1839 / 126 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

15951 Y Ya:-7“'QQ 0-1“va *. - ......

M*.

";;-*I?

_. --'1-'

„(01:11 N;.

Briefe, weicbo mit derselben ele enheit einge an en s1nd- brin- gen eine Nacbri t, wetché iédéßgnoch der qu| ??SUUS bedarf- nämlich daß die n lischen Truppe'n im Katypft W "W H-eere yon Kabul bei Pechawer an der äußet'fkén Gränze Ind'ms eme Niederlage erlitten hätten.

Sm rna 13. April. Alle aus Konstantmopel emge an- genen RaLhkichéen verkünden die baldige Ausführungcdes gn- delsJ-Traktas vom 16. August. RJ kann gar kem _Zwetfel mehr über diesen Punkt obwalten. ' orgeskerpf sollte dre _leßte Sißung der Kommissarien, welche m_tt der deßmtcven Regultrung des Englischen Tarifs beauftragt smd, staxtßnden. Der-Taraf muß sehr bald hier eintreffen, und „von_ daesem Augenblcck an hat dann der Handels-Traktat Gülngkett.

Inland.

Berlin, 5. Mai. Heute Morgen ist hierselbsf, in Folge eines Schla fiusseS, der ordentliche Professor an der hiesigen Universität, 11.Gans, verstorben, wodurch die Univerfirät, wie die Wissenschaft, einen sehr schmerzlichen Verlust erlitten haben.

_ _ Stralsund, ]. Mai. Im Laufe des Monats April snd in die vier Häfen unserer Provinz 39 Schiffe, durch.- schnittlich von 44 Lasten, eingelaufen; ausgelaufen dagegen 137. Schiffe von durchschnittlich 87 Lasten von ersteren Waren 29 be- laden, von leßteren 91. Die wjchtigsten Ausfuhr-Arcikel waren 7060 Wispel Weizen, 2778 WiSpel Roggen, 2024 Wispel Gerste.

Düsseldorf, 1, Mai. [Düsseld Z.) Gestern Nachmit- tag verunglückten auf dem Rheine hier zwei Menschen (lei- der Familienväter), welche fich in einem Rachen befanden, wo- mit se Steinplatten von einem Flosse an der" Neustadt geholt hatten. DaS, wvhl etwas zu schwache, vielleicht auch zu sch10cr beladene Fahrzeug schöpfte an einer SteUe, wo die erömung besonders stark ist, Wasser und sank. Noc!) cinDritte1,1velc11ek in dem Fahrzeuge War, hielt sick) so lange über dem Waffel", bis er gerettet werden konnte.

Die dies'jähriqe General-Vcrsammlung des Vereins dCi" Kunstfreunde im Preußischen Staate findet am Dienstag, den 7ten d. M., Morgens 10 Uhr, im Sißungssaale der Königl. Akademie der Wissenschaften statt. Die vct'ehkten Dkstglieder Werden gebeten, Ihre hierzu erhaltenen Einlas;ka**1en am Ein- gange des Saales gefälligst vorzuzeigen. Die Ausstellung der vom Vereine erworbenen Kunstgegensändc ist an dicscm Tage nur für die Mitglieder dessxlben geöffnet.

Berlin, den 4. Mai 18:39.

Directorjum des Vereins der Kunstfreunde im Preußischen Staate.

Wissknsckzaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Die dritte Oper von ,Adam, Welche kürzlich hier zur Aufführung gekommen und die wir jetzt abwechsxlnd 1101“ dem König- lichen und auf dem Königstädtischen Theater yoren, der Brauer von Preston, hat im Ganzen nicht den Erwartungen e1111p1oc11e11, die man fich nach ihren Vorgängern, dcm „Position von Lonxumeau“ und dem „treuen Schäfer“, davon machte. Adam hatte besonde161m „Poslillou“ so manche gemütbliche Saite angeschlagen, namentlnt) 111 den beiden Romanzen des Helden und, in den Arien Magdalenens er hatte daneben in der Arie des Cborführers, in deux Trw: „Ge- bäugt, gehängt“ und an einigen Stellen der Finale's e_me Anlage zu bumorißischer Komik gezeigt, welche fick) m den Finales und einigen Ensemble's des treuen Schäfer wiederum kundgav, daß 2? schian, als befiße er sowohl den Willen als die Mittel, die fom1sche ;Qper wieder auf eine poetischen Höhe zu bringen. Sein neuestes Werk aber ver: rätb leider. das; es ihm entweder doch an diesen Mute!" fehlt, oder Wenigstens an Kraft. ste gehörig zu benutzen und fick) mitÉrnst dem D:“ensle der Tonkunsizu weihen. Seine mufikaliscycn Gedanken find entweder schon erschöpft, oder er hat fich, gleich Ander, von den Spenden,womftP11ttus dem cini ermaßen renommirten erlschreiber in Paris winkt, zu stück)- tiger Ar eit, zum Aufwärmen alter Ger1ch1e, zuit etwas anders ge- mischter Sauce, verleiten lassen. Was im Portillonxoä) als [lnge- schjcktheit eines beginnenden Talents erschien, das d1c Formen 110ch nicht zu beherrschen verstehe, muß nun, nachdem 0111 es ingmcr wxe- derkebren sehen, für wirklichen Mangcl an Gesangßkrayt gelten;

so die kurzatbmigen Säße in der Melodie, die der Komponist 1111 fei; .

ner zusammenhängenden Gedankenkrtte zu verbindcn Weiß; die ge- spreizten, anseinandergerenkten Intervalle im Gesamxe, d'1e "dcr Musk oft den Charakter des Abaequältkn geben; ein gar 111 daapg wieder-

kehrender Gaffenbauer-thtdmus; cndlich ein Gepiapper oder Gc- ;

schuatter, welches über die Gränzen dcs 1111111111110 hinauszzebt und gar nicht mehr 111111 Gesang: gezählt werden kann. Hiermit wollen wir jedoch der Oper ihren Reiz, dcn se desenungeachtet hat, keineswcges absprechen; nur daß kein höheres mnfikalisches Talent 111 Adam zu

“526

“„KG-„5141113- :und, «daßxeiaigxäu 111- 07 Hoffnung dowéxtégeude- Pak. tieen sek er fr beten Opern bloß das nsehen eines zufälbgen glück- lichen Wurfs gewänuen, dies allein sollte durch obige Bemerkungen vervoagehoben werden. Sein Brauer von Preston kanu fich immer noch dreisi neben Auber's [este Werke stellen, ja, er übertrifft fie so- Jlar hier und da an Frische der Empfindung und Gemütblichkeit des uSdrucks, wogegen er andererseits anFeinbeit und Routine wieder dahinter urücküeht. Und hätten wir nicht seit kurzem auf dem Felde der komi chen Oper eincn Deutschen Komponisten auftreten sehen, der mit gediegener mufikalischer Tech1111 11nd innigen; Gefühlsausdruck auch Französische Leichtigkeit und _Graxtc in sich vereinigt, und dessen Werk ,.Czaar und Zimmermann“ 1111» dem Bcsteu anrcibt, was über- haupt jemals _ Mozart natürlich ausgenommen, der hoch und “:“-11, erreicht über Allen thront _ in dissem Fachc geteistet wcrden, hätte also xin Vergleich mit jener Lorßingschen Over nicht zu nabe gelegcn, so würde dies neue Produkt Fran östscher Tonkunst ein noch günsti- geres Terrain bei uns gefunden da eu. Es fehlt dcmselden durchaus nicht an hübschen Wendungen und pikanten Combinationen, worin 1711, besonders cin Duett des ersten Aktes, mit der freilich etwas an das PoßUon-Ljed erinnerndsn, vaudevillcartig wiederkehrenden Me: lodie in „Mädchen von Schottlands Höhen“, das erste Finale und ein komisches, nur etwas gar zu gaiopp gehaltenes Terzett des 31011- ten Aktes auszeichnen. Acrmtr 111 die Oper an Stellcn, die zum Herzen sprechen und einen wirklichen 11111sikalischen Genuß gewähren; 111 den ersteren 1cbören das ebenfalls vandevillcartige Braue1lied und die Axiette des Sergeanten im drtttcn 2111; als in beiden "Beziehun: gen vollkommen befriedigend wüßten w-r abcr nur einen furxcn vier; stimmigen Männergesang im zweinn Fmale, dessen Hauptirirkung mdsß 111 dem Kontraste liegt. 111113 die Romanze dcs Brauch mit dem angehängten Trio:Sch111s; im dritten Akte zu nennen; die [eZtcre is ohne Ztvmsel das bcste Mnfikfiéfck der 111111111 Oper. Wodum) 111111 aber dies Mischwe1k von Oper, Vaudeville nnd Lustswel ststs unterhaltend, wenn auch ohne tieferen Nachklang, wirken wird, das ist die tändclndc Leichtigkeit, der mantere, hüpfcnde Rhythmus, wo; mit die Musik dabinrauscht und dsr lebhaften Handlung sich an: schmiegt. KLM! sie 1111111 auf selbstständige Bedeutsamkeit An- spruch machen, so ist sie dock) cine prfante, belebende Zugabe, 1111d dic Verfasser des Tcxt'ouchcs so wie der Komponist 111111211 1701 gcgcnscitig bei einander zu bedanken. 9111311erfe1111c11 117 111101, das" das ck1araktcriü1sche Spiel der Dllc. Löwe, dcs Herrn Mantins imd drs Herrn Blume, als Effie, Bm11er und Scrgcant, 11111111001in dazu beiträgt, dicser T-pcr auf dem 3161119114101 Tdcatcr cinen bcsondckeu Schwan,] zu verleihen, so dat"; fie bci ibxer dreimaligen 2111011011101] 1111me1 e111 zadlxcicbcs Pnbltkum anzog, 0110181117 1160310011010" einige: Vorstelluxmen auf dem Königstädxiscdcn Tvmtcr crlcbt batte, wo s1c 111111118111? cbcnsaus mit vielen: Eifer 11110 (1111-3111 0711011] gegeben wird. Bei ihrer letzten 2111ffü1111111g im Königlichen Tdcatcr gab uns 111 den Z1vische11-Aftcu dcr F1öte11=eriuos, Herr Drouet, wieder Probea von seiner mcisierbaften Fcrtigkxit, die 1111) in den Varialioncn 11111“ (11111 51111- 1111» 12110011 am 9151111001"th cntfallcte, Dax"; er an diesem Abend den 1011 0111 paarmal etwas“ „111 1100) schweben lies:, ist ein Insul], dcr 100111 dem größten Künstler begegnen kann. Mehr verwunderte 11116 die bingeworche Art 11110 Wxisc, 111-ic Her.“ Drout die Themata, das gcnannte Volkslicd Und dic Schottische R0; manzc «1111; der weißen Dame, 110111119; wir héiitcnbicr mehr Sccle 1111 Ton erwartet. Es scheint jedoch diesem ermoscn bci alikr flas17sche11 Vollendung der Form und bei der erstaunenswfirdigßcn Leéchtigkeit in dcr llebrrwindung technischer Schwicrigkcinn, eben so wie dem (1011: lichen Meiser auf dem Piano. Sigismund Tbaibcrg, der roman- tische Schmelz des Ausdrucks abzugeben; doch es ist nicht Jedem Aücs gegeben. und wer durch die glänxendse Vir- tuosnät zu solcher VeWUnderuug hinreißt, wie Herr Drouct, wirkt, nur in anderer Art. nicht ménder mäch1kg auf das Gefühl der Hörer. Wir haben schließlich noch zu berichten. das; zu großer Freude der Verehrer klasßscher Mufik Fräulein von Faßmann, von ihrer UrlaubSreise zurückgekehrt, 111 diesen Tagen wieder als (511111111111): aufgetreten ist, und das; fie in dem Gaste aus Dresden, Herrn Tichat- schek, a1s Adolar einen Partner gefunden hat, der alle Anforderun: gen, die man an diese Rolle machen kann, in Gesang 11nd Spiel aufs voÜkommensie brfriedigte. Beiden wurde der lcbbaftcste Beifall 111 Theil, und Ö1t' bcute 17at1fi11de11de Wiederholung dieses Deutschen M*.istcrwcrkes kann nur erwünscht seyn. 10.

London. In der Sitzung dcr gxographisxheuGese„llsc1)aft am 22. April sprach Herr 911111111 T. .yolyrood uber d1e Moglich'tt, die Quellcn des wrißkn Nils mit Hülfe eines Dampboxtcs zu erfor- schen. Er führte an, daß Herr Petting, ein ausgezeichneter Civil- Jngenicur im Dienffc Mehmed Alt's, dcr Mcinung sed, daß, wenn man mit eincm cisexncn Dampfboote von 70 FM? Länge, 11; Fuß Breite und 8 Fuß Tiefe mit Einscßlns; des Kéexs, das mit der Ladung nur zwei Fuß tief gehen und zwei Dampfumschincn von 12 Pferde- fraft von hohem Druck, vcrs10c11 sev, im Juli Kadim verlasse, so könne man im Ssptembcr 111 Berber scvn, wo man bis 10111Aufböre11 der tropischen Regen bleiben und einen Boten nacb Kartum senden müsse, damit dort für die Expedilion dic nötbigcn Vorrätbc angefehafft wiirden. Von da ging: die Reise d111n den w:“ißsn N11 weiter anfwätts und wahrscheilich wfirden sechs Monarc binreichen, um beide Arme des 111sscs amsmncd-

mcn. Die Kosten cincr solcbrn Expsditiou würdea 51100 Pfd. wohl nicht übersteigen. _ Sodann wurde ein Schrc:ben des Lieute-

nants Sanmarez Brokk, von der Königlichen Majine, aus Malta . vom 20. Mär; mitgetheilt, worin derselbe fiber die von ihm veran: ; stalkcte Aufnahme des Meerbusens 0011 Kos an der Südwcft-Küste “. von Kleiu-Aßeu berichtete uud zwci große Karten von der J111'elKos ?

* und dem Meerbusen Überlandte. _ Der Capital" Gosselman voii '

ten in Süd-Amerika. _ Herr „J von Russeggeés Reise vom Smai nach Hebron und Jerusalem.

der Schwedischen Marine sprach über die von ihm im besuchte Straße von Cordova nach Mendoza in den La P ataxStaa- . W. Hamilton gab eine Uebersicht

ahr: 1827

Dauer der Eisenbahn-Fahrten am 4. Mai.

Abgang

Zeitdauer

A b g a n g Zeitdauer

von lum Uhr 1St.|M.

von um Uhr St. | M.

Berlin Berlin Beclin Berlin Berlin

Die [este Fahrt von Berlin und

» 1 39

_ 49 »

_ 49 44

Potödam 5 42 PotSdam

Mrg. 1 ** 45 8; » _ 1 39 otSdam 12; Nm. _ ] 40 otSdam 4; x _ 45 otsdam 8 Abos. _ 56

die erste von Potsdam mit Pferden.

1839. 4. Péai.

Du::üsänizung Wetter ............ 17.151113 ............. Wolket1zng......

„1101. 2374.

1111 011111". 1,1111.

11' ] /11 "“

'Taacximittel;

211151. _. 11111111“ - „4011011 1507. 1505.

('11115'. 317" 931,13- “*I-““Y“ „3011. “114,1... * 111 F)“) I'

1111. .; 14, -- -

170111 16.

591], 1101110, 1111 011111. 111). 95.

101. 851. 5“/„ 5111111. 1101110 21112.

50/11 1"U- 1071/4, 11010 1101111 - 011111011 1529. „4111. 110 1834 13/13/“ .

1 Nach1nir1ags

6 ler. 2 Uhr.

1 ; Luftdruck ......... 1333149“ Par. 1 333.711““Par. 1 334 A““ Par. (“0111111111112 ...... “+ 8,9" R.'+]3!" R.1+ 820 R. Thanpunkt ...... 1+ (')-7" R. + 8-10 N- + 7,00 R.

8/1 ICL. (37 0071. 51119111. 1111101101111. W. W.

„Tugwärej

3111510111311],

F10-101'1. 11011121. 801111111 553/111- 50“(, 5111111." 173/14. 1,101155. 1“1'0111.-d*1711. _.

1,0551"- _. 1'11111. _. 1111111011101",

310110 11111. 177/8_ 17:111 , 3. 11131. 1511111. 111153. 1071/2. 3/8,

1111111111111;

50/9110. 102. „41182. 5011. _. (1031011. 11101. 10215110-

Meteorologésche Beobachtung. Morgens

Rach einmaxiger

Abends Beobachtung.

[0 Uhr.

Querärme 7.2" R.

Flußwärme 6.9“ R.

Bodenwärme 6,0“ N.

91 pCt. Ausd111111l11190,021“*Nb. heiter. Niederschlag 0224-9111, W. Wärn1cwechle1+14,1" .... .* 529

'"" W. 333-96'“P.1r.., + 10,1 R... + 7,3"91... 81 11101. W.

0 151510011.

30 1111111. [(Um-11111. 27/16“ 7.111,51. 52/4-

29 1111111.

1.1111111111, 31). 1111111.

111-1,2. 10/1.

('11111 211.

21/20/11, 111111. 56. 1201151. 111155". 11214.

R0110 11111. 203“. 91135170 47/3, 50/1) ](13- 50/0 [)(-111. 363*4, 111115. 783/4. ('1111111111. 31.

1'111“1x, 30. 1111111.

ZM, 1111 011111. 81. 40. 59/4, R0011, 0

1

I- 7 1.13.8110 -_ . 3 /„

1111011, 31). 1111111.

101[ 2.

30/*11 81'/2- 2'120/11 **"- «11- 1830 1111114.

von

Boieldieu.

Teufel , Hoguer.

WTontag, 0. Mai. mann, konnsche Oper in 3 Abri). Hoguet.

Zn Potsdam: Ein Tag Karl Stuart's "., Lustspiel in 4 Abri), von I. B. v. Zahlhas.

Dienstag, 7. Mai. Im Schauspielhause: Hamlet, Prinz von Dänemark, Trauerspiel in 5 Abtk)., von Shakespeare. (Herr Grua: Hamlet.)

W2ittwoch, 8. INN“. Schloß Avenel, Oper in 3 Abth., mit Tanz. (Herr Tichatscheck: Georg BroWn, als Gastrolle.) Im Schauspielhause: ]) 111111011113, 2) 1,11 1110011010 1'0111'0501111111011 110: 11110 011 1 111710, 11111“ )11'. 1111111311011. 11110 1131“ 8011110. (1111115 00110 111000 1111. 5311101111111" 101111111111 10 11110 110 1101111011110.)

Donnerstag, 9. Mai. pantomimisches Ballet in 3 Abth.,

Jm Schauspielhause: Stuarc's "„ Lustspiel in 4 Abth, von I. B. von Zahlhas.

Königsstädtisches Theater.

Mädchen von Marienburg. Schauspiel in 5 Akten, von Kratter. (Dlle. Therese Erck, neu engagirtes Mitglied: Chatinka, als ersten theatralischen Versuch-) Der Gldckner von Notre-Dame. Ro- mantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch-Pfeif-

Montag ,

Dienstag, 7. Mai.

Königliche Schauspiele. Jm Opernhause:

Jm

Zum

0. Mai. Das

Im Opernhause:

Czaar und Zimmer,-

Mustk von Lorßing. Tanz

Die Dame auf Musik von

7511111071110 011 ] MU“.

143 11010 (10 ('ZZ'ljuxtx-o, 01111110- 3) [„.1 5001111110 3111100, 1311110-

Der hinkende bearbeitet von

Ein Tag Karl

Opernhause.

erstenmale:

fer. (Mad. Geisler, vom Stadttheater zu Leipzig: Gervaise,

als Gastrolle.) In Ve111c111111g des Redacteurs: Wénsel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

_;

Auf den Antrag des Gutsbestsers Henning werden alle die“eni en, welche an Tie demselben bisher eigen- 1hümlics eßörendeu, gegenwärtig verkauften, im Greifs. walder reise belegeneu Güter Vorwerk und Iasedow

"“Allgemeine. A

, ) Das Gut ist B e ka n n c m a ck 11 ng c 11. WWW MM A u s z 11 g. Register liegen bei dem heim xur E1nfich1 bereit. Schmerviß bei Belzig, den 211. April 1830.

nicht verpachtet und kann sogleich l)i'1530|1111rt'. A|11ch10 , Karte und Vcrmcssnngs- 018011111111 111 0111115101] 111711011011 0111 Inspektor Witte „511 Tuck)-

Der Kreis-Deputirte Brandt von Lindau.

0. 11. aus irgend einem Rechtégrunde Forderungen

und Ansprüche machen zu können glauben, 11 deren

Anmeldung und Verification in einem der olgeuden

Termine, als ,

den 18. April, 3. Mai und 21. Ma1 d. J., Morgens 1011111,

Guts-Berkauf oder Verpachtung.

Den vielen Anfragen zu genügen, will ich eines mcéner Güter, Schöningen oder inedefeld, unfern Stettin, im f111chlba111en Theile des Randower Krei- ses Vorpommerus bclcgen, abtreten und werde am

111 1711111011011.

vor dem Königlichen Hofgericht, bei Vermeidung der 24. Mai 1). I., Vormittags 9 MM 11! Fkicdkscld ['“ „1,1 131,1". 1,1,» 31.111“

rätlu ou, welche am 4. I wird, [Kermit eladen. Die vollständigen Proklamen nehmen. sud deu Stra! undischen Zeitun en inserirt.

Datum Greifswald, den 23. ärz 1839.

Odebrecht.

Guts-Verkauf.

Das im Regierungs-Bezirk Magdeburg, drei Mei- len von BUI, belegene Ritter ut Tuchheim, 0111 den Borwerten ülpeu, Lütgen, ucheim und Königs- rode, wird mit dem Inventario zum Verkauf gestellt. Hierzu gehören:

2100 Morgen Acker,

1200 " Wiesen,

402 - Angerhütnng,

121“) » Wald, 1000 " orsthütung,

werden. zeichneten.

ärte 11, 221 sst.

Teiche.

uni 0. erkannt werden Pcncun sowohl Kanf- als Pachtgeboic auf beide 1111-- Diese Güter gehören zu den besten des 8 111-[' 113111111 Kreises, liefern als Hauptfrüchee Raps und Weizxn “' " * ' und halten resp. 2400 und 1800 Stück fe111e Schafe, ») 12 8011501111111)" 1111 Köui [. Preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. und da s91che, außer den Pfandbriefe", n1cht belastet ' ([„ F,) sind, so konnen die solidesien Bcdingungen ugestanden Näheres auf frankirte Briefe

Schöningen, den 28. April 1839.

Literarische Anzeigen.

So eben ist bei Ludwig Schumann in Leipzig erschienen und in allen Buchhandlun en zu haben: Behsemeper, 1)1-. Alb., Jahr ücher für Ho: * möopatbie. Der 1. Band, welcher ebenfalls aus 2 Heften besteht, kostet 1 Thlr.

eim Unter-

Der Gutsbesitzer Freese- 1811801181111

„4111 8111112818011-

1.

1111111111 0001501101“ [(111151101' 111 111111111111-111-1111111111011. 3111 111*1t1":1_*.*011 1101" 1)1'15.§0111111|'01', 1711111111111101', 1111111- 01101101, 11101101“ 1,1. 11. !(1'11151101.

[)'111 1. 1.101. 111 (111. 1111)“;11-1**111111 «1111 0111111111011: 1171111110110", 1'1111]. M'. 513111111101“, 1110 0131011 11'101121'1111111' (*,-"111111011 .11-1'11x1110111, 1'1111 1,11111110111111111 111 "115001111111", 1110 8111111150110" 1111111110117 11111 N'. [11111

,d,111)§1:1. 1'10111 71111“ 1101135. 1'1111. ]Z- 11111", C11111. 1)1111. [F 11111"., 011111. 0-1 1101 50111111 2; '1'1111'., 111050111011

17010111111101111011 2111" „4111111111110 1103 1. 1111111108 111111

111 11011111 1111111111 (1. (1k1)1)111§, 1171111151. [1111150111110

[11111313-111120130. 111 0101110111 1701111150 M 80 011011 0130111011011:

*1'1118110, 011 (101 201'8111'unZ011011 17170110

(;0111. 7. k). 8101110111011, 11111. 7. 1). Mittag. Udbe 10 2011, 1110110 11 7.011.

11111“ [**-"an:. 701111 1111101 1 ']“1111'. 15 ßgr. 011101" 1 11111. 22; xgr. (3010111c 2 ']"1111. Va; 110111113110 (3011131110 810111111'11011'0, 1111011 1011131;- 11. Band, 18 und 23 Heft, Preis 110111111011 rö11111110118c bsknnntx 151111. 11101101" 11001151 ge. 11111 011011 |„itb0gru11b10 t10K'11011 "1100013030110" 00, 1110 1 in Zartheit 1101" 3115111111009, 111- in 11

551",

röfptig01'

nzeigér für. dié PreUßt1chcüStaä1ew

1111 1101111110 0111) .11111115 111111110115 11111] 11.111110111301101 (7083111111c9711k11ng 111111 51011 1110-

,801110 11011 11051011 171111120515011011 1311111011! "1111011111111

1.111" 50110 81011011. ;111-11111111 1105-11-91.

111111111110 17011 0111801115111) 170111011

17 1101111011 [( 1" 01) 8 , Kunztbän-Uer, 1711111265180110 31.111180 WUK], 11111(?01111111'111011-1'13k2-

1

Neu erschienene Bücher der Dieterichscbcn Buch- handlung in Göttingen (111 haben in al1cn Bu

chand1

[lungen, Berlin, bei F. Dümmler, Linden Nr- 19):

Dahlmann, F- Lte verb. Aufl.

10111arqu1111105.

410. 5 8111".

3 '1'1111'.

1.7. 111111113111. “10111. 1. 01111101, 0. ()., (113110 111 530115 811000 0111105 11011- 110111130 600181110 111181151110 110n 18. 8011111, 1837.

C.. Quellenfunde der Deutsche" Geschichte, nach Folge der Begebenheiten geordnet-

Gr. 810. 20 sgr.

Grose, Fr. B., Leitfaden zum Studium des Han- noverschen Privatrechts, 11- Thexl, 21: verb. und

vervoüständigte _AUSgabx. _ , ' 111111110118, 110011011 (10 “111-[cox 01 1111111108 11012038

U01170u11! 8011111010003 111-„

Gr. 870 1 Thlr.

4 “1'1111'. 15 8 1".

15 agr.

80111111 111111111, 11. kr. U., 1101101" (11111 0111011100n - (301110101150 bei 1170110141111! Unten 13111111 [. Lag. 374 -- 99. 8170. 7.

_ _ (1168011161118 1188 Uietlorsäobaiwbon 170111- 7011 ; 110311011 erstem Usryorcketsn 11111" 0011180110111 130-

11011 1111 1118 211111 101110 1180. Mit 2 Karten 870. -. 201130111111 für 1110 ](1111110 1108 11101g011111m108, 1101-- . anzg. 7011 1301-0111, 0. 11; 6111101an [(050 111-1011, .

hassen, Neumann, 116111501“, 111111110113. 11.11.

11011 2. (Fr. 070. 25 agr.

Allgemeine

_»Preußiscixxe Sta11_ts=Zeituug.

Berlin, Dien a den 71-11 j a

* *"»_- “.*-_... _

Zeitungs-Naäyriähkené A u s l a n d.

Rußland und Pöl?"-

St. Petersburg, 27. April. In der Absicht, ,ein-e en; gere Verbindung zwischen der VerWalrung der Grtcchrschen

1 1 | | 1 1 1

1 1 1 ]

rechtgläubigen Kirche und der Erziehung dcr fick) fÜr den heili-

gen Dienst vorbereitenden Jugend zu bewirken, wird durch

einen Kaiserl.C'r1aß die oberste Aufsicht 11001.“ das geistliche L:k)r-

fach, welche bisher einer besonderen Kommissron der geistlichen 1 Schulen anvertvauc War, in de_1n_ heiligen Synod, als Okk aeisc; z lichen Haupt-Behörde des Ru1s11chen Reiches, vkreénégc. Dem; ;

gemäß wird die Kommisston dcr geistlicher: Schulen ganz ein- gehen und die zum Geschäfcskreise derselben gehériqen Gegen- stände des Lehrfaches und der Oekonomie dem Synod vom ]. Avril 13. I. an übertragen werden. Für die Expedition die- ser Gegenstände wird beim Synod eine Verwaltung des gefti-

1ichen Lehrfachs errichtet. Alle Rechte der Kommission der geist- * lichen Schulen werden nunmehr in den Haupt-Gegcnständen * Synod, in den Übrigen Gegenständen aber der VerWal- ? tung des geistlichen Lehrfaches und der Oekonomie-Verwaltung ?

dem

übextragenyxrden. Dem Synod wird auch die Befugniß cr- tbetlt, Getftltcben, welche durch Feuersbrünste oder andere U11-

glücksfälle zu Grunde gerichtet wvrden sind, Unterstüfxungcn zu '

ertheilen.

Nach dem kürzlich erschienenen Beriäxxte des 932111isk01'1'ums .

des Innern gewährte der Gesundl)cits-Zuscand dcs R9ich5 während des Jahres 1837 weniger bcseicdtqcnde Resultate als in den vorangegangenen Jahren. AUT??? dén klimatischen C'in- flüssen dürfte diese ungünstcge Gestaltung wohl voxzkxgjzck) dcn plößlichen Veränderungen der Atmosphäre und [„ einigen Gegenden dcm Genuffe des aus unre-fcm Roggen bexcjeéxcn Brodtes zuzuschreiben scVn- Aus dem Bcrichéc eraiebr sich, daß die in den Gouvernements: und Kreisstädrcn bésindlichen Hospitäler im Laufe des Jahres 18:57 11berl)aUpc 101,1102 Kranke zählten, von 1velchen 163,05! eheilt wurden und 11,053 starben, so daß auf 10 Kranke ein „odesfall kam, Von den Mineraleuellen im Rusfischen Reiche Waren die Kaukasischer: und die Serjigewschen Schwefeleuellcn im Gondernement Orenburg die besuchtestcn. Die Zahl sä111melichcr dicse und die übréqen Heil ; Quellen besuchenden Personen belief sick) auf 2884. Der künstlichen Mineral- Wasser bedientcn sich in Pc,- tersburg, Moskau, Kéjew und Odessa 3.87 Perzdnen.

' Zufolge emer höchsten Anordnung soll künftig von jedem Fennländer, der ohne den geseßléch vorgeschréedctien Paß den Rusfischen Kaiserstaat betritt, eine Strafe von fünf Silber- Rubeln, an den Orten, Wo er zu Wasser eintrifft, zum Besten des Staats-Einkommens erhoben Werden.

Frankreich.

Deputircen-Kammer. Sitzung vom 30. A 111. (Nachtrag.) Die Ex'klärung, die Herr Cunin-GridZine am Schlusse der geskrtgen Sitzung abgab, und die wir in un- serem gestrt en Bek1chte nur andeuten konnten, lautet folgender- ma en: er ehxenwerthe Herr Passy erzeigte mir die Ehre, am vergangenenOonntag Vormittags um 11 Uhr zn mir zu kommen. Er zergte mir an, das; mein Name sich auf einer thftex-Usre befinde, die der „König genehmigt habe, und fdr,- derte tmc!) auf, meine Zustimmung zu geben. Ick dankte unse- rem ehrenmerthcn Präsidenten; aber ich gab ihm soglcick) und «1110 eiÉenem Antriebe eine abschlägige Antwort. Es darf dahev mem tztschluß keénem fremden Einßusse zugeschrieben Werden, und meme Freunde, die ich nicht befragt hatte, find demsel- bxn fremd. Ick schöpfte meine Beweggründe aus meiner Laar; dtese War einfach und klar; und im Privatleben, wie im “öf- fentlichen Leben kenne ich nichts, Was einer offenen und entschie- denen Lage, die man zu jeder Zeit eingestehen kann, vorzuzie- het1 “wäre. Ich hatte früher einer Combination, die meinen polmschen Prinzipien jegliche Sicherheit darbot, meine Zustim- mung gegeben. Auf der mir am vergangenen Sonntag mitqc- theilten Lcste fand ich Weder den Marschall Soulf, noch meixicn ehrenwerthen Freund, den Herrn Teste, noch den chrcnwerthen Herrn Hamann. Ich fand auf derselben allerdings die chrcn- werthecßen Namen- und die größte Bürgschaft, Welche das 4a1ent darbieten kann; aber sie qcm'igte meiner: WW _memer Freunde Prinzipien nicht'. Ich 11111510 mich auf Ms? Umstgnd, um meine Weigerung zu motiviccn. Ick) tkn9chteS üemerkeuch, daß 111) 111 dem neuen Kabinct persönlich 911111“ 1 15? fa?ds-_daß ich in demselben isolirt sey, daß meine 11 o e Zothwend g eme_ negative, für alle Welt hinderliche wcr-

elkj'ffw r_de,(“1:1)ndldaß Ul) daraus, früher oder später, befürchten tdnß ?, LMSF 1)“ ldung entstehen zu sehen. Ich fügte aber hinzu,

a „'nem-“O ""'? e Und Ich nicht die Abscht hätten, eine syste- xnakksä)? Pkpofikwn 31:1 Machen. Wir haben im Gcgcntheil rpmer aner “""t- daß reckliche Staatsmänner, denen, welche dce Interessen des Landes vertheidiqen , ihre Mitwir- kung schU1dkg find. Man möge, sa*qte ich, das Pro- gramm befolgen, und war wurden jede's Ministerium, wel- chen Namen es _auch “'“ge', Unterstützen. Ich sagte dem Herrn Passy HUM A(“schuhe, daß einige meiner Freuride slch 47,7 demselben Ta_ e um 1 Up? versammeln würden, um fich über thx: S ritce f r den Fal eines Adreß-Vorschlages zu verständtgen. _ck Henuhte diese Gelegenheit, um ihnen über die Vorschläge„ dre mn: gemacht worden waren, so wie über die Gründe meeyer Wecgerung Ber1chc zu erskatten, und se erklär- “ten fick? damn vollkommen einverstanden. An demselben Tage gegen 3 Uhr Nachmitxags“, wiederholte Herr Passy sein Auer: bieten, und ich feste ehm neuerdings dieselben Gründe meiner Weigerung auöeinander. Nur fügte ich hinzu“, daß ich'eénigen meiner Freunde, sowohl über die mir. gemachten Anerbtetungen als über die Gründe meines Widerstandet Bericht ab; gestatxet habe. Ich Wiederholte ihm, daß wir keine

systematische Opposition gegen Eigennamen erhaben würden. Wir würden unsern Grunjdsäßen treu bleiben, Und wenn das neue szbincc ihnen. gemäß regierte, so würden wir dasselbe unter- scuxzen; wo nacht, mehr.“ _ Außer mit dem Vorschlage des Hekrn Mauguin wird fich die Kammer morqen in ihren Bu- reaus auch mit einem Vorschlage des Herrn 'Larabit beschäf- tigen, dsr darauf abzielt, eine Untersuchung über die Umtriebe bei den leßten Wahlen anzuordnen.

Paris, 1. ?Nai. Feie_r des Tages duxck) Kanonensalven vom vaalidenhause her ecössnct. Das Wetter ist pxacbevoll, und bei Abgang der Post (| Uk)!" Mittags) füllten 11111 (113 Straßen, Und der Zug der chzgicrägcn schien s(ct) zuerst hauptsächlich nach der heute zuerst crönnctcn Induürée-Ausstcllung zu richten.

Der Besuch, den der König und die Königliche Familie gestern der Jndusrrio-Ausskeüung abstatteccn, dauerte über vier Stunden. .Der König soll fich im höchsten Grade zufrécden mit den Fortschréctcn, die seit 15:37 bemerkbar geworden sind, gezeigt haben,

Der Sck)1viegervater des Grafen Von INontalivet, Herr Paillard-du-Clcré, ist in Laval mic Tode abgegangen, und der Graf _von OKontalivet, der eine Erbschaft von mehr als 100,000 Fr. ]ähylicher Rente antritt, wird in diesen Tagen in

Henke fkük) um 5“. Uhr wurde die

Paris zurückerwartet.

Der Graf Iaubert verläßc am künftigen Sonnabend Paris, um seine Reise nach dcm Orient anzutreten.

Der Prozeß des General Brossard soll nun definitiv am 20. Juni beginnen,

Nachdem vorgejkern Herr “Passy dem Könige die Voll; machten 1111 Bildung eines Kabincs zurückgegcbsn hatte, wur- den der »))?arschgll 0011 und der Herzog von Broglée zu Sr. Maj. berufen. „Sind sie,“ sagt der Constitutionnell „gleichzeitig mit der Bildung eines *))?inisteréurW beauftragt wvrden? Gewiß ist es, das; man schon vorgestern Abend an einer neaen Comöination arbeitete und daß man dem Herrn Dupin den Vorschlag gemacht hatte, in dieselbe einzuxreten. Gestern versteherte man, das die Herren Passt), Teste und Sauzet eingewilligt hätten, die Kochen der Herren 01111111 - Gridaine , Guézoc und Duch41tel zu werden. Wir glauben versichern zu können, daß dieses Gerücht durchaus Ungegründec ist, und daß die Staatsmän- ner des linken Centrums ihre Pflichten gegen die Krone und gegen das Land nicht aus den Augen soßen Werden. Herr 3911n1a1m, der heute nach dym Elsaß zurückkehren wollte, soll aufgefordert worden seyn, seine Reise zu verschieben. Es scheint, das; 1111111 entschlossen 111, ein Kabine: aus Mitgliedern des rect)- tcn Centrums und der 221 zusammen zu seßen. Unseres Er- achtens würde dies der Beginn einer neuen Krifis seyn; denn das" Land will vor allen Dingen einc Vermalmng, dié Bürgschaf- ten für ihre Dauergiebt, und daswürdc bei der eben erwähm ten durchgus nicht der Fall seyn. Wenn, wie man versichert, der Marjchall Soult nach 50 Tagen fruchtloser Versuche slch abermals an die Arbeit macht, so wäre dies das dritte Mal, da[; er sein; Vol1machtc11 zurückgenommen hätte. Man steht Elk sch111erzltcher Empfindung, wie ein so hochgestelleer Ruf die 411111011111“ Lorbcern und die Londoner Ovationen in so trauri- gen I!".tréguen auf's Spiel setzt. In dem Benehmen des Mar- 1chaUs fällt ein seltsamer Widerspruch besonders auf. Vor fünf I Lochen hielt er kein Ministerium mit den Doctrinairs für mög- lich und jetzt hält er jedes ohne sie für unmöglich.“

Die "3121110121": Liste, Welche gestern Abend zirkulirte, war folgendermaßen zusammenqcseßt: Der Marschall Soult, Kriegs-Miniskct' und Conseils;Präftde11r; Herzog von Broglie, Minister der auswärtigen Angelegenheiten; Herr Duchätel, FinanzzMinisicr; Herr Gasparén, Minister des Innern; Herr Qunin-Gridaine, Handels-Minisker; Herr Sauzet, Minister des öffentlichen Unterrichts; Herr Teste, Großsegel- bewahrer; der Admiral Mackau, See-Minéster. Dieses Mini- sterium, hieß es, würde der Kammer künftigen Donnerstag zehn Gesclz-Encwürfc über industrielle und kommerzielle Gegenstände vorlegen.

Ueber die gestrige Silzung dcr Deputirten-Kammer äußert sich das Journal des Débats unter Anderem in folgender Weise: „Wir befinden uns in Verlegenheit. Man hat uns so oft beschuldigt, durch unsere hinterliskkgen Auslegungen die Bil- dung des Coalitiotts ; Ministeriums und des Ministeriums dcr linken Seite verhindert zu haben, das; wir Anstand nehmen, selbst vor,: dem zu sprechen, Was auf der Rednerbühne gesagt worden tft, und was von den tausend Echos der Presse wieder- holt werdcn w'ird. .Wenn das linke Centrum noch die Zügel der Regierung übernehmen kann, so smd wir weit entfernt, um! dagegcn zn opponircn; wir wünschten, daß die Kammer nicht gehört hätte, Was sie gehört hat, nicht gesehen hätte, was sie gcseyen hac, _ die Zerstückelung des linken Centrums nach der Zerstückelung so vieler anderen Parteien. Herr Dr;- faure sal) den Gedanken des Publikums und der Kammer vor- aus, al;; er den Vorwurf der Unfähigkeit und der Ohnmacht, den man dem linken Centrum Machen würde, zurückzuweisen suchte. Man fragt fich allerdings heute, ob jene Partei nur im Stande ist, Ministexien zu stürzen, ohne jemals selbst eine Verwaltung aufrichten zu können. Es ist dies das zweite Mal, daß das Ministerium des linken Centrums fich in dem Augen- blicke auflöst, wo es eben an's Licht treten sollte. Das erste Mal war es Herr Thiers, der durch Erörterung des Pro ram- mes dathZat, daß man nicht einig sey. Zeßt at Herr Iupin etwas ehnliches gethan; nur hat er fi , wir müssen es bekennen, weit ungescbt'ckter dabei benommen, als Herr Thiers. Er hat das Recht gegeben , seiner Unentschlos- senheic zuzuschreiben, was mit etwas mehr Gewaodheit dem Mangel an Uebereinstimmung unter den Mitgliedern pes küns- tigen Kabinett zugeschrieben werden konnte. 21110 Welt wird ihm den Brus) dtr Combination und die daraus, horvn't'hmd' Zerstückelung des linken Centrums zur Last lesen; und denn“.

sind die Betrachtunqen des Herrn Dupin über die Zusammen- setzung eines Ministeriums des linken Centrums und über die Unsicherheit der Majoritäc, wenn auch zu spät und zur unrech- ten Zseit angebracht, doch darum nicht weniger richtig. Was sagte mder ThatHerr Dupin? Die Majorität set) nicht gesehen ge- wesen. Die Majorität,we1che Herrn Passyzum Präfidemen ernannt haxce, „versprach nicht gerade zu, ihn als Minister zu unterstützen. Ste haelt zuxück, bcobachtend und richtend, unpartheiisch vielletcht, “_bek slche111ch _ohnc besondere Neigung für das neue Ministe- rmx11. Welches waren daher die Kräfte, auf die sich das nene Kabmxe zu stüßen hoffen _durfce? Die linke Seite und das Wk? CMWM- d- d' die Koalition ohne die Doctrinairs, ohne mk Rk-vubltkianer _und ohne die Legitimisten. Hier war keine

1a101'1tär.'11nges1chts aller dieser Hinderniffe zog sch Herr DUPMMzUkUE; YUV was man aucb sagen mdqe, diese Hinder- nasse nnd wark11ch vorhanden. Nur hätteHcrr Dupin am Sonntag Abend ebeen so gut davon durchdrungen seyn können, als qm qutag f1:ub_. Wenn wir die Bedeutung jener Hin; dermsse aufjuchen, 10 finden wir , daß sie die Thatsache ausdrücken, welche die gegenwärtigeLage beherrscht, nämlich dieUnmöglichkeit, eine Majorität ohne das Centrum,odereinenTheildes Centrumszu bilden. Dort allein findet fich eine Majoritäe und ein Mini- sterium. Wir sind nicht die politischen Freunde des Herrn Duyin und keinesweges beauftragt, ihn zu vertheidigcn. E1- b*at sch, indem er die neue Combination sprengte, vom Unken Centrum getrennt, wie früher schon der Marschall Soult, Und wie theilmeése Herr Passy, als er fick) durch die Stimmen des Centrums zum Präsidenten wählen ließ; und so löst fich nach und nach das linke Centrum auf. Dies ist eine Thatsache, Welche sick) täglich deutlicher kund geben wird, und die man leichter ableugnen als verhindern kann.“

Die Presse sagt: „Es ist wahrscheinlich, daß in den Re- den, die heute zwischen der Krone und den großen Sraats'kdr- pern gewechselt werden, mehr als eine Anspielung auf die ge- genwärcige yolitische Lage vorkommen wird. Was uns betrifft, so wünschten Wik", daß der König diese Gelegenheit ergriffe, das Land endlxci) die Wahrheit vernehmen zu lassen; dann würde Wenigskens für einen Tag die Anomalie aufhören, daß der Mann, der in Frankreich am meisten angegriffen und am mci- sten verleumdct wird, zugleich derjenige ist, dem man das Spre- chen am strengsten untersagt.“

Der: älteste Eimvohner der Vorstadt Montmartre und viel- leicht der ganzen Hauptstadt, ein Herr Chevalier, isi vorgestern in seinem hundertsten Jahre mit Tode abgegangen. Er be- wohnte seit 30 Jahren, mit seiner Wjährigen Tochter, zWei Cn- keln und einer Wjährigen Schwägerin dasselbe Quartier. Bis Im leßten Augenbliok seines Lebens war er im vollkommenen

efiß seiner intellektuellen Fähigkeiten. Man sah ihn Winter und Sommer sehr früh Morgens an dem Brunnen seines Hau- ses, wo er s1ch mit kaltem Wasser wusch.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen.Oberhaus. Sißung vom 30. April. Lord Brougham stellte seine Motion wc-

,wzxug vorlägen. -Da'rauf aber müsse er U|

gen Aufhebung der von ihm schon mehrfach angefochtenen Ver- ordnung, welche die Preß-Verhälrnésse in Malta zu regeln be- stimmt ist, gab jedoch als eigentlichen Zweck seines Antrages 011, daß er nur eine Umformung jener Verordnung wünsche. Er wies auf die Wichtigkeit Malta's für Großbritamen hin, sowvhl in militairischer als kommerzieUer Beziehung, und äußerte sich dann sehr ausführlich über *die drückenden Bestimmungen jener Verordnung, welche dem Gefühle jedes freigeborenen Mannes nicht Weniger als den postiven Gesekzen Großbritanicns zuwi- der seyen. „Das Englische Preß-Geseß ist schlimm genug“, sagte er unter Anderem, „aber es ist unvergleichlich weniger streng als die Malteser Verordnung. Diese ist so streng, daß, Wenn Iemand_einen Brief, der Schmähungen gegen einen Anderen enthält, offen auf seinem Tische liegt läßt, und dieser Brief von eixtem Dritten gefunden wird, der Schreiber sechs- monatlichcr' Gcfängnißstrafe ausgesetzt ist. Alles, was 011111 nur gegen die in Malta herrschende Kirche, die katholische, sLndern gegen jede chri|léche Sekte geschrieben wird, gilt als Sch1näh1chrifc, ja, wenn man weiter nichts thäte, als den Eid druckey zu lassen, den jeder Pair von England in dieser scincr Eigenjclxafxleistct, so würde man, da derselbe eine Klausel gegen die katholifthx Religion enthält, für einen Pasquillanten gelten. So erweist stel) das jckzige System viel schlimmer, als die Cen- sur, welche der Preß-Verordnung vorherging, und es trifft in dem Punkte besonders mit jener überein, daß es die Entscheidung über Preßvcrgebcn nicht einem Geschwvrnengerichte, sondern einem einzelnen Richter überträgt.“ Lord Glenelg, der frühere Ko“ lonial-Minister, übernahm die Erwiederung. Er fand den ako“ ßen Nußen der Verordnung besonders darin, daß 17e d“ D'“- kussionen über die Mißbräuche in der Verwaltung wieder ge- stattet habe, tvelche unter der Herrschasx v“",CMÜ'“ gänzlrch unterdrückt gewesen. Alle Debatten über jene, 1,“ großer MMI,“ vorhanden gewesenen Mißbräuche sepcn “h“" '" ““We" Z"“ tungen gefühkt wvrden, zwar zux großen VerMJwW d“ r- bitterung, aber ohne allen wirkltchm NUM“ “5 man- ““ck “" zu “"'"" Wld“?! „111-11“aose?hat11115r71che“oke“W? ' t a , . sLoc:)gce 111-ck,) e111chv11 ukommm („"y“-ales Seystem emzuxü ren. Vernünftiges und gemäßigtes Rmsonnemen sey auch "Z (1011. estattet insbesondere auch in “119151“ Bexikhm's- . die erordéung in Malta selbst nichrxso sehr mtßfalle, 1_vte be any- tet werde; gehe daraus hervor, daß noch vor wemgen agen eine Petition'zu Gunsten der Aufrecßthaltung derselben von „"h“. eingegangen sry. In Uebereinsttmmunq hiermit äußerte: “ck „..ck der jeßtge Kolonial-Minister, Lord Noxmanby, gas („5,5 km daß einige Details der Verordnunk eme Aenderung ,'wrstmten, weshalb diese jeßrauch dem Mnißerium zur" Er- , daß die döksßds

Wray“: ayf Malta nur in gemäßigter Gestalte