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„174 jetzt erst uns moderne Menfeben beszaftigtm, schuldig, daß wir
sein Andenken wieder aus der Ver.:angenbeit emporbeben. Hier an! Ufer der großen Stromader, der Elbe, möge der Kaiser oft den Plan ervaen baden, ein nordifcbes Reich zu schaffen, deffen Basis die Elbe werdcn fonte. Daß er ernste Absichten in dieser Richtung batte, beideisen seine Verhandlungen mit der Hansa. Möge der heutige Tag auch das Interesse der Tangermündcr Jugend erwecken für die Gxscbichte drr Vergangrnbüt der Stadt. Nur ini Studium der Gesch1cht€ und in der Pflxgcx drr Traditionen stärke sicb das Bewußtsein einer Nation. Sxin, des Kaisers, Wunsck) gebe dahin, das; das, was Kaiser Karl 11/. fiel) für Tangermünde erdacht, unter Seiner oder Seiner Nachfolger Regierung sicb Verwirkliche. Er trinke auf das Wohl der Stadt Tangermünde.
Um 31/2 Uhr erfolgt: dic Abreise Seiner Majestät des Kaisers nac!) Lcßlingcn.
Der Oder:,Hofnreisirr Ihrer Majesiät der Kaiserin und Königin Frsiherr von Mirbach tritt heute eine Dienstwise nach dem Rhein an und geht im Anschluß daran bis Mitte Dezember nach Belgien auf Urlaub.
Der hiesige Königlich großbritanniscbe Botschafter Sir Frank Cavendish Ladeellcs hat Berlin mit Urlaub vcr- iaffen. Während seiner Abivsscnbeit fungirri der _Erste 2501- schafts-Sekietär Visi'ount (Hough als interimistischrr (He- schäftsträger.
Der Bevollmäckxxigte zum Vrindrömid, Senator der frdirn und Hansistadt Hamburg 131: Burchard ist von Berlin abgereist.
Der Regierungdrath ])1'. Rose in Bsrlin ist der König; lichen Direktion für die Verwaltung der direkten, Steuern zu Berlin zur weiteren dienstlichen Verwendung iiberwwseri worddn.
Der Regierungs-Assessdr (Hizycki ist drr Kdntglichcn Regierung zu Köln zugetheilt worden.
(Görliß, 29. November. Die heutige zweite Plrnar- séizung des Kommunal-Landtach des preußischen Markgrafthums Oberlausiß wurde von dem Lgnch- Hauptmann von Wiededach:NostiJ um 111/4 Uhr erdfsnet. Derselbe nmchte Mitiheiiurig von der Brurlnirdung cines Landtags-Mitglieds für die nächsten zwci Sißungen, sowie von einer Anzahl von Bewilligungen für gemein- nüxzige und wohlthätiae Zwrcke, welche die Vcrtrcter der elirmals rauchsteuerpfkichtigen Landstädte_ und Landgemeinden in ihrer Sißung vom 27. d. M. dsschlossen haben. Dcrrmächst wnrdr uc Berathuwg der Vorlage iibcr dic Nzcbnnngdlcgmrg fÜr as Jahr 1899 gksÖL'itti'U. D-m Brricht, iv€1chen der da- treffende Landtagsaussckmß hidrüder erstattste, war zu crix: ticdmen, daß bei dcr erisidn die ständischen Kassen, TSPOU: torien und Rechnungen sämmtlick) in guter Ordnung ge- funden worden seien. Dem Antragd des Ausschusses grmäß warden die Rechnungen ebemso wie die Bilanz drr kommunal: ständischcn Bank für das genannte Jahr decharriicrt. Ueber die leßterc wurde sodann der JahresberiM dss Kuratoriums vor etraqen, zu welchem die nötdigen Erläaterungen Über die ges äftliche Lage dirsrs Instituts vorn Ausschuss gegeben wnrden. Die vom VaniéKuratorium geschten Airträgc fanden dieZusiimmungdcsKommunal-Landtag. S. Derseldestelltc auch den Verwaltungskostrn:Eiat PM 1901 in dcr vom Kuratorium vorgc- schlagencn Höhe fest. Der Landtag trat sodann in die von drm Landcs-Hauptmann vorgeschlagene Rcvifion des Be: sdldungsplans für die Beamten dir kmnmunalständischcn Vcr- waltung rin. Die vom Ausschusse in dirsrr deiclmirg gestellten Anträge wurden von drm Kommunal-Landtage (U1- genommen. Nach vsrscbirdenen Bswilligungcn von Bei- dilfen für grmeinnüßige Zwrcke und an Kirchen- „emeinden Ic. wurde zur Prämiieruna von Dienst- wten und landwirthsrbaft'lichen Arbeitern geschriticn. Hierbei fand eine großr Anzahl von Bewerbungen um solche Prämien Berücksichtiaung. Einige andere Beratl)Ungsgegensjände wurdcn track) den Anträgen des Ausschusses erledigt. Damit W(U“ die Tachordnung Erschöpft, und der Vorsißende drraumre die nächste Plenarsißung auf den 30. d. M. an.
Sachsen=Coburg-Gotba.
Wie „W, T. B.“ meldet, ist 1791118 amtlich brkanni Femacht worden, daß das Entlassungsgesuck) des Staats- .Rinisters von Strenge von dem Negicrungdverwrsrr, Seiner Durchlaucht dem Erbprinzen zu Hohenlohe- Langenburg, genehmigt und ])1'. _)"111'. Hentich4w0rma1s Nechtsanwalt und Notar in Berlin, später Präyident der Fürstlich Fürstenberg'schen Gesammtvcrwaltrmg in Donau- cxchingen, zum Staatd-Miuister ernannt worden ist.
Frankreich.
Der Präsidexit Krüg er empfing gestern Vormittag, wic „W. T. B.“ meldet, drn Prinzen Heinrich von Orleans zu einem kurzen Besuche.
Dic Deputirtenkammer bcendigte in ihrer grstrigen VormittagZsißung die Verathung des Budgets der Ko lonien und begann die Veratbung dcs Budgets des Ackerbau: Ministeriums. - Zn drr Nachmittagsstßunq „wünschte ,der Deputirte Denis die Regierung über ihre Absichten hinsicht: sich eines Schiedsgerichts zu Gunsten der Buren zu inter: veUieren. Der Minister des Auswärtigen Delcassé. erwiderte, es würde keinen Nu Mhaben, die Debatte zu eröffnen. Besonderß in der auswärtigen olitik könne das, was unnüß sei, leicht gefährlich werden. Der Deputirie Denis bestand auf seiner Interpellation, zog dieselbe aber dann auf die Vorhaltungen des Präsidenten Deschanel zurück und brachte stdatt derselben folkrenden Antrag ein: Die Kammsr schäßt sick) glücklich, anä lich der Anwesenheit des Präsidenten von Transvaal in rankreich diesem ihre aufrichtige und ('thUkchlSVOÜe Sympathie zum AUSdruck' zu bringen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Sofort nach der Annahme begab sich eine Abordnung der Gruppe der nationalen Veriheidigung zu dem Präsidenten Krüßer, um ihm von dem Votum der Kammer Mittheilung 'zu machen. __ Im weiteren Verlaufe
der Si ung nahm die Kammer eine Vorlage_an, dixrch welche ie Stellenvermittelungsbureaux fur Arbeiter und Angesteme aufgehoben werden.
Rußland.
Der Kai er verbrachte, wie dem „W. T. V.“ aps Livadia beri )tet wird, den vor estrigen Tag Zut und schllef während des Tages gegen eine funde. Um Uhr Abends betrug die Temperatur 36,40, der Puls 68. Während der vorleßten Nacht schlief der Kaiser sehr gut und fühlte sich am?) or en munterer. DicKräfte nehmen zu. Gestern Morgen um 9 U r betrug die Temperatur 36,20, der Puls 60.
Spanien.
In der gestrigen Sißung dcr Deputirtenkammcr bekämpfte", wie „W. T. B.“ meldet, Romero Nobledo die brabsichtigte Vermählung der Prinzessin pon Asturien mit dem Grafen von Caserta, weil fir die Beziehungen zwischen Italien und Spanien beeinträchtigen könne. Die Königin sei gegen das Projekt; man solle warten, bis der König großjädrig sei, damit er dann selbst entscheiden könne. Der Redner forderte die M*.nister auf, sich gcgen die Heirat!) aUSzusprcchen, weil dieselbe gcgen dic StaatSraison verstoßr'. Dic Regirrung wird Heute antworten.
Schwchx
Der Bundesrat!) wählte [)LUW, wic „W. T. B.“ bx- richiet, zu Gcneral:Direkt0rcn drr Bundesbahnen Mit AmtSantrilt am 1. Juli 1901: Wrißcnbach (Präsident), Flury (Vizc-Präsident), Dubois, Tschieiner nnd Schmid.
Rumänien.
Die Deputirtrnkammcr wählte, nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Bukarest, in ihrer gestrigen Sißxmg Wii 105 von 121 Stimmen (Hoorg Cantacuzene zum Präsidenten und Econdmo, Delarrancra, Camaras- chesco und Pano zu Vizc-Pkäsidentrn. Cantacuzenc nahm die Wal)! dankend an. _- Der Senat wählte mit 74 989211 18 Stimmen Borresco zum Präsidenten und Kogal- nitzeano , Janow , Theodor Vacarchco und Gregorius Olaancu zu Vize-Präsidenten.
Asien.
Die Londoner Blätter veröffentlichen, wie „W. T. B,“ meldet, folgende Depesche aus Peking vom 28. Novembcr: Am Diendtag sei von der Kolonne des Oderstrn Grafcn Yorck von Wartenburg ein Bow eingetroffen, der in größter Eile nach Peking gereist sei, um zu veranlassen, daß sofort ein Arzt sch zu dem Obrrsten Grafen Yorck von Wartenburg begebe. Der Bote habe Folgendes brrichtct: Als die Kolonne wähchd cimrr Nachr in einer Siadt lag, imde sich der Odcxst Graf Yorck von Wartenburg, wrlchcr in einem nach chinesisckwr Ait dxrcb eincn Ofen ohne Abzugs: röhren grhcizicn Hause schlicf, durch Einathmung des Ofenrnnchs eine Vcrgiftumg zugezogen. Man Habe tkm am Morgen brwußtlos voxgcfundexi, und scin Adetant habe sich zwei Stunden HindUrch vsrgcblick) ddmiiht, ihn wieder ziim Bewußt: sein zu bringen. Ein Arzt cms Pi'kiWJ sri sofort abgeicist. Der (Hxncral-Feldmarschall Graf 0011 Waldersre werde selbst die Kolumne Yorck nach Peking znrückfiidrrn. _- er „W. T. B.“ heat? Mkldés, ist dcr Odsist Graf Yorck von Wartdridnrg am 27. d. M. Vormittags cm dcn Folgsn drr Vergiftung in Hwai-lai arftordrn.
Trr „Times“ wird ans Peking vom grstriacn Tage ge: meldet, daß sick) cine französischc Trnppcn-Abtheilung cht (m der Grenze der Provinz Schansi, wcstltck) von Tschingting, brfinde und Nack) Tayenfu aufzubrrchen bradstchtige.
Nuri; ciiicm in St. P ricrsb ura rinqctroffenrn Trlcgramm dcs GOULUÜS erpisfi vom 17. Novcmbcr hat das Dr: tachcmrnt in Schan-hai-kwan drn von 10000 Boxcrn, Tungnscn und chinrsischrn Soldatcn bdlriqertan Bischof der Ostmongolcincbst20 Missionaren Und 3000 christlichen Familien dcfrrit.
Die „Morning Pos“ moldot (1116 Schanghai vom 30. d'. M., daß, eincr Drpesckw mis Hankau zufolge, der Besuch dcs Admirals SLVMUUL' bei dem Viz€:Köiiig Tschang-tschi-tUr-g von Erfolg sxcwrs-xn ssi; die: B1: ziehungen zwischen ilmrn srirn dir? freundschaftlichsten. In einer and-srrn Depesche wird berichtet, das; der (Horwrrneur von Schensi, Tien, don" Vizr-König in Hankau anfgcfordrrt Habe, unverzüglich acht Schivüfcncrgeschüxze zu liefern. Der Viz»-König habe den chrl)! gcgcdrn, dirsclbcn nach der Provinz Schensi zu schaffen. Ein frrmdsr Kdnsal in Hankau Habe die Nachricht rrhaitrn, daß 10 000 Mann von den Truppen Tiitigfiil)siang's in die Provinz Kansa eingerückt seien, um sich mit dem Prinzen Tuan zur Rcbrllidn gegen den Kaiser zu Urrcinigcn. -
AUS Tokio wird drm „W. T. B.“ grmcidct, daß der nrue großbriiarmische (Hrsandte Sir Claude Macdonald gestern dasrldst cingctroffcn sei.
Das russische KrisgI-Mixiistcrium theilte', wie drm „W. T B.“ aus St.Petchdurg _qcmcldct wird, [)81116 mit, daß am 24. November ein gcchartcrter Dampfcr mit 13 Offizieren und 1088 Mann,“ die dem 14.111113 15. Schützen- Rrgimrnt und anderen Truppsnthcilcn angedörrn, von Port Arthur mich Odessa abgegangen sci.
Afrika.
Von dem FrldmarscHaUL-drd Nodcrts isi, dcm„W.T.B.“ zufolge, gestern folgende Dspssckx in London cingrtroffrn: Dkk Obrrst Barker fand arif seinem Marsche nach Drwetsdorp dis Buren in starker Stellung, griff sic abar nicht nachdrücklich an 11111) verlor dabei drei Mann. Der Odcrst Blumer griff 500 Buren nordöstlick) von Drwagrndrift cm und umging ihre rechte Flanke. Die Buren zogen sich zurück und licßkn drci Jodie auf drm Plaß. Eine andrre britische Abtheilung mnrschicrtc am 23. November nach Bethlehem und fand dir Buren in starkrr SteÜunq am Tigerkldof. Nach cinem scharfen (Hefrcht wurde die feind- liche .Hauptstellung von den Scots Guards genomme'n. Die Engländer hatten 2 Todte, darunter einen Lcuinant, und drei Verwundete, darunter einen Major.
Eine weitere Depesche des FeldmarschaUs Lord Roberts aus Johannesburg vom 28, November meldet: Die etwa 400 Mann starke Garnison von Dcwetsdorp mit 2 (He: schüßen hat sich am 23. November den Buren"ergeben, nach: dem sie 15 Todte und 42 Verwundete verloren atte. Die Buren warcn 2500 Mann stark. Die 1400 kann starke britische Kolonne, wclche Dewetsdorp zu Hilfe kommen sollte, war nicht zur rechten Zeit dort eingetroffen. Der General Knox rückte, nachdem er seine Truppen mit jener
Kolonne vereinigt hatte, am 26. November in Demetsdorp ein. Die Stadt war geräumt; nur 75 Verwundete und Kranke maren daselbst urüci'geblieben. Der General Knox verfolgte die Buren unter tei1n und de Wet und schlug dieselbeir am 27. d. M. bei Vaalbank. Die Buren zogen srch gegen Westen und Südwesten zurück.
Das „Reuter'sche Bureau“ berichtet aus Helvetiafarm vom 27. November über Smithfield: Die Truppen des Obersten Pilcher, welche untrr dem Ober-Kommando des Generals Knox mit der Abtheilun des Obersten Barker zusaMMe-n operierten, hattcn am 27. d. . währcnd der Verfolgung de Wrt'I von Dew-tsdorp aus ein kleines Gefecht mit den Buren. Der Gxgner beschoß eine britische Batterie mit einem Fünfzehn- pfundcr, der bei Dewetödorp von den “Buren erbeutetjworden war. Die Buren waren augenschemlich völlig übrrrascht. Der Prasident Steijn und de Wet brachen eilig nach Westen auf. Die Engländer nahmen zwei Wagen mit Lebensmitteln und Kleidern weg, welche zweifellos in Dewetsdorp geraubt wordrn waren, desajleichen dreihundert herrenlos herum: schweifcnde Pferde. Die Engländer verloren eincn Sergeanten, welchcr frei, und sechs Mann, welche vcrwundet wurdcn, Vkr- schiedene „verwundete Buren wurden aufgefunden. Wie ge- meldet mird, brfindet sich das Lager de Wess und Stcijn's 1931 zwischen dctx Engländern und der Bahnlinie. Das britische Laqcr befindet sich 24 Meilen nördlich von Smith: field, wo in, wie berichtet wird, dir Buren zu trekken br: abfichtigten. Viele Farmer drs Distrikts Hatten sich de Wet angrsckilossrn.
, Wie der „Daily Telegraph“ erfährt, übernimmt Lord KUZU?!“ heute den Oberdefchl über die Truppen in Süd- m a.
Eine in London cingetroffrne amtlichr Drpsschc besagt, daß der ("eldzug gcgen die Aschantis beendet sri. Dic Truppen eien von Kamassi abgerückt.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Schlußbrricht über die gestrige Sißung drs Reicht;- tages befindet fick) in der Ersten Vrikags.
» In der heutigen (11.) Sißung des Reichstages, wclchrr der Staatssekretär des Innern, Staats-Mimister [)]: Graf von Posadowskt) und der Staatssckrrtär drs Reichs- Schdßgmts 1)r. Freiherr von Thielmann beiwohntcn, stnnd zunath „die Denkschrift über die Ausführung der seit dem Iahrc 1875 crlasscncn Anleihcgeseße zur Bcrathung.
Das'Wnrt nahmrn bis zum Schluß ch Blattes dic Abgg,Fr:tzc11-Dlisseldorf(Zentn), Graf von Kaniß (d. ions.) md dcr Staatssrkrrtär des Rcichs-Schaßamts ])]: Freiherr von Thirlmanri.
Dom Reichstag ist der nachstehende Entwnrf cincr"; Geseyes, betreffend die Ausijdnng dsr freiwilligen Gcrichtsbarkriizund die Leistung von Rechtshilfe im Heere, ncbst Begründung zugrgangrn:
§ 1
Im Fslds (Ciiifübrunzisarfcxz zur Miliiär-Strafgericbisotdnxmg § 5) sind beim Heere binfichxxich der im § ] Nr. 1, 6 7, 8 d:"! Miiiiär:StrasgeriÖfÉordnunq vom 1. Dé'jkmbc'k 1898 dézeichndtrn Personrn auch die KrirgxgexichtStäth-x und dir »“ drr-KriegégerickUsiäidc znständig:
1) für die nach § 167 des (Geseßes Übé'k dix Angrlrgcnbkitm de_"r frriwiüigrn Gerickstsvarkrit Vom 17. Mai 1898 den Amtdge'richten xu- stebrndrxn Vkrrickptungrn,
2) für die Erlkdigung von Ersuchen um NrÖtsbilfe, ZFÖOÖ un- beickozdrt drr Voricbriften drs § 13 dcs CMJÜkaUJÉFSJiHSS zur Militär-Strafgerichxsordnung.
§ 2.
In den Fäklcn drs §1 Nr. 1 finden die Vorsrßristmi dxr §§ 168 bis 183 des Gdscßxs über die- Angriegknbciisn dcr freiwillgrn (Gerichts- daikkit und. sofern kin Testamrnt oder ('in (Fibdkrtrag dén GWA".- stand der Bcurkundung bildet, die Vorschriffrn des Bürgerlichen (Grsrydmbs über die (Errichtung 13011 Tastamrnfcxi und (Erbverträgrn Axwendung; die Geschäfte Links Grricht§schrxidxr versi€bt dr: Müitär-Gsrißbtéscbreibrr. Die Vorschriften drs § 173 N:". 1 des (Hssrßed über di? Angelrgxndzikrn dsr freiwillig?" COSrickptHbarkrit U::d drs §2237 Nr. ] des Bürgerlichn Geseßdmbß 1311-1er (:Ußi'r An; wendung dri Z-xtqen, diwdcm aktidkn HLN"? imgkhörkn. Die Vor- schriiirn des I' 44 des RSiÖZ-Militärgescßks Missen und?:übrt.
In den FäUcn dkcz § 1 werden Besäxwwden im Ansfich16weg:' Erledigt. Died ailt auch bsi E:!ucken um Ri'chtdbiÜe in Strafsacbun (§ 13 drs EinführungSgeseßrs zur, 2312101515Strafgxrickthxdnux-g).
F .. Jm Felds liegt beim errr nacb drm Tode: rinsr der im §1 be- zkickwctxJ-i ersonen die Vorxäufixe Sichsrung dss Nachlasses dem zu- nächst Vorgejeßten Offizier oder Bramten ob. 4
Nach drm Tode 811163 Anaebdriaen des aktiven Herres (Wichs- Miiiiärgrsrß vom 2! Mai 1874 § 38) bar, unbsfchadst der Zustän- digkrit drs Nachlaßgcriépts, dic! Villitärdrhördk, w€lcher de:: Ver- sidrdrnr andebörte, für die Sirbrrung der amtlichen Wien oder drr sonstigcn Sachen, deren HerauSßabs auf (Hrund drs Dienstverhält- FiHsTtVLü-ngt werden kann, zu sorgsn, soweit birrfür ein Bedüriniß
STL .
Wrr5en bsi der Ausführung einer Maßregel, die das E*ricbi zur Sichc1ung des Nach1affes angeordnkt bat, SWM der im Ads. 1 de- zeicdneten Ari vorgefunden, so hat das Gericht die? Militärdebörde, Welcher der Verstorbenr angrhörte, hiervon zu benachrichtigen und ihr zugleich !)c-n drn Sicherungömaßregaln, die in Ansehung dieser Sueben vorgenommrn worden find, Mittheilung zu madbcn. Der Milixäc- bekörde lirgt cs ob, das weitere zu Veranlaffrn.
War dcr ersiorbene der 61713198 Beaintk drr Behörde. so iriik an die Steüe der Militärbebörde das am Standort befindliche Garnison-Kommando.
§ 5. Der § 39 Abs. 3 des Reicbs-Militärgeseßes wird anfgrboben.
Die dem Entwurf bergefügte Begründung lautet:
Nach § 39 Abs. 2 Reicbs-Militärgesrßes dom 2. Mai 1874 sind die landesgesrßlicven Vorschriften in Kraft gebliebex', nach wrlchen für Truppentbeilk, die nach drr Mobilmachung ibre Garnison verlaß'en haben oder sich dauernd im Auslande aufhalten, dic: Ausübung der freiwilligen Gerichtsbarkkit den Auditeuren bezw. nach § 20 des EinführungSgesrßes zur Militär-StrafgerickotSordnung vom 1. Dezember 1898 den KriegIaericthrätben oder Oder- KtikgdgerichtSrätben übertragen ist. Für ceußen gilt hiernach noch jßt das Gefeß vom 8. Juni 1860 ( eseß-Samml. S. 240) mit einigen durch die spätere Geke gebung getroffenen Abänderungkn. Mit diesem Grieß stimmen sachli die Vorschriften überein, we1che
im Königreich Sachsen durch die §§ 32-34 der grmäß Art. 61 der * Verfaffung des Norddeutschen Bundes erlassenen Verordnung vom '
4. Dezember 1867 (Verordnungßblatt S. 560) getroffen worden sind. Mehrfach abweichend Und da egen die fraglichen Befugniffx ZnstYayetrn durch das Gesch vom 15. ugust 1828 (Gesehblatt S. 41) e mm .
In den übriqen Bundesstaaim bestanden, soweit fich dies über- " eben läßt, ausdrückliche Vorschriften dieser Art bei Erlaß des Reichs-
ilitär escßes _nicht; namentlich war dort dix- Einfübxung der preußis en Bestimmungrn, wie sie in Sachsen auf Grund des Art. 61 der Bundesverfassung steh voüzoqen batte, unterblieben. Nur in Baden ist durch das Gsscß Vom 6. Februar 1879 eine andérweite Regelung dieser, Materie, cxüerdkngs mehrfach abweichend von den punßischrrrBestnnmnngkn, erfolgt.
Es laßt s1ch-nicht Verkennen, das; die gegenwärtige Gestaltung der Geseßgebung cine befriedigxnde nicht ist.
„Nachdem das Reichsaeiky über die Anaeleaknbeiten der frei- wiUtgen (Gerickstsbarkeii (Reicbs-Gesexbl. 1898 „S. 771) erqanaen ist, erscheint es dringend wünschenswertb, ja geboten, daß dies.“ Matrxie auch für das Hier im W911? dcr Reichdgefesgebang cinßeiilich mereqelt wird und die's um so mehr, als die le'ßtere kn einzrluen Punkten bereits Bkstimmunq aetroffén und die Landekges»ßg bung geändert hat (vergl. Reichs-Militärgeseß § 44).
Dabei empfiehlt es fick die Vkstimmungen der §§ 1 1319 3 nicht auf Truppkntbeilk, die nach der Mobilmachung ihre Ssandquaitiere verlassen haben oder sich dauernd im Ausland aufbaltén. zn bejchränken (vergl. preußiswes'GeseZ vom 8. Juni 1860 § 1), sie virlmebr allgemein für die Verbältmffe im Felde (§ 5 des Einführungsxxesetzes zur Militär-Strafg-r.ch1Sordnung) zu treffm.
Es Entdprkcht den militärischen Verbäljniffen imd Bedürfniss-n, wenn die kaugniffe der mit der Auzübung der freiwkklkgen Grriobts- barkeit zu betrauwdrn P-rsonxn im voUen Umfange 411814) mit der Mobilmachung beginnen und 11111)! (1117 die TrUPVentb-ile bsscbränkt werdrn, die nach drr Mobilmachung ihren Standort verlassen haben. Denn schon vor diesem Z-itwunkte find Offiziere urd Manpschaftcn, namentlich der berittCn-xn Trupprn, durch die Nkobilmachunq derart in Anspruch denommen, daß die Wahrnehmung don Terminm bsi den Amtßgrricbten meist Untbunlicb, miixdestens aber mit dienstlichrn Unzuträ-glkchkeitkn VékbUnTSn séin wird.
Das preußische Géskß Von 1860 briaßt sich nicht mit der Sichrruna dLÖ Naiblaffes vxtstorbenrr Militärpersonen; daSPkrußiscbe Gases über die frkiwinigr Gsrickdtsbarkkit Vom 21. Srvtrindrr 1899 (Gesrß-Samml. S, 249) berübrf ähnlich Vrrbältniffe. Wrrden aber die Angelsaenheiten rer freiwiüigen Gerichtsbarkeit im Heere im übrigen rricbsgcskßlsck) einheitlich qersgclt, so erscheint cs anarzriat, auch wesen der Sicbkruna des Nachlaffks Liner verstorbrnen Véiliiär- perion, und zWar auch für die Friedenßderbältnisse, einheitliche Be- stimmungyn zu treffrn, soweit ein Bedürfniß dazu vorliegt.
Jm Einzelncn darf Folgendes bcmérkt werden:
§ ]. i FWS Verrichtungen der bürßexlichen Gerichésbarkeit kommxn hier n rage:
1) Einzelne Hand1ungen der freiwiüigen Gerichtsbarkeit, nämlich: die" gerichtlickn Bkurkundung 81an Rechksxxescbäffs, die gericht- l'cbc oder öffentliche Beglaubigung einer Unterschrift oder kim's Handz-icbrns, sowie die Aufnahme drr nach §§ 1718, 1720 Abs. 2 des Bürgerlichen Geféßbu-bs vorgesehenrn Urkund-n;
2) Erledigung der Ersuchen um Vornahme gerichtlicher .Hmd- lungen sowie um Aufnahme prrichtlicher Verhandlungen.
Für diese Verrichtun en sind nach Maßgabe? der bestkbendrn GS- skß: dir Amtsgerichte zustandia. §§ 1 und 2 des (Entwurfes ÜL)??- tra.ien 61616 Verrichtungen neben den Amtßgerichten in glxichyr Z - ständigkeif auf die Krikas erichtSräibe UUd Oder-Krikng-riihtsräxdk, weil es unter den brtrerrnden Verhältnissen meist nich_t mögiikh sein wkrd. die Thätigkeit eines Atntsgrrichts in Anwrucd zit nrbmén. Außer den zum aktiven Hrrre grbörigen Personrn § 38 Reichs - Militärgese' kommrn auch dirjenigxn PklsOU€k1 in Wrtrackyt, WSlÖE sich w brend cines gegen das Drutsebe Rcich auöxrkdrochenen Krieges Ln irgend einrm Diknst- oder Vertkaxewr- bälwissr bsi dem Heerc bcfi:1den„ sich sonst bei ihm arifbaltrn odrr ibm folgen, sowik', die KrirgMefangenen, weil für sik das qlriäoe Br.- dürfniß bestsdt, dieselben auch ststs einem militärischkn Brichlsdaber unterstellt find.
Dir Borschrift drs § 13 Einfübrnnasgcsrßes zur Mi1itär-S1raf- grrickptSOrd-nung war anstrebt zu erhalten, soweit nicht § 2 Abs. 2 dirses Eniwurfes in Frage kommi.
F 2.
Bezüglich des Verfadrrns ist für die Fälie drs § 1 Nr. 1 zur Vermeiduna Von Zwrifeln und, da sin Sondergcseß vvrliegi, aus Zwrckmäßigkeitsizründen außqesprockpen, daß auch für die durch die KrisaSgrriCtsrätbe und Oder-Kriegögsricbtsrätbe zu bewirkrndxn Brurkundnngen die » 168 bis 183 des Gesxßas üdcr die Angele'denbeiten dcr freiwiÜigkn (Heriäotsk'arkeit und, so- writ rs sich um die Errichtung von Txstamsnten 11110 Erb- verträge" in ordentlicher Form [)und-Ist, die einsch1ägigen drsondsrkn Vorschrift€n des Bürgerlichen Gkseßduckps maßgebend find. DiE (Ge- schäfts dcs Esrichtssäoreiders werden von dem Mikitär-Grrickisschreibir (Militär-Strafgericbtsordnung §§ 108 ff„ §163 Abs. 3) derikben; dic Beridiqung des Dolmetschers irn einzrlnanaU und im allgrmeincn ("Mi1itär-Strafaeriäptsdrdnung § 119) wird von drm Krikgsgkricbis- ratb und Oder-Krirxxdgerichtsratb vorgenommsn.
Eine Ümönabme vonder Anwendbarkkit der Vorgedacbtrn Be- stimmungen war jxdorb hinfichtlicb des §173 Nr.] des Gksi'HLI übxr die Nnaelegenbriten der frriwikliqsn Geüchtdbarksit und des § 2237 Nr. 1 des Bürgsriichen Gsfeizbuchs zu machen. Für die Anzxrdörigen drs Herred läßt fich unter den in Frage ttrdsndrn besonderen Vrrbältniffkn und im Hinblick auf dix Anfordrrmigrn, die der Krieg an ihre Thatkraft, ihre Gewißenbafiigksit und Umsicht sirllt, nicht anerkennen, daß 112, wenn ÜUÖ ndch mindsrjäbriq, nichk befähigt seien, ZrUgen bei Beurkundung einrs chbtsZLfcbästs zu sein. Dees gil! vor QUSM don drn Offiziers", bei denen 1112011 im Frieden dis Berufung als Richte"; und Ge.icht§oifizicre nicht Von dem ereiisälter adbänaig («macht "ist (§§ 40, 100 Militär-Strafgerickplsordnung vom ]. Dszsmder 1898). Endlich bleibt dabei noch zu derückfiwtigen, daß es sich um eine Vorschrift Handelt, die nur für das mobile Verdältiiß (1811611 sol], und daß untsr den grgeizdnen Umstäaden sebr [richt der Fall Einkretcn kann, daß die einzige ßerignxts Purson, die als Zrdg- dri der Bc- uriunduxia Lines R€chts,irschäits zur Sre'Uc ist, ein :Uéindcrjähriscr ist.
Die Vo1schrift€n drs § 44 ch Rsich§-Mi[itärg€s88es, nach welchem die dort bezeichnetrn Prrionrn in Kriegßzelten oder während Linrs Belagerungszustasdss [rxztwikiige Vsrordnnngrn unjer besonders erleichterten Formen errichten können, bleiden unberührt. Daneben wird den P?i[itär-Justizbramten durch drn Enjwurf die Bsfugniß, ordentliche Testamente aufzanthrn, ertbeilt. Während für die: Auf- nahme dieser die Formen und die daran_ geknüvsten Wirkungrn aus den Vorschrifen des (Entwurfs siÖ ergsven, blribkn für die privi- 1egierte Form die Vorschriften des § 44 incbs-Milijärgissizrs bestehen. An Stel]? dec Auditrurr treten nach § 20 Einführungs- geseßes zur Militär-Strafgc.ich190rdnung die Kriegs- und Obst- KriegSqerichtsiätbe.
Was das Verfahren dri Erledigung vun Ersu Hrn um RUNG- Hilfe anlangt, so ist für Straffaäßrn darch die Anficchkerbaltung des § 13 des Einführungsxxesrßrs zur Militär-Strafqerichtßordnunß -« § 1 Ziffer 2 des Entwurfs -- eine drsondrre Bestimmung getrdffsn. Daß tm übrigen die Eifuchen von den Kriegßgeritbtsrätben und Oder- Kriegdgericbtsrätben nach drn für die betreffende Angelegenheit jonst maßÉedendkn Vorschriften zu erledigen sind, wird einer Hrrdordebum; im eseß nicht bedürfen.
Den Feldverbältmffen wird es entsprechen, in allen Fäilrn dcs § 1 für die Erledigung von Besckywerden den Aufßchtsweg ausschließ- lich :) en zu lassen. Es besteht kein Grund, hiervon bei den Ersuchen um echtobilfe in Strafsachen eine Außnabme zu machen, Der zweite Say des Abs. 2 bebt dies zur Vermeidung von Zweifeln, die mit Rücksicht auf § 1 Ziffer 2 des Eanrfö etwa entste en könnten, besonders hervor.
§ 3.
Dureh den § 1960 des Bürgerlichen Geseßbuch und die §§ 72 ff. des Reichsgeseßes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts- barkeit sind die Vomuöseßungen, unter denen eine amtliche Nachlaß- fichetung ftajtfindet, sowie die Zuständigkeit der Amtögerichte für d :
SiÖerunaSMaßieaeln einheitlich geregelt. Außerdem enthält der [
135 Friedens-Sanitäts-Ordnuna besondere dienstliche Vor- 1chriftcn für die vorläufige Sicherun des Nachlaffes. Es bedarf daher mit der im § 4 vorgesehenen uonabme einer besonderen geseYicben Bestimmung über die Sicherstellung des Nachlasses eines in riedenSzeiien verstorbenen Angeböri en des Heeres nicht. Da- aegen scheint es nothwendig, für den Nack) a? der im § 1 bezeichneten PersOnkn unter den dort angeaebenen Verb ltnisen, unter denen ein rntsprecbc'ndes Eingreifen der Erben oder des Nach1aßgerichts in der Regel nicht 9er doch nich! sofort stattfinden kann,Fürsorge zu treffen.
In diesem Zvrck wird im § 3 für dem zunächst vorgeseßien Offizier oder me'rn die ?“ienstliche Verpflirhiung begründet, für die vorlaufiqe Siebkwng des Nachlaffes zu sorgen. Die Verpflichtung erstrrckt fich nicht weiter, (118 ein Bxdürfniß besteht. Die vorläufige Sicbékrung wird zweckmäßig in die Hände des zunächst vorgeseßten Offiziers oder Vcamien geleat, da dieser stets 'zu erreichen sein wird. Den Krirgs- und Ober-KxiegSaeriÖtSrätben diese Angelegenheiten im al-lgkmeinen zu übertragen, erscheint schon deshalb nicht durcbfübrbor, weil vielfach die Entfernuxrgßderhäitniff-x oder anderweite Dienst- o'r-lirgsndriten disse".- Thätigkeit im ZIEL): stehen werden.
Unbeschadet der Zuständigkeit der Amtxqeriihie muß die Militär- derwaltung befugt sein, für die Sicherst-lluna der in dem Nackolaß eines Anucbörigen dcs aktiven Heeres brfindlichen amtlichrn Akten und sonstiger SIÖLU, deren Hrrauögabe auf Grund des Dienst- vexrhältriisses verlangt wiirden far-n, Sorge zu traarn. Der § 4 Entdpriibt drm Art. 20 018 prenßiscben Gesrßés 1":er die trliwiüige Errichtsbmkcit. das an dir Stelle der auf die Nachlaßfiegelung bei Beamtin bezüglichen Vorschriften deß Rdrinischrn Rechts und der AÜgkmeinen Gerichtöordnung (00116 (18 ])!0(ckÖ(1111'8 Ark. 911 Nr. 3 nkbst Kabinejsordre Vom 14. Juli 1843 -« Ges.ß-Samw1. S. 321 _, AWr-msiiie Gyricbtdordnunq 11. 5 §§ 6, 31, 39, Anh. §§ 433, 436) Skkkeken ist. Unter Anßkbökißkn des aktiven Heeres sind alle im § 38 ReichS-Militärgeikß bezeichnrtxn Personrn zu vrrsteben. Jm audkmeinen wird dir. Sorge um 1318 amtlichen Akten sacbgrmäf; dsr Milijärkebörde zusaUen, wslcber der Verstoibrr-„e unschön. War dieser dxr einzig? Branitz der Behörde, so wird das am Staridort b-findliche (Garnison-Kommando Einzu- treten haben.
Dirk Kriegd_- und Oder-Ktiegßqerirbtsrätbe mit dieskr Angele'genbeit zu befassen, erscheint nicht zweckmäßig, da dicsrlbrn meist nicht am Sterbrortr anwsjend sein werdrnS 5
§ 39 Abs. 3 des RSickps-“Miittär-„xksty-s e;sch€int, fdweit dir Aus- übung der freiwiUigsn Grricbtsbarkeix in Frage kommt, grgsnsiandsws Dicse Brstimmung für die Vorschriitk-n der streitigen Eerkchtsbachxrt aufrecht zu erhalten, ließt sin Brdürfniß nicht vor.
Statistik und Volkswirthsckxaft.
Zur Arbeiterberveauna.
Der Auktiiand im Fubrwesen Brrlins (vergl. N:“. 282 d. B1.) ist, wir bikfiza Zeitungrn berichten, beendrt. Die Auxständxgrn haben im allgemsinen einL Erböhung ihrer Lödne erzielt. Doch ist dis „Hauptforderung, die Einführuyg faster Löhne obne RMÜÉT auf dir." disbrr üblich€n Triiikgslder, nur in sebr grringem Umiangc zUr Ankikennung Kelangt. Die bisheringödnungsweisr, UUÖ (Er die Ein- “nahmen drr Kurscber von der Anzahl dir dßn ihnen gelristctrn deren abhändig sind, bleibt brstrben.
Tir: Berliner (Glasscblcifsr b:fi:*.dcn sich, der .Di. W,“ zufolge, in einer aügemeinrn Ldbndewegung, um eindeitlirbs Accord- löbne zu Erzielen. Sir haben zu dicskm Zwick rinrn 'Uiinimalaccord- lobnjaiif ausgéaibritet und find. dedms aligemeinrr Einführupg desskldrn mit dem Bunde dcr [111113811 Glad)“ l-ifkreidrfi'sér in Ver- handlungen eindktrrten. (Vergl. Nr. 126 d. Bl.)
Aus Krkfekld meldet die „Rb-Wrsxi. Ztg.“ drm grstridrn Ta.]é. daß die dort ausständigrn Seidenstofs'weber (vergl. Nr. 283 d. Bl.) 115) mit drr betrcffrnden Firma riksmigt und drs Ardrir in Voüem Umfange wieder aufgenommyn dabei“.
Kunst und Wissenschaft.
_ Ju dsr Grsammtsißiina der Akademie dcr Wissm- scbaften vom 22. Novembrr (Wissender Srkrrjar: Hsrr Girls) [25 Hkrr Schwkndener über .Die Divergrnzänderungén an dkn Blütden- ködfen dsr Sonnenblumen im Vrrlanie ibrrr Entwécke111n;'. Did Vergleixdung jugendlicher Köpfe don 2,5 bis 3 5111111 im DUrÉYMCFsr mit ältercn, nahem ausgkwachsensn dat, dirsrr Abhandlxmg zufdigr, ald sichrrcs Resultat eigékcn, daß im Verlauf.- des W.1chI!kck1;m2; V'rschicbungcn im Sinn: einer Uunäbwuna der Di:"kkgMzk'kl an den ((k-)rexizwrrtk) der gegxbxnen Rribe stat1fi1den. EZ dÖriat die:“! mit dem Umstande zwsammen, daß die' Randzone de.) 3111111351:- bodkns in tangentialer Richiung stärkrr wäÖst ULS die' 811137111611 Vlütbcn, was dri foridauerndem Kontakt notbwr;xdiß 116111? Divergrdzänderungsn herbeiführen muß. -- Herr Mank Üdckkrkcßté im Auftrage dss Heranßqebers: „Atlas des (3521117119. SÖMQ? d-rÖ das menschliche (Gehirn in photographisckpxn OKJMJLCU. ÖLTQUZZSJCÖLU mit Unterstüßung der Kör1i4lichen Akademw drr Waffanafskn zii Brrlin von Professor 111: Carl WSTKickS. Ahtdeüung 11: zwanzig Horizonkalsckpnitté durch eine Großbirndrmisvdäro, brrgcst-xU! Und er- iäutdrt v.?n Or. Paal Schröder. Breslau 1900 *
GesundheitZtvesen, Thierkrankheiien und Abspcm'unzs- Maßregeln.
Schweiz.
Durch Brschluß des schweizerischen BundeSraid-J VOM 20. d. M. s'md nachfolgende Länder und Bezirk? für pestfrri rrklärt und die gegen dieselben angsordnrtyn Swußmakinadmrn aufgehoben wordrn. Paraguay, Nsw-Calsddnien, "Sand- wicb-Jnseln, die Häfen des Rothen Mréres, 2111811, Port Said, Alexandrien, Smyrna. Glasgow und Sydnry. (Vera). „R.-Anz.' Nr, 58 vom 6, und Nr. 66 vom 15. März, Nr. 122 vom 22. Mai, Nr. 140 Vom 14 Juni. Nr. 158 Vom 5 Jali und Nr. 223 vom 19. September d. J.) _
Dagcgen ist Tamalade (Madagascar) für vestderchbt erklärt worden. Es kommen dabrr g-"gcnüber dirskm Bezirk die durch den Bundeöratbskesckpluß vom 19. Januar 1900 in Kraft gkskstcn Bestimmunaen der Verordnung vom 30. Dezrmber 1899, welche? sich auf die Ueberwackoung der Reisenden am Ankunftsort? und aus dtm Waaren- und Grpackvkrkebr brzikbrn, zur Anwsndmig. (Vérgl. .R.-Anz.“ Nr. 34 Vom 6. Februar d. J,)
Belgikn.
Zufolge Verordnung des belgischen Ministers !“ür Landwirtdschaft vom 19. d. M. ist die Einfuhr Von Schardied daß den Niederlanden nach Belgien vom 25, d. M. ab bis aufwciteres verboten. _
AuSgenommen Hiervon ist das für die Schlacbxisäuskr i_n A11dkllech1, Antwerpen, Brüssel, (Gent und Lüttich bestimmt“.- Schaf- vieb, aber nur unter dan für die Einfudr von Rixdvieb (1le den Niederlanden geltendkn Bestimmungen.
Lcmbera, 29. Nodembkr. (W. T. B.) Die Typhus- Epidemie ist im Erlöschen begriffen. (Vgl. Nr. 270 d. B1.)
Verdingungen im Auölande.
Oesterreicb-Ungarn.
4. Dezember 12 Uhr. Direktion der priv. österr.-ungar.Staats- Eisenbahn-Gesellsckoafi in Wien: Lieferung an Posamentieriraaren und Schmierpolftern für das Jahr 1901. Näheres bei der genannten Direktion, Abtheilun für Materialwesen. F/L, Hintere Südbahn- ftraße 1, und beim „ eichs-Ameiger'.
Verkehrs-Anßalten.
Laut TeleFramm aus Köln (Rhein) hat die zweite etxkzlische Pot übor Ostende vom . November in Ko n deri Anschluß an Zug 31 nach Berlin über Hildesheim“ wegen wrdrtger See nicht erreicht. *
Von der brasilianischen Postverwaltung war da: für den', inneren Verkehr Brafiliens Hltende Verbot der Einleguna von Wertbpapieren (Sebavscb en oder Banknoten, vifiersrn Schecks. Dividenden: oder Zinskuvons, Lotterieloosen, Postfreimarken u. s. w.) m gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendungen auch auf den internaxionalen Verkehr in Anivendung gebracht worden. Nach neuerer Mittheiluyg werden derarjige Briefe von und nach dem Auslande in Brafilten nicht mehr mit Strafen belegt.
Bremen, 30. November. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Lxduan' 28; Not). in Baltimore smd „Prinz Heinrich“, n. Ost-Asien bett,. in Singapore, „TraVe' v. New York 29 Nov. a. d, Weser, „Heidelberg“, n. Brasilien hast., 28. Not). in Antwerpen anger. ,Labn“, n. Nrw York best., 29. Nov, Lizard pass. ,Ham- burg“, n. O_st-Asien best., 29. Nov. in Nottxrdam angel. „Darm- itadt“, v. Oit-Asren kommend, 29. Nov. Gibraltar pas. ,Werra“ 29. Nov. in New York angek. „Kaiser Wilhelm 11.“ 29. Nov. v. Grnuasübrr Nkaper u. (Gibraltar n. New York, „Karlsrube“, v. Auskr-alxe'n kommend, 29. Nov. v. Neapkl r*. Genua und „Wiüebad“ v. Vigo n. d. L.: Plata abgeganßen.
. Hamburg,30.November. (W.T.B.) Hambura-Amerika- Lrnic. Dampfer „Fürst BiÉMarck' 29. Nov. in Genua angel. ,.Deutschwnd“, 1). Hamburg 11er Southampton und Cherbourg n. Nrwaorf, 30.9101). Dover payfirrt. „Lady Armstrong“, v. Nrw York n. Stetftxn, 29. Nov. 1). Kopenhagen und „Polaria“, v. Hamkurg n. Wrstmdten, 29. Nov. v. Antw-eren adgeg. ,Calabria' 28. Nov. in “St Themas angck. .Frarcia' 29. Nov. v. €*!- Tdomas über Havre n. Hamburg abgrq. ,Frrsia" 29. Nov. in Portland (Mains) angek. „'Ydsffynka" 28 Mod. und „Viisaavia* 29.9193. v.Taku mNagasafi, „Sibirta' v. Antwerven n. Hamburg und „Arbefia“ v. Tfingtau n. UÖIUKOOU abgegangen.
_Londc-i), 29. 9191281111181“. _(W. T. V. Union-Linie. Dampfer „BritOn“ gritern auf Hsimreixe von Kad adt abgegangen.
Theater und Musik.
„ Schiiler-Thea!er.
Das vdUe .*;qus bei drr gestriaén Erséauffübruna don Karl Hauptmanii's “Schauspiel in fünf Akten .prraim's Breite“ bewiex, das; man in wsiteren Kreisen des Publikums einigxrmaßen darauf gxiv-mnt wgr, rin dramatischs erk des Bruders Gerhart H1uv2mann's kennkn zu lernen, und aus dem herzlichen Beifall, der d-n Dichter nach jzdem Akt vor den Vorhang 119,1", darf ge- schl§ffrn wrrdrn, daß die gehegten Erwortnngkn st?) im (Han,.yn erfüUt biken. Ja dsm Stück schild-n? Karl Haupt- mann, wie 16111 Bruder, di“ Bewobnrr seinsr schixfi5chen Heimat!), wchlche Fr in ihrer Ögraktxristisckyxn Mundart reden läßt; aden: rr be- k-mdet dadei einr likbanwücdigere, mindw herbe *.:nd ds|ßmistische W:».lfansäßaaxmg al? i'iiér, wrnn auch nicht zu VIrkrnnkn ist, daß seine Begabur:,x wedr dsm kviéchen ais dem dramatischen Stil zuneigt, Jm Ganzkn is! ,Epöraim'u Breitr' eixw 'LorfgefcbiQte, Wklché idrem 3171351118 nacb viklrn anderen äbnslj. die im oberbavrrisäxsnÉckzwädifcbm ods'r strieriscb-ZU D1älékk aexlbrirden wdrdsn fiNd. Es bandatt fich um die Liebe Brxile“§, der Tochter drs trieben Bauern Ephraim. zu dem Gkoßknech Josexk, k'inem Zigeunerbursthen, drm Sobd einer don Ort zu Ort zéebe-iden erfensvielerrn. Der Muth, mit dem das Mädchen dcm Vater destebt, das:, es swb drm ngrunkr zu sigen gegeben habe und Mtscbldffcn 151, ihn zu bciratbcn, «zwingt von dem wider- strebxndsxn Alten did Cinwiüigung zur Ehe. Ader das GlÜck, daS Brrike «mix errimgt, ist nur don kurzer T*au-«sx, da fich kaum ein Jahr nach der Hochzeit in Jd'sxdbis Adrrn das Blut 1911189 unsi-ten Siammes ju techn brginnt und sr Weid und- Kiiid derläßt, Um eincm andkrrn Yéädcben, drm" ,dödmifÖ-In Franle“ das mit seinsr Maxtkr musizierend durchs Ladd xirbt, narbzuarbxn. Jm Ganzkn bäitrn fich diefe romantischen VN,",ÜUGL brffkr für Line Erzählung geeignét, da de:" Momrntk, in dknrn sick) die' Handxuna zu dramatischkr Bkwsgung itriqut, nur wenige sind. Im übrigen ist Virles in dem Stüc! au! .*:kodacbtet, und :rdanche drrit-xr außarmalkd Episode dtknt, obschon su! auf den (Gang der Errignissk brmmrnd wirft, doch wknigftrns znr wirksamen Er- JäszUUJ der Cbaraktkiistik drr Persons". T.)!e Aufführung wax be- züslicb der Jnscex-iiean vöüig kmwandfrsi. Die Hauptrollen hatten in Fräu1eixi Ernst (eritr), deri HSULU Parka; (prx'aix-) und Gregori .- (JgsevÖ) sud- Verttskrr. Jn wichtigeren Nxdcnroilen zkichnetrn fich dic Damrn WM:“: und Skis, die Herm: W.:.ider und Joseph aus.
LSssinF-Tbkarsr. „Wik dé? Blättsr . . . ', SchauspirT 111 wirr Aufzüakn'von
Giuievdk © Tacosa. FSLÜUJÜC gestern znr erstmaligen Aufführu'nkx'“
und xriirlx-I Liner? audgrsrrdcbenen. woblvkrdienten Erfolg. DT! Grund- xrdank? dir???) (8714.71 amxe'ie'gtrn S:"ückrs ist der, das; rin ssster, ebr- 11-1781,“ WMS. an richtixer Stck]? eingksxst, Arbritgfrkudiakät und ein dff'ner Blick für die Umgrburxg wrxknklicbe Bedingnifse ßnd, um das Lrben wabrdaf! 9111111111) zu gestaiten U1“d aus mißlichen Lagen WWW"? dkransziidriirzi. Wo diese Eisknicbaftrn aber fehlen und ddeiääcblscbe' 8:17611131111'1, Gleichgüljiqkrit oder stumme Rkfignation dafür eimrrxen. wird weder das (Glück 311111 Heil. noch wird das Unglück üdrrwuxxdsn. Jm (Hkgrnjdeix, 25 715111 cin dürre??? Biatt nach dem «**xxerx'n worn stewdidauu', déffén enLZa-rdxk Axste schlikßlitb, als woÜtrn sp: das (556111117 Und fizi) selbst anklagsn, kadl gZuHimmel ragen. Disks besndwxisbcit wird mm an drm Sebickjal eines fallterten Mailändcr Yakillionärs. Namrns Rdiani. und seiner Familie mit 76171€r Safir? und friéäpkm Humor rincweitö und Ergreifender Tragik and-xrerxciLS in Z-bcnswadrer, iedrn äuL'rren Eff-kt ddrmcidender Weise ndcbdewirsrn. Dic 4121138 Schilddrung dsr Vrbältniffe, das Thun und Trsidrn dé! xinzrliwn Pdridnen bernd! auf so fichercr Menschen- i'riinixxifr, rrid! 1,162 117 19.5116") aneinander und atbmet ein derartia gkmndes inner11chrs (Cmpsir-de'xi, daf; dsr Zuschauer di: Vorgänge aus drr Bühne förmlich mit zu erleben dsrmeirt und döUig unter drm Banne drr eindruck=voüen Handlung sieht. Namentlich zoicbnrt KH der Schluß durch eine äußerst ssinfüdlige Gestaltung aus. Hierxüdrx der Wind des Schicksal! zwe'i bersiiß verwebt? Bjättkr, die Tvchter des verarmten Mannes, Nxxm, uad dxffen “Riffen Maésimo, wich: zusammen, und mxr ein jadsindsr Ruf drs !isbenden Wkibes, keine sentimentale Serne, iäß! e*rkrnncn, daß ich zwei Hsrzen grfundrn und daß künftig dry kabir Baum nicht gänzlich imdelaudt dastebkn wird. Inscknikrung, Zusammknwiel und Einzellsistungen batten gleichfaük idrrn brrerbttgtsn Antbeil an drm (&:fdlgr des Abends. Namentlich war die Hauptrolle der ichwetgrptüftrn Tochter Nena, welche die einzige ist, die die zertüttetxn Verhältnisse ihrer Famikie klar überblickt. und .die nnter dieser Erkenntnis; 1chicr zusammenbriÖt, durch Fräulein Jägrr VOL"1kkff11ch deskyt. In den Momrnken böcbstm seelifchen Schmerzes "dbx 1161116) ihre Kraft nicht immer und, dagegen weiß ße aber sonst 11:15 dcn :*ickziigen Ton zu treffen und mit iriver Charakterifierung ut svirlen. Edenko fand die Stiefmutter, eine obeiflächliche„ genußfücbtise Fran, wslcbc zusehends dcm fitUiÖcn A rund enjg eneilt, in *iäplein Groß einc verständni voüe Beitretet 11. Der gl chsch“ auf abschüjsigxr Bahn wandelnde obn des Hauses wurde von Herrn Bonn in lebexöwabrer Weise verkörpert.. Weniger glaubhaft ' ge- staikrte bisweilen Herr Adolf Kkein den bankewtjen Millionär. dF er etwas zu schwächlich charak1erkfikrte, woaeßen“ "
Klein den Nrffen Vkassimo, dk: gemffrrmaßen den , * des Hauses bildet und Öließlicb dad Herz der unzlückiicbm ewinnt, dem Geist: der olle durchaus entspreÖend wi & a1tender Beifau lohnte den trefflieben Dorffeliem. und a der cm- wesende Autor mußt: nach jedem Aksekluv dumm wieder auf Uk. Bühne erscheknen. ' -
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