1839 / 189 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

schluß egeben und ihr also tvenig u thun übrig geiasscn- Ihk“? Verantgworilichkejt wird desio gxbßeY, wenn se kes" günstiges Resulmc herbeizuführen Weiß.“ . . Die „Revue des deux Mondes“ enthält an dem politischen Artikel ihrer neuesten Nummer einige bei der bekanntemStel- lung dieses Blattes zum Ministerium sehr beachtendwerehc, wiewvhl in manchen Punkten etwas. übertctcbcne AFLUHSUMZM Über die Orientalischen Wirren. Ste behaUptet, anland _scy es vorzüglich qenzese", tvelches dcn Sultan zum Kriege gereizt, wie nian aus “einem Theil der _W" dcm SWM IWM.Mch"]W Ali exhobencn Beschwerden erjehen kdnn. Es heißt ig deniel: ben, der Pascha habe fick) erlaubt, emem Cngjltscdxn Unppen- Corps, welches sch m Syez nach Bombay „einschiffen wollte, den Durch3ug durch seine Staaten zu verweigert); auch suche er die Engländer an der Eroberimg Adenzz zu hindern. Dic- son Kurland der Dinge könne die Oßmamsche Regternng nich,; 11171ng ertragen, und darin:: erklärt fie den Pascha für einen Hochvcrkäcbcr. „Da dieye Beschwerden ganz Englisch sind“, sagt die Revue, „so find sie offenbar von England ein- gkgeben, und wenn es wahr ist , wie andere Briefe aps Konstantinopel melden, daß sick) Lord Ponsonby be- sonders“ bemühe, den Sultan gegen den Vice-Kdnig aufzuhelzen, so läßt sich die Englische Politik ziemlich ficher durchschaurn. Eng- landhat schon längst einen näheren Weg nach Ostindien über Aegyp- ten gesucht. Der Handels-Vertrag vom 16. April 1838, den es mit dem Sultan abschloß, ist aus der feindlichen Gefinnung hervorgegangen, die England gegen Mehmed Ali hegt, seitdem derselbe fick) Weigerte, einen Theil seiner Staaten im Interesse Englands von einer Eisenbahn durchschneiden zu lassen. Die Einnahme Aden's ist ein neuer Beleg für die Pläne der Briti- schen Regierung; sie hat 300 Stück Artillerie an diesen Ort ge- schickt, und ihre Absicht ist, ein Orientalisches Gibraltar daraus zu machen. Die Lage der Stadt Aden im Süden Yemens ist diesem Plan äußerst günstig, und man begreift nicht, wie die Pforte so verblendet seyn kann, in dieser Sache Partei füt" Eng- land zu ne men. Auch die Ankunft der Engländer in Sind chcist, da die Englische Regierung den Plan hat, im Orient eine mächtige und üarke Stellung einzunehmen, die sie in Stand sexzc, entscheidend in die dortigenVerhältnisse einzugreifen. Der Plan Englands cxistirtschon seit zweiIahren, und einigefremde Regierun- qen haben schon auf indirektem Wege Kenntniß davon bekommen. Dieser Plan besteht offenbar darin, daß fich England, sobald Rußland in Folge des Traktats von Chunkiar JSkeiessi der Türkei zu Hülfe kommt, Aegyptens bemächtigt, und auch über Griechenland, mit dem es gerade gebrochen hat, seine Herrschaft ausdehnt. Diese doppelte Steüung würde dann durch “210411, Sind, Labor und Ostindien gesichert und befestigt werden. Wenn Fraxxkreick) daqegen aufträte, so würde man auf Algier hinwei- sen und den Theil Afrika's, den es sich zugeeignet hat. Jeden- falis riskirt England Nichts, wenn es die Türkei zum Kriege ausreizt; siegt der Sultan über den Pascha, so wäre der Weg durch Aegypten für England offen, und das einigermaßen wie- derhcrgesteüce Europäische Gleichgewicht würde Engiand erlau- ben, ruhig zuzusehen und die Ereignisse mit Geduld abzuwar- ten. Jm entgegengesetzeen Fall würde England gedeckt seyn, und könnte dann mit Vortheil Rußland im Orient bekämpfen. Inzwischen kommt das Manifest der Pforte wohl zur rechten Zeit, um zu zeigen, das; das System, Welches die Kommission der Kammcié der Regierung durch Herrn Jouffroy vorgeschla- gen hat, nicht ausführbar." isi.

Der Prozeß der Legitimisken zu Avignon ist am 20. Zum"

mch dreitägigen Debatten entschieden worden. chiund dreißig Personen, von denen Salvador und Renoard dcn angesehensten Familien angehören, saßen auf der Bank der Unqekfagteu. Die Übrigen sind aus den niederen Volköklassen. Unter den Be- wcißftücken bemerkte man Flinten, Karabiner, Patronen, weiße und grüne Kokarden. Der Zudrang des Publikums War“ sehr bedeutend, denn wenn auch verbotene Zusammenkünfte häufig _aenug vox Gericht kommen, so erregte es doch ein besonderes Intereffe, jveil dieSmal die legitimiskiscbe Partei betieiligt War, die im Süden noch immer einen vorherrschenden (inftuß Übt, wenn ihre Ueberspanntheit fich auch immer mehr vermindert. Nachdem ungefähr zwanzig Zeugen verhört worden Waren, ver- zichteten sowohl der Königliche Prokurator, wie die Angeklag- ten auf die Vernehmung einer noch größeren Anzahl. Nack) anderthalbstündéger Beratbung verurtheilte das Gerichcsäman11chc Angeklagte; die Haupttheilnehmer zu 2-3 Monaten Gesäng- niß und Geldstrafen, deren Maximum 300 Fr. nicht Übersteigt. Ein Korrespondent der Gazette des Tribunaux bemerkt dazu: „Hoffentlich wird dies Ureheil unbesonnenen jungen Leuten und ehrlichen Arbeitern, Welche sich vom adelichen Ehr- geize verleiten lassen, zur Warnung dienen. Lange genug ist der Süden im Namen einer großen Sache zum Vortheil eini- ger Menschen ausgebeutet worden. Diese Komödie muß ein- mal ein Ende haben. Das Volk muß endlich erfahren, Was seine Würde fordert. 1815 und 1830 haben ihm eine histo- rische Lehre gegebxn. Zeßt muß das Vaterland sein politischer Glaube, und die Arbeit seine Religion seyn.“

Es hat sich das Gerücht verbreitet, daß Doi), einer der entfiohenm Maj-Angeklagten zu Nantes, Wo er fich unter einem falschen Namen aufhieit, arretirt worden sey.

Der rozeß der ersten Abtheilung der OJLai-Angektagten wird wahr che1nlich am nächsten Dienstage oder Mittwoch been- det Werden.

In den ministerieüen Salons wird, wie ein hiesiges Blatt meldet, der Ernennung des Marquis von Dalmatien zum Ge- sandten in „Konstantinopel lebhaft widersprochen.

Im Gan en haben sich 37 Deputirte einschreiben laffen, um über die uckersFrage zu sprechen.

Zu Toulouse hat sich unter dem Namen „Zochey Klubb“ ein Verein für Pferdezucht und Pferdedressur gebildet.

Großbritanien und Irland.

London, 3. Juli. Nachdem das Parlament bereits fünf Monate, nämliij seit dem 5. Februar, versammelt ist und die Prorogixung desselben nahe bevorxuftehen scheint, wird ein kur- zer Ueberblick über die in dieser Zeit von dem Ministerium ein- gebrachten und durchgeführten oder wiederadfgegebenen Maßre- gekn nicht ohne Interesse seyn. Im Monat Februar brachten die Minesse zwölf Bills ein, von denen fünf im Unterhause ang-enommen wurden, aber von den beiden einzigen , die einige Wichtth haben , die Gefängniß-Biü und die Bill über den Güm- nkerott in Schottland, welehe beide vor kurzem an das Oberhaus, gelangt sind, war die erstere eine Maßre el der leßtm,

qu, vie xwem oineMaßregelderlxßtm drei Ges onen. Sechs

Vi 11 von den szf ngm noch dem U'ncerhause vor, eine davon ist ._„ ;; Hohn ?leoZben, ka? man dem [M'stMde zuschreibt, daß sie mit

, , u m at gen rt Werden m en.

uit Bil m Geueral- Prokuratoro, wurde _! . .

die“ rsündistbe Mu ßpal-Bils, die am 28. Juni zum ersten- mal an Avis“ - erörtert wurde; die noch übrige zwölfte, die

W'UUW

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aufgegeben. Im März brachten die Minister neun Bills ein;

drei davon wurden in beiden Häusern angenommen, aber es wa- ren laufende Dinge, die alle Jahre vorkommen; drei befinden sich noch im Unterhause, und drei von um tergeordneter Bedeutung sind aufgegeben worden. Im April brachten die Minister sieben Bills ein; eine derselbcn, von keiner Wichtigkeit, wurde angenommen, eine andere, eine bloße Amendements-Bill, gelangte am 18. Juni, an dem Tage,

wo die Frage über die geheime Abstimmung entschicden wurdc, _ , - * ? Miner Bcglcitung bemerkte man den Gemeral d'IZ-axxc dc »...-cn-

ins Oberhaus; eine dritte ist noch im Unterhause, und vier

smd aufgegeben wvrden, nämlich die Jamaika:Bil!, dic Biij . über chisrrirung der Pachten, Über die chistrirung dei'Wäk): " Als die “Minister - * durch eine Deputation sein Bedauern wegen dissen 1116131er

1er und über die Fingirung dcs Wahlrechts. ihr Amt wieder Übernommen, nachdem das Unterhaus erklärt hatte, das; es Vertrauen zu denselben bestrze, wurde am 31. "Mai die zweite Jamaika Bill auf die Tafel des Hauses niedergelegt. Sie liegt 11“ka dcm Oberhausc vor, nachdem sie im Unterbause mit einer Majorirät von zehn Stimmen angenommen worden ist. Im Jimi waren die Minister nicht tnfißig, denn außer; dem, daß ihr UnterrichtSpian, freilich nur mit einer Majorität von zwei Stimmen, angenommen wurde, haben sis zwölsBills eingebracht. Drei wurdcn angenommen, die Bill über die Zucker-Zdlle, die chhsel-Bill und die Bill 11er die Erbauung

von Marställen und einer Reitschule im Schlosse zu Windsor, ' Wozu 70,000 Pfund bewilligt wurden. Eine der zwölf Bills, die *

in Bezug aufdie Wiedervereinigung der ProvinzenOber- und Niex der-KanadaimJahre 1042, istbsreits zurückgenommen. Es" Wurdcn a1so,mitAusnahmederjährlichenArmee-Dis'ziplin- und Geld-Bills, 41 Bills von den Ministern eingebracht; von diesxn sind 14, worunter ;; von einiger Wichtigkeit, im Unterhause angenommen und 0 von den Ministern aufgegeben Worden. 'le 1. INärz beantragten die Minister eine Resolution, wonach 2'52 Millio- nen Pfund aus Staatsfonds bewilligt werden sollton, um einen Theil der von de': Zrländischen Eisenbahn-Kommisston empfoh-

lenen Linien in Ausführung zu bringen. Die Resolution wurde * . Ö November sion, Welcher dem Lande nahe _an 24,800 Pfd. gekostet hat, Wa): kurz zuvor auf die Tafel des oyauses niedergelegt worden. SM ; , . , . . . 1 den, zu biitccn. halten, ohne daß es zu einer Vereinigung der Widerstreitenden .

mit 44 Stimmen angenommen. Dsr Bericht dicser Kommis-

jcncm Tage aber wurde eine Versammlung Über die andere ge-

Ansichten und Interessen in Bezug auf diesen Gegenstand ge- kommen wäre, und Lord Morpeci), der eine Niederlage befürch-

wordcn sey. Am 3. dem Anfang der Session, wird sein Budget und den

dem Unterhause vorlegen.

versprochen, aufgegeben rade fünf Monate nach dsr Kanzler der Schakxkammer Plan zu dem Penny ; Porto

Von der liberalen Presse Werden alle »Mitglieder ihrer Partei Z dringend aufgefordert, an diesem Tage auf ihrem Posten zu styn, weil es sich vermuchlich um eine Abstimmung über den ministeriellen Plan hinsichtlich der Herabsetzung des Briefportos ; handeln werde, denn der Kanzler der Schalzkammer wolle, wie ?

man jetzt vernehme, diesen auf die Vorschläge des Herrn Row;

einer Bill, sondern nur in Form einer Resolution vorlegen,

strecken würde. Dies finden die entschiedenen Reformer unge-

m'jgend,

Jm Oberhauser wird morgen der Bcricht über die Jamaika- Bill abgestattet werden, die gestern, nach der Wertverfung der

ersten Klausel, im Uebrigen unverändert durch den Ausscbuß '

ging. Bxi dieser Gelegenheit will dann Lord Brougbam nach- träglich noch ein Amendement vorschlagen, Welches er im Aus- schuffc auf die Vorstellungen der Lords" Canterbury und Ellen; borougk) zurücknahm, um dem Unterhause nicht zu nahe zu treten, da es eine Geld-Klansel betrifft, und das Unterhaus bekanntlich sehr eifersüchtig darauf ist, daß in dergleichen Be: stimmungen vom Oberhause nichts“ geändert werde. Es fragt sich nun, ob Lord B:“ougham seinen Antrag in solcher Form vorbringen wird, daß das vom Unterhause ausschließlich in ?in-

sm'uck) genommene Recht, über alle Geld-Angclegenbeitcn 3.U *

keinen Aberch erleidet. „Eben 10 Folge des vom Erzbischof von Canterbury angekündigten Antkages in Bezug auf den Unterrichtsplan, zu dessen Unterstüßung die

bcstimmen , dadurch könnte es in zum Freitags

ministericllen

Tory-Presse alle Freunde der Kirche eifrigst ermahnt, leicht zu . einer KoUtsion zwischen dem Ober- und Unterhause kommen, 1

wenn durch diese Motion das auf den Unterricht bezügliche Votum des Unterhauses, tvclches bekannt1ich die Bewtlligung

einer Subfidie von 30,000 Pfd. Sterling in sich schloß, umge; ck Herr Goulburn hat allerdings bei den Debatten :

stoßen würde, über jenes Votum im Unterhause die Möglichkeit eines solchen Falles in Aussicht gestellt und das Oberhaus im voraus zu entschuldigen gesucht, wenn es einen dem Unterhause widerstre- benden Schritt thäce, iveil demselben durch die Art, wie die

“Maßregel urückzubalten., Der Mf bon Luca", einer der Iriändischen Repräsenta-

gangen.

Zn Beziehung auf die hiek und da geäußerte Ansicht, daß die Französische Bank im Rothfall die Bank von England durch eine Anleihe unterstützen könnte, bemerkt die Times, daß die Vorräthe von edlen ONetallen in der Französischen Bank fast nur aus Silber beständen und daß daher unter den gkgenz wärtigen Umständen auf dem Englischen Geldmarkte durch eine solche Anleihe keine Hülfe gewährt werden könne.

Die Chartisten hatten angezeigt, daß in diesen Tagen zu Birmingham ihr National-Kouvenc wieder zusammentreten solle. An dem bestimmten Tage fanden sick) aber nur sehr we- pige Mitglieder dazu ein, und man glaubt, daß diese ganze Agitation sich ihrem Ende nähert.

Der Geldmarkt scheint sich wieder beruhigt zu haben. Die Geschäfte an der Fondsböise gehen ungestört, und es zeigt sich kein Mangel an Kapitalien. Die Banquiers verfahren jedoch noch immer mit großer Vorsicht und find wenig geneigt, ihr Geld auf lange Zeit auszuleihen, aber sie tragen kein Bedenken, es für Anleihen auf kurze Zeit her ugeben.

Die ki1rz1ich hier geborene iraffe in Regents Park ist

sie wollen sogleich eine permanente Feststellung des

neuen Porto-Salzes, damit es nicht späterhin der Verwaltung wie; ** der einfallen könnte, den Pian aufzuheben odcr zu modifizércn, und eSscheincdahei',daßdei'AntragdesMinisceriumsineinerbloßtcmpo- * rairen Form aufWidersrar'sd vonSeiten derLiberalcn stoßen dürfte. ,

Niederlande.

Brüssel, 3. Juli. Die gestern aus dem Luxembmgiscbct: angekommenen und bis zum 1. Juli Abends kcichnO-Ln 232.10): richten melden, das: dort Alles vonommen ruhig war; kcin neuer Versuch ist von Seiten der Niederländisch:: I(Utdkisäiexi zm" Bcsctzung von *))?artclange gemacht wccden.

Der König ist heute Morgens mit einem besondern Convoi auf der Eisenbahn nack) Antwekpcn und 131110 abgc'xxisr. Unter

huyse. Dcr Provinzialr_ath von Brabant hat in scévci' chmi Silzung mic große': »)Kajoritäc beichlossen, dsm Bai'on Oras'arc

Dcstutation zu bezeugen. Es haben fick) auch gleich 11ach der Sitzung 30 Mitglieder zu ihm begeben. Bei der Wohl dcs Präsidenten des“ Raths hat, wie cmii) in Lx'nciÖ, dis liborale Parxci gesicgt.

'le Ikten d. fanden zu Brüssel auf dem Gcmktscwcmkcc wr- gsm dcr Tbcnerung der Lebensmittel stiixmisäx-c 'Liitsti'ixc. 713.21; mxhrcrcn Verkäufern ivm'dcn ihre Waarct: mi: (25cwa1x Mrs.»??- sen; die Erdäpfe'», wofür man 20 Fr. pki) Sch sdx'dcrrc, ads das Pflaster umhergcscchc u. s. w. Gegen Misc.?g war “11116; zur Ordnung zurückgekehrt, nachdem ziemlio'i) zahlrexäx BEW)“; cUngen vor'gcnommen worden.

Deutschland.

Stuttgart, .*1. ZUli. (Schwäb. “))-T.) I': d'Ii' 827132". Sitzung der Kammer der Abzieordnetsn faxid 'die T*;rxathxxs dss'BcriMs der Kommission in Abldy'ungs : Scudo" 1152? Öl“? “Motion des Abgeordneter: des Ober:21mcs Vaihingxn, »IT-30131114, Zehnt-Ablösung betreffend, statt. Der “Ilbzzeordncck R:;divitz hat nämlich den Antrag entwickelt, die Königl. ngicruxxg um baldige Einbringung eines GMS : Entwmfcs, womit die Bestimmungen des zweiten Organisations :C'Oikis Vom 12. 1017 Und des Gescßes vom 2:1. Juni 1821 zum Zwecke der Ablösung alxer auf dem Grmid-Cizzcnthmn haftenden Abgaben an Gültcn, Zehnten :c. anchfchrx w.“?- Die Kommission is mit dem 'Zimmgxici- [er ganz einbcrskanden und schlägt vor, die chicrung um einen solchen Geseß-Enthrf zu bitten, worin die frag1ichcn gssckzxiäycn

. , , ) Bestimmungen zum Zivccke der Ablösung alwi“ auf dcm Grund- tete, wenn ei'_die Maßregel hatte weiter föxédeyn woilen, zeigte daher an, d“); die Resolution, die er einer B'“ emzuve-rleiben ? werden. Kaiser ist fiir den Kommissions-Amrag, 71112“ M cincr IWW IeF ? veränderten Richtung, J ZchUten vorgenommen jvbrden möchtc. . entscheidet sich für denselben, ivcil Würtxcmbsra b;:ld dci" ein- [ zige Staat seyn werde, in wclchcm noch Zchmcn 0111107911; nur

Eigenthum haftenden Zehnten näher c::xwickclt imd misgchrc

nämlich daß vorerst die Féxik'UZLJ der Auch von WOL'ZWT

wünsch er, wie Kaiser, auch, das; zunää»? der thxxce im eine ständige Rente verwandelt werde. von ZWEl'JCl'ii 9237111111111 den Antrag näher, dcn Kom111isfions-Ilntv'ag, wic ci“ gcsxeiit wordsn, mit dem von den Herren Abg.Kaiser und chncr VOL'JK'iCZJMZZCUi'I Zusakz zu den Worten: „zum Zchk'e der “Ilbld1"um_q“, MHM

* . . . lautend: oder ur Verwandlun dei'sciben in si-Fmdige R.;;- 1and Hill begründeten Plan dem Uncerhause nicht in Gestalt 1 3 g

. u u ii enden Bitte da“; der Staat unächk daravf inwiikcn 1“) daß dic Maßreqel («b (1110 vorläufig nur auf em Szahr er; ' z ,' f g 4 ' 5 ' k)

ten“, an die Regierung zu bringen, sodann mit der w=-1rc:_k hin-

111öchte, daß da, wo er selbst zehntberecvtiqt ist, die 71016111qu oder die Fixirung dek Zehnten in Renten bewirkt werde. Nach einer lebhafcech Diskussion und Entwickelimg cingcgcxxgssckch Ansichten, wurde sodaxm dei" Kommissions-Antrag, wic e'." von den Abgeordneten Kaiser, von LZernei' und von Zivei'gxrxx 17111017.“- dirt worden, mit 025 gegen 10 Stimmsn QUJSUOLUZUFI.

Kassel, ;10. Juni. (Schw. WZ.) Hexr von Skeubcr, Nucl): folger des Herrn von chel im O)2c11ijksrium dys Answärtigcn, isx vov einigen Tagen mit seiner Famxiie von Wicki 17,0": eim» troffen. C6 ist noch nick): bestimmt, WL]; dcxisclbca (Uis dym Göc- sandtscizachpdsken am Kaiserlich Oesterreichisclz-IU „*)-ss (217.134: Werde. - Aus dem '))ciniscerium des Innern wcrdsu "unwohr in kurzem Ausschreiben für die Vornahme Mixer Abgewdmcccn;

* YZahlen im ganzen Lande zu der am 1. Rovsmbcr d. I. wie-

dök zusammentrcrenden Stände;Vexsamxdlnng Li'folg-cn, --- Die Verhandlungen des neuen Landtags Werden sehr nmntiigfaliig seyn, da viele Angelegsnhciten Wegen der piößliMn Ctixlassuxxg der letzten Stände-Versammlung bis zur Versammlimg der neuen Stände haben verschoben werden msiffcn 1,1111) bci dies."; ihre Erledigumg zu ermarten haben.

- Die auf höheren Befehl in JNarburg gcgen dcn Pro- fessor Jordan eingeleicbtete gerichtliche Untersuchumg 11:2 nm“ zwei Tage gedauert. Auf so lanae erstreckte sich auch bl-Fs; dsr Haus-Ai'resk dieses Gelehrten. Die Untersuchungs-?lkcs-xx sind nach Kassel abgegangen, und das" Weitere werd von daHki' cc,-

' wartet. Einstweilen bleibt Jordan von seinem Lehr-Amrc sus:

pendirc.

Jena, 6. Juli. (W. I) Von Michaelis 15:33? bis Ostern

, 1839 war die Zahl der hier Studircnden 117; davon sind zu Ostern

abgegangen 136, und hinzugekommen sind nach der jüngst ge;

? schlossenen Einzeichnung 155; es sind gegenwärtig «nivesend 430 '- . b ( ' .

Minister die Unterrichtsfache betrieben hätten, fast nichts Ande- ? und zWar 217 Inländer, 21“) AUSländU'

res iibrig gelassen werde, indeß glaubt man doch, daß der get

mäßigte Führer der Tories im Oberhause, der Herzog von Mel; :

iington fick) bestreben dürre e'n ' ' . * : , f , st 2 Partei von LMU äußersten - Ich?“? nachstehendes Handbillee des Kaisers an den Ungarischen * ,of- anzler: tjv-Pairs, ist im 7-111en „Jahre seines Alters mit Tode abge- durch die Preßburger, Wieselburqer, Raaber, Komornci', NW ' traer Gespeinnschafcen empfing Ick solche BewM

O 2 s e r r e i ck). Wien, 4. Juli. Der Oesterreichische Beobachter

„Lieber Graf Majl-äth! Wähxcnd V".“einer R90]: _“c dci“ Ttkoe und Anhänglichkcit, das; Ich Mich bewogetz fahle, dal'l'ibW Mein besonderes Wohlgefallen zu erklären. Sie werden ddffxlbe den Behörden sowohl, als auch jenen BLatpteii, die Mit 2111- ordnungen Meines Aufenthaltes und der Feierlichkeiten bcsäzaf- tigt Waren, im Wege der Königlichen Starkbalrcrci zu wissen

geben. Preßburg, den 221. Juni 1839.“

Portugal.

- - Lissabon, 23. Juni. Dey Abgeordnete Garrett, einer der berühmtesten Literaten unseres Landes, hat der Por- tugiefischen Kammn' der Abgeordneten einen (Vesclz-Vorscl)1ag über das literarische Eigenthum vorgelegt und ihn in einem glänzenden Vortrage entwickelt, tvobei er insbesondere auf das Preußische Gescß vom 11. Juni 1837 Bezijg nahm. Da bis jetzt in Portugal noch keine geseßléche Bestimmung hinsichtlich dieses Gegenstandes vorhanden, so erscheint ein solches" Gesetz höchst nothwendig. Unter dem ehemaligen Regierungs-System gestand der König oder der Gerichtshof das Pesembarxz'aäo 1'820, zeitWeilige oder ewige Privilegien zu Gunsten der Schriftsteller, Buchdrucker u. A. zu. Wurde kein Privilegium ertheiit, oder war die in demselben festgesexte Zeit abgelaufen, so wurde das gedruckte Werk öffentliches igenthum. Der vorgelegte Ent-

*

wuxf ist in äußerst liberalem Sinne und ivurde mit allen ch- chen des Beifalls aufgenommen.

Serbien

Von der Sexbisckxe'n Gränze, 24. „Juni.- (Js. Z.) Die Unxexsuchunzis-“KVMMUÜW wegen des-neulicich Auiyrgndis A;?" d;"? ersassung Serbiens ist „noch 111111121“ m Thartgkect, "»Im? jedoch bedeutende ngue Ergebnisse zu 1tefxi'n. Tits FYQYV; sclUlldkgkk wjxd von ihk cm éx'uder dcs rcstgmrten Farstcn s.))»- w;“ch, de': GMcral-Pkaipk «Johann -Ob_k911§)lv„lksch/ der noch ZU Bcigi'ad |ck in Haft bcßsldet undwahrichemlrxh aus dem Lande „,x-bam“ wird, bezeichnet- -- CIK? „Deputation 0011 nahe an „100 erwan aus allen Theilen Serbiens hat slch Yi dcn leß_ten Taqcu zu Belgk'aö in der “lefichtvxisammelt, dem.;ussufPaicha die'Ziifrisdctihcic des" ganzen Serbischen Voliks mat denxneuesten VOksällen zu bezeugen und denselben zu bitten, die Sanccton da:? 11911?" Ox'dmmg von Seiten dcr hohen Pforte befördern zu Wollen. Audienz berichten zu köntscn.

Von der Serbischen Gränze, ".?-“x. Juni. Gestern ist de:" Seca'emik dcs Russischen Gencral-Konsuls in Bclgx'ad von M ahgcsch)jckc worden, um sick) Über Wien nc1(1)St.Perersbur'g zU bcgcben. Er soll daselbsddurck) cine genaue Schilderung der [ckzkktx Vorgänxe einc Guthxißung des.;"clben von Seiten Rußlands Cl'zii'in, und das Serbische Volk der feineren wohlwollenden Theilnthc dci“ hohen Sch1113111acht empfehlen. -«- Nachschrisr. So ebxm iss cine nach Wien bestimmte Csmfetce aus Komianti- ', novel 097112110911 13. M. Abends in der Semliner Kontumaz ein;]ejroffen. ch) höre aus“ guter Qixelle, das; sie dahin die An- zeige ÜberbrinJc: der Gssundheitszuftand dcs Sulcans sei) a1s Hoffnumgslos erkiärr Woi'dLli, und sein chcn 11327709 sick) kaum UL:!) [Wich ais einige Wochen fkisr-cn (affen.

T ['i r k e i.

Konäantinopcl, 20. Juni. (21. Z) Merkwürdiger? weise hat man Über" die schon vor Abgang der vorigen Pos hier VEL'Ol'citek ZEWLsSULU Kriegssagen bis heute nichts Weiteres erfahren. Die Pforte beobachtet fiber dis bei ihr eingegange- ncn Nachrichten aus dem Türkischen Haupt-Quarticr die größte Versch1viegcnheic, wodurch übt'igcns das Räthscl nicht genügend gcldst wird, da siä) so viele fcemds Offiziere bei der Großherr; 11chk11 Aimee befinden, von dcnen doch anzunehmen ist, daß sie '!VNUJÜ'CUÖ Thatsachen an ihre resp. Gesandten dkihier berichten würds". Won:: dies nun niché geschehen, so ist nur anzunch- mcn, das; entwcder die bisherigcn Vorfälle in S.W'ic-n wit'kkici) unbedeuccnd Waren, oder daß anch in der Armee IYafiz Pascha's sirc::acs,Stillschweigen anbefohlcn isi, oder da!; alle Briefe anfg-cfmxgen wsrdcn. - Dcr Suican ist wieder leidender. In einem am 14tc11 d. gnhalccnct; ärztlichen Konzilmm WUWQ die Krankheit wirklich ais Brust; Waffersuchr cr; iamic , die jedoch noch nicht in das Stadium vor: _qZ'cücéc zu scwn schcinc, welches eine sel)? nahe Katastrophe be- fäxchksn ließe. Ein gesunder Ort, unweit Bulgurlu, auf der ?lsmtischcn Seite, ist dem Sultan als nothwendig anenwfohién Wordcxi, und scdon hat ck ami) einen Kiosk ia dortige? Gegend 1195951911, Weniger Fdigsaknkcic hat der Sultan hinsichtlich der xxdcigcn ät*zilcc1)en Anordnungen gezeigt, die den Genuß geistiger Gsri'äUke, fü'x dic: er bekamnlick) sebr eingenommen isi, gänzlich de'.*b!-;ccn, und überhanpc strengste Diät als die erste Bedingung cinci' Bésseslliig erklären. Es ist deshalb aucl) ffn.“ eine längere 275117111111“; sxin-“s chens kCitW Aussicht. - Was das Verhältniß ?)ci'17.172110?"BNscOastekzanfbktc betrifft, so beoback)tetRmL1mid mifincrksam, was vorgeht, whxie sich jed9c1)durch eine bestimmte Ci'kläiimg ffir mögliche Fäsic die Hände zu binden. Lord Pon- soxiby U't'tt xncßr hcroor; kkn'zlici) z. B. als 113111 das (bis jetzt 111:bc;iäxrgt gebliebene) Gerücht von der Bcsclzung Bassora's" zu &,ar kam, ei'klärcc er wic Béfiimmxdeit, diesc Stadt: werde dom Grosüxwrlicixen Gebiet erhalten werden. So sehr Cngiand jicl) zii dcr Tärkci neigt, so sichtbar kämpft Frankreich mit dem Entsäzliisz, sich fiir die ErhaTtunq Aegypten:; auszusprcchen. Es “ist klai', wic vici untcr dissen Umßänden an des Sultans Le.- bcn odcr Tod !*)äixgt, da der Thkon-Erbc Abdul Mcdschid noch 1“11('1)T das 'leiei' und die Stärke Ms Charakters erlangt hat, Miche die Usbcrnahme dcr iegicrung und die Ausführung des von “Mai)xmid Begonnencn als nothwendig bedingen. Er ist im April 1823 geboren. -- Reschid*1,1ascha, dei" TürkischeBotschaf- ter in London, dex“ einberixfen worden War, [)at Gegc-ibefchl erhaicxri. C1", so wie Achm-od Pascha in Paris, müssen auf ik)- 1'911 Posten bleiben, um das beste Einverständnis; mit beiden Hd- fen zU erhalten.

„Dcr Admiral Roussin hat einen Courier erhalten, der ihm neue Zixskiuctionen bringt, mir denen U“ sich zur Pforte begab. Diese erstiuctioncn schärfen ihm ein, der Pforte ohne Rück- haLc zu erklären, daß, Wenn sie Veranlassung zu einem Bruch mit Wiebmed A1i gebe, sie alle unangenehmen Folgen fick) allein zuzuscdrciben habe. Die Sprache, die der Admiral zu halten beaufkragc wurde, sollte, sobald sich die Pforte nicht fügen wfirde, eim'n drohenden Anstrich haben, den ihr Roussin auch zu geben wußte. Dieser Versuch fruchtete aber so Wenig, als alle andc'cxn. Nuri Efendi antwortete dem Französischen Bot- schafk?k, daß man den Ereignissen ihren Lauf lassen und sich nach ihrer Entscheidung richten müsse; für jeth bitte die Pforte, sic gcivähren zu lassen. Diese Antwort mißfiel dem Admiral Roussin; er erwiederte: „Ihr wollt nicht hören; gut, ihr werdet fühlen!“ so verließ er den Pforten-Palast, den er seit- dem nicht mehr betreten hat. JJTan ist nun gespannt, zu se- hen, Was Frankreich thun wird. Es heißt, daß viele Französ- sche KriegSschiffe an der Syrischen Küste kreuzen; man glaubt, d(xß sie unter gewissen Umständen gegen die Pforte zu handeln beauftragt smd. Daraus könnte eine große Spannung zwischen dem Pariser und dem Londoner Kabiner entstehen, indem Lord (“1301110111") die Pforte versichert, daß fie unter allen eintretenden ;Fälien auf die Freundschaft Englands rechnen könne. Er soll darm so weit gegangen seyn, daß er dem Sultan die Zusiche- rung gegesen habe, Großbritanien werde Mehmed Ali im ZUUM zu halten wissen, wenn das Kriegsglüok ihm abermals 9411|!!! WäZ'E- J| dies wirklich wahr, was ich nicht behaupten "UU- ?bgs-Uck) es, mir von guter Hand zugekommen ist, so darf man sick) über die Halsstarrigkeit des Sultans nichk Weiterwun- d“rn;“u-m so unbegreiflicher wird es aber andererseits, wie noch vor einigen Wochen der Repräsentant Englands eine gleichlau- tende prgche met allen anderen Bevollmächtigten führen konnte. Die Politik Englands wäre in diesem Fall nicht aanz klar, vielleicht a11ch zu klar. Reschid Pascha, der den Befehl erhal- ten, sich hierher zu begeben, hat Gegenbefehle bekommen, und wird nun in London bleiben.

. * .; * enke ick (" nen das I'?“iltat ' 1“ 1' ' . . . -, , )““ nachster W" d )“)h * " dee„e kV Magdeburg, 4,3110. Dei“ [)xejige Wollmarkt ww; im * er

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Inland.

- _ Bromberg, 0". Juli. Hagelschaden. Der Monat Juni hat auch unsere Gegenden, besonders den Mogil- noer und Czarnikauer Kreis durch häufige Hagelstürme Heimge- sucht. Das Hagelwetter vom 23. Juni hat der Stadt BWM; bxrg nahe an 3000 Fensterscheiben gekostet, und noch ist der Schaden in vielen Häusern nicht hergcstcUt, da die geringen Vorräthe an fcinem Glase sofort VU'W'UUchk waren. Die Ge- ckaidefeide'." der Kämmekei-Ortschasten Großwo, Schröttcrsdorf, Neuhof und Alt-Schwederowv sind größtentheils verwüstet Außerdem haben neun Ortschaften dcs Bromberger Kreises sehr bedeutenden Schaden «litten. _

Am 10. Juni wurde dér Grundsrsin zu der neuen katho- lischen Kirche in Rinarczewo (Patron und Erbauer der (Raf Skorzewski auf Lubostron) feierlich gciegt.

gleich zum vergangenen Jahre nicht sehr lebhaft zu nennen; es fehlten mehrere fremde Käufer, da[)ingegen wux'dk ek 1111031" von anändischen Fabrikanten besucht. Das zu Markt gebrachte Quantum läßt fick) auf circa 12,000 Ctr. annehmen. .Die Wäschcn dei“ Wollen waren im Allgemeinen so gut als vetjqan; genes Jahr gerathen, die Qualität derselben stand der vorjäk); rigen nicht nach. Was die Preise anbctkiffc, so hat aUci) hier

eine Rcduction von 10 bis 120. Rihlr. pro Ctr. stattgefunden,

*sclbsr einige Stämme sind mit 15 Rthlr, verkauft worden. Viele der Px'oduzcnten konnten sich nicht e-“tschließen, zu dieser 1 RedUccion zu verkaufen, und habén dahcr ihre 2901er bei'. : einem„jziesigen Handlungshause gelagert, um eine bksscre .Kon- 1 1101er abzuwarten.

“Maqdeburq, 8,3140. Ungeachtet der in der ersten Hälfte

nebeck 7520 Personen auf der Eisenbahn befördert worden.

“"*-

Veränderungen in de'.“ Bevölkerung des preußischen Staats während des Kalcndetyahxcö 1038. Zweiter Artikel.

Am Ende des Jahres 1837 bcfandcn s1ch im preußischcn Staate stehende Ehen ............ L,;102,445 dazu kamen im Laufe des Jahres 1838 nevgesch1oßne Ehen ......... 12:1,024.)_ aber die diesjährigen TabeUe" «geben nicht, wie viciChcn da- gegen durch den Tod oder auch durch Scheidung wieder aufge- ldßt Wordcn sind. Es läßt sick) daher hieraus nicht entnehmen, wie groß die Anzahl der bestehenden Ehen am Ende des Jah- res 18:18 war. Nur mittels: der am Schluffe jedes dritten Jah- res wiederholten Volkszähiungen ergiebt sich, in welchem Mgaße in jedem dreijährigen Zeitraums die Zahl der stehenden Chen durch das Hinzukommen neugeschloßrixr, und die Aufidsung der stehexxden, verändert wvrden ist. Die neuesten Nachrichten Über eine solche Veränderung befinden sich in N12210 dcr preußi- schen allgemeinen Staatözeitung vom 2:1. „JuliustZZ. Ver; gleicht man die Zahl der am Ende des Jahres“ 1837 im preu- ßischen Staate vorhandnen siehendcn Chen mir del“ damals ge- fundenen Einivohnerzahl: so crgt'i-bt sicj), das; auf hunderttau- sctid C'imvohner du1*chsch1111t1éch 16,757 stehende Chen kamen, oder daß von hunderttausend Einwohnern ;1-"1,51-1, also wenig mehr als ein Drittheil zur Zeit wirklich verhcikathcc 1va_rcn. Die Z.:i)l dcr im Laufe des Jahyes 13731? 1:eUgcsclckloßncn Chen verhielt sich zu der am Anfange dicscs Jahres vorhandncn Men- schenzahl dnrchschnittlick) dergestalt, daß auf hunderttausemd Ein- wohner 877 neue Ehen kamen: es heirathete folglich sehr nahe von 111 Lebenden ein Paar im Laufe des gedachten Jahres. Die Zahl der neugeschloßnen Chen verhielt sich dagegcn zu der Zahl der bereits bestehenden gleichzeitig so, daß durchschnittlich zu neunzehn stehenden Ehen eine hinzu k&m. Wäre der Abgang diesern Zugangs völlig gleich _chescn, und wäre dieses in eincm einzclnen Jahre vorgkkommene Verhältniß ein allgemeines: so würde man daraus folgern können, das; neunzehn Jahre die mittlere Dauer einer Ely: wären. Das Jahr 18:18 ist jeden,- falls auch in Bezug auf Ehevkrhältnisse kein außerordentlichcs, und es kann daher die neunzehnjährige Daucr einer Ehe wohl als eine sehr wahrscheinliéhe mittlere angesehen werden.

Das Verhältniß der im Lanfe des Jahres 1838 neuge- schloßnen Ehen zu der am Umfange desselben Jahres vorhand- nen Menschenzahl, ist in den einzelnen Regierungsbezirken dock) beträcht1ich verschieden. Es wurden nämlich auf hunderttausend Einwohner neue Ehen geschlossen in den Regierungsbezirken

Königsberg ...... 800 Liegnilz ......... 880 Gumbinnen ...... 857 Magdeburg ...... 878 Danzig ......... 79 Merseburg. . . . . . . 700 Marienwerder ..... 070 Erfurt ......... 801 Posen ......... 943 Münster . . . . . . . . 803 Bromberg ....... 1005 Minden ........ 1011 Potsdam ........ 037- Arnsberg. . . . . . . . 878 Frankfurt ....... 825 Köln . . . . . . . . . . 800 Stettin 801 Düsseldorf ....... 889 de1in ......... 8210 Koblenz . . . . . . . . 703 Stralsund ....... 850 Trier .......... 700 Breslau ........ 928 Ache" . . . . . , . . . 780 Oppeln ......... 977

Die geringste Anzahl neuer Ehen hatten hiernach die drei an-

einandergränzenden Regierungsbezirke Aachen, Koblenz und

Trier: die stärkste Anzahl dagegen zwei von einander weit ent-

legne, und fast in allen Lebensverhälmiffen auch weit von ein-

ander verschiedne, nämlich Minden und Bromberg. Der Unter; schied zwischen beiden äußersten ist so bedeutend, daß sehr nahe auf dieselbe Anzahl Einwohner, wvvon im Regierungsbezirke

Minden vier Paare heiratheten, im Regierungsbezirke Trier

nur drei neue Ehen kamen. Zr; den Verhältnissen einzelner

Jahre liegt indessen gerade in Beziehung auf die Verheirathun-

gen zu viel Zufälliges, als daß dgrauf gegrütfidete Folgerungen

in sittlicher und geWerblicher Beziehung bezeichnend erscheinen könnten.

Die Zahl der ehelich gebornen Kindex betru im Jahre 1838 in allen 8 Provinzen des preußischen taats zusammen- genommen ....................... 526,566

es kamen also auf hunderttausend Fu Anfange des 9 Jahres vorhanden stehende Chen ehr nahe . . . 22,28

in diesem Jahre neugeborne Kinder;

i das ist beina e auf neun Ehen im Laufe dieses Jahres zwe Kinder. FolsZzlich würden bei neunzehnjähriger Dauer einer

/

1 1 1, 1 1 1

.der vekfiossenen Woche jiartgehabten ungünstigen Witterung, sind * 1 vom 30. Juni bis incl. den 0. Juli zwischen hier und Schs-

E c auf 0 Ehen 38 Kinder, oder auf die Ehe dur njmj cthwas über “iKinder während ihrer ganzen DaueésYzmmeY, Es ergiebt sick) hieraus, welch ein beträchtlicher Theil der Ehen doch unter Umständen geschlossen werden muß, worin nur Wenig Kinder aus denselben zu ermarten sind.

Unter den im Jahre 1838 neugejchlossnen Ehen befanden fich solche

wo dcr Bräutigam das 45ste, die Braut das 30ste Lebensjahr noch nicht vollendet hatte ........ WO der Mann das 45ste Jahr noch nicht vollendet hatte, die Frau aber zw;schen dem Anfange des :;1stcn und dem Ende des 45sken Lebensjahres stand ...................... 20,164 wo der Mann zwischen dem Anfange des Wsccn und dcm Ende des 0011en Lebens- jahres" yiand, die Frau aber das 45ste Le- bcnsjahr noch nicht vollendet hatte . . 5,402

ck

“überhaupt solche verspätete Chen .......

Hiex-zu traten noch Ehen, aus welchen überhaupt

keine Nachkommenschafc u erwarten war: nämlich

ti)uils 101ch1)e, worin der IZkann bereits das 00fie Le-

bMLjakU' Übexschrétten hatte .......... 1407 theils solche, worin zivai' dcr Mann das 00ske chynswizr noch nicht vollendet, die Frau

abox“ WS 1509 Überschrinen Hatte ...... 3103

zusammen ...... 4,600

_ ___-.___.-

Tummc a11er neuge1chloßnen Ehen wie vordin 123,029

Hiernach Waren unter zehntausend neu geschldßnen

Chen solche, weiche noch für rechxzeitig gelten können

verspätete .........................

nur zur gegenseitigen Unterftüßung, und ohne Wahr-

scheinliche Aussicht auf Erzeugung von Nachkom-

men geschlossene ................... 372 Summe . . 10,000

93,403

“25,026

Nur drei Viertheilc der neuen Ehen bestanden daher aus s01chen, worin das Lebensalter der Braut noch eine ziemliche Anzahl von Kindern, und das LebenSalter des Bräutigams noch deren Erziehung wähxend der Dauer do'r Ehe ertvarten (icß. Auch hierunter standen wahrschein1ich sehr viele nicht mehr weit von dym Ziele entfernt, worin ihre Verheirathung schon eine vcrspärexe hätte genannt werden müssen. Ein sehr großer Theil des wyiblichen Geschlechts muß fick) erst in Gefindedien- sien einc Ausüattung erwerben, oder viele Jahre hindurch ab- warten, bis ein»? längst verabredete Verbindung endlich geschlossen werden kann, weil der Verlobte erst spät die Mittel erlangt, cinen Hausstand zu unterhalten. AUerdings kommen in einigcn Gegenden des Staats auch häufige Beispiele vor, daß Ehen chwygen schi" unglücklich ausfallen, weil sie leichtsinnig geschlos- sen wurden, ehe die Mittel zum Uncerhalte einer Familie gx:- sichert Waren: dies geschieht besonders unter der großen Maffe dcs Volks, theils bei lebhafter, sehr im Großen becriebner Fa; brikation, theils da, wo das ländliche Gesinde gewöhnlich schon verheirathet ist. Am Besten wird es immer stehen, wo der »Mann gegen das 30|e Lebensjahr hin einen selbstständigen Hausstand mit Wahrscheinlichkcit eines günstigen Erfolges zu begründen vermag, und eine gute Ausstattung der Braut nicht eine nothwendige Bedingung ihrer Vcrheirathung wird. Vic- [es kann allerdings die Geschicklichkeit, Thätigkeit und Sitt- lichkeit der kleinen Landwirthe, Handwerker und Tagelöhner hierzu beitragen.- aber der Geist der Verfassung und VerWai- rung muß doch auch darauf hinwirken, daß die Rente, welche die [360ei'11 Stände von der Arbeit dsr niedern bezieht:, nw.“ ein biUigcr Lohn für das Erhalten der öffentlichen Ordnung, und die Föxdet'ung der allgemeinen Wohlfahrt bleibe, welche von ihrer hdhei'n Bildung ausgohen sol].

Im Jahre 1838 wurden im PreußischenStaate 39,7731111- ehelicchindergeboren;eswarenalso unterüberhaupt100,000Neu; gybornen 7023 uneheliche, das ist sehr wenig Über 7 auf 100. In den einzelnen Landcstheilen ist allerdings dieses Verhältniß einsehr Vérschicdnes: und es hatte namentlich unter 10,000 Neu- gebornen der Regierungsbezirk Liegnitz 1008, der Regierungs- bezirk Trier dagegen nur 3251 uneheliche; also letzterer noch nicht ein Drittheil des ersteren. Aber in den einzelnen Regierungs- bezirken selbst besteht wieder eme so große Verscksedenheit die- ses Verhältnisses in den einzelnen Kreisen, daß nur eine sehr tief in diese Cinzelnheixen eingehende Untersuchung ein klares Bild von dem Zustande der verschiednen Landcstheile in dieser Beziehung geben kann. Es scheint hierbei sehr viel weniger auf allgemeinen sittlichen und Bildungs-Verhälmisssn, als auf dem Werthe zu beruhenhß welchen die große Masse des Volkcs auf die Erhaltung der jungfräulichen Reinheit legt. Sehr rohe und verderbte Völker haben sehr viel strengere Begriffe in die- ser Beziehung, als bei weitem gebildetere und gutartigere. Es soll mit dieser Bemerkung dem Leichtsinne nicht das Wort ge- redet, sondern nur einseitigen Folgerungen vorgebeugt werden. Bei der Vergleichung der Anzahl der unehelich Gebornen mit der Anzahl der Einwvhner Überhaupt kommt die Verschieden- heit des Verhältnisses der Geburten zu der Einwohnerzahl über- haupt in Betrachtung: in Jahren, wvrin viel Kinder geboren werden, !keigt gemeinhin auch die Zahl der darunter beßndltchen unehelichen, obwohl das Verhältniß aller Netzgebokrnen zu den- selben keinesweges in allen Jahren gleich groß bleibt-

Das Ergebniß eines einzelnen Jahres, welches hier nur betrachtet werden soll, führt daher in dieser Beziehung keineéwe- ges zu fruchtbaren Folgerungen. H.

Dauer der Eisenbahn-Fahrten am 8. Juli. Abgang Zeitdauer von ,um Uhr St. M.

Abgang [ZEW ,um uhr/Sc./M.

Berlin ,7 MM“, 50

von

Potsdam 70 Mrg. Y . „_ .- 43 PotSdam !-

JA:: 5871]; » - 46 Potsdam 1 Nm. 45 erlén 2; Nm, - 42 Yorödam 4 v 43 Berlin 4 » _- 45 otSdam 8 Abds. 38 Berlin 6 » -* 41 PotSdam [9 V 47 Berlin 104MB] ] 38

Die leßte Fahrt von Berl n mit Pferden.

In der Woche vom 2. bis 8. Juli find zwischen Berlin und Potsdam 17,088, und zwischen Berlin und Ste lis 5324 Personen auf der Berlin-Poudamer Eisenbahn gefaßrm."