1839 / 201 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

fen un) klar werden vier mit Ruhe und in würdiger Haltung ,d'c Ereigmfse dargelegt, we1che betrübend auf die kirchlichen Verbälm'fle des Landes ein cwirtt haben und in öffentlichen Blättern und Schrif- tex1 schon viel acv besprochen worden find. Die biuzttgrfüskm M"," sincke vollenden die Veranscbaulichung aller jenerBeztcbunaeu- ""ddd e Bedenken der Fakultäten erscheinen um so iuteressaytcr und belchrcn “'-

ais st? dll! Gegenstand von sehr verschiedenen Sutra und Standpunk-

ten aus beleuchten.

Zu den mannigfachen Veranlassungey oer AUSwa1xdcr0rKiSJ„1l1r?Y Amerika schön auch der religiöse “5111311601116. Scklkkstl b 11V".- faßtcn den Eutschlus1, dcn segensmassten 28011th? rel , nadein 1711 wandte. eiu geb1|detes 1111d glückliches Layd ZU ?" 411?" "" , W11001ffe Amerika's zu ziehen, wo fie e111cr111111des1ens 1111ge1111fsen Zukm-fc nnd Erfolgen e11tge,;engjnge11. Der e111c,„Gruberch 11:1; net) aber 1100) beweacn zurückzuweibcn, ?cr andere, Loder, 1110117 nicht,

' 1 Begicttcrn dem 513111101 Stephan aus

onder" [ ' “1 mit “11011 _ sDresdcnsénéß JOY 1111111111": Fa111111111b111de 1111111111 durch diese trau. 1111111 Verimmgcn odch111ock01lgen zemffcn: Kmder, Acltern, Gat-

, . 011 einander. Auffallend: und e1g1c1fe11de YngtLT-IZZT" 1,1131 Zcsl'kk'. So sah 1111111 , in Rynneburg ,eine Ékcfmu wrtzicben; idr 2111111111 1101“ 101: 81111011 b_11eben “„ckck, M.“. 17,- 1“ct)o11 auf dem Aup111a11d111111§16wagen saß, 11es; 111611) 0.15 ]1111gx7e der Kmder 110.11 vo'n 11111111 Manns, d'er neben 11.11“ nano, 11,1“ den Wagen geben, re1ch1e 111111 noch emmal 'd1e'YT1111e1b11111 und 11.01 da."." davon. Bride G.111_c11 hatten 11116 gl1ixck11ch gelebt. » In 131.1? Zeit 11.1 die Cksneral-thgtwn dcr Ephom Ronneburg (1115 1111111111 1111111111111 ricle Sevamnsten fortgkzogen 10.111111 durch den («„.-1.11.Snperinicnrcntcn Hcscficl. Tiescr äußcrkcficl) sodann in sei: 111111 Verlaxt: (Beilage K1'111.) über die Predigten: „Man darf auch 1110! den 1111111001000 Vorträgen dm biblaschen Charakter zugcßrhcn 11115 01-11 1171110 rühmen, daß src erbax1lichc11I11baltes Waren; 11111 smd dic 11'ax1zcjgabcn f1e111c1) schr verschieden, 11110 111011 überall trat das 1113112111110): des Elanens an Christus mit g1e1chcr Lebendigkeix und S:ä1kehcrvo1.“ Die Ursachen der Erscheinung des kirch11che11 Separa- 11511111-5, 5111111311“! 111 Paißdorf und Rischviß, findet er sodann ihrem 531111111111: nach darin, das; die Anhänger desselben durch die Prcdtgttn 117111 Pfarrer 1111) 11111101 10311 ganz bcsrisdigt fühlten, weil darin ge- wxsse 43.1110111111111 kes (111111111110111115, z. B. von dem sfiudlichen Vcr- D;11*e11, der 1111111 Gnakc Gottes, dem Versöhnvngßtode Christi und 1321 Ge1cch1igk.it dura) den Glauben, weniger oft und energisck) 1,111. 0010111011311 1111110211, als die allaemeincn Letzten von (11011, T1.geud 17.-“1D 111111c11111ch1e10 woran der einer tiefem Auffassung des Evange- l-Smns 171111le Zeit.".ei'ä der [LULU Hälfte des vorigen Jahrhunderts seinen 2111100103111.“ Dicscs schien Wenigstens aus der Erklärxxng dreier EinwohnereinesDorfesvervo'.zugeben,dicbehaupteten, inden Vo1trägen der Gexstltcven den rechten Grund vermißt zu haben, wodurch fie wobl hätten andeuten wollen, daß „auf, die Tiefe des Evangeliums und der- jenigen strcn, weiche fie 1131110111161; in den alten Formularen und dem 3111110010106 21111111'6 bestimmt und e11tschiedcn außgesprocven fanden“, uicht eingcaanzcu würde. 'Es dies; darin weiter: „Es war also kaum zu vcrwnndern, wenn sie 1737, als in ihrer Nähe der Pfarrer Gruber gerade dicsca Ltbren cine größere Anstuerksamkeit und- Berück- sichtigung 1111111e1e, an diesen anschlossen. seine Prcdégten bör- ten, an den von ihm egründeteu Privat-Vcreinen Theil nabmcn, durcb Trak1ätchcn in Neßcm Sinne zu erbauen suchten und so eine kleine (5527111111110 0101051013111 "111000105111, bildete". DaÖ hätte fick) Kuck) an und für sich nicht unbedmgl tadeln lassen, 1111111 nicht durch die angeknüpsten Ve1bindnugen mit denGleicngfinmen im Auslande gewissermaßen ein fremdes, gefährlwßes Element in ihr Bxsireben ge: kommen wäre 11111) die Leidenschaft wée dcn 111111111101 Stolz im Ge- wande drr Demmi) aufgeregt bänc. So ist der Pfarrer Gruber aus einem g1111biscn 1016erische11 Cdr1fitn cin sckzroffcr Buüxstäblcr gewor- den und 11111 06» den düsteren Vorstellungen von einer v'oiligen Welt: verkerbniß, von MM Entziehung der göttlichen Gnade 111911111011 auf Alle, wclche 1111111 1015111101 bekennen, was er bekc1m1, und von dem Untergangc der evangelischen Küche 111 De111sch1a110 vingcgcbcn. In- dem er meinte, recht evangelisch 311 (1011, hat er den eigentlichen Geist des Evang:liums, 13111 der Liebe und D11ldung,_vcrlorc11, und in sei- ner ßarrcn Andänglichkeit an Lulbcr's Wort in er 111 demganz 1111- 1111hexische11Beürebcnabgcirrt, 111 der p1otestanlischc11K1rchc emen geist- lichen Vater, 13. 1 einen Papst, als Oberhaupt 11110 Gxanbcnsoryncr anzuerkennen. Von ihm smd dicse Vorstellungen 01110) dée von 111111 qeleitcteu Belfiunden auf die Tbcilnchmer daran übergegangen und haben so die alte Erfahrung besjätigt, dat? Privat : Vcreix'e zur Er- bauung, so unschuldiq und lob11161re110 se m der Idee 01161 e1schei. 11e11 mögcn, in dcr chcl nachtbcilig wirke» sobald fie die_ Gränzen 1111er Fau1111'cu:A11dacht 11bcrsch1e11e11, 111111 118 dann zur 2101011001117), znr Sekn'rckei und zur Vcrdamunmgs111cht reize11.“_ Da 111111 wen,g oder gar 111ch16 von den Pfarrern geschehen s.y„ d:e Verirrten von ]c- 1111 Vc1bi1td11l1g zurückzuführen, so mussten die Anregungen von Sci- tcn Slevhan's in Dresden ihre volle Wirkung haben. - Außer dm 111.1 11116 dém Berichte beworgehobeneu waren noch anderc__Gegen- stände hinzugekommen, welche einer Ennahnqng oder Zurechtwctznng be- dUrftcn,11ndkiesedaun den betreffenden Geistlichen besonders zugegangen. YbereöersckyicndemKonfistorium angemessen-xugleichi11ei11er,1111g1me111en Verfüg-zng (vom 13. November 1838) den Ronneburger Drozcsanen in Bazag auf die separatisiische Angelegenheit seine Wahrnehmungen auswspreclxn und diese zngleich aUen Geißlickxcn und Schulleb1ern kes Landes juitzntbcüen. Nachdem in der Einl1itu11g des Ci1kular- Reskripts der „013010 verwerfliche, fanatische (donatistische) Jrrtbum“ dcr AuSwanderer gerügt worden, heißt es dann wcitcr: „Als emfern- !cre Ursache erscheine 11111 und da ein reiner cinisüichcr Grund, der nämlicb, daß in neuerer Zeit vorzugöweisc einige Lchrcn des Christen- th11ms häufig und mit Etser vorgetragen zu werden pficgten, wäb1e11d man andere zurückstesle 11111) so den Zuhörer irre mache und ihm den Genus; aller „Unite des Christentbnms vc1k1'11nme11. Es sey nicht die Absicht, zu verlangen, daß b:im Vortrage diescr Lehren irgend eine me11sch11che Dogmatik ode1_d1e bei mancher vorkommende dialektische Schäkfc unserer Bcke11nt11iß:Sch1if1en hewortrete, und eben so wenig solle die Anwendung der w1ffcnschaftlichen Prüfung auégcschiossen bleibxn; vielmehr werde die Art des Vortrags dem Gewissen der Geistlichen anheimchebcn und nur verlangt, fie (jene Lehren) soll- teu- wo es etwa mmder geschchcn- und zwar mit cbsn der Wärme und Entschiedenheit gelehrt werden, als die übrigen.“ 111101 119.11 von der Anficvt 011Sgeaa11gcn, „das; die christliche Religion von dem ganzezx geist1gcn Menschen mit, dem Versand wie mit d1m Herzcn gleichmämg a11f1ufa11'en sev. daß dtese gleic111uäßige2111ffass11ng aber nicht zu aüen Zeiten stattfindx, sondern bald die eine, bald die andere Richtung vorherrscht.“ Cs b1c11 fich, 11111 jede Einseitigkeit abzuwehren, „1th eben so ve1pfi1chtct, zu elnerglaubenserwärmtercn

Das Konfisw:

840

Behandlungsweise himuföbreu, als - von demselben Standpunkte ausgehend - späterbin einmal vielleicht dem andern Element zu seinem Recht u verhelfen gewesen wäre.“ Dieses Resknpt, das na- türlich nicht 1111 die Oeffentlichkeit bestimmt war und,sonst eine ganz andere Faffung hätte erhalten müssen, e1sch1en durch Indiécretiou oder Pfiichtwidrigkeit 111 der „Leipziger Allgemeinen Zeitung“, mit aehäsfigen Bemerkungen und von persönlichen Angriffen begleitet, und wurde so Anlaß zu einer heftigen Aufregung, die stet) noch mehr steigerte, als ein Unberufener in der Rheinwaldschen Kir- chen-Zeitung eine weitere Interpretation desselben gab; an welcher das Konfistorium weder dintt, noch indirekt einen Antheil hatte, was aber von Vielen geglaubt wurde, die sci) 1eicht vom Gegeutheile bäl- ten überzeugen können, Der Archidiakonns Klösner ließ hierauf eine Schrift erscheinen, in welcher er zunächst jenen Artikel angreift und die Geislichkeit vcrtheidigt. Das Konfistorium erkannte darin aber zugleich einen indirekten Anariff auf sich und besonders auf den Ge- neral-Superimendenten Hesetiel. Dieses gab nun die Veranlassung dazu, das; dasselbe die oben genannten Fakultäten iiber nachstehende drei Fragen um ihr Bedenken ersuchte, da jetzt das so wichtige unbe- schränkte Vertrauen für die obere Kircbcn- uud Schul-Bedörde des Landes und den ersten Geistlichen gefährdet ist, zumal auch noch ein neuerer Angriff der Art in dem im Drnck erschie11enen Sendschreiben des Geheimen OberKonfifiorial-Ratb Sch11deroff an Herrn General- Superiutendenten Hesekiel vorliegt. Die Fragen lauten:

1) Trifft das Konfisiorial-Resk1ipt vom 13.9102ember 1838 mit Recht der Tach, das; seine Forderung dem Gewissen der Landessgeist- lichen zu nahe trete?

2) Ist die Tendenz des Konfifiorinms, wie fie aus den Beilagen dicses Lluxsatzes hervorgeht, eine dem Pfiichtet111eise und der Steüung dicses Kollegiums angemessene oder nicht?

3) ZK der vom Herrn Archidiakonus Klößner eingeschlagene Weg zur vcr1ue1ntlich uotbwendigeu Abwehr vorauSgeseytcr Angriffe gegen die Geisiliohkeit an sick) und unter den angegcbenen obwaltenden Um- ständen für anßemessen _111 achten“? und was ist von der Schrift des- selb.n nach Jn,alt uud Form zu urtveilen?

Die Fakulxät zu Jena findct 111 Hi11sicht der ersleu Frage, das; dem Gewissen der Landes-Geisilichkeit kemcßwcges zt“ nch getreten ts; 111 Bczug auf die zuzcite, so vc1dic11t die "Tendenz des Restripts die Ach11111g aller ernsthaft christlich (Bestnoten; aber gegen die Form und 2111101111110 erheben fich einige Bedenken; die dritte Frage beant- wortet fie vollig zu (91101110 dcs Akchidiafonns 11151500: 11110 sucht 11111 über jeden Vo1'wurt zn rech1fertjge11. _ Die Berliner Faknltät erkennt das 1110111101000 überall in scinem 0011111 Rechte; in Bezie- hung anf den 211chidiako1n1sKlößner, so kann sie den eingeschiagenen Weg desselben unter den _angegxbenen Umständen 010111 für angemessen ccnchtc11 und hat über ["nur Schrift in formeller Hinficbt einige, be; sonders aber gepen, den Inhalt derselben sebr erhebliche Ausstcllungen zu 111110101- - Die Fakultät xu Göttingen beantwortet die erste Frage aleich den beiden vorerwähnten, die zweite ähnlick) der zu Jena: wenn se auch gegen die Tendenx dcs Resfripts nichts zu erinnern habe, so glaubt se dock), daß bei Erlaffung desselben eine größere Vor- und llmficht zu wünschen gewesen wäce, Klößner dagegen eine Z111echtweisung verwirkt habe. Zu radeln sev der Weg, den er exp- geschlagen, wie die Stcnung. welche er einnimmt, und die „Angriffe, die immer zu erkennen smd, wie verborgen fie auch scvn mogen und Wenn er auch 1111111 überführt werden könne, fie beabsichtigt 111 _haben. Wknigstens fiele ibm die Scbnld der Unvorficvtigkeit 111. “Zu nbexse- hen sry aber nicht, das: die Q.!xellc, aus der seine Sch1ijte111spr1111- gen, cén cbreuwerlber Eifer fiir Religion, für Denk: und Gewissens: Freihcit sey und eine Veraulassung. sick) verleßt zu halten, den Geist- 11chen aücrdings acgcbcn gewesen wäre. - Das Bedenken endlick) der Heidelberger Fakultät ist, 111 Hinficht der beiden ersten Fragcn, dem von Jma 11110 Göttingen ähnlich; es drückt den W1111sch aus, daß nur dem Ressript eine weniger der Mißdeutung anögeseßte Fas- sung möchte gegeben worden seyn. Bei der dritten Frage stimmt es im Wesentlichen mit dem der Göttinger Fakuljät überein: Die Ver- anlaffung m der Schrift finde sie gegeben, und leicht hätte eine authen- tische Erklärung des Konfistoriums iiber die Auslegung 111 der Rhein- waldschen KirchenZeitung ihr vorbeugen mögen. Wenn sie in Herrn Klößner's Sch11ift 1111111 sons! einen 1111110961! umd kräftigen Sinn er- 1111111, so spricht ste deck) entschiede11 ivre Mißbillignng iiber solche Stellen derselben 11115, wclche cincr anzüglichcn und rcrleßcudeu Deu- tung anéaeseßt smd. 11.

Daurr dcr Eisenbahn-Fahrten am 19. Juli. Zcérdaucr Abgang [ZeitdaYZ von ,um Uhr [ St. 1 M.

PotSdam 15 J)?rg.1 1 39 PotSdam 8; » _ 41 - - Potsdam 12 Mitt. -- 44 Berlin 3 - 39 PotSdam 47; Nm. » 45 Berlin 6 » » 46 Potsdam 8 Abos. -- 46 „Berlin 11 Ade.1 - | _ Potsdam 11;- o - | 56 Die [este Fahrt von Berlin und die erste von Potsdam mitPserden,

Meteorologische B eobachtung. Morgens N11chmittags Abends Nach einmaliger 6 11111. 2 11111". 10 Uhr. Veobawunm.

Abgang___ von ,um Uhr St.!M. 1 Mrg.1- 41

Berlin 10; » ]- 48 Berlin 1; Nm. - '

Berlin 1

1839. 19. Juli.

Luftdruck ......... 1330.10 “par. 335,34““P11r. 335,22*“Par. Quenwärme 8,99 N. L111'twä1“me ...... + [4,80 N. +22,8" R, „.|.-15,40 R. F11aß11101me 111,89 31. Thaupunk! ...... +10?" R. -.|-11.50 R 4.136" N Vodcnwärmc [1,00 N, Dunßsättigung 82 136,1. 44 pCt. 76 pCt. "Ausdünstung 0010-2111), Wetter ........... heiter. 1111111. trübe. Niederschlag 0,009“ Rb. Wind ............. SO. ' S? O. S. 2811111110010 + 23,0 Wolkenzng ...... -- S. + 13,10. Toaeömittel: 335 62“"Par... + 17.3951... + ] 1,9091 1170Ct. SSO.

Knüxyürtigk 11018011. 1111181011131", 16 „11111 011011914. N11"1§1.861111111 5411/16" 50/4", 110. 1023/13. “3112-3111. 207 3116" 511311. 181/8. 935111170 -«-. „411511. 81:11. -, 7111151. «. 1'100111. 1'1'1'1111. 5011. -. 90111. -. 00251011. 111-1. 1037,“3. 1111101910911, 16 .11111.

“111111111 -. 930110 „1111. 18'/2.

711111110111. U., 17, 11111.

oem". 11"/(] "11101. 107 8. 49/9 101'/„ (1. 21/ 9/0 598/4 81. 1% 250, 111. sank-zujen 1839. 18:7. ['arcia1-0111. 1510. 0x. [0080 zu 500 171. 134'/,. 1337/3. 1,0030 211 100 ["]. -. 1,1011". ['Im-5011.70 111. (10. 40/9 11111- 103'/, (7. 1'0111. l-oou 67“/..67'/4. 59/0 50311. 11111. 4'/„. 4. 2'/:0/0 11011. 5,47/10- 54,1:-

1113911031111 . „4011011. 51. (1011113111 640 (;. 7011131110- nebtu User 680 (1. (10. 11111125 Ufer 300 0. chafsburg-Zuel 290 (3. 1301119311: - “feste -. 5111111110 - Meuse -. [„eipjig - 010011011 90'/, €. [(0111 -Kac11011 86 131. 001np.- Centrale «. _

1131111111111, 18. .]1111.

1131111 . 11911131. 1326. Una]. 1111311. 1075/1-

[„01111011, 13. .1111'1.

00118. 30/9 927/3. 1101g. -. Rene 1111]. 19. 131118170 41/4. 1411811. 8011. 8'/4. 21/20/0 11011- 543,*,. 59/0 1031/2. 50/0 1'011. 3]. 110. 39/0 21. 1511111. 111130. -- 11133. 78. 0011111111. 32%. 11121. 20'“„. ['em --. C1111i -. .

' 1'31'10, 15. 11111.

50/9 [Lenke 1111 80111. 111. 75. 30/0 1111 00111. 79. 51). 5“/„ W131)-

311 001111109. 80. ÖU/o 511311. Rente 19'/2- 9353179 41/4. 3"/„ l'on. -». Wien, 15, .11111. 5%, 1101. 1075... 40/„ 102. 30/9821/2. 2'-2“*',/„ -. 1% -. 1131114111011 1530. 11111. 119 1834 ». 110 1839 270'5/,6. 138111061 110159. [)en 20. .]1111 1839. „111711351667 Z“"k-méx- 11711! Lsé/Z-Couxx-ZettU.

...: 1; . () . * pk. 00111. » 1111.11. |""0-111. 17; 1111-11 0.111.

'103' '/ . ' 1035/,2 0.11". 11.11.1111. :1 - 102 103 [1sz 1112515 9011110. (10. 1033/5 1027“ 70 ('N'/; ](ur- 11. Rem". E10. 3-1 -- 103 801110111011: (10. 31 1031/3 _- Coup. 111111 2111-- 8011. 11. [(. 0. dl. _ 90 -- 60111 31 [110.100 - 213 214 Reue Uueaten _- ]Zl/z - 1-“11.1111:11-11'«11 - 13 ' /2 13 01111. (101111111111-

:«1, ". 5 '1'111. * 123/4 [:"/4 111-101110 -- 3 0

31". (30111. '1'1111. xu A] 871. 111101. 1 (Je 11

1405/,

Zt--80bu111-3011. 4 1*r.110g1.01.1. 30. 4 k'köch]-.11.Jee11. „_ [(m-111311. 1111113. 4 -* (10.561101111'011011. 31 "*I '12 14011111. 8611111111. 31 1021/2 11er]. 81.3111- (101,1 4

!(01111117- 110. 4

1121111115" 110. 41 ])aux. 110. 111 711,» «“e-tpk. l'famli-r. ! (7101111. 901. 110..4

„,es/stel - (.'0147'1.

[(an _- 2101. 1 140 [(ur- ,

. 21111. '; 1503/4

250111. 1 1 1 [31110 1 - 1

*1111181413111 .............. (10. 250 [ck“].

113111111115 ................ U10 11111. kin. 300 17111. ] 1,51. 300 171. 150 k']. 150 171- 101) “['111. [W '1'111. 150 )*"1. 100 U11],

l-nutjou ................. 2 1111. - 1

2 311. . - , 2 "1. I “* 1 1017/8 2 me. 995/„2' -

8 '1'330 1 " 1 1021“ 2 1111. *; » i 1013“ 315/12

Wien 11120 )(1 ............. 1111133111113

[111-1111111 ................. [191111111 ................. [71311111111111- b]. «7-- ........ 1'91011111111: ...............

Königliche Schauspie1e.

Sonntag, 21. Juli. Jm Opernhause: Die_Stumme von Portici, große Oper in 5 Abth., mit Ballet. Munk von Auber. (Dlle. Lilla Löwe, vom Hoftheater zu Mannheim: Fenela, als Gastrolle. Dlle. Sophie Löwe: Elvire.)

Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. :c. '

JNontag, “22. 31111. Im Schausptclhause. Zum erstenmal: wiederholt: Der beste Arzt, Schauspiel in 4 Abth., yon Franz Fels. Hierauf: Drci Frauen und keine, Lustspiel m 1 Akt, von G. Kettel.

Dienstag, 23.3011. Jm Schauspielhaqse: P1_ecéosa,Scha111 spiel in 4 Abth., von P. A. Wolff., mn Musik von C. . von Weber. (Dlle. Lilla LöWe; Preciosa, als" Gastrolle. Herr von Hejdewaldt: Don Alonzo, als letzte Gastrolle.)

Kdniqstädtisches Theater.

Sonntag, 21. Juli. Neunzehnte große akrobatisch-athles tische Vorxkellung in 3 21511). Vorher: Madelon, oder: .Die Magd am Herrschaftstiscl). Lustspiel in 1 Akt, von ON. Tenelli.

Montag, 22. Juli. Der „Barbier von Sevilla. Komische Oper in “2 Akten. Mufik von Rosfini.

Dienstag, 23. Juli. Der Alpenkönig und der Menschem feind. Großes romantisch-komisches Original-Zauberspiel mit (Gesang in 3 Akten, von Ferdinand Raimund. (Dlle. Eichbaum:

Lieschcn- Herr Plock: Habakuk.) _

Markc-Preise vom Getraide. Berlin, den 18. Juli 1839._ Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. : Sgr. 9 Pr.; Roggen 1 Rthlr. 10 Sgr. auch 1 Rthlr. 7 Sgr.; Hafer 1 Rtblr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 215 Sgr. 3 Pf. Eingegangen find 26 Wispel. ZU Waqser: Wei1en (weißer) “2. 311011. 20 Sgr., und 2 Rtblr. 15 Sgr., auch 2 Rahlr. 12 Sgr. 6Pf-; Roageu 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rtblr. 5 Sg: ; kleine Gerüe 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 28 Sgr. 9 Pf., aucb 25 S r.; Erbfsen (schlechte Sorte) 1 Rtblr. 7 Sgr. 6Pf., 111111) ] Rtblr. 5 gr. Eingegangen sind 1104 Wisvel 9 Scheffel. * Mittwoch„ den 17. Juli 1839. _ Das Schock Stroh 7 Rthlr. 20 Sgr., auch 6 Rthlr. 7 Sgr. 13 Ps.. Dcr Cemner Heu 1 R1blr., auch 20 Sgr. , Branntwetn-Pretse vom 12. bis incl. 18. Juli 1839. Das Faß von 200 Quart nach Trakleß 54 pCt., nach R1chtn.“ 40 pCt., gcgen baare Zahlung und soforttge Ablteferung. Koru- Branntwein 21 R1b11., auch 20 Rtblr. Kartoffel-Brauntwein 1891111112,

0116) 17 11111911“.

3 1701311. »

Verantwortliäzes «10111017, * 421-1110 [ d. " Gedruckt bei A. W. Hayn.

„_ . „..-. . __ "' **

Allgemeiner Anzei

schäftH-Lokal, Taubcnstraße Nr. “2.7, als außerhalb bei ringer brmgt [)u säunntliciyeu Agenten der Anstalt unentgeltlich zu Berlin, den 13, Juli 1830.

Djrection der Preuß. RentU1-Versichcrungs-Anstalt.

Bekanntmachungen.

- Bekanntmachung, Der unterzeichneten, *;Dirextion gere1ch1t„es zum Ver gniigen, hiermit zur dffentlrchen Kcnntmß brin en zu

haben.

B l k 1 1 0 11- mit der Staffette 2 F1. 12 Kr.

können, d1s; die am 15. Februar c.". eröffnete 3 reuß. „" chtc11-Vcrficheru11gs Anstalt 11111 der ermarteten regen Theiluabme zu erfreuen hat. Du Anzahl der bis heute gcb11chtcn Einlagen benäat in Klasse 1 11 111 117 s 1'1 61 21

in Summa

634 352 104 120 ::.-1405 Einlagen.

Z11gleich macht die Direction mit Bezug auf §. 10 Sonntag mit dem Beiblatt:

der Statuten darauf aufmerksam, daß ,der erste Ab- schnitt der diesjähri en Samme1:§pe11ode mit 08111 2. September c. ab (luft und bei späteren Etn- xahlungen ein Aufgeld von sechs Pfennigeu

ür “eden Thaler entrichtet werden muß. nischen und bläß lllsig? „U"d Dexr Prospekt der Anßalt, so wie'Formulare zu den wohl nicht nur am Rhem- 1ondtkn in ganz Deutsch

Aufnahme-Deklaraüonen, sind sowohl hier im Ge- land Anklang finden werden.

Literarische Anzeigen. Der Deutsche Postillon

erscheint vom ]" Ju“ an Wöchentlich dreimal“ jeden 113115138 111113110 1511311011 0156111011011 11110 111 1111011 111111 1111313111108 211 0111311611:

011105101111111113 8)'1'1ä(ck-'1 011'1t3 ec 510553110 011- Jan yon 14), Z, 111 3 311 110111. 1100111111310, 3111101130 811111 1,039" uml Bromberg.

'17'; '1'1111'. . 2 - 170110000101 01111011. . 2; -

redigirt von E. M. Oettinger. ' Der Deutsche Position 117 der Nachfo! er des Rhe:-

Mannheim, den 1. Juli 18:19.

1111 1761111110 1101 11110

' 110011113011lunge11 (185 10- D16 Staffecw, [11111131 _ 131111130 1310111311630.

traurige elodiecn, die

8011181 papier 6811.01]

Die Staffette von Oet-

11er für die Preußischen Staaten.

moristisch:satvrische Ec11rcbiider,flei11e| Novellen :c., und ein Feuilleton dcr wiel)1igste11Ne1113- keitcu 0115 dem Gebiete der Kunst und Ltteratur.

"1illon ko1ct bier halbjährlich 1 F1. 48 Kr., Der Po! ' Außwärts erhöht fick)

déeser Preis um den jeweiligen Yosiaufschlag. Alle Postämter Deutschlands nehmen Bestellungen au.

11113111111111g1103 11318011.

gr. 8110 111011 311101" 1110011. .

[11 (1011150111011 1'61'111Z'L 311111 11. 111. a. 311011 1011111111111" Userke 6150111611011 11111] 11111011 11111? 8110111131111111118611. 211 110211211011:

1101111131111, .*1. “1*.. (1131110101103 5)'1"1303 libri 111.-

41110]. 1827. 4 “11111".

1111011110118, 1). Z., 531135111115, 111 sst, (31311111111- 1103 111151030 831136110, 011111 17'1111113111011115 neces- 83'11c3xi 010. 410. 1741. 1,1 11111.

(11111 110ti§ [11111010g1013 ec criticix, 011111. . 11. 031110. 81113]. 1768. ] '1'1111'.

„.___-__-

531115, 111111 173131115111131. 111011. t11111 (1011111110 11110111-

953110110111 337113011111 01 1001311810112 131 en1i,.

1105101101190" 1110111111“ 1181111121! 311 1116 8001103011100- 111101" 111 11011111 (8100111131111 Wo. I),.

___-PM

,.

11“ 11

Allgemeine

lSleI-Zli 7111.

chE3201.

AthckW Rachrickrm1 Kronik des Tages.

Des Königs Maxestäc_haben dcm Sen1.énar;Dirthor, Pfar- rer Herzog zu Pelpltn, eme Nymerar-Präbende an dem Dom- stifce daselbst huldlelchsk zu verlechen geruht.

Beideram18te11u11019ten d.I)k.geschelencn ie un der ] “te Klasse80sker Köxnigl.Klas1e11_Lottcrie fieldchH11uch1Z1'nngvon6'000 Rthlr. aqurIYJJJ ; dienächüfolgcndan (551110100er 151109111111. fielen auf Rr. 10,047 und 71,100; 3 Gewinne zu 1000 Rtblr. auf Nr._33,9121. 47,261 11110 77,636; 4 Gewinne zu 000 R1k)1r, 11qu128112. 9323. 21,22211110 21,930; 5 Gewinne 111 260 Rcylr. auf Nr. 10,070. 23,268. 37,222. 30,108 und 53,201; 10 Ge- winne zu 100 Rthlr. aus Nr. 10,100. 23,100. 20,175. 10 080. 05,323“, 71,27f1. 72,712.) 02,337. [00,710 und 110,2;17.

er An ang der iehum Ltcr cht ? die'er 0 *1'“ ' den 15. August d. J festgesktxt. Ü ' L m W tft anf Berlin, den 20. Juli 13:10 Königl. Preuß. General-Lotrerie-Dirccrion.

?Lngekommep: Der„Herzog1. Sächsische Geschäfts'trägc-r am Köntgl. Bayerwyen Hokc, Legations-Ratk) R1tt111eisrer von Elsholß, von Münchcn.

Abgereisr: Se. Cxcellcnz der ""Kikklick)? Gehezmé Staats- und Minister des Innern und 081 Polizei, 0011 Rochow nach Stettin.

Zeitungs-610chrichken. AUSland.

Frankreick).

, Pairs-Kammer. Silzun vom 10. ("alt“. Na dem dte Paus in ihren Büroaus meh?ere von OeZJchie1'ungchein- geretchte S_eseß-C'ntwül'fe geprüft hatten, wurde die Berachung dxs Geseß-Tncwurfs über den Generalstab eröffnet. Die Be- sttmmung dßs lstcn Axtikels, vermöge Welcher ein General-Lieu- tenant nur tn dcm Fglle zum O)?arschall von Frankreich beför- dert merdey kann, da!; er, dem Feinde gegenüber, den Oberbe- fehl 1111er eme Armee oder ein aus mehreren Divifionen verschie- dener Waffen-Gattungen bestehxndes Armee-Corps gefühlt bak, wurde von mehreren Rednern angefochten. Der General De- jean_ bemerkte dagegen, daß es schwer seyn dürfte den in dieser Y_esttmmung enthaltenen Bedingungen zu genügen., Wäre schon fruhxr 11ach derjclben verfahren worden, so wärde der General ValsemchcMarschaU geworden seyn. _ .Der General Sparre trug auf die Ueberweisung des Art1kels 1111 die Kommission an. Der Baron Dupin bemerkte hierauf, daß, Wenn das Gesekz amendirt würde, es in dieser Sesfion nicht mehr von der Dc- putirten-Kammer angenommen werden könnte. Die Kammer entschied darauf, daß der betreffende Artikel nicht der Kommis- sion zu Überweisen sey. Es wurde hierauf der erste Artikel des Entwurfs unverändert angenommen. Eben so der Tce, Ice, “ne «M und 6te Artikel.

Depucirten- Kammer. Sißung vom 15. Juli. (Nachtrag.) Aus der Erörterung Über die Subventionen für die Kdniglichcn Theater ergiebt sich, daß die Académie de 11111- fique 620,000 Fr., das Thééxtre francais 200,000 Fr., die ko- mische Oper 240,000 Fr., das Ztaliänische Theater 70,000 F1. erhält. Bei _der Erörterung führte der Minister des In- nern zm, daß die Subvcntion für die Jtaliänische Oper nur noch fur eine bestimmte Zeit auf dem Budget für 1840 aufge- f11hrt_ Werden solle.. Tic dem Ablaufe des gegenwärtigen Pri- v1leg1ums-Wcrde ste eingezogen werden. Die Kammer betviUigte hterauf dte_ Subvention für" die Königl. Theater im Betrage von 1,134,000 Fr. In einer Weiteren Erörterung gab sodann die Perseßung der Findelkinder Anlaß. - Herr Petiniaud Zurtiol etklär-te dieses System für durchaus schädlich und un- myraltsch. ,Dteser Ansicht trat auch Herr von Lamartine bet. Er htxlt den Gefichtspunkc, von dem man hierbei aus- gegangen, fur_ganz trrig. „J)?an hat“, sagte er, „vorausgeseßt, daß vcele ehel1che Kinder aUSgeselzt würden. Um diesen Miß- brauch zu verhüten, ist man auf den Einfall gekommen, nach Ablauf einer gewissen Zeit die Kinder von ihren Ammen weg- unehmxn und fie nach einem anderen Orte zu bringen. Zn 018? dteser Versetzung ist die Sterblichkeit außerordentlich ge-

stiegen. Aber das ist für mich noch nicht die Hauptfrage, som '

dern vielmehr die: ist es gerecht, un lückliche Kinder welcke an den Sünden ihrer Aeltern unschul?)é_q sind, aus" deé Gestä- schafk auszustyßen? Wird durch diese Vcrselzung nicht ein ge- wrsses natürltches Gefühl, 1vclchcs aus dem Zusammenwobnen eytsprmgt, aufgehoben? Können die Ammen für die Kinder, dre cker hald wieder entriffen werden, ein zärtliches Gefühl fassetx- Etne „Folge davon ist, daß viele Pflegeältern, wenn it)- nen 'hk9,Zögltnge lieb gcjvorden sind, dieselbenbehalten und se auf etgene Kosten ernähren. Sie müssen also, unaeachtcc ihrer Armuth, dem Lande ein Almosen zahlen.“ - Der Mini- ster des anern. erwiederte: Wenn der vorige Redner be- merke, daß vxele Kander von ihren Pftegeältern behalten wür“- den, so bewetse das ebxn, daß ihre Aelcern fie wieder an stch genommen hätten, da!; diese Kinder wieder in ihre Familien ::Menommen seyen, und das sey gerade das Resultat, welches die „ZWZÄYYM habe. _" Herr*Dupin vertheidigte ebenfalls dauern 0 ZW Maßregel. Er sagte: „Sie sprechen Z 1 Be- ihrer Zda11 ber aus, daß Pflegeältern, Welche mit dem erluft tra en. SBZ; bedroht smd, „ste behalten und die Kosten selbst gefdgihl Welches K| das Urthetl Salomo's, das ist das Mutter-

! bervorbrichc, wenn das Kind bedroht ist. Diese

; streckt worden. ; in der Vorstadt St. Jacques entdeckt.

Berlin, Montag den 221701

Juli

“,x/

- 1839.

Maßregel ist also Weit entfernt unmoralt u "- ' - . n und weckt vtelmchr eme edle Empfindung?“ fck z 1 y ,

Paris, 16. Juli. Die Regierun at au tele ra i“ em ?Zege Über Karlsruhe und Straßburx? l(Jie Nafchrick)gt 115111611111 ÖMZ des Suchans erhalten und heute bekannt machen lassen. «111 Folge 0111er Nachricht begaben fich gestern Abend alle Mi- 111sc_er nach quilly und blieben daselbst bis nach Mitternacht vermmmelt. Hegce "Morgen ging ein Kab111ecs;Couricr nach Toulon ab, um stct) do1t nach Konstantinopel einzuschiffen.

Vyrgestern Nachmittag wurd? Barb-"s Familie und seine Yet'thetdtger 11011 0er »)]?ilxderung seiner Strafe in Kenntniß ge; jetzt, ohne 031; ste ]edock) 1ch011gewußthätcem zu welcher Strafe er verurtherlc Morden wäre. Sie begaben sch) alsobald nach dern Luxemboyrg. um de_n Verurtheilten von dem C1folg ihrer chvendung 111 Keyntniß zu selzen. Barbéss, der Wenig Hoff- n1111g zu _haben schren, tvar an diesem Tage in eine getbisse OJ1e1anch0lte 0ersunkxn, ohne daß er ]edoct) seine Ruhe und seine Restgnatton emgebüßt hätte. Er glaubte, daß seineHinrichtunq auf den folgcnpenTag angeselzt wäre und hatte das„Handbuct) des Chri- sten““gelej-en. Um 411h1' forderte ihn derGrcsfter des Gefängnisses auf, 11ch ms Sprechzimmer zu begebéu, in welchem der Direk- tor dre Thür, [welche die Besucher von den Vcrhascetxn trennt, harre wegnehmen lassen. Kaum erschien 2311113148 auf der Schtvelle, gls sxme Schtvestey u11d„sein Schwager in seine Arme stürzten. A1n_21bend untcrh1elt s1ch Barbi-s mit den Hausbeamcen und bemuhte sich auf keine Weise, die ihn bewegenden C111pfindun- gen zu verhergen. „Dee Lehre ist hart für mich gewm'cn, sagte er, 11110 w:o es auch kommen möge, meine politische Rolle'ist ausgewtelt.“ 11111 dre; Uhr Morgens erschienen z1vei Wagen, 13011 denen der eme in zehn, der andere in acht Zelien abge- thetlc War. D"€n Vorsctxrtfcen gemäß, werden die Verurtheil- ten an „den Fußen gcfcüelc und mit einem halb rothen, halb gelben Linzuge bekleidet. Dies wurde nicht in ?[usf11hrung gc- b1'acht;. dagegen gestattete man den Gefangenen weder Tciback', 110€!) Geld, noch Becher. Jeder der Gefangenen wurde besonders m den Wagengefuhrr und in seine Zelle gebracht. In den kleine; ren Wagen stiegen Martin Berncxrd, Delsade, Austen, »))?ialon und Barbe-s. Barbe-s stieg zuletzt ein. Als man die gewöhnliche Frage, ob er Geld oder Tabac? bei fich trage, an ihn richtete, ant- wortete 'er verneinend. Als" er gefragt wurde, ob er Bücher hahe, zetgtx er das „Handbuch des Christen“, welches man ihm lrcß. , Bee seinem Abschiede dankte er dem Direktor und dem éreffter, deL ihm die Nachricht von der Anwesenheit seiner Famiti; im-prechzimmer gebracht. Als die Thüken des Ge- fangnisjes stck) 1chlossen, wußte Barbé-s noch nicht, WelcheScrafe Über ihn verhängt sey. Der erste Wagen ist in der Richtung nach I)?ont;Saint-Michel, der zweite in der Richtung nach Doullens abgegangen.

Ein anderes Blatt will wissen, Barbé-s sey nach Brest ab- geführt morden, und e_r Werde doch nicht 11111 den andern Sträf- lcpgen zusammengebracyt werden. Diese Aenderung soll durch dte behgrrlcche Verwendung mehrerer Mitglieder des Kabinets veranIlIaßt Xorden seyné

, er -ourrier rantxais erklärt 1“ 0 U11 11 rieden mrc der Milderung der Strafe , bißchÉaZsZs 7,11 fTheil geworjden „:|. „Die beschimpfende Galeerenstrafe“, -sagte er, „rst. keene Begnadigung, sondern eine neue Strafe, und wir 101sse11 111 der That _nicht, ob es nicht besser War, der Gerech- t1gke11 :hrcn freien Lauf zu lassen, wie der „Moniteur“ sagt als emen Menschen, Welchen man dem Tode entriß, zu brand,- 1nark-cn. Dae Milde, Welche nur auf Kosten der Ehre rettet, tst eme That ohne Würde. Welche Vorsteliung sol] man sich von emer-GeWalc macyen, Welche mit der einen Hand nimmt, was fie mat der anderen gegeben, Welche ihre eigenen Wohlthaten zy beda,u,ern undzu verwünschen scheint. Die Galeerenstrafe paßtnicht fax polttrsckxe Verbrechen. Es wäre dies das beste Mittel, das Bagno W1ederzuThre0zubrt11gen. In Spanien schickte dieRegierug Auf- „rührcxr und Drehe bunt durcheinander in die Präsidien. Was 111-dle Folge? In Spanien hat das „Bagno selbst für den Rttcer der Heerstraßen aufgehört, ein beschimpfendcr Ost zu seyn.“ th ähnlichem Sinne spricht sich der Commerce aus: „Uns scheme es“, sagt er, „ein großes Glück, daß das „Blut mcht gestossen i]"t„und wir lassen denEmpfindungcn, welche vor d-emftrauxtgen Btlde des Schaffotts zurückbebten, alle Gerech1 t1gke1c wederfahren. Zu bedam-rn ist es indeß, daß man bei elner]: Akt der Gnade zweifelhaft seyn kann, ob derselbe eine Verjchäcfung oder Milderung der Strafe ist.“

Heute Morgen figd wieder funfzehn Verhaftsbefehle voll- Es heißt, man habe eine geheime Pulverfabrik

. Em htefiges Blatt behauptet, man habe bei mehreren der m den lxkzten Tage_n Verhafreten Aufnahme-Karten verschiede- nxr gehetmer Gcse1ellschafcen gefunden, z. B. der Francs Bour- gtgnthZs, desk ?clhmi?) de ['Egalité.

» Tan pri t ier viel von einem neuen ro'ekce wel 'es dem Marschall Gérard vorgelegt ist. Man de 1fick) ,erinnérn, _daß wßhrend der Unruhen am 12. und 13. Mai die Aufrührer m waatwohnungen drangen, und die Bürger oder deren An- gehförrge zwangen, ihnen die Waffen aUSzuliefern, welche sie als Mtxglseder der Nationalgarde im Hause hatten. Auf diese Welse haben die Aufrübrer mehrere hundert Gewehre erhalten. Jetzt sollen nun die Waffen sämmtlich auf den »Maérien ficher deponirc werden. Jeder National-Gardjst würde eine Num- mer für sein Gewehr erhalten, und müßte jedesmal, wenn er den Dienst hat, seine Waffe auf der Mairie abfordern.

Während in England eine der wichtigsten Reformen in Bezug auf die Briefpost auf dem Punkte steht, ins Leben zu treten, hat auch in Frankreich Herr Piron, Unter-Direkror der Posten, einen durchgreifenden Verbesserungsplan in Vorschlag gebracht, der, wenn er zur Auskührung kommen sollte, nicht nur von der höchsten Bedeutsamkeit für den Handel und den innern Verkehr seyn müßte, sondern auch, aller Wahrscheinlich- keic nach, der Post-Verwaleuns eine höhere Einnahme ver-

MM 7__

Y

schaffen wßrde. Die Einnahme der Post ist nicht in dem „Grade Keßlegen, wie der Verkehr überhaupt, denn während 01 (Zern Zettraum von 1816 bis 1836 die Abgabe, welche die Pon von de11_ andern Beförderungs-Anstalten der Reisenden erhebtéoon 1,009,000 F1". auf4,305,000 Fr. gestiegen ist, hat fich der rem_e_&r*trag der Poftenén demselben Zeitraums nur von 19,825,000 “_UerVMUUNUU Fr. ?rhdht. Also der Transport der Reisenden hat slck) vekdkelfachk, 01e Einnahme der Posten nur verdoppelt. Diel rührt daher, da]; das Porto zu hoch ist. Ein Arbeiter, der aus“ dem Dxpartemetxx nach Paris kömmt würde für einen BMC. an sexne Fa_n11lre fast sein ganzes agelohn auSgeben. Dee .Folge 111, da[; weniger geschrieben wird, und daß man andexe Gelegenheaccq benutzt. Aehnliches tritt auch bei den Kaytleuten em. Ste machen fick) kein Gewissen daraus, an tamend Wegen Brrefe durchzuschmuggeln. Den Unterschleif bxfdrderc ja jeder von den 6000 dffentlrchen Wagen, jeder von den 111-12,000 Reisenden, die täglich auf den Landstraßen umherrollen. Ein jeder hat einen oder mehrere Briefe in ver Tajche, welche der Post entzogen werden. Herr Piron schlägt 131? Zahl dex so beförderten Briefe auf 63 Millionen an. Es 111 abeß Wohl kaum ein Zweifel, daß, wenn das Porto her-gbgeyxßx würde, ein Jeder eine sichere Beförderungs- WZ"? 0171er ungewissen vorziehen würde. Das Nächste ware aljo Herabsetzung des" Porto's. Das ist es auch, Was Herc- Piron in Vorschlag bringt. Derselbe ist mit zwe; verschtedeney Plänen hervorgetreten. Der erste würde da- rm bestehen, daß man die Zahl der verschiedenen Abstufungen der Entfernung und der Sch1ve1'e, nach denen jeßt das Porto berechnet wird, verringerte. Dadurch würde das Geschäft der Post- Beamten ßch vereinfachen und der Preis niedriger wer- den. Diesem Plane zufolge sollten nur noch sechs Abstufungen bctbehalten Werden. Weit durchgreifender ist der Weite Plan, der s1ci_) an den in England beantragten anschließt. Diesem u- fo_lge_ ]ollre ein bestimmtes von der Länge des Weges unathn- gages Porto festgesetzt Werden, Wobei der niedrigste der jetzigen Ansätze zum Muüer genommen Werden würde. Die Briefe, Weelche in dem Arondjssement deüelben Post-Büreaus zirkulirten, wurden ein Decime, die von einem Büreau zum anderen gin- gen, zwei Decimen bezahlen. Es fragt fich nur, wel- ches das Resultat dieser Veränderung seyn werde. Im Jahre 1836 wurden 111 Frankreich 79 Millionen Briefe befördert. Davon in demselben Post ; Arondissement 1?- Millionen außerhalb Paris und 7 Millionen in Paris selbst und 67 Millionen von Büreau zu Büreau. Die erstere Art von Briefen würde 1,200,000 Fr. eintragen, die axxdere 14,6011,000 Fr. Im Jahre 1836 gewährte aber die Briefpost einen Ertrag von 35,665,000 Fr., durch die Vermin- dxrungY der Taxe müßte also die Zahl der Briefe fast um 1001161; steigen, wenn die jelzige Einnahme erreicht werden sollte. Herr Pixon ist indeß der Ansicht, daß ein solches Re- sultat nicht würde ausbleiben können, und wenn er auch im ersten Jahre auf einen AusfaÜ in der Einnahme gefaßt ist, so glaubt er, doch, daß schon im zweiten Jahre die gegenwärtige Zahl erxetcht, dann _aber rasch überschritten werden würde.

, k_Dte Presse bythc folgende Angaben über die l“indelkt'nder' m Jrankrerck); „Dre ahl der jährlich auSgeseßten “inder, sagt fix, beläuft s1ch auf 35,000. Diejenigen, welche dem Staate hrs zum Altex von 12 Jahren zur Last faklen, belaufen sich auf 120,000. Dee Sterblichkeit der Findelkinder unter zwölf Jak)- rxn ha_t zwar seit mehreren Jahren in Folge der in den Hospi- zren xmgeführten Verbesserungen abgenommen, indeß beträgtfie noch 1mmer das Doppelte der Kinder, die bei ihren Aeltern leben. H;):e AusZabe für ein Findelkind wird durchschnittlich auf 82 Frcs. ]ahrl1ch versanschlagt, was 984 Frcs. bis zum 12ten Jahre macht. Dte Unterhaltung der Findelkinder legt den Depar- tements und dem Staate eine jährliche Last von 10 Millionen auf.“, Vor allem, m_eint das“ genannte Blatt, kommt es darauf at), dtefFrage zu lösen, wie man es anzufangen habe, daß die F1ndelkmxder nur noch einen Vorschuß kosteten, den ihre Arbeit wteder erntrüge. Das würde sich am besen durch Errichtung ecknes Syßems von Erziehungshäusern und ländlichen Kolo- meen erreechen lassen. Diese müßten sich gegen die Hospizien a1s Schulqner der Summen erkennen, Welche dieselben bis zu exnem getptssen Alter auSgelegt hätten. So würden die Findet- k1.nder kerne öffentliche Last mehr seyn und auf ihre Zahl gar nachts mehr ankommen.

Das Journal des Débats äußert gegen die Angriffe auf dte Subventionen für die Theater: „Ueber diese Frage werden alle Jahre dieselben Declamationen zu Markte gebracht. So lange indxß der Sinn für die Künste in Frankreich noch nicht ganz erlo]chen ist, wird man dieses Kapitel nicht aus dem Budgct streichen können. Schlimm genug, daß es LSM? giebt, welche nicht einsehen, daß Anstalten, wie die Museen und Thea- ter, zu den ersten Bedürfnissen einer Nation ge ören. Wir möchten dock) sehen, ob fich Frankreich durch dies Md? gegen den Luxus wird bewegen lassen, seine Gemälde, seine kostbaren" Sammlungen und seine Denkmäler zu verkaufen. *

Man glaubt jeht, daß unter den gegenwärtigen Umständen Reschid-Pascha nicht nach Paris zurückkehren, sondern sich in Marseille einschéffen wird.

Die Nachricht vom Tode des Sultans brachte heut Mor- gen viel Leben in die Papierkäufc bei Tortoni. Die Zproc. Rente wurde für 79.65 gesucht; indeß dauerte diese steigende Bewegung nicht lange und fie wurde bald wieder für 79.56 ausgeboten.

Man schreibt aus Toulon vom 11. Juli: „Nach den Be- fehlen des Marinez Ministers zu uxtheilen, die an al1e Häfen ergangen find, sche1nt es, als ob dae Escadre des Contre- Ad- miral Leblanc vor Buenos-Ayres bedeutende Verstärkungen er- halten solle. Unsere Zwistigkeiten mit der Ar entinischen Re- publik scheinen den Krixg nothwendig zur olge haben zu müssen. Das Bombenschtff „Cyclope“ sou augenbLicklich-wieder in Stand gesetzt werden; es ist erst seit einigen Tagen von

Mexiko zurückgekehrt, wo es einen großen Antheil an der E11“!-