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wiribfcbaitsickxen ©7174de ünbedenkliih isi, sowie, im Beijungsfalle, :le IerYanbst“ U'.ed Gemüsearten urartiae Privatwagen zuzulaffen
Personal-Veränderungeu.
Königlith Preußische Armee.
Offiziere, Fähnricbe :e. Ernennungen, Beförderungen 'and Versetzungen. Jm aktiVen Heere. Neues Palais, 8. Nobember. v. Hänisch, Major beim Stab: des Drag. Regis. König Albert von Sachsen (Ostpreuß) Nr. 10, als aaareaiert mm Ulan. Neat. Großberzoa Frixdrich von Baden (Rhein.) Nr. 7verseßt.
Abschiedsbewisligungen. Jm aktiven Heere. Neues Kalais, 8. Novxmber. v. Hevdebreck, Obékst a. D., xuleßt
ommandeur des 3. Magdeburg. Inf. Regis. Nr. 66, unter Er- tbeilung dsr Erlaubniß sum ferneren Tragen der Uaiform des ge- nannten RMS„ mit seiner Pension zur Dizp. gesteÜt.
Königlich Sächsische Armee.
Offiziere, Fähnricbe :c. Ernennungen, Beförde- rungen und Verseßungen. Jm aktiven Heere. 3. No- vember. Frbr.v. Friesen, Obstlt. k 13. 511119 des 1. (Leib) Gren. Regis. Nr. 100, von d:?m Kommasdo als Erzieher 1361 dem Kadettenkorps enjhoben und in dasNegt. wiidereingereibt. v. Ehren- stein, Li. im 1. Jägcr-Bat. Nr. 12, als Erzieher zum KadktténkNPJ kommandiert.
Jm SanitätS-Korps. 3.N06€1nb8r. 1)i'. Stecher, Gen. Arzt und Abtheil. Cbsf im KciegS-Ministerium, in (Hznebmiqung seines Abschiedßgesuckpes mit Pension und der Erlaubniß zum Fort- trag'en der bisheriaen Uniform xur Disp. aestellt.
Beamte der Militär-Verwaltung.
Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums. 29. Ok- tober. Gröscbel, Ob.?r-Avotbeker der andw. 2. Aufgeboiß des Landw. Bezirks Lsipzig, bkbufs Ueberfübrung zam Lindsturm 2. Auf- gebots der Abschied bkwillißi.
R1". (Königlich Württembergisches)"„Armcc-Korps.
Offiziere, Fähnricbe 2c. Ernennungen, Brförde- rungen und Verjeßungcn. Jm aktiVen Heere. 29. Ok- tober. Frhr. v. Entreß-Fürsicnxié, Lr. im ca.]. Régt. König Nr. 26, Vom 1. D:zemb9r d. I. ab unti'c Steildng Zi 18. 56118 des Regis. auf ein Jahr zur Kaissriiä) Deuthhx-n VOT1chIft in St, Pzters- burg kommandiert.
Jm SanitätZ-Korvs. 2. Nobembixr. Vr. Krauß, Stabs- und Bals. Arzt im Pidn. Bai. Nr. 13, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl. mit einem Patent vom 14 Siyiember 1900; bis Assist. Aerzte: Dr. Straub der Ref. dom Lindw. Bezirk Ebingxn, Or. Espenmüller im inf. qut. Kaiskr Wilhelm, König von Preußen Nr. 120, Dr. Levy der Res. vom Landw. Bezirk Reutliugen, Or. Roth im Draa. Regt. König Nr. 26, - zu Oberärzten, - be- fördert. 1)r. (Hundert, Untrrarzt d-r_ R91. vom Landw. Bezirk Siuttgart, unter Bxförderuna zum Asfiii. Arif, im aktiVLn Diknsi- stande und zrvar beim Jnf. Rigi. Kaiser Friidrib, König von Preußen Nr.125 angesteÜf. [)r. Roedelbeimer, Siabbarxt der Landw. 1. Aufgebots Vom Landw. Béziki Ehingen, der Abschied bewilligt.
Beamtk der Militärverwaltung.
3. November. Kolb, beimstc. im Jof. Rear. Alt-Württem-
berg Nr. 121, mit der gesetzlicvsn Psnfion in den Nabestand verseßt.
Yichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 10. November.
Seine Majestät der Kaiser und König hörten im Neuen Palais heute Vormittag die Vorträge dcs CHefs des Militärkabinets, Genirals von Habnke, und des Chefs des Gxneralstabs dsr Armee, (Generals Grafen von Schliessen.
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben folgende??- Dank1chreib€n erlassen:
Die Glückwunsch-Adreffen, welcbe Mir von vielen Tausknden von Bürgern Berlins aU-xr Kreise und Stände, von zahlreichen Vereinen verschiedenster Art zu Meinem Gebucistage in so freundlicher Weise zugegangen sind, haben Mich in ernster Zeit besonders herzlich erfreut. Mir ist die dabei ausgesproäyene königs- treue Gismnung Weiter erise unsxrer Nzichzbaupistadt bekannt, und wenn Mir von so vielen Seiten innige Dankbarkeit dargebracht wird für die viclen Liebeswerie, wklche in dem Verganßenen Jahrzehnt mit Gdites Hilfe unter Meinem Schutz und unter Meiner Mitwirkung gefördert worden sind, so erkenneJcb mit innigem Dank und aufrichtiger Freude an, daß die Berliner Bürger, ihre Frauen und Jung- frauen durch ihre andauernde und opferwiilige Unierstüßung einen großen Antbeil an dem schönen, auch übst Yerlin hinaus fick) erstreckenden Erfolge haben. So weiß und hoffe Ick, daß wie bisher so auch fernerhin weite Kreise der Berliner Bürgerschaft treu in Leid und Freud zu ihrem Königshause stehen werden.
Ich bitte das für die Anfertigung der Adressen zusammengetretenc Comité, diesen Meinen Dank den Unterzeichnern derselben bekannt zu geben.
Neues Palais, den 8. November 1900.
Auguste Victoria, 1. K.
LautMeldung des „W. TV.“ ist S. M. S. „Loreley“, Kommandant: Kapitänleutnant Freiherr von Dnlwigk, gefiern in Galata Konstantinopel) angekommen.
S.M.S. „S walbe“, Kommandant: Korvetten-Kapiiän Boerner, ist heute in Chinqkiang eingetroffen.
Der Dampfer „Prinz Heinrich“ mit dem Fähnrichs- TranSport für das Kreuzer-(Heschwader, TranSport- führer: Kapitänleutnant Blomeyer, ist gestern in Port Said
angekommen und an demselben Tage nach Suez weitergegangenz
. Württemberg.
Seine Majestät der König hat, wie der „St.-Anz. f. W.“ meldet, den Minister- Präfidenten und Minister des Aeußern ])r. - reiherrn von Mittnacht auf dessen Ansuchen wegen des eidenden Zustandes „seiner Augen seines Amtes unter Anerkennung seiner, lang1ähri en treuen und außgezeichneten Dienste enthoben. 55er Kriegs: inister,General der Infanterie
reihérr Schori von Schottenstein ist mit dem Vorsiß im * taats-Mimstertum betraut und der Kabinetschef Freiherr von Soden zum Minister des Aeußern ernannt worden.
Oesterreich-ngavn.
Der König von Griechenland ist gestern von Wim über Triest nach Athen abgereist. „
Das ungarische Unterhaus beendete gestern die Generaldebatte iiber die Vorlage, betreffend, diE Ehe- schließung des Erzherzogs Fraxiz Ferdinand von Oesterreich:Este, nachdem der Minister-qusident von Szcll, wie „W. T. B.“ meldet,_ vsrschiedenc Einwendungen der Opposition bekämpft und schließlich beantragt hatte, es solle im ersten Paragraphen der Vorlage hervorYboben werden, daß die in dem Geseß von 1723 entbaltcne egelung dex _Tbron- folge sowohl bezüglich ihrer Entstehung, als auch bezuglyichjber in ihr enthaltenen Bedingungsn auf vollkommen selbsta'ndiger gcseßlicher Verfügung Ungarns beruhe, und das; alle m den Rahmen der Thronfolge gehörigen Frageir nach 'den Bestim- mungen diefes (Heseßes zu beurtheilenjeien. Hiercxuf wurde die Vorlage als Basis für die Spezialdebatte nut großer Mehrheit angrnommen.
Großbritannien und Irland.
Bei dem aus Anlaß der Einfuhrung des nenen Lord: Mayors gestern in der Guildhall zu London abgebaiteiicn Bankett hielt, wic „W. T. B.“ meldet, der Premrer-Minisier Marquis of Salisbur in Erwiderun auf cine'n dem Kabinei gewidmetcn Trinkpruch des Lorb-5 KUNZE eine Rede, dercn Hauptstellin nach cinem Berichti? 13213 „W, T. B.“, wre folgt, lauteten:
Wir frauen uns natürlich, nachdem dieses Jahr Voller W2chs€1- fälle und rubmreicb-Ir Tßaien.v:'rgangen ist, wie wir ,in der M61- mina der Wxit und mit Rückücbt auf unser Prestige als (Groß- macht dastehen. Ich brauche nicht von unserem Mutbe xu rsden. Dieser ist nie ernstlich in Zweifel qszozkn worden, uiid skin Vor- handensein ist aucbvdn uns VOÜ bekräftigt worden. Wir *babsn' aber in dem j-ztzigkn Krieg? auch Dinße gezeiqf, die? nicht i_o becaitwiilig zu- gegeben wurden, und die, wcknn man die Aniorderungsn tn Bktracht zicbi, welche: die bsuiia- Zeit stellt, unsere Position dock) wesentlich Verändern dürften. Der Transport jener 200000 bis 300000 Mann 11er einen Weg Von 6000 Meilen ist ein Werk, d€ff3n Hauptberdienst mxn dem Kriegs-Ministerium zuzuschwiben bat. Einxr unsrrer größtcn Erfolge im Vergangenen Jahre ist ferner dEr, daß wir Vor der W311 dargetban babxn, was meiner Ansicht nach die Welt nicht so ganz glaubte, nämlich die hIrzliéhe Sympathie, welch: zwischen den Kolonien und dem Muttzrlande besteht. Das ist ein Eriiebnif; von ungebsurem Werth. Die Kolonien lxabsn ihr Interesse an uns durch va-r gezeigt, die nicht angezweifelt Werden können. Von nun an wird die Scbäxzung dcs Wirths unserer kolonialenVeibindungen sowohl in denAugsn des Auslands wie" in unserrn eiqénxn weit anerJ ausfailen, als es srübrr der Fail war. Einer der Umstände, die uns am meisten im verbangenen ngr erfrc-ut haben, ist das so brrzli-YS und freundkcbifilickpk szübl, ivricbks zwischsn unssrem Linde und den Vereinigten Siaatsn zur Entmliung gekommen ist. Es ist boa einem Staatssekretär des Auöwäciigen ganz falsch, BZMerungen bezüglich der inneren Politik Lines anderen Landes zu machen; da ich dieses Staatssekreiäramt ab:: dcmnäcbst abgebe, wird es mir wohl verziehen werdsn. Wenn ich meine äußerst: Befriedigung über die jüngsten Geséhébniffi: in den Vereinigtkn Staaten ausspreche. Ich glaube, die Sarbe, weiche gewonnen hat, ist die Sacbb der Zivilisation und dsr kommcczikiien Ebre- Jch glaubk, diese Prinzipien lieaen an der Wurzel jLOcn Gedeihens, jeden Fortschritt-xs. W123 Cbina betrifft, so kann ich nicht mit vöiliger Freiheit sprechen, da wir zu einer Vcrbimdeisn- Gruppe gehören, die in dieser Frage übersinstimmknd handelt. Wir kennen ja das „europäische Konzert" fchon so zi€mlich und haben in der Vzrgangenbeit bezüglich desselben einige Ec- fabrung gsbabt. Wie bekarmi, hat es mehrere ausgesprochene Kennzeichen. Eins davon ist, daß es darauf abzielt, den Frieden unter den Micbtsn Europas zu bewahren; ein anderes, daß es darauf gerichiet ist, für eine längere Zeit die Lösung iedér gerade 7chwebenden Frage binauSzuschiebcn. Daher würde es außxrordsnilich unangemeffsn sein, wenn ich mich auf irgend wcklch€ Kritiken und Prophezeiungen eirilaffen wwÜte; aber ich darf wohl auf ein gewisses Abkommen hinweisen, das zwischen Großbritannien und Deutschland gk- troffen ist, d; dasselbe ngenstand der öffentlichen Besprechung geworden ist. Es ist ein Abkommen, welch2§ nichts besondere: Eigentbümliches an sich hat, wcil es bis Gxsüble der meisten, Wenn nichtal16r verbündeten Mächte ziim Außdruck brinai. Aber es lest die beidkn wickztigsn Punkte fest, daß wir die Jategritäi Chinas und die „offene Tbür“ aufrecht zu erhalten wünscbzn, Ich glaube, es ist sehr bortbeiibait, daß die Mächte fick) zu Gunsten dieser Genndprinzipien aus,]esprochen haben. Wenn diese beiden Punkte durchgeführt werden, so wüßte ich nicht, inwiefern dieLö!ung des chinesischen Problems eine solche sei. daß man sib so ängstlich mit ihr zu beschäftigen babs. Dixie beiden Punkte sind die Ziele, an denen wir festzuhalten wünschen. Jkyi bleibt uns nur noah übrig, übst dcn Weg zu wachsn und ibn zu cbnkn, auf dem China wieder zu einer gereaelten Regierung und zu einem Wohlstands gelangen kann, der den Handel begiinstigt, und auf drm wir uns mit den übrigen Mäcbtsn zuiammcnycbließen können, um jener gefährlichen Idee den Boden zu entzikben, daß gegenwärtig der Moment sei, in dem man die Integrität des chinesischen Reiches verlkßen und sich mit nur dürftigem Kraftaufwand: daran machen könnk, China zu komman- dieren, statt ibm zii gestatten, si!) von Chinesen selbst regieren zu lassen. JX; glaube, die Aquübrung jiner Idee wäre eine große Gefahr, aber die Erklärung IWSlLk großen Mächte, daß solche Ideen nicht ihre Ziele seien, wird Von großem Werthe sein. Lyrd Salisbury sch1082 Das Uliimxtum dks Yräfidenten Krüger, dem wir entsprechend bigeanen mußten, und das
:rhalten der Kaiserin-Wittwe von China bkzüglicb des Angriffs auf unsern (Gesandten und der Bedrohung seines Lebens waren Ereignisse, die keineswegs zu den in der Haager Konferenz angesprochenen Hoff- nungen paßtkn. Wenn auch die: Regierungen, sowohl dem äußern Anschein nach wie in Wirklichkeit, friedliche Absichten haben wögen, ihre Akiion ist immer der Gefahr angeießt, daß sie durch ungesiüme, leidenschaftlich3 Tbaten gestört wird, die lediglich in Un- kenntnis; geicheben; solche Tvaten breinflxffsxn aber ordnungs- mäßige Regierunaen ebenso sebr, wie fie auZ die Regierunaen don Transvaal und China gewirkt haben. Wir aben keine Garantie daCüc, daß nicht irgend eine Regierung ibre Machtmittel weniger ge ildeten und weniger aufgeklärten Bevölkerungsklaffen einmal überläßt. Die Nußanwsndung ist'alio: Wir müffen auf der Wacht bleiben, wir müffxn auf die Vertbeidi ungömittel unseres Landes bedacht sein und für möglickoste Sicherbet sorgen, daß wir nicht der Gefahr irgend einer plößltchen Unterbrechung des Friedens außgeseßt * sind, von dem unsere ganze Wohlfahrt abhängt. Wir müssen Sicherheit dafür erlangen, daß uns nicht Abbruch Von außen her geschieht.
Frankreich.
Das Gelbbuch über die chinesischen Angels en- heiten, welches, wie gemeldet, ]eßt zur Vertheilung ge angt ist, ent ält, dem „W. T. B.“ zufolge, 362 Schriftstücke, welche vom 2 . Juli 1899 bis zum 30. Oktober 1900 reichen. Unter den leßten Schriftstücken befindet fick) die von drm Ministzr “"des Außwärtigen Delcassé an die_Mächte gkerichtete Note vom 30. September, in welcher er die sechs be annten unkte in Vorschlag bringt, die den einzuleitenden Unterhanb un en als (Grundlage dienen sollen. In einem vom 2. Okto er datierten Schreiben macht der deutsche Botschafter Fürst Münster“ von“ Dern-eburg den Minister. Delcaffé auf das
China aufmer sam, in welchem die Namen mehrerer rinzen
Deutschland ur. Kenntniß gebrachte Edikbdes KaiseÉ von
und hoher Würdenträger aufgezählt werden, deren Ve afung
befohlen worden sei. Deutschlazid verlange,)aß die Mächte sick) dahin einigen sollten, zu prüfen, ob die_m dem Edikt Ent: Haltene Liste von „strafbaren Personen genugend und richtiq sei, ob die in Aussicht gesteUten Strafen MKLMSssen ssien, Uni) in welcher Weise die Ausführung der „Bestrafung von den Mächten zu Überwachen sei. 'Die Schriftsxixche vom 5. und S-Ok- tober enthalten die Depkschcn dcr frqnzosischen Botschafter, in welchen die Annahme des fraßzosischen Vorschlags seitens Italiens, Rußlands und Oesterr21ch:Ungarns Mitgetheilt wird In der Antwort Großbritanniens vom_ 9. Oktober betont Lorb Salisbury, daß die von dem Minister des Auswärtigen Deicassé vorgeschlagene Vessßung. pon'befestikxten Pläxzen durch die verbündeten “Truppen zu Streitigkettxn zw schen dicien führen könne. In einer Depeschs des französischen Botschaftßraths jn Birkin Boutiron vom 13. Oktobor „wird gemeldet, (Graf Bülow habe erklärt, daß Frankreich und Deutschland immer darüber einig gewesen seien, das; man die chinesische Krifis schnell und so gut wie möglich becndigen miisse,1md daß Dcutschland gegen die Note Delcassé's „keinerlei Einwand erhebe. Am 14. Oktobcr richtet der Minister des Aus.“:- wärtigen Delcasséz eine neue Note an die französi- schcn Botschafter im Auslande, worin er fLststcllt das; allo Mächte seiner Note Wm 30. Septcmbcr 1xe Prinzip zugcstimmt hätten. Zn diksi'r Note singt DLlCÜffÉ, es sei von wesentlicher Bedeutung, der ch11161sch611 ngierung u zeigrn, das; die Mächte einig seien, und dLn unverscinien ' estand Chinas achten würden. Das [este Schriftstück, vom 30. Oktobsr d. I., bezieht fick) auf die Zustimmung Frankreichs zum deutsch-cnglischen Abkommen. -* AUßerdkm enthält das Goldbach den Bericht dis Gesandien Bichon Über die Be- laasrung der (Hosandtsckzaftcn in Pcking. Tcrfelbc 112111 fest, daß die (Hcsanbtscbaftcn nur dank dem Zusammen: treffen a14ßcrordentlicher Umstände gsrcttct worden siien, die' sich dsr Voraussicht entzogen hätten. DLL“ Gesandts be; zeichnet als die Hanpturheber dieser Vorgänge di'n Vrinzsn Titan, dcn Bcfchlshaber der KaiislikappkN, General Tuna: fusiang und den Großsekrciär Kanaji, der die Kaiserin- Wiiiive gleich ciném Diktator beherlsckik babs. DM Schluß dcs Gclbbucbs bilden 52 Briefe, die zwischen dcm französischen Konsul in Yiinnan Frangkois und dem Miriistcr Deicasséz anläßlich dLlZ Ereignisse in der Provinz Yiinnan gcwxchselt warden.
Spanien.
AUS Barcslona vom hrUiiiien „Tag?, meldet „I".T. V.“, das; die dortige Polizei in dcm Palais des .H-Wziigiö von Solfcrind, ch Vcrtrctcrs dcs Pribzdn Don (Zaiims, cine Hanssucwmg vorgenommcn habs. Es sei jedoch iixciiis ge: fiindcn ivordc'n, was auf dic carlistischb Erhebung Bczng habe.
Niederlande. Dic BaromMission wird sich, wis „W. J. B.“ be: richtei, am Dienstag nach Frankreich bcgcbcn, 1111111111081?! Piäsidcnwn Krüger zrxsammcnzutrc'ffcn.
Amerika.
NAH einer dem „W. T. B.“ zugegangenen Melbuvg EUS Waibiiigion vom heutigen Tage ist das K'iibiiii'i cin- siimmig der Ansicht, daß dis jiizigi' Politik dcr Vsreiuigtcn Ssaaie'n in Cbitm unverändert fortziisexzkn ski.
Dxm „ReUicr'schen Bureau“ wird aus New York vom gestriqen Tage gemsldei, daß dcr Staatsratk) Ruikdwski), der Agent drs russischen Finanz-Minisicriums bci der Botschaft in Washington, erklärt habs, Rußland beabsichtigc gegenwärtig nicht, weitere AUSgaben fiir den Wein von Krisgsxchiff-cn zu machen; dalier sei die Meldung von der Bestellung mm vier neuen Kriegsschiffen bei amerikanischen Wsrften unrichtig.
Asten.
Von dem Gcncral-FsldmarfchaÜ Grafen von W aibsrsce isi, mic „W. T. B.“ erfährt, gcsikrn folgsndc M:;ldnng in Bsriin Eingetroffcn: Die Eissnbahn von Sci) an:!)ai:kmn71 bis Tangshaksun ist im Bctricb. Die Wisdkrberstcibmg dcr weiteren Strecks bis Tanaka ist bis Mitte Dezcmbcr zu er: warten. Die Kolonne Normann ist am 6. 13.2111. nach Peking zurückgekc'hrt. DLS Kolonne Garioni hat in Kuanbsicn vier reguläre Baiaiiionc cniwaffiiet unbzci“s1r_cnt.
„W. T B.“ meldet ferner: Das 101512 driitich9 TrnvpentranSportschiff ist cht vor Tiikii cm: gctroffen, sodaß mir noch einig? Dampfcr mii Kriegs- bediirfnisscn, speziell Barackcnmaterialien für bis Uiiier- kunft der Triippcn im Winter, untrrwcgs sind. Die Aiisladnngen sch€inen troß der großen Schivicrigicitsn, die zu Überwinden sind, bisher bciriediacnd von station gigangen zu sein, sodaß sogar der größte Theil des TrUPPLTZ- nachsch1ibs, der die Außrcise von Bremerhaden in dcr Zilk vbm 81. August bis 4. Septembor angetreten hat, bkrcßlkö krik„_sbc:reit am Lande ist. Die Witterung und dcr mcdrigc Wa(istrxiand auf der Barre von Taka machen sich WM 10111 fuixlbar, sodaß nack) Mitte November eine AUSsÉIiffUUJ UM Gittern dort wahrscheinlich nicht m(Hr möglich FEM Wird. Dic Vi'rbindung wird dann vora116sichtiich UM Tsingwaniau (12 km südwestlich von Schawbadiwan), ivo die Tiefenoerhäitniffe günstigcr sind, erfolgen. “ W in Amerika und Australien angekauften Pferde erweiién s1ch_ais bramchbar, und der Bedarf des Expeditions-FWWSM Reri- und Zugtbieren ist durch fie und die in CFW erwdrbenen Ponies und Maulihicre gcbcckt. Daömid'kld? gcrati) der Truppen bewährt sich. Die Verpflegmig M 11,111 und ausreichend, bksonders da die aus der Heiriiatix MTT- qcfiibrtxn Verpflegungsmittel infolge der äußcrit 101919111?"- irctucksigen Verpackmig durch den Transiwrt 1110)th- litten haben. _ Lazarethe sind in Tongku, TTMM- Yangtsan, Pekixig und Paoling-fu eingerichtet. - _Untsr ÖM Tryppen smd Nuhrfälle vorgekommen. Da_1€d9ch der_Trmkwgfferfrage dauernd die größte Aufmwiyamksit quidmet Wiki) und nach Eintreffen der Z-ZZranSPOkischlffL M
en Truppen zugewiesene Zahl von abessynischcn Brunnxn UU Wafferkochavparaten wesentlich vermehrt wcrden konnte, tft na ben _leßten Nachrichten des ExpeditionS-Korps die Seuche “““ heb11ch_im Abnehmen begriffen. ,
Die „Times“ meldet aus Peking über Taka vom 8- No- vember,: Es wird jeßt bekannt, daß der Vorschlag des groß- bxiianmsckxn Gssandten, in den vorläufigen Friedensvertrag, eine Klausel, belreffend die Durchsicht der Handels: V er 179 9 ?, Lianfügen, *von fiebsn auswärtigen Vsrtretcrn nachk- drucklici) unterstüyt worden sei. Widerspruch babe dersklvc mt von den Vertretern Rußlands und Frankreichs erfahren; D'csgleichen hätten nur die Vertréter ußlands und FTF"; reichs dcm Vorschlag des amerikanischen Gesandten "Ute“ sprochen, daß durch eine zweite Klausel China vcrpfllch
* edn-qliskbe Po
. jn . ukunfi den Beamten vom Amke zu entfernen, in „Amtsbezirk Gewaltthateu gegen Fremde vorkämen. Die dVeextreter Rußlands m_ib Frankreichs hätten ihre Haltung mit be kündet, daß keine der beiden Klauseln für einen vor- [“ufiük" riedensvertrag in Bstracht komme. a *Nack) cinem Telegramm der „Nowoxe Wremja“ aus Wladiwostok vom 3, November war dort die Nachricht am Tod? dchaiserin-Wittwe von China eingetroffen. Ü Dcmselben Blaiie wird aus Wieldimostok vom 8. No- vember gemeldet, daß im Gebiete von Mulde'n, welches von zmxsjschcn Truppen gesäubert sei, die Bewohner in die von ihnen „ijaiienen Dörfcr zuruckkehrten und fiel) unter den Schuß der russischen Truppen stellten. In der südlichen Mandicburei ätten chjnesischeSdlbaten u_nd Boxer viele Dorfer an dir Eisenbahn zerstört, nachdem sie dieselben ausgeraubt und
- geplünbcrt hätten.
Afrika.
Das niederländische Kricgsfcbiff „Gelderland“ ist,
,Wloexé/Said in Ske gegangsn. Dsr Präsident Krüger werde in Marseillc landen. _ Eine Drpcscba des Fclbmarschalls Lord Roberts aus Xobannesburg vom 8. “Ngocmbcr meldet: „Der Oberst Ycaallais überrnfchie StrLitkrafte dcr Buren am 5. Nobember südlich don Boibqvilic und brachte iimcn_ eine rzoilsta'ndige Niederlage bei., Wik erbentcten Zincn Zwoljpfunder, eincn Funf- Zkhnpfünder, Vier andßre Geschuße Und ein Maxtmgrschüxz mit der gcsammten Munition._ Him ert Burcu wnrden gefangen cnoinmcn, 2-3 Buren getodtet_iinb 60 vermuridet. Auf seiten der Engländer wurden 3 Offizieri, „unter diesen _ber Obkrsi Zeaallais, sowie 8 MMM qciodtst. 7 Offiziere urid c)6'“»1)iann wnrden vcrwnnbet. Dkk Präsident Steim urid Zei“ (Hencral _do Wet, bis sich auf dem Kampfplaize befandcn, zogen in großer Eile ab.“ _
VlnöBloemfontcin vom 8. d. M. rrfciHrt bas „Neuter'1che Buicaii“, diiß dic Buren am 7. d. M. zwri 12 Meilen von B(ocmfvntrin gcicgciic Farmen Überfallcn imb bLsCHk hätten.
Dcmsclbsn Bureau wird aus Lourcngo Marques vom gestrigen Tage gcmcldct, der (Gouverneur besircite,
.dgß Wiircn von dort abgegangen scicn, um zu ihren
Kommandos zu stoßen. NUL Buren seien in Kasernen unter-
, ngrackxt und WWW dort unisr militärischer Aufsicht.
Aus Kroonstad erfährt das gsnannie Burccm cbenfaiis vom gisirigen Taqc, daß die Baron Erklärtcn, sie wollten fick) nicht crgibiii, scibst m_ciiii Steijn' imd bs Wci gefangen qinommeii würden; LB 101611 1111611111071 imd Lebciiz'omxttcl zur
Gciiiigc ddrhandcn.
Bauwesen.
ZurErlangimg wdanntwürfen für den Neubau einer Siawtdarkbnlis in Yismscbcid ist, wis, das „Centralbl. d. Bauperw.“ meldsi, unter den in Déiiticbiand ansässigen Arcbitiékten ein Wettbewerb mit Frist bis zum 1. Februar 1901 ausaeschrleben worden. Aus,]i'scizt sind drci Preise von 1000 „55, 600 .“ und 400.41; d': Ankaiif einzelner Entwürfe zu js 300 «!(: bleibt vor- isbalisn. MC Unicrlagkn dss WZTtbervi-rbs können gsgen Einsendung von 80 „& vom Stadtbauamt in Remscheid bxzogen werden. Dem Preisiichteramt qebörkn die Architekten Professor PÜ er in Darm- stadt, RégikkUUgS'BaUMkistkk a. D. Hermanns in lberfeld und Siadtbaurajh Heriwig in Remscbcid an.
Gesundheitswesen, Thierkraukheiteu und Absperrungs- Maßregeln.
Griechenland.
Dis gegen Prodenicnzen aus Egyvten angeordnete Quarantäne ist auf die Daum Von 48 Stunden herabgesetzt worden. Si? ist in dsr Tuarantänesiaiion der Insel Delos zu ab- sikbiiien. Das Vcrbbt der Einfuhr Von gewissen Waaren aus Egypisn bleibt bestkben. (Vergl. „R.-Anz.* Nr. 266 Vom 7. d. M)
Euvvten.
Zvioige Bricbluffxs des Jutetnriionalsn Gesundbriisraibs in Y_lerandrien dom 29, V. M. ist das Pest-Reglement für Har- kunfte aus Brisbane- 1131de!" außer Kraft geseßt wordkn. (Wkkßk-mM-Anz.“ Nr 202 vom 25. August d. I.)
Zusoigx Bkscbluffes des Jniernaiionalen Gesundheitsraibs in Y_ikxxindrien dom 2. d. M. ist das Pest-Reglement für Her- kunfte ans Sydney außer Kraft gefaßt worden. (V:rgl. .Mi-Anz.“ Nr. 92 Vom 17. April d. J.)
Verdingungcn im Auslande.
Spanien.
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An iEm „Exémvlgr der Bedingungen der in Nr. 255 des „Reichs- euiktßérs _angukuridigten Vergebung der Einrichtung eletciscber Be- deutsung 111 der Stadt Asuncion liegt in spanischer Spracha nebst EinfiYtraJuxbaltsangabe in der Redaktion des „Reichs-Anzeigers" Mk
Verkehrs-Anftalten.
Laut Telexzramm aus Köln (Rhein) hat die zweite
en A t über Ostende vom 9. November in Köln
Zu 1) "schluß aii Zug 31 nach Berlin über Hildesheim wegen gekspatung in England nicht erreicht.
St-Petersbur ' * - g , 10. November. (W. T. B.) Infolge Sturms " Eisigaugs ist das Telegrap [) e n kab el über den Chabarowsk beschädigt. Da dasselbe we en des
wer zu reparieren ist, sind erhebliche Betriebsversp tungen
Bre D mn 10. November. (W.T.B.) NorddeutscherLloyd. Wyk *AUÜralia' 8. Nov. Reife .v. Antwerpen n. Bremen fortges.
W, T. B.“ meldet, gestern Abend von Djibuti nach,
„Alier' n. New York best., 9. Nov. in Neapel angel. ,Hamburg“, v. Ost-Äsien kommend, 9. Nov. Hurst Castle, und .Bonn“, n. New York u. Baltimore best., Lizard passiert.
Hambur , 9. November. (W.T.B.) Hamburg-Amerika- Linie. Damp er „Deutschland' 8. Nov. v.New York über Plymouth u. Cherbourg n. Hamburg abgeg. ,Patticia“ 9. Not). a. d. Elbe bei Brunöbaufcn angel. „Fürst BiSmarck“, v. Hamburg n. New York, 8. Nov. 1). Cherbourg, „Australia', v. Hrmbura n. Westindien, 7. Nov. v. Havre abgea. „Rbenania' 8. Nov. in St. Thomas angek. „Cbkruskta' 8.N0v. v. Tampico abgeg. „Poivnksia“ 7. Nov. und .Canadia“ 8 Nov. in Tamvico anqkk. ,Frifix' v. Hamburg n. Portland, Maine und Boston abgeg. „Belgia', v. Baltimore n. Hamburg. 8, Nov. Lizard passiert. „Sambia“ 8. Nov. 1). Pialta n. Ost-Afi-xn, ,Abeffynia“ v. Tsiniitan n. Taka und „Suevia' v. Kobe n. Moji abgeg. ,Sardinia' 7. Nov. in Hongkong angst.
- 10. November. (W. T. B.) Dampfer ,Pennsyldania“ 9. Nov. in New York, .AÜSmannia' v. St. Thomas 11. Hamburg, in Hawke und „AScania' in Colon angek. „Teutonia' 9. Nov. 1). Montreal 11. Hamburg abgeg. ,Ambxia' 9. Nov. in Hongkona und .Sibiria', v. Ost-Asien n. Ham- bura, 9. Nov. in Hawke angak. „Hslsatia“, :) Osi-Afibn 11. Hamburg, „9 Nov. Dober vaisiert. ,Hambura', 13. Ost- Yfién 11. Hamburg, 9.5.7101). 1). Southampton abaeg. „Pbosnicia“, v. Ost- Ast?" n. Hamburg, 9,9191). Singapore passiert. ,Batadia" 10. NO)- in Nagasaki angekommxn.
Theater und Musik.
SÖiller-Tbeaier.
Pailleron's Lustspiel.Dic Welk, in der man sich1ang- iVeilt', wslchs zu jsnxr ältkrén Gattung französischer Stücke ge- hört, die den Vorzug haben„ belustige'nd zu wirken, obne frivol zu sein, ist längst in den Spielplan aller größeren rkutfcbkn Bühnen aiif- gynon2men wordkn, auf dem es fich immer 71961) mit Ehren bebaiibtst. Einer Volksbühne, welchc sicb dieAufgabe 98118111 bai, gate dramatische Arbeiten aÜ-Jr Nationen zur Ausführung zu bringen, kann daher kcin Vor- wurf darans gemacht werden, wenn si? das Werk ebenfalls ibrrmPUblikum darbietet, wie» es das Sckpiiisr-Tbeater mit der gestrigen ersten Auf- iübruug drs Lüftspiels gethan bat. Dassslbe fand bki tribt ziifriedsn- stLÜLnder Darstellung auch bisr eine sehr beifäliige Aufjiabmc. Besonders z€ichneten fick) die Harken Patri) und Gregori, die Damsn Wulf, Brock Uiid Wiit aus.
Theater des Westens.
Frau Selma Sch0der vom Kaiserlichen Tbraier in Si. Peters- burg, weiche noch Von ihrem biksigen Gastspiel im Juli d. J. ber in [)(-ster Erinnerung sieht, trat am FURY in dcr TitslroUe von Subdé's melodienreickykr Operette „5 occaccio“ aiif. Wie damals, so fang si? auch gestern die: Parti-x mit ihrer woblkiingcndkn, kräftigen Stimme und charakt€risiifchem Vortraß zur aUgameinen Bc- srikdigung. Auch darstSUexifcb war fie wiederum in ihrer unaekünstclisn, aUsvrschsnden und bumordcii-zxi Art eine Vortreffiiche Vertrstkrin ÖW 1eichi- lebigen, fcböngeistigen Boccaccio. Die Hcrren WLUka und Sikffens als Barbier Scebza und Faßbinder Lotteringbi sowie Fräulein Déiscby in der Rolle der PctroneUa trugen besonders durch ihre wirksauw Komik jim Gelingen der Aufführung bei, wäbrcnd die anderen Mitwirkenden nicht' immer den Erforderlicben leichi€n Ton in Gesang und Dar- sieUung krafkn. Im Ganzen mackyie die Wiedergabe diefeß bsiteren Tonwerkcs isdoch einen guten Eindrixck; das Haus Wir 13011 besetzt, und die Zitbörer befanden sich in beifaÜsfreudiger Stimmung.
Konzerte.
Der dritte Symphonie-Abend der Kiiniglichn Kapelle unter KadsÜmeiiter Felix Weingartnsr's Lsitung am gestrigen Freitag Warder zu Ehren Professor Robsrt Radecke's, dss Direktors des Akadxmischen Instituts für Kiräpenmufik, lechsr vor kurjem (31. Oktober) das siebzigste Lebensjahr Voilendet hat, mit desen Ouverture „Am Strande“ eingeleitet. Atbmkt das Werk an völlig Mendelssobn'sihrn Geist, so gikbt sich der Hörer doch gerne diese: unakmein aniprechenden, lieblicbsn Mufik bin. Orchestcierung und Motiv-z find nicbt aüein geschickt gestalirt, sondern von einem Stimmungßreiz, der bei der voÜendetsn Wiedersabe der Ouvrriüée intensiv zum Außdruck kam. Als Neuheit erschien sodann eine im großen Stil angelegte Symphonie in 12-111» Von Josey!) Suk, dem bekannten Mitgliede des „Böhmischen Streichquartetts“. Der Komponist versteht fich Vorzüglich auf eine fein drtaiilierte In- strumentation und weiß dadurch manche Schwäch€n, die biiomdsrs der erste Satz bezüglich greifbarer, klar angesponnener Motive: enthält, aeschicki zu yrrdecken. Skbr schön ist jedoch unstreitig das Ada io des zweiten Satzes *Uit feinst glücklich erfunderisn Weilie, die zuerst yon den Holzbiästrn vorgeführt und späisr don dsn andern Jnstrnmenten Variiert wird. Ebenso iii der daraiif folgknds bumorvvüe .CUSZTO UiUQCS-Saß durchaus eigenartig, inlsrkffaat und wirksam. Dsr Schlußsaß dermag dageg€n_ nicht r€chk zu er- wärmen. Im Ganzen gkxiommen war die Ausnahme des Wérks seitens des Publikums eine so günstige, daf; dEr anwessnde Kdmbdnist am Schluß hervorgerufen wurde. Beeian's dritt: SVM- pbonie (,Eroica“) gab dem gxnußreichsn Abend einen würdigsn Absckdluß. _
In der Sing-Akadcmie gaben die Hkrren Profexfsor Kruie, Schiiskv, Férir und Walcnn aus London am Sonntag einen sehr gcnußrsicb-xn Quartett-Abknd. Sie leiteten das Konzert mit dem recht iniersffant gestalteten 125-1161- Quartett (0x). 11) bon D'Wbert ein. Wo es dem Kombomstcn an klar ent-victzlten Tbbmsn_i1nd melodiösen Pariicn mangelt, tritt dafiir :::-Sisi ein äußerit gexch:ckt gearbeitetes Polyphonic“; Gebilde cm die SUÜS, reich an Ab- Wecbseiung und geistvolien Einfällen. wacilen glaubt man aiierlei Märchenbilder vorübSrziebkn zu sehen, wie iqi zwriicn Saße, cinem nkckischcn 311€gr0 x*1»*i1.(:9, in welchem die Elisn des Waldes idr Wesen zu treibe'n Weinen. Den hierbei gkstelltkn großsn Anforde- rungen an jedes einzelne Instrument wurden die Künsilcr in hohem Maße “gerrcbt. Sowohl der Komponist wie die Außsübrenden ernteten reichen Bsifail. Hsrr Professor Kruse trug sodann die Ciacona von Bach mit feiner, fast zu zarter Ausdruckswi'isc und guter Technik vor. Der Abend wurde mit dem großen 0i5-111011- Quartett von Beethoden würdig und erfolgreich abgexchldssen.
Fräulein Amalie Gimkiewicz, welch6 am Mdniag im Saal Bechstein sang bat eine ausgiebige Stimme, dersn Wobllaut aber durch einen beiseren Beiklang beeinträchtigt wurde, dcr nicht nur aus einer Indisposition zu beruhen schien. Auch das i_yrcierie Öi'lVOksjoßi'n der hohen Töne wirkic bisweilen störend. Indem" bifißt die Danis eine gesunde musikalische Auffassung, und ihre dcutlicpe Tcxiauöjprache läßt auf sorgfältiges Studium schiikße'n, das im Lrbramt vielleicht be? er als im Konzertsaal Vkrwendung fände.
Am Dienstag gab im Bceiboven-Saal derKöniglich bave- _
rische Kammersänger Herr 1)r. Raoul Walter seincn zweiten Lieder-Abend. Das Programm desselben bestand ausjcbließlicb aus Kompositionen des Königlichen Kapeumeisters Richard Strauß, welcher persönlich die Begleitung übernommen batte. Der Abend ge- :taltete sich dadurch zu einem besonders interessanten. Dm Liedern, die n der musikalischen Form meist einen ausgeprägi deklamatorifcben Stil zeigten, waren ältere, neuere und ncuxste Dichjungen von Uhland und Klopstock bis auiHeyse, Busse, Dehmel und Mackay zu Gym“ gelegt. Ueberall zeigt sich der hochbegabte Komponist bemüht, den Stimmun o- gebalt schon im vokalen Theil zum Außdruck zu bringen und, wo d es nicht möglich, ihn durch die instrumentale Begleitung zu erschöpfrn. Le tere verlangt aber freilich auch einen Pianisten von seiner Fertigkeit un seinem Teingefübl in der dynamischen Schattierung Der Sän er untersiüvte i n seinerseits mit alien ihm zu (chote stehende Mitte n. Beide Künstler waren demiaucb den ganzen Abend bindurchGegensiand fortdauernden Beifalw und mußten mehrere Nummern auf Verlangen wiederholen. “- Der zu gleicher Zeit im Saal Becbsiein von Yräulein JeanneGolz'und Herrn Hjalmar Arlberg veranstaltete * olkslieder-Abend batte ein recht intereffantes Programm, auf welchem
eine Anzahl charakteristiscber Lieder der Verschiedensien Nationen zu- sammen eftelit war. Die beiden bier bekannten Künstler verfügen über ni t aroß'e, aber wohlgesckpuite Stimmen und ihr Vortrag, sowie die Auswahl ihrer Geiänae erzielten bei dem zahlreia; er- schienenen Publikum lebhaften Beifail. Verschiedene Lieder wie .Siß' ich beim Liebchen“ (Herr Ariberg) und „Hochzeit ift, heil klinget unser Lied“ (Fräulein Golz), sowie das von Berger als Duett aeseßte .Es steht ein' Lind" mußten wiederholt werden. - Auch Fräulein Jenny Alexander, welchs qlei-Ibzeitig in der Sing-Akadcmie einen Lieder-Absnd gab, fehlte es an äußereyi Erfolge nicht; der künstlerische blieb aber hinter ihm zurück, da die Stimme der Sängétin nur in der Mittellage yon guter Wirkung ist, in der Höhe «.der sebr gedrückt klingt.
Am Mittwoch gxb Frau Brigitta Thielemann. dercn Namia auf dsr Liste der konzertiersnden Künstler bäufi4 wiederkebrt, einen Lieder-Abend in drr Sing-Akademie. Die Klangscbönbeit ihrer Stimme Wurde an diesem Abend durch nicht immer Präziscn Tonansatz und zuweilen unreine Intonierung beeinträchtigt. In dem groß angelegten'Licde „Dem Unendlichen“ Von Schubert zeigte sich die Künstlcrin Von ihrer vbrtbeilbaftesten Seite, indessen störte hierin die zu stark bervort_retende Begleitung des Fräuleins Marie Bruno. - An demselben Abend gaben die Damen Laura Helbling (Violinx) u'nd Marie Erdmann (Gxsana) im Saal des Römischen Hofs em Konzert, xu dem ein zahlreiches Publikum erschienen war. Gleich in dsr ersten Mumme“); des Pro ramms (Sonats don C. Fraps!) kamen der dolle und féin gsfchliffene on dar (Geigerin, ihr eneraixcber imd doch weicher Strich und ihr temperamentvoller Vortrag bestens zur Geliung. Noch größeren Erfolg erranq die jiinqe Künstlerin mit dem Adagio aus der Suite in „146611 von C. Sindina und der großs Tcchnik erfordernden leßten Nummer, .Zspbir', für die Violine Kon J. Hubay. HSL"! Hérmann Lafont Walteie dabei Begleiter am Klavier veritändnißvoil fsinks AMW, uur hätte die Begleitung cm einigen Stellen etwas dezentxr skin können. Fräulein Viarie Erdmann sang das Rxcitatib und die Arie .Wikikommen 1131, () dunklxr Hzin“ aus dkn „Jabrksieiten' von J. Haydn und einige Lieder detsibisdener Komponisten mit sckÖncm, wmblklinszxéndkn Organ. Ihr? Stimme ist nicht groß, aber «qui gt:- schUlt; der Vortrag dürfte dagezen durch msbc Wärme der Emriixxu-g erheblich gbwinnen.
Im Königlichen Opgrnbause wird morgen Péter Corneiiué komisch? Obkr „Der Barbier don Ba,;dad' Jsgebkn. Zeta"? folst dch Ballet ,Die rothen Schubs“ mit ien Damen
eWEra und Urbanska in den HIUPUOÜLU. _ Am Monwg f'mdst Line Aufiiibxung von Richard Wazner's O::r „Die Meistkrfiniier von Nürnbkrg' in folgknder BMJUNZ statt: Hans Sachs: Herr Bachmann; PLUM?! err Wittekow; Beckmxßxw Hkkk Nebi; Kdibner: Herr Knüpier; Walther Swizing: Herr KWE; David: Herr Lieban; Eda: Fräulein Hiedlkr; Magdalena: Frau“ Goeßk. Kavxiimeiftcr Or". Muck dirigisrt. '
Jm Köniaiickokn Schauipielbause WSWS?! morgen .Ssmrle' und „Turandot, Prinzessin von (Cbina' Jegeb-Zn. "* Am Montag gebt daR Lustspiel .*NÜKL Schwisgertochter' („)-[.“]. bm“) bon Carré urid Bilbout in Scene.
Im_ Neuen Königlichen Obern-Tbmtcr gelangt morgen zu ermäßigtkn Prséien Guiiav Frxvtaß's Lustsviel „Die J::xrnaiisixn“ zur Aufiübrung. -- Am Montag ändét dix neunte italieniickye Obérn-Vbrsiküiing stan. Zur AU77Übrung gelangt mn Lr'srxn Male „Don Paxquale", kOMifÖS Oper in drei Wien Von G. Donizstti. Dix Bsseßung lautet: Ndrma: Frau Marcha S_“mbcicb; Don Paéquale: Hsrr Taveccbia; Ox. Malaiesta: „Our Bénfaude; Ernesw: Herr Panbblkiäi. va-éil- meistkr stianani dirigiert. Preise der Pläys: Mixtei-Baikbn und Logen 12 716, Parquet 10 „FC:, Seiien-Parxue: 6 W, Seiixn- Balkon 6 Und 5 „M, Tribünr 5 uni 4 „,s, Srabplaß 2.14
Das Deutsck): Theater bringt auch in nächster WOÖL aus- schliißiich Wiederholungen von Otto Erich Harilcben's Oiiijiers- tcagödie_,Noienm9niag' und von Leo Toiftxxs Drama: „Dix Viacbt der Finiicrniß'. „Rosenmontag“ kommt außer morgen Abend noch am detag, Mirtwock), Frkitag und Sonnabend, „Die Mardi der Finiierniß' Mt Disnstag, Doanerstaz, sowie am näcßsifolgxnden Sonntag AbMd zur Aufiübruriix. Als MaibmitiagS-Vdrsféliung ist für wortgeu „Ds: Biberpsiz', „für nächstfolgenden Sonntag ,Fauß“ angeies .
Jm Beriixier Theater wird das LuKÄDieL „Tie iirengen Herren“ morgen wwie am Monrag, Miirwocb, Donnerstag, Syn.“:- 05660 und nächsten Sonntag gegeben. Björnixn's Drama „Usb?! unsere Kraii' ge1angt cim DienStag und „Ykaria Sivax!“ am Fr:» tag (11. AÜOUUSMWTZ-kastéÜilng) zur Dariiküung. MJYJCY Iixib- mittag wird „Dkk Pfarr?! [79-31 Kirchikid', nächsten »Sonxraz, NY:. mittag „Prinz Friedrich bon Yomburz' gkgeben.
Ju: Sibillsr-Thkaxer ist fiir TUNER! Nalbmiixaß ,WÉTLSTU Teil“ ongsseßi. Abcndg _iiidst bis er??? Wixderbbiung kes iniirixis „Die lex. in dsr man ?ck langweilt“ stan. Di“: zweiWFÄbrunzs- Abends TW" 11. Tbxils bm „Janik ?.:an m dsr nächsisg WYÖL au; Diknstax imb Mittwch. An aUen Übrizen Tagsn näcÖ'i-xr WQÖL findxn Wisdsrbolangen des Lustspiels „Dis Weiß m d:": 3:37. NÖ langweiit" stati. _
Jm Tbeatkr des stiens .;ka :no:-527“. N.:Örxiixrag zu &II-?:: Preisen Vcrdi's Lp?! ,Drr Troiibadyuc' in SLMI. YZOTZLK UHU: sowie? am Disnsxag. DONnersxaa und Frkirag nächsier ) *che „;ck-Mer: Frau Slima €*»:er in dsr TiteirdUé der SQTOÉ'JÖSU ÖTSTTTT? ,Bcccaccio“. Ain YZOUTQZ (1512114! 21215913» Ökér „Dix l;:x'iixeu Wkibsr bon Windsor“, am “MUMM: ZU:! 14 VT»: O;?NÖCÖ'Z pbantast'isÖc kar „Hmea-«Y E:;äÖlUNZSN' und „Un S:;nxbsnk, aid Vdciteiiung zu baiben P:?isen, ,Undinx“ zur AUiiiiernZ.
Jm Lkssing-Tbeatcr Trike: am Nächsten Tienötca di:“ ?rf'is Auiiübrunz don Pbilirvx'I n-ru-km Schauiriel ,Die Mi'swn' fix:. Wiederboiixiigkn dxs Stück§ ankn „'.-m Donrxerxx, Sorinabexd :::“.d Käcbsikn Sonniag ftajt. Am '].iikxitaz, M'irxwi'ä; imd Frsttaz skb! „Jobanniöéeuer' in 'Sc-xne._ Vkorgen Nachmtnag wird- zu ermäßixxkn Preiien „Die Ehre“, nächiirn Santag ')iacbuitiag „Dic SkL-KDÖQ' gegeben. "
Jm Nsuen Tbkater Kuben morgen, sowis am Monk? und Diensm“ Wiederholungen von F. Koppel-Eüfeid'sS uipiel . „:rda Mobi“ iiiait. Ain Minwdib gslxngt Tbild von Tro! a's und “Z“:liixs Freund's Sibwank in drei Akien „Dis Liebesprobe' zur Erst»;- führung, und gebt auch am T*.“nuerstag, Freitag, Sonnabrnk imd nächsi€n Sonntag in Scene. “ZU:“! NachmittaasoVorsteiiung kdmmx WN en sowie am nächsten Sonnwg Georg Lebfeis' €chwank „N.:.i'sx Kun?!" zur Darsikiiuna.
Im Residsxiz - Tbeatkr Endet morgen Nachmittag bei bis '.";brr
die Hälfte erm.“:Zizten Preisen die zweite Aufführung des Sch.:nirikis „Siurm' von xrrtrdrxb Jdcobirn statt. Morgen Abend sowi? an aiim ÜÖÜFM Rbendcn näch11sr Woche wird ,Die Dame wii Marwi“ wiedirbolf. _ .. . Auf drr Sezeiiionsbübne gelangen morgen. SOnntag, dis Einaktcr .Die" Bildichniser', .Dabeim' und .Der Bär" zur Jui- fübrung. Am Mvntoz geben .Der Tod des Tintagiirs'. Drama von M. Maetxriink (denk] von Georg Stockhauken . und Ein Heirat» antrai'. Groteske von Anton Txckpechow, uftma ig in ene.
“ m Tbnlia-Tbeater ge t die Aus anunasrwiie ,DktLiebi-s- schiüßei“, weiche im Laufe der nächsten zum 75. Mair au?“- gxfübrt wird morFien, zum vorleßten Male an einem Sonntag, in Scene. Am ' iition den 21. November (VW- und BMW) findet, wie im vori eu abre, eine Aufführung des Omxoriums „Paulus' vonMe-nde sfobn statt, in welcberiusgefammiM1Pkriomn mitwirken Werder..
Jm Zentral-Tbeafer gelangt mo en NachmittWei halben * reisen die Operette ,Die Geisha“ mij niniein Mia tber als Mimosa zur Auffü runs; Abend! Wird die Zeün'jÖe Operette .Der Voßclbändler' ge e en, Von MontMis eins 1te Freitag bleibt „D e Geisha“ an dem Spielplan. Sanna !; se tder „Braut- vater', GxinULPoffMn Adolf Noize, Musik von Orintiw Play- becker, erstmalig in :.
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