1900 / 278 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 22 Nov 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Yiehtamtlichez.

Deutsthes Reich.

Preußen. Berlin, 22. November.

. Seine Mßjestät der Kaiser und König trafen, wxe „„W. T. V. meldet, aus Schlcfien kommend, gestern Vormxttag gegen 9 Uhr in Homburg v. d. H. ein, wohnten daselbst dem Gottesdienst bei und begaben Sücß bierayf Zach dem Schlosse Friedrichshof bei Cronberw;1 “zur Be luckwunschung Ihrer Majxstät der Kaiserin Fried“- rr . Aus Anlaß des Gkburtstach Ihrer Majestät fand im Schloss; um 11/2 be Tafel statt, an welcher Seim; Majestät der'Katser, Ihre Koniqlichen Hoheiten der Prsz und die

rtxzzesfin Heinrich, Sskze Hoheit der Erb'prjßz und Ihre

ömßltckx dte_ Erbprinzessm von Sachsen-Yzejnjngen Seine" Lohe t, der Prmz und hre Königliche F"“ oheit die PUR esfin

rtedrtch Ka'vrlvvyn He en un,d SeZne, urchlaucht der5 rinz und hre Konzgltcbe Hoheit pte Yanzeffzn Adolf zu Schaum- h_urg- W179 tH-Ztlnahmen. SMW „Majestät der Kaiser brachten emen „Trtnksprttch anf MWM Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrtch5 aus xmd empftYW-x Wch Aufhebung der Tafel in Ver: tretung UUMHWsWLksLl-cn drei erren der Cronbergsr Stadt-

vkrtretung, um die (33li'xkknmnsclß-5 dreffc der leßtekcn LUMILU- zunebmxn. Um 5 Uhr Nachmittags kehrten Seim? Mäjkstät der Katser nach Homburg zurück.

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Ihre Majestät di (: KaisWin und Königin haben der_ FW" PoxlIU-DjWÜN Elisbabeth Maurer“ und dem JMJYN" EMM? Öan' hiersctbst das si1bcrne Frank!:- geJhitenstkreuz am erißsn Bande Allsrgnädigst zu vcrlsZZZM

Dic * osreinigten 210§schüffc des Bun d ENUM, für Instiz- wescn amd für Handel und Vcrkchr hielten heute eme Sxßung.

„.___-.___-

Laut Meldung das „M.TB.“ ist S. M. S. „Vineta“, Kommandant: Kapifän znr Sec da. Fonseca-Wollheim, am 20. Novembor in Santa Lucia «getroffen, an demse1bcn Tage wieder in See gegangen, gestern in Dominica ange- kommen und beabsichtigt, am 5. Dezember den leßtgenanntcn Ort zu verlassen, um nach St. Thomas in See zu gehen.

S. M. S. „Cormoran“, Kommandant: Korvetten- Kapitän (531500010, ist am 2091008111130? von Apia nach Matupi und den Karolincn in See gegangen.

S. M. S. „Jaguar“, Kommandant: Korvxtten-Kapitän Kinderlingk, ist am 20. November von Tsingtan nach Tschifu in See gegangen und heute in leßtgenanntcm Orkeingetwffcn.

Der Dampfcr „PriUzHcinrick)“ ist mit dem ähnrick) - TranSport für das Krcuzer-(HeWmader, ransport- fübrer: Kapitän1cutn0ntB10mcycr, hxute 'm Colombo an: gckommen und 017311011) uach Penamg wextergegangen.

In der Erste?! und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs: und Staats-Anzkigcrs“ wird die vom Reichs- Eijenbahnamt aufgestellte tabellarische Uebersicht dxr Be- triebs-Ergebntsse deutscher Eisenbahnen fur den Monat Oktober 1900 vxröffcntltcht, auf 1velche_ am Montag an diescr Stelle ausZüglich hingewiesen worden ist.

Kiel, 22. November. (W. T. V.) _ JhrekKö'njgljcßcn Hoheiten der Prinz und die Prtnzesstn Hexymch find, 1016 „W. T. B.“ moldet, heute von Schloß Fllkdklch§3h0f hier wieder eingetroffen.

Oesterreich-Ungaru.

Wie-die „Wiener Zeitung“ meldet, hat dc): Kaiser die erbeteUe Versetzung des Oberlanchgcrichts7Prästdeytxn Jansa in Prag genehmigt und den Landcsgertchts- ras1d€11t€n zn Brünn von WeSzely zum Oberlanchgerichts: räfidcnten m Prag erUannt.

Das an (trische Ob€rhaus hat am Menstag die Vorlage, bctr end die Vermählung des Erzherzogs Franz Ferdin and, angenommsn.

Der Finanz-Minister von_Lu Mc 0 Hat geftknrn hem U ntsr: haus 6 die bereits in seinem Fmanzexposéz angcfmzdtgte (Heseßxs- vorlage,1)etrcffend außerordent11che INvestrtlonen m Hohe von 31 200 000 Kronen, vorgelegt. Die Dsckung erfolgt aus den Kassenbeständen.

Großbritannien und Irland.

Der Geburtstag Ihrer Majestät dsr Kaiserin Friedrich wurde gestern, mj? „W. T. B.“ . meldet, in Windsor durch Glockengeläut" und Abfeuern eines Saluts gefeiert. Auch in vielen Kirchen der Cttt) und m Wxstend von London wurden die Glockcn geläutet; dic öffentltchen und zahlreiche Privatgebäude hatten Flaggen anfgezogen.

Frankreich.

Der Ministerratk) Hat, wie „W. T. B.“ exfährt, den Minister der öffeUUichen Arbeiten Baudtn ermacht1gt, dex Deputirtenkammer einen GescßeniwurF, betre end dze Verlängerung der von Oran nach Süden fuhrenden ahn bts Igli, vorzulegen. ,

Dem „Siécle“ zufolge Hat der Minister-Präftdent W a l d e ck - Rousseau in leßtxr Zeit viele Drohbriefe erhalten, sodaß die Polizei sich veranlaßt gesehen hqi, eine Untersuchung gegen die anonymen Briefschreiber emzuletten.

An Stelle des Deputirten Meziéxres, welcher zum Senator gewählt wurde, ist der Deputirte Krauß zum Präsidenten der Armeekommission der Deputtrten-

kammer gewählt worden.

1 vorgestrigen Tage

Ueber die Sißun en der Dévutirienkammer vorn erithet „W, T. B,“:

Vormittagssißung scßte der Deputirte

Sembat (Soz. seine am Tage zuvor begonnene Rexxe fort und

sagte wcnn China eine Entschäviaun zahlen solle, muffe es eine

Axtle'ibe machen oder ken europäks en Kaufleuten Monopole be-

wkllkgen, was die Möglichkeit eines zukünftigen Konflikts ver-

mybren würde. Der Redner vexlanase die Verlegung der GZsandt-

cbaften nach Tientfin xmd die Zurückberufung des größeren Tbetls des

_,xveditions-Korvs; die wirtbschaftliche Umgestalxung Chinas, das mit

Europa konkurriexen Werde, dürfe nicht ubersturzt_ werden. Frank-

reich müsse auch auf sein Recht des Schußes der cbmcfiscben Christen

verzichten. Der Deputirte Denys Cocbin meinte, der Aufruhr sei

auf die Landestbeile beschränkt geblieben, wo der PatxiotiSmus der

Chinesen gereizt wordensei. Der Aufstandseijxßtunterdruckt, Und man

dürfe hoffen, wieder auf den früheren 8130005 (100 zu kommen. Der

Redner billigte es, daß Frankreich fich der): Konzert der Mächte (zn-

geschloffen babe, begrüßte die Noke Delcaffcs's' mit Beifall und [Um-

wortete quäßkgte Bedingungen. Der Münster des Acußcrn Del-

cassé erinnerte daran, daß er, als er am 7. Juli (vor den Kammern

das Vorgehen Frankreichs in China dargelegt, gesagt, habe“: „Sie

kknrxen das ZW, [affen Sie uns Freiheit in den Mttteln. Von

dieser ihr zugestandxnen Freiheit mache die N?x?ierun'g Gabrauck), nach-

dem fie die Angst Aller gefbeilt hab: und n dxe Notbwendkgkeit

verfaßt worden sei, den Gesandtschaften ju Hklfe zu kommen 0d6k„1716

xn räch.»n. Dic R9 1eruna habe ihre Westrebyngen mit _den militan-

schen und diylomaii?chen Bestrebunaen der ubrigen Machte Vereint,

und 118 habe keinen Augenblick (zufgebört, zu wiederöolen,

daß fie nicht Krieg gegen China _fuhre, sondern daß fie den

durch vie Umuben bsdrobten franzöfiscben StaatSangehöxkgen 'zu

Hilfc gecilt sek. Mehr als einmal set diese ilfe von den Vtze-

Könkgxn selbst erbéten worden. Der Minister w 25 auf die Umstänhe

bin, unter denen sich die Rückkehr des GeneralxKonmls Franc,;ots

von Yünnan nacb Tongking vazo-gen babe. Dte Unterbandlungen

b69ü311ch der h1erfür zu bietenden (Entschädigungen hätten nicht

nut Um Vize- Köni eingelkktet rycrdcn können, ka dieser

zu Wenig (Garantie Fiete, aber dt! Kamm3r kßnne s1cher

sein, das; Frankreich vöüige Gxnugtbuung wsxde geleistZt wexden.

Ein erfolgloses Vorgaben g-gcn Pekin wurde wxrbangniWU

gxwxsen séin , man bab: rabsc nur andsln können, sovgld

man die Gewißheit gehabt habe, etwas anszuxichten. Dsr Deputtrte

Millevoye exklärte, er sei aegsn eine Vermmdemxng der in China

befindlichen französischen Truppen. Die Anwesenheit derselbßn dikne

dort zur Aufrecbtbaltung des G1€1chgewich10 und könne, ngVlffC Be-

gebxlicbkciten mäßigen, Der Devunrte Adxnral Rißgnter wxrlxngte

eim? auf eine gut eingeschulteArmee s1chsstu13ch€Polttxkder Waxhiam-

keit und wies weiter auf die Von dem Admnal Séytnour den französtscbcn

Ykarinesoldaten für ihre treffliche Haltung 98101118 Anezkennuns 0111.

DE;“ Minister des Aeußern Dclcafsé erklarté, wahrend zther

Mrnatk hätten die franzößscben Beamten und Soldat-n, ,w§1che dic

Gksandtschafwn bswachten, eins dsr béwundernsjvkrtbestcn Veisytclc _von

HanWuna und Aufovfkruna aegeben, und v:rbreitete fich dann uber

die volitkscbe Aktion der Mächte “an Cbi_na, wobck er feststellte, daß

die Mächts r-ur mit einer RegiLrung batten verbandsln können, die

im Voübefitz ibrkr Autorität sci_ und nicht 0113 Von frcmdkn Truppen

in ihrer eigynen Hauptstad1 bkLQJert dastkbe. Was 1318 von dem

Dcvutirtén Sembat erwähnten angeblichen Vorkommnisse bstrxffe,

so seisn disse Von dsnse1bcn Blättern erzählt wordxg. dix Vor eizügen

Monaten die phantastisäysten Bsrichte verdfsenUtÖf batten.

Dkk? französ11chen Trqun Verdisnten für ihre Tbatsn nur

rückbaltloses Lob. Der Ministsr kam dann auf das gemeinsameWerk

dec Mächte zu sprechen und sagte, dicsss W8rk„könne nur unter 061:

Bedingung voÜbrach Werden, daß _keine der Mackotc bxsond'ere'Vor-

tbeile vcrfolcxe. Der Beherrscher Rußlands, desen Hochberztgkkjt be-

kannt sei, babe fich unverzüglich dieser Politik anae§ch10ffem Die

Vorschläge? vom 30. Septembsr, Die auf dsm 0011 Allen amsrkannten

Grundsaye der Bcstrafuna dcr Schuldigm so_wzc auf dem Grund-

saßé einzr axrechfen Cntscbädkgunz bxrubten, balken fich ach!) mit 1361?

Zukunft beschäftigen müssen. Man bab? bemarkkn könne'n, daß die _(C-binejcn

aut bewaffnet gsmesen seieu, und Es seien Wzffsnsendungen fur Chxna

fignalifiért worden. Es sei dabkr angczeigt KYWÜLU, pas aUg-xmeme

Jntxreff: dadurch zu Wabr-“n, das; Von den Macbten cm Vérbot des

Handels mit Waffcn nacb (Mina erlanat werde. Yußc-rdcm Y 65

nötbiq aewxskn, für die Vertreter der Mächte: einexa wrrks_ameren Schutz

zu schaffcv, als die gewöbnliéoe diplomatische Jmmunitat. Dies'seixn

di? Maßreßkln, zu denen die franzößjchk Regierung die Initxatwe

erariffsn h&be. ISW stébe man an der SÖweUe Von V311)andlun53en

mit China. Mit der Ausbreitung des Handels mit Cbttxa

müffe die Aufrechterhaltung der territorialen Jntcgritat

dieses Reiches Hand in Hand geben. DiE ngicrung WÜ111ch8 mit den

Opfskn Frankk€1chs bald ein Ende zn macbxn, erst muffs aber d1e (GenugThuang Orlangt werden, die fi? exWarte. Die Regisrung babe Vsrtrauen in die Zukunft, fie bsdüxfa aber auch des Vkrttauens

der Kamuxer. Nachdem dEr Minister noch aus 01:12 F1ag€ des Deputirtén Jourde nach dem Stand? der. Verbanklungkn mit Venaznela Erwidert hatte, daß disse Verbandljmgkn aussu-

b11ck11ch abaabrocbexx seien, wurde di? Gxnaraldebatte 9610710001.

In dsr szzkaldebatte brantxagte dar DZPatixtx Dejeayte, bei dem KapiTel „R-zligiöse Med-Zrlaffungen nn außerstxn Osten“

50 000 F1?- zu 1178107271. Der Minister des Aeußerq Delcassé wiSZ darauf hin, daß 012 Regierung oft das Jntersße dargelegt babe, mc1ches die Misfionen “im Oxisnt böten. Das Prot-warat über dis Christen sei für FrankreiÖ Line Tradition, und man würde einen Verzicht auf ckck Protsktoxat, durcb w81chcn Fr::znkreich 1161) 1211311 bcxabsctz?" würde, im Auskand nicht dcr W-xxxbxkt Frankrktchs zuschreiben. Der Antrag des DSPUTTLTM Dx*j-th1te wurkze _mit 343 geZLn 160 Siimmen abgelehnt und daraur diE Sißung 5101961101)?»

In der Vorgestrigen Nachmittagssißung berceth die De- Vukirjenkaxnmer dis Vorlage, betr-zffen) 010 Reform der Gejränkesteuer, Und lehnkc m:t 343 KEIM 195 Stimmén einen von dem Dépuürten Vaillant eingebrachth GIseßentwurf ab, we1ch€r (1T) hauptsächlécl) 11111 den BranntwÜnbrennkrn 1101117511110.

".Das Bureau des Géncxalraths dYS Seine-DZ- P(trtcmcntS hat b€sch10ff€m stch dcr Begruszung dstra- sidcnten Krügsr durch' den Pariser Munxztpal- ratk) auf dem Bahnhofs aanschließen. Das Bur'eau dcs Mu11151p01rath8, welches . gestern Nachmtttag in dieser Frage zusammcutrqt, hrclt [eincn frühkren Vcsch1uß aufr€cht, dcn Vrästdcnten Krugsr in ,einer fei€r11chen Sitzung im Berathungssaal zu_empfar_1gen; dW zur SißUng (Hsiadcnen soUten 11091) der Srßung 1xn_ Saal des Heiligen Georg vor dem Prc'z'stdektTen Kruger dcftlteren. Dcr " Litpunkt dss Empfangcs wrrd erst nach der Ankunft des * räsidentcn in Pams festgescßt wcrden.

Rußland.

Uebsr das Befinde_n des Kaisers ist gestern, wie „W. T. B.“ meldet, in Ltvadia folgendes Bulletin aus- gegeben worden: . ,

Dcr Kaiser verbrachte den aesir:gen Tag in befriedtgxnder Weise. Das Befinden War gut.. Um 9 Uhr Abends betrug die Temperatur 39,29, der Puls 76. Sein? Majestät schlief in der Nacht wenig obne bksvudeké Gründa. Heute: Morgen beTrug die Temperatur 38,19, der Puls 70. ,

Der Groß Ürst-Thronfol er ist am Dtenstag von

Kopenhagen in atschina eingetro en.

In der vor estrigen

Spanien.

Wie dem „W. T. B.“ aus Madrid berichteZ wird, ist Villaverd am Dienstag mit 203 gegen 86 Sttmmen zum

,

Belgien. In der vorgestrigen Sitzung der DeputirtenkamMer

velde (Sozialist) die Regierung über das „Be -

belgisch-französischeUn Konvention, betreffenkaelixeixo1 QW? lieferung Minderxahr1ger.t Der Redner erkiärte : Sozialisten erkennten an, daß dre That Sipido's strashär se" bestritten jedoch, daß der_angewandte Vertrag zu Recht bl- stehe, und tadelte die Regierung, 10211 fis die nationale WÜRF- bloßgestollt habe. Vaqdaroelde hedauerte, daß fick) Unter dee Mitgliedern des französtschen Kabmcts, welche für die AuslicfßruUn gestimmt hätten, ein po1ittscherFreund befinde. g minister van den Heuve1 errmdcrte,„ Hie Regierung sei ver: pflichtet gewesen, dte Auslteferung Stptdo's im Interesse der- gesammtcn GescUschaft zu vsrlangep. Es bestehe kc-in Aug. lieferungsvertrag sondern ein cmfaches Uebereinkommen" welches dic Zustimmung dsr Kammer nicht er: forderlich mache. Man habe wsgkeJ- Sipido's kein Sonderabkommen Ageschaffen. Der Munster zähkn», dann mehrere ähnliche „nslicferungsfälle, auf und sa tc, er [)Offe die öffcntliche Msmung werds „steh ,m dxr "ManheiZ Sipido's beruhigen und einen uderrctzten [ungen Mki11ch2n in Frieden lassen, welcher binnen _kurzcm al;; braver jUnqer Mann in die msnschlich (Hesslljckwft zurßckkchr'cn 711649 Der kautirte Janson (Fortschrtttler) fck)[oß slch danusfühZ rungen des DcputirtenVandervxlde an; Nachdem 1100) mchrcrc Redner gesprochen, beantragte der DepUUrte Va n dero e 1 de eine Tachordnung, welchs das »Bedauerxt Über dic un: geseßliche Maßregel gcgen Siprdp ausdrückt. Dcr Deputixte Wocste (kons.) schlug ,cmc Tachordnqu vor, welche feststellt, das; die chxsrung ihrs, PMW gethan Hub.“. Dkk Dcpatirte HUSMUN beantragte die einfache Tachordnung, da diejenige Vandervsldk's gegen Frankreich

Yrichtet fei. Tcputirten Woeste oingebrachte Tagesordnung an.

Rumänien.

gcmvldct wird, in dem PWZLß wegon dcr

dovers der verschiedenen Vertl)ci'«1gcr. Dic Vertheidiger

empfohlen. " Trifanow nicht gegen den rumamjchcnStaax komploixtc'r'tlmvs. Usbrigcns habe Trif 71010 dnrch skins (Hertändmffc dcm Komg CW Mithrjäbriqut 1817185 KUCMLU Hin, welchér auf thbtlUgnng mildcrndcr 1111111011139. verzichts.

Fällung] ch Urtheils erfolgen.

Dänemark.

„W. T. B.“ zufolge, bei dcr erston Bsrathung dcr Stcuer- vorlagen dsr Ncgjerung der Gntßbcsißcr „9101111611 im Namen cincr aus 8 Mitgliede'rn de_r bisbcrigcn 5140091 der Rechten gebildeten “Fraktion, das; dieje Fraktwn die „Regie- rnngsvorlagcn als undurchführbar betrachte, daßegen für 010 vom Folkkthing angexwmmsnen Stcucrvoragm eintrete. Die Partei der Rechten im Folkclhing bcsch1oß _estern, den Führer der Anhänger der St-sucrvorlagcn dcs Y01k8thing Dinescn wegen seiner öffentlichen, A13010ffungcn (39 en dic jeßigc Regierung aUs OLM Partcrvorftxmd aus- zn?ch1icßcn. * Amerika. .

Zn Washington crrcgt, 1018. dem „W. T. B.“ „borichte wird, die? AuSdc-hnung der Revolution in (1011101019010! 13910110er dic Abrcise des bkitifckxn Kcivgsscbifch „Phxaxant von Victoria, welches dem Vernehmen noch den 5111111105] [M MM dio Wegnahme des britischsn Dmnxfsrs „T(lboAU' Untersnckwwgcn anzustkllen, einige Bcsorgniß. MM krwurlc daß Columbicn zu strenger VsrantworUmg werde gezogsn werdcn *

Asien.

Von dem Gmeral-JsldmarschaU (Hxafen v 011 51130113011 ist, wie „W. T. B.“ erfährt, am 20. d. M. folZWN Telsgramm aus Peking i:“. Berlin_ eiungÜroffcn: 0111 53)- MÖMU'UÉ von 2 Kompagnicn, 2 GC1chUHOU 10,170 bemttZUJ Mannschaften Unter Major von Mühwnfels 111 Heute 1111 Sankiaticn (211011 mkstlick) 000 Pkfmg) 0000101101 march die SpPen 101101 di? roßc Manor err€ichen. - Tw “310101111816 Grafen Yorck von artenburg hat am 17.0.L111.Kl1t1111 (25 1011 südöstlich von Hsüknhwa) erreicht und WM 01111)?l Rückwege mit dem Dstachemcnt dcs Maxors von MUMM!“ Verbindung herstkücn. . _ /

Nach cinkr in Nom York emgctrofsencn DMW)? ÜDU Tientsin vom 19. d. M. xst, wie „W. T. V.““YLNÜW, 1. (Bcnoral HUMPYWX), welchr den Hafen_ von wclxan-HLM kwan auf soins Bcnnßbarkeit für dcn Wxtxter Urztcrrmkxk 11 nach Tients'm zarückgskchrt. Dcrsclbe the1lc zmt, VW 111 internationake Kostcn in Tsck) in gwa nta 0,8 Mcllcn von VDN 1)ai-kw0n, cin Pier mit einem Aufwands 0011 2110 0,0051; Errichtet 702130611 soll?, weil stck) dieser Hafen m_tt LNFMYZL vo Winker offen Halten lasse. - Der Peißo- frxerc 1101111111 ck.! Tungtscyou rasch zu; es sci wahrschemlxch, daß M U fahrt 02mnächst wsrdc eingestellt werden mussen.

Aus Schanghai meldet das „Reutcr'sckx * 110111 der Admiral Seymour und dsr bxitischc (Henexal- '111 Warren sick) an Bord dcs Dcpeschen=Sch1ff§S_„AWMF Ö be leitet von dem TorpedobootSzerstörer „Whtttng „W . Häfen am Yangtse begeben hätten. Der niedt'xr, Gesandte sei von Schavßhai an Bord des„Y d abgereiZ, um die niederlän ische GesandtschafthkkW ein uri ten. .

zDer „Daily Telegraph“ berichtet aus SchanghadlaßVZ- 20. d. M., eine daselbst eingcgangene MeldUUg besagk-n Di gchximes Dekret der Kaiserin-Witxwe, we1chks91i 6 tag telcgraphisck) verbreitet worden set, alle V1zL-KMZWV. Gouverneure auffordere, fick) sofort zum Kxiege gegktnn bündeten in allen Theilen des Landes bere1t zu ha ea1

Dic „Daily News“ melden aus Mh 20. November, daß dcr Hof 1nfolgx der e n der Unbxquemlichk'eiten, die er 111 Stn anfu Ltd 0

Bureau“, dc:

Präsiden*1en dIr Depuxirtenkammcr gewählt worden.

dringend wünsche, diesen Ort zu verla en; der

interpellierte, wie „M.TB.“ meldet, derDeputirte VUnder, - *"

Dcr ZUM. *

Darauf vertagtc sick) d_ic Kammer bis Mittwoch, '. n der gestrigen Sißung nahm dre Kammer die von dem

Am Dienstag begannen, wie dem „W. T, B.“ aus Bukarest * / ' Ermordnnq Fitowski's und des Profcssors MichatlcanU die Ptuj:

Zlicw's und Stoicew's plajdisrtcn dafür, das; bei ivrcn' 3111211101mildernchmständc angexwmm €11xwür0€n§auc1)Kar§m: bul 010 wurde 0011 seinem Verthsidiger dchxldx02r15381c1)u)0mnenx Dex: VertheiDiqer Txxfanow's hob hervor, daß

daS Leben gerettet. Dcr Verthcidigcr Dimitrow's wies auf die Dimitkow selbst Okklältk, Lr

vsrzichtc daranf, skin? Mindkrjäyrigke-it (1,10 SYgfxxtildcrttngs- qrnmd (1211010 zn machén, -- In der l).“uktgcn Stßung 1011012;

In der gestrigen Sißmxg des Landsthing rrk1é1'rte, dsm

vöüigin den ,änden Tung'fuhsiang's, Welcher, entgegen den früheren Mel ungen“, daß er nach Kansu gegangen sei, sich noch in Singanfu beßnde und daselbst über 16000 Mann ver ü.M-

fWie dem „W. T. B.“ auß St. Petersburg berichtet wird, is! gestern ber dem russtschen Generalstab folgender Bericht ein egangen: Am , 31. Oktober wurde eine aus zwei ZU en InSanterie, einer Eskadron Kavallerie und zwei

eéchüßen bestehende Truppen - Abtheilung abgesandt, um eme Abtheilung Chinesen in der Gegend der Bahnstation Jmancho, 70 Werft nördlich von Kaan Tschenzi, an dem Wege nach Charb'm, zu entwa nen. Die Ver- schanzungen der Chinesen wurden erobert und 800 ann gefangen genommen. Die rusfiscben Verluste waren gsring. *- Zn der Umgebung der Stadt Telin wurden die Bewohner von chine- fischen Soldaten durch Brandstiftungen beunruhigt. Eine zur Untarstüßunq der dortigen Truppon entsandte Abthei- lung hatte anf dem Wege Scharmüßel mit chinosischer Kavalleris zu bsstehcn. -Jn der Nähe von Mukden überfiel eine Näuberbande eine bei cincr Brücke beschäftigte halbe Kompagnie Suppenre, wurde aber zersprengt. _ Am 7. No- vemlwr hatte eim» russische Trnppsnabtheilung, welche akgen Boxer ausgesandt war, die zwischen 230001 und Lutai standcn, ein (HchcHt zu bestsben, bei welchem ein von Boxern bcssßtes Dorf genommen und viele (Gewehre erbeutet wurden.

Afrika.

Der „Daily Telsgrapk)“ vsröffentlickn die 0011 amtlichchlc1le Horrübrende Mxldung, daß der Feldmarschall Lord Roberts am ("“-0110100 mit seinem Pferde gestürzt sei. Lord Roberts habe ikDÖNffLU, obwohl cr durch den Sturz etwas angegriffen gemesyn sei, keine Verleßungen davongetragen und seine Die-:st- gcschäfte wie gewöhnlich erledigen können. Gleich nach dem Unfall habe der FcldmarschaU dem KriegS-Minister telegraphisch mitgetheilt, daß er keinerlei Beschwerden infolge des Sturzss vkrspüre,

Dcr F810m07schall Lord Robsrts meldst aus Johannes- burg vom 18. d. M.: Ocsilick) 00:1 Thabanchu sei am 16 d. M. eine klkine Barkntruppe aufgstaucbt, wclche Einige britische Vorposten angegriffcn habc. Ein Offizier und drci Mmm 121911 «9100191, ein Mann verwundet und cim'r gefangen genommen, spätsr abkr wieder freigelasse'n worden. Im Laufe ch Tages ski der Posten am SpriUghoutnck angegriffen und die britischc (Garnison zur Ucbcrgabe auf_ sfordcrt wordcn. Dcr kommandiercndc Offizier [10118 dies abge «but, Und die BMW hätth sich zurückgkzogekn, nashdem sie eine Zeix lang mit Artillkrie qcscbosscn Häktcn. Auf seitcn der Engländer habe 60 161110 erlusts gcgsben. - Im südlichen Theile des Oranje- Stauch sei der FUND in leßtcr Zkit schr thätig gewesen. Er 0000 7012091713011 dic Ei 0111101111 11110 dic Tclegrapbcminicn “m der NäHL von Edenburg zerstört, In der Nacht auf dcn 15. d.M.1)ättcn dic Buren vcracblich vzrsucht, 7,1081 Waffcrdurchläffe in der Nähe von Bt'üffs1 cm dw." KtmberlcUL'mlo in die Luft zn spchqcn. -- NW) Meldungen aus Natal hätten die Buren 1110110) 0011 Utrccht einen Wagen mit 13 Mann Bcdccktmg an?: einem Hinterhalt überfallen. Sic häxtcn den Wagen mitgenommsn, dic: Mannschaften, von denen visr verwundet wordcn scicn, abcr freigelasssn.

Ein Mitch Tc'lcgramm dcs FkidmarsckWlls Lord R0 1) ert 5 aus Johannesburg vom 20. d. M. besagt: DLL? Komman- dani von Thabambu berichte, daß ein Burenkommando, an: sch61116110 911110 800 Mann stark, am 10. d. M. von Detvcts- dorp (mf chMer vorgc-rückt, abxr am Abcnd zurückgegangen sei. DicVurcn Hätten 21cm! Farbige Erschaffen, 10611 sic dicsclben im Vsrdachtgchabthätt€11,ds11 C2ngléixidern31éachrichtsn Übermittelt zu haben. -- Der Kommandant von Stcxndcrton meide, dcr Vorpostén bsi Watsrval Bridge ssi am 10. d. M. ang-Igriffcn morden, wobei ein MMU vorwundet worden sei. - Eins f(icgemdc Kolonne habe das Land westlich von Standkrton und Vredcroad zwischen dem Waal und 09111 Klip aufgeklärt Und chle Schafe und Rinder crbcutst, sowis große Mengen von Vorräthkn mit Bsscküag bslcgt. -- Dcr Oberst White berichte vom Aas- 00061 Kop, daf; cr 200 Buren am 10. d. M. 0110" starkcn Stellungen vsrtricbcn habs. Dcr Fsind 110130 sick) in dcr Richtxmg unf Petrusbkrgznriickgczogcn.-C'im' 0011 Wrede tmck) .Harrifmitl) vorgegangcnc Kolonne, die das Gelände aufgcksärt 0069, 1116106, daß bei den 19151611 Operationen 22 Bu: ren 11210011'1 worden seien. N0ch einem Berichte dcs Gkn8r01ch3 ' unter sei ein aus 11 Mann bestehender Polizeiposten in

100 0011000 711 am 16. d. M. angkgriffcn wordcn und habe sick) nack) tapferer Vcrtbcidiguna, wobei drei Mann dcr Polizeitruppe gsfaslsn seien, crgcbcn müssen; die Uchrwvcnch selon aber von dm Buran späte'r wiekcr frx'igclaffm wordkn. Gleichzeitig hätten 018 BMW 0111 größcrcs Lagkr, in dem sick)100P011zwi- ma71-msc1zaftcn bcfundcn, angcariffen 11111) 00010108 Ucftig bc: sch0ffcn. Die Auffordsrung, sich ZU ergeben, habe die Polizei: truppc unbmcht€t gklaffsn; später hättsn sich dann dic Buren zurückgezogsn. Dic Engländsr hätten zwet Todte verloren, während die BMW, wic Eingeborenc crzä1)1tcn,6 Todte und 10 Verwundkw gehabt HäTten. - Dcr (Hkm'ral Lyttleton bc- ricbtc, das; 0010 Außknsteüung südwestlich von Balmoral am 19. d. M. von den Buren überraschk wordcn ski, und daß nach den bisher vorliegenden Meldungen sech Mann ge: tödtet, fünf vcrwundst, ein Offizier 11111) 30 Mann gefangen genommcn seien. Die Position sei später von denEngländLrn wieder erobert und dabei vier BUrcn zu Gefangenen gemacht worden; außkrdcm seien fünf schworvetwundete Baren vor- gefunden worden,

Aus Bloemfontein vom 17. d. M. bsrichtet das „Rkutcr'sckw Bureau“, daß dcr Sekrcxär des Miliiär- Gouverneurs, Letxtnant Hole, und zwei Schwestern des Burenkommandantcn Brand, welcbe fich zu ihm bchben hättcn, um ihn zu überreden, sich zu .ergeben, unver- richteter Dings zurückgekelsrt seien. Der Kommandant habe es abgelehnt, sie vorzu affen und gedroht, ste erschießen zu lassen, wenn sie sich nicht entéernten. Hole und die beiden Damen seien dann von den Buren als Gefangene nach Petrus- berg gebracht und später nach Kimberley gesandt worden, von wo sie nach Bloemfontein zurückgekehrt seien.

Dasselbe Bureau meldet aus Mafcking vom 19. d. M., daß alle Bewohnsr von Lichtenburg,_ an Zahl etwa 500, dorthin getreckt seien; die Regierungsbehörden hätten ihnen dazu Transxwrtmittel geste11t.

Nach einer Meldung 0613 „Neuter'schcn Bureaus“ aus Kapstadt vom ZUcézestrigen Tage begäben sich 1th 67 Betriebs- leiter der inen nach Johannesburg um Vor- kehrungen für eine aUmähliche Wiederaufnahme Ses Betriebes zu den Gruben zu treffen. Ihre Bursauangestellten würden lhnen nach und nach folgen, dann würden“ die Großhändler

doxibin, abreisx'ßa, und schließlich werde die große Masse der luchtlm e fotgen. Das werde aber aUes nur langsam von tatten ge en.

Parlamentarisckze Nachrichten.

. Der Bericht über die vorgestrige Sißung des Reictha ges bcftndet fick) in der Zweiten und Dritten Beilagen

-'Jn der heutigen (Z.) ©an des Reichstages, welcher der Rctchskanzler Graf von Bülow, der Staatssekretär des Innern, _Staats-Minister ])1'. Graf von Posadowßkr), der Kriegs-Mmistkr, General der Infanterie von Goßlcr und der Staatssekretär ch Reichs-Schaßamts ])1'. FM- herr vo'n Thielmann beimohnten, wurde zunächst ein schleunxger An'trag dcr Abgg.A1brecht und (Gsuossen (Soz.) wegen Etnstxllung dsr gegen das Mitglied des Neuhstach, Abg. Ftscher-Sachsen (Soz.) bei dem König- lrchen Land ertcht zu Dresden schwebenden Straf- v erfahren Für die Dauer der Session ohne Diskussion an: genommen.

Darauf wurde 012 erste Bératlwng des Gesel- entwurfs, betreffend die Feststcüung cines dritt5n Na : trags zu„m ReichshaushaltI-Etat für 1900 (Aus: gaben fur die China-Expedition), fortgeseßt. Das Wort nahmen bis zum Sch1uß des Blattes dcr Abg. PÜUET (d. VolksP.) und der bamsrqck)? stollmächtigte zum Bundxs- rath Graf von Lerchenfeld:Köfcring.

Statistik und Volkswirthschaft.

Wohlfahrts - Einrichtungen.

In dem indusériereicben Dorfe Hemelingen, Kreis Achim, Reg.-B€z. Stade, wird gegenwärtig eina Kinderbewabcanstalt thckytst. 311 den KOstÉJU diefer Anstalt find von dsr BremerJut-Z- prn nere: undchcrei MG. inHemelingen10000e/Fé 176170111133 gewczbrt worden, weil 01618 Frans" i.". dem grnanntsn Ctablkffxment arbetten und diese ihre Kiuder während der ArbeitszCiT in dsr Anstalt unterbringén könnkn. Fsrmsr hat der Kommsrzicnratb Markin Wilkens in me-iingkU 5000 „M, 11:11: die quttsr chsclßsm, Frau Rsnticre Minna Wilkkus dase1bst, den Bauplatz (,'rsOMkt.

Zur Arbeiterbewegung.

Zum Aus:"tand der Schiffchensticker in Plauen (vxrgl. Nr. 273 d. B1.) berichtet die „sz. Ztg.“, daß die meésten (Hescbä'xs- juhaber den gefordertkn Lohn bewiljigt haben und augcnblicklich UM in neun Geschäftenoie Arbeit 0010 oxxer tbaiLwcise niedkrgoleg! ist. Die GesZmn1tzab1 dür dortigen Schiff:!)eusticker wird auf etwa 1600 an- JLJE kn.

Kunst und Wissenschaft.

Zztr (Mihunderijahrfcier des Königreichs Prcußßcn. „asBronze-StandbildKönigFricdrickFö]. LU Konigsberg i. Pr. von Andreas Schlüter istkürzlich an _Ort und „SteUc abgcformt worden. (HipSabgüsse (2,18 10 Hoch) smd zum Preise 0011400716 bki der Gcncra1: Verwaltnngchr Königlichcx1 Museen in Borlin ('. zu“ bcziebkn. Abgasse der B Üstc dieses Bildwerks (0,8010 hoch) kosten 50 “(ck

Theater und Musik.

Tbéater des Westens.

Fräulekn FranceScLJina PreVosti, der in jedkm Jahrs Mehar- kebrknde, gern 08120671? ast der Cbarlottenburqer Opernbübnk, sang am Dienstaa zum exstzn ZNal in disser Saison die ertIix der Violetta in Verdi's Oper ,. [„a 'FrUUjUQQ“. Die Künstlkrin, wZ1che von, dem in großer Zahl Lrsch1enen€n Publikam bcrz1:ch be'1va10m10net WUTÖL, war vortrsfflicb 0190001811 und feff€1te in 0161017611: Mgfzc duch ihre schauspikltriscbs wée durcb ébrc 5115113611178 08100leth Lststung. Auf anerkennknswsrtber Höhe bLkVLZtL skb ["Wer- baupt ch ganze, von dem Kapellmeister Sänger mit Umficbt und TkwpcramentUklsitete Aufführung, um deren lexngcn ÜF) noch die Herrkn Aranyt (Alfred (Germont) und Walter (Gcorg (Garmont) be- sonders Verdiénk machten. -

BElle-Alliancs-Tbeater.

Das Gaftspksl der Tcgernsse'r bracht? am DieWtaa 0111 NEU- 62111318 .Banernpoffe' 1:1 4 Akten „Dem Ahn'l sei' Geist“ von Carl von Carry 0:11) 1)r. Rudolf Kusäyar. „Dis quvtr-Zrson 085 dem oberbaysxixcben mGsleben entnommensn Hmdéang ist die reiche Wamperlhoxbäuecin CÖUÜÜUUÜ, für dEan encrgtfcbsn, hcchäp- süchtigex“. Cbaraktar (Z nur eine Autorikät 918131, dßn ,Adn'.“, ihren Verstorbenen Vater. Was dkCsLk Ökt LkÉ-zeitkn JLWOÜÜ unk)_ gesagt hat, gilt ihr als nnumstößlich: Wab:bkit, Und selbjt nach seinem Todx v:"rsuäot fie. von dem schlaucn OctL- 1chu11ebrerin 11)er Aberglauben bkstäkkt, seinen «sist zu zitxeren, um yon ihm zu crforschew Welcher von den beiden Bswerbcrn Für ibrs Tocbtér Cilli der geeignetere ssi. Ihr Mann Zacharias steht Im „Laufe Völlig unte'r ibrkm Eéuflyß und kennt keiyen Widcrspruck). * afür sucht er s1ch dure!) lusttge Abknteuer außcxbalb desselben zn entschädigln. Dis, komische Figur, die er dabei bildet, die mißlichsn Lagen, tn welche er und 0118 BetheiNaWn gsrajben, die von dem auf seiten Cilli's stehenden Schullehrer 1:1- Fenierte, aber mißglücktc Geisterbefckowörung, sowie die kleinen

ntriguen der schönen und klugen C1111 um dsn “0er Muttkr nicbt genebmen Mann i_brer Wahl, schaffen mancherlc-i akw:chse1ung§- WM und belustigends Geenen. Der barmloS-derbe Humor und die naive Situationskomik Verleihen der Handlung ein eigenarjig anmutbendks prräge, welchck6 duni) dis Zithcrspiel- unkd Tanz-*inlagen noch charakteristischer gestaltet wird. Von dm Mitwirkenden smd be- sonders die Daxnen (Graßi, Mayerhofer und Bergmoser, sowie die Herren (Glas, Busch, Hertl und Wengg betvoxzuveben, welche 1218 von ihnen dargesteüten Personen trefflkch wiedcrgabm.,

Konzerte.

Jm viertenPbilbarmoniscbenKonzert,welches am Montag m-lter Leitung von Arjbur Nikisch und unter Mitwirkung wo:: Fräulein Clotilde Kleeberg stattfand, gelangten zwei Tonwerke, die bisher in diesen Konzertcn noch nicht zur Aufführung gekommen sind, zur Wiedergabe: Edouard Lalo's Ouvertüre zur Oper „1.0 12,01 0775“ und. die humoristische sympbo-tische Dichtung .Tv11 Eulkn- spiegel's lustige Streiche, nach alter Schelmenweise" (in Rondoform 0x). 28) von Richard Strauß, bekanntlich eine der bervocraaendsten Tonschöpfungen des lcßtgenanntcn Komponisten. Die Ouvertüre vou Lalo ist in ihrer Struktur_ einfach, gefällig und leicht ver- ständlich. Nach einxr myjtiscb-düsteren Einleitung. die in einem kurzen, vom Streichorckoester uuigoyo vorgetraqenen Motiv besteht, und nach einem grellen Klagerufe der Oboe erklingt ein tröstlicber Gesang der Klarinette, der aber bald wieder

der tragischen Qimmung, wie sie in dem folgenden Allegro- Tbemazu vollem Ausoruck kommt, Ma? machen muß. Bxld wird aber auch dieses wieder durch ein neues, dem 1 end wirxeudes Motiv abgelöst, das, vym zartesten Pianisfimo bisxur böch§ten Kraft anwachsend, kontra- punktltcb fein durchgefübrt wird und schließlich in die Coda mündet, deren Thema wie ein Siegeslied die Ouvertüre wuchtig und feurig abschließt. In dem Strauß's“*en Orchesterstücke tritt uns ein echt mufikali ches Cbarakterbild * „gegen. Es ist, als hörte man aus den possierli -neckschen Weise,. (1118 erdenk1ichen lustigen Schwänke und Streiche des bckannten fahrenden Schalkßnarten heraus. Eine muntere Sche1menweis€ reihte sich an die andere an, und die Stimmung wixd immer außgelaffener und lebhafter, bis sie in einer kanonischen Verarlsektzmg des ersten Motivs gipfelt. Einige wuchtige Accords der BlaStr-„strumenje führen aümäblieb wieder zu der einleitenden „aiten Sckoslmenweise' zurück, die zwar noch etwas weiter auSgefübrt wird, aber bald in ein Sch1ußm0tkv übsrgsbk, das, wie der das Pro- gramm erläuternde TIxt richtig sagt, „,in stüxmischer, drasttscher Weise de'r Dichtung gleichsam wie ein Epitaphium“ Abschluß giebt. Die bsiden gennn-at-n Tonstücke wurden sowohl in der Auffassxug als auch in der Technik vvllendet wiedergegeben. Der brausende BSTfÜU, der namentlich bei der Strauß'srben Komposition losbrach nnd d-m Tondichter wie der ausführendc'n Künstlerschaar in gleichem Maßé galt, Veranlaßte den im Saal anweienden Komponisten, wiedsrholt auf dem Podium au erschsinen. Die Solistin des Abends, Fräulein Kleeberg, sviéltedas KlavierkonzertNr.4111841101] (0x). 441 von C. Saint-“Saöas, eine? pbantafiereicbe Schövfung, mit solchsr Zartheit und Inyigkeit und, wo es galt, mit Kras! und Bravour und so voUYommkncc Technik bei den zierlichen Passagen, daß für die bkl'cebte Künstlerin der Erfolg nichtausb1eiben konntk. Den würdi en Abschluß des genußreichxn 21130wa bildete die tadellose Vorfü rung der G-moU-Symphonie (Nr. 5, 00 67) von Beethoven.

Am Mixtwoch v. W. gab das Streich-Orchester Berliner Tonkünstlerinaen (Dirigent: Willy Benda), welches in dcr Verfloffknen Saison erfolgreich debutiert hatte, imBeetboVen-Saal das erste von vier angekündigten Abonnemexjts-Konzextkn. Dkk Abend wurde dumb das rhythmisch exakt und mit gut-Zr Nüancierung aus,)„efübrte (10000710 Ko. 10 in O-U1011 von Händel wirkunasvoll eingsleiiej. Als weitere Gaben solzten .Norwegiscb“ und „Exstes Begegnen“ von Grieg und ein Wiegenlied von Kjerulf in sehr fein außgearbeiteter Wiedergabe. Den würdiYn Sch1uß des Abends bildete die Serenade in 17-001" (00. 63) von olkmann, dzren dritter im Walzertakx gkbaltener Say wiederholt werden mußte. Die mit- w:xkende Konzertsängerin Fräulein Marie Nomanßck brachte mit dem Vortrag déutsckoer und französischer Lieder, ch denen die (esteren ihr am bestxn gelangen, eine angenehme Abwechslun in das Programm und exntetsebenfaüß Beifall V0n1ettenderingr0ßer3cj [anwetendenZubörcu - An vemsel'oen Abend trug im Saal des Römischen Hofes Fräulkin Emma Otto fast ausscbiießlich bekannte Lieder vor, m1t denen säe aber das nicht eben zahlreich erschisnene PuUkum nur in

erkngem Maße zu erwärmen verstand. Die Sängerin zeigte: im

ortrag zu wenig Empfindung und tremolierte zu kehr. Wenn Es auch eine gewiffe ertigkeit in den Koloraturen bekundete, so war , 3 doch 3. B. den S wierigkeiten eines Walzers Von Gounod nicht ge- wachxen. Weit ßenußreicber war es, der noch in sehr jugendlwhxm Alter stabenden Amerikanerin FloraJoutard vom Stern'tcheu Kon- servatorium zuzuhören, die Mit beretts berporragcnder Tschnik und aknxknshmem Ansch1a Werke von Bach, Link uad Chopin auf ÖL!!! Klavier svielte. Au mit einigen eigenen Komthwnen wußte di: kleine Künstlerin das Publikum zu immer neuem eifall hinzuxeißen. - Ebenfakls am Mittwoch gaben m_)xi Violimstxn, die Pxxcen Benno Walter, VaterundSobn,imC-ach11Bechstein gemxin1am ein Konzert. Herr Walter „jun. spielte das O-W011-K0nzert von Wieniawski und überwand 0118 technischzn Schw1€rigfejten dessslben mit Leichxigkeit, entwickelte aber im Vorjrage nécht genug Empfiydung, sodaß er nicht immer zu erwärmen vermochte. Als gutcerufiker zeigte Lr fich aber in den mit seinem Vater und Herrn Schmid- Lindner (Klavier) Vorgetragenkn Kompositionen von Sandbexger und Spohr. Der lsßtere erschien auch bei seinen Solo- vorträgen als technisch gut angerüsteter Klavierspieler. - Auch in der Sing-Afaoemie fand an dteseux Abend ein Konzert stajt. Hier sts11te |:!) der Geéger Hsrr Enrico La Rosa vor, wxlchsr fick) im aUgemeinen als ein Kümstlex von gediegenen! Können zsigts, Wann er auch durch sein etwas glsichsörmiges Spiel, den bis- weilen trocksnen Ton und den zu wxntg temperamentvollen Vortrag nicht immer zu fesseln vermochtc'. ,

Der erste: Um den wier angekündigken Klavier-Abendcn d€s YCrrn Alfred Reisenauer am Donnerstag im Saal Beck;- tein brachte drei der bedeutendsten klasfisckpen Klavierkompofitionen: Bach's italienisches Konzert, die Pbantafie-Sonatc von Mozart und die große Hammetklaviersonate (0x). 106) Von Veetbchq. Am unmittslbarften zeigte sich die Kunst des hochbegabten P:antsten in dem 12 tsn Stück. So streng und klar geglrßdert uno Yabei mit solcbcr * crtiewvg wisdergsgsben, konnte dieses1chwer0erständltche Werk sklbst von dem Laien richüg aquefaßt und gkwüxdigt werden. 'Der ertxag der einf0chxrcn Bach'!ch_€n und Mozarxjchzn KompofitWrten wies natüxlßch dieselbe mufikawcbe und_ technische Voüenvung_ und manche Fainbcit der Nüancierung aus, wobei _nur die Herrn Reistnzusr anhaftende Härte des Anjchlags bisweilkn störend wirkY. - (GletckzfaUs am Donnerstag Abend gab Herr Sigismund _Sto- jowski im BeclboNn-Saal mit dym PhilharmonUchen Orches 2: unter Mitwirkung des Violin-Vtrtuosén Ladislaus Gorski eén Konzert, in welchem lediglich Kompositionen des erst- ;1enannT-3n Künstlers zu Gehör gelangten. E1ne_1)-U1011-Sympbonte, die z::crst zum Vortrag qkbrach wurde, ixt ernst durchdacht und mit gWß-"tn Geschick aufgebaat, besonders der dritte Satz „310110 x'jx-'ac:0““ ist sehr zart und fein instrumentiert. PLZ:*«igcx cknipr€chend war ein Violinkonjsrt, von 13971: nur der Mixtel- 7015 (1xe rne'wdifcb auffiel. Bétm Vornag deSsekbkn zJZÉe sich Herr Gorcki 015“ ein 1Üchtiger Violinspieler „In dsr „Symphonifchen Rbapsvdée“, leche die Sch1ußnummefr hildete, g1änzte dec Konzert- 96391." 1:11:11 0113 treff11ch3r Pkamst. Die Komposttion sexbst v.?rmocbtc aher nxckyt in gleicher Weise zu interesßerkn wie ihre Wiedergabe.

D&r ?:ste Kammermufik-Aßsnd von Fräulein Maric Bruno (Klavixr), HTTM Fr. Fink (Véoline) und Herrn Schrattenbslz (Violoncsüo), w€1 er am Freitag im Saal Bechstein stattFand, gcwann besondsrs noch an Intercffe durch die Mitwixkung von Herrn Professor © er n sb e 1 m , der in einkm eigenen fesselnden Trio ('m k-äur, 013- 23) sslbst den Klavietpart übsrnommen hakte. Sämmtliäoe Künstisr crntsten wobloerdiknten Beifal], bssonders Herr Fink nach der trefflkchön Wiedergabe von Niels W. Gadü's Violinsonate in 13411011, - Die bxrcits vortbeilbaft bekannt gewordene Altiftin, Fräulein Willy Yrendjs, fand bai ihrem an demselben Tage im BketboNn- Saal [)?ranstalt-éten Lxedsr-Abend wieder eine wohlverdiente. freund- 11che Au'nabmq bei ihren Zuhörern. JVre Skimms ist namentlich in der Höhe und Tiefe; Von großer Klan schönheit und ihre Gesangßweise eine anérUCin sympathische. Es Ft aklerdings nicht zu v:“rtenncn, daß die Sängkrin noch nicht auf der Höhe ihres Könnens steht, was aus kleinen Yéänzcln in der AuOspraÖe und in der Auffassung bsrvor- „cbt. Gan: vorzüglich ge1angea ihr die Dolorosa-Liedec yon ensen, welcbe fie mit tiefer Empfindung zam Vor- trag brachte. Der mitwirkende Violonceüist Herr Jacques van Lier svixlte eine Sonate von Boccherini-Piatti mit klarer, sauberkr Technik und der richtigen mufikaliscben Auffassung. -- Ein von derPianiftin Fräulein Maria Pery unter Mitwirkurxa dxs- Pbilbaxmonischen Orchesters und der Sängerin Frau1em Pella Gauer an dem nämlichen Abend im Saale der Sing- Akademie ve'ranstaltetcß Konzert hinterliex) im allgemeinen einen recht günstigen Eindruck. Die erstgenannte ame ift offsnba: mafi- ka1isch gu? eranlagt und kefißt ncben einer pstlenden T'Önik eéne ande und frisxbe Auffaffung. Zwischen dem D-moU-Komert von

bopin und dsm in ()'-01011 von Saint-Saöns, mit deren Wieder- gabe ste fich freilich etwas viel zu emutbet hatte, kam eine Anzahl eigener Kompofitionen der Konj-“rtge erin (Lieder und eine Suite sür Klaviar) zum Voxtraé 'die ganz interessant, aber ni t izldividueu genug waren. Fräu ein Hella Sauer fand für de Luder den