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BMM sogleich die Hoffnung aus, daß ein solches nicht Du Skande kommen werde. „Wir glauben nicht an die Reaction , PIM der Courier am Mittwvch Abend, „welche, der Oppo- [(NUR-Presse zufolge, seit 1830 in England stattgefunden habe_n 1011. Das Volk mag jeßt eben so wenig als jemals sich rnit schwe:'en Steuern beladen lassen, um ein starkes Heer zu im; [?khüllcn; sein Abscheu vor amtlichen Verfolgungen kann nicht 'kachqelasskn haben; die Suspendirun der Habeas-Corpus-Axre rder die Zersprengung der Chartisken- ersammlungen durch Ka- vaiicrie-Chargen dürften unter einer Tory-Verwaltung sehr noth- wendige Maßregeln seyn, aber die eine Verwaltung, untei' welchär dex-ZLeichen unvermeidlich ist, wirddem Volke schwerlich w; ; kommen seyn. Nein, nein, die liberale Partei mag fich zer- 1va1cen haben, weil Lord Melbourne und Lord Johr) Russell Bedenken trugen, die Grundsähe dex Reform-Bili m ihrem ganxen Umfange auszuführen, aber die Gegenwart eines TON),- “Miiiisceriums wird die Eintracht unter den t'edlichen Verthetdxx geln socialer Reformen bald tvieder herstellen. Mögen fich um
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Torv-Partci umgeben und in ihrem eigenen Palast zur Gefan- genen gemacht wvrden wäre. Wenn die Tory-Herren dieses Lan- des nur ein Wenig von der Loyalität besitzen, auf welche sie gern aussthließlich Anspruch machcn_, s_o Werden fie slch unter solchen Umständen ihrer Königin amchließen. Ldrd Melbouxne kann seine Souverainin in einem so kritischcti Augen- blick mit Ehren nicht im Stick) lassen. „Es giebt Ma- terialien genug zur Bildung eines Kabinets, Welches
bei dem Volke enthusiast: che Unterstüßung finden würde, und ;
ein solches Kabinet muß e. Herrlichkeit um sich veisgmmein. Er zeige fich nur des Volksbeistandes würdig, und diejer wird ihm mcht fehlen.
nin willen, nöthigenfalls appelliren.“ tikel meldet dasselbe Blatt: „Gestern Abend wurde n0ch um 10 Uhr in Lord Melbouxne's Wohnung ein Kabinets'rath ge-
halten, welchem alle Minister beiwohnten, und der bis heute ;
cute um 2 U r atte Lord ; H h h ; und zwar aus Bombay bis zum 25.9)?ä1'z, erhalten.
früh um 1 Uhr dauerte.
tcrde cn alle Liberale emfig auf eine allgemeine Wahl Horbereé- ten [L.id den großen Grundsatz: Einigkeit ist Macht! mch_t au_s . den Lluqcn verlieren.“ Gestern vernahm man nun, daß SU" Nobert "Peel eisrigst mit der Bildung des neuen Ministeriums hsschzijgt sey. Es hieß, die Anordnungen dazu wären schon so weir vorgerückt, daß die Haupt-Departements heute besetzt ? sei;;i können, und man ertvartete sogar bereits heute Abend die : Ramon der ernannten Minister in der ésiyof-Zeitung zu lesen. Sir Robert Peel hattesich mit einer großen nzahlangesehenean- dividULn, namentlich auch mie Lord Ellenborough, Sir Henry Hardinge und Herrn Goulburn, besprochen, und gestern fand eine große Versammlung von konservativen Parlaments-Mit- gliedern in seiner Wohnung statt. Am Morgen des gestrigen * Tages konferirte er mit Lord Ashle'y, worauf Beide sick) zusam- men nach dem BuckinghamzPa1a| begaben und eine Unterre- dung mit Ihrer Majestät hatten, wvbei sie der Königin eine Liste von Mitgliedern für ein neues Kabinet vorlegten. Zhre Maj-é-sréic ercheilte an demselben Morgen auch mehreren anderen ,' Winchmen Personen Audienz. Man sprach bereits davon, daß der Tag bald bestimmt seyn werde, an welchem die Königin von 0311 bisheri en ONinistern die Siegel in Empfang nehmen und die ncuon ?) inisker zum Handkuß zulassen wolle, und im West- ,' ende der Hauptstadt erzählte man sich, daß heute Abend im Oberhause eine offizieile Mittheilung Über die Bildung des neuen JNinisreriums erfolgen solle. Jm Publikum zirkulirien mehrere L:sken der muthmaßlichen neuen Minister. Den meisten Glauben fand die, welche das Ministerium des Innern dem Sir James Graham, das der auswärtigen Angele enheiten dem „Grafen Aberdeen, das der Kolonieen dem Lord tanley und die Lord- .K'anzler-Würde dem Lord Lyndhursi zuwies. Zu den untergeord- „ ncteren Stellen sollten einige der jüngeren Tories von Talent ausersehen seyn, unter Anderen Herr Maclean und Herr Giad- stdne. Loid Stanley und Sir James Graham, die beiden kon- servatioen Whigs, hatten, so hieß es, dieSmal sich gleich bereit ) gezeigt, in ein Peelsches Ministerium einzutreten, obgleich sie ; im Jahre 1834 ein ähnliches Anerbieten aussthlugen. Die * Times behauptete gestern, Lord Melbourne habe selbst bei sei; ; ner Resignation der Königin den Rath ertheilt, sich lieber an die Konservativen zu wenden, als an Personen, die s1ch für Weitere demokratische Reform-Projekee erklärt hätten und die das Land in fortwährender fieberischer Aufregung erhalten mol]- ten; auch Lord John Russell, fügte ste hinzu solle Ihrer “ Majestät dasselbe gerathen haben; für letzteres erücht _wol1te 1 sie sich jedoch nicht verbürgen. Außerdem las ma_n schon m der , gestrigen Times, die Königin habe den Grafen_Ltverp-_)ol wegen ; einiger ihr Hauswesen betreffenden Angelegenheiten? die auf die ; Prinzipien des künftigen Miiiisteriums und die Mitglieder des; ; selben gar keinen Bezug hätten, um Rath gefragt, und aus dem Courier erfuhr man näher, worauf sich diese Konsultirung ver- muthlich bezogen, denn dieses Blatt wollte, ebenfalls gestxrn schon, vernommen haben, daß die Königin entschlossen sey, keine Veränderungen in dem weiblichen Personal ihrer Hofhaitiing 1 zu gestatten. Heute wird dies von demselben Blatte hestatigt, ! 11170 zwar soll diese Weigerung Ihrer Majestät die Füh- : ier der konservativen Partei veranlaßt haben, auf die * Bildung eines Ministeriums zu verzichten, „Der .Ver- , such dec“ Tories“, so beginnt der Courier sein heutiges Blatt, „ist fehlgeschlagen, und es hängt jest von dem Patrio; eismus der Whigs ab, das Land vor dem Unheil zu bewahren, * von welchem es in den lehren vier Tagen bedroht war. _Die ; Königin hat sich geweigert, der Forderung der Tories, daß sie 1 aUe ihre weiblichen Freundinnen (die bekanntlich den vornehm- sten Whig-Familien angehören) entlassen solle, nachzugeben, und , in dem Augenblick, wo wir dies niederschreiben, konferirt Lord ?)]kelbourne mit Ihrer Majestät, die ihn zu sich berufen hat, um fie der schmachvo11en Knechtschaft zu überheben, welche man ihr auflegen wollte. Se. Herrlichkeit kann dieser Aufforderung nicht widerstehen. Seine Souverainin und sein Vaterland verlan- gen mit Einer Stimme seinen Beistand, um sie vor Bedrückun zn schüßen, und sollte er vor dem „Kampfe zurückbeben, so wurde * er den hohen und ehrenvollen Ruf aufs Spiel seßen, Welchem alle Partei-Bemühungen bis jetzt kein Makel haben anheften können. Die Königin, so verfichert man uns, verlangte nichts, als daß man ihr erlaube, ihxe Hofdamen beizubehalten, aber man “ schlug es ihr ab. Alle ihre vertrauten Freundinnen, alle, an ; deren Gesellschaft ste gewöhnt wgr, sollten auf der Stelle aus ihrer Gegenwart verbannt und ihre Plähe mit Tory-Damen, die ihrzremd sind, 521th worden. Dieser grdblichen Schmach woklte hre Majestät sich nicht untertverfen, und die Nation wird gewiß ihre Weigerunl? billigen. Ihre Majestät sou sch folgender Worte bedient ha en: „Lieber würde ich mich u ei- ner bloßen Privatperson erniedrigt sehen, als mich der esell- schaft derer berauben lassen, die mir persönlich wert!) find und die Freunde meinerKindheitwaren.“ Zhu MF:].erkläxteferner, daß fie den politischen Anordnungen Sir . Peel s nur ihre Zustimmun ertheilen könne, daß jedoch die Auswahl der Damen, Welche sie ;
umgeben und ihren Umgang bilden sollten, ein Punkt sey, hin“ 3 sichtlich dessen Fei m:?" nach eben würde. da'die*ei et rer AFSWKthÉhÉLH Hof- amen betraf. Ihr Großvater, Georg 111., als er nach dem Ableben dei- Herrn Perceval den Grafen Grey zu sich rufen ließ, wollte sch den Vorbehalt der Ernen- nung dreier Beamten der Hofhaltung ausbedin en , und diese Bedingung wurde allerdings abgesihlagen. ber ier wünscht die Souverainin sich nur die Ausmahl throw e- scllschafterinnen vorzubehalten und diese höchst bescheide- ne Forderung , dieser Wunéch muß - gewiß einem. Jeden
vollkommen natürlich und billig scheinen; sie wurde aber verweigert. Man verlangte, wie wir hören, die Entlassung al- ler Hofdamm ohne Ausnahme, -- ein Vevlangen, das eben so unedelmüthig als unmdkliZ zu bewilli an war, denn es hätte
zur Folge gehabt, dd hre Mai: in nur von Damen der
' VerWaltung treten wird.“
' folg isi oder nicht.
' bobc Stellung cinuchmeuden Mitbürger verfallen ist, fortdauert, und 5 Plan isi: Vorläufer, crbcbt Euch!
3die Wiederhersteliung der
- 1100000 Vorläufer finden? | die Einschreibnng der Vorläufer nicht vor sch geben sollte, da der 1
» Orangisten hat, wird sick) sogleich den Vorläufern anschließen.
Man übersehe nicht, ajeßät in diesem Punkte nur die ?
Melbourne eine Audienz bei der Königin, und wir ha- ben Grund, zu glauben, daß Sir Robert Peeks Plan, sich des Staatsruders wieder zu bemächtigen, für jeßt vereitelt ist. Lord John Russel hatte heute eine Unterredung mit Lord Melbourne und arbeitete dann im Schaßamte. Auch Lord Normanby hat heute mit Lord Melbourne konferirt.“ Endlich findet sich in einer zweiten Ausgabe des Courier noch folgende Mittheilung von 7 Uhr Abends: „Wir find zwar nicht er- mächtigt, es zu erklären, doch gladben wir nach unserer besten Ueberzeugung, daß Lord Melbourne wieder an die Spiize der Ueber Lord John Russell bemerkc dieses Blatt nichts; sollte es jedoch die Absicht seyn, dem peuen Kabiner eine liberalere Farbe z11 geben und den Radikalen ; einige Zugeständnisse zu machxn, 10 tft „wohl na_ch der konserva- ; tiven Gesinnung, wclche diexcr Staatsmanii m seinem [“M" Schreiben an die Wähler von Sti'dud. kuiidgiebi, _kauin zu glau- ben, daß derseibe sich zum Wiedereintz'tti ms I)iienifteriuiii werde bewegen lassen, abgksehen davon. dai; es schon langst „hieß„ Lord Zohti Russell, durch das FamilterZ-Unglück, Welchés ihn m der leßcen Zeit getroffen, schwer e_rschutcert, wünsche iehr, sich von dcn Staatsgeschäfwn zurückzuziehen.
An demselben Tage, an welchem das Melboymesche ONini- sterium seine Entlassung einreichte, hat auch O'Connell sogleich - wieder ein aufi'egendes Schreiben an das Jrländische Volk ge; ] richtet, in Welchem er demselben mit großem Bedauern den Sturz der „einzigen Englischen Verwaltung, die seit 700 Jah- ren liberal gegen Irland verfahren sey“, anzeigt und auf die Wahrscheinlichkeit einer neuen Tory-Verwaltung hinweist, für * chlchen Fail er dann seine Pläne auSeinanderscHt. Wenn Zr- lands liberaie Aristokratie hervortreten und ihr Vaterland vor dem Unheil einer Orangisten-Herrschaft bewahken wolle, so er- kläi't O'Connell sich bereit, den'Repeal-Ruf schweigen zu lassen, nicht zu extremen Schritcen aufzufordern und keine Grundlage zu seiner Handlungsweise anzunehmen, auf die nixht Alie mit ihm sich stellen könnten. In dieser Beziehung heißt es in sei; ; nem Briefe:
„Mein jeßiger Plan isi: !) Man [asse den hohen und ni_cdcren Adel, der fia) vor kurzem im Dubliner Theater versammeln, nch an
die Sviße der VolkEsacde stellen. Der Herzog von Leinstcr, der Graf von Charlcmont und die iibrigen Edelleute und Herren, die sich dort
dischen Volke gegeniiber einnehmen, die Bcdinßuugeiz der Verbiudqng müssen enau unter uns festgeseßi Werden„ moge kcme extreme Mei; niings-Äenßerung gefordert, neck) irgend eine Bafis verlangt werden,
als eine solehe, die Wie annchmrn können. Ich bin ungedlxldig, dcn . Ruf der 11111onKAUfiösnng zu erheben; aber ich werde es 111cht thun, ]
bis ich sehe, ob der Aufruf, den ich jrizt an diejenigen eilafsc, die be! jener Gelegenheit mit dcm erzog von Leinsier handelten, von Er- chn derselbe von Nußcn 117, wenn der Patrto- , tismcxs dieser Personen sich zugleick) erhebt - denn «nicks wrirdc er nutzlos seyn » so kann ich in Einem Namen, meme Laydsleute, versprechen, daß wir gegen die Verbündeten, dic Irland in diese neue [md höcvs heilsame Thätigkeit versetzt haben, mit vollkommener Anf: richtsgfcit und Reclitlichkeit verfahren wo11e11. Wenn aber, wie es höchst wahrscheinlich isi, dieser Aeafkuf unwirksam b1cibi,und wenn die Erüarrung, in Welche die politische Redlichkeit vieler unserer eine
ihre Vaterlandéliebe einc liebenswürdige, aber sch1afende Lc:dens„chaxt * bleibt, auch dann wollen wir noch nicht„verzweife1n. Die„Jr1a-1dt- ; sche Nation isi reich an Hülfsmitteln fiir alle Fäile. Mein zweiter : Jedes Kirchspiel in Irland moge
cin Verzeiämiß seiner Vorläufer einsenden, [ändern unterzcichnet waren, und worin das Unterhaus gebeten wurde, vierzehn Tagen
nicht auch
in anderen Es isi kein Grimd vorhanden, weShalb
Warum .sollten fich
Herzog von Leinsier und seine Gehülfen_es für zwecimaßig haltcii, das Volk in einrailgemeine Geseuschast zu vereinigen, um die Sache der Reform zu befördern. Wenn sie meinen Plau billigen, so können fiel) die Vorläufer leicht mit ihnenfamalaamiren, und zwar auf eine Weise, die den Leinßeristen -- um für diesen all 2111 neues Wort zu bildeo - herzlich wiukommen seyn diirfte. her, ich setze mein Vertrauen auf das Volk, auf die Vorläufen, “'i-ck richte ,dies Schreiben an jedes Kirchspiel in Irland. Ich fordere die Einwohner ]edes Kirchspiels auf, sogleich zu beweisen, daß sie nicht Willens sind, fick) der Tyrannei und Grausamkeit der Orangisien zusuntcrwerfcn. Ie- des Kirchspiel, welches einen Abscheu vor der Wiederbersiesluuchxsdiex 1 höchst wichtig, das; wir zugleich Schottland und England unseren Ab- scheu gegen diese bigotte und intolerante Partei zu erkennen cZischen, die so lange Irland sch1echt regiert hat. Eine allgemeine Vorl ufer- Bewegung ist je 1 der Beweis von unserer Vaterlandsiiebe.
ck 1 selbst werde so da d wie möglich in dem Vorläufer-Vere-in seyn, JZ" '
dem An enblick, wo die Tory:Tvranne„i eingeseßt woiden isi, wekde ict) nachg Irland abreisen. Eine Yu lösung des Parlaments steht nahe bevor und kann nur durch dre ermebrung der Vorläufer tm
ganzen Lande für die VolkS-Partei nützlich gemacht werden.“ Das Oberhaus hielt heute eine kurze, aber sehr besuchte
g * ' “ “ ' A fklärun en St an m der man jedoch vergeblich auf einige u g ' übe? d&Minifter-Krisis wartete. NachdemLord Melbourne dem
Lord Shaftesbucy ein paar „Worte zugeflüstert hatte, beantraém dieser die Vertagung des Hauses, und untex vxrhaltenem a- M!» in welches besonders Lord Brougham emstsmmte, trennte slch die Versammlung. -- R ßl d 11 n
Dem Gwßfür enT ronfolger von u and wor en von a e SMM Jeske gegebeski, unhd Se. Kaiserl. Hoheit tigt durch reiche Geldspenden seine Erkenntlichkoie für die gute ufna me, welche Höch derselbe auch in England gefunden. Unter nderem hat der roßfa-rft bei dem Besuche des Gefängnisses „von Bridewell kk"? Menge Gefangener auslösen lassen, die kleine]: Schulden Ms?" fesksaßen, und den Invaliden zu „Chelsea em Geschenk von 100 fd. _hinterlassen. „
.Die . hartisien snd in der Hauptstadt eifrig bemüht,.„durch
Nur Ein Gefühl kann im Lande herrschen, .
und an dies Land muß Se. Herrlichkeit, um seiner Souverai- ; In einem späteren Ar; :
* ten günstig.
. Vereinigung der
. guas von
1 [ 1 In der kurzen Zeit von ] vierzehn Tagen erhielten wir Petitionen, die von mehr als 600.000 Jr"- '
Orangisien : Herrschaft zu verhindern. ;
Vérsanunlungen ihre Sache zu fördern und “ : weniger *"
den Englischen Manufaktur-Distrikten und in Kais. In Lla-
nidloes isl indeß die Ruhe ganz wieder hergestellt, die Haupt- urheber der letzten Unruhen und diejenigen, welche hauptsäch- lich damit beschäftigt waren, das Volk zu beivaffnen und ein- xuexerziren, sind zur Haft gebracht, für die Verhaftung der Uebrigen sind Belohnungen ausgeboten, und aller Orten wer- den die Waffen den Behörden ausgeliefert. In Birmingham und Manchester hegte man am »))?ontage große Besorgnisse vor einem allgemeinen Aufstande, die fick) jedoch nicht als begründet erwiesen haben. Heute Nachmittag war in London das Ge- rücht im Umlauf, daß es in Manchejier, Birmingham und den pofer-Distrikten zu Reibungen zwischen den Truppen und dem Volke gekommen sei). Es“ sollte scharf gcseu-src und unter An- deren der Mayor von Birmingham getddcet worden seyn. Jm Ministerium des Innern hakte man aber um 01,4 Uhr noch keine amtlichkn Berichte hicxvon, im Gegentheil hatte der Major von Birmingham noch am ")Norgcn geschrieben, daß keine Besorguiß vor Unruhen vorhanden sey.
Aus Ostindien hat man auf dem Landwege Nachrichten, Sie lau: Dei" l'ebkilisél)? Häuptling der Studs hat sich der Britischen Autorität unterworfen und exngewiliigt, Britische Tkuppen in sein Gebiet aufzunehmen. Man glaubte, daß hier; durch den weiteren feindlichen Bewegungeti in Indien ein Ende werde qemacht werden. Sir Willoughbi) Cotton ist am 23. Je- bruar "init 2 Brigaden Infanterie, einer Brigade Kavallerie und der Artillerie von Schirkapore nach dem Bola_n-Passe ab- macschirc. TNan gaubte, daß der“ Scha_ch Sudsck)ah M der ersten Woche des »))?äe-z Schirkapore mir [ZUM]! Tindpdii verlasey werde. Sir John Keane is_i am 21. Februar Mit [einer Dim- sion bis“ Larkana, zwischen Hyderaöad und Schiikapore, vorge;
! drangen und wollte nach Dadur, am Fits; dcs Bomchbirges,
marschii'cii Das gute Vernehmen zwcsclzen dcm Lieutenant Potringcr und dcm Fürsten Kammm von Herar ist wieder her: gestellt. Die Sirdais sind von OU" fi'uchtlosen Expedition gegen Horak ziirüikgckchrc und sollen ]c-izc günstig gegen die Briten gesinnt seyn. Die Nachricht von einer Niederlaze der Indischen Armee bei Pescimwei' scheint sich nicht zu bescätigcn.
Der „Great Western“ ist am 7tcn Abkktds, nach einer Fahrt von 13 Tagen, von New ; York in Bristol angekommen. Bis zur Ankunft desselben in N-.*11*:York war man daselbst schr in Unruhe dariiber, welchen “Eindruck das „Benehmen der chiölatur von Maine in England machen würde; sobald man sick) jidock) Überzeugt hatte, daß das Volk des „alten Landes““ nicht so leicht Feuer fange, wie die cholerischen Gränz-Politiker, erwachte das Vertrauen wieder, die Papiere aller Art stiegen um 1 bis 3 pCt., und die Geschäfte gingen wieder ihren gex wöhnlichen Gang. Der frühere Kassii'ei' dcr Bank, Heri" Dun- lap, ist der Nachfdlgci' des Herrn Biddlc geworden, welcher
7 mit seiner Familie auf dom „Great Westerw“ in England an-
gikommen ist. “2111 der Gränzc von Maine ivar 2111es ruhig,
“' und auf beiden Seiten hatte man die Truppen zurüikgczogen.
In der Provinzial-Legislacur von 'Red-Schottland harre Herr Stewart einen Antrag gcgen Lord Durham's Plan zu einer Britisch : Nord ,- Amerikanischen Kolonieen gemacht. Es hat einiges“ Aufsehen verursacht, daß von der Ka- nadischen Seite auf ein Dampfboot, das“ dcnSc. Lorenz-Strom hinauffuhr, geschossen worden ist. Ein Amerikanisches Blatt behauptet, es wären fünf oder sechs Kanonenscbüffe auf dasselbe
versammelten, mögen ihre natürliche Und hohe Stealing dem Jrlän- ! abgefeuert Worden; allein für Wahrscheinlicher hält man die An-
gabe des „Oswego Herald“, daß einige Flintenschüsse, jedoch aus zu großer Entfernung, um Schaden thun zu können, eins das Boot gerichtet worden seven. Die SradtOgdensburgh im Staate New-York ist am 17. April gänzlich abgebrannt; man glaubte, das Feuer sey angelegt worden. In New-York wur-
1 den viyle Schiffe zur Verladung von Baumwolle nachLiverpool
in Fracht genommen. Die Aerndte schien geringer ausfallen zu
*“ wollen, als man fie veranschlagt hatte; man rechnete jeßt auf ' keinen größeren Ertrag als 1,400,000 Ballen.
Admiral Baudin hat dem Französischen Konsul in New- Orleans geschrieben, daß die Französisäwn Konsuln im Be- griff ständen, ihre Functionen in Mexiko wieder anzutreten, und daß der Französische Geschaftsiräger bereits“ von Veracruz nach ONexiko abgereist sey.
Es sind Briefe aus Lima bis zum 28. Januar hier ein- gegangen. Santa-Cruz hatte die Stadt am 2-1s'ien verlassen, um sich zu seinen Truppen zu begeben, und hatte am 6. Januar die Chilier mit großem Verluste aus einer Steüung, sechs Le,- Huaras, vertrieben. Sie retteten sick) nur dadurch vor dem gänzlichen Untergangs, daß sie Über einen tiefen Berg- strom flohen und die Brücke zerstörten. Späteren Nachrichten, vom 15. Januar, zufolge, hatten die Chilier sich in einer festen
' Stellung bei San Miguel, “20 Leguas von der Küste, aufge-
stellt, während die Peruaner in _Yunquaz, zwei Leguas von dort, standen. Man glaubte, dax; Santa-Cruz nicht gesonne_n sey, seine Gegner zu einer Schlacht zu zwingen, sondernfdie Abücht habe, dieselben durch kleine Gefechte iind durch Abschneiden der Zufuhr allmälig aufzureiben. Die Regierung von Lima hat die Französische Brigg „Confiance“ von 300 Tdnnen ge-kauft, ausgerüstet und nach Huacho gesandt, von wo-dieselde met den Schiffen „Edmond“, „Arequipena“ und-„Mexicano“ u-ntex/Se- gelging, um die beiden Chilischen Kriegsschiffe„Confederaccoti un/d „Valparaiso“im Hafen von Tarma anzugreifen. Qer„Mexcxano„ traf jedoch nicht zur rechten Zeit ein,'und die„,Conftance
wurde von der Französischen KriegsbrigF „Alacritu“ angehaiten und nach Deserteurs durchsucht; die eidenj anderen Schiffe, „Arequipena“ und „Edmond“, 1iefen indeß m den Hafer) em; das erstere näherte fich dem „Valparaisoi“, sank aber imt der ganzen Niannschaft, und nur einige Offiziere retteten sich auf den „Valparaiso“, Wo sie den Capitain tddteten, aber v_on der Mannschaft überwältigt wurden. Der „Edmond? griff die „Confederation“ an; da aber der Capitain eine tddtltche Wunde erhielt, so geriet!) die Mannschaft in solche Bestürzung, daß sie davon segelte. Es wurden vier Capitaine getödtet, und .die bei- den Chilischen Schiffe verloren die Steuerruder und deuH; spriete. Der „Edmond“, der „Mexicano“ und die „Con-ftance
smd bereits in den Hafen von Callao zurückgekehrt. Die Pri: tischen KriegSschiffe „President“, „Samarang“ und „Baslték“ sind, mit dem Britischen General-Konsul am Bord, nach Santa- Cruz gesegelt, um von dem durch die Chilier um PräfidetYn von Peru ernannten General Gamarra die Au hebung des e- krets u verlangen, wodurch allen Ausländern anbefohlm wird, ihre äden zu schließen und das Land zu verlassen.
Belgien.
Brüssel, 10. Mai. Die Auswechselun der am 19. April zu London unteJZeichneten Traktate muß be annclich gleichzeitig innerhalb sechs ochen, vom Tage _der Unterzeichnung an ge- rechnet, stattfinden. Der letzte Termin würde also das Ende des laufenden Monats seyn. Die Sectionen der Re rdsentan- ten-Kammer zeigen den größten Eifer bei der Pr fung der
Geseß-Entwürfe, welche durch den Beitritt Belgiens nothwen- dig geworden. Die einstimmige Annahme diescr Entwürfe beWeist zur Genüge, daß jeder Gedanke an Widerstand ver- schwunden ist. Man versichere, daß die Beschlässe, durch welche die verschiedenen Kommissionen ernannt werden, schon entwvr- fen smd, und zu gleicher Zeit mit den Gesetzen sollen veröffent- licht werden._ Eben so glaubt man, daß a'lle andere Kabinette, mit Einschlu8 des Haager, zur gedachten Zeit ihre Einleitungen beendigt haben werden.
Die Repräsentanten-Kammer hat, wie es scheint, die “Lib- stcht, ihre Sitzungen so bald als möglich zu schließen, vielleicht dürfte ste schon zu Ende der nächsten Woche ihre Beratfxungxn beendigt haben. In BeZUg auf den Geseß-Entwurf hin11chtllch des Scheide-Zolls hat der Nkinister des Au5wät'tiqen in der Central-Seccion erklärt, daß man, um der Maßregel alles scheinbar Gehässige und chatorische zu nehmen, durcb UNE“; handlungen es dahin zu bringen hoffe, daß der HVÜÜUÖUÖL Agent, welcher in Antwerpen seinen Sitz haben wird, keiiie Untersuchung auf den in den Hafen einlaufenden SchiffM roll vornehmen'können und daß die Bezahlung des Schildedellcs direkt an ihn von der Be! ischen Behörde gclcißct ivcrde, und zwar in Gemäßhcit dcr ' erechnungen, die in den Zoll-Re- gisrern festgestellt werden.
„Die außerordentlichen Kredite für das KriegsINinisrei'iun1
und das Ministerium der auswärtigen ?ingeic-xcnhcitcn sind ;
von der Repräsentanten-Kammer bereits genehmigt Wordcn.
- dicken.
Der Kriegs-JJTinifter hat in der RepräsentantenRamiucr -
auf die Frage eines Limburgischen Dcputirten, db dis i!": Lim-
burg kantonnirten Truppen daselbst vei'bleibcn wiirden, _«xcant- ;
wortet, daß er diese Kantonnirungen aufheben werde, sobald Holland in der Stellung seiner Truppen in Nord-Brabanr 17110 Geldern eine Veränderung vorgenommen haben We'l'T'C, ind-sm es" unmöglich tei), die Belgische Gränze ganz zu cmdldxcm, wäh- rend die Holländische nach wie vor besitzt blcik'e.
Der General Magnan ist auf seinen Antrag aus den Listen der Belgischen Armee gestrichen worden.
Der Commerce Belge will aus sicherer Quelle wissen, * daß der Graf von Lalaing, Belgischer Gesckiäststx'äger in *))?a- '
drid, unverzüglich auf seinen Posten zurückkehren wiid, Und zWar versehen imc Znskructionen, tvclche sick) auf die “Linspi'iicdc ibmd lk?ZBeséhwerden der Befißer Spanischer Papiei'e in Belsicn ezte en.
Deutsch1and -- - Dresden, 12. Mai. Zhre Majescäc die Königin von Bayern und der Prinz Luitpold Königl. Hoheit sind, in Begleitung des Prinzen Georg von Sachjen-Altenburg nebst Gemahlin und des Prinzen Eduard von Sachsen-Aixcnbmg, h_eute Nachmittag um 3 Uhr auf der Eisenbahn wieder von hier nach Leipzig abgereist.
Leipzig, 14. Mai. In der Woche vom 5. bis 11. Mai ;
Wurde die Eisenbahn von Leipzig nach Dresden von 0618113121"- soxzn befahren, was eine Einnahme von 6378 Thalern ge- w rte.
Darmstadt, 12. Mai. (Großh. H. J.) Vorgestern ONittag traf der Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar hier cin, kehrte aber schon nach der Mittagstafel wieder nach Frank- furt a. M. zurück, um von dort seine Reise nachEngland wei- ter fortzuseßen.
Gestern Morgen um 4 Uhr verschied hier, nach mchr- wöchentlichem Krankenlager, der Großh. Hess. Geheime Staats- rath, Command. ]. Kl. des Großh. Ludewigsordens T€., [.).-, K Ch. C'egenbrodt, Präfident der Lien Kammer der Sxände, in einem Alter von 70 Jahren.
Darmstadt, 11. Mai. (Groß. Hes. Z.) Nacdem die erste Kammer die Vererbung über den Antcag, Welcher dic Wiederherstellung der durch das Patent vom 1. Novemher 1837 aufgehobenen Verfassung des Kdnigreichs Hannover bs- traf€ in ihrer 30sken Sißung beendet hatte, und zwar so, daß sie einstimmig beschloß, dem Antrag keine Folge zu geben, kehrte die Sache an die zweite „Kammer zurück, und der Abgeord- nete Knorr erstattete in der 5|sken Sißung, am 9. April, Bericht darüber im Namen des dritten Ausschusses; diescr War der Ansicht, daß in Betreff der Zuständi keit der Stände, die in dem frii- heren Bericht angeführten ründe nicht widerlegt seyen, und erneuerte hierauf den früher erwähnten Antrag. In der Siz- zung vom 25. April nahm sodann der Abgeordnete Glaubrcck) noch einmal das Woxt. Er bedaure zwar, sagte er, daß die ersten Kamnier seinem Antrage nicht beigetreten; dock) könne er mcht- ohne em Gefühl von Freude und Trost auf die Berarhun- gen jener Kammer hinblicken. Er Wolle nicht beharren auf sei- nem Antrafge, aber auf der so wichtigen Kompetenz-Frage Müssé er um so ester beharren und offe auch, die Kammer Werde dies. Man abi gesagt, die annoversche Frage berühre die Stände des ' roßherzogthums nicht; sie Werde am Bunde ver; handelt und die Stände hätten fich nicht hineinzumischen. Allein die Deutschen Völker seyen doch wohl innigskinteressirc beiAufrechthal- tung des Bundes und der verfaffungsmäßigenBesiandtheile desselben. Wei wolle noch_zweifeln, daß die Bundesakte ein großes, qe- meinsames Nattonalband sey, welches die Deutschen Fürsten und das Deutsche Volk unauflöslich umschlingen sollte; daß man keinen gewöhnltchen Staatenbund dadurch begründen Wollte? Dre Bundes-Akte wäre also ebenso sehr im Interesse der Völ- ker als der Fürsten abgeschlossen worden, und wenn sie Erhal- tung der äußeren und inneren SicherheitDeutschlands bezwecke so sey darunter auch die Erhaltung des inneren Rechtszustandeé der Deutschen Staaten verstanden, namentlich Sicherung der Rechtx aller Klassen der Nation. Sonach hoffte der Redner fest daß die „Kammer bei der Behauytung ihrer Kompetenz in det,“ SaFe beharren werde und stellte schließlich seine Anträge dahin. zu rotokoll zu geben: 1) einen Protest gegen die Ausführunci desädirigirenden Staats-Miniskers Freiherrn du Thil, daß die d' kfnd? nichtkompetentseyen aufdiegeskellte Motion einzugehen 2) but LY Zuverücht und das Vertrauen, daß die Staats-Regierän ech?!- ""onrtwährend ausbaldigske Wiederherstellung der au ; &“, “kik“: "fassung des Königreichs Hannover hinwirken werde. es [ sesn gen weitern Erörterungen wurde dann die Berathung FWB," "' und es erfolgte _in der Sißung vom 30. April die ihr mmtimg' In dieser ngrd, _die Frage, ob die Kammer bei derenÄtxxrinerFSBZKZYTUMWY!woliaewverlt-j'eim; eben so ward beschloß die «Kammer “eiiiskimiu “ |Y! rx a gelehnt. Dagegen über die Zuständi keit «:.-H': nde 11 mn der von dem Ausschuß - » Usskspkochenen Ansicht ' -
verstanden zu er!! ren, auf die veanera te ' ' ' em MZFÉXÜR V:!Ztéauen nlicht einidehYLttZa'ßeW SYM „n untera en werde, durch alleihr u
Ge ote sehenden Mittel bei“ dem rutschen Bunde auf möglicsst
, widrige seines Verfahrens ihm begreiflich zu machen, sahen sich
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baldige Wiederherstellung des gesiörten, Rechtszusianoes im Königreich Hannover fortwährend hmzuwrcken.
__ _ Pyrmont, 7, Mai. Der Wollhändler, Herr See- hohm, Vorstand der Quäker-Kolonie in Friedensthal, läßt jeßt auf eigene Kosten eine Chaussee von Friedensrhal nach Pyrmont bauen, die von dort in die nach der Fürstlichen Saline führende Chaussee mündet, wodurch den Badegäften eine neue angenehme Promenade erwächst; dem Vernehmen nach, Wirden die Kosten dieser Anlage fich auf 3000 Thlr. belaufen.
Der Bau der bei Hameln Über die Weser führenden Ket- tenbrücke wird wieder eifrig forkZEsekzt; die Gerüchte wegen fehlerhafter Construction und enormer Kosten s011en theils un- gegründet, theils" Übertriebcn seyn. Vollendct wird das Werk em_ sehenswerthes seyn; auch wird ]"th mit Gewißheit versichert, daß die Brücke am 1. Juli d. J a11em Fahrwerk freigegeben Werden wird. *
Schwciz.
Unter-Wallis, 5, 932111. Der große Nach des Kantons Wallis hat itxitcr dem Iten d. ON. in Erwiedekunq der von dcn 2)uiidcstinmis'sarien ausgegangenen Vergleichs-Vorschläge, gin, wm ei' slch ausdrückt, einen Beweis seiner friedfertigen ».csnmung zu geben, Mehrere Beschlüsse gefaßt, die aUerdings 501-3211, daß _cr geneigt isi, zU cin-Jr Annähsruxig die Hand zu , Dicjen zufo1ge, qe[)en die Abgesandten der sechs west- 11chen_ Zihticr auf eine Besprechung Über die Verfaffung mit den ubi'igcii Theilen dss Landes ein. Die Veksammlung soll diirch 0le Bundes-Kommiffarien zusammenberufen werden, und dieselbe W) mit der Repräsentation der Geistlichkeit beschäftigen imd dann mit absoluter *))?ajdrität die Bestimmungen der Ver- 111171! ;; festst-xen. Dic nxuc Verfaffunas-Arbcir soll der Sanc- 11011 des Volkes vorbehalten Werden. Bis zur Annahme diescr Zli'bcit bleibt der zink"; «zm; in Kraft. Ueber alle diese Punkte 1011 das Volk hcuce befi'agt und das Resultat der Abstimmung dcm Scaats-Ratk) durch den Präsidenten der Zehner mitgetheilt werden. *
T 11 k k e 1.
. -«- Dic_Allg einein e Z citung bC1'1chtktaUSZ ara, 3(].'21pril. LQ)? Feindjeligkeiten zwischen den *))?oncencgrincrn und den Unken, dic gereits geschlichtet Waren, werden ohne Zweifel wie- der beginnen. Diesmal sind es die Ttiiien, die dazu Beran- 1assung_qegeben, indem sie creulos und hinterlistig sich einer baibai'ijciwn Handlungsweise iibci'ließen. daß nach der mit den Türken gcti'dffencn Uebereinkunfc eine Dxputarion 1'011 dcm Vladika von Montenegro an Ali Pascha qc1ci)ickc worden war, welche Über die genaue Vollziehung des Vdrirags und über einige Rcclamacionen sich verständigen 'sol1te. „- Diese Deputation tvai'd gerdalcsam von Ali Pascha zurückgehal- ti'n, _und eine Auslösungssumme fiir ihre Freilassung von ihm * begehrt, welche dem zeither von den »))?ontenegrénerti gezahlten ; Tribut gleichkam. Nack) vielem und fruchtlosem Hin; und Herredcn, um Ali Pascha andern Sinnes" und das Rechts-
die armen Gebirgsbewohner gendlhigt, zu den äußersten Op- fern zii schreiten, um ihren Landsleuten und Vertretern die Freiheit zu verschaffen. Sie sammelten daher das nöthige Geld ein, und zahlten die Rantion in der festen Ueberzeugun'a, das; Ali Pascha nun sich beeilen Werde, die Deputirten zurück- keykren zu lassen. Allein mit Schrecken mußten fie vernehmen, da;," der ngcha, nachdem er das (Geld in Empfang genommen, die sick) in keinen Händen befindenden Montenegriner nicht nur mchz ft'eigah„ sondern fÜt'if Individuen aus Montenegro, die (in_ste abge1chickt waren, um sie in Kenntniß zu setzen, daß das Löiegcld gezahlt wvrden sey, auf das grausamfte hinrichten ließ. Dickes unxi'hörte Verfahren hat die (JMS? christiiche Bevölke- rung in hiengxr Gegend gegen die »Ül'kcn in einem Grade aufgxregt, dai; kaum während des Griechischen Befreiungs- kampfes die Gemächer in größerer Bewegung Waren. Ueber- all hÖl'l' man den Ruf imci) Rache gegen den ti'eulosen Pascha, “ Jedermann wünscht, da!; es den »))kontenegrinern gelingen möge, die Schattcn ihrer Brüder zu rächen.“
Aitde'rersxits wird von der Mon tenegrinischen Gränze vom 20. April geschrieben: „Der Pascha von Scutari trifft ei'nst-e Anstalten, zu einem 'Lingi'iffe gegen JNonteneqro. Die thörichten Geruchte, Welche der Vladika aussprengeü ließ, daß die Demonstrationen Oesterreicbs in Da1matien nicht gegen die J))?ontxnegrmxr, sondern im Verein mit diesen gcgen Türkisch- Lllbamen gerichtet sech, habcn den Pascha nicht eingeschüchtert. Dagegen, scheint der Vladika das Mißlicbe seiner Lage nunmehr zu bxqsretfcri. Dieser Tage hat er den Oesterreichischen Behör- den 18111? Cyerietgtheit anzeigen lassen, die Verhandlungen mit der Grät1zberichtigungs_-Kommission, Welche bloß durch seine Schuld so lange ausgejeßt biiebkn, so wie auch die Unrerhand- lungen wegen Abtretung des Klosters“ Stanievichi wieder auf- zunehmen. Neue Feindieligkcitin zwischen Oesterreich und Mon- tenigro find demnach kJei [dichem Stande der Dinge nicht zu crwartxn,_und der Pasha von Scutari, welcher wohl nur die Bedrängmß Montenegro's im Fakl eines Angriffs durch die Oesterreicher bcnußen wollte, wii'd kaum auf eigene Faust einen Einfall in Montenegro Wagen.“
Inland.
Berlin, 14. Mai. Die in der Staats-Zeitung vom "2.
Dezember v. Z. nä er bes ro ene vai rlä d' - h p ck c n tsch? Töchter; * Städte fahrbar herzustellen.
Stiftung zur Erziehung und Versorgung unä 'i verwai“eter und sonst hülfsbedüi'ftiger Töchter der gebildzeren Ytände, 'und zur Beförderung Wahrer Frauenbildung überhaupt, findet im; mer allgemeinere Anerkennung ihres zeitgemäßen und nützlichen Strebens und daher auch mehr und mehr Theilnahme und Un- terstütziing. Se. Majestät der König haben geruht, der Stif- tYng-etn Geschenk von 100 Rthlr. anweisen zu lassen. Eben so siiid ihr auch von dem Prinzen Friedrich und Höchftdessen Fa- n_ulce, „Königl. Hoheiten, jährliche Beiträge und außerordent- liche Geschenke bewilligt, wie von der Frau Fürstin Elisabeth zu Salm Horstmar Durchlaucht, welche den Keim der Seif- tung Überhaupt in jeder Art mit Liebe und Erfol gepflegt und gefördert hat. Außerdem sind ihr schon Unter üßun en von vielen anderen Fürstlichen Personen, hohen Staats - ' eamten und einer großen Zahl wohlthätiger Beförderer aus anen Stän- den geworden, so wie sie [ich auch der Begünstigung der Porto-
Man erinnert sich, ,
» käme, so dtiiften unserer Provinz sehr große
Jahre in der Staats-Zeitun on aus “
Nähere Auskunft über diesekzbesaziebt eianhkrlle'iYeLZZYzeftéorYU' schwebende Eisenbahn bei Yosen. 1834. bei E. S, MininA ,k: wie ein Aufsatz in den „ erhandlungen des Vereins ur Zde- fdrderung des Gewerbfieißes in Preußen 1837.“ _ j, h“ bis zu Ende des vorigen Jahres nachstehende Resultate ergeben.
2111 „Trans or Anlage und Un: Auf der Bahn wurden tranS: kosten wärdte; terhaltungSko- portirt durch die Ba Jabs. - ha sen aUer Art. 111 C e n t n e ru. gegen fxüher er art. 21111111“. 1Tar.,' Pf, Ziegeln, 121xenndc1;.101€umnm. Rthlr s[qu;-,] Pf, _ ; 1 1834 3351 23 (; 77,825 - 77,825 1 1835 328 3 3 277,888 35,395 313,4831 "587 " 1 5 1836 321") 7 10 186,03!) 56,295 242,323 1024 231 6 1837 114 [8 8 235,512. 3411 236,05? 1061 18z 2 1838 2406 3 6 170,9355 -- 176,935 881 20 3 6010 : 20 [ 9 951,190] 92,430 11,046,620 4658 1 16! 4
Das in die Anlage gesteckte Kapital ist daher bis auf einen Petrag von 1038 Rthlr. 10 Sgr. 5 Pf., oder *- wenn man -) Prozedthinien der nicht abgestoßenen Verwendungen berech- net ,- 20-11 Rthlr. 3 Sgr. 11 Pf. erstattet. Die Verwendun- gen in den Jahren 1835 und 1830 beruhen zum Theil darauf, daß in diesen Jahren mehrere Erweiterungen und Abzweigun- gen der Bahn stattgefunden haben.
Die bedeutende Ausgabe für 18:18 hat ihren Grund darin, daß die nur * 4 Zoll starken Schienen (nach den hier gemachten, auch anderwärts bestätigten Erfahrungen) durch 'i, Zoll starke
3 ersetzt und die von Hause aus zu schwach konstruirten Wagen
stärker renovirt Werden mußten. Die Bahn ist dadurch zWar f11r längere Zeit in sehr _qUtcn Stand geselzt; hätte man aber diese Erfahrung béi der Anlage vorausgehabt, so wäre jetzt das Anlage-Kapital mit Zinsen schon völlig gedeckt gewesen.
_ Dei“ Verfdffer dec obe_n erwähnten Schrift ist der Meinung, daß eingleifige ichwebinde Eisenbahnen dieser Art, bei wohl zehn- mal geringeren Kosten, im Wesentlichen ziemlich dasselbe leisteten, als gewöhnliche liegende doppelt gleifige Bahnen. Er hält die Lokdmotive auch_auf diese Art von Bahnen anwendbar und veripricht sick) außerordentliche Erfolge, wenn mir der Anlegung solcher Bahnen einmal ein Versuch auf größere Strecken und mit Personen-TranSport gemacht würde, weil das Bahngeld, auf dessen niedrige Sceüung er mehr Werth, als auf die über- große Schnelligkeit des Transports legt, darauf ungemein er: mäßigt Werden könnte. - Es heißt, daß ein mit allen Mitteln ausgestatteter und zu großen gemeinnüßigen Opfern geneigter Gutsbesißer der Provinz sich lebhaft mit P1änen zur Realisation eines solchen Vei'sUcik-s beschäftige. Wenn dies ur Außführung ortheile daraus
, erwachsen. Dadurch würden ihr die Mittel der leichtesten 'Com-
munication in einem an Verkehr verhältnißmäßig noch armen und für die Ausfuhr auf ein Drittheil seiner Gränzen fast ge- sperrten Landstriche geboten, und sie in den Stand qeseßt wer- den, slch einen entfernteren Markt und den reichen Kräften un» seres Bodens .die gebührende Entwickelung und Geltung zu
verschaffen.
- »- Magdeburg, 14. Mai. - Bergbau. _ Nach der von dem Niedersächsisch-Thüringischen Ober-Berg-Amte in Halle gemachten Mittheilung bestand die berg- und hüttenmän- nische-Production im Henneberg Neustädtischen Berghe- zcrke im Jahre 11238 in 15,163 Tonnen Eisensiein, 301 Centner Kobalterz, 9133 Centner Roheisen vom landesherrlichen Eisen- hüiten-Werk Neuwerck, 798 Centner Kupfer und 265 Mark Silber. Diese Production wurde durch 284 Arbeiter bewirkt, Welche 502 Familienglieder zu ernähren hatten.
» _Wohithätigkeii. Im Jahre 1838 smd von Bewoh- nern des Regierungs-Bczirks Etfurt folgende Schenkungen und Vermdchimsse zu bleibenden milden Zwecken gemacht worden, als
1; fur Armenpficge . . . . . . , , . . . . 5.320 Rrhlr.
?) zit_r Verbesserung der Gehalte gering
beioldeter Schullehrer und zu anderen Schulzwecken .............. "2630 Rrhlr. und 3) für Kirchen ....... 500 Rrhlr,
zusammen 8430 Rthlc'. und außerdem hat aiich noch die Gemeinde Geehles im Kreise Sch1eusmgen der dasigen Schulsteiie zur Verbesserung der Ein- künfte derselben einen Acker zubereitetes Land überwiesen und sich bereit erklärt, dieses Grundstück während der nächsten Jahre in besseren Kultursiand zu setzen.
Köln, 12. Mai. Die Rheinische Eisenbahn-Ge- sellschaft hielt am 0ten d. M. eine General-Versammlunq, welcher auch dei“ Ober;Präsident von Bodelschwingh, als Kd- mglicher Kowmrssaikius, deiwohnte. Nach dem Berichte dss Qber-quenieurs Pickel ichien es im Interesse der Gesellschaft, die, Arbeitskräfte zunächst zur Herstellung der Eisenbahnstrecke zw:schen Köln'und Aachen zu verwenden, und zwischen Aachen und der Belgischdn Gränze nur diejenigen Werke in Arbcit zu nehmen, Welche ihrer Ausvehnung und besonderen Schwierig- keiten wegen emen _längeren Zeitraum zur Ausführung erfordern, indem das auf dieie 1eßte Strecke verwendete Kapital erst dann nußbad werde_n kaim, wenn Belgischer Seits die Bahn von Ads bis Lüttich bes-zur Preußischen Gränze vollendet seyn Wird. In der Richtung von Köln und Aachen wur- den demnach die Arbeiten mit Energie betrieben und darauf Bedacht genommen, Strecken in der Nähe dieser Das Publikum, angezogén W“) die Neuheit des TranSportmittels der Eisenbahnen, Mrd diese Strecken benußen, und werden sie fiir die Gesellschaft gxwinn- bringend Werden. Die Bahn vom Sicherheitshafen 5.“ Köln bis Müngersdorf, eine Meile lang, ist vollendet und m“ Loco- motiven und Personenwagen bereits mit gutem Erkase„xkr Yrobe befahren wvrden. Eine Strecke von der Montjuic!“
traße bei Aachen bis zum Nirmer Tunnel wirdjm einigen Monaten zur Benusung fert!“ werdet» Von den 9 /4 MMM dieser Strecke von Köln nach nchen lsk das Planam der Eisen- bahn auf sehr nahe 3 Meilen Länge voilendet, und find die Schienen, obgleich auf Stellen nur provisorijch, Zelegt. Von den wischen Köln und Aachen auszufiihrenden 6 Brücken, Brück, „,-,n und „Kanälen und 28 änzlich vollendet. Auf die- ser Line waren zu Ende vorigen onats 2730 Arbeiter be- die seitdem aber täglich vermehrt worden sind. Auf
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freiheit erfreut, und so alle Aussicht vorhanden ist, daß sie bald werde ins Leben treten können.
Posen, 7. Mai. Der [ckWebenden Eisenbahn, welche im I. 1834 von der Königlichen Fe ngszBau,Du-m tion, von hier nach der Ziegelei im nahen uban, zum Trans- port von Ziegeln und Brennholz angelegt worden, isi in jenem
HFLMZ von Aachen bis zur Belgischen Gränze arbeiten nur 224 Mann.
Tele his e Na t.
Köln, 15. Maßraxzer JoniteuWFn 12ten d, M, ent an eine telegraphische Depesche vom Gesandten Frankreichs in ondon, an den Minister der auswärtigen Angelegenheiten,