1838 / 326 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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und dem Heizer einer

man ihnen von einem Vergleiche sprit!» Die Geschichte jenes Landes nr im Voraus aufgezeichnet, sie,"? voller ?„Blut, voller grausamer Repressalien, voller jämmerlrcher Intrrguen, aber man wird in derselben nichts von emew entschetdenden Er- eignisse lesen , weil ein _solchks UMJÖSU'Ä) M- MM lasse die Karljsken sagen, daß ße Madrcd _nehmen „werden; sie ,selbft wissen besser als irgend Jemand, daß dies mcht der Fall seyn wird. Vor einer Täuschung muß znan srch und die öffentliche Meinung sorgfältig-hüren, „nämltch zu glauben daß dieser wilde Kampf, wenn dre „arteren fich selbst überla ; sen bleiben, u Ende gehen könne. m Mann, der mit großer persönlicher ähigkeit die Erfahrung der Geschäfte verband, der Graf von Rayneval, sFr: in Madrid wenige Tage vor seinem Tode: „„Das ist ein rieg, der wie der Krieg mit den Mau- ren acht „Jahrhunderte lang dauern kann.““

Hieronymus Napoleon Bonaparte, Sohn des vormaligen Königs von Westphalen _aus seiner Ehe mit Miß Patterson, besmdet fich gegenwärtig m Paris. Er hat die Erlaubniß, fich kurze Zeit in der Hauptstadt aufhalten zu dürfen, nur unter der Bedingung erhalten, da[; er den Namen seiner Mutter führe.

Das bekannte Englische Parlaments-Mitglied, Herr Ro- bert Cutlar Fergusson, ist gestern Nachmittag in Paris mit Todt abgegan en.

Madame olnys (Leomine Fay) verläßt mit ihrem Gatten das Théätre franrais und kehrte wieder nach dem Gymnase, dem Schauplalze ihres frühzeitigen Ruhmes, zurück.

Dem Constitutionnel ufolge, smd zwei Schiffe, ein Sardinisches und ein Spaniches, unter Toskanischer Flagge und von den Banquiers der Prinzessin von Beira bcfrachtet, im Anfange dieses Monats von Livorno nach Spanien unter Segel ge angen. Ein Theil ihrer, für Rechnung der Prinzes- sm gekaUZten Ladungen war in Livorno espeichert, ein anderer Theil langte wenige Ta e vor der Abfa rc von Genua aans befanden sich über 60 cBassagiere, Jtalräner, Franzosen und Spanier am Bord; mehrere derselben erhielten vor der Ein- schiffung Patente und Geld. Die Verbindungen wischen Civita vecchia, Livorno, Porto Venere und den Küsten paniens schei- nen in diesem Augenblicke sehr lebhaft, und weder Englische noch Franxdsische Kreuzer legen i'hnen Hindernisse in den Weg.

Der &ourrier sranrais age: „Alle Nachrichten, die wir TYun aus Afrika erhalten, sprechen die Hoffnung aus, daß die acht Abdel 1 „Kader's einer ernstlichen Auflösung entgegen sehe. Eine große Menge von Stämmen verweigern jede Art von Abgabe oder Tribut; andere lehnen sci) offen auf und be- ginnen die Feindseligkeiten gegen die Truppen des Emir. Mag mm Abdel-Kader wiederkehren, oder mag er verschwunden seyn, seine Macht ist außerordentlich erschüttert, wenn er keine Un- terstüsungen mehr aus Marokko erhält, und dies scheint, nach den offiziellen Berichten, mehr als zweifelhaft.“

Großbritanien und Irland.,

London, 16. Nov. O'Connell hat am Sonnabend bei einem Diner in Cork wieder eine lange Rede gehalten, die je- doch, was ihren politischen Inhalt betrifft, nichts Neues dar- bietet. Er be ann mit einer Schilderung der fünf verstorbenen Souveraine („n lands aus dem Hause Braunschweig, wobei er sich der schw rzesten Farben bediente, um dagegen die jeßige Souverainiu in deßo glänzenderem Lichte erscheinen zu lassen. Von dem leßtverstorbenm Könige, Wilhelm dew Vierten, sagte er: „Dieser willigte zwar in die Reform:?BiU, aber in eine so schlechte, als nur irgend möglich war, und wenn ich mich nicht irre, so hatte er gegen die Verlesung einer Thron-Rede, die gegen Irland, besonders aber gegen alle Agitatoren nick)! härter lauten konnte, nicht das Mindesée einzuwenden.“ Dann zu der gegenwärtigen Regentin src!) wendend,fuhr er fort : „D er Beginn ih- rerRegierung verheißt eine ganz andere Aera. Erzogen von der besten der Mütter, vermandr mit einer der vernünstégficn Familien, mitder Familie Sachsen-Koburg, Nichte eines protestantischen Beherr- schers katholischer Unterthanen, und Tochter eines der besten Väter, verspricht ste durchaus die beste Wahrnehmung des Wohles ihrer Unterthemen und die berühmteste Regierung in der Geschichte dieser Reiche. Wenn sie nur auf dem Pfade der Gerechtigkeit verbleibt, so mögen sich immerhin ihre aus- wärtigen und inneren Feinde zum Angriff ihres Throncs ver- schwören, sie wird Irland stets zur Hülfe bereit finden.“ Von Cork aus hat „O'Connell ein Schreiben in die öffentlichen Blät- ter einrücken lassen, worin er die Behauptung des „Standard“, daß er der Erste gewesen, der nach der neuen Zehnten-Akte eine Entschädigung für rückständiZe Zehnten in Anspruch genommen habe, für eine unverschämte üge erklärt, weil er niemals Zehn- temEigem ümer Zwesen sey. '

Die hron- ede des Königs der Belgier hat an der hie; sigen Börse, wie der Globe berichtet, die Erwartungen Man- cher getäuscht, welche auf die Mittheilung von etwas Pofitévem Über den Stand der obschwebenden Unterhandlungen gerechnet hatten, während Andere steh Über den kriegsluffigen Ton unzu- frieden bezeigten, den se in der Rede smden wollen. Die

* Holländischen Fonds sind deShalb hier um 3,73 pCt. gewichen, dée

Bcigischen dagegen unverändert geblieben. Das vorerwähnte ministeriellc Blatt ist übrigens der Meinung, daß die Kriegs"- lusk fich aus den Worten des Königs Leopold niche abneh- men lasse, man könne vielmehr darin nichts finden, als die Absicht, den ätatua quo fortdaueru zu lassen. Der „Globe“ fügt hinzu, daß vor zwei Taqen neue Mittheilungen der Konferenz an den König der Niederlande abgesandt worden seyen, und daß vor dem Empfange seiner Antwort nichts wei- ter geschehen könne.. Was den König Leopold betreffe, so werde Krk) dieser vermuthltcb zu keinen neuen Konzessionen verstehen, bevor er nicht die Einwini ung der Belgischen Kammern er- jan ! habe, und so werde ich eine definitive Erledigung wohl po einige Zeit verzögern, da beide Parteien, Holland sowohl wie B:!gien, hartnäckig auf ihrem Sinn beständen.

Wie man versehen, wird eine sehr beträchtliche Bewehrung der gegenwärtigen Britischen k'))kt'litairmacht beabsichtigt.

Endlich ist die Kommisfion zur Untersuchung der Ansprüche der Britischen Legion ernannt worden. Die Spanische Regie- rung wird, wie schon erwähnt, durch e:“nen Herrn Ximenes, die Legion durch den Obersten Wet erell vertreten, und diese wer- den die Sache mit General .“ lava und einem Bevollmäch- tigten der Britischen Regierung verhandeln.

Ads der Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester hat sich am Montag ein Un lückssaa ereignet, der dem Maschinisten okomotive das Leben kostete. Der Zug, bei welchem dick vorging, bestand aus 43 Wagen und wurde V.?n 4 Lokomotiven, zwei vom und zwei hinten, getrieben. Plöß- [lch erfol te_an der ersten eine Exploßon, deren Knall eincm Kanonen chm; glich und weit Und breit gehört wurde. Die Lo- kT-MOTWL riß von dem übrigen Zuge los und schoß blißschnellnochge- gen 1200 Fuß auf derBahn entlang. Der Maschinistund der Heizer waren über 100 Fuß weit, der Eine rechts der Andere links

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hin, aufs Feld geschleudert worden, Wo man fie gankdverbrüht und mit erbrochenen Gliedern entsetlt lie en fand. as Ver- dikt der odtenschau-Jury, welches über eide Leichen gehalten wurde, lautete: Tod durch Unglücksfa11 und, da nach den Eng- lischen Gesehen dem Gegenstande, durch den Jemand ums Le- ben kömmt, stets eine Strafe zuerkannt werden muß, 20 Schil- ling Buße von der Lokomotive zu zahlen.

In einem Provinzial-Blatte wird folgender Auszug aus einem Privat-Schrciben des Grafen Durham, datirt aus Que- bek vom 13.0ktober, mit etheilt: „Mit der Civél-Rcekgierung ist es hier jest gan aus. ck kehre nach Hause zurü , um die Zwecke meiner Orisfion im Oberhause weiter zu verso! en, denn von dort aus wird jetzt Kanada eigentlich regiert. n jenem Hause ist jeßt der schwierige Posten, da gilt es zu handeln, und dorthin muß ich eilen. Glauben Sie mir, theurer Freund, ich gehe nicht ein Zora von den Zwecken meiner Mission auf; im Gegentheél, ich beharre dabei noch so fest als jemals, und ich glaube, daß meine Feinde mir wider ihr Wollen und Wissen bessere Mittel zur Ausführung derselben in die Hände gegeben haben. Ick hoffe, um die Mitte oder gegen Ende Dezembers in England zu seyn.“

Der Prinz von Auve ist am Montag von Fier nach dem Kontinent abgereist, wer er fich einen Monat auf alten will.

In Antwerpen soll, dem hiesigen Courier zufol e, das : Gerücht gehen, daß die Garnison dieser Stadt soglei auf 7 Z bis Ko.“) Mann gebracht und der Stab der zweiten Militair- x Divifion dorthin verlegt werden solle.

' Der Courier meint, es sey schwer voraus usehen, in wel- chen Zustand Spanten noch vor Ende dieses ahres gerathen dürfte. Den Sieg des DonCarlos hält jedoch dieses ministerix elle Blatt für noch unwahrscheinlicher, als die Aufrechterhaltung des jeßt in Madrid herrschenden Regierungs-Systems; es scheinen dem „Courier“ vielmehr Symptome auf einen baldigen furchtbaren Ausbruch der Volkswmh hinzudeuten. Und davon allein hofft er eine Wiedergeburt des“ Landes, besonders wenn ngeich ein Mann irgendwo auftauchte, der mit den nöthigen

alenten begabt wäre, um den Leidenschaften des Volkes eine gute Richtung zu geben; sollte dagegen die Macht in den Hän- den einer bloßen Faction bleiben, so glaubt dieses Blatt, daß Spanien einer Schrcckensterrschaft nicht entgehen könne, und es nimmt keinen Anstand, selbst einer solchen, als vorüber-

ehender Feuerprobe für Spanien, den Vorzug vor einem Er- ?olge des Don Carlos u geben.

Der ONorning erald theilt nach einem Prévatbriefe aus Bombay die Nachricht mit, daß der frühere, jetzt in Eng- land befindliche Gouverneur von Bombay, Lord Clare, im Be- silze der Uebersetzun eines Briefes sey, welcher von einem Ruf- sischen Offizier in . abul an den Russtschen Gesandten zu Te- heran geschrieben und auf dem Wege aufgefangen worden sey, und der alle Details der von dem Russischen Kabinet in Bezug auf die Ostindischen Angelegenheiten entworfenen Pläne enthalte.

Yussuff Khan, dcr Subhadar von Lucknau, ist von seinem Besuch in England zurück in Kalkutta eingetroffen. Er äußerte fich sehr zufrieden mit der astfreundlichen Ausnahme, die er in Engqland gefunden, und ällte das bemerkenswerthe Urtheil, die (ngkänder in Indien und die Engländer in ihrer Heimath sryen an Charakter ganz verschiedene Leute. Er will .sein Reise-Tagebuck) heraus eben.

Aus Neufundland Hat man Zeitungen bis zum 17. Ok- tober erhalten. An diesem Tage prorogirte der Gouverneur die Legislatur. „In der That“, sagt ein hiesiger! Tory-Blatt, „war es besser für die Kolonie, die Sißungen jener Pöbel- Versammlung zu beschließen, als se die Auftritte von Lärm und Verwirrung, welche ihre sogenannten Berathungen beglei- teten, noch länger fortsekzcn zu lassen.“

Niederxande.

Amsterdam, 16. Nov. Das Handelsblad [kent in einem Schreiben aus dem Haag die neuesten Ereignisse bei der Londoner Konferenz insofern abweichend von dem Berichte des Londoner Courier dar, als ein einstimmiger Beschluß bei be- kannten Inhalts bereits gefaßt und den betreffenden Höfen soll mitgetheilt gewesen seyn, Frankreich aber hinterher, - jetzt die Annahme deffelben von Seiten Hollands und damit das Ende des ihm sehr erwünschten status q-«a besorgend - Belgien zu der Ablehnung veranlaßt und nun seinerseits die Ratification verweigert und neue Abänderun en in der Schuldfrage bean- tragt hätte. Gestützt auf diese achlage, sucht das „Handels- blad“ dann zu zeigen, daß offenbar Frankreichs geheimes Stre- ben nicht Holland gelte, sondern Europa. Frankreich habe vom Anbeginn der Unterhandlungen Kan stets Mittel- zu finden gewußt, eine Beendigung der Sache, sobald Holland zu derselben OJFiene gemacht, vermittelst Belgien immer wie- der zu hintcrtreiben, während es selbst dabei den Schein der Unparteilichkeit und des eifrigen Verlangens nach einer Ent- 1chädigung vor fich her getragen. So 1831, als Holland die „Grundlage:: der Trennung“ angenommen, so 1833, als, nach dem Abschluß des Waffenstillstandes, die Unterhandlunßen in London, Holländischer Seits von dem Baron Verstolk von Evelyn geführt, gegründete Hoffnung eines Vergleichs über aUe Streitpunkte gegeben; so jetzt wieder, da die Französische Regierung erfahren, daß König Wilhem auch die neuen Opfer sic!) gefallen zu lassen bereit sey. Während Frankreich die Miene der Einwilligung in den neuesten Plan angenommen, sey König Leopold von ihm vorgeschoben wvrden und habe er- klären müssen, vorher die Gesinnmxg seines Volkes sondt'ren und vorbereiten zu müssen. „Der Erfolg hiervon“, fährt das genannte Blau fort, „kann gar nicht Zweifelhast seyn, wenn man sxch nur erinnert, durch welche Nittel man srit einigen Monaten die Köpfe in Belgien erhMt, die Gemächer aufgeregt und jeden auf Recht und Qiüégkeit gegründex ten Vergleich unmöglick) gemacht (Fat, Wenn einmal die direkte Einmischung des Volkes als rundsaß aufgestellt wird. Wäre es dem Pariser Kabinet ernsil1ch um eine redliche Ueber- einkanft zwischen Holland und Belgien zu thun gewesen, dann hätte man in einem Lande, wo die beredtesken Zungen stets demjenigen zu Dienst stehen, der über die Schaßkammer gebie- tet, hundert für einen Schreiber gefunden, die Belgien das Un- rechtliche scénes Verlangens vorgestellt und ihm die Folgen vor Augen gelegt hätten, welche das unerhörte Vergeben, König Lropold sey an den einmal feierlich angenommenen Traktat jeßt mcht mehr gebunden, für ein Land haben könne, das nur die- sem Traktat seine politische Existenz ,zu verdanken habe. Aber weder m Paris noch in Brüssel hat man auch nur das Ge- rmgske' versycbt, um die herrschenden Jrrthümer zu bekämpfen und dre mxßleetete Nation auf daöxenige vor ubereiten, dem ste sach, ohne alle Grundsäßc von Recht und [nsand mit Füßen zw treten, doch nicht entziehen kann. Eine Berufung auf die dnentxiche Mcmung war daher »- wie natürlich vorherzu-

sehen ** ein sicheres Mittel, die neusten Vorschläge der

Konferenz zu verwerfen, und es ist deshalb auch ni

zu verwundern, daß Frankreich seine Ratification der von M neral Sebastiani angenommenen Bestimmungen bis zu Belgie ' entsprechender Erklärung ausgeselzt hat. Frankreich bleibtdqxx" scheinbar aus dem Sptele und erreicht nichtsdestowenier voäl kommen seinen Zweck. _Der 313111»- qno, nach König so““)? und seiner Freunde ergenem Geständnis; so höchst vorthkilhas für Belgien, bleibt bestehen, aller Annäherung an Hoüand de nothwendigen und paeürléchen Folge einer Entscheidung, Hl“? vorgebeugt, Frankretchs Einfiuß aus Belgien wird täglich größekt während endlich noch das für Hollands und Deutschlands Si, cherheit so wichtige rechte Maas-Ufer fortdauernd im Bexßj Belgiens, das heißt Frankreichs, verbleibt. Ist aber diese n: fichc der Sgche, wie wir vertrauen, richtig, dann liegt das q,; heime Mond der Franzöfischen Politik vor Aller Augen off," da, und Jedermann Wird mit uns sagen: Nicht Holland gjsk “, sondern Europa! Was werden nun die übrigen Ka'xj; nette thun?“ '

Dänemark.

Kopenhagen, 16. Nov. (Bors. H.) Die Sxände-Ver, sammlung in Roeskélde hat eine Reihe von Anträgen,

ten Waaren hinreichend versclen sind) hinausgehen, mit Stim- menmehrheit nach länZeren

dcm Etatsrath Stenfeldt besteht. -- Ferner einen Antrag des Agenten Bruun zur Aufhebung des Wucher-(§5esekzes mit 42 gegen 17 Stimmen an ein Comité, bestehend aus Professor Bang, Bank-Direkcor Haagen und Amtmann Rceregaard. Der Königliche Kommissar hatte fich mehr wider den Antrag erklärt.

Neulich fand Professor Bang es bei einem vor ekommenen Antrage paßlicl) (es betraf eine Aenderung der Irc, wie vj: Armee mit Schuhen und andern Brdürfniffen versehen wird), das, jedem Mitgliede zustehende Recht zu benußen, eine Ab- stimmung durch Kugeln zu verlangen. Assessor Algreen-Ussmg bemerkte hiergegen, „er wolle zwar ni.cht dieses Recht eiü'es Abgeordneten bestreiten, müsse es aber als seine Ueberzeugung aussprechen, wie es wenig zu wünschen sey, daß ohne die größte Nothwendiqkeit davon Gebrauch gemacht werde, da ihm etwas Feiges und JNuthloses darin zu liegen scheine, daß die Mit (se- der der Versammlung fich nicht in jeder Sache zu ihrer ej- nung bekennen dürften.“ Diese Aeußerung, als kränkend für Professor Bang, veranlaßte in der folgendenSißung am 24sten

Assessor Uffing vom Präfidenten eincn, zwar sehr schonend aus- gedrückten Vermeés erhielt.

Kopenhagen, 17. Nov. (Alton. M.) Abermals verlor der König einen treuen Diener, das Vaterland einen edlen, allgemein geliebten SoLU, den frühem Geheimen Staats-Mi- nister Ove Rammel Se eskedt, dessen irdische Hülle dahin ge-

„Kjobenhavnspo ?“ und in „Dagen“ nach.

Der letzte hinafahrer der Ostindischen Compagnie, dercn Thee-Monopol bekanntlich 1812 erlöschen wird, ist in diesen Tagen nach Norwegen veräußert worden. Unter Friedrich dem Sechsten ist dies lästige Privilegium zu Grabe getra en, und „Frederik den Sierre“ - so heißt das riesenartige

der einst so zahlreichen Schiffe dieser Comxmgnie.

Deutschland.

Nürnberg, 18. Nov. (Fränk. Merk.) Am löten und 17cm d. M. war der provisortsch dérigirende stschuß der Ge- sellschaft für die Herstellung der Nürnberger nördlichen Reéchs- gränze-Eiscnbahn hier versammelt, um über den weiteren Fort- gang dieses Unternehmens die noch xrforderlichcn vorbereiten- den Berathungen zu pflegen. Die Haupe-Vorfragc bei dem- selben ist nunmehr definitiv entschieden, indem der frühere Al- lerhöchste AusfPruch über die Richtung der Bahnlinie 9zxwischen Nürnberg und Erlangen nach Inhalt der Königlichen eskripte

am Kawalhafen nächst Poppenreuth vorüber, unabänderlich fesc- d. J. waren entworfen worden, in wesentlicher: Theilen erfolgt,

in zwei Jahren auf das bestimmteste vorgeschrieben ist.

_ -- Leipzig, 2]. Nov. Damyfwagen-Fahrten von hier bis Riesa, die jedoch nicht alle Tage fortgesetzt werden sollen, begonnen. Der Wagenzu , aus neun Wagen bestehend, und von der] Lokomoriven „WindSYraut“ und „Drache“ geführt, legte, um 8',-'._. Uhr früh aus ahrend- den Weg von 8 Meilen in noch etwas mehr als 2 runden

eit, obne allen Unfall zurück. Das Wetter, das seit kurzem sich in Schnee, winterlichen Sturm und Kälte umgewandeb hatte, begünstigte die erste Fahrt keinesweges; dennoch hatten sich den einzelnen Jkitgljedern des Direktoriums der Eisenbahm Gesellschaft mehrere Actionairs und sonstige Freunde des Unter- nehmens angeschlossen. Die Bewohner von Riesa und der Um- gegend emyftngen die Ankommendcn mit [autem Zuruf und die neuerbaute Rcsrauratéon an der Elbe nahm die Reisenden ga!kx lich auf. Hoffentlich werden im künftigen Jahre die Personen- Preife herabgeseßt werden, die man jetzt bis Riesa zu hoch fin- der. In der ersten Wagenklasse zahlt man 2 Rehn,; in der zweiten 1'/“3 Rthlr. und in der dritten “",-“3 MW. Auch die von der Direction gestellte Taxe für den TranSpot't der Brenn- ?ölzer (für weiches Holz 5'/3 gGr, 8 gGr.,- “)'/3 gGr. und 02,12, gGr. für den Kloster Leipziger Maaß, jenachdem es 4,74, “.“.„,7/„, und 5/4 Elke ält, und für hartes Holz 6 gGr., 9 ng- ")'/2 gGk- und 1'2 g r.; nach gleichem Verhältniß der Langs)- sind zu hoch gestellt, wenn man bedenkt, das; Guten“ U100Pf9- auf die Meile 1 _qGr., mit Nachetranspore UF... g&r. zu ent€ richten haben- - Nach der neuesten Mittheilung smd vom 11. bis 17. November hier in 3-1 Fahrten 3335, zu Dreiden in 28 Fahrten 2898, zusammen 6133 Personen befördert wor- den. Die Eisenbahn-Actien sind seit dem leßten Coursmge a_uf 89„'„/-; pCt. urückgegangen. - Noch bis in die'leßten Tage smd date Erd- rbeéten wegew der Gas-Beleuckuung, und M öffentltchen Bauten, als die Armenschule, Militair-Kass'kne-

unterbrochen worden.

o. M. eine sehr warme Diskusfion, die damit endigte, daß der

. ahrzeug, ("_ größer als unser größtes Orloggsschiff - war auch das lebte

vom 3. März und 10. Mai d. „I., durch Allerhöchstesmee- ' diat-Reskript vom Me:: d. M. erneuert, also der Zug von hier 1“

gestellt, die Allerhöchste Sanccion der Statuten der Gesellschaft, wie solche in der Gcneral-Versammlung vom 2. und 9. Juli -

der Beginn der Bauzeit auf das Frühjahr [839 angeordnet ::. und die Vollendung der Strecke von Nürnberg bis Bamberg

Bürgerschule u. s. w. sortgeseßc, und auch jeßc nur momenran _

-- hierländischen Lebensweise der bemitrelten Leute beträchtlich ist, ' den _ *** ertjmcweins vertritt. Der harte 37er Ward da er wohl zu Ehren kommen, und im Verkehr wohl noch eine andere_ , ars zu den Esfigsiedereien. Besonders begünsttgt warerr dre san- digen, mit rothem Burgunder bepfianzten Wernberge m Ingel- die au Abschaffung der Krammärkte im Stifte Seeland (als nich! h mehr zeitgemäß, da alle Kausstädte ohnehin mit den benöthjg, 3? ebatten einem Eomité zur Prü- fung überwiesen, das aus den Agenten Voigt und Braun Und

' gar zur Wein-Production bau entzo en. Im der

" unwürdige Weinberge, z. B. in Niederungen und flachen ö- bracht Ward, wo einst der Geist in ihr die erste Anregung und .*; Bildung empfing. -- Zn Soröe Ward er aufs feierlichste zu Grabe bestattet, und wehmuthsvolle Töne klingen ihm in der »

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Heute Morgen haben die

ZMW/ und kehrte Nachmittags um 5 Uhr in fast ebenmäßiger ;

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4 Lichnet zu lassen.

' führung des

[ 1!!- Nov, St. Hoheit der Kuryrinz und Win ! er;???jrtsde init Höchßihrer erlauchten Gemahlm am_ Kaen d. :;gFr-ankfurt angekommen und im „Hotel de Rusne abge-

stiegen" ' 14 N v mber: Die e Main er t .schretbt unterm ; o e „„ ijxIlJe-e ist nund in Jungstar Provinz“, beendr t, rzachdem vrele Gemeinden, durch zwei wiederholte erbstrer en em eschüchtert, e in diesem Jahre früher begonnen „hatten, als r rhlrck) war. Hz ist äußerst schwer, ein Durchschnrrts-Verhälttrtß über das uantitative Ergebniß der Weinproductwn festzuseßen. Mehrere Weinort: sammelten die wenigen Trauben in Körben, um fie, hn? sr: du keltern, als Obst zu verbrauchen, andere gewannen owoa den hunderten Theil eines grzten Herbstes, andere etwa Zen dreißigsten Theil. Keine Gememde herbskete den zureichen- den Bedarf für die innere Consumtion, dre bekanntlich her der

Haushaltungen der Wein die Stelle des Biers und

échtung nehmen,

und eides eim. Die Eigentbümer haben src!) der Metrge „?FbesondsZrer Ghüte zu erfreuen. In schwercremeden theelte dieseArt Trauben mit den anderen ZlUchCs MÜNCHLS Loos. Die keßre Winserkälte, die Frühlmgéreifen und _dre zwe; Herbst- sxökke haben zusammengcwirkt, um diese Rubrrk drr ländlcclycn Production unserer Provinz fäl" manjche1Orte *bemahe' Unbe- Da die ersten RetZ rltln Oktdbxerhdte Lu?-

eratur so ar einige Grade unter u.. gedr1_ t „arten, ,o [Faecéepdie Wirkémg davon fich auch über dre gewohnlrche Re:f- linie aufwärts ausgedehnt. Ach) höhere Lagen hatc-rrx gelxttetz. Die gute Folge dieses Mißgeschrckes War mdcssen, daß trur dre Späelinge und unzeitigen dezimirt wurden, und so das Ausle- sen nicht nöthig wurde, um die besseren Trauben zu sondern. DjeQualität wird daher mehr befriedigen, _a_ls man früher er- wartete. Auch läßt fich dieses außer der Sure des Mostes zu- gleéch aus der lan samen und stillen Gährung voraus- sehen. Das Reben 015 ist indessen bei der milden Witte- rung auSgezeitigt und im Stande, einen härteren Winter; frost zu bestehen. So verläßt den Wein-Produzenten die Hoff- nung selten. " Man steht die Winzer bereits mit so warmem Eifer die Weinberge bearbeiten, als triebe fie das Dankgefühl sar gespendeten Segen. Auch denken sie, wie die Lotteriespieler, nach drei Fehlern komme die Reihe wieder an “de_n Treffer. Eine andere gute Folge aus den drei Mißherbsten ist, daß man wie- der anfängt, das Gebiet der Wein-Kultur zu beschränken; be- reits war ein Mißverhältnéß zwischen Acker; , Gctraidc- u::d Weinbau zum Nachtheile beider eingetreten, und man hatte so- anz ungünstig: Distrikte dem Arber- Der hohe reis der Früchte und das Mißlin- tinkreScenx verfehlen nicht, den Landwirts) über sein leibendes Interesse zu belehren und zu mahnen , ihrer Stelle

den auszurotcen, und zum Früchtebau wieder zu verwenden.

Braunschtvcig, 18. Nov. (Magd. Z.) Die hiefige Eisenbahn soll dem Vernehmen nach, in diesem Monat hrs Wolfenbüttel éür das Publikum eröffnet werden. Die Pretse smd für Hin- und Rückfahrt auf der 1',-“', Postmeile betragen- den Streche zu 6, 4 und 3 gGr. für die Person angesetzt. Die bis zum Dorfe Leiferde bisher unternommenen Probefahrten mit den Lokomotiven „Lörve“, „Braunschweig“ und dem Ame- rikanischen Dampfwagen von Norris in Philadelphia, lieferten die erfreulichsten Resultate für die Solidität der Maschinen, so wie der Bahn. Auf einigen Stellen, wo die Nachgiebigkeit des Terrains ein baldiges Sinken der Bahn befürchten ließ, hat man in diesen Tagen die hölzernen Riegel wieder aufge- nommen und solchem Uebelstande durch verstärkte Stein-Unter-

1341 Spanien.

kommen.

ben aus Madrid vom 7. November: „Die gestern und vor- . qeskern Morgen stattgehabten zahlreichen Verhaftungen find das ? Wichtigste unterden verschiedenen Neuigkeiten, die hier xirkuléren. ; Die meisten der verhafteten Personen, deren Zahl bereits u 120 : angegeben wird, smd Karlisten und viele von hohem ange. ? Es befinden fick) darunter zwei Bischöfe, von denen einer der ?

Beichtvater des e cmaligen Ministers Someruelos war, einige

der hiefi en Karliskcn, deren Verbindung mit dcm vorigen, und jehi cn TZ'einisterium viclLicht auf diePolitik dieser beidenKabmette wir t. SämmtlicheVerhafcete wurden heute unter starker Bedeckung in Wagen nach dem Militair-Dcpot Leganes in der Nähe von Madrid transportért. Sie sollen daselbst, wie es heißt, als Geiseln für das gute Benchmen ihrer Freunde in den P_rov_in- zen festgehalten werden; wenn ihre Sicherheit jedoch bloß hrer- don abhängt, so ist es nicht eben schwer, ihr Loos vorherzu- sagen. - n Bezug auf die Ernennung eines neuen Kabinets ist noch nichts geschehen. Man sagt, einige Mitglieder der liberalen Partei, die von der Königin darüber befragt worden, hätten ihr dies Verfahren angerathen. Gut unterrichtete Personen haben mir jedoch folgende Zusammen- setzung des neuen Kabinen! als die tvahrscs):éx7!écMe mitqetheixt: V.!!gornera, Conseilö-Präsident; Va(dez, g;.x-xwdärcig = cncral- Caßxlin von Galicien, KrieZs-Minéster; Lak-xxrava, Minister der Jdscxz und der Gnaden; Infante, MiniYYer des „Innern, und F?rraz, Bruder des Inspecteurs der Kavallerie und em achtbarcr GcschäftSmann, Finanz-Ministcr. Dies wäre in der That cin 1193ergangs-Minéfterjum und würde den Bedürfniffen ' des AUgenb-licks gem) en. - Während das beste BataiUon der Res serve-Armee in der J ähe von Madrid steht, habrn die Karlisten seit vierzehn Tagen ihr Haupt-Quartéer zwei chruas von Toledo aufgeschlagen und am Iren die zxviJ'ck)“: xener Stadt und Ma: ,' drt'd fahrende Post verbrannt. Einige Dchtirre, die sich nach Madrid begeben wollten, socken von den Karlrsren auf efangen k worden seyn. - Die Berichte Über die Verso! ung ' :erino's Z durch den Brigadier Hoyos [ruten günstig. -- n Valencia 3 hat die Ausübung von chrrssaiicn begonnen, und es snd be- ; reits 55 Karlssren als Opfer dcrselben erschossen worden. Ca- ? brera erklärte, als er dies erfuhr, er werde an der ersten Stadt, ; die ihm in die Hände falle, Rache nehmen. Er machte diese " Drohung nur zu bald wahr, denn bei der Einnahme der! Ka- stells Viilamalifa ließ er 50 Bewohner desselben erschießen. Als die Nachricht hiervon Valencia erreichte, und das Gerücht von dem Schidksale der 95 Sergeanten von Pardjäas Divifion fich bestätigte, verlangte das Volk mit der größten Wurf) den Tod der in dem Kastell Cuarte eingesperrten Gefangenen. Die Behörden sahen sich genöthigt, nachzugeben, und es wurden daher am 3ten Morgens 55 Karlisten vor der Stadt erschos- sen. Der General Lopez , welcher jetzt in Valencia komman- dirt, zeigt dies den Einwohnern in einer Proclamatéon an, worin es unter Anderem heißt: „Die Repressalien ; Junta hat ihre Arbeiten gestern begonnen. Ich theile die Ansichten der

, mäßtg§e eingeriebret worden.

Junta und des Volks, und obgleich gegen mein Gefühl und mit tiefem Schmerze, sehe ich mich doch in die traurige Nothwendigkeic versetzt, 55 von den ier befindlichen Gefangenen hinrichten zu lassen, als gerechte ergeltung für eine gleiche Anzahl eurer Gefährten und tapferen Vertheidiger dcs Kastells von Villamd- lisa, die am 27sten vorigen Monats auf unmenschliche Werse von dem wilden Cabrera ermordet wurden, nachdcm fie fich ergeben und unter den Schutz, der Geseße gestellt hatten. Das bisher von uns befolgte System der Mäßigung und der un-

lagen vorgebeUgt. Daß Einleitungen zur Anlage einer Bahn bis an die Magdeburgis e Gränze stattgefunden haben, ist eben so gewiß, als an der arYurger Bahn mit Nächstem eifrig fortgefahren werden wird. uch soll es eben so bestimmt seyn, "daß jene Bahn fich jenseits Wolfenbüttel mit der Harzburger vereinigen wird.

Melle, im OMabrückschen, 16. Nov. (Hannov. Ztg.) Es at srch hier ein Mäßigkejts-Verein gebildet, welcher am 12. ovember seine erste Sitzung hielt. Unter Anderem wurde beschlossen, daß die Mitglieder weder den Domestikcn, noch den Tagelöhnern Branntwein verabreichen, sondern ihnen dafür eine entsprechende Geld-Vergütung zukommen lassen sollten. Die Mitglieder sind ferner verbunden, Spirituosen, mit Aus- nahmedes Weines, nur dann zu genießen, wenn es der _Arzt ihnen verordnet.

Oesterreich.

Größ, im Oktober. (Schwäb. Merk.) Am 26ften v. M. starb einer der Heroen des denkwürdigen Tyroler Kampfes im Jahre 1809, Major Teémmer, Freiherr von Wiltau, in der e von hier, auf seinem Gute Herbersdorf, an der Brust- wa ersucht. Glücklicher als Andreas Hofer, mit dessen Patrio- tismus er geregelte milieairische Kenntnisse vereinte, war es ihm vergönnt, den erkämyfren Frieden zu schauen und in glücklicher Zurückge ogenhett bis zum hohen Mannesalter zu genießen. Kaiser ranz hatte dem Helden nach geschlossenem Frieden, außer einer jährlichen Pension, 100,000 Fl. in Hof ; Kammer- Oblégationen zum Behufe des Ankaufs eines Gutes geschenkt, ihn in den Adelsstand , und später, als das verliehene There- senkreuz ihm dazu die Anwartschaft gab, in den Freiherrn- stand erhoben, mit dem Prädikate jenes Orts welcher Zeugeksei- ner Tapferkeit und Hingebung war. Kaiéer Ferdinand fagte zu diesen Gnaden auch noch jene der Verleihung des heimge- saUenen Gräflich Fuchsschen Lehens in Tyrol, mit deux beson- deren Beisatz:, das; dasselbe auch auf die Weibliche Dejcendenz slch vererben sone, was nun geschieht, da Baron Trimmer nur eine Tochter hinterläßt. Gleich den Helden der Vorzeit war er vom Schwerte zum Pflug: wiedergekehrt; er lebte auf Hyr- bersdorf eifrig der Oekonomie, und Steyermark bat rücksichtlrch der Veredlun des Weinbaues, namentlich aber wegen der Ein- opfenbaues, ihm Vieles zu danken. '

Schweiz.

Waadt, 14. Nov. (Frankf. Journ.) Vorige Woche sarb u Lausanne in seinem 71. Jahre' Herr Louis Dupuger, von v'erdon. Er hatte den größten Theil-seims Lebens m Rußland zugebracht, beehrt mit dem Vertrauen des Kaifcrs Paul, der ihm die Erziehung seiner beiden jüngsten Söhne, der Großfürsten Nikolaus und Michael übertragen hatte. Dre reichen Andenken, die er in seiner Zurr'rckgezogenheér von der

heilvolle Plan des Abwartens haben aufgehört. Die Feinde des Thrones und der Freiheit sollen mit Zittern erfahren, daß die Regierung der Königin ihre Energie wiederge- wonnen und alle Humanität , mit der ste ihre Feinde, weil ste Spanier find, zu behandeln wünschte, bei Seite geseßt hat. Wenn man uns mit Blut unterwerfen will, so wollen wir auch den Thron Isabella's und der constitutionnellen Freiheit mit Blut befestigetx.“ - In demselben Geiste ist die Adresse, welche der Oberst Qasasola an die National-Garde von Valencia erließ, als er das Kommando derselben übernahm, und worin folgende Stelle vorkommt: „Man muß bei dem jetzigen Zustande des Landes entweder unrühmlich im Kampfe fallen oder die Vernichtung des Feindes, der seine Hand- lunacn mit dem Blute unserer Brüder befiegelt, fordern. Dies Blut raucht in allen Theilen des Landes und schreit laut um Rache; überall sehen wir Waisen in Thränen; der Tod ist das Element unserer Feinde, und fie find es, die uns zwingen, unmenschlich zu seyn , um ihre Unmenschlichkeit zu verhindern. Aber genug der Milde! Wir kennen unseren Feind -- lasset uns ihm Vernichtung schwören, und der Friede wird wieder- kehren. „Man erwartet mic roßer Besorgniv, welche Wir- kung diese Hinrichtungen und Zdroclamationen in den benach- barten Provinzen und namentlich in Saragossa hervorbringen werden. -- Die Nachrichten aus den anderen Provinzen find von keinem Interesse.“

Saragossa, 7. Nov. Die in hiefiger Stadt zur Aus- übung von Repressalien gegen die Karlisten ernannte Junta hat nachsteYnden Tagesbefehl erla'ssen:

a wir aus offiziellen und authentischen Dokumenten ersehen haben, daß der Karlistische Anführer Puyo drei Sol- daten des Provinzial-Regiments von Burgos und drei Natio- nal-Gardisten aus Caspe har erfchießen lassen, und daß die Karlisren in Navarra den tapferen Oberst Don Escrébano und den Patrioten Almondaraz in der Venta von Valverde ermor- det haben, so hat die permanente Ncprcssaliequnta diefer Pro- vinz befohlen, daß acht gefangene Karlésten, von denen, die stch im Schlosse Aljoscha befinden, morgen Vormittag um 11 Uhr auf dem Begräbnißplaße erschossen werden sollen.

Der Gcneral-Capitaén San Miguel.“

Die gefangenen Offiziere und Unteroffiziere haben der Junta eine Adresse übersandt, worin ste dieselbe auffordern, einen der Gefangenen uCabrcra zu senden, um demselben eine Auswechselung dcr GefYangencn vorzuschlagen. Die Junta nahm dies Anerbieten an und bewilligte dem Karliskischen Capital:: Don Jose de la Cruz zu dem erwähnten Zwrck eine Frist von 20 Tagen. Drm Vernehmen nach, soll s€ch Tir: Auswechselung auf sämmtliche Gefangßne erstrccken.

Spanische Grän e. Man schreibt am? Berga vorn 6. November, daß 130 oldaten der Garnison von Lerida met

Hand dieser Prinßrn erhielt, beweisen die besondere Achtung, die sie ihm fortwäzrend zollten.

fen d'EspaJa übergegangen find-

T ü r k e i. Konstantinopel, 24. Okt. (Morn. Chronicle.)*Man

Madrid, 9- Nov. DU" GUM“ MM" M hier “"S?“ trägt fich hier noch immer mit Gerüchten über Rüstungen Ruß-

- l 9)“ w " - Die Morning Chronicle enthält folgendes Schrei; *; MZF *::„FZT“ "' “Me, “ck "5

Niemand, Woher die- eisende, die mit dem DKMVfbsUe hierher ekommen smd, verfichern, daß außer einigen Scix-rffon, die von ebastopol nach Odessa gesegelt smd, AUes ruyrg ist Der beste

, BemeiS, wie wenig jens Gerüchte Glauben verdienen, 1:1, das; dergrdßte Theil der Englischen Flotte imBegriff Kehr, nach Malta zu, rückzukehren, und daß nur die drei Schaffe„Rodney“, „Pembroke“ . und „Talavera“zurückbleiben, um mit dem Türket'ck)?" Geschwader zu kreuzen. Die jetzt hier herrschende Ruhe ist der Ts'xrkei sehr

40 Canonici nnd farrer, mehrere Personen mit hohen Tit'k", . ndthig. Zn Ermangelunq dringender ausxvät'téger Anaelegen- BB. der Schwiegervater des Grafen. vod Toreno und einrge : heiten beschäftigt fick) die Regierung mit Fragen von allgemei- erwandte des Grafen von Ofalra, mrt emem Worte, die Eltte . nem Nußen. Täglich erscheinen FernmnS, un. die LM!" dm.

RUÄUHS und des Landvolks im Innern zu vcrbessern, und das Werk der Reform schreit9t rasch vorwärts. Welche bereits vergangen 117, ohne daß irgend eine Vcräxrderuug im Personal des »)]?inisreriums oder anderer hoher Bkßökdcn stattgefunden hätte, i:? der beste Bervcis, daß die Dmgc ch: 3-“3*'k)e", wie sie sollen, Und wenn das Berram-Fesx, weicdrs' auf d»- N.,. masan folgr, ohne wrsrmlicwcVerändermrgrn vrl'éxbe'zde'ki, w kan manuwhl anm'hxnrn, daß die 'ZLUsz'i-chsn für dä. „,.-z, «:“ ;.; „,.

sehr günstig staben. Erwas anders steht es W; in dra: «d..- ; Ali unterworfenen Ländern aus, ' Sept. melden daß der Kampf zwtsÖen dcn Ö-rzé-s: .:: d .--.y... tern wieder aux-zub-roren drr-he, md». C; 71.79 zx: WN" :..-[*, - * (bereits gemeldrxe) »Hmrxc'xyxnx.g .*cms ii';k;'1 CMS 7111211, Sadr -!' Pasckm erbectxrt skyyn Handlungöhaas sättd nnr Gerrichtm Über dre Armee (“.O Sarcbé a.".gefé-iir.

Die lange Zeit,

Briefe aUs “LMU: » m

Brlk'if'l' „LUA: TÜJZUÖ 1.1; ("-2- ! („UPS (*Diese-.be soU mi) mch rrr H&M brsixj-„rn 1.-r-.d (sr,. Garmxon én eir-cr 11aUkégcch La,..e UW aus“ “('em 'Pk-U'ILC *.*.yn, sick) zu ergeben. Offtzarll ::: darUbrr mach eingegangrn.“

“Aegypten.

Alexandrien, lik. Okt. (Oesterr. Lloyd.) Dre Regie- rung hac heuxe 10175301) Rthir. von ihren Banqrxéers enmom-

; men, um die Besoldungen des Personaks dcr ?Narine und der

Arsenale zu bezahlen. - Die Verbindung chschen Kahtra und Sue wn'd bald und crcffätcl) gec-rdnerseytr Die dazu bestimm- ten ersewagen sind aus England m Kahira angelangt, wo fie vollends ausgestattet und fÜr ihre Bestimmm: auf das zweck- Auf halbrm 9 ege von Kahira nach Quez soll, mitten in der Wßste, em großer Gasthof ganz auf Europäischen Fuß crr:chrcr Werden. Der Pascha hat alle Begünstigungen anbrfohicn, um dieses schwrerige Unternehmen schnell möglich zu machen und in »der “FU“: zu fördern. Die Kosten dazu deckt die OstindischeDamysschifffahrrsGesellschaft. Auch Werden Starionen für die Rckais angeirgt. Man wird auf dem ganzen Wege nur drei Mal Dromedare wechseln, die so schnell und schneller als Pferd: l'au- fen. Dieser Eilwagen in der Wüste soll Anfangs Dezember die erste Fahrt machen. Oberst Campbell hat alle diese Einrichtun- gen mit großer Energie geleitet. Ihm hat man es zum Theil zu danken, wenn fich die schönen Tage des großen Verkehrs mit „Indien durch Aegypten wieder erneuern;_ er ist es auch, der die Dampfschifffahrt auf dem Nil einführt. Mehrere Trup- pen-Abtheilungen wurden nach ennaar beordert und snd zum Theil schon auf dem Marsche. Oberst Campbell wird den Pascha dahin begleiten. -- Nächstens werden die großen Granir-Sar- kophage nach England verladen, welche Mehmed Ali dem Bri- tischen Museum geschenkt. Der Pascha soll erklärt haben, er wolle alles Land in Aegypten, das nicht zu seinem'Privat-Eé- enthume gehöre, frei geben und demselben so die unberechen- Sare Wohlthat des Grundbesitzes gönnen.

Inland.

Berlin, 23. Nov. Das Zäske Stück der Geses-Samm- lung enthält nachstehende Kabinets-Ocdres: '

]. betreffend die anderweite Modifizirung der Allerhöch en KabinetS-Ordre vom 20. Mai 1833, durch die An e- bung des Verbots des Besuches der Univerfitäten in den übrigen Deutschen Bundesstaaten durch Preußische Unterthanen. .

„Aus dem Bcrichte des Staats-Minisiertums vom 2811-11 o. M. habe ck ersehen, daß der Beschluß, den die Deutsche Bundes-Ver- samm ung zur Feststellung und Aufrechtbaltung gemcinsamer Maßre;

ein für die Universitäten und andere Lehr: und ErziehungsAnfialtea

n Deutschland am 14. November 1834 gefaßt hat, auf allen Deut- schen Umvxßtänn durch die betreffenden Bundes:Reg1erungen voll- ständig in Ausführung gebracht und die Erreichung des gemeinsamen Zweckes dcr öffentlichen Ordnung und Ruh; durch beharrliche und sorgsame Verfolgung der Yuommenen Maßregeln u erwarten ist. Za, will daher, nach dcm ntrage dcs Staats-Miui] ert'ums, und in

erfolg Meines Erlasses vom 21. November 1836 Meine über den Besuch fremdrr Univctfitätcu erlassene Ordre vom 20. Mai 1833 an- ; derweit modifiziren und nunmehr, jedoch mit dem Vorbehalt dcr„Re- iprozität, fcmeseu, daß Meinen llntcrthancu der Besuch der Umver; Sku'ieen in den übrizen Deutschen Bundes:Staatcn wiederum geüatret seyn soll, obne denselbcn von der speziellen Erlaubnis? rim! SIMM Behörde abhängig zu machen. Ick bestimme ]edoch zugletcbxdajyjckcr Preußische Umerthan, der nach voüeszdetcn Studnu fich.np „aw:- lande um ein öffentlick)“ Amt oder um den Zulas; zur medqrzuséqen Praxis bewerben will, bei Verlust dieses Anspruchs, eiue Zett lang auf einer Landesxuuiverfität zu studiren verpflachtct seyn soll. Die näheren Beüimmuugen behalte Ich enter besonderen Verordnung vor. und erwa:te deShaiv die Vorschläge des Staatsstisicrinms, wel; ches übrigens die egeuwärtige Ordre durch die Gesev-Sammlung be: kaum zu machen at. Berlin, den 13. Oktober 1838.

Friedrich Wilhelm.

An das Staats: Ministerium."

11. Die Zulassung von jüdischen Handwerks eseaen aus Deut- schen Bundesstaaten, um bei énländtchen Meistern als Gesellen zu arbeiten, betreffend. _,

„Ans den in Ihrem Berichte vom 4ten v. M. angefuhrten Grün- den, will Ick), nach Ihrem Antrage, bestimmen: daß in Zukauf: den jüdischen HandwerkS-Ge ellen aus den Denkschen Bundcsstaatcn sze- startet seyn sol], bei in! ndiscbeu Meistern als Gesellen zu ardeirrn. sofern in ihrer Hrimatb dcn jüdischer! Handwerks-Gcsestcn aus dcm Prcußischxn Sxaate glei»: Befugmsse zugcü9udm wcrdecr U bcr diese Reziprozitä: hab-n ne die Bescheinigung threr delmkxinUhrn B:. hörde bcrzubrmgen. In Beziehung auf ihre Legmmation ix: [cdi,zlié.) nach den Wegen der aaswärtigm Handwerks-Gcseacn bestehenden «:?. gemeinen Vorschriften 111 verfabrcn- Damit übrjgxus nm dirz'rr Er: laubnis; kein Mißbrauch getrieben und UNNI ma): vetmna," Welse :! einer Niederiaffsxna in dt“?! dirff-xinqcn S'aaten, oder zu etncm

nfmthakt UUf [Mbesiimwtk Zcét bcmxst „werde, baden Sée, der Mi:

nister des Innern, T'ViiltsOkgCU- daf; dre Kovzxsfion auf b;“sxjmmx: Zeit, etwa a:.f 2 bis 3 Jahre, auszxcstcllt ;“;crds. _

B.r1i_n, den 14. Ober"? 13438.

Friedrich Wilhelm.

Sack und Pack zu den Karlistischen Truppen unter dem Gra-

An die Staatstinistcr v. Rochcw und Freiherrn v. Werther.“

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