meldet, daß die Portugiesische Regierung bei der Con"anza- „
Versicherungs - Compagnie eine neue Anleihe von 830 onto's (190,000 Pfd.) gemacht und die Staats-Einnahmen für diese aanze Summe verpfändet hatte. Die Anleihe sollte in sechs Raten von 11 zu 11 Tagen, zu 3,4 in baarcm Geld: und zu “54 in Staats : Obligationen, eingezahlt werden und keine Zin- sen tr_agen; da aber die Obiigationen zu einem Diskonto von 85 Mr. angenommen werden und die Darleiher das Ganze in baarcm Gclde zurück empfangen sollen, so rechnen sie doch . auf einen ansehnlichen Gewinn. In wrlchem trauriqeu Zu-
siande sich die Finanzen Portugals ]eße befinden, geht aus folgender ,
Stelle drdDekrets in Betreffdirser Anleihe hervor :„Da der Staats, Schah in': dem 8. September o. I. der außerordentlickyen Hülfrqurllen beraubt ist, welche ihm der Kontrakt mit der Con-
ßanza:Compagnie darbot, und da er sich also ]cßt auf die Ein- '
nahme aus den Zöllen und anderen Revenüen vom 1. Januar
d. J. an beschränkt sich:, so besißt er nicht die ndchigen M» =
tel, um den Forderungen zu, begegnen, die an ihn emacbt wer; den. Die Regierung hat Alles gethan, was in i ren Kräften stand, um die aehörige und reqelmäßige Erhebung des Zehnten
und anderer Abgaben durchzusetzen, aber die Schwierigkeiten *
und Hindcrmffe, auf welche sie getroffen, haben ihren Bemü- hungen werrig “'Crfoi verstatrct.“ Zwischen den Portugicsxxchn Trupycn und den Ig) Zeit kein Zusammentreffen stattgefunden.
Gestern früh sind die 'New-Yorker Zeitungen von“. Wien v. M. hier eingegangen, aus denen man ersieht, daß eine Bande von Landstreicbern,
aus den parteiischen und verworrenen Berichten der Nord-Ame-
rikanischen Zeitungen entnehmen kann, darauf hinauslief, daß *
ein Britischer Offizier ermordet wurde, daß auf beiden Seiten viel
Blut geflossen ist, aber daß der Versuch, das Fort zu nehmen, “
gänzlich mißlang. Der Plan zu diesem Unternehmer: scheint mit großer Ueberlegung vorbereitet gewesen zu seyn. 230 der Abenteurer schiffen: sich zu Okwego, einer Amerikani- schen Stadt am Ontario-Sec, auf einem Dainpsboote ein, und zu Sacketks Harbour, einer geräumigen Bucht im- mit der Mündung des St. Lorenz-Stroms in den See, sollten noch 300 u ihnen stoßen. beträchtliche Berjxärkungen erhalten zu haben, denn als sie vor Prescott anlangten, bestand ihre Seemacht aus einem Dampf-
boot und zwei Schoonern, und nach ihrer Landung !iieß eine ? Foße Anzahl von Leuten zu ihnen, die aus der Amerikanischen Z tadt Ogdensburgh, welche Prescott geradeIYegenÜk-er liegt, 7
Wer den Fluß herüber kamen. Die in den
freiwillige Miliz zu rechnen,
Angabe in einem Schreiben auf Oswego, wonach sick) nur eine Garnison von kaum 50 Mann in dem Fort befand, welche die Vagabunden zu überrumpeln und-in ihre Gewalt zu bekommen dachten. In dieser Zoffnung sahen fie sich ;edocb getäuscht, und da die Regierung der Dampfboot derselbkn hat in Beschlag nehmen lassen, so dürfte ihnen ihr Unternehmen vermuthlicl) Übel bekommen, denn die Truppen, welche von Kingston und Montreal unverzüg- lich gegen sie marscbiren sollten, dürften ihnen den Weq ab- ickznciden. lington in Ober-Kanada liegen, so glaubt man doch hieraus noch nicht schließen zu müffon, daß die nsue Znsurrcciion, wir Nord-Amerikanische Blätter meinen, sich auch bereits auf die obere Provinz ausgedehnt habe, denn es fragt fich erst, ob jener Handstreich im Einverständniß mit Bewohnern dieser Provinz unternommm wurde. Die Beriehte aus Ogdensburgb sprechen zwar von sogenannten Patrioten, aber die Bande scheint nur aus Amerikaner:: aus den Vereinigten Staaten bestanden zu haben. Wenn dem „New-Yorker Courier and quuirer“ zu glauben wäre, so hätten sich der Präsident der Union und seine nächsten Untergebenen nicht nur die unverzeihlichüc Nachlässig- keit zu schulden kommen lassrn, sondern auch die Organifirung neuer Banden in den Vereinigten Staaten zu EinfälleninKanada unrer der Hand geradezu begünstigt; es isi jedoch auf dicseBchaUp- tungnicht viel zugeben, da jenes Blatt in einem eiitsckiiederrfeindsr- ligen Geiste gegen Herrn Van Buren redigirt wird. Der bei dem Angriff auf das Fort Wellington angeblich gebliebene Bri- tisÉ): Offizier soll ein Major oder Oberst Your: gewesen seyn; man weiß aber hier von keinem Offizier dieses Namens in der Kanadischen Armee, und man hält daher um so mehr die gan- zen Berichte der Amerikanischer: Blätter über diesen Vorfall für sehr unzuverläsfig.
Die Legiölaiur von Neu-Braunscbweig' ist durch eine kProclamation des Gouverneurs dieser Kolonie zum 15. Januar einberufen worden. -
Niederlande.
1 1 l 4
kiqueltsiisthen Gueriiias hat in der leizccn »- _ - theiie im Limburgiicizen und Luxemburgischen durch Geld ent-
die aus den Vereinigten Staaten * vom Ufer des St. Lorenz-Srroms herkam, einen Angriff auf ck ein Britisches Fort gemacht hatte, drssrn Resultat, so viel man ;
Ungefähr : ' viele Bäcker und Schlächter aufgeboten werden, und die im _ “Falle eines Feldzuges den ndrhigcn Mundbedarf liefern soll. ' Die Citadelle von Namur soll in Vcrtheidigungs-Zuskand ge;
An diesem Orte scheinen sie :; ; auf 2000 Mann vermehrt worden.
ew-Yorker Zei: ; tungen enthaltenen Berichte aus Ogdensburgh “scheinen sehr iiber- ' trieben; sie sagen, es hätten von Britischer Seite, ohne die 77 Kissen ist mit ähnlicher Stickerei bedeckt und der Sessel ist im 600 Mann Linien: Truppen '
an dem Kampfe Theil genommen; für richtiger hält man die Z
ereinigten Staaten die Schooner und das ,
Obgleich Prekcoit und das angegriffene ForkWei- :
Aus dem Haag, 7. DZ. In der genrigen Sitzung der xweiren „Kammer wurde eine dnigliche Botsch'afr folgenden Zn- yam vorgelegr:
„_ZTdrlmögende Herren'. Es gereicht Mir zum Vergnügen, ': Ew. Cdelmögenden die Anzeige u machen von der beabsichtig; ton Ehe- Verbindung zwischen * reinem geliebten Enkei, dem Crbprinzcn von Oranien, imd “ hrer Königl. Hoheit der Frau Prirmsim Sophie Friederike * at “lde, Tochter Sr. Majestät ? des" Königs von Württember. “ norm Ick Mich überzeugt ? halte, daß diese erwünschte erbindung zu dem Gl11cke Mei; * nes geliebten Enkels beitragen und zugleich das Interesse der ? Nation befördern werde,“ habe Ick geglaubt, Ew. Edeimögen- . den den beiliegenden Gem; : Entwurf vorlegen zu müssen, um ; diese Angelegenheit, zu drr die gemeinschaftlich», Eriväqung der ; Gcnecalstaaten erforderlick) ist, zu einem Beschluss zu bringen. Ü
Zm Haag, 0. Dezemher [FR. (gez.) Wilhelm.“
_ Der beigelegte Geseh-Entwurf bezieht sick) anf Art. |:] dcs Grund-Gescßes und umfaßt lediglich die Zustiévmung des Königs und der Kammern zu der gedachten The-Verbindung. Die , Kammer beschäftigte sick) soqleich mit der Erwägung des Geseß- Z Entwurfes, und nahm denselben einstimmig an.
Der Geburmag Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen von ' Oranien iß gestern bei Hofe durch ein großes Diner gefeiert »; worden,
Amsterdam, CDex. Das Handelsblad schreibt aus dem Haag vom 5ten d. M.; „Troß dem, was aus ande- ren Orten berichtet wird, traut man hier doch Frankreichs Ab- irchten noch nicht. Ludwig Phiiipp zeigt sich zwar geneigt, dem beizutreten, was in London durch die vier anderen Höfe beschlossen worden; er erkiärt sogar, daß der Traktat vom 15. November hinsichtlick: du-Grundgebiem keiner Modification unterliegen
*; mir
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könnt; indessen hrt das Franzö ische Kabinet in diesem Augen- ; blick ein großes Interesse, die oUändisch-Belqisehe Frage nicht definitiv zu reguliren, bevor die Diskussion der Französischen Kammern über die Adresse zu Ende ist; bis dahin wird es also wohl auch die Sache in die Länge zu ziehen wissen. Graf Molé fürchtet, daß die Oppostticx, die bereits wegen der k Räumung Ancona'o so heftig zu werden droht, eine fei- ; nem Ministerium noch gefährlichere Stellung annehmen Z möchte, wenn er der Kammer seinen Beitritt zu ei- nem Arrangement der Belgischen Angelegenheit ankündigt, das so ganz im Widerspruch mit dem jetzt in Belgien herr- ? schenden Geist ist und wodurch dieses Land, wie man sich dort
aukdrücft, zum Opfer gebracht werden wärde. Bevor also die .
; Gcfinnungen der Französischen Kammer bekannt seyn werden, ist nicht zu erwarten, daß Ludwig Philipp seine definitive Zu- ; stimmung geben werde, und so lange wird daher auch wohl der unsichere- Zusrand unserer politischen Angelegenheiten fortdauern müssen.“
Belgien.
Brüssel, 6 Dez. Der anependant bemüht sic!), seine Leser hinsichtlich der sert einigen Tagen umlaufenden Gerüchte
? zu beruhigen. Er macht sich und ihnen die title Hoffnung, daß
es noch möqlich sry, Holland zu bewegen, sich mr die Gebiets-
sci)ädigen zu lassen. Das ministerieUc Blatt schließt seine Be-
“ trachtungcn mit folgenden Worten: „Das Land kann daher in
vielen Beziehungen ganz ruhig seyn; wir geben es zu, die Um- sände smd ernster und peinlicher Art, gleichwohl aver smd sie nicht so arg, daß sich dadurch die Besorgmsse rechtfertigen las- sen, die man in den Gemürhern zu verbreiten sucht. Auch wird die Nation ivrhl begrciscn, daß, um zu dem von ihr gewünsch- ten Resultate zu elangen, große Opfer nothwendig seyen.“ ,Jm Krirgsw ?inisterium herrscht große Thätigkeit, seitdem die Kammern die neuen Ausrüstungs-Kosten bewrlligt haben. In Namur wird eine Handwerker-Qompagnie gebildet, zu der
setzt werden.
Dem „Belge“ zufolge, is? die Garnison von Venioo bis
Die Königin hat der philanchropischen Gesellschaft für die
nächstens ßartfindende Ausstellung zum Beßen der Armen ver- '
schiedene iverrhvolle Gegenstände übersandt. Man bemerkt dar- unter ein Brtpult, auf dessen Kissen die Ansaugk-Buchskaben des Namens der Königin in Gold geskickt und von einer in Seide geftickcen Blumen-Guirlande umgeben sind. Das Sitz-
Gothischen Geschmack aus geficckrem Acajou-Holz gearbeitet. Eine große Zahl _von Damen haben auch bereits der Gesell- schaft werthvolle Gegenstände übrrsandt, und es ist zu hoffen, daß noch mehrere dem Beispiele der Königin folgen werden.
Das Gerrarde und die Lrbenrmitrcl schlagen hier noch im- mer auf. Gestern hatte man die Theuerung zum Vorwand genommen, um eine kleine Erneute gegen die Brauerei in Mou- lrnbeck zu bilden. Heure sind Tiilppcn dahin beordert worden, um ähnlichen Skandalen vorzubeugen.
Zwei Antwerpner Blätter haben in diesen Tagen einen Hederkrieg darüber geführt, ob und wie Es wohl den Belgischen „ucker-Fabriken im näcixsten Jahre gestattet werden würde, ihr Produkt in Preußen und in die Länder des Deutschen 3011-- Verbandes rinzvfésdren. Belge, qievc zu vrrstehrn,* daß es vorläufiq noch ein Streit um des Kaisers Barr sey, den jene beiden Zeitungen führten.
Dänrmark.
Kopenhagen, 15. Nov. Seit einigen Monaten ist hier ein etwas regrris Leben in Kimsk-Angclcgenheitcri, «*.*.6 wir sonst ewohnr sind. Thorwaldsen's Gegenwart bringt Manches zur ntscheidung, was bis jetzt immer aufgeschoben wurde. chzt ist hauptsächlich die Rede von Erbauung eines Museums für seine Arbeiten und Sammlungen, wozu man die sogenannte I)?arnwr-Kirche, ein seit einrr langen Reihe von Jahren un- vollendet dastehendes Gebäude, zu verwenden beabsichtigt. Außer der Summe von 00,000 Rrhim, rve1che bis iexzt durch Sub- scription zusammengebracht ist, hat Thorwaldsen selbst 32,000 Rihlr. dazu geschenkt, indem seine zwölf Apostel in “Marmor, die er anfänglia) für sein Museum besiimmt hatte, von der
x
hiesigen Franck:1K'il“chen-Kurate_l um jene Sumkne' angekauft ; worden smd. Nun kommen dirxe sammt dem Christus in Mar; „
mor erst an ihren rechten Pia!» und die ““Frauen-Kirche (nach dem Bombardement von Kopenhagen durch StaatsxRath von Hansen neu hergcskrllr) wird auf diese Weise einen (Zyklus von plastischen Werken aus Einer Hand (und welcher!) enthalten, wie er nicht leicht anderwärts wird angetroffen Werden.
Deutschlaud
Angsbu-rg, 8. Dez. Die 21119.Zeitun stehendes Schreiben vom Main. Süddeutsche
enthält nach- lätter melden
5 daß der ehemalige landständische Abgeordnete Herr E. E. Ho ,-
matm zu Darmstadt auf Veranlassung des Geöurrsfeskes Sr.
? “Majeßär drs Kaiiers Ferdinand Sr. Durchs. dem Staats-Kanz-
ler Fürsien ». Metternich einen Beitrag zur Unterstützung der verunglückten Einwohner von Pesch übersandt habe, und daß die Sendung von einem Schreiben (xveichrs derselve aber nicht als“ das seine anerkcnnr) begleitet gewesen sei), worin mehre- rer wichtigen Vorgänge der jängyien Zeit Erwähnung gethan werde. So habe namentlich der Briefsteüer seine Anerkennung der Wahrhaft Kaiserlichen Großmuth ausgedrückt, die fick) durch das Mailänder Amneeiie-Dekrec kund gegeben habe. Es wird hiitzugeielzt, daß Herr S'. E. Hoßmann-hierauf eine sehr huld- rricyc Antwort erhairxn habe, die ihm auf gcsandcsämftlicvem Wege zugestellt worden, Wir sind im Sc.";nde, dieses Schreibm des Fürsten MmernéÖ, tvelcixcs an den K. K. Ge- schäftsträger am Großherzoglich Hessrschen Hofe geriet)- ter ist, unseren Lésrrn mitrheilen zu können. Es lam ter wie folgt: „Die lcßte Frankfurter Gelegenheit hat das angeschioffene Schreiben des Herrn Ernst Emil Hoffmann überbracht. Ick rrsuéve Sie, ihm den anliegenden Uebrrnahmsschein des dem bemeidetcn Schreiben beigefügten Wechsels pr.500 F1. ais rinrr Beistcuer fÜr die durch die Urdu“: févwemmung zu Pest!) Verunglückten einzuhändigcn- Zn Be- treff dcs 11brigen Inhaltes des Schreibens des HerrnHoffmann bitte ich Sie, ihm meine Gefühle in nachstehender Weise aus- zudrückm. Der Kaiser hat einen Akt der Gnade zu Gunsten rcumüthiger und verirrtcr Unterthemen erlassen. Er konnte dies im vollen Gefühle seines Rechtes, wie seiner Kraft, in Wkitte eines durch Ordnung, Gerechtigkeit und Milde belebrten,
Ein drittes Blatt, der Commerce '
' 6. Sept. die Oesterreichische Staatéverwanung wirnjch
in der öffentlichen ONeinung stellen sollte, so würde dj ' nur die Folge einer bedauerlichen Unkenntnis der währe“ lischen Lage _des Kaiserreiches seyn; einer Unkenntniß, „:* cher wir allerdings im Falle find, häufige Beweise ein'" welche aber nicht minder bewährt, wie sehr in unsere, zu.!) Gesckxiwtiicbe, und sonach das Thatsächliche, durch schener und Kämpfe auf dem Felde der Abstractionen verkümmeko nicht gar verdrängt wird! Der Akt vom 6. GM_ geh? unserem Regierrmgs-Systeme keinesweges zu den außxwwrt chen und noch viel weniger 11 dcnen, welche auf den Eis ? rechnet wären. Durch d“.e rönung zu Mailand hat de;“ fer ein feierliches Bündmß zwischen dem Throne und dem! ' ; bardischVenctianischenKönigreiche grschlossen. Die Hekiknn' Unterthanen haben th entgegen eschiagen; dies War „„, ment, in welchem der Monarch nade für strenges Rech' Gunsten verirreer Einzelnen eintreten lassen konnte. Aut er dies gethan. So steht die ganze Sache, und wum ü, Lehre in sich enthält, so ist es die: daß das allgemein Gute in geregelten Haushalten zu der gemessenen Stunde wirn möglich ist. Böse Einwirkungen und Beispiele des Ruslan hatten auf eine kleine Zahl Oesterreichisch:Lon-bardischerEin ner nachtheiiig gewirkt; der Kaiser übergicbt diese hemgert ihren Landsleuten, bei denen sie nur gute Lehren einsamm können. Sollte der Eine oder der Andere aus ihnen aberm straffällig werden, so würden sie sodann vor dem obersienM ter doppelt ahndungswct'th seyn. Empfangen rc.“
Oesterr'eich.
Wien, 3. DK (21. Z.) Vorgestern hatte der Türkis Botschafter hier, ifac Bey, zur Feier des Jahrestage“, Geburt und der Thron - Besteigun des Sultans, das ga dipxdmatiscvc Corps" und viele Ho- und Staats" - Beam“ glänzender Soirée bei sich versammelt. Die äußere Fagad,„ Boticbascs-Hoteis war prachtvoll beleuchtet.
Dcr Bundes-Präfidial-Gcsandte, Graf Münch, wird . in einigen Tagen von Frankßurt zurück hier eintreffen. 1- Preußiscix Gesandte, Graf Maltzan, welcher fich bekannm' eines Au enleidens wegen einer längeren Kur unterzogend dürfte er gegen Weihnachten seinen Posten hier wieder . nehmen. -- In dem Personal der K. K. Gesandrschaftenj ; Auslande sollen in Folge des Ablebens des Barons Hm k mehrcre Veränderungen vorqeschlagen seyn.
Der rrzog Paul Wilhelm von Württemberg, welcher , seit zwei schon unter dem Incognito eines Grafen vonÖ „( henberg hier befindet, scix-ick't sich zur Abreise an, und wj wahrscheinlich übermorgen Wien verlaffen.
In Ungarn hrrrscht die Löserdürre unter dem Vieh a eine höchst beunruhigende Weise. Mehrere Gegenden und O schaften haben durch diese Seuche einen großen Theil ihr Viehes bereits verloren - ein Verlust, der in jenen Gegenoe ' welche im leßten Jahre die DonaUsUcberschwemmung trai,do pelt schwer empfunden wird.
-- Mehrere Blätter berichten aus Wien; „Es heißt,d im künftigen „Jahre hier ein diplomatischer Kongreß wegeneln allgemeinen Pest-Kordons statrfinden solle, wo u Ab eordn vou sämmtlichen Europäischen Uferstaaten eintreßfen w rden.“
Italien.
Bologna, ]. Dez. Seit dem Msten vorigen Mon aben die Kaiserl. Ocsterrcichiscbrn Truppen, die bisher in di, Ken chationen gestanden, angefangen, den Rückmarsch nach rcr Heimat!) anzutreten. Vorgestern ging die letzte Abtheilun aus Jägern bestehend, von hier ab. Gestern hat uns auchd General Baron von Puchner verlassen, der bisher hierda Konimando geführt. In den letzten Tagen ihrer Anwesenhei wurden die OesterreichischenJ Offiziere von den Offizieren der Päpstlichen Garnison bei einem Abschieds-O)_2ah1e bewiriher Den Ocsterreichischen Truppen folgt das“ größte Lob in ihre Heimat!). .
Spanien
Madrid, 30. November. Es ist noch nicht gelungen, Jemand aufzutreiben, der geneigt wäre, das Pot'refeuilledei Finaaninisteriums u übernehmrp, und man steht dahermu großer Ungeduld der ' nkunst des Genrrals Alair entgegen.
Man erzählt sich hier,- das der Grnerai Alaix bei seiner Durchreise durch Valencia am "25. November zu mehreren Of- fizieren, die ihm ihre Aufwartung machten, geäußert habe, wolle m Alt:.Kastilien ein zahlreiches Kavallerie-Corps erreichtt
Der Marquis von Espeja, ehemaligrr Spanischer Botscha ter in Paris, ist hier angekommen. -
Gestern Abend wurden den eifrigsken Oppositions-M-egli dern, den Herren Olozaga, Lopez, Seoane und Quiroga, S, renaden grbracht.
Der General Cordova wird heute hier erwartet. Erh der Regierung einen sehr langen Bericht über die Entstehur _ die Entwickelung und dcn Angang der Ereignisse in Sevi chrsandt; doch enthäst derselbe nichis, Was nicht schon aus «* Journalen bekannt wäre.
Im Castillano lies
man: „Dem Vernehmen nach ist d" “, zubit'eiive und schöne Generalstab der Rescrve-Armce auf M* ck nigircden Befehl aufgelöst worden. Die Provinzen Manch! und Toledo, so wie dre daselbst stehenden Truppen kehren wie- der unter den Befehl des Grneral-Capirains von Madrid 111 rück. _Der Marquis de las Amarilias in Avila tritt mit zw“ Batailloneri der aicen RescrvesArmee unter den Befehl d“ Gcncrai-Capitains von 'An-Kastilien.“
Saragossa, ]. Drz. Der General van Halen ck| gest" mit 400 mit Lebensmitteln beladenen Wagen in Alcaöiz ang“ kommen, von denen cinThe-ii dort bleibt, und die übrigen na Caspar bestimmt sind. Die Verprooiantirung dieser beiden Qrtschasten war dringend ndrhig, denn es frizlte namentlich “ Aicaüiz schon an frischem Fleisch für die Kranken.
Die Navarresschen Karliiien bereiten sich, wie es heißt, zu einer Expedition vor, doch weiß man nicht, wohin. Dax“ zurchen dcs“ Ebro icrzt ungangbar find, so ist es ivahrscheinltch- daß sie sich nach ber-Aragonien wenden werden.
Spanische Gränze. Dcr Phar: de Bayonne M'“ hält Folgendes Über die Bewegungen Muüagorri's, die (w“ bereits gestern erwähnt) ihren nfang qenommen habt": „Muüagorri ist endlich am [tien d. M. in Spanien eingrrüä1 Zivei Bataillone, die in der Nacht von Sarre und SaintPék- wo sie seit ihrer Rückkehr von Arnegui kantonnirten, aufgebkk“ chen waren, kamen, das eine um sieben Uhr Morgens, da andere um ein Uhr Nachmittag:! in Biriarou an. Sie über- schritten die Bidassoa, ohne auf Französschem Gebiete 1" ver-
der Monarchie treu ergebenen Volkes! Wenn der “Akt des
weilen. Der Uebergang grschah, ohne Widerstand von Seit
.rere andere Britische Stabs-Offiziere
' tober melden, daß Herr
die den Abend zuvor von S- wie die Truppen über und Munition und be-
ren der Karlifken, auf Bakken, Fuentarabia angekomhryeltti "?kenWaffen
! ten er re en : . Mju???“ sher: von Amaxain hinter San Mama! und ?(; riatou gegenüber. Das erste BataiUon wurde von Brunet, 820 weite von Muüagorri selbst kommandirt und find rtwa .) !))“ann stark. Etwa 400 Mann haben dern Aufrufe nicht Folge qe1ei|et und find in Frankreich zurückgeblieben. Der General
' Co! oun und Cotoner und mch- oDonnell und dre Obersten qh hatten slch schon am
San Martial waren
» u de eben. JU T*S' zuvor nach Ir n g dortige Kapelle mit
“ un en aufgeworfen und die „ _ „ ZYéßasYMZ" versehen worden. Em Bataillon des Regr-
iedo und eine Batterie der leichcen Artillerie ist "Zeechßnzoojn Jrnn angekommen „und hat deri Yesthd er- [:)-[ten keine Communication zwrschcn den Munagorrisien und „,n Christinischen Linien zu gestatten. Der General Jau; regni, welcher die “Anstalten S . „[ vorbereitet hatte, :| den Trupprn nicht nach pamen gefggr. In Folge dieser wenka ermuthrgenden Ynordnimgrn von Set- im des Generals O'Donnell hat Munagorrr seine Truppen am [_ Dezember eine BewegunZ nach 'Goyzueta machen lassen, ohne jedoch die Position von Wazam aufzyqebcn; In. der LtenDezember haben die Karlisken einige
Muäagorrisien abgefeuert, die von diesen Am Tren ogen fich die Karlistischen und überlic en scheinbar ihren neuen indeß so klug waren, nicht in die Falle
Nacht vom [sien ziim Flintenschüffe auf dre nicht erwiedert wurden. Chapelchurris zurück, Gegnern das Feld, die zu gehen.“
T 11 r k e i.
Konstantinopel, 13, Nov. (I. d. Sm.) D__er Französische Botschafter ist definitiv vonseiner Regierungaurorimt worden, den andels-Traktat zu unterzeichnen. Dagegen hat der British: Loxschafter dies nicht gethan, sondern erklärt, er glaube, nicht hinreichende Volimachr zu besitzen, um eine solcheLBerantwort- nchkeit zu übernehmen. Diese Genehmigung des wraktacs von Seiten Frankreichs widerlegt ingleici) das Gerücht, als habe das Französische Kabine: die Absicht, die Abschaffung der Mo- nopole in Aegypten zu verhindern. Die Fragzößschen und Englischen Kommissarien, welche mit der Diskusion des neuen Tarifs beauftragt sind, hielten am vorigen Donnerstag eine Sißung, in welcher der Ober-Zoa-Direktor, Tahir Bei, zage- en war und in der es sich um die Abgabe von IpCt. für die &usfuhr handelte. Gestern Abend fand eine neue Versamm- lung der Kommissarien in Pera statt.
Man sagt,“ es sollten in Zukunft keine Ernennungs-Listen »- Tervdschihat -- mehr erscheinen, sondern die Ernennung eines jeden höheren Beamten offiziell bekannt gemacht Werden.
Der nach London bestimmte außerordentliche Persische Ge- sandte, reise bis nach dem Ende s1ch nach England “begiebt, und dem Könige der Franzosen die Glückwünsche seines Mo- narchen darbringen.
Der Griechische Patriarch hat alle Aerzte und Apotheker seiner Nation eidlich verpflichtet, nur solche Medikamente zu verkaufen, deren Zusammensehung ihnen bekannt ist und die nicht verfälscht worden find.
Die Gesundheits-Kommisfion seht ihre Arbeiten fort und ici): ']th wieder die Dragomane der Europäischen Gesandt- Hchasten zu Raths. Sie hat seht sämmtlichen Bewohmrn der anbefohlen, bei einem Pestfall zuerst, selbst noch ehe ein rzt gerufen wird, die Kommissou davon in Kenntniß zu seßen, damit dieselbe die ndrhigen Maßregeln treffe, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern.
Mit dem letzten Dampfboot aus Trapezunt sind Nachrich- ten aus Persien eingegan en. Briefe aus Tabris vom 17. Ok-
des Ramasan aufschieben und, ehe er
Hauptstadt auf das Strenzzlste
ereisi sei). Der Schach sekzte seinen R11ckmarsch “sort u::d be- ?and sich nach den leßten Nachrichten bereits mit seinem Stade und einem Theil seiner Armee in Meschid, Und man errvartete ihn gegen die Mitte des Novembers in der Hauptstadt. Man glaubte, die Armee werde bei Mescbid überwintern.
Da du Herannahen der schlechten Jahreszeit die Russi- )
schen Schiffe genöthigt hat, die Küsten Tsaxrkessrcns zu verlas-
sen, so haben einige Spekulanten diesen günstigen Augenblick ' kennst, und seit kurzem ist hier eine ziemlich große Anéahi “.
Frauen, unter denen eini- : von ausgezeichneter Schönheit cyn sonen, angekommen, die ür die Harems der vornehmen Tscher- keFen bestimmt find. Die Rus'cn haben den Hafen von Sud-
schuck Kaleh besetzt, wo bekanntlich die Wegnahwr drs „Vixen“
tiattfand.
Konstantinopel, 15. Nov, (21. Z.) Die Zahl der W- lich aus dem Schwarzen Meere hier einlaufenden Schiffe nimmt bedeutend zu und öberfteigt brreits um viele. jene der früheren Jahre. Ueberhaupx macht der Seehandel hier merk- liche Fortschritte. Der neue Fanal am Kanale (Bogaso), der anf Kosten der Regierung neulich errichtet wurde, übertrifft alle Erwartung und steht den besseren Europäischen Leuchttharmen mehr nach; sein Licht ist in einer Entfernung von "20 Seemei- len sichtbar.
Die Nachricht, daß in Smyrna zwei Pestfälle vorgekom- men, hat sich leider bestätigt. Die Sanitäts-Maßrcgeln werden daher wie aller Vorsicht getroffen und die Quaraneaine mit der größten Strenge gehandhabt.
Wir hdrenje t von häufigen Schiffbrüchcn. Untrr Andern ist der Belgische chooner „Philomene“ 130 Meilen von der Krimschen Küste bei einem heftigen Sturme untergegangen. Von der zahlreichen Mannschaft haben fich nur der Steuer- mann und ein Matrose mit genauer Roth in einem kleinrn Boote retten können. Acht Tage [ana irrten fie trostlos, Sturm und Wetter preisgegxben , auf den Weilrn umher, bis sie neu- Uch von einer Türkischen Brigg erblickt und nach Sinope ge- MY wurden, von wo fie in dem erbärmlichscen Zustande hier
en.
A a g o p t.: n.
Alexandrien, 6. Nov. (Journ. de Smyrne.) Seit der Abreise des Pascha's 111 es hier in der Politik sehr still; ""ck dürfte dieser Zuftand noch einige Zeit dauern, da seine Rückehr noch nicbt so bald zu erwarten ist.
K Das Dampfboot des Pascha's, welches einige Meilen von a ira auf den Grund gerochen war, ist, ohne bedeutenden aden gelitten zu haben wieder fiori gemacht worden und 2" slch in größter Eil- naÖ Siuth begeben, wo Mehmed Ali, “ u ereits mie Ungeduld erwartete, sich sogleich einsehiffte, Um seine Reise fortzusesrm
zum Uebergange über die Bidassoa *
J tober durch die Bereirwilligkeic der hiesigen . ten Verzeichnung der Einwohner Breskau's, wohnten am ge- ; dachten Tage in “2991 Häusern und den Kasernen überhaupt ' 95,875 Personen. Hussein Pascha, wird dem Vernehmen nach seine Ab; z - einem 306 Personen befanden. auch dem Kaiser von Oesterrrich ,
acnciü am [kiten nach Teheran ab; ;
' ner sicheren Unterbringung
[417
„ Mehmed Ali hielt vor seiner Abreise von Kahira noch eine '; Dwan-Versammlung, in der entschieden wurde, daß dai Pros “* jekt, Schleusen auf dem Nil anzulegen, wegen der großen
. Schwierigkeiten, weiche diese Riesenarbeit darbiete, und wegen
der großen Kosten derselben, auszugeben sey, und daß an Stelle der proiektirten Eisenbahn zwischen Suez und .Ka- hira ein Kanal angelegt werden folie. J| dies gegründet, so di'trfte es der Ostindiichen Compagnie sehr unangenehm seyn, die fich erboten hatte, die Eisenbahn auf ihr; Kosten herzustellen, i_rnd bereits die erforderlichen Materialien nach Aegypten ge- iandt haben soll.
. _Man spricht noch immer von der Entwaffnung der Flotte, mdey sind bis 103! erst einige Fahrzeuge abgetakelt wwrden, die einer Ausbesserung bedurften. In diesen Tagen sind zwei Linienschiffe, zwei Fregatten und eine Brigg nac!) Kandien ab- gesandt worden, um die dortige Garnison zu verüärken und die Behörden bei Unterdrückung der Unruhen zu unterstüßen.
Die Regierung hat endlich angefangen, den Beamten, die zum Theil dem größten Elend preixcheben waren, einen Theil ihres“ rückständigen Solbes quizuzahien,
Die Baumwoücn-Srndungen nach Triest für Rechnung der Regierung dauern noch immer fort; man weiß jedoch nicht, ob der Pascha besonderen Vortheil davoN hat.
Die Regierung scheint mit den Nachria'zten aus Syrien nicht sehr zufrieden zu seyn. Man sprichc von neuen Unruhen, die an mehreren Pankten auSgebrochcn srvn sollen. Man fügt hinzu, Ibrahim Pascha habe in Aleppo 10,000 Mann zurück- gelaxs-n und sein Hauptquartier tract) Antiochien verlegt, um den vrdrohcen Punkten nude zu seyn. *
Aus Hcdschas fehlt es m der lcizrcn Zeit an ailen Nac!)-
* richcew
Inland.
Breslay, 10. Dez. (Schles. Z.)- -- Schifffahrt. - Das Eis, welches seit dem 2217er: v. M. sich in dem Oberwas- ser der Oder dergcsiaxt festgestellt hatte, daß überau Commmii- cationswcge auf demselben entstanden, gerieth durch die wieder eingetretene milde Witterung am Gren d. wieder in Gan , doch ist der Strom nicht ganz frei geworden, vielmehr hat ckck das von oberhalb in *))?enge angekommene Eis von neuem von der Dornbrücke aufwärts festgestellt so daß die stromabwärts kommens den Schiffe nicht bis an die Stadt gelangen können. Der heu- tige Wasserstand der Oder am Obcr-Pegcl is: 11 Fuß 3 Zoll
. und am Unterschcl 2 “Fuß 3 Zoll.
*- Bevölkerung. - Nach der diesjä rigen am 17. Ok- ausbesther erfolg-
. Unter der Zahl jener Häuser befinden sich 191, in deren ]edi'm 2»5, in 7 Häusern 200-300 und in
Breslau, 10. Dez. (Brest. Ztg.) Durch einen Br- schlus der Sradtverdrdneten-Versammlung werden die den rie- senhafren Bau unierer Elisabeth-Kirche verunstaltenden
, Häuserchen an der Westseite dieses Domes, um Beginn des
neuen Jahres abgerissen werden. Der obere heil der Herrn- straße wird dadurch sehr gewinnen, die Passage, die in dieser Gegend durch jene Häuser sehr verengt isi, wird hinreichend erweitert werden und die Kirche selbii einen Haupr-Eingang erhalten,. der ihr bis jeY noch ganz abging.
Naumburg, 4. ez. Der hiesige Magistrat veröffent- licht die nachstehende Berichtigung: „In der im vorigen St11che dicser Blätter enthaltenen Notiz Über den gegen einen hiesigen Bürger versuchten Raubanfall ist eine Unrichtigkeit enthalten, da der zur Haft gebrachte muthmaßlichc Thäter -- wie hier- mit berickxtigend bekannt gemacht wird - zwar noch landwehr- ZJich ist, aber keine81vrgcs zum hiesigen Landivehrsiamm ge-
1't.
Berichtiqung. Zn Nr. 7120 der St. Ztg., S. 1315,
Sp. 1 Z. 12,“siatt: ,.katholischrn“, Lies; evan elischen. In „
/ 332 S. 1363 S . ] „11 v.u, att lrmark“ lies: ? , ,- p , Z | 7 “ * x szxcg auf gleiche Weise bedeutend, immer einen interessanten 13:71:9-
' rischen Aufsay zu bringen witscn. Dieses Mal ist es das Großhir-
Rr. „Ka [ ve.
Vermischr'r Nachrichten.
Der neuerlich in Potsdam getödtcte Elephant ist vorrtwa acht Jahren ans Indian nac!) England gebraÉzt und dort bei unac- w'c'bnzrci) say:!cil zunehmendem Warböibum abgrriciiirt, xa sogar bei großem Tdeaier-Grvränge ohne Bedenken auf dcr Büvne gezeiat wdrden. Vor erw.: fünf Jahren bat ihn Herr Tournraiée, der be; kannte Mcuagerie-Befitzer, an fick) gebracht und ibn in Frankreiai, Holland und Deutscviand zur Schau grürUt. Jm Anfang des vor:) am Jahres, als er fiéd eben in Göttingen befand und nun etwa 12
bis 14 Jahr alt scon mkcdre, zeigten fiir» zuerst die bei beramvaaiscu. ; _ , _ von Deutscvrn Kunstlcrn gcstowrn, nick): von Englischen, drr unvere
dcn mäuniicheni§1epdamrn immer Gefahr drohenden B.“irn11:Ecsa-1ei- nungen, in deren Folge die noed in AUrr Erinncrmrz lebenden Bei: spiel: von den in VrncdÉg, Genf und Lonkou rudiicv mit Fiimerw ja sogar „Kanonen- Kngrln geiödtrten Elcpdamm fich ereignet baren. Schon damals erbot üs: Herertrr, welchcr noa"; gegmwärtig übcrihnxu verfügen da:, ihr: aaa) Berlin zu fiihren und ibn vier tödten xu lassen, was indessen nici): angenommen werden konnte. Scitdrm dar der Elephant. no&; rmmrr nicki trade die bcdenilirhßen Symptome z-igrnd, an vielen Orten umiscrgiiißrt werdcn iönxxcn, bié cr cnriiä) bald nach seiner 2111: kunft in Potkdam vor etwa 4 Wochen so böse wurde, daß auck) sein Wärter sev ivw nichr mein nahen durfte und den Vcrfnct), ihn den- udci) einmal 311 bcsieigcn, briamdr mit dem Leben grdüsri hätte. Mit dem Rüsscl g;gru dic Warid drr; Smiles gcsckxicudert, mit dem Seyß- radu fchwrr i-n Rikrkcn vrrtcßt 1111d endlich unter die Füße aeworfrn, ixéitte dcr Unglücklichc mifcbibar cin schaudrrvaft schnelles Ende e- nommen, wcnn Hrrrn Hiritcc's (Scisichegcnwart und Mail) irn n cht härte Mittel finden lasscn, die Aufmerksamkeit des wütdcndcu Thiem a:;f fia", 1" lenken 1111d dcn scixwrr Vcrlcßten mit eigener Lebensgefahr i:!“ischu dcn riesigen Füßen dinirxchirycn. Nur der geschickten Be: bandlung drs Herrn chixncnrs-Arztcs Branco hat dieser seine jest beinahe vollendete Herstrilrmg in danken.
Unter diesen Umständen, dir, nach aüen den driauuien Zeichen, namentlich auoh nach der starken Arrssonde-ung der den Elepbautm
; eigenen merkwürdigcn Schläfdriiir, eher eine Steigerung als eine Ab: “ nahme der Gefahr crwarten ließen und in dern ferneren Leben des
Thieren? nie aanZKbcsriti'r werden konnten,_ brschloß Herr Hutter seine Tödtuna durch ,ist. gkmbré indcsscn anfangs noed, ihn mit Hü|fe dcs Wärteri, sobald derselbe so weit bergeürm seyn würde, in den zu sei:»icm TranSport dienenden sebr zweckmäßig eingerichteten Wagen und mit diesem lebend nach Berlin bringen zu können, wo inzwi- schcn rden Umerbandluugcn zu seinem Ankauf und Anstalten zu sei- eingrieitet wurden, ais zu Anfang der vorigen Woche die Ausbriraoe der Wurd sich so oft wiederholten, daß der Einsturz dcs leicht gebauten Stalleg, in dcfsen Mitte er an einem Vordrrfus; mit einer starken Kette beseitigt war, deffcu Wände er aber dennoéq erreichen konnte, befürchtct werden mußte. Am Sten d. M. wurde also die Vergiftung in der Weise vorgenommen, die einer der Augenzeugen bereits in dcr Spenerschen Zeitung vom sien ganz richtig
.- Blaiisäixrr
7 urztcrodrfx'xgcr Explosion. „ ? auchtrgrn ilutcrsuwung fcme Spuren auffinden layscn, es scheint
beschriebcn bat. Zehn Unzen sehr sorgfältig bcmieter Blausäure ') wurdcn, nur mit cmem Viertel Quart Rum und k,“. Psd. Tucker versüßt, in den ibm in seinem gcrri'dniicch Getränk dienenden Ermer aegrffcn. Nachdem er daraus erü eine kleine und dann eine zuriick: Portion mit seinem Riiffel gcschövft und rersch1uchi hatte, sturzie er fast augenblicklich zusammen, stand zwar nach einigen Minuten wie- der auf, aber umer sichtbaren Zeichen zunehmender Schwäche, die ibn bald wieder nicderfinken lies:. Roch riniqemal*rrechselten Versuche zum Yrrfftrben unk» Zusammenffnkcn, dann biieb er liegen, gab einige: mal emen, stöhnrnden Laut und hörte endlich 1',“ Stunde. nachd:m er das Gift genommen, 1" atvmen auf, ohne daß konvulfiviiebe Er: scheinungen eingetreten wären. Leider hatte er beim ersten Rieder- falicn__rcn Eimer mit dem Rüssel umgewcrfcn und den Rückstand vcrswuttrt. daher 1'1111' nacb ungefährer Schäyung anaegcben wcrden kam?, dai; rrrsride rte größere Hälfte der anicn Mischung dctragc", ker Ekrrdxnt .;“.so Ur-r ctwa 4 Unzen dcs Streamen Giftes versiiiuiir babe.- rrwz nas.“- drm von Herrn Tcscniß rrmittelten Verhältnis: einem (“50ka W; 3 Draakmci'. wassrrrreier Blausäure briualx-e g!r1chkom- meu wiirde
Ter EitkÖ-UU i;“! in der irrten Zcit seinrs Lrbens nie ganz ge- W111 aemrffen rrrrrnr, doro wéch1c die Höhe von der Matte des Riic-“cnxz v:;- .:.“.1?“ Un Brdcn eher über als unter 10 Fns; betragen babrn. 'Das-711: dci: 21fi;;re;"chrrr Eiipi;-.rntcn schen cin bckcutcndrs Maaß sst. ichn so ist aus !e;ck-cr s1ch dzxsirilrnkcn llrsachrn das (Kerrribt nxibi izrcit ermmcit wcrden. Tic Sck311'1cr'gicm11 drs" Fraurpxrxs T*arrn aber Gclcgcnbext gcgcbrn, von Erfadrcmn unge- rädrr Srixxxizmrgrn k111iiijkebin- die z::1:1:rch übrreinsiwmrnd auf 60 Q.“:xtu-xr iarircn. Evin dicse TOivicrxgicéltn renögxriru die Her- übckiämkkkmg "ckck B;!im d:;- irir Rach drm Rien auf din vien- wo dcxxz anf ::nem freiréi Marz rrr drm Anatomic:chcd3udc rer Xhicr.1rzmix'ch:;1e ric ZerZ“-,;r::;g orm?- i*rriäuk:,-c Bcrcirung der Thai: ßanarßmrrn i'--.rx. T1; FF;:Z:UK„ kreiert 11ach Vcrgrfrnngm ron sk“:=r !"».bicxxix-g cxnzmrcccu rßcgt, war Wc mäßig vorgcswriweu uad gad ";Fa- bmprsäaxixcb durch starke Eas=Enewrckex tungen m der Baxxcvi-Ö'cir Und dcn öécräxmrn zu erkennen, in deren Joigc der Leib dez Tdirrcs iU cinem monströsen Volrzm anfgctricbcn war. Bci dcr Turaxxrimcidnng drr Vanrbhäure brfrcire sich das“ Gas Von dem Gast baden 1711) bei dcr erficu
während dcs Todeskampf» zirmiiciy doUsrändig rrsorbirt und chemisch verändert worden zu seyn. Das Blut war wenig ioagulirt, ;eigtc adrr bei mikroskopischer Untersncvrmg, die Herr Prof. Ehrenberg an; gcsteUi bar, krmc ancmalrn Vcrbäiiniffe. Dic Gevtiifcn and der Zadl dcr Mrdiiin Studirerrdrn birfiger Universität und der Eleven dcr Tdicrarznii-Säiulr, die in geicyaftigcr Grsrliigkcit für die Beschleu- nigxxng der Zerlegung tdätig gcwcsen fink, und von denrn mehrere si»??- in der 011 die Finger mit dem Skalpell vcrirs! battrn, baden weder dadurch, noch durch das Eindaniinn dcs audsiröurcndrn Gases, die mir-c-rsic Undcqucmiiciykcir cmvfundrn. Tic grg-irwärtisrn Ersax-äx'to besicdc-r in dcr vousiä-idrgcn erlegunx dcs MurkeL-Sysicms fiir dir- dild11che Darsteliuna, wobei iuqlerci» ric Haupt-(fkcfüße unk Rrrrrn ibre Unicriuäxmrg finden, in dcr vvriär-fj en Zubereitung der Haxr für die imiiiiwrigc AnsseÜ-ang dci ausge: opfrrn E empiars und- in dcr Slét'illing aiicr drr zarrcmi Organe gegen die äulnizi, xum Bc- buf der späteren genaueren Untersuchung, die fia: anf alle Svücnie trsircckrn wird. Unter diesen vcrspreénn dic voasiändigr Anatomie des Gehirns, die Injection aller biutrrtchen Organe mith-chsmaffs. und die Darlegung des Mirskrlz und Rerveu-Sosiems des Rüffeis, als Overaiionen, we|che von den Anaromen bisvcr nnr oberfi3ch1ich Weisst werden konnten, die meisten. und wichti*ürn wiffcnkrizastiicven
csultate. Auf diese Weise wird die traurige ioihwendigkcit, ri"em so seltenen und edlen Thier, das sick) überdies dnrch di bältuifse seines Baues vor aarn früher dier gesehene Exemplaren auszeichnete. das Leben 111 nehmen, wenigsieus den Erfolg haben, daß die Erkenntnis; der Nzrnr cixrer der allermcrkwürdigsitn Thierbixdum en „11qu dm aegcnwä.1ig::1 io anscbmici) erhöhten Standpunkte der ZDipyfioicgie tima bedeutenden Fortschriit gewinnt.
Lichtenf1eim
einercn Vcr-
Wéxsrdsckzast, Kunst und Licrracur.
Berliner Kalender auf das Gemein-Iahr1839.- Herausgegeben von der Königlichen Preußischen Kalen- der-Deputacion.
DerBetliner Kalender isi auch dieses Mal nach drn beider. Sei- ten bin, .ruf denen er src!) seit medreren "Jahren als eine werrdchc Erschrirrung bcwävrt bat, 11älnl1ch in b1fi011schrk iind arnsiisrher „Öm- sicht. axrdaczcichnch Wir haben bei der Anzeige friiherer Jadrgänge dicses Taschenbuches immer Gcicgrnizcit gcdudi, die 11311141)! zu be; wundern, mit der die HrrauSgrber aile Provinzen des Prcuxxi'sMn
dcr Brrlmcr Kalender zum Fride seiner Darr'xcl: iungcu gewählt dat. Es ist ein „Blick auf die Entwicklung der E.“: ciguiise nnd die 30:53: politischer Bcztcdnngcn, durch welche das Gros;- bcrzdgtdmu Posen e:“:ie Previn; dri Preußiscpcn Staates “worden ist““, der. uns der ungcnanmc Vcrfaffcr werten „läßt. Noch haben sei) bis jest nur wenige Forscher auf diesem Gebiet,; versucht. es ist daher unmöglich,. (ck01: cin vonständiges, von Jrridumrrn freies Bild zu iicfrrxi: gleichwohl gnbt dem Deutschen Leser dicker Beitrag irre Gesäyiabtc dcs Primswen Rcichstagsxwescns so viel neues d-siori äzcs Material, daß er auf die gau'e Darßcmtuz. ren der die Skizze im Ka1endcr nur ein Fragment ii, mobi bigirrig werden kann.
Die Kupferblätter dcs Aiuranachs, rie sicb ebenfalls aiif Polen und auf das Großderxogtbum Posen dcziebcn. find auch dmmai wieder
zogtdmu Posrn, das
Tasche11büchkr acwöbnkich wir so glatten, gelecktcu und wertdiosm Productioncn ausrrzüxncu pfleacw 91111711 dcm Yridmffe der doch- seligen Primrsfiu Luise von Preußen, vermäblicn zuxüin Radzzwril, gezeichnet von Krüger" und .geyrcebch von Auguste Hüffener, num: wir auch die Portraits von Smmslaus Lcöcmxki nnd KoSciusko, von derselben Künsixeriu auxgrsüvtt. Demnächst erhalten wir eine „Aufseß: von Posen", da“." „R„1;1:*ckus§11Pcsc11“, den „chr ju Gne- sen“, eine „Ansicht von Bromberg“- das_„Ordinat Redken“, eine „Ansicht des Schlosses («ollucvowQ „SMN: und Kirche in Regalin“, das „Jagdschws: urid Fiirsiiich Rakziu-ril'scbc Mausoleum Anronin“ und den' „Mäusctbnrm am («(wir-See“,- zum größten Tbe-lc Jenochcu von H. Finke. Eine Novcklc „dcr Erdicxirzrurk'“, vxn [)r. Yarmxun, ist als aewöbniickic Almanacks-Zugabe deigetugt. Dau wir, wre immer, auch dcnKalcnder fiir das neue Jahr., so wir dir Gencaiegie der re- gierenden Häuser und das" Verzeicdniß drr Yest-Course dabei erhal- ten. vrrßebt Ick ron selbs. 30,
') Herr Hof: Aporiyrkcr Drieniß, der „sie bekijken“, br.: dre Güte gewahr, mir sein Vcrfabreu arrsrrlvritct) mUzrrtbetlrn. Das Wesent- lichr davon ist, das: 6 Unzen 11.111 11011155. mit 311113er1Schwcfclsänre und cbrn so viel Waser iibcrgossen und im Kolben noa) mit 6 1111- zcu Aikoboi gcmikctu in eine durch Eis stets abgekühlt; Voriagc über- actriebeu wurdewin welchcr fich 2 1111 ca Alkohol befanden. Nach becndigtcr Enthcfrlnng betrug das Dr_ant genqu 10'„“-_. Unzen. Dre nachher angesieiite Fällung mit salpeterianrcm Silber ergab 0,91 was-
serfreie Blausäure.
-..-_....„.„-..-..--...-. . _.“...
Quawäkiige ßök-on.
zwocekätm, 7 0021311111612 Mean]. skikk]. chulä 535/5. 59/9 clo. 1100“. IN., Sgann.163_/g. l'aniro _. „kuss. Job.». mul. ..., ['Und-Lok -. ['An-*». Venen“. kik". ... „Konserven, 6 Vumbet. lid.]- ské'.- Ron. U!- UU".
Kukki". A. ?mm-
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