1839 / 178 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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fich_so' &! se r bébexit'MBJZ'Éé, wozu die ununterbrochen “““ neffen e_ü'“ ufußkéts ]me'hr oder mender Anlaß gabet). _Nach

Beendk'g'kn' [ö'es “ssrjährigen Marktes gingen die Pkklse m-al-

leit Quan: ten zurück und stellten fich bes ku? vor Anfang. des

diesjährigen Marktes 6 bis 12 Rthlr- pr- ?nknex niedriger-

Die während des vergangenen Jahres und "? d'eßm Jahre

von allen Seiten eingelaufen?" UUSÜUÜ'SM Bertchte “,b“ Tuche

imd Wollen-Waaren überhaUpk, léeß-cn "" Voraus keene Besse-

rung der Preise für das rohe Matertal erwarten, dennoch fand,

wie bekannt, auf dem diesjährigen Breslquer-Markte fem neuier

Rückgang statt, Daselbst waren dre vorxährcgen Markr-Pretse

schlechter gewesen, als die auf den darauf folgrndey'porjährigen

Märkten in Stettin und hier; dagegen sind'dte deesjährigen in

Stettin hinter denen in Breslau zurückgeb11eben. Die Zufah- ren zum hiesigen Markt trafen sert dem lvten bis zum 2211en

d. M, nnumerbrochen ein, und betrugen im Ganzen circa 62,000 Cm, dazu kamen alte Bestände mit etWa 10,000 Cry„ so daß man ein Gesammt-Quantum von circa 720000113, das zum Verkauf gestellt wurde, annehmen darf. Der Wkarkc selbst, wrlchek gcscßléck) am “.'!sccn d. 932. seinen Anfang nehmen sollte, 1011) bis zu dicsem Tage im Ganzen sehr unbelebt, manche i;)roduzenren hielten auf höhere als die vorjährigen Preise, welche die Käufer aus den Eingangs erwähnten Gründen nicht annehmen konnten. Es wurden daher nur wenige Abschlüsse gemacht, zum Theil unter, aber auch zum Theil 2 bis 3 Rchlr. rr. Centner über den vorjährigen Marktpreisen, im lcßtern Falle wohl ausschließlich für solche Dominien, deren besonders gute Waare jedes Jahr denselben Käufer herbeizieht. Da die Käufer sich im Allgemeinen zu keiner Erhöhung bequemen Woll; 1.11, so zeigten s1ch endlich die Verkäufer nachgiebiger und das (,'-escbäfc entwickelte sick) mit steigender Lebhaftigkeit vom 21ften bés Lösten d. M. Die Preise steinen fich im Durchschnitt und 1:11 Vergleiche mit dem vorjähriYen Markte also:

1 38. Diesjähriger Markt, Rthl1r25pr. Ctr. Rthlr. pr. Crx.

Hochfeine ................ 120-1221/2 Extra feine ........ 100-115 ..... 97-110 * Feine . . . . ....... 90-108 ..... 85-100 Feine Mittel ....... 75 _ 90 ..... 70- 80 Mittel ........... 55 - 75. . . . 521,12 _ 071,-2 Ordinaire . . . . 38-50. . . .. 40---47'/2

Von der leßten Gattung waren die Vorräthe nicht bedeu- tend. Von dem vorerwähnten Verkaufs-Quancum können circa 57,000 Crr. als verkauft und 15,000 Ctr. als unverkauft ange- nommen Werden, die, größteneheils in zweiter Hand, aus mittelfei- nen, mittel und feinen Wollen bestehend, bei den hiesgen Com- r:isstonairen gelagert smd. Die Anzahl der Käufer aus dem In: und Auslande War in diesem Jahre wohl noch beträcht- l*chcr, als je vorher, auch ein Fabrikant aus Rorköping in (Schweden hatte fich Zum erstenmale auf hiesigem Markte eine gefunden. Die Engl nder zeigten, namentlich zu Anfange, die went ste Kauflust. Gut behandelte Wollen fanden zum gering- séen bschlag willigere Nehmer, wogegen diejenigen mit schlech- t-rr Wäsche und sonstigen Fehlern in einzelnen Fällen noch unter den vorbemerkten niedrigsten Preisen verkauft Werden mußten, da die dieSjährige Schur und Wäsche im Ganzen sehr befrie- digend ausgefallen waren.

Unter den besseren Wollen, we1che auf dem hiesigen Markte sehbefanden, zeichnete fich besonders AmrPréllwiß, Do- maine Sr. Königl. Hoheit des Prinzen August von Preußen, Wegen der vorzüglichen Wäsche vortheilhast aus; dicse Wäsche war- aber nicht durch künsliche Mittel, sondern nur durch die xsewdhnlickx Schwemm:Wäsche, die bei dem edlen, eigenthüm- 1échen Charakter dieser Wolle vollkommen ausreicht, hervorge- 1racht. Diejenigen Wollen, Welche die hiefigen Händler vor der Schur auf Kontrakte gekauft hatten, waren, Wenngleich nicht so bedeutend als in früheren Jahren, jedoch auch nicht unbedeutend. Sie kamen ebenfalls während des Wollmarkts auf deren Lager hier an, smd aber nicht in den oben angege- benen 72,000 Ctrn. mitbegrjffen. Auch von diesen Lagern wurde während des Marktes bedeutend zu den angegebenen Preisen :*erkaufc. Der diesjährige Markt konnte den 25sren d. M. als keendigt angenommen werden.

- - Königsberg, 19. Juni. -- Schifffahrt und Handel. -- Wegen des langwierigen Winters nahm die Schifffahrt einen späten Anfang, nämlich allererst den 27. April, als am Abend von 140 des Morgens von Pil1au abgegangenen Schiffen gegen 120 hier zu gleicher Zeit anlangten, -- eine wah1scheinlich nie zuvor hier gewesene Erscheinung. Eben so rngewöhnlich ist die seitdem fortwährend herrschende Lebhaftig- keit, denn schon smd bis Mitte dieses Monats 570 Schiffe in Pillau eingekommen, und 474 von dort wieder aUSZegangen, teren Ladung grdßtenthcils aus Getraide bestand, „denn es wur- ken ausklarirt: 92 Schiffe nach England von zusammen 0402 Normal Lasten, 16 nach der Nordsee und dem Sande mit 1435, 166 nach Holland mit 8683, 42 nach den Hanse- scädten mit 1941, 6 nach Schweden mit 286, 77 nach NorWe- HLM mit 2944“, 5 nach den Herzo thümern mit 201, 7 nach

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742 , Lasten Getraide. Demnach waren nur 63 Schiffe mit anderen Gütern beladen oder versegelten verfrachtet nach Memel in Ballast. -- Dem Landmann ist dieser lebhafte Verkehr im hohen Maße günstig gewesen; doch leidet der héefige Handelsstand durch die auswärts zurückge angenen Konjunkturen, und das Ausland wird auch manche inbuße zu tragen haben, doppelt zumal, wenn das Getraide durch langwierige Reifen der Schéffe nicht gut überkommt, Was bei der großen Hiße sehr zu fürch- ten, meistens als wahrscheinlich vorauszuseßen ist, Weshalb alle Verladungen unter genauer und wohl bescheénigter Ermittelung BshGertkaichts :e. von dem im Ganzen schweren Getraide ge- e en 1 . Das Fallissement eines Handlungéhauses in Tilsit mit einer Pasfivaaffe von mehr als 100,000 Rthlr. hat hier mehreren Häusern Verluste gebracht. *- Eine nach Amerikanischem Muster durch den Mechanikus Steinfurt hier gebaute Maschine zum Trocknen und Reinigen des Getraides bewährt sich als sehr zweckmäßig.

BreSlau, 25. Juni. Von den in diesem Jahre so allgemeinen hcftéacn Gewittern, Hagelschlägen und Stürmen ist auch unsere Provinz nicht verschont geblieben. Besonders weit umher hat am 151111 0. II?. ein Unwetter s1ch verbrcitet; fast überall ist es durch Hagel Verderblici) geworden «- bssonders um Liegnilz find die Hagelkörner 0-8 Loth, ja cinzela über 1 Pfd. schWer gefunden n'orden; -- das Gewitter hat an 11111)- rercn Orten eingesch1agen; bei Bunzlau hat ein Wolkembruck) stattgefunden und der Sturm besonders in der Umgegend von Zobten furchtbar gewüthet. »

AZiffsnschasr, Kunst" und Ltke'rakur

Stettin. Am 23.3111110110 die Gesellschaft für Pom: merscbe Ges"chichte11nd Altertbumskunde auf dem biesfgsn Sck1lofs: unter dem Vorsß ihres Vorstcbcrs, des Köxxig]. L'berWräsi: denten yon Pommrrn, Herrn von Boni", ibre fiatutemnäßige Gene- ral-Vcrsammluaxq. Der Greifswalder Zweig der Gesellschaft b.:ttc seinen Jabre-Zbcrick»! schriftlich cingesandt, nnd wxxrdc derselbe den versammelten Mttglisdcrn vorgclrgt. Témnäcbft bie't der Srcrctair, Professor Hering, einen Vortrag über den Stand dcr änßeren Ver,- bältniffc der GeseUschast, wexcbe gegen 400 Mitglieder räblt. so wie über das, was im vergangenen Jahre von der Gesellschaft acleißet odcr er!.nxgt woxdcn war. Mit dcm lcÖIaftex'ien Dank wmde einer 1111100011111 Geldbenx-illiqung Sr. Majestät dcs KönUS zur Aufnahme und Beschretbnng erfwfirdiger Baa1:Denk-u.'é|er der Provinz erwälmt, welche die Gcsrllx'ckmtt svätcr 111 angemessenen Abbildungen hofft ber.- ausgeben 111 töxmen. Von dem ("0110.11 1'011191'0rine 111111011100, 113111111n der Professor [)1“. Koseaarten 111 (“.rcésstrald 111Gemci11schaft mit dem Direktor l)1'. Hnssclbock und Archirar Baron von Medem zu S1ettin harauszugeben 010110011101. wurdcn Probebogen vorgelegt und mitge- 101111, daß für dieses Werk zahlreich: und wich1i,1e, zum Thcil dnrch wohlwollende 1101811711131an der König!. Behörden «1119 weiksr Frrne hexbcigrschaffte Materialien vorhanden srvrn. Dan anwesenden Mit: gl1kdfl'11 wurdcn zugleich die fiir die Bibliothek und die antx'aaari'cheu Sammlungen neu erworbenen Beretchcrungrn roraclegt. Unter den lcßtcren erschien als besonders merkwürdig eine schön gearbeitete Fi: aur von Bronze, gefunden 111 einem Hühncnqrabe bci B:!fow, unweit des Madue-Sxe's, welche nach dem Uribeile Sachkundiger der ent- wickelten Zeit der Römkscven Kunst, zwischen dem jsten und 4ten Jahrhundert chriülicyer Zcitreämung anzugehören sch1int. Die Ge: sellschaft beabsichtiat, eine Abbildung nebst den näheren Llngabcn Über diesen für unsere Gcgedeen interessanten Fand ihrem nächsten Jahres- Bericht beizufügen. Auch an merkwürdigen Münzen harten die Sammlungen manchen wichtigenZuwachs erhalten, 1.B.c111s dem bech- tenden Fund; von Münzen dci Greifenberg in Pommern.

GreifSwald. Der von einem Frcmrde dcr Wiffenschaft in Göt- tingen schon im Jabre1837 ausgeschriebene Preis von Hundert Dukaten zur Lösung der Frage: „Welches pbvfiologiscve Wcchscl- Verhältniß findet zwischen den einzelncn Beßandtbeilcu des Blutes iiberhaupt, besonders aber zwischen den sogenannten nc'icbj'nn Bestand- tbrilcn desselben statt, und welchen 211111101 hat jede cénxelne décscrleß- tern an den Sagniffcatfons-, Etnährnngs- 11110 Absonderux1gs:Pro- zesse?“ ist von den hierfür besimmt gewcscncn Richtern, dcn Proscs- soren Bartling, Berthold und Wöh1er in (Bötiinqen dem ])1". F. L. Hünefcld, Professor der Cbcmie, Pharmacie uud Mineraxo- gie an der hicfizen Universxtät zuerkannt worden.

Dauer der Eisenbabn-Fahrten am 26.3un1.

21 b g a n g Zeitdauer A b I. a n g [ Zeitdauer von um Uhr St. M. von um Uhr [ St. M. Berlin 7 Mrg. - 45 PotSdam 7 OJTrg. - 50 Berlin ZZ. » - 43 Potsdam 10 » _- 42 Berlin 11-1. » - 4/1 Potsdam 1 Nm. -- 44 Berlin 2;- Nm. - 40 Potödam 4 » «- 53 Berlin 4 » -- 49 PotSdam 8 Adds. - 45 Berlin 6 » _ 46 Potsdam 9 » » 49 Berlin [101216011 . 1 38 ;

Die [este Fahrt von Bkrlin mit Pferdeyx;ß______ „-___..- Meteorologische Beobachtung.

1839. Morgens 920111111111qu ! Abends Nach einnmlégcr 26.211011“. 6 Um. 2 1101". 1011171". Beovachxna. Luftdruck ......... 335,01/“11111'. 334,11““P0r. 332,52““Par. Quelnvärmk 8,80 N. Luitwärme ..... . +11,8" N. +]9',0" N. + 15,1" R. Flufnmrme [0,00 N, Thaupunkt ...... + 9,0“ N. +10?“ R +11,4" R Bodc11wäryt1c12,3" N. Dunfisättigung 80 pCt. 45 pCt. 82 pCt. Ausdünsbmq 0,041“ 9,11), Wynn... ..... heiter. Regen. batböeitcr. NicdrrsWl-zq 0,310“- Nb. Wmd ..... . W. (€ W. SW. *!8är111c11wcbscl + 19,8 "

Wolkenzug ...... - 9,811

807111101 116110. [)en 27. 111111 1839. „“n“-"ckck!“ Foxéc- „„.-1 Oakcs-C'onko-S-étek.

...- to our. 's; !. ou. U skies. ] 0.1.1. [ck Uriel. [ 12-111. “.I.-1.00.5111. 4 1033/* 1031/4 0.1". [*r-naht. 31 _ 1011/7 yr. 11-151. 011. to. 4 1031/4 1023/4 komm, 110. 81 103 102'/: ]"r'imJeb.1i-80e11._ 73% , 72' ',. , [(uk-u.Uouu1-1io. 81 103“ /„ 1022/„ [(um-Zirl.“- 01-115. 4 _ 1023/4 8.1.1.0..1. 110. 31 102 [(W/., 110.8011ulär'ek-ob. 10] ' .,? [***-[ Loup. 11111] 211111- . dieum. 8011111117. 311 ]01*/2 [(j] Zed. r]. [(. u. U. _ 96 " [ier]. Qnät-Üb]. ck _ 1033/3 6011] .] marea .. 215 2“ [(in-1311. 1111. 4 _- -_ Ueno [)uoatou _ 181/2 '*- 1111-1ng-er 110. 41 - 993/4 ktieäkiel-aä'ok _. 131/2 13 [)uux. (10. 111 “!*11. » 471/2 » 31111. (30111111011- «“.-ex... 911.101». :1 1013/„ 101 ' /4 .eu i 5 “11.1. - 13 12'/2 (2101-11. ['in- 110. 4 _ ]045/6 [)ixennw .- 3 4 ' ??Coun Nxée/xan-Coura. & '1'1111-„7-11308 rief. 1 (Je 1! 4111111111011"- . . . . .......... 230 k“! ] [(m-: _- [' 14113/3 cw. .............. 25010. ; 2 110, 1 .- 1393/4 [[a]-xk-ukx ................ 300 Ulk. : [(on 1 , 15]

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Königlicbe SchauspioIc.

Freétag, 28. Zum“. Jm Opetnhause; Der Roman, Lusk- spicl in 1 Akt. Hierauf: Variationen für die Violine Über ein Ztaléänisches Licd, komponirt und vorgetragen von Herrn T. Nagel, erstem Violinisxen der Königl. Hof Kapelle zu Srock- holm. Dann: Drr reisende Student. .

Zn Potsdam: Frag? und Antwort, dramatischer Scherz in 1 Akt, von A. P. Hierauf: Der Selbßquäler, Charakcer- gemälde in 3 Abtk)., von Bauernfeld.

Sonnabend, 29. Juni. Jm Schauspielhaus“ Die Fremde, Schauspiel in 5 Abri), von Frau von Weißenthurn.

Sonntag, 29. 311111. Im Oprrnhause: Jphégenéa in Tau- ris, große Oper in 4 Abth. I)eustk vom Ritter Gluck.

Königsstädtisches Theatcr.

Freitag, 28. Juni. Achte große Vorstellung der akrobatisck); athlettschen Geselnchafc des Herrn Michael Averéno aus Rom, 013 21011). Vorher: Das War ich! Lustspiel in 1 Akt, von Hut. Die akrobatisch-athlettsMn Kunst-Uebungen beginnen nach dem Lusspicl gegen 711hr, und dauern bis 81“. Uhr.

Sonnabend, 29. Juni. Das lustige Berlager. Burleske Oper in 2 Akten. Mustk von W. OIMller. (Herr und '))Ta- dame Beckmann Werden hierin resp- zum vorlekzcen und leßcen- male vor ihrem sechswöchcntlichen Rsese-Uriauh austreten.

Sonntag, 30.3001. Neunte große Vorstellung der akro- batisch-athlctischen Gesel]schafr des Herrn M Averino aus Rom, in 3 Abts). Vorher: Vetter Benedikt. Lustspiel in 1 Akt, von L. Angely. (Herr Beckmann wird hierin vor seinem sechs- wöchentlichen Resse-Urlaub zum (eßtcnmale auftreten.)

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An die Leser.

Die vierteljälyrlickge Pränumeration der '

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Graars-Zeirung berrägc 2 Rkhlr. Preuß. Cour. ffir das Inland. _ Bestellungen für Berlin wsrden in der Expedition selbst (Frékdrichs-Scraße Nr. 72) gemach und jedrr Pränumeranc erßält das Biarc durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem akxgegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. _- ?111swärcige, des In- oder Auslandes“, bewirken ihrs Bestrllungen rechtzeitig bei den rc-sp. Post- 211111cern; wer dirs versäumt, kann nicht mir Gewiß- kgric die Nummern erwarrcn, die vor der hier einge- gMgcnen Anmeldung erschienen sind.

Vc111111wortlicher Redactcur 21171010. Gedruckt bei A. W. Hayn.

Stettin mit 258; zusammen 411 chiffe mit 25,150 Normal

W. __ Tages mitt e !: 334,08““Par„. + 15.5"01... + [0,4 9 R... 09 pCt. W? W.

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Bekanntmachungen.

Auf den Antrag des TesamentS-Exekutors des, olm- 1ängst verßorbencn vormaligen Raths“- Verwandten

1vtlche aus irgend einem Rechtsgrund: Ansprüche und Forderungen an den genannten Erblasser oder dessen

10.101111]? zu haben vermeinen,-bierdurch aufgefordert, an der Gcriohtssiclle suvhasiirt werdcn. .jolct): in nachstehenden Terminen, als: am 4. Juli

_ .r 23. Juli, oder endlich am 15. August). I., Z Nachmittags 3 Uhr, auf der Weinkammer hrerselvü gcb'ö1ig anzumelden und zu bescheinigen, unter- Mn , Rechts-Rachthell, da sie widrigenxaus durch dre am Gläubtger: 28. Au usdd. I. in ffentlicyer T1 1 zu publicirende

Präklu v-Erkennmiß damit werden präkludirt und von dem Nachlaß überall abgewiesen werden. .

Stralsund, den 20. Juni 1839.

Verorduete zum Stadt - Kammergericht. (l.. 8.) E r 1 et)

son.

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 16. April 1839. Das in der Kronenstraße Nr. 24 und in der Mark- 1 grafenßiäaße N23. 00ch111§egc1xebGrundüüch dcr Kchöxs- *- ? ri olber ier eld“! werdcn alle die“en en, Komm arius aer _ 1001 ex), 0101141132140 [r. (.arl E ck E g h s ' ] g 14sgr.9pf.,so(l,Behuts derAuflosung dchemcinschaft, weisung in den auf am 28. (Januar 1840, Vormittags ]] Uhr,

Hypothekenschein find in der Registratur einzusehen“. u diesem Termine werden auch die ctwanigeu unbe- kannten Neal=Prätendenten bci Vermeidung der Prä-

11) die Demoiselle Dorothee Louise Krüger, b) der Buchhändler Herr Carl Phiiwp Speucr, hierdurch öffentlich vorgeladen.

Zur Sicherstellung des Käufers werden alle diejeni- gen, welche an das biSher dem Kaufmann Salomon

Taxe und

([.. 8.)

Marcus gehörig gewesene. jeßt von ihm verkaufte, h1erselbst in dcr Marktstraße 5111) X0. 0 belegene Wohn., baus ('. ]1. aus irgend einem rechtlichen Grunde 2111- spräche und Forderungen machen zu können glauben, hierdurch zu deren gehörigen Anmeldung und Nach-

den12. Juli, den 2.u11d 23.211010]? d. J., Morge11s1011br, _,

vor dem Stadtarricht angeseßten Léquidatirnéä-Termi- also bis zum 14. Oktobcr' dieses Jahres, bei diesem nen,“bei dem Rechts:Rachtl)eil aufgefordert, daß fie Rath: entweder in Person oder durch geseßlich zuläs- sonst damit durch die in '.1'01'1111110 den 13. September sige BevoUmächtigte 311 verlautbareu und ejwanige klufion, so wie die dem Aufenthalte nacl) unbekannten d. I. zu erlassendc Präklufiv:Erkenntt1iß für immer 1011030101101 (*1'81lici zu erhtbiren, unter der Verwar- davon werden ausgeschlossen und abgewiesen werden. Datum Greifswald, den 20. Juni 1839. , , Direktor und Assessorcs des Stadtgertchts. hort und*admittirt werden sollen. 01". Hoefer.

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Württembergische" 111.terthans Friedrich Benjamin Riedel um Erlassung cines Proklams 1111 6011700311110; 'tkrmlimksg et [111137111105 110111111711 gebeten und diesem Gesuche mittelß Verfürns vom heutigen Tage Hefe,- rirt wvrdeu, als wer en deSmittelst alle und jede, wclche Erb: oder souüige Ansp1§iche an erwähnten Nachlaß zu haben vermeincn, aufgefordert, dt'e'e ihre Ansprüche binnen 6 Monaten 11111110 déescs Proklams,

nung, das; Sie nach Abläuf dieser Meldungsfrist mit ihren etwanigen Anspn'iayen durchaus nicht weiter ge-

Lemsal Rathhans, den 14. April 1839. ([“ 5-) (gew Bürgermeister B. P.'Wittkowa.

„Demnach bei dem Ratbe der Kaiserlichen Stadt Lemsal der Kurator des Nachlasses des verstorbenen

(gez.) H. Filing, Secretair.

V 11:11 1001

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211111111111: Nachrichten, K'ronik des Tages.

Berlin, den 28. Juni. Nachdem Se. Majestät der Kcémg 00? yon dem Kabinct «U Biüssél gegevepcn Erkiärungxtrfnr bé'fktt'dtstknd erachtet ha- .be", und sowohl m der jetzt &us-110111111 1.11mer1vährsxxden Neu.

tral-tär Belgiens, als in der. 003521“. Erki;':11111§.;e:1, 2511411010011: 1 _ veranlaßt worden, daß während des Pryzcjs-W 0er M.:éxAnge; z

„. ,'*.**_.*cr Bäcker

für die 31111101“: f171den, havén “Ziller*é)öch]?0ée1elbcn 010 Wécder;

„auf-xaßme der 111 Gcfolge der Zulassung 015 Generals Skrzynccki Z

in Belgische “Dcsnste 2011111011211 11'22-31'0;.-3chcnen thäxcntffe zwischen Preuß-m 00.0 Bequcn 21118100'01711 1,11 0901011251111 01111131.

Se. “112010101 drr „111511111 haben 11:11 2031171 d. “*.*-F.". 0-30? 016.- hcrx'gem Kaise1l Ru'“s0“chs11 0115100101711!anGcsanOtsxx und be- p-oilxrxääwttgtm Msmstcr an “QUexhöcbx'x-hacn'. Hoflaqrr, W::“klj-

Veräin,

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»chet1 Gcheimen Ruf) und Kammeryxrrn 0011 Radmuvicrre, ; die nach1es11c111e 3101111110012111011113, zu r*thoalen 11110 Das a'.1f ;

dessen Abberufung sm) bozi;1).'1.-?»c «(012113111 S-.*)]Fa[-1käf dss Kaescrs ron Rux'zlaxw 01115 11101211 „5317110111 0111969111 zu 01.510811 ge1Uhc

Se. Majestät drr 5101119 0013111 01111 Landrats) Waagen xu IKemel dte E1la1-bnis; zar “9101913111134 0113 10111 11011 S.". Ma; geßät 13-210 Kaiser 00.11 Rußi.::1.) 0611790111811 Sr Scanesxaucpx Ordens drixter Klasse zu er1k)cjlcn gersßr.

Abgereisx; S:“. Ercoll-ersz der Geheime Staarsz» 15111111? und Chef der Aten 910151101111"; 1111 »))Lmtkkermm drs Könrgl. Haas?:", von 2008110819, 0001 K:?"smgem.

Se. Cxcellenz dex" K-111"111 R111;“11013'Z3emer.11 LirUtMank 11110 General-Wjutanr, vc-n Samarokv'sf, Mel) Dr.Mem.

Se. Excellenz rer 51.111111. Rux0scye Vsrs-Adxmral und Ges .„ -, 011 Behörden getroffen haben,. gegexx daß? Gefahren cms:“; Neuen : 21:1901016 geschert.“

neral/erjumnt, 00:1 Ko!sak0fs, nac?) Sccmn.

Zetx1qus-ÉZ'TaÉIr1ch1-er. 21 0. 1310112).

Fraukretaé).

, Depuxtirten ; „Kammer. Sitzung vom 22.311111. “.Nachrrag.) Nack) Beendég110g der Ekdrcerung 025 GeseH-Ents

wurfz Über den Grneralsrab rc'éciyxe Hor? Golbérv 1100) emr

PWWÜUVU M!, in 3179111121" c." 0111011?" 0111100, Tr:: VETTVQUUUJZL

.Brhöx-oen der 330111011111 zu geriatkcn, 001]; sw dcn FrauctrCon- !; . _ - . . ck . 7 den Waffen-Vcrkäufcrn etngesthärkr Mrd, thre Waffen 111201 cm

.al'egaklokksn NTLFUerung von Nahrungsnntreln und andern zur Unterhaltung, 01610" Anstalten 1161010101 (3510207111001: Übrrcragcn NÖM?"- DW'? Petition knüpft fich an die Petition des Mm mxwal-Rathes von Nancy, 11dchlche schon 111 den Kammern zur Sprache 911011111101 rvar. Der Minister des Innern erklärte sich gegen das in diesem Antrage enthaltene Prinzip. Er er.- kenne die Dienste an, Welche 0112 sich dem Krankendienske wid- Wenden Evtxgregationen der Menschheit geleistet hätten, aber er könne auch viele “Fälle“ citiren, cms Denen hervorgebe, daß es gefährlich se» der religiösen Kongregation einc absolUre Herr; schaft, und dir. gänzliche Verwaltung einer milden "211111110 dhne alle Kontrolle zu übertragen. Dachrn, daß die Proposition in Berathnng 90103101 Werdr, Wolke er 1110315 1117102110110. «» Herr Auguxs äußerte, man solle 10 01:11) 1111? gerade Heraus sagen, was die ProposnéOn He*_weckr; s:: Wolle 00; reMiÖsc Verwal- t1mg an dir Stell: der ivil-Verwaltung soßen. Die relégiösrn Congrsgationcn 111211111 gerne Abrechnung mit dem Hrmmel, hier käme es aßer 0111an an, mir der _Reäwerammer Livreä); nung zu haitsn. (“Geläctck_trr.) «-- Zu Gansken der Proposition Ließ fick) Herr Desmoumrä'ux de Givy-Z vcrwth911„ .... Die Kammer b1schlox';, Die Propojmon 111 “2251101011119, zu ziehen.

Paris, 23.311111“. “.Das-Journal des Débats kommt heute noch einma! aufder-_Gc101§;'€nr1vurf Über den Gemralskab zurück: „Prüsr man 1,01*0fal_t_1g den Gsssß-Entrvurf OLS Ministe; riums und den der Komunnton, so kann man 1111) leicht über- zeugen, daß, wenn dsr 11.118 „Theil des ministerieüen Entwurfs klug und den mezkaen einer guten Regierung angemessen War, der zweite Theel dagegen eine unverständigc und gefähr- liche Neuerung erhielt, indem er der Gctvalc sie ihr durch das Geseß von 1834 zu]k_ehenden Rechte nahm. “Andererseits ist es leicht einzusehen, dap; 1001111 der erste Thei! des Entwurfs der Kammer,we|cher]Tci)aufdix*1)?a1'schällebezießt,ineinemengherzigen und kleinlichen Sinnegcfaßi 117, dagkgcn derzWeite Theil vernünfti- ge Anfichtenenthält, 11110019 RechtederRegterung weichesser als der Entwurf der Regierung aufrccbr erhält. Bow? (Entwürfe reprä- sentiren zwei verschiedene Syjreink, die ganz entgegengesexzt sind, die aber dennoch in der Erörterung ursteretnandcr gemischt wurden. Die Kammer [):-11 cixjen neuen Entwurf gemacht, in- dem ste bald envas aus "01111 Entwurf des" Minijieiétums, bald etwas aus dem Entwurf der Kommission entlehnte. Daher kommt es auch, daß der allgemeine Geist des «011er so viele Widersprüche enthält. Man will in der Armee einen edlen Wetteifer anregen und man 1"th die Zahl der Mar- schälle schonungslos herab. Man sehr die Zahl der Mar- schälle herab und man will die der Offiziere des Ge- neralstabs vermehren. Man will ein demokratisches Gesetz ma; chen, und man entlrhnt dem i-"ciku 1091111112 den Grundsatz, daß ein Offizier des Gencralstqbs nur auf seine Anforderung in Ruhestand th'skhk werden *1111. In der a11en Wkona1chie War dreser Grundsa'rz ganz gewiß; vernünftig, denn damals war der Generalstab, mcc we111gen Ausnahmen, em Eigeythum des Adels; aber 111 gnkrrer 3111 sollte man meinen, müßte dies Prmzip mrndcr ;aunsktg„anae1rhien wrtden. Nack) unseren demok-atiscben Suken “| 01 em Ofßzter drs'Generalstabes ein öffentlicher Be- amter, weder mehr noch wcmger.

Der Marquis v“on Dalmatien, des“ Cor.]"eil-Präfiomcen

Milrsemeinr

Sonnabend den 2911-11

M, W =I ?? WS:.»

Juni

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Marschalls Sonic Sohn, sol1 den Botschaftervoften in Turin

erhalten.

Der „Pkessager“ meldet, der Oder:? FeiZ-khammel habe die Kaserne in der Straße Tournon besichcigt, und es seven Oasekbst aUe Anstalten getroffen, wel-xhe die Soldaxcn in den Grand soßen könnten, einm Angriff aözUschlaczen. Hierauf habe kick) derselbe nach dem Gcfängnisse dcs L11rcmburg begeben, um 110) 1,11 !JHct'zeugex1, daß jedc'Fluckyt Dcr Gefanqran unmöglich sev. TSM Vorfickxk-Z:Maßregeln„ hcißt cz, seven 01170) 0.113 (Gerüchr

kéägxen Unruhrn crushrechen 11011001. Die Gazsrte drk- Tribunaxr 111112321:

Bréor, bci WCTÖCM 'LH-118.111 Bernard Zesnmdcn wurHc, [yo.ynete _ck . ; Werden 10112 zur Regultrung der

axifangs, dak; er 0:11 (“3507211e1'011nr 0.151, 0-37; cr 1211102011300]? anfgcnommrn. 1101111211 wären und im Namen eines Zcxviffen TkULs-ikd ein thnMer bei ihm gemmhct Hätren. “9111er aufs neue 11:10 schär; fer brfragx, 1111111118 Brior bald eén, 0-01? cr rvohi germxßc habe,

daß Der »))kann, Welcher bei ibm vorbcxacn ch.scn, bci drn

Errégmsssn vom 12. und 13. 93201“ komprornétxéx'r sky, und daß er ihn auf die E01pf1h1101q eines WeinbänOlcrs aus drr Straße “135111111 St. Honotsé bei fiä) ausgcnvmmrn habe. D-cser Leß- rere, bei welchem schon während wer Jmftxuctcor: Nachforschun- gen angestellt tvorden sind, wmde soglsicl) aefänglici) etmgrzogen. Cr Lruqnete dié“ Aussagen Drioks 11110 gal) vor, Martm Ber- :1-1rd mehr zu ?EUKSU. die von 0en *))“éiéanxr; und Ctvtl-Bchörden fsxr kae Dauer des Prozesses getroffsnen Vorkehrungen haben zu dem Gerüchte Veranlassung gegeben, als ob die Poltzeé einem nenen Kom-

0101, das die Befreiung der Gefangenen zum wack hab?, auf

die Sym." gekommen str). Wir glauben nicht Daran, xedcnfxils

aher i;"r die Hauptstadt durch die weqkn Vorkehrungen, welche =

Man hat jetzt erfahren, daß die Srcn'onen der Gesellschaft der ZahreSzeiten, als die Insurrection vom 12. Mai ausbrechen sollte, nicht in Uebereinstimmung waren Mehrere Sectionen verlangten, daß an die Spéße der Prorlamationen, welche er- éassen werden sollten, die Worte gescUc würden: vor dem Eigenchum.“ Die einen wollten um 3 Uhr Morgens angreifen, die anderen um 3 Uhr Nachmittags. Mehrere Sec- tionen bestandrn darauf, daß man, 5 bis 600 Mann stark, vor Allem die Tuilerieen überfallen uyd fich der Person_ dxes Kdtrigs bemächtigen müsse. Die durch die1e Meinungs-Ver1ch1edenhetten

hervorgerufene Spalrung rettete das Land- vor großen Gefahren.

“Man 11911" im Moniteur vartsécn: „Mehrere Zettunz grn haben gemcloet, dre Ordonnanz .“:r Poitzer, durch welche

gebrauchsfähigen Zustande vorrätHig _zu halten, hätre cmc Abän- deruna erhalten. Diese Rachrich_e ijk ungegründer.“

Bei Gelegenheit der Golbérmcben Proposition, wslrhe darauf anträgt, den 9)?unizipal-Behörden zu gestatten, daß sie die Ver- waltung der Hospizien den religiösen Congregacionen Übertragen dürften, äußert der Constitutionnel: geht in Frankreich zu Gunsten der reltgiösem Dinge eme Rear; tion vor, die wir nicht bekämpfen wo!]en, _so lange sie fich in: nerhalb ihrer Gränzen hält, Man muß aber wohl vor Miß- bräuchen auf seiner Hut seyn, 011111 von dem Augenblicke an, wo dieselben erwiesen wären, w11rde das Land bald dée Auma.- ßungen der Kirche in ihr Gehrer zurückweisen. und eme entgec gengrseßce Reaction könnte 000-111 “Folgen haben. Es giebt noch ein anderes B=:d1-01'1-11; wär (1013er: in Frankreich, » und das ist die Errungensckzafr unserer Revolutiox: «--- ein Überein- stimmendcs Vermaltungs-Syüem, welchem Frankreich seine be- wmwerungswerthe Einheit verdankt. Dieses" System darf selbst“ in Kleinigkriten nichr angetastet werden, wenn man nichc die

* National-Krasr vermindern will.“

Die Kammer wird slch in i_Hrer die01äYigen Sesswn nicht mehr mit der so dringenden Gefängnißx eform beschäftigen können, indeß hat die Regierung berrßrs Linen Anfang gemacht, dsr gewiß nicht ohne hetlsame Folgen bleiben wird; jedenfalls ist es erfreulich, zu schen, daß 0:6 Uebelskände der; gegenwärtix _aen Systems, wenn hier anders" noch von einem System die Rede seyn kann, immer lebhafter empfunden Werden, und man hier uud da Hand ans Werk legt. So beabsichtige man jckzt, auf dem Wege der Subscription, zu Mettray in der Nähe von Tours eine ländliche Anstalt für jugendliche Verbrecher ins Le- 0en zu rufen. Es ist dies ein nicht minder wichtiger Punkt 016 "011 Reform der Gefängnisse selbst. „Bei der Einrichtung der “IZnstalt zu La Mettray wird man natür|ich die anderwärts ge111achten Erfahrungen benußrn und vorzüglich dic auf der Inf.?! Thompson bei Boston qelegene ländnehe Anstalt und die

zu 513011000? auf der Insel Whigc zum Master nehmen, um ;

10 mehr, 018 beide“ den erfreulichüen Fortgang gehabt bahen. Denn die erstgenannte Anstalt, die im Znhre 18:15 mit 52 Zög- lingen eröffnet wurde, zählt dercn jetzt 300, die auf der Insel Wight 320, worunter 120 von weniger als zehn Jahren. Wie dicse wird die Anstalt zu Mettray ihre Zöglinge zu allen ländlichen Beschäftigungen nacb einander anhalten, zum Acker- bau, zur Gartenzucyt, zu Arbeiten in der Küche und im Hause. Aufgenommen sollen in dieselbe nur diejeniqen jungen Verbrecher werden, Welche zwar Wegen mangelnder Einsicht für nicht schul- dig erklärt Werden, denen aber" der Richter im Interesse ihrer eigenen Zukunft eine Gefängnißstrafe glaubt zuerkennen zu müssen. Die Anstalt soll 300 Zöglinge aufnehmen können, ob- gleich man immer nur wenige auf einmal zu1ajsen wird, um den Einfluß, den die neuen Ankömmlinqe auf die schon der Zucht unterworfenen üben könnten, möglichst zu verringern. Dieselbe soll einen eigenen Arzt und einen Almolsenier erhalten, die Krankenpflege, Wäsche u. s. 10. wird von barmherzigen Schwe- stern übernommen Werden. Etwas Aehnljches wurde schon von den Ministern im Jahre 1832 „bezweckt; dicsclöen wollten näm- lich jugendliche Verbrecher in Familien auf dem Lande unter- bréngen und richteten deshalb das Umlaufsschreiben vom 3. De-

--.“...

x . , 1 ntchk germge Ertrag der Privat-Subscrivtionen gestatten, Oh"?

FMN? an die Präfekten; der Plan hatte aber keinen Erfolg, wen Niemand die jungen Sträflinge aufnehmen wollte.

. D'?" MUUizipal-Nath von Paris hat wiederum 30,000 Fr. 915 BMW für das Moléé-re-OJTonument votirt, welches am Auögang der Richelieu-Scraße errichtet werden sol1. Der Ge- Ü'mmwBUWI der verschiedenen, von der Stadt bisher votirten Fonds beläuft fich auf 71,000 Fr. Diese, und der ebenfalls

Verzug zur Ausführung des Wexks zu schreiten.

0.1 gad 101, 001"; 1,117; anivédurn b-«xi ihm er: . _ 3 werden solle, 1er) zwar noch nicht bestimmc dock) laube man : daß auf London die Wahl fallen werde. g ,

; Ja der Kommission, welche fich mit der Zuckerfyage beschäsx

Dérse verscM-xdrnen Arx'eskaU-x-nen und

„Achtung ,

„In diesem Augenblick

]

Di? UM? MUUL-Posk wird am 1. Juli in Gebrauch kommen. Das „UWNW', WU] erfahren haben, daß Frankreich, Eng- land, OeKsrrecob "!?-d Rußland bc1ch1os,1-.n hmccn, dax": alsbald eine Konferenz z1011chcn den Großmächten Europa's eröffnet bei der Oriental1schcn Frage

br1heiligten Intereffrn. Der Ort, wo di: Konferenz gehKlten

tigt, hat fich dée Majorität dafür ausgesprochen, daß eine Mo- ; dtfication der Gesekzgebung Über diexen Gegenstand zeitgemäß ? und nothwendig sey. Die verschiedenen Meinungen, Welche ßch '; für diese Modaficacion aussprachen, haben fick) denn dahin ver- , eint, eine Zoüherabseßung des Kolonialeuckers zu beantraaen. Auch hat die .Komm1sslon cinen Anhänger dieser Anschc, HFM ? Ducos, zum Berichterstatter ernannt. So bleibt jelzc nur noch 01:5 Quantum der Zollherabseßung zu bestimmen.

Gestern hatten die Fabrtkanten des inländischen Zuekers, ungefähr 100 an der Zahl, eine Audienz beim Könige, in 11111- - cher fie demselben eine Adresse überreichten. Obgleich das Ge- setz vom Juli 1837 erst zur Hälfte ausgeführt sey, heißt es darin, so wären doch von 557 Fabriken bereits 160 eingegan- _aen. Der König antwortete ihnen, da das zukünftige Loos der Kolonisten unglücklicherweise fich nur zu klar vorausjehen ließe und Gründe, welche von der Zucker-Frage unabhängig wären, schon lange die Existenz derselben bedrohten, so wäre das ein Grund mehr, gegen den einheimischen Zucker keine Zerstörungs- Maßregel u ergreifen.

Der ouverneur von Martinéqm hat durch einen Beschluß vom 15. Mai die Ausfuhr von Zucker unter jeder Flagge _und nach jedem Orte geskattet. Als" Grund wird angeführt, daß die bedrängt: Lage der Kolonisten unmittelbare Hülfe fordere. .Die Erlaubniß soll an dem Tage erlöschen, wo in Martinique die offizielle Nachricht von der Zollherabseßung des Zuckers, oder irgend einer andern günstigen Maßreqel eingehen wird.

In einem Briefe des Handels-Ménißers an die Sanitäts- 1 Behörden, wird diesen angezeigt, daß die aus Griechischen Hä- ! fen kommenden Schiffe, welche bisßer immer noch demelvcn Bestimmungen unterlagen, wie zu der Zeit, wv das Land zu der Türkei gehörte, von 1th an nur noch einer Beobachtungs- Quarantaéne unterworfen jevn solltcn. Diese wird zehn Tage an den Küsten des Atlantischen Meeres und des Kanals und zwölf Tage an denen des Mittelländischen “Meeres betragen.

Der „Sud de Marseille“ tnc-ldet, daß der Baron von * Meer, General-Capitaén von Catalonien, und der General ; Breton, Gouverneur von Barcellona, in Perpignan angekom- men scyen.

Ueber Toulon sind aus Algier vom 15. Juli folgende Nachrichten eingegangen: „Die Sendung des Obersten Detarue hatte zum Zweck, von Abdel Kader die bestimmtesken Erklärun- gen Über sein Benehmen zu fordern. Als der Oberst in Algier ankam, befand fich der C'mir mir seinen Truppen auf dem Ge- biete von Jffers. Da der bekannte „Jude Ben Durand einige Tage nachher sich in das Lager der Araber begab, so ZTaUdee man aligemein, er sey mit einer offfziellen P?ission beauftragt. Seitdem Ben Durand in die Stadt zurückgekehrt ist, g1aubt man, daß es“ zu keinem Kriege kommen Werde. Abdel Kader soll die beruhigendsren Verficherungen ertheilc haben. Nichts- destowcniger crifft der Emir die größten Vorkehrungen, und von Péedeah werden große Transporte von Lebensmitteln nach Tc- kedempr geführt. Zugleich hat der Emir einen Aufruf an alle ihm untergebcnen Stämme erlassen. Hierüber befragt, hat er geantwortet, daß er im Monat September aufs . neue nach Am Maideh zu marschiren gedenke. Ze- dcnfalls ist jetzt überall Frieden, und seit Abdel Kader bei den Zssers angekommen ist, nehmen auch die Meuchelmorde und die Diebstähle bedeutend ab. Der Emir hat in dieser Be- ziehung sehr strenge Befehle gegeben. - Am Lxen d. M. wurde das Dorf ATi Baba, dem man den Namen Clauzrlburg 099?“ ben hat, feierlich eingeweiht. Der Bischof hatte semen Groß- vikar gesendet. Die Feierlichkeit hatte mit großem Pomp statt und ging in bester Ordnung vorüber. - Wir„haben Nachkkch* ten von allen Punkten der Provinz Konüantme erhalten,“;wo ' unsere Truppen stehen. Briefen aus der Stadt selbst vom “ke"

' zufolqe, war der Gcneral-Lieutenanx Galboes rtoch mchk ?oyn Serif zurück, wv er ohne einen Schug zu thun emgczogcn “Yu; Er hat das Lager von Dschimilah in guten Verth1111T11g11ünchTasj stand 130“?er und ein Bataillon als Bekaßung darm zur 52

- D ck , ' ck den vom sen. er Kommandant von &sckaKÜk hat„ "“ - „)* V ' (* -u*tconen dre Häupter d:,r ).arschall aloe erhaltenen „MN! * Umgegend von Dsche-

Stämme und andere Notabilétäten der welche bei diesen

. . mmelc gell; zu emer Unterredung VEM" hab::n soll., Es sollen so-

' ' druck' interla __ :DexxnseYlYItFrYßen me?)“re gefiüchtete Famelten zurückge- " - kehuAYZnÉoree fsk vom 20. Apki11839 tip Be-richt des Kon)- mandanten dér äußeren Afrikanischen Sxattop “"Z'IMQM- m Welchem dieser den Ausgang der Exvedetton tm O):ee:bu:en „ron Goree meldet. Der Zweck derselben war, von den dorttgen Häuprlénqen Genugthuung für dre Plünderung mehrerer Fran- öüscher Handelsschiffer foryern. D'er Kommandant begnüqte 'Sich mit einer abschtägltchen Zahlung tm Werthe v?" 3000 F?- Das Journal du Havre meldet aus R10:Ianejro vom 21. A ril: „,Die Verivaltung, welche am 19, September

1837 zur acht gelangte, hat ihre Entlassung eingereicht. Die-