mir so richtig _ _ (Zuruf rechts.) Ich möchte sagen, Sie haben geäußert: dieses Blatt oder der Schreiber dieses Artikels gibt mir
Gewähr, daß er die Vekbältniffe richtig * beurteilt. (Zuruf rechts.) _ Nsin, also nicht Evangelium! (Heiterkeit). _ Der Herr Vorredner hat gar nicht gefragf, was die
Verwaltung darüber denkt, als Wenn ein Blatt, in dem jüngere, manchmal auch ältere Beamte etwas veröffentlichen, maßgebend sein soll. Was hätten wir von Her Verwaltung denn für ein Interesse, irgendwie Kräfte nicht an der richtigen Stelle zu Verwenden? Der Verwaktung kann nur daran liegen, daß alle SteÜen fo besetzt sind, daß deren Inhaber die Pflichten, die ihnen obliegen, erfüllen, und danach wird vorgegangen. Daß die Ansichten darüber Verschieden find, die einen dies, die anderen jenes wünschen, ist ja erklärlicl) bei dem großen Personal. Aüe Beamten, die in höhere StelTen einrücken, erst als Poftdirektoren anzustellen, würde eine große Ersc'hkvcrnis und gar nicht durchführbar skin; es ist auch nicht nötig, da die Beamten zum großen Teil sechs, sieben Jahre [ang im Auffichtsdienft beschäftigt ge“ wesen find und ganz eingehend die Verhältnisse der Postämter kennen. Schlechte Erfahrungen haben wir damit nicht gemacht.
Was dann die Ausschüsse betrifft, so weiß ich nieht, was der Herr Vorredner eigentlich meint. Mir ist bloß bekannt, daß Axbeiter- ausschüffe bei der Eisenbahn zugelassen werden; von Beamten-
ausscbüffen weiß ich noch nichts. Ich möchte annehmen, daß da eine Verwechslung vorliegt,
Darm ist von dem Herrn Abg. von Gerlach des längeren aixs- gefübrt worden, wie er über die Verhältnisse im Postasfistenten- verbande denkt. Er hat vielleicht nicht genau gehört, was ich vor- gestern ausführte, daß man die Worte, die veröffentlicht find, nicht auf die Wagscbale legen und behaupten darf: das ist so und so gesagt worden. Ich habe gesagt: im großen und ganxen 1,0 der Inhalt zu- Üeffend. Ich stehe aber auf einem anderen Standpunkt als der Herr Abg. yon Gerlach. Der Beamte genießt große Rechte, abér er hat nicht nur Rechte, er Hat auch Pflichken. (Sehr richtig! reckpts.) Die Pflichten sehe ich darin, daß er nie vekgäßt, daß er Beamter ist, und nicht in solcher Weise in Wort und Schrift gkgcn seine Behörde vorgeht, wie es geschehen ist. (Sehr richtig! rechts.) Drohungen kann fich eine vorgeseyte Behörde nicht gefaÜen laffen, mögen sie auSgeHen von höheren, Von mittleren oder von niederen Beamten. Ich würde meine Pflicht nicht fun, wenn ick) nicht dagegen einschreiten. würde. (Sehr richtig! rechts.) Dasselbe ist der Fal] mit Agitationßreisen. Das ist nicht nötig. Die Beamlcn müssen das Vertrauen haben, daß ihre Vorgeseßte Behörde ihre Interessen wahrnimmt. Hier in diesem hohen Hause treten 400 .Herren vor auer Welt für fie ein und üben Kritik, Wenn fie glauben, daß das und dies nicht richtig sei. Ist das noch keine Vertretung? Nichts von alledem, was wir tun, bleibt geheim, und wir haben auch nkcbis geheim zu halten; aber das Recht nehme ich für mich in Anspruch, unh ich werde es in Anspruch nehmen, solange ich die Ehre bube, der Verwaltung vorzusteben, daß die Beamten gegen ihre Verwaltung eine derartige Sprache nicht führen dürfen. (Bravo! rechts.)
Abg."! Erzberger (ISMN) untelstüßt di_e Anregung seines Jraktionßgenoffen Duffrxer bezüglich der Berückfichtigung der ansäkfigen aufleute und spricht dre Ertvattung aus, daß die Reichspostverwaltung ähnlich, wie es in Preußen geschehen sei, die Submisfionsvorscbriften“ einer Revision unterziehen werde. 'Was 'den Zusammenschluß der Beamten angebe, xo müsse scbaxf zwrschen Koalitionsßeiheit einerseits und VereinigungSreiheit andererseits unterschieden werden. Dxm Arbeiter könne man Koalitionsfreibeit nicht versagen, die? Beamtkn- schaft aber lege dem Beamtkn Pflichten und eine gewisse Zurück- haltung auf. Prinzipiell Werde gegen die Ausführungen dss Staats- sekretärs nichts einzuwendsn sein, vielleicht wären auch die Agitations- reisen während_der rusfisckxen vaylution ein Fehler geWesen, aber man könne mcht jede Agitaxronsreise ohne Weiterss verwerfen. Für den Bezirk Y_etlin seien mit der Gründung eines Unterbkamtkn- ve'rbandes sebr gunstige Erfahrungen gemacht Worden. Vislleicbt se: der Staatssekretqr in der Lage, dies zu bestätigen. Vielleicht gestalte er, daß die Ausschüsse dieser einzelnen Verbände unter fix!) zufammentreten _zur Vereinbarung über gewisse Wohlfahrts- emricbtungen, z. B. uber VerZzcherungsn und dergleichcn. In mancYen Beamxenkreisen bestehe der " unscb, nacb Analogie der Eisenba n- ausschuffe Unterbeamtenaussäduffe zu gründen. Dieser Gedanke babe manche Bedenken gegen sich. .Man könne diz Verhältnis: der Arbeiter nicbt schablonenbaft auf die Verhältnisse der Be- amten übertragen. Im allgemeiner; könne man zugeben, daß der Staatssekretär sich der Interessen ferner Beamten wohlonend an- nehme. In der Durchführung der Sonntagßruhe babe der Staatssekretär einen sehr großen Sckoritt gstan und sich damit ein unVergängliches Verdienst Erworbsn. Nachdem der Befteüdienst für Pakete am Sonntage eingestellt sei, müsse noch_ ein „Schritt weiter gegangen werden und die Sonntagsrube für Pokianwetsungen eingéfübrt werden. Die Deutsche Bank in Berlin schlikße am Samstag fchon um 3 Uhr. 'Der Verkehr würde fiel) in eine !olcbe Neuerung schickén. Drucksachen könnten ruhig am „Sonntag unbestellt d'letben. Die Gesckxafte könnten diese Druck1achen ganz gut auf die Wochentage wertUlen. Der Nachtdienst Loüe fick) nicht zu oft wiederboleq. Im Interesse der Kolonien sel st liege es, daß in diese mögltcbst verheiratete Beamte geschickt werden. Der Redner empfiehlt schließlich aych eine Vexcbefferung der Postillone, eine möglichste Verbéfferun der betmiscben _Beamten_ in Elsaß-Lotbringen und eine Verückfi tigung der katholtsckpen Blatter in Meß bci amtlichen Publikationen. Der Antrag Paßig, dxr die Militärdienstjeit in der Weise anrechnen wolle, das; Militar- und Zivilanwärter in gleicher Gesamtdienstzeit aucb gleiche Vesoldu11g_baben folien, sei wohl begründet, aber es würde ungerecht sein, dtesxs Petitum auf die Reich§posjbeamten zu beschränken. Dasselbe Bedenken müsse „auch gegen die Forde- rung erhoben werden, das Wohnungsgeld der unteren und mitt- leren Beamten so zu regeln, daß es der chllerz Vkrgütung der Miete möglichst nahe komme. Außerdem set dte Fytdetung ssbr fcbwer durchzusühren. Wenn das Dtxnstalierssystem Harth mit |ck gebracht habe, so läge darum noch fem Grund vor, "Yin „bohneres Ge- halt zu gewähren. Das würde ein bedenkliches Praxydxz fur andere Beamte baden. Er könne deshalb dieser Rösoxution mcht zustimmxn- Die Freifinnigen seien in ihren Wünschen gar nxcht ,öeschexden, es ware nur zu wünschen, wenn fie ebenso fretgxbtg xmt der“ Be- “MÜkgung neuer Sieuern wären. Ihre Antrage_ sctex1.zwe1fello,s bsi den Bkamten sebr populär, Wenn man aber eme ehrliche Polktzk Treibsn wolle, so müsse man fiel) auch fragen, woher die Mittel flxx eine solche Politik kommen sollten. Außerdem kann man doch die vo_n ibm angeregten Wünsche nicht bloß für die Postbeamten bx- wrlligen. Wenn seine Partei diese Anträge nicht annehmen könne, so werde fis andersei'js für den zu den dauernden Außgabsn gesielltest “Antrag Kopsck) summen, die Gshaltsbszügs der Unterbeamten in nicht- Lebobean SteÜen von 1000 bis 1600 „;ck zu erhöhen und den Land- ricftragcrn ein Meistgebalt von 1103 «M zu gewähren.
» Staatßsekretär dcs Reichßpostamts Kraetke: Jeb möchte dem Hsrrn Vorredner nur erwidern, daß ich selbst- verständkicb mit ihm glaube, daß der Herr Abg. Duffner bei seinen , Ausführungen vom besten Glauben geleitet war und Material bor- getzcagén hat, das ihm zugegangen war. Ick) habe miéb aber für ver- pflicbt'et gebaxten, anzuführen, daß dieses Material nach der Prüfung,
diE die Oberpostdirektion vorgenommen hat, nicht in allen Teilen zu- treffend ist.
Was dann den Wunsck) anlangt, daß kei Ausschreibung von Ver- gebungen und beim Eingang der Angebote mit Unterschied Vorgegangen werde, so geschiebk das, meine Herren. Wenn wir bei Prüfung der Angebote auf Submisfionen die Ueberzeugung gewinnen, daß für den geforderten Preis nichts Gutes geliefert werden kann, so ist aUgemeine Vorschrift, daß wir uns auf ein solches Angebot nicht einlassen. Aber, meine Herren, so weit zu geben, daß wir in allen Fällen, um die Sachen aus dem bejreffenden Landesteil zu beziebsn, mehr zahlen als anderswo, läßt sich seiner Konsequenzen wegen auch nicht verfolgen.
Was dann den Wunsch auf eine stärkere Sonntagsheiligung anbeirifft, so habe ich ja bereits mehrfach wiederholt, daß ich solchen Wünschen sympathisch gegenüberstehe- Was aber den Postanweisungs-
hebung des Dienstes seine schweren Bedenken. Sie dürfen nicht ver- gessen, daß Sonntags die einzige und beste Gelegenheit ist, die Bestellung 3. B. an Arbeiter, die Wochentags Morgens früh schon ihre Arbeik antreten müssen und, bevor der Briefträger kommt, fort- gehen, auSzufübren. Nach den Erfahrungen, die die Oberpost- direktionen gemackyt babkn auf Grund tatsächlicher Feststeüungen, ist es schwer, die Sonntagsbestellung ganz cinzusteüen. Sie wollen auch nicht vergessen, daß am Sonntag ker Postanweisungßbesteüdienst nicht so angiebig geübt wird wie in der Woche. Es wird nur eine geringere Zahl von Beamten damit beschäftigt und wo es angeht, wird der Postanweisungsdienst mit dem übrigen Bestelldienst vereinigt.
Den Nachtdienst sind Wk! bestrebt bxi großen Aemtern möglichst so zu regekn, daß kein Beamter Häufiger als jede vierte Nacht zum Nachtdienst herankommt. Aber so weit zu gehen, wie die Resolution vorschlägt, ist nicht unter auen Umständen ausführbar. Vor einigen Wochen kam ich nach einem großen Postamt, wo ich aus dem Dienst- stundenplan erfah, daß ein alter Beamter alTe drei Tage Nachldisnst hatte. Ich fragte: woher das käme, _ und erhielt die Antworjr das ist der besondere Wunsch des Betreffenden. Ich fragte diesen sslbft, der mir bestätigte, daß er den Nachtdienst vorziebe, weil er mit voller Ruhe arbeiten könne und einen Tag vorher und einen Tag nachHer frei habe. (Hkitetkeit) Solche Wünsche mögen ja nicht viele existieren, aber dem kann man nicht entgegentreten. '
Bezüglich Elsaß-Lothringens besteht keinesfalls die Absicht, die E(saß-Lothringer aus Elsaß-Lothringen heraus nacb Altdeutschland zu verséßen. Versetzungen werden seHr wenig vorgenommen, fie finden nur statt, um einzelnen Beamten Gelegenheit zu geben, auch aus- wärtige Verhältnisse kennen zu lernen. Es ist richtig, daß wir bei den mittleren Beamten im allgemeinen Wert darauf legén, daß sie, wenn tunlich, in der Provinz bleiben, in der fie eingetreten find. Dies gilt auch von Elsaß-Lotbringen. N1ch dem Berichte der Oberpostdirek'sion in Meß waren einige Beamte dankbar, daß ihnen endlich einmal Gelegenbsit geboten war, auch eiwas anderes kennen zu lernen.
Bezüglich der Kolonialbeamien steht die Postverwaltung auf einem ejwas anderen Standpunkt als die anderen Verwaltungen. Bei den Postbeamten liegen die Verhältnisse anders als bei Kolonial- beamten, die fick) draußen einen neuen Beruf gründen wollen. Wir legen Wert darauf, Tatkräftige junge Beamte von etwa 24, 26 Jahren in die Kolonien zu senden. Beamte dieses Alters leisten ain meisten und * find am widerstandsfähigsten. Die Postbeamten onen und können keineswegs lange draußen bleiben, sie müssen schon der Examina wegen zurück. Der Postdienst verlangt auch häufig Verseßung der Beamten. Wir würden uns ein kolossales Schwergewichtanhängen, wenn wir nur ver- heirateteBeamte thausschickten. In unseren meisten Kolonien liegen auch die Verhältnisse nicht so günstig, daß es empfehlenerert wäre, mehr Verheirakcte Bsamte hinauSzusenden, als unbedingt nötig ist. Ver- béiratete Beamte sind doch viel teurer, und sie fühlen fich da draußen zum Teil nicht so wohl, weil ihre Kinder in vielen Kolonien nicht so gedeihen wie unter sabtroplschen oder europäischen Verhältnissen. Wir haben auch Verheiratete Beamte draußen, ;. B. in Samoa und bis vor kurzem in Marokko. An sick) ist danaä') das Verheiratetsein kein Hinderungsgrund für Beschäftigung draußen. Dem Herrn Abg. von Gerlach würde ich dankbar sein, wenn er mir näheres Material über die angeführten EinzelfäÜe usw. gäbe, damit diese untersucht werden können. Die meisten seiner FäÜe find nicht bekannt, ich kann ein Urteil darüber nicht fäUen.
Dem Herrn Redner der polnischen Partei muß ich erwidern, daß er, abgesehen von den sonstigen Sachen, über die wir uns hier schon genügend oft unterhalten haben, und auf die ich nicht weiter zurück- komMen will, den Fall mit dsm Aufseher der Irrenanstalt _ ?ck kann mir nicht Helfen, es zu sagen _ tendenziös außgenußt hat. Die antralbcbörde weiß überhaupt nichtsdavon, Was dem Aufseher passiertist. Es ist hierher nur von dem NechtSanwalt des Aufsehers angefragt worden, ob e_s richtig sei, daß diese Postkarte, wie fie vorliegt, nicht befördert worden wäre, und darauf ist eine Antwort erteilt worden. .Das; der Beamte entlassen worden ist, ist hier gar nicht zur Spracbe gekommen. Die Reichspos1behörde trifft betreffs der Entlassung überhaupt keine Schuld. (Zuruf von den Polen.) _ Bitte einen „Augenblick xu warten! Sie bekommen ja nachher das „ Wort, und es ändext auch nichts, Wenn Sie mich unterbrechen.
Der Herr Abg. Dr. von Chlapowski hat es so dargestellt, als ob die Postverwaltung in schnöde: Weise, diese Karte an die vor- geseßte Behörde des Beamten zu dem Zweck auSgeliefert hätte, damit diese Kenntnis daVon erhalte und der Mann bestraft Werde. Wie liegt nun die Sache? In die Jrrenansialten haben natürlich die Briefträzer keinen Zujritt, und die Herren können fixh ja denken, weshalb. (Heiterkeit) Zwischen dem Vorsteher der Irren- anstalt und dem zuständigen Postamt ist ein Abkommen dahin ge- troffen, daß die für die Verwaltung der Anstalt, für die Irren und für das unverheiratete Personal- eingehenden Sendungen an das Bureau der Anstalt abgeliefert werden, daß dagegen Sendungen an die verheirateten Beamten in den Familienwohnungen bestellt werken. Nun gehört dieser Aufseher zu den unverheirateten Beamten, infolge- dessen ist die mät dem amtlichen Vekmetk „unzuläsfig, zurück“ der- sehene Karte mit der übrigen Korrespondenz im Bureau der Irren- anstalt abgegeben worden. Was dann Weiter innerhalb der Anstalt geschehen ist, entzieht fich der Kenntnis der Verwaltung. Ick) muß *mich dagegsn verwahren, daß die Postverwastung, wie es dem Herrn Vorredner zu sagen beliebte, irgendwie Dienste für die Polizei leistet.
bertagt.
und den Gelddienst betrifft, so, glaube ich, haf die gänzliche AUf-'
Nac!) 61/4 Uhr wird die WeiterberatUNg auf Freitag, 1 Uhr, ,
61. Sißung vom 9. März 1906, Nachmtktags 1 Uhr- (Beriäyt von Wolffs Telegrapbischem BUMM) d s
Tagesvrdnung: Foriseßung der _estrtgen VeratunYtLi. Etats der Reichspost- und Telegrap enverwaltung (_ iF -_ „GEHULt des Staatssekretärs 44000 W“) und der dazu 7“ antragten Resolutionen. , ,
Nach den Abgg, Rogalla von Bteherstern (kqns-) Wld Paßig (ni.), Über deren Reden 1x! dsr gestngen Nummer des Blattes berichtet worden ist, ergreift das Wort der
Abg. Warn er (d. Reformp.): Solange yicht die Mtttel vxk; banden find, kann doch nicht ernsthaft yon etnxr AufbssserungW? Postbeamken die Rede sein. Hexenmeister smd wir doch ntcbt. te der Abg. Singer unter solchen Umständen auch Steuern abslebnen „kann- die das Großkapital treffen, ist mir unerfindxich. D_te Erklacmxg des Staatssekretärs übcr die Wünsche der Mllttaranjyarter bat “ diesen Kreisen große Beunruhigung hervorgerufen. Dre Verwaltunß MY? doch diesen Leuten entgegenkommen, ebenso den bescheiderx WUNsÖSU der POskiÜone- Die Inhaber der Postagenturen erbale sl) WMH? Bezüge, daß es Zeit wäre, fie etwas aufzubessern. ck Ös axxcb dafur, daß Drucksachen am Sonntag nicbt bsfördert werden- glbk so Viele überflüssige Drucksachen, Anpreisungkn, Reklamen usw“- die ganz JUK bis zum Montag liegen bleiben können. die
ng- BUN (fr. Volksp.): Der Abg. Erzberger bat g€stskn r Ausfuhrung meines Freundes Kaempf und unsere Resoluan skb scharf charakterisiert. Mein Freund Kaempf hat keinesrveg§ dre ReicHS- posteinnahme, dl? er als eine Steuer bezeichnet hat, schmalem woll??- sondexn nur'eine Erleichterung des Verkehrs gewünscht- Dkk SMI:); sekreta): „MUM, die Durchführung unserer Rasolutionen war 62 MMM?" kosten, und die Durchführung der Vorschläge des , i Gköbkk 30 Milllonen. Ob diese Annahmen genau stimmen, „weiß r nicht. Daß unsere Vorschläge erhebliche Kosten erfordern, Wissen, "' wobl,_ "b „muß aber betonen, daß wir unsere Anträge ernft MLM!“ SslbsklxkksFanleÖNnd wir auch bereit, die notwendigen M*ttel 7)“qu aufzubrmgen._ Wir find nur gegen Steuern, die den „Handel un Verkehr helasttgen; Wir haben vorgeschlagen eine Aenderung der Branntweinsteuer, dte 60_70 MjÜionen einbringen würde, und ?" Reform der Matriku1arbeiträge durch eine gerechtere Verteilung au die; Einzelstaaten Diese Reform würde die notwendigen Mitxel bixten- Dte Postverwaljunghat mehrere dankenswerte Neuerungen emgefu rz“; Dazu gehört„auch* dre Erlaubnis, daß die vordere Seite der ot- karten zur Halfte beschrieben werden darf. Die Abstempelung oll e aber vorsichtiger erfolgen, die Schrift wird dadurch zum Teil unkkskk' lich. Wünschenswert wäre eine weiteke Ermäßigung des Portos* Geschäftspapiere, xs müßten die Säse für Drucksachen zur Anwegdunü kommen. Den Emwand, das; darunter die Einnahmen leiden wurde?]; kann ich nicht gelten lassen. ,Man muß die Posteinnabmen als e Ganzes ansehen. es kommt_ mcht darauf an, ob im einzelnen fü“: Einbuße eintritt. Wenn dte Post etwa die Portosäße erhöhen ""ckme so wäre es bssser, d'ie alterx Priwajpostanstalten wisder einzufühffm Die Gebühren für dre Postfachex m1t 12 „M sind zu Hoch, ße mtl ermäßigt werden. Heute stehtsem großer Teil der Postfääzer [“T-“m
0301Regißrungskommtssar:DkrAbg.Stöckerwünfchießes st, eine aÜgemeine Ueberficht über die finanziellen Wirkungen des ienwe altersstufensystems. Für die höheren Beamten hat dies System evt Mehrausgabe yon 141843 „M im Jahre 1904 zur Folge gehas; 1897 haben Erhöhungen stattgefunden, die ergeben, 354 pro Kopf sämtlicher Reichsbeamten und Unterbxamten 31 s mehr herauskommen als vor Einführung, dieses Systkmr; Es ist , also falsch, daß die Reichskaffe 1rgend einerx Von teil von diesem System gehabt hat. Im emzelnk sind allerdings einige Beamte etwas schlechtev foxtgekommklkj" Die Resolution würde doch eine ziemlich _erbeblicbe f-ncmzie 2 Wirkung haben. -* u den gestern schon erwabrxten 62 Millionen würden noch 30 illionen für die andern_ Wunsche hinzutreten- gaZz abgesehen von den Folgen der Durchfuhrung der Sonnta s- ru e. . Unterbeamten um 50 0/9 würde 53: MiÜionen kosten. Ich wurde es deshalb nicht für zkitgemäß halten, das Wohnungsgeld der unteren und ,
mittleren Beamten der v:)[len Vergütung dsr Miete möglichst nahe zu “-
bringen. Die Forderung, die Gehälter der Sekxetäre und AsfisjenteU zu erhöhen, wie es eine Resolution wünscht, Würdä' 10 850 000»-“ kosten. Die Rückwirkung dieser Wßnsche auf pie Ersenbahnbeamzxk würde sofort herVorireten. Die Asfijjenten der Eisenbahn und “Wien Justiz würden fich noch beschwerter fühlen, wknn die Postasßskenn aufgebeffert würden. Auch die Resolution bezüalich dsr Anrechut der Mtlitärdienstpflickxt ist recht folgenschkvcr. Nach dem W137 die der Resolution soll den Beamtkn und Unterbeamten die Zkkt-dxez fie in Heer und Marine gedient haben, bis zum Höchstmaß vonchneb Jahren angerechnet welden. Bisher WW)? "Uk ein Jahr angé§abnn Das hat auch seinen guten Grund. Die Anrechnung'VOn drei a würde große Ungerechtigkeiten zur Folge haben. Die IMI? and“ würde eine aroße Umwalzung Hervorrufen- Man braucht nur as it preußischen Richter und Gymnafiallebrer zu denken. IWM“n der die Sache noch nicht spruchreif, und es empfiehlt fich, fi? vo Tageßordnung abzuseßen. wurde Abg.Dr. Marcour (Zentr.): Schon im vorigen Tabkler j - auf das eigentümliäxe G:!chästögebaun gewxffer Buchbände : gewiesen, die unfiltllche Bücher über Luxemburg, das z/lxm "sekretär gehört, nach Deutschland einscbmuggeln lassen. Der Okaatsexfolgk woÜte darüber Ermittlungen ansteÜen lassen; ich frage, ob diesein gan sind, um; ob dem Unfug ein Ende gemacht werden wird- dSZrKUf na erschxccklrcher und bedenklicher Weise zugenommen bat- Der,] „„einer Bekampfung des Schmußes in Wort und Bild isi ja ki" a Licht “' gewokkeq- Ick wetß ja ganz gut, daß die §_-1)ostve-,rwa1tukl?iche Ver- erster Lmie berufen ist, diesen Kampf gegen die fittnaucb fie seuchung des Volkes zu führen, aber ihr gutes Teil dazu kanngen kann tun. Bei,der (xroßen Masse der täglich einlaufer'den Send" r wen,n fie naturlich xncbt jede einzexne Sendung kontroÜiers"; a rt, m “ man steht, ww das Land mit Postkarten schamlosks 'Wer A Prospekten und Anerbietungen von S ciften aÜerscb xg uberschwemmt wird, so kann man an hier nur dringsn be daß aUes geschieht, um hier einzuscheiten. Ich selbst b“ fliegender Jahr _geseben, wle in einem Ausbe unaslokal ein Weber; 11 Post' Buchbandler 'unxer den Augen ' der Offiziers solche schw" ge werden ckck" an 7218 111118611 Leute verkaufte. Diese P sendet- meisjens pertodenwexse, dann aber. auch in großen St ihr!" da könnte die Postverwaltung die Packen doeh einmal Mile Post? Inhalt nachsehen, zumal auf dem Lande könnte das dw isk- außgabesteüe machen, wcik dort der Verkehr nicht so_9 denk1 ,Dje Postbeamten haben fieber auch dazu die Z?: , bei den Musterskndunaen achten fie ja mit größter git z" falt anf den Inhalt. Es würde schon genügen- M"" "9"Yudaek“ ZM .diÉse NSVNMÖLU Beamten eingesckpärst würde. e kohlen“ ' WMMYMU bak auf unseren Antrageine Anzahl Nesowtwne" eW(JHtaaks“ ' Seb", WWU" Müssen wir die ablehnende Haltunß- die- der sekretar gegen die Portofreibeit für Postvakete bis 5 W stkns für 199“ Personen des Soldatenstandcs eingenommen büt- MMF n S [“ dre Dauxr der Unruhen müßte den in den Kolonien stehen é![utwn- TMM Uns, solche Portofreibeit zugebilligt werden. D'ie RTsOng u , betreffend elne Wkktaebende Erleichterung der Telephonemrick) ?: chi TelephonbenutZUng im Interesse der ländlichen BevölkerunS-Öt d;:vßr ""T von besonderer Wichtigkeit. Wir würden UU nlb"bren *“ zurUck'chrkÜn- zum Außgleicb eine Erhöhung von Ge usen “Uf dsn Städten eintreten zu lassen. Das FernspreÖwSÜcb ent- de'm Lande bat ßch in [eßtec Zeit sehr rasck) und„sebr erfrecuHebüw,esl chkslt, qber die Klagen über die große Hohe deci sen babe" fck anderseits als" nur zu bkk“ch"gt-erwefix§d Kosten „für die TeilneHmer mit wenig Anschluss?", . Ml großer als für die mit Tansenden von- d g platte emen AUSgleich gewährende Lokalvakeks kommt f-Ut a wischen en so gut wie ar nicht in Betracht- Das Vsrbaltnis kzjn ricktkßesk Gebühren an dem Land: und in den Städten ist als" “.
(Schluß in der Zweiten Beilage.)
Die bloße Erhö ung des Wohnungßgeldzusäouffes für je "