1839 / 179 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

con, der auf

“'S-(kt auch wwseben, denn er will, ohne eine weitere vor- herige Diskussion über das betreffende Prinzip zu veranlassen, uiid ohne den Antrag zu stellen, daß dem Subfidien-AusschU1se '"" Instruction in Bezug auf die Verwendung der vertan“ ten Summe ertheilt werde, da er den Fall zu einem solchen “'“ fahren nicht geeignet findet, kurzwea dem mimsterttÜM A"!“s' in diesem Ausschusse ein direktes Nein entgegxnsetzen- w“ dies gestern im Unterhaus: erklärt hat _zugletch 17ch_ das,?SM verwahrend, als ob er deshalb, im iderspkuch_ mit [WFP Votum in früheren Jahren, einer ferne_rcn Subsidien-Bewi :- gung zu Gunsten jener beiden Unterrachß-Vereme überhaupt entgegen war"e, und seine Opposition _in diesem Falle darauf be- gründenv, daß ihm kein anderes Macedübrig bleibx, sich dem ministerieaen Unterrichtsplane zu wcderseßm- ?“ M MMM“ es vermieden hätcen, denselben dem Parlamente in Gestalt einer

BMZZYzYixl-lnßber die neue Gefängniß-DiSziplin ist in der ge-

des Unterhauses zum drittcnmale verlesen wvr- FirefigeunndeiFir-tchegangen. Ein Amexidement des Herrn Pakiiig- Herwerfung dieser Bill antrug, weil se die frie- ,'densrichterlichen Behörden, welche die Ober-Aufßcht über die Gefängnisse haben, nach ihrem Gutbefinden'zur Einführung de§ Systems der einsamen Absperrung ermächtigt, wurde mit 126 gegen 21, also mit einer Majorität yon 105 Stimmen verwor- fen. Herr Pakington behaupiete, jenes System ha e sch in Amerika keinesweges so bewä rt, wie die Anhänger desselben es erwartet hätten, denn einer ein! sey die Zahl der Verbrechen ,

dadurch nicht vermindert worden, andererseits aber habe die Stfrb- '

lichkeit in dem Gefängniß zu Philadelphia, wo es in AnWen- dung, in den lehren 3 Jahren sehr zugenommen und sey auf das Doppelte der Sterblichkeit in anderen Gefängniffen gestiegen; ja, was noch schlimmer, es habenicdt bloß aufdas leibliche, sondern auch auf das geistige Wohlseyn der Gefangenen sehr traurig eingewirkt, denn während unter 318 Gefangenen in kurzer Zeit 17 gestor- ben, seyen in derselben Zeit 14 davon Wahnfinnig getvorden. Lord „John Russel] dagegen verficherte, er wisse aus guter Quelle, daß die geheime Abfperrung in Amerika im Ganzen sehr'heil- * same Folgen gehabt habe. Ein “anderes Amendement, welches

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und se Ane lassen das Er ebniß dieser öffentlichen Meinung über stb ergeben. Und eine eiuz ae Klaffe von Personen, die höchstens ein Fünftheil oder gar nur ein Siebentbeil der erwach_senen Bevölxerung dieses Landes umfaßt, sollte aller Verantwortlicdknt gxgtn die offent- liche Meinung überhoben seyn, sollte keine Kontrolle tiber nch dgben hinsichtlich des Einflusses, welchen Has; und Vorliebe auf fie auduben, ße so!": ihr ganzes Benehmen hinter den Schild des feierlichen Aktes der Wahl ihrer Repräsentanten verstecken dürfeq? [lud zugegeben, daß die Einschüchterung ein großes Uebel 111 , so da:, ryan noch gar nicht dargethan , das; das vdrgeschlagene peilunttxl diesem Uebel abbelfeu werde. Es mögen Fälle vorkommen, wo die Pächter sc!) durch die Verwalter ihrer Guisherrn dahin bringen las: sen, für diesen oder jenen Kandidaten zu ßimmcn; aber ich gladbe nicht, daß die geheime Abstimmung dies] lange Zeit verhindern Wird; es wird nicht lange verborgen bleiben können, wie die Pächterxge: stimmt haben, ob für oder gegen den ihnen anempfohlenen Kandida: ten. Der Verwalter wird zu dem Pächter qehen und ihn fragen: „Sagt mir nur einmal aufrichtig, John Smith, habt Ihr bei der letz; ten Wahl für den Whjg:Kaudidat gcstimmt?“ Und ich glaube gewiß, John Smith wird es bejahen, wenn er es gethan. Aber, sagt_ mein edrcnwertber Freund, es wäre cbcn so sch|ecdt von Jemand, ofien fur

Mitglied, gegen welches er zu üimmen versprochxn hätte, Und die geheime Abstimmung würde nnr dem Namen, nicht der Sachc nach hierin etwas ändcr-n. Ick) gebe zu, das,- es Einem allerdings schwer ankommen muß, für Jemand zu stimmen und fich dann sagen zu müssen: „Obgleich ick) fiir ]encu Mann gestimmt, so würde ici) doch feinen Gegiier vorgezogen vadcn.“ Aber so schwer idm dies an:

wie er es versprochen. So sehr ich das Eine mißbiüigc, so ums; ich doch das Andexc als ein politisches Vergehen, als einen Vorrath an dem einem Wähler avvertrauten Gute betrachten.“

Gegen die Aufforderung, daß man es wenigstens" mit der geheimen Abstimmung einmal versuchen möchte, bemerkte einer der (Gegner dieser »))?aßregel, Herr Milnes: „In der Staats- wissenschaft darf kein Versuch gemacht Werden, mit Experim-zn: ten läßt |ck hier nicht kommen, denn ein einziger falscher Schritt, und er ist nicht wieder zurückzuthun. Die geheime Abstim-

isc, die Hoffnungen des Volks nur täuschen. Sie würde

Lord Teignmouth vorschlu , wurde“ wieder zurückgenommen. Es hatte zum Zweck, die Be immung aufzuheben, daß, wenn sich ; eine gewisse Anzahl von Nonkonformisten oder Katholiken in 1 einem Gefängniß beßnde, auch Geistlichen dieser Religions-z Parteien die religiöse Belehrung und Besserung der Gesanges * nen gestattet seyn soll, während jest nur Kapläne der herr- schenden Kirche in den Gefängnissen GotteSdienst halten dür- fen. Lord Teignmouth führte an, daß ja auch den Ma-ö trosen auf den Schiffen und den auf auswärtigen Sta-I tionen dienenden Englischen Trappen die Möglichkeit benommen Z sey, fich den Religions-Unterricht nach ihren Wünschen auszu- wählen. Dagegen wurde ab'er von Herrn Fox Maule bemerk- 1ich gemacht, daß der Dienst in der Armee und Marine vom : freien Willen abhänge, so daß hier Niemand zur Entbehrung ] des seinem Glauben entsprechenden Religions-Unterricht gezwun- ; Yu Werde; die Gefangenen aber seyen durch Zwang aus der

esellschafc entfernt und der gewöhnlichen Unterrichwmittel be- raubt, es? sey also Pflicht des Staats, ihnen diese nach ihren religiösen Bedürfnissen und nach ihrem Glauben zu verschaffen, um so mehr, da es hier darum zu thun seyn müsse, Individuen, die gegen die Vorschriften der Religion gehandelt, über den Werth dieser Vorschriften u belehren und ein solcher Unter;„ richt gewiß eindringlicher eyn würde, wenn ein Jeder denselk den von einem Geistlichen seines Glaubens empfinge.

Der Antrag des Herrn Grote auf Einführung der gehei-

men Abstimmung bei den Parlaments-Wahlen wurde von die; |

sem Mitgliede zuerst im Jahre 1833, in der ersten Sesüon nach der Annahme der Reform-Bill, vorgebracht und seitdem unab- läsfi wiederholt. Schon früher tvar derselbe Antrag von Herrn O'CTnnell gestellt und sogar von Lord Althorp unieroiüßt ivor- den. Als jedoch im Jahre 1833 Herr Grote damit hervortx'at, erklärte Lord Althorp, der damals" der minißerielleFührer dcs Greyschen Kabinets im Unterhause war, daß er sich, we1ches auch seine Privat-Anfichc darüber seyn möchte, demseiben Wider- seßen müsse, weil das Greysche Kabinec stch verpflichtei habe, die Reform-Bill als eine Schlußmaßregel, daß heißt, die Par- laments-Reformen durch fie als abgeschlossen zu betrachten. Von da schreibt sich der Ausdruck Finalität oder Abgeschlos- senheit der Parlaments 4 Reform her, den später Lord John Russell wiederholte, und gegen den jetzt von de_n Radikai- Reformern so heftig angekämpst wird. Interessant ist es, die Zahlen der verschiedenen Abstimmungen über das Ballottxment seit dem Jahre 1833 mit einander zu vergleichen, um zu sehen, welche Theilnahmc die Frage in den einzelnen Sessionen gefun- ? den und welche Fortschritte sie gemacht. Es ergiebt sci) daraus

auch das eigeneZusammentreffen, daß die Majorität im vorigen - und in diesem ahre gleich viel, nämlich 117 betrug, wenngleich ! die Zahl der timmen auf beiden Seiten nicht dieselbe war. 5 Im Jahre 1833 waren 317 Mitglieder zugegen, als über diese

Frage abgestimmt wurde, und die Motion wurde mit 211 gegen

106, aiso mit einer Majorität von 105 Stimmen verworfen;

im Jahre 1835 waren 465 Mit lieder anwesend; es stimmten , 319 das: en,-1.46 dafür, Majorii t 173; im Jahre 1836 hatten ' fich nur_2 7Mit lieder eingefunden,esstimmten 139 dage en,88da-

MMM", iaxitäxö ;iMIahre1837anwesend 422,dagegen 67, dafür

155, " orjtät 112; im Jahre 1838 anwesend 413, dagegen

315, UW 198- Majorrtät "7; im Jahr? 1839 anwesend 549/ ; sem Tage unter dem Kommando des Oberst & borenen Schweizers, ankamen, zu empfangen, und am Abend, * nachdem der Königl. Commissair angekommen war, wurde die

dagegen 333, dafür 2,15 Majorität 117 Stimmen. In diesem Jahre war das Intere e für die Sache wohl besonders durch den Umstand, daß die inisker dieselbe zu einer offenen Frage erklärt hatten, etwas «ßeigert worden; daher mochten fich eine größere Auch 1 von itgliedern eingefunden haben; aus der ganz gleichge liebeanajorität aber steht man, daß die ge- eime. Abstimmung dadurch “nichts gewonnen hat, und nament- ' 71:1) ist es von Bodeuwng, daß Lord Zo n Russell fich der-selben noch eben so entschieden widersehte, wie aher. Gegxn die von eren Macanlav ...zu GYM, des Banottements beigelxrachten

rgumente._wendete oer mißtr- besonders Folgendes em: ik' iim» er und : ner reuud hat sich selbst den Ein- fMeuks-iéi'is, da Yi? gebeimkükkßimiknmg die Wähler der Kontrolle «lichen eiuung_ entziehen würde. schwerlich ,wird man _ ,„dbiee gerade als gerin faß- en “1:1,“ka wollen, weiin man. , i ukdedenki, den die öffßm : Me mingin allen unse- _u( üseiege et'éi: ausiibt. Die Pax]ackentiwädler,w11rden dadixrcd (“U, ad] anden Tage verfevt nierdin, als jobx- udiyiduum, ede * '. ., , sede B “örde, selbst die ööehße, diefes önigreichs. ie ... “,“-„*.* 2.1.1.5“...d .:::

“i net rea a ti, on _ , -- '.ki einem „da seltenen Jia: sestkeu, wo der

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kommen und sagen, wie man jetzt von der Reformbill sagt: Ihr müßt den Geist der Wahlurne in Ausführung bringen, ihr müßt uns den Geist geben, nicht die bloßen technischcn Formen. So würden wir von Krankheiten zu Kuren und von Kuren zu Krankheiten schreiten, bis am Ende alles Feste in dem ganzen Repräsentations-Sysrem erschöpft und nichts Übrig wäre, als unzubefriedigender Unmuth, der das „Kind und der Erzeuger der Umwälzungen ist.“

Der €)?arquis von Westminster gab vorgestern Ihrer Mg; xeskäc zu Ehren einen Ball, der zu den glänzendste_n gehört, dte_ man jemals hier gesehen hat. Die Königin «Wien um- eis Uhr in Begleitung des Lord Melbourne, des Grafen Uxbrthe und ihrer Hofdamen; sie eröffnete den Ball mitdem Erbgroß- erog von Sachsen-Weimar und tanzte später nur dem Grafen

ilton und dem Lord GroSvenor. ,

Die Krankheit der Lady Flora Hastings [)at an Heftigkeit etwas nachgelassen, und man hofft, sie wiederhergestellc zu Wert. Die Herzogin von Kent bar bei dieser Gelegenheit wieder einein Beweis ihrer ganz besonderen Rücksicht für dies Hof-Fräuleiy gegeben, indem sie, bloß wegen des Unwohlseyns derielden, init ihrem ganzen Hofstaate bei dem letzten Cercie der Königin nicht zugegen noai'.

Am vorigen Dienstag sind 180,000 Pfd. Sterling in ZM- tall nach Hamburg und am Tage vorher mshrere ähnliche Sen- dungen nach St. Petersburg verschifft worden. ,

Die Englischen Fonds scheinen den Einfluß der leßten “Lin- ordnungen der Englischen Bank in Bezug auf den Zins- und Diskonto Salz Mehr zu empfinden, als es an dcm erstxn Tage nach jener Bekanntmachung der Fall war. Die angeieheizstcn Börsenmänner find jedoch so vorsichtig, in dem jeßigeu ki'itiiche_n Augenblicke keine sehr bedeutende Einkäufe zu machen, so daß, obgleich der Cours wieder gssunkexi ist, doch die Schwankungen nicht so bedeutend gewesen smd, wie gestern.

Nachrichten aus Rew-Orleans zufolge, hatte man daseldsi ein Schreiben aus Mexiko vom 23. April erhalten, Wonach Santana die Maske des Patriotismus abgeworfen, die Preis- freiheit unterdrückt und mehrere Herausgeber liberaler Jour- nale habe ins Gcfängniß werfen lassen. Er soll auch den Schatz in der Hauptstadt in Beschlag genommen und den Befeshisba- bern der Truppen in den Provinzen anbefohlcn haben, slä) der Einkünfte zu bemächtigen.

Nach Briefen, die zu Liverpool angekommen sind, hahen sich die Neger in der Umgegend von Moranham in Brasilien empört; fie bemächtigten fich der Pflanzungen und bedrohten die Stadt.

Berichti ung. Jm gestrigen Artikel Großbritanien, S. 744 der Zt. Ztg., Sp. 1, Z. 34 lies: Zrländischen, statt: Römischen.

Niederlande. Venloo, 23, Juni. Beim Abzug der Belgischen Garni-

son welcher Freitag früh um 4 Uhr stattfaiid, ist die Ordnung nici),t im Geringsten gestört worden. Da die Stadt ohne Ver-

", theidigung war, so bildete sich eine Bürger-Garde. Am 22|en ». ging der Bürgermeister an der Spitze des Stadtraths zum

Maaßthor hinaus, um die Holländischen Tru pen, die an die- hoche, eines ge-

BesiJahme Venloo's durch den Bürgermeister vom Balkon des tadthauses herab proklamirt. B e 1 g i e n.

' Brüssel, 24. Zum“. Man liest im Indépendant, dem 1 Organe des Ministeriums; ,Der „Observateur“ ist mit den 1 Ausorücken, in welchen die Ratificatioy des Vertrqges durch ] die Niederländische Regierung abqefaßt ist, nicht_zufcieden. Es scheint ihm bedenklich, daß der König Wilhelm die Formel „für sich und seine Nachfolger“, die von allen _anderen Mächten ge- braucht worden, vermieden hat. „Wer weiß“, sagt xenes Blgtt, „ob dies nicht abfichtlich geschehen, ob man sich dar/rzit mehr für die Zukunft eine Hinterihür offen halten wollte. Dex „Observateur“ macht diese Betrachtun en offenbar nur, weil er nichts Besseres zu thun hat; er spri t um zu sprechen, und wir würden i n in diesem unschuldigen Vergnügen nicht stören, Wenn solche eme'ckungen nicht dazu dienten, gewisse Leute'zu béunvuhi en, die in die Sache nicht tiefer eingehen und “!",“ andere ; einung haben, als die ihres Journals. Die Ratifi- cation ist so gut und vollgaltig als es ein so1cher Akt nur seyn kiinw und die in Rede ste ende Formel ist insofern ganz übersiüsfig, als im Völkerrecht, wie im Privatrecht, Jeder, der Eine Vcrpfiichtung- übernimmt, auch seine Nachfolger bindet,

ein Mitglied „zu stimmen, w:]cdrs ihm nicht zusaate, als für ein =

kommen mag, so is es mir doch liebcr, als die Heradwürdigung, di: - darin läge, weiin Einer ve:sprächc, fiir dissen zu itimmen, und c: , stimmte dann für einen andiren, versicherte abcr, er habe so geiiimmk, :

w rd w' es m't der Re ormb'll “e t on der all . mung Ü 9- so *? ' f ' '“? sch F izoa“, heißt es in derKjdbenhavnsposk, „fährt sork- “*

die *Fcasse des Volks lassen, wie sie ist, und dann würde man .

ohne daß dies ausdrücklich bemerkt zu werden braucht. Aber abgesehen von diesem Grunde und dem anderen, eben so triftigen daß der König der Niederlande nicht bloß für sich, sondern an für sein Volk den Vertrag geschlossen, wäre die Formel für uns und unsere Nachfolger“ in der Ratification schon darum unnüh, weil sie in dem Vertrage selbst enthalten ist. In dem 25sten Artikel des Vertrages vom 19. April heißt es: In Folge der Bestiminungen des gegenwärtigen Vertra «! soll Friede und Freunddchafc besehen zwischen Sr. Maje ät dem König der Belgier einer-, und Sr. Majestät dem Könige der Niederlande, Großherzog von Luxemburg, andererseits, sowie zwischen ihren Erben und Nachfolgern, ihren respektiven Staaten und Unterrhanen.“ Nach einem solchen Artikel wäre eine Ratifica- tion, die nur aus den Worten bestände: „Wir bestätigen und ratifiziren den obigen Vertrag“, ganz ebenso gültig und bindend gewesen, als zehn Seiten von Eiben und Versicherungen. Der Observateur weiß das so gut, wie wir; wo u also Besorgnisse im Publikum erregen, die ohne Grund find

Aus Antwerpen wird berichtet, daß die Zahl der Personen- die aus Hoiiand kommen, um Belgien und unsere Eisenbahnen zu besuchen, seit einigen Tagen se r groß ist. Sie Werden liberal] von unserer Bevölkerung mit erxlichkeie und Gastfreund- schaft empfangen, wie sie selbst rühmend anerkennen; auch ver-

? sichern sie, daß viele von ihren Landsleuten, die schon lange Bel- gien zu sehen wünschten, ihnen bald nachfol en werden. - Schon

werden die wvherätigen Wirkungen des riedens immer fühl- barer. Das Vertrauen wächsk, unsere Schiffswerften beleben sich, die Hascn-Arbeiter finden wieder Beschäftigung und die Leere in unseren Niederlagen, welche auf die geringe edeutung unseres »Marktes schließen ließ, schwindet immer mehjr. Schon werden Schiffe nach Batavia aUSgerüstet; Alles nimmt eme andere Gestalt an, und der Handel, der so lgnge aus Mangxl an Vertiaiien darniederlag, nimmt einen Aufjchwung, der, ww wir hoffen, .die Tage des Wohlstandes in den Hafen von Ant- Wet'pen zurückführen wird. D ä n e m a r k. Kopenhagen, 15. Juni. „Die Frage über den Sund-

Schweden, sowohl Petitionen von Kaufleuten, als au_ch Jour- nabArtikel zu veranlassen. Die Sache theilt sich in zwei Punkte, von welchen der eine dahin zielt, bei unserer Regierung eine Veränderung der bestehenden Traktaten zu bewirken, der an-

' dete aber sich darauf beschränkt, eine gewissenhafte Er-

füllung der Traktaten zu verlangen, das soll heißen, das; man den Traktat von Christianopel vom Iahre1645 und spätere Conventionen befolge, dagegen die eine lange Zeit hinduxcb befolgten sogenannten Usancen, besonders rück- sichtlici) der Kolonialwaaren, aufhebe. Mehrere Stockholmsche Handlungshäuscr haben auch durch ihre Commissionaire in Hel- j'mgdr Notariats-Proteste niederlegen lassen, um sich das Recht der Erstattung für die vermeintlich zu viel abgesorderten Zoll- Abgaben zu reserviren. Diese Proteste hat die Sundzoll-Kam- mer in der Regel mit der Antivort angenommen: „„daß sie sich nicht darauf einlassen könne, irgend etwas darauf zu ant- woxten.““

Der Vormalige Redacteur der Kjdbenhavnéposk, err Giödwad, War wegen eines Artikels in diesem Blatte, Prinz Chriscian's Besuch in Schleswig betreffend, von Staatswegen angeklagt, aber am 27. April vom hiesigen Hof- und Stadtge- richt: völlig freigesprochen und der Staat in die Prozeßkosten verurtheilc wvrden. Iekzt hat die Dänische „Kanzlei den Befehl gegeben, daß von jenem Uctheiie an das Höchftegeriche appellirt

werden soÜe. D e u t s ck 1 a n d.

Hannover, 24. Juni. Den nachträglich von der Han- nov. Ztg. mitgetheilten Berichten über die Verhandlungen der zweiten Kammer entlehnen ivir noch Folgendes. In der Si;- zung vom 13. Juni war das nachstehende Köni [. Schreiben, die Errichtung einer Kredit; Anstalt behufs der blösungen be- treffend, verlesen wvrden: „Ernst AuFust :c. Wir beabsichti- gen, um einem längst gefühlten Bed rfnisse abzuhelfen, eine Kredit-Anstalc für Ablösungen zu errichten. Wir lassen demnach den Entwurf der Statuten einer solchen Kredit-Anskalt für Un- ser Königreich nebst seinen Gründen der getreuen allgemeinen Ständeversammlung zur reglementSmäßigen Bsrathung biene; ben zugehen, und sehen der Erklärung darüber entgegen. Zu- gleich geben Wir Unsern etreuen Ständen Unsere_Ansicht da- hin zu erkennen, daß ir - um den beabsichtigten Zweck möglichst vollständig zu erreichen und die Ablösungen zu beför- dern - es für wünschenswerth erachten, in Ansehung der nach Maßgabe des EntWUrfs der Statuten hier in Frage kommenden gutßherrlichen Rechte auch den Gutsherren ein Rechzt, die Ab- lösung zu verlangen, einzuräumen, und wollen Wir hierübdr die weitern Anträge Unserer getreuen Stände erwarten. Wir verbleiben xc.“ - In der Sitzung vom 20. Juni kam der BZ- schluß erster Kammer in Beziehung auf jened Königl. Schrei- ben zur Berathung. Erste Kammer hatte em Erwiederungs- Schreiben an das Kdni liche Kabinet des Inhalts be chlossen: „daß Stände für die orlegun des Entwurfs der tatuten einer Kredit-Anstalt behufs der blösungen, durch weiche einem sehr fühlbaren Bedürfnisse abgeholfen werden wüide“ inen ehr- erbietigen Dank bezeugen, und den Entwurf bet näch er Wie- dcrversammlung sofort in Berathung nehmen werden, da solches ür dies'mai nicht thunlich gewesen; daß Stände aber m Bezie- Lung auf die im Königl. Schreiben zur Erwägung gestellte FraYe, ob nicht auch dem Berechtigten ein ProvocateonSrecht einzur u- men, keinen Anstand nehmen, sofort dahin sich auszusprechen, daß eine Abändermng der Ablösungsgeseße, möchte „[ie in der beregten Hinsicht auch als der Gerechtigkeit_ entsnyOMd “ck darstellen, doch Weder für nothwendig noch Yk wünschenkwerth erachten Nach Verlesung dieses in erster Hammer ?knsUMMig gefaßten Beschlusses trug ein Mitglied auf dessen nnahme an, indem es dafür hielt, daß zivar der ZWkschénsah „Möchte _. „_ .. sjch darskeuen“ ihm nicht zusage, und in sofern darin ein bestimmter Ausspruch dahin, daß dieiAblösungSordnun-g m der fraglichen. Beziehung eine Ungerechtigkeit enthalte, liegen sollte, die Ablehnung des ganzen Beschlysses seiner _Ueberzeu- gung nach erforderlich sey, daß aber em solcher bestimmter Ausdruck darin nicht zu finden, sondern nur eine Fra e aufge- worfen werde, wegen deren den ganzen übri ens_ vo kommxn angemessenen Beschluß abzulehnen, für ztveite ammer ni tse- rathen erscheinen könne. Der Antrag fand ““im erheb ichen Widerspruch, indem auch diejenigen Mitglieder, welche dgfüyhiel- ten, daß, wenn von erster Entwerffun'g der Ablösungxoxdnung jelzt die Rede wäre, für die Gegen eitigkeiide's“ Pro ocatioäs- rechts aus dem GefichtSpunkie der Gerechtigkeit schi ie!“ I sagen lasse, doch sämmtlich der entschiedenen An __ c,.wsrm d von einer solchen Abänderung der einmal be e enden Hit 6 Jahren in Wirksamkeit getretenen Gesc e dernia xn nicht- die Red? werde seyn dürfen. Nachdem ein * edenken geßen “die fo-

den eschluß erster Kammer beseitigt worden war, wurde dem Beschlusse erster Kammer mit an Stimmeneinhelligkejt gränzen- der Majorität beigetreten, und kam das desfallfige Schreiben an das Königl. Kabinet noch ZU" Verlesung.

Karlsruhe, 24. Juni. ( .Z.) Ständeverhandlun en zw'eite Kammek- Unter andern Petitionen wird die des er- eins zur Verbessex'ung der bürgerlichen Verhältnisse der Juden, die geseßliche Gletchstenupg der Staatsbürger israelitischer Re- ligion mit denen der Hrtftlkchen betreffend, vorgelegt. An der Ta esordnung war die Motion des Abgeordneten v. Rotteck aiif“q Wiederherstellung einigen RechtSzuskandes in der Preßsache. Herr von Roteeck erklärx, er h.abe nur die Abficht, zu unter; suchen, welche Mittel die Badische Verfassung gewähre, um die Presse vor allzu drückender Beschränkung zu schützen. Er schildert das Verfahren der Regierung bei Modifizirung des Preßgeseßes im_Iahre 1833 als ungültig, weil es ein ein- seitiges, ohne Mitwirkung der Stände getyesen sey und Weiter gehe, als der Bundesbeschluß vom 5_. Juni 1832, der jene Mo- difizirung des Preßgeseßes veranlaßt habe. Nicht qegen den Bundesbeschluß- sondern gegen die Anordnungen der Regierung muse er kämpfen. Einheimische Angelegenheiken sollten auf keinen Fall der Censur unterworfen, oder die Censur in dieser Beziehung doch milde gehandhabt Werden. Der Redner kriti- firc die Bundesbeschlüs'se Wegen der Censurlücken und wegen der Aufnahme von Berichten über landständische Verhandlungen in fremde Zeitungen. Er führt einzelne, ihn und den Abgeordneten Welcker betreffende Fälle von Verskümmelungen durch die Cen- sur an und behaupiet, daß hiernach die Steuung eines Abgeord- neten eine unwürdige sey. In Württemberg habe der Minister der auswärtigen Angelegenheiten eben erst mildere Handhabung der Censur zugesichert, und er hoffe, daß man in Baden dieses Beispiel nachahmen werde. Die früheren Protestationen und

Bitten könne die Kammer nicht wiederholen, ohne sich lächer- .

lich zu machen. Es sey daher ein ernster Schritt zu thun, eine BeschWerde zu erheben, aber nicht gegen den gegenwärtigen, durch Humanität und Freisinnigkeit ausgezeichneten Präsidenten des Ministeriums des Innern, der das nicht verschuldet habe, was früher vorgefallen sey, sondern gegen die von der Regie- rung an den Tag gé'iegte Nichtachcung der Beschlüsse und Bit- ten der Kammer. Eine hierauf gerichtete Adresse werde eine

von diesem Antrag auch dadurch nicht abschrecken lassen, daß die Adresse die Zustimmung der ersten Kammer haben müsse, da sern Antrag geWiß in der Kammer der Abgeordneten al1ge- meine Billigung erhalten werde. Der Abgeordnete von Ziz- stein unterstüht die Motion und beantragt ihre Verweisung in die Abtheilungen und den VorauSdruck. Nachdem noch meh- rere Reduit“ dafür gesprochen, wird der erste Theil dieses An- ZYX; Fnstimmig, der Vorauödruck mit allen gegen eine Stimme

e o en.

Darmstadt, 25. Juni. Das heutige Regierungsblatt enthält eine Verordnung, durch Welche die unterm 25. Novem- 1834 gegen die Handwerker-Vereine, die damals in der SchWeiz bestanden, erlassenen Maßregeln, als in Folge stattgefundener wesentlicher Veränderung der Verhältnisse nicht mehr nothwen- dig, .gKixfskkhoLbZn Zverden.

te , - 11111. ( an n. Z.) Nachri ten aus Rends- burg szOlZS- de_fmden ZW Se. ONajestät,challen Strapazen während der „großen Hilze um Trotz, im besten Wohlseyn. «zn Erwartuyg eines höhen esuches ist das Liniéananöver, Welck??? tn der Ordnung gestern stattfinden sollte, bis morgen Len stel" ausgeseßt. ?[m 26sten Werden Se. Majestät Rends- Surg xeroxssen und S_tci) zum Besuche Ihrer Durchlauchtigen IZFegebl-exébetdier ijt-"mtßeosfizilquxiane 'zu Hessen “LFU“, nach

,

WWK ? Kiel Ziöntreffen Werd??? chstdiese1ben am sien d. M.

_ 9 urg,“ „Zuni. (Fränk. Merk. Geskern brach ein mchk zu beschrethendes Unglück über unsere)Nachbars1adt Reu- ÜSadt “" dZHthde aus.. Fast die ganze Stadt wurde in wenig

runden er einem heftigen Südwestwind ein Raub der Flam- men. Alle Häuser um den Markt herum, Kirche, Rathhaus, das Kammer-Amt, die Post, die Wohnungen der angesehensten Handlungshäuser smd abgebrannt, Über 200 Häuser liegen in der Asche, das grOße neue Schulgebäude wurde nur durch außer- ordentlich? A"sirengung gerettet.

Detmold,.25, Juni. (HWnov. Z.) Se. Köni [. Ho- heit der Kkonpkmz von Preußen haben am 23sten d. * ?., zu- nächst vdn kamdnt und Hannover kommend, die merkwürdigen Exterskeme abermals besucht, und ist daselbst von dem regieren- den Fürsten zu Lippe, dem Erbprinzen, dem Prinzen Woldemar zur Lippe, """ dem, Präsidenten Eschenburg empfangen worden. Se. KöUlgl- Hoheit nahmen dort ein von der Fürstlichen Hof- haltung viranftaltetis Dejeuner ein, und verweilten gegen drei Stundßn m „den rei enden Umgebungen der Exterskeine.

Die Biitldäge ür das Herrmann's-Denkmal fließen fort- während re“ck tch aus allen Theilen des Deutschen Vaterlandes. Auch außerhalb den Gkänzen desselben findet diese große Natio- nai-Angelegenhett Akklang- Unsere Deutschen Brüder jenseits des Weltmeeres haben mehr zurückbleiben wollen, und gewiß darf man annehmen, daß lbre reichlichen Beiträge aus reinem, wahrhaft vaterländischem Interesse hervorgegangen smd. Bis jeßksltxd “Us Baltimore durch den Konsul RohdeWald 20 Stück LoUlW N', UNd aus Havana und Matanzao 265 Master 4 Rea- l?" durch den “KMM H“ W(Wen in Havanna eingegangen.

Oesterreich.

Wien, 24. Juni. (W, Z.) D“ dem Deutschen Dichter des „Colomhoe-e/ Jr,.“ddtieGYZY/FZYW

ihk“ großen Sohnes“ Ein eigenes Dank reiben dekretirte at nun dem Herrn „LUÖW'I Angust Franklsckzinen neuen Béwheis anerkenninder Erinnerung gegeben, in dem fie ihm ein pracht- voll verziertes „Exemplar des „Codex Colombo“ als Geschenk übersa-ndte. Dieses Werk, welches auf Kosten der Stadt und nicht un Buchhandel erschtxn, enthält den Abdruck aller Briefe Welche Coldmbo mit'Spantens_Souverainen wechselte sein Tex stammt, sem Facßmile, Portrait, Wa peii und Monuinent wel- ck)?6 die St noria Zu Genua ziert- ine gelehrte Abhandlun über Colom o's Ge urtöort und die Geschichte der Schicksale de? ::Fbéäxxtgeéi ikt'mlbriefe und Dokkimente, Welche die Stadt als r . . ausgestattete Weerkjeesi:1 „verwahrt, eiten das mit wahrer Pracht

M S p a n i e n.

adrid, 17. „Juni. Die Regierun at

Ober-Befe lshaber der Central-Armee, IFOYuerZZsAQsZ-„ZUDIZ

Francisco arvaez, den “General-Capitain von Mädeid u er-

seßen. Der mißliche Gesundheits-Zuftand des Getierals, ogue-

ras gestattet diesem nicht, die ge enüber einem [so unermüdlichen egner, wie Cabrera, unouzäßli e Thätigkeit zu entfalten.

sortiß Erledigung der Sache durch einmalige Abstimmung über

Der Baron “" MMI bisheriger General - a itai von Cataloinen, gedenkt sich_nach Belgien urück „&th Ernselbsk Latte m der “Xen Zeit xu wiederho1ten e*)Fialen seine Entlas- un verlanégtx rsk kürzlich haite einer seiner Adjutanten wie- wo [ verge lich, von der Regierung die Zusendung von,Ver- skärkungen gefordert, um die Angriffe des Grafen diEspaäa zu, rückweisen zu können.

Der Belgische Gesandte am hiestgen Hofe, Herr Lalaing ist wieder hier eingetroffen.

Türkei.

Während die über Triest aus dem Orient angekommenen Nachrichten (s. das vorgesirige Blatt der St. Ztg.) den Krieg neuerdings als unvermeidlich und als bereits begonnen dar; stellen, ist das_neueste Journal d e Smyrne wieder voll Hoff- nungen für die Erhaltung des Friedens. Konstgncindpel“,„ heißt es in demselben, „stimmen alle darin überein, die „Kriegsfrage so dar ustellen, daß sie täglich neue Chanxen gewinnt, baldigst ohne lutvergießen erledigt zu wer- deii, indem der Grdßherr fest entschlossen scheint, die Feindselig- keiten nicht zu “beginnen. „Bringt man nun diesen Entschluß mrt demjenigen in Verbindung, den Ibrahim Pascha genommen

ernie Erklärung erichter hat, Worin er mit Bestimmtheit aus- spricht, “daß er ich des Angriffs enthalten Wolle, und sich nur vertheidigen werde, _falls er angegriffen werden sollte, so darf man noch hoffen, daß, ungeachtet des weir vorgerückten Stan-

dürfce. Was uns" betrifft, so bleiben wir inzwischen der Anficht,

Truppen 311 entwaffnen, der Krieg immer in Aussicht bleiben, und der Friede stets gefährdet seyn wird. Diese Ansicht scheint uns um so begründeter, als Mehmed Ali eben erst in einer Art von Manifest gewisse bereits bekannte Prätenfionen von Neuem zu erkeimen gegeben hat, Prätenfionen, die wir, wegen ihrer Uebertreeberzheic durchaus nicht können gelten lassen.“

Von einer Erkrankung des Sultans meldet das Journal de Sniyrne, Welches Nachrichten aus der Hauptstadt bis zum i.“". Zum enthält, durchaus nichts. Vielmehr wird gesagt, daß _Z'dte Ueberfiedelung des Gkoßherrn von seiner Winrer-Residenz

große moralische Kraft der Abmehr haben und er Werde sick) .? nach dem Palaste Beylerbey mit allem bei dieser Gelegenheit

Üblichen großen Ceremoniell und unter dem Donner der Kano- nen geschehen sey. Es heißt, daß der Palast von Beschiktasck), den der Sultan eben verlassen hat, niedergerissen werden soll, um nach einem großartigeren Plane neu erbaut zu werden. Briesen aus Tabris vom 20. Mai zufolge, welche in Konstantinopel und Smyrna über Trapezunt eingegangen sind,

ivieder bkegonnen Werden. Der Schah hatte die Absicht, in Suitanteh, zwischen Tabris und Teheran, ein großes Laaer zu errichten, doch war man über den eigentiichen Zweak dessel- ben noch nicht ganz im Klaren. Man wußte bloß, daß die da- selbst vxrsammelren Truppen von dem Prin en Karam Mirsa, ehxmaligemGouveineur von Tabris, befehxigt werdcn sol1ten. Die Nachricht, da[; sich die Eim'oohner von Buschir (im Per- sischen Meerbusen) gegen die dort vor einigen Monaten ausge- schifften Engländer empörten, wird bestätigt. Es sollen bei die- ser Gelegenheit von beiden Seiten Mehrere getddtet und eine große Anzahl verwundet worden seyn.

Griechenland.

Athen, 1. Juni. (Journal deSmyrne.) Dem Kom- modore Kanaris, Befehlshaber des Griechischen Geschwaders im Aegeischen Meere, ist es endlich gelungen, Wei von den Seeräubern, die in den Gewässern am Berge thos' ihr We- sen trieben, nebst ihren Fahrzeugen in seine Gewalt zu bekom- men und dadurch der Seeräuberei in jener Gegend ein Ende zu machen. Er überfiel nämlich am 7. Mai auf der Insel Pi- peri den Seeräuber-Häuptling Nasca und zwei seiner Gefähr- ten in dem Augenblick, als sie beschäftigt Waren, die in einem früheren Gefechte mit den Soldaten des Kommodore erhalte- ncen Wunden zu verbinden. Ihr Fahrzeug fand man hinter einem Felsen vor Anker liegend, Wo es nicht leicht zu entdecken

Nordkap derselben Insel ein anderes Piratenschiff, als es eben an einer: Bucht den Anker auswarf und die Mannschaft ans Land ging, um einige vortheilhafte Positionen zu besekzen. Der Kommodore Kanaris sZLzelte sogleich dorthin, griff die Seeräu- ber zu Lande und zu asser an und es gelang ihm, fich ihres Schiffes und der darauf befindlichen Mannschaft zu bemächti- gen. Unter der lehteren waren zwei Anführer, Georg Macri und Johann Kamarula. Nur zWei Personen gelang es, sich

“verhaftet seyn, da ein starkes Detaschement zur Verfolgung der- selben auf der Insel urückgelafsen wurde. Am 12ten durch- suchte Kanaris jeden er vermuthere, daß etwa zehn Seeräuber sich dort versteckt hät-

tex dem Schulze eines plößlich eingetretenen dichten Rebels in die Wälder zurück; doch warden vier zu den Seeräubern ge- hörende Matrosen ergriffen und sechs Gefangene aus der Ge- w_alt der.Räuber „befreit. Man erfuhr von diesen Letzteren, daß die Anfiihrer Triandafili Thanßakli und Apostoli Kanalioti, Welchedte Bande befehligten, auf der Flucht verwundet wor- den seyen. Der Kommodore Kanaris befahl hierau den Mön- chen des Berges Athos, sich zu bewaLnen und die äuber auf- ?usuchen. Er selbst setzte sodann die erfolgung der Flüchtlinge „ort, und Alles läßt hoffen, daß die Ueberreste der Banden, die in jenen Gewässern Schrecken verbreiteten, in seine Hände ge- fallen sind. Das Benehmen des Kommodore Kanaris bei die- ser Gelegenheit ist über alles Lob erhaben.

Aegypten.

Alexandrien, 27. Mai. Journ. deSmyrne.) Man erfährt, daß Mehmed Ali sein eschwader at in Stand setzen lassen, das Meer zu halten und daß er im eheimen alle Vor- kehrungen getroffen, dasselbe heute auSlaufen zu lassen. Er selbst wollte sich auf dem Schiffe Nr. 6. einschiffen, um fich nach Syrien zu begeben und persönlich sich von der Wendung zu unterrichten,_welche die Angelegenheiten an den Ufern des Eu- phrat nehmen werden. Die ZatZe Flotte, welche aus 10 Li- nienschiffen, 5--Fregatten und ampfböten besteht, sollte ihn Fäletkiene ck1an Lan? inaYüIZZkhdosF lsegelné wco, wie man im Pa-

, e r : otte erets an eko men en sou obald die Konsuln hiervon Nachricht erh, elm? sy

" s aben sie slch zum Vice-König und suchtenihn von seinem ÖvFZab-n abzubringen; auch gelanYOes ihnen, denselben, sey es durch

Ueberredung oder durch rohungen, zu betvegen , eine Reise

aufzuschieben, doch erklärte er zugleich, daß in dem namik“!-

zu haben scheint, welcher seinerseits an die fremden Konsuln *

des der Dinge, der Friede in diesen Gegenden erhalten Werden

daß, so lange man den Pascha von Aegypten nicht zwingt,seine *

soll die Belagerung von Herat durch die Perser nächstens ;

' sämmtlich am

war. Am folgenden Tage bemerkte der Kommodore bei dem . , , -. . . * telung des Siegers soll hier durch Division des Feinheits-Gra-

zu retten indeß dürften te in die em Au enblick an 6 “ts ! s s g ck ere: ; Bullen zuerkannt. 3) Wurden mehrere von den nicht zur Kon-

: kurrenz ZM lYZrefise, sondern nißr l)zur cFel)? gesißlltefn Thieren inkel der e am Ber e At s w -[ ; ausgezei net e unden und zu o en reien ver au t; so eine | g ho U , gemästete Färse für 112 Rthlr. und ein fünf Wochen altes Kalb

ten. Es gelang ihm auch, sich ihres Schiffes zu bemächtigen. für 20 Friedrd'or.

Die Räuber, von den Marine-Soldaten verfolgt, zogen sich un; ? IVeränderungen in der Bevölkerung des preußischen

Wo er e ahre, daß die Türkische Flotte die Darda", sev und ck der Syrischm Kask- nähero, nichts mehr QMSÜMF: seyn werde ihn zurückxu alten.

Das Äbsenden von ruppen und Munition zu Lande und Ju Wasser wird fortwährend mit einer wunderbaren Thätigkeit etrieben. Die wenigen Lastrräger, welche die Pest verschonee und sämmtliche großen und kleinen Hafen-Fahrzeuge werdet,: seit einigen Tagen dazu derivendet, Lebensmittel und Muniton aller Art am Bord der Kriegsschiffe zu bringen.

Syrien.

Aleppo, 21. Mai. (Journ. de Smyrne.) Die ganze Aegyptische Armee befindet sch jeßt hier, wo Ibrahim Pascha

. sein Hauptquartier aufgeschlagen YF, und es scheint nicht, daß er r

“: die Stadt . ' „Unsere Briefe aus ck verlassen werde Dee

kische Armee ihrerseits hat “"" BWegung gemacht und ihre Stellung am Euphrat ist durchaus nicht feindselig. Es hat kein Gefecht, kein Schar; "UW,“ stqttgefunven, und alle sowvhl in Syrien, als in Aegyp- ten *" dkeser Beziehung verbreiteten Gerüchte smd durchaus un- gegrdndct. Man glaubt hier allgemein, daß Ibrahim Pascha, slch m Mehmed Alls Befehl, die Feindseligkeiten nicht zu be.- ; Z"")M- WWW" zu erwarten, bis man ihn angreife, Wenigstens WMO“ fügkn- dabei aber im Geheimen Alles anwenden "“We/. um ,einen Angriff hervorzurufen. Uebrigens erwartet ZUM hlek„m*k großer Ungeduld das Resultat des ersten Gefechts “Md WÜNM- daß es günstig für den Sultan ausfallen möge.

Inland.

Berlin, 29. Juni. Die Amtsbl t x , stehendes: & ä ter enthalten Nach , „Auf die zrage, in wiefern den in c'olae de 5- t 11 von Eisenbahnen nach €*. 14 des Gescyes vcmFZ. NoveßbßizniijF Fir. 35 der Gesxvsammlunq- Von der Ge éllschait herzusteücndeu neuen Com- municattdns: und Feldwegen Und dem dazu verwendeten Grund und Boden die Grundüeuerfreibeit zustehe, ist döbern Orts Fo!gendes be: stimmt 1129113811: 1) Die Befreiung von der Grundsteuer soll dem zur Anlage onentlicher Weqe, deren Gebrauch Jedermann freisteht, vcr- wsxrdeien Grund und Boden ugesianden wcrden. Dabingeqen folien 2),Pr1va,t:Wegc, Tris'ten uud ußsieige, welche nur für getmsse Grund- Etgcnibbtyer oder für gewisse oder sämmtliche Interessenten einer Gemeinheit bcfiimmt sind, mögen sie einzelnen Ginndbefiizern zustän- dig oder das Eigenthum und der Gebrauch derselben mehreren "Kn- teressenten voibcdalt'en seyn, der Beseuerung unterliegen; 3) [eiiien die Grimd-Eigenthümer, über deren Grundßücke ein Weg aevi, und diejenigen Nqchbarn, welchen derselbe um Gebrauch dient, a:.if das Prwat:Eigcntbum und die Ausschileßung Anderer von dem frxicn Gedxanch derselben Verzicht, so sollen, vorausge: setzt, dai; wegen kiiuftiger Unterhaltung eines solchen Weges von der betreffenden Geßmxmde kein Einspruch erhoben wird, wegen dessen An- erkennung als offentlicdcheg keine Schwierigkeiten erhoben werden; = 4) Bei einem cheffei darüber, in wiefern em Weg in polizeiliobcm Interesse als öffentlicher Weg zu behandeln sey, en1sche1det der Land; rat!) unt Vorbehalt des Rekurses an die geordneten höheren Instan- zin. » Hieruch kann auch dem zur Herßelluua der durch die Ein: richiung der Eisenbahn nothwendig gewordenen Trift: und Fabrwege, Seitens der Gesellschaft längs der Bahn acquirirten Terrain, welches nur den neuen Communications-Wegeu bedürftig gewordenen Grund- befißern zur Benutzung überlaffen ist, und fick) im Eigentbum der Ge- sellschaft befindet, die Grundßeuerfreibeit erst dann Tugeßanden wer- den, wenn die 5111) 3 gedachten Modißcationeu bei essen Befiß und Bcnußung eingetreten sind.“ Stettin, 28. Juni. Mit der Tbierschau am 14ten

d. M. warxn folgende Konkurrenzen verbunden: ]) Konkurrenz de-r Zuchtwrdder. Um die zum Ankauf der preiswürdigsien Zucht- wwder vo_m Vereine ausgesetzten durch Subscriptionen ebil- deten Preise von 250 Rthlr. für den besten Krempelwoll- ock,

, und 150 Rthlr. für den besten Kammon-Bock konkurrirten ' im Ganzen 12 Böcke und WM 7 um den ersten und 5 um

den zweiten Preis. Es wurden für diese Preise die zWei Böcke,

1 welche von den ernannten Richtern als die vorzüglichsten erkannt * worden, dem Vereine überlassen, und der durch die Subsriptio- * nen zusammen ebrachte FondsUeberschuß zum Ankauf noch eines

chau gestellten Bockes verwmdet, welche dann 15ten Vormittags unter die Subskribencen verloosk worden smd. Zur Konkurrenz um den Staats-Preis von 100 Rthlr. , waren 5 Böcke gestellt worden. Die Ermit.

dritten zur

des in das Wollgewicht geschehen. Das Resultat steht, da die Ermittelungen einige Zeit erfordern, noch nicht fest und wird später bekannt gemacht Werden. 2) Bei der Konkurrenz um

' die für Pferde und Rindvieh, im Besitz bäuerlicher und an-

derer kleiner Grundbefißer, vom Verein aus eseßten Preise,

wurden Prämien von 30 Rthlr. für die beste IJtherskute, von , 25 Rthlr. für das beste zWeijährige Fohlen, von 20 Rthlr. für das beste einjährige Fohlen und 25 Rthlr. für den besten Zucht-

Staats während des Kalenderjahres 1838. Erster Artikel.

Es ist bereits in Nummer 192 der Allg. Pr. St. Ztg- vom 13. Juli 1838 angezeigt worden, daß die zu Ende des Jahres 1837 vollzogne Zählung der Einwohner sämmtlcchidacht Provinzen des preußischen Staats mit Einschluß des Militärs ergeben habe

eine Einwohnerzahl von .............. 14,098,125 dazu wurden nun im Laufe des „Kalenderjahres 1838

geboren ........... 566,339

dagegen starben ...... 392,934

es verblieb also ein Zuwachs von .........

wornach ohne Rücksicht auf die durch Ein- und Auswandern entstandene Veränderun Zn Zahl der Einwohner zu Ende des Jahres] 3 stk; erz 14 271530 höht haben würde auf ........ f. . - * - * |, !) xk m inen nd hiernach au underuau n m- Wohnéixxit't,1 FLY: zie; Anfatßge des Jahres183L vorhanden waren, im Laufe desselben 4017 geboren worden . . . ,. ............. . . gestorben ..................... . . 2787

also Ueberschuß geblieben . . . 1230

173,405

Die Zahl der Gebornen betrug demnach etwa; über 4, der Te- storbnen etwas aber 23/4 Prozent der Lebenden, und der Zu; ' wachs durch den Ueberschuß „der Gebornen folglich abe [L* auf Hundert: oder es wurde auf beinaheA's Lédxnde ins ' Foren, es starb Eins _auf beinahe 36 Lebende" . '“ d 1180 Einwohnern trat Ein neuer hinzu. Diese 3a kn :“ Mea