1877 / 1 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Jan 1877 18:00:01 GMT) scan diff

„Berlin, 2. Januar 1877.

Die Arisgradungen zu Olympia. 11T. (Vgl. Nr. 298 d. Bl.)

Die beiden leßten Wochen vom 1.-14. Dezember hqben trotz des Verlustes zweier Arbeitstage zu den *b1ShßUgen Gräbungsreiultaten höchst werihvolle Bere1cheru11g_en gelixfert. In erster Linie steht der am 11. Dezember erfolgte „?_I'U'Zd eines die; auf ganz geringe Verletzungen vollstgndig crbaltsnen weiblichen Kopfes aus dem Wesi- giddel. Derselbe lag etwa 6 Meter vor der W911: front unter den Tr0m111eln_ dsr dritten Saule_ (von Norden gerechnet) und zwar 11111 der 1chwar5211Erde, alw un: mittelbar auf dem alten Boden der 2111161. Der rechtshm gx: wendete Kopf besißt auffallend la11ge 1111d schmale 211113211 mit starken Lidern; die Nasenlinix b1ld_6_t e1116,geradc Fortwßung dcr Stirn, der Mund ist wenig gcoss_11ct, dic_Unter1ppe z1em: 11111 weit vorgeschoben, das Kinn 1st 1ehr stark c11t1v1ckelt. Daß dine DreiMrtebAnsicht die beabsichtigte war, crkc1111t1na11daran, daß die linke adgcwe11dete_Seiie 110111 _Ohrc_ an mir ld1chi an: grlrgt ist. Usbcr dcr 111cdr1gen Stir11 wlgt „em schmaler nwlligcr Streif des gcschsitclten Zaareß, wahrend d1e Hauptwaffe als: starker Mit absiehender_ und nach [311613611 zuscipimxxi: grdriingt 1111d daubsnariig 1n„e_111 glcxttes .Ulch geh1111t11t, dxffon Zipfri rwrn iibdr drr Stirxi 5111am111111geknotet „find. Wegen des im Westgiebel dargestcliten Kaigpies „zmscben „5311111111111 1111d Kéntaurcn wird daS geiundcne Stiick einer" Zu- p1111911fr1111 angrdört haben. Der Charakter, dex; Llnfack) schonen 311111185 wird als: ein durcdaucö 1dea12r dczdichnct 11.1111, ncbrn der größeren Weichheit dic writ lcbc11d1gcr_e imd sorgmltigcre Au?- f-iidrung gcgcniiber drm aus dem Ostgtrdcl arretieren Koyie d:?- Greisccz (friiher KladeoI 119111111111) hervorgchobcn. Es ist damit das crstc größere Stiick, das„s1ch2r dem A.ik9'n,9,"95„31i89; schriedrnwcrdr11kc11111, d. 1). „des zwditen 1111ch4P11e1d1a6 , wxr1l111 Pausanias. (,1'.,10,8) gerade bei BUÖWLÖUUJ der Giebel: friddr 11111 Ze1w-Te111pel nennt, 9211101111611 wordcn und gleich- zeitig 9111 WM, höchst werthvoller Maßstab zur Beurtheilung der dereitS brkannten M0nun10ntal1kulpturcn 11118 der Glanz- epoche des 1'. JadrhundeUH in Athen, Phigqlia 11. cx. O. 7

Der Westseite Mistammt fernsr das 1111 Berichte 1111. dsrsits erwiihntd Metopcnsiiick, welches (1111 1..Dezemb9r 11111113 dcr Nordwestcckc auf der 3111611611 St1116 im Sande liegend gefunden wurdr. Daffeibe - 110cb 0,81 M. .hoch und 0,50 M. breit stsllt einen am rrchtep Jiaxide 1111611111311 nacktsn Mann dar, .der mit einer Bierteiwondung 111111) 11111?- gedreht 111111“. Nach sichersn S_pureri hing der linke Arm biiiter dom Körpkr herab und 111611 LMM rimden odsr cckigsnGcgenstand, wiihrend der rechte Arm ivdraestrxckt war. „Der Körpsr isi 111111 geradezu (111-ngze1chneirr Arbeit, 1111113 a11ders noch gefühlt und d11rchgcdildet, ais d:? 11111 Nkcht so brw1111dcrto1111acktc11 Körper (1111 der 2111116-211111132.“ 5.311 dar:“, „(1115011119118 Stiick 311 dem Siege 11er die 391111111 - die 11011 PausaniaS hier als vorchw 21111111112 That 7 oder 511 d€11_1 5111111pr mit den Stynwdiilis 611 Vogclti gedort hat, 111111; vorläufig 111191111ck1i€d911 1111111011, 31111111 sthMi [“is 20 Schr1ttc wcstlick) 11011 dsr Nordwestecke mele'klemere sragnwnte gefunden si11d, die sicher von Metopcn derrddrwr 1111d 1111191 entweder bei d€11 neuerdings gefundcnen oder 1181 dcn 121111) 1101111301er vcrpflanzten Stiickén rin511rciche11 sein' werden. _ '

Die große 5101111101111011 ÖGS OstgwdelS [191,1211111111116 511111 nicht unwichtige Ergä11z11119€11 erhalten; Er1il1ch d11r§d das a1isch1111ck16 Brncbftiick zweisr i11 Ödchr6110f geb1ld-ciLrP19r'dxc: 1111111“, die 511 ddr Qnadriga 111 der rcck11911G1€dcllalste 90111111 [11111911 1111'11191145111211121121 d1irch_ 0811 „(1111111115611 ZZUUD 91111?) 111611111111111 Torso, der, 1111161011 a11fder1ch11111r3611 Erdc r11ds11d, weit vcrscblcppt wordrn 111. Er [ag_c,a. LZUM. 11111“ drr 5111911911 Säule (von Norden g9r2ch11ctY 161119 Lanxxc bdtriiiii 0,80 M„ 012 Schnitcrbreiie 0,60 M. 4.19. F1gr1r' 111 11111 01110111 einfach [1eradfal1611den ii_r1111*[[c11€11 Chiton dekle1d9t, dcr a11fd611Sch11116r11 gékniipst 111 und von „dort (111€; 111 111-3111'f11c11111 paralirlcn Fulton zuprrust hinabglritct; unterhalb drrsrlddn wird die Gswatidunq 1011161 und [cbondigcr Das Nacktd ist 11011 und wahr gsdiidet, dw rcchte Hemd, down 511: „cwdörigsr 211111 bis 111121“ den Elicnbogrn herauSgebrockzen ist, [11111 1111161“ drr li11k€11 VrUft 1111d stÜHTL ddrt dLn linken Arm, dsr 1111111 LkiWiiOiWU Spursn 1111111111112 gsrxchtst war, 11111_d€111 nach links 111111111d€te11 und LtwacZ hsriidgdwniten 5101170 11211111 als Stiitzs 111 didncn. Dahsr stand ÖTLsE Gestalt 111 der 11111- [1111911 (5519111016016 1111d 111111“; je 111111) VCL“ Znterprctgtion der;; P(UlsÜUiÜS (K, 10, 6) als STLWPS Odrr Hippodamdw 11656111): 1101 wsrden. Tir Hintdrssitd ist rok) (1111111111, CMS Vertisfnng, dic 5111; BsicstigUnJ dis11tc, noch _311111 Tth 911111111311. DLL Gswmidiwhai1d11111g (11111611 11111 1111111011 ddr drs wg, PclopH,

Mit der E111d1ck111111 dieser “Figur 1511115: 1111116111: Vfrrdc: 1151111161118 scheint dir [mie iiidliciw (5165911111016 136111111: 511 19111, 241111 der r1ck1ici1 Hiilftr' 16111011 111311) 11111311" dsm „ZcUchildL 111 drr Miiic dic. beiden rscht§ 11011 dexnseibM gdsta11dr1ic11 Handt- figrircm, 10111111" dcr Wiigc11lo11kcr, 11111112 gröjzrrc errdetdsiir. T*ock) darf mich den diechrigen Rc11111ate11 wohl erwartet WCWLU, das; es schiicßlich gelingen Wird, von drr (3361111111111- 101111101111011 ch Paionios eine sicherc 511 wsitdren Verglsick11111: 9111 10 1v11111ci1r11§wertde Vorsteünng 511 1101511111211.

AW) das (55911121 dsr Epigraphik 111 medi [cer a11§5gega11g211 21111361 (“ileL 111151111, 111111“ 111121611111111311 c111f Nero deziiglicden 3111151111, hat 21116 a11d€re den bisher unbdkannten Siegrr mit d€111 chnpfrrdd ans Ol.208, nii111lich T1beriu§_(§ln11diu§ A111)r0di1"i11«75 [1611111111 „112111111111, Die W1chtlgst6 Zr11chriit ist MÖ- licl) 61118 acdizeiligs 111131111619, wrlche 11111 611112111 schwarzdn Mirrnwrdwckd dirdi vor der Nordostecke dels Trtnpdch: einge: 111111111611 gefunden wurds. Tir. 0,64 M. breite? und ebenso ticfe Basis trng daes 11011 (8111110111116 geweiht? Erzdild dcs IirdnerH (3011111113 11011 deniinoi. PausaniaI hat 12116 In- sci1rift zwar gelesen (71, 17, 7) aber nicht veröffentlicht. Um so anziehender ist 643 111111, aus derselben eins Hinweisung auf 61112 zwrite G0rgia§€tai1ic in Tclphi, Miche Gorgias selbst gsweidt hatte?, 311 01115151151911 und dadurch riiie Vrstiitignng fiir diE darauf [wziiglicde Miltdrilung beiPa11sa11ias(x.,18,7) z11 gewinnen.

Z11r Gciibiibis dcs Schwanen-Orddns ist kiirziirb i11A11-5bacb i111 Verlage 111211 C. Brügcl und Sohn ein: Nimwgradbic crscbirnrn: Urkniidcn und NaOrrcisungcn zur Geschichte des Schwanen-Ordens von S.Hae11[e. Dic „Allg. Z.“ bringt ci11e eingebcndc kritische Belcucbiun dcrseibxn 1111d sagt dariii:

„DU: ck1ranc11-Orden, 61:16 ,Riitergcscilickxast im Tierist 11ns€rcr lisi'cn Frauen“, war von K11rfiirsi Friedriéd 11. auf dem Marien- bdrg: bei Altbrxndcnbnrg 1440 gestiftet Und 1443 in 113111211 Bcing- niffcU weitcr geglirdsri wdrddn. Pflege dcs rbristiicbsn Sinnrs nacb

dcr A*.iNiUiUUNg 1:11d Wsisc i_cncr Zcit, Mildcrung der rrbrn Sitirn dankbar

im märkischen Adel selbst und eine engere Vcrbindung desselben mit dem Landesherrn waren der außgesvrochene cwaeck dcr Geseiixchast. Albrecht Achilles zweigte 1459 den Orden an nach Franken 11 und bestimmte die Georgenskapelle bei St; Gumbertus i_n Onolzbach sür diese Tochtergeseusibaft. 1484 schied er die beiden Zun en „dieiieit und jenseit des Thüringer Waldes“ u_nd gab er frän_kischen Gesellschaft 1485 ein neues or anijchcs Statut. Die1e Anordnungen des Markgrafen und Kurßürsten find keine Maßnahmen von kurzer Berechnung; dehnte sich ja der Ordens- verband auf diese Weise von den nordi1chen Marken und deren Grenzlanden breit durch Mitteldeutschland aus bis nach Oesterreich, Bayern und Schwaben, und zeigen uns die mitgetheilten urkundli- cben Mitgliedertafeln schon bald nakb der Stiftung des Sch1va11en- Ordon? eine bedeutsame Zahl von AdengesÖlccbtern der rberdcut- 1che11 Stämme, welchc 1"1 in Folge dieser Neugliederung iiberaus crbxbt, so das: sicb „Hunderte von Familien in der prlitiscben Spbärc der Bra..denbur§1er begegneten und bewegten. Wer den Faden der Thatsachen denkend verleitet, kann in der Durchbildung, welche Al- brecht AchiÜeS dem Schwanen-Orden gegeben bat, gleichsam die Grundsteine einer Familienpolitik erkennen, dercn gewaltiger Ausbau nacb großen Zwisibenräumen und Thaten heut als Deutsches Reich bewundcrt vor uns steht. Mit Fug bebt Herr Haenle hervor, welche entscbeidcnde Stellung der Markgraf schon 1459 inner- und außerhalb dr§ Rciiiws auch in europäischen Angelcgenbeiken eingciwnmien hat.“

Die Stadtvcrord11ctenversammlungbat (1111 30. 1). M2

11. I. den Betrag der Gemei_nde-Einkommensteuer für Vcriixi pro 1877 auf 80% fesigcwßt.

Der Vrrein Berliner Künstler bcging heutc die Feier des 100. Geburtstages Christian Daniel Rauchs durch einen Festaktus im Bildersaal dcs Vereinslokals, der einen großen Kreis von Künstlern und Kunstfreunden vereinigt hatte. Die Fier wurde durch den Gesang des 111103'61' 71138 eröffnet, WENN]! ])r.3 ud. Löwcnstein die Festrede biclt. Am Schlaf; drr mit Bei all aufge- nommenen Red? wurde die Büste des Geféierten mit frisclx-cm Lorbeer geschmückt. Ein vom Königlicherx Opernsänger A. Fricke gésUUgLan Fcstlied, in dcffen Schluß die _gejaxnmic F_e]tver1“an1111l1111g, sichtlich bkwcgt, cinmiitbig einstimmte, ichlog dic wurdige Feier.

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Paris, 31. Dezembcr. (Köln. Zig) Die Revvlte in der Lcolo 1198 111118 sr mébisrs entstand dadurch, dai; einer der Zög- linge am Tische den Ruf: .Es lebe der Kaiser!“ aussiieß, und als deshalb seine Kameraden über ihn berfallen Wollten, der Direktor der SrbUie Partei für ihn ergriff. Die Schule wurde von 100 Mann

Infanterie beseßi.

Der .Kösn. Zig.“ wird aus Paris unirr dem 30. Dezember telegrapbisib grmeist: Eins _erickyiiicbc Untersuckpung, 111611111? birr Wegen der 111 ibr rcrwickclien Yersönlicbkeii viel Ansiedcn erregt hat, ist bcuic geschlossen worden. c (Herminv, ein Sohn des ehe- maligen Gourwrnean der Bank ron Frankreich, Advokat, Pariser Gemeinderatb, Vizc-Präsideut des Conutés fiir die katholischeU Uni- versitäten, Mitgründer der katholischen Geseiieuvcreine 11. 1“. w., ist wcgrn Vrrlexxnng der öffentlichen Schamha1tigkeit, verbunden mit Widerstand gegen die Behörden, zu zwei Monaten Gcfängniß und 200 Fr. Gcldbnße vernrtbcili morden. Sein Sckuldge1w11c, ein ehemaliger Galeere11sträfling,_ Namens Ciwuard, der keinen Widsr- stand gegen die Polizei grlcistet, Wurde zu zwei Wochrn Gefängnis; viruribeilt. - Hr. d: Germiny wohnte der Verkündigung seines Uribeiis 11ichi bei; cr bZsindct sich, wie man bört, 111 einem belgi- schen Kloster,

London, 1. Jannar. (W. T. B.) An der schdttische11 Küste 1'111d durch die Stürme, irelrbe in der [exten Woche wiiibe- ten, 80 Schiffe, größieuibcils dc11tschc iind norwegisrbe, gesckxeitcrt und 270 Seeleute ertrunken.

Ncw-Ydrk, 30. Dezember. („W. T. B,) Ein Erpreßzug der Pacificbabn gericik) grstcrn in Frigc heftigen Skbticcirei- [16115 aus d811 Schienen und stürzte 111 der Grafscbnii Asbiabuka (Ohio) (1111 Erie-See (11111 einer Höhe von '75F111"; iiber die Joche einer Brücke Hinweg in den Fliii; hinunter. Eirie große Anzahl von Rei- senden War anf dex Siklie Todi. Man glaubt, daß etwa 100 Per- sonen rer1111gi1'ickt 1111d.

Theater,

Im Königlichen Scbanspiclbause brarbte der letzte Abend des jiingst verfloffcncn ngrrs, wie nach aitem BraUrize, jeder Sriresterabsnd, ein Uciics Lusiipiel: ,T011risie11“ auf die Scrne. Dcr Verfaffer Otto (Hirndt 11611111 es_€in „Sckyerzspiel“. Das Publikum ist 111 diesen Siunden im Angeßcbte der Jahresrande in iwitrrcr Sdirestcrsiimnmng und verzichtet willig zu Gansien unbe- fa1ige11€11 A11111s€1nent§ auf Eine strengkre Kritik. So fand denn (11111) diesc?) Schcr,51die[ Line frsundlicberc AufiiaHmL ais cs Wabrftheinlich (111 einem anderen Abende vor cinem ernstrr gesti1111111c11 Areopag ge- funden bäiie. Die beiden Ersten Akte [affen sich gut an und rersprechen mehr als die beiden [0151211 Akte, Weiche dartbun, dax"; für vier Akte der knappe Inhalt nicht ausgiebig genug 111, Halten. Die baiidclndeii Pcrsdncn des Siixckes biideu drci Gruppen. Da ist zu- iiäibsr dcr Cbcfprafidcnt Gras Kracht mii seivem Sohn Fritz, einem Offizier und dessen Kanwraden Baron Schönborn; zu dieser Grup e ,ob-dri dann 11911) 11161161: Cbristrl, dic Wiribin eines GLbikgSgaii- 91311118, Welches auf dem Grund und Bodrn des Grafen sicht und WWW sie von Lxdiérem zur Pacht bat. Tir „zweit? Gruppe besteht aus dem- Rcichstngsmitglied Freiherrn v. Hrrst und seinen beiden jungen Töckyirrn Doris und Vera. Die driiic Gruvpe endlich bildet der (Heiliigcl- 1111d Wildpreiibändler 211111111 Triilbase mii seiner Frau Adelgunde und Tdcbier Betiy; diescr Gruppe ist au_ch der Doktor der Philosophie 1111d Bibiiotbcksbcanwe Eduard Po11e zuzutheilen. Die andiung (12111 in einrr Gebirgsgegend 11111: fich, ibeiks im Wirt Ébausc, ibrils 1111 Scdloffe des Grafen, theils im Walde. Graf Kracht liebt es, in einfachxr Kleidung auf seinen Besitzungen einsam in BETZ und Wald herumzusireifcn und zu kurzer Rast und Erfrisckoung bei der „Christel' einzukcbren. Dieses Mal verbindet er damit den Z1veck, seinem Sohn Friiz, drn er mit seinem Kameraden Baron Schönborn auf Urlaub erwarict, entgegen zu geben. Zum Z1rccke der Erholung 111111 den gnstrcmgenden Arbeiien des Neich§tages befindet sich Hr. r._ Horst mit seinen Töchtern auf einer Vergnügungswur, auf dcr iic 511faÜig mit denbeidenjungen Offizieren zummmentrdffen. Der junge Graf faßt zu dem älteren “räulein, sein Yrewnd zu ihrer jiingeren SÖWcster eine Neigung. - achdem Hr. r*. dr1i eine Einladung des jungen Grafen auf das gräfliche Schloß anricnommen, trennen sie sich. Auf ihrer weiteren Tour treffen der Freiherr und seine Töchter aucb den alten Grafen, halten ibn ob seiner einfachen Tracht für einen Führer. Der Graf gebt auf den Seberz ein und wird der „Alte als fiir seinen Stand a11ffalie11d gebildet“ erklärt und chcn seiner anten Dienste aks FÜHrer bei dcr Christel im Gastbause mit einem riesigen Biiiisrbrdde und einem Glase, Bier rcxalirt, was er accepiért. Ebenfalls in dem

ebirgs ; Gasibaixse

bei der Christel trifft als Touristengeseklschafk Hr. Trill- b_asc mit Frau und Tochter und, getrxtmt von den Anderen, als etyzelner Tour'st quch der Doktor Yoye ein. Neben seinem ko-' m1sch_w1rke11dcn, lmktschcn Aeußern e11yt derselbe auch noch die Schwache, Vcrs_e 311 n1achen_, die nach einer von ihm g ebenen Frohe besser nicht _ge1chr1eb_en waren. Er macht damit 1": le Ersa run bei den' be1d'e11 Fraulexn v. Horst, denen er, und zwar gleicé betden, _1n einem poejttsrben Xerzenßerguffe seine Liebe gesteht, und daftir aukgelach't wtrd. Be e1en Erfolg erzielt er mit denselben juni zweiten Male in Anwendung gebrachten Versen bei den poetisch gestimmten Serien von Frau und Fräulein Trillbase, die einen grel- len GeZensaß b1lden zu der durch_aus praktischen, derbcn Natur des Herrn rtllbase. Letzterer re1st namlich nicht nur zum Vergnügen,

ondern. 1111: er selbst jagt, „a1_1s Rache“. Die Veranlassung dazu rbeilt er dßm Freiherrn von Horst kurzxr Hand mit. Er erzählt, der ]1111gc Gras Kracht habe sich 111 .der RcUdcn; in sein Haus eingeführt, seiner Tochter den Hof gemacht, 1111: die Ehe versprochen, und sich „seine Yukon und Fascinen woblschmecken laffen“, dann sei der Graf eines schönen

ages, außgebliebxn, babeHch in seiner Wohnung nicht sprechen [affen und die an 11111 gertchteten' riefe unbeantwortet gelaffen. Hr. TriUbase bat fich nun aus du». Reise gemacht, um den alten Grafcn aufzusuchen und dxnseibey zur Rechenschaft zu ziehen. Die ganze Geschichte berubt 1111111le 11111 emem (1111 yro 11110.“ deffen vorausficbtliche Lösung Girndt 1nde11en viel zu weit binausschiebt und dadurch die für den kleinen Jribalt durchaus nothwxndige rasche Abwickelung [ähmend bkmmt. Dieses Gefubl macbtx 1111) während der beiden [eyten Akte auch bei dem Anfangs so gunsttg gestimmten Publikum deutlich bemerkbar. Dix Lösung des Knotens ist eine sehr einfache. Die in dem Hause Tr1libase's als Graf Kracht aufgetretenePersönlichkeit ist nicht der echte junge Graf Kracht, sondern ein früherer Diener desselben, dcr fich den Namen seines ehemaligen H_errn fälschlich angemaßt bat. Nack) Aufdeckung dieses Mißverständnimcs ergiebt sich dann 111111 sclbst die Schlußsccne. Die beiden jungen Offiziere führen die Damen idées Her1e11s, die beiden Fräulein v. Horst, beim, so gut wie der Doktor Posse Fräulein Betti) TriUhase. Obwohl das Stück besonders 111 den beiden ersten Akten , recht wirksame erheiternde Scciwn bot, hat es dock) die beifällige Aufnahme Vorzugs- weise de all_se1t1g vorzüglichen S iele, welches über die Längen des dritten 1111 Vierten Aktes mit ges ickter Hand hinwegfiibrte, zu dan- ien. Hr. Ber11dal_ repräxntirie den alten Grafen im Aeußern wie 1111 ganzen _ WNW 111 der ibm so trefflich- zu Gebote stehrrzden di11111guirten, Vornebmbeii eines bochge1ieÜien Herrn. Freilich hat der Dichter diese Figur in einzelnen Zügen verzeichnet, so z. B. wenn der raf sich _in 1ei11em eigenen FMM 131111 Hrg. Trillbase ganz unrerdienter Wei1e die derbstcn Grob-

eiien sagen läßt, obne ibm dic Thür zu weisen. Hr. Hilti setzte in richtiger Auffnnung der RoUe dcm Bilde des breitspurigen, plumpen Gefliigel- und Wildpreiibäydlers die grellen Lichter auf, die demselben nötbig sind, um diese Gestalt als das zu zeigen, was sie nach dem chsin des Verfassers allein sein kann, eine Karrikatur. Seine empfind- samc Gattin spi.[te Fr.Frieb-Blumauer mit_ gewohnter MeistersÖaff. _ Waren schon an diesen drei hervortretendsten Figuren des Stückes nur wenige charakteristische Züge bemerkbar, fo zeigten die iibrigen ein in Fokge vielfachen 1111111111er noch mehr abgegriffcrch Gepräge, dem a11ch durch sorgfältiges Bcncbmcn der Darsteller kein eigsn- artiger Ausdruck verliehen Werden kdnnir. Die Da111e11 Fr. Haase (Christelx, Fris. Keßler (Doris), Abick) (Vera), Hofntcistxr (Betty), und die .Herren Klein (Freiherr r. Horst), Link (1)1*. Poyic), (550111; (der junge Graf) und Dchnicke (Baron Schönborn), machten aus ihren RoliLn, was irgend daraus 311 machen ist und trugxn ihr Theil zu dem gelunanen Zusammcnspirie bei. Die Juscenirung ist in alien Theilen mustergiiltig.

-Diefr(r1izösische Schauspielergesellsckyaft des Hrn. Direktor (811111 Neumann bat gestern im Konzertsaale des König- [irbcn SÖaUsdielhausrs ihre Vorsteilungen mit der geisircixien Co- médie Sardou's, „1708 1111111195“, recht Llücklick) eröffnet. Nachdem der friihere Unternehmer Hr.Lug11ci sebst unter den mißlicbsien äußeren Verhältnissen noch fick) die Miihe nicht batte verdrießen lai1en, eine Gesellschaft zusammenzusiclien, die allerdings nur sehr mäßigen Anforderungen genügen konnte, und deshalb den Versuch schließlich ganz aufgegeben hat, scheint die durcb die Bemühungen des Hrn. 2161111111111 zu Stande gekommene Geseilsrbafi recht Erfreulichcs 511 versprechen und für die zwei Jahre bindnrcb empfmidcne Liickc 111 dcm Bcriincr Tbeaterlcbcn eimcn 11111 so Jenußrcickéxxren Ersaß zu bieten. Das Personal weist mrbrcrc rccbi iirbtige Kräfte auf,“ und was den Anderen versagt ist, wird durcb ein flrifzig studirtcs, treff- [iches Zusammenspici UÜHLZU aUSgcglirden. _ .

Soweit sich nach dem ersten Debüt der Geßklstbasi rin Urtheil fäilen läßt, besiizi dieselbe in Tru. Gcrberi Linen äußerlich 51111 (1115- gesiaiietcn, gewmidien ersten icbdabkr (Uncb dem Roiicnverzkicdniß 1011 ]"13111113 prsmisr 1618), der d11rch se'me Darstellung des ])1". Tbolosan selbst die Reminiscenz 1111 ,die vortrefflickye Leistung des Hrn. Lagiiei 511 rerdnnksln vermrcdic. Hr. Demed (Maurice), zweiter Liébbabcr, ist nach Kräften bestrebt, das, was ihm äußerlich fehlt, Und durch eine Garderobe wie die gsstrizw..kein€§weg§ bcs1er wird. durch aerrandtes Spiel 511 ergänzen. Die Herren Léon, Noé! (Marecai) 1111d anlosi (Vigneur) sind “routinirte ko- mische Cbarakierdarsteller ([exterer zugleich 2. ReYffeur), die eher zuviel als zu wenig tbuen, während in dem wie des Ver- ircters der pérds 119111135, Hrn. FlLUry (Cauiiade), fich WOULU und Können nicbtimmer zu decken scbeinen. DcmDarsteiier der dankbaren Partiedes Abdalab,Hr11. Lcrrr, fehlte wic früheren der Beifail keineswegs. _- Von dem Damcnpersonak trafen gestern Frl. Deshars uud Frl. Scriwcmd besonders beriwr. Erstcre Dame (Zranä prsmidr r618) entwickelte in dcr Roilc der Ccciic ein bsackxtenswertbes dramatisches Feuer, Leßtére war a[s ISMS iuZÉUUS in drr Partie der Benjamine nicht obne 521111111111). ' _ '

Das Znsammenspiei War, wie schon bemerkt, cm ireffiirbes; 11a- 111cnilich gilt diss 111111 der VcrbandlunF über das Duell 1111 _2. Akt, der Scene zwischen Maurice 1111d Ccci e, im Z. und den Enicmble- Scenen des [edlen Akts. _ _

Das zahlreich erschienene Publikum zsickmeie bewiiders Hrn. Gerberi d11r1i) mehrfachen Bcifgil bki offcger Scene uns Und ern1111itcrie 611111) nach den Aktschlüßen die Dar1tellcr durck) applaUdi- rcnde Anerkrimung.

_ Die zur Beglückwiinscbun Sr. Majestät des Kaisers bier 1111we1'e11de11 Fürsten 111111 Wa deck und SÖaurnburg-Lippe becbrtcn 11111 Neuiabrötage die VorsteÜUng „Der Löwe des Tage;“ 1111 Wailuer - Tbeater und wohnten der Vor1ieil1mg bis 511111 Schluffc bei. ,

- Sc. Königliche Hobeit der Gros,;berzoq von Meckiein- burg-SÖWerin besuchte am Neuigbrstage d_1e Auffnbrung der Operette „Faiinitza“ im Friedricb-Wilbxlmsiadtisckyen Thea- ter und verweilte daselbst bis zum Schluß. Se. Durcbiaucht der Fürst don Wakdeck und Pyrmo11i wohnte am Sylvesterabsnd e endaselbst der Vorsteliung bei.

-- Durcb die fortdaueriide Krankheit der Fr. Heldig-Becker 111111? die erste Aufführunél der Movitäi „Karageorg,“ odcr „Um Serbwns Krone“ im Bellc-3 liis- 11ce-Tbcater veriagiwerde11,11nd so dgrfie “Oi? 11ächsts NOVÜÜÜ- L'kU Srdaaspiel von Adolph Rctche, brt1tcli „Dombcy und Sr bn“ 12111. Daffelbe 1st nach dem Roman von Dickens bearbeite*r.!

d ci r: . re 111. Berlin: Re 11 eu F P s)

Vier Beilagen (einschließlick) Börseu-B Silage).

Verlag der Expeditidn (Kessel). Druck: W. Elsiier.

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Königreich Preußen.

Bekanntmachung.

, In Betreff der von der unterzeichneten, Direktion reffortirenden dtZektcehnt Staatssteuern wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntuiß ge ra .

In Yi“ der Verlegung des Etatsjabres ist durch das Gesetz vom 12. 1 1876 (Gese 1-Sammlung Seite 288) bestimmt worden:

1) daß die Veran agung und Erhebung der direkten Staatsiteuern und der 1111 Wege des Zuschlags zu den- selben fur, den Staat einzuÉiebenden Abgaben vom 1. April 1877 ab nicht mehr für das alenderjahr, 1ondern für das Vom 1. April des emen und bis zum 31. Yiärz des folgenden Jahres laufende Etatsthr erfolgt. , _

Eine Außnghmx btervon besteht'_f1"1r die Haufir-Gewerbesteuer, 111dem die Legitunatwns- und Hausir1ieuer-Scheine bis auf Weiteres 11011) für das Kalenderjahr auSgefertigt werden.

2) Für dczs Uebergangsquartal vom 1. Januar bis 31. März 1877 findet eine 11eue'u11d besondere Veranlagung und Einschätzung nicht statt;_es ble1bt v1el1nehr die für das Jahr 1876 bewirkte Ver- anlagung m11 den x111getrete11en Zu- und Abgängen unverändert fort- bestehen, und es wird bis zum 1. April k. Js.

die Grund:- _und Gcbäudesteuer,

die Klassenjieuer,

die kslassifizirteEinkommensteuer (Staats-Einkommensteuer),

oww

die Gewerbesieycr vom stehenden Gewerbe, in denjeni en Beträgen weiter erhoben, in welchen dieselben für das Jahr 187 veranlagt, bez1ehu11gswxi1x durch Im und Ab änge und durch Reklamationsverfabrcn end 1ilt1g Festgestellt worden iind.

Ein Reklamations- oder Re urFVer ahren bezüglich der für das Jahr 1876 beretts yeranlagi gewesenen und für das ]. Quartal1877 wchtdestiicfiben Betragen weiter zu entrichtenden Steuersäße findet m a .

Die Pflickyiigen Haben daher auch fiir die in dem Uebergangs- quartal vom 1. Januar bis _31. März 1877 fortzuentrichienden Steuern die Zufertigung der ibnen seither mit dem Jahreswechsel zugegangenen besonderen anachr1chtigungsschreiben dieSmai nicht zu erwarten, indem ihnen erst für das neue mit dem 1. April1877 beginnende Steuerjahr gegeii Endq des Monats Miirz k. J. Benach- richtigunasscbreiben in der seither iibliÖeu Weise zu eben werden.

3) Rücksicbtlicb der Klas1c11siduer wird insvesondere bemerkt, das; dieselbe mit Einschluß der USU eintretenden anänge in drn nach der Bekanntmachung vom 27. Dezembixr 1875 (Gesetx-Sammiung Seite 615) und deren Anlage für die ersten 3 Monats des Kalender- jahres 1876 festgestellten Beiträge zur Erhebung gelangen, Und daß eine Offenlegung der Roile 1111 Januar nicht stattfinden wird.

Die im Laufe de_s Kalenderjahres 1876 auf Grund des Artikel 111. des Gewdes vom 16. „Juni 1875 bewilligten Klaffenstcuer - Erlaffe werden, soweit für dieselben nicht auSdrücklici) ein anderer Endtermin bestimmt ist, auch für das 1. Quartal 1877 fortgewäbrt. ' W

4) ,Die Besteuerung und, Steuererhöhung für die innerhalb des Zeitraums Vom 1. Januar bis 31. Miirz 1814 bewohnbar oder be- nu*bar gewordenen Neubauten, beziehungsweise in ihrer Substanz ver efferien Gebäude beginnt mit dem 1. Januar 1877.

Dagegen Werden die dom 1. April bis 31. Dezember 1874 ebenso wie die vom 1. Januar [)1831. März 1875 bewohnbar oder benuizbar gewordenen Neubauien, beziehungdweisc in ihrer Substanz verbesser- ten Gebäude erst 11111 dem 1. April 1877 steuerpflichtijg.

5) Die GeWerbe_stc11er (aussÖliefiiirh der Hau irsteuer) sowie klassifizirte Einkommensteuer (Staats-Einkommen teuer) werden mit den für das Jahr 1876 veranlagten, resp. ermäßigten Beträgen für das 1. Quariai 1877 fort erhoben.

Berlin, 21. Dezember 1876,

Königliche Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin.

Bekanntmachung.

Die Kaffe der Königlichen Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin wird mit dem 5. Januar 13. J. aus dem gegenwärtigen Amislokale, Markgrafenstraße Nr. 47, nach der

Mauerstraße Nr. 36, parterre links, verlegk, nnd 110111 8. Januar k. I. ab für das Publikum geöffnet sein. Berlin, den 27. Dezember 1876. Königlicbe Direkiion für die Verrvaltung der direkten Steuern in Berlin.

Y

Perfonalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen- Jm aktiven Heere. Berlin, 16. Dsz. v. Platen1., Pr. Lt. vom Jui. Regi. Nr. 57, 1111ter Beins. 111 seinem Kommdo. zur Dienstleist. bei der trigonometr. Abibeil. chr Landeöaufnahme, zum überzähl. Hauytm. befördert. Conrad, bisher Unter-Lt. zur See, und Peters, bisher Unter-Lt. zur See der Res. der See-Offiz. Corps, 111 der Land-Armee und zwar als außereiatSm. Sec. LW„ ersterer mit einem Patent vom 15. Februar 1876 im Garde-Fuß- Art. Regi, letzterer mit einem Patent 1111111 12.5!»11g1111 1875 im Fuß-Ari. Regi. Nr. 15 angesieili. _ 23. Dzbr. Auer v. Her- renkiriben, Pr. Li. vom Gren. Regt. Nr. 1, von seinem Kommdo. als Bureau-Cbef und Bibliothekar an der Kriegsschule zu Cassel entbunden. v. Knobelsdorf , Sec. Lt. vom Inf. Re(gxt. Nr. 60, als Vureau-Cbef und Biblioi ekar zur Krie sschule i11 affel kom- mandirt. v. Hengel, Pr. Lt. vom 3. Garde- re11. Regt. von seine„m Kommdo. als Insp. Offiz. und Lehrer an der Kriegsschule zit Caüel 311111 1. Februar 1877 entbunden. Goldmann, Sec. Lt. vom JU . Regt. Regt. Nr. 116, als Ins . Offiz. und Lehrer zur Krie sscbu e in Cassel zum 1. März 1877 ommandirt. Gottschling, 1:. Li. vom Jnf.Negi. Nr. 75 und Iackstein, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 45 von ihrem Kommando als Insp. Offiziere und Lehrer an der Kriegsschuie zu anndver entbunden. von dem Busscbe- Jppenbur , Pr. L. vom Jn- Regt. Nr. 42, und v. Dewitz, gen. v. Kre 13, Sec. Lt. vbm arde-Füs. Regt., als Jnsp. Offize. und Lehrer zur Kriegsschule 111 Hannover kommandirt. v. Daum, Yk. Lt. vom 2. Garde-Regt. zu Fuß und Stach v. Golßbeim, ec. Lt. vom 2. Garde-Drag. Re t., von ihrem Kommdo. als Jnép. Offize. und Lebrer an der Krregs Thule 111 Potsdam entbunden. F1: r. v. Schönau-Webr, Sec. Lt. vom Leib-Gren.Regt. Nr. 109, und v. uncke, Sec. Lt. 110111 1“. Garde-Ulan. Regt., als Insp. Of se. und Lehrer zur KrregSschuie in Potsdam komman- dirt. v. Blumenthal, Seconde-Lieuien'ant vom Hus. Regt. Nr. 16, von seinem Kommdo. als Insp. Offiz. und Lebrer an der Kriegs chule zu En ers entbunden. v. Obeimb“ Pr. Lt. vom Drag. Regt. r. 17, als nsp.Offiz. und Lehrer zur Krie sscbule in Engers kommandirt. Würv Sec. Lt. vom Js. Regt. kr; 13, als Jnsp. Offiz. und Lehrer zur KrieZTsscbule in Er rt kommandtrt. Meißner, r. Lt. vom In . Regt. r. 102, von seinem Kommdo. al] Insp. ffiz. und Lehrer an der Kriegsschule zu Caffek entbunden. v. Roemer, remier-Lieutenant Vom Jäger-BataiUon Nr. 12, als Insp. ffiz. und Lehrer zur Kriegsschule in Caffek kom-

zum Deutschen Reichs-Anz 1

Ersk- Beilage

Berlin, Dienstag, den 2. Januar

mandirt. Zimmermann, Pr. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 23, unter Stellung 3 13. 511116 dieses Regis., als Lehrer zur Kriegsschule 111 Zannover. v. Hennigs, Pr. Lt.„vom Ulan. _Regt. Nr. 1, unter

elaff. in seinem Kommdr. zur Dlenstletst. betm Groycn General- stabs, als ältester Pr. Lt. in das Drag. Regi. Nr. 23 rersexzi. von Bonin, Sec. Lt. *: 1a suits des Drag. Regis. Nr. 23, 311711 Pr. Lt. befördert.

Abschiedsbewilligungen. Jm aktiven Heerc.16.Dzbr. Ulrich, Pr. Lt. rom Inf. Rc t. Nr. 45, Bebufs Uebertriits zur Marine angeschieden. - 23. zbr. la111ant,Herzr-gl. anhalt- bernburg. Hauptm. a. D., in den Ver und der preuß. Armee als Hauptm. a.“ D. aufgenommen.

Königlich Bayerische Armee.

Ernennungen, BeförderunFen und Verseixungen. Jm aktiVen eere. 16. Dzbr. F ciscbmann, Pr. Lt. i.]:z. 8711138 des 15. Inf. Regis, und Handex, Pr. _Lt. 11.13 511110 des 4. Inf. Regis., Beide kommdrt. alFAußichtZ-Osfize. im Kadetten- Corps, vom 1. Jannar 1877 an 111 den etaism. Stand ihrer Truppentbeile Versetzt. - 26. Dzbr. erzog Maximilian Emanuel in Bayern, Königl. Hoheit, ajor, bisher 11. 111 „5111113 des ]. Ulan. Nexus„ auf Nackosuckyen zum 1. Kür. Regi. versejzt und 11. 111. 8111138 dieses Regis. gestellt.

Absckyiedsbewilligungcn. Jm aktiven Heerc. 14; Dezbr. Ritter v._Schal[ern, Pr. Lt. des 6. Inf. Regis., 11111 Rachsuchen mit Pen]. und der Erlaubnis; 511111 Tragen der Uniform verabschiedet. -- 16. Dzbr. Bauhof, Sec. Lt. ;. D., und Flc- schüs, Sec. Li. z. D., auf Rachsuchen mit Penfion, letx-terer zugleich mit der Erlaubnis; zum Tragen der Unis. v::rabsrbiedet. Stcirbele, Rath von der Jntend. des 11. Armec-Corps, als Sec. Lt. Unter die Offiz. a. O. eingereiht und demi. dic Erlaubnix, zum Tragen dcr Unis. der aus dem 1. ZUH- Regt. Verabscbie cten eribeilt. _ 19. Dzbr. Frhr. 11. Bern ard, Pr. Li. a. D., die Erlaubnis; zum Tragen der Uniform eines aus dem 1. Inf. Regt. verabschie- deten Offiziers ertbeilt. - 24, Dzbr. v. Willibald, Sec. Lt. des 1. Ula11.chts. auf Nachwehen zur Res. des ge11.Negis. wcrscdt.

Jm Veurlaubtenstande. 20. Dzbr. Gloggkngicßer, Landw. Sec. Lt. des 3. Inf. Regis., Huber, Landw. Sec. Lt. des 2. JUf. Regt§., Meder, Landw. Sec. Lt. des 15. Inf. RMS„ auf Nachs11chen verabschiedet.

In der Kaiserlichen Marine.

Ernennungen, Beförderuzigen und Versetzungen 2c. Berlin, 16. Dzbr. Georgi, Kapitari-Li., und Herbig, Kapitän- Li., vom Marinestabe, z11Korvette11-_Kap1täns, 11.Raven, Geißler, Rötger, Lts. zur See, 311 Kamtan-LW, Siegel, Roiendabl, 11. Seelb-orst, Zeye, Unter-Lis. zur See, zu Lis. zur See beför- dert. Steinbari, v. Siders, Unier-Lts. zur See, ausiicschicdcn und zu den Offizn. dcr Res. des See-Offiz. Crrps Übergcirrten. v. Vogel, Hauptm. und Comp. Cbef vom Scc=Bat„ mir Pens. der Abschied bewiiiigt. Cdnxad, Unicr-Lt. zur Scr, 1111d Peters, Unter-Li. zur See der Zir1. des See-Offiz. Corps, Vebufs Uebertriits zur Landarmee aus der Marine ausgeschieden. Frhr. v. Malapert-Neufvikle, Unicr-Lt. zur See, ein vom 19. De- zember 1874 ])(1. daiiries Patent seiner Charge verlieben. Friese, Pr. Li. von der Seewebr des See-Bats. vom 2. Bat. LandwRegts. Nr. 45, mit der Landw. Armee-Unif. der Abschied bewilligt. Ulrich, bisher Pr. Lt. im Inf. Regt. Nr, 45, unter Beförd. zum Haupim. und Comp. Chef, im See-Bai. angeyteiii.

YÜMÉUTLÜÖLH.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 30. Dszember. Der Kaiser hat gestern Vormittage?- dcn Utigariscden Ministsr- Präsidentsn von Tisza und später den Fi11a11z:Minister Szell in Andienz empfangen. Beide Ministdr 1111d Nachmittag nach Viist zurückgereist, wohin sich ddr Monarch am 3. Januar glei )faÜs begeben wird.

Der Botschafter Graf Karolyi ist vorgestdrn AÖMÖS nach Berlin zurückgercisi.

»- Die „Pol. Korr.“ schreibt: Wir sind [WLAN in der Lage: gewesen, die Gerüchte, wslch anläßlich deH vorgestern stattgeiundenen'g e m ein s amd 11 M i 11 1 st err ath e H aufgetaucht sind, auf ihren wahren Wsrti) zurückzuführen, Ungcacdtdt dsssen begcgm'n wir in verschied€1w11Blätter11, iUSbLsOUdLrL in der „NeurnFreienPrcff-z“ 1111d dcm „Extrablatt“, €ingch911d611 writsren Mittheikungcn iibrr dic Vorkonnmiiffc und Be- rathu11g§gege11stä11de des gedacdtxn Ministdrraidss. Wir sind ermächtigt, erneuert auf das Brstimmieste 511 vcrsichsrn, daß alis diese Mittheilungen i11_das(11ebietder miißi- gen Kombinationen zu verwsiWn sind.

-- Das „Fre111denbi.“ schrdibt: „Se. MajeJiii dcr Kaiser rsist am 2.Januar11ach Ofen,. 11111 3. wird sr Hof nach (Hödöliö verlegt. Die Minister TiSza 1111d Szdll sind eben: HUS bercitc3_11ach der ungarischen Hauptstadt zuriickgekrhrt.

011 u11gari1cher Seite wird in AUZsichi gestellt, daß wsnige Tage nach Ncujahr die Vdrhandlnngen in dcr Bankfrags und dem, was niit ihr zusammenhängt, wieder beginnen wer- den. DaS Jahr 1876 vsriäßt uns jedenfails, ohne die Lösung dieser Fragen erwirkt zu haben, die indessen nunmehr in kiir- Zéster Frist zum Austrag kommen müssen, da am 31. Dezember

es kommenden Jahres das Bank-Privilegünn abläuft. Die Frist, die unH zur Lösung der Bankirage gegönnt ist, ist also nur noch nach Monaten zu berechnen.“

„Ein Telegramm aus Belgrad , schreibt dasselbe Blatt, bringt uns die kaum mehr überra ch911d kom: mende Nachricht, daß das Ministßrium Mi ailovics- Riftics, nachdem 1161; iirst dsffen Demissiqn ab: gelehnt hat, im Amte [) eibt. Man _wird ' ssick) er- innern, und wir haben seiner Zeit darauf hmgewre en, daß diesseits auf die Demission des sßrbisckxenMimsteriumS kemerlei EinflUZL genommen wurde. Das Wiener Kabinet -- und Fürst rede hat Gelcgenheii genommen, das ausdrücklich zu erklären -- das Wiener Kabinet ?at in der Demission des Ministeriums keine Satisfaktion iir Oesterrsich erblickt, 1113 kann in dem Verbleiben die es Ministeriums keinen Grund ?u einer Be chwerde finden. b die Interessen des Fürsten- hums dur dieses Ministerium am besten wahrgenommen werden, ist eine Frage, in Bezug auf die das Ausland das l117171111111 defw Fürsten Milan und dem serbischen Volke über- a en mu .“

Pest, 28. Dezember. Der „Pre e“ wird eschriebexn Vom Allerhöchstcn Hoflager wird gcme det, daß hre Maxe- ftät die Kaiserin ni t nach Ofsn übdrsiedeln, sondem bis

Ende Januar in (Hd "6116 verbleiben wird.

riger und Kösiigiiri) Prenßi 111111 SiliiiiÖ-MZZZTÉJZ

S

' 1.877.

. -- 1. Januar. (W. T. B.) Minister-Präsident Tisza empfing eine Deputation des Klubs der liberalen Fartei iind äußerte sich dabei dahin, daß die Bes orgnis s e

eziiglich der auswärtigen Lage zwar berochtigt seien, aber doch vielfach übertrieben würden. Der Minister sprach wiederholt die Hoffnung auß, den Frieden xrhalten zu sehen, 1111 er an der Ueberzrugung ieythalte, daß das (“3111 und Blut der Nation nur dann i11A11spr11ch genommen werden dürfe, wenn es auf koi11e andere Weise möglich ski, die Rechte und Interessen des Staates und der Nation zu schiißcn. Bezüglich der inneren Frage 11 verwies Tisza unter Betonung der Mäßi- gung und Festigkeit der Regierung auf deren sattsa111 be- kannte?» Ziel 11111 drm Bemerken, daß 66 gerade Angssichts der answiirtigen LEJL gelingen werde, Eine Lösung 111 der einen oder anderen Form herbeizuführen.

Frankreich. PariH, 30. Dezember. Jm heutigen Ministerrathc wurde aquntrag des Ministers des Innern die Absetzung mehrcrer Gemeiudevorständc bdschloffen, deren republikanisck)? Gesinnung z11w1'1111'ck1e111ä1'11. Unter ihnen bsfindezn sich nach der „Fr. C.“, dor Main* 11011 Cavaillon, Hcrr 11011 Bonadona, und sein Adjunkt, wclche in der Wahlbcmegung 110111 ebruar d. J. Herrn Gambeiia nicht den 1151111111311 S 1113 gkgen dio Tumul- tuanten diescr Stadt angsdeiheU [icßew sowie der Maird von Maude. (611911111115 im VanclusedcpartemcUt), Horr Rey. - Ter Marquis dc 31111112, g9g0111viirtig Erster SkaLtäk der französischen Botschaft in Berlin, ist 311111 Range eim»?- bevoll- mächtigten Gesandten bcfördert worden. An seine Stelle in Bsrlin tritt, der „Köln. Ztg.“z11folgc, Hsrr Tidiz, wslcber unlängst dem Grafen dc Chaudordr) bsi Miner Mission nach Konstantinopel bLigLOWULt worden war.

_ MrdondsmIl11Hsch11ffedcsSenat§ mit Einstimmigkeit (1111181101111116116 BLkicht iiber das abgeänderte, Budgst er: klärt: Der Senat wurdc 11011 219119111 berufsn, sein konstitu- tionelles Recht (LUÖZUÜWU und 1111 Einvcrnchmen mit der Deputirtenkammcr das 2111§gc1bcbi1d11€t für 1877 311 beschließen. Der Ausschuß hat diesen Entwurf gepriift und denselben mit Einstinnnigkeii (111981101111111'11. Der Bericht 1111er sodann die vom Senate vorgeschlngcnc11 Vrriindrrungcn auf, die 11011 der 5111111er bsi BLMTLUMJ Über die 1111501111311 Artikcl mit großer Stimmenmehrhdit (111111115111111011 seien , und 119; merkt dariibor: „Es sci 1111?» gdstattct, 511 bedausrn, daß nicht (1116 unsere Beschlüsse a11gc1w111111111 werden, die U11serer Uebsrchgnng 111111) wirklichen Bsdiirfniffcn Lntsprcchdn 1111d [111111111111 Grundstiße ddstiitigdti. Indrs; hat die Kammer, (1161111111125, a11ork111111t, daß eine. Verkürzung der bestehenden GLsLHS diirch fi11a11ziolle Bestimmungen eine Ueberschreitung der einer Kaimner zustehenden Necdte wäre. Was die von der Kammer deradgeminddrten oder gestrichenen Kredite anbe- trifft, fo [11111211 wir die Ueberzeugnng, da[; die Regiernng das Ungenügcnde der Bswilligungcn ansrksnnen Und nicht zögern wird, UCUL HiilequeUM, Und zwar 111 t vergsbens, 111111 dsr WLiSdeit drr beiden Kammern 511 for ern. Wir verlangen von Jlmen die Annahme daS Geseßdntwurfs, 1111d SiC werdsn schlicßiick) Jhrd 211111111111“ im Geiste der Miiszigmig lösen.“

»- Eine Korrespondenz der „Köln. Ztg.“ aus Paris, 29. Dczsmbsr, msldei: „Die hiesigen klerikalsn 1111d radika- lcn Blätter fangeU 1111, sich mit don elsasxlotdringrr 91611116: tag-ZwahMi zu befrisiftigon. Sie driicksn alle die HOffUUUg a11c3, daß die Bevölkerimgen der „Frankrcich entrisssnenLande der „IldrS-yutrjs“ getreu bleiben wcrdrn und 116 sich nicht durch die Unpatriotischßn Lehren der Antonomiften täuschen laffc-n.“ Dcr „H0111111e Libre“ 111111 Louis Blanc prsdigt die „Enthaltnng“, d. 1). er will, das; dic Elsaß:L0thri11ger wohl Depittirto wählen, diese absr im Reichsta 1111111111 bldiben.“

31.Dszer11dcr. Dic „Corr. Havas“ wmrrkt 311 230111161“- Quertich Erklärung: „Im Grunde giebt ddr Srnat in 11161163 nach Und 111111th kaum 111 eine Vertagung, dis- Lk im politischen Jntcrdffd ziiei'ka1111te. Und doch girdt es in der Deputiricnkanimer 1wch eino große Anzahl Männer, dercn r€p11blika11ischd (8611111111119 1111111 brstrittrn 1110rd011 kann, die 11er ernsthaft bshanptdn, idr vorgrstrigcr Beschluß bildd 111111611 PräccdeUzsall zu (3311101911 dos Sdniiics. Nicdi 11111' haben sie dem Srnato rin Rdckzt znrrkannt; die Dcpntirtenkainnrer ift gsschwiicht worden und 111 der repiiblikanischen Mehrhdit der- ssldsn zdigt 110) LME tiefe SpaitUng und schlicß= lich sind dic Konflikts 11111“ vertagt wordcn.“ Ueber dir Z11k1111st bsmerkt dic. „Corr. HUM“: „Nic mini- sterielien Organe „Siézcls“ (Sinwn) 1111d „Debats“ (Say)a11s: genommcn, scheint 1111r eine Stimmo dariiddr ZU herrscth, daß der Konflikt um zditweilig bciSeits (1011110111711 ist, 11111 mit größerer Hrftigkcit widder miszubrdchen. Ein?) wird jedoch von fast 1111611 Blättern hervorgehoben, did Nicderlago Gamdetta's drr, 11achd€111 er die Kammsr für seine Opportunitätßpolitié gewo11nc11, plötzlich von ddr Mehrhcii ve'rlangt-z, sic soÜe Line MUZ Politik einschlagen, um sein prrsönlicdcé Ansehen dadurch 311 81911.“

Versailles, 80. Dszrmbcr. (W. T. V.) Der Senat und die Deputirtenkammor sind heute durch VLÜEÜTZTZ eineH Dekrets des Marschall Mac Mahon, welcheß die außer- ordentliche Session fiir bee11det erklärt, geschlossen worden. Dieselben treten am 9. Januar k. J. zUr ordrn-iiicbcn'Session zusammeii.

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Gewerbe und Handel.

Von dem Aufsicbisbezirk des ngrikeninsZektors 1"1r die Provinz SMcblesiin ist der„Re_gieru11gsbezirk p eln a ge- zweigt und die Steile eines Fabrckemnspekiors fiir deniilben vom 1. Januar 1877 ab dem„Bergrefere11dar a. D. Dr. Bernoulli, z. Z. in Berlin, kommiffari cb uberiragen worden.

Die Fabrikenrew 1911e11 111 den Regierungsbezirken Breslau und Lietgniénbeiben nacb ww vor dem Fabrikeninspektor Fries in Breslau 1111 er e .

Brüssel, “30. Dezember. Der Verlust der Bank „L'Union duKredit“ beziffert fich, dcr „We . Z." zufolge, auf 5.198,000 Frcs. EWU 2 Millionxn Frcs. werden ge e t aus dem Geschäftsgewinn in diesem und in fruheren Jahren, der noch nicht zu Vertheilung gw kommen ik. Von aLlen Seiten werden Anstrengungen gemacht die Bank zu alten. Eine Aenderung der Statuten und eine neue er-

waltuug wird aber als erforderlich bmicbnet.