Bewirken galt. Eßenso unbestritten gebührt dieser Stadt der Ruhm, die Stellung Deutschlands im Welthandel (11; erster Stelle begründet zu haben. Ein kühner uud glücklicher Vorkämpfer für deutschen Handel und Verkehr hat Hamburg die deutsche Industrie in alk Theile der Welt getragen und eine kommerzielle Geltung und Be- deutsamkeit crlangt, mit welcher keine einzige Stadt des Vaterlandes und nur einige Wenige Städte Europas fich zu messen vermögen. Und dieser mächtige Handelsplatz, auf den wir alle mit stolzer Ge- nmgthuuug blicken, erfreut sich eines trefflichen Gemeinrvescns, eines Sclfgovernment, dem es gelung en ist, fich durch eine Reihe von groß- Urtigen Einrichtungen von Handel und Schiffahrt wie auf dem Writer: Gediete öffentlicher Wohlfahrt auf das Glänzendste zu be- währen. Ich trinke auf das Wohl diescr freien und Hansestadt, ihrer Bürgermeister, ihres Senates und ihrer Bürgerschaft mit dem *“mnigen Wunsche, das:, ihr wie dem ganzen Vaterlande in friedlicher 'Entwickelnng eine glückkiche Zukunft erblühen möge.
Der Hohe Redner leerte sein Glas und dankbar. mischten s1ch die Zochrufe in den Trösch. „Zn lchfcligster We1se unter- hielt Si drr Kronprinz mit vielen Taselgenoffen;
Gestern früh 8-1 Uhr wurde den Höchsxen Hrrr1chasten von drn vrrrinigtcn Regimentskapcüen der hiengen und der Alto: naer Garnison cine Morgrnmufik vor dem Hotel de l'Europe gebracht.
Um 10 Uhr bcgahrn Sich, laut Meldung des W. T B., Ihre Kaiserlichea Hoheiten der Kronprinz und du: Kron: prinzessin mit Sr. Königlichen Hoheit dcm Vrmzrn Wilhelm zunächst nach dem DalmannSquai, wo steh die Mitglirder der Schiffahrtsdeputation und drr Hgfen- deputation, die BÜrgerschastH1uitgl18drr, dir hrengen Reichstagsabgeordneten und die angesehensten Bewohner der Stadt zur Begrüßung eingefunden hatten. Der Kronprmz und der Prmz Wilhelm, fortwährend von stürmischrn Hurrahs begrüßt, brsichtigten den Quai Und den Qumspezckxr, Währrnd zugleich die Dampfkrähne in voher Thhtrgkrrt waren. Hierauf wurde uns dem Staatsdampfrr „(?_lhe“ der Sa11dth0r:Quai 1111d Hafen besucht, elbanwärtS die Ehcnhahn: brückr 111 Angenschcin genommen und elbahwärts bis Oevalgörrn gefahren. Die Fahrt war vom schönftenWetter begünstigt. Um 12 Uhr wurde das Srrmannshaus besichtigt, von welchsm der Kronprinz eine bis ins Einzelnfte gehende Ke1111t11is5 nahm.
Nach einem Besuche der Nikolaikirche begaben Sich die Kronpriuzlichen Herrschaften um 1? Uhr nach der fefthch ge- fchmückten Börse, wo Höckstdieselben von den Mitglirdern der Hand?.[cZ-kammer empfangen und in die ohrren Räume der Börse geleitet wurdén. Um 2T Uhr begann dis Fest- fahrt auf der Binnen : Alftrr und Außen : Alster mit dem Boote „Armin“ 110111 Germania-Ruderkluh und dem Boote „Lorelsy“ vom Amazonen-L0releykl11l1, woran eine große Anzahl anderer Boote thrilnahm. Während Ihre Kaiserliche Hoheit die Kronprinzessin hierauf mehrrre Besachr in der Stadt abstattste, unternahm Se. Kaiserliche „Hoheit drr Kronprinz mit dem PrinzenWilhelm, begleitctvon Mitgliedern des Srnats und den Ingenienren, die Fahrt durch den GWsßStammsiel auf dem zu diesem Zwecke erbauten flachen Fahrzeug. Dsr untrrirdischo Weg war durch Lampions und hengalische Feuer fast tagheU erleuchtet. Das Diner “wurde von drn Kronprinzüchen Herrschaften im Hotel de l'EUrope eingermmcn.
Abend?» um 7 Uhr brgann die Illumination, drr Stadt, “für wrlche die großartigsten Vorbereitungen getroffen waren. Dir Staatsxzehäude und 111818 Privatgrbände warrn Llänzsnd crlrmhtet. Vor Allcm zeichneten sich die Lombard?- rücke zwischsn drr Bi111rc11:Alstcr und A11ßrt1-Alster, sowie die Börse und daS RciÖSHankgrhäude 111113. Um 8x Uhr hr- gann vor drm Hotél de l'Europe die Korsdfahrt, an welchrr etwa 30 mit La111111011§3 c;?sch111i'1cktcRuderboot? Theil Uahmen. Spätér fuhren die Kronprinzlichen Herrschaften um das Bassin der Vinnrn-Alstrr zur Soirée nach drr Kunsthaüe. Auf dem Wrge dorthin wiederholtrn sich die freUdigrn Kundgebungen der Bevölkerung. Die Soirée, wrkcher gcgrn 1000 Personrn hriwohntcn, vrrlief schr glänzrnd. Gegen 9 Uhr crschisnen dis Kronprinzlichen Herrschaftrn, machten eins Promenade durch die Säle und hielten darauf Cercle ah. Später fand ein Sonper statt.
_ Se. Hdheit der Prinz Friedrich zu Hohen: ZoUrrn, Oherst-Lientenant 1111 1. Garde-Dragonerngith, "ist von Urlaub hierher znrückgekshrt.
_ Drr Bundechath, wwie die vereinigten Ausschüsse Drffelbrn xür Yoh- und Strnrrwescn und für Reckmungswrsen ch1elten haute “1ß1111ge11.
_ Jm weitsrrn Verlanfs drr gestrigen Sitzung des Reich?:tageß wnrdr der Abg. Prinz Radziwiü von drm Abg. von Bunsrn darauf verwiesen, das; es sich [161 dem Freundschaftsvertrage mit Tonga um nichts mehr , )andele, als 11111 91116 Kohlenstation. Hierauf nahm dsr Be- voll111§jchtigte zum BundeSrath Staats-Ministrr vo n Bülow Das Wort:
Der Herr Vorredner hat am Schluss seiner Ansprache, 1nci11e Herren, das grsagt, Was ick) mir erkauhen Wollte, zu sagen, Wenn ich auck) „nirht selbst die WM Anerkrunung in Anspruch nehmen konnte für das Auswärlige Amt, die er so fre11r1dlich1111d, Wenn ich das sagen "darf, mit so roUständigrr Einsicht in das Sachverhälfniß uns ge- sprndrt hat. Ich haXte mich aber doch für hrrechtigt, hinzuznfügen, “daß dre Vorauswhung, von dcr der Herr Vorredner ausgeht, 11ä1nlich
“daß wir auf jencu Inseln nur auf dem Boden kommerzicUer und ,
_ “für unsers V.)?ariue erwünrhxer friedlicher Niederlassungen stehen, “volxskommeu begrüqdeé iét. In keiner Weise ist es die Abmht, mxder aus den Samoainscln, noch auf Tonga uns 111 dre mueren Verhaltnéffc, die innere (Yesrhgchung e1113111111§chen. Wix haken, , wie Ihnen das schon vorliegt, dds (Hch chaht, m Tonga eme wohlbrfestizfr Regierung Und einen *tuchtrgfeni .und zuverläfzigen „Herrscher zu finden, mit dem wir ohne SchMerrgkriten, mr_nn auch durch die Zeit rmd Umstände chrängt, “Dc11Vertrag QSsÖlieJEU konnten. der Ihnen zur Genehmigung vorliegt. Wtr haben in SWW mcht daffelbe Glück gehabt, indem dort, wie auch der „Herr Vorredner_x1€hrr erwähnt hat, i1mere Kämpfe stattgefunden haben, wclched_1eR_egrer111*-gsgr1ralt zweifelhaft und die Möglichkeit, eine Zum Ah1chl_u_t_3 der Verträge, zur Sicherstellung des deutschen Eigen- rhurxrs vdll1tand1g legxtnm'rte permanxntc _Brhörden zu smden, in
w'lsL[__skeU§11. Es rst uns also die Auxgahe ge1rorden, und wir )aben UL erxnllt, ohne. Einmischung chen diejenige Partei zu frühen, nrlche am ersten dre_ Bürgschaft gewährte, geordrcte Znstande wteder herzustellen. Dre Ordnung dicser Zußände, die nicht direkt von 11118 aqucht, aber _ron uns 1111 Jnterehe unserer Angehörigen freudtg begruxzt Werde11_wurde und Werden znuß, giebt die Bürgschaft, da;; so bedeutende deutxche Eiqrnth11m dort zu sichern, die deutschen Pflanzungen 511 schUinn, den Txtel des Cigenthums festzustellen, und 11118 vor den Ruhrskorxzn en zu hemahrcn, dir mit anarchéschcn Zu- standen unzertrennlrch 1111 .
Ohne auf die Ecscbichte der Inseln weiter einzugebxn,“ will ich doch bemrrken, das;, wenn die Aufmerksamkeit des Auxwartt en 521th dieser Frage lange und eingehend zuqexvendet xvorden tft, es ck daher um eme Schöpfung deutscher Tuchttgke1t, deuxscben Fleißes und deutschen UnternehmungSgeiskeS, ,um _Unterstüßung wet?- fichti1er und schöner Pläne bandrli, wte fie, 1ch glauke mcht felt der eit gerresen find, wo das grohe Haus Fqgger von AYlgsbuxa aus Deutschland Kolonien zu erwerben wußte 1n Ce'ntralumenka'zur Zeit der ersten svaviscben Eroberer. Ich glaube, 111 der Tbczt mehl, daß ettvas Aebnliches seit der Zert 'daJUresen, 1st, und _mocbte dre Herren auffordern, eine Zeitschrift, dre uhr; dre Erfolge m Samoa, die friedlkchen Erfolge des deutschen Flem'es und deutschen _Unrer- nehmungsgeistes in Hamburg in monatlichen Berrchten 'erjchrmt, oder auch die Sammlung von Merkwürdrgkeixen 11aturb1strrt1cher und anderer Art aus jener Insel, die_ ekcnfalls 111 Hamburg tm Be- fitze des Hauptbearünders dieses großen_ Unternehme» fich hefiudct, gelegentlich anzusehen, um fich selbst zu uberzcugen, dar; es be1_d1esem Unternehmen sich um ein außerordentliches großes, schönes und fur ganz Deutschland wichtiges Jntereffe handelt. Aber cbrn darum, well tmr auf diesem guten Boden standen,weil1rir die Pflanze, die kraftxg aufgewachsen rrar, zu fördern U11d zu schützen uns verpflichtet czckxteten, smd wrr, nachdem die ganxe Sachlage uns vorlag, mit Vor1icht IUZ Wrrk gr-
anaen und haben namentlich uns in keiner Weise 1n dre nmern
erhältniffe der Insel eingemischt. Wir haben tzur das gethan, was wir der deutschen Unternehmung und was wtr' der deutschen Handelsstagge schuldig Waren, nämlich das;"wrr. wo d1esc_fich gezeigt, (und das Haus dort 111 Samoa hat ungefahrn20 Damvf1ch1ffe_unrrr deutscher Flagge) diese Flagge dort zu schuhen suchrn, daß w1r mit den Eingebornen, dre kulturfähig und zum Theil schoxt zunx Christenthum bekehrt find _ wie und von wem kann uns emerlct sein -, ein gutes Verhältnis; unterhalten und diejenigen unxerstühcn- welche Fleiß, Kultur, gute Sitte dort hingchracht haben und fick) zur Hauptansgahe ein gutes Einvernehmen 1111t den Emgehrrnrg gestellt haben. In der That smd in Samoa nie Streitigkeitey zwnchen den deutschen Niederlassungen und den Eingehornen gewrnn, höchstens ganz unbedeutende. Mit Tonga istchenso das Verhältmx; durchaUs gut.
Ich glaube daher meinerseits auch die Uehrrzeugung ayssprxchen zu müssen, daß Sir mit diesem Vertrag zwar nicht wcxtgretsende Unternehmungen, die 11115 ferne liegen, aher ci'114e_ Fcsttgurzg u_nd Sicherumg desjenigen, was [elbstthätig und jesbstkräxttg crrrachjen 1st, fördern und unterstühen werden. _ , „_
Ich möchte endlich norh hinzufügen, dax; unsere ganze polrthche Stellung zu dieser nicht politischen Sache_eine so einfache, klare und billige ist, daß die Aufklärungen, das wir den befreundeten Mächten haben gehen können und nicht unterlaffen haben zu gehen über unsere Abfichten, dort vollen Anklang grfa11den,' und daß namentlich die Stellung, die wir zu den P&rteikänjpfcn m Samoa genommen haben, sich Voller Anerkennung 1"1hera[[_ zu erfreuen hattx, wo wir es für nöthig und also auch für nühltchhieltc11,Aufkla- rungen zu gehen. ' _ ' .
Der Vertrag wurde schl1eßl1ch m1t großer Mehrhsu ger1rhm1gt.
Bei drr „folgenden Forschung der Etat-Zbercxthung erklärte bezüghchmder G otth a'rdhah 11 der Bevoll111ächt1grezztm Yuyde-Zrath, Prä11dent des Ne1ch§kanzlsr-Nmts StaatH-Mnnster
0 mann:
Ich bin nicht in der Lage, in dem Angrnblickc, Wo die Verhahd- lungen mit der Schweiz und Italien über die Frage „schweben, ob und inwicrveit für das Gotthardthahnuntcrnrhmen we1tere Subven- tiomen gezahlt wcrden soklen, Näheres Über die Grundlage der Ver- handlungen und über die (Hesiéhtspunktc mitzutheilen, von dene11|d1e deutsche Regierung ausgeht. Nnr das kann ich im Allgememen sagen, daß die Kaiserliche Regierung nach wie dor in_dem Gotrhardt- bahnunternchmen LY) Werk sieht, bei Welchem Deut1chla11d m1t sehr erheblichen Verkehr ezichnngen hetheiligr ist, und da; 1111r, so wett das deutsche Jutereffe an der Vollendung des Gott ardthahnunter- nehmens geht, bei denxjeßxt schehendcn Verhandlungen d1e Hand gern dazu bieten werden, umxein Uchereinkommen herbeizuführen, rrelches die Mittel ztzr VoUrndung dcs Unternehmehs gewährt.
Der T1tel wurde grnehnngt. _ '
811111 Umbau des ehemaligrn Radzrwrllschrn Hau es wurde _ dem Antrags drs Abg. Frhrn.z11Franken: strin entgrgrn _ nach den vom errrentcn Nhg.])r.Wehr811- prennig gegehrnrn Erläutrryngrn die hohe geforderte Summe mit großer Mrhrhrit hewilhgt. _ .
Bei der Pos1tio11„K0ste11 der Prüsuug ernes nenen Vrrfahrens zur Ermittelung dcs Zuckergehalts“ wurdr vom Abg. von Vehr:Sch1noldow die Frage der Zucker- fteurrrrform angeregt und erörtrrt, währrnd drr Abg. Som- hart srrh für Brihehaltung des erprobten Verfahrens yer- wendete. Der Plan drs Botschafcm-Jhotels 111 WWU gab den Ahgg. ])r. Neichensperger (Crefeld), von Mtller und Römer Grlegenheit 311 Bemerkungen übrr den- Baustyl; a11ch der Stc1ats:Ministrr von Bülow betheihgthftch an der TUI- kuffion. Nach dem Jorschlage der K0_1nmis11011 wurdo 111 den diesjährigen Etat nur dic Hälstr der geforderten 300,0005766111: gesteht. Ebenso WUrde von den einmaligrnAue.“:gahen für drr Vost- Und TelrgraphenverwaltMg fast 1 Mill. e/jé: 111 drn qnßer- ordrnthchen Etat vrrseßt, nachdem der Abg. Demmler d1e da: hin gehörigen Baupläne kritistrt hatte. Hierzu sprachen noch die VUndeskommiffariM Geheimer Oher-Postrath Kramm Und Direktor im NsichskanzlerMMT Dr. Micharlis. DW Vrrhand- lung wnrde um 49“ Uhr vertagt.
_ Jn derheutigen(27.)S113ung deH Re:,ichstages, welcher die Bevollmächtigten „zum BUUdLÉ-rath, 81zr-Vräs1dent dcs SkaatS:M1n1steriUm§, annz-Minirter Ca111pha11se11, Prä- s1dent dcs ReichHkanzler-Amts, Staat?:thftrr Hofnmnn U. A., „briwohnten, the1lte dcr Vrästdent 1n1t, daß _dis Kommhswn für die Vorherathung der Anträge, bctrcftexd die Abänderung der Gewerbeordnmrg, gewählt sei und 110) konstitnirr abe. Auf der Tagesordnnng stand _511r crst_e11 Vr- rathnng fo grnder Gesehentwurf, brtrefsrnd dre Er: hrhung einer Auleerch11nchabgahe:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König
von Preußen :c. vrrdrdnen im Namen des Dratschen Reichs, nach erfolgter Zu- sttmmung des Bundesraths und des chchstags, 'was folgt:
§. 1. Die folgenden Gegenstande werden bei der Einfuhr in das dentsrhc Zoskgrhiet mit einrr AneZgleiÖungHabgahe von 75 «3 für dM Zentner bclcgr: 1) Eisen und Stahl, gc- sch111iedct 11117) geWalzt, 111 Stäben (mit Einschluß dcs fayonnirtrn); Eisenhahnschienenk Winkeleisen, [-Eifen, einfaches und doppeltes “k-Eisen; Etsen- und *Stahlplatten , sowie Elsen- und Stahlblech, auch poltrt oder gefirnißt; Weißblech (aus Nr. 61). des okltarjfs); 2) ganz grohe Gußnmaren in Oefen, Platten, Gittery 2c. (. r. 68. 1); 3) grohe Elsen- und Stahlwaaren, die aus geschnnedetcm Eisen oder Eisenguß, mrs Eisen und Stahl, Eiscnblech, St_ahl- und Eisendraht, auch in Verbindung mit Holz, geferti t, in- gletchen Waaren dieser Art, welche abgeschliffen, gefiruißt, ver upfert 1)er verzinnr, jedoch nicht polirt smd, als: Aeris, De enrlingen, Feilen, Hammer, Hecheln,Hobeleisrn, Kaffeetrommeln und - ühlen,Ketten (mit Aysschluß der Anker: und Schiffsketten), Kochgeschixre, Nägel, Pfannen, thaufeln, Schlösser, Schraubstöcke, grohe Mehrr zun_1 andwerks- gebrauch, Senseu, Sicheln und Fukterklingen (Strohmeher , Stemm- eisen, Stricgeln, Thurmuhren, Tuchmacher- und Schneiderscheeretr, Zangen u. dgl. m,; dann gewalzte und gezogene schmiedeeiserne-
öhren (Nr. 6 2
0. ). §. 2. Die gxse'lichen Bestimmungen über die Eingangözölle Juden auch auf dre uSgleichung6abgabe Anwandung.
§. 3. Die zur rstellung von: :. Lokomotiven, Tcndem und Dampfkeffeln (Nr. 1 b. 1 des Zolltarifs), b. Maschinen. insofern fie dem Gewichte nacb überwiegend bestebexj aus Gvßetsen, Schmiedeeisen oder Stahl (Nr. 151); 2 ,? 7), e. Etienbabnfahrzeugen rreder mjt Leder- noch mit Polsterarbcit (Nr. 1512. 1 s erforderlichen Mate. rialien und Maschinenthcile dürfen, nach Ma gabe der vom Bundes- ratb zu erlaffenden Kontrolvorschrifteu, frei von der AuLglcicbungs. abgabe aus dem Auslande bezogen werden.
§. 4, Das gegenwärtige (Gesc tritt mit dem 1. Juni 1877 in Kraft. Es wird durch Kaisxrlicbe erordnung mit Zustimmung des Bundesraths außer Kraft gejeyt, sobald die in anderen Ländern that. sächlich bestehende Begünstigung der An:“:fuhr von Eisen und Eisen- fabrikaten durch 5Il'quukaprc'rmien in Wegfall gekommen sein wird.
Ja“ der Dtskusnon wurde hiermit die erste Berathung eines von den Abgeordneten Dr. Löwe und Genossen vor: gelegten G§1eße11twurfs, betreffend die Abänderung des Ver-, einHzolltariss, verbunden.
Nachdem der Abg. Richter (Meißen) NamenS der Petitions: kommission über die hterzu eingegangenen Petitionen referirt hatte, ergriff der Bevolhnächtigte zum BundeSrath, Staat?- Mirzister 111". Achenbach das Wort. Derselbe legte in aussührliéhcr Rede die Nachtheile dar, welche der deutschen Eisenindustrie aus der in Frankreich hsimischen Einrichtung der ucq11115-é1-cauti011 erwachsen, und motivirte damit den Entschluß der Regierungen, auf die im vorigen Jahre_ vorgeschlagene Maßregel, soweit LS sich um Eisen und Eis_e111abrikate haydelt, zurückzukommen. Die Bedenken der Re1chstagsko1111n1ss1on gegen die vorjährige Vorlage seien durch die gegenwärtige fast voUständig beseitigt. Darauf sprach der Abg. N1chtrrt(H_agrn), dessen Argumentation, daß die Vorlage der erst; Schrxrt zur Rückkehr zum Schußzollsystem sei, der Staats-MnUster ])r. Achenbach widerlegte. Beim Schlusse des Blattes hatte der Abg. Dr. Löwe da-Z Wort.
_ Nach der imsReiÖH-Eisenbahn-Amt aufgestelltsn in dcr héutigrn Z1yr1tc11 Brrlage veröffentlichtrn Nachweisung Über die auf deut1chrn Ersenbahncn _ excl. Bayerné _ vorgekommenen UnfäUe wuren im Monat Februar cr. im Ganzen zu verzerchnen:
31 Entgleisnngen und , 14 Zusammenstöße fahrender Züge, und zwar wurden h1ervo11 14 Züge mit Personen- beförderung _ von ]e 7941 ZU sn dieser Gattung Einer _ und 31 Güterzüge resp. leerfaßrßnde Maschinen betroffen; ferncr 34 Entgleisungenund 19 Z111a1nm211stöße bein] Raygiren und 70 sonstige VstricherUgmsse (Uederfahren von Fuhr: werken auf Wegeübergängen, Defekte an Maschinsn und Wagen 2c.).
In Folge dirser erfälle wnrden 4 Personen verletzt (3 Beamte und 1 Arbeiter); 12 Thiere getödtet und 27 Fahr: zeuge erheblich, 135 1111erhehl1ch Orschädigt.
Anßsr dcn vorstehrnd aufgeführten Vrrunglück'ungen von Personen kamen, größtentheils durch eigene U11vorsichtigkeit hervorgerufen, noch vor: 35 Tödtungen (1 Reisender, 14 Beamte, 6 Arbeiter und 14 fremde Personrn); 83 Ver- lshungrn (2 Reissnde, 42 Bemnte, 29 Arhriter und 10 fremde Personen), forme 4 Tödtungen und 1 Verletzung hei beabsichtigtem Srlbstmorde.
Von den überhaupt befördertrn Reisenden wurde von je
. 10,655,156 Einer getödtet und von je 5,327,578 Einer ver:
Letzt; von den im „Betriebsdienste H„thätig gewesenen Bramten wurde von je 8755 Einer getödtet und von je 2724 Einer ver rßt. .
Ein Vergleich mit demselben Monate im Vorjahre ergiebt, _ unter Brrückstchtigung der in beiden Zeit- abschnitten geförderten AchSk1l01neter und der im Bctrirhe gewesenen Grleislängrn _ daß im Durchschnitt 1111 Februar cr. [121 12 Vrrwaltnngen mrhr und bei 11 Ver: waltungen weniger und in Summa circa 15 Prozent wrniger Vcrunglückungen vorgekommen sind, als im Februar vorigen Jahres.
_ Dir in der heutigen Börsenheilage ahgcdrucktr tahrl : [arischr Uehcrsicht ,der Wochenauswcise ddr drut- schon Zettclbanken schließt mit folgendrn summarischen Daten ab: ES betrug der gesammte Kasscnhestand 720588000416, di. dcr Vorwochr gcgsnüdrr weniger 641,000 „%.; drr W6cks8[- hestand belief sich anf 621,574,000 „44, 111162“; drmgemäß eine Zunahme auf von 9,020,000 916, während die Lombardfords- rungen mit 85,020,000 ck16 einen Rückgang 11111 4,599,000 «16. und der Notrnumlauf mit 909,496,000 „% 6111611 sohhsn von 20,399,000 «jz konstatirrn. Es betrugsn ferner dio täglich fälligen Vrrbindlichkeiten 180,546,000 «ck oder 20,064,000 «Fl- mehr und die an eine Kündigungsfrist gebundenen Verbind- lichkeiten 92,900,000 «16 oder 118,000 914 mehr als 111 der, Vorwoche.
_ Den Zrng- und FcuerwerkS-Hauptlsuten so[( für die Folge bsi event. cintretender Charakter-Erhdhung statt des Charaktrrs alsMajor der als Zeug: resp. Feusrswerks- Major derlichen werden.
_ Unter Bezugnahme auf dcn Erlaß vom 16.Juli 1875 hat der Kriegs-Minister bestimmt, daß fortan Seiten?. der M1litär-Verwaltungsbehördrn im Bereiche des )(17. und )(7. Armee-Corps die Ermittelung von Militär- Anwärtern zur Besehnng erledigter, densrlbr11vorbehaltener Strllen nach der Bestimmung der Allrrhöchsten Kabinets-Ordre vom 12. April 1875 stattzuftnden hat. Die Anmeldnng der Zaklchttcn Stollen erfolgt beimLandwehr-BezirkS-Kommando in 50 1 enz.
_ Drtrch einen Erlaß vom 31. Januar d. J. hat- der Minister der geistlichen 2c.2l11gelrgenheite11 genehnügt, daß Schulamts-Kandi aten und Lehrer, welche ihre Be- fähi ung nur durch PrüfungSzeugnihe auß'erprrußischer Prü unthehörden des Reichs darthun, 1111 dresfemgen Schul- dienst unter Erlaß der 1. Prüfung promsortfch unter der B?- ding1111g angestcllt werdrn können, daß Sensus derselben _d'1e in Preußen vorgeschriebene 2.Pr1'1f11ng*1mch Maßggbe der 1in dieselbe geltenden Brftimmungen vor eurer prrußxschen Pru- fungsbehörde abgclrgt wird.
_ Der Minister der geistlichen 2c. AngelegenZeiten hat in wei Spezialfäüen dcm Gesuche einss Geistli en bezw. «ehrers um Befreiung von den Schulbeiträgen krine Folge gegeben, da auch das Köt1igliche Ober:Verwaltungs- gericht unterm 17. Januqr d. (*". dahin erkannt hqt, daß Geistlichrn und Lehrern, em gethicher Anspruch aux FM- lassung von den Schulberträgen nicht zur Seite stehe.
_ Die gefehlixhen Bestimmungen Über die Konzessions- pflichtigkeit und die Steurrpflichtigkeit des Kleinhandsls mit Branntwein studen nach einem Erken111111ß de_s OberL-Tribunalko', Senats für Strafsachen vom 6. Aprlk
1877, auch anf den Kleinhandel mit Liqueur Anwendung.
_ Der, Bund__e§raths:Bevollmäckxtigte, Königlich würtremberg1sche Prastdent des Staats-Ministeriums, Staats- Mimster der 11s11z und der Auswärtigen Angelegenheiten von Mtttna t 1st nach Stuttgart abgereist.
Bayern. München, 19. April. (Allg. Ztg.) Der Könxg hat drnx Er herzog Albrecht von Oesterreich zn semer ubtlaumSZeier das Großkreuz des militäri"chen Max:Zosep :Ordens verliehen. _ Jn Niederbayern eab- fichngt mczn au? Anlaß des HOjährigen Bischofsjubiläums des Pa stes eme K1ndergdres1e an den Papst zu richten; in Fo ge dxffetx verfü? eijrlafz der Kreisregierung an die Bezzrkxxamter: aß dre Vertheilung und Einsammlung dcr Subskrwtxonchogen von SchulaufsichtL-wegen nicht gedulst werden ko11ne, 11_nd daher das Lehxpersonal der deutschrn Schule'n bet Mérdung iniplinären Einschreitens sich jeder drenstl1chen M1tw1rkung zu dicser Kinderadreffe zu enthaltsn und zu yerme1den habe, ixgendwie den Einfluß alk; Lrhrer und Erzrehcr auf d1e schulpflichtigen Kinder zu obigrm Zweck geltend zu machen.
„-
Oesterreich-Ungarn. Wien, 19. April. Die Minister TiSza und Szell sind heute hier angekommen. _ Wie die „Deutsche Ztg.“ meldet, wird dem Abgeordnetenhause alsbald nach semem Wiederzusammentrittc der Gesetzentwurf über die Regelung deH Militär-"Vequartirrungswesens vor- gelegt werden. Die Vorlage an den ungarischen Reichstag werde erst später erfolgen.
_ Nach Meldungen aus Pest sollen wahrscheinüch bereits am 24. d. M. den beiderseitigen Parlamenten nach: stehende, auf die Erneuerung dex"; östrrreichisclxunga- rischen Artsglerchs hezüglichc Vorlagen ührrreicht werden: 1) Gesetzentwnrf über das österreichisch-1111garische Handels: und Zollhündniß; derselbe enthalte auch dir 71011011 Bestinmmngen ühcr die Zolxrestitution; 2) Gesehenhmtrf, be: treffend die in berdrn Theilen der Monarchie rtahlirtrn Aktien: Gesellschaften und Unternehmungen; 3) Gesehentwnrf Über die Regelung der Bankangelegenheij, dessen integrirendcr Thril die Entwürfe Über daes Statut dcr österrrichisch-ungarischrn Bank und der_ Hypotl)ekar:2lbtl)eil11ng disser Bank bilden; 4 Gesetzentwurf Üher dic Regelung der 80:MiÜioncn:Sch11ld; 5 Gesrßrntwurf Ühcr die Zuckersteuer; 6) Geschrntwurf Ührr d1e Spiritusfteuer. Jedem dieser Gesetzentwürfe soll ein 0.111: gehendcr Motivenherirht angeschlossen werden. Die Motivrn- berichte dürften von ]edrr der beidrn Regierungen separat ab: gefaßt werden. _
_ Die Landtagsseß ion naht sich ihrem Ends. Z1vei_ der Provinzvertrctungcn, die oberösterrrichische und schlrshche, hahen ihre Arbeiten bereits beendet. In den übrigen wird der Ses1ions1chl11ß im Laufe der nächsten drei Tage er: folgen, da am Montag, 23., das Ahgeordnetcnhaus seine Thätigkeit Wieder a11f11im111t,
_ Pest, 19. April. Ach: Anlaß der hrute erfolgten Nrise dcs X111a715:M11tistrrs Szell nach Wien berichtigt drr „P. Lloyd“ dio Meldung des „Krk. Nrpe,“ der znfolgs es sich um „Fortsetzung der Verhandlungen Über die AqueichHftagcn“ handle, insbesondere jeht „dir noch unerledigten Punkte he- zükglick) dcr Finanzzölle“ grdrdnet Werden soÜrn. Drr „V. Lloyd“ er lärt, 1'n1t Brstimmthrit verstrhern 311 können, daß diese Angabe nicht richtig ist. Minister Szell nehme nach Wien die auf den AUSgleick) bczüglichen fertigen Operate, GesehrSvorsckUägr, Motivenberichtr u. s. 111. mit, um mit drn österreichischen Miuistrrn die Identität der Schluß: redaktion der beiderseitigen Vorlagen zu konstatirrn. Sobald dies gcschelen, werdr drr Finanz=Mi11ist€r seinen Aufrutlmlt in Wien g eichzcitig dazu hcnuhcn, 11111 dcr Zriterspdrniß hal: ber, UUtcr Abkürzung drr üblichen dezrdhr, die fertigen Ent- würfe persönlich Sr. Majrstät zur vorlänsrgrn Genrhnügung vorzule 611. Herr von Szell werde muthmaßlich hrrcitS 1111 Verlau? dcs morgigen Tags?; nach Prst z11ri1chkehre11.
Niederlande. Haag, 20. April. (W. T. B.) Die Regisrung hat den Gsneralstaatrn einen Geseßrntwnrf vorgrlegt, wonach drr 157,000 Hektaren 11mfaffe11desüd11chr Theil des ZuyderserS auf Staatskosten trocken gclegt werden sol]. Die Kostrn s111d auf 116 MilXionen a11gesthlagc11 und sdÜen durch Anleihen grdrckt werden. In Verbindung mit den hezi'tglichcn Arbeiten wird von drr Regierung ferncr die HrrsteÜung cines ULULU Kanals zwischen Amstrr: dam und den Rheinprorinzen beantragt.
Belgien. Brüsssl, 20. April. (W. T. V.) Der Depntirte Fr-“zrc-Orban fragte 111 drr heutigen Sitzung der Repräsentantenkammer an, was die Regierung in Br- zug auf die Petition der Bischöfe und hrlgischcn Katholiken, betreffend die Lage deI PapsteS, zu thun gcdcnke. Der Minister der auswärtigcn An: Ylegenheiten, Graf AsPrem011t:Lynd-e11, erklärtr, dir
egierUUg habs das fragliche Schriftstück rrhaltcn, jedoch 11011) keine Entschließung grfaßt und wrrdr. nichts ohne vorhrriges-Gehör dsr Kammer u11trrnehn1en, wemt jemals dis Möcht? Belgien auffordern soUtrU, 1111 2111er
. Besprechung Ührr die römische Frage theilzunclmcn. Die
Dcputirten Frére=Orhan Und „Orts wiesrn darauf hin, daß die 111 Vorschlag gebrachte Konferenz 6111 Ding der Unmh'g: lichkeit sei, und daß sich Brlaien auf dergleichen nickseinlahrn dürfe. Der Minister Malou erklärte, die Regierung er: warte keine Einladung zu einsr solchen Konferrnz, die von den Bischöfen im Lande geschürte Agitation sei ein unkluges Unternehmen.
Großbritanmen und Irland. London, 19. Aprix. (E. C.) Die Königin wird sich am Sonnabend 11011 Osborne nach Windsor begehxn. _ Jm Untrrhause Wurde gestern Über die zweite Lesung des von drm konservativen Abgeordneten für Chatham, Mr. (Horst, ein- gebrachten Gejeheß betreffend dis Jurisdiktion 111 Küstengewässern beschlossen. Anstoß ur Einbringung des Gesetzes hatte der Zusammenstoß des deutschen Schiffes „Fran: conia“ mit dem 611 lischen „Strathclyde“ gegeben. Der Antragsteller, Mr. orst, auf den erwähnten Unglücksfall Bezug nehmend, welcher, obgleich innerhalb zweier englischen Msilen von der Küste entfernt vorkommend, doch 111 t der Jurisdiktion der englischen Krone anheimgcfallen fei, ezeich- nete es als wünschenHwerth, durch eine geseßliche Bestim- mu_ng es unzweifelhaft zu machen daß innerhalb des terri- tdrmlen Gewässers, bis 3 englische Meilen von der Küste, dte Krone volle Jurisdiktion auszuüben habe, damit nécht Ver- grhon, durch auswärtige Seeleute auf ihrenSchiffen innerhalb dteser Zone begangen, künftighin straflos blieben. Sir George
Bowyer beantragte Aufschub der zweiten Lesung des Geseßes auf 6 Monate (gleichbedeutend mit Beseitigung des Geseßes ohne formelle Vernrinung feines Prinzips), da es eine internatio- nale Angelegenheit berühre und also nicht einseitig von England ausgeführt werden könne. Ebenso sprach gegen d1e „Vorlage Mr. Stanley Hill. Durch Festsesung ciner Drc1mcilcnzone würden die natürlichen Grenzen der hohem, See verrückt. Die Maßregel sei auch unnöthig, da man ja nur einfach eine Person, die innerhalb jenes Gürtels ein Berge en begangen, in ihrem eigenen Lande anklagen und ort verantwortlich machen könnr. Sir W. Harcourt hält zwar daes Prinzip des (Heseßrs für richtig, meinte aber, es sri nothwendig, demselben durch diplomatische Verhandlungen Gcltnng zu verschaffen. Der GenrrabZtaatH: anwalt erklärte, dcm vorgeschlagrnen Gesetze nicht zustimmen 311 können. .Geseßgebrrische Maßregeln seien nur dann th1111lich, wenn m1t auswärtigen Staaten und den Kolomialregierungen die Angelegenheit vorher verhandelt worden sei. Die Regierung habe dre Sache indeß keineswegs aus, den Angra verloren, und sobald andere wichtige Geschäfte der Session erledigt wor: den und dW Angelegrnhrit für die Gesrhgcbung rrifsri, werde 11e zu emem Schlusse über den einznschlagenden Weg 311 gr: langen suchen._ Anf Empfehlung Sir H. James zog Mr. (Horst _darauy seinen Gesrßeßvorsthlag znrück. _ Zn Hul'l 1st ein zwextes, der japanischen Regierung giehörendes Schiss vom Stapel gelassen worden. Auch dreseS Mal war_der Grfandts dees Kaisers von Japan anwe- fe1_1d. Dqs Schin ist eine Korvette von 2000 Ton?- und 2500 Pserdekrast und 11_)ird ULUU Kruppsche Gcschühe führen. Einr andere Korvrtte 111 1111 Bau brgriffrn. TOL" Abgeordnete Rsed hat zu sä111111tlichen Schiffkn drn Emtwurf mmrfertigt.
_ (A. 'A. C.) In der uorgestrigrn Sitzung drs Untrr- haus es thezlte Lord Sandon, der Chrf drs Unterrichts: 1111d Sa1111ät2wr1€119 anf sine Anfragr dcs Obrrstcn Kin-Zßcotr 11111, daß, 11: therdrn ein weiterer Fall von Rindrrpest kon- stattrt worden 19]. Am Montag habe der Grhrimo Rath ganz London unter 191112 Aussicht gestellt und 12 JUsPLkerU er: 111111111. Am Dienstag seien 60 Kuhställe inspizirt worden, u11d_]9drr Stall, sowic jede Herrdr in London werde 1111er sorgxälNgcn Untersuchung unterzogen wrrden. Er sri in drr Lage 311 erkläch, daß sich seit dem vorigen Mittwoch kein 1111 der Rmderprsr erkrgnktrs Thier lebend hcfmtdrn habe.
_ 21. Apml. (W. T. B.) Hrute findet ein .)"ciUistrr: rath statt. _ Jm Unterhanse erklärtr grstern drr Unter: Staatssekretär für Indien, Hamilton, auf 61116 Anfrage: Duffs, in den Brzichungen der Regierhng 11011 Indien zu dcm E1111r von Afghanistan sci krine Ae11deru11g eingr- tthM- Da der Emir aber Anstand nehme, 8111611 6111111101911 O Uzrer zu L_M fangen, so würden dir Verhandhmgcn in Be- s awur ge11'1)rt werden.
Frankreich. Paris, 19. Aprél. (Köln. Ztg.) Der Präsident Marschall Mac Muhon starren», heute dem Großfürsten Konstantin einen Vesnch ah. _ Dcr Gensral Lcwaschow, StaatHsckrrtär und Adjnlant drs Kuisecm von Rußland, traf vorgestrrn Abend hier Liu Und reiste nach eincr Audienz bei drm Marschall hrute Morgrn nach St. Vetrrshurg zurück. _ Tas Schrcidcn des thstiz:Mi111strrs an den Bischof von Nevers, wurde grstern Ahrnd abgesandt. _ Das, „Journal officiel“ veröffentlicht Veränderungen im Personal der Prä- fekten, die durch die Ernennung des Hrn. Le Mhro de Nilers zumDirektor der algorischcn Angelegrnhcitrn und durchdie B1: rUfung des Hrn. Jeanson zu „anderenF1111kt1011en“ rckamlafzt wurdcn. Zwei U11trr-Vräfektc11 wurden zu Präfekten ernannt, wodurch aUch 01116Unter!»Träfrktenhewrgnngnothwrndigwurdr.
_ (Magd.Ztg.) Die reyublikanischen Blättrr dcr: öffentlichrn mit Entrüstung 6111 vom 7. April datirtcs NUnd: schrcihen, wrlchrs der vielgrnanntr Bischof von erers ach eigrner Machtvollkommrnheit cm (1116 Maires srinrr Did: zess gerichtct hat. Dirselhrn wrrden darin offrn aufgrfordrrt, der Brvölkrrrmg dir Bedräugnissr des Papstes klar zn 111achr11, und in drn (»JQULinderäthen und sonstigen Vertraacnéxkörprrn für dis päpstliche SUCHE 311 agitich. Das hrtrcffrndr Schrei: brn lautet:
Bisthmn Nrr-ch, Ncrers, 7. April 1877.
TNein Herr! Als Einem vonDcnen, Welchen ein Thrik der Erc- kutidgrwaÜ Frarkrcichs anvertraut 111, 1111173 Jhnrn daran lirgra, da?"; die grhriligten Jukereffcn ch (33011117.an bei allen Jhrcn N'Tithiirxrrn gaachtct jrcrdrn und daß sie drmgcmäß die Wcisnngen und Brfchlr desen frei empfangen könnrn, Welchem von 1111'18re111 Herrn Jrsus Christus, asse Macht, zn binden und za lösen, vrrlichrn worden ist. In einem 11011 edler Standhaftigkeik und hrhrem U11.1[1hä11gix1krits- finn hrscelten Akte hat der heilige Vatcr vor Kurzem crkfärt, daß er in Rom nicht mehr die zur Auéübung seiner Gewzlt 11öthige Freiheik genießt. Daraus ergiebt sich, daß wir selbst nicht mehr frei sind in uuscrrm Gewissen, das; Wir mithin unseren ga11zen Einklnß anfhieten mfrffrn, um die Acndcrung einer so widcrnatürlichch Sach- lage hrrbeiszührcn, und 311 hrwirkcn, da["; dem Beherrscher Unserer Scclcn die Uuahhängigkeit zrrückgrgrhen Werde, dercn rr dnrchans bedarf, um uns zu leiten. Vor Allem ist es Nöthig, das; diese An- schaurwgen dcn Bevölkerungen [*eigchracht werdcn, dcrrn Interessen 11118 anverrraat sind; dann 1111'11'1'211 wir uns ferner darührr verstän- digen, wie in den verschiedenen Verfrrtungrn des Landes ähnkichrn Ueberzeugungrn Eingang verschafft werden kann. Jh hahe daher die Ehre, Ihnen hrifokgemd mit der AUoknrion des hei- ligen Vaters und meinem Kommcmtar zu derselben die Abschrift des Briefes zn Übersenden, in Welchem ich versucht habe, die hohe Für- sorge des Herrn Marschakls auf einen so wichtigrn Gegenstand zu lenken. (Genehmigen Sie 11. 1", w.
1" Thomas Casimir, Bischof von Nevers.
Türkei. Usher dieOrientalischen Angelege11hei- liegen folgende Nachrichten vor:
Wren, 20. April. (W. T. V.) Die „Politifthe Korrrspon- denz“ meldet tclegraphisck) 1111?- St. Petersburg 11011 hcntc, das an ekündigte Cirkularschrcibcn des Fürsten Gork- schako?f sci [1121er Nicht ahgrfendex worden, weil dio Kund- gebung der Entschließungen dcr r111sisch€n Rrgierun bis 311111 29. d. Mt-Z. verschoben wordcn sei. Die Rück Ehr dcs Kaisers Alexande-r von Kischenrff 11ach St. Pérershnrg werde am 30. d. erfolgen.
London, 20. April. (W. T. B.) Eine Drpesche dsr „Times“ ach Konstantinopel 13011 hrute will wissen, die Pforte rechne: auf die NeutralitätOesterrcichs und auf di? Mediation Frankreichs. Die Türkei sri dnrch die Ausficht eines unmittelbar bevorstehenden Krir es mit Be- fürchtungen erfüllt und würde Vorschlägen, die au einefried: liche Regelung abzielten, gern Gehör schenken, wenn es nicht zu spät wäre.
_ LW T. B.) Im Unterhause erwidrrtr der Unter: Staatsse retär Bourke Gourley, es sei unmöglich, darüber AufklärUUg 311 geben, in welcher Lage fick) die in den Dar- danellen, im BoSporus, im Schwarzen Meere und
ten
in dcm Suezkanal verweilenden 11c111ra1'en Schiffe be- finden würden, fails es zwischen Mxx'xland und der Türkei zum Kriege komme. Die englische Iécgicrnng Mrde hin: reichende Maßregeln ergreifen, um die JUNWffkU EnZland-Z zu schützen. Er könne Übrigens; nicht sagsn, wslcth Neckxt die Pforte haben sollte, russische Schiffe 311 vsrhindcrn, dcn Suez- kanqxzu passéch. Er glaube a1mrhx11c11 zn dixrfrn, daß die Schme, wenn 1ie einmal eingefahrrn sind, nicht vsrhindert werden würden, den Kanal zu pasxiren.
_ 21. Avril. (W. T. B.) Urhrr don Inhalt des russischen Manifestes liegen dem „Ncntsrfthsn Barcau“ aus Bukarest Vrivatmeldungcn vor, drren writers chlauhi: guns; ahzurydrxsn-écin wird. Danach 1111! dh?» Manixc-ft grltrnd machen, 0118, nachdem die A11strc11g1111gs11 ch Kuissr Aler-xmrr zur Erhalxnng dréx Frieden?- 111 Folgr. dcr HartnäckichU dcr Pforte ge1chr1tert 101€", die, Lage drr Christrn 111 der TÜrTri steh Uer1ch_l1111mert have. Leben und Eigc111h11111 drr (Thrh'trn sei in Grsahr. Der Kaiser sei 1111 Namcn der .Hnmanität 1111-3 im Vollhewufztscim seitirr Pffrrhtrn 111€: natürlirhrr Prdtckktdr drr _Slaven 1111 Tricnt 311 drm E1111'chl111'so grnöthixxt, d11rcé) Wansngrzralx drrjcnigxy GaranÜ-en für 101111“, lcidrndrn (MW: benégenonen (1111 türk11chem Boden 311 erlangen, dir für 118 Sicherung “ihrrr k1'1111'Tigcn W0hlf11hr1 1111111119i111gl1ck) 110th111kx11d151 seien. Die“, 11,1ilitäristhe Zntsrventio'a 31111111111ds drrfdlge 11114 ZiEl-e drr Erdhrrung, werdr vielmchr 1111111 C'rrci1111111g'rrr rr: wähnten Zkrsnltate endigen. ' '
St. Petersburg, 20. April. (W. T. B.) Nakhdcxn di: Pfortr Srilcns vrrsckzicdrnrr Mächt-e 111 Vrtrcff 301111111112115 dahin hrschiedcn ist, das; die Nrntralität 3111111111118118 d11rchk€i11€11_Yrr1rqg stipUlirt sri, herr dir *]„Öfortc, 11111“ dis „Agoncrh ?)1'11116“ crsährt, kaläkt, dax“; 116, sobald die», 2111117911 111 dis MUMM cingrrückt sind, ihrerseits dir strhtrgisckwa PWW: an drr Donan [1011315011 werde.
Paris, 20. April. (W. T. B.) Wie der „Tsxnpr“ wissrn Wikl, Wäre der 119116 Vrrtrrxrr E11gl-.111ch 111 Kdnsxanté: 1101111, Layard, nicht beauftragt, dort 11*gsx1d 9111211 [191111111111r11 Vorschlag 311 111ach2n, sondern hätts [rdighch dic M11'sid11, den Gang dcr Dinge in Konstantinopel 511 beobachfrn Und 61112 sich spätrr ctwa 511 einsr Vermittdlung hiefsndr GekrgrUhxir 3:1 benuhen.
Brrn, 20. AprU. (W. T. B.) Trr B1111dr§rath [Ja? der Pforte 11111grthei[t, daß rr hrzüglick) ihrW Ammg-Z, da?: 111 Einem, rothen Krrnz hcstrhrndr Ilhzeichrn drr (Irn- fcr Konvention durch den Halbmond crj'rH-xn 511 dürfen, ihr selbst 1'1hrrlassc11 ULÜffS, dir Zrftimmnng dsr [ihrigrn drr Genfer 5101100111011 hrigrtretrnrn Staaten a11§311w1rkc11. Von den hrtheiligtrn Staaten hahrn acht sich über dc11 Antrag dcr Pforte bishrr noch nicht erklärt. .
_ Dic W. „Presse“ erhielt fd[gck11d2 Trlrgr-anwnr:
Konstantinopel, 19. April. Trr Khedive [*,-at 1:1 Anbetracht des brvorstehrndcn Kricgrs srinr H10rhcr1'111111, dir für Anfangs Mai festgesehk war, wirdrr ahk'azrcn 11111911. Ta: grgrn so!! in dcn 11ächstr11Tagen schon 0111er10111rr ZMUancr: 1111111611111 eincr Waffrnsendnng, als (15r1'ckzr11k drs Bizr: königs für dir türkischr Armrs, hier rinrrrffen, 211111) 11118 Ncw-York treffen in einigen T1gr11 30,000 (556111-xhr0 und 40 Millionen Patronrn hier ein.
Pest, 19. AprTl. Brrichtrn a11cZZ-Rustsch11k zufolgr [111112 die türkischs RrgicrUng 121.51 ft'hleUnigst (111 den Ufrrn DLL“ Donau in der Dobrudscha, da man dort LMM 17.-31191“: ga11g drr RUsch Üher den Strom l1rf1'1r1htrt, errsti: „(1111113811 a11ff1'1hre11, (111 dcnrn Tag 1111d Nacht grarhrir-smrird. Anch wrrdcn fortwährend Übrr Varna Trnppcn nach drr Do: hrudscha grworfrn, 1111) WM bci 19 2311111109110 strhrxx. Jm Frstnngczdirrrckr RnstschUk:Silistria-Sc'hUUtla:?„Tarxra da: grgrn strhrn sthOU [161 78 BÜUUUOUL 1111d wordrn diese 1101!) immer dnrch ZUJÜJS 11011 2111111011011 1111d Vurma hrr 1121111111.
_ Da?“ W. „Fre111dc11hl.“ rk-m 19. schreihx: „Tir „Zahl drr 111 die strarrgische Anfstrklung drr D0111111li111s 11811118 11111: gcrücktrn türkischrn Trnppcn Wird 1103110119111 111111“: 11.1101: schätzt, wril dis, fOktWähWUÖCTL CO11trc-111ärschr dc1rdizaréläch: [ichen Vcohcxchtrr Täuschrn. Dir. Gesa111111tsrärkc drr Lomax:- Armre 11111011 k1111111 115,000 KOMÖÜÜQLÜCJL 11103, 1112101011 dir Ahfgahr 311f11[[t, rinr Gr€1132 11011 1111gr1'é1hr 120 g00g1*a1,*-'Y)isrhr:1 Meilen Länge 1virksa111 311 Wrthridigrn. Urhrigrns 13111101 CZ ans 5211113111, daß„ von drm 111511111 Worthldsrn asiatischrn Bashi- de11k:(H(fi11drl ahgssehsn, déo Türkei Untsr krincn 11111111111dr11 dahin grlangrn Mrd, mehr ach 1511011120100! rrgnlärs TUM: 3,101! 111 EUropa drn NUffM €11tgcgr11511ftrlkr11. Urhrrdies 1T ihre Urrfi'tghars Artikjrrir _ jrht MW 144 bespanntr Gcsrhühe _ 111111 511 schWach, 11111 1111 2111611 Kamhf 1111 OffMCtT Frldc, Front grgc'n Fromt, mit einigxr Hoffnung 1111f Erfolg denken zu könnon. _ Dio „Z 11stä11dr 111 23111- garicn wsrdrn 111111101“ 7111111101191“. T1?- grosyx Massa har 171111111 mchr (][S daS Nackt: Lrhcn. Unrrhörto Vcr- brechen, 11181111 1111 Christrm hrgangrxr, [Mihsn vöUig 1111grr1h11- drt; 111 drr Kläger ricZkirt, ach Bcrlsrnhdcr 1111f 11:1[1rsti111111w 3911 in ein (erfängniß gesperrt 5,11 wrrdcn, 1110 drr “Typhus prrmmrrnr scinr gransige EMW hält. Nc111ich wnrde 111 Nnstschnk ein Knahr von drri T1'1rkr11 1'11 dM Wrinhrrgrxr anfgefangcn und halb crdrossrlt 111 8111611 Grahrr: grworfcm. Dsr .“)Tichtrr entlirß dir sck1011ßl1ch011 Brrhrrchrr Ohne 911191911011: drs Verhör mit dcr sanften Er11111h111111g, z11f1'111ftig 131111111111er z11sri11; der Vater aher wurdc hart grtadclt, wril rr sich 1111tcrsta11dc11 hättr, die hohen Bshördrn 11111 10111101 Baghrcllrn 511 dclästigeh. Tic. Gelderpressungsn fUr die N11st1111gr11 nehmen ehenfakch 111 groszurtigskent. Maßstahc ihren Fortgang. Schlimmer Wird es noch wcrdrn, WCM! 6111111111 dic Tschsrfdsscxr 1111d Bascéühoznks, circa 30,000 (111 drr erhl, 511 den Waffcn greifen und sick) auf Unkosten drr chris111ch;r11 Bcrdlkcrmrg cr: nähren 1111'1ssr11.“
_ Tie W. „Prrffe“ vom 19. schreibt: „Tir 11r11-81'di11138 (111€: Konstantindprl signalisirte Drthng, das; die Tj'xrkrn im Kriegsfaür znr OkkUpation drr Wchachci schrritcn Werden, 111öchtr11 wir im Jntrressc drr 0110111a11ischc11 HosrcS: leitung nicht ernst nehmen. Wir haben hrrcits vor eknigcn Tagen auf den Mangel 6111cm hi11rrichrndr11Briickentrains Und an dis Gefahren a11f1nerksa111 gcnmrht, WOLLÜLU türkische Nh: thrilungrn mit drr Dorum im Rücken 1111513912151 wärrn. Tir Drfenfive mit drr Aussicht auf di? Tffensiwr ist immer 1111111: schrnswerther als rin; prohlrnmtisckx Offensivr, drr 61116 Ts- fensive mit c11t11111thigts11 und f(iehrndrn Trndpen f111g011111111“;. Grgenüher den 111 Griechcnland offiziel! dckrcrirtcn Rüstungrn haben 112110 Tr11ppense11dunge11 stattgerndc-x: Und bcf111de11 sich bis cht an drr grirchhchom Grenze 18 Ba: taillone regulärer Infanterre und 6 FSradroncn Kururchrio mit 22 Grschüjzcn. Nllrin noch immer ist diese Macht von etwa zehntausénd Mann eine u11zureichc11dc, mit wclch-„r im Falle cincr griechischru Aggression nicht Vikl a1151111111g1n wäre. Unter sokchen Verhältnissen ist es c:“Z'L-Zirlich, daß 1111.11
„37:2.„Z-Y :,- ;_ . -, _ ..„“ “„,-.
r*I-«éWrY. x'“ “'*'" “ck 17- . “
„;, T.,? .I.,"Q _„„_-.
. * «(» “„.,