, chen wolle.
die Kom ee e *:?inHY: :?„ßikxxchrMW*sx?„»-„»„„„“, 15; FM im zvorigen “hkk nicht went er als 3 Minivan! Quarter «kauft worden md- England eidet viel weniger von den Schmnkungen in den Gzcraidepreisen, welche von der Natur des Handels untrennbar nnd und durch kein Gesch verhindert werden können, als die weißen Länder des Kontinents, besonders rankreicb, wo die Schwankungen sehr qroj gewesen snd. Em K|“- Zou würde Gmaioezufu r veraniassen, wenn sie nicht nö- ,th „1, und sie in Zeiten der oth fern halten.“ Hierauf über- reichte Lord Ft gerald eine Binschrift der Dubliner Corpora- n'on gegen die „ ländiiche Muni ipal-Bia,_ erklärte aber, daß er, da er schon im vorigen Jahre fir die zweite Lefax? diescr Maß- reqel estimmt, in diesem DaF; um 10 mehr dassel e thun werde, wéi! ck bereits dreimal die ajorim des Unterhaus“ xu Gun- xien der Bil! rrkiärt habe; es könnten dann immer noch im Aus- !chusse Amendemrnts zur Verbesserung der Maßregel beantraqe werden. Der Marquis von Londonderry wunderte sich vehi- iiber das Benehmen des Lord Fihgerald's; er haue geglaubt, die Opposition gegen die Bil! werde von demselben geleitet werden , du |ck seit der Einbringuri der früheren Bills die Außck)! in Irland sehr geändert ha e und man dort icht medi“ als je daqegen sey weil die Einführung des Armen- Geiehes den Einfiuß der . atholiken schon so sehr vermehrt habx und die Munizipal-Bia jenxr Faction noch weit größeren Einfluß geben und das Band zwischen beiden Ländern ganz zerrissen würde. Graf Aberdeen, der sodann eine Petition in Bezug auf das Schonische Kirchen-Patronat übergab, beschwerte sich darüber, daß das Miniséerium in dieser Sache keinen Entschluß fasse. „Der edit Lord“, sagte er, „hat der Deputation der Schouiichen Kirche versichert, die Regierun werde die Sache in Erwägung ichen und den vorhandenen lcbclftänden abzuhel- fm kuchen. uch hier im Hause erklärte_ er, es werde eine lc- gismive Maßregel in dieser Beziehung erforderlich seyn. Hätte er bxstimmt gesagt, er wolle etwas thun oder er wolle nichts thun, so würde ich “,begreifen. Hätte er gesagt er brauche Zeit dazu, jo würde ich es auch begreifen. Ist es 1: er geziemend, daß die Regierung s1ch weigert, sowohl etwas als nichts zu thun? Kann man das eine Regierung nennen ?“ (Hört, höre!) Lord Melbourne antwortet : „ Ick kann 1th nicht mehr sagen als früher; ich habe die Dringlichkeit und Schwierigkeit der Sache eingeräumt aber ich würde gegen meine Pflicht handeln, wenn ich mich durci) den Spott dcs edlen Lords bewegen ließe, eine Maßregel vorzuschlagen, ehe ich weiß, wie die ; Schwierigkeiten, welche die Sache umgehen, zu überwinden seyn
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E wers rechen und ge en Verführung gesichert werden solle. L?ckaufpwar die ErwäZung der Königlichen Botschaft we en ewilligung einer National-Beiohnung fürxLord Seqton ( ir I- Colborne) wegen seiner Bieri,]ke in Kanada, an““ der Ta- esordnung. Lord John Rus ell gab bei dttsek GMI"!- LM einen kurzen Abriß von der militairischen Laufbahn ord Seaton's ,Y der“ sich besonders in den Kragen guf der Pyrenäischen Halbinsel ausgezeichnet. „Jin Jahre 1720“ erhielt er das Kommando Über die Truppen in Ober-Kanada, und während der „Insurreceionen leitete er alle milicairischcn Ope- rationen mit der größten Geschicklichkeit. Als Lord _Durham ab- berufen wurde, blieb Lord Seaton als interimistiicher Gouver- neur in Kanada und zeichnete sicb eben jo sehr durcb Festigkeit wie durch Humanität in seinem Benehmen aus, so daß_ es ihm bald gelang allen Widerstand der Mißvergnügten zu be1chwichti- en. Im Ganzen hat er dem Staate 45 Jahre gedient. Der ?inister beantragte nun, daß ein Iahrgehalt von 2000 Pfd. für Lord Seaeon ausgeseße und daß dasselbe nach seinem Tode auch noch seinen beiden näch en männlichen Erben ausgezahlt werdensollte. Sir R. Peel unterst htc den Antrag mit dem größten Vergnüqen, Herr ume aber widerseßte sicb demselben. „Wenn Lord Sca- ton“, agee er, „nichtVermögen _enug hat, um séinc Pairie mit Würdezu behaupten, so hätte man i 11 Far nicht zum Pair erheben sol- len; es aiebtsolcher Leute s o schon zu viel. Yat der edleLord vergessen, daß die Regierung einsk Sir I. Colborne nicht für tauglich zum Gouverneur von Ober-Kanada hielt und ihn daher nach Nieder- Kanada verseßce, wv er zum Befehlshaber der Truppen, einem niedrigeren osten ernannt wurde? Es iti wahr , Lord Seaton folgte dem ord Éosford als Gouverneur von Ober-Kanada, aber wenn Lord Gosford in Kanada geblieben wäre , so würde, qlaube ich, die unglückliche Insurrrction gar nicht auögebrochen "seyn. Was wäre in Irland geschehen , wenn der Lord-Lieueenant Herrn O'Connell und 50 oder 00 Irländer ohne Grund hätte verhaften und fie mit Strichen um den Hals nach Dublin brin- gen (affen? Würde unter solchen Umständen nicht eine Insurrec- tion in „Irland aukgebrochen seyn? Und doch that der Rath Sir John Colbornc's dasselbe gegen die Kanadier; cs ivar alio nicht * u verwundern, daß ein Aufsrgnd erfolqte. StattSirJ. Colborne zu
*lo nen Gitte man ihn schon viel friiher wegen seiner Unfähig- ; _ l h , h “ daß ihm die Yrorokolle der gemachten Schwwisch-
ékcit von seinem Posten entlassen sollen. Ehe die verlangte Pen- „sion abläuft, kann der Staat an Sir J. Colborne und seine C'r- Zben [50,000 Pfd. zu zahlen haben; eine solche Belohnung vcr- :dient das Benehmen dir1es Gouverneurs wahrhaftig nicht. Die ,Insurrection isi nur durch die größte Unmenscblichkeit iind Bar- barei erstickt worden.“
möchten, dtms wenn ich die Meinungsverschiedmheit, Welche dars , über herrscht, da man nirgends über das Abhülfemitrel einig ist, F in Betracht ziehe und den von dem edlen Lord selbft mir gege- é denen Rath, mich nicht zu übereilen, mir zu Ruhm nehme, ?
so muß ich saYen, daß ich keine Maßregel vorzuschlagen habe, 1
welche den Ue ein, über die man k1agt, abhelfen könnte. wei, bedeutende Körperschaften stehen einander ent egen: die ivil- ; Gerichte und die Kirche; beide, wenn sie au ihre resoektiven x Befugnisse nicht überschreitrn, gehen doch so weit darin, als sie 1
nur können; sie machen sii) Punkt für Punkt streitig, und kei- mr will nachgeben; während _fie zu so hartnäckigem Kampfe entschlossen sind, verimgxn sie, daß eine dritte Partei, die Regierung ihren Streit zu i rer beiderseitigen Zufriedenheit ausgleichen soée; under solchen mßändm iii sehr zu fürchten, daß irgend eine zu diesem“ Zwecke von uns vorgeschiagene Maß- "Zei den Streit eher noch mehr einfachen, als ihn schlichten w rde. „Ich kann mich daher für sehr zu keinem Beschluß in dieser Sache verpflichten.“ Lord Aberdeen: „Der edle Lord kann fich dieser Pflicht nicht entziehen. Es handelt fich darum, ob das bestehende Gesch (daß die Gemeinden den ihnen von den Kirchen-Pacronen präsentirten Pfarrer annehmen müs- sen durchgeführt werden soli oder nicht. „3th wird es ni : vollzogen. Wollte man es erzwingen, so würde allgemeines Blutvergießen die Folge davon seyn. Ich weiß, daß in einem mir bekannten Distrikte das Volk bewaffnet isi und sich der Ausführung des“ Gescher; widerseßen würde. Glaube der edle Lord etwa, daß die Sache sich durch sick) selbst aus;;leichen werde? (Hört, hört!) Es ift freilich eine vequxme Poli , dem Zusa" u vertrauen und die Umstände für sic!) nlbst- jorgen zu lassen.“ ord Galloway: „Wenn die Re: „gierung noch länger ßögert, so wird das" Volk daraus schließen, ]ir warte nur deshal , um er zu sehen, welches Verfahren für sie am vorrheilhafusten sey. ichts aber würde einen schlimme- rm Eindruck auf die Gemächer machen, als dies.“ Hierbei dan: diese Debatte ihr Bewenden , da der Minister nichts weiter erw ebene.
Ynterhaus. Sihung vom 30. März. Auch in diesem Haine wurden eine Menge Petitionen für und wider die Kom- qeseße überreicht, da die Debatte darüber schon übermorgen cr- dffner werden soll. Sie sollte eigentlich morgen beginnen, aber wegen Unpäßlichfrie des Herrn Villiers, der den Antrag auf Abnhaffuug der jetzigen Korngescße machen will, ist sie bis Mitt- woch verschoben wvrdcn. Eine von .'Hrrrn Baines vorqclegte Bmstbrixt aus Leeb? iicqcn dic .Korngc eve zählte 27,394'Unter- [Q)riften, Zinc axiderc _aus Derbvshire 15,000 und eine aus Sal- iocd 16,040. Herr I)eaihcote zeigte vorläufig an, daß er auf Verwerfung der Villirrsjchcn Motion sowohl wie des Prymc- Eren ,Amendcmrnts dazu antraqcn werde. Auf eine Frage, wie O"" I- G_rah_am_ eigetnlich seinen angekündigten Antrag in BWS “U! „die Chinesikcizrn Angelegenheiten abfassen wolle, antwortete 31710“, _er könne dics nicht eher sagen, bis alle kakaU ÖZÜIUHM Axtcnstückc dim Parlameme vorgelegt wären. Yoko * ""Wie!!!“ an, daß er in virrze n Tagen um die Lk;“Ub"*ß zur EWWIUY zweier auf die eibehaltung und VLXÜÜ'WUI 5“ “USM „rmenchsehe bezü lichen Bills nachsu-
, , Dann gab dteFer inifter an eine Fraqe Sir R. Peel s m Betreff der Absichten der Regierung in Be u auf den KirchewPetronatchSmtc in Schottland eine etwas Ze imm- tere Antwort ais Lord Melbourne im Oberhause; er sagte: Wir Kad zy der„Y_eberzeuguns gelangt, daß keine Maßregel die“ wir in bieder Hinsicht vorichlagen könnten, auf Unterstühxm ,jm Par- lameme x_u rechnen hätte, daher ist es bei der jeßigen “Kluft: ung nicbt imer: Abfuhr, vor der Zusammenkunft der Schotti?chen 52th ymde irgend eme darauf bezügliche Mußte elvorzuschia- gen.“, Von Herrn Goulbourn befraat, erklärte der anzler d.", Säiahkaxnuier, daß die direkten Steuern auchfi1r das folgende „“Jahr unverändert beibehalten werden sollten. Sie I. Ratsch fragte, ob man von dem Befehl, daß der freigelassen: Sheriff Evans fich am ti. April wieder [ichn folie, niche “abzugeben be- absichtige, worauf Lord I. Ruwel! erwiederte, er wolle “eine Verlxagemry des Urlaubs bis nach Qßern vorschlagen. ?trr Miles zeixye an, daß er am Donneußag um die Ertan niß nachweisen wolle, eiiie Bin einbrinqen zu dürfen, wodurch den armeren' Voikskiaßkn besserer Schutz gegen den Bruch von
Herr Hume dic Einstimmigkeit dcs Hauscs bci diescr „(Belegen- cheit stören wolle; abcr, fügte er hinzu, es key ihm jchr ibegreiflici), wenn er sci) der Korrespondenz dcs ehrenwerthcn
Sir H. Hardinge bedauerte es, daß *
Mitgliedes mit dem Kanadischen Vcrräther Mackenzie erinnere. , Zeri“ Hume drang indeß auf Abstimmung, und diese ergab d'?- - (
timmen für und 16 gegen den ministeriellcn Antrag, so daß ; ä : w ren.
derselbe mit einer I)iajorität von 00 Stimmen angenommen wurde. Das über die Admiralitäts-Gcrichts-Bill. Hier wurde ein Amend»- ment des Herrn Hume auf Reduzirung des Gehalxs des Aix miralitäts-Richeers von 4000 auf 3000 Pfd. mit 80 gegen 1- Stimmen verworfen. Im Yukschusse über die Tabacks- und Bias-Accise wurden einige unbedeutende-Veränderungen dieser Ab-x ;gaben beschlossen. . „
London, 31. März. Die Gemahlin des .?“st von Sussex, Lady Cäcilia Underwood, soll zur Herzogin von Envermv erho- Zben werden; es isi also auch “wohl an der Anerkennung dieser ?Ehe von Seiten der Königin nicht mehr zu weifeln.
Lord Lyndhursi ist in fortschreitender esserung und wird 1th von den Aerzten als“ außer Gefahr betrachtet. „
Die Gerüchte über einen nahe bevorstehenden Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen England und Neapel werden an der die- sigen Börse für sehr übertrieben gehalten und haben wenig Ein- druck gemacht. -
In Irland hat die Genehmigung der zweiten Lesung von Lord Stanley's Regisrirungs-Bill große Aufregung verursacht. Die von O'Connell beherrschte Partei erblickt darin den ersten Schritt zu einer Aufhebung der ganzen Reform-Bill, und der Agitator thut natürlich das Seinige dazu , die Gemüthcr auf u- reizen; er hat eiiien langen Brief an den Her og von Lein er erichtct, worin er die Ungerechtigkeit jener Maßrcgcl darzmhun Zucht. Die ministerielle Presse glaubt übrigens ganz bestimint, daß die Stanleysche Bill die Feuerprobe des Ausschusses nicht überdauern werde, und bleibt bei der Behauptung, daß die Be- willigung der zWeiten Lesung nur durch Zufall oder vielmehr “durch Nachlässigkeit der Liberalen geschehen sey , dic sick) darauf verlassen hätten, daß Lord Stanley wegen der Krankheit seines
_Vatcrs die sORaßregel noc!) ausseßen würde, und deshalb nicht
so vollzählig im Unterhausc erschienen seyn, als es sonst der Fall gewesen seyn würde.
Die erst seit dem vorigen November bestehende Dubliner Gesellschaft für gänJliche Enthaltsamkeit von allen hißigcn Ge- tränken ählt bereits 6000 Mitglieder und will jeize eine Mäßig.- kcies-Haze erbauen. Die katholischen Geistlichen, dem Beispiel des Pater Mathew folgend, stellen sich überall an die Svilze dieser großen geselligen Umwälzung. Die Zahl derer, milchc vor Mathew das *Mäßigkeits-Gelübde abgelegt haben, übersteigt xine Million. Ein Reisender, der sick) unlängst in den vier größter Städten des südlichen Irlands aufhielt, versichert, keinen einzi- gen Betrunkenen ge chen zu haben. . _
Am gestrigen etraidemarkt wurde Englischer Weizen bei mäßiger Zufuhr und lebhaftem Handel 1 Si). höher hezahlr gls vor acht Tagen; fremder fand zuden Preisen von voriger Woche brreitwi11iqe Käufer. ,
In Bezug auf die Aussichten der Portugcrfischen Foiids- nhaber bemerkt der Globe: „Wir glauben, .die auswärtigen läubiger Portugals haben eben nicht Ursach, einr oder ,die an-
dere der politischen Parteien vor ugsweise an* die 'Spiize der Angelegen eiten zu wünschen, da eine derselben geneigt gewesen iki, den ational-Kredie an unserem Geldmarkt zu itnterstüßeii, und seit der wegen des Sklavenhandels zwischen beiden Regie- rungen- eingetretenen Entfremdung wird die Portugieslschr in ihrem unredlichen Verfahren gegen ihre Englischen-Gläubiger durch die Bevölkerung unterstützt. Die Fonds smd mdrß mrist in den Händen reicher und einfiußrettber Personen, die nicht ' ezwmi en smd, sie 11 realifirm, sondern“ ruhig den Gang der MSUÖJX abwarten ! nen; die auf einander folgender) Verzöge- runsm und Täusapunzen hatten daher nur eineii gxrmgm Cm- MYKZHM Fendt, die Monate lgng auf ihrem lebts?" „SMM , . „ ! Der Mornin C ronicie wird aus Konstantinopxkvom ,4- MUZ .eschrieben2 ck? der Schach von Persien am "32- D" (*
[ “zember eran verlas», aber am 27a“: mit seinem Heere noch WMise Meilen von dieser Hauptßadt gelagerchabe. Er hatte
Haus verwandelte sich dann in einen Ausschuß 5
12-150110 Mann und 40 Geschühe bei sich. Als wer! der Expedition war bloß die Unterdrücku eines Au andes in ???ahan angegeben, doch glaubte man, da andere Pläne dahinter ( ten.
Niederlande.
Aus dem Haag, 31.März. DerVorschla zur Erbauunq einer Brücke über das D (Ev) bei Amsterdam Fat die Königl. Genchmigun nicht erhalten; dagegen soll eine lebhafter: Verbin- dung durch YOampfböte auf diesem Wasser hergestellt werden.
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 20. März. Jm Ricterhause machte Yer Munck af Rosenzköld dcn AmrcK, die Srände möchtm den & nig angehen, da er das über ' ssetsor Crusenßolpe 9 „vs- verdienre und in den Auqen jedes Schweden verha te aufheben möge. Zwar nahm der Antragsteller nail) cini en a- gen aus [einem Antrag das Wort „unverdient“ znrü , aber auch so noch ha! derselbe etwas, das den Koni persönlich ver- leßt. Hieiu kommt, daß eine Aenderung der mäßitution un- vermeidlich geworden, seit es gewiß isi, daß der onskitutiont- Ausschuß eine solche beantragen wird, die auf das Einkammer- System mit zwei Abtheilunxn, ungefähr wie in Norwegen, ge- gründet seyn soll. Profe or Grim“ beschäftigt sch zwar mit einem andern Vorschlag zu einem Zweikammer-Syskem, wobei die eine Kammer durch allgemeine Wahl gebildet, die andere aus 100 Mitgliedern bestehen soll, wozu jeder der jeßigen Stände 20, und der fünfte Stand, d. h. die bisher Nicht-Repräsentirnn gleichfalls 20 tiefem soll; der Vorschlag scheint iemlicb unprak- tisch, jedenfalls aber scheint es mit dem jeßigen epräsentatioui- System zu Ende.
Stoikholm, 25, März. (Hamb. Korr.) Da einheimi- sche und auswärch Blätter 1th so viel Aufhebens von dem parlanicneariscvcn "„reibeu unserer Opposition machen, so dürfte es nicht ohne Interesse seyn, einige Umsiände anzu Übren, we : eben nicht geeignet sind, von den Fähigkeiten der artei und o- gar ihrer Notabiliiätcn eincn ünskigen Begriff zu erwecken. :! dar der Conffitunons-Ausschu sic!) bei der Regierun beschwert,
orwegischen
StaatSraths-L-ißungen nicht zugekommen, worauf erwiedert wurde,
„daß ihm die Protokolle gleichzeitig mit denen* des Schwedischen
Sraatsraths zugestellt worden. Und so verhielt es sich. Der- selbe “Llusscvuß beschwerte sich darüber, daß bei Gelegenheit der Entscheidung des StaatSt'athS' in Betreff der Verwendung eines Kredits fm" außerordentliche Fälle zwei Mitglieder desseibin nicht zugegen gewesen wären und folglich dcn Grundsähcn zuweder qez handelt worden, wonach. sämmtliche StaatsriithY-Mixgiieder bei der Fassung eines solchen Beschluss» zugegen mm müßten. iet- auf erfolgte die Antwort, die gedachten zwei Pkitglieder h am allerdings gefehlt, aber aus dem einfachen Grunde, weil “fie wdr Es waren nämlich -- die Grafen Wetterstein und Mör- ner. -- Der Staats/Ausscbuß, in welchem die Mitglieder der Opposixion ebenfalls die Majoritäc bilden, hat seinen Secruair und drei Kanziisten verloren, welche erklärt haben, sich der'dm'ch- greifenden Omni orcnz dicses Ausschusses nicht unterwerfenHu können. Der Hecretair reichte noch in der Sihun seine i- mission ein und verließ auf der Stelle den Ausschu ; die drei übrigen folgten seinem Beispiele drei Tage darauf. Es iießen sich noch viele charakteristische Thatsachen ähnlicher Art anführen-
Stockholm , 27. März. Vor estei'n wurde aus dem klei- nen Bdrsensgalc, sowohl Vor- als achmitmgs, eine ahlreiche Versammlung von Mitgliedern aus-sämmtlichen Rei sftändm zur vorläufigen Bcrathung über die vom vorigen Reichstage her ruhenden Vorschläge zu Aenderungen am Grundgesehe die gestern zur Entscheidung in den Ständen kommen sollten, geöaltm. Die vorherrschenden Meinungen äußerten sich durchschnitt“ in ube- raler Weise, nämlich in Beziehung auf den für M nÜUH und nothwendig zur Erlangungwünschenswerther tskigkeit in un- serem Geldwesen gehaltenen Zuiaß zum §. 72 der egiekungtform, wonach „die Zettel der Bank nur so lange als Münzeim Königreiéé erkannt bleiben sollen, ats sie, nach dem Wortlaut derselben, von der Bank auf Anfordern mit Silber eingelöst werden.“ Gestern ist denn aucb, nebst anderen wichtigeren Vorschlägen, der eben- gcdackne in allen vier Ständen durchgegangen; auch der, daß unadliche Besitzer von ad!ichcn Gütern das Recht haben sonen, im Bauernsiande repräsentirt zu werden, ein Vorschlag, dem die- ser Stand jelbsk mir 54 gegen 4:5 Stimmen beistimmte. r- worfen hingegen wurde in allen Ständen die vorgeschlagene en- derung dcs §. „;( , bczweckend eine Autorisation der Regierung, den Reichstag nach anderen Städten verlegen zu können.
Mit ziemlicher Gewißheit wird behauptet, daß dem Gene- [*ab-Lieutenant Freiherrn Brok Cedersirdm . die Kriegs-Minifker- ftelie angeboten worden und er selbige angenommen habe. Er ist als auögezeichnet fähiger Milieair, Freund der Ordnung und guter Royalist bekannt. So will man auch wissenM daß Vice- Admiral Nordensköld, der ebenfalls die öffentliche einung für fich hat, das See-PortefeuiUe übernehme.
Dänemark.
Kopenhagen", 31. Pkärz. Se. Majestät der-König haben den Pkinisier Stemann zum Ordens-Vice-Kan [er, den Hos-Mar- schall, GrafenHaxthausen, zum Ordens-Mars all imd den Ober- sten von Bardenficth zum Ordens-Schahmeisker ernannt.
Deutsche Bundesstaaten.
München, 30. Nkärz. (Ä- Z-) In der heutigen Siz- zung der Kammer der Abgeordneten berichtete Graf yon Burier über den Gcsciz-Entwurf „die Vollendung des Bibliothek; und ?li-ckij-Gebäudes“ betreffend. Der Referent, so wn die Majori- cäi des Ausschusses (3 gegen 1 Stimme) begutachteten die Zu- stimmung zu diesem Geseh-Ennvurfe für das Postulat von (530,0in F1, Dann ging die Kammer an „die fortgesetzte Bera- thunq über die General-Ueberücht der Kreis-Lasiey und Kreis- Fonds für nothwendige Zwecke anf em Jahr der vierten Finan - Periode 111137,“43 und über die Vertheilung derselben unter de . ' ?.
Freii'uon „Straße!" und Brückenbau“, wofür die Summe von 1,077,2|9 F1. eingestellt ist, erlidigr. Von den sechs heute vorge- leqten Modificationen wurden vier angenommen, welche von einer Reihe von Rednern eben 10 wie die folgenden Anträge des zweiten und bezieZungsweise dritten Ausschusses lebhaft untersiü tworden waren. iese Amendements sind «) „von Frhrn. von - otenhan: es möchte Se. Majestät der König von dem im Landtags-Ab- schiede» vom 17. November 18:17, bezüglich auf die' weitxre Be- rücksichtigung zur Verbesserung des Straßén-Zustandes und des Landbaues enthaltenen Vorbehaltes auch für die Jahre 1840 bis 1843 Yllergnädigft Gebrauch machen, wie solches für das Jahr 1839 und 18-10, ais bereits geschehen, dankbar anerkannt .wecde;
-1a|etcn Distrikten
“ Distrikten oder Gemeinden aufzubürden.
Hierbei wurde in einer vierstündigen Sitzung bloß die *
dann, es möx ein Geseß vorgelegt werden, wonach die Verpflich- tmgen der istriku und Kommunen, bezüglich auf Aniegung und Unterhaltung von Straßen, normirt und beqränzt-werden; 11) yon Herrn von Hagen, es möge zurHerbeischaffung der Kosten für Elementarsälie bei Straßen; und Land-Eebäuden, welche sich nicht zum Neubau eignen, die nöthige Voriorge getroffen werden. Unter den von den Ausschüssen auögeqangenen Anträgen er;- freuten stil) der Annahme der Kammer fünf, nämlich: 1) daß zur Erhebung der von der Rexierung dazu bestimmten oder noch zu bestimmenden Diskrikeöskra en 'in dte Klasse der Staats. und Kreisßraßen eine jährliche Summe von 300,000 Fl. von den Erübrigungen _der dritten und vierten Finanz-Periode, und zwar sowohl ur Unterhaltung der bereits gebauten, als zum Neubau der no “unverwendetxn Straßen in verwenden sey; 2) daß alle bereits bestehenden oder im Bau begriffenen Straßen, auf Welche nach der- durch Allerhöchste Verordnung vom 18. Februar 18:35 angeordneten Classification der Begriff eincr Staats- oder Kreis- straße erworben sry, dcn xur Zeit, damit ganz oder theilweise be- und Gemeinden abY-nehmen seyen , so wie ferner 3) die Regierungen sic!) fi r die Folge .sirenge an den Grundsaß zu halten haben, die Bau; und Unter- halts-Lasc solcher Staats- und Kreisstraßen niemals einzelnen (Diese drei Anträge wurden der heutigen Berathung, als mit dieser durchaus konnrr, ein'geflochten; obwohl sie eigentlich einem selbstständigen Referatx des,.Herrn Kolb auf spezicilen AntraZ3 dcs Freiherrn von Kris; angehörten.) 4) Es möge die jetzige . udget-Summe auf dieicn" Gegenstand beim Budgets-Entwurf für die nächste Finanz-Pc- riode dcm Bedarfe entsprechend erhöht werden, und endlich 3) über Ausführung projektirter Distrikts-Straßen, so wie der -im Zuge derselben zu errichtenden bedeutenden Brückenmdge der Landrat!) der betreffenden Kreise zuvor gutachtlich vernommen werden. Die Fortsetzung der heutigen Sitzung ivurde auf Raib- mittags 4 Uhr festgeseßt , und in dieser erfolgten die Beschluß- fassungen über die weiteren Positionen so rasch auf einander, daß eben noch vor PosixAbgang der ganze Gegenstand seiner Erledi- _ung zu eführt ward. Einstimmig wurde beschlossen, daß dieser eneral- ebersicbt :c. sammt dcn genehmigten Anträgen :c. deßni- tiv die Zustimmung zu erthcilen sey.
Erlangen, 28. März. (A. Z.) An die durch den Tod des Geheimen Kirchenraths Olshausen erledigte- theologische Lehr- stelle hatte Tholuck in Halle vor einiger Zeit einen Ruf erhaiten, denselben jedoch abgelehnt. Hierauf kamen mehrere inländische Geistliche in Vorschlag, welche sich durch gründliche wissenschaft- 1iche Bildung auszeichnen. Gestern lief ein, Königliches Rkskxlpk ein, in welchem der bisherige Dekan und Gräfin!» Gtrchiche Konfiüorialrath Ranke in Thurnau, ein Bruder'dcs berühmter) Historikers, zum fünften ordentlichen Professor in der theologu schen Fakultät, für das Fach der Dogmatik, ernannt wurde. Pro- fessor Ranke hat sich im Fache der altt'estameneliQen Exegese als Schriftsteller Ruf erworben und sich in anderer Hmnchc, ais Seelsor er, so wie als öfteres Mit lied der theologischen Pru- ansa ommission in Ans_bach, _meJi-faä) bewährt. An seinen
amen knüpfen sich um 19 größere Hoffnungen, als 'das neue Werk seines berühmten Bruders, Leopold Ranke's Deuxschr Ge- schichte im Zeitalter der_ Reformation , gerade in der gegenwärti- gen Zeit in alien erijen der Gesellschaft und besonders an der hieügen Hochschule die größte Theiinahme findet. Das Lehrper- sonal der thrologischen Fakultät wird hier im nächsten Jahr voll- zähliger als |e auftreten, da sich im Laufe des Winters mehrere junge Docenten habilitirt haben. .
-- -* Leipzig, 3. April. Die gestern im hiesigen Gewand-
* haus-Saale stattgefundene Aufführung des neuen roßen Orato-
riums von Ferdinand Hiller, „die Zerstörung Jeru alems“, Text von [)r. Steinheim, zum Besten der hiesigen Armen, war unge- mein besuchc und fand bei dem musikalisch-gebildeeen Theile der Zuhörer anhaltenden und verdienten Beifall.
Hofrath Albrecht, früher in Göttingen, wird nunmehr bei der hiesigen Universität, und zwar in der jurt ischen Fakultät, Vor- lesungen halten. Im Verzeichnisse drr eccionen während des Halbjahres Michaelis 1839 bis» Ostern 1810 war derselbe unter den akademischen Lehrern nicht aufgeführt. Sehr_rühmlich isi es, daß mehrere jüngere Docenten, a_ls Prof. „Flathe und ])i'. »Mar- bach, wie früher der jim ere Weiße, auch 1th mit der schöngeisij- gen Literatur in ihren orlesungen sich be1chäftigen. Dic_dcs ersteren über Shakespeare's Dramen, die des anderen über Goc- the's Faust waren stets besxtcht; *
Die „Allgemeine Preß-chtung“, unter [)1', Yißig's Leitung und bei Z. Z. Weber hier, begreift alle _in ihren. reis“ gehörende Interessen mit Umsichi und Ruhe und ist bereits bis zur 26|en Nummer (die bibliographischen Blätter bis Nr. 2:1) gediehen. Auch die Geschéibtc Friedrichs des GrOßen von Kugler imd Picn- zel schreitet rasch vdrwärts. - Die Einladungs-Sck)rift zur Prü- iung in der öffentlichen Handels-LehrxAnskalc hier, den (')., 7, und 8. April, vom Direktorderselbcn , August Schiebe, ist das beste Dokument für dasigedethlichc Fortschreitendrr Anstalt, die schon mehrere tüchtige, in der Nähe und Ferne angestellte Kaufleute gebildet hat.
Hannover, L-Apkil- (Hann- tg.) St.Kdni [. o eit der Priiix_Friedricl) von Preußen, John Ihrer MZeftZ hder Königin, smd heute von hier nachDüsseldorf zurückgekehrt., Auel) find Se. Durchlaucht der Prinz von Schivarzburg-Rudolstadt heute von hier wieder abgereist. *
Allgemeine Stäydc-Versammlung« Zweite Kam- mer. Sitzung vom „1. April. In heutiger Sißunq kam zu- vördersi cine Mitth-tlung ersier Kammer zur Verlesiinq, nach welcher dieselbe einc Dank-Adressc an des Königs Majestät Wegen Allergnädigsker Berücksichtigung der Anträge der Stände auf Wir- dervorlegung eines Entwurfs ziir Verfassuitgs-Urkunde beschlossen hatte, und WWW die Erwägung dicser Mittheilung auf die“ mor- gende Tagesordnung gcießt. Alsdann wurde in der Berathunq des Expropi'iations-Geseßes so_rtgefahren imd solches mit einigen ferneren, im Ganzen nieht we'ientlichen Abänderungen - in üßer- wiegender Zahl auf die mehrere Sicherstellung der Interessen der zur Abtretung ihres Eigenthums Genöchigten berechnet -- zum drittenmale angenommen. Der bereits früher gemachte An- trag: „im Begleitungs-Schreiben dem Königüchen Kabinette zu bezeugen , daß Stände, dir am Schlusse der Begründung des Gesc -Entwurfs dargelegten Ansichten über die bei Enheilunq der onzesston zu Eisenbahn-Anlagen an Privat-Unternehm'er
zu machenden Bedingungen allerdings theilen, jedoch es für am
gemessen erachten, solche geschlich ein für alle Mal fe uskellen, damit die Re ierung bei den Unterhandmngen „einm Yun An- baltipunkx ha e, die Priv t-Unternehmer aber im Voraus wissen, welche Bedingungen jeden alls von ihnen zu erfüllen seyen) und daß Stände dahxqr um die Vm'legung eines desfallsigen Gesetz- EUWkaE bitten“, wurde wiederholt, und, da major; schon bei den früheren Berarhungen, dafür fich ausgesprochen,!)amn, ohne
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Widerspruch angenommen. MZK," fand der Antrag, dem „Kö- Kdniglichen Kabinett: die ouvert Berücksichtigung der größeren Städte bei den Eisenbahn * Anlagen zu empfehlen, als unnöthig keinen Bei all und wurde daher Zurückgenommen. Man gin? alsdann zur. erfassungs-Urkunde 11 er, von welcher die §§. 3, und 32 angenommen wurden. _Die Berathung des §. &; wurde von einem Mitglied: durch, emen den Lisioriscben «Hergan des Gegenstandes *- die Verpßtchtung der onkurreuz zu den &caatölasten, insbesondere der Einquartierung, Krie erfuh- ren, so wie desfallfige Exemtionen betreffend _ und die Zibwei- chungen des jehigen Entwurfs von dem früheren darstellenden Vortrage eröffnet, mußte aber, als in Beantwortung dieses Vor- traqes von einer anderen Seite, wiewvhl ,u-nter Anerkennung mehrerer Vorzüge des schigen Entwurfs, einige Abänderungen beantragt worden waren, für heute abgebrochen worden.
-- Sihung vom ".'-. April. Heure beschäftigte sich zweite „Kammer unächsi mit der Mittheilungrrstcr Kammer, nac!) wel- cher diesel?" beschlossen hat, Sr. Majestät dem Könige für die Wiedervorle ung einer Verfassungs-Urkunde den ehrerbietigen Dank der Stände in einer Adresse aus udrücken, welcbe dort be- reits entworfen und genehmigt war. ie Angemessenheit der Er- lassung einer besonderen Dank-Adreffe für die Erfrillung einer so hochwichtigen Bitte der Stände, als es der vorigjährige Antrag auf Wiederanknüpfun der Verhandlungen über die Verfassungs- sache war, wurde na erdffneter Borathung allgemein anerkannt, indem, sollte auch dafür gehalten w-rden können, daß die Ableh- nung des Antrags auf Erbiteung der Auflösung der Stände, die beschlossene Erwiederung auf das Königliche Schreiben , die Abänderung des Reglements betreffend -, abgesehen davon, daß letzteres für 1th nur ein Beschluß zweiter Kammer, nicht der Stände sey - und die bereits begonnene Berarhung der neuen Verfassungs - Urkunde müßten die beste Dank- bezeugung seyn, dennoch ein feierlicher Ausdruck der hierdurch bethätigten Gesinnungen und Absichten der Stände dem Könige und dem Lande gegenüber noch fehle, endlich auch der von erster Kammer hierunter bereits gefaßte Beschluß in der That gar nicht abgelehnt Werden könne. Gegen die Fassung der mitgetheilten Adresse wurden dagegen von mehrer-n Seiten Zweifel und Be- , denken geäußert, in Folgr deren endlich beschlossen ward, dem
Beschluss?“ erfrer Kammer jedoch mit Vorbehalt verschiedener Ab,- änderungen rejp. Weglaffungen beizutreten. Da übrigens erste Kammer über den Gegenstand zweimal berathen und abgestimmr hatte, so wurde solches auch hier beliebt, und die zweite Bera- thung auf morgen festgesetzt. Man ging alsdann zur Verfassungs- Urkunde Über, der_en §§. 33 (mit mehreren dem Enrwurfe der ständischey-Kommiifion vom Jahre ld'xid enispreciwendcn Abände- rungen) 34, 35 und 30 (unter Ablehnung der von einem *))?itx gliede qcsiellten, von einem anderen Mitgliedc in einer ausführ- lichen Rede aus Gründen der Ziveckmäßigkeit und der Erfahrung bekämpften Antrags, die gänzliche Aufhebung der Göhrder Con- stitution, wie im Entwurfs von 18:18, so auch 1th wieder aus- zusprrchen) nach längerer Diskussion angenommen wurden.
St'uttgart , 1. April. Der „Verein für Schillers Denk- mal“ machc Nachstehendes im Schwäbischen Merkur bekannt: „Sc. Königl. Majestät aben Alsergnädigsi geruht, zur Deckung der, nach Vorlage des estandes, zur gänzlichen und, würdigen Vollendung des Denkmals Schillers noch erforderlichen Mittel, einen Beitrag aus dem Reserve: Fonds der Staats-Kaffe yon 8500 F1. u bewilligen. Alle Verehrer des Gefeierten, welche an dieser ohen Zierde Württembergs Theil haben, werden freu- dig einstimmen in den ehrfurchtsvolisien Dank des Vereins für diesen abermaligen BeWeis der hochherzigen Königlichen Theil- nahMe an dem Denkmale des unsterblichen Sohnes des Landes. Die Thorwaldsenschen Modelle der Statue und der Basreliefs tverden nach Aliergnädigsker Bewilligung, dem unterthäni sken Anrrage des Vereins gemäß, dem Thorwaldsenschen M eum bei der Königlichen Kunstschule einverleibt werden, dem sie die schuldige Achtung vor dem großen Künstler gewidmet hat.“
Oesterreich.
„Preßburg, 26. März. (L. A. Z.) Der nun eingetroffene Könegirche Bescheid über die Einführung der Ungarischen Sprache hat die Griinde nichc befriedigt, da dieser in den hdhern Schulen nur den. Gebrauch der Ungarischen Sprache neben der bevorzug- ten lateinischen gestattet, und nur rückfichtlich der Königlichen Resoliition drn diesfälligen Wünschen der Stände entspricht, sie aber _in Beziehung auf die durch Kenntniß derselben bedingte Qualification der Beamten und als Aufschrift auf Mün en* und dsfxntUche Institute unberücksichtigt läßt. Dagegen bot man mit voller Zuversicht aus den günstigen Erfolg des Antraqs we- gen der Ungarischen Nationalbank, "
Prag, "2. April; Am ld'ret) v. M, hat in der Kirche der Stadt Nachod- die feierliche Beiierg der irdischen Ueberreste dcif' anu Fürstin von Sagan, geb. rinzessm von Kurland, statt- gc un en.
Italien.
Neapel, 10. März. (L. A. Z.) Die Umstände und Vor- fälle, welche die zwischen England und unserem Hose obwaltendc Spannung hervorgerufen haben, sind im Wesentlichen folgende: Eine Franzöüsche Handels-Gesellschaft unter der Firma Taix und Aycard, bei dcr si unser König selbst mir einer Summe von 600,000 Ducati bsiyklhgt hatte, schloß im Juni 11438 einen Kon- trakt mit der Neapolitanischcn Regierung ab, krafrdessen ihr gc-
en cine jährlicheAbgabe von 400,000 Ducati das Monopol des
chwefel-Handels in Sicilien verliehen wurde. Die Compagnie Taix und Aycard machte sich in jenem Kontrakt anheiscbig, den Ertrag der sämmtlichen SchwefelsMinen Siciliens bis zum Be- laufe von ("14“),000 Sicilischcn Crntnern ziim Preise von 21 bis 2-3 Carlini den Centner, je nach den verichiedenen Sorten , zu kaufen und außerdem den Minen-Befikzern eine Prämie von vier Carlini pro Centner für 300,000 Conwer Schwefel zu zah- len, welche nach einer Durchschnittö-BerMnung des Ertrages der früheren Jahre füglich durch die Gruben vrodu irt werden könne ten, die man aber, nicht heraus uholen beichlo , um den durch Ueberfüllung des Marktes sehr Kerabgcdrückten Preis der Waare wieder zu heben. Eine Klausel, welche den Minen-Befißem er- laubt, ihren SchtvÉel an dritte Pcrjonen gegen Erlegung von 20 Carlini für den enmer, zum Vortheile der privilegirten Ge- sellschaft, zu verkaufen , muß wegen der Stärke dieser skipulirten Abgabe für rein illusoriscv gelten. Bei diesem Kontrakte haben nun die Herren Taix und Aycard und die Mini er, mit denen er nego iirt ist, ihre Rechnung gefunden. Die igenthümer der Schwe elgrubm smd mit den Beschränkungeii , die der Kontrakt ihren Rechten aufle t, nicht weniger ""FFLW'U- als der an- delsßand, und es k?nd von vorn herein “. tk; elligkeiten wi chen den Betheiligten ausgebrochen, indem die 'nen den nderen beständige Verleßungen der Bedingungen des Vertrags, und, wie
es scheint, von beiden Seiten nicht mit Unrecht, vorwarfen. IW
Zwischen wußte die vriviiegirte Geseüschafk den Preis des Schwffcis innen kurzer Zeit auf das Doppelte u bringen, die Englischen Manufakturen ßnqen an, unter der reiserhöhung diescr ihnen vielfach nöthigen Waare zu leiden, und Lord Palmersion „sah sci) veranlaßt, dem Englischen Geschäftöträger am hiesigen ofe eine Note zuzusenden, in welcher er in starker Weise auf bstellung des obwaltcnden, die Britische Industrie wie den Britischen Han- del benachtheiligenden Verhältnisses drang. Diese Note wurdc indessen auf die Bitten und Versprechungen des Ministers der auSwärtigen Angelegenheiten hin dem Könige damals nicht vorge- legt, und LordPalmersion erklärte, mit Bezugnahme auf diciel- den unter der Hand gegebenen Versprechungen im Parlamente, daß die schwebende Differenz einer baldigen Erledigung entgegen gehe. Da jedoch von der hiesigen Regierung keine Anstalten ge- macht wurden, den Beschwerden Englands abzuhelfen, so wurde ihr von deszngliscknn Geschäftsrräger eine neue P?itthei- lung gemacht, auf welche nach Verlauf von vier Wochen die Antwvre erfolgte , daß der König fich peremtorisch Weigere, den qhgescblossrnen Kontrakt u brechen. Hierauf nun hat das Eng.- [uche Kabine! erklärt, daszd Neapel sofort das Schwefel-Monovol aufziihcben oder für jeden Tag des Verzugs 1000 Pfd. St. Ent- schädigung zu zahlen habe, und daß es im Nothfall durch Zwangs- Maßregeln „zur Erfüllun dieser Alternative werde angehalten werden. Dierrderung ngiands ftüße s1ch bekanntlich auf einen im Jahre 1810 abgeschlossenen Handels-Vertrag, durch welchen thin hinsichtlich der » iineral-Produkte Siciliens die Gleichstellung mit der am meisten begünstigten Nation zugesichert wird, und der durch das einer FranJöfischen Compagnie ertheilte Privilegium drs Schwefelhandels ver e c wvrden sey. Die hiesige Regierung bietet Alles auf, um die üsten des Landes in Vertheidiqungs- Zustaxid z11 setzen, und man erwartet von einem Tage zum andern das Erichcinen der Enqlischen Flotte von Malta vor einem der bedeutendsten Häfen Siciliens.
Maiiqnd, 25. März. In Mailand giebt es jeßc 2 Glo?- ken-G-ießereien4'2 Glocken-Uhren-Fabriken, 35 Fabriken für h;“:- draYltsc1)_eMaschinen,12für physikalische und mathematisshe und "29 für munkalnche Instrumente, M Lackirer, .*; Metall-Arbeiter, 45 Gasthäu- ser, d' Bade äuser, 12 Bierbrauereien, 81 Kaffeehäuser imd Kondito- reien, 10 . upfersrecher, 5 Schriftgießer, 8 Optiker, 0 lichograx phische Anstalten, 22 Kunskhandlungen, 40 Buchhandlungen, 534
Bucbdi'uckereien, 32 Banquiers, 70 Seidenhändler, 275 Seiden- waaren-Händler, 8:1 Advokaten, 31 Notarien, "38 Architekten, 399 Znaenieure, 56 Fcldmesser, 7/- Geschicbts- und Portraitma- kkk, "'Landsck)afks-Maler, 20. Decorations-Maler, 6 Gias-Maler, 21 Yildhauer, 86 „Kupferstecher, “2-4 Komponisten, 10 Gesanqleh- rer, i;; Professoren der Musik , 1/- Tanzlehrer, 4 Fechtmeiskek/ i Reitlehrer, 33:1 Doktoren der Medizin und Chirurgen erster &Klasse, 154 Hebammen, 51 Apotheken, 6 Zahnärzte, 2“- Thier- rzce.
Rom, Nh Mär . (A. Z.) Die gestern aus Neapei ein- getroffenen offiziellen » iittheilungen erregen hier großes“ Aufsehen, indem die SchWefeifrage neuerdings Anlaß zu einem unangeneerM Streit zwischen England und Neapel zu geben droht. Die dor- tige Regierung will bei ihrem einmal angenommenen System verharren, troß aller bisher gegebenen Versprechungen, durch welche fich nunmehr der Minister der auswärtigen Angelegen- heiten, Fürst Caffaro, so kompromittirt glaubt, daß er seine Db“ misfion einreichte, welche vom König auch augenblichlich ange: nommen wurde. Da man (wohl mit übertriebener Besorgniß, einer baldi en Blokade der Häfen des Königreichs durcb Eng: lische SchiFe entgegen sieht, so werden in der größten Eile dre Küsten in Vertheidigungsstand gesetzt, und Alles gewinnt ein kriegerisches Ansehen. Obgleich wir anzunehmen genei t smd, daß eine befreundete Macht die Vermittelung zwischen ngland und Neapel übernehmen werde, und an einen Auöbruch wirklicher Feindseligkeiten nicht so leicht zu denken sen, so i'cheinc doch das Auftreten der Neapolitanischen Regierung eine Ausfordcrung an England nicht unähnlich, welche diese Macht gewtß dazu benüßen wird, noch bedeutendere Handels-Vorcheile, als sie bisher schon besaß, mit einem Schein von Recht zu gewinnen. Kein Boson; nener kann es fich verberqen, daß bei der unzufriedenen Stim- mung in Sicilien diese Geschichte leicht einen sehr bedenklichen Charakter annehmen könnte. Mehrere Engländer, die auf dem Punkt waren, nach Neapel zu reisen, haben bei so bewandten Umständen ihren Plan aufgegeben, und von vielen fick) dort auf- haltenden Engländern wird berichtet, daß fie fick) auf die Abreise von Neapel vorbereiten. -- Der Prinz von Syrakus wird in einigen Tagen nach Neapel abreisen, dagegen hat der Herzog von Lucca seinen früheren Plan, Neapel zu besuchen, ganz auf- gegeben; er wird von hier direkt nach Lucca gehen.
Spanien.
Madrid, "2-4. März. Der Finanz-Minißer wird der De- putirtewKammer nach Beendigung der Adreß-Debatten einem Ge- seß-Entwurf in Bezug auf die Verausgabung von 500 MM::- nen Realm in 5proc. Papieren vorlegen,
Es heißt, die Regierung habe die Nachricht erhalten, daß der Herzog von Vitoria mitForcadel, dem LieUtenant Cabrera's, Unterhandlungen in Betreff der Pacifizirung Aragoniens arme: knüpft habe. 7 “
Der General Clonard ist zum Gcneral-Capicain von Zam ernannt worden.
Der Finanz-Minisker hat der DeputirtewKammer das BUT“- g_et für 1840 vorgelegt, und der Graf von Toreno verlangte, daß eine Kdmmisfion ernannt werde, um die von dem General Seoane gegen ihn vorgebrachten Beschuldiqungen zu untersuchen.
Das Oppositions-Blatt „el Fray Gerundio“, welches wir- rend des Bela crungs-Zustandes der Hauptstadt verboten war, ist ]eßt, nach ufhebung derselben, wieder erschienen.
Der nächstens in der Kammer zur Erörterung kommende Geseh-Ennvurs, wodurch dem Herzog von Vitoria 1 '))?!ÜQLK Realm jährlich bewiaigt wird, is? von den weißen Blättern vii ter _qetadcic und als eine schreiende Ungerechtigkeit bei dem gc genwärtigenden Zustande des Landes bezeichnet worden,
Saragossa, 23. März. Einem Schreiben aus Meaur nenza vom 19. März zufolge, ist Cabrera in Mora dci Ebro noch immer so krank, daß er das Bett nicht verlassen kann- Außer der Garnison des Forts hat er 200 Mann Infanterie und 4.0 Kavaaerisken bei sich.
Man schäht die Zahl der Offi im .Wir Grade, die in Folge der Convention von ergara in . isponibilitärs-Zustand verskßk wurden, auf 1202. Sie leben je : in den )?)rovinzen Alara, Guipuzcoa, Biscaya, Santander sBurgos, * iota Md Soria, und es befinden sich unter ihnen ÄGeneraie, 14 Brigadéecs, 15 Obersten u. s. w. *
P o r t u g a [. Lissabon, 23. März. Die ganze Aufmerksamkeit des Lan-
d“ ck| fest auf die Wahlen gerichtet, die übrigens ziemlich ru-
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