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die Regierung, obgleich ihr earle blanche von den Cortes ge- !assen worden, den von England vorgelegten Traktat „we qt Ab- schaffung des Sklaven andels definitiv verwvrfen. Dre rmsker haben mit Hülfe der hartiftm alle Angriffe der Ultra-Ltberg- len in der Debatte über die Adresse zurückgeschlqgen- Dre Kammer der Deputirten hatte am 23. Februar dre Debatte über die Adresse beendigt, und alle Paragrayhen des Entwurfs, welche eine Rü e gegen die Regierung enthaelten, Waren, fret- lich mit keiner ehr großen Majoritäc, verworfen morden. .Der Herzog von Palmeüa war in Lissabon anngekommen. Im Lans der Debatten über die Adresse bemerkte der Oberst Fontoure, daß in Nicder-Alemtejo und Algarbien gegen ,]000 Many Gue- rillas unter den Waffen ständen, und daß dre dort stgtwmrtrn Truppen, welche an 30 verschiedenen Orten garmsoyrrenx steh auf 2000 Mann Infanterie und 300 Mann „Kavallerie beltefen, wozu noch einige tausend Mann Natronal-Garde kämen, daß aber die Autorität der Königin nur da anerkannt sry“, rvo & . diesc Streitkräfte fich befänden. Der Oberst, der !an_ge m [e- * nen Geqenden slch aufgehalten, behauptete, das ettrztge Mtr- ' ?? tel, dorf Ruhe zu schaffen, würde seyn, daß_man„dre„Gebtrge ganz von Einwohnern säubere und Axle nöthtge, m dre Cb?!" ,k? “ zu ziehen; dazu will [?ck aber dj_e Regterung rncht gern ennchlxe- * yen, weil es ihr zu grausam 1chemt, o'bgletch- dte Brwohner der Ebene durch die Ueberfälle der Guerrllas vtel zu lerden ha- ben. Letztere erhalten sogar a_us Lissabon zuwefilen Geld und Munition, und es befinden nch unter ihnen vrele Deserteure der Regierungs Truppen. In der Senatoren-Kammer sollten die Adreß-Debacten am 25sten beginnen; sie waren so lange aufgeschoben worden, weil bisher alle Minister in der anderen Z Kammer zugegen seyn mußten.
““ “Nit Bezug auf die letzten Vorfälle in der Armee des Don Carlos sagt die Morning Post: „'Die Baskischen Provin- zen scheinen vonommen ruhig zu seyn und die öffentliche Mei- nung fich zu Gunsten Maroto's hinzuneigen. ONan muß in der That ugeden, daß die Karlisten längst einer Systems-Verände- rung Sedurften, um ihre Siege mit Vortheil zu verfolgen. So achtungswerth aueh der Privat-Charakter des Don Jose Arras Teijeiro seyn mag, so waren doch seine Rathschläge nicht von der Art, wie die Zeit-Bedürfnisse es erheischten, und das (Ge- schrei gegen ihn und die Ojalateros wurde so stark, daß alle mögliche Jntriguen auf das Taper kamen. Komplotce entstan- “k ' den täglich, und Makoto sah fich vielleicht in seinen m_ilitairi; * schen Operationen so gänzlich behindert, daß er,*-daran verzwei- felnd, dem Bürgerkriege ein Ende machen zu können, die gegen sein Leben gerichtete Verschwörung benußte, um ein furchtbares Beispiel an seinen persönlichen Feinden zu scatuiren.“ Der Courier ist sehr entrüstet über diese Verthejdigung der Grau; samkeit Maroto's und bemerkt seinerseits: „J)Taroto hat fick), wie uns scheint, durch die Vernichtung seiner Feinde für 1th ein solches Uebergewicht verschafft, daß sein Gebieter slch ihm nicht zu widersetzen wagt; man kann daher sagen, daß die bei- den Parteien, in welche Spanien 1th getheilt ist, fich unter der unbestrittenen „Kontrolle zweier Generale beßnden, in deren Händen die respektiven Regierungen, unter deren Herrschaft fie zu handeln vorgeben, ein bloßes Spielzeug smd.“ .
Die neuesten Berichte aus New-York gehen brs zum 8ten 1). WT. Aus den Vereinigten Staaten bringen fie nichts von Belang und aus Kanada nur Berichte über die krie sge- richt1ichen Verhandlungen. Aus “Mexiko hatte man in ew-
die wir zuerst vernichten lassen
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Staats-Anselegenheitm ein Zeichen userer Zeit in. _so :| dies gewtß dcr dall um den aus den BelgischenEreigmffen sen 1830 hervorge- angeaen Unterbaudlungen; unverm-dlich verengt sich dadurch der ?kreis der Thatsachen, welche Sie va nur zu vernehmen wünschen; als Niederländer jedoch kann uns iese Oeffentlichkeit nur freuen. Während so manches Blatt der Viker-Gesthile, vo," “"“," U"- dUkchdkilkglichen Schleier vcrhüüt blcit, wird der Embltck in dre Er- cignéffc, die unserem Vaterlande soiiefe Wundrn geschlagen ha- ben- stets Jedem möglich seyn, und nie Wild der Forscher, der nur die Wahrheit strebt, in Verlegenheit gekathen, wenn er fick die Fragen stellt: Welches jar die Veranlassung JUk TFF"- "Ukks dcs blühenden Königke1ch6 der skiederlande? durch welchen JU- sammenfluß von Ursachen trat fie insLeben? auf welcher Sem war das RLM und die Btlligkeit, daz wblversiandene Staats: ntcrefse, die Mäßiguna und die Anhänqlichkeittn die Grundsäyr der rdnung und wahren Freiheit? zeigte fick) währnd des achtjährlgen Kampfes di? Regieruna standhaft in der idr 'on der Vorsehung auferlegten schweren Prüfung? war ihre Auédaue gepaart mit Brokstedt? unzer- warf _fic M) mit Würde dem (Beschickund welche Zukunft versprtcbt die Trennung Niederlands vrn Belgia der Wohlfahrt dieser duden Länder und der Rude E11ropa'H?“
B e l g e n.
Brüssel, 6- März. Wir xeben zavördersk tpieder einige nachträgliche Auszüge aus den Berichten der Belgi1chcn Zeitun- gen Über die estrige Sitzung der Repräsentanten-Kammer: Der Kriegs- ? intster (Herr Vilmar) nahm das Wort, und nachdem er zuerst das Betragen des ORinisterinms gerechtfer- xigt, ging er zur Betrachtung des Friedens-Traktates über, wo er die Ansicht aufstellte, daß eine Ehrenfrage nur unter Einem GesichtSpunkte aufgefaßt werden könne. „Steht also unsere Ehre auf dem Spiele“, sagte er, „so müssen wir wie die Po- len mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln kämpfetx, bis wir unterliegen. So betrachte icl; eine Ehrensache, indeß darf man meinen Worten keinen anderen Sinn geben, alsktch «; selbst thue. Wir haben eine starke und wohlgerüskete Armee,
müßten, wenn dre Ehre a-uf dem Spiel stände; die ndtbigen Geldopfer würden nicht glerch gebracht werden müssen, aber in einer nicht entferntenzZertx, Und wir würden bald alle unsere Kräfce_erschdpfen. Da urdeß die Ehre nicht auf dem Spiele steht, so brauchen war kernen Kampf auf Leben und Tod einzugehen. Die Aussicht emes Krieges hat schon viel Unglück aus das Land herabge ogen. Sie hat den Handel gelähmt, und wenn dieser Zustand von. “ auer seyn sollte, würde er unfehlbar den Ruin des Landes herberführen. Das würde dieFolge des Widersandesseyn.“ Der Redner wendete sich hieraufzu der Betrachtung der Ausfichten, WelcheBelgren ehabr haben würde, wenn es, im Falle des Widerstandes, auf rank- rcick)s und Englands Beistand hätte rechnen dürfen; aber Was könne es allein gegen die vereinten Kräfte Europa's, gegcrr den einstimmigen Willen aller Mächte? Durch einen verzwetfrlten Widerstand werde man das Vaterland unberechenbaren Lerden ausselzen. „Sie, meine Herren“, fuhr er fort, „müssen ent- scheiden, ob Sie sich allen diesen Gefahren aussetzen wdllrn, denn känxpfen um zu kämpfen, ist sehr leicht. Wenn wn“ tm Kampfe unterliegen sollten, was ich nicht glaube, würdetr wir mit Ehren unterliegen, aber die Folgen des Kampfes wurden die Kräfte des Landes aufreiben,“ Der Minister prüfte hter; auf die von verschiedenen Rednern gemachten Vorschläge zum Widerstand, wobei er gegen die des Herrn Ernst geltend machte, daß man sich in einer Ehrensache nicht [ketten dürfe, Wenn man sich nicht schlagen wolle, daß man eine Herausforderung nicht
York die Nachricht, Admira! Baudin habe bei Santana darum nachgesuck): , daß ihm Lebensmittel gegen Bezahlung verabfoigt wcrden möchten, was aber abgeschlagen worden war; die Mexi- kanische Regierung hatte die abschlägige Anttvorc durch ein Reskrwe vom 21. Dezember ausdrücklich genehmigt. Gorostiza war Minister des Innern geworden.
Niederlande.
Aus dem Haag, 6. März. In drm (gestern erwähn- ten) Vortrage des Ministers der auswärttgen, Angelegenheiten in der zweiten „Kammer der Generalstaacen hecßt es unter An- derem: „
„Der Wunsch der Londoner Konferenz,_allen „Kouifionenzuvor- zukommen, den man hier theilte, gad Anlaß _zu emer Note, .*" wel,- cher die Konfcrenz am 1. Februar erklärte:. nc hade nm Letdwrsxn vernommco, das; an dem Augenblicke, wo dae Bemühungen der „Hofe auf ein; deßnittve-Auégleickmng gerichtet seven, dle wechselseitigen
. Streitkräfte eine so drohende Haltung angenommen härten, daß mer): Feindseligkeiten dadurch entstehen könnten, ,und-„vader dre heiden Rc- gieruugen dringendst aufforderte, alsbald dx; notvaqcn_Maßregeln zur Abwrnduna der gefchildertcn Gefahr zu treffen-und' dte Truppen von den äußersten Gräuzén zurückzuzieveu :c. , Dre N!kd8kläü_dtsche Re- gierung antwortete am 11. Februar auf drcfe Rote: src „sry brrms vor deren Empfang besorgt gewesen, die Caytonnemems rdxer Trup, ven so einzurichten, das: ihrerseits so viel möglich alle Kollinoucn mxt Belgien vermieden würden. Die Konferenz derichteke o_m 12.Feb_r1„1ar: die BelgiscveRegßeruug habe u erkennen gegeben, da man aus adu- Uche Maßnahmen von ihrer eite rechnen könne. 11 dieser Nore dieß es ferner: „Bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge glauben die Bevoümäasigten die Niederländische Regierung dringend auffordernd x_n müssen, unverweilt die außergewöhnlichen in ihren Staaten statt- nndeuden Rüstungen einstellen u lassen, die unter die Waffen geru- fenen Krit s-Reservisten und eurlaubtcu zurück uschichen und das Herr auf ca Fuß zu bringen, auf weichem cs 1a) am 1. Tktoder befand.“ Seitens der Belgischen Regierung ist hierauf, wir es vcmt, eine genaue Nachricht über das Zusammenziehen der „Truppen an den Gränzen und über deren Vermehrung gegeben wordxn._ „JJ. O_E. werden sehen“, heißt es in der Rote, „vgs; man unmöglxcl) m dmen Maßregeln, der unvermeidlichen und natürlichen Folge der Beweaun- gen der HoUändischeu Armee, irgend ein Merkmal von der Absicht eines Angriffs erblicken kann. Belgien kann nian umhin, in der mi- litakrisehen Haltung zu beharren, dis Holland selbsi alle Wahrschein- lichkeit eines Angriffs von seiner Seite entfcrnt haben wird.“ Sci- tens der Niederländt chen Regierung wurde erklärt; Daß Haager „xra- dinet glaube auf die e Nate nicht besser, als mn crner emracheu Tar- tegung der Thatsachen antworten zu könyen, und bcr1chtcte,dalckex: „„-Es ist allgemein bekannt, daß die in der testen Zeit durch dre Rrederlän. dische Regierung getroffenen Vorfichts-“Mayregeln erst vom Begmn dieses Jahres, und also mehrere Monate später datiren, 316 dre Be!- ischm Rüstungen. Sie waren nur die unvermeicltcde zolge 'duser cyterm und bestanden ein ig in der Vcrseßuyg einiger Bataillone, wozu später ur Sicherße ung des Fesdungsdrensies der Aufruf der Beurla vnn 'am; doch war durchaus !cme Rede von emem Aufrufe der S 'utterei oder Reserve. Der Geist der Mäßi ung in den Am- öorten' der Niederländis-hen Regierung auf dre ittbeilungm der Bevollmächtigten giebt "ebnen eine durchaus unzweifelhafte Bürgschaft für deren friedliebende Abfichten; diese aber koxznten fie nicht der Er- Mauna der deju eu Yfiian jeder Regierung uverveben, durch rhre ; km! namentlich für die Sicherheit des Grundarbtets - zu m en. Da sich zudem die Belgisxve Armee auf dem " ' ,aber, so würde die Niederläudtsche Regierung die ._odes efähtden, wenn sie die Vertbeidigunaéminel ;Bejo en. das zuerß wett ausgedehnten Rüstungen UM?» “Uellxmg angenommen hat.““ “ „ -*U*vaag“és saéte der Minister: ; '!»«Weu-“Üef ffemlühexlxervaudlunF und „ -- *Der-"miau: in- und ausland schen
annehmen dürfe , wenn man beabs1chtige, sch wieder zu entfer- nen, sobald man auf dem Kampfylaße angekommen; ' und daß der AuSgang eines Kampfes nur dann ehrenvoll sey, Wenn ein Theil der Kämpfenden auf dem Plast bleibe. Hierauf ging der Minister zu den von Herrn F". von Mérode ausgegangenen Vorschlägen über, und bemerkte, die Armee könne sich mrt Ehren zurückziehen, wenn sie alle Mächte zu bekämpfen habe; dre Frage des Widerstandes müsse auch vom Gesichtspunkte des wahrhaf- ten Interesses des Landes aus betrachtet werden. Wolle man den Widerstand wagen, so müsse man auch alle Wrdersrandsx mittel aufbieten, aber man würde dennoch“ kerne Ausstcht auf Erfolg haben, wcnn die Massen nicht mit ins Spiel gezogen würden. Der Enthusiasmus allein reiche “nicht hin, sondern müffe durch die „Kräfte des ganzen Landes unterstützt tverden. Wolle man sich in Masse erheben, so würde man wieder den Männern von 1793 in die Hände arbeiten. Uebrigens sey auch die Lage Belgiens und Frankreich;; im Jahre 1793 zu verschie- den, als daß fie mit einander verglichen werden könnten. T_lm Schlusse seiner Rede sagte der_Minißér: ,',Es wäre ein großes Unglück, wenn die Ehre der Armee prengegeben werden müßte. Die HolländischeArmee rüchce einmahzder unsrigen sehr nahe und schien sehr kampflustig zu seyn,“"aber auf die erste Auffor- derung der Konferenz zog sie src!) zurück. Wir find ruhig und fest geblieben. Die Ehre besteht mchc darin, daß man fich mit ganz ungleixhen Kräften mißt, welche über den Ausgang des Kampfes gar keinen Zweifel übrig lassen.“ - Hierauf ergriff Herr Doignon das Wort und äußerte: „Die Frage, Welche wir "zuerst zu betrachten haben, ist, ob der uns vorgelegte GeseßxEntwurf verfassungsmäßig sey oder nicht. Ick gehöre nicht zu denen, welche glauben, daß die gewöhnliche geseßgebende Gewalt berechtigt sey, über eine Gebiet8-Schmälerung zu entscheiden. Mag man immerhin den Artikel 68 unseres Staathrundgeseßes , welcher den Aus- tausch von GebietStheilen zuläßt, anführen; so kann derselbe doch nicht auf eine so wichtige Gebiets-Aendcrung, wie die Abtretung zweier halben Provinzen angewendet werden.“ Der
quo gewichen ist, und wenn wir endlich nachgebeq müssen, m_öge man Belgien den Traktat aufzwingen, daffelbr thn aber. mcht annehmen.“ Der Redner suchte noch zu bewerfen, daß dre At)- nahme des Traktats dem Handel nicbt aushelfen würde; dre gegenwärtige Finanz-Krifis komme auf Rechnung der Regierung, Welchedie Bank nicht gehörig beaufsichtigt habe. In Bezug auf das Ministerium bemerkte er, daß daffelbe unter dem Scheme, als ob es den Widerstand begünstigc, nur auf _dte Annahme des verhängnißvollen Traktats hinarbeite. „Dre Kammer“, schl0ß er, „hat eine große Aufgabe zu erfüllen, _!vre der Kongreß, als er von Jntriguen umgeb'en, dic Ausschließung-drs Hartses Nassau dekrerirte. Ich hoffe, daß die Kammer mehr ,wemger Muth entfalten wird.“ - Der Schluß der Rede rrefjlaute Bravo's auf den Tribunen hervor, denen der PrästdentEmhalt that. Hierauf las Herr von Mérode eine Rede ab; in wel- cher er den Gegnern und Vertheidigern des Gesekz-Cntwurfes Gerechtigkeit widerfahrcn ließ. Für ihr), sagte er, wärr die Er_- drterung nothwendig, um einen entschetdenden .Enks,ch)wß zu fax- sen. Ihm scheinen beide Ansichten upd Parteren m der Kam- mer höchst achtungSwerth. - Zu emer Abstimmung kam es auch in dieser Sitzung nicbt. ck _ „
Die Repräsentanten:Kammer xekzxe heute Nachmac- tag die Erörterung Über die "Lermhmc des ";ßrredens-Bertrqgs fort. Bei der Eröffnung der Sitzung wurdcn nxehrere Bur- fchrifcen verlesen, worunter man die des Herrn de Sonor), Polt: zei-Kommissars von Venloo, bernerkce, welcher verlangt,“ da!; die Kammer in dem Gesetzentwurfe in Betreff der Belgrschen Naturalisation der Einwohner von Limburg uxrd Luxemdrxxg eine Bestimmung einschalte, welchc was das Gehalt bctctnc, die durch die Gemeinden besoldetrn Bramten den dUrck) den Staat besoldeten gleicdsrelle. Herr (?Zendcbien richtet an den Prästdenten ein Schreiben, worin er ihn bittet, die Kammer zu benachrichtigen, daß eine Unpäßlichkcit ihn hindere, der Sißung beizuwohnen. Herr de hoax, Minister der auswärtigen Angelegenheiten, besteigt hier- auf die Tribüne, um mehr'ere Gexelz- T_ntwärfe 'vorzulegen. Herr Verhacgen, Deputirrer von Brüskek, bestetgt gcgen ] Uhr die Tribune, die er noch um 2'52 Uhr inne hat. Er be- gann damit die politische Frage unter aich Gcfichtsprrnkten zu prüfen; hierauf erörterte er die xyatrr'rellr Lage Belgiens und ging aUe Phasen der Wohlfahrt 10 wre dcr tndustrtcljen und Finanz-Krjfis, die wir bcstandrn und morix bestehen, durch. Als er zu der Frage in Bezug auf die Belgacbe Bank Zam, erhdb er sich mit Kraft gegen die Anqriffc, deren Gegcmrqnd dtejes Etablissement geworden. Um 27), Uhr bestieg der Mzmsrer der auswärtigen Angelegenheéren nochmals die Rcdnerbnhnc, um die Politik zu rechtfertigen, wclche: die Regierurtg zu befolgen in der leßten Zeit für gur befundrn hat. , , '
Es ist Herr Drtjardin allein und nicht arm) Herr St_mts (wie im vorgescr. Blatte der Staats-Zeitung naß) Bergtjchen Blättern berichtet worden), der zum Regierungs-Kommcssarrus bei der Erörterung des FriedrnS-Trakcates ernannt Worden rst.
Der bisherige Gesandte im Haag, Bardxn Mdrner, dcr jeßt zum Französischen Botschafter in der Schau'», ernannt worden, ist aus Holland hier eingetroffen. _
Die Reise des Spanischen Generals van Haley k)?“- wre man vernimmt, den doppekten Zweck, in England erne Ll'nlethe für die Königin zu machen und in Belgien cim: Legron fur den Dienst in Spanien zu werben.
Die Truppen aus dem Lager von Bcvcrloo kehren allmäh- lich nach ihren Garnisonen zurück.
In Brügge hat das Banqnicr-Haus van Wymclbrke-Ver; lauteren seine Zahlungen eingestellt. “ _
Auch die Studirenden fangen an einzurehcn, das; der de_- waffnete Widerstand gegen das AUSland jelch etwas Unmöglz- ches seyn würde. Der Präses des hiesigen Studenten-Comirrs hat es versucht eine Bittscl)rifr gegen den Friedens-FTracat unter seinen Kommilitonen zu verbreiten, doch haben die1e Jede Theil- nahm'e abgelehnt. ,
Die Nachricht, daß bei Herrn de Potter in Paris eme polizeiliche Haussuchung stattgefunden und daß viele seiner Pa; piere in Beschlag genommen wvrden, hat hier unter ferner] Freunden großes Aufsehen erregt, da Manche die Besorgnis hegten, dadurch konwromittirt zu werden.
Hiesige „Blätter erwähnen eines Pistolen ; Duells, das ge- skern zwischen dem Grafen von Lied .. .. und dem Baron Von Wal ..... stattgefunden, und wobei dem Ersten „eine Kugel durch den Hut gegangen, und der Tschako des Zwetten gestraft
worden ist.
Deutschland.
München, 5. März. (A. Z.) Gestern x_vurde votrde'r hier anwesenden Französischen SchauypielerZGcselUchast Moltere s „Tartüffe“ aufgeführt, und zwar ohne Lluslassungen. Das große Haus War überfüllt, und weis Stellen wurden-rauschend und anhaltend beklatscht. Die einchhe Thatsaclxe dceser Vor- stellung im Hof-Theater widerlegt eme ganze Masse thörichter Vorstellungen, die man sich auswärts von OITÜnchen _macht. -« Der Sage nach, soll die Abreise SuDurchlauchc des Herzogs von Leuchtenberg nach St. Petersdurg schon Anfangs Mai stattfinden, doch ist darüber nichts Sicheres bekannt.,
Bamberg, 7. März. (*Fränk. M.) Das Drrektoriun) und der VerWaltungs-Rath der Nürnberg-Bamberger ndrdlr- chen Eisenbahn Werden fich am ]lten d. M. zg Nüryberg kon- stituiren, ihre Vorstände, Referenten, den Kasner Wahlen, und
Redner behauptete sodann, Belgien sei durch den Traktat von 183] nicht gebunden. an den König gesagt, Holland dürfe Limburg und Luxemburg nicht zurückerhaiten; sie habe gesagt, die Provinzen müßten vertheidigc werden, Wenn die Gewalt Belgien ndthigen vae, dieselben aufzugeben. Für Belgien sey es eine Ehrensache, Lim- burg und Luxemburg zu vercheidigen. , Hört Ihr nicht““, rief er pathetisch aus, „wie Eure Brüder Éuch znrufen: „„Eure Worte haben uns grausam getäuscht: wo ist die AUSdauer und der Muth, mit Welchem Ihr uns schützen, wo das Blut, Wel- ches Ihr für uns vergiejzen wolltet? Sie werden sagen: die Regierung mm die Kammern haben uns verkauft.““ Die Furcht vor einem Kriege ist grundlos. Wir dürfen den Trak- tat nur einfach verwerfen und den Widerstand der Thatlofig- keit versuchen, wir es Holland acht Jahre hindurch gethan hat: dann Werden wir den gegenwärtigen 8131|": quo beWahren. „Im Innern will man uns erschöpfen, deshalb reduzire man die Armee, organistre die Bürgergarde und schicke der Kon- ferenz den Traktat zurück." Die Mächte werden keine bewaff- nete Einmischung versuchen, denn seit [815 herrscht das System des Friedens, und diesem zu Liebe hat man in Polen, Spanien und Italien incervenirt. Und wenn es selbst zur beWaffneten Intervention käme, so würde, fails ewe Deutsch; Armre unser Gebiet beträte, die Französische nicht unth'ättge Zuschauerin blei-
ben. Wir stehen einem Feinde gegenüber, der vor dem Status
Die Kammer habe selbst in ihrer Adresse „
sogleich ihre statutenmäßige Arbeiten beginnen. Sämmtlrche hiesige Mitglieder dieser beiden Gesellschafcs-Organe süd dazu nach Nürnberg einberufen. Wenn diese Eisenbahn vollendet ist, braucht man von Nürnberg nach Bamberg höchstens 2 Stunden, von da nach Frankfurt 20 Stunden, von Frank“ furt auf der Eisenbahn nach Mainz 1 Stunde, von Maxnz [715 Köln mit Dampfboot 14 Stunden, von Köln nach Lüttcch auf der Eisenbahn 4 Stunden, von Lüttich nac!) Brüssel eben so 4 Stunden, von Brüssel nach Ostepdx (ben so 4 Stunden, von Ostende nach Dover mic Dampfjchlff (' SUMO?"- Summe 55 Stunden. .
, Aungurg, 7. März. Die Allgemecne Zeitung ent- nimmt dem „Morgenblatt“ die folgende Nachricht aus Wei- mar: „Ein zweiter Kaöpar Hauser, freilich in etwas verjün - rem Maßstabe, ist in unserer Nähe erstanden. Vor ungefä r Halbjahresfrist wurde ein unbekannter heimathioser Knabe von 11 Jahren, Karl Käsemann fich nennend, in den Straßen der Stadt_ Eisenach umherirrend getroffen, auf dessen Herkunft bis 1th em tiefes Dunkel ruht. Seine Lebensschichsale, Welche ein vor kurzem erschienrnes Schriftchen: „Der Knabe aus Algier“ erzählt, smd allerdmgs abenteuerlich genug. Nach den Aussa- gen des, Knaben rst sein Vater aus einem bei Eisenach gelege- nen D,örfchen Stedtfeld gebürtig, von dort aber vor neun Jah- ren mrt seiner Frau und dem damals zweijährigen Kinde nach Frankreich gewandert, wo er sch unter die für Algier bestimmte
Fremden-Legéon hat anwerbm lassen. nd en ndee ( der Name Käsemant) weder im Kirchenbuch? déFcrtFähnteLchDor- fes, noch hat stch u jener Zeit eine Familie dieses Namens dort aufgehalten. ie Erinnerung aus der frühesten Kind; hett führt den Knaben immer nur nach Afrika zurück, denn jemalß vor dem in Deutschland gewesen zu seyn, kann er fich rucht entstrmen. In Algier wvhnte er mit seinen Aelcern in emer unwm des Meeres gelegenen Kaserne. Seine Beschrei- brzng dreser Stadt und der nächsten Umgegend, der Tracht der Emgebornen :c. stimmt mit der Wirklichkeit, wie wir ste aus dxn Schilderungen der Reisenden kennen, im Wesentlichen über- em. 'Nachdem er die Mutter durch den Tod verloren, folgte er semem Vater nach Spanien, wohin sich die Fremden-Legion einschche. Dort bringt er, ftets dem Regimcnre nachziehend, mersk tm Bivouac, ztvei Jahre eines beschwerlichen, fast uner- träglichen Lebxns hin. Auch die Beschreibung, die er von Ba- voqne, TNadrrd :c. entwirft, ist der Wahrheit gemäß. VonVit: torrq aus schafft er mit seinem verwundeten Vater und einem Thetle der „Truppen wieder nach Algier zurück. Hier Übergiebt der „unzärtlrche, vielleicht auch nothgedrängte Vater den Knaben zweien nach Deutschland zurückkehrenden auSgedientcn Sochp ten der Legion, vorgeblich weil er es in Deutschland besser ha: ben Werde. Mic Geroalt wird das fick) fträubende Kind auf ein segelfertiges Schiff gebracht und somit in die fremde Wen hinausgestoßen. Man landet in Toulon, der Vcrstoßene lch dann mit jenen Soldaten unter Mühseligkeiten und Entbeh- rungen aller Art den Weg nach Paris zu Fuß, meist dcr- telnd, zurück, von wo aus die Gesellschaft über Straßbura nach Frankfurt am Main gelangt. Dort wird der „Knabe vonscinen Beglertern verlassen und er muß, [)ülflos und hungernd, in der fremdrn Stadt etteln. Nack) mancherlei Schirksalen kommt er ".ack.) _Etsenach, flieht aber, aus Furcht vor rénem drohenden Yoltzcrdtrner,“ dem Walde zu, Wo der kleine Afrikaner detrerxicn
chnee m semem Leben fallen steht, den r für „Baumwolxrn- fidcken hält. Er findet endlich Jemand,&der sich seiner an- mth und tyrrd ]ekzt zu Eisenach mic Hülfe einer Unterstüz- zung von Serten dcs Großherzogs erzogen. Ob über die .Her- kunft und Hermack) des räthselhaften Fremdlings je ein qrm'd gendes Lacht verbreitet werden wird, steht dahin. Anfangs Hat marx thn von mehreren Seiten für einen Betrüger qualten, allem wohl mit Unrecht. Das offene, treuhcrzige Wrsrn dcs .Fnahen, und daß er bei vielfältigen Vernehmun en und Proben brs ]eizc Weder einer Umvahrheit noch eines ZLidrrsprrWé in fernen Angaben hat überführt werden können, scheint [*:-“.cn Verdacht zu entkräften.“
Hannover, 8. März. (Hannov.Ztg.) Der Hamdurx ger Korrespondent sagt in einem Schrerben aus Ha'nnover: „Es war wohl voreilig, wenn die Hannoversche Zrirrinq in ci; nrm leitenden Artikel die Hannoversche Frage bereits als bern- dtgt qnsehen wollte.“ -- Wir müssen gestehen, Wenn wir uns tmc dieser Ansicht übereilt haben, so haben wir rms damit sehr langsam übereilt. Sie ist schon längst ost und vici vor. uns ausgesprochen worden. Wir haben immer gesagt: Nachdem Sr. Majestät der König das Staats-Grundgeseezron [83:5 fÜr ungültig erklärt, die Wahl-Corporationen des Landes nach der Verfassung von 1819 gewählt, die Gewählten fich als Stände: von 1819 förmlich konstituirt, und recht§verbindlicheHandlundenvorae- nommen haben; nachdem außerdem auch noch der Deutsche Bund
. die aufWiederhersteUung des Staats-Grundgeseßes klagenden Kor-
porationen abgewiesen hat; seitdem muß die Hannoverrckxe „Frage als beendigt angesehen Werden, denn der Hauyrgrund- saß derselben, von Welchem alle übrigen Fragen abhängen, ist damit entschieden, die Verfassung von 1819 iyi recyxmäßiq fest; gestellt. Wenn auch nun im Beginne einer Diät zur zweiten
.Kammer fick) die erforderliche Anzahl Mitglieder mehr einsm-
der; so kann dies zwar dazu dienen, im Lande eine Spaltung zu erhalten, die am besten so schnell als möglich erledégc “wer- den sollte,; aber es kann auf die Verfassungsstagc selbst Weiter keinen Cmfluß Üben. Das ist unsere alte Ansteht; aber weil “unser leitender Artikel zufällig in die Zeit fiel, wo man die zWeZte Kammer_abfichtlich unvollzählig zu erhalten suchte, da mußte fie als eme voreilige Behauptung auögeczeben werden. Das ist ganz natürlich. * Stuttgart, 6. März. (Schw. TN.) Gestern wurde in der Kammer der Abgeordneten, nach einer Note des Mink- steriums des Innern, der schon auf dem voriqcn außerordent- lichen Landtage bei den Ständen von der Regierung einge- bÜchte'Entfvurf eines Gesetzes über das Verbot des Nachdrucks und der Nachbildung künstlerischer Erzen nisse bei den jetzigen Ständen aufs neue eingebracht. Am chlusse der Sitzung follte noch eine Kommission zur Begutachtung des GeseZ-Enc-
- wurfes, das Verbot des Nachdrucks betreffend, gemäßlc werden. -Auf den Vorschlag des Präsidiums genehmigte die Kammer,
die Begutachtung dieses Gesetz-Entwurfes an die bereits nie- dergeselzte, aus den Herren Duwernoy, von Cotta, Prälaten von Pahl, Freiherrn von Hornstein und Camerer bestchrnde Druck-Kommisfion zu übertragen, welche zu diesem Zweck durch zwei weitere Mitglieder verstärkt Werden soll. Hierzu wurden noch gewählt die Herren von Mosthoff mir 33 und Scheuerlen mit 22 Stimmen.
Karlsruhe, 5. März. (Schw. M.) Durch die Wal)- len verzögert und bei den diesjährigen frühen Ostern werden unsere Landstände dieses Jahr später, als in leßter Zeit der Fall, zusammenkommen. Gute Quellen geben die Zeit der Zu- sammenkunft auf die Woche nach Ostern an. * Unsere Eijen- bahn zwischen Mannheim und Heidelberg rückt rasch vor; die Erdarbeiten Werden durch zahlreiche Mannschaft, zum Theil Ausländer, sehr gefördert, und die eisernen Schienen werden in laufender Woche durch Assessor Sommerschu in SÜd-Wales (England) in den Hüttenwerken probirc und übernommen. Goldschmttt in Frankfurt hat die Anlieferung erhalten. Wenn kein unvorhergesehenes Hindernis; eintritt, so wird diese Bahn am ]. November d. 3. eröffnet werden. Auch die Linie von Heidelberg bis Bruchsal ist nunmehr definitiv bestimmt, und jene von da bis Karlsruhe wird demnächsc ebenfalls festgestellt seyn. Die Bahn wird der Stadt Bruchsal ganz nahe zugeführt, Saß Sch seiner Zeit die Württembergische Bahn daran anschlie- en ann.
KarlSruhe, 6. »))?ärz. Die hiesige eitun a t- „Wir smd ermächtigt, die in verschiedenen Nümerrn der €NSZ“; Blätter“ enthalrene Angabe , daß in einem Allerhöchsten, oder überhaypt i." emrm Reskript den Großherzoglichen Beamten neuerdmgs ]ede Emmischung 'in die Wahlen zur Stände-Ver- sammlung untersagt worden sey, für ungegründet zu erklären.“
„Kassel, 6. März. Die Sammlung von Gesehen 2c. Nr. 111. enthält folgende Verordnung vom 2. März 1839, die Reise- ::rtxdfeFdagegelder der Mitglieder der Stände-Versammlung be-
„§_. ]. Die Reisekosten für die Mit lieder der Stän : - lung, mit Ausnahme der Prinzen des urbauses, so wit;e ZULET-
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deEberren, sollen mit einem Thaler für jede Pkümkilt vergütet wn“- dcn. .- §. 2. An Tagegeldcrn erdält jedes Miiglicd der Skände- Versammlung, welches wrder Prinz des Kurhauscs neck) Standesberr ist, sofern „daselbe außerhalb des Versammlxxngsoms wohnt, drei Thaler, sofern dasselbe dagegen am lesxrren axdnbaft ist, einen Tha- ler. ; §. 3. Der Präfident der Stände-Brrmmmrunz erdäkt zu den ihm nac!) §, 2 zukommenden Taxcgeldern euren Z,:xmg von zwei Tha- lern täglich. _ §, 4. Die Tage werdxn, außer für die nothwendigen der Hin: und Herrcise, für den ZeitraumMron dem Tage, anf wel- chen die Stände-Versammlung einberufen m, bczüancd von dcm spä- teren Ankunftsmqe an, bis zur Entlassung Rr ZÜMe-Vcksammlung, vergüxet, und fallen für die Zeit einer Beurlandung weg.“ Darmstadt, 9. Pkärz. Eine sehr lanqe Diskussion ent- spann sich in der zweiten Kammer Über die Vorserung der Mitglieder der BergwerkSgeseUschast zu Lauterbach, die Be- treibung des Bergbaues auf fofflles Brennmaterial im Landrathsbrzirke Lauterbach betreffen). Die Freiherren von Riedesel hatten dagegen dieses als ein VorzUJSrecht in Anspruch genommen, was ihnen auch von der Regierung hinsichtlich ihrer frühem reichsunmittelbaren Befißungen zuerkannt wvrden war. Der Ausschuß der Kammer aber g!a'ubxe solgrndes, dem vorge- brachten Gesuche entsprechendcs ehrcrbictigc Ersuchen an die Staacs-Regicrung beantragen zu mr'tffen; „da[? (Mä) in den, zu den Früher immediar gewesenen Besttzmrgen dcr Frrkycrren von Ried-
esel gehörigen Theilen dcs Landrathö'krzirks Laurcrbaci), mic“; ; wurde; am folgenden Morgen vor der Sißung des Regierungs- Z Raths sex) die Abordnung zum zweiten Mal erschienen, um auf
AusnahnZe derjenigen Distrikte, auf wclckcn sic!) dermalen noch bestehende oder rrwejsliä) vorhm bestandene wirkliche
Bergwerke dcr Frcrherren won Ricdrsrl Ersrrréen oder erstreckt ; ? Adreffc zuqestellt würde, hinzuwirken; allein diese Versuche ha-
haben, Und nöthigcnfaljs unter Vorbcdaic der im RcchcSwege
«rlrend zn rnachrndrn brx'dndcren Rechte der “Freiherren von ' Irtrde]rl, rmrr freier: ancurrenz im Bergbau auf fossiles _ ; Berichte von der Landschaft eingelaufen.
Brennmaterial kein Hindernis; in den Wrg Zeich Und dem;
gemäß, bci Ermangrlung eines sonstigen A::standes, (mcf) für “;
dress "Theile die Erkheilunq der von drr. Petenten erbetenen Schur| Und *))?uthunqsxSMine angeordne! werde.“ - Dieser Llnrrag Wurde mit 42 Stimmen gegen ] von der Kammer an- genommen.
- *- Frankfurc a. M., 8 März. gelegenheit und der zu erwartcndr Beschluß der Belgischen Repräjentantcn:Kammrr snd hier nicht mehr der Gegenstand dss lebhaften Tach-GcsdräckUS. Nicht allein dem friedlichen Y_orun1 der Kammer, sondern auch der alsbaldigen Wiederbe- kexcxgung der innern Verhältnisse Bclgiens auf eine Vertrauen erwc'ck'e-nde Weise ficht man mit voller ZUrersrchc ent egen. Drejemqen, Welche wähnen konnten, daß die Belgische ider- sfands-Partré eincn encsasidcnden und erfolgreichen Schritt wa- gen Wlll'dé, sehen fiel) in ihrer Ertvartung getäuscht und dürf- trr) durch den Umstand, da]; nun die Bxlgxx'che Regierung selbst nnr Strenge gcarn die revolutionaire Verbindung in Belgien cin1chrcitcc, VM Nerwm überzeugt werden, daß keine Regierung, MYM wirkléä) das Wohl ihrer Unterthanrn wiki, duldén kann, du]; dir revolutionaire Partei das Haupt crhebe. Diese aUe Staaten Europa's verbindende Ucderzcugunq bürgt für die dancrnde Aufrechihaltung drr allgemrmcn Rahe, welche mit den Regierungen die Vdiker wollen. Aus diesem Grunde darf UmtraUck) ruhig der Gcsralfunq der Ereignisse cntgegensehen, drr stet) in diesem Augcnblch in Frankreich vdrbereiten, oder min: drstrns vorzuberriten scheinen; src werden die SceUung Frank- reichs nach Außen bin nicht gefährdrn und um;) dre innere Ruhe im Grrmde nicht stören.
Die VUndes-Vrrfamm'xnnxz Hiri: arscern die zweite ordent- lick)? Silsyung unter dem Vorstß drs „Königl. Preußischen Bun- destags- “'csandten, Herrn von Schöler. Herr Graf von YNÜnck):
. Briirnghausrn wird :vaHrsa“)chi:-iéct) m drk“. rxächßc1dechen noch
nicht aus Wien zurück seyn.
. Heute traf der Baron Salrmrn von Rothschild, von Pa- l'ls' kommend„ hier ein. Er befindrc sich auf der Reise narf) Wien, ward aber hier eincn kleinen AUfsntHalt nehmen.
In derrlcßtercn achr TaZen War der Börsenhandel hier von keiner Bedeutung, Die Cox,:rsc Haben Mühe, sich auf ihrer Höhe zu erhalten, da ein muss Impuls zum Steigen fehlt, d:e„Kauf[ust im Allgemeiner: aucb mcht belebt isi. Zsn Ganzen blctbr aber die hiesige Börse bei dem sehr guten Geldstand doch Zillig. G *
ie wiederim ang befindliche Schifffa rt owie d;“e bevor- stehende Messe haben berriis das Handrlölhebéns hirr regsamer gemacht. Auch der Wollhandel wird wieder lebhafter Werden, wenn _m Belgien Alles in Ordnrmg Zebrasht ist, und das dürfte ddch 10 lange_ nici)c_ Mehr dauern. 'Mit der Witterung haben Wrr aber rventg Urxa_che zufrieden zu seyn; ste Wechselt wieder zwrschen Frost und Ochnee ab.
Frankfurt a. M., 8. März. Dem Vrrnehmen nach, wird der bisherige Kdnrgl. Bel ische Gesandte am Wiener Hofe, CYWFUM O SuUwan de GraF, morgen von hier nach Brüssel a re! en.
. Hamburg“, 8. März; Nachdem Se. Excellenz der bisher htersrlbxr accrrdttirte K_aUerlicl) Oesterreichische bevollmächtigte Manrsker, Freiherr Krcß v. Krcffcnscein, zu einer anderweitigen Besthmung _abberufen worden, hat heute der Senat das des- faßfige Schrerben Sr. K. „K. Majestät des Kaisers von Oester- rerch auf herkommliche Weise entgegengenommen.
Oefterreiäx.
Wien, 6. März. Die Wiener Zeitun ent ält aus Ungartlr: „Lomnicz (Zipser Gespanschaft). DZn 7tehn d. M. gegen 5 /2 Uhr Früh verwürte man in dem Schlosse Dunavecz und in dezderfern Also-Lap und Zsadjér ein starkes Erdbeben, so das; dre Schlafenden aus ihren Betten qerüccelt wurden. Yuch b„e_ka_tn das Also-Laper Kastell mehrere Sprünge. Dieses &recgtrtt; ;sk un) so merkwürdiger, da das Schloß Dunavecz be- kannthch auf emem großen und steilen Felsen, der Ort Zsadjé-r aber U11 Thale, den höchsten Felsen drs Tätra am nächsten liegt, und da man in den übrigen cbneren Theilen des Komitats von kernem Erdbeben etwas Weiß.“
Schwetz.
Zürich, 4. März. Am “28. Febr. Morgens um 9 Uhr versammelten fich zu dem Centralverein, im Sißungslokale des Stadtschulraths beim Fraumünster, die 22 Deputirten der 11 Beztrke des Kantons Zürich, Welche alle fich an die Beschlüsse der Wädenschweiler Konferenz angeschlossen haben. Das Re- ]ultat der Verhandlungen dieser Versammlung ist eine Adresse an den Regierungsrats) des Kantons Zürich, Welche am [.März Abxt1ds 5 U r von 3 Abgeordneten dem Herrn Amtsbürger- muster Heß berreicht wvrden ist, wobei sie erklärten, die Äm- wort des Regierungs-Raths auf dieselbe in Züréch abwarten zu wollen. Es wird in der Adresse darauf angetra en, daß die „Berufung des 1)» Strauß von Ludwigsburg zur ckgenommen, und daß derselbe niemals an irgend einer Lehranstalt des Kan- tons Zürich angestellt werde; und daß dagegen ein wissen-
Die Belgische Ant ;
schaftlich ausgezeichueter Professor der Do mati , schiedenen evangelisch-christlichen Gefinnungeng belxstxonwextxte.
Von dieser Adresse sind 50,Q(10 Exemp[_ gedruckt und un- ter das Volk vertheilr worden. Am 2. März hatte noch keine Sihung des RegierungsxRarhes statt gefunden, Was manchem bei der so sehr aereizcen Stimmung unsers Landvolks auffal- lend erscheint. Obschon es eigentlich nch) nirgends im Kanton zu rohen Ausbrüchen gekommen ist, jo zeigen doch oje man- cherleiGerüchte, die ausgesprengc werden,und die Regierungund die dem Prinzip der völligen Lehr- und GlaubensfreiheitzugerhanePac- tei zu intimidiren, von der Nothwendigkeit, ohne Zeitverlust kräf- tige Maßregeln zu ergreifen, da eine längere UnentschlossenZeir auch bei den Freunden der Regierung den Verdacht ihrer n- capazität erregt, und unter solchen Umständen die Macht der Gegner mit jedem Moment zunimmt. OFTan laubt, der Reg.- Rath werde die Comité anweisen, auf geseß ichem Wege dem gr. Rath, der fick) ohnchin in 14 Tagen versammelt, Petitio- nen vorzulegen.
Es ist uns, meldet die hiesige Zeitung, von unterrich- teter Seite versichere worden, eine Abordnung des Central-Co- mier, die Donnerstags Nachts einen vorläufigen Besuch beim Herrn Amtsbürgermeikker machte, habe von einer peren.torischen
! Frist von einigen Stunden gesprochen, die dem Regierungsrath
angesetzt würde, eine Aeußerung, die mit Unwillen erwiedere
ein freiwrliiges Nachgeben des Regierungs-Raths, ehe ihm “eine
den den Nach, aucb Mitglieder der Minorität, in Entrüstung geseezt, und überdies scnen während der Sißung die günstigsten Abends um 5 Uhr wurde dann die Adreffe „eingereicht. Den weiteren Operations- ; Plan des BewegungH-Conmé, außer der an den Regierungs- 2 Rat!) erraffenen Adresse, enthält ein „Sendschreiben des Cen- ; tral-Ausrchusses der 11 Bezirke des Kantons Zürich an die Kirch- ? Gemeinden desselben, vom 2. März.
Basel, 5. ON-ärz. Die hiesige Zeitung berichtet aus Zürich, 4. März, Abends. „So eben versauter, der Regie- rungsrats) habe mit 10 gegen gegen 8 Stimmen beschlossen, Strauß solle nicht kommen, und der Erziehungsrath sey ein- zuladen, einen Bericht zu erstatten, wie Strauß zu hono- riren sey.“
Wallis, 3, März. DL: Verfassung vom 30. Jan. 1830 ist als Staatsgrundgeseß ancckannt wvrden. Doch OberwaW isk noch nicht beigerreten.
S p a :". i e n.
Madrid, "24. Febr. Der Graf von Torer ist in Am:-
rien, seiner Geburts-Provénz, mit schr großer Majorjtät und
in einigen Gemeinden jogar einstimmig wieder zum Dcputérten
erwählt worden.
Die Küste von Valencia, von La Torre de Sol de Rio an der “Mündung der Cenja, bis Castern de La Plana ist in B(okadezustand erkkärt worden, um den Schleichhandel mit Waffen, Munition und anderen Gegenständen, der von „Kar-
listischer Seite dort betrieben wird, zu verhindern.
Die Provinzial-Dcputation von Saragossa hat beschlossen, die Abgaben zu verweigern, Weil die Regierung zur Erhebung derselben nicht durch die Cortes ermächtigt worden s-y. Die Regierung hat auf die Nack)richt hiervon den General Santos San Miguel seines Kommando'ß entsetzt.
Pdehrere Geäcraic, untcr denon Palarea, Grazcs, Lopez und Oxorio, die nach drr Hauriskadr berufen wurden, wo ste den Befehl erhielten, sick) nach Alc-Casrtlien zu begeben, haben erklärt, fie würden ruhig in Madrrd bleiben, bis man ihnen das Rcisegeld vorausbezahlr.
Der General Cordova hat Offnsxa noch immer nicht ver- lassen, obgleich ihm bereits vor längerer Zeit der Befehl zuge- gangen war, sei) nach Valladolid zu vergeben.
Die_ Depucirrrn Von Catalonien btcten Alirs auf, um die Abschließung drs Handels-Traétaks mit England, dcffen Haupt- bedingung bckannrltci) die freie Einfuhr Brutscher Baumonen- Waaren in Spanien ist, zu hintercreivcn,
Spantsthe (Yränze. Der offizielle Bericht Maroto's an Don Carlos, worm er dre Gründe auSetnanderseßr, die ihn bewogen haben, dre Hmrrchcungen in EsteUa voklziehen zu las- sey, lartcec folgmdernraßen;
„Dre Gtexchgüitxgkcit, womit Em. Majestät stets meine B:,“chwcr- den zum Bcüen dcr gcrecdten Sache angehört duden, sendern iv, um dirselbe z1|,r_*er;bc1diger1, in Portugal die Ehre hatte, u1ich zu Jvken Konial. Füßen xu werfen, und namenilkcv seit meinem Strclje msk dem Genera! Moreno, drr meine. Dienste verdnufeln und vxrabs seu wollte, dle ich ja der ans den Höhen von Arrxaorriaga gcgen Espar- tero gewonneycn Sax,)lardc geieinet habe, eine SERUM, dre das Enke ch Bürgerkrteges daire drxdrtfädrcn können und müssen, denn der ZUM dqete uur memg Skreitkräfte und du Uebergade vou Bilbao
onnte mcht a-usdlcrdejz, da die ganze Armee, die darin cingcschlcsscu war, so wre dle English: Legion, deren Anführer vrrwuudet worden, mffntdlos ,und nur auf acht Tage mit Ledenßmittcln versehen war; auch hart; k„em Mann entkommen können; dies hätte unfehlbar Ew. Maxefia) den Weg rzack) Madrid eröffnet und durch die Brfisnadme Ihrer Hauptstadt wären_ alle die Blutströmc gespart worden, die slit: dcm yetgdfstn worden nnd; dies Alles bat mich in die harte Norb- wendtgkett versetzt, nicht etwa, es an Achtung gegen Ew. Rauüät fehlen zu !afsrn, sondern einige Maßregeln zu ergreifen, welche für dir Zukunft dle Ordnung, die Unterwerfung, die miiitairische Dioxi- plm, so wie die, Achtung s1chern, welche die iibriacn Klassen von Menschen nur wegen meiner SleUung, zu der ich mit Ehren und wegen der Dienste gelangt bin, die ich fortwährend mei- nem Vaterlande und meinem Könige gelcisiet babe, schuldig sind. ck habe gestern die Generale Gucrgue, Garcia, Sanz, den Brigade! Carmona, den Intendanten Uriz erschießen lassen und ck bin “"“ schlossen, da ich die Beweise eines aufrührerischen Attentats in _äu: den habe, noch Andere erschießen zu lassen, die ich ohne N“ "ck" der Person und des Ranges werde verhaften lassen, da ich überzeUJt bin, dat; ich dadurch den Triumph der Sache sch?“- d" "icht d' Suede Ew. Majestät allein, sondern aueh die mehrerer ta„usend Per- sonen ist, die verloren seyn würden, wenn dieselbe uuterläge. M""? Beschlüsse uutersjijßt der allgemeine Wille der Armee und des leks, die Beide nicht länger die Winkeéléäge und das feilt: Wesen derjeni- gen dulden wollen, die biSber das uder des Schiffes geführt haben,
das edo on weit von dem sichern Hafen ""f"!" war. M59?- meini KJiYchund err, nur einmal wentgsicus dre Stimme eines
treuen Untert anen is 11 Ihrem Her en drmgen, das Resultgt wird hnen zeigen,bdaß Sie Zurck) die verst.?nliebcn Adfichten dex entgen ae-
u “ind, die bis jetzt Ihre Rathgeber waren. „ aöedelüe, teinÉckßsiéorZJ ' unfehlbarste Mittel, Alles zu versobneu, be- . findet sich in den Händen Ew. Majeßät. Es smd buen * die Keime der Zwietracht nicht unbekannt, dre von Per onen u'Xb- rem Hauptquartier ausgesreut worden sind. Befehlen w. MUMM * diesen Personen, fich unverzüglich nach Frankreich 1zu be hen, und Friede, Eintracht und Freude werden unter Ihren 1 mm amn bett“-
n. Fu Gegentbexl, Sire, wenn die Leidenschaften bis an einen issen rad Jesießen sind, so vervielfältigen sich die Ereigui e, und
pft ck) an das andere, ich sage Unslück„ weil man
schuß : Fin Unglück kn