1877 / 1 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Jan 1877 18:00:01 GMT) scan diff

der an tmann rhr.v. Lyncker,x ügel-Adj1ttantSr.Hoheitdes regieYenkLn H Fvgs von Sachsen:Meiningen, dre Ehre des Empfangs, um lückwunschfchretben der genannten Fürsten zu überreichen. Se. Majestät nahmen als_dann noch aus den Händen des Major Brix die neue Rangltste entgegen. Beide Kaiserliche Majestätcn be ahen S_ich dem“- nächst nach dem Königlichen Schlosse und na m_en dajelbst nm 10 Uhr in der Brandenburgischcn Kammer d1e_ Gratulatron der Königlichen Familie, sowie der hier zum Benrck) anwesen- den fremden Fürsten, und um 1035 Uhr im Rittchaale dre

Gratulation des Königlichen Hofes ent egen. _ Unter Vorantritt der Obersten HOF; Ober-Hof- und „?_01: chargen begaben Sich hierauf die ?_lÜerhöchsten Herrscha e_n um Gottesdienst in du. Schkoxzkanelle, nw stch dre Jäter gratulirenden Personen sowie dre rnakxtven Staats- inister, dic WirklichenGeheimcn Räthe _und dre Räthe Erster Klasse, ferner Deputationen _der Garmsonen von Berltn, Potsdam und Spandau ein cnmden hatten. _ Die Predigt hielt der ber-Hof- und Dompredxgxr Vr. Kögel Über Vers 8 des 13. Kapttels aus dom Brrese St.

Pauli an die Hebräer. _ _ _ Tach beendigtem Gottesdtenste bcgabrn Sich Se. Ma-

'cstät nach der Rothen Drap d'or-Kammcr und nahmen da- ?elbft die Gratulation der aktiven StaatS-Ministcr entgegen.

Inzwischen hatten sich von der Schloßkapclle um,]24x Uhr die Fürsten, welche Negiments-Inhaber sind oder Militär- Uniform tragen, die General-Feldmarschälle, die Kommandirenden und die in gleichem Range stehenden Generale, die aktiven, resp. zur Dinofition stchrnden oder verabschiedeten _Generale, die mit Gcneralß-Stellnng beau ragten Obersten, wwie die Commandeure der Garde: und eib-Rrgimenter, des Königs: Grenadier: und des König§:H11sarej1:Regimcnts in den Ritter: saal begeben. Als Se. Majestät in den Saal eingetreten warcn, richtete Se. KYerliche und Königliche Hoheit_ der Kronprinz nachstehende orte an den LlÜerhöchsten Iulnlar:

Allerdurchlaucbtigster, Großmächtigster Kaiser, Allergnädigster Kaiser, König und Kriegsherr!

Vor Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät erscheinen heute zum ersten Male die Vertreter der gesammten deutschen Armee aus glückliÖ-friedlichem Anlaß. Es gilt der Erinnerung des Tach an jrclchem Ew. Majestät unvergeßlicber Herr Vater, König Friedrich Wilhelm UL, vor nunmehr fichenzig Jahren, Sie im zarten Knabenalter in die Rcihrn Seines Heeres aufgenommen hat, des „Heeres, Welches in Ew. Majestät dereinst das Vorbild aUer soldatischen Tugenden und den Schöpfer jener neuen Ordnungen er- blicken sollte, die _ in Kampf und Sieg [*cwährt _ Prenßrns Ruhm erhöhen, Deutschlands Größe neu und fest brgrünren halfen.

Cin Jahrzehnt ist dahin gegangen, soit bei der [eßten Gedenk- feier dicses Tages ick) En“. Majrstät mit den Glürkwünschcn der Armee die Gefühle ehrfitrchtsroller Liehc und unjrandelharcn Ver- Fraucns aussprckbcn dnrftc, Welche Heer und Vrkk in Preußen fÜr ihrcn thcnrcn König beseelten.

Heute, rw wir unter Gottes Beistand zu immer ]"Ööncrcr Er- füUung hcranrcifen sehen, was nnsrr Vaterland lange schmerzliäh vermißt und rcrgchcnö ersehnt hat, heute find es Dcutsckokands Heer und gccinigtc Stämme, die voll Dank für alle (Hüter, n*elche En“. Majestät ihn::n crrnngcn, in ihrem Kaiscr dcn fiégrrichcn Feld- herrn, dcn Wicderhrrftcüer und Mehrer des Reiches verehren.

Ist cs doch, wenn wir die Vkicke rückwärts Wenden auf den Be- ginn Ew. P?.xjcstät militäriscber Laufbahn, als ok die mit Preußens jicfstcr Nrtl) und cndliÖer Srhcknng eng rarknüpktcn Jngrndcrlck- [cbniffc Ew. Majestät dic Vrrbcrciknng zu 1811 Thatcn kcrcntcn, MMR ria Wclfgesrhickhte mit Ihrem N.]mrn für innncr untrcnnhar rcrhinkek. Grtch dcn Wrrtcn “Dcr altcn, wickcr ans'gclektcn Tonk- Zrirhcn rrenßiWer Krich n'r'rksn (FW. Majrstät nnr Tem die Ehre gckrn, rcFen gnädige „HAK mir Ihnen war Und miT nns AUM. NWT zicmt 8.3 mir dahsr, jcnrr Thatcn ein3€[n zn gedenken. Aber [*cglsxckk dnrch die Srgnnngcn, welche Uns ans ihnen erwnckxscn, schen wir in froher H0f711nng nnr gcfrrstcn Mathes cincr frirklichen Zn- knnfr entgegen.

Fest ge7chlo17cn nn? «[[e Zeit zu des Vaterlanres Vsrtheidigung L*crcir ist *ra-F TeufsckW Heer der ückocre Hrrt Unserer Freihcit und Einheit, kcit die '.".*'.1 Err. ?)Tajcstät gcsäéasrsnrn Einrichtungen, rrrche einst Preußcn? Annkc zur Erfüllnnn ihrcr Anfgahen [*cUhigtcn, nach dem [2231211 gejrakrizen Krirgr Gcmcingnt Dcr (ganzen Natirn gc- Works:: smd.

Unr wéc in Fcnsn ErnsfsnTagcn, «[H fcindhÖ-Zr Uehrrfakl krrhte, ric T::xtÄÉZ-xn Fr'xrnsn nnr Vöskrr znm Zrhch rc? bcimisÖancerrcs 11:17.“ zur W.:krnng ikrrr kökrsxcn (Inter nm Err. 'Majestät fir!) sck*3.7r7€n; wie damals im Vsrxrausn an? Ihre ?“rxrrke nn? knnrine Fréhrnnz rxxcrn'iklig un? frks-F-mnthig gestrincn nnr gerungen war?, 115- :(UÖ 30811 Kémpfrn UNT SÖTZÖÉM endlich in nrncr Hcrrli-Ökcit 1.15- Truxs-É-e NSW ?riöksr ersxanr, rcffen cr[*[ich3e Kaiserkrone En: Mchstäs recht cézcxnkiÖ ZLF dcr Wahlsraff 7585 Siegex rar- gcerZ-H: :rarr _ 1": MFT [*cUT-c :an ;chrLzéanrerÜS-HT 'US rrutkcke Vril neörkaéx “.::xr .:Zni.3, anf" sc€::kn Kaissr nnr Kriegskcrrn hin, in rxkkercr Léch U11) TreUc un“ :*rn dcm kcÉZc-n Wn'nsßbe crküxlt, 7:37": (ZM Err. Mzßrnät nré» [ange 2xka1rcn mözc :? Hükcr nnr

&“ .J.... „.= “" .',», : .,. ... * **- 1 , - ' x-1..._-cr :.: Zr..:.r.: x...? ;. T.:? Batcrlanrcx 33271!

ZS. Maissxät dsr Knissr Und König gernhten anf diss; Ilnrsdr zu CNVLIONL: „WSU: JM Tir S_Zérrcn, krrrx: ITKMWUKÜ YRQ [Jirr Und mn

»

ksxxxéxxx 4.156 Lckkkkch? cr'kcnt. :néx TM Gsfsxblen ühereinsfimtnrn, L

;; ::“. M:?n Srl": *":ckcn errs ;OZZZZU, ": kxnn Ish Mich nur um 1“: ?TZZTZÖck 71552327: ".::7: *EUR T.:Zcr z::näÉ'": ZFUW. Mrinen Tank T:":r :"...5.

Wexx ZZ; ZU; TMT:; zuerxkklich. an tral-Ösm ZF; ::: jzxt 70 “ck ». ;“ 'Ilrxnxs €€:1rrxr. mr."? “ZD ja anch dsr VethZZxPr _.“2-

. :5 ZUCHT“. 2:71: ?'"t es :kkr „11:13 rrn “rc“m Au,;srhlééx

::: MeÖneÖ 'm Gctr rukcnrkn Vaters in Dir Ilrrxrr (THYSM, Msinsrx ;;:ZZF: LZLSNÖQU; LinkarÖ Eis zu “der hcuke Mir rxrxkxnxxn Frxuxe MILF 3:7265 Gefsrhl, 'rsm Lrnker unserer GcsÖicke r€7::Z;th_zsn Tank zu 73552. Mrinr 7572112;ij ÖraÖtr es mit sub," T.:? xxr zröérke Theil MIT::ZZ LIZENZ rér Arm€e gewidmet trat, 2323777. gerührr «rst zu;? .:an rsnen, rr-;[F:e MW, auf Meinrr

méléerZWsr: Lanfkahn Lzleer nnr Mew? Bémsxhungrn uxxx-xkxxt. MOTM Erkennxlkékeét, Terex: Ick.“ Mixx? stets

gxrn Hxinnere. Denn “csc TUZZrkeit, Hingékun; m:? Au?- UUZ: :S: Arms? :errxnkr Ich die STQÜUUZ, “rie Ick jeyt “» ck « «„ _“. . - -: .- - - ' ex..x:-.-.n“.-.. V-.. „».Zrthm an, D:: aas “cr: neuencn, glor-

reicb beendeten Kriege stehen die Thaten der branden- burgisch-preußischen Armee unauslöschlicb in den Annalen der Welt- geschichte, und was Preußen geworden ist, ist es hauptsächlich durch seine Armee geworden. Sie, Meine Herren, die heute Mir gegen- über Meine Armee repräsentircn, bitte Ich, allen Denen, welche Sie vertreten, Meinen persönlichen Dank zu sagen, ein Dank, der um so verdienter ist, als Ich Mich eine so lange Zeit hindurch von der Gesinnung und dem Geiße des Heeres, stets in engster Berührung mit ihm, überzeugen konnte, ein Geist, der mit Ihr Werk ist und dem, in Verbindung mit dem der deutschen Truppen, der große Er- folg gelang, ein einiges Deutschland und ein deukschcs Heer zu schaffen.“;

Um 1 Uhr atten alsdann noch drei Deputationen in der Schwarzen Ad er-Kammer die Ehre des Empfange?»

Im Namen verab1_chiedeter Militärs aller Waffengattun: gen und alXer Grade mchtcte zunächst der General der Infan: "terte 3. D. Herwarth v. Bittcnfeld 1. einige ehrfurcknxwoüe Worte an Se. Ma1enät, woranf der Erste Kron-Trcwrier a. D., Gehenne Hofrath Vork nachstehende Adreffe verlas:

Allerdnrchlauäyti 1te_r, Allergroßmachtigster Kaiser,

Allergnädigster aijcr, König und Herr!

An dem heutigen Tage der hohen Ju elfeier ciner ficl*c115igjähri„cn Waffcnchrc ohne Gleichen nahen Ew. Kaiserliäzen und Königli en Majestät wir uns ebrfurcbxsvoll als Vertreter der alten und invalidc getrordenrn, sowie der vielen Hunderttausend Krieger, dcren AUer Stolz es ist, Ew. Majestät im 9Zecke: oder in dcr Marine gedient zu haben. Wir nahen uns mit der itte, dic Glück- und Segenswünscbe der durch uns Vrrtrrtenen AÜergnädigst entgegennehmen zu wollen. War einst cs unsern Vorgängern vor 20 und 10 Jahren vergönnt, Euer Majestät als ErinnerungSzcichen der ruhmreich erlebten 50- und Wjährigen Dicnstjnbelfeicr Helm und Lorbeer darbringen zu dürfen, so gestatten Ew. Majestät uns mit gleicher Huld ein Kaiser-Schjvert, als einen redcnden Zeu en vollbraöbter großen Thaten, üherreikben zu dürfen. In seinen Stayk gruhen wir zu den Tagen früheren Rnbmes dic glorreichen Tage des verfloffenen Jahrzehnts, deren Glanz ewig hell und klar strahlen wird. Und wie Ew. Majestät in sieben Jahr- zehnten das Schwert führten als Zeichen heiligen Rechts und cherncr Pflicht, ssc) möge 'die ehrfurÖtsvvllste Darreichung einks Schwertes durch un ere Hände Ew. Majestät bezeugen, daß wir AÜerhöcbstdcro etreue und dankbare Unterthancn, indem wir uns nach schrverrn eudig geführten Kätt1p7ct1 des errungenen Friedens freuen, von der Uebcrzeugung beseelt find, das; Ew. Majestat, tren als Freund, gc- fürckytet als Feind, rnit starker Hand erhalten Werden, was unter Gottes gnädigechinande und unter Ew. Majestät AUerhöchsteigencr Jührun? mit dern Schwert zum Hcile und zur Ehre Preußens wie

eutscb ands erkampst ist.

Mit den Treuen Allen, deren Bo_ten wir smd, nnd zuglcick) mit Millionen treuer deutscher und preußijcher Herzen hcten zu Gott um dir fernere Erhaltung Ew. Kaiserichen und Königlichen Majestät die alleruntcrtbänigst Unterzeichneten. (Folgen Untcrschristen)

Die zweite Deputation bestand aus Vertretern des West- fälischcn Kriexgcr: und Landwehr-Verbandes, in deren Namen der Krcichhynkus ])r. Hölker aus Münster Sr. Majcstät eine silbrrne Siegessäule darbrachte.

Als dritte Deputation erschienen die Vertreter des Deut: schen KriegcrhuanH mit dem Gcneral-Lieutenant 5. D. Stock- YFM? an der (“.;-WHL. Dresclben überreichten nachstehende

rr] e:

_ Yllerdurrbxauckytigsier, Großmächtigstcr Kaiser und König! NÜer- gnadrgstcr Kaner und err! Als Ew. Kaiserlichen nnd Königlichen Majestät hochseliger Vater _ ruhmvollen und gesegneten Angcden- kcns _ heute vor fichzig Jahren den Degen in dle Hand 7225 jugend- lichen Prinzen Wilhelm Königliche Hoheit legte, War nach Gottes unerforschlicbcm Rathjrhluk; übeYPreußen und das gesammte Deufsch- land rinr Zcit schwerster Prüfungen bereingehrocknn, denen selbz-“t die SckoweUcn BTI Körrigspalastcs nicht heilig genug Waren. Und heute nur!) den firbxiZ Jahren, währcnd welcher der Namen Ew. Majestät mit der Warscnrhrr und dem Ruhms der preußisrhen Armce unauf- 11§§lich verknüpft ist, jvclcb' ein anderes, jrcltgéjvaüigrs Bild! chn _an dem hcntigcn hohen Festtage, idtm nicht aklein das preu- ßiWe Heer fcxcrf, sondern Wo imrnrr ein deutsÖeI Scknrcrt drutschc Ehre zu sÖÜLZLU _[*rr»:it ist, anch rer Dcntsrhc Kriegcrhnnd snd dem Tkrrn Ew. Ykajrnät naht, so mögen Ew. Majestät cs hnldroU dcn altcn Srldatxn dcr Brfrrinngskricgc_ und 1611 jnngcn Vetrrancn von Dörpel, Köxngs_gral_;_n11d don franzöfiskhcnSchlachtfelkern zu Gnaden halten, Wenn nr nrcht fehlen mögcn, vor- es gilt daI seltene Fest ihres aUrrrrhrtcn Kaiscrs und Kriegsherrn durch Dank für dreje große Gnade Gottes tnitzufeicrn. Möchtrn Ew. Majestat gsruhcn, Unsch Feier des Fcst'eH durch Erfüllung einer Bitte zn dcr crhekenkstcn zn macbcn, die jemals deutsrßr Soldatcn an €incm_ Ehrentagc WWI rherstcn Kriegshrrrn kcgangen haben. Wyhl winrnr, wie warm Ew. Majcstäk das Schicksal aUcr Ihrer «[tstnSrUjatcn und reren Angehörigen am Herzen liegt, hat der DAMM Krirgcrknnd geglaubt cs Wagrn zu dürfen, aus cigrncm Antrirhe nnr rincncn Mitteln eine Stiftung zn gründen, Welche dcn ercck haken soll, drn Witlrrrn seiner Mitglieder gcgcnühcr dnrch dic That dic hrhe Jrsc drr Kamrradschaft zu verwirklichrn. Er tragt im unerschnttsrliÖen Vertranen anf rie unhegchzte HUW _ Cn“. Majcsrät, nrx!) msknx: cr hitler aÜcruntcr- xhänign, da:? kcikirgcnde Statut dcr Stiftung Und Drn Namcn drr- ]?[kcn AUrrgnäkign genehmigen zn wwllcn. Indem der Deutsche Kricgérhnnr KF ?rstcn GWUÉMÉ lebt, Daß Ew. Majestät ihm seine aUcrnxnsrthämg'tc Bitte, reren Erfüklung rirlr Tausend? hoch beglücken nnr chchsn würde, nirbt nhsrblax'xen Werden, wünsckocn wir, daß, wie [*r-Z zn rissem Tune, (Hthes Hand strt? segnen? Über dem ge1iehtrn Kanpte (In". Majcnäf, Irm Skrlz und der Frendc res deutschcn Vol- es, rnhrn mögr! Mik diskcm ans trcnetn Soldatcnherzen krnnncn- den Wnnschc Ersterkrn wir als Ew. Kaisxrlicben und Königkickpcn M.]jcxtät akwrnntrrthänigst trcugehorsamste “cer Denkscéhe Kricgerhnnd. Ter Bnnkes-Vrrnanr. (Frlgen die Unterschriftcn.)

Als Grundnock für die Stiftung strllte der Vorstand

5000 MC: znr Y_ernigung. _ Yrjö? Kancrliche Majsstätrn hrgahsn Sich hierauf nach dem Kötnglrchsn _Pnlms znrück nnd empfingen dasrlbst nm 1.§_Uhr me landzämgrn Fürsten und deren Gemahlinnen, xxnxnm 2 Uhr dre nm Allerhöchsten Hofe brglanbigten Bot: 1 )astsr.

_ __ SpäFer hntte, noch der Königlick) schwodische Gesandte am hrsngcn 39079, (Heneral Baron von Bildt, die Ehre VLS EmpfangecZ 11115 _nheUYChTe Sr._Kanerlichen Majsstät ein eigenhändigex“: ;ckzrcthrn :r. Mannät dLÖ Königs von Schwsden und *Vor- WLZSU.

_ Um 4Z-_Uhr fand alsdann im WEißsn Saale des König: 11chxn Zchlsns§ rin Galadinsr statt, Zu wrlchrm außer den Prrnzsn Und_Prin;_€ssi11nen “DEH Königlichen Hansrs die hrrr (TU_WSWUOL'U trsmdrn Fürstlichkeiton mit Erfolge, Yer anhcxéxanzler, die General : Fcldmarschäkle, die 3tc_rat§-M1m1ter_, die Kommandirsnden, sowie die in glcrchem Rang stshendrn und die aktivsn Generale, die mit GeneralEstrUung bemntragtcn Obcrsten, sowie die Comman- denrs dcr (Harde: und LeihRegimenter, deS KönigßWrsnadier- und des Königs:H11sarenRegiments, die Militär-Vevollmäch: trgtrn und die Strllvertreter der erwähnten Tcpntatibnen Ein: ladnngen erhalxen hatten. Nachdem di? Eingeladenen sich vcrxammelt, erxchu'n unter Vorantritt dcr Lbrrften Hof:,

Ober-Hof: und Hofckzargen der Allerhöchste Hof und nahm an

der Tafel zunächst dem T_hronhimmel Plus. Rechts pon Sr. questäx dem Kaiser und Könige saßen ZZR Kaiserliche und qugltche Hoheit die Kronprinzesfin, _ re Kom ltchen _ ohettcn der Prinz Albrech2 und dte Prmzes 111 ms nch Carl, Se. Hoheit der Herzog vpn Sachsxn = * ltxnburg, Ihre Königlichen Hoheiten dre Pnnzesnn Marte, der Erbgroßherzog von Baden, Se. Durchlaucht der Erbprmz von_S_chaumburg-Uippc, Se. Hoheit de_r Erbprm von Sach en-Mxmmgen, Ihre Durchlauchten der Furst zu S warzburg: udolftaht sowie der Prinz Friedrich von Hohenzollern und Se. Kömgliche Hoheit der 5 rinz Frisb- rich Wi hel_m. _Zur Lmken Sr. Ma'estät saß I rc Majestät die Kai er1n=Könxgin, Allerhöchstwel e wiederum zu Ihrer Linken Ihre Köxnglichen Hoheiten den Großherzog von Baden, die Großherzogm = Mutter von Mecklenburg : Scknvcrin, den Prinzrn Alexander, die Herzogin Wilhelm von Mecklenburg- Schwerin, Se. thoit de'n Herzog von Anhalt, Ihre König: lichen Hoheiten dre Prinzesnn Elisabeth, dcn Erbgroßherzog von Mccklenburg-Schwerin und drn Prinzsn Ludwig von Yeffrn hatte. _ Gegenüber Sr. Majestät saß Se. Kaiscrliche und öntgl: e Hohélk, der Kronprmz, zu Seiner Rechten Ihre Königli )en Hohettcn dW Prmzen Carl, Friedrich Carl, der GroszTrzog von Mecklrnhurg-Schwerin und der Prinz August von ürttcmber . DW übrtgen Fürstlichkeitcn, soweit Höchst: dieselben nicht ereits Bsrltn verlassen hatten, nahmen eben- fach; an drm Diner Theil; die Pläße ge enüher drn Höchstcn Herrschaften hatten die General-Frldmar'Fchälle und die Kom: mandirendcn Gcnrrale der verschiedenen Armer-Corps inne. Während,der Tafel erhob Sich Se. Kaiserliche und König: liche Hoheit dcr Kronprin und brachte folgenden Trinkspruch auf Seinen Kaiserlichen ater aus:

'Im Namen des dcntséhcn Volkes und des deutschen Heeres trinke Ich auf das WOK unseres AÜergnädigsten Kaisers, Königs und Kriegsherrn. Gott segne und erhalte Eure Majkstät.

Se. Majestät der Kaiser und König Erwidertrn: Meine Herren! Ick fordere Sie auf, Ihre Gläser zu ergreifen. Wir trinken auf das Wohl der Nation, aus der das Heer hervor-

gegangen ist.

_ Nach einem Erlasse des Ministers des Innern ist es nicht wünschenswerth, daf; Standesbeamte, welche zugleich Bürgermeister smd, AWzüge aus den StanDLSrrgistcrn mit dem Gemcxndesirgrl anstatt mit dem Siegel des Standes- beamtcn veryehen. Der Minister des Innern hat dahrr im Einverständnisse mit dem Minister der Justiz angeordnet,

daß die ministeriellc Verfügnng vom 4. Juni 1874, die-

Dienstfirgel der Standesbeamten betreffend, auch in der Rhein: provinz zur Durchführung gelange.

_ Laut Bekanntmachung des Trinity HouZe zu London vom 24. November ist auf Yelgoland, nahe der ?ordwestspiße der Insel, eine Nebel: ignal-Station errichtet worden. Daselbn wird bei nebeligem Wetter aÜe fÜn zehn Minuten ein mit Schißßbaumwolle geladener Kanonens lag gelöst. Die Station liegt in der Richtung NW. zu R. vom Leuchtthnrm. Der Abstand zwischen beidenbeträgt eine halbe englische Meile.

_Der Thatbeftand einer Chausseegelddefraudation'

im Sinne der Nr. 5 der zusätzlichen Bestimmungen zum Chauffeegeldtarif vom 2. Februar 1840 seht, sobald nicht einer der daselbst vorgesehenen speziellen FäÜe vorliegt, in wslchen das GEW eine bestimmte Handlungsweise ohne Weiteres als Defraudation angssehcn wissen will, voraus, daß der Thätcr es unternommen habe, fick) dcr Entrichtung des Chauffergeldes auf irgrnd eine Art ganz oder theilweise zu ontziehen, was auI der thatsächlich erfolgten Zahlung einrH geringeren .Be- trageéz, als wozu der Thäter verpflichtet war, sich kcinchvch ohne Weitrreeö schlisßen läßt. (Erkenntnis; des Ober- Tribunals vom 28. November 1876.)

_ Wird eine MeerhLit von Kontravsntionen hui der Branntwrinsteuer gegrn ie AÜerhöchste Kabinotsordrs vom 10. Iannar 1824 Nr. 5 glsichzeiéig entdeckt, so ist, nach einem Erkcnntniß dsSOher-Tribunals vom 13.Iuni 1876, auch bei mehreren Thätern oder Theilnchmrrn die Strafe Unter allen Umständen nnr einmal Verwirkt. Für disse Strafe haften Ye Schuldigen zu gleichen Thrilen und solidarisch fÜr das anze.

_ Als Aerzte haben fich niedergelassen: ])1'. Frodnr Hentschel, ])1'. Albrecht, Or. Castiklon und Or. Lndwig Loewe in Brrlin, Assistrnzarzt1312Zuechner in Pasewalk, 1)r. Szumski in Louisenfrlde, Arzt Cohlenz in WaÜhansen, Lic. Boysrn in Pchorm, ])r. Schohy in Rotrnbnrg, Arzt Buerger in Schrrfede, Dr. I. Schmidt in Büren, [)r. Vogler in Caffrl.

Bayern. München, 30. Drzember. Bayrrische und auch auswärtige Zsitnngen enthalten eine Korrrspondcnz, wonach die Wiederhrsrßnng drr am hiesigen Hofe vakanton obersten Hoscharge eines Oberst-Kämmrrrrs demnächst cr- folgen würde. Diese Nachricht ist, wie dir „M]g. Ztg.“ mit- theilcn kann, unbegründet.

Württemberg. Stuttgart, 1. Iannar. (W. T. B.)

Bsi dcr hir" erfolgten Stichwahl zur Abgrordneten:

kammer erhielt dsr Kandidat dcr Liberalcn, Lantenschlager Yationallihrral), 6948, der Kanyidnt der Sozialdrmokraten, Ulk, 4716 St1mmen; dsr erste in 10nach grwählt.

Baden. Karlsruhe, 30. Drzcmbcr. Der Großher: zog und der Erbgroßherzog stnd heute Nachmittag nach Berlin abgcreist.

Hessen. Darmstadt, 30. Dezember. Der writere Brricht des GesrßnrhungSauEschu es der „Zweiten Kammer über die Vorlage dsr Ministerien des, nnern und drr Instiz wegen des Entwurfs einer Gesindeordnung istnunmehr erschienen und behandext in Kürze die zwischen beiden Kammern be: stehenden _Disferenzpunkte. Die von der Ersten Kammer ge- faßten Br1chlüffe zu Art. 4, Ahsa 2 und Art. 45, Absaß 2 h_eantragt der Ausschuß abznle nen. Dieselben beziehen nch auf den gessßlichen Anfangs: und Endigung-Zpunkt de:? Dienstjahre-Z._ZU Art. 14, welcher dux geseßlichxn Gründe zur sofortigen Lösung des Dienstverhältmffcs ausführt, hat die erste Kammer ach Pos. 3 einstimmig und ohne Debatte den Zusaß angenommrn: „wenn dre Diensthsrrschaft die Dienst- boten an der Erfüllun ihrer religZöWn _fiichten verhindert.“ Der Ausschuß hält die?e Faffung_ für a yolut unannehmhar. Der von der ersten Kammer be1chlos1ene Zusaß zu Art. 27 daß Anwälte nur auf Kosten ihrer Partei zuläsng sein sollen, wrrd zur Annahme empfohlen.

Anhalt. Dessau, 30. Dezember. Am 29. d. M. fand auf_detg _erzoglichen Schlosse hierselbst die Verlobung der *Vtrnzes tn Eltsabeth von Anhalt. geb. 7. September 1857) nut dem Erb roßherzoge eorg Adolph Frtedrtch von Meck enburg-Streliß (geb. 22.Iuli 1848) statt.

Ljppe. Detmolh, 30. Dezember. Der ürft und die Fürstm haben heute eme Reise nach Karlsru e und Rothen: fels angetreten.

Großbritannien und land. Londo n, 29. Dezembzr. Der Kriegs-Minister ardy begab sich gestern nach Windsor, hatte, der „E. C.“ zufolge, Audienz bei der Köni in und wurde später zur Königli en Tafel gszogen. _ (He ern wnrde in Devqnport das S iff „Condor“ vom Stapel ?_elaffen. _Es_ 1st 170 Fuß lang und 774 Tons groß. Der

ostenpre1§ Yteses neuen Zuwachses der Köni lichen Marine ist 33,000 P d. Sterl. ES sol] sofort zur ErJauung zweier ähnlichrn S iffe geschritten wcrden.

_ 1. anuar. (W. T. V.) Nach einem Telegramm dcs „Reuter chen Bureau“ ist heute in Del i die Prokla- mirung der Königin Victoria zur aiserin von Indien mit großer Feicrli keit vor sich gegangen. In der vom Vizekönig erla enen nsprache heißt (“Z, die Kaisérin rechne auf dis Lona ttät und Treue der Fürsten und Völker Und betrachte die Anwesenheit der Fürsten bei dem heutigen fcirrlichcn Akte als einen Beweis ihrer Anhänglichkeit an dio Kaiserliche Rrgicrnng. Sir erkenne ferner das Recht der Ein: gchorcnen an, in au6gcdehnter Weise an der Verwaltung des Landes theilzunehmen. Zum Schluß deutet der Vizekönig auf die militärische Stärke des Lande-Z hin, das die Gefahren einer feindlichen Invasion nicht zu befürchten habs und kündigt die Errichtung eines neuen "vom Kaiserreichs Indien zu verleihen: den Ehrenzeichens an.

Delhi, 1. Januar. (W. T. B.) Ein an die Versamm- lnng von Delhi gerichteter Erlaß der Königin Victoria versichert die Hänptlinge und Völker von Indien ihrer? auf: richtigstcn Interesses nnd ihrrr wärmsten Zuneigung, verkün- det Gleichheit und Gerechtigkeit als dir Prinzipien ihrer Re- Liernng und _erklärt, daß die Förderung des Glücks und Wohlstandes: threr indischcn Unéerthancn das einzige Ziel ihrer Regierung sei.

Türkei. Konstantinopel, 29. Dezembcr. (W. T. B.) (Vcr1pätct eingetro“'cn). Der Großvczier hat ein Schreiben an die ottomani che Bank gerichtet, in welchem er die Anfhchung des Drkrets vom 6. Oktober 1875 betreffend die NLDUktiOU der Zinszahlung der Staatsschnld anzeigt und erklärt, er werde den Kammern einen Gesetzent- wurf vorlegen, welchcr vorher den StaatLglänbigern mitge- theilt werden soll und drr geeignet sei, die Brsißrr von Sch1tldtiteln zu befriedigcn und die Ehre des türkischen Reiches

zu wahren.

_ 30. Dezember. (W. T. B.) Die Pforte hat die erwartoten Gegenvorschläge der Konferenz noch nicht Üherreicht. _ In der heutigen SFung der Konferen hob Graf Chaudordy hervor, daß die orschlägs der Konéerenz praktische seien und nichts enthielten, was mit der Autorität Und Integrität der Pforte im Widerspruch stände. General Ignatirff brtontr, daß Rußland alle Zugeständnisse gemacht habe, um zu einem Einverständniffe zu gelangen, und daß es im Interesse: der Türkei lirgé, die Vorschläge der Mächte an:

unehmen. Nachdem der Marquis v. Salithurt) hierauf Feine Zustimmung zu den Worten des: 031“an Chandordy nnd - Generals Ignatieff achgesprockwn hurts, €rklärtcn dic Grafen

Zichy nnd Corti, u:». das Einvrrnrhmen drr Mächte zu bs:

nndcn, ebenfalls ihr Einverständnis; mit densslvcn. _

Man glanht, daß die Pforte in der nächsten am Montag statt: * findendrn Sißung der Konferenz ihre Gogcnanträge ühcr: , reichen wird.

_ (W. T. B.) Der Minister des Auswärtigen hat den Vertrrtern der Pforte im Ausland? die amtliche Mittheilung zugehen lassen, daß beschlosscn worden sri, dcn Waffenstilkstand bis zum 1. März k. I. zu ver: längern. _

London, 1. Januar. (W. T. V.) , Routers Bursau“ telcgrnphirt: Nach Privatnachrichtrn ans Konstantinoprl vom 30. 1). MS. weise die Pforte jedWede Okkupa: Zion durch Eine auswärtige Macht zurück, sie habs ]odoch als eine Art Garantie die Unterzeichmmg cinch Proto: koUs angeboten, in wclchcm sic dic grtreus Ansführung der zugesagten Reformen gelobt und znglsick) darin einwilügt, daß die Konfercnz nnch zwci Inhrcn wirder zusannnentrstc, um dir loyale Llnsführnng drr UCULU Bcrfassnng zn bcglnnhigcn. Die Pfortc genohmigc frrncr mich die Bildung einer türki- schen Grnsd'armcrie nnter türkischen Offizieren und Offizieren der europäischrn Mächte.

_ Nach einem Telegramm dss „Renterschen Bnreans“ aus Konstantinopel von gcstßrn hätte der dortige griechrscho Gesandte Condonriotics Lord Elliot grgrnüber erklärt, Grtechenland werde srinc Haltung der Türkei gegenühcrron derjcnigen Englands abhängig machen. Wsnn England 111 Bezug auf die Türkei nnr eine wohlwollende Nentralität brohachte, so werde auch (Griechenland sich neutral verhalten; soi das aber nicht der FaÜ, so wsrde Griochrnland nur seine eigrnen Interessen zu Raths ziehrn.

Paris, 29. Dezember. LW. T. BZ (Verspätet eingetroffen.) Dir „Agencc Hanns“ me drt ans onstantinopel gegen: Ühcr anderwritigen Nachrnhten, man glanhe, die Pforte w er ?) e dreVorschlägr derMächte schlirszlick) a nnehmcn. Anch würden Seitsns dcr Mächte vermnt lich der Pforte: nock einige Zugeständnisse gemacht w_erden._ ieselben würden kodifi: ationen der Drtails betreffen, dre den Vorschlägen der Mächte zu_Grunde1iegrnden Prinzipicn aber unberührt lassen. Die Pforte beabsichtiZt, der „Agence Havas“ zufolge, neurrdingH drri Millionen irres Papiergeld zu emittiren.

_ 30. Dezember, (W. T. B.) Der „Monitenr“ bespricht dic orientalischr Lage und hält an der Hoffnun anf Erhaltung des riedens fest, obgleich er zuglei konstatirt, das; bis cht ie Di§position€n drr Pforte nichts weniger als vcrsöhnlichrr Natur seien.

_ 31. Dezember. (W. T. B.) Der Konseilspräsi: dent Iules Simon hat, wie die „Agence HavaE“ erfährt, bsi Gele enheit _des EmpfangeS des Maklersyndikats erklärt, daß er ie Hoffnung auf eine friedliche Lösung der orientalischen Frage aufrecht erhalte und in dieser Be;

Yrehung der Weisheit der europäischen Mächte vertrauen zu ürfen glaube.

_ __1. Ianuqr._(W. T. B.) Odian Effendi isi in erner Ftnanzmtsfron der Pforte hier angekommen und retst morgen nach London weiter.

Brrjssel, 31. Dezetnber. (W. T. B.) Der „Nord“ glaubt mcht, daß der rusnsche Botschafter in Paris, Fürst Orloff , dessen _Ynkunxt m Kurzem_ hier erwartet wird, im Auftrage der runtschen Regierung hrerher komme, und daß deffen Sendung m_ Bez1ehung zu dem Projekte einer Okku- patton BulgarrenS durch belgische Truppen stehe. Das enannte Blatt _glaubt vielmehr _zu Wiffen, daß Fürst bOrl?) nch auf eme Emladung des Königs von Brlgien hierher ege ?.

__ Der Spezinl-Korrcsxondsnt der „Daily NewE“ wider: sprtcht _der amtlrchen Er [ärung der Türken, c-Z seirn in Bulgarten achthundert Häuser wieder erbaut, und es sei tm Lande nunmehr _keine Familie ohne Obdach. Nach den Berichten _ so schrctbt dcr Korrespondent _ von Schnyler und Bar1ng_ seien etwa zehntausend Häuser vcr- brannt nnd1echz_1gtausrnd Menschen ohne Herberge. Es k_ö1_1ntcn aber mehr achthnndert kleine Hütten zehntmncnd Fannlten heherbsrgen, und diese achihundert sogar seien nur 11) drm OfflZiEÜLU Bericht vorhandén. Fünfhundcrt würde die rtchtlgcrc Schäßnng scrn,_ und keiner? von ihnrn könne dic. schönen großen Häuser Mech, die verbrannt wnrden. Was dre Bestrafung der an den G1.“äll€[11Schllld_i_gEU angebe, so ser gar nrchts grthan, obwohl eine Kmnmisnon die Sache drel Monate lang rn Händen gehabt habe. __

_ _ Die „Turqme“ vom 26. d. veröffentlicht in franzi“): srscher Ueberseßung den Text der neuen ottomanischen Kon: st_1t11t10n. Dersclben gsht als Einleitung der Großhorr: [tche PromnlgationS-Hat voran, welchen der Sultan an seinen Großvrzier gerichtet hat. Derselbe lantet:

„Mein erlauchter Vezier Midhat Pascha!

Die Macht Unseres Reirhes trat: ehemals im Abnehmen; nicht die answärtigen Fragen tragen die Schuld daran, sondern man war in der Ver1va[tm1g der inneren Angelegenheiten Von dem geraden Wege abgewichen, und die Bande, welche das Vertrauen der Unter- thancn mit der chiernngsgewalt verknüpften, Waren gelockert.

Darum hatte Mein erhabener Vater, der verstorbene Sultan Abdul Mcdsckpid, cin Reformprinzip, das Tanzimat, oktroyirt, Welches, den gcheiligtcn BestimmunJen des Chcri cntspreckxend, das Leben, das Eigenthnm und die Ehre „lller gewährleistctc.

Durch den [»eilsatncn Eindruck des Tanzinmt konntc fich bis jetzt der Staat in der Bahn der Sickxerhrit erhalten, und vcrmögcn wir hcntc daS Verfassungswerk, Welckycs das Ergebniß frei aufgesthtcr Jdccn nnd Anschauungen ist, zu gründen und zu verkündigcn.

An diescm glücklichen Tage mux“; Ick mit ganz besonderer Vcr- ehrung “(*-es Wunsches Meines erhabenen Vaters gedenken, der mit vollem Recht als der Regenerator des Reiches angesehen werden kann. Er sclhrr hätte, wie ich nérht beznwifle, die konstitutionelle Aera, in welche wir hcutc cintrctrn, eröffnet, Wenn die Zeit der Promnlgation dcs Tanzimaf den Anforderungen unsrrcr Tage entsprochen hätte. Es hatte aber die Vorsrhung Unserer Regierung die Sorge Vorbehalten, dicse «[ijckliche Umgestaltung, welche die höchste BürgsÖast für die Wohlfahrt Unserer Völker ist, zu vollbringen. Ich danke dem Himmel, daß Ick) als Werkzeug dafür berufen Ward.

Offenbar War das Prinzip Unserer Regierung unvereinbar mit den allmählichen Umändernngcn, Welche in Unserem inneren Regime eingetreten Waren, und mit der steigenden Entwicklnng Unserer ans- wärtigen Beziehungen gewvrden. Unser innigstcr Wunsch ist es, für immer die Hemmnisse zu beseitigen, Mlche Unsere Nation und Unser Land an der geziemenden AuMüYnng ihrer natürLichcn Hi'11fstttittc1 behin- dern, Und Unsere Unterthanen endlich im Befiß der Rechte, welche einer civilisirten GesCUschast gebühren, in Einem Gedanken dcs Fort- schritts, dcr Einignng nnd der Eintrnch sick) Verschmelzen zu schen.

“Zn diesngchke War es nothnwndig, ein hcilsamcs, regrlmäßigcs Regimr einznfi'thren, dic nnvrräußerlickxen Rechte der chiernnns- gcirakt dnrck) Vermeidung aller Fehler 1111?) Mißbräuckw, jvclxbe die Fracht ungescxxliMr Handlungen, das heißt der WiÜkÜrherrschnst Lines Oder mchrcrcr Individuen find, sirhcrznstcllen, drn_rerschiedenen Mitgliedern der Grnteinsrdafken, Welche Unsere Gesethaft hikden, dic glriöhcn Rechte zu hcwiÜigen, die gleichen Pflichten aufznrrlegen und sie in die Lagc zu verseyrn, gkcicknnäßig der Wohlthaten der chihrif, dcr Gerekbfigkrif und der Gkrirhhcit theilhaftig zu Werden. * iss waren die Kinzigcn Mittek, mn al[e Interessen sicherzustcllcn und zu hcschüxxen.

Ans diesen Wesentlichen Grundsätzen ergab sich die Notbrvcndig- kcit ciMS anderen nngcmcin nützlichen Werkes. Es gilt, Unser Staatörcrht mit einem dcliherativ-kon]tifnfionellcn System in Bar- bindnng zu Bringen. Deshalb hatten Wir in cinctn bei Unsrrcr Thronhcstcignng prontulgirten Hat die Errichtung eines Parlamentes als dringlirh Erklärt.

Eine besondere, aus den höchstcn Wxxrdcnträgern,„Ulenms und Bcamfcn des Reiches gebildete Kommijnon hattr_ wrgfältig die Grnndkagrn Unserrr Verfassung anSg-xarbritcf, “Nc _hxcranf ron Unserem Staatsrathe geprüft und grnrhxnint nnrrde. Drews Grund- gesetz bestätigt die Vorrechte: dcs Sourcrnns, dj_c bürgrrlirhc und Po- litische (Zchirhheit der Ottomancn vor drm GULP, dlc Vcrnntwort- lichkeit und dir Brfngniffe der Minister Und Beamten, das KOMMU- recht dcs Parlamentes, die völlige Unnbhängiakcit dcr Gerjchtr, rns thatsärhliöhe Gleichgewicht des Budgets, cndsick) die adnxnnjtratwr Dczrntralisntion in “0811 Provinzen unter Vorbehalt der ent1chcidcnden Aktion nnd drr VoÜmacknen der Ccntralrcgirrnng. _

AÜG diesc, sowohl den Bestimmungrn dcs Cher), WFL Unseren Fähigkritrn nnd Bestrebungen entsprechenchn Prjnziprcn stchrn auch, was Unser höchstcr Wunsch ist, im Einklang nnt _dcm edlen Gedan- ken, das (Glück und das Wohlergehen Allrr zn s1chern. Jm Ver- trauen auf die göttliche Gnade und die__Für1prache des Propheten, übergebe Ick Deinen ändcn diese Verfannng, nachdem Ich derselben Meine «Johe Kaiserli e Sankfion crthei1t habe. Mit_ «01er Bar- stand so " dieselbe sofort in (111811 Theilen Unseres Rrrckzrs m Voll- zug grseßt Werden. Deshalb ist es Mein fester Entschluß, daf;_Dn dieselbe promnlgircn und von dem herxtigen Tage ab dcrexrBestnn- mungen znr Ausführung bringen lassen. Du wrrst ebenso dre 1chlu- nigstrn und wirksamsten Maßregeln ergreifcn, um das Stndnnn nnd die Anöarhcitnng der in “O_iesem Akte erwähnfen Gesexc und Vor- schriftcn vornehmen zu [a]"!en. "

Möch “der AÜeYöchste den Bemühungen aller Jener, Welche fUr die Wahlfahrt des 5 ciches und rer Nation arbeiten,Crfo[g verleihen.

Gegeben am 7. Zilhidje 1293.“

Rumänien. Bnkarest, 1. Januar. (W. T; B.) Wie das „Telegraphen:KorrespondEnz:Bureau“ von h1€r meldet, soll dir rumänische Armee in Folge der Verlängerung des Waffenstillstandes auf den Friedensstand gesetzt werden.

Rußland und Polen. St. Vetershurg, 29. De: zember. (St. Zstrer. Herold.) Dem Karscr smd nne- derum zahlrei e ErgebenheitSadressen _Überre1cht worden. _ Am 25. d. Mts. hat Se. Majestät dßn bucharischen Gesandten empfangen. _ZDas Vulletrn Über den Gesundheitszustand des Großfürston N1- kolai Nikolajewits des Aelterrn vom 27. Dezsmhcr lautete: „Heute füh[te ick) Se. Hoh€1t_ der Großfürst besser.“ Seit dem 28. wird ein Buürtin mcht mehr aUSngLbLU. _ Der 12. Dezember 1877 sol], wie die „No . Wr.“ mr_t: theilt, anläßlich des 100. Jahrestages der Ge urt des Kat:

sers Alexander 1. in ähnlicher Weise, wie der 100jährige Jahrestag der Geburt Peters des Großen gefeiert werden. _ Ueber den Gcsundheitßzustand des Genrrals Potapow er: fährt die „Now. Wr.“, daß derselbe sich gegenwärtig im oesten Stadium der Genesung befindet und in nächster Zeit von Wien nach St. Petersburg zurückkehren werde. _ Die Nr. 106 der GcsexFsammlung veröffentlicht cinen Allerhöchstrn Be: fch_l, hetre end die Feldverwaltung der Truppen in Kriegs: zer en.

Amerika. New-York, 30.Dezember. Nach einer gcstcrn aus Matamora-Z hier emgcgangenen Depesche sind der Präsi: det1tLerdo de Tejada und EEcohedo in Mazatlan ange: kommen, der Prätendent Porfirio Diaz hat anrctaro beseßt, der andere Prätendent, Iglesias, hat sick) nach Guanaru (1 to gemcndet.

New-Orleans, ]. Januar. (W. T. T.) Die Legi?- l_atur von Louisiana hat sich ohne jede Störung organi- sn't, es wurden zu derselben nur die mit Certifikatcn det.?- Wahlcomitéez versrhcnrn Deputirtcn zngclassén. Tic demo: krcxtinhrn Abgeordneten sind 311 einer hrsondcrcn LegiSlatur zmammengetreten.

Aus dem Wolffsckwn Telegraphen-Bureau.

Bukarest, Diénstag, 2. ©annnr, Vormittags. In der Deputirtenkammcr wurde eine .;nternrllation an das Knhinct Übrr die Anchgnng dcr Artikrl ], 7 und 8 drr türkiskhcn 'Vrrfaffung angstncldet. In derselben soll die Frage an die chicrung gerichtet werden, ob sie wegen diescr Artikcl eine Erklärung von der Pforts 'zu verlangen gédrnkr.

St. PrterEbnrg, Dienstag 2. Januar, Vormittags. DUS „Journal de St. VetoreZhonrg“ bespriän die Ver- längcrnng dcs Waffrnstislstandes bis znm ]. März (. und hebt hierbei dcn wcsrntlichcn Unterschird znnschcn der noxcnwärtigcn Situation und dor Lage der Tingr im Otohcr t). I. hervor. Der danmls dnrch drn Abschluß des Waffenstillstandes gebotene Friede sei ohne, jede Ga: rantie gewesen, )'th aber habe sich Europa durch dic Kon: ferrnz Übrr die Garantien und die vorz1mehmenden Re: formrn achgrsprochen. Wenn daher jetzt Lin Frieden abgeschWffen würde, so Würde es ein ernsthafter nnd chrenhaftcr sein. ES sei aber leichter Brdingnngcn nicderznschreihcn, als src durchznführcn; da die Reformen nur im Prinzips formulirt seien, so dlcibc noch viel zu thnn, ehe sie ins Lehrn trctcn könnten“ dazu wärrn kaum 2 Monate artSrcichend. Der Friede» nne ihn R11ßlandwünsche, könnte aus der vrrlängertsn Waffenruhe hervorgehen, wenn die Mächte fortführen, einig zu bleiben.

Kunst, Wiffeusthaft und Literatur.

Bremen, 1. Jannar. Der bisher hier bcstchends Verrin für die deutsche Nordpolarfnhrk hat in scincr Vcrsmnmlnng am 29. Dezember 1870 beschlossen, den Namen „(HcrgraphisÖc Ge- sellschaft in Bremen“ anzunehmen Und zunkich dcmentspreäycnd sein Statut, welches dem Verein schon bisher Förderung geographi- scher Forschungen überhaupt anferlcgtr, in cinigrn Punkten abzu- ändern. Vcrsrhicdcne Beschü'jffc wurdcn gcfafn, MWS geeignet sind, zur Crrcichnng der nunmehr gcstcrkfen jvritcren Ziele beizutragen. Eine Anzahl neuer Ykitgücder wnrde aufgenommen.

Kopenhagen, 29. Dezember. Froderik Paltrdan- Mii[[cr, nächst Orhlcnschlägcr Wohl der [*edcntcndste der dänischen Dirhtrr, ist [)entc gcstvrhcn. Cr War am 7. Fcbrnar 180!) auf der Insek FÜUEU geboren als der Sohn Links Geistkichcn, rer s äter Bischof von Aarhnns wnrde, und hat vornehmlich dnrch das r*enso wi Kiga nls gernnkenfich Epos „Danrscrinden“ (1833) scincn Tickztcr- ru? [*rgrs'rndct. 1841_1849 vrröffentlickwtc cr nchcn dcm Drama „Venns“ sein Hauptwcrk, „AdamHonw“, Line didaktisck=hunwristische DickWUg, Welche schon oft mit Lord Byrons „Doanan" verglichen Wordcn ist. Außerdem hat er viele poetische Er5éihl1n1gen Und Dramen gedichtet. Vom Staate bezog er rin Ehrengrhalf ron 3000 Kronen jährlich.

_ Die neueste „Jllustrirtc Zritnng“ W_1n__30, Dezember bringt 11. «. Illustrationen eine 9 Abhildxmgen nmsancndc Original- zcirhnnng von H. Lüders „zam 70jährigcn *)]TilitärjnhUäum dcs Kaisers Wikhcbn.“

(Helverbe und Handel.

Bcan, 31. Dr;etnhcr. Nack) zuverlässiger Mitthcilung ist von drm Kaisrrl'nh rnssiscksen Finanz-Ministeriutn angcordnrt worrrn, das; Wnarcn, wclöhr hei ?rn russischen Zollämtcrn bis zum ]. Jnnnar k. I'. nlfcn Stnls mittelst Eisenbahn cingctroffcn und dckhrrirt stin “werden, bis nnn 10. Jannar k. J. cinschließlich visitirt, [*crciniat, und in Banknoten wic bishcr Vcrzolkt wcrden.

Mciningrn, 2. Jannar. (W. T. B,) Boi dcr hcnkc staff- grhahtcn Gcwinnzichnng dcr *.Nciningcr 49/0 Prämirn- Pfandbriefe fiel drr Hanytgcwinn von 105,000 «M anf Nr. "25 der Serie 597; 30,000 „16. strlcn auf Nr. 18 drr Soria 713, je 3000 „46 ans Nr. 18 der Scric 404, anf Nr. 15 'Der Skric 1184, ans Nr. 3 der Srric1535, anf Nr. 1?- dcr Scrie 1920 Und uns Nr. 7 dcr Serie 3329.

Verkehrs-Anstalten.

Berlin. Urhcr dic Verkehrsrcrhsiltnissc anf dcn Bahnrn in Rnßland goht Uns Seitens der_K'önigle-n Direk- tion der Ostbahn folgende Mitthcilnng zn: “*.*[Us dcr K*irwBrrstcr Bahn ist “rer Gütcrrcrkchr ria Brcsr wirkcr chZffnrt, ric gcnnnnte Bahn nimmt indessen Giitcr, MWC für die Orcnncr Bahn, Share kow=Nikr1ajcffrr Bahn und Charkow-Azrrrer Bahn hextnnmt nnd, znr Zeil noch nicht zum Transrort an. _

Eisenach, 28. Dezember. (M. 3.) Dr_m ncugcxrnhlfcn Land- tage wird u. A. anck» einc Vorlaxr zugrhrn rn Brtran ch pr01ck= tirtcn Batch cincr ZWeigbahn won Salznngcn nack) Vacha. Die [*ezrichnctc Strcckc ist im Anftragc Dcr chnarxnhrn Reglcrung nichirt und “rer Kostenansthlm auf nur 800,000.1é-. fcxtgc1t_cilt_worrcn.

Bern, 30. Dezember. (K*. Ztg.) Dcr Luzerner Große Rax!) hat die Uebereinknnst zwischen der Berner nnd der Luzerner chts- rung betreffend den gemeinsamen Ankansder Bcrn-ancrncr Bahn abgelehnt. _ _ _

Bremen , 30. Dczemhcr. Laut Kabeltélxgrannn Von Baltimore ist der Lloyddnmpfer „Braunsxhjvcxg“, (1111135 M. von hier grscgelt, gestern Wohkbchaltcn dort angchrntncn.

Triest, 31. Dezember. (W. T. B.) Der Llonddnmpfer „Progresso“ ist heute Nacknnittqg "3 _Uhr _nnt der ostmdnch-chme- sischen Ueberlandpost nns Mcxandrtcn hrcr cmgctroffcn. _ __

Ncw-York, 30. Dezember. Das Po_stda1_npf1chr_[_s des Norddeutschen Lloyd „Kronprinz Frtcrrrck) Wt_[ elm“, w:[chcs am 9. Dezember won Bremen abgegangen War, rst heute Lvohlhebalten hier angekonnncn.

_ 1. Januar. LW. T. V.) Der Schranhcndampfer „Suevia“ der Ham urg-Amc_rikanisck)_e:1 Packetfnbrt- Aktiengesellschaft ist in der Nacht Vom Frettag zum Sonnabend hier eingetroffen. _

_ W. T. B.) Der Dampfer des Lloyd .Oder" ist heute hier eingetroffen,

Korddcutschen