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nur sehr aügemeiner Art seven, daß abxr dennoch dt? RUM?“ keit der in den Zeitungen enthaltenen Angaben nur zu stk)r durci; dieselben bestätige werde. ,
„Mehrere Häuser“, ber der Minißer fort; "find .nlÖd'kßebMMté ander.“ gxplündert worden, dra» glaubr,ich*, daß_„1ksk d" 'i“ [?ck „to" bekgiüeUL isi. In wie weit die Bevotdeu da",?! "Tm""*§,"!.icht* „. kürficn, daß der Pöbel so weit gehen kong". la,!“ "ck? "OoTZrurven- sw:". Urbiiacnz darf man annehmen, dai; dee polizei "r“ "1"an 5.111.111“ in Birmingham vollkommen ;Uk U""W'chZ*"-“ fk?" 2111 "**“ gen:":qx'n. Warum Dem Loxd-Uea-teuayt Ok„k „**HÜ'T'ZLY'FFTYU „?,.W 712111115111 worden, weis; ick) mcht. Df! 3'"""*K"*'“ "[Z e“ e “der“ 01111, neren Wye: anqechbe" Nachslä" 'k' M""), der """WLM ep wn söaén llxxion acin-„mot worden, rexdmtx “MUM? FMM" !) sFr [3a xen 1:11) d escibe "voraus, (“*-"7 Ms“; T-kc'bm end ch “1 b e (11 ' Yasmin“: sfjvrcu ua:"iffz, „Wer nc batte „_dte le_erzcngnng, das: gcivalkkanits Emscbrkitcn „SUM MMU“): UART"? das Uxbcl 11-5,» [,sjjcch, sondern es 111 noch_1ch1tmmerer „9114411;an Ausdrucks hmmm wiirdc- UFNIFUÖ. “77 mxu “"ck '" ]cncn-jlmo: nrn mcht dic UZQM Diese!“ Orc-gmjic mcht", sondern nnr 1-1 dxn
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Der Herzog von Wellington meinte, daß, wenn guck)
aus der Erklärung des Ministers hervorgehen möchte, daß es an einer hinreichenden TrUppcnmaM niciyt fehle, droct) eben so sicher daraus erhelle, daß nicht die gehörige “21ute.uät vorhan- den sry. „Meiner Ansicht nach“, füxte der Herzog hinzu, „rührt das aber daher, daß die JNitglieder des Dkagrstcats von Birmingham nicht nach den Intentionen der Munizipal-Reform- Akte und des Parlaments, welches diese Akte beschlossen hat, durch selbstständigen Beschluß der Krone ernannt worden sind, sondern auf die Empfehlung einer gewissen Partei, welche sich drs Einfluffes dieser Behörden zu ihren Zwecken zu bedienen beabsichtigte. Die Folge davon war denn, daß, nachdem die Stadt länger als dein Woche hindurch der Schauylalz des gefährlichsien Tumulus gewesen, sie, eine der größten Fabrikstäote des Landes, am Ende gar wie eine durch Sturm genommene Festung behandelt Worden ist , und ihre Häuser hat in Brand stecken sehen. Ick habe mich oft genug in erstürmten Festungen befunden, aber nie habe ich von solchen Gctvaltthätigkeiten gehört, wie sie in voriger Nacht in Birmingham vorgefallen. In früheren Zeiten hätte dergleichen in diesem, ehedem 1o friedsamen und glücklichen Lande nicht ge- schehen können.“ Gegen die in der Rede des Herzogs enthal- tenen Beschuldigungen nahm Lord IJTelbourne nochmals das Wort, nachdem der Graf Warwick seinerseits seine früheren Behauptungen Über die Begünstigung der Cbartisten durch das )?mifterium wiederholt hatte. Lord ONelbourne erinnerte daran, da;"; es nichts Ungewöhnliches sey, wcnn Plünderungen vor den Augen der Soldaten und PolizeßBeamten vorgenom- men würden, da diese nicht ohne einen aUSdrückiichen Befehl der Civil-Bebdrden einschreiten dürften.
,„Umec dem Mmisterium des chzogs von Wellington (UM“, sagte der Min1ftcr, „ereignete sich bei dem bekannten Vorfaile zu thüngbam Aehnlich». In Birmingham ((beim, wie aus den mir zugckommenen Berich1en hervorgeht, derse1be Grund vorgc1egeu zu haben; die Polizei Wartete auch auf Befehle der Bcvörden, die 111cht glaubten, daß es gestern Abend zum Tumult kommen werde. Wier- dings ist es möglich, daß man darin eine Naciilässgkcit von Serien der Behörden finden könnte, bei der Unvollfiändigkeit dcr bls ]cjyt em- gcaangcnen Berichte muß ja; indeß bitten, mit allem llxtvezl 11011) zmiicfzubalten. Ueberlriebcn ist es jedenfallK, Birmingham m1t cmrr eroberten Stadt zu vergleichen, da sich die Zahl der nieder cbrqnntcn Häuser auf zwei beschränkt. Bei der Erwählung der agifimts- Mitglirdcr habe man übrigens auf die Achtbarfeit ihrer geieu:chaft- lichen Stcnuna alle Riicksicht genommen; daß einige derselben Mit- g'ildcr polit1scher llnionen gewesen, darf man als kerne Untauglichkeit zn dcm Amte betrachten; wolite man dergleichen berücksichtigen, so wiirde man große Schwierigkeiten ßnden, die öffenllichen Acmter zu besetzen; ici) meinerseits wenigstens würde in die größte Verlegenheit geratbcu, wenn ich Jemand ausfindig machen sollte, der niemals Fri)- 1er begangen, niemats heftige Reden geführt, niemals gefährliche oder übertriebene Theorieen durch den Druck bekannt gemaeht hätte.“
Der Herzog vox: Wellington schien es seht: übel zu ver- merken, daß ihm Uebertreibungen vorgeworfen wurden; er hob daher nun die von dem Premier-Minister selbst eingcstandene mangelhafte Kenntniß desselben über die Vorfälle heraus und erklärte, das sey nicht die Art und Weise, das Land zu regie- ren. Nicht auf die Verbrennung von ein paar Häusern be- schränke stch der Unfug, nein, es seyen mehrere Häuser förmlich abgebrochen und die Materialien auf offener Straße verbrannt worden. „My1ord4“, fügte der Herzog mit Heftigkeit hinzu, „das ist eine GeWaltthat, die meines Wissens zuvor nie in die- sem Lande verübt worden. Und nicht eher, als bis" es so weit gekommen War, zeigte fich eine zur Aufrechthaltung der Ruhe hinreichende Macht. Alles das ist vorgefallen, und die Regie- rung weiß nichts und thut nichts.“ Kaum hatte er diese Worte gesprochen, so erhob fick) Lord Melbourne „von neuem:
„Wie kann der ed1e Herxog etwas der Art sägen?“ rief der M1: visier. „Wann geschab daS? In der vorigen Nacht? Wie ist es mözlici), daß die Regierung etwas dage en thun konnte. Wie kann der edle Herzog behaupten, daß n1chts ges eben ist? Wie kann er vor: ansießen, daß die Regierung nichts thun wird? Während der Dauer dieser Aufstände in Birmingham ist von Seiten der Regierung «nes Mögliche geschehen, um eine solche Gewalttvat zu verhindern. Wel: chen Grund kann der edle Herzog zu der Annahme haben, daß die Regierung ihre Pflicht vemach1äsfigen werde? Mylords, ich behaupte, das; die Regierung ibre PfiicHt nismals vernachläsfigt hat, was die Aufreckythaltung des Friedens betrifft, und der ed!e Herzog ist nicht berechtigt, anzunehmen, daß wir unsere Pflicht in Zukunft vernach- lässigen werden.“
Der Herzog von Wellington wiederholte dessenungeach; tet seine Behauptungen noch einmal. „Ich behaupte“, sagte er, „daß diese Tumulte zehn Tage lang gedauert haben, ohne daß irgend Schritte geschehen find, sie wirksam zu untcrdrücksn und die Magistrats-Personen, welche ihre Pflicht versäumt haben, oder diejenigen Individuen, welche an den Aufsänden Theil nahmen, und von denen mehrere jetzt im Gefängniß zu War- wick in Haft smd, zu bestrafen.“ Der Minister nahm fich der Graf von Fihwilliam an, der sich gegen die auf bloße Vor- ausseßungen begründeten Beschuldigungen des Herzoqs von Wel- lington erklärte und überdies an mehrere & nliche Vorfälle un- ter den Tory-Ministerien erinnerte. Der ' arquis von L on- donderry dagegen stimmte dem Herzoge von Wellington bei und äußerte sich noch besonders unzufrieden über den Ton, in Welchem der Premier ; Minister gesprochen habe, *und den er als geradezu leichtfertig bezeichnete. Der Marquis VW Lansdowne o_eprezirte jedes voreili e Urtheil und nahm d'" PkSMLk-Minlster skgm den Vorwm in Schuß, daß der-
" (km 114 nicbr"schdrig von jenen Vorfällen unterrichtet habe,
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indem er anführte, daß die Behörden und deer Chef der Londo- ; ner Polizei in ihren ltßten Berichten ausdruck11ch erklärten, es ;
sry ihnen unmöglich, ausführncbe "Melduna einzusenden, da fie
- * ., vw“? bcschäfti c "eyen.; * „ , . ""t Aufrechthalcung der OWM"! una ng g ' ? Pflichten vcrabiäumt hätten. Es zirkulirt m dieser Beziehung
Nichtsdestowenigcr bestand der Holzoq W" We1linqton dar-
auf, daß die Regierung genauer unterrichtet 191711 111111519, da sklbsk .
die Zeitungen séron qcnaue Bericim: gäben. Er wieycrholte auch scine übriqen Vorwürfe gegen die chierung m jo bmez rer Weise, daß der Marquis von Lansdowne nociqulrz .das Wort nahm, sich jedoch daraufbeschr«'1111te, zu erklären, da[; 1emer Ucb21'zeuqungnaci) die Regierunq nichtnur nac1)Rec1)t,1ondci-n r*:acl)
Pfiici)! bandcle, Wenn [12 sich eines definitiven U:.thcilv über ', die Schuld oder Nichtschuld dcr Behördkn enthalte, ]ckzt, wo *
kaum 17 Stunden seit dcn Vorfällen selbst vrrfiossrii senen. Damit endete dicse Debatte. Darauf legte der (HrafGtranß-
ford eine die Blokade ron Burnos-Aores betreffende Petition '
vor und spraci) fiel) bei dieser Gclcgenheit schr anssühilrck) [Wer diese Sache aus. C'r etinncrrce Daran, daß die Blokadr ]ckzc schon LTL *)]?onate bestehe, ohne das;, wenigstens dcm 'Sie-iciwine nach, von Skike]! der Briti1chenReqieru11g irgend etwas genhe- hen sey, dieser Behinderung des Handels mit Süd: Amerika ein Ende zu machen.
„Als die Franxosen fich der Insel Martin (Barcia [*emiiMigtch
sagte der Graf unter Anderem. „*:xmcbte allerdings der Britische Bot: ; _ „ * "b am Sonnabemd eine Chartcsten-Versammlung gehaitcn, qu-g'c ; , „ ., 1 lich eine der größten, die bisher stattgefunden. Der Prasident, dcm Parlamente mitgetheilten Tokmncmm fewnt, bcyathcigcutxmy , nichts n'eitrr, als das; Frankreich sici) in srincm Vorbabcn 111c1)1 wcrbc ,
scivaftsr in Parts VorficUm1gen_, aber die daranf am 17. April d. J. cxfolgte Erklärrxmg dcr Fraan-nskvcn Regiermjg, die man aus dcn
stören lassen. In der Tlmr hält Frankrcici) „mch dxc Init! ,noci) xn Bess, als Zufiucipsort fiir dicjcniacu, weiche "ck arch dxe rcciir; mäßtae Regierumq von BUcnoQAvrcYemvrrx bgbcn. Mai! [(i)-Urn alinxlich ru iibersehen, das; ankrcxcii nel) mcht cine 131117 von 110 [ns
“(1,cjm)*xxd„ - so vici1011erbex'citsdieBiokadc, «- angrbiirdct babxrn :* . * ' _. „ i * vrncS-Mrtqltcder den Konvent zu vernichten gedächte, so irre nc
wiirde', obne ["t"-fassmderc Pläne auf die 1111abbängégkcix jcnch S1»; Amerikanischen FrUstaatcn odcr wem,;fiens anf emcn [*.bcrwxcgcxxrcn
Einfius; in dcnjilbeu zn babxn. Abrr wie dem ancix seyn mag, so ;
kksch:int dock) ]cdenfalls die Klage g(xcciitfertiat, welcbe in der von lung trennte sick) um ") Uhr und marschtrte in Prozession durch
bons erhoben wird, daß nämlict) dic chicrung Alles rcrnach1éiss1ßt ] die Stadt, Öl)"? "WM Exzesse JU "MWM"
babe, was den Hat'dcl nach Buenos-Yvrcs schon jeizt wicdcr hätt? :
mir voraebrachtrn Petition von den bedeutendsten Kauflcutcn Lon;
sreinmcich können, und daß fie fü? keinen [1111kk1chc11dk11 Sciimz drr Brinschrn Kauffabrtcischiffc in jenen (“cgcndcn durch Absmdimg von ZirirgSschisfcn Sorge getragen.“
Hr Stran ord beantraitc "cl)ließlicl) das: die Petition « . * „ ( af "af "* Z , ' des Rational-Ronvcnts m “Jkectskkkkk- UM den Tag zu WWW
auf die Tafel des Hauses niedergelegt werde. Lord ZNclbourne
erkannte die Wichtigkeit des Handel;; mit Buenos-Ayres an, ; behanptcte aber, daß derselbe nicht 10 daniedterlirge, wie „man ? versichere. Das Recht, eine Blokad_e einzufahreen, habe ]edcr » unabhängige Stauf, Eingriffe in Misc? Reciyt wnrden geradezu !
zum Kriege führen; man müsse daher um-so mchrKeine Em- mischunq vermeiDen, wo, wie in dem vorliegenden Falle, drr Grund “der „Blokade eiu rcchtmäßiger sci). Wers dic ZynoiFJJTartm Garcia betreffe, so könne er nur sagen, da[; die Brmch Rc- gierung von der Französischen das Versprechen erhalten habe, es solle die Insel nicht ferner im Besrkx; Frankreichs blkibk". Ueberdics sev er überzeugt, daß die *Franzömrhe Regierrmgxzclzt das aufrichtige Verlangen hege, den “Feindseligkeit-rn xm Ende zu machen. Lord Ashhurton bemerkte gegen die Iinsxthrungen d-cs Premier-IKinisters, daß Frankreich der Republik Chili, Obgleich sie auch eine fclbstftändige JJTacht ici), Zeradezu das Recht abge- sprochen habe, die Peruanische Küste in B1okadc-Zusia11d zu er- klären, während es sc1bst, nur um kommerzielle Vortheile zu er- iangen, dieses Recht in Buenos-Ayres in Anspruch nehme. Die ganze Sache löse sick) dabr'r'iti dir Frage auf: So[1__mgn 31-151?- ben, daß die Staaten von S:"!d-Amerika Unter die Füße getre- ten Werden, nur Weil sie' sc1)wächcr ['“de als der Staat, der seine Macht Über sie auszukxbcn sucht? “21111 Schlusse dcr Siz- zung zeigte Lord Roden an, daß er sich drr ztvsiten Vrrleiung der am chnd vorher vom Untkrbause eingenommcnen Jrléändt- schen 'Munizipal-lel widcrsckzcn werde; dann gingrn ,die Wech- sel-Bill und die Schottische Gcfängniß-Bill durch den 2111209131113, und die dritte Verlesung der ersteren wnrde auf den Freitag, die der letzteren aber auf nächsten Dienstag frsrgcsclzr.
Unterhaus. Sikzunq vom 16. Juli. Nack“) 119139171; chung einer großen Anzahl Petitionen 1vur-»en ncuc Wai)l:21us- schreiben für Aylesbmy an die Sxelle dcs verstorbcnxn Herrn Praed und für Totncß an die Scene des Herrn Jaiver Par- rott, der auf seinen Parlamencssiß verzichtet hat, “erlassen. Lord G5. Somcrsccc wachte hicramf die Ilnzeige, daß er im 21118- schuffe über die Fortdauer dcs ?lrmen-Gesctzes gewisse K10U11'111 beantragen werde, um die Besmnmungen wrgen der uneheii- chen Kinder zu verbessern. Cr ll'ug sodann auf die Vorlcgung gewisser Papicre und Berichte der Armen-Kon1n1iffa!*icn an, Was genehmigt wmde. Herr Freihficid :spraci) Über die Vsr;
fassung des Scimlzkatnmerwséösrichts und übrr die. Unanzwhm- 1 lichkeitkn, Welche ftir die Prozeßfixhrenden daraus cntstandrn. *
Um diesen abzuhelfen, schlug er vor, daß ein permanenter Bil-
ligkeits;Richtcr ernannt werden solle, wurde a-ber evon cinem ', Parlaments-NUtgliede Unterbrochen, das auf dre Zahlung des I
Hauses anrrug; da sich ergab, daß nur 38 Mitglieder anwe- send seyen, so vertagte sich das Haus bereits“ um 5 Uhr.
London, 17. Juii. Gestern statteten die Vet'wittjvcte Kö,- nigin und dir Fürstinnsn von Hohenlohe Der regierenden Rii- nigin und der Herzogin von Kent einen „Besuch ab.
Die Gemahlin des Marquis von Breadalbane hat Wegen Kränklichkeit ihre Stelle als Hofdame Ihrer Majestät aufgege- ben und die Lady Sandwich zur Nachfolgerin erhalten. Diese Dame ist zwar aus der Whig-Familie Paget gebürtig, aber mit einem Tory ; Pair vermählt, so daß sie jrizc, was ihre Gesin- nung und ihren Einfiuß anbetrifft, zur lehreren Partei gerechnet wird. Die Toiy-Blätte'x scheinen in dieser Ernennung daher für die Weigerung der Königin, ihren Hofstaat durch Sir R. PSU ÖM Torysttschen Sinne ändern zu [offen, cine kleine_(5)e- nugtbuung zu finden, und sie wvllen wissen, daß Ihre Manstät hierbei ganz aus einiger BeWegung gehandelt habe, ohne Lord Melbourne zu Rathe zu ziehen.
Die anqeblich gestern Mittag bier eingetroffene Nachricht von neuen Brand-Verwüstungen in Birmingham, die gestern früh fiattgefunden haben sollten, und Von dem Tode einer An- zahl von Polizeidienern hat fich nicht bestätigt. Mit dem gestern Abend eingetroffenen Eisenbahnx-Wagenzuge, der Birminghan) Mittags um 1 Uhr verließ, ist die Meldung eingegangen, daß der Pöbel bis dahin noch zu keinen neuen Exzessen geschritten sey, daß indeß die Dragoner, die Jäger und die Polizei durch die Stadt patrouillirten und überall noch sehr große Aufregung vorherrsche. Die beiden Chartisien-Führer Collins und Lovett find gegen Bürgschaft aus ihrer Haft entlassen worden. Nicht auf 344000, sondern auf 30-40,000 Pfd. wird der in Bir-
mingham angerichtete Schaden geschäßt. Der Kaufmann, Herr Bourne, dem sein ganzer Laden eingeäschert wurde, berechnet
seinen Verlust allein auf 10,000 Pfd. My:) fragt nun, wer den Schaden ersetzen soll, die neue J)?untztpal-Behdrdr vpn Birmingham oder die Grafschaft? Viele meinen, dee Mitglie- der der ersteren müßten selbst die Kesten tragen, da sie ihre
zu Birmingham folgende Denkschrift an Lord Z. Russell, die schon zahlreiche Unterzeichnungen trägt:
„Wir, die unterzeichneten Einwohner der Stadt Birmingbaw, und 111111010117 dle in dcr HUbLtreet und d:m 281111411141 der b.!ogte-n Smdt zvovnxvden und daselbst Eigenthum Bcffßendcn, bitten nm die Erjaxxbmsx, Ew. Hekrliciikcit vorsteljen zu kiicfcn, das: am Montag den 1x"). 31111, von 8'12 111)! Adcnrs bis („)*/7111)!- das Eiaembnm d:r_1111- tcrzcxameten obne Schutz dcn. (“Zewalnbätigkeilen cines orgrmnxtcn Pizrcls prcjchgcdcn wordcn rst, obgleich der Mayor 11119 die Ma- gmUats-Personcn bei Zellen und anf authentische Weisx ron AUM! 1111!ck1'1ck§c1 waren. Indem dic 1111terzeichne1en fiikxlsn, da;: der Marr»: uud DicMag!11kaTÖ-Pcrso11cll fich einer groben Pfijci)r-_Ver1cßmm„sam|- T*!J g-éiuacwt bach, crsxxciyinfie Ew. Herrlichkeit, sofort mz 11011213: Vcrsnbrci: anixwrdncn, nm rieselhen wegen Wres Y_rnevxizcns vox ( ,;- richt xn stellen und ivncn ciusiwellcn ]ede fernere Cnynticßnng 11) die 5111 Brscx-iißnng drs Lebens" der Untrrzeicbuetcn "".? Mer ;)„7T11bl11'akk und zmr Erhaltung drr Ruhe in der Stadt zu trencndcn “.lnordmm-
Z gen zu untersagen.“
Auch in NeWcasilc und Sunderland dauern die von den Chakrisrcn vcranlaßten Unruhen fort. In Manchester wurde
Namens David Roderts, zeigte der Versammlung an,-dix Rc- qierunq bcabsickrtigte, den Konvent aufzulöse_n, aber die Abge- drdnctén, obsckwn ihre Anzahl so reduzirt 1ey, da!; ne ihren wichtigen Geschäften nicht mehr gewachsen wären, hättrn be- schlossem, so lange zu handeln, als nur noch sechs von tbnen 11171“in seyen. Wenn die Regierung durch Verhaftung der Kon;
höcblicl); denn wenn man Repräsentanten des Voiks verhafcc, werde dasselbe andere an ihre Stelle wählen. Die Verwmm-
Auch in Und bci London haben Chartisren;Versammlungen stattgefunden. _ Auf Clcrkeanl-Green kamen am Sonntag Abend 4 - 5000 ')]Trt-U schcn zusmnmeu, die gegen das Verfahren der Behörden in
. Birmingham protcstirten, indessen am Ende ruhig auseinander-
gingen. Am Sonnabend versammelten fick) mehrere Mitglirder
111611, an welchem die heilige Woche des Nichtsthuns fiir das Vril“ beginnen sollte.
Nach Berichten aus Liverpool sind dort die Baumwollcn; Preise vorige Woche “'“ 4 bis [ Penny dgs Pfund gchljen, welches die “Fabrikanten, wie man glaubt, m den Stand 1clzen
' wird, noch offsne Aufträge für auswärtige Rechnung auEzu-
führen, die bei dem früheren höheren Stands der Preixe un- aus efü rc bleiben mußten. , ,
%cka von Cglinton wird auf seinem Schlosse m Ayrshxre
am LR„ 20. und 30. Angus ein Turnier m v011kommc11em Styl dcs *))?ittcialtcrs geben, wozu die jüngeren Zweige der Br*:- ti'scMn Aristokratie mit großen Kosten ii)re_'21nstalten rrcff'cxn. Ucver 400 kostbare Kostüme werden nach Abbildungen des Mit- te1alsc1's verfertigc. 2116 ““Immer-König wird der Herzrq von Beaufort odcr der Graf von C'rro1 bezeichnet. Könrgmvdcr Schömhrit und Kampfrichterin ist Lady Seymour. Ein Ritter wird erwartet, der sich als derUnbekannte beze1chnet und aufdsn dre allqmneincNcugicrgespanntist. AmvorigenSonnabendwardirlrß te *Waffen-Uebung im Bciscyn derHerzogin unkZ der Priyzcjsm- 11911 Auguße un?) IJTarie von Cambridge und ;_5;)1;(1Ka11_qke1ek)enrr Persons". Vielc Ritter crichienen bereits tm Koimm, die Herolde bliesen zum Kampfe, und es fand ein Lanzenrcnncn zivischkn dcm Grafcn won Eglinroun und dem Viiconnc Alford starr. “Jim!) der berüchtigte Marquis von Waterford war zu- (ck 611. “3 I Der Staats-Sccretair für die Kolonieen hat auf eine von (551115110117 aus eingeroichte Petition, Worin auf die Erhebung Ncu-Sceiands zu einer Kolonie angetragen wird, geanrworret, daß 018 Regierung sick) bereits mit den Maßregeln zu diesem Zwecke beschäftige.
Dcr ministerielle ObserVer meldet; „Vor einigen Tagen sagte ein *))kitqlicd des Ministeriums im Unterhause, da[; ein Englischer Agent nach Berlin gesandt werden solle, um „der Bcrsmumlm-g der Abgeordneten der Deutschen Zoll-Veretris- Staaten beizuwohnen. Es hcißt jetzt, der Doktor Bowrmg werd-e mic d:?scr Mission bkaufcragt Werden. Anfangs hatte man geglaubt, die Wahl werde auf Herrn Macgregor f-„illeti, allein wir hören, das; die Regierung seiner Dienste anderwei- tig bedarf.“ . ,
“2qu don lekxten Ostindischen Nachrichten is noch Fol- gendes hervorzuheben: Lieutenant Pottinger meidet aus Hergt vom 18. »))?ärz, daß in der Umgegend fich Alles zur Verthei- digung gegen die Engländer rüstete. Oberfr Stoddard rst zu Boktzara unter AUfslchk gestellt worden. Die Generale, Yen- tura, Court und Avitabile befanden fick) nebst 15 Branchen Offiiieren zu Pescbawer, Ein Erdbeben hatte am 23. "Mär,;
' zu Ranguhn und Ava ungeheuern Schaden angerichtet.
Der ministerielle Globe scheint an der Richtigkeit der
. Nachricht, daß mit der Einnahme von Kandahar die Macht
Dost "Mohammed Chan's gänzlich vernichtec sry, und da[; drr- selbe zu Gunsten Schach Sudschach's refignirc habe, nicht rm mindesten zu zwm'fein, denn dieses Blatt bemerkt: „Dre Enc- thronung Dost DJTohammed Chan's wird die anderen Fürsten, die ähnliche Untreue gegen die BritischrReqierung beabsichti- gen möchten, abschrecken. Sie Werden dies Verbrechen vermei- den, damit sie nicht dieselbe Strafe erleiden. Die Schnellcgkertz mit der die Britischen Truppen ihren Marsch ausfuhkten- Ukkd die Leichtigkeit, mit der sie, von entfernten und in entgegengesetzter Richtung liegenden Punkten“ _ausgehend, sich zu derselben Zeit an dem Orte vereinigten, ZW sie operiren sollten, muß den eingeborenen. Fürsten eme hohe Meinung von der Europäischen Taktik beigebracht haben und wird fie um so fester an eine Macht knüpfen, Welche, mag es sich nun um die Beschülzung ihrer Freunde oder um die Bestrafung untreuer und verrätheriscber Vasallen handeln, dre Mittel besitzt, von Allem so genaue Kunde zu erhalten,„daß d_te gyheimstenAbsichten gegen ihr Interesse ihr augenblicklich mitgetheilt und von ihr bestraft Werden, noch ehe sie zur Ausführung ko_m- menkönnen. Der Krieg in Indien ist jetzt als beiendtgc anzusehen. Die schnelle Beendigung und der glückliche Er- folg desselben muß wesentlich der Politik Lord Auckland s zuge- schrieben werden, die Lord Aberdeen im Oberhause mit so großer Uebereilung verdammte, ohne, wie er eingestehen mußte, zu wissen, weshalb. Ein weniger entschiedenes Verfahren würde einen längeren Krieg zur Folge ge abt, mehr Blut und Geld gekostet und unsere Ostindischen efißungen in Gefahr ge- bracht haben.“
Belgie
Brüssel, 17. Juli. Der „Moniteur“ veröffentlicht diesen Morgen den Königlichen Erlaß, welcher den General Vander- smissen amneftirt.
Der König und die Königin werden morgen nach Paris abreisen. ,
„Die Anzahl der Fremden hierselbsk ist so groß, daß 1th Englische “Familien kein Unterkommen fanden und deshalb wei- ter reisen mußten. „
Zn Lätticl) sind zahlreiche Waffen-Vorräthe für die Türkei, Persien und Acqypten angekommen.
Der anöpendant widerlegt das vor kurzem von. allen Blättern mitgetheilce Gerücht, daß die Französiche) Regierung die Absicht habe, den EingangSzoll atzf Bélßjsck)? NWWKUÖ zu verdoppeln; der Tarif solle nur für die Englische Leinwand er; höht rv:?."den, für die Belaischk ach werde dle Erhöhung, wenn sie Überhaupt siaetfinde, sebr mäßig 191)"-
Deutschland.
Die Hannoversche Zeitutzg vom 20sten d. “M. enthält Nachstehendes: „Zur näheren C'rlauterung des in Nr. 170 mc;
ser Zeitung erschienenen Artikels (1. St. I. Nr. 200), die Maß- ;
reqeln betreffend, welche Se. I)?«1jest-äc der König gegen den
O)"?agistrac der hiesigen Residenzstadt ergriffen hatten, mögen Z
nachstehende Bemerkungen dienen.
Die in jenem Artikel enthaltene Behauptung, „die städtische * Verfassungs Urkunde besage, daß, im Falle der Behinderung des - Stadr-Dircktors und Stadtgerichts-Dircktors, der Stadt-Svn- 5 dikus als Borslßender ?inzutreten habc“, ist irrig. Die 1 städtische Verfassungs-Urkunde besagt vielmehr im Art. 011 „In den Versammlunqen des allge-T meinen Magistrats ; Kollegiums führt der Stadt ; Direktor ;
wörtlich Folgendes:
und bei dessen Aijesenheic _oder Verhinderung der Stadt- gerjchtszDirektor den Vormz.“ Wer aber den Vorsitz führen solle bet Abwesenheit oder Verhinderung sowohl
des Scadt-Dxirektors als des Stadtgerichts-Direktors, darüber ve; ? sagtdiesrädtiicheBsrfassungs-Urkundenichts.Dageqensollnaci)§.77 Z dieser Urkunde tm verwaltenden Magistrate in Krankheits: odcr :
Avrvesenheitssällen der Syndikus der Vertreter des Stadr-Direk- tors seyn. Nachdem nun von Sr. Königl. Majestät den Stadt:
Direktor Rumann von seinem Amte zu suspendiren für erfor- ) derlich erachtet worden, der Stadtgerichcs-Direktor Heiliger aber ; mit Urlaub abwesend war, so entstand die Frage, wem das ' Direktorium im “Allgemeiner: Magistrats-Collegium zuübertragen 1 sei)? Diese Frage wurde, so wie die ganze Angelegenheit,; durch welche sie hervorgerufen worden ist, in Allerhöchster Gex * gcnwarcSr.Königl.Ma1estätvon den sämmtlichenHerrenPkinistern ? unk)demHerrnLanddrostenhierselbsr,unterdergenaussrenBerÜcÉsich- . ; ster am Königlich Preußischen Hofe, Lord William Russell.
tigung der Beskimnmngen der städtischen Verfassungs-Urkunde, sorg- fältiggeprüfr.DerBeschlußging dahin, einemKdnigl. Kommissarius » Wozu derOberamtmann Hagemann zu Wennigsen auScrsehen wurde - das Direktorium im allgemeinen Magistrats-Kollegium
Vcrfaffungs-Urkunde eintretende Stadtgerichts;Dit'ektor Hei-
von einer Reise zurückgekehrt seyn werde.
zu Füßen legen lassen, als die - auch am 17ten d. TN. wirk- lich erfolgte Rückkehr des Stadtgerichts-Direkrors Heiliger sehr nahe bevorstehe, und zu dem Scadt-Syndikus Evers ficher vercrauc werden diirfe, daß derselbe nach Kräften für die Auf- rechthaltung der Ruhe und Ordnunq Sorge tragen werde.“ Obschon nun der Stadt,- Syndikus Evers zu denjenigen O_skic- gliedern des" Magistrats gehört, welche die fragliche Vorstel- lung an die Bundesversammlung unterzeichnet haben, und wenn auch die städtischeVerfassungs-Urkunde kcineSWegs besagt, daß der Stadt-Syndikus im Falle der Behinderung des Scadt-Direktors
und StadtgerichtS- Direktors das Direktorium im allgemeinen ' s))kagiskrac z_u Übernehmen habe,und wenn endlich es dahin gestellt : bleiben muß, ob in dem nach § 0-1 jener Verfassungs-Urkunde :
von dem der Abmescnheit unter1chiedenenFa11e der Verhinderung
des ScadeirekroW nach §. 77. der Syndikus dessen Vertreter * im vcrmaltenden Magistrate sev, so haben SeKönigliche Majestät . doch aus den angegebenen Gründen um so mehr Sick) Aller; * ., „ ?““das in meinem gestrigen Schr'cxben (11 St. Zn. Nr. 201 er; wrilfahren, als es fich nur um wenige Stunden handelte, wäh- * I )
gnädigsi bewogen, dem Wunsche der hiesigen BÜrgerschafc zu
rend welcher dem Stadr-Syndikus das fragliche Direktorium anzuvertrauen mar.
Bevorwortung gewährt worden, daß der Stadt-Syndikus wäh-
rend der Zeit seines Direktoriums für die Aufrechthaltung der,
Ruhe und Ordnung verantwortlich gemacht werde. Endlich
d'arf noch bemerkt werden, daß der Stadtgerichts-Direktor Hei-J- leger chenwärtig anstatt des sus'pendirten Stadtgerichts-Direk- .,
tors Rumann das Direktorium im Magistrate führt.“
Karliruhe, 15. Juli. Schon in einer früheren Sißung der hiesigen Abgeordneten-Kammer (1. St. Ztg. Nr. 194) war der mit Jacques Benazet abgeschlossene Spielpacht-Vertrag von Baden zur Sprache gekommen, auf Veranlassung des all- _aemem verbreiteten Gerichts: „Gedachter Benazec habe für ZUsrandebrin ung des Pacht ; Vertrages 00,000 Preußische
Thaler zu * eschenken angewendet und an ein hiesiges Haus Z
bxzahltx auch dasselbe an dem Gewinne betheiligt und darüber emen eigenen Vertrag abgeschlossen.“
angestellten Nachforschungen mitzucheilen, und die
Bericht zu erstatten.
FZZZWM derselben smd folgende: Unterhvon Haber ist es, durch dessen Vermittelung die PWUUYlYngen mit der Regierung zur Erlangung eines 2) Bena Utrages _tm Auftrag Benazet's geleitet worden. Pariser Ze Ücht mcht allein da, sondern es ist namentlich ein existirt einaYelshaus bei dem Geschäft stark betheiligt. 3) Es Haber Wod ertrag zwischen Benazet und dem Banquier von von dein P urch dem Letzteren die Hälfte des reinen Gewinns
achtgeschäst 53-15 mige, d. 1). ohne alle Gegenleistun-
. gen zugesagt Wird; 4) wird von den Betheiligten zugegeben,
daß früher schon zwischen vo :: Haber und dem Pariser ause Fei? Jadäxeervakag geschlossen worden sey, wodurch dem “ri“ Theil u estehert eser Hälfte des reinen Gewinns wieder ein z I werde, ""“ 5)“ daß Benazet in Park“ MMM)
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. herein unmöglich gemacht haben.
„ _ Die Ausführung , dkkxs B81ch1uffes hat eine Abänderung erlitten, nachdem die “ hrextge Bürgerschaft durch eine Deputation Sr. Königl. O)?» ' !késkat-die dringende Bitte, von einem Königlichen Kommiffa- ; rms an dem vorliegenden Falle abzustehen, um so mehr hatte Z des völligen Ausbruchs und Fortgangs des Krieges in Syrien
, Bdrscnwclr.
Uebrigens ist von Seiner Königl. Maje- ; stäc der Wunsch der Bürgerschaft nur unter der bestimmten '
Die Regierung hatte“ der Kammer versprochen, die Resultate der von ihr Zierüber . ammer -
hatte der Budget; Kommission den Auftrag gegeben, darüber ) , Dies geschah in der 30sken öffentlichen x M*ßUnq _vom 11. Juli, deren Verhandlungen von der Karls; I der Zeitung nachträglich mitgetheilt werden. Die wichtigsten - 1) Das Banquier- *
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105,000 F1. an das von Habersche Banquicrhaus in Karlsruhe in Wechsel gesendet habe. Die Thatsache, Welche, wie der Kommisfions ; Bericht bemerkt, ein die Ehre der Regie- rung antastendes Gerücht im Lande veranlaßt hat , ist der Umstand , daß die Summe von 105,000 Fl. an vori Haber bezahlt worden ist, eine Summe, für deren Bezah- lung dre Betheiligten keine klaren und genügenden »Motive an- geben können. Die Kommission stellt demnach den Antraq, die Kammer möge die Regierung bitten, die Sache streng untersu-
chen zu lassen undbei der Wiedereinhet'ufung der Kammer im »
nächsten Jahre die Akten vorzulegen. In der darauf folgen- den Dixkusilon wird von mehrern Redncrn rüqend hervorgeho- bin, daß die Regierung fich mit Keinem weißer zum Abschluß eines neuen Vertrags eingelassen habe, als mit dem gegenwär- ttgxn Pachtinhaber, und daß sie besser daran gethan hätte, eine freie K_anurrenz für die Pacht durc!) Versteigerung oder im SuhmciitonSivege zu eröffnen; durch eine solche öffentliche Kom kurrenz würde sie für den Staat größere Vortheile erzielen und zugleich jedes der Verwaltung ungünstiqe Gcrücht von vorn . Nachdem die anwesendrn Regierungs-Beamten das Verfahren der Regierung bei dem ganzen Geschäft mehrfach zu vertheidigcn gesucht und zuletzt sich auch dahin auSgesprocben hatten, daß es nothwendig sen, die Sache Jen Gerichten zu Übergeben, Ward der obige Antrag der KommiUton einstimmig angenommen. *
- - Frankfurt, 111. Juli Ihre „Königl. Hoheit die Prinzessin Friedrich der Niederlande ist in den lelzteren Tagen auf der Reise aus dem Haag nact) Teplitz durch unsere Stadt gekommen. In Ems und Wiesbaden Hatte die Frau Prinzessin einen mehrtägigen Aufenthalt genommen. Gestern Und hcute hatte sich hier das Gerücht verbrriret, Ihrer Königl. Hoheit sei) in dem Gasthofe, mo Hdchstfie das Absteige-Quarticr qcnom- men, ein Schmack von bedeutendem Worth entwendet worden.
Erfreulicherweise ist das Gerücht falsch, imdcm der Verlust nur -
in einer wohl werthvollen Brosche bestrht. Da zuglcick) in vier
anderen ersten Gasthöfen ähnliche Diebstähle verübt und bcab: ;
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sichtigt wurden, muß fick) die Polizei um so mehr beruscn fm- '
den, Alles“ aufzubieten, um den frechen Dieben auf die Spur zu kommen.
nächsten Woche gleichfalls die Reise nach Böhmen und Schle- sten antreten.
Die Bundes-Versammlung hat auch in dieser Woche ihre ordentliche Sitzung ausqei'cxzt.
Unter der großen Anzahl Fremden, Welche gestern in unsc-
rer Stadt eintrafen, befanden sich auch Se. Durchlaucht der ; Fürst von Schwarzburg-Sondershausen und der König!. Gros;- ?
britanische außerordentliche Gesandte und bevollmächtiqte Mini-
Der ,Kaiserl. Russische General der Kavallerie, Graf von Witt ist in den lelzten Tagen aus Karlsbad hier wieder einge-
„Nach “Mittheilungen aus dem Haag wird Se. ; Königl. Hoheit der Prinz Friedrich der Niederlande in der ;
serer Kaisers, Königl. uld und Gnade an er
bleiben. Gegeben in nserer Kaiserl. RefidFi Ztar'z'e'ngMoY'Z 10. Juli 1839. Ferdinand. Anton Graf ailath. Georg Bartal.“,- Zur _vorläufigen Berathung dieses Königl.Reskr1pts hielten die Deputirten _heute eine Konferenz im Komitatsaal mic Ausschließung des Auditoriums, wie dieses gewöhnlich bei wick)- tigen FäUen zu geschehen pflegt.
P o r t u g a [.
Lissabon 8. Juli. (Englische Blätter.) Heute ist der siebente Jahresmg der Landung der Befreiungs-Armee bei INindello, wesha1b die Forts und die Portugiesischen Krieas- schiffe um Mittag Salven abfeuerten und im Palast Nccefse- waves ein zahlreich besuchtes Lever gehalten wurde. Dagcqen hat an dem Jahrestage der Wegnahme des Migueliskischen (55c- schwaders bei dem Kap St. Vincent durch den Admiral Na- oter, welches doch der Sache des Dom 'Miguel den Todesstoß Jab, kern? öffentliche Freudenbezeiqung irgend einer Art stattge- fl111dk11, . „Gestern begannen die tiergefechte, denen der König, 017 Kqum und der Herzog von Koburg nebst seinen Kindern beUVVbnten- Die Bänke des" Amphitheaters waren gedrängt Z'oU, Und lttmnd1chäiztesxie Zahl der Anwesenden auf 5000 Per- onen, Un er enen 1 eine ro e * ' Damen befanden. g 1“; Menge elegant gekleideter
Der Migueliftische Guerilla:FührerRichado, derSchrcckanl- garabzcnßktft am 20. Juni von dem Fähnrich Joao INarquis Coelho vom .1. zugewchiment in Pero Gallego erschossen und sein „Körper an dem Kirchhofe San INartinho niedergelegt worden, 10 da): die zur Messe gehenden Bewohner ihn erkennen konn- (“M. Bec dem Kampfe erhielt der Fähnrich eine Kugel ins Ge- mbt, nnd ein Korporal und zwei Gemeine wurden leicht ver- wundee. Die Königin hat das Benehmen des Fähnricbs öffemt- lich belobc Und ihm den militairischen Thurm; und Schwert- Orden verliehen. Die Guerillas haben vor kurzem eine Quan- ?)ithxc Pulver und Papier zu Patronen aus Barcelona er- : aten.
Die Gesammt-Einnahme des Liffaboner Zollhauses betrug vom 1. Juli MLM bis zum 30. Juni 1839 1,803,012,906 Reis oder 121,000 Pfr. Sterimg.
Zerbtcn
] “; Semlin, 7. Juli. (A. Z.) Fürst Milosch, der sick) ge;
genwärtig in der Wal1achei auf seinen Gütern befindet, var
; gegen seine erzwungene “Abdankung eine vom 27. Juni datirte
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? Protestation erlassen. Nm- durci) die Bedrohung seines Lebens
habe man diese “Zibrication erlangt. Cm Exemplar der Pro- tcsracion sandte er nach Konstantinopel, das“ andere nach St. Pctersburg. In dem letzteren beigegebcnen Begleitungsschreidcn beklagt sich der Fürst bitter über den Russischen Konsul, dex"
* neuerlich vom Kaiser Nikolaus zur Belohnung seiner Verdienste
„_ . _ _ Z troffen, sowie auch der Königl. Niederl. Geheime Rath und Civil; . bis dahin zu übertragen, da!; der nach §. 01 der städti1c1)en ]
Gouverneur von Luxemburg, Herr Hasscnpfiug. C'r holte seine Z
' _ , * [Fami1ie in Sigmaringen ab. ltqsr _- Welcher ubrigens die bekannte Vorstellung an die! Dcutiche Bundcs-Veriammlung nicht mirunterzeichnet batte _ ]
Herr von Fabricius hat vorerst seinen Aufenthait in Wies-
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baden nicht aufgegeben, sondern kömmt öfters Hierher, urn die ':
Functionen eines Königlich Niederländischen GeschäftSträgeis während der Aijesenheit des Herrn von Scherff zu ver- sehen.
Der Tod des Sultans hat die Börse von der Besorgnis;
befreit Wie ein Zauberscblag wirkte dio Nachricht auf die Da man hofft, daß es jetzt den gemeinsamen Bemühungen der Europäischen I)2ächte leichter gelingen werde, einen dauerhaften Frieden zwischen der Pforte und Aegypxrn zu stiften, so hat die Börsen-Spcculation wieder neuen Muti) gewonnen. Hier aber um so mehr", da die Geldr-erhältnisse s1ch sehr gebessert haben und starke Kündigunacn in den Fonds zulassen. So verfolgen die Effekten eine jicigcnde Tendenz, welcbe niedrigere Norirungen fremder Börsen nur momentan hemmen können. Das Diskonto steht äpCc. Geld. Jm Waa- renhandel bleibt es nac!) wie vor stille. Doch ist durch die Menge durchreisender und anwesender Fremden das (Geschäft in Mode-, Luxus; und dergleichen Artikel lebhafter geworden.
Oesterreich. Preßburg, 13. Juli. (Ni'trnb. Kor.) Folgendes ist
wähnte „Königl. Restripr an die Srände-Verjammiung in Preß- burg wegen der, in den Sitzungen vom 3. und 4. Juli auf die Königl. Tafel gemachten schmähenden Angriffe: „Ferdinand von Gottes Gnaden ic. Lc. Durchlauchtigsker Erzherzog, thcuer;
ster Oheiml Hochwürdigste, Hochwürdige, Ehrenyafte, Achtbare , und Hochmögende, auch Hochmögende und Vortreffliche und )
Edle, wie auch Weise und Umsichtige, Uns (Getreue, Geliebte! Bei unserem festen Entschluss, die Heiligkeit der GeWe und
die gesetzliche Redefreiheit in den Reichstaqen aufrecht u crhal- *
ten, wäre Uns nichts erwünschtcr, als wenn die Diäcalz“ erhand- lungen io genau nach der 011161) die Gesetze vorgeschriebenen Weise geflogen würden, daß in ielben nichts oorkäme, was geeignet
daß dieser Tage in den Reichtags-Silzungen vom ;;ten und Neu
des laufenden Monats Dinge vorgefaljen seyen, die sick) nicht 1
nur mit dem Anstande und der den Richtern Unserer Königl. Tafel, laut 70. Art. 1402 gebührenden Ehre und Verehrurig, wie auch mit der durch die Reichsgeselze vorgeschriebenen Dis- ziplin der öffentlichen Verhandlungen durchaus nicht ver-
einigen lassen, sondern offenbar so beschaffen smd, daß , „ „ *; ven zu fürchten hatte, eine Gesandtschaft hierher schickt 7- cm . Belveis mehr, wie sehr die *)Nuselmänner und namentltch die
se das Palladium der ererbten Konstitution selbst, die Unab- hängigkeit" der gesetzlichen Tribunale, die sowohl die Königl. Majestät als die Reichsstände unangetastet lassen müssen, an- greifen, und augenscheinlich auf die Zerstörung der Gränzen zwischen der geseßgebenden und richterlichen Gewalt hinausge- hen. Gleichwie Wir daher diese Frevel und, die, die Be- schimpfung Unserer Königl. Tafel bezweckenden Aeußerungen, welche als Mißbrauch der geseleichen Redefreiheit Wegen sträf- licher Tendenz zur Verachtung der altherkdmmlichen Verfassung und aller jener Bande, die se zusammenhalten, nicht zu ent- schuldigen find, laut dem klaren Inhalt des 12. Art. 1790 auf das rengske verdammm, so ermahnen Wir hiermit auch Ew. iebden und Euch Getreue ernstlich, daß fie, dieses beher- zigend die Aufrechtbaltung der durch den 7. Art. 1723 und an- dere Éiesehe vorgeschriebenen Ordnung der reichstägigen Be- rathungen, selbst mit Anwendung der gesetzlichen Mittel, zu be- werkßeiligen nicht unterlassen. Denen Wir übrigens mit Un-
„Zwäre, Unsere gerechten Besorgnisse für die ?lufrecbrhaltunq der ' éalcherkömmlichen Institutionen und des verfassungsmäßiqen ZReichssystems, deren vorzüglicher Hort Wir kraft Unserer Kö; niglichen Würde seyn müssen, zu erregen. Wir erfahren jedoch, ;
zum Gcneral-Konsul erhoben worden. T “.'1 r k e 1. Zn einem Schreiben der Allgemeinen Zeitung aus Kox“,- scantin o y el vomx1. JUliheißtes: „Als das ailsrwichtigsteEreuims; * kann bezeichnet Werden, das; die Pforte heute an die chxäsrnx tantcn der vier J]?äcickce die Erklärung gegeben, der Pascha ron Aegypten habe Tarsus, Adana und Syrian zu räumen, auf dio J an der Arabischen Küste des Rothen “Meeres von den Aegyp- : tiern befristet: Punkte, worunter die hciligenStädte namcnrirci) aufgeführt werden, so wie auf ganz Arabien Verzicht zu lcistcn, und sick) mit Aegypten und dessen “Zirpertinentien zu begnügen. Da könne ONebmed Ali und sein Sohn der hohen Gunst “UW * Zuneigung des Sultans versichert seyn. Auch sey SeineHohccr ' mcht abgeneigt, zwar nicht die Unabhängigkeit, doch aber die." Erblichkeic dicses Besißthums in der Familie Mehmed Alix; nach err der in Mesopotamien bestehenden erblichen Sultatmtc- zyzugvkiehen.“ “ Hierzu bemerkt das genannte Blatt nocli. Ein anderes Schreiben aus Konstantinopel verficherc, das; PW)- med Ali zwar nicht als Herr, aber doch wohl als zeitweiliger LehenSträgc-r von Syrien werde anerkannt Werden. *
Aegypten.
Alexandrien, 20. Juni. (A. Z.) Die unbedeutemd»? Citadelle von Ainrab (Kaim auf ArabisQQ mit Liner Besaßumq von 200 mem irreguiairer Truppen (nicht mit einem Bataillom“, wie die Französische Uebersclzung des Rapports Jbrahim's s(qu-é, denn Orca im Türkischen bedeutet auch Horde, Truppenlaézcr, Laqrr der Pilger und der Beduinen) hat fick) nach den lethcn Privat-NachriMen ergeben. Welche Disixostrionen Ibrahim zum Angriff getroffen, weiß man bis zu dieser Stande rsoé.) nicht. Die Ordre '))?ehmed Alls lauter dahin, die Türkiicixc Armee nicht nur aus Syrien zu vertreiben, sondern auch bis »)Nalatia vorzugehen und dort weitere Befehle zu ernmrrsn. Die Wege in Syrien sind von einer 'Menge Banren beunru- higt, welche die friedlichen Fellahs plündern, und selbst in kicinc Städte eindringen. Politische Zwecke haben sie aber durchan5 mcht, kein Chef steht an ihrer Spiße, sie berauven Freund UW Feind und benußen die Konzentrirung des Aegyptisci)en Hewi"; nur, um nach alter hergebrawter Weise chelaqerungct: zx: ' treiben. Vornehmlich ist der Distrikt zwischen Hälsb, Als»;- drette und Suevia von einer IJZenge Turkomanen durchzogen„ durch die src!) die, die Couriere Zbrahim's begleitende Kavalle- rie den Weg mit Gewalt bahnen muß. Es steht jedoch zu W warten, das; die Ankunft der Aegyptischen und Arabischen T*:- „ duinen diesen Unordnungen Einhalt thun werde, wenn 179111“ka was auck) möglich isi, das Plünderungs-Grséhäsk “Uf USM? * Rechnung zu betreiben Lust haben.
Vor einigen Tagen ist ein Gesandter dcs Imam W" SME
Z hier angekommen, um Hülfe bci Mehmed Alt“ gegen die Eng-
länder in Aden nachzusmben. Es ist dies“ _das eriiemal, daß dieser Imam, der bis dahin Alles von den Aegypttichen Trup-
Araber alle Ausbreitung EuropäiicherHcrr1ch9st hassen. Daß Mehmed Ali jetzt an solc_he Hülfsletstung mcht denken kann, versteht ,Ich von selbst, daß er gber den Grsandtetr n_tcht ohne „Hoffnung abreisen lassen wird, ist auch gewiß. Dre Arabische Bevölkerung der Gebirge in der Umgegend Ade-ns steht unter den Waffen, und macht den Engländern daselbst viel zu schaffen.
Heute früh kam zu Lande em Courier an, dessen Depeschen den Pascha mit ganz besonderer Freude erfüllten. Als er fie
durchgelesen, sagte er mit 1chtbarer Zufriedenheit zu seiner Umgebung: „Mein Sohn brahim benachr1chtigt mich , daß er alle Anstalten zu einxr entscheidenden Schlacht getroffen, die er am ver angenen Freitag (also de_n 21. Juni) geliefert haben wird.“ orgen wird ein Dampf1chi aus Syrien kommen
und das Resultat derselben bringen. 5 ist sehr zu beklagen, daß das Französische Dampfschiff dcn morgendm Tag nicht hin-