1877 / 161 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 12 Jul 1877 18:00:01 GMT) scan diff

Konferenz wird fich demnächst eine Besprechung der Verrreter dxr sachsenwmestinischen Staaten über Angelegenheiten der Uni: versität Jena anreihen.

Oe|erreich=nugarm W i e n, 12. Juli. Wie das „W. T. V.“ heute aus München meldet, ist der Kais er _heute früh dor? eingetroffen und im Palais der Prinzesiin Griela abgestiegen. Derselbe gedenkt Abends nach Poffcnhofen_weiterzureiscn. Pest, 10, uli. Beim Minister-Prändenten Tisch fand beute Mittags em Ministerrath statt, an welchem sammt- iche Mitglieder der Regierung Theil nahmen.

Großbritannien und Irland. Loxidon, 10. Juli. (E. C.) Jm Unterhause theilte gestern, in Beantwortung Mr. Edwards, der Admiral Egerton_mit, die Admiralität babe fich endgültig für die Errichtung einer Mgrinebochschule in Dartmouth entschieden und im Marmebudget die An: sätze dafür gemacht. Auf eine Anfrage Mr. Andersons er:

klärte der Unterstaatssekretär dex“- Auswärtigerx, Mr. Bourk_e, am 11. Dezember habe Lord Derby den briti1che11 Konsul m

Zanzibar, ])1". Kirk, beauftragt, dcm L_lfrikareisenden “tanley mitzutheilen, es sei nicht statthaft, daß er die eng- lische Flagge bei seinen Kriegen gegen die Eingeborenen brauche. Es beständen indeß große Schwierigkeiten, die frag- liche Mitt ilung in Stanley's Hände gelangen zu lassen. Der Unte taatssekretär der Kolonien, Mr, Lowther, brachte darauf das siidafrikanis-xhe KonföderationSgeseY cm. Derselbe erklärte, er enthalte sich einer Darlegung der_Emzel: beiten deH Geseßes, da dieselben im Oberhause bererts zur Genüge besprochen worden seien. Auf die Verhältnisse der südafrikanischen Kolonien übergehend, bemerkxe Mr. Lowther, daß fie sich durch die eringe Anzahl der weißer) Vevölkerupg im Verhältniss zur arbigen von allen äLanichen Koloxnen unterscheiden, und leitete aus;; diesem Umstaxi e, welcher emen Eingeborenenkrieg höchst gefährlich mache, die Berechtigung zur Einverleibung der TranWaalrepublik ab. Die weiße Be- völkerung des Landes betrage etwa 40,000 Einwohner, die schwarze 1,000,000. Die von Sir Ysophilus Shepstone ein: geschlagene Politik habe die voUe illigung der Regierung. Es sei aUerdings ein Protest egen die Einverleibung eit): elaufen, aber nach sorgfälti cr wägung drffelben könne die Ziegierung ihm kein (Hewi t beimeffen. Die Schulden der Kolonie betrügen etwa 220,000 Pfd. Sterl., dazu komme? noch eine Summe von ca. 25,000 Pfd. Sterk, welcbe dix: Regie: run für Truppenbewegungen zu bezahlen habe, Die Hülss: que en des Landes seien sehr groß und das Klimg vo[[k_c_)inmen. Es ebe eine Fükle von Erzen, (Hold, Blei, Kupfer, Enen und Ko [In, welche nur geeigneter Bearbeitung bedürsten, Und er ZOYL, daß unter britischer Herrschaft dem Lande eine große ukunft offen stehe. _ __ _ für Liskeard) bekämpfte das GULH und beantragte, danclbe m drei Monaten zuleseti. Dieser Antrag wurde jedoch mit 81 ge en 19 Stimmen vsrworfen und daS Gefeß zum zweiten Male (36187631. _ Die Regierung hat gestern eine Summe von 100,000 Psd. Sterl, zur Bestreitung der nothwendigsten Bedürfniffe für Transvaalien verlangt, mit der Erklärung, es sei Grund zu der Annahme vorhanden, daß im Laufe einiger Ja re aus den Einkünften der neuen Kolonie diese Summe zurü bezahlt werde. _ Der „Standard“ theilt mit, daß das Panzer: schiff „Achilles“ (9694 Tom.? und 16 Gescbüßc) unter dem Kommando von Sir W. Hewett, die Korvette „Ruby“ (mit 12 Geschützen) unter Kapitän Molyneux und daS Ka: nonenboot „Flamin 0“ unter dem Commander Hail zu dem Gsschwader des Bize-Admirais Hornby abgehen werden. Ferner soll das Panzer1chifs „Agincburt“ €10,617 Tons und 17 Geschüße) Befehl erhalten, nach derssben Station abzugeben.

Frankreich. Paris, 10.3116. Die Hersteilung der Liste der offiziellen Kandidaten ist im Ministerium des Innern schon ziemlich weit vorgeschrittsn. Sic Umfaßt bis jeßt, einer Meldung der?, „Figaro“ zufolge, 330 Bonapartisten, 115 Legiti: misten und 80 Orleanisten. _ Wic die „France“ vernimmt, ist in Paris ein karholiscbes Wahlcomité in der Bildung begriffen. Aehnliche Comités wsrden aucb in der Provinz zusammentrcten, jedoch von dem Pariser Comité unabhiingig bleiben, welches lrßtere, uriter der Oberleitung des Bischofs Dupanloup und des Jesuitsn-Generals Pater Vekx stshend, nur als ein Mittrlpunkt fiir die nach allen Seiten auszu: gebende Losung dienen soll.

_ (Cöln. Ztg.) Die Maires von Tour?: und Amboise "find abgeseßt; Perpignan hat statt seines Gemrinderaths cine Regierungsverwaltung erhalten.

_ 11. Juli. (W._T. B.) DLL? Herzog Decazes wird Leute Abend PariH auls einige Tage verlassen, um seine im „_;11ra-Departement wei ende Familis zu besUchen.__ Zn legi- Umistrschen Krsisen wird der Nachricht, daß Gras Chambord demnächst ein Mani est zu erlaßen bsabsichtige, widersprochen.

_ 12. Juli. ZW T. V.) Die Legitimisten haben ein Wahlcomité konstituirt, _wslchcm der Senator Bernard als Präiident, fsrner die Senatoren Graf de la Monnerayr, Herzog von Riviére, Baron Roséne und der Deputirte und frühere Minister Baron Larc als Vize-Präsideni und Graf Gobert de Mun als Gxnxraléekretär angehören, Das Comité: hat in einem an alle Gexinnungsgenoffen gerichteten Aufrufe zur Beisteuer von _Geldbeiträgen auszefordert. _ Dem „Mo: niteur“ zufolge wrrd das Wahlde ret nunmehr bestimmt an einem der nächsten Tage publizirt werden.

Spanien. Madrid, 11._ Juli. (W. T. B.) Der Senat hat das Budget ohne ]ede Modifikation genehmigt.

Türkei. Konstantinopel, 11. Juli. _(W. T. B.) Das Gerücht von dem Tode des Kmegs=Mmi1ters Redif PasZa wird regierungsseitig für unbe ründet erklärt.

_ elgrad, 10. uli, Der „Pol. orr.“ wird gemeldet: Die gestrige Skups tina-Sißung in Kragu1evaß ist sehr stürmisch verlaufen. Die Gegner der Regierung, aus den Konservativen und Mitgliedern der äußerster: Linken bestehsnd, kiindigtext ihren Ausstritt aus der Skupschtina an und moti- virten diesen_ Schritt mit der Haltung der Majorität. Le tere veranlaßte die Verlesung der AustrittSerklärung durch den rä: sidenten und nahm, entrüstet über deren Begründung und diese mit Verachtung zurückweisend, den Austritt der Opposition zur Kenntniß. Die _fragliche AustrittSmotivirung enthält ehren- rührige Beschuldigungen der Versammlung und der Minister. Die Regierun ordnere sogleich neue Wahlen für die vacant gewordenen kupfchtma=S1Hc für den 12., 14. und 17. Juli an. Es haben im anzen 31 Neuwahleti stattzufinden. In: dem von den gesetzlichen 134 Skiipschtma:Mitglicdern noch

Mr. Courtney (radikaler Abgeordneter“

immer 103 ihr Mandat auHüben, so kann die Skripsthtina, ??_bkißrxt durch diesen Zwischenfall, ihre Thätigkeit rechtßgültig o e n.

_ (W. T. B.) Ein Versuch drr serbischen Regierung, in Paris eine Anleihe aufzunehmen, ift, der „Agence Havas“ zufolge, gescheitert.

Schweden und Norbegen. S t o ckb o l m , 8. Juli. (H. R.) Der türkische Ministerresident, Murad Enendi, traf gestern in der Hauptstadt ein und wurde an demselben Tage yon dem Minister des Auswärtigen empfangen. _ Die schwedische Regierung hat verordnet, daß aUes Kleingeld, welches vor der Münzkonvention mit Dänemark geprägt worden ist, von den Ysentlichen Kassen nicht mehr au-degeben werden darf. _Jm

ublikum bleiben diese Münzen noch bis 1878 gegxßliches Zahlungsmittel; die kleinsten derselben, unter 1,75 Species, gelten bis zum Jahre 1881.

Dänemark. Kopenhagen, 7, Juli. ( . CZ Am 1. d. M. wurde hier ein Kongreß der dänis en Sozia- listen eröffnet. Konstatirt wurde, daß der Sozialismus hier zu Lande im Rückgange begriffen fei. _ Der Pastor Holm aus Skjoldborg ist wieder aus dem Jrrenhause entlassen worden. Das ärztliche Gutachten lautet a_uf volle Zurechnungsfähigkeit. Derselbe steht also seiner Bestrafung entgegen.

Afrika. (A. A. C.) Aus der Capftadt wird unterm 19. v. M. über Madeira berichtet: wischen den beiden mäch- tigen Eingeborenen-Zäuptlingen apur und Secundi, die an der nordöstlichen renze von TranHUaal wohnen, ist ein Krieg ausgebrochen. _ Sir Arthur Cunnyngham, der B9- fehlshaberder britischen Truppen in TranSvaal, begleixete Sir Theophilus S epstone auf dessen Reise nach Potchesftroom. _ Die Preis: art) der internationalen Ausstellung in der Capftadt hat ihre Arbeiten beendigt. EurOpäischen Ausstellern werden im Ganzen gegen 200 Zuerkennungen ertheilt werden.

Der rusfisch-türkische Krieg.

Das „Journal de St. Pétersbourg“ vom 7. d_.M. kommt auf die der russischen Kriegsführung vorgeworfenen „Grausamkeiten“ und namentlich auf den Vorwurf, daß die Mannschait weggenommener türkischer Handelsschiffe getödtet worden sei, zurück, um diese Anschuldigungen abermals als völlig unwahrJIurückzuweisen. Das rus1iiche Blatt fügt bei, die fremden egierungen, welchen jene Beschuldigungen in einer türkischen Depesche zur Kenntnis; gebracht worden seien, werden ohnehin wissen, was sie davon zu halten haben. Andererseits hebt das „Journal de St. Pétersbourg“ hervor, daß die türkische Regierung die Forderung, den rothen Halb- mond, welchen sie auf den zum Schuße der Spitäler und Ambulanzen bestimmten ;lag en statt des rothen Kreuzes anbringen läßt, deutlich enn ar und von dem Halbmonde ihrer Kriegsfahnen unterscheidbar zu machen, noch immer nicht erfüklt habe. _

_ Aus Alexandria vernimmt der „Standard“, daß Mac Killop Pascha und Morice Ver), dir den Auftrag erhal- ten haben, den Suezkanal zu vertheidigen, von dem Auswär- tigen Amte aufgefordert worden sind, entweder _ihren Stel: lungen im egyptifchen Dienste oder in der eu li1chen Flotte zu entsagen, damit die strenge Neutralität Eng ands aufrecht erhalten werde. Dagegen hat die englische RegierunY briti- schen Offizieren, die unter „dem KZedive bürgerliche emter bekleiden, Erlaubnis; gegeben, auf i ren Posten zu verbleiben.

Europäischer Kriegsschauplaß.

St. Petersburg, 11. Juli. (W. T. B.) Offiziellrs Telegramm aus Eupatoria vom 9. c.: Vier türkische Monitors beschoffsn Eupatoria 3? Stunde lang; es wurden 62 Schüsse angJeben, dieselben richteten aber gar keinen Schaden an. ussiscberseitts wurde das Feuer an?, vier 9pfündigsn Gefchüßen mit 36 Granatscbüffsn erwidert, dar: unter waren 6 Treffer. Die tiirki1ch€n Monitors gingen nach der Bsschießung wieder in See.

_ (W. T. V.) AuSBukarest yo1n10.d.wirdder„Vol. Korr.“ gemeldet: In hißsigen 1nilitiiri1chenKreisen ist die An: sicht verbreitet, daß die rumänißche Armee am_12. d. oberhalb und unterhalb Kalafat ie Donau iiberichreiten Fürst Karl werde persönlich das Kommando iiber: nehmen. Das ruisische Hauptquartier sou nacb Batak verlegt werden. Die Mubamedaner in den von den Russen beseßten bulgarischen Distriktcn wurdcn entwaffnet.

Wien, 11. Juli. (W. T. B.) Telegramme dees „N. W. Tageblattes“. Aue.?- Turnseverin: Von Negotin aus wird gemeldet, Widdin sei schwach beseßt, weil ein Theil des Corps von OMnanPascba zur Verstärkung von Nikopoliéx abgegangen sei, man erwarte in Widdin anug aus Sofia. _ Aus Slatina: Nikopolis ist noch _in den Händen der Türken. Zwischen Rahova und leaz_ nndst eine Ununterbrochene

anonade statt. _ AUS Krajowa vom 10. c.: Es werden Vorbereitungen zu einem partiellen Donauübergang regulärer rumänischer Truppen für morarn getroffen.

Wien, 12. Juli. (W. T. B? Telegramm des „N. W. Tageblattes“ aus- T urnmagnre lr): Der bulgarische Exarch hat die Aufforderungerhalten, anst_att in Konstantinopel fortan in Drnowa zu residiren. Die türkiiche Y_esaßung von Drnowa ist nach Oswanbazar gszogen. Die ruifi1chen Truppsn, welche von Sistowa nach Plewna vorgeriickt sind, haben gestern Trstenik beseßt. Kavalleriepatrouillen haben Rekogno-Yirungen in der Richtung auf Loway unternommen. Von ikopolis ist eine türkische Abtheilung von 4000 Mann zum Schuße von Plewna ausgerückt.

Wien, 12. Juli. (W.T.V.) Telegramme der „Preffe“ aus Bukarest: Ein vor Nikop_o_lis liegender türkische Mo: nitor ist durch das Feuer der rusiiichen Artiüerie kampfunfähig gemacht und die Mannschaft desselben gezwungen worden, ihn zu verlassen. _ Die Beseßung Tirnowas erfolgte durch die unter dem Prinzen Eugen von Leuchtenberg stehende Brigade nach hartem Kampfe. Dieselbe erbeutete dabei große Vor- rätshe an Munition und Proviant. Bei Bjela hielt das 12. Kb aken-Negiment die türkische Uebermacht auf, bis es ihm ge- lang, von Dragonern und Husaren unterstützt, nach eiiiem zweistündigen Kampfe die Türken auf Nustschuk zurückzuwersen.

Wien, 12, uli. (W. T. V.) Tele ramme hiesiger Morgenblätter. eue fr. Presse“ ach Vu arest, 11. d.: Die Türken ziehen sich in festen Stellungen zwischen Schumla und Rustschuk zusammen , um den Russen e_ixie en_tsche1dende Sch1acht zu liefern. Kosakenabtheilungen strenexi bis YeF-mgri: ba ar und Dranowa. _ Kaiser Aleunder __besmdet nok) wit ge ern in Zarowiß. _ Die Für in Eliiabetl) von Ru:

werde.

mänien und der Minister:Präfidcnt Bratiano wcrdsn am

-

nächsten Freitag in Bukarest erwartet. Die rumänischen Kanonenboote „Fulzerul“ und „Romania“ sind von Vraila aus_in Kalarast, ößklich von Siliftria, angekx-mmen, wo Vor- berertungen für den Donauübergang getro en werden. _ wischen den _rumänischen Batterien von Ra u und der tür- i1chen Batterie bei Lom palanka fand ?estern ein heftiger Ge; schüßkampf statt, welcher indessen resultat os verlief. _ „Deutsche Zeitung“ aus Bukarest, 11. d. : Rußland hat den rumänischen Vah- nen neuerdings 100 Lokomotiven zur Verfügung gefreut. Gerücht: weise verlautet, der Czarewitsch werde die Dobrudscha-Armee, Fürst Karl von Rumänien die zwischen Widdin und Nikopolis o erirende Armee, der Großfürst Nikolaus die Centrums:

rmee kommandiren und leßterer zugleich die Oberleitung übernehmen. _ Die russische Regierung hat mit der Firma Beer, Sondheimer & Comp. in Frankfurt einAbkommen ge- troffen, aux Lieferung von 80,000 Centner Heu, 4000 Zug: och1en und 800 Wagen, welche bei der Cernirung und Vela: gerung von Raftschuk verwandt werden sollen.

St. Petersburg, 9. Juli. Wie der „Kronst. Westn,“ mittheilt, wird am 12. d. Mrs. die ganze Garde-Equipage unter dem Kommando des Flügel-Adjutanten Golowatsthow auf den Kriegsschayplaß abgehen. (Zroßfürst Konstantin Konstantinowitxck) wird iich ebenfalls dahin begeben.

_ Aus Varna wird der „Times“ gemeldet, daß die Festung am 8. ds_in den BelagerungH-zustand erklärt wurdc,_ Nack)_ einer Depe1che dekéelben Blattes aus Athen haben die türkiychen Truppen, we che dazu bestimmt waren, an der grie- chi1chen Grenze Stellung “U nehmen, den Befehl erhalten, zur Armee in Bulgarien zu fioßen.

_ Aus Orsowa, 10. Juli, wird dem W. „Fremdenbl.“ telegraphirt: Dem Vernehmen nach werden nun sämmtliche in Westbulgarien bis zur Jantra zerstreut stehenden türkischen Truppen-Abtheilungen unter den Befehl des Kom- mandanten der bei Sofia zusammengezogenen Truppen ge: steUt werden. Letztere soUen bald auf die öbe von 18,000 Mann gebracht werden und in dem Dreieck alina, BreHnik und Obraiovci ihre Stellungen haben. _ Die unter Mehe- met Ali Pascha in Novibazar gestandenen Freiwilli en, die Abdullah Bey kommandirte, ioUen nun ebenfalls an ie Do- nau geschicht werden.

_ Ueber die Situation auf dem Kriegsschauplaße an_ der Donau wird der „AÜgemeinen Zeitung“ aus Bukarest Jichrieben: „Zufolge der neuesten Nachrichten von jenseits der

onau leistet der russischen Armee ihre zahireiche Kavallerie die vorzüglichsien Dienste. Dieselbe ist der rumischen Infanterie stets um 20 Kilometer voraUH und umgiebt sie mit einem weiten schützenden Kreise, welchem sich nicht die kleinste türkische Ab- theilung nähern kann, ohne bemerkt zu werden. Auch den be- schwerlichen Dienst der Rekognoszirungen hat die Kavallerie ganz aklein übernommen. In der Nähe von Rusticbuk sol1en die Türken eine Armee von 80,000 Mann zusammengezogen haben und man erwartet eine Schlacht zwischen Rustschuk, Rangrad, Timowa und Sistowa. Jn Widdin sol] die türkische Be- saßurr 55,000 Mann betragen, in Lom:Palanka 8000 Mann, in Niopolis 5000 Mann, in Scherkowißa, gegenüber von Jslasch, sollen 1000 Mann und 5000 Mann noch an ver- schiedenen anderen Orten in kleinen Abtbeilungen stehen, so daß die Zahl der türkischen Soldaten in Widdin und Umgebung etwa 74,000 bis 75,000 Mann betragen soll. Rechnet man zu diesen die 80,000 Mann, welche bei Rusticbuk zusam:::en- gezogen sein sollen, so ergiebt dies 155,000 Mann, und da die türkische Armee in Bulgarien im Ganzen nur ctwa 250,000 Mann stark ist, so bleiben zur Beseßung der Festun- gen Siliftria, Rustschuk, Schumla, Varna :c. kaum 100,000 Mann die?:ponibel. In der That ist von Silistria die M91- dung eingetroffen, daß die Garnison daselbst kaum noch 14,000 bis 16,000 Mann betrage.“

_ Ueber die Aufstellung der Russen und dé]: Türken auf dem Kriegsschauplatz? in Vulkgarien tclegraphirt ein Korrespondent der „Times“ aus Bu arest unter dem 6. d. M.: „Dis Türken halten die Linie NustsWk-Schumla besetzt und haben ihre Front nach Westen gerichtet, seit die Russen in Bulgarien eingedrungen sind. Die Russen l_ehnexi ihren linken Flii el an die Donau und breiten ]ich der tür- kisch€n Llufteslung gegeniibrr aus. Wenn dieie Vemegyng W[lendet ist, dann steht eine große Schlacht in Llusncht, wofern iiicht die Türken gegen den Balkan zurückgeben oder die Nuffen das Festungßviereck maHkiren und es durch einern Uebergang Über den Balkan, dessen nördliche Zugänge sie schon besetzt haben, umgehen. Die durch die _Dobrudscba _vor- dringenden Russen kommsn der tiirkischenAu1stellung zwi1chen Schumla und Rustichuk in den Rücken und sind zu stark, um durch ein detachirtecö Corps der türkischen Hauptmqcht aufgehalten _werden zn können, während letztere selbst nch nicht gegen 1ie wenden kann, ohne Rustichuk aufzu eben und damit zugleich die russische: Hauptarmee in den en I," be- kommen, was ihre Lage verschlimmern würde. Nach Berichten aus der Dobrudscha glaube ich nicht, daß die Türken am Trajanswall einen auSgicbigen Widerstand leisten wer- den. Sie sind in der Front und im Rücken bedroht und müssen entweder, wenn sie gedrängt werden, auf Schumla zurückgeben oder die eine der russischen Koloxinen__aufs ?aupt schlagen. Sollten die Muffen in der Dobrud1cha 1ichselbtper: schanzen, um die Verbindungslinie über Galaß Fu decken, ihre Yanptarmee aber zwischen Sistowa und dem Balkan das xeftungßviereck cerniren und zwei Corps nachAdrianopel vor: Zenden, so würden die Türken in große Bedrangriiß gerathen. Russische Offiziere bei der Armee sprechen dre Anyicht aus, daß der Feldzug bald entschieden jem werde.“ __

_ Wie ach Simuißa unter dern 6. _d. M. telegraphnch gemeldet wurde, haben die Russen die kl_eme an der Zantra und der Siraße von Tirxwwa nach Rust1chnk liegende Stadt Biela bcseßt. Dieselbe 11t ein wichtiger strategischer Punkt, und die „Jndépendance bclg_e“ bemerkt aus diesem Anlaffe: „Es ist das erste Mal das; die Russen in ihren Feldzügen

egen die Türkei da?: zeitungsviereck von Westen her angrei- en “und zwischen Widdin einerseits, Rustschuk und Schumla andererseits in Bulgarien eindringen. Im Jahre 1854 hatte nach eine_m Versuche gegen Kalafat und Widdin Siliftria den Hauptstoß auszuhalten. Wenn dieSmal ein richtigerer und Tür die Türkei viel bedrohlicherer AngriffSplatx ins Werk e- eßt werden konnte, so kommt die?- daher, daß der Angrei er mit Hiilfe seiner Eisenbahnen auf einmal viel beträchtlichere Truppcnmaffen mit Munition und Proviant in das feindliche Land wsrfen konnte. Die Mitwirkung Rumäniens, das Au;- eben der Tonaulinie durch _die Türken, das Zögern der eßteren, aus _ihren Defetriivstelimigen hervorzubrecben, und endlich dcr in Konstantinopel begangene Fehler, eine Armee zur Eroberung Montencgrbs zu entsenden, welche visl nüßlicher zur Deckung der Straßen von der Donau mw!)

Sofia hätte verwendet werden können, haben zu den ersten Erfolgewder Russen mitgeholfen. Wenn die Nui en fich jetzt m den emgenommxnen Stellungen zwischen der * tra und dem Seres von Bt_ela und Plewna_bis Timowa und Lowacz Kü" behaupten verxnogen, so können ne daraus die Basis ihrer _nfngetr Operatwneri egen den Balkan, die zweite Verthei: digungsluite des türki (Zen Reiches, machen und brauchen das Feftun Emereck Rufts uk, Schumla, Silistria und Varna nur

zu beo chten und in Schach zu halten, nicht aber einzu-

nehmen.“

_ Der Serdar Ekrem Abdul Kerim Pascha hat, der W. „Pressc“_ zufblge, über den Donau-Uebergang der Russen bei Stftowa an das Sekretariat des Kaiserlichen Palastes unter dem 3. Juli folgendes Tele ramm berichtet:

.Der Uebergang der ersten rusfiscben Ko onne Wurde in der .

Nacht vom 27. Juni gegen 1 Uhr bei Sistowa, in Einem Ort be-

werkfte i t, welcher von einer Compagnie Véustebafis bewacht war. .

„", .. - * " ' ,. o S" UbeMLte" 5 Armee mslden, herricht hier aber die Bedeutung dieses Ereig-

_Die Ru en waren mehr als 2000 an der Zabl. m mehr als 200 Booten, welche von einem Panzerboot und _mehreren Dampfern eskortirt waren. Man weis; nicht, ob _die Mustebafis, welche den Kordon bildeten, die ergriffxn, oder _zu Gefangenen gemacht wurden. Die beit ist, daß kcin Signal gegeben und kein Schuß abgefeuert wurde. _Nachdem der Uebergang vollzogen war, begann der dieffeits ron Demnen-Qere aufgestellte Wacbtposten zu feuern und die vor- geschriebenen Signale zu eben. Alsbald eilte die Brigade Achmed Paicbaß an_ Ort und Ste e m_id der Kampf entwickelte fick), während der Feind 1eir_1_e Kolonn_e unaufhörlich durch neue Truppen verstärken ließ, welcbe nch fortwahrend unter dem Schuße der Dunkelheit an unerwarteten und unseren Soldaten nicbt fichtbaren Orten ausschiff- ten. Der Kampf dauerte bis 12 Uhr Mittags. Die Ruffen verloren mehr als 4000 Mann. Nach Auéjage von Gefangenen verlor der Feind auch 24 Kanonen, welche mit den Pontons, auf denen ste verladen Waren, untergingen. Achmed Pascha selbst sah nur 6 untergehen. _Die Ziffer des feindlichen Ver- lustes kann auch_ bestatigt werden durch die große Zahl ae1Zttelt_er und atzge1chtrrter Pferde, welche an das Ufer von Dikili- Ta1ch_bts Maratm s_chwammen und die russischen Leichen, Welche fortrvabrend de_n lug heruntertriebxn, Unsere Verluste bestehen am? 224 Todten, 85 erwundeten und 31 Vermißten. Truppen s1chimm_er_vermebrten,_tvar unsere Brigade, nach einer glanzenden Vertheidtgung, genötbi r, den Rückzug anzutreten. NWW- destoWerztger Hat der Uebergang en Ruffen sehr viel gekostet. Jcb habe gestern Nachrs im Detail alle getroffenen Maßre eln telegra- vart, um dem feindlichexi Vormarsch entgegenzutreien. ZI!

aus Ihr Telegramm beeile icb mich, Sie zu verücbern, dai; wir

beobachten, um seine Uebergangsprojekte an anderen Punkten unseres Stromes zlx vereiteln.“

__ Die__Wiener „Presse“ enthält detaillirtere Angabsn über die Genchthpunkte, von welchen die russische Orga: nisation Bulgariens vorzugsweise au§gehen wird, Man

gedenkt die Centralregierung erst nach erfolgtem weiteren Vor: :

rücken zr: organisiren:

„Erst Wenn ein Kreis ganz außer Feindesngr sich befindet, wird 'die Kreisregierung instaklirt und so maugelt selbsiverstätidlick) in der heimischen evölkerung an erfahrenen Männern, die die Geschäfte zu [kiten wüßten. Aber um diésem

find zwar die Organisatoren und die werden aus bulgariichen Elementen gebildet. rm Lands vorbande_ne_n, dann aus den zuströmenden Natio- nalen. In Rumamen besteht ein großer Theil der Be- gmten aizs Bulgaren, trnd diese mslden sich tmn freiwillig, um ibrern Hetmatblande zu dienen. Nicht minder groß ist die Zahl Derjenißcn,_d1e aus dem Exil heimkehren, das sie freiwiÜig oder ge- zwungen auxgesucht batteri; die studirende Jugend aus Paris, Prag, St. Percrsburg eilt _berbei, urxt die erworbenen Kenntnisse der Heimat!) darxubringen, und_die_ Zahl ist keine kleine, wrnn man erwägt, dax“; in St. Petersburg 10 v1e[e Studenten auf Regierungskosten erzogen wur- den, das; an der Prager Universität über 50, an der Pariser über 100 Bulgarxn stxxdirt Haben. _Die Amtssprackye wird die bulgarische 18111, die Geyeße aber werdeii 19 lange russische sein, al§ nicht eine Lax:de?reg1_erung_orgamiirriii, die, mit gesengebender Gekralt aus- ge1tattet,1hre eigenen Ge1etze dem Lande auferlegen, oder mit den Vertretern des Landes vereinbaren wird.“

_ Aus Belgrad wird dem „R. W Tageblatt“ vom 12. grmeldet: Nach hier eingegangenen Meldungsn ach BOSULLP bat Derotovich eine Versammlung der Insur- gentcnchess abgehalten, in welcher ein Comité ringeießt wurde zur Bergthung der Angelegen eiten der Rajath BocZniencZ. Dre Vcriainmlung ging mit iviosrufcn auf den Fürsten Milan und daß serbische Volk auseinander.

Asiatischer Kriegsschauplaß.

St. Petersburg, 11. Juli. (W. T. B.) OffizieUes Telclgramm ausx A__lexandrapol vom 9. d.: Nachdem Ge,- xiera Lor1§-Melik0n_ die Nachricht erhalten hatte, das; fast iämmtlichs ereitkräste Moukhtar Paschas gegen Kurs an: mqrschirtxn, _1te_[1te er das Bombardement von Kurs ein, schickte 161110 Geichüß§2 nach Kurukdara und nach Alexandrapol zrirück _und _konzentrirte ieine KavaUrrie bei Chadjioali und d1e__ Jnmnterie b€i Sgim. Die Kolonne des General Tergu: kanon iibernabnx aux dem Marscbe von Dajar nacb Surp- Thannes die Beichüßung von einigen tausend Christen, welche vor den Greue_ltbat;n der Baschibozuks und Kurden aus dem Thal voti Yla1chkert geflohsn waren. Dadurch wurde die Be»; wegung ,einer Kbbonne aufgehalten, so daß die türkische Ju- iantexie _die rusmchß _Arrieregarde angreifen konnte. Tergu- kgffommchtete da_nn 1emen Marsch auf Jgdyr, wo er am 5. d. eintras und mar1chirto sodann am 8. d. nach Bajazid.

Vera, 11. Juli. (W. T, V.) Der Minister des Auswärtigen hat_ an die Vertreter der Pforte im Yuslande heute solgende Mittheilung geri tet: Der erind, der von der Divinon von Bajazid verfo gt wurde, ist über die Grenze getrieben; dieser Theil des türkifchcn Ge: bieteH ist vdusiätidtg m_)n Russen be" eit. Die türkische Armee ift _bis auf_ einige Minuten von er Grenzlinie vorgerückt. Vet den Gxsechten, _zu denen die Verfolgung Veranlaffung gab, hat der Jeiydbetrachtliche Yrrbuste erlitten, die unsrigen iind verhaltnrmaßtg fehr geringfiigig, _Einige 100 Ruffen find in dem RegtxrungSgebäude von Bajazid cernirt und aufgefordert wbrden, sich zu er eben, ihre Ergebung wird in jedem Augen- blick erwartet. Ge ern Morgen wurde von Batum aus eine Rekognoszirung gegen die von dem Feinde beseßten Höhen zmternommen, dessen einer Flügel am Meer zusammengedrängt ist und dessen anderer am Fuß der Höhen von Djihangmr lggert. Um 31 Uhr Morgens (türkischer Zeit) entspann sicb em durch Artillerie und Infanterie geführtes Gefecht, in Folge desjxn die Russen fich weiter urückzogen. Der Kampf dauerte 2 Stunden und kostete dem einde etwa 50 Mann._ Die Re: koZnoSztrung wurde durch ie ("regatte „Moukhbir“ unter-

wurde vonder einen Seite durch unsere MarinoxArtiUerie, von der anderen durcb unsere Landungstruppen angegriffen und wyrde, nachdem ne starke Verluste erlitten, zurück eworfen. Die m_ Chesketil befindlichen Holzvorräthe und das magazin wurden durch Schüsse unserer Fregatte getroffen und

standen am Abend in Feuer. Die türkischen Truppen kehrten

Abend-Z siegreich in ihr Lager uriick.

London, 11._ Juli. (9 . T. V.) Nach einem Tele: gramm de_s „quterichen Bureaus“ aus Erzerum vom 10. d. bat_ ZLmail Pg1cha mit einer Abtheilung des rechten türkischen Jugels die Hohen, welche Bajazid beherrschen, besetzt. Tür: nche Vorposten tbdteten 6 Kosaken, welche in der Nacht zum

Flucht .

Wabr- ; rechte Flügel der russischen Armee bisher so gut wie gar nicht

? Reihe recht erheblicher Erfolge zu erzielen.

Fluß herabgestiegen waren, um Wasser zu schöpfen, und nah: men 4 andere gsxangsn.

_ AusKonstantinopel, 8. Juli, meldet man der „Pol. Korr.“: Jn_Folge der Nachrichten aus Armenien, welche eme allgemeine Nückzugsbewegung der gesammten russischen

nisses gr_c_)_ße ULsirherheit. Wirkliche Niederlagen hat nur der linke ru1111che ;)liigel erlitten, während das Centrum und der

gelitten haben. _ _ Aus Titlis, 1. Juli, ist der „Pol. Corr.“ folgßnder

5 Bericht zugegangsn:

_ _Dte glanzrnden Hoffnungen, zu welchen die anfänglicben Fort- 1cbritte de_r bsidcn Flfzgel rer Kaukasus-Armee berechtigten, haben ücb seither leider al?- Tru kriicb erwiesen. Wie seiner Zeit gemeidet Wurde, gelang es dem eneral-Lieutenant Oklobschio Anfanas eine __ _ Nachdem er die Mucha- Estater HZben, hart an der Grenze, besetzt batte, eröffnete seine Rioner lecnne 11:13 den_ WEY in das Kintriscb-Tbal. Auf dem rechten Us_;r de§_ Flaiies intriscb, 45 Wsrir von den Mucha- Ettater Hobe_n_und nur 6 Werft vom Meerr entfernt, setzte sicb G L. Oklbbicbw nach einem barten, an Opfern reichen Karripfe iii

? Rechte gilt.

, _, €die Errberun. ron *Zameba wel ec rt ::U- ' ' ' Da ___ feindlicbsn _ „1 » , cb O - die Kommumkatwn

ls Antirrrr keine Opfer scheuen und aufmerksam die Bewegungen des Feindes 7 M turkiicbcn

? nebst 45 Gesrbüßen.

7 fait in

sxüst. Ein Bataillon Reservistxn un ein Bataillon Hiilfstruyyen führten gegen C hefketxl _einen Angriff aus. Die rus1iyche , Jnxanterie und KavaÜerie in der Stärke von etwa 1000 Mann '

den 2377113 drr Cbctzubancr Höhen, einer Position, die als Scblüffel- punkt deé nrrdlrcben Kabuletien und des AtschararTbales mit vollem Die [exzte glückliche Waffentbat dieses (Herwrals Wr

zwiscben den Festungen in Lazistan vermittelnden Straßen dcminirt.

Von _diesem Momsnte :m scbeint sich das Kriegéglsirk ron GMI ; Oklobicbio abgewcndet ZU baben, denn er rermvÖte nicbt nur kkinrn

Schritt mehr nach vorwärts zu thun, sondern mußte iucc*ifivc alle gewonnegeri wichtigen Positionen wiedrr auigrbrn. SÖOU bei der Affaire von Zicbedsiri zeigte es fick) eklatant, daß _ Streitkräfte den Maßen numerisch weitab? uberlegen Waren. Anfangs Juni crbielt Moukbtar Pasrba .ru-5 Europa und Afien nicbt wrniger (116 “22 Bataillone eriiärkung _ _ Tie [exten Verstärkungen brachte Derxrisrb Paicha. Oklbbxchio niuixtr fich, nachdem er bei Zicberfiri bei 800

. Mwnwan Todten und Verwundeten eingebüßt hatte, nach Samek: ' zuruckzieben.

_ _ _ _Tamit _bZtte die Offepürc der Nébiier Kolonne Oxlobjcbiols _ibr r*brerdeZ Ende erretrbt, und nun gingrn rie Turken ibrsricité- zur YÜCUUVL uber. Mit 34 türkiicbén Bataiiloncn

wurde Oklobicbib's gsschwäcbte Kolonne aui drn Hében bon Samcba

radatim aufwärts. Es Zangegriäbn und tcm; ibrcs Widxrstanch zum Aufgxben

., , dieier Pwrrwn gezwuann. TZ? _Rioner _Kblbnnc zog sicb in der Rirbiimg auf di? Mucha-Ektater Anbbben zuruck, welcbe am 29. Juni abrrmals rom

Mangel abzuhelfen, sind nicht blos die WMW?" Beamten bi“ Sic ibr beséßtwurden. Der lerzteKampfkosteteOflobscbib4Stabs-Ofsizierc,

Leiter, aber die Organe .

Vorerst aus den . General-Lieutenant Terqukassoff befehligten linken Flügel ist er;

16 Offiziere und 450 Mann .in Todten und ZerirUndetsn. Dem rom

night beiier ergangrn, Wie man sicb erinnert, beieizte Tergukaiirff __ _ einem ununterbrbibenen Siegeszixge Bajazid, Tjjadin und Surb-xbannes. _ Das erste Hinderniß, Mich? sich dem Fortschreiten der yon ibm beiekxltgien EriWaner-Kclonne entgegenseßtk, war das Anrncken zahlreiÖZrKurdeybaufen ron Wan auI gegen Bajazid. Dxr chu Terguka11crr_abge1andte GenerabMajor Amilocbwarbff rer- trteb dre Karren, vxrwlgte dieselben bis Über den Aladager Bergrücken Hinaus x_md _k_eb_rte wdann zum Gros der Kolonne zuriick. Hierauf serie "ck derltnke_ * [ugex gkgen Kara-Kilii: in Bewegung. Diese Position, die Stadt Ala! kert iatnmt der (Zitadelle prrak-Kaleb und Sejdekan, wurden, nacbdrm die Türken diese wichtigen Punkte freiwillig geräUmt batten, obne Scbwertstreicb beseizt. Damit trat aber ein Stillstand

: in den allerdinas nicbt allzu tbéurr crkaufrrn Erfolgen TergukaffrFs

91. Der ruißicbx linke_F[Üge[ wurde dlöleicb von zwei Seiten rc-n uberls-Zenen tnrkiicbcn Kräften angegrificn; Jm Nückn rrikbiencn abcriYals Waner Kurden in der Stärke von 10,000 MUM, während die_'sronie vori Mbukbtar Pascha, wel-„ber von Tsli-Vaba nacb Sezdekan _rbrruckir, mir Ungestüm angegriffen rrurde. 'Der erste Zuiarnmemtot:_ erfolgte am 16. Jimi auf den Höhen rbn Tram- Tczg. Der Kamrs_war ein beitiger, b[ieb aber inibfern unent- 1§bt_eden, als die Runen sick) aus ibren Positions» nicbt verdrängen lie_x;en._ Am ?_1. Juni erhielt aber Mbukbtar Pascba sebr b.- trcxgbilicbe Verstärkungen, und erneuerte seinen Angriff auf die ruyxiirberx Yoyitionen in sehr energischr Weise. Der linke Flügel Fergnkanosss trnrde mit großen Vérlusten zurückgesckylagen, worauf 112? auch das Centrum und der recbte Flügel seinxr Kolonne zum RUckzuge _grzwungen saben. Die Verluste, welche die Kblonnk dcs Gcnxrgl-Lieutengnts Terqukaffbff am "21. "Juni erlitt, waren sebr cm_df:_ndl_icb. O_ssizielle Daten darüber find nccb ausständig. Tergu- 7411077 stand die ganze Armrc MOUkbtar Pascha? mit iünifacber Uxbxrlkgenbert egenüber. Um dcm ar.) bedrcbren Tkrgukaffbff zu Pulse 3_1_1 _Lllkn, racb Gena-ral Lor is-Melikbfi am 26. Jyni an:? der PV'LÜOU_ vor Kurs mit dcn Truppen des General-Lieutenants Heimann aut, konnte aber nieth Abderes erzielen, als einen Tbeil drr Armee Moukbtars auf sich zu lenken, Wobei CH ibm bei chin mid Migeduz selbst nicht am Besten erging, und so den Rückzug Terguka'wxrs zu erleichtern.

Landtags=Angelegenheitem Nauen, 11. Juli. Bei der hentigen Nackowabl im 6. Pots- dgmxr Wahlbezirke an Stone der rom Abgeordnetenhause für un- gultig erkxarten bel des Landratbs Grafsn Kö.1ig§mark ist der Land- ratb Graf Könthmark mir 152 Séimmen wieder gewählt wor- den. Der Sebulvorstehec Bobm erbislt 132 Stimmen.

Statistische Nachrichten.

_ (A. A. C) Die_ Gesammtzabl der Fahrzeuge, die in dem Zeitraum vom 1. Juli 1875 bis 30. Juni 1876 an den britischen Husten oder im Auslande Schiffbruch erlitten, oder denen Un- saiie bxgegneten, beläxift fich, amtliche:iSta_tistiken zufolge, auf 7998, Von dteser_Anzal)l waren 1148 Totalverluyte, 2344 ernste und 4506 leicbte UnfäUe. Mit _diescn Unfäüexx war ein Verlust von “2486 Menscbcnxeben verknüpft. Aus britiickxen Schiffen allein verloren "2283 Perjonen ihr Leben.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Leipzig, 10._Juli. (Alxg. Ztg.) Hebie _begebt der Ordinarius der _Le ziger Jurijtenfaxultat und tbatiacbltcbe, wenn auch nicht nommx e Senior derjelben, Gebeim-Ratb Dr. Karl Georg 17. Wachter, das_25jäbrige Jubelfest Zeiger (zweiten) Berufun als ordezitlicber Prbfeiior der Leipziger Juriytenfakultät. Die Fa [tät lebizclkF'umcbt ibn 1chrixtlich m Franzensbad, wo er sich zur Kur a

S_t._Petersburg, 7. Juli. Der „Russische Invalide“ mel- det, daß im Gouvernement Tobolsk in Sibirien zwei meteoro- logijcbe Beobachtungsstationcn, die eine zu Berezow, die agdexe i_n S_urgut am Ob, projektirt werden. Außerdem soll dem- nachst eine olcbc in Obdorsk eröffnet werden.

Stock olm, _4. Juli. ,Dagbladet' empfing einen aus Vardö, vom 20. Juni, dankten Bericht von der Sandebergscben Ex-

roviant: -

r_cditic_*_n, kemzniol_c dieielb: am Tch "zuvor in genanntem Trte emgetrcfferr war, vor auüg aber die Reise nicht ioctseßen konnte. da der T-ambser, welcher _die Verbindung zwisrben „Archangelsk“ und Vardo auxeecht erhalt, m Folze ungünstigrr Eiskerbäktniiie nicht in See geben konnte. Zur Zeit der Brieiauixqbe Herricbte ein starker Schneesturm, und das Thermometer war in der Nach zuvor unter 0_be_rabgegangexi. Wie bereits gemeldet, wird die Errédition haupt- sach_ltch zrologi1chen Untersuchungen auf der Halbinsel „Kyla und deren Küiten oblirgen und sicb aus den Herren Lieutenant “Sandrberg, 131“. Trvbom (einem Tbeilnebmer an der rcriäbrixen Jenisei-Ervediticn), Koniervzitbr Urtzenwnd Studxnt Krnberg znsammenic'xzen, mir in der Stadt Kola norb em weiteres Mitglied, der raikiicbs Krnierratrr Pintucb, '"icb anschließen. '

_ __ Aus Aucklgnd.__rcm «1. MK; wirr drr „AUF. Zia.“ g(- ichrieben: Von archaolbgncbcm Interr'ie i!:, da!"; MLU bier kUkZlisÖ im Weka-Pat“; alte Felsengemälde gefunreii “bat, wxlw: aui sine Ic_wiffe antike Civilimtion ich1ießsa lasen, rcn b:! *rir Marris _ irie__bekannt _ manche iniereffante Denkmäler beüizkn. Hr. HUF, Pranrent der „Christchurch Pbilrsorbical Institution“ bar 33416:- nynZen_daron machen (affen, welibr er rbrlsgre; dicse '"inr zum Tbril 15 JUZ lang und zeigen Thiere fr-Im'ker Gcgendsn, rrie WaFcn und Kleiduna balbcjbiliürter Leute, mit Scbriitzeirben. wcixbe dsnci dsr Tawil-Spracbe und anderen Denkmälern, die man im nördliwrn Tbetl_e_der Inicl friiher Zciunden bat, gléickéen.

__ Luneburg, 9. Fall. _Socben ist der_rrirte Band de:“- VOLL drm xtrektrr Ok. BÜZ?! redigirtkn und an* Kb'ren der Stadt bsraué- geZebenen .Lun_e_urg€r Urkumdenbucbs“ :rsÖirncn. Tisicr dritre Band umin die Urkunden und REIKI? vrn 1359 bis Zum April 1402 _und m im Verlazé drr Ösrrld- und Wzblirabiwski BUI:- bwndlung eryrbxencn, während die beiden irübxren Bände rUrÖ Vér- m1ttelung dex? bistbriicbeii VLki'iT-TÖ i.":r Nicxsrszibsen bérau§gr.isbcri Wurdrn. Auch_dieicr dritte Band entbälr bsi rer berrorragéndcn RbUe,_wslche Ladeburg cinsr_im_Hins.ibu:iT€ "':“elte, irbr Wsrrkxx'biie Beitrage zur Ge1chichte der Hawa,

_ Der Verfar'irr drr .Grsckoiwls rer *TJ'UÜ-ZÖJU Feuerlbi-Fb- urid Rkttungsanitaltrii', Stadtrats) Lticmar Fisrszr in“?)wickarr, b:.r, im Anschluß an dieie Arbrit, ncurrdibgé _ im Jimi 1Z77 _ dis, zweite Ausgabr ciner Broicbüre unter drm Titel: .Grund:*.": der Organisation dcr Feuerlöiib- UNT RONNY...“ = anitalren“ im Sclbitrcrlage rcröffentlikbr, 111 dsr “Bibi"icbr, dic GrunZsZ-Ye daz Feuerlöickywesrns ibstemnxiicb, 1752713718151; nur in UmriUen, dariuktriien. dabki abcr aucb das praktiskbc erüribib br- rüiisicbtixzt, Wie der Verfaffsr mittbcilt, hat das KÖNZJUÖ iäwÜiÖe Mimitrrium re§__Jii_n_crn die ersté AUUZZL von 1000 Crémblarcx FUT Vertbetlung „111 ]arbywckye Ertrieindsbebbrrén angekant.

Land- und Forstwirthschaft.

Strckbc[m, 9. Juli. Den ,Hamb. NUM." wird gcixbricberi: Endli-Ö nacb langsm Warten bracbtcn dis legten Tags Unserrn Labr- wirtben Regkn in Hülle und FÜUC, nakbdcm rie ;:rrimwixtlixbc Trrckcnbeir mit itstigem Winde den VOTEN vollständig .ru-Zakibgcri imd bereits mehrfach Befürcbtungcn Übrr “dcn AUxiall d.r Ernte brryrrgrruien battk. AU-Z dcn südlirbewPrbvinzsn, den Vbrratbx- kammern unsrrrs Landes. [.mtcn rie Bsricbtc dUribaU-Z güriirii und ebenso «UZ Norrland; nur in “Stcckbrlm un': Udiand? Lair, *irrrie cinigrn andkrdn (Isgendrn ZNittcsiÖrredexis bartc man 1156! 5517.11- triidé Dürre ;u kla-Jen: dcr g:?"trige chcn war rs-szkb uxiidren Landwirtbcn "rbr xriilkrwmrn, '

Gewerbe und Handel.

Der JabreÖbrricbi dsr LÜbsck-Biicbxncr Eiicnbabn- Gesellscbair für 1876 Enthält iblzrnrs TUM: E-x- iriirdcn 779,499 Personen (1875: 756.693) briérrcrr, die cinc Mebrciimabmr rbn "24,066 «sé erbracbtrn. Ter Cisitsrycrkcbr bbb *,"in rrn 437,814 Tonnen in 1875 auf 463553 TOUREN in 1576. Die Gsixmmr- einnabmen [*rtrugen 3,25805956 g:.irn 33.105680.“ im Jabrr1575. Tie (Zciammtaué-gabeti stelltcn Rib auf 1,753,'2-50 ..ck .*,23271 1668.90? „E im Vrrjabce. Trr Abscblué. dcr Bririöcsrswmmg *rr- giebt einen U-ebcrscbuß der Einnabmsm Über die Absgabcn ron 1504805 „E. („3on 1,439,97§ „& im Vrrjabre). Von diesem Ucber- schffe find, naw Abzug rcn ".)-52,287 „75 zur VerzinsUn; und Ambr- tisatimi dcr Pricriräté-Aiilsibs, sowie ron 25,454 («., webbi“ iar Zabwiig dcr Eisenbabixitéucr für dic prrnßisébsn Streckcri dcr Bäbn pro 1577 abzesxxzr irorden, dcm Rr!"-:r*.*cfbiids iibbrwissz: 303.366 .46, wäbrend zur Vcrtbcilimg als Tiridsnds xai 30,790Afticn, in glciibcr Wrisü wie im Vorjabre bxirimmt wordrxi sind. 923.703 „sé. cker 51%) des Aktienkariials. T:! Rrirrrsixxid-F (“MUZ uit. 1576 1033575 «16

_ Tir :*bri dsr Eensrairsrizmnäunz ?:: Y.:rik i.“:r SZ:? = chrinlarid iti Tarinirakx böswlbäxns Rcdukrioxi dcs *Iikrir:ik.iri- tals erfckgt INN 1. Auzbit d. I. ab dnrch RÜÖFMUNZ ::.". 75SU1- den rdrr 125,57 «sé „7.17 i€d2 Aktie. Tie Akricn rrbairen 31§TZ.1N dUrÖ Absrrmpclian cinrn Nominalrrérib UM 300 .“,

_ Der „UTZ Lkidzig srammsnde VerlagsbiiÖbändlcr Gcrrg Weirsrmann in Braunicbwcig irikrie am 5. "J li s:ine.1 rrr 50 Jahren erfolgten Eintriit in den Brxcbbanrc .

London, 9. Juli. (Il. U.S.) Ten HZNÖÜZJUZWIZY'LN fürdchbnatJuni ZUfOlgC zeigt !"iéb im Ansiubrirrrtb gegen Juni des i'bri-Zen Jabrss Line Verminderung rrn 3'0, näm- lich 15,305659 ZZ 5765611 15,Z4§,*260 .É' im Juni 1576 und 13336129 „€ im Juni 1575. In den ersten ich:“- Mbnaren dieiks JabreH betrug der Ausfubrrrrrtb 95,234,130 „€ gcgen 902210059 F in 1876 und 103843350 .L in 1575. Die bedeutendste Abnabme in dcr Aixxfubr zeigcn fblßende Artikél: Jute, WbUen- uxi'r Kammxarniabrikate, Kohlen, chx, Kurier, Meraiiwaaren, Maicbincxi, Kleidung-Fstücke, Lcincn- Und SciDengarne und Wolkenstbffé. Die größte Zunabme in der Auéfbbr bekunden Eisen und Stahl, Leineniwffr, Bamnwrli- strffe und Garne, Kurziraaren und Ledrr. Tie Einfabr brrgrö- Öcrtc 1"in im Juni gegen den cntiprcchenden Monat Um brinabs „:,-„;„ nämljck» ron 28326880 .FI auf “29210370 T. In den crstcn few? Monaten betrug der Geiammtwertb TTT Einiubr 195448403 T cgsn 186,110,596 in 1876 und 183844057 „€ in 1575. An der Zunahme partizipiren die bauprsäckylicbstrn erbrtartikcl zicmlicb gleichmäßig.

_ 12 Juli. (W. T. R.) Die Bank ron Emzlaxrd kat beute den Diskont von ".?-ck auf 2% bcrabgcscizt.

Havre, 11. Juli. (W, T. B.) Wolkaukribn. E:: warm "2534 Ballen angeboten, von denen 1353 BMW bsckanit !rUrden. Das Geschäft war belebter bei rccbt festen Prciscn.

Kairo, 11. Juli (W. T.'B.) Diezur Einlösung dk Juli- courons der unifizirtcn Scbnld erforderlickxe Summe iir be- reits eingezahlt worden.

Verkehrs-Anskaltcn.

Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Nürnberg-Scbnabcl- rraid-Bavreutb findet laut Bekanntmachung der Vabnbcrwal- tung am 15. d. M. statt. _ _

Bremen, 10. Juli. Das Portraxnrfschif „O_rben- zollern“ vom Norddeutscben Lloyd in Bremen, ißt beute von Brasilien wohlbehalten in Antwerpen angekommen. _

Triest, 12. Juli. (W. T. B.) Der Llovdvoitdamdfcr _.tTHetiS“ ist heute früh um 7 Uhr aus Kcnytantinopel bier einge-

o M.

Svutbamptvn,10._Zuli. Das Pdstdamvfsckoiff .*iürn- berg“ vom Norddeuticben Lloyd in Bremen, welches am "28. Juni von Baltimore abgegringen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen, und hai_NaÖwitTags die Reise nach Bremen fort- geseßt. Die „Nürnberg: ix_bxrbrmgt 60 Pasiagiere und volle erun'. _ Das Postdampmckoifs „Rhein" vom Norddeutickyen Lloyd in Bremen, welches am 30. Juni von New-Ybrk abgega_n- gen war, ist beute wohlbehalten hier angekommen, und bat Nacbrmt- tags die Reixc nacb Bremen fortgeseyt. Ter „Rhein“ überbringt 199 Passagiere und volle Ladung. _ Southampton, 11. Juli. (W. T. V.) Der Dampfer beute bier angr-

.Köln' vom Norddeutschen Lloyd ist kommen.