1838 / 309 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

stattgefunden, in welcher das Verbrennen Lord Broug- ham's in ofbxio für einen muthwilligen Frevel erklärt und dem Ex-Kanzler vielmehr für seine angestrengten Bemühungen zu Gunsten der Rechte und Freiheiten der Bevölkerunq Kana- da's gedankt wurde. Hieraus würde indeß nur um To mehr hervorgehen, das: die Tories in England üch, aus bloßem Par- tei-Eifer gcgen Lord Durham und das Ministerium, von Lord onugham h_ätten verleiten (affen, den Kanadischen Revolnreon- nairs in die Hände zu arbeiten, und daß fie bei dieser Gelegen- heit ganz Heger: die Ueberzeugungen und Wünsche der loyal gefinnten inwohner von Kanada gehandelt. Das Gerücht, als hätte Lord Durham schon Anstalten getroffen, seine Functio- nen als GenerabGouverneur auf Sir John Colborne zu Über- tragen, wird für ungegründec erklärt, weil es" gar nicht in der Macht des General-Gouverneurs stehe, eine auf seinen Namen lautende Vollmacht in andere Hände als in die der Königin niederzulegen. '

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 23. Okt. (21. I.) Im Baltischen Meere haben sich im verflossenen Sommer Seeräuber gezeigt. Den verschiedenen Berichten des Gouverneurs der Insel Gothland Ysolge, wurden die Küsten" dieser Insel mehrmals im Laufe des

ommers von Einwohnern der (Russischen) „Insel Ocsel vcr- heert. mit zahlreicher Bemannung, welche drei an der Küste von Gothland gestrandeee mit Eisen beladene Schiffe angriffen und ' plünderten.

Die an der Küste aufgesteUten Douaniers wollten _

1272 '

: wie im goldenen Löwen u Oschatz, das nur etwa 20 Minuten von der Bahn entfernt 1 , fand die Gesellschaft, die die erste Jahre um halb!) Uhr gemacht hatte, lauren Empfang unter Mußk und Zubelruf der versammelten Menge, und gute Auf- nahme, worauf die um 3 Uhr beginnende Rückfahrt fast in der- selben Zeit bewirkt wurde. Die Gegend bei Oschah gewährt manche Annehmlichkeit und freundxécbe Aussicht, und die Ueber- brückung des Zschdljamhals ist mit Recht ein Bewunderung er-

' regendes Werk. _

'; Nach der Mittheilung des am 31. Oktober d. J. abqetre-

: tenen Rektors der hiesigen Universität, des Appeüations-Raths

Professor [)1'. Steinacker, sind Unter mssen Rektorate 339 Stu-

? d11'e11de inskribirc worden, 1011.11!) 59 mehr als im verflossenen

; UnMrfitäts-Zahre 1836-1837, und die Gesammtzahl der Im-

; maxrikulircen 9-51, worunter 237 Ausländer, was nächst Berlin

1 11116 »))?Ünchen die größxe “Frequenz nachweist. BemerkensWerch

1 is!, wie 1)r. Sceanckcr in 17111131" Rede der Verdienste des ver-

Z sxorbejten Pöliß, der Nacheifcrung seines Nachfolgers Professor

1, Bülau, Und des CHaraktcrs des nach Leipzig gekommenen

fessors [)x-. Albreci): gedachre. Uncrr den neuesten Veränderun-

3 11211 im Personale der akademiscOen Lehrer ist zu erwähnen, daß

1

t -

Das erstemal geschah dies im Mai durch viele Böce ,

die!; verhindern, die Seeräuber hatten aber gefeuert und se .'

vertrieben. Jedoch warden einige Seeräubxr gefangen und nach . Wisby gebracht, wo man fie an den Rusmchen Konsul ausliex .

fekte. Nachher landeten die Seeräuber noch oft in großer Zahl

Professor 111. Richter, als gründlicher Kenner des kanonischen Rechts besondkrs rühmliä) bekannt, als ordentlicher Professor der Rechte nach Marburg geßt. »

Karlsruhe, 1. Nov. Se. Königliche Hoheit der Prinz von Wasa hat, nach einem mehrwdchentlichen Aufenthalte, Karlsruhe wieder verlassen.

Oesterreich.

Wien, 531. Okc. Nachstehendes ist der Inhalt der Adresse, die bei der Ankunft Zßrer Kaiserl. Majestäten der Bürger-

meister von Wien Sr. Maßrsrät dem Kaiser Überreicht hat:

bis zum Monat AUF!] an verschiedenen Punkten der Küsten von ;

Gotyland, raubten ie ihre Hände fiel. Der ten hat den Befehl erhalten,

inister der auswärtigen AngelegenHei- durch die Schwedische Gesandt-

schaft in St. Petersburg der Rusfischen Regierung Anzeige da; , glücklichen UnMWan," Ew. M ajcsiät

von zu machen und das Verlangen zu [keiten, strenge Unter- suchungen darüber eintreten und die Schuldigen bestrafen zu

lassen. Die Schwedische Gesandischafc zu St. Petersburg hat 5

nun geantwortet, daß die Rusfische Regierung bereits von die-

sen Freveln unterrichtet, vorläufig die strengste Untersuchuna be; ;

fohlen habe, und daß gegen hundert Einwohner der Insel Oesel der Theilnahme an diesen Gewaltthätigkeicen Überwissen wordenxseyen; in Folge des Verlangens der Schwedischen Re- gierung seyen den Behörden neue noch schärfere Befehle zuge- gangen, und die Gesandtschaft Sr. Majestät des Königs würde, so wie eine völlige Aufklärung der Umstände erfolgt sey, sogleich davon in Kenntniß gesetzc werden.

Deutschland.

München, 1. Nov. (Bayer. Bl.) Gestern hat der Ge-

neral-Lieutenant Freiherr von Hertling dem General-Major, Flügel-Adjutanten Sr. *Majestät, Freiherrn von Besserer, das Portefeuille des Kriegs-Minisieriums abgetreten. Freiherr von Hertling räumte schon vor einigen Tagen seine im Kriegs-Mi- nisterium innegehabte Wohnung und wird sich in kürzester Zeit zum künftigen Aufenthalte in die Gegend von Mannheim und in die Rhempfalz auf Familiengütcr begeben. Leipzig, 4, Nov. Das 18te Stück unseres Gesekz- und Verordnungsblattes enthält zwei Verordnungen vom Fi- nanz-Minisierium aus'gehend, die erste den Anschluß des Fär- scenrhums Schaumburg-Lippe an den Hannovcr-Oldcnburg- Braunschweigischen Steuer-Verein, die andere die Vergütung auf versteuertem , ins Ausland eführten inländischen Brannt- Wein betreffend. Diese Steuer; ergütung sol] bei inländischem in das nicht zum Zoll-Verein gehörende Ausland auszuführen- den Branntwein, insofern leßtererxine Alkoholstärke von min- destens 35 pCt. nach Trailes hat und weniqstens ein Eimer auf einmal versendet wird, 61/2 Pf. auf die Kanne betragen, und von der Steuer-Direction dem Versender nach gehöriger An- meldunZ und Revision ein Anerkanntniß über die ihm zusce- hende »12uer-Vergütung durch das brtrcffende Haupt-Amc zu- gestellt werden.

Das neuliche Zerspringen eines zur Gasbereitung ndthigen Wasserbehälters ist, so unangenehm es denselben Abend für die von der Gasbcleuchtung profitirenden Wohnungen war (denn ein sonstiger Unfall hat dabei nicht stattgefunden), nicht in dem Grade, wie man anfangs fürchtete, von dem Publikum bespro- chen, auch der Schade selbst so schnell wieder reparirc worden, _daß arn'folgenden Abende die Gasflammen wie vorher brann- ten. Größere Porsche in der Gasbereitungs-Anstalr wird ähn- . liche Unfälle künftig verhüten, um dadurch größere Kosten, als die ganze Unternehmung schon an sich erfordert, zu vermeiden; auch ist, so bedeutend letztere, wie bei jedem neuen Institute, seyn mögen, derBortheil der Gasbeksuchtung zu einleuchtend,

LebenSmiteel, Geld und Was sonst in

„Allergnßdigficr Herr! Rock von dem Jubel Ihrer getreuen Böhmen umtéut, noch von dem Glanzr der geveilignu Krone Carl's des Vierten umflosseu, haben Ew.. Majestät ibre Strabken mit denen

? cincr Krone verfiochten, 1'11 we1chcr Odcr-Itaüm seit anderthalb

1 ;

Judrtansxndrn das Merkmahl der Macht und Hoheit verehrt. Die erkennen mit inniger Rührung die tiefe Bcdxucung jener heiligen Weide, deren äußere Herrlickykeit

? das würdige Zrichcn ciner Haudang 117, welche dem Unterthan die

1 1 !

! 1

als daß das hiesige Publikum nici): ungemein das baldige Ver- schwinden der noch übrigen durck) Oel erhellcen Laternen wün- schen sollte. -

Ueber die Einweihung des neuen Freimaurer-Logenhauses zu Dreöden am 27. Oktober 0. I., das von dem Baumeister ; Görnig in der Ostra-Auee daselbst im Mai 1837 begonnen und nun vollendet, jetzt den beiden dortigen Logen zum Vereini- gungLJ-Lokale dient (eine Ansicht des Gebäudes liegt der Nr.36, des in Dresden erscheinenden „Sammlers“ bei), 1)abe11 1 die-Zextuygen nur weniges gemeldet. Die Festlichkeéx 111111 hat ; für Lecpztg den Einfluß, daß auch die drei hier befindlichen, 1 einzeln wirkenden Freimdurer-Gesellschaften mit dem Plane * umgehen, sch zz: vereinigen, und in einem gemeinschaftlichen 1 Gebäude, v1elleichc 111 dem der Loge „Minerva zu den 13191 1 Palmen“ gehörigen, ihre Versammlungen zu halt-cn. Mit! Bezug auf die Nachricht in Nr. 166 der Staats-Zeimng, we; ; gen Aufnahme der Juden unter den Freimaurern, machen wir auf das Schrifcchm: „Welch; Bedeutung k.ann die Freimaure; Z rei noch für unsere Zeit haben“ (dabei Bemerkungen über die ' Aufnahme der Juden in den Orden), aufmerksam, das kürzlich 1 zu Karlsruhe erschienen ist.

Seit gestern haben die Damvaagen-Fahrten auf unserer Eisenbahn von hier bis an die Ueberbrückung des Zschdl1au1hals bei Oschah, 6'/2 Meilen entfernt, begonnen, und werden hof,- fentlick) in der Mitte des Rovembers bis nach Riesa gehen, da der Ueberbau der weiteren Bahn ziemlich vollendet ist. Die Strecke von hier bis nach Oschaß wurde von ßeben Wagen, die trosz der unsicheren Witterung fast ganz besetzt Waren, in 92 Minuten zurüokgelegt, und von dem Zuge nur kurze Zeit an vier Stationen we en Einnehmung heißen Wassers, Kohlen U- s- w. gngehalten. ie neu angekommenen Englischen Cogks haben wceder den Beweis gegeben, daß fie allein die Feuerung dauernd _erhalien, und die Fahrten beschleunigen können. In der Restauration am Zschdaauthale, die gut eingerichtet ist, so

1 1

1,

Liebe des Monarchen, dem Mo11archcn die Treue des Untertbans er; kennen macht 11116 verbürgt. Ew. Majestät haben bei diesem Krb- 11ur1g61uae, der chan so dauernd in den Herzen Ihrer Völker als 111 den Büchern der Geschichte leben wird, die Hoheit des Regenten mit

dsr Milde des Vaters verbunden; Sje haben den biederen Söhne Tyrols, ' - derrn Anbängl1chfrit an das anchammtc Herrscherbaus der-Fesigkrit

111111“ Fexsen 1111161, gestattet, das; dje Empßudungeu ihrer Ltrbe und Trene ohne 1 i1ch11alt 11111: 111111116 durften, Sie haben überalé, wo in dem weiten Umkreisr Ibrer Staaten dic llntcrtbanen das Glück Jb- res Kaiseriéchcn Anblicks genießen durften, Thränen getrockncx, Vcr- dienske belohnt, EW,“? Majcßät yabcn selbst den Verirrtcn mit versöh- ncndcr Huld 111 Ihre Vaterarme geschlossen. An' diese Segnungen 11110 die Friiovtx rmes gefiche11111 g1üchlichcm ruhigen Zustandes, die “Früchte einer Sam, wclche von Jdrcm unvergeßlichen Vater gcvfieat, ?Urc Majestät irhalten und vermcbrt haben. Möchten (.I-ure Maje- siät all' die1e Seguungen an dxr Sritr Ihrer erhabenen Kaisersichcn Gemahlin noch lange 1111d im unqctrüdteüeu Wohlseyn genießen.“ .Diese Adresse, zicrlici; auf Pergament geschrieben, war in einem geschmarkvollcn Album eingeschlossen. Dasselbe ist von Silber, mit erhabener, aus freier Hand getriebener, im Feuer vergoldeter ?[rbsit auf vergoldetem und geschmackvoll ciselirtem Grunde verziert. Auf der Deckelscite befindet sich eine jugend- liche Frauengcstaic (Mailand) in knieender Stellung, mit einer "I)Zaucrkrone: auf dem Haupte, auf einem Kiffen die eiserne Krone der Lombardei emporhalccnd. Die Figur ist vonAra- bksken umgeben, in deren Mitte zu beiden Seiten die Namens- Chiffern Ihrer Majcsrären 1". und 11. in |“! erhabener Arbeit prangen. Zwei Gorhischc, an die Gefralt gelehnte Schilder zeigen, ebenfalls in erhabrner Arbeit, den MarkuSplaß und Andreas Hofers Standbild, als die Embleme für Venedig und Tyrol. Oberhalb schwebt der Kaiseriiche Doppel-Adlcr mir der Kaiser-Krone, im Herzschild das Oesterreichische Wappen, umgeben von den Insgnien der Kaiserlich Oesterreichischen Or- den. Den Adler selbst umfaßt unterhalb ein Doppelzweig von Lorbeeren und Palmen. Unter dem Mittelstücke ist in einem b::sondern Felde auf einer 1651 „eiscen eingefaßten Platte die Inschrift: „Dem r'kjckkehrcnden J)?o11archen, die treuen Bürger der Rej"idenzs1adt“„ eingegraben. Die Rückseite des Albums trägt in der Mitte eines, aus Eichenblättern und Immergrün gewundenen Kranzes die IahrsSzahl 1838. Rücken, Ecken und Ränder sind gleich gcschmacévoll mit getriebenen Arabesken ver- ziert; «15 Schließe dient das Stadc-Wappen der Stadt Wien.

Schwieiz.

Bern, 31. Okt. Jm St. Galier Erzähler vom 30.

Z Oktobér liesc man: „Das Journal des Débats weiß von einer

Depesche des Fürsten vonMetternicl) an die Oesterreichische Ge-

, sandtscvafc in der Sch1oeiz, in welcher der lehtern Auftrag ge- geben worden scyn so!!, die AuscreWrmg fremder Flüchtlinge zu

verlangen dir si in Neuerer Zeik wieder in der Schw» ein- . / ck

genisrec haben 1011211. Der Artikel hac gar sehr das Ansehen, als ; fiöffc er aus diplon1atischer Quelle. In den Kozuonen sind in- ; Fischen noch keine Nachrichren angelangt, daß “ein ähnliches

egehren an den Vorort gesrellc worden wäre. --“Verschiede11e

YSchweizerblätker besprechen die Frage der Abberufung des Französischen Botschafters, Herzogs von Montebello. : darf doch wenig

Es be- Sciwrfsmn, um einzusehen, daß sich Frankreich durchaus nub von seiner .Konvenienz und seinen Zntersffcn leiten läßt. kun hat man aber seit Jahren) wahrnehmen kön-

. nen," daß es diese nicht ganz auf dem gleichen Fuße versteht, wie . es die Schweiz wünscht, und das; 1omit eine Abberufung des , Borschafters 1111 dann erfolgen wwd, wenn die diplomatischen

Combinationm überhaupt-einen Gs1'a11dtschastéwechsel erfordern und Befördernngen 11109111!) sind. Eine Abberufung aber ihrer- seits zu betreiben, wird der Schweiz nie einfallen. Ein föde- ralistischcr Scaar 111 zu solchen Schritten schon darum unfähig, weil 110 hunderr vorgängige Anfragen und Deliberacionen er; heéschen würden, mitclcrweilc es der betheiligten Regierunq ein Kinderspiel wäre, das ganze Vorhaben zu vereiteln. Wenn man den FöderaliSmus hat, muß man ihn geduldig mit allen Folgen tragsn.“

Spanien. ,

Madrid, 20. Okt. (Allg. Ztg.) Unter anderen Entwür- fen, die von England hierher gekommenNnd, ist nun auch der bekannt eworden, vermdge dessen man eine Gesellschaft unterneh- mxnder nglischer, Französischer, Spanischer „Kapitalisten errichten MU, d,“? gegen eine Summe von 60 bis 80 Millionen Piastern dcr Span11c_hen Regierung die Philippinischen Inseln abkaufensoll. Diese Gosell1chafc würde, falls sie wirklich zu Stande käme, unter die Ober-Aufstcln der Englischen Regierung gesteat werden und ihr gegéuußsk UUZSfähr dasselbe Verhältniß einnehmen, Welches die Ostindische COMpaZnie behauptet. *Diese; Plan klingt freilich etz

Pro; ,

; Was fabelhaft, jedoch habe ich die Ueberzeugunq, daß er bereits der Spanischen Regierung vorgelegt worden is?. Der Entwu einer neuen Anleihe, die von Seite eines Englischen Hause: angeboren werde, und mit welcher, wie es scheim', Herr HM, derson beauftragt ist, soll kci11cs_w-.'_aes Beifal! stnd-en, und do hat die Regierung so wenige I)1'111'611:1-;1r!, daß 11.11 keine Liese,- ranten finden wollen, um die Vcc:,*';*-.1z;-11.: dc." 21111112 auf d„

. nächsten zwei Monarc zu überncUmcn. D;"csc isc 0.119 gamz aus sich selbst angewiesen.

Spanische Gränze. Der Mornißg Chronicle lviro aus Sarre 00111 20. Okwbcx' z1cschzriebcm „Dic Fuerjüen ha, den jetzt Alles so voi'bch1xcr, 1.11“; 17:13 jeden LLUgckack dre Grän,e Überschreiten können. Es d1'11'sce 11111211 indes; 111061 niéxxr geitn, gen, si?!) ohne Kamyf 111 Navarra 1711361113911, da drei der bksten Karlißiscben Baraiürnc „111 der 051611133, Sarre 11,2;10111'5ber, Von ONarorc' aufgesrkll: 111010111 WJ, “oer 111)? wohl 112115, daß 11, 911113115131 dcs Volkks 932111711001'1'1'5 Uxxxrx'nchnwn günstig 11. DU“ General „Zauregni, dcr Odrxsr Colczx1k'1611n 11111) der Lieu» Z nan: Vickers 11110 1121212 f:“1'111 1011 1,121 111111) Bayotnic 0611911111 Cs hots», der (!chcra[ O'Donnel! :rrrde 1110113111 11111 allen ; diEpOUWl'KU Truppen 1111-1115 „CNPS 05:1: Bcwegyng gegen 111; ; Karl:“sren unternehmen- 111 dies 1113511111111, 10 1:11:10 es möglich,

1 !

zu Örséxaew“

,I, HZ 1 “„I :*

Berlin, 6. Nov. Einer von der DirccrioN der Berlin Potsdamer Eisenbahn uns zugcko111111e11211 Monz zufolge, fin zwischen Zehlendorf und PotSdam 110111 “22. Septembsr bis 111: 28. Oktober 28,153 Personen und 111111111111 “Berlin und Pots, dam vom 30. Oktober bis incl. 5. NOVrmbrr 12,239!) P01'1'01111 durch die Eisenbahn befördert WOWM.

Stettin, 1. Nov. Des Könizs »))?0jcstät haben mittels: Allerhöchster Ordre vom 28. August 0. J“.

Seelootsen, welche ik)? chen in ErfUUuna 111111 Dienst:)fiichc

; aufopfern, fortan Wictwen-Pension oder Erzisiynrgsgeldcr aus ? StaatSkaffcn 11achgcsuchc werden können.

Stexcin, 5. Nov. (Börs. Nach1ch)-- Strandungen. -- Am ".'7. Oktober in der Nacht 111 plöszlici) das Wrack des 11 “21110111: gestrattde11n Briygscbéffes „Berlin“ (s. St. Ztg. *?r. 291) verschwunden; es ist e111111edcrgcsu11ke11oder von 0111 wehendyxx sryweren Südosc-Sturm 111111) der Sch1vedischen Käß 1121101111011; worden. Schon einige Tage- 1101'1161' wurde es vo eincm SÜdost-Sturm schr Übel zugericjztcc und gänzlich 1111191 worfen, so da[; der Kiel obcn 170110, 1111161'11111111l1c!) ist bei dem schweren SÜdwcst-Sturme dic ercc (1001001011 odcr iki mitge- 1161111711110?- auf diese Art 111 das 21511112“ von dsr biSherigM Steläc, circa 810 Faden vom Ufer, 10511-10111111011 und verschwun- 0611. Zu bedauern isr es, daß «!!? (..:-geWandcc TMÜHe vcrgeb- [:"-::) gc1vescnist, das Sch1ff und die 81:03:11; zu retten. Unbedingt würde: alles gerettetwordcn 121711, WEM? nur ein Tag ruhiges W11-

ter WW Nordwind gewesen wäre,. 11101115e1111bc1' 611 111111111'113661111-

densäztverenWeskftürmcleidrralleRer1u11gs-V-crsxtixzevereitelten.- Aus Windau melder man unter dem 271. kazdcr 11.S1., daß das Stettiner Sch1ff „Borussia“, Capt. Bramdcnahi, in der Nach vom 2111011 11111“ den 2211111 11. bciS-r111'111 4116 RM., Hage! Und Regen, sieben 2112211011 nordwärts *.*-011 Windau 911

111'1111dct ser). Die Besaxz'ang sey 11111 großer T*.711-“113c gerrrxec Wow„ den, auchhoffc man, be: etwa::igcm 111111111g111 Wetter theilweise; noch die Takelage zu bcrgcn; alles 1100115; 1.1) als vcrwrrn zu

betrachten. Capitain Brandenahl [,x-«61119, 111111706111 cr grsshcn, daß er nicht mehr vom Strande 0510111111171 “513111111“, 6131612111111 fallen lassen. Das Tau des einen wäre «b;: bald gerissen und die Kette des anderen hä110 nicht gesxalren.

» » „Bromberg, 1. N06. -“- Rcmonrc-INärktc. Auf den im Septrwber d. J. 1111 Hicsigrxt chérrungs-Brzirk abgehaltenen Remonte-Märktrn sind 46 Pferde, mithin 11 Stück mehr als 1111 Jahre 18317, Und 26 Stück-nwhr als im ZaHre 18.16 von der verordneten 9111011111"; Kommission ange- kauft worden. Die bezaixlrcn Preise [1113011 zwischen 60 und 110 Rchlr, dic 1110111011 Pferde wurdrn 11:1" rtwa 80 911136211- standen.

für das gestiegene Interesse des Bauernßandes an der Pferde- zucht, das in jeder Weise zu belsch, das brsondcre Augenmerk der Staacs-Vertvaltunq_i11.

Köln, 2. Nov. Sex; gsstern isc dem Publikum die Be- quemlichkeit öffentlicher Fahrwerke, :11 e1'11- und zweispännige- Kalefchen, dargeboten Morden. Wia 01101“; Neue, "sindec auch dieses Znsxituc die e11rgeZe11gcsskzirs1111 BeurxHeélungen.

“W“-

Neueske Nachrichre110801e11xigc brfonders“ erhebliche Gegenscände dcr Gewerbsaan-Zr tm preußischen Staat.

(?rstrr Amikel.

Der Erfolg aller gewerblichen Thätigkeit eines Volkes wird bestimmt durch die Anzahl der Gcwsrbcrcibenden, und durch die Menge und Beschaffenheit der Arbeit, welche jeder derselben durchschnitclich 1111 Laufe des Jahres 001186191. Tabellenwerke können wohl die Anzahl der Gewsrbxre1bende11, eingetheilr nach ihren verschiednenVerrich1ungen angeben: aber bis I)i'enge und Beschaffcnhcit der Arbeit, welche sie lirfeM, ist nicht eben so leicht in Überfichtlichen Zahlen darzussellen. Gleichwohl erzeugt die Bcschaffenheik der Werkzeuge, die Ééeschicklichkeit und der Fleiß, womit sie gebraurfzc werden, und die Ausdauer bei dcr *.*-Trbeic ein so höchst 11611018an Ergebnis; dexésrlben, das; dieses selbst bei den einfachsien Verrichtungen“ 11111 das doppelte, drei; und n1chrfache bei der gleicbcn Anzahl von Arbeitern verschieden «sein kann, nach der Stufe der Einsicht, dcr Sittlichkeit und des Wohlskandes, WN'UUf slch dieselben befinden. Das zeigt sich schon beim Graben mir dem Spaten,'beim Spalten des Brem!z holzes, Überhaupt bei der gemeinen Tagelöhnerarbeic, welche mit geringer Anweisung und Uebung erlernt, und mit sehr ein- fachen Werkzeuge vollbracht wird. Noch erheblicher ist dies'?r Unterschied bei den Arbeiten der Hand1verkcr;- und er steigt

wahrscheinlich zum hundertfälcigen hinauf bei dem Fabrikbetrieb? --

sehr känstlicher Arbeiten, wii? beispielsweise“ das Verfertigten der Theile von Uhren mittelst sehr sinnreics) erfundtxer Werkzeuge und einer sehr weit getriebnen Uebung“. Daher bleiben, Ueber- sichten der Gewerbsamkcic“ eines Vo!kes in der Regel sehr um vollkommen: vergebens versucht man durch ein rastloses Auf-

häufcn von Nachrichten ein Panorama der gewerblichen Thk“

daß II:;äagorci d:“e'scn 1111117xa12d 0111111519, 11:11 111116 Opcrarionew,

. „zu g-Zmehmigcn ge: ruht, das; für dis Winwrn odrr U111111111d1ge11 Kinder solc'1111 '

Eine besondrrs erfrexliäw Crscbeänung 111" es gewesen, daß die bäuerlichen Wirths U11g1fä[)r ebcn so viel der besten?“ Pferde zu den höchsxcn Preisen verkmxfc izabrn, als die gxdßernk: Gutsbesitzer und Päckxcer, und sowoßl dies, wie 012 so anschw' lich gestiegene Zahl der abzzeseßrcn Pferde Tieferr de:: Beweis

szkeit darzustellen; verwirrt und geblendet kehrt der SZrist un- ! b,ft1engc aus diesen Zahlensreppen zurark. Nuydie Perlach: ; rum; einzelner besonderßübersehbarrr und erhebltchcr Bcchan; nisse kann auf diesem Felde lehrreich wcrden; an denz, 101.5 . „mssen werdeZ farm, lernt man mit Wahc1ch11nlichkric 1111615211, .) wofür Zuver1a1zigkeit 1111 Messen unmöglich bleibt._-D1e chwer- betabcllen, die von drei zu drei Jahren im preußischen Staat.: “usgenommen werden, geben mrntnrgfalttgen Stoff zu 101111211 ] Betrachtungen, welcher doch 11111 großrr Vor11cht auszuwahxcn ; ist, weil bei der großen “Mannigfaltxgkeic der 7359111011 und Ocz ; nennungen- worunrer cm und das1elbe B1011111111; 111 den ver- jednen LandZStheiZen durch Arbe“ befric-d1gt wird, Und bei den sehr ungle1chart1_ en_1kenntmnen und 211111ch1endcr aufney- menden Orts- uxid retsbehörden sehr oft vrcle-xlcr ganz Vcr- ; “(biednes uncer_e1nxrlri Beyennung zusammen gesteljc, 11110 um- * qékehrt wesentlich Gleichartigeß getrensnr, 11115 in sehr verschieden benannte Klassqn gebracht Wird. D1e1e TabeU-m vervojlkowm- ? nen sich allerdings mit jeder ne11en Aufnamnx: aber ]:.“dexfol; J gende zeigt eben deswege11 so viel MangeMastes in der nachst ? boxhergeheuden, daß nur in sehr xvemgrn Fällen es ra1hlich er; ; cheinen kann, auf den Grund'demelben Vet'gleichunqr:“1 f'=.'1“1l)erc1' ;, ußände mit derGegenwart anzystellen, 11111 0111-6115 “ein UrcHeil über die Fortschritte der Gewerbmmkeic seit den lcczrcn 17; oder 1 20 Jahren zu bilden. Am einfach|cn erscheinen die Verhältnisse derjenigxn Hand- werk“, deren Arbeiten sehr allgemein gebraucht, aber 01111100) „irgend fabrikmäßig betrieben werden. Dahin gehören zunächst die beiden zahlreichsten aller Handwerkerklassen, 1151111111) die Schuhmacher und Schneider. Schuhmacher mit Ei11schluß der

antoffelmacher und der Altflicker waren im ganzen Sraarc zusammengenommen nach am Ende der 1822

den Gewerberabellen vorhanden Meister Gehülfen überhaupt 56,724 27,076 81,700 61,775 83,986 91,701 64,119 32,068 07,587 65,870 32,630 03,500 1834 69,993 35,656 105,610 1837 73,708 30,616 "1 15,321 Als Meiser werden ohne Rücksicht auf ein zunftmäßig er- langtes Meisterrecbt in die Tabellen alle diejenigen aufgenom- men, tvelche das Gewerbe für eigne Rechnung betreiben: zu den Gehälfen gehören die Gesellen und Lehrlinge, gleichviel, ob se fich zur Zunft halten oder nicht; nur die Hülfe, wclche Frauen und Kinder, oder auch außer denselben weibliche Per- sonen in einigen Fällen leisten, ist hierbei nicht berücksichtigt worden. Von denselben Anfichten aus, sind auch 0112 andern Handwerker in den Tabellen verzeichnet. Namentlich befa115en s1ch nach denselben Schneider oder Kleidermacher im ganzen

preußischen Staate

am Ende der Jahre Meister Gehülfen 1822 49,298 15,950 1825 52,675 21,670 1828 53,791 22,022 75,513 1831 53,919 21,290 75,209 1834 57,121 21,623 81,741

1837 59,205 27,913 87,118 In beiden Gewerben erscheint hier zunächst eine sehr schnelle Zunahme zwischen 1822 und [**I-„';, Welche jedoch Wahr- scheinlich nur scheinbar, und durch die Unvollständigkeic der Aufnahme zu Ende des Jahres 1822 veranlaßt “11011 dürfte. anec ergiebt die Zählung zu Ende des Jahres 1831 bei den ' chuhmachern nur eine geringe Vermehrung, bei den Schnei- erminderung qegcn das Jahr 1828:

Jahre

1825 1828 1831

überhaupt ';. ',258 71,340

dem sogar eine kleine

die Schrecken, welche die asiatische Cholera bci 1611111 ersten 1

Auftreten im Jahre 183] über den preußischen Sraar vcrbrxi- tete, haben wahrscheinlich auch störend auf där- Zählungen ge- wirkt, welche damals aufgenommen wurden. Dic S121011chk016 mehr noch durch traf am meisten ?enschen im thätigstcn Lebensalter; 0110 bci

aulfieber als durch die Choirra vergrößrrr, *

der Nahrlofigkeit, welche die Störung des gewohnren 1321101315

erzeugte, legten Manche das Handwerk nieder 111113 suchten sich als Tagelöhner zu nähren. Die Rückkehr drrselbcn zu den“: ',

erlernten HandWerke, erklärt wenigstens“ zum THeil die 116110111: 7

“ck .] ,

Vermehrung beider Gewerbe zwischen 1831 und 1551: absr die

fernere schnelle Zunahme zwischen 18:31 und 18:37, kann wohl nur auf Rechnung der bei fortdauernden: Frieden 111111111“ schnel- “,

ler steigenden Wohlhabenheic geseht werden, wodurch der B2- darf an Schuscer- und Schneiderarbeir noch scärkcr als die .Be- vdlkerung wuchs.

Es kann befremden, daß weniger Schneider als Srbuscer :

in solchem Maaße vorhanden find, daß nur sieben Menscyen sich mit Verfereigung von „Kleidungsstücken beschäftigen, gcgen" neun, welcbe Schuhmacherarbeit berkeiben. Der Zeitraum,

worin die Kinder der niedern Stände blos durch *Frauen-Ar- _

beit gekleidet werden, dauert wenigstens" nicht länger, als der, worin fie grdßtentheils baarfuß gehn. Erwachsne können Klei- dungsstücke neben der Wäsche schwwlich jemals entbehren: aber em großer Theil des Volkes geht während drr warmen Jak)- reSzeit baarfuß und braucht auch in andern Zeiten Holz: oder Bastschuhe. Im Ganzen wird gewiß mehr Schneider-Arbeit als Schu|erarbeit ge raucht: aber die '))?itbewerbung der Frauen, welche Schneiderarbeit verrichten, vermindert die ?in- zßhl „der männlichen Arbeiter in diesem Handwerke. Wahrschcin- “ck :| es doch auch von erheblichem Einfiuffe, daß die Schuh- macher in den kleinen Städten und auf dem Lande einen sehr großen Theil ihrer Zeit durch den gewohnten Besuch dcr Jahr- märkte verlieren, während die Schneider das ganze Jahr hm- dUkck) Whig bei ihrer Arbeit bleiben. Ferner kann es brfrem- den, daß in beiden Gewerben die Zahl der Gehülfen so sehr viel germger- ist, als die Zahl der Meister: auf "zwei Meister kot_nmt bei den Schneidern noch nicht ganz ein Gehülfe, und bei den Schuhmachern wenig mehr. Das Verhältniß ist 111 dieser Rücks1cht seYr verschieden nach den Wohnortcn. 21111 Ende des Jahres 837 waren 4. m den zehn zur ersten GeWerbesteuer-Klasse gehörigen Städten bei den Schuhmachern . “Meisker . . . . . . 5,554 Gehülfen ...... 6,550 bei den Schneidern 2,816 5671

Meister ...... Gehülfen. . . . . . , ansehnlichsten Städten zweiter GeWerbfteuer- Klasse.“) bei den Schuhmachern -Meister. . . . . .. Gehülfen .....

3. in den dreißig

5,020 1,842

') Rameutlich= Memel, 211111, Elbing, Thorn,P0sen, Potsdam, Brandeubyrg, Frankfurt a,. d.-O., Stralsund, Bmg, Gr. Glogau, Görlis. Regnitz, Grüneberg, Halberfiadt, Quedlinburg, _Burg, Halle

!

1273 bei den Schneidcrr. Mo.» ...... 3,191; Gr 1x-1'1lfe11 ..... 2,892 in allen andern Städten zusammengenommen bei den Sekdhmacixcrn Meister Gr.",mscn bei den Schneidern NMMO 18,392“? nyMfsn 10,240 auf dem LM-Ir in den F1€ckm und Dörfern b“; den Schuhrnacherr: VT221ie1' (":S 2 111111": 71 bei den Sagceedcrn IJTmU-cr _ 05 4115111111 Ori 6111211 (11.0111 cherbxn 11341111 11210 in den Städten 811111; GewerdSZeuerkiaffe mchr Gchiäfcn ais *))?eisxer; 111 den 17017111 anschnlkcbcn dreißig Z:."xdtx-n da-Zeacn scyon mehr M*etster 0.16" 012611810: drr!) war der.Ux:.tc1*1ch:-;d b»*1dei*_Zahlen 3:11: 1100) 01:16»,- "Oer deli SCLUlÖLÄ-MÖU'U 111162. réxxigefahr auf 'H.) »Mei- 11-31" *)./1 (555111111011, ['."i den Sc.,neidrrx'e doch) schon auf 32 »“ »ei- 1112', nur 211 WcHülfen. Nock) !!"-ihk sank das Verhältniß der (“301711111011 zu OTL] 931'1'11101'11 111 011.1 1101111111 Städten: es kamen da1cl011 s11111'We1)1'11f»-11 z1c11111ch 11.1138 bci den Schuhmachern 6111“ acht, bei den Scimeidern auf neun Msisrer. Auf dem Lande war 1116110) die 'Linzah1 der Gehüls'rn bei den Schuhma- chc'rn wenig mehr, bei den Scimeidern sogar noch etwas Weni- ger als ein Viertheil der Anzahl der IJT-eiyker. Die Wohlhaben- 11111, welcbe in glänzenden Darstelxungen der guten Folgen einer 001111110111an ?.kkisb2äuche11 gereinigten Zunfxverfaffung, bei den ek)1'1amen Handwerkcr-Meißern vorausgesetzt wird, kann in der That 11111" dadxxrch entstehen, daß junge Gehälfen, welche noch keinen Hansstand zu unterhalten haben, wohlfeil zu arbeiten vermögen, und daHer ein beträchtlicher Theil des Werthes ihrer Arbeit dem Meister als Lohn für die Anfscht darüber und für die Gewährleistung, die er dafür Übernimmt, zufällt, es muß daher immer angenommen werden, daß ein tüchtiger Handwer- ker-Mcistcr stets einige Gehälfen beschäftige, und aller Erfah- rung, nach ist 0110“) bei den mciüenHandwet-kern die Zahl der Gehülfen, welche ein Mrister unterhält, der sicherste Maaßstab für dessen Erwerb. Angenommen, daß ein Meister im Durch- schnitte wenigstens z1vei Gesellen Und einen Lehrling gewöhnlich halte: so würden dreimal mehr Gehkxsfcn als Meister vorhanden seyn müssen. Allerdings gilt diese Annahme nur von städtischen 9321116111: Landmeister finden in ihrem kleinen Kreise selten auch nur für ihre Person Beschäfri ung genug durch ihr Hand- werk; der Ertrag eines kleinen tückes Kartoffelland, einer milchenden Kuh und eines Gartens muß zu Hülfe genommen w-erden, um ihnen ein leidliches Auskommen zu fichern. Wenn aber auch die Hälfte sämmtlicher JNeiscer auf dem Lande lebte, und keiner Gehülfen bedurfte, 111 erträglich zu bestehen: so würde doch die andre Hälfte unter den vorstehenden Voraus- sexzungen noch immer so viel Gehülfen brauchen, daß überhaupt in den': ganzen Gewerke zusammengenommcn drei Gehülfen ge- gen zwei Meister vorhanden seyn müßren. Gleichwohl lernt bei den Schuhmachern und Schneidern Niemand das Hand- werk ir: einer andern Absichx, als um darauf dereinst Meister J Perdrn. Darin liegt nun eben das Unhalcbare solcher Zunft- ersassungen, wis die hier betrachteten, daß fir einerseits eine Anzahl von Gehinfcn voraussekzen, welche die 'Zluzahl der W261- 1711' weniZZT'ens 11111 die Hälfte Übertriffc, U.:d daß fie anderer- seits allen diesen Gchülfen ein Anrecht auf die Meisterschaft als Lohn der'langen Lehr: und Gesellrn-Zayre vorhalten, wäh-

(2. 31,310

1").

: rend cs dbch 1111111611118) bleibt, daß eine so große Zahl sich wirk-

lich als Meijter nähren ?01111. Dc": einzclne Menschchlcher 110111 13101 Lebensj-zhre ab secvszehn Jahre lang als LehrliNg und Geselle 011111, will doch 1111100111 ;5011111Zahre endlich 0111-37, eigenen Hausstand 0111211111011, 11311 111111 30 bis 40 Jahre 1.11.) «16 «“."-1101119? 311 1cbc11. “C1“ 111 0110 111e11igstexxs doppelt so lange Meister, als er vormals (5501111110 war, und es wird demnach 11111 [MW so viel Gchülsen, 615 ss Überhaupt ONeiscer giebt, wirklicix die LéusJM auf das 9518111011110» eröffnet werden kön- 11111. Hieraus folgr, daß so 11111119 kein verheirathecer Gesellen- sxxand bcsrcHr, enrweder sehr 1111316 IFTrister aueh in den Städten ohne “6550511111111, das ist 111 111.1 derfcigern Verhältnissen leben müssen. 1115" cH den VorstellUNZen von einem tüchtigen Bürger; und Mcisxsrstande angemessen 111; oder es Werden alternde Ge- sLULU zu mancherlei anderm Erwsrbe, namenxltch zur Höckerei oder zur Scimnkxvirthschafr kxbcrgrhn, und Hier die Bewerbung Weir [eber den Bsdaxk steégsrn 1111111711. Der Erfa rung nach geschieht beides 1111d 118111171110): *.*-Lrle Klagen, deren rund aber mchk da gesucht wird, wo er wirklich 111191. Die Schwierigkeit, die g'z'dße Ueberzal'31 alrernder Gchükfen unker zu bringen, Hat Verlegenheiten und Bssäzwérden erzeugt, so lange die hier be- zeichneten Zunfc-Verfaffunz1en besr-“hen, und wird selbst durch deren Auflösung keinesxweges gahoben. Der alternde Geselle wird 111011 aUein dés unstätcn Ge1"elle:1iebe116 müde, und sehnt sich nach einem Hausstande, wenn auch unter sehr beschränkten Lebens-Verhälmissrn: sondern s-„lbst, wenn dieses nicht geschähe, würde er dc11noch Zendrhigr sein, eme andere Stellung zu suchen, weil veraltete Geselien mehremheils nur ungern und nur im Nothfalje in Arbeit genommen werdrn. S“) lange das Meister- rechr nur mec großen Kosten, durch besondere Gunst, oder über- haUpr nur von einer bestimmten Anzahl erlangt werden konnte, blieb den meisten Geseljen nichts anderes übrig, als sxck) im Alter durch unbefugten Gelderbébetkieb zu nähren: hieraus ent- standen diese endlysen Klagen der Z.*Neister Über Verkümmerung ihres Gewerbes durch Überharxd xcsvmende Pfuscherei und die birtern Beschwerden Über die Härrr, womit sie gegen dieselbe 1'1') eiqexamäclzcég Hülfe zu schaffeü suchten. Kann das Meister- rech1 lcichc erlangt wxrden, oder Bedarfes desselben nicht zum selbstständigen“GeWcrbbccricbe, so verwandeln sich diese Pfuscher in armseliJe Gawcrbtrcibende, die für eigene Rechnung 0 ar- beiten versuchen und nur dem 111011111011 GeWerbebetrieb AZbruch thun, während ihre O)?1'tbewerb1mxz doch zu ohnmächtig bleibt, um *wohlfcilere oder bessere LirNicen für den Verbrauch zu verschaffen.

Die einzelnen Theile des preußischen Staats find mit den hier betrachteten Handwerkern keinesweqes in gleichem Maaße beseßc. Nach der Zählung zu Ende des Jahres 1837 enthielten:

a. d. H., Naumbuxg a. d. S., Erfurt, Mühlhausen, Nordhausen, Münster, Bonn, Dussäidorf- KrefClYWesel, Kohlen mit Ehrenbreit- stein, Trier und Eupen- _Es find dier. odne Rücktcht auf die Ein- wohnrrzabl, besonders diejenigen Städte zweiter Gewerbsteuer-Klase aus;;ewävlt, welche src!) dureh Gewerbsamkeit und Vollkommenheit der städtischen Außalteu aubzeicbnen.

.«_..«_..._.._..-«

am Ende der Jahre

Die beiden östlichen Provinzen Pr ;ßen und Posen zusammengenomMen Überhaupt Einwohner. . . . darunter Waren _ Schuhmachermeister und Gehälten ..... Schneidermeister Und Gebülfen ._. ..... es kamen also auf ein317al hunderttausend Einwohner durchschnittlich überhaupt Schuhmacher .................. Schneider . . . Die vier mittiern Provinzen Branxenburg, Pom- mern, Schlesicn und Sachsen überha'achinwohner darunter waren Schuymacherme1srer und Sch***lfen ..... Scizn-idernwiüer und Gehülfen ....... es kamm also aus einma! hundertmusend Einwoh- n-;'.' 2112'1111'11111111110) Überhaupt Scyuhxr-acyer .................. Scynsid-“r' .................... Die 31517401 we'xiiicben Pr62111zen Wesisalen und die _ Rheinprorm»5 110e1i)»:1xpr Crrerrohne? ....... 3,800,190 T*QTYUTIL' waren Sck1u1)11:achrrm01ster und Echälfen . . . . , 30,335 Scynxdcmneéskei' und GeHÜxfen ....... 26,453 es kannn also auf einmal hunde111521'rnd Einwohner durchsch1m21cch über:)aupt Schuhmacher ................... 798 "Schneider 696 Es beschäftigte sich deMnach 1111: Schuhmacher-Arbeit einer in den östlichen Provinzen von 150 v » mixtler'n » » 115 v » westlichen » » 125 Einwohner: und es verfertigte Schneiderarbeit, so weit sie von Männern betrieben wird, einer in den östlichen Provinzen von 22/1 » » mittlern » » 152 » » westlichen » » 14-3 *

Daß die östlichen Provinzen weniger Schuh- macher- und Schneider-Arbeic brauchen als die mittlern und westlichen, zeit von dem geringem ohiskande der großen Volksmasse. ber das verschiedne Verhältniß der Schneider gegen die Schuhmacher deutet auch noch auf eine schon oben erwähnte Verschiedenheit in dem Betriebe, beider Gewerke. Die Schneider bezieht: überall keine Jahrmärkte mit ihren Arbeiten: die Schuhmacher thun dies dagegen in dem Maaße mehr , worin ihr Gewerbbeerieb armseeliger wird. Daher zeigt sich die Stufenfolge dcr Wdhlhabenheit schr viel bestimmter in der Zunahme der Anzahl der Schneider, als in der Zunahme der Anzahl der Schuhmacher. Die westlichen Provinzen brauchen nach den vorfteyknden Be- rechnungen für 18 Einwohner eben soviel SchneiderxArbeit, als die mittlere für 19, und die östlichen für 28. Wahrschein- lich ist das Verhältniß in Bezug auf den Bedarf an Schuh- macher-Arbeit hiervon nicht sehr verschieden: aber verhältnißmä- ßig haben die mittlern und noch mehr die östlichen Provinzen eine größere Anzahl von Schuhmachern, als fie hiernach be- schäftigen würden. Dieses erklärt sich eben dadurch, daß in den mittlern Provinzen viel, und in den östlichen noch WSJ von der Arbeitszeit der Schuhmacher durch den Jahrmaxkts- "esuch verloren geht, welcher fick) in dem Maaße mehr ausvehnt, Wor- in die Armuch der kleinftädtiscven Schuhmacher zunimmt. Jm Durchschnitte des ganzen Staats ist auf 121 TNMWM Einer mit der Verferrigung von Schuhen und Stiefeln, und auf 16?- Menschen Einer mit der Verfertigung von Kleidungssnäcken beschäftigt: leßteres doch 11111 Ausanahme derjenigen Theile der Bekleidung, welche durch 1veiblich€ Arbeit besorgt werdera. Ueberschtlicyer stellt fia, das Verhältniß noch, wenn man die Rechnung nicht auf einzelne Personrn, sondern auf Familien rich1;1. Fünf Personen durchscvnitclich auf eine Familie gerech- uer, enthielt der Preußische Staat zu Ende des Jahres 1837 2,819,6'.5 Familien. Für die hier betrachteten Handwerke smd so viel Familicn «Zs Meister, 111 der oben erläuternden Bessu- tung dieses Worts, an'u11eh111cn; ?olglich für die Schuhmacher 73,708 und für die ckNews? 50,205. Hieraus folg, daß von 38 Famüien eine davon lebt, Schuhmach)cr-Arbeit für die andern 37 zu verrichten: und da;“; von 48 Familien eine Ich davon nährc, Scié'1eiderarbeé1 für die übrigen 117 zu verfer- ti en.

g Z1vei andere Handwerkrrklaffen, welche für ein sehr allge- meines Bedürfnis; arbeicen, und ebenfaüs einer Micbewerbung von Fabrik-An|alten in der Regel nich *1111erliegen, sind die, „Bäcker und Fleischer. Im Preußischen Staate befanden s1ch Bäcker, und zwar: , am Ende der Jahre Gebülfen 1822 60,53

1825 7287 1828 7359 1831 80-19 18:34 22,175 9118 31,293 1837 25,137 10,452 33,889 Fleischer waren daselbsrvorhanden und zwar: Meister Gehülfen überhaupt 11,871 4846 19,717 15,163 257 20,120 15,651 5314 20,998 15,367 5350 20,717 1834 16,005 6021 22,116 1837 16,853 6987 23,810 Auch aus déesen Angaben geht eine fortschreitende Vermeh- rung beider Hanerkerklassen hervor, die nur durch die Schurken unterbrochen wurde, welche die Cholera bei ihrem ersten Auftreten erregte. Brod wird zwar in viel größerer Menge verzehrt, als Fleisch: aber mehr als die Hälfte der Ein- wohner des Staats bereitet ihr Brod ganz ohne Hülse des Bäckers; dagegen bedient fich auch der, welcher für eigne Haushaltung emschlacbtec, hierbei der Hülfe'des Fleischers: hierdurch wird das Verhältniß der Bäcker zu den Fleischern im Allgemeinen so gestaltet, daß gegen siebzehn Personen, welche das Backen gewerbsweise treiben, sich zwölf mit der Verrichtung von Fleischerarbeit beschäftigen. Die Zahl der Ge- ülfen ist im Verhältniß zu der Anzahl der Meister bei den leischern geringer,_als bei den Bäckern: aber auch die lehrern ' haben-verhältnißmäßig noch etwas weniger-Gehülfen als die Schnei- der und Schuhmacher; der Grund hiervon liegt in der ganz ver- schiednen Beschaffenheitdes Gewerbebetriebes. Bäcker und Fleischer arbeiten für ein Bedürfniß, das um so gewisser täglich entsteht, und täglich befriedigt werden muß , je wohlhabender diejenigen find, welche von ihrer Arbeit Gebrauch machen: der Wohlha- bende will täglich frisches Fleisch und täglich frisches Gebäck Haben. Es würde sehr unbequem sein, dieses aus großer Ent- ermmg herbei zu holen; er muß fich daher an einen nahm

3,322,579

22,070 11,268

664

4-17 6,975,356

60,019 45,797

875 637

Einwohnern.

überhaupt 26,504 27,5 1 0 29,267 29,266

JJTeiswr 19,651 20,223 21,708 21,217

1822 1825 1828 1831