1838 / 351 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

burg hier an; sie ist ein Geschenk des Russischen Kaisers an Köni Ludwig. , .

ildesheim, 12. Dez. „Am gestrrgen Tage harten die Unterzeichneten das hohe Glück, Sr. Majestät, unserm Aller- gnädigsicn Könige, die von circa 000 hiesigen ,Bürgxrn und Einwohnern vollzogene Erklärung unmittelbar uberreichen zu dürfen. Diese Erklärung lautet: „„Wir erklären hierdurch feier- lichst, daß wir die von einem Theile des Magistrats, der Bür- „qer-Vorsteher und Wahlmänner bei der hohen Bundes-Ver- sammlung gethanen Schritte für Aufrechterhaltung des Staats- Grundqeseßes vom Jahre 1833 weder je gebilliget, noch sonst unsere Zustimmung dazu gegeben haben, solche vieltpehr ohne unser Wissen und gegen unsern WiUen, allein von jenen gesthehen smd.“

Se. Majestätgeruhtenöhierauf unter Anderem huldreichst zu erwie- ;

dern: „Sagen Sie hren lieben Mitbürgern, daß Nkich der Mir so eben wiederholt gegebene Beweis ihres festen Vertrauens zu Mir erfreuet, obgleich ich an der aufrichtigen Liebe, Treue und Ergebenheir der Hildesheimer überall nicht gezweifelt, und deshalb auch den erwähnten Vorfall ihnen nicht zur Last gelegt habe; daß Ich ihnen, wie allen meinen guten Hannoveranern, mit Liebe zugethan bin, und daß Mein ganzes Streben allein

dahin gerichtet ist, Alle so glücklich zu machen, als in cMeinen . Kräften steht.““ Sch1ießlich geruhten Seine Majestät, aUerx '

gnädigst die Versicherung zu ertheilen, die Stadt Hildesheim spätestens im nächsten Frühjahre mit Allerhöchstdero Besuch be- _alückenzu wollen. (Unterzeichner) Busch. Gehrcke. Hage. Henke. Kasten. Kerstein. Rittnagel.“

Oesterreich.

Wien, 13. Dez. (Oest. Beob.) Nachrichten aus An- cona zufolge, hat die Einschiffung der Franzdstjchen Besaßung dieser Stadt und Feftun am 3. De ember stattgefunden, und am 4ten Morgen!! ist die ranzöfische z"Ecadre, die, durch widri- gen Wind zurückgehaften, nicht sogleich auslaufen konnte, unter Segel gegangen.

-- -- Wien, 12. De . Fürst Louis Lichtenstein hat nun- mehr das Rasumoffskische Valais in der Vorstadt Erberg, wel- ches er früher bloß für die Dauer der großen Restauration sei- nes herrlichen Palastes am Minoriten-Plaße gemiethet hatte, käuflich erWorben. Man berechnet, daß die Interessen des Kaufpreises einem Miethzinse von 30,000 Fl. C. M. gleichkom- men. Diese Summe Übertriffc bei Weitem die Miethpreise der besteingerichteten Hotels in Paris , welche s1ch selten auf mehr als 50,000 Fr. belaufen.

Die zur Leitung der am Stephanéchurme vorzunehmenden Arbeiten niedergesetzte Kommission scheint die Baufälligkeit des oberen Thurmes für bedenklicher zu halten, als man anfangs glaubte. So hatte man des Vcrsuches halber, die große Spalte im Thurme mit Élaötafeln verkitten lassen; nach einer stürmischen Nacht fand man sie ("_urchgängig losgerissen und zer- splittert, ein Buveis, daß der Mauerriß stch fortwährend er- weitert. Der große Sturm vom Jahre 1807, der den Augusti- ner-Thurm in einer Nacht plöhlich in der Höhe der Kirche abtrug, und in vertikaler La e auf den Lobkowiß-Yiaß herab- srürzte, ist noch zu sehr im ndenken, um nicht zu esorgnissen Anlaß u geben. cMan zweifelt jedoch nicht, daß es der aus lauter Männern von anerkannter Tüchtigkeit zusammengeseßten Kommission gelingen werde, jede Gefahr abzulenken, und zu- gleich dieses fchdnske Gothische Denkmal Wiens, ohne welches fich der Wiener seine Vaterstadt nicht vorstellen kann, noch für künftige Jahrhunderte zu erhalten.

Italien.

Rom, 6. Dez. (21. Z.) Der am Hose in Brüssel akkres ditirte Geschäsrsfü rer Monsignor Raphael Fornari ist zum außerordentlichen esandten mir dem Titel eines apostolischen Internuncius für das Königreich Belgien erhoben wvrden, um )einer wichtigen Stelle den ihr gebührenden Glanz zu leihen.

Der neue Bischof von Algier, Prälat Dupucl), ist auf sei- ner Reise dahin hier eingetroffen, um vom heiligen Vater Zn- scrucrionen zu empfangen. Zehn andere Französische Geistliche begleiten den Bischof in die neue Diözese.

Die Königin Wittwe von Sardinien ist vor einigen Tagen von ihrem Landstß, der Villa Rufinella (auf der Höhe des" al- ten Tusculum gelegen), hierher zurückgekehrt.

Unter den Fremden von Auszeichnung, die hier jeden Tag eintreffen, bemerken wir den Herzog von Surherland und den Grafen von Castelbarco, den Erben des reichen Fürstlichen Hau- ses Albani. Die Gemahlin des Herzogs isk Obersk-Hofmeisterin der gegenwärtigen Königin von England, und die Gräfin Oberst- Hofmeiskerin der Erzherzogin Elisabeth, Gemahlin des Erzher- zogs Rainer in Mailand. Beide Familien sind von einem zahl- reichen Gefolge begleitet.

Verona, 7. Dez. (Münch. pol. Ztg.) Der Kardinal Odescalchi ist gestern ganz unvermuthet und beinahe Yve alle Begleitung hier an ekommen und im Noviziat der esuitcn abgestiegen. Heute orgens hat derselbe die Kardinals-Tracht mit dem bescheidenen Habit eines Jesuiten-Novizen vertauscht.

Spanien

Madrid, 6. Dez. In der heutigen Sitzung der Depu- tirten-Kammer verlas der Kriegs: Minister einen Bericht des Generals Borso, worin derselbe meldet, daß er am 3. Dez. das Corps Cabrera's geschla en habe. Der Feind hat, soviel man bei dem Abgange des erichts wußte, 400 Todte und mehr 1118 800 Gewehre verloren. Auf den Antrag des Hrn. Sancho beschloß die Kammer, den Truppen und der National - Garde, dé? zu diesem Siege mitgewtrkr, ihren Dank abzustatten. Ca- brera hatte bekanntlich 10,000 Mann, 4 Kanonen und 2 Hau- bilzen bei sich- ' *

In der gestri en Sitzung wurde ein von den Herren Men- dizabal, Salvato, ernandez, Los Rios und anderen Deputirten unterzeichneter Antrag verlesen, worin die Minister aufgefordert wurden, unverzüglich eine vollständige Nachweisung iiber die Stärke der Armee, den Zustand der Hospitäler, der Vor- räté)»: :c. vorzulegen; auch soll eine besondere Kommission er- nannt werden, um Alles, was die Armee betrifft, zu reguliren. Der Antrag wurde an die betreffende Kommission verwiescn.

Spanische Gränze. Man schreibt aus St. Jean de Luz vom 8. „Dezember: „Die Muüagorristen arbeiten fort- während an der Befestigung ihrer Stellung bei der Einsiedelei St. Martin. Englische Ingenieur-Offiziere leiten diese Arbei- ten. Zwischen den Muüagorristen und den Christinos findet keineVerbindung statt. Der General Iaureauy ist der Einzige, We1cher täglich mit Muäagorri verkehrt. Die Karlisken sehen

Allem ruht zu. Die Bewohner des Landes wissen nicht, Was se aus d

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Raum gegenüberstehen, machen sollen. Muöagorri hauptet, daß, wenn die C ristinos die Karliften angriffen, Viele der Leßteren zu ihm 11 ergehen würden. Das Bataillon der Englischen Marine-Soldaten befindet sich bei den Muüa- gorriften, die auf diese Weise mit dem kleinen Spanischen Ge- schwader kommuniziren, das eher von der Regierung in Madrid den Befehl erhalten hat, das Unternehmen zu unterstüßen, wäh- rend der General O'Donnell nur den Befehlen Espartero's ge- horcht. Diese wunderliche Stellung kann unmöglich lange dauern, denn die Muöagorristcn und ihre Englischen Bundes- genossen können in der strengen Jahreszeit nicht ohne Maga- zine, obne HoEpiräler für ihre Kranken und ohne direkte Ver; bindung mit den Schiffen des Lord John Hav bleiben. Wahr- scheinlich wird, sobald ein neues Ministerium in Madrid ge- * bildet worden, irgend ein Beschluß in dieser Beziehung gefaßt werden, wobei denn natürlich der Einfluß Espartero's von gro- ßem Gewicht seyn wird. Uebrigens ist zu glauben, daß, wel- ches auch die Meinung Espartero's über Muüagorri seyn mag, der Antheil, den die Engländer an dieser Bewegung nehmen, die Auflösung der Muüagorrisien verhindern wird. Auch be- günsiigt die verwittweie Königin das Unternehmen.“

; P o r t u g a l.

H - -- Lissabon, 20. Nov. Täglich hört man jeßt in ' Portugal sagen: „So kann es nicht länger gehen; wir find : schlimmer daran als jemals; es muß zu einer neuen Verände- Z rung kommen.“ Aber worin soll diese Veränderung bestehen? *. Die Hilzköpfe von allen Farben möchten "eine Veränderung ? nach ihrem Geschmack; die verständigen und besonnenen Män- ner aber, zu welcher Partei sie auch gehören mögen, find, durch Erfahrung belehrt, einstimmig zu der Einsicht gelangt, daß das" constitutionnelle System, nachdem zum drittenmale der Versuch damit gemacht worden, und nachdem es Gele enheit gehabt, sich vier Jahre lang ohne inneren bewaffneten iderstand und unter äußerem Schuß zu entwickeln, nicht nur keine Früchre getragen hat, sondern auch überall auf Hindernisse stößt. Dien Hindernisse liegen theils in der Abneigung, welche die große Mehrheit der Nation dagegen zeigt, und die ganz naxür- lich ist, denn die Portugiesen sind ein Volk, das umer rein monarchischen Gewohnheiten alt geworden; theils in dem Haufen von schlechten Individuen, welche die liberale Partei in srch _ schließt. Die Demokratie in Portugal ist ein Traum von Köpfen, die voll moderner Verblendungen stecken und dieses Land nicht kennen. Welcher Portugiese hätte wohl, wenn er zu Macht gelangte, nicht sogleich seinen aristo- kratischen Sinn gezeigt? Nur von Demagogie kann hier die Rede seyn. Silva Carvalho, einer der sogenannten Regenera- toren von 1820, war entzückt, als im Jahre 1822 Johann 71. seine Söhne zu Kammerherren ernannte. Und welches Wohl- gefallen spiegelte sich in Freire's Blicken, als er mit Großkreu- zen bedeckt neben dem hohen, Adel saß. Eine Fluch von Vis- conde- und Baron-Titeln, Commandeuren und Räthen über- schwemmte das Land, als ManoelPasso61836 Minister wurde. Wenn dies Demokratie ist, so hat die Bedeutung des Worts fich geändert. Die Nothwendigkeit, zu einem aufgeklärten Ab- solutismus zurückzukehren, der die ganze Verwaltung wieder in ihre natürlichen Fugen brächte, und dann von oben aus die nöthigen Verbesserungen vorzunehmen, wird jelzt von allen vernünftigen, redlichen und unabhängigen Män- nern anerkannt. Es handele srch nicht mehr um das Wie, sondern um das Wann und Wodurch? Die auswärtige

Politik wird auf Ersteres die Antwort geben, die Schwäche und Unentschiedenheit im Innern auf Letztes. Die Geseßge- bung, welche von der Regentschaft in Terceira ausging, war im Allgemeinen gut; ihre Hauptur eber waren Guerreiro, ein talentvoller Mann, Mitglied und ecretair “jener Regentschaft, und Louis da Silva Mouzinho D'Albuquerque, der mit vielem Geist eine praktische Kenntniß von seinem Lande verband. Manches Treffiicbe enthielt auch ein Theil der Geseßgebung, die von Zoze Xavier Mouzinho da Silveira, erstem 'Mi- nister der Finanzen, der Justiz und der geistlichen Ange- legenheiten des Herzogs von Braganza, zu Terceira und Porto geleitet wurde. “Liber dies Waren alles nur Versuche, die nach den Erfordernissen, welche die Praxis ergab, hätten modifizirt werden müssen. Die Lücken, welche im Schulz und in anderen Kassen dadurch veranlaßt wurden, hätte man durch andere Fi- nanz-Maßregeln ergänzen sollen. Vor Allem aber hing der gute Erfolg von dem Takt und _den Ortskenntnissen der vollziehen- den Behörden ab. Silva Carvalho war zu Porto der Nach- folger Mouz-iriho da Silveira's; die Seeledleses Ministeriums, Welches bis zum Tode Dom Pedro's dauerte, war jedoch Freire, ein Mann von unbestreitbarem Talent, in den Portu- giefischen Angelegenheiten wohl bewmrdert und zu stolz, um seinen Einfluß mirAnderen zu theilen. Eingenommen von seinen Ansichten und kurzfichtig als Staatsmann, ho. te er auf das Wiedererstehen einer Französischen Republik und sa) im Geist Spanien und Por- tugal ihr folgen. In diesem Glauben brachte er ein völliges Wahl- System in die Civil-Vecwaleung. Hätre er Portugal gekannt, so würde er die UnaUSführbarkeir seines Planes eingesehen haben. Seine anderen Kollegen verstanden den Geist der früheren Gesetz- gebungen gar nicht. Zu unrechter Zeit und ohne Rückscht auf die Orts-Verhältnisse befahlen fie ihre Vollziehung, und die Vollziehenden mußten vor allen Dingen zu ihrer Partei gehö- ren; die Wahl war daher meist sehr unglücklich. Die oben er- wähnten Lücken, welche durch diese neue Gesetzgebung in den Steuern entstanden waren, wurden eben so wenig ergänzt. Man wollte also, da es mit ihr nicht ging, eine Veränderung darin vornehmen, aber sie warddadurch nur noch schlimmer. Manoel Passos beging, als er Minister wurde, in der Civil - Verwaltung einen noch größeren Fehler, denn er verwandelte Freire's Theorieen stracks in ein Geseßbuck). Die Wahl des neuen Personais war nicht glücklicher; man ge- rieth in ein völliges Labyrinth, und die Regierung verlor alle Kraft. Verschiedene Minister des Innern folgten nach einander; alle sahen die handgreiflichen organischen Fehler jenes Geseh- buches ein, und man fand fich in die schmachvolle Nothwendig- keit verseßr, schon' eine Kommission zur Revifion desselben zu ernennen. Jm (Berichtswesen folgten fiel) zwei Reformen in der Pro eß-Ordnung, die eine schlimmer als die andere. Bei den tre lichsten alten organischen Gesetzen der Portugiesischen Justiz, die man nur hätte auszuführen brauchen, giebt es jelzr fast keine Gerechtigkeit in Portugal. Silva Carvalho's ganzes Finanz-Sysrem bestand darin, von Anleihen zu leben. Da er die durch die neue Geseßgebung eingeführte Steuer-Erhebungs; weise den Verhältnissen des Landes nichr anzupassen wußte, so brachte er Verwirrung unter die Steuer-Beamten _undbie Steuern blieben aus. Manoel Passos verminderte die Äusgaben bedeu- tend. Die Cortes von 1837 und 1838 vermehrtén“ dje Einnah-

en drei Parteien, die einander auf einem so kleinem :

men und beschränkten die Ausgaben noch mehr, doch weber je- nem noch diesen gelang es, die Erhebung der- Steuern zu be-

be- '

.sehr begierig, den Ausgang eines _zwei von ihnen so entfernte Länder betrifft.

Katastrophe eintreten werde, die sch_selb| in "fühlbar machen könnte.

wetkfteUi en; Manoel Antonio de Carvalho wurde Finan nißer. ie Widersprüche der früheren Geschgebung “th1- freilich nicht beseitigen; den Mißbräuchen aver hajs er “"b““ viel es die Umstände erlaubten, troß allem Geschrei der „“ so oft die Interessen der Koryphäen dieser oder jener “Farbe :""- unter litten. Ohne Civil-Verwaltung, ohne Justiz, Und “F“ einem leeren Schuhe ist keine Nation lange zu regieren_ m" diesem Zustande aber schreitet Portugal seit 1831 immer MJ“ vorwärts“. Es hatte eine Civil-Verwaltung, ein geordnetes Ö" richts'wescn und hinreichende Einkünfte. Mißbräuche hatt“ fich eingeschlichen, Reformen Waren nöthig geworden, Zeit um Erfahrung würden Abhülfe gebracht haben; der ReVoluuond geist aber hat Alles umgeworfen und nicht:; wieder “"W“"?-

Türkei.

Konstantinopel, 20. Nov. (Journ. de Smyrne Der Musteschar hat die angesehrnsken Kaufleute der Hauka) auffordern lassen, sich zu ihm zu begeben. Man g'mubt * wolle sch mit ihnen über das Tonncngeld beratben, das in“ " kunft von den das Schwarze Meer brfahrenden Schiffen bei dk;

Einfahrt in den BoSporus oder bei der Ausfahrt aus demselben .

für die Instandhaltung der Leuchtthürme u entrichten se 11 *

Der neue Schwedische Gesandte, 2Baron von Tyroikv'rzd' seit zwei Tagen gcfährlich krank. Als er am Sonntag “,um; Diner bei dem Oe|erreichischcn Jnternuntius beinwhme/ b“ kam er einen Blursturz, und man hat wenig HOffnung zu seiner Genesung.

Das leßte Dampfboot aus Trapezunt hat keine "emu. Nachrichten aus Persien mitgebracht. Nach Privatbriesm soll jedoch der Persische ?inister, Welcher durch seine Rathschlzge eine Art von Bruch zwischen dem Schach und dem Britischm Gesandten berbeiführte, abgeseßt worden seyn.

Herr Bulwer, Secretair bei der iefigen Britischen Bot- schaft und in gleicher Eigenschaft nach t. Petersburg bestjmxm hatte am 17ten eine Audienz beim Sultan. Ein 1eich1esun: wohlseyn hat seine Abreise mit dem letzten Frati'czösrsMn Pak“, boote verhindert.

Man erWartet hier drei Aerzte und einen Apotheker aus Wien, die in den Dienst des Sultans treten wollen.

Herr Samuel Rothschild, der sich seit einem seinem Vergnügen hier aufhielt, isi vor einigen Tagen noch Aegypten abgereist.

Das Gerücht von Pestfällen in der Hauptstadt hat fich als ungegründet erwiesen. Die Regierung hat jedoch nichtsdesto, weniger alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um die Verbrei- tung der Krankheit u verhindern. «

Die Sanitäts- ommijfion hat ihre Arbeiten in Be» auf die ankommenden Schiffe beendigc und man erwartet täg- lich die Bekanntmachung derselben. Auf Befehl des Sultans 'Wo die schöne Kaserne in Skutari zu einem Lazareth einge- r tet.

Konstantinopel, 26. Nov. (A. Z.) Man glaubtaü- gemein, daß Oeskerreich dem Traktate vom 16. August beitre- ten werde. Bis jeZt hatÉ'edoch der Jnternuncius keine Schrim deshalb gethan. ener raktat ist nun ratifizirt und zwischen der Pforte und England auégewechselt worden. Er trittun- verzüalich in Kraft. Auch Admiral Roussin erwartet täalich die Ratification von seiner Regierung, um gleich Lord Ponsonby den Traktat mir der Pforte auszuwechseln. - Herr Bell spukt gewaltig in Tscherkesfien. Er scheint auf die Vollziehung der neuen Handels - Scipulatiomr zu warten, um sie zur leichteren Betreibung des Schmux gels in Kriegs-Munition für seine Freunde, die Tscherkrssen, zu benußen. Nach dem Texte des Vertrags erhalten die Englän- der außerordentliche Erleichterungen, um nach dem Schwarzen Meere Schifffahrr und Handel zu treiben. Bell scheint sich dies Zu Nutzen machen YZ: wollen, denn er soll bedeutendeVor- räthe von Pulver und lei aus Malta verschrieben haben, die er hier in Entrepot legen läßt, um sie den Umständen gemäß den Tscherkessen zuführen u lassen. Er ist gewissermaßen der Apostel Englands, der die scherkessen zum Widerstand anfeuert und ihre Anstrengungen gegen die Russen unterstützt. Unlängst schrieb er an einen seiner hiesigen Freunde: „So lange ich ge- sund und kräftig bleibe, um das Wort zu predigen, wozu ich berufen bin, wird Rußland die Tscherkessen nicht unterjocyen!“ Man sieht, Bell ist Missionair, nicht des Friedens" oder der Bibrl-Geselsschaft, nein, ein Verkünder des Aufruhrs und des Krieges. Er stiftet viel Unheil an, denn selbst wenn es ihm ge- lingt, den KriegSzustand in Tscherkessien aufrecht zu halten, wird er unter den besten Umständen doch nicht viel mehr erreichen, als aus den Tscherkessen ein tributäres, Rußland verpflichtet“! Volk zu machen. Die Ressourcen der Tscherkessen sind bereits rr- sch öpfr; fie können nur durch fremde Unterstützung fortfahren, Wider- stand zu“ leisten. *Man weiß, wie lange dergleichen dauert, upd wie gern man, um den Frieden wieder zu genießen, Conditio- nen eingeht, wenn sie auch nur einigermaßen das gewähren, was man anfangs zu erreicfjen suchte. Wollte Rußland fiebWs her mit einem Tribut begnügen, und bloß die Rechte der Sou- verainetät über Tsch'erkessren ansprechen, ohne es gerade einzuver- leiben, so würde man dort mit fre_udigem Her en dazu greifen- Freilicl) wäre zu besorgen, daß die Englischen enten Einspruch dagegen machen und sich angelegen seyn lassen w rden, die Tscher- kessen zu bereden, keinen Fingerbreitnachzugeben, indem ihnen wenig an-dcm Glück und der Ruhe Tscherkesfiens_gelegen ist, viel- mehr .ihr ganzes Dichten und Trachten bloß dahin “geht, die weit aussehenden Pläne Englands im Morgenlande vorzube- reiten, mag dabei ein Volk, für das ste so viel Sympathie af“ fektiren, untergehen oder nicht. England isi und bleibt der alte Rechenmei|er, der nach Pfunden zählt, und nur seine Interes- sen kennt._ Doch genug von den Bellschen Umtrieben und fri- nen Mitgenossen. ,

' Eine eigene Theilnahme giebt sick)! hier für die Belgisch“

Holländischen Streitigkeiten kund. Die Türken, die sonst kaum *

den wichtigsten Ereignissen ihre Aufmerksamkeit schenken, find Streites zu vernehmen, bxk Man kann dies nicht anders erklären, als daß Reschid Pascha, der Richelieu der Pforte, hierher berichtet haben muß, daß von Be! im aus eine

Konstantinopel

?Tug haben, sehr emsig und genau übersetzt, und“ dem _ inistkk“ onseil vorgelegt. Man sieht, es giebt keine Distanzen mehr, die Welt rückt näher zusammen.

Smyrna, 21. Nov. Es sind hier „über Alrxandrren Nachrichten aus Syrien bis "um 9. einge angen , aus den?" Ykch ergiebt, daß die daselbst errschende nzufriedenbxkk- Und 'ufregung der Regierung zu ernstlichen-Be1'or*gnis1*eii*-M1“1

Seit diesem“ Au'genb1ick werden alle! ' Artikel aus den ausländischen Journalen, die auf Bei im Bes

Jahre zu

k

, jm ascha, der fich nach Antiochien begeben wollte, * MMZ], ?anlzem PWege dahin, daß mehrere Kurden-Häupt- (“"e fich empört ätten. Ec brach daher angenblicklick) mit “"S 11 seiner be cn Regimenter auf, um die Empörung zu en- Man glaubte jedoch allgemein in Syrien, daß dies nicht so leicht werden dürfe. Regierung hat einen von der Pforte be-

ßzcigten Vice-KvnsUl nach Ierysalem gesandt.

Aegypten.

Alexandrien,16.Nov. (Journ. de Smyrna.) Tin stern aus Kahira angekommener Cyurter hat die Nachricht HerbrackW daß Mehmed Ali bereits in Korium, einer kleinen

Stadt wenige Meilen oberhalb Assuan, angekommen sey, von -

er, einem kurzen Aufenthalt, seine Reise fortsetzen

Man., Er befand fich sehr Wk")l UUd War sehr heiter. Unge- wckxm dieser Nachrichten qlaubt_doch hier Niemand daran, daß

& dem Paschla ;PikklisxbßÉknsk 1er), seine Reise bis zu dem an-

en ie e ortzue en.

““F"“- Jascha hat den in Konstantinopel abgeschlossenen andels-Vertrag seht definitiv gngenommen. Diejenigen, Weiche stmm Charakter kennen, legen jedoch nicht viel Gewicht darauf und glauben, daß er slch dadurch mcht für mehr gebunden hal- ten wird, als in so vielen anderen Fällen.

Von der Entwaffnung der Flotte ist nicht mehr die Rede. Das nach Kandien abgesegelte Geschwader wird dem Verneh- men nach nicht eher zurückkehren, als bis die Ruhe aus jener Insel völli wieder hergeftxllt :|.

Die Érnennung' des [bngern Herrn Populani zum Por- mgiefischen Konsul hat hier großes Aufsehen gemacht, weil man nicht begreift, wozg die Portugrefische Regierung6 in ei- nem Lande, in dem fie kerne Untert auen hat, und mit em fie weder Handel treibt, noch sonst erbindungen irgend einer Art unterhält, ein Konsulat errichtet. Die_ wahrscheinlichske Vermuthung ist noch, daß Portugal die von England eingerich- „(:Schifffahrt auf dem Rothen Meere zur schnelleren Com- munication mit seinen Indischen Befihunqen benulzen will.

Vor einigen Tagen ist eine nach Beirut bestimmte Barke fast im Hafen von Damiette beraubt worden.

Nach einem Zwischenraum von 65 Tagen find hier wieder zwei

Peftfälle vorgekommen, der eine am Bord eines Schiffes, der

andere im Arsenal. Man ist aber keinesweges hierdurch Über-

rascht worden, denn die Vernachlässigung aner, auch der ge- wöhnlichsren Vorsichts1Maßrege1n von Seiten der Regierung ließ den Wiederausbruch der Krankheit erwarten.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 25. Nov. Das zu besserer Sichersre11ung des Lebens solcher Reisenden , welche sich am Bord von Jahr- zeugcn befinden, dre ganz oder theilweise durch Dampf bewegt werden, gegebene und am 7. „Juli angenommene Gesetz lau- tet also:

„1) Der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika haben, im Kongreß versammelt, beschlossen, daß alle Besißer von Dampxböten oder von Fahrzeugen, die ganz oder theilweise durch Dampf ewegt werden, verpflichtet find, diesel- ben, nach den bestehenden Gesetzen der Vereinigten Staaten, am oder vor dem 1.0ktober 1838 von neuemeinschrcibenzulaffen und von dem Eiunrhmcr oder Aufseher des Hafens, wo die Einschrribung statt- ßndet, unter den bereits gesetzlich vorgeschriebenen und rurct) dies Fests uolcixszu brstimmenden Bedingungen einen neuen Ermndniß- 111111 zu o en.

2).Es isi dem Eigentbümer, Schiffer oder Capitain eines Dampf- bootes oder Fahrzeuges, das ganz oder theilweise durch Dampf be- wcgt wird. nicht erlaubt, vor und nach dem erwähnten 1. Oktober 1818 Güter, Waaren und Reisende nach oder auf den Baien. Seen, Flüssen oder anderen schiffbarcn Gewässern der Vereinigten Staaten zutransportiren, ohne vorher von dem betreffenden Beamten nach den bestehenden Gesesen einen Erlaubnißschcin erhalten und die von dem gegenwärtigen Geseß vorgeschriebenen Bedingungen erfiillt „zu haben. Hm ]ede Verlesung dieser Bestimmung. zahlen der oder die Eigeythrmcr des genannten Fahrzeuges die Summe von 500 Doüars (111 die Pereinigten Staatcn, wovon der Denunciani die Hälfte er: 1)le Für diese Summe oder Summen kann man 1751) an die Dampf- bote. oder Fahrzeuge halten und dieselben mit Beschlag belrgrn und

bei )edem Br irkS-Gerichte der Vereinigten Staaten, welches die Ge: nchtsbarkcir der dies Vergehen hat, gerichtliä) belangen.

3) „Jeder Bezirks:Richter der Vereinigten Staaten, in deren Be- zirke Einlaufungs- oder LöschuuaS-Hästn der schiffbaren Gewässer, Vasen, Seen und Flüssen der Vereinigten Staaten seyn könnten, 111an das Gesuch der Schiffer oder Eigemhümer von Dampfböteu oder Fahr ragen, die ganz oder theilweise durcb Dampf bewegt wer- den, verp achtet, von Zeit zu Zeit zur Untersuchung solcher 23151: W Fahrzeuge und der darin befindlichen Kessel. und Maschinen kxfabrene und kompetente Personen zu ernennen, die bei der Aufer- "1111111100 Dampfmaschinen, Dampfboot-Keffcln oder anderer, zu Daxnpsbotezi gehörigen Maschinerie nicht bcthciligt stnd, und deren Pflicht es is!, diese Untersuchung vorxunehmeu, sobald fie dazu auf-

, Böte eine gehörige Anzahl von erfahrenen und geschickten Ingenieurs

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bändigen; im Unterlasuugsfalle ist der einem solchen Boot: oder ahrzcuge ertbeilte Erlaudoißscbein verwirkt, und es wird dieselbe trafe zuerkannt, als ob das Boot oder Fahrzeug ohne Erlaubnis; seine Fahrten gemacht hätte. Die Eigenthümer und Schiffer vou Dampfböteu. die Erlaubnißstbeiue erhalten haben, Jud, zufolge der Bestimmungen dieses Gesetzes", verpfiichtct, am Bord ihrer respektioen

anzustellen; tm Unterlassungsfaa: find die genannten Eixemvümer und Schiffcr für allen Schaden verantwortlich, den das igembum oder die Passagiere am Bord eines Botes durch Zerspriugeu des Kes- sels oder durch cine Beschädigung der Dampfmajaxiue oder sonstigen Maschinerie eines Boots erleide_n.

7) Wenn der Schiffer cines Bootes oder Fahrzeuges, oder die Person oder Personen, welche mit der Führung des genannten Boo: tes oder Fahrzeuges, das ganz cdrr tdeil-vetse dura) Dampf bewegt wird, bcaufrmgt sind, die Bewegung oker die Fahrt (1163111737) dss genannten Bootes odcr F-tbrxcuges hemmt, oder wenn das gcuaunie Boot odexFabrxeugangebalirnwirr, um ausxuladen oderLadung, Brenn- materia! rderPaffagiere cinxuuebmcn, so müsscn er cdrrfie das Sicherheits- Ventil öffnen, um dcn Dampf in dem genmntcn Keffel so nahe wie möglich unter dem Grade der Spannung xu halten, den er hat, wenn das Boot oder Fabrxcug in Bewegung isi; auf jede Uutcrlassnng sicht eine Strafe von 200 Dollars.

8) erer Eigenrhiimer und Schiffer eines Dampfbootes, das zum Transport von Waaren oder Passagieren auf dem Meere oder auf Dem Champlain-, Outario-, Erie-, Humm Oberen: jmd Michigan- Sec verwendet wird, und dessen Tonnerr-Gehalt nicht über zweihun- dert Tonnen beträgt, muß auf jeder Reise zwei Langböte oder Yawls mit fiel) führen, von denen jedes mmdcstens zwanxig Personen fassen kann. Beträgt der TonneuzGrhait des Fahrzeuges über zweihundert Tonnen, so ist der Eigentbümer und Schiffer verpflichtet, mindestens drei Langbörc von denselbcu eder größeren Dimensionen mitzuneh- mm. Der Eigentvümer uud Schiffer. we1cher dieser Bestimmung zu- widerhandelt, zahlt eiu: Strafe von 300 Dollars.

9) Es ist die Pflicht eines jeden Schiffers und Eigentbümers eims Dampf:.Fahrzeugcs, das auf den im vorhergehenden Artikel cr- wäbnten Seen oder auf dem Meere fährt, s1ch mit einer Saug- Pumpe und Fcuersprißr, die, wenn Feuer am Bord ausbricht, ge- braucvt werden können, zu versehen und diesclbeu in gutem Stande zu “halter; und auf jeder Reise mit fich zu führen. Auch müffen auf Dampfboten eiserne „!*-1415" oder Ketten anstatt der Rad; oder Tjaer- Reepe (riUtzr ropex) angewmdet werden. Wer diesem zuwider han- delt, versäüt in eine Sirafe von dreihundert Dollars.

10) erer Schiffer und Eigentbümer eines Dampfboots, das von Sonnen-Untcrgang bis Sonnen-Aufgang fährt, 111 verpflichtet, ein oder mehrere Signa1:Lichtcr xu führen, die von anderen, dieselben Gewäffer besabrendeu Böten gesehen werden können, bei zweihundert Dollars Strafe. -

11) Die durch dies Gesetz auferlegten Strafen können bei dem Bezirks: oder Kreis-Gericht desjenigen Bezirks oder Kreises, in dem das Vergehen oder die Verwirkung stattgebabt, nachgesucht und erho- ben werden und zwar zur Hälfte für den Denunzianren und zur Hälfte für die Vereinigten Staaten; auch kann die erwähnte Strgfe durch Anbringung einer Klage bei einem der genannten GerichtShofe nachgesncht werden.

12) Jeder Capitain, Ingenieur, Steuermann oder andere Per- son, die auf einem Dampfboote oder Fahrzeuge, das ganz oder theil- weise durch Dampf bewegt wird, anaesiellt find und durch deren fal- sches Verfahren, Nachlässigkeit e_der Unaufmerksamkeit eine oder meh: rere Personen am Bord des genannten Fahrzeugs das Leben verlie- ren, soll des Todschlages für schuldig erachtet und, nach der Ueber- fübrung vor einem Kreis- Gerichte der Vereinigten Staaten. zur Ein- sperrung mit schwerer Arbeit, jedoch auf nicht mehr als zehn Jahre, verurtbeilt werden.

13) Bei jedem gerichtlichen Verfahren gegen Eigentbümer vou Dampfböten wegen Verletzung von Personen und Eigentbum durch das Zerspringen eines Kessels, Umfallen eines Schornsteins oder we- aen anderer Bcschädignugen durch Entweichen von Dampf, soll das Faktum als hinreichend erwiesen betrachtet werden, um den Beklag- ten, oder die ihm Untergebenen wegen Nachläsfigkeit zu belangen, bis er dartbut, das; weder er, noch seine Untergebenen, fick) eiuer Nachläxfizkcir schu1dig gemacht haben.“

Inland.

Berlin, 18. Dez. Vom llten bis zum 17ten d. M. find auf der Bcrlin-Potsdamer Eisenba n 4832 Personen efahrm.

- - Köslin, 8. Dez. - chifffahrt und andes. -- In die drei Häfen des hiesigen Regierungs-Bczirks sind im verfiossenen Monate 29 Schiffe und 4-1 Bdte eingeganYOen, dageg-n liefen 11 Schiffe und 30 Bdre seewärts aus. er Werth sämmtlicher ausgeführten Waaren betrug 23,596 Rthlr., der der importirten 70,273 Rthlr. Die bemerkenswerthesten einheimischen Ausfuhr-Artikel waren 5585 Scheffel Roggen, für 000 _Rrhlr. Thierknochen und für 550 Rthlr. Lumpen. Um die Mitte des Monats wurden, angeblich durch Aufträge aus Holland, Bel ien, England und den Rheingegenden veranlaßt, starke Aufkäue von Roggen gemacht, wodurch dieser im Preise stieg. Auch Lsinwand, Butter, so wie geräuchertes und einge- " salzcnes Gänsefieisck), wurden gesucht und gut bezahlt.

Köslin, 12. Dez. Jm hiesigen Amtsblatte veröffentlicht

gefordert werden, und den Eigenthümern oder Schiffern so1cher Böte .

oder Fahrzeuge doppelte Bescheinigungen über die Untersurhung aus- kuüeüen. Ehe som); Personen, die dureh dieses Geses ibnrn anfer- egte Vrrpfiichtung überyebmeu, müffen fie vor dem erwähnten Be- 1kkks=Riry1er, oder vor emcm anderen, ur Abnahme eines Eides ge- tema) autorisirten Beamten einen Eid ?

an Eides statt, unterzeichyeu, daß sie die von ihnen verlangten Dienße, 11111- getreu und unparteitseh ausführen und vollziehen wollen.

* 4) Die Person oder Personen, welche aufgefordert werden, den ! eines Dampfbootes oder Fahrzeugs nach den Bestimmungen F

Rumpf

dieses Geseßes zu untersuchen, müssen, nach der genauen linter-

suchung dcm Eigenthümer oder Schiffer eine Bescheinigung ausßeUen, '

11101111 das Alter, uit des Booies oder Fahrzeugs angegeben ist. Und er oder sie sonen JW ihre Meinzmg abgeben, ob das genannte Boot oder Fahrzeug “.Mo und in ederxHjnsLcht seefäbig ist und fich zum Transport von 70:1)! oder Rei endenxzeignet. Für diese Dienste erhält jede der in- uYUM"! Personxn vpn den genannten Schiffern oder Eigentbä- , kn, welche die Untersuchung verlangt haben, fünf Donars. K 5) Die Person oder V 1321 und Maschinerie eines Dampfboots oder'ßabrzeugs nach den l:timmungen dieses Gesetzes zu untersuchen, onen, nach genauer a eZsuclxnna, eiue Bescheiniguu'? ausfüllen, worin sie ihre Meinung mr er aussprechen, ob die Ke el tüchtig und zum Gebrauche artig- olkhund wie alt dieselben sind. Der Eigentbümer oder Schiffer eines LULU Fahrzeugs erhält Dyplikate dieser Bescheinigung und muß. sl"Uu er um einen Erlaubmßschein oder um die Erneuerung eines Echen uachsucht, dem Emnehmer oder Aufseher des Hafens ein xkznplar davon einbändigen, das andere aber zur Einficht fiir das sola likum an einem bemerxbaren Orte im Boote befeüigcn. Für jede "ck? “"i'ÉY'Ö'FdJnßfrbäl-t, ede der ldam?i blelauftragten Personen von r eur mer-we e e n - ,a, JUZiOc-Zlilars- ag ck tersuchung verlangt ha __e * entv um und Schiffer von Damp böten nd verp ich- mäadik 151114111 Artikel„dieses Gesetzes angegebnxe Untkrsuchuugfiwe- Umsalnmal m wolf Monaten, und die im Art. 5. angegebene "Wksuémuz wenig ens einmal in sechs Monaten zu veranlassen? Boot misennsit “dm Eimsxbmer oder Aufseher des Hafens, wo das ei-nseichrieben ist, oder den Erlaubnißscheiu er:

kalt: oder Fahr eus " bat, die Masur» über die stattgehabte Untersuchung ein-

eisien, oder eine Versicherung, *

Zeit und Ort der Erbauung, so wie die Dienst. *

crsonm, welche aufgefordert werden, die'

die Königl. Regierung das rübmliche Uebereinkommen von neun ; Mitgliedern d_es hiesigen Fleischer-(Gewerkes, die sich gegenseitig I verpflichtet haben, aller Schlachtskeuer- Defraudationcn sich zu ; enthalten. Mirtelsk einer unter dem 20. Oktober d. J. amtlich aufgenommenen Verhandlung bestimmen sie, daß für jeden den- ! noch etwa vorkommenden Defraudationsfall, außer der geseßli- chen Steuerstrafe , noch eine Geldbuße von Zth Thalern von dem Kontravenienten zur Innungskasse zu ahlen sey. Die ge- dachten Kontrahenten haben slch zur wechsel eitigen Kontroüe, in I Gemeinschaft mit den Königl. Auffichts - Beamten, verabredet, auch stipulirt, daß jeder für seine Leute und für die von Frem- den auf seine'Rechnung, sey es innerhalb oder außerhalb seines Haushaltes, etwa vorgenommene Schlachtung zu haften habe. Breslau, 16. Dez. An Schenkungen und Stiftungen smd im Jahre 1837 in den drei Re ierungs- Bezirken der Provink Schlesien zusammengekommen: n 94 für evangelische Kirchen 8,855 Rthlr.; in 217 für katholische Kir- chen 31,006 Rthlr.; in 52 für evanqelische Schulen 24,293 Rthlr.; in 30 für katholische Schulen 0623 Rthlr., und in 347 für Arme oder für sonstige wohlrhätige Zwecke 82,128 Rthlr, zusammen 105,905 Rthlr.

- In dem abgelaufenen Kirchenjahre, vom ersten Advent- Sonntage 1837 bis dahin 1838, wurden hier und in den ein- gepfarrten Vorstädten und Dörfern geboren 3180 Kinder (dar- unter Todtgeborne 127); gestorben sind in dieser Zeit incl. der todtgebornen „Kinder 3230 Personen.

Düsseldorf, 13. Dez. (Clbf. Ztg.) -- Straf-Er- kennrniß, - Der Pastor Binterim in Bilk ist in Folge der gegrn ihn geführten Untersuchungen von dem Königlichen Land- gerichte zu Düffeldorf 1: zwei Jahre Gefängnisstrafe verur- rheilt und gestern am 21 end sogleich gefän iich eingezogen wor- den. Dieselbe Strafe harder bekannte' cheve'n wegen Ver-

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breitung aufrührerischer, in Sittard gedruckter Schriften erhalten.

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kenhause aefundea werden. - Der gc Grafen Raczvnski verdankte die Geuuschaft einen Betis)! „über den ge?enwärtigeu Zustand der Kunst in Wien" von Herrn ge

Wissenschaft, Kauf! und Literatur. Berlin. In der Sißung des wisseuschaftlicheu Kuna-

Bereius am 15th d. M. erstattete Herr Prof. Tick Bui“ öder Monumenta kobbiann 110113 [nggia spet|alo (ii ['i-11011, illustrated ck11

koi'exzoks Concrucci 1835“ und legte die |ilbograpdi)chea Abbild!!!-

geu der in Thon gebrannten Reliefs, mit welchen Luca und Andrea della Robbia um das Jahr 1524 das Spital von Pistoja sesamückt haben. vor. Es find die sehen Werke der Bamberzigteit uud samer-

ch könnte eine passender: Verzierung Zu einem Ameu- vad krau- f [ligen Riubeiluns des Henn

_ Pnieutbuet amchen, in welchem die früheren Zustände der .K- K- Akadmie er Künße und der llebergang von der tlasüsch.ideaiislixchen Skai:

zur rcmantischmyüischm rder „reliaiösm“, wie der Ver . ße unun- m geistreécben Zügen aesénldert wird. nächsten Bande des großrn frrnstgrschichtlichen Wer es des . Grafen Raczvnski abgedruckt werden. - Herr Kunsthändler 641111 : legte zur Eriäuterung des Aufsatzes üker Wien, die von K Arbeiten bisher erfchienezjeu Lndograpbieen uud radirttn Blätter vor. Man mus: bedauern, daß von den ansgereichuetm Arbeiten, sowohl der Historien;, «1 der Genre-Maler in Wien, so wenig dura) Kupfer- stich und Lithographie bisher bekannt worden ist.

wird in km Herta

Dieser Aufsa

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Meteorologische Beobachtung.

1838. Morgen! | Nachmittags Abends N.. WWK

17. Dezember.] 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. «„Und

, 1 Luftdruc! ......... 341„U“““Par. 342,10““Pae. 342 ck“““Par. Quoüxoänu 7,2" N. Luftwärme ...... + 1,50 31. + 3.1" R- + 2,11" vt. Fluiwänu 0,10 N. Tbauvunkt...... 4- 0,80 N. + 2,89 A. + 1.49 R. Bodenkultur I,!" R. Dunffsättigung 80 ICQ 79 pCt. 81 pCt. AvW [)“-““. Wetter .......... erübt, trübe. trübe. Niederschlas 0. Wind............. 1113. W. W. Damms)!- +Uv Wolkeiuug ...... -- W- - + 1,39.

Faaea'mi-tol: 34208““Yar... +22“P«.. +!,99R... West. U.

Zorlioer Zötoo. Vov18-Vkumbek1838-

.émtéx'eÖ-k konix- une! Lskéékont-Iottokx

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Rasen abn-Korjeu. Ir. Sonnw- 66001. sonuUn mhm [1101 593 131. (10. linken Ufer 230 81. chs-bmg-ßuo] 845 Uk. Zaräeaux-I'oscs *. Iambro-Usu-e 145 6. . l.eipxig-btuck" 93'/, Nr. [(öln-Üao'ben 92 kt. Oomv.-Gennalo .. katja, 13 [)!-“umher.

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Königliche Schauspiele.

Mittwoch, 19. De)!-[ Im Opernhause. Euryanthe, “X.,“ Fmantische Oper in 3 sth., mit Tanz. Musik von E. 11.

eher.

Jm Schauspielhausei Ipectacle äomzuäé. 1) Um km, äkaWe-rauäerillo en 2 actes, par Zcribo. (Ur. IairktZbeiy nm- plira 113 Me (111 comte 12mm.) 2) ha 120011110 xopruouxxtjoo än Uaäamo et momjeur Pinobon, nuäefilw nouveau «1 1 ute, yet

Ut. Rayon].

Königéstädtisches Theater.

Mittwoch, 19. De. Die Franzosen in Spanien, onr- Der Zögling von St. yr. Schauspiel in 5 Akten, mie einm Vorspiele: Die Eroberung von Tarragona. NU, dem Im- zöfischen des Francis Cornu, von L. von Alveniloztnx.

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Markt-Preise vom Gecraide.

Berlin, den 17. Dezember 18». ' _ u Lande: Weizen ! Rthlr. 10 Sgr., auch 2 Ntblr. 12 Set. 6 PF ; Roqgeu 1 Rthlr. 21 Sat- 8 Pf.. auch 1 mm:. 1: sse. 0 Pf.; große Gerske 1 Ribic. 8 Sgr. 9 Pf., auch 1 Kids:. 3 S&K: kleine Gerste 1 Rtblr. 10 S r., am!) 1 Rtblr. !; Sgr.; Haft: 1 k . 1 Car. : Pf., auch 21 gr. 8 Pf.; Erbsen 1 „Nibkr. 11 Bst.,

aua) 1 Rtblr. 16 Sgr. 3 Pf.; Linsen 2 Rthlr. 17 Bst. - _ 85" Wasser: P?iizeszteiäer) ZL Rthlrj YQÜ'YT os Pf.,“ F1. 1r.2sr.0 „un tr.; onen _ _ . _, ., 31123 Rtblr. Zo Sat.; kleine Gerfie 1 Riblr. ? Sgr. e ck oss]: 1 Rtblv, auch TanY'bguYß o a e , Dai schock Stroh 6 Rthlr. 20 Sgr., an* a mou. Der W

den' 15. "Dezember 1888.

Zu Bemmmg des Redakteur“ VKU!!- * kedruét bei !. F3) q..

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