1839 / 138 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

regeln zur endlichen Unterdrückung diescr Unruhen zu tkeffxv und dadurch die Anstrengungen der National-Garye und der U- nien-Truppen für die Aufrechthalcung der öffxntnchen Ruh? zu vollenden.“ Das Sié-cle beklagt die unfinntgen kund “bluxrgen Unruhen und meint, es sey nicht zu befürchtet), da:? aus FWI; thdrichten Unternehmen hervorgehendesReactton dl? pak a?;de tarische Oppofition in moralischer Hinschx schwächen wf dié Der National und einige andere Blätter bejchränken secs)“aUG ; Erzählunq der Thatsachen, ohnertrachtungen ?*"43U5,Uf*!9c7)*"n RT- lignani*s Messengerheschliklskkklkkikk1slkk)ksckl “UMR“ .“ 273 richtüberdéegeskrigen Unruhen mxtqugend?" PUMMUUIM- E:"! finden nicht Worte genug, um MMM UnwxllenTunrl "Us.“ [Z [Tannen darüber aus'zudrüaken, daß_ der größerr h“?! d'NU'RU": ermeßlichen und volkceichen HaUptkka§k„ÖUkch „FMF? *:“anM bu- hestörer, die sowohl ihrer Person als threm „911111 ck nach 1111 ex kannt fino, Gutgefinntcn ein Gegenskand dk

lang in Beüürzung verseßc worden ist. Den Rational- und

schuldigen zu müssen. Als“ Beispiel wollen wir nur anführen, Ja!;- wir um neun Uhr bei der

Straße Poissonnit're herkamen 111111 mit Flinten auf den IZM!)- posten schießen wollten, woran sie zwar von dcn Umjkehendcn

verhindert wurden, allein es fiel keinem ein, sie, wie es sich gc; -

hörte, auf der Stelle zu verhaften. Hätten ste geschossen, so hätte natürlich die Wache mit einer Salve geantwortet, und die Folgen hiervon müßten höchst traurig gewesen seyn, da der 25011-

levard damals mit Männern, Frauen und Kindern angefüllt ] ! ! ! . _ _ ! ? “Mitglieder des *))?inistcrimnsjene hutdretche Frctmntbtgkcn 3911111",

War, dée keine Gefahr ahneten.“

Dcr Messager giebt die Zahl der Todtcn unter der Na; ) téonal-Garde und den Linien-Truppen heute Morgen auf -'17 1111. Die Presse meldet: „Seit dem Ausbruch der Unruhen ck Waren die Salons der Tuilerieen von einer großen Zahl Pairs, !* Der JNarschall Souls sagte ; zum Könige: „Ich habe gehört, daß geschossen wurde, und habe *

Deputirten und Generalen erfüllt.

geglaubt, daß meine Stelle in der Nähe des Königs wäre. Ich habe meine Uniform gefordert und bin gekommen.“

Der Constitutionnel enthält ein Schreiben aus Algier )* vom 4. Mai, worin es unter Anderem heißt: „Der Namens,- tag des Königs ist hier auf das feierlichste begangen worden. ! Leider ereignete sich gegen Abend ein 111cht unbedeucendcs U11- 1 glück. Vor dem Thore Bab-el-Qued wurde ein Feuerwerk ab; ! gebrannt; als es gegen Ende desselben zu regnen begann, drängte [ sich die Menschenmenge dem Thore zu, das Brückengeländcr ! b1ach zusammen, und die Menge stürzte in den tiefen Graben. ! Sieben Personen, vier Männer und drei Frauen, haben bci ' diesem Unfall das Leben eingebüßt und viele andere sind Mehr ! oder minder schwer verwundet worden. _ Der Marschall Va- ! lée [)at mehreren Personen die Mittheilung gemacht, das; er ! dem Könige seinen lebhaften Wunsch ausgedrückt habe, nach Frankreich zurückzukehren, und daß er nur noch einen Monat in Afrika bleiben Werde. Die Kolonisten haben syg1_e1ch_ cine Kommisslon ernannt, die mit Emmerfungxeéner B1tc1chrtfran den König beauftragt ist, worin Se. Péajestäc gebeten Mrd, dem Marschall Clauzel wieder das Gouvernement von Afmka anzuvertrauen. . ! !

Aus Algier wird vom /1. Mar geschrtebenj: „Da 1111111]th fortwährend von einer Wiederaufnahme der Feendselrgkegen m_ct Aödel Kader, wie von einer ausgemachccn _Sache ]pmxhc, 10 dürfte es nicht uninteressant seyn, einen Bl1ck auf dee Unord- nungen zu werfen, Welche der Gouverneur während der acht- zehnmonatlichen Ruhe seit dem Traktat an per Tafnq getroffen hat. An allen Gränzen unseres Gebietes s111d befest1gtc Lager errichtet, und unter einander-durch Straßen m VcrhmyunZ ge- seht, die auch für das Geschukz fahrbar smd, so da!!; dre Kolo- nisten nicht mehr durch die Hakzsch1xtc11 beunruhtqt werdxn, welche fich oft bis zu den Thoren Alg1ers wagten. Von Belrda bis Medeah haben wir zwei Tagemärsche, und von dort aus bedrohen wir Miliana. Von dem Lager von Funduc aus kön- nen wir in zwei kleinen Tagemärschen Befiß von Hang neh; men und so die ProvinzKonskantine vollständtg decken. E61st aher zu gleicherZeit nichts verabsäumt worden, um die Kräfte des Emcrs im Innern des Landes zu schwächen,wchn er fich gegenFrankre1ch auf- lehnen sollte. Der GeneralsLieutenant Gouchépcuc, Her m der Provinz Oran kommandirt, hat sich eine Zettlang 111 :))?ostas

anem aufgehalten, und Verbindungen mit den Haschem s, yen

Zarraba's und den Stämmen des" CHelif angeknüpft. Dtese Araber bewohnen ein reiches und fruchtbares Land, und fie fangen bereits an, den Vortheil eines Bündnisses mit uns zu würdigen und würden bei einem Ausbruche des Krieges Wahr- scheinlich auf unsere Seite treten, Die von dem Emir anger ordnete Zoll-Erhöhung hat, trotz der Ums1cht, womit er daher verfuhr, doch Unzufriedenheit erregt, die Araber fürchten, neue Opfer bringen zu müssen, und es könnten dem Emir in diesem Falle bedeutende Schwierigkeiten entgegen treten. Zugleich er- langen wir heute die Gewißheit, daß die Unternehmung Abdel Kader's auf Ain Maidel) gescheitert ist.“

Börse vom 13. Mai. Man war allgemein auf ein Fallen der Papiere in Folge der unruhigen Bewegungen gefaßt. Ge- stern war die Rente bei Tortoni auch auf 81.25 gesunken, stieg aber bald wieder auf 81.50 und heute Morgen nach der Er- nennung des Ministeriums auf 81.75. In Folge der heutigen Unruhen sank fie wieder auf 81 „40.

Großbritanien nnd Irland.

London , 12. Mai. Gestern Abend hatte_s1'ch das Gerücht verbreitet, Lord Melbourne sey vor) der Kßnigm nicht zu bewe- en, die Bildung des neuen KgbmetH Meder zu Übernehmen. Bald aber zeigte es sich, daß dces kemesweges gegründet sey, und heute früh glaubte man schon ganz bestrmmt, Lord Mel- bourne werde wieder an die Spitze der VerwaZtung treten und morgen Abend den beiden Parlamentshäusern dre nöthrgen Mjr- theilungen hierüber machen, dann aber eme kurze Vertagung der Sißungen, vielleicht bis nach Pfingsten , beantragen. In dem hiesgen Reform-Klub wurde vorgesterq Nachm1ttag eme Versammlung von ungefähr 30 liberalen Mttgliedern des U11- ter auses gehalten, unter denen sich auch Herr Hume und Scr Weniam Molesworth befanden, um darüber zu berathschlagen, wel- ches Verfahrm man annehmen wolle, falls das Melbournesche M1- nisierium wieder eingeseßt würde. EiniIe der eifrigsten Reformer wollten als Bedingung ihree Untersk hung fordert), daß dee Minister wenigstens die eheime Abstimmung zu emer offenen Frage machn sollten; O' onnell und Andere stellten jedoch vor, da! ck bei“ vor [ ist» La e der Verhältnisse unklug und un- '“ » » , ank einer solchen Forderung zu bestehen, «11» man seh dafür zu entscheiden, demetniskerium un-

allen' arteien verleugnet werdcn!u11d für jcdrn ! von P r Unruhe smd, e1111ge Stunden !

2131101)? auf dem 811111141011! [11111110 R1111- ! 19111- drej junge, schlechtgekleidere Männer sahen, die von de'; '

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bedingten Beistand zu gewähren. Gestern hat man s1ch eben- daselbst noch einmal über die Sache berathen, uno die aufge- stellten Bedingungen sollen so gemäßigt und annehmlxar seyn, daß Lord Melbourne darauf würde eingehen (önnen. Auch bei Herrn Eilice fand vorgestern eine ReformewVermmmlun statt, in der es fich 11111 die Ernennung eines Kandidaten für das precher- Amt handelte. IJTan beschloß, f1'11' Herrn_Shaw Lefevre,_e_ir1cn , Neffen des Grafen Grey, zu stimmen, der PU 183] dic Granchafc _ Nordhampcon rcpräsentirt und zu den Gcgncrn der Korngejcße : gehört. Die Minister waren gestern von 12 bis um 4 Uhr zu einem Kabinecs-Rath versammelt, und dem Globe und Lou- rier zufolge, wären in demselben die durch die lclzten Ereig- nisse nöthig gewvrdcncn Anordnungen beschlossen worden, Über ! lvslche man morgen im Parlameme das Nähere erfahren würde, wo anch von Seiten des Herzogs von Wellington und Sir , R. Peci's Aufschlüsse Über ihren Versuch zur Bildung eines kon- ! servativen Ministeriums zu 611111111211 wären. Ob jene Ministe- riellen A1wxd11111111111 cine ?)?odéfication dcs Kabéncts 111 116)

Munizipal-Gardisken und dYn L111ie11-T1'uppen 1111111 nichjzg 137'111 . schließen odcr wenigstens für dic näcjzße Zuknnfc in ?lxwsiclxr sccllen * ßes Lob gespendet werden fUr 011: feste und gemäß1gre We11e, 111 ; der sie ihre sch111erzliche Pfi1a1_t erf11llte11. Es kth ups 11:11), 7116 1 Pariser Bürger in Fällen 0111er Art emer gewrnen Upathw [31-- 7 _ _ .

' da[; 11mhr1chei1111ch Gras Durham binnen kurzsm Yettglied des ! _ ! ' 51214-Lehrlingssyüems, für die BeWüßung dcr Kaffern, für die

dürfccn, darüber sagen die oben ge11a11nean1äxtcr noch nichts. T)!“ Toryisti1che © tan dar d will wissen, dak; Lord Palmerston 11110 «ck John Hobhsme sich tveiqerten, ihre Acmter 3,11 0151111111, und

Kabinett; seyn würde. Lord Howick, der Sohn des Grafen Grey, soll, diescxn Blatt z11folge, besonders bemüht c1c1Vcscn seyn, das Whig-JJTinéstekium am Ruder zu erhalten. „Die Königm“ sagt der Globe, „bleibt fest bei 1hre1nE11tschluß, und nachdem ste von den Verlrgenhcirrn und der Aufregung, 11101111 sw 110) zu Anfang dieser Woche befunden, wieder befreit ist, sieht Ihre Pkajesrät unverkennVar muntsrcr und gesunder aus. Bei dem Hofvall (11.111 Freécag Abend) bemerkte man, daß Ihre *))kajesräc zwar gcgcn Alle, aber ganz besonders gegen dre anwesendcn

die einen so hervorragenden Und achtm1gs1vc1'1hen ZUg 111 11)1'e111 Charakter bildrt. Dies entging natürlich den Tories nicht, und ihre Weisen, die s1c1) auf die Zeichen der Zeit zu verstehen glauben, haben ihnen ein nichts weniger als günstiges Pro; _anosrikon gestellt. Ihre „Berrübniß wird für JMiUioncn eme Freude seyn.“ Uebrigens widerspricht das genannte Blatt 0er Be- hauptung dcr „Ti111es“, daßSirRPcel nicht die Entfernung aller

. Hofdamen 13011 der Königin verlangt habe,110chn1als aufs e111sch1cx

denft-.-; er habe, sagt dasselbe, allerdings 1111u111schrä11kte Vollmacht verlangt, die ganzeHofhalrung derKönigin 11achse111cm Gutdünken

! verändern zu 01111111; Ihre JJTajcstär habe ihm auch die Be-

stimmung über das männliche Personal Überlassen wollen, aber die Über das mekbléxbe habe sie sick) vorbehalten, und in Folge dessen sey Sir R. Peck von seiner Aufgabe abgcstanden. Yer Standard will in diesem ganzen Vorfall nur eine Wiederho- lung des Manövers von 1834 erblicken, Wo Lord Melbourne auch Volk und Oberhaus gcgen fick) gehabt habe und vom Un- terhause schwach unterstützt worden sey; damals, wie jetzt, habe * er sich auf einen Augenblick seines Amtes entkleiden lasscn, 11:11 nach kurzer Zeit durch eine Hinterthür auf anderem Wege 1v1c- ! der hinemzugelangen. Besonders aufgebracht zeigt fich dlkscs ! Blatt darüber, das; die persönlichen Verhältniss dcr Souverai- ! nin in die Sache des JNinisteriums verwickelt wvrden seyen. Alles wäre, dem „Standard“ zufolge, ein vorher berechneces , Spiel gewesen, der Ihrer ONajescäc ertbeitte Rath, nach dem ! Herzog von Wellington zu senden, und dann die Aufstellung ' einer Bedingung, Welche die Bildung eines konservativen Ka- :! binets unmöglich gemacht hätte, damit Lord “Melbourzw sagen könne, er habe sein Amt nur mir Widerstreben wieder ubrrtzom- men, nur, um seine beleidigte Souvcraintn zu verthe1d1gen. , Außer den Damen, welche die „Times“ schon als solchejbe- ! zeichnet hat, die wegen ihrer Verwandtschaft mit den jetzigen ; Ministern von Sir R. Peel nicht am Hofe hätten gelassen Wer- den können, nennt der „Standard“ noch die 9)?_arqu:1e [“on-TUN- ! stock, als Schwägerin Lord Z, Russells, und M1"1;_Spring Rwe, dre ! Tochter des Kanzlers der Schaßkammer. Diess Blatt ergeht ! sich, abgesehen von obigen Bemerkungen, noch in den schnöYc- 5 sten Persönlichen Schmähungen gegen Lord Melbourne und seme Stellung am Hofe. Es bemüht fich auch, die Herzogitz von Kent in Opposition gegen ihre Erlauehre Tochter zu brtngen, indem es von unglimpfiicher Behandlung des Ho_fstaats Iyrxr ? Königlichen Hohen spricht. Auch behauptetes, daß die FZerzogtn ; von Northumberland, die Erzieherin und eigentliche «ZUSAM- freundin Ihrer INajeskär, durch Lord Melbourne's Einfluß asus der Königlichen Nähe entfernt wvrden sey, und da!; dce 1c151ge Hofhaltung der Königin nichr sowvhl aus deren 3111117110; freundinnen, als aus Damen bestehe, die dem ]eßtgen Premierminisker ihre Ernennung verdankcen. Dir Morning Post schreibt das Scheitern des konservacwen Planes » zum Theil auch einer plötzlichen Veränderung in der Snmmvmg der Radikalen zu, die, da sie gefunden, da[; das Resultatihres . Abfalls von den Whigs ihren Wünschen und Erwartungen * nicht entspreche, ihr Benehmen wieder bereut, voller Zerknir- ! schung bei den Mtnistern Abbitte gethan und ihnen versprochen ! hätten, fie wvllcen künftig gehorsaMer seyn, wenn sich kein ! anderes Mittel auffinden lasse, um die Tories vom Ruder fern zu halten. Die “Morning Chronicle, die nun vielleichcauch wieder einen anderen Ton annehmen dürfte, als in der letzten ! Zeit, giebt folgenden kurzgefaßren Bericht über den_ganzen ; Verlauf der Miniserkriw: „Am Mittwoch ließ Ihre ! Majestät den Herzog von Wellington zu sich berufen. Der ! Herzog legte seiner Alterschwäcve wegen den Antrag ab., die Bildung eines Ministertums u übernehmen, empfahl ]edoch Sir R. Peel dem Vertrauen „zhrer Maxestät. Es wurde ano nach Sir Robert geschickt. Zn threr Unterredung mit dem sehr '! ehrentverthen „Baronet soll die Königin den1se1be11 m_werholen ihr Bedauern über die eingetretene Nothwendrgkett emer Mi- nister-Veränderung zu erkennen gegeben, s1ch a_be1' zug1e1ch ! bereit erklärt haben, ihm die Vollmacht zur Baldung emes ! Kabinets anzuvertrauen. Bei Erörterung drr u treffenden Anordnungen äußerte die Königin gegen Str _oberc Peel, daß fie zwar an den politischen Ernennungen Yemen. Anthul nehmen wolle, daß sie aber erwarte, 111a11 werdr thr dre Ernen- nunq ihrer Hofdamen und ihrer übrxgen 1ve1blrchen Umgebung überlassen. Sir Robert widersetzte s1ch dtesem Vorschlage und verlangte unbedingte Herrschaft im Palaste, unxer dem Vor- Wande, daß ein solches persönlichxs Opfer von Sxtten der .Um- gin ndthigsey, um das Land zu uberzeugen, daß thre neuen M1- nister ihr vonommenes Vertrauen besäßen. Ihre Majestät pro- testirte gegen diese Forderung sogle1ch mit ge temender Ener- gie, und es kam hierüber“ zu einem Briewechsxl zwtschen der Königin und Sir R. Peel , der damn eydigte, daß der sehr ehrenwert : Baronet seine Vollmachcckzur Badung eines Kabinets in die ände Ihrer Majestät zurü stellte. Die Königin forderte nun den Lord Melbourne au , ihn in dieser Kriss mit seinem Rath beizustehen, und den ünschen Ihrer

Majestät nachgebend, willigte Se. Herrlichkeit ein, die Verwal-

! beschuldige11, * das aULwrccvcn,

einigten Staaten, Herr Pontois, *; an den Römischen Hof bestimmte Gesandte, General Lopez,

= Obérhause wartete man gestern _ , Flärungen über die TNimsrer ; .Krtfis, !]pen ministeriellen Blättern zufolge,

zßund der Marquis von

tung wieder zu übernehmen. So können wir dknn als gewiß melden, daß das I)2elbour11esche Ministerium wieder eingesehc ist. Hoffemlich wird Lord '))?elbourne die Verhältnisse seiner Lage wohl erwägen und seiné' Verwaltung dadurch befestigen, daß er ihr das Vertrauen und die Zuneigung des Volks auf wirksame Weise xu gewinnen sucht.“

Ueber den Charakter und die Leistungen des Melbourneschm Kabinets äußert sich der Patriot folgendermaßen: „Für das, was die Whigs thaten, verdienen fie unseren wärmsten Dank,

! für das, Was ste nicht thaten, müssen 11311 uns bei der kon- ; 1ervariven Opposition bedanken. Ihr größter Fehler, als Mi- 11ißer, mar ihre Schwäche, und d1ese war ein Fehler, weil fie

aus einer schwachen Politik entsprang. Dennoch wagen wir

! es, zu sagen, daß Großbritanien in neueren Zeiten kein besse-

rcs Wkimsrerium, keine aufgeklärtere und patriotischere VerWal-e tung gehabt hat. ».)Tan wtrd uns nicht höfischer Schmejchelei wenn wir hier unsere Ueberzeugung über was man dem Andenken dcs Melbourne- schon .“;I'abtnets schuldig ist, für seine große IJIaßregeln, die *))?11111'cip111-Rcf0r111, dre allgemeine Registcirung, das Gesetz

' 111311“ 011 Trauungen, das Z*ehn1en:Gese13, das Armen-Geselz,

so wic für some auf.;eklärte HandclS-Poluik, namentlich in Be- zug auf den Chinesischen Handel, für die Aufhebung des Re-

Untcrdréxckunq két'ciyléchcr Habs1lcht und für ihre unparteiische Ver- 1041111111131'1111105. Dies sind dieTrophäcn dchhig-Verwalcung.“ Das genannte B1arctadc11dan11 sehrscharf daß anehmen „der 10 Radik«11c11,dic gecxcn dic *))?1'111'1161' stimmten, isr tndek; der ?Nettzung, daß sie doch ?igcntlick) nur den Sturz desKabemets beeschlcuxjrqthatten, da 016 ")'-217111112“ 111111“ peinlichen Lagßlangsk! uberdruxstg gew“ sen und dée erste ehrenvolle Gclcgenhxtc ergr1ffen,!um fich zu- rückznzjchcn. Aehnlichcr "»I-3111101111111) bekann111ch auch die 912011111111 Chronicle und dle Ttmes, nur mit dem Unter- “,"ch1“cdc, 0111"; (».-:s crsccre Blatt den Mimsrern sclbsr die Schuld an dicser LWc beimißt, weil sie keine Weitere Parlaments-Re- formen 111111111 duxchführen wollen, während das andere Blatt? dic (Hclcgcxxßcit, bei welcher die Minister sick) zurückgezogen, nicht ehrenvoll, sondern schmachvoll für sie findet und darin nur“ ein ihrer ganzen Laufbahn würdiges Ende erblickt. Dcr Cou- rier dagegen bemerkt: „Wir glauben nicht, daß das Ministe- rium nach einer solchen Gelegenheit suchte, sondern im Gegen- thcil, daß es 1111: allmälig Wachsender Energie und Wirksamketc fortgeschritten seyn Und eine Reihe von wünschenswerthen Re- formen in der VerWalcung aUSgeführt haben würde; wir glau- ben 111111), ungeachtet des Bestürzung erregenden Schreibens Lord “John Russells, daß sehr bald einige Verbesserungen der Reform-Bill wären vorgeschlagen worden, wenn auch lange nicht so umfassend, als zu wünschen ist, so doch keinesweges vor) werthlosem Gehalt. WW traqen kein Bedenken, zu sagen, da]; wir selbst 111 Loro John's" Schreiben Grund finpen, dies zu glauben, denn dasselbe enthält allerdings einige Andeutungen über eine Verbesserung der Mirksmnkcit 11110 des Erfolges jener sogenannten Schluß-INaßregcl.“

Die Schwester der unvergeßlichen Malibran, die auch in Deutschland rühmlichsr bekannte Dlle. Pauline Garcia, hat am

5 Donnerstaq, den *.)ren d., in der hiefigen Ztaliänischen Oper

auf dem Königlichen Theater zum erstenmale die Bühne betre- ten. Sie gab die DeSdemona in Rossmi's „Othello,“ und ihr. Erscheinen hatte unter allen ONufikfreundcn das größte Jmer- esse erregt. Sie wurde gleich mit Applaus empfqngen und im Laufe des Abends zw-zimal herausgerufen. Dre öffentlichen

* Blätter äußern sich im Allgemcénen sehr günskig über ihr De-

büt. Zuerst schien sie etwas? befangen, und ihre höheren Töne schwankten daher zumeilen; bald aber erkannte man ihre außer- ordentlichen mufikalischen Anlagen, die fie zu einem würdigen

! “Mitglieds der Familie Garcia machte, welche sch) schon seit dem * 1131e11 Jahrhundert durch ihre Leistungen in der Musik auSge;

zeichnet hac. Ihre Stimme füllte War das große Opernhaus noch nicht ganz, doch ist die Sängerin auch noch sehr juug; sie,- hat erst ihr 17ces Jahr zurückge1cqt. In ihrem dramatischen

Spiel bewährte sie sich als die Schtvesker der Malibran; fie ! entwickelte hierin eine Gewalt, deren nur das wahre Genie ? fähig 111.

Nach neueren Berichten aus Aden vom 7. März zeigten-

fich Spuren von Feindseligkeiten gegen die Engländer, die die- sen Platz eingenommen haben unter den umwohnenden Arabi- schen Volksstämmen. Es War auf Schildwachen gefeuert und

* ei1'1 Englischer Soldat in Stücken gehauen wvrden. Das Klima ' von Aden soU weit gesunder 1eyn, als das von Ostindien.

Nach Briefen aus Veracruz vom 2. April, die in New-

* Orleans am ]0ten eingegangen Waren, hatte die Mexikanische

Regierung mit der Ratification des Friedens-Traktats so lange

gezögert, daß Admiral Baudin fick) genöthigc sab, den M.März

als Termin anzusetzen, an welchem die Feindseligkeiten Wieper eröffnet werden soUten, fakls die Ratification bis dahin mcht

' ringetroffen wäre. Auf Ersuchen der Mexikanischen Regierung

Wurde indes; dieser Termin bis zum 27sten verlängert, und s_chon am 2511711 traf die Ratification in Veracruz em; am 21|en

wurde sie dem Admiral zu Antonio Lizardo übergeben. Der * Kaplan des vom Admiral Baudin kommandirten GeschwWerS,

Abbé Andruze, War in New-Orleans angekommen u1_1d, wie es Ließ, von der Franzdfischen Regierung tmc emer M1ss1on nach exas beauftragt.

Der außerordentliche Französtsche Gesandte bei den Ver- und der von Reu-Granada

ind mit dem Great We ern“ hier angelangt. s *London/„ 14. Mai.|(Auf außerordentlichem Wege.)! Jm Abends vergeblich auf M Cr- welche Lord Melbourne, as?!) diesem IlbÖnd haZe gse- “: en ollen. Der“ remier-Minister er ien gar ni t im an e, 'H w P Normanby nahm seinen Plalz ein. Nach XUeberreichung einiger Bittschriften vertagte seh das Haus. Im ;!Unterhause dagegen gaben allerdings Sir R. Peel und Lord "John Russell Aufschlüsse über die Unterhandlungen der Y!]elzten Tage, jedoch nur über den die Forderung des Er- fteren betreffenden Punkt, der in den öffentlichen Blättern schon so weitläuftig besprochen wvrden. Sir R. Peel vindizirte es ,als das Recht jedes Ministeriums, über die Hofstaats-Ernennun- ngn zu verfügen, versehene jedoch, daß er zwar die Entfernupg “_“Feiniger der ersten Hofdamen, wegen ihrer politischen Versm- dungen, als nothwendig dargestellt, aber keinesweges eine“,voll- ;ständige Veränderung der ganzen Königlichen ofhalcung ver- x-élangt "habe, und daß man dies aus seinen AuSdr ckck nicht hätte '“Yxfolgern können; Lord Iohn Russell aber erklärte, daß die Mi- Znister das Verlangen der Königin, fich die Ernennung ihres Weib- YichenHofstaatsvorzubehalten,vollkommengerechtundconstitutions-

?wäßig gefunden Und daher Ihre Majestät da Sir R. P e e [ auch eine Aenderung dieses Theils ihrer Hofhaltukg gefordert habe, in ihrer

Wei erung, auf die gestellte Bedingung einzugehen, unterstüßt, dre erant-Wortlichkeit dafür übernommen und auf den Wunsch „Ihrer Maxestät dte Zügel der Regierung wieder ergriffen hätten. _Ueber dre weiteren Abfichten der Minister und ob das Kabinet m unverßnderter Zusammenseßung am Ruder bleiben würde, darüber lteß Lord I. Russell nichts verlauten, sondern fügte n11r hmzu, daß er am Mittwoch auf Vertagung des Hauses b1s_ zum Montag, den 27. Mai, antragen wolle, und daß bei Wredererdffnung der Séßungen zunächst zur Sprechekwahl zu schreiten seyn würde.

Niederlandc.

Amsterdam, 13. ?)?ai. Die vor einigen Tagen geschehene Ernennung der Staats-Kommisslon, dic fick) nach Utrecht vege- ben so", um mir den von Seiten „Belgiens ernannten Kom- missarien diejenigen Finanzfragen, die derFriedens-Traktatnicht

völlig erkcdigc hat, zu schlichten, wird Vom Handelsblad als »

ein wichtiger Schritt angesehen, der dem Lande völltge Sicher- heit und seiner Industrie einen neuen Aufschwung vcrlcthcn werde.

2121311111.

Brüssel, 13. »))?a1. Im Widerspruche mir der vom Mes- sager de Gand aufgestellten Behauprung, daß die Fabriken

in Genc ihre Arbeiter jetzt nur zwei bis drei Tage wöchentlich =

zu_beschäfrigcn vermögen, versichert Das Commerce Belge, das; seit dem Zeitpunkte, wo 11er Friede g971chert sey, das öffcnc; liche VertraUen und der Krcd1t ungemein zugenommen 1)ätre11.

L11ttich, 12. *Mai. Folgendes ist das bereits erwähnte Urthe1l, welches vom Tribunal erster Instanz zu Lüttéa) in Sachen der Gemeinde Tilff, Klägerm, gegen die €))?1'ss1'011arien und den Kaplan, welche im vorigen Jahre zu Tilff ein Kreuz geseßt hattkn, als Beklagte, erlassen worden ist:

,.Jn Betracht, was den erstenAntrag bctrifft, daß Kkägcrin durch ihre C1tatio11 vom 19. 311111 1838 Bcflagw vorgeiaden 11.11, 11111 1111) solidarisch ?erurtbciicn 511 lassen, ihr ein Cbr11'111sbild 411 1es11'11111c11, das sm) a11t dem Gcmeindc-Kircbbof 511 Triff befand und Eigcntbum der Gemcnwc war, indem sie diesen 5211111111 darauf 1111151, das; zwci der Beklagten dieses Cvristnsbild (1111 31. März 11:38 anf Befehl der bx1de11 andcrn weggenommen 11.111111; in Betracht, daß dcrjenége, dcr c111-c_n bewegliéncn oder 1111bc1vc5111ch1c11 Gegenstand zurück“ vcrlayat, bc: we11e11m1111„ daß er dessen Eigruthümer 111; das; 111 ihrchiguification _vom 0. Mzirz 1839 Beklagte ]edcs Eige11tvu111Srccht der „Klägerin an dem reklaunrten Cdrisiuöbiw bestritten 11.111c11; daß dicsc Bestreitung noch 911115 da steht und 111 den Akten des Prozesses durchaus kc1'11c11 W1de11p111ch crl11te11 hat; in Betracht, daß, wenn 1111111 selbst annävme, daß die Ge- memdc Eigeutbijmcrin des Kirchdofcs wäre, eine Frage, die: den Tc.- .batten! fern geblieben, Und die' 111 diescr Sucks: 511 entscheiden 1111111113 111, d1cs E1ge1111111111 partiknlarcr Naxnr 111cht Oje YräsUnnion dcs E1gc111hu111s am besaaten Christuswlde f:“ir d1c Gemeinde d11111111t; daß an AÜgemcineu ein Chrisiusbild, 11111012; auf drm Kirchhofc ciner 111.- tlvol1sche11 Gemeinde befindlich isi, der neben dsr Kirche liegt, im Ge- gembcil, in Ermangelnng anderer Beweismittel, als ein Eigcntbum des Vcrstgndcs dicxec Kirchezu präsumircn ist, da dies Christusbüd nur als 13111 Gcgcmmnd des Kultus zu betrachten ist, zu dessen Kosten nach den auödrücklicben Besinmnnngen des Dekrcts vom 30.Scpte1n: ber 18011 bloß die Kirchenvorßändc und nicht die Gemeindcn bcizu: tra enchaben; woraus fo|gt, das; bei dem Stande der Sache die Kl'ger1n,da fie weder ihr Eigcnthmnsxrccht bewiesen, 11oc1)s1'cl) zu dessen Be'-.»e1s erbotcn hat, in ihrer Klage ffir 1111111 annehmbar zu erklären 117; in Betracht, was den zweiten Antrag betrifft, daß durch eben besagte Citation dic Klägemn Beklagte hat vorladen lassen, um s1ch verurtbcilcn zu. [affen zur Hinwegnavme cmes Monuments won Haußein, worauf e111Krcu1 111-111, welches drei dcheflaqtcn auf den Befehl_ ?_er beiden andern fick) am 6. April 1838 auf dyn“; KiM)- bofe z_11 Tzln 111 errichten erlaubt haben; indem fie diesen Antrag daraus gründet, daß diese Aufücüung ohne vorbcrige Autorisatjon und sclkzst ungxachter erfolgten ausdrücklichen Verbots der Gemeinde- Autoritaten gekcvehen ist. In Betracht, daß in ihrer obengesagwu Signification vom 0. März 1839 Brklaglc geleugnet haben, irgend ein Monument auf dem Kirchhofc zu Tikff errichtet zu haben, indem sie behaupten, dort nur ein auf cinem Steine befestigtes Kreuz gesetzt 11 haben, zum Ersaß des ChriüuébildeG von dem es fichi11dcr erscn Zkrage handelt. In Betracht, daß nichts gegcn d1cse Ablenguuug be- wiesen worden ist, daß man das Kreuz, wovon es fich handelt, nicht

als ein Monument betrachten kann, auf das Artikel 10 und folgende !

des Dekrets vom 23. Prairial des Jahres F1]. angewen-det wer- den müssen, und dessen Erricht11ng vorher von den Gcmcinde- Autoritären autoristrt werdcn müßte; das; die Aufpfianzung eines Kreuxes auf einem Kirchhof: von Seitxn des Kaplans ciner ka- tholischen Pfarre nur ein äußerlich“ Akt des Kultus 111, welcher durch Art. 18 des vorbcsaqtcn Dekrets, konform mit dem Art. 45 des orga- n1sche,n Konkordat-Gescses vom 10. Gcrminal des Jahres x, sör111|ich autonfirt ist, so daß zu einem solche11Aftc, sofern er übrigens der spezieuen Bestimmung des Orts nicht cntqegen, keine vorherige Auto- risation nothwendig 117; in Betracht, daß die Ge1nci11dc,A11toritä1e11 sich in diese relixxiöse Cercmonie nnr ci11111ikchc11 1511111111, sofern fie Unordm-ngen odcr Handlungen zur Folge hätte, welche der dem An- denken der Todten sch11ldigen Ehrfurcht nach Art. 17 des Dekrets vom 23. Prainal des Jahres F1] en1g-'gcn wären, was bei diesem Falle nicht einmal „vorgebracht worden ist; worans 1111111, das; die Kläacrin in threm zwnten„Klage-Antraae nicht annehmbar ist: Aus diesen Gründen“ erklart das Tribunal nach Anhörung des Königl. Pro- kurgto1s, Herrn Verßcn, 111 scincn gleichlautenden Konklufionen, die .„Klagerm für unbegründet in ihrem ersten, 111113 für nicht annehmbar m ihrem zweiten Klaqgrnnde; entlastet daher die Beklagten von der gegen sie angestellten Klage, und verurtveilt die Klägerin 111 die Koften.“

Dkllksck)1«111d.

Leipzig, 15. Mai. Bei Gelegenheit des bevor e Reformateons-Iubelfestes hac fich hier eine aus anLsZZITFL Männern zusammengeseßte„Kommission gebildet, Welche einen Aufruf, zunäctxsk avn dre EmWohner Leipzigs, gerichtet Worin zu Verträgen fur em Denkmal aufgefordert wird, das ,hier den großen Reformatoren gesekzt Werden soll.

Leéyzig, 16. Mai. Aus dem der geftrrgen General-Versammlung 3:31:13):me ,tNÉckßsxhendes hervor:

u r nung der an en

3:55723 Yersonetz,zund zwar vgonz e en un “7 184 in der dritten Wa enK

worden, was 40,981,Rchlr. eingetragen habe.gHzableasdstiesbe[;11:chk

gespannte Erwartungen _nicht erreicht, so solle

daß fich em norh gützsttgeres Resultat erst dann herausstellen

K:TITÜ 'Zevxnn Yststkzur sBenutzung der Bahn vermehrt . , 11 um 1ch an diese Benn 11

habe und dcese dem Bedür ß ng gewöhnt

YFRS der V fmß gngepaßt worden IZM YFZÜZ;

tg eitgewinnen;manmüssehierbeidiexwwkmä i ::INFKZTEYWAL? LinfiZtth derVerbindußnZKKTMLMT

1 er a 11 auf das Dankbar kennen. Ohne Berüokfichtégung des Zwischenverkchrs segefWFeré-

Berichte des Direktors in der Eisenbahn ; Actionaire Während der fünf ersten .. _Bybn sey dieselbe von 2301 m der ersten, 7255 in

man bedenken, 111

577

der Verkehr zwischen Dresden und in-zig auf 44,800 Perso- nen ( monatlich?) berechnet worden; 11 den ersten 5 Wochen hätten 17,478 Personen die gan e Bahlänge und 29,268 Per- sonen mehr oder minder lange treckenbereist. Der Güter- Transport sey bis 1th noch nicht ertühnt worden, vornehm- lich deshalb, weil fich die Ermittelung deselben nicht in so kurze Zeit_abschnitte bringen lasse, und dem Personen-Verke r noch größere Aufmerksamkeit zugewendet wrden müsse. In den ersten 5 Wochen habe der Ertrag daf1'117000 Rthlr. betragen, dock) werde er s1ch auch vermehren, undbereits seyen Einleitun- gen zur Bewerkskenigung des zugesichercn Salz-Transports ge- troffen, wobei die früher bestandenen Frahtsäße zu Grunde zu le- gen. Belgien habe erst mit dem [3- Aprild. I. den GÜtor-Trans- port begonnen, während er bei uns gkichzeitig mit dem Per- sonen-Transporte ins Leben getreten sa). Nachdem der Vor- ! sßende noch einige allgemeinere Bemctkungen an das Vorste- hsyde gexnupfc harte, entspann sich die, auf einem anderen Orte wegläufttgcr mitzutheilende Diskussion über den bereits seit ! emtgen Wochrn ausgegebenen GeschächBeréchr Auch die Le- . gung des_„z1veccen von vielen Seiten 1118 hdchst ndthig anerkann- ! Xn Griencs kam hierbei zur Sprache, und es wurden vom Ober-

«311qen1eur, Hajuptmann und RitterKunz, die Kosten der HersteUuna J deffelben,auf1100,000 Rehlr. angeschlagen. Vornehmlich wichtiß ! 111111013 dte Erklärung des Königltche11Kommiffars von Falken- ! stem; fie lgutetez „Auch ich kann nicht umhin, bei dieser Ge- ! legenheu dte An11cht auszusprechen, daß die Regierung es für

! ern 1111891111191 nochwendiges Erfordernß hält, daß das zweite !! Gelrrs vollständig und sobald als 1111513111) elngelaffen werde. Die ; Reg1erung h.“ bisher mit vollständigem Vertrauen diesem Un- te1'11ef)_111e11 Beifall bezeigt, und wo und wre fie konnte, dasselbe ! unterstukzc. Sie ist zu diesem Vertrauen bewogen worden theils durch die Thätigkeit und den Eifer der Männer, die dabei gez Werke haben, theils aber und ha11ptsichlich durch die Sache selbst. Das Vertrauen, mit welchem die Regierung das Unter- nehmen! erblickt, wird auch keineswegs gemindert Werden und Yan11 n1cht gemindert werden durch denscy1vankenden Cours der Act1en, aber xs wird nur erhöht Werden durch Einlassung des zwetten GeleiteJ, da eigentlich die Rentabilität der Bahn dann 111 „solchem ,Maße wächst, als sie Wachsen muß nach den in der- gletchen Dtngen gesammelten Erfahrungen.“

Hannover, 15. Mac“. Se. Majestät der König haben gestern,dem„Ka1serl. Oesterre1chischen Gesandten, Grafen von Kuefstem, elne Audienz errheilt, in tve1cher derselbe sein Abbe- rufungs-Schreiben überreichte.

Jtal1c11.

Rom, 7. ONai. Vorgestern hat Se. OJZajestät der König von Bgyern O_exn Papst tm Vatikan einen Besuch abgestattet. Dte Konsqrorten und Perorationen in Bezug auf die Hei-

den bereits ihren Anfang genommen; der Papst ist Überall selbst zugegen, doch führt in 1eénem Namen Monsignor GaSperini, Secretmr der Breven 311 1'1-jnci!101, das Wort,

Griechenland.

Athen, 27. April. (A. J.) Am 16. April Wollten meh- rere Prpfessoren, Studirende, Kaufleute und Advokaten das Revoluteonsfrß durch em Todren-Amt nachträglich feiern, Wozu thncn der B11chof die Erlaubniß gab, und durch seine Person dre Feier selbst zu verherrlichen versprach. Einige Gesandte, Beamte aller Art und viele andere Personen erhielten Einla- dyngs-Karten zu dieser Feier, fanden jedoch an dem dazu be- stcmmten Morgen die Thüren der betreffenden Kirche vom Gou- ! vernement verschlossxn, indem alle diese Vorbereitungen zu einer ! Wtederholan des 1chon am 8.21pr1'l durch den König selbst be- ! gangenen Jeßes getroffen worden Waren, ohne das Gouverne- ! ment daxvon 1n Kenntmß zu seßen. Die Abendblätter desselben ! Tages stelen angemessen über diese Verhinderung der heiligen ! Handlung her. Anstatt in der Kirche versamMelten slch nun : noch an, demselben Abend die obenerwähnten Veranlasser des = brabstchttgcen Festes 111 einem öffentlichen Gasthause, und ließen

dre Todcen bet Punsch und Champagner leben. Eine NTasse [Volks sammelte s1ch vor dem Gasthause, aus welchem laute ; Mustk den Lärm der fröhlichen Zecher begleitete. Die verdop- pelten_ Patromllcn fanden jedoch keinerlei Veranlassung zu Ar- resranonen oder sonstigen Einschreitungen. ! , Am ?lften d. Mettags 1 Uhr fignalisirte der Telegraph im * P1räus d1e Annqäherung des von ONessina kommenden Grie- ch1schen Dampfschrffes „Otto“. Die Nachricht wurde durch den Gouvrrneur! syglotck) nam Hofe gebracht, und der König, Welcher eben tm INrmsterrathe sgß, hob denselben augenblicklich mit der Bemerkung auf:, Meme Herren, es ist eine freudige Veran- * lassung, welche dte!Unterbrechung herbeiführt. Mein Bruder ist ! angrkommen!“ _Dre ganze StadtWar schnell in BeWegung. Ihre - Majestäten, das dtplomatische Corps, der Gouvcrneur und viele ! andere hohe Beamten

ßraßeI, die DamenVeilten auf die Balkone. emer te man die oreili keit des Marine-O " beikAnfilchcß desb Dampfschif? WW“ welcher La tren Ye , a er in seinem Diensteifer Überse en hatte da die Flagge n1chtaufgchißc War, durch welche manhein am Bordß fich beßndendes hohes_ Haupx bezeichnet. Der Capitain des Dampf- schtffes, de_r Kömgl. Adjutant Sachinis, übergab Sr. Majestät em Schre1ben- des Königl. Bruders, das die Gründe, Welche für dtesmal dre Reise verhinderten, anzeigte. Man tröstete fich JUZ daß uns der Besuch des Kronprinzen künftigen Herbst e c. Auffallend viele Deutsche Handwerker verlassen dieses

thsr dé? s(sZrizchische1;Sra;aOt, usnd man darf sagen, daß géracéeF 1ec a e re einz gen eutchen sind Wel e d' ' mcht gern ziehen sehen. , ck W Greechen

Inland.

Berlin, 18, Mai. Das Amtsblatt der Königl. Regie-

ZMF zu Potsdam enthält nachstehende Allerhöchste Kabinets- „_ 1“ re:

„Auf Ihren Bericht vom 2717“! v. M. genebms e 11 ,von Ihnen bevorworteten Antrag: der Berlin-PotstmeIra'EisIZaYlk: . Gesellschaft, daß außer den 300.000 Riblkm Actien, um welche das . ursprünglich festgeseste Actien-Kapital von 700,000 Rtblrn. in Folge xMeiner Genehmigung vom 18. Mär v. J. erhöht worden ist, noch !;anderweitig 400,000 Rthlr. Actien ür das Unternehmen der vorge- zdachteu Gesellschaft auögeaeben werden. Zugleich ertveéle ich dem, *laut der urürkfolaeuden gerichtlichen Verhandlung vom 13.911111“. . a -!

*" von der eneral-Versammlnua d r Actiouaire an enommeneu er 1837 „von ir beßäti ten Sta-

!KZtrage 711 dem unterm 23. Septe ture herdurch gleichfalls Meine Beßätiguns, jedoch undes avec dcr-

légsprechung des Alfons" von Liguori und anderer Frommen ha- *

! „_ ! fuhren unverzüglich nach dem fräus- . das Montan: rückte aus, das Volk drängte sich in den?;aupc; '

Erst im Piräus 2 es die Ankunft des Kronprinzen fig; -

den neu auszugebenden Actieu über 400,000

Vorrechte und Bediugzingen so wie mitVorbeWkuönkYTYdeTm Dritten. Det gegenwartige tlas: ist mbß dem Nachtrag: ""E ee tate durch das Amtsblatt der Regierung ju PotSdam be “um?;

machen. Berija, den 6. April 1839.

(gez.) Friedrich Wil . An den Staats: rnd Finanz-Miuisier Grafen von Alvkrksll'eubxmz-

DÜUZig, 14. Mai. (B. R. d. Offs.) Hieri einen Fabrik entstanden; die Kaufleute Stohlke und Kr'ekitzig 0412?! eine Maschine bauen lassen, vermöge welcher sie aus alten wvl- lenen Lumpen wiederum Wolle machen. .Das Fabrikat ist un- tadelhafc und, da die Farbe chemisch ausgezogen wird, eben so weiß wie die Primogenitur-Wolle. Sie glauben, Wolle, die ?Zn den Schafen 80 Rthlr. kostet, für 30 Rthlr. liefern zu

nnen.

Stettin, 15. Mai. (Stett. Z.) Mit großer Theilnahme Wurde am heutigen Tage das funfÉgjährige Amts-Jubiläum des Königlichen Konsistorial- und chulrathes ])r. Koch gefeiert, welcher den größeren Theil seines Lebens für die Verbesserung- de_s Schulwesens in unserer Stadt und Provinz segenSreich ge- nyrkt hatte. Am Morgen des schönen Tages wurde der Zu- b1lar- yon Deputationen des Königlichen „Konsistoriums der Kdnt 11che11 Regierung, des geistlichen Ministeriums und ande- rer dn1g11chen Behörden, so wie von Deputationen des Ma- g1strats, der Stadtverordneten: Versammlung, des Königlichen Gymnafiums 2c.1c., und vieler Verehrer und Freunde mit inmger Theilnahme begrüßt und durch viele wecthvolle Ge- schetzke und finnige Gedichte überrascht und erfreut. _ Zu dem fest11chen Mahle, welches zur Feier des Tages in den schönen Räumen des Kafino-Lokales veranstaltet, und zu welchem der würdtge Jubilar von dem Königlichen Ober-Präfidenten, Herrn von Bonin, und dem Herrn Bischof Dr. Ritschl eingeführt, und mit den Glückwünschen seiner dort versammelten Verehrer, Freunde und ehemaligen Schüler empfangen worden war, hatten fick) von Nah und Fern sehr viele Theilnehmer einge; funden. Bei der Tafel wurde dem Gefeierten nach Einleitung einer, seine verdienstliche Wirksamkeit um Stadt und Land dankbar anerkennenden, den allgemeiniben Eindruck hervorbrin- genden Rede, vom Herrn Ober-Präfidenten Namens Sr. Majestät des Königs der Rothe Adlerx-Orden 2ter Klasse mit Eichenlaub, und Namens des Königlichen Ministeriums der Geistlichen, Unterrichts; und Medizinal -Angelegenheiten ein sehr schmeichelhaftes Glüchwunsch- und Dankschreiben , überreicht, demnächst in herzlichen Toasten das Wohl des ge- ? liebten Landesvaters, des Jubilars, der noch anwesenden sieben ' anderen Jubilare ausgebracht.

_ _ Merseburg, 15. Mai. Im Jahre 1838 find im Regierungs-Bezirk Merseburg folgende neue Fabri- ken und gewerbliche Etablissements ins Leben getréren, - als: 10 Tuchfabriken, darunter eine mit Spinnerei, 3 Tuck)- scheerereien mic Cylinder, 2 Posamemier-Waaren-Fabriken, ] Papierfabrik, ] Gypsfabrik, [ Fabrik chemischer Präparate, 1 Fadennudeln-Fabrik, ] Cigarren-Spinnerei, 3 Bierbrauereien. Etngegangen find dagegen im verflossenen Jahre 1 Tuchfabrik, 1 Wachslicht- und Wachsstockfabrik, 1 Porzellanmalerei und Buchdruckerei.

_Die in den vormals Sächsischen Theilen des Regierungs- Beztrks Mersebyrg vorhandenen Privat-Berg- und Hütten- werke, welche mehr unter der Aufsicht des Königl. Ober-Berg- Amts stehen, haben im Jahre 1838 produzirt: a) die vorhan- denen 11 Etsenstein-Bergwerke an Eisensteinen 7176 Tonnen Z: 4 Scheffel und 1040 Fuder zu 30 Kubkkfuß, b) 5 Eisenhütten- werke 43,117 Ctr. Roh-, Reif; und Staab-Eisen, so wie an Gußwaaren , c)'1 ,Kupferhammer 2760 Ctr. Geschirrkupfer , 11) ] _Algun- und V1tr1ol-Erz-Gräberei 506 Crr. Alaun und 186 CM Vttrcol-Erz, SE.) 1 Antimonigm-Werk 510 Tonnen ck 4 Scheffes Annmomum- rZ, t“) 1 Flußtpathgrube 6876 Tonnen 51 4 Schef- fel Flußspath, L' 2 Salzbergwerke 3/187'/2 Tonnen & 4 Schef- fel Düngesalz, 11) ] Pulvermühle 150 Ccr. Pulver, 1") 125 Braun- kohlen-Gräbereien 608,565 Tonnen & 4 Scheffel und 250,000 Stück Steine, 1) 30 Torfgräbereien 91501!3 Klafter & 108 Kubiksuß und 7,3Y,086 Stück SFM"

„_ ereine. _ n vierzehn Städten des Re ierun s- Bez1rk§5 Mersehurg smd bis jelzt Mäßigkeits-Vereigne, zZm The11 m Verhmdung mic Sittengerich1en, zu Stande gekommen, so tyre auch 111 mehreren Kreisen auf dem Lande. Der in dem Kruse Torgau iys Leben gerufene Vereine zur Verbes- serung des Gestades hat seine Wirksamkeit in einer qroßen Ausdehnung begonnen und ist durch das Merseburger Regie- rungs-Amtsblatt zur Nachahmung empfohlen worden.

Köln, 14. Mai. (Köln. 3.) Die Sache der Klein; kinder-„Verwahrschulen“, welche bisher unter uns;,ren sonst . so rühml1ch bekanntrn Armen-Anft*a1ten fehlten, at in der jüng-

ske11 Zen, namemlrch durch die Thäti keit des Zrauen-Vereins bet der Armen-Mädchenschule von t. Andreas" von Ursula, a11ch h1er gute Aufnahme und Unterstüßung gefunden, und ist

dre erste VerWahrschule für Kinder armer Aelcern, welche noch mehr das schulpfltchtige Alter erreicht haben und zu Hause ver: w11hr1o| smd, oder die Aeltern am Brod-Erwerbe hindern, wtrkltch am Men 1). M. im Lokale der oben genannten Ver- emsschule zur größten Freude aller Menschenfreunde eröffnet worden und seitdem in erwünschter Wirksamkeit, welche durch sucxessiye Aufnahme einer steigenden Anzahl von Kindern, so wxrt d1e Mittel nur immer reichen, aus edehnt werden soll- _

Cme gesunde Suppe und Brod smd dic Zkahrungsmétteb welche

den Kindern auf Kosten des Vereins unentgeltlich gegebexz wer-

den; der Aufenthalt in einem geräumigen Saale oder 111 o_er frischen Luft, abWechselnd Kinderspiele und Unterweisupg m leichcfaßlichen Unterrichts-Gegenftänden, EUWÉMS ,d“ ““PR." Sinnes, Gewöhnung an Ordnun, und Nk'nl'chke't "* snd M Elemente, in Welchen die zarten inder an Leib und Seele 9?- sunden uud erstarken. _ Dek Freiherr von Fürstenberg-Stamm- heim hat die bedeutende Summe von 500 Thaler dem Stamm- Kapitaj dieser Anstalt überwiesen, und aus dem Gewinn-Ueber- schusse der Aachen-Münchener Feuer-Verficherungs-Geseüschaft find ihm 1100 Thaler zugeflossen, so wix das Unternehmen durch viele andere Beiträge in hoch,? erfreulecher Weise Unterstahuug

gefunden hat. _ [ ische Nachri ten. PUMTÉ FhIn hiesigen Bclhättern ließ man.:

Dt R11 : isi voakommm wieder hergestellt und es haben keine Hemeonserttonen weiter von Seiten der Rebellen [stattgefunden.“k

F ib Wis'xensckiych, „Hans und Literatur.

re erg. or engen a m er 1111 en .

der Chemie an unserer Akademix,aeiuenb Brie ""QJLRWFWZAF derselbe ihm mlttveilt, daß Prosessor Mosaudet in swaJom vor kur-