhr eröffnet werden; durch ein unver: mmbetes Ereignis; hat ein Befehl, den das Gericht erlvrilt vat, 1111111 in Ausführung gebracht werden können. Der Zeuge Gontlx-ier Hat vorgeladen werden sollen, der (Hekichtsbote, der damit beaufiragt war, hat seine Wohnung nicht ßnden können.“ -- Herr Ledro: „Wenn er gcüern in der That vorgeladen worden wäre, würde man ihn auch gefunden haben.“ - Der cheral-Advokat: „Wir tragen darauf an, daß die weiteren Verhandlungen bis auf den nächsten Dienstag verschoben werden; bis zu diesem Zcimmm kann Genthin" ermittelt und- vorgeladen scv11.“- Herr Ledru: „Die Leute, die mit Nr Auf- s11chu11a Gonthier's beauftragt gewesen sind, haben fich cine strafbare Rackyläsfigkeit zu Schulden kommen lassen. Wir wissen W185, was der genannte Zeuge gestern gethan bat, wir, die wir doch durchaus- 11ichr zur Polizei gehören. Iulius Gomhier hat fick) geßcrn friih auf seine Station in der Rue Richeliku begeben; er ist von dort abgefahren und um 10 111117 35 Minukcn zurückgekehrt. Um 5 Uhr 20 Minuten ist er auf der Station in der Rue Batave gewesen. Von dort ist er um 5 Uhr 210 Minuten mit zwei Personen wieder abgefahren und dann nicht mehr dahin zurückgekehrt. Man hat also während des gestrigen Tages Zeit genug gehabt, Gontvier vorzuladcn. Die Sißnug ward um 3 Uhr aufgehoben, und erst um 5 xllkyr 40 Minuten 11.11 derselbe scéne Station verlassen. Da die Störung nicht von den Beklazxtcn, sondern von Leuten ausgeht, die die llrtveile und Befehle dcs 05crichts vollstrecken foUen, so sehe ic!) nicht ein. weshalb man die Gefangenschaft der Angeklagten, die ob- ncdies schon so lange dauert, um dieser Ursache tv1lle11 nock) verlän- gsrn will.“ -- Der Vertheidigcr, Herr Dupont, trägt im Namen der Angeklagten, dir, mit Anönabme des Herrn Dubosc, dmchns kein Juterefsc 1111 Gontviers Aussage haben, darauf an, Das: die De: baticn sogleich fortgescyt mcrden. -- Der Präsident: „Ick babe nnr Eines zu sagen: Der Gerichtshof kann wohl Urtlxkilc erlassen, aber fie nicht ausführen“ _- Dcr Gcneral-Advokat: „Gestern wurde die Verhandlung abgebrochen, wurde, den Zeugen Gonlbier z11 vernehmen und übrr das von ibm abznxegeude Zcugniß 111 diskutjrxn, bc11te will n1a1111icht, das; er aufs neue vorgeladen werde; man beschuldigt die Leute (dicse Bezcici); nung 10 nicht höfliä), an welche Person se aucb gericbtct if;), wclchc mit der Vorladung beauftragt waren, das; sé: ihre “131111th 1111111101111]: sigt haben.“ - Herr Ledrn: „Man sagt stets „„die Leute des Kö- 11igs**“ (10.8 xxunx 1111 1-01).““» Der (Icncral-Advokat: „Mal) setzt voraus, daß dem Zeugen die erste Voxladung gar nicht eingebändigr wordenist; wir 1v1'i11schten 111 der Chat zu wissen, wie man dies crfab: ren und wer es gesagt bat. Man 133-110 dxr ausübcnden Gewalt vor, daß sie die zwene VorladUng dcm Zyngeu durch ihre Agenten nicht anéhändigen ltcsx. Hat 111.111 keé11enVe-g1'iff vox1persö11licher Freiheit? Konnte man dcm Fnbrumnn Gontbier einen Agenten schichen und ihm sagen lassen: „',.Bleibt anf Eurer Station. ein Ge: richtsbote will Euch eine Vorladung ci11bä11digc11."“ Das 117 1111 210111110. Das dem Gerichte nicbt jllskbk, und hätte man dasselbe in Anwendung gebracht, so würde 111.111 fick) gewiß sehr darüber 1111015111.“ Der General-Advokat sucht nun 1111511101111, das;. wenn der Zeuge Gontbicr gestern noch héittevorgclach werden können, dies 1011) nicht

eher als um 5 Uhr möglich gewxsen wäre, 11117 11111 11.111.111 ZM“ 111.111 ; Dic Debatten konnten 111 semxr lewc- ; Es sev durch.:as :1otbwend1g, scme '

seine Syn? verloren batte. senheit nicht fortgesetzt werden.

111211 es für 11ötl)ig 81.101121 *

mündlich Aussage mit der des 331111111111?th Dubo-Zc „311 vergleiohcn, *

da er einmal aUSgesagt bat, er würde die

I

Diese Confrontation sev zur ferneren Anklage oder Bertbcidigung nn: *

umgänglich nothwendig. „WIr verlangen nicht““, fuhr er fort, „daß die weitere Vexbandlnng auf eine entfernte Zcit hinausge- schobcn werde; den Angeklagten, welche tbr llrtheil seit dem Juli - Mona“ erwarten, wird es auch auf zwei „Tage länger nicht ankomme1- (Tumult auf der Bank der Angeklagten.) » Der Gcneral-Advokat: „Die Angeklagten können übrigens vcrfichcrt scvn, das; das Gericht ihnen diese verlängerte Gcfangensclmft in An- rcch1111ng bringen wird.“ - err Arago: „Ja, wenn sic verurtbeilt werden, wenn aber ihre Fretsprechung erfo!at?“ » Der General- Advokat: „Natürlich nur im Fall efner Vcrurtbcilnng; im ande- ren Falle werden fie cinscl'cn, das; ihre längere Gefangenschaft 11111“ durch ein zufäaiges Ereigniß herbeigeführt wurde, dessen Beseitigung nicht 111 der Gewalt des Gerichts lag. Wir verschieben also die Ver- handlungen anf Dienstag, bis zu welcher Zeit Gontbier unfehlbar

' en nicht tricdcx kennen, und - ein anderes Mal behauptete, er würde ihn sebr gut wrcdcrcrkcnnen.

renßisch'e StaatszZeitnng.

Berlin,

1838.

vorgeladen scvn wird,“ -- Herr Ledru beharrt dabei, daß fich das , Wenn 1111311 1118 Vorladung während der gestrigen Verhandlung erlassen däne- wurde man auch den Zeugen gefunden haben. Der Herr General-

, _ , , Dies aber wäre für ße eZu (Immo kak- den endltchen Schluß desto lebhafter zu wünschen. C111etolche Sprache sey übrigens gan" angenehm, wenn man frei 11111 unaxzqcfochten a11f seinem Stuhl 180 aber die Angeklagten wür- kcn von 1111er; Familien mit Sehnsucht erwartet. Nach vier in 211190 1L1dxbanger Erwartung verlebtcn Monaten wünschten sie endlich tbr ,»Öxcksal entschieden zu sehen. - Der General-Advokat: „Es 111 n1cht unsere Schuld, das; Goutbier nicht vorgeladen ist.“ -- Herr 5! c dru: „UnsereSchuld ist es in der That auch nicht.“ »- Der G en era!- Advokat: „ESistnurZufall!“ _ HerrLedru; „Aba! Zufaa!“-Der General:Adrokat: „3.1, nur der Zufall ist an dieser Verzögerung Schuld; aber, _wemz er auch die Vorladung erhalten hätte, so smd 11111 doch noch mcht nberzcugt. ob er ihr auch Folge gc1cis1et hätte.“ „Herr „Dupont; „Ich glaube nicht, daß das Gericht das Recht hat, eme _Sache anszusctxicben. weil fick) dasselbe eine Vernachlässgung zu SchZ111de11kommc11lreß Gestern sagte man mit mehr als böwilligeu Junnuattonen, esfsey die Art der Vertheidigung, welche den Zeugen hmdcre, zu erschemen. Dte Angeklagten, sagte man, wüßten recht gut, weshalb dex Zeuge nicht erschiene. Wenn fie wollen, das: er fomznxn so!], 111er er schon kommen. Es ist Ihre Pflicht, asl: For- m.“.[naten zu erfüllen. alle Maßregeln zu ergreifen, um den Feu en h1erhcr zu schaffen; alje Agenten der Polizei stehen Ihnen zu :- bfokc. Um 11 Uhr schon waren Sie von der Nothwendigfeit seiner Gegenwart ubexzeugt, und dennocl) gaben Sie keinem Ihrer ablrei- cbcn Agenxen dzc yotvigen Aufträge. Und dieser Mann, de en Ge- 111111131111 für Sre em so großes Interesse bar, ist da, er lic t seinem Gc1chaste ob und barrt auf semcr Station des Boten, ßer nicht ko1mntß,“ und der Befehle, die ihm zu ertbeilen Ihnen nicht einfällt. Dtesc „:datsaan klagen Sie im hohen Grade der Rachlässgkcit an, und WWW «1001118 gegenüber, verantwortlich.“ -- Herr Dubosc: „Ick brite mn du„C-rlaubniß. Aücm. was hier gesagt wurde, ein ein; zi'gestort hinzufugen zu dürfen. Geßern suchte ich um die Ver- günsttgnng nach, Gontnbier selbst aufsuckxen zu dürfen; der Herr Ge- neral-Zldvofat, der dcxruber zu en1scheiven hatte, schlug es mir ab; er hat muß in dqs Gefangnis; zurückführen lassen. Was wäre geschehen, wenn 1111111 meme Bitte erfüllt hätte? Ick würde den Zeugen gefun- 1911 1111011711 hierher gebracht babcn. Heute verlange ich, mich gegen dte [cl)nnltckyen §I'lué-sagen Gontvier's u vertbeidigeu, die mir eben so ungünsjtg als gunßig smd.“ _ Der lngeklagte Raissant: „Man hat cine S111111ne_von 150 Fr. bei mir in Beschlag genommen; ver- gebens habe 111) ue zurückverlangt, man hat mir die Rückgabe abge- schlagen und gcsaqt, man bevaite fie für die Gerichtskosten zurück; das Gericht hat also binschtlich meiner die Bezahlung im voraus ge- nommen; es betrachtet mich im voraus als verurtheilt. Wenn ich im voraus perurtbeilt bin, so bedarf es auch kei4nes Verhörs mehr, ich 1ycrdc 111cht weit_cr darauf eingehen.“ - Der Präsident: „Der Ge- rtchtsbof kann Ihre Rexlamation nicht annehmen; reichen Sie eine Bittschrift ein.“ - Ratssaal: „Ich habe mich an den Geueral-Ad- vokatcn gewandt; er hat mir nicht geantwortet.“ - Der General- Advokat: „Wenden Sie fich an den General-Prokurator, und wenn man Ihnen dann keine Antwort ertbcilt, an den Großstegelbewabrer.“ _- Ratssbant: „Ich will mich an Niemand mehr wenden, es ist ver- wrene Maho.“ - Raban: „2111111 mit hat man 200 Fr. zurückbehal- ten, UE ctwanige Koßen damit zu decken.“ _ Raissant: „Ick er- suche Die, HerrPrändcut, mich am Drcnsiag nicht wieder vorladen 11" lassen, («well vyn keinem Verhör mehr etwas wissen.“ -- Herr .lraa_o: „er, Ratffant, was soll das heißen?“ - Raissaut: „Tag, soll _heiye11, daß ich mich im voraus für verurtheilt halte und dax; 1ch 111cht noxbig habe, um der bloßen Form wiklen hierher zu kommen.“ -- Dre weiteren Debatten wurden, dem Antrag: des General-Advokaten gemäß, bis zum künftigen Dienstag verschoben.

Großbrétanien und „Irland.

London, 13. Okt. Auch ministerielle Blätter spre en heute von dem angeblich aus guter Quelle herrührenden :- rücht, _daß der „König der Franzosen fich bewogen fühle, eine AuSgletchung dcr Streitigkeiten mit Mexiko auf friedlichem Wege zu wünschen. Wenn, meinen fie, eine beträchtliche An- zahl von Personen, die in England bei den Mexikanischen In- tereffen betheiligt seyen, mic gleichen Vorstellungen, wie die Londoner ONexékanische Association, hervorträte, wenn von Man- chester und Liverpool, von den Bergwerks-Compagnieen und von „dem Handelsstande überhaupt ähnliche Adressen an das Englesche Ministerium gerichtet würden, so werde die Franzö- Üsck)? Regterung hinlänglichcn Grund haben, einer Sache ein Ende, zu machen, in die se fich, wie es scheine, mit zu ober- flächltcher Berückfichtégung der ernstlichen Folgen, welche aus der. Blokade der Südamerikanischen Häfen möglicher Weise e11t1prt'ngen könnten, einqelassen habe.

Neben den vielen Lobeserhebungen, die den Eisenbahnen _aczollt werden, glaubt der Morning Herald auch auf dle Nachtheüe aufmerksam machen zu müssen, die diesem „Blatt: damit verknüpft scheinen, und er bemerkt daher in dieser Hin- ßcht: „Die Zunahme des Reisens auf Eisenbahnen macht das Cysrem, nach welchem diese BeförderungsxAt't geordnet ist, zu einer sehr wichtigen Angelegenheit für das Publikum. Man hat seit kurzem mancherlei Grund gehabt, mit den verschiedenen Eisenbahn;Tomyagnieen unzufrieden zu seyn. Wohlfeilheit zum Beispiele war einer der vielen Vortheile, die man fich von dem Reisen anf Eisenbahnen versprach. Und eine Zeit lang erwies fich auch die neue Befördet'nngs-Art zweifelsohne Wohlfeiler als die alte. Als aber die alten Beförderungs-Arten aufhörten, stiegen die Eisenbahn-Tarife sogleich auf eine Höhe, welche die der früherenLandkutschen zu ihrer Erhaltung nicht bedurft hatten. Wir wollen dies den Eisenbahn-Direktoren nicht zur Lastlegen, denn es ist möglich, daß die unvermeidlichen Kosten dieses TranSportmitteli eine solche Steigerung der Preise durchaus nothwendig gemacht haben; aber es muß doch zu ernsten Betrachtungen über die VortheiTc und Nachtheile dieses neuesten Sieges der mechani- schen Kräfte veranlassen. Einige Voreheile liegen nahe genug. Bcschleunigung des Verkehrs muß für ein gewisses Publikum und für gewiffe Handelszwecke auf der Wagscbale des gesell- schaftlichen Ruhens sehr schwer ins Gewicht fallen. Ferner muß der Umstand, daß die Arbeit einer Klasse von schwächléx chen Pferden durch mechanische Kraft erseßt wird, zu einer Verminderung der Thierquälerei führen. Der Versuch mit den