1839 / 131 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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„Da Wir in Erfahrung gebrachi, daß in einigen Theilen Unseres Köniarctchs fich Personen auf uugeseyliäye Weise vrrsammelt habe"- um Andere in dem Gebrauche der Waffen zu unternchten kdek “(M d.xrin umerticbtet zu werden, oder um miiitairiswe Uebungen, Bewe- mii'gsn odcr Evolutionen anzustellen; da dergleichen Versamwlunsicx: Md Verrichtungen als gefährlich für den rieden und die Smoab“- lilscrcr Untertvancu und Unserer Autotitit, durch das Gries l'" 0“ trxr u:«.d alle Personen, die sich solcher Bergthen_schuld'§_md4; c:.n-n, mit Deportation odcr Gefxpgnlß ]" bestrafen fi'UJ ben Wir schr wobl wissen, welche Ub!k„FWk" ,darausb e!) xte]- k-iirdcn, wem! Wir dergleichen geseswwrlgx chmk'ebc ""Ösia'f 'c- rJ-221, rmd da Wir fest entschlossen sndad'e („.:-"ese by" Wx, m.")äg ?xxkrircr Urdrlibätcr zur Ausfühk,5'"g 5" “"'-"W so ,"“ "'N " W .' * *?1lqrmeiscu geballt", nach AUÜNUW ""s"-s Geheimer! - arhs, chf? PZocla-naiiou '" erlassen und empfehlen hiermit alien Frirden6:Rich- icrn Skycréffs [(Wer-Sheriffs urid alien anderen Civil:Bearr1!en, raf; „',. Mrs a*„fbjexcn, um die bei der] o_bencrwähnteu rtngcseßltwen WMMÖM b:;bejijgten Per-sqncn auf;!imrden, zu cigriifen mid i::r («„.-«Meir zu iiberirciern. Da ferner,"F .m _eimgcn Thet- !(" jiniercs Königreichs m , der letzien Öeii m:) POksonkl1 „; grdßér Menge versammelt haven.__die2§in_1 Theil From“. mit Blei

T*;sct'lank Stöcke und andere„Angrms: dffcn bei „ck fuhrtcn und NWZ) „W YUfl-szung zu Riihcstorzmrcn rind [br aufriihreiriches Bench; ::..-n Unserer liniertdaueu in große Bestürzung versetzt baden, und da c;:dlict) dergleichen Vcrsamruiungen gngescßiick) und fiir die Ruhe [in: 77;cm Rcrckxes, so wie „für das Eigenthiinr 1111d das Leben Unserer Uxxrcribanen, gefährlich Und. so beschlen__Wir hiermit alien Friedens; .,.-NMH, Srderjffs und uiiter ; Scherins rind allen anderen Civil- Yegxmcn, daß sie Aücs ausbieten, was in ihren Kräften steht, nm die Ausfiihrung der Gesetze zu verschärfen, solche geseywidrige Vcr- xßmmmnqen zu verhindern und die Ucbertreter vor Gericht in str]: 1:11. Und Wir empfehlen aiim [luseren Untertbanen, das: fie Unseren „F?rirdcnsricbtcrn, Sheriffs“, Unter-Sheriffs und allen anderen Civil: B;.mitcn bci ihren Bemühungen, die öffentlich: Ruhe „zu erhalten, sch)1xc[1cn iind wirksamen Beistand leisten.“

Der Standard äußert sich in Bezuq auf diese Procla- mation folgendermaßen: „Die gestrige Hof-Zeicung enthält eine Proclamation gegen bewaffnete Aufzüge und aufrührerische Ver; ;.Mrmlungen. Dieselbe ist sehr zweckmäßig und, wie wir fürch- ten, nicht ohne Veranlassung; aber in Welchem Lichte erscheinen diejenigen, welche sie entworfen, und ihre Politik, - die Män- ner, welche u Drohungen mit physischer Gewalt aufforderten, die bei der ussichc, eine vollständig auSgerüstete Armee von Bir; mingham abmarschiren zu sehen, lächelten, die, wie Lord John Russell in seinem Schreiben an die Wähler zu Stroud einge- siand, das Volk aufreizten zu jener Stimmung, die in Notehingham und Bristol in Flammen ausbrach, die Sicherheit des Eigenthums gefährdete und das Geselz zum Diener der Unordnung machte.““ Die letzten zWei Jahre haben ohne Zweifel der radikalen Whig : Politik eine zierliche Bürgerkronc erwvrben. Eine Verfassung, in Kanada, ist suspendirr, eine zweite, in Jamaika, mic ungerechter Suspendirung bedroht, eine dritte, in Neu-Fundland, verdient, wegen zahlreicher Ge- walithätigkeiten, aufgehoben zu werden, und nun die gestrige Proclamation! Der Edelstein in der Krone wird jedoch der Bericht des Ausschusses im Oberhause seyn, namentlich die Aus- sage der beiden unverwerfiichen Zeugen, des Obersten Shaw Kennedy und des Majors Warburton, die nach einander die Irländische Polizeimacht kommandirten.“

Es" ist der Befehl gegeben worden, die früher von der Prin- zessin Sophie im KensingtonxPalast bewohnten Zimmer für die

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[ Und in seiner gestriYn Rede im Unterhause bei der De- " batte über die Jamaika; ill sagte Herr Hume:

„Das Ministerium macht einen sehr gefährlichen Versuch. Es bat den constitutionnellen Rechten der Kolonicen zu wenig Achtung gezollt. Wenn die Minister dci dieser Maßregel beharren, so wird keine Kolonie mehr zu der Britischen RegierunJ Vertrauen haben. Es thut mir leid, daß diese Frage eine ParteiOestalt angenommen hat; es ist nicht meine Samld, ich habe es dem Ministerium sckon am 27sien v. M. gesagt, dcs: ici) einer solchen Maßregel unmöglich wiirde beivüichteu können. Ich muß daher heute Abend leider gegen das Ministerium stimmen, „vas ia) sehr ungern ihm:, da man wohl glauben könnte, ici) wolle mich. von der Partei abwenden, die ick) so [ange unterstützt babe. Jai) möwte gern die jesige liberale Verwaltung unterstützen; ich wünschte, fie aa! Ruder erhal- ten zu sehen, aber ich kcnn miei) nicht Tag für Tag mit ihr in endxoscn Angriffen auf iie gedeiiigten Griindsäße der Verfassung bcrurnscvlcvven lassen. Es ,cvmerzi miei), zu hören, das; manche mei; yer Frennde über constiini'onncllc Prinzipien so leichtsinnig denken; . ich für mein Tdeil bin mir konscai-cnt gibiiebcn; denn ick) bandclte , gerade edcn so, als von Lord Grey's Ministerimu voracsiblagen ,

wurde, die verfassungsmäßigcn Rechte der Jrländer zii suspendircn; ! ick» handelte nach dcusxlch Grundsätzcn. ais ici) mich im Jahre 1819 ' den sechs Liften widersrste; nnd ami» bei der Kanadischen Viki im vorizcn Jahre gab ich den Vorßcilnngen meiner Freunde nicht nach. Viele meiner Freunde schlossen sich ]cnem [vranniscven Beschluffe an; ' ich glaubte gieicb, dafi dcrselie unseliqc Folgen haben würde; dies ist 111 Erfiiuimg gegangen, und eben so wird es mit der vorliegendru Maßregel gevcii.“

Zn Monmouth hat sich ein Verein zur Beschüßung des Lebens und Eigenthums gebildet, der aus den angesehensten Einwohnern der Stadt und Umgegend besteht, und bereits 200 *Mitglieder zéihit. Der Verein hat der Regierung seine Dienste angeboten, welche das Anerbieten angenommen und die erfor- derlichen Waffen liefern wird.

Ueber die Unruhen zu Llanidloes in Wales berichtet die Shrewsbury Chronicle noch Foiqendes: „Gleich bei dem , Beginn der Unruhen sandten die Chartisten einen Boten an die Bergleute des“ Distrikts, die am TRittwock) in Llanidloes eintrafen und die Stadt durchzogen. Auch nach Mcrthyr Tydvil wurden zwei Boten gesendet, um Beistand zu holen, doch ist bis jetzt keine Nachricht von dort eingegangen. Die Leute sind mit Pulver u. s. w. versehen. Viele Personen be- klagen sich darüber, daß man die Stadt so lange in der Ge- walt des Pöbels lasse. Alle Geschäfte find eingestellt, und es herrscht große Bestürzung. Am P?ittwoch führten die Char- tisren Einen ihrer Partei, der die Vorschriften verletzt hatte, an den Fluß und ivarfen ihn hinein. Es thut uns leid, sagen zu müssen, daß in Llanidloes eine eingewurzelce schlechte Gesin- nung herrscht, und wir fürchten, daß diese Unruhen nicht ohne Blutvergießen vorübergehen werden. Diese Chartisten sind so bearbeitet worden, daß sie mit kaltem Blute überlegen, Wer von den Herren leben soll und wer nicht, und einige von den Fa- brik-Unternehmern sollen bereits als solche, die sterben müssen, bezeichnet worden seyn! Mehrere von den großen Fabrik-Be- sißern haben Llanidloes am Donnerstag früh verlassen und den Tag in Newtown zugebracht. Der Lord-Lieutcnant, Lord Clive, ist gestern schnell von hier abgereist, um Maßregeln zur Erhal- tung der Ruhe in der Grafschaft zu treffen, und sein Regiment Yeomanry hat sich freiwillig erboten, nach dem unruhigen Distrikt zu marschiren, wir glauben jedoch, dies wird nicht nd-

Herzogin von Kent in Stand 11 seßen.

Ueber die neuen Pairs; reirungen bemerkt der Stan- dard: „Die acht neuen Barons-Kronen machen die Zahl von 82 Pairs-Ernennungen voll, die seit dem Eintritt der Whigs ins Kabinei stattgefunden haben, _ 82 Beförderungen in "9?“ nig mehr als acht Jahren, nämlich 2 Herzogs, 4 Marquis, 14 Grafen, 1 Viscount und 6] Barone. Wir ziehen den Vis- count von der Zahl der Whig-Beförderungen ab, da derselbe (Lord Canterbury) unter Sir R. Peel's VerWaltung befördert wurde, nachdem er 17 Jahre lang Sprecher des" Unterhauses gewesen war, und wir können hinzufügen, daß er der Einzige von den 82 Pairs ist, der Ansprüche wegetx dffentlccher Dienste hat, die von Partei-Diensien unterichieden. werdeii müssen. Von den 81 Whig-Beförderungen sind natürlich die 61 Barone, so wie einige von den Grafen, z. B. der Graf v_on Leicester, neue Stimmen, so daß die radikalen Whigs sich auf diese Weise um mehr als 60 neueStimmen im Oberhauie verstärkt haben. Die Ansprüche, welche die meisten der neuen Lords_ auf die ihren . iibertragene Ehre haben, zeigen hinreichend, wie die Minister mir dem Volke stehen. Da find die Herren Thompson, Col: borne und Brownlow , die von ihren früheren Konstituenten aus dem Unterhause verdrängt wurden, oder Mänrnr, wie Sir John Stanley und Herr Chandos Leigh, die sch'mcht auf dem Wahlgerüste zu zeigen Wagten. Wir wissen nicht, wre den , Radikalen außerhalb des auses die für sie gestellten „Bedin- ! gungen gefallen oder inwie ern sie ihre Sachedurch die Erhe- . bung von acht unbedeutenden Personen in den “Adelstand für . gebessert halten Werden. Wir smd indeß über eugt, daß eine ' solche Prostituirung der Pairie , Welche die ristokratie belei- : digt, ohne sie zu schwächen, jene Körperschaft nicht in besseres * Einverständniß mit den Ministern zu bringen vermag, während | andererseits das Volk dieselbe durch eine Verbesserung des , Unterhauses rächen wird.“

Die Dorset Chronicle will wissen, daß dem Lord John . Russell , im Falie seines Ausscheidens aus dem Ministerium, - eines der besten Aemter zugedacht sey, das die Krone zu verge- ben hat, nämlich das Amt des _Controlieurs im Schaßamte, das mit einem Gehalt von 2000 Pfd. jährlich verbunden ist und auf Lebenszeit verliehen wird. Der jetzige Inhaber dieses Amtes, Sir John Newport, ist so krank, daß man täglich seinen Tod erwartet.

Bei dem Diner, welches Herrn Hume am Mittwoch in der Kro'n- und Anker-Tavern gegeben „wurde, äußerte derselbe sich mit Hinficht auf 'das Ministerium in folgender Weise:

„Was die Unterstiitzung betrifft, die ich den jeßigerrMipisiem habe zu Theil werden lassen, so sürchteich fast, das; ich mir bei mehr als Einer Gelegenheit eifrigereu imd ergeben: Freunde verscherzt habe, weil ich mit Bezug auf diese Miuißer nicht das Verfahren eingeschla- gen, welches meine eifrigen Freundx gtwüyscht hätten. Wären sie aber zu der Zeit ins Parlanicut gekommen, als ich in dasselbe eintrat, hätten sie, wie iclz, die langiädrigm Mißbräuche der Tory-Mimsierien gesehen, hätten : gesehen, wie träge man damals vorwärts schritt, und wie wenig geschah, sie würden eben ,so, wie ich,-Ansiaud enom- men h, ben, b,:iseitzuwerfen, _qu guten Zwecken euust werden (konnte, und statt dessen zu wählen, “waz nim rmehr Nu eu zu bringen _vermaj- Es liegt in unserem Yytereise, ei : liberale er- waltuns anfreazt zu erhalten, und ich bin berzeugt, daß die Gefühle des Landei hierin mit den meiuisée . übereinstimmen. 0an daß man

Aim aufbieten wird, um das Mi “Kw dahin ' "dringen, aesunde

Grands“: durcli aeei um Mittel ins Werk zu f hren. Dori) Alles vat sein.: W en 1 bin kéio Parteimann, *kein Freund des Mini-

m- m _ , , sondern an rimipxien. uud - * - « "*r-r «.Wir-31:20 79.112.743. "“ '“ ck ckck“! "mam emma.“ ' '

thig seyn, da eine hinreichende An ahl regulairer Truppen be- reit ist, in iedem Augenblick nach ales aufzubrechen.“

Belgien.

Brüssel, 6. JNai. Der Bericht der Kommission, Welche ; mit der Prüfung des Gesetz - Entwurfes beauftragt war, durch „ck

den ein nachträglicher Kredit von 300,000 Fr. dem Ministerium .

der auswärtigen Angelegenheiten bewilligt Werden soll, lautet wie folgt: „Sie haben die Central - Abtheilung des Bridgcts des Departements der auswärtigen Angelegenheiten. mit der Prüfung des Geseß-Entwurfes beauftragt, welcher diesem De- partement einen nachträglichen Kredit von 300,000 Fr. für neue Ausgaben während des Jahres 1839 eröffnet. Da nach „Ab- schließung des definitiven Traktats noch manche Interessen direkt zwischen Belgien und Holland zu reguliren sind, so konnte mim natürlichechise ermarten, daß nach Auswechselung der Ratifi- cationen gewisse Spezial-Kommissionen ernannt werden würden. Aus den bei der Regierung eingezogenen Erkundigungen läßt

Liquidations- und Archiv-Kommisfion, eine für die Bestiwmung der Gränzen, welche in Mastricht zusammentretei) soll, eme für den Abfluß der Gewässer in Flandern, eine für dre Schilde und endlich eine miiitairische Kommission. Die eigxnthümliche Be- schaffenheit der Arbeiten dieser Kommission ward es“ wohl als

' rathiam erscheinen lassen, daß einige derselben durch mehrere

Beamten zu verstärken seyen. Wie schnell auch die Arbeiten vor sich gehen mögen, so läßt doch die Ausvehnung derselben kein baldiges Ende hoffen; ihr interimiskischer Charakter, das ver-

1 hältnißmäßig theure Leben in Holland, die Verpflichtungen der

Stellung Werden nothwendig einen Einfluß auf die AUSgaben ausüben. Außer diesen Kommissionen machten auch neue diplo-

? matische Missionen, deren NothWendigkeit sich voraussehen ließ, ! die vorgeschlagene Erhöhung nothwendig. Läßt man die poli-

tische Frage bei Seite, so nehmen wichtige Handels-Interessen den ihnen gebührenden ersten Platz in den Beziehungen zwischen Lolland und Belgien ein; die mit Deutschland anzuknüpfende erbindung fordert die Sendung eines bevollmächtigten Mi- nisters nach Frankfurt; in Hamburg is ein Geschäftsträger noth- Wendig, „Bayern darf nicht vernachiäsfigt werden; für Dresden ist ein Agent mit einem diplomatiichen Range erforderlich und endlich müssen wir auch zu den_zukünstrgen Möglichkeiten eine gesandrschaftiiche Verbindung m1r_dem Russischen Reiche rech- nen. Außer diesen Missionen von_emem mehr oder mmder dauer- haften Charakter wird Belgien durch seine rierte Stellung noch zu mehreren einstweiligen genöthtgt seyn. .Die AUSgabm, Welche eine Folge dieser neuen Bedürfnisse smd , scheinen der „Kommis- sion nicht unproduktiv bleiben zu wollen. Den Betrag dersel- ben einer Untersuchung zu unterwerfen, war nicht gut thunlich; die Kommission hat ihn daher einstimmig unverkürzr an enom- men und schlägt auch Ihnen, meine Herren, vor, deri eseß- Entwurf in seiner ge enwärtigen Gestalt an'unehmen.

.Die Belgischen Zeitun en sind, ohne R Mehr auf dix Par- tei, Welcher sie angehören, ast sämmtlich eiyversianden mit dem yon der Regierung verkündeten Prinzipe, den ScheiU-Zoll selbst zu übernehmen. Der Observateur, welcher ein Orgien des „Widerstandes“ ist, sagt in dieser Bezxilehung, „daß es_ im all-

' emeinen Interesse des Landes liege , nrwerpenk Handel blü- *end zu sehen, und daß die S elde-Sthifffahrt so „leich; und o wenig kostspielig, als möglich e n müsse, _damit e! mit dem Holland bei dem Deutschen Tran to-Handrl rivalisirén _könnez daß darum der Verkehr wieder auf den Fuß von 1830 z,]: brin- gen sey, wo auf unserem Hauptstrom kein Zoll existtrte.

1

sich schließen, daß die bedeutendsten folgende seyn werden: eine .

k

? schaften, im Ganzen 350,168 Spthlr. 27 Schill. jährlich füt.“

Belgischen Blättern zufolge, hat ein hiefiges Haud- lungéihaus ansehnliche Bestellungen auf kostbare Brabanter Spitzen erhalten, die für die Ausstattung der Großfürstin Ma- ria Nikolajewna von Rußland bestimmt sind.

Seitdem Herr Smits zum provisorischen Direktor der Bank von Belgien ernannt ist, hat dieses Etablissement einen neuen Schwung genommen. Wie es heißt, wird sich 1th die Regierung viel spezieller, als bisher, für dasselbe interessiren.

Schweden und Norwegen. Cbk_i|iania, 30. April. (L. Il. Z.) Das gute Verneh- men zwiwhen der Regierung und dem Storthing ist bisher durch keinen Vorfall gestört wvrden. Da die dreimonatliche SikzungSzeit des lekzteren mit diesem Monat abläuft, so hat man sich, wie gewöhnlich, mit dem Gesuch um Verlängerung

' an den König wenden müssen, Welches" denn wenigstens bis zu

Ende des“ „Juni sofort zugestanden wurde. Von den vorgelegten Königlichen Propositionen verwarf das Odels'thing nur diejenige

' zur Beschränkung der Hummerfischerci auf gewisse Monate,

binnen Welchen, angenommenermaßen, dieses auf den Englischen

; Märkécn sehr gesuchte Seethier eine Länge von acht Zoll halte.

Weil indeß die Britischen “Fischhändler schon Leit mehrerer) Jah- ren keine Hummer unter diesem Maße zulanen, und die Na-

- turgeschickxe es in Zweifel läßt, ob es nicht eine zweifache Art

derselben, nämiick) eine größere und eine kleinere, wxlche immer nur achcehalb Zoll erreichte, gäbe, fand man weitere geselz- liche Bestimmungen .überfiüsfig, ]a unzweckmäßig. Unter

* den übrigen Geaenskänden dcr" Berathung erwähnen wir die ' Ubernak)me der“ Wachc- und Polizei-Unkosien auf Jahrmärkten,

womit bisher die Gemeinden beschwert gewesen von der Staats- kasse; die Aufhebung gewisser Abgaben und Leistungen an die

: Zuchthäuscr; einige durch die neue Gemeindebrdnurig bedin'gte ; Abänderungen in dem Institute der Vergleicthommiisionen oder

FriedensgericMe, und die Befreiung von einigen Abgaben an die SZadr-Kaffe Christiansands. Zur Unterhaltung imd Verbesse- rung der Leuchtthi'irme wies das Storrhing im Ganzen eine Summe von 35,310 Spthlrn. 47 Sci). jährlich an. Die Ma- rine/Unschläge veranlaßren vom 20sren bis 25,21pril weitläuftige Debatten. Es lag ein Plan der Regierung zu einer neuen Or- ganisirung des Norwegischen Secwcsens vor, welcher hauptiäch- lich auf Vectheidigung der ausgedehnten Küsten durch kleinere Kriegsfahrzeuge wie auf die Unterhaltung der Verbindung zwijchen den wichtigsten Punkten durch acht Dampfböte berechnet war, der indcß erst binnen einem Zeitraume von [Z)Zahren zur Ausführung kommen sollte. Das betreffendeComité empfahl unbedenklich die zu diesem Behuf von der Regieruna verlangten Gelder, nament- lich eine Summe von 332,7»13 Spthlrn. 66 Sci). jährlich zur Anschaffung von »))?arine-Material. Der Bauer Fauchald wr- derseßre sich aber einer solchen Vcrwiliigung, und zwar nichtso- wohl in Betracht der gegenwärtigen Nori) des Landes, die zu Ersparnissen rache, sondern hauptsächlich aus inneren Gründen. Bei den mancherlei Verbesserungen des Seeidcscns und dem re- gen Erfindungsgeiste des Zeitalters, äußerte er in einem lichtvol- len Vortrage, lasse sich dermalen kein vollständiger Plan zur Er- schaffung einer neuen Marine aUSarbeiten; es _qelte bloß lang- sames und bedächtiges VorwärtSschreiren und aufmerkendes Um- herblicken nach allen Seiten; Norwegen, als mir Schwede? ver- einigt, müsse seine Unionspfiichten redlich und thätlich erfullen; allein, zwischen Großbritanien und Rußland gestellt, sei) Neutra- lität Gebot der Politik, die jedoch zu keiner Fahrlässigkeit ver- leiten, sondern zu Verbesserungen reizen müsse, aus denen allmäiig eineangemessene,würdevolleHaltung hervor irxge;dergegenwärtige al1gemeine Friedenszuskand mache große 2 utopferungen für das Seewesen unnöthig, um so nöthiger ier) es aber, die bestehen- den See-Etablissements zu erhalten und zu vervollkommnen, vor Allem jedoch die Vermaltung zu kontrolliren und sowohl dem Schlendrian als dem Einfiusse niedriger Leidenschaften vorzu- beugen; was nüße es, Tonnen Goldes aanWeisen, wenn Die- ]enigen, denen solche anvertraut würden, sich in so nachtheiiige Lieferungs-Kontrakte einließen, wie mit Herrn Neumann in Stettin; in diesem Punkte gebe es vorerst und genug aufzu-

- räumen; er schlage vor, für die nächsten drei Jahre nicht mehr als

das vorige Storthing zu bewilligen. Diese, wiewohl sogar von Herrn Riddervold bestrittene Ansicht wurde von einer entschei- denden Mehrheit getheilt, so daß zur Anschaffung des gedachten Materials nur eine Summe von 215,891 Spthlr. 93 Schill„ u UebungSfahrten 26,000 Spthlr., nebst 1000 Spthlrn. zur Verbesserung der Löhnungen der hierzu auSgehobenen Mann-

* die Marine verwilligt wurden.

Deutschland.

Dreöden, 6. Mai. (L. Z) Fer 87jährige Sänger der Urania, Tiedge, hat seine treffliche I atur und Gesundheit aufs neue bewährt, indem er von einer mehrwöchentlichen lebenögr- fährlichen Krankheit in seinem hohen Alter wieder erstanden ist und mit der milden Jahreszeit bald so frisch und munter wie vorher zu werden verspricht. „.

- - Leipzig, 8. Mai. Zur Feier der Einführung der evangelischen Lehre in Sachsen, namentlich in Leipzig auf den 19. WZai, fehlt es nicht an passenden Vorarbeiten und Vera- thungen; hoffentlich wird der öffentlich ausgesprochrne Wunsch wegen rhätiger Förderung der Gustav-Adoipthtifmng, „als eines zur Festhaltung und größerer Verbreitung der evangelisch- lucherischen Lehre vielfach beitragenden Vereins, nicht unbeach- tet bleiben , zumal , ungeachtet mancher unerwarteter Beiträge, die Einnahme im Jahre 1838 zu Ende kaum 7000 Rthlr. aus- ma te. chDie Buchhändler-Messe, die gewöhnlich in der „Mitte der zweiten, sogenannten Meß; Woche, ihreti Anfang „nimmt und bis nach dem Pfingstfeste anhält, soll nicht güystiger als die Waaren-Messe ausfallen. An Krebsen fehlt essnicht, wohl aber an baarer Zahlung, wodurch einige Verlegenheiten herbeigeführt worden find. Sonst verlautet nichts von bedeutenden Insol-

venzen. Dem 15. Mai, Wo die General-Versammlung der Actio-

naire der Leipzig-Dresdner-Eisenbahn;Gesellschaft gehalten wer; den soll, steht man mit ziemlich allgemeinem Interesse und nicht ohne Bangen entgegen. Der jeßige niedrige Stand der Actien, zu 88 pCt. , die Ungewißheit wegen Herstellung des zweiten Geleises, wenn und wir sie bewirkt werden soll und das mcht vorzüglich günstige Resultat der Einnahme von den Fahrten auf der Eisenbahn seit Vollendung derselben zwischen hier und Dresden, sind eben nicht geeignet, die Actionairs zu neuen Opfern zu ermuthigen. Vielleicht daß die Regierung das Steuerruder des Unternehmens ergreift und die Summen vor- schießt, die noch von nöt en smd. Nach der le ten Bekannt- machung betrug die Per onen-Frequenz vom . April bis 4. Mai 8871 und die Einnahme von 28 Fahrten 7336 Rthlr-

17 gGr.

Stuttgart, 6. Mai. (Schw. M.) Schiller ist der große

Stoff, um den sich das Tagessespräch bei uns dreht. Das für

die Bewohner ganz Neue eines öffentlichen Denkmals, eines Unternehmens von Privaten, hat Viele so aufgeregt, daß man die widersprecherrdsien Urtheilc hört. Indessen geht der Verein seinen Gang mit Thäti keit fort. Bereits sind viele Fremde mis Auqsburg, Köln„ Frankfurt, Karlsruhe, Mainz, *))?ann- hrim, Mürrchen, Weimar, Zürich :c., sodann auch Engländer, die wo l-nerqends fehlen, theils angekommen, theils angemel- dei. ie Nachfrage nach Eintritts-Karten zum Feste ist, wie war hören,„1ehr stark- Auch das Festmahl auf dem Museum wird zahlreich besucht werden. Daneben wird die Anwesenheit der Fremdrn, die Theilnahme der Einheimischen von Allen, die thast Schillersches anzubieten haben, auf das rührigske ausge- eure . Schiller-Denkmale von Gyps, Schiller-Bonbons "nd Schill“; Trinkgläser, aus denen der SchiUer-Wein vorzüglich mundet, SchiUer-Dosen und Tabackspfeifen, Schillek-“Muslk UW SQU- ler-Lotterie, Schiller-Portraits in Wkiniatur und in_ganzer Ji- gur, und Schjuer-Hate von Filz und von Stroh, die Schiller- Gogelhopfen nicht zu vergessen.

Braunschweig, 6. Mai. weis der rührenden Therlnahme, gewidmet dcm Andenken der

im“ Jahre 1809 vor den Thoren der hiesigen Stadt erschossenen Krie er aus der Schaar Ferdinand's von Schill, haben in die- sen agen Se. Majestät der König Von Preußen dadurch qegc- ben, daß Allerhöchstdieselben sich bewogen gefunden, jene "blut- gedüngce Todesstäcte, welche zugleich die irdischen Ueberreste der Dahingeopferten birgt, und auf welcher ein herrliches Denkmal und unsern demselben, gleichwie auf dem .“;i'rcxuzberge bei Berlin, ein, zuerst für einen Invaliden des ehemaligen zweiten Bran: denburger Husaren : Regiments bestimmtes Haus mit einer

kleinen Kapelle sich erhebt, _ welche Gegend bis jetzt eine wüste ]

unfruchtbare Sandfiäche isk, -- in Folge eines an den Herrn

von Vechelde gerichteten Schreibens, auf Allerhöchstihre Kirsten '

in eine schöne Earten-Anlage von fast anderthalb Morgen ge- genwärtig umwandeln zu lassen. Eine unaUSsprechlici)e Freude hac solcher Akt des so hochverehrten P?Warchcnhier erregr, und wird nun diese fromme Stiftung, welche noc!) im Laufe dieses Sommers auf das feierlichße eingeweiht werden dürfte, für ewige Zeicsn eine wahrhafte Zier unserer städtischen Gemeinde

seyn.

' Weimar, 8. Mai. Unser Crbgroßherzog hat heute eine Rrise nach den Niederlanden und nach England angetreten. Die Abwesenheit wird, wie es heißt, bis gegen den Herbst dauern.

Oesterreiii).

Wien, 6. Mai. Se. Majestät der Kaiser Haben dcn Hof-Kanzlci und Obergespan des Arader-Komirats, Stephan Szerencsy v. Szigeth, an die SteUe des zum Staats; und Kon- ferenz-Rathe beförderten Pankraz Somsici) v. SI-Yii'd, zum Prä-

ßdcticen der Königl. Tafel in Pestk) und Stellvertreter der per; ; iönlichen Gegenwart des Königs in Gerichten (m [**-154an J

.[k86501111-1ék KEZWO 111 .|11i11(*115 [Nomi]!(1110-10-01) ernanm,

Preßburg, 2. Mai. (Preßb. Z.“;

die der Theologie und die der philosophischen Wiffensckmfcen.

Erstere wurde durch Herrn Albert Szäky (Zögling der protestan-

tisch-theologischen Lehr-Anstalt in Wien und der Universität zu

Berlin), den die Superintendenz schon Vor 21,4 Jahren an die L

Stelle des verstorbenen Herrn Step an Sehe? ein er

beseßt; die Lehr-Kanxel der philosophishck)cn Wissejnl1chafcennannatßtte1i Herr Franz Czibor (ebenfalis Zögling der Berliner Universität, und diirch sechs Jahre der Erzieher des talcntvoiien Dionysius Przmzndy, Sohnes des allbekanncen und allaemein verehrten Vice-Gespans und Ober-Kurators, DionysusPizmxindy) ein.

Kronstadt in Siebenbürgen 17. April. * r “0 Heute fand die EinWeihung des durch Hrri.Kar12l(uZucsxBKch)

holz aus Berlin erbauten neuen Orgelwerkes in der hiesigen '

evangelischen Kaiheoralkirche statt.

Die Lebhaftigkeit rinseres Handels hat seit einigen Jahren nawhqft abgenommen, ]a einzelne Zweige desselben, die ehedem ergiebig geweseri sind, gehen ganz ein; im Jnlande selbik Wer- den viele Etablissements eingerichtet, die mit uns hier konkur; raren; noch mehr aber fühlen wir die Konkurrenz in den be- nachbarten Fürstenthümern, in denen unsere Handlungs-Com- pagme früher so ausgebreitete Geschäfte gemacht hat. Selbst der Transicohandel hat in den letzten Jahren bedeurend abge- nonzmen, Weilydre Donauschifffahrt rascher und zuverlässiger ex- pedirt; nur „eme unmittelbare und schnellere Verbindung mit der Wallach", ais unsere durch ein halbes Jahr unpraktikable und in der zweiten Hälfte desselden äußerst tädiöse Straße zu Lande, wiire im Stande, den Verkehr zu erhalten, ja hinsicht- lich dxr Etnfu r von Produkten, welche wir verarbeiten, wieder ztz steigern. us diesem Grunde hat das Altschiffsahrtsprojekc hier bei den besser Unterrichteten vollen Beifall sich verdient.

Schweiz.

Zürich, 3. Mai. (L A Z) Die Debatten we . . . en d r Berßfungodes 1)r. _Strauß haben dem „Rrpublikaner“g Anlxß Zeige en, einige ?(rtikel über die sogenannte Französischchatholische rche HesoAbbe Charel mitzutheilen. Nach den darin enthal- ZeZnen ottzeri soll dieser neue christliche Deismus bereits in Französichen Departements verbreitet seyn, von 50 Predi- gern_verkündet werden und auch in Belgien Eingang finden Io ihm „namentlich zu Brüssel zwei Kirchen gewidmet seyen? UW Primas der neuen Kirche ist der Stiftek selbst ernannt. rorr Eder Leitun dieses eistlichen Oberhauptes stehen fünf aßrke rziehungs- nstaltm ür Knaben und Mädchen von 7*15 urchmdiso Zi? ein Seminar zur Bildung junger Geistlichen. immer zaereicYulßi'rK-earJecheNLZZrQmeh, erscheinen noch ; , g , o ne do ' UMÜZÖ Uprg ?es * ublikumz besonderen Eindruck ;?! 312ch23e1r jest dura) d! MI?" er Zürich-Baseler Eisenbahn-Gesellschaft isi „.... sx. Ziemi-M'Jik'Y:?i-Z'J'i'F-M""Y"“Mfi" "'"" durch die Ei enbahn 'eftörten' Stra en-Verbur erstellung der riöckätet idem taare fskk den Ertrag ßder PosterYJZZeM? FTT Fo rede ne vionÉYn zu zehn Jahren entweder vertragsmäßi ie A urch e n iedsgericht festzuseßende Entschädi ung Ha!: 39: rbeit binnen zwei ahrm ni be onnen, so you die auf Yee ert _ilte Ko » on erios en Zyn. , all“, , . pr . (Schw. Bl.) Wie es sich nach den

So haben wir Schiller-Busennadeln von Gold und .

(Magdeb. Z.) Einen „Be- '

_ , Die Superintcn- ; denz Held. Conf.*]enseits der Donau besetzte in diesem Schull , ]ahre zwei Lebr-Kanzeln an dem Koliegium zu* .; .1, und zwar" ,

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Kommissarien dem alten Staatsrat!) untersagt, die Versamm- lung auf den 6. Mai zu berufen. Zweimal versuchte der Rath, . die Kommissarien von ihrem Entschlusse abzubrin en. Als er ! sah, daß dies zu nichts helfe, sendete er in aller ile die HM ren Tafiner und Stakalper nach Zürich, um die Anfhebung des Verbots u bewirken. Der neue Staatsrath erklärte sei- nerseits den ommissarien, er würde um jeden Preis die Ver- 1 sammlung verhindern trnd nichts würde ihn aufhalcew ! Es wird das gleichzeitige Erscheinen ztvejer neuer Zeit- ; schriftrn in Sitten angekündigt. Das Organ der liberalen Ö Parte? MW „das Echo der Alpen“ und das 'der aristokratischen J qutei „der_Vertheidiger der Religion und des Volkes“ heißen ; Die Reduction des leßteren Blattes Übernimmt Herr Paiüet.

J ! a l i e n. Mailand, 3. Mai. Der berühmte Kupferstecher Pro-

: fessor Anderloni hat von Sr. Maj dem Kai er 0 ' . . - r d U b ' reichung seines neuesten Werkes „Artilias Bsegegfnunglemite Leer“; -

dem Großen“ einen kostbaren Brillantr' ' , . . mg erhalten den : m der Gouverneur der Lombardei, Graf von Hartig, überreicht?

Rom, 30. April. Gestern ist der Papst von seiner Reise -

nach San Felice hier wieder qlücklici) ein . , * getroffen. Die Kardinäle und Erzbischöfe von Boso na Benevent u * Ravenna sind in Rom angekommen. g , nd

_ „Der Grneral-Vikar des" Papstes, Kardinal della Porta Ro: * diam, hac eme Verordnung in Bezug auf die Prozessionen er; ' V

lassen, die bei Gelegenheit der Canonisation mehrerer Heili e . * n unter denen sich Alyhons von Liguori befindet, gehalten wergdeti . Tollen. Den Gläubigen, weiche daran Theil nehmen, wird eine Z*;ärxtdudlge-nz „auf d30 Jahrr vei'kiit?der. Vollständige anulaenz er- erjemcze, er am „Himmel ahrtstage an allen* ro ; ionen Kirchen-Bciuchcn xc. Theil nimmt. P zss ,

Svanien.

Madrid, 27. April. Da jeßt auch der Mensa ero dei Purblo“, das Organ des Kriegs-DKinisters Alai/x, sich 9für die

: Auflösung der Cortes ausspricht, so scheint diese Maßregel nun: .

rnehr definitiv beschlossen zu seyn, dock) glaubt man da“ die Ausführung derselben so lange verschoben werden soll;, bißs die

; Regierung von dem Ausgange des von Espartero gegen Rama; ?

; [es unternommenen Zuges offiziell unterrichtet worden ist.

Sa r ag o ssa, 29. April.

_“ scheinlich schon in den Händen der Karlisten, und Albalate und

; Cutanda Werden ebenfaljs von ihnen bedroht und dürften in L W L schwerlich zu orerire , S D er General Ayecbe wird ; , . ck ' n , ' - .

Wkl'chen ofrath, Referendarr bei der Königl. Ungakischen , 1 im rande seyn, weil Cabrera und Bal- .

kurzem dasselbe Schicksal theilen.

maseda, aus Valencia zurückgekehrt, sich mit überlegenen Streit;

[ kräften in *))?ontalban befinden, wo sie ihre Artillerie ermarten, :

. dic Häußr mit Särießsrhartcn versehen und Barrikaden auf- erfen. Llyerbe ist indes; von Daroca nach der Richtung von contalban aufgebrochen, doch kann er ohne die Unterstützung

[ich seit van Hakens Abscrzung ohne Führer.

habe und ]eßt Oberst bei der Kavallerie Cabrera's ser).

“Z n [ «2 1“! "l). *- Tiisit, 7. Mai. Seit dem 550sten v. IN. ist das

glrick) das Haff wenigstens so weit vom Ei e rei i da ! seit mehreren Tagen Fahrzeuge von Mesmefl heßäufkoßmsrcnheonté ; Unter diesen Umständen ist die Gefahr fÜr die schon sehr unter- wasrhenen u,nd geschwächten Dämme noch fortwährend ungemein groß, und-sie sind nur durch Tag und Nacht andauerndes eifri- ges Arbeiten zu-halcen. Unterhalb der großen Eindeicbung der Kaukehner Niederung, beim Dorfe Ackmenischken, ist ein kleiner, neu geschutreter Damm gebrochen, und ein Unterfdrster- Etabiiffemrnc von Jbenhorsk ganz zerstört Worden; eben so hat die Jimi) im Dorfe Zodekrand bei Ruß mehrere Gehöfte Weg- geschWemmt. Das lelzcere Städtchen hat in großer Gefahr e- ichwebt„da der, dasselbe schükzende gemauerte Kopf fort eri en worden ist. Durch Kähne, die man, mit Steinen gef llt, an deriStelle des emgestürzten Mauerwerks versenkt hat, ist einem weitereen Unterspülen der, schon von ihren Bewohnern verlasse; nen Hdusern vorgebeugt Worden. Die nicht eingedeichte Plasch- ker Niederung, m Welcher das Wasser seit 10 Tagen in alien Wdhnungen urid Ställen mehrere Fuß hoci) steht, leidet unge- mein, und wrrd wohl noch län ere Zeit in diesem traurigen Zustande, der auch „außerdem [les für die Wintersaaten be- fürchten läßt, verbleiben. An der großen Kurmes isbrücke auf ZT; sSoftFrxtßewtiteadér Rusßlaé'idss sind auch die späteren eschädigun- , an e e ert Worden und d' ' ' findet auf das regeleßigske statt. , le Communication

Pillau, 3. Mai. - Handel. - Am 26 en v. M wurde das HaÉ vom Eise frei, worauf alle Schiffestnack) „Kö- nigsberg zurn efrachten abgingen, allein wegen der schlechten Getratdeprerse, „besondxrs in England, ist der Handel in Königs- berg, flau. .Die Preise sind für Weizen und Roggen mittel- mäßig, und rn Folge der vorjährigen, mitunter naß eingebrach- FreYeMbdie Lehrs vderschdeen; das öÜbrige Getraide ist hoch im , eon er er aer da ens ' ' Bedarf vorhanden ist. , h ck| der hm: erforderliche

7- Danzig, 4. Mai. Nachdem die Weich el nunme r vom Eise ganz befreit ist, hat die Schifffahrt b'rdeutend (?n Lebhaftigkeit zu enommen, und die Waaren-Transporte :* YZseiUJUTotdii-r Md: nacli; dean-Hafen haben Sauf ehört. Ls

gen onat ier er an t 100 ' 54 Schiffe ausgelaufen. h p ck: : ein- und

Posen, 7. Mai. In der Straf- n ale u Rawic befanden fich im „Jahre 1838 überhaupt 70|Str ßinge unk? die tägliche Durchschnietqahl betrug 499. Es sind wéhrx ö diese's Jahres 387 einge! fert und 344 entlassen „wordmz SZS

etmirte aber verblieben nde Dezembcrs in der Ankkale. -W

und für die Anstalt 1512 Nehles, zusammen also 12,805 r.,

Instrüctionen des Vororts voraussehen ließ, haben die Bundes-

. Die traurigen Fol en der Au; Ü hebuirg der Belagerung von Segura zeigen sich migt jedem Tagfe 7 deutlicher. Das Fort Montalban ist in diesem Augenblick wahr; „5

der zweiten Division nichts unternehmen, und diese ist bekannt; :

_ Spanische Gränze. Das Eco de Aragon meldet,j daß unter den Karlisten, die in dem vom Genera] Ayerbe bei ? ;SegUkF-gelieféchi Treffen verwundet wurden, sich auch ein - "_Jranzdnicher Legitimiü, der Graf Donadieu befinde, der früher 5 im Generalstabc des Generals Bourmont in Portugal gedient ]

Wasser im OJTemelstrom nur um 11 Zoll ' _ „. _ gefallen und te r 5 noch immer 11*»*/3 Fux; über dem niedrigsten Wasse/rstand,sof13- ?

3'/4 Pf. verdiente. Die Verpflegun s- und '

Kosten beliefen sich -auf 24,137 RMS„ oder Tfli'idxijédfteßatkékx 48 Rthlrxn Sgr. 2 Pf.; es mußten also, als durch den Verdienst nicht _gedeckt, 11,332 Rthlr. zugeschossen werden, Von den 387 eingelieferten Verbrechern hatten 188 früher Schul-Unterricht gerxxssenßtlrhzi; FHYY-Untetxééciwaretü aber geblieben 1996 von we en a e im ei ons- nterri t

Unterricht in der Anstalt empßtgrgen. ck und 37 ck»

- - Breslau, 2. Mai. Die Geschäftswir amkeit der lGeneral-Komission für Schlesien hat im rsi'perftossenen ; Jahre nachstehende Er ebnissé erzielt. Es sind durch 523 be- iiätrgte Re esse 368. useinanderseßungen vollständig beendigt , wxrden. urch diese sind 43,550 Gespanndiensira : und . 3. 1,404 Handdrensttage zur Ablösung ?ekommen; 65,456' , Mor-

Zeti LandesÉänziich separirt; 103,166 2 Morgen Landes von ver- Yredenen e_rvituten befreit; 35 Schulämter verbessert; 3 neue WIK?“ errichtet; 27 Höfe abgebaut; 19 neue Stellen erbaut

Die GEsammr-Ergebnisse der General-Kommission vo

, _ n S [e-

11:2o ?eUe?1i3ch demnach dahin: Es smd überhaupt anhärkxzig . J ? 911183838 Séchen- Von diesen find bis um Schluß des * «ZFUW d_3 10,903 beendigt, 324 bis zur Au nahme des Re- . ZO" ck23 cell,)en [„Md &" noch in der Vorbereitung begriffen. , k *? eendlgk?" Sachen find 4560 neue Eigenthümer mit Finem Landbesitz von 169,0101/2 Morgen gebildet- 104 neue b VWCYZMSUSIU 226 HM angebaut; 2950 neue, Steüen er- 1a8n'": Schulämrer, theils verbessert, theils neu errichtet- , 48,413, Gespanndienste und 2,741,817 Handdiensttage ab e; löst und 4.920,124 Morgen Landes theils ganz separirt thegils von verschiedenen Servituten befreit worden. ,

Magdeburg, 8. Mai. (Ma d. . U schifffahrts-Yerbindung mit HamburY eereZit fickxtsßrxchéng-x ie_m Jahre eines über Erwartung günstigen Fort angs und ver- drxnt um so mehr die Beachtung des reisenden ublikums da "mit- Vermxhrung des Verkehrs auch für die BequemliÖkeic in jeder Hinsicht wehr gesorgt ist, während die beiden Schiffe der Magdeburger Gesellschaft „Paul Friedrich“ und „Kron- prinz vori Preußxn“, 1th die Reise niederwärts in einem und & aufwärts in zwei Tagen regelmäßig zurücklegen. Der Perso- , nen; und Güter-Verkehr hat gegen voriges Jahr um das Dop- pelte zugxnommen und isi nach den bisherigen Resultaten nicht zu bezweifeln„daß, sobald das dritte Schiff der iesgen Ge- sellichafc in Dierist treten wird, der Verkehr mit Zermehrung , der Transportmntel nicht nur gleichen Schritt alten, sondern : iioch bedeutend zurnhmen wird, wenn die Eisen ahn nach Leip- zig xrst-vollxndet ist, Welche übrigens, dem Vernehmen nach, bereits in einigen Wochen bis Schönebeck befahren Werden sol].

Telegraphifche Nachri t.

Kdly, 10. Mar. Rachrichten aus Pari? vom 8ten d. M. ziifolgr, isi durch telegraphische Depesche aus Calais die Nach- rrcht ein egangen, daß das Englische Ministerium in der Frage ! Wegen amaiika eine JNajorität von 5 Stimmen gegen sich * gehabt, und in Folge dessen seine Dimisfion eingereicht hat.

Wijsenschafc, Kunst und Literatur.

_ Berlin. Der Königlich Sächsische o sän er err Ti - [check, ist mm m virr Rolicn hier aufgetret§,fals gSebcéin „Roic'frynaak'. I als Georg Brown m der „weißen Dame“, a]s Lord Arthur in den

„Puritxmcrn“ und zweimal als Adolar in „Eurpantbe“. In allen .Frcsrn partieen hat derselbe sich den lcbbaftesieu und im vollsien

„Nane verdienten Beifall des-!)iesiaeu Publikums erworben, und mir . Bedauern vcrnimmtwan, da;; wir diesen aUSgezeichueten dramatischen 1 Säxiger nur noeh xmmal. als Robert der Teufel, hören sollen. Er JFLOÜ zu den wenigen Künstlern_, die, ohne durch absichtlich gesuchte (.txcktc 511 blenden. ohne seiyarfcsxervorheben einzelner Stellen, durch . gleichmäßige Aqébildnng und schone Harmonie aUer Theile ihrer Lei- . stungen den tiesßen Eindruck auf die Gemütber hervorbringen. Von

der Ratirr mit einer der seelenvollsten Tenorßimmen und mit Jemem femrn musikalischen Sinn und Gehör begabt, wovon sein * stets goidremcs Ansesrn uud Festhalten des Tons und sein geschmack- * vo_11er Vortrag deutliches Zeugniß geben, hat Herr Tichatscheck es onenbar auch an den]]etßrgsten Studien nicht fehlen lassen, wie man aus der im Gesange fast ganz erreichten Ueberwindung seines Dia- lekts, aus der'mußerhaften Deutlichkeit seiner Aussprache, aus der vollkommen schönen, von auer Manier freien Methode seines Siu,-

Aaes kam dem Sänger gan besonders in der Rolle des Adolar

Statten, m welcher er fast hnlich wirkte wie sonü unser unvergleix: , lieber Terrorist, Herr ,Bader, den leider seine vorrückenden Jahre ge- ; nothigt zu haben scheinen, auf diese Partie zu verzichten. Doch auch * als Arthur m der gestern gegebenen Oper „die Puritaner“, vou Bel- lini, war der zum erzen dringende Gesang des Herrn Tichatscheck, namentlich in der chlußscenx, von ergreifenden: Eindruck. So dar- gesiellt und Pfungen, wie wir diese Oper iiberhaupt gestern hörten, da Dür- Lowe, Herr Bottiäzer und Herr Zschkesche sämmt- lich auögezeichnet bei Stimme waren und mit euer spiel- ten, ist auch ein Werk vpn so geringem muskalisazieu Werthe nicht ohne Wirkung; man mird hingerissen durch den auidrucksvouea Vortrag der iiberaus sangbarenfMelodieen und überhört die Schwäche der Erfindung, die Eintönigkeit der Harmonie und die Mangelhaftig- keit der Cbarakterisirk. wovon nur wenige Stücke der Oper, und selbst diese inzmer nur ßeuenweise, eiue Auénabme machen. Neben einigen vorzügirckzeu Opern-Vorsiellungen bot uns die verflossene Woche auch ein geistliches Konzert, welches der Königl. Militair-Mußkdmktor Herr Wieprecht, der Gesangiebrer Herr Teschner und der Organiß Herr Haupt zum Besten der Kiein-Kinder-Wartescbuien veranstaltet hatten, und das Ick eines sehr zahlreichen Besuchs erfreute. Eine andere geißliche Mufik-Aufführuug, die des Oratoriums „Absalon“ von Friedrich Schneider, wird, ebenfalls in der Garnison-Kirche, uächßch MÜWW "" dem bießgen Musik: Direktor, Herrn Iulius Schueider, iu" Besten der Ueberschwemmten in Preußen bewerkstelligt werden uuddarf se- wiß auf nicht minder zahlreiche Zuhörer rechnen. Und damit es ua Mannigfaltigkeit der musikalischen Genüsse "Wk W“- 1 “"ck *“ berühmte Quatuor, die Gebrüder Müller aus Organs weiß hier eingetroffen, und wir haben in der nächßku Woche dk" E*"Ü'W tett-Soireeu, Montags, Mittwochs und Freitags, im ““i-b"! Saale, von diesen vier Virtuosen zu erwarten, dk? durcb auberkeit, Aukdruck, zauberiscben Einklang ck“* Spiel- “UÜ “"""!" 10"

t 11 er und Kunsk-Deukmale des Erlauchten AltéxZa-hu ?- Hoyenzollern. Herausge eben von Ru- dolplx Freiherrn von Stillfried. tuttgart und Tü-

hirr n. Verlag der Cottaschen Buchhandlung, 1838,' im

ge? _ Folio. tr trau- eber hat seit ren 9er foxsWOk'r etrhi orisckoßn Spuren veZoaadüdt, „“ck??ka i,? C1" “ck Zu ammeuhan :- unseres König!, Hauses mit den-ÉYFWMÉ

i ,! gens und aus der edlen Haltung seines Spiels ersehen kann. Dies

a ungen dieses er abenen Geschlechts 'mveilt. Die Ke ck“ ck

Arbeits-Verdienst der Sträflinge beträgt baar 11,298 RZ!“- sv daß jedér der séswäfti'st gewesenen 29 RM:. 19 .

"u 'a m in chwaben führen md : . .. _ ÖW: :uf ian : Zeit in den &II-i: 'Jerv'ßFMv-ösähi-YZ ?

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trebms sehen wir hier in sehr geschmackvoller Jom daré'ei '“