1877 / 99 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 28 Apr 1877 18:00:01 GMT) scan diff

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Lehrer und 1658 Schüler, die 16 Seminare für Lehrer und die 2 Seminare für Lehrerinnen 1853 männliche und 94 weibliche Zög- linge, die niederen technischen Bildungsansialten 97 Lehrer und 1010 Schüler, die 2116 öffentlichen Volkssckulen (2073 evang.. 43 futbol.) 5015 Lehrer (4928 evang., 87 futbol), 441,393 Volksschüler (435,684 evang., 5215 futbol. und 494 andere Konfessionen).

Knnß, Wiffensthaft und Literatur.

Mü_nchen,- 26. April. (Allg. Ztg.) In der Königlichen Er aicßerei bierselbst ist Von beute (zn bis nächsten Sonntag die zur __ekrönung des neuen Opernhauies in Dresden bestimmte kolanle Quadriga _ Bacchus und Ariadne, gezogen von vier

anthern _ zur Besichtigung ausgeiteut. Die 18 Fuß hohe Figurengrappe ist von Hrn. Profesxor ScbiUing in Dresden xnodeUirt und von Hrn. Inspektor von MiUer und seincn Söhnen 111 Erzguß ausgeffihrt _ ein im Einzelnen wie im Ganzen vollende- tes Kunstwerk ersten Ranges.

Paris, 22. April. Das „Journal officiel“ veröffentlicht einen Bericht üker die während ch Jahres 1876 auSgeführten wissen- schaftlichen Reis_e 11, aus dem hervorgeht, daß für Europa 24, für Afrika 7, für Wien 7, für Amerika 5 und für Oceanien 2 Mis- sioncn thä*ig Waren. Die Nachforschungen der Reisenden betrafen die Olrcbäxlogie, die Naturgcickyichtk, die Anthropclogie, die Medi in, dir Statistik, die vcrgleichende Gcseßgebuna, die Vergleichende e- 1ch1chxe_ der_Rcligionen, die Philologie, dj_e Geographie, die Geodäsie und die Astronomie; außerdem Nachforjchungen in Archiven und Bibliotheken. -

_Axbcn, 15. April. (Al]g. Ztg.) Das französische archäo- logische Institut Hat eine:"; seiner Mitglieder nach Delos ab- geordnxk, um die doriigcn Auögrabun gSarbeiten zu leiten. Die griecbiiche Regierung hat die criorderliche Erlaubniß bereitwilligst gewährt.

_ (St. Pck. Harold) Der schwedisébe Lieutenant Sandberg, der im verganßcrwn Jahre axis“ eigene Kosten eine Expedition nach der Halbinsel Koln 1111d in das Weiße Meer unter- nommen hatte, 17111 gcgennuirtigder schwedisrben Reaicrunxxiolgendes Projckt 511 einer neuen Expedition vorgelegt: Eii1r11s111chchim wvbncr von Archan elsk, der Sandderg aui ssiner rorjährigcn Erpsdition begleitet batte, so autet das Projekt, bcgicbt sich jetzt 511 Lande 3111: I)inrmanscben Küste und beginnt mit der Anlegung von Kollektionen. Ein kleiner, nicht ticfgrbender Dampfer trifft dann, für eine fiins- m011atliche Fahrt ausgerüstet, Anfang Mai auf Koln aus „Hammer- fest oder Tromsoe ein. Die Expedition, die aus drei Zoologen, eim'm Konservator 1111d eincm Botaniker besteht, begiebt fick) End? April über Ckyrift'iania und Drontheim und weiter auf einem rus1i1§k1€n Dampfer 11ach Kyla. Auf mrbrercn Punkten ioilxn astro- nomiickoe Nestimnmngen grma-cbi, die HöHen gemeiien, zoolog1iche und botanische Untersuchungen angestellt werden. Ein Zoolog auf dem Danwfer wird die Flora und Fauna der angrenzenden Meere unter- snchcn. Die gesammelten Koüektionen werden dem königlichen natur- bi1ivrischen Museum ükergeben, Welche?: einen Theil derselben dem St. Petersburger Museum abtritt, als Dank für die den schwedischen Nat11rfdr1chern von der russlsclyen Re, ierung gewährte Fördertmg. Die Auk-gabeu für die Erpcdiiion bat Zr. Sa11dkcrg auf 8000 Rbl. veranscblagt und retitionirt bei dcr sch1v€discke11 Regierung um eine Sabvention von 10,000 Kronen (ca. 4000 Ndl.).

_ Von dem Prachtwcrk „Bilder aus Elsaß-Lotbrin- gen " (Stuttgart, Paul Neff), das dem Publikum ein Bild (11121: bsrvorsteckxendcn CigciiibümliÖkeiTeU des Landes in Land- schaft, Architektur, Tracht, Volksiypen u. s. w. gedcn so!], ist soeben wirdcr eine Dopprllicisrung (9 11. 10) aUSgegeLcn. Dieselke führt im T_crr 11911 Weißenhurg _iiber Lüßklstcin, Zabern und Colmar nach Straßburg Und entbäif_1v1eder eine FiiUe prachtvoller JUustrationen. Darunter sind 6 große Voildilder (Weißenburg, der weiße See, ErnTc vor der Ruine Plirbnrg bei Colmar, Gerberstraße in Metz, Stadt1vappex1 von Sira1;[1_1:rg, aus dem (Hbor des Straßburger Münsters) 111 Tondruck, außerdkm 16 Text - Illustrationen. Der die AbbUdungcn bcgleikcndr Text von Kark Sticker steht auf der Höhe ch Gegénstandes und der friihersn Loistungen des Autors. _ ,Das Wcrk sol] im (5511115811 aus 15 Liefrrungkn bestehen, jede Lieferung kostet 1 „;ck 25 „„ckck.

Land- und Forßwßthsthaft.

_ Wegen der in Hamkurg stattfindenden Frühjahrßrennen fallen d1e Rennen in Hoppegarte_n morgen aus, so daß die Fortseßung dcs Frübjabrs-Mceting an den folgenden Sonntagen 6., 13., 20. und 27. Mai stattfindet.

Seberbeuud-hndel.

_ Nach dem GesÖäftsbericbt der Berlin - Anbaltiscben Eisenbabn-Gesellscbaft für 1876 ist das Stammkapital im Bestapde von 51,750000 .“ unverändert ebliebeu. Die ältere Priorttatsschuld, im Betrage von 25,500, .“, ist bis auf 20112000 .,“ abgetragen. Die neuen 30000000 .“ Prioritäten smd crit zum Theil beneben, und der Betrieb hat an Zinsen auf die ns11e11 Prioritäten 138,970 „(“zu leisten gehabt. Die Einnahme bat betragen: 15,540606 „161 gegen 16,870949 .“: im Jahre 1875. Da- von fallen auf den Personenverkehr 5,335,346 ,“ gegen 5,619,595 .“ im Jahre 1875; auf den Güterverkehr 9,302,809.jégegen 091215544 im Jahre 1875; auf sonstige Einnahmen 902,451 .“ gea-n 1,339,198 «46 im Jahre 1875. Von den Einnahmen sind verausgabt: für Dividende 3.105,000 „ja gegen 4,140000 .“ in 1875, für Eifen- babnsteuer 143,750 „sé gegen 420468 „451 in 1875, für Verzinsung und Amortisation der alten Prioritäten1,275,000cké egen ],275,0(*0ck in 1875, für Verzinsung der neuen Prioritäten 138,9 „711, für ErWeite- rung der Bahnanlagen, Vermehrung der Transportmitteln.exkl.des aus dem Erneuerungsfonds Befcbafften 235,601-74 gegen 2419214“. in 1875, an den Erneuerungsfonds 1,507.155 .“ gegen 1,444,835 .“ in 1875, für den Betrieb inkl. Unfanonds und unvertbeilbarer Ueber- schuß 9,135,140 „xz gegen 9,348,724 «M in 1875,

_ In der Gcnerakveriammlung der Berliner Viehmarkt- Aktien-Gescllskbaft stellt? der AufsichtSratl) den Antrag, von dem Reingkwinn per 475,263 „ii zur weiteren Konsolidirung des Unternehmens noch 180000 „111 zu Abschreibungen zu verwenden, demnächst 30,000 «Fü als Remuncration für den Vorstand und Ver- ivaltungsratk) Angeficbts der außcrordenilichen Mübewaltnngen dieter beiden Organe anzuweisen, dann 40/0 Dividende 5:1 vertbcilcn und den Reit von 10,263 „kk vorzutrasxen. Der Antrag wurde angenom- men. Den [emen Gegenstand der Tagesordnung bildete die Be- sprechuna der schwebenden Verhandlungen wegen eines Verkaufs der ganzen VichhofHaniagen an die Stadt. Es wurde schließlich eine Reivxuiion «enebmigf, welchc dis Annahme der Propqsitimxen dcr siädt11_chen Behörden für umnöglich erklärt und den Ges-ÜWasts- Vorstanden anheim giebt, in wie Weit fie überhaupt die Verhand- lungen Weiter fortzuscxxen für geeignet halten.

_ Ja der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der Magdeburg Halberstädter Eisenbahn Wurden die beiden Antrags der Grscllsihaftsvorjtände wegen Modifikation der Alten- bekener Betheiligung, sowie wegen Wiederaufnahme des Magdeburg- Erfurter Bahnbaues angenommen.

_ Nach dem Geschäftsbericht der TranIatlantischen GÜierderiicherungs-GcselU(haft in Berlin über das Ge- scbxiftstbr 1876 ist die Pcämieneinnahme aus 25,877 Versicherungs- a_[11cl11ü1_1211, gsgerr 21,421 im Vorjabrr, hervorgegangen. Es trafen _die Gc1ellscbaft1m abgelaufenen Ge1chäitsjabre 1429 Schadenfäüe inkl. 113 Totalverluftc, wovon noch 206 Fälle inkl. 25 Total- Verlustr am Schluffe des Jahres 1111regulirt bließen; für die schwe- benden Schäden, wie auch für die Ende des Jahres noch nicht ab- ge1aufen gewesenen Risikos find Reserven vorgetragen und 35,000 .“. Extrareserve zurückgestellt worden. _ Die Generalver- sammlung beschloß, dcn Reingewinn von 172,294 „44 folgendermaßen zu vertheilen: 12,45% an den Kapital-Reservefonds mit 21,450 „46, 15% Tantiéme an Verwaltungsratb _und Vorstand mit 25,844 „76, 16Z0/0 des Haaren Einschuffcs als Dividende mit 125,000 “44.

_ Die Berliner Land- und Wasser-Transport-Ver- sicherungs-Gese[lscha'ft hielt am 27. d. M. die ordentliche diesjährige Generalversammlung ihrer Aktionäre ab. Aus dem Reingewinn Werden an die Aktionäre 20% des eingezahlten Kapitals als Dividende vertbeilt.

_ VON der „Leipziger Messe“ schreibt man dem „Dr. Journ.“ unter dem 27. April:__F11r die Raucbwaarenbranche War der Gang der Geschäfte be1icr, als man erwartete. Netze, die

in den_Londoner Auktionen im Preise wieder etwas gewicb 11, wurde; der Billigkeit wegen viel gekauft. Visum Biber, Schuppen nnd fxanzßfiscbx Kauiue, die momentan gleichfalls preiswürdi , wurde: ztemlich viel erstanden. Frankreich trat wie immer als äufer für Zybel, SkunkS, schwarze Perfianer, schwarze Kaßen und Feeb auf, 31e1 -, Räder-, bunte und schwarze Kaxen sind von Ungarn, Oestec- reu! und_ von deutschen Kürschneru viel gekauft, und räumte sich dieser Artikel am Platze vollständig. ür Wildwaaren, wie Füchse, Marder und Otter, wurden der nied gen russischen Valuta wegen keine h_obenDéreise erzielt; bis auf einige Posten ist Alles verkauft, __ Pte effe in Manufakturwaaren verlief sehr kurz; in circa vier bis fünf Tagen war der Haupteinkauf vorbei, In den ersten paar Ta en wurden in Fol e des warmen rübiabrs- wetters leichte Somme toffe zu billiger aare willig ver auft. Ju Mohairs waren Borduren und Matelaiiés aesucbt,le13tere nicht genug azn Platze, um dem Bedarf zu genüaen. Ebenso ging es mit BeiJes, die besonders von süddeutschen Käufern bevorzugt wurden. ls ]Zlntea Foursautéz gelten “krassks. Die Preise sämmtlicher Artikel waren mäßig.

Wien, 28. April. (W. T. B.) In der heutigen General- versammlun der Lemberg-Czernowi -Jassyer Eisenbahn- gesellschaiit Wurde besckyloffen, sowohl en Prioritätencoupon, als auch den Aktiencoupon mit 59/11 Silber einzulösen. _ Ferner wurde ein Telegramm des rumänischen Finauz-Ministers verlesen, in welchem derselbe erklärt, daß die rumänische Regierung die in den Händen der Gesellschaft befindliche Anweisung von 1,783,852 Frcs.

zur Zeit nicht einlösen könne.

London, 26. April. (E. C.) Die Koblengrubenbesitzer von West-Lancwshire Haben angezeit, daf: fie vom 17. Mai an den Lohn ibrer Arbeiter um 10% erabsetzen werden. Die

Maßregel wird etwa 40-50000 Mann betreffen.

Verkehrs-Anftalten.

Die Nachweisung über dcn Betrieb der Großherzoglich badischen Staatßcifenbahnen und der unter Staats- verwalicng stehenden badischen Privateiscnbahnen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1875 weist am Ende des Jabrks 1875 eine Ge1ammtlä11ge von 1,152 Kilometern auf. Däe Ausdehnung des Bahnneßcs betrug Ende 1874 1,127 Kilometer. Im Laufe des Iahrcs 1875 kamen hinzu: am 1. Januar Denzlingen- Waldkirch, am 22. April Oberlauchringen-Stühlingen. _ 767 Kilo- meter Haben .einfaclyes“ Geleise. Von obigen “1,152 Kilometern find 1,026 Staatsbahnen, 26 gepachtete Strecken und 99 Pri- vatbahnen. Auf preußischem Gebiete liegen davon 20. Auf badischem Gebiete liegen von auswärtigen Bahnen 55 Kilometer der wéirttcmbergiscben und 6 Kilometxr dcr schweizerijchcn Bahnen. _Der Verkehr und Ertrag gestalteten iich folaendermaßen: Personen wurden 10732202 gegen 12,177,362 im Vorjahre und Güter 3,281,109,965 gegen 3,414,135,300 Kilogramm im Vorjahre beför- dert: Die Gesammteinnahmen beliefen steh auf 29,716,181 „14 gegen 29,884,640 „E im Vorjahre. Die Ausgaben betrugen 18,477,584 „44 Der reine Ueberschuß

qegen 17,391,340 :“: im Vorjahre.

Betrug 11,238,596 „44 (62,18% der Gesammteinnabme) gegen 12,493,299 .“ im Vorjahr. Das vchcndete Anlage- kapital der Staatsßahnen (einschließliuh der Betriebsmittel,

Reservestücke und Einrichtungsgegenständc) belief sich auf 327,194,155 «ki und dasjenige der Privatbahnen auf 9,112,853 “:M- im Ganzen also auf 336,307,008 «M oder pro Kilonzeter Babnlange 298,592 „ji Bei Beginn des Jahres waren 341 Ma1chinen und 332 Tender vor- handen. Am Schluffe des Jahres bestand" der Geiangntvorratb aus 368 Maschinen. Der Wagenpark umfaßte am Schlu11e des Jahres 6852 Stück (gegen 6796 am Ende des JaHres 1874), und zwar hm- sichtlich der Gattungen 994 Personemvagcn und 2470 gedeckte Gü-

terwagen.

Triest, 28. April. (W. T. B) Der L_lovddampfer „Ju- piter" ist gestern Abend 10 Uhr mrt der ostmdischen Ueberlandpost aus Alexandrien bier eingetroffen.

New-York, 27. April. (W.T.B.) De_r Dampfer „Den- mark“ von der National - Dampfschiffs - Compagnie

(C. Mesfingsche Linie) ist heute hier eingetroffen.

Berlin, 28. April 1877.

Kiel, 28. 2111111, 10 Uhr 30 Minuten Vormittags. Die Post auI Ch11111atiia vom 26. ist 1121111: ausgeblicben.

Wien, 27. 2111111, 5 Uhr 30 Min. Nachm. Der Post- verkshr mit der T_Ürkei Über Rustichuk-Varna ist Untßrbrochcn. Brics- Und Fahrpostsendungcn nach der Tiirkci wcrden 111191“ Triest beiördert, von wo ein Eilschiff jeden So111111bc11d 2 Uhr Nachmittags abgeht.

In der pcru1a11ci1icn Ayssiellung des Vereins Berliner 11 stlsr, Kdniniandanixmtraße "77/79 hixrielbst, ist je!,zt für kurze Zeit die Adresse 1111591012111, Welche der Verein Sr. Majestät dem Kaiser anläßlici) AÜerböcbstseinc-s 80. Geburtstages ewidmct hat. Die Aq11aresle11 sind nach dein Entwurfs des Direkgtors don Wcr11er a::égefiibrt von dcn HHBreiibach, Ehrentraut, Döpler5a3., Skarkiim und Schrödl. Die Metallarbeiten zu dem geschmackvollen, 11011 Hrn. Collin nsarbeitctenAlbumdeckel find aus der Silberkraaren- fabrik Wii VoUgold 1111d Sdkm hervorgegangen.

Wicskaden, 26. Aprii. (Rhein. Courrier.) L_)ie aestrige von Di[cttnnten aus den vor11ek1mste11 hiesigen Gexllschaftskreisen zum Besten des Niederwald-Denkmals veranstaltete Extra- vorsiellung war 117013 der doppelten Eintrittspreise cine außer- ordextsicb stark besuchte urid mit vicchn Beifall auf enommene. Se. Maiestäi der Kaiser und Ihre Königliche H1: eit die Groß- herzogin ron Badkn wwbnten der VorsteUung von Beginn bis „zum Schwär bei und Wurden bei Ihrem Eintritt von dem ge- sa1111111211-P11Uik11111 judalnd Begrüßt. Die lebenden Bilder, Welckze gebcfcn irurden, waren ganz eigenartig und theilweise von blendeUder Schönheit. Die Begleitrnden pgetischen Worte Waren verfaßt und vorZskragrn von Hrn. Oder-ReZineur Schultes, im 111ittelaltcr1ichen Heroldßgewande. Der Patriotische Geist, Welcher diesen Worten innewohnte, fand lebhafte und Herzliche Zustimmung im ganzsu Puklikum, steigerte “:ck im Laufe des Abends mehr und tnéhr und errdickvte feinen ipfelyunkt am Schluffe des Abends bei dem Sichtbaerd-en des Germania-Denkmals, 3.1 welchem die „W;:Öt am Rhein“ gespielt wurde. Als hierauf da-Z Orckyestcr die Nationalhymne intonirte, ("(be sich das gesammte Publikum von den Pläyxn und brachte am Schluffe ein dreimaliges Hoch auf S_c._M_1_1je115.t den Kaiser und Köni aus. Alle Blicke waren auf die Ka11erliche Loge gsricbtct, ron wacher Se. Majestät mit buldvoÜem Danke die Ovation entgcgcnnahmen. Eines der aamutbigsten Bild-r, woche?- is_er 315_Her5211 swraäo, war dZe „Rückkehr deutscher LandWeHr in km thrmgrxches Dorf (137112

_ _Biberacb, 20._Apri[. Ter „Staats-AUZ. f. Württemberg“ ke- nch1xt: Vor zahiretéhcr GeseÜsÖaft hielt vor einigen Tagen r. Rektor Spekxsl e_1nen Vortrag über den Dichter und Schriftste er Chr. Martin WlL_[a11_d, der_im Jahre 1733 in dem nahen, damals zum Biberackwr Retch§1tadt13€ick1etgßhörenden, Oberholzheim geßoren, 111 Jclgs dcr baldiZ2r1_Uel12r11_2dr[U_r-g dcr Eliérn in die hiesige Stadt '„cix1c erste Juzend (1-“33_-11) hier ZiikraÖÉe, später als Jüngling

noch manche Zeit hier verweilte und sodann von 1760-69 als Kanzleiverwaltcr von Biberach fungirte. Der Vortrag behandelte das Leben und Wirken Wielands, sowie de11en Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Literatur. Im Anschluß an den Vortrag fiihrte sodann Hr. Prof. MüÜcr aus, _daß_Biberach es als Ehren- pilickyt ansehen soilte, dem Dicht_er em e1nfaches_Denkma[ auf einem der hiesigen öffentlichen Platze zu sexZen. Die Versammlung erklärte fick) einverstanden und setzte sofort ein Wieland-Comiw nieder, das Schritte in dieser Sache thun wird,

(21. A. C.) Nach Berichten (1116 Txberaw vom 25, ds. ist die Pest in Res cht aufgetaucht, 1110 sie tägl_1ch drei oder die: Opfer for- dert. Es sind bis jetzt 24Crkra11kung§fakle vorge_komn1e11, yon denen 16 einen tödtlicben AuSgang nahmen. Man befmckZtet, die Sterb- lichkeit dürfte sich rcrgrößern, Weshalb von der Per11schen Regierung Sanitätsmaßregeln getroffen werden. _Dem Berichte des Gesund- heitsbemnien in Bagdad zufolge find_1n dem Zeitraum vom 16. bis 23. ks. daselbst 176 Todesfäüe durch die Pest eingetreten. W - M

f 1 Amsterdam, 24. Adril. _(Leiyz. Ztg.) Unter dem Vorfißc des Prinzen Heinrich de_r Niederlande hat in dem Palast Sr. Königlichen Hoheit tm Haag Vor einigen Tagen die erste Versgmmlixng des niederländisch - afrikani- sZchn Com1tés_ stattgefundexi, welches sich im Anschluffe an den internatwnalen Verein fur Erforschung und Kul- tiviruug__ Central-Afrikas gebildet hat, der im Jahre 1876 auf dem i11Vrü11e1 abFTebaltenen geogrßphischew Kongresse unter dem Pro- tektorate des öni s der Belgwr ge_gr_1mdet Worden. Das Haager Comité beschloß, eb_ufs möglichst kraft1ger_Veförderung dieses Unter- nehmens sofort Schritte zu thai], damit 111 (MM größeren Städten des Landes Lokalkomrtéz als Zwergvereme des niederländisch-afrikani- schen 6111111165 errichtet würden. '

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Oporto 18. April. (AUF. 319) Ohne Brichle von Lissabon aquwqrten, bat die portugiesi1che_ KolonialheZörde zur Berub_1gung der öffentlichm Meinung in Angyla die uSgrabung der Letche des Dr. E. Mohr und deren Ueberfubrung nach Loanda verfügt. Dort wurden die Eingeweide herausgenommen und nach Liffabon genmdt, wo fie im Laboratorium der Soc1edade Pharma- ceutica einer toxikologischen Prüfung unterWorfen werden. _ Aus Barra Mania in Brasilien wird der Selßstmord des portg- aixfischen Afrika-Reisenden Travassos Vald ez gemeldet; Die Früchte seiner Reisen und Beobachtunaen veröffentluhte er 111 dem Werke „81! years of a trareU-zrs' 1110 ja Wsstaru 13.5103“ (2 Bände. London 1861).

Theater.

1

Im Stadt-Tbeaier gastirte gesternin_,Ultimo' Hr. Ehlert vom Stadt-Tbeater zu Augsburg als ,GeorgRtchter“. Der Gast, welcher mit ansprechendem Aeußern und wohlklingendem Organe gewandtes Spiel und frischen Humor verbindet, erzielte lebhaften Beifall und Wurde, wie die ükrigen trefflicben Darsteller, mebrfach durch Hervor-

ruf angezeichnet. _Heutc_ Abend wird Hr. Eylert als „Affeffor Walter“ in .O, die1e Manner!“ gastiren.

_ba

_ Im Laufe dieser Woche Werdet) im Be[_[e-A[[iance- Theater die Debuts einiger neu LUZÜJTÜST Mitgl1eder stattfindm. Es find dies die HH. Bojock vom bieiigen Stadt-Töeatcr, elir vom Stadt-Theater zu Aachen und Trendies_ vom Stadt-T eater zu Bremen. Die Künstler werden auftreten 111 den Stücken „Das G2- fängniß“, „Rosenmüüer und Finke“, und „Die deutschen Komödianten“.

_ Am Donnerstag veranstaltete Hr. _Waldemar Meyer im roßen Saale des Grand Hotel de Rome cm Konzert, bei welchem Frl. Julie von Axclson ans Stockholm und die Herren Joh. Elm- lad und ])1'. Otw Neitzel mitwirkten. Das Programm war gut gewählt. Den Anfang machte das Konzert Nr. 6 in_kZ-moll von Spohr, welches von dem Konzertgcber und Hrn._])r.Ne113el recht ge- lungen sowohl in der technischen Ausfiihrung Me 111 de_r Ayffaffung zu Gehör gebracht Wurde. Der xrite Saß des Mu11ksti1ckß, das „Recitativ“, erscheint etwsas in die Lange gezogen, Wahrxnd die beiden anderen, das ,Andante' und das „AÜearo“, ganz die semfinnige elegante Art und Weise Spobrs zeigen. Die Hauytaufgaße fällt hier der Geige zu, während das Klavier, nur arcompagyirend, mehr zurück- tritt. Hr. Meyer bewies fich als tücht1ger Geiger 1_111d geschulter Musiker. Sein Spiel ist solide, frei yon aller Manier und wohl- gebildet. Außer dem Spohrschen Konzerx spielten die beiden Herren zum Schluß die große Sonate tn Y-äur yon Raff, die bedeutendste Nummer des Progratzims. Das interessante geistvolle Mufikstück gab auch_-H_r11_. 131". NetHel_Ge[egenk)e11, fich als gewandten und begabten Klavierwieler zu bewahren. Der Konzert- Jeber trug außerdem zwei noch ungedruckte Kompofitronen_ von Alex. Böhmer vor: eine „Rhapsodie' und ei11_ „Scherzo capricrwso“. Die übrigen Nummern des Programms bildeten Gesangsptecen. Frl. Von Arelson sang einige Lieder, unter denen brsonders die beiden schwedischen Natwnallieder Beifall fanden. D1e Zunge Dame e- bietet nicht über Hervorragende Stimnznnttel, doch_ ekundet ibr - sang sorgfältige Schule und vorgeschrittene Teckymk. Hr. Elmblad trug die Schumannsckye Kompoition der „Loweribraut“ vor. _ Der sonore, edle Klang seiner treff ich gebildeten _Strmme und die ge- lungene Vorkragsweise brachten das charakteristische Tongemalde zu voller Geltung.

Zwisehen der Direktion der Großen Berliner Pferde- eisenbabn - Aktiengesellscbaft und der _Verwaltung des [ora- Etabliisements ist ein Vertrag dahin zum Abichluß ge omniey, da die ferdeeisenbabn-Geseüschaft von a_[[en Pun_kten der ng- _ 11 un vom Monbijouplaxz aus Billets ausgiebt, w_e_l_che zur Hinfahrt nacb Charlottenburg zum_Besuch des Flora-Etablmements und zur Rückfahrt nach dem MonbtjouYsaß- resp. zum Brandxnburger Thor (ge Znüber der Dorotheenstraßez ererbttgen. Der Preis dxeser Billets ißt 1 „44 pro Stück und wer en dieselben vom 1. Mat ab außgegeben. Eine Nachzahlung (111 der Kaffe des Jsora-Efabliffements ist vori den Inhabern solcher B1llets nicht zu leisten.

Redacteur: F. Prehm. Berlin:

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elzach.

Fünf Beilagen (iinichließl'kch Börsen-Beilage).

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Zlichtamtsichez. Deutsches Reich.

Berlin, 28. Apnl. In der gestrigen Sitzung eg Reichstags nahm m der zweiten Berathung "bst den Geseßentwurf- betreffend die Erhebung iner Auggle1chu11g§_abgabe, der Bevollmächtigte zum .undeSrath HandelE-Mmifter Dr. Achenbach nach dem Abg. 1", Braun w1e folgt daß Wort:

Meine Herrcn_! Al_1ch_1ch bin der Ansicht, daß Jeder, welcher 711er ist, über d1e_se ir1_cht1ge Vorlage abzystimme11,_ sich der Kon- equenzen [16111 t Fein moge, welche aus seiner 5L_lbstimmung folgen erden. Die__ egierungen befinden fich dem Reichstage gegenüber, „weit die Stimuiunix aus den gehörten Reden zu erk_ennen ift, in iner ganz eigentbum 1chen_L_age. W1r_baben Jhnxn Mitgetbeili, da“ Jahre 1876_ der franzonscben Regierung besiimmx eröffnet isi? ;ck, wenn Fe rucksichtlich der Ausfgbrpramwzi 111cht e111e_Aender1111g 'ntceten affen Werde, wir genotbigt seien, unserer1eits Aus- lejchung§abgaben_ zu erbe__ben. _ Von de_n Gegnern der Vor- ge wird, indem 11e u_ber 11_atwr1_a1c Politik reden, 1115 einfach diese Tbaisacbe ignorirt. Die Mittheilung wird so auf- efaßk, als wenn geimffermaßcwdcr franzofische11Reg1erung gegen- ber ein Scherz ausgesprockyxn sei. Jch_frage aber, Wenn in _dcr That r hohe Reichstag 61119 nat__11)11_ale Politik _verfolgcn will, itt es da jchtu11angcmcffem mit Rucksicht auf d1e1c Aeuxexnngen die Reichs- _]jchng _ und um fie handelt es s1ch da[*81_ emfach im Stich zu 1-en? " Wenn wir dann ferner sa_ge11, wir bedürfen dieser Vorlage auch escntüch darum, um S1111511u11ktq zu gewinnen, unsere bis- cxige gemäßigte Handelspolitik Weiter_ fort entwickeln zu kön- en, s:)“wird uns_von drr a_11dcre11 Seite g_anz einfach erwidert, ,', derjenige Schritt, den wir Ihnen vor1chlaaen, gerade das tgegengeseyte Resultat zur Folge haben würde. Ick sOUte doch cjnc11,-daß die Herren der RetchSregwrung und den verbündeten Rc-

kcrscben. Ich glaube, die Stellung _eincs Ab cordneten und 111111) «ziell des Hrn. Abg. _1)r. Bambergxr 1_s_t in die_er Sache eine Weit ehaglicbere als derjcmgen, d1e beruicn 1111d, die_©eschä1_te augenblick- ich zu leiten. Wenn man ficht, welche Verhaltnisse 1111 Lande be-

ie Notbwendiakeit gewiß gegebkn, daß da, rderungen erhoben werden, - diesen gerechien Anforderunch „1111116111 Rechnung getragen wird. Geschicht es owcrdcn allerdings damus Folgen eintreten, die wir 2108 nicht 1111111611 und die wir Bu11dr§be11ol1mäch11gfq die wir berufen iind, ie Vorlage zu vertreten, am alichenigitcn wünschen möchten. Wir 111111 abcr bei dcr chatie bchandclt, «ls komme uns über die 111scqucnzen, Welche aus einem ablehnenden Besrhlnffe _811111611611 17611, absolut kein Urtheil zu. Ickx soUte dxch meinen, die Herren "71111811 uns Wenigstens cbenfalLs eme gewimc Urtheilsfähigkeit zu- auen.

Meine .Herren, es wird dann weiter gesagt, 111 der Haltung -- chicrnngcn anderer Länder, die doch gleichialls durch die Acquiks ankreichs geschädigt srien, steile: fich eme ganz andere Auffaßun ic 111 derjenigen der deutschen Regierung dar. _Es wird dabei indeZ 111.111) außer Acht gclaffen, dasz 11111 augenbliclltch unsere Grenzen 92- net babeW-.daß mit dem 1. Jammr die sämmtlichen 36119, welchc a11f das Eiicn beziklwn, chgefallen sind und das; wir darum

- ganz anderer Weise_,_ 11ame11tlich_ bei Berücksich)t_€g11_ng r gegenwärtigen Ka_lam1tat, untrr “_1611211 Ausfuhrpraimen 11111, wie irgend eme a11d€re Nafwn. Wenn rvtr also

5111 dieAusfubrw'6111ie11 vorzugshen beabsicht_ige11,__ so beruht das der vöÜig abweickyenden Lage unserer Vcrhaltnime ge enübcr an- 111 Staaten. Daß man 11116 bier England nicht als egenmuster „führen Werde, daI gla-bc ich 11or11u§se13811 zn dürfen. Zixht man icr dic konjinrntalen Staaten in Betracht, so Wird, unbedingt das 511.1 sein, was ich anciefiibrt Habe. _ _ _

Nan Hat der r. Abg. Bamöerger wiederhdlt gejagi, die irgn- ßichechierung abe ja durchaus 11icht d1e_Ab11_cht, unsere J11t€_1_'c11_en » vcrlrlßkn. Meine Herren, es ist fiir 1111_ch c111e__g1111z gleichgulxige 1111e, ob dit? französisÖe Regierunzz dle_ Abmijyt hat,_ unicre icrcffen zu schädigen. Ick halte mich (111 die That]9chc, dax; U111_ere tereffen geschädigt sind. Von einer ergrwaltigung _De_ut1ch- nds oder Frankreickzs ist vom Regierungstifthe uberhaupt

dieser Frage nicht gesprochen _ Worden. Wenn_ aher _her- *rgchddcn Wurde, daß uns eine 111111111, eme Ungcrcch11gkxit_W1drr- are, so ist das aus dem Grunde mit Recht geschehen, 1_ve1[_111 dcm ertrage, den wir mit Frankreich im _Jabre 1862 abge1chlo11811 ha- 1,1111) auddrlicklich die Vkrabrxdnng [*c1111dc1, wonach Arisiuhrprannen 1111211 inneren Steuern entsprechen iol[c_11, weilferner 111 den d.1_mn_[s 11111 der degczeit abgeschkoffenen Vrrtmgen vwlfackZ 1111ch ÜLZÖÖXUCULÖ 11 Bestimmung binzugesext ist, daß Ausfuhrpranitgn ukrrbauyt 11111 zu gewähren srien. Meine Herren, wcnn auf_d1e]e_r Bas1s_ wir “111119151, das; das System der Acquiis 11116 gegenqbrr exnr 11116111151- 11 2111113116, so glaube ich, daß 1111screLli1ffaffungcme VoUig_gcrccht- :Tigic ist und den Verirägsn cntjprickyt. Dieser quspruch 1stda1cker isolaf aufrecht zn erhaLicn. Nun wrrden _1v1r fretlirh Von den Hér- 1damit getröstet, dax“; in Frankreich eine Partei vorhanden 1121, WS LbLUfÜUS die chquits aufzubehcn beabficht_1 1x. Nrch 1111 ÜJM Jahre Wurde 11116 das Beisp1e1dc_sfr_anzo11che_n Handels-

1111ftrrs yorgcführt und wir angerufen, da[; 11111 doch diesem 121111)- .21111 Beispiele unsererseits folgen möchten. L61der aber Hadcn_]ene c1ireöungc11 bishrr kei11811 Erfolg gehabk, 11111) der Hr. Abg. 2111111- “111 Hat selbst am schliissigstcn _11_achgcwie[en, w_1eschwer rs se_1, ?th System in Frankrcick) zu bese'xitgrn. Emsiaufdichrgaygenkxmt 'kl'ickMgangen und hat daraethan, 111113 jenes System die verschiedensten kxbä'itniffc d1:rchdri11g1. Ich verstehe es daher n1chtrecht, wenn kzelbe Herr Abgeordnete Behauptet, daß d1e_ Vorlagc_ger11_dc5u ,adigknd auf die Bestrebungen Unserer Freundq m_Frankrcich wirke, 1111111? abgehalten werden würden, ihre Agitatwney fortzuxxlzen. ckglc1ube doch, der Herr Abgeordnexßtbxtli 1111t m1r die Auffamimg, 5101cheBeftrcbungen 3111: Zcit vokl1iand1g erfolgloH sem werden 1111_d 1 keine Resuktate Versprechen. Meme Herren, liegt es so,_ so_11t Schritt, den wir vorschlagen, durchaus loyal und den Berbalf- '11111 angemessen. _

Nun hat der Hr. Abg. Braun in se111_er ehen gehaltenen Rede i_die Vorgänge in den vierziger Jahren hingermesen und darzu_ihun

1Ucht, da RetorfionSmaßregclu überhau t (116 erfolglos angcichen !dcn müien. Es ist auch vielfach be auptet worden, daß das-

lge, Was wir Ihnen vorschlagen, im Ganzen_ gengmmen em Vor- '"9 sei, der kein Beispiel in der Vergangenbett beritze. _

Bei dieser Gekegenheif Wollte ich die Herr_en nur daran erinnern, “ck im Jahre 1848, US die französische Regierung auf Baymwokle, oklengarne, baumwollene und wollaüeGewebe 11. s. w. eme Aus- r1ckrä111ie won sehr hohem Betrage bewilligte, wir 111 D_e_uts_chland ck Verständigung unserer Zollvereinsregterungeii am _10. „21111 1848 'eVerordnung erlassen haben, wonach gegenuber xener franzosp “? Maßnahme AngleichungHabgahen erhoben. werden sollten, um 1111ändische Industrie thunlichst zu schuxzen. _ _ _ _

AUerdiugs ist diese Verordnung nur unter vorlaufigxr Gulngkext 35 Schluß des damaligen Jahres erlassen worden, weil die franzo-

|ch€ Verordnung ebenfalls nur bis zu diesem Zeitpunkte vorläufige

zum Deutschen Reichs-Anz 99

1111111111111 zutrauen könnten, das; sie die Lage der Dinge einigermaßen

chen, welche Notbschreie überaÜ crhoben Werden, so glaube ich, ist * wo gerechte An- *

1111131, *

schlagen, habe keinen praktxsche11_(§ff_ekt. Y _ _ _ das; in der nächsten Zeit die franzöUsÖL Regierung, 1v1_c _amb ich an- neHine, ni_cht dazu übergeht, d1e Ausfuhrprachi vvÜstandiq 31111?- seiti'gen, so wird doch dadurch jene Unsxcrechttgkcii unserer Induftrw

rer“ völlig _ _ _ _ _ auf xraserem eigenen Gasnxtc konkurrtrt, und [ck meme, wenn das er- reicßt wird, l1cgt darm cm großer Erfolg.

die übrigen Staaten zu unsrren Vrrbündeken machen.

E r | e B e i l a g e eiger nnd Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr.

iZ?!-

Geltung baben syütc. Wenn man indeß die damaligen Verband- lu_ngen im preußischen Landtage mit dexi Verhandlungen vergleicht, wie fie [).-ute stattfinden, so möchte ich hier fast das Wort Salomos auSrufen: .Es giebt nichts Neues unter _der Sonne.“

Der damalige Interpellant der Regierung drückte ficb unter An- derem folgendermaßen aus: _ _

_ Meine Herren! Während wir beschaftigt sind, dem Lande freie Institutionen nach allen Richtungetz hm zu sichern, erreicht uns die Nachricht, daß die die eitige Rxglerung die in meiner In- terpellation gestellten Zollerbö ungen mit den Vereinsländern ver- einbart habe, ohne sich der Zusiimmung_der hoben Nationalver- sammlung zu verficbern. Jm woblver1tandenen Interesse des Landes und zur Wahrung der Rechte _der hohen Versammlung fühle ich mich berufen, *gen diese Maßrege! ausdrücklich zu pro- testiren. Das Schu153o system ist mcbt geeignet, die Wohlfahrt der Völker zu begründen. _

Die neueren Erkenntnisse im Gebiete der Nationalökonomie baHen endlich die Irrtbümer eincr fruheren Doktrin ans Licht ge- führt und den Beweis geliefert, daß csene Wohlfahrt nur durch _f_r_eie, _rtngebemmte Konkurrenz aller s affenden Krafte zu erzielen et 11. . w. -

ES wird dann in dieser Rede ausgefiihrt, 1111111 könne ficb_cs allenfalls gefallen laffen, wenn die RetoranHniaeregel s1ch lediglich auf Frankreich beschränke, ste_sei ab§r_gle1cbze1t1g _gegen die übrigen Staaten gerichtet und dies ericheine außersi bedeqklich. Es heißt da:

Ick) will zugeben, meine Herren, daß, wenn diese Maßregcl direkt und ausschließlich nur auf rankrcick) angandct werden könnte, wir uns vorläufig vieÜeicht arin finden Wurdxn, _aber die Maß- rcgel greift weiter; _ die ZoUerböhung_betr111t nicht lediglich die französische Produktion, sondern, als eme allgemein Hingextellte, die des ganzen Auslandes und so fort. _ _

Darauf erwiderte unter Anderem der Handelx-Mmistcr:

Die anze Gegend des Eichsfeld“ u11dThur111q 116, in welcher Kammwo enmanufaktur vorzugsweise betrszen wird, muß demnach bei einer freien Einfuhr und den frauzösnchewExporiprämien 11e-

enüber im nächsten Winter erwerb- und arbeitslos werden. Es

Zandelt fich hier nicht um Syßeme, sondern um_ die nackte Frage

der Arbeitslosigkeit ganzer bejtimmter Landesthcile. Sollen wir dies gestatten"? u. s. w. _ _ _ _

Der damalige FinUnz-Mimster Hansemann 161th 5111311:

Der Herr Minister des Handels hat bereits bemxrkt, daß _es sich blos um eine VcrtbcidigungSmaßregel ha11de1t, dte natürlich dann anfßört, Wenn der A11griff_ ebenfaÜs aufhört. Es Handelt fich also 111311 einém Weiteren E111gebe11 in das von dem Redner angegriffene System nicht. 'Engländ,_Be1Jien 111_1d andere Staaten thun ganz dasselbe, was wir thun"; sie schutzen fich ebcnfaus gcgen Prämxen, welche die benachbartchtaaten auf die AUSfuhr tbrer Produkte grwährcn 11." s.*w.

Sie sehen, meine Herren, das, worüber wir heute Verhandeln,

ist in der Vergangenheit ebenfalls schon dagewese11,_u11d, wie ich_ Urr- mutßen darf, haben die „damaÜgcn Maßregelii, Wenigsxcns sl)1V_Tlt ich es übersehen kann, den Er 11le geßadt, daß dre franzöj1sche NCJWTUUJ von dém Prämiensystem (: sa ,.

Was wir Ihnen vor-

Nim behauptet man freilich, dasjenige _ Ferne Herren! Zugegeben,

daß die franzöfische Industrie bci unse-

abchhrk, _ _ __ _ Grcnze noch 11111 emer Bomstkation

gegenübrr offenen Es wird frrnerhin ein Erfolg 111111) darin anzuerkennen sein, _ dabei bleibe ich _, daß wir Niles, was Seitens der .Herren aus der Statistik gegen die _Regier1111g:“1*orlage angefiihrt worden ist, Flanke ich für 1118111611 Tbe1l 11icht ais durcb- scblagend anerkennen zu können. Es kann [1131 dtsscr Frage iiberba_upi nichi darauf'ankommcn, ob so 1111d so vir] Ccntncr mehr oder weniger

mit Exportprämiezi von Frankreich in das 3111111119 imporiirf Werden. Die .HaUPtfrc-„ge iii 11111: die: welchen Druck Ubt die franzöftsckye Kon-

kurrenz auf die Preissteüung im Julande, u_nd ich baby de_baupte_t, 911111136 das auch nachweisen zu können, da[; unsere E1sen1nd11str1e gegenwärti Prc1seha1, die in vielen Fällkn 1111r die Selbstkosten erre1chez1, in sehr wie en Fäilen aber unter die Selbstkosten brraßgebcn. Em PrämirUsystem zu begünstigen und aufrecht zu erhalten, welches Unsere

JndUstrie zu einem immer Weitercn'HcrabgLHeU der Preise, und damit

zum sicheren VerfalT 11öthigk, das kann nicht in den_Zntentionen der verbündeten Regierungen und drs Hohen RUÖZÉÜJZ liegen. Es kommt aber l)i11zu, daß wir 11116 bei unseren Vorschlägen 111169 gegen bevor- stehende Nachthrile Wahren wollen. Ick Haha 111 1118111_er ersten Rede a11sx1€führh das; mir die Thatsache bekannt ist, _ch__ c111 i_ebr großes [oihringensches Werk die Absicht bat, nach Frankreich nbrrznswdeln, 11111 von dort aus die Konkurrenz mit 11113 mit HÜLfcdcr fra11zo11_s_chen Y_cquits aufzunehmen. Ich darf 111111 zunächst vielleich? e_m Mißverstandmß hicr zerstreuen, da manch? Mitglieder des Reishötags annehmen 1611111211, cs bandclc sick; in 111eii1cr2111§fükckrU11g 11111 “0115 von dem HM. Abg. 111“. Bamberger erwähnte Werk von Diipont mid Dreistisz. Das würde aber nicht richtig sein. Daß W::rk, _wopon 111) rede, ist ein andares, cin Werk, Welches mit Rückficht_aus _se111e kolcxffale Pry- duktion bereits jetzt das oUvereinSgc-biet init seinen Preisen _ 10 zu sagen _ beherrscht. ie würde es aber erst wkrde__n, Wenn das- sskbe in Frankreich, «11 unserer Grrnze, läge Und 1111t_H111fe der frau- zöfisÖen Acquits arbeitete? Wie würden dann_ die Verhglt111ffe u111'erer lothrinchschen LandIleute beschaffen sem? Es 111 den Ferrey bekannt, daß dorf die Stabcisepfabmkaiion eme _;roße vile spielt. Nun befindet sich diese Jndusiriedurcb dic Besiemer 11151- fabrikation bereits in einer großen Krise; 1ve1che_D1111enswn wurde die Krise aber an11ch111en, wenn noch eine sokxhc kunst[__1che Ko11k11rre1zz erzeugt würde! Was wir Wm ngicrungstisxbe beka111pfe11,_ ts_t die gerade Einwirknng durch solche künstlichen Mittel auf den mlandt- schen Markt. Meine_-Herren, AÜW, was wir vorséhlaxxen, steht anch keineswegs im Widerjpruck) mit den Maßregeln, d1e_1n der Ver an- genbeit die preußische Regierung getroffen [)at_ und dze der Hr. lbg. ])r. Bamberger rübmend anführte. Die Reg1cru11gs1nsckrukt1on vo_m Jahre 1808 und die späteren Verordnungen der preußischen Regie- rnng vertragen sich sehr gar mit dem'cnigcn, was w:r bean_trag2_n, obschon die Herren nicht verkennen wo en, dgß daxnals Preuxzen em ackerbautreibender Staat War, während es ;_th e_m St_aat isi, der innerhalb seiner Grenzen eine riesige Industrie besißt, dte genus; die Fürsorge der geseßgebendcn “Körperschaften bedarf. - Meine Herren! Aus den beiden angegebenen Gesichtspunkten muß die chierunY bei ihrer Vorlage stehen [118111611 und Ab gegen die !ämmilichen mendements, von welcher Serie fir aucb ommen, aus;- prechen. Ich lege großen Werts) darauf, daß insbesondere auch die Vorschläge im §. 1 über die AuMleiMrUgSgbgabe aufrecht erbakien Werden, gegenüber jenem Amendement Sc1pto, Welches_ nach den Be- merkungen des Hrn. Abg. 131". Braun den Nagel bemabe auf den Kopf trifft. Ich bin index; nicht der AnficHt, daß jenes Amendement derart zu qualifiziren sei, ondern glaube vielmehr, das;, wenn emmal Maßregeln zur Beseitigung der Acqnits getrqffen werden, dieselben zur Abwendung des großen Schadens, den wir Bereits erleiden und der uns noch bevorsteht, viel Weiter «Ken ntyffen._ Schließlich kann ich nicht urkterla en, 5162 die Bemerkung noch einfließen zu [affem daß, wenn 'der Hr. Abg. Dr. Bamberger auf den

ck

Notbstand der Feix hingewiesen bat, wir am RegierungzstisYe im All- gememerz seine usfaffungen über die Ursachen des ersteren W[lkom- men_tbe1[en und auch unsererseits die Beöauvtung Weit abtreiscn, 1.17; die Mgßregeln, die drr Reichstag beschloffen hat und die von dcr Raich- regierung ausgeführt worden sind, als die Quelle des geacriröriigen Nothitandes, dcr_ gegenwärtigen Verhältnisse angesehen werdcn ka.ten. Wenn_ aber aus der anderen Seite so ganz allgemein von dem Schwindel auf dem Gchiete der Industrie, speziell der Eisenindustrie gesprorhen Worden i_ft,_ 1o könnte es fast den Anschein gewinnen, als we11n_ die gegenwartige Siiuäticn der gcszmmtcn Eiskiiind11strie ledtgltch auf derartige Verhältnisse z::rückzuxühren sei, Dtm gc'gen- über muß ich doch daran erinnern, (Zuruf von Seiten dss Abg. O!". Bamberger) _ ich behaupte_ nicht, daß eine derartige A11ficht von Ihnen au-desprochcn wvrden ]ei _ ich mus; also, wie grsagt, daran erinnern, daß Niemand nichr gerade unter dcm Schwindel 1111d durch den Schwinde[ gelitten hat wie die solide Industrie; wer leidet mehr durch die Preisscbleu erung, durch die 1111gesu11de Konknrrxnz, wie gerade diejeniacn Werke, die in den Händen der alten Eigen- tbümcr, in den Händen jener alten Familien sind, die fast sciT Zabr- hunderten jene Industrie betrieben haben, Wer [211131 mehr darunter, als gerade sie? Meine Herren, diese Umstände sind doch 1110111 zu be- rücksichtigen. In meiner eigenen Heimat blüht cine Jndnstric, die vielleich nach 5_600 Jahren ihr Alter bezeichnen kann, und trotzdem macht fick) _die Krisis des Augenblicks ebenfaUI dasclbst schr fiiTJWar, und dvck) ist von Schwindel in der dortigen Gcgcnd 11111116 bkka'mt. Aber diese Werke wie alle anderen leiden unter den gcgex11rärtigen Vcrhältniffcn. Ich behaupte also, die Eisenindustrie [*sruht in einem großen Umfange auf an iich absolut acsundcr Grnndlage, und wenn Jemand unter dem Schwindel dcr Zeii_ gcliiten Hat, so ist es gerade dicse Industrie, und gerade aus dikicm Grundr im Intercne des soliden, cbrlichen Erwerbes rufe ici) den RLickIZMJ an, diejenigen gemäßigten Maßregcin, welche dic chierung Jhncn vor- schlägt, eintreten zu [affcw

Nach dem Abg. Frhrn. 11011 Sck)orlenw_r:Alst ergriff der Bevoxlmächtigte zum VundxHrath Vize-Prändent 1192278th- Minijteriums, Finanz-Minister Camphausen das Wort:

Meine .Herren! Der Herr Vorredner Hat im Eingangs seiner Rede eine Klarsteüun Seitens der Regierung Zegkniiber dcm Nn- tragc des Hrn. Abg. oewe vermißt.

Wenn in dieser Beziehung wirklich noch ctwa?» 11111111111191011 sein soÜte, was ich kaum glaudrn möchte, dann will ich_dochl)ier111if srhr nachdrücklich und bestimmt erklären, daß die Regierung dem Antrag Loewe, soweit er von der Regierungsvorlagk 111111011111, c11tscl1icde11e11t- gegenstcbt und daß sie in der Annahme des Antrags LMM dcn Uebergang zu einer scbnxzöÜnerischen Tendenz fi11den würde, welche die Regierung nicht hat.

Meine „Herren! Was 1nich aber veranlaßt Hai, u111nii_tc[[«.1r nach dem Herrn «Zorredner mich zu erheben, 065 war der U11111a11d, dax; ich ihm meinen lebhaften Dank anSzusprechen Habe, den Dank“ dafiir, daß er den VorWUrf, der schon seit gcraumcr Zeit in ultraznvntancn Blättern gegen mich erhobcn ist, als Hätte ich jemals g?äll[§€1:_s_, daß ich einen Fortsckyritt i11 sinkenden Arbeitslöhncn finde, zu drm 12111ig_211 gemacht Hat. Ich habe 111111 einmal die iible AmgcwosmbUt, das; ich auf Vorwürfe, die mir in den Zeiimmen gamacbt wcrden, 1112116118 antivorte, UVÖ (111111101:th lasse, so daß ein solck)er_Vor11111rs 1111) Monako lang, Jahre lang Herumtreibkn kann, ohne daß er 111111 11111: zurückaewiesen wird.

Wenn er dagegen im Parkamenie 11911 einem so Hrrvvrragsnden Redner, wie der verehrte Herr Vorredner ikk, erhobcn wird, dann sehe ich mich nicht 11116111 bcrekhtigt, sondern a11ch genöthigt, der Frage in das Geficht zu sehen. _ _

Mcine Hsrrcn, was War die Achzernng, auf die der gecbrik_Ho_rr Vorredner bat 1111111181811 könncxi? Cs War 6111? Aeußrrung , d1c 1111 RciÖZtage vor nunmciyr 21 Jahren, am 26. Januar 1875,__1*011 1111r gemacht worden ist, und die sick.) damals der _[cbhastan ZU1111111111111g des Reichstags zu erfreuen geHabt bak. Diese Acußernng lautete wie 111111: __

f Es wird fir!) _ ici) spreÖe das U11VcrHokckicn aus _ f1xr

Druiscbkand die Nothwrndigkeit rrgröen, mit einrr anderen Rrgusx-

rung der Arbeiislöbne VOUUZCÜLU, dte Anfordrrnngcn 1111 dre

Arbeiter zu steigern 111_1d den Lohn nicht zu crhdhen, sondcrn 111

1na11chen Fälicn beradzujetzen. _ _

Ich sehe das als eine 111terivün1cbte Fosgc 1111, 611161“, _111e_111_e

Herren, ick) 911111136, wir thun 111 (xllcn Kreisrn Wohl, 11161111 i_vir d1eie

Kousr 112115 einer besseren GLÜÜÜUUJ unsrrer 3111111111 111chr

überse en. _

Mrinc Hrrren! Wo ist in dieser AcUsxcrung irgend 6111 Wort, dax“; 111.111 den Fortschritt dari11 erdlicke, das; 11iedrigcre__Arbeitslyhye (1133111111 Mrden? Wenn der Herr Vorredner selbst 111111111112, _daß ich 111le ein Anhänger von Admn Smith skin möchtc _ und [ck kann ihm bestätigen, daß ich diese Lektüre terst Vor m_ehr als 40 Jahren vvrgrnommen babe _ wie kommt er denn dazn, m _dcn angefnhricn Acnßcruugen 6111611 Abfail 11011 Adam Smith _ablcttcn zu 1111111911? Ick stcHe ganz auf dem Standpunkte, das; 111; die dancrndc chbcsic- rung des Znskandcs der 111116111611 (7511116118, d. h. der 35H1161ck1sten Schichta der Bevölkerung als die Aiisgabe Links jcdcn Sfaananneö ansehe, ja, als die Hauptmifgabe. _ _ _ _

Meine Herrcn, wer 111cht 11110111 memem W1rkc11 1111 Deutschen Reichstage, sondern Mr meinem Wirken im prc11ß1_sche_n Adgeordnsxknn Hause gefolgt ist, ist denn dem 11icht___beka1111t, 11116 111) dic_3_*1[11119n- steuer, die auf dieser Stnfe der «Hrvolkernng [*cxdmderZ dr11c11211d ist,. gerade dort 311 bessitigen gewünscht 111116, und 11112 _11111 1116, 11121111 auch nicht vollständig, doch zum Tk)e1[c gelungön iii, 1111d 11111316) 1118111: als cin111a1a11§gefprochen babe, daß, 1116-1111 der H1111111€l nnr" noch ein? längere Wirksamkeit 19611351111611 sdllße, da? sich zii den- jenigen Wünschen gehören Wird, __ ?ck zu_ 131121111211 11111: __am „Herzen liegt. Aber wenn 111.111 111111111111, d.1_13 dauernd d1c Lohne“. möglicHst reichlich ausfaklew 111511211, [1111 das irgend 2111111311111111 zu thun, das; die klare Einstcht der_ 3111__111gc11den Nothivcndigkew der Verhältnisse dahin drängt uiid dahm fuhren 1111_1ß_, daß _den 1110151111) rapide gestiegenen Löhnen eme HeraBZcZung d_1k1,er rapidZn Sirißr- rung fich anschließen 1111113? Und wie ist dxnn die Sachlagex Ist 1.111, 111116 ich am 26. Januar 1875, also 1101: mehr als 21 Jahren _111 klarer Erkenntnis; der Dinge, wie sie komm-xn Mußtcn, a11gcku11d1gk Habe, nicht cimgetrcten? U11d_ wie 1vird_ der __11111sc1111111ng 311 erlangen scin , daß wir Medernm briiere _Lolwe e_rbalxcn? Dcr Umschwung wird ei11trete11, wenn _ d1e Arbeitskraste, die [)ypertropbisib ge1vis1cn Industriezweigen 111 zu ausgedcbntcm Maße zugefiihrt waren, in Zukunfx wwderum da _VerLnduyg s111d_Z11, wo ihre Thätigkeit dcm aiTgcmechn Wohle be1jcr c1111pr1cht. sch wiÜ dies in conersw a11wenden. ch gkaube, 11121116 .Herren, daß ds_r Rückschla in der Industrie mit einer 136111111611Nahirn11111111611d1gic1t dahin 11611 muß, der La11dwir§bschaft mehr Arbeitskraft; 311511f1xb* ren, und daß er da[)in fiihren wird, die Landwirthsäwit sich gede1b- lichrr und kräftiger entwickeln zu schcn, als ww es 111 den [exten Jahren hat der Fall sein können. _ _

, Meine Herren! Ich glaube dic1e WngLn Bemerkungen werden' hinreichen, um den mir gemackyten Vorwurf abzulehnen. Jm Uebrigen kann ich mich nicht rccbk entschließen das Thema zwischen Sch1111z0U und Freihandel hier noch des Ausfii rliébcn erörtern 3111011611. Das sind McimmgSverschiedenheiten, d1e bestanden , als ich _111 das Leben eintrat und das 1111d Meinnngsveriihiedenhciken, d1e fortdauern werden, nachdem Niemand von Men Hier Anwesenden noch am

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