1840 / 138 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

, ist aber auf den darauf folgenden verlegt worden,

- von-658 Voiks : Vertretern keine 40 zu

. F:: der dieser Tax _ zm“ rbreitung des hristembxms unter den Juden wurde dre

Großbritanien und „Irland.

Parkaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 11. Mai. Der Lord-Kanzler beantragte die zweite Lesung der Bill für die Verbesserung der Justizpfioge bum Kanzleihosc. Er erklärte, daß [ese em dort anhängig gemachter Prozeß erft in drei Jahren an die Reihe käme, und daß drei Kanzler nöthig seyn würden, um die vorliegenden Sachen Yu erledigen. Vom Jahre 1704-1812 hätten sich die Geschäte vexdrei acht und seit dem Jahre 1812 verdoppelt. Diese [estere Benne ung schrieb der Lord- Kanzler hauptsächlich den vielen streitigen Forderungen zu, die durch die Anlagen von Eisenbah- nen entstanden seym. Ie? seyn: bei demGericknsbofe nicht weniger als 41 Millionen i).t'd. an Cautionen von Pro eßführxm den deponirt. Er machte verschiedme Vorschläge zur ' bsiellung dieser Uebclständr. .Die Bill verlangt nauiemlich die Anjkcllung zweier neuer Richter, die von dem Schahkammtr-Gericht genom-* men werden sollen, da aus verschiedenen Gründen jest nur nochZ wenig Sachen anhängig gemacht würden. Nachdem Lord Lynd- hurst und Lord Abinger der Bits ihre Zuskimmung gegeben, er- hielt sie die zweite Lesung, worauf das Haus sch vcrtagte.

Unterhaus. Sißung vom 11. Mai, Herr Labou- chere zeigte an, er werde am nächsten Freitag darauf. antragen, daß das Haus sich in einen Ausschuß verwandlx , um den zwi- schen Oeßerreich und England abgeschlossenen Handelskraktat in Erwägung zu ziehen“. Sir R. Peel fragte den Gcneral-Pröku- rator, ob die Regierung keine Maßregel einzubringen gedenke, um zu bestimmen, ob Kapital, welches im Handel angelegt sey, far die Armenpflege, für die Grafschafts-AUSgaben und für die Straßenbau besteUcrt werden dürfe. Sir R. Peel War nicht dieser Meinung, weil solches Kapital kein festes Vermögen sey und der Ertrag desselben sich schwer ermitteln lasse. Der Ge- richtshof der Queen's Bench hatte sich aber kürzliclrfür die Be- steuerung auch solchen Vermögens zu obigen Zivuken ausgespro- chen, und die ArmemKommiiTarien hatten daher für [ich ein Cirkular erlassen, nach Welchem sie keine Abschähung mit Hinsicht auf die Entrichtung der 'Lirmen-Steuer für gültig anerkennen wvlltcn, we_nn nicht das im Handel angelegte Kapital mit in dieselbe cin- gc1chloffen wäre. Sie R. Peel _bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß jährlich für jene ZWecke an 7 Miiiionen Pfd. St. Steuern erhoben wurden, worunter allein auf den Bau und die Erhal- mag der Landstraßen 1,100,000 Pfd. kämen. Der General- Prokurator stimmte der Ansicht Sir R. Peel's bei und er- klärte, daß zwar seit der Akte 43 Elisabeth? das im Handel an- gelegte Kapital stets für steuerpflichtig gegolten, daß dieses Gesetz.; aber zu endiosenProzessen geführt habe und daher in ganz Engx land in Verfall gekommen iet); er wollte “daher für bal- dige Einbringung einer Bill zu dcfinitiver Erledigung die- ser Streitfrage sorgen. Hierauf stritt man sich lange. Zeit dariiber herum, ob ein neues WathuSschreiben für Ludlow,- wo eine Wahl für ungültig erklärt isi, so (eich erlassen oder der darauf bZTÜglickw Antrag so lange verscholéen werden sollte, bis? Lord I. * uffeil, der von dem schrecklichen Ereigniß, welches feind. Familie getroffen hat, noch sehr angegriffen ist, wieder im Hausei zu erscheinen im Stande wäre, Weil es sick) hierbei um eine wich-Z tige Parteifragc handelt, denn der Ort Ludlow ist so auger Ber) sdecbiiclxkeir angeklagt, daß die Whigs das Wahlrecht für denselben." suspendirc wissen wollen. Am Ende, nachdem einige. ?lbstimmun-z genüber die Sache stattgefunden hatten, wurde die mcitere Dis-Z kussion auf Sir R. Peei's Antrag bis zum. folgender: Abend“ verschoben. '

London, 12. Mai. Ihre Majeßßt die Königin , ab osternz im Bmkinghanu'palasi, einen großen qubqll , den er ca“ eit ih

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so! ung dor uv lücklichm raelitm. Man wird sich erinnern, da in allen fnÖerm B*eriJsren dcr Franzöfische Konsul als der eifrige Vertheidiger der unschuldigen Juden darxstellt wurde. Die neuesten Briefe verfichern jedoch- daß im eqembtti dit Konsuln, Frankreichs, Oesterreichs und Englands die Aegypteschen 'Behörden,zu ds grausamen Verfolgung no-ch ausgereizt hätten. Wir haben Grund zu.q1auben, daß die Regierungen Frankreichs und Oesterreichs ebenfälls ihre Repräsentaxnexr mstrmrt haben werden, sich der verfolgten Zilden, so vici in ihrer Macht steht, an unehmen. „Keiner diescr Regierungen ni cs„unbekannr, daß da das einzige Berge en dieser Juden_ in ihrem Reiwthiim besteht, auch müssen Ze einsehen , daß es nothwendig ist, dieseiben von_,den_ Folgen der abergläubischcn Vorurtheile der Orientalischen Christen, der katholischen, „Koptiscbrn und Grieshi- schen Kirche, zu befreien, die stets bereit sind, jeden von ihren

“Muhammedanischm Bchcrrschcrn entworfenen Plan zur Verfol-

gung der Juden zu unterstüßcn. Dcr Fortschritx dcs Skepticis- mus ist schnell gering, um den gewissenhafrigcn Gläubigrn zu beum-uhigen, aber langsam, schmerzlich langsam ist der Forucdrrtt der irrthümlich für eine chlciterin desselben qehaltencn wahren religiösen und bürgerlickrcn Toleranz. In) Orient ist ste noch kaum gekannt, und dic1cniqcn, Weiche m_ ]cncm finsteren Lande bestimmt smd, ihren wohlthätigen Einfluß zuletzt zu empfinden, sind gerade diejenigen, welche einst die bravsren und edclßcri Sprdßlinge desselben Landes waren, die *))?orgenröthe seiner Civi- lisation und seincs Ruhmcs, die Bewahrer iriner Weisheit und seines erhabenskrn GeniUS', die lebenden Orakel alies dessey, was die Religion des Kreuzes uns geheiligt hat, die uhr chrreutcn und unterdrückten Kinder Israel's.“

Als neulich im Parlament 1300Pfd. für die Zeichnen-Schulc in Somersethouse bewilligt wurden, klagte Herr William darüber, daß diese Schule für die Manufakturen des Landes nicht den ge- ringsten Nutzen habe. Man solle lieber die Manufakturen bc- sckthn und ermuthiqeu, wie es in Frankreich und anderen Län- dern geschehe. Die Zeichnen-Schule in Lyon sey cinBeispiel von der erfolgreichen Anwendung der Zeichnenkunsc auf die Manufak- turen. Professoren von hohem Rufe scyen dort angestellt, und sie lehrtrn nicht nur die Anfangsgründc dcs Zrichncns, sondern auch die Anmendung desselben auf Manufaktur-Gegenstände. Wenn man einige hundert Pfund auf die Anlegung von Zeich- ncn-Schulen in den Manufaktur*-Distriktcn verwenden wolle,

so würde man dem Lande eincn 1vesen_tlicl)en Dienst lcioien. Herr Hume glaubte zwar , dat; die bereits bestehende Schule viel Gutes gestiftet habe , war ]edoä)

auch der Meinung, daß es vorthcilhafc seyn würde, dergleichrn auch in einigen großen Manufakturstädtcn anzulegen. Herr La.- bouchere, dcr HandclE-Minister, stimmte dcm vollkommen bei, erinnerte jedoch daran, daß die vorhandene Schule erst eine kurze Zeit, nämlich drei Jahre bestehe. „Der Unterricht“, fuhr er fort,

gen, daß. der in England erst seit so kurzer Zeit ausgestrcurc Same bereits Früchte :ragen soll. In einem Bericht der Vor- steher wird gesagt, daß das Institut, wenngleich es “den fangm- niséhen Erwartungen Mancher nicht entsprochen, doF) bereits viel Gutes gestiftet hat. Die Zahl der Zöglin e hac bedeutend zu- genommen. Was die Unterstützung vers iedener ONanufaktur-

aus den Augen verloren. Es sollen wohlfeile Elementar-Zrichncp- bücher herausgegeben und im Lande verbreitet werden, w-c es in Preußen geschieht. Auch Modelle sollen angefertigt und vrrthetlc oder " niedrigen Preisen abgelassen wcrden. . _ s ist schon erwähnt worden, daß Sir R. Peel neulich ,"" Uutcrhause die Zeichnungen auf den neu eingeführten Brief- Couverts zur Sprache brachte und sich in spdsl11chcr Wcisr über

rev Vermählung; fie eröffnete denselbew mit dem Prix cu. Geox von Cambridge in einer Quadrille, in weichxr PrinxÄ

der Prinzessin Augusta von Cambridge tanzte.

_ Am Sonntag, den Listen“ dieses Monats, wird die Königi khr ".'-istes Lebensjahr vollendet haben. Die Feier dieses Tag?

Der Spectator _macbx spönische Bemeifungm übel: da Nichtsthun beider Hämcr in den beiden [chien vergangenenW (ben. „Das Unterhaus“, sagt. dieses Blatt, „versätmnelte si am Mittwoch und die Lords am Donnersigg nach der Osterwoch wieder, aber nur, um nach dem Feierta-Yen; nich: zu arbeitén Am Mittwoch. wurde der Sprecher um Uhr ohne ein „aus gelassen, und am Donnerßag waren zu der gewöhnlichen "öffz yungssmvds nue 27 Miiglieder gegxnwärxig, so daß Herr Lek, sevrc naoh, Hause gehtn ""F“" Und d_ sand geuu zu thun' auf dem Papier. Die bei cite geieizreu ragen vom ZYitewd'ck), 21 an der Zahi, betrafen unter Anderem das *eriug§r_echt, die Iusiiz-L Verwaiumg in Irland, das Wahlvecht in Schonimid, die inländische Aufspeicherung, die Lateinischen Schulen, dieGefäagniffc, dieV'erx haftung. wegen Schulden in Irland umd Theile des *E-innahmem, , und Ausgabm-Budgets. Am Donnersiag machte err Smithi O'Brien einen Antrag über die Auswanderung; ir Charles Grey über die Vertheilung imbebauecr Ländereiey in Kanada; Yk ume über die C'infuhr-Zölie; Lord Z- Russell brach1e_ kt"? _ : 11 er das Registriren derJYaviaments - Wähler und cure an- dere über Weiter zu- treffende *aßrcgeln hinsichtlich des Summ- rcchts bei der Wadi von Parlamentsgliedern ein. Und um alli oder einige dieser Gegenstände in Betr tung zu Ziehen, konnten

menge mehr oder zu: _

sammen ehaixen werden. Auch die Lords gingen stets nach kur- zen Be prechungm wieder aus eimmdexz“ ' * gehaltenen Vcrsammiuna der Gesellschaxt

in- Alexandrien an Mehmed 2111 v eit, worin fie ihn fragten", cb er irgend ein Wrniß in den e legen würde, wen:- man sich darm bMÜh-x, daß die Men (121, nach Palästina begeben und yrrGrsndßc-TK cxWe- kdnium. Mehmed Ali soll dar: auf eine beng-' twprx „egeben haben. Denselben Berichten pfui»?- soil-sicb Mehmed ' die Ereignisse von Damaskus sehs „"g“-gm seyn lasen und auf eine Adresse der dortigen Israe-

geanxwortec haben, daß er, so lange [sr regiere , nie eine _ r Solcher Grauiamkeiten , die man den Juden zu Last lege",

'“ _ mmm habe, und daß er die Sache persönlich untersu- «n würde. In Bezug auf diese letztere Angeli ,nheit liest man , im Sunnoch Foigendei; „Wir hören, daß ord Pasmerßoa “W Britischen Kmsui in Koi; antinopel und den Britischen General- Kyßsui in Aixxgndriep be drag: hat, ihren Elysiuß auf die dor- Wx! Regierungen dazu anzywenden, um eine Milderung der surcjubamnx _Gxxusamixirm zu erlangxn, drney die Juden im O7? _ gegenkärtig ausgesep smd. Bri-«fc, aus Damaskus vom 5, 3 „1:5 zhun dy, wie nothwendig dies Verfahren von Seim; der Britijchén Regierung iii. indem daraus berpdxßxht, da _ die Konsuln der großen Europäicben Mächte namentich der ran-

Adreß'e einer Deputation der MUM" der Schottischen Kirche

die sehr mißiungcmn Figuren, Welche dicsclbcn enthalten, 1o wie auch über das ganz unähnliche Bildniß der Königin auf den

'eianlncn Penny-Skempcln äußerte. Der Kanzler der Schatz:

kammer gestand ein, daß ein ONcistersküik in jenen Zeichnungen nichtgeliefertscy, und versprach, daßwcnigsiens die, Zahl der Figu-

_ren, welche 1th den Raum für die Adresse sehr beschrämen, ver:

mindert werden solle. Herr Barnaby fragte, wie ('s-sich mit dem Verkauf der qcskcmpelten Courerts und einJelner Stempel

_ verhalte, da das Publikum dieselben thcurco; bcza„1en müsse, als

es in der osfiÉixllen Bekanntmachung angekündigt worden. Der Kanzler der chaskammxr erwiederte daranf, daß man diexe Stempel jederzeit, zu dem festqeselzten Preise erhalten könne, wenn man fich an die Stcmpcl-Büreans selbst wende, daß aber die Regierung zugleich, zur Bequemlichkcir des Publikums, solche Stempel an Privat-Personm zum Verkauf überlassen habe„ und

,daß diese natürlich dafür zu bekommen suchten, was das Publi- .kum “irgend zu zahlen bereit sey.

Diese Stempel sind nun seit vorigen MÜTWocl) im Gebrauch, und es ist daher jeßc der Porto- „1an d_es Herrn Rowland Hill vollständig ausgeführt. Hiesiax [ätter bemerken bei dieser Gelegenheit, daßim Zahre'163

_zui-rst sin regelinäßiger Postcnlauf zwischen London und _den.

meistcn Theilen Englands eingerichtet wurde, daß im Jahre

Hm" die Post" dem Staate eine Revenue von 5000 Pfd. lieferte,

während sie in den letzten Jahren fast zWei Millionen jährlich

cintiu .

27111 vorigen Sonnabend fand die Jahres-Versammlung der Britischen und auéwärtigrn Mäßigkeits-Geselisckxaft statt. Der Bischof von Norwich führte'den Vorsiß. In seiner Redx sagte er unter Anderem, daß in Großbritanien 23 Millionen Enzwohz ner seyen, die jährlich 35' Millionen Gallonen Branntwein trän- ken. Das zum Unterhalt- diesér Menschen ahl nöthigc Brod er- fordere eine Ausgabe von 25 Millionen 9psd. , die angrgebenc Quantität BranntWein dagegen eine JuLgabe von 4-1 Millionen Pfd. Diese Quantität BranntWeiit würde einen Fluß-vdn 100 Englischen Meilen Länge, 30 Fuß Tiefe und ZLUMFL' Breite fül- len. Aus" dem von dem Secretair verlescnen * ericht ergiebt sci), daß in dem lcätcn, mit dem Januar endi enden Iahre_noch 30,868,563 Ga oncnÜ Branntweiwden Zoll ür den inländischen Verbrauch in' England undS-„hotktand “bezahlt haben; in Eng- land und Wales wurden mehr als 57,000 Wirthshäuscr und 47,000 Bierhäuser iicen jjyt; 20,237 Personen wygetr Trunken- heit verhaftet und von 2.119,00!) Personen, we1che m die Hospitä- „ler aufgenommen wurden, bedurfte ein großer Theil diescr Hülfe; in Folge der Trunkenheit. Der Bericht" wies sodann nach, daß .in der letzten Zeit der Genuß“ von geistigen erränken sehr abge- “nommen habe, daß aber dagegen in' den Manufaktur-Distrikten viel Opium verbraucht werde.

Die Leiche des ermordeten Lord William Russell wurde heute früh um 6 Uhl“ „4:1; :, m Fg _ilicnbegräbniß “in Bucking- hamshire abgeführt. Der M “'der 1 noch immer nicht entdeckt, die Polizei seht aber ihre Msorfthungen fort. Auf Grund du“ gegen Courvoisier o'bwalcwdku „Indizien, da max; in dessen SWUWW eine Zehnpfunpnote', me, rere Ringe eme Water- ioo mille, welcbe dux: o_erxkorbiuev ohne des L'ords usehört

zifische Konsul, einen nicht geringen Ane eil haben an der Ver“-

bakkk- und ein Medaillon, das schon vor mehreren in ver-

„weiiixer in Frankreich und Deutschland crthcilc wird, ist aller- , dings nicht leicht und oberflächlich, aber man kann nicht vertan;

Städte betrifft, so hat man diesen“ wichtigen Gegenstand "Wk;

' dcn mehrere M

loren worden war, und einiges baare Geld vorgefunden, ist dieser Bediente, der seine Unschuld beharrlich betheuerr, gestern vor das

* Yolizei-Amc in Bow reer gestellt und o_arauf in das neue Ge-

ngniß von Tothill- ields gebracht worden, um am 14ten ver- olizei- Beamten

nommen zu Werden. Gestern wurden nur die edienten versteck-

verhört, welche die in der Speisekammer des trn Gegenstände aufgefunden haben.

Der Oberst Pasley ist in Portsmouth angekommen, um seine Experimente an dem Wrack des „Royal (George“ök'u wiederho- len. Das Abbrennen einer Pulverladung von 2 Pfd. wird stets vorher durch das AufzieXon einer rothethiagqe angezeigt werden. Gestern sollte, im alle das Wetter günstig und das Meer nicbt unruhig wäre, der große, 2000 Pfd. Pulver enthal- tende Cylinder angezündet werden.

Das Comité, welchem der Bau der neuen Börse übertraqen ist, hat in einer kürzlich gehaltenen Versammlung von zwei neuen ibm vorgelegten Plänen des Herrn Cockercl und des Präsidenten der GescUsckw? für Baukunde, Herrn Tire, den des Lehreren mit 13 gcgen 7 " timmcn definitiv ausgewählt, und es wird daher jetzt unvcrweilc zum Bau gcschritten wcrden.

Am Montage war dichizanufuhr am hiesigen Getratdc- marktc größer, als es in der letzten Zeit der Fall cwrscn, MW inan konnte nici); eher etwas abjckzen, als bis die reife 4 gegen I)iontag vor achtTagcn hcruntcrgelassru waren; auch dazu ward das Angebotene nicht einmal aufgeräumt. In der vorigen Woche Waren ungefähr 811,000Q1mrtcr fremden Weizen zum ZVU von 'I Sb. & Pee, und 20,000 Faß Mehl zu einem ver- hältnißmäßigen Zollsatz cinklarirt worden. _Die neuen Zufuhr"! von fremden Weizen hielten sich zu den Preiicn der vorigen Woche begehrt, abcr alter aufaespcichcreer war eher lvohlfctlei', und unver- zollter fand keine Käufer. '

Die hiesigen Blätter ziehen die Wahrheit,_dxr aus Brüssel gemeldeten Nachricht von der Ankunft eines Ehmeslschen Kom- missars in Antwerpen sehr in Zweifel; der Globe meint, es sey cin achscbmacktes Gerücht. *

Nachrichten aus Lissabon vom 4- Mqrzufolge, hatte Lord Howard de Walden sein Ultimatum über dre jedwedenden Kia en und "Ansprüche Cnglischer Unterthaiirn an die PortugiLWR ?“ gierung abgegeben aber noch keine Lintwoi't erhalten. 4-1? Ché"- tisrcn sollen sich auf den Secrctdir res, Gemahls der Könignz, Herrn Dietz, stützen, während die,.Kdingm, msk)!" dk" Qrderros und gemäßiqten Septembristen geneigt iß- YUf dem letzten Ball des Französischen Gesandten war kcm Chartcsr zii schrn. “Gene- ral Cordova is: am '.".1. April gestorben, er ist cmbalmmirc und soll nach Osuna in Spanien gjcbrzréjt FINE Der Verstorbene

inter! "t ein Vermd en von “/ - *

h Däi? Nachrichten gans Ncw-York r'eirixen bis zum 20. April. Zn Folqe der lclzren Hütkdklsvkl'kä)!“ “Us YMMD fanden bedeu- tende Einschiffungcn von Waaren itari. , 43? Gränzfrage "hält noch immcr dic ällgcmcine Y_Tctnung m Alliikgllna, und es wur- ' otionen im Konqt-eopc_angczerge, welchc dcn-„Zu- stand der Vertbcidi_qungswrrkr b_ctrase_n- ,Hcrr Job!) QMM) Adams, auf dessen 'Meinung großes GWWZ gclegc_1verd, dime *am Liten im Hause der chräienmntcu geäußert, da[; weder ]eße noch in vielen Jahren ereg bcyorstche- Ini Senate hatte Herr Buchanan, Präsident des" '.)lus1c1)usses für die ayßwärtigcn Ver- hältnisse, dcn LYericHt vorgelegt, weicher die“o_fsizi_c11e Korrespon- denz und die Rcsolutioncn von Maine. Über die Gränzfrage ent- halten nnd der ebenfalls ein sehr friedliches _Gepräge trägt. Bei der Debatte übrr den Antrag, daß _von dickem Berichte 10,000 Exc'mylare extra abgezogen werden 1oliten, sprachen zwar. einige Redner schr eifrig für die Rcch)tc des Staats Maine, die mei- sien abcr erklärten fich gegen einen muthwilligen Kampf mit Ermland. .

In der Rede, womit der Gouverneur vorrNeu-BraUU- schw eig dic Legislatur dirsxr Kolonie vertagt hat, 1vrichtder1elbe (8 unter Anderem als seine Ansicht aus, daß wegen chr Gränzsireu tigkeit mit den Vereinigten Staaten kein ernster Konflikt ,entste- hen werde. Aus Kanada wird dagegen gemeldet, daß die dor- tigen Behörden die Absiäzt haben, um auf alle Fälle gerüstet zu seyn, 15',000 Manu mobil zu machen. . .

Aus Brasilien «ehrt: die Berichte bis zum 2-1. Februdr. Die Revolution in Santa Catharina schien noch immer nicht ganz erloschen zu seyn. * _

Aus IJTontevtdeo wird vom 21. Februar gemeldet, daß die Blokade von Bucuos-"lercs nocl) fortbrßand u_n_d strenqer als zuvor gehandhabt wurde, daß aber die “sranZtlZmMn „Marine- Soldaten Niontevidco verlassen haben. Auch dmiral _Du om hatte die Rhede von Montevideo verlassen, um sich nach ue- noH-Avrcs zu begeben Rivera, der fic011ach Durasno zurüch9k“ xoqen hatte, um sic!) dort von den „Kriegstirapazcnzu erholen, wdlltc in Corricntes einrücken, um Lavalic zu unterstiihen. Von Lavalle selbst war man wir einem ZNonat ohrre Nashrrcin. Echa- que hatte mit seinen geschlagenen U'uppcn die Provinz Monte- video verlassen und War umi) der von BuenosxAyr-cs zm-Ückge- kehrt.

B c 1 _q i e n.

Brüssel, 12, Mai. In der gestrigcy Si ung der “Re- präsentantcn-Kammcr [egte dcr Finanz-Minister ein Geseh-Projekc vor, wodurch die Regierung zu einer Anleihe von Neun ig Millionen Franken autorisirr wird. Der Betrag derselben Foil verwendet werden: 1) Zur Fortfeizung des Baues der Eiscnbahx ncn; 2) zur Amortisation von 12Mi11iomn 18:10 kreirter Schny- SMUW; 3) zur Bezahlung der 4000 Actien der Rhei'nisthen Eis ndahn; 4) zur Beendigung des Baues dcr dckretirten Stra- ßen; 3) zur Deckung der Ausfälle der Budgets dxr Mittel und Weg? Wi“ |U“; 45) zur Zahlung des zweiten Semesters der jähr- lichcn an Holland zu zahlenden Rente. Die Güter und Einkünfte des Königreichs Werden dicser Anleihe als Garantie gesteilt wer- den. --- Der Minister des Innern legte zu leich ein Projekt Zur“ Errichtung einer Linie von Dampfbdten zwi chen Belgien und 'en Vereinigten Staaten vor. Die Kosten betragen 400,000 Fr. Sodann ward ein Projekt Zur Modifi irung des Gesamt vom 6. Juni 182.19 über die Korn-Qinfuhr im *istrikc Verviers vorgele, t.

Gestern fand in der St. Gudula-Kirckw eine Feier m n- drnken Napoieon's statt, die von der Gesellschafeder teranen des Kaiserreichs veranstaltet worden chr. „Jm Chor stand ein Catafalk und die ganze, Kirche war mrt Emblemen des Kaisers ver iert. ' [ zBier Bittschristen der ersten Kaufleute und Rheder zu Ant- werpen und Brü ge 'sind auf dem Büreau der Kammer nieder- gelegt worden. :ie prechen fich alle zu Gunsten des Verschlags

des ,errn de Foere zur Veranstaltung einer parlamentaiifchm ,

Unteruchung der Lage des Handels aus.

Der Vorschlag, welche früher von dem Kriegs-Minisker ge- macht wurde, um einen Kredit im Betrgg von "/12 seinxs Budcxwts provisorisch zu erhalten, ßndet seht“ einx-Säxwierigieit, wie [berhaupt das neue Ministerium KF“ aiif die Mehrheit der Kammer verlassen kann. Man“ ist im A emeimn skb? MU" idm

zufrieden und sogar die revolutionairen Blätter find ihm nicht abhold. Es ist nur die k“rage, ob die katholische Partei fick) lange ruhig verhalten Wird. chon erhebt sie weniqskens ihre Stimme in den von ihr geleiteten oder uncerstühten Zeitungen und Zeit- schriften. Der Minister des Innern, Herr Liedts aus Antww pen, ist fast der Einzige im neuen Kabinet, der zu dieser Partei gehört, und dennoch ist seine Stimme nicht mehr von der Be- deutung, wie die seines Vorgängers de Theux, da das dieser Partei am meisten am Herzen liegende Departement des Unter- richts 1th von dem des Innern ,eschieden und dem Ministerium der öffentlichen Bauten, Herrn ogier, untergehen ift.

*SchWeden und Norwegen.

Stock olm, 8. Mai. Das" Plenum vom 7. Mai bot einige intere ante Punkterdar, indem man in drei Ständen, im Adela, Priester- und Bauernstande über den 31er: Titel des Bud-

et-Anschlages diskutirte. Derselbe betraf die Anschläge für das I)iilitair, und hatte in jedem Stande seinen eigenen Charakter. Im Adelstande brachte man 2 Stunden des Vormittags und 4% des Nachmittags damicÉu, einige lange Abhandlungen zu ver- 1esen, die von mehreren encraien und Obersten eingegangen wa- ren, und welche alle theils den alten Anschlag vcrtheidigtcn, : eils auf dessenErhöhung antrugen. Zw Priesterftande hatte die is- kusfion einen noch wunderlichecrn Charakter; der Bischof Tegnär, rieth , den 3ten und 4ten Titei ganz zu überspringen und sie nur u remittiren. Das meiste Interesse erregte |)r. Thomander's _ ortrag; er sprach sich im Sinne der Opposition aus, und ver- theidigte seine Argumente mit Leichtigkeit und Gründlichkeit, wäh- rend er beständig die Pfeile des Scherzes und Sportes auf seine Ge ner entsendece. Man glaubte Sheridan zu hören, sagt „Af: ton ladet“. Jm Bürg_erskandc stimmte man den von der Bud- th-Kommission vorgedchla enen Einschränkungen in den Garde-

egimentern, Kronprinz-Öusaren, Leibwache :c. mit einer Ma- jorität von 2/3 bei. Im auernftande war das I)ierkwürdigskc ein Versuch , den abwesenden Hans Jansson (der einen Urlaub von 3 Wochen hat) anzugreifen wegen einer Rede über die Auf; hebung der Zahlenlotccrie. Dieser Angriff ging von Ole Jepp,- son und einigen Anderen aus, aber wenigsdens drei Viertheile des Standes erhoben fici) für Hans Jansson.

Hofrath Landin ist aufs neue zum Iustiz-Commissair der Reichsstände erwählt worden. - Herr von Hartmannsdorff wird, dem Vernehmen nach, die Stelle eines Reichs-Archivarius erhalten.

D 1 n e m a r k.

Kopen agen, 12. Mai. Seit Anfang dieses Jahres_sind die Englisch; änischen Iproc. Obligationen-auf den ausländi1chen Geldmärkten bedeutend gestiegen, und zwar beträchtlicher, als die meisten anderen Staatspaviere, mit Ausnahme der O_rsrerreichi- schen Bank-Acticn. Sie wurden nämlich im Januar *!*/2 pCt. notirt und stehen nun "703,14 pCt. nach einem Course von 11 Mark Bco. Pfd. St., während der effektive Cours 1:1 Mark 6 Sh. ist; der Unterschied zwischen dem fixirtcn und dem wirkli- chen Cours ist also ungefähr 43/4 pCt., welche die Käufer mehr zahlen müssen, und folglich ist der wirkliche Preis der Obligatio- nen 1*30'/4 pCt. Für, die Finanzen ist natr'n*licherwcise dieses Steigen mit Rücksicht auf den Rüchkauf der Obligationen nicbt

.vortheilhaft, inzwischen hat man doch die günstigenKonjunkturcn

im vorigen Jahre durch Ankauf bedeutender Partieen :kvroc. Obligationen zu niedrigen reisen benutzt, und auf diesc'Weise einen großen Theil des affenbehalts fruchcbringend gemacht. Sollte dieses Steigen der ;kproc. Obligationen fortdauern, so wird es natürlicherweise auch Einfluß auf die iproc. Obligatio- nen, und folglich auf unsern Zinssuß im Allgemeinen, haben.

Deutsche Bundesstaaten.

' München, 12. Mai. (21. Z.) wird nächsten Sdnntag, den 17. Mai, wenige Stunden nach der Abreise Sr. Majestät des Königs, auch Ihre Majestät die Kö- mgm mit der jüngeren KöniZlichen Jmilie die Stadt verlassen und sich 11ach Würzburg verf gen. er König begiebt fich, wie man verminmt, über Landshur wo er die Trausniß besucht, nach Staus zur Besichtigung der alhalla und soll in Regensburg übernachten, des anderen Tages aber den Festungsbau zu IMM“ stadt in Aygenschein nehmen.“ In WMZYW treffewbeide Ma- jeftäccn zmammen und sehen vereint die ei1_e nach Mchaffenburg fort. -- In der letzten Ziehung der Bayeriicben Zahlen-Lotteric wurden sehr namhafte ummen gewonnen. Die merkwürdige

Veranlassung dazu gab eine neue Stein-Zeichnung , die an den

Kunstladen aiisgestellt War, eine Volks-Scene vorstellend, wie nämlich eine JJk'asse Menschen vor einem LotteriexComptoir ver- sammelt steht, Wo_eben die gezogenen Nummern veröffentlicht werden. Der Zuxall wollte nun, daß die drei Nummern, die auf dem Bilde zu sehen find, des Abends wirklich herauskamcn,

Hannover, [5- Mai. (Hann. I.) Allgemeine Stän'dezVerjammlung; Erste Kammer. 36ske Sitzung, den 11. Mai. Bci fortgestßter Relation aus" der Finanz-Kom- mission über das Königliche Schreiben vom 3], März d. I., das Budget betreffend, ward hinsichtlich der aus dem Rechnungs- Zahl“? 1830-40 zu „erwartenden Ueberschüsse von einem Mit- gliede beantragt: ,

„Von diesen Ueberjchüxsen dem historischen Vereine zu Han- nover die Summe von 1000 Rthlr. mit der Bestimmung zur Dispofition zu stellen, daß mit dieser Summe der Abdrmk va- terländischer Urkqnden des Mittelalters, sey es durch ei enen Veriqg des Vereins oder durch Unterstützung der Veriags- and; lungen, gefördert werden sdlle.“ ,

- Dieser Aima fand vielseitige Unterstützung, weil es im In- teresse der Wissen chaft ,und „einzelner Familien, denen an der Aufbewahrung und Veröffentlichung alter Urkunden qelegen, drin- end zu wünschen sey, dre zerstreuten und dem Verluste ausge; Zxtzcen wichtigen Dokumynte der Nachwelt durch den Abdruck zu bewahren, oder die m den Archiven befindlichen dem Publikum zu- gänglicher zu mache_n_- Mein verwies auf die ähnliche Bewilli- gung im Jahre 18-30 für die Herstellung einer Gesammt-Ausgabe der Queilen-Schriftm DMM)“ Geschichte des Mittelalters u insgesammt 3000 Rthlr. für den Zeitraum von 1835-45, Wel e Bewilligung das vaterländische Interesse nicht einmal so direkt, wie die jede beanxragte, berührt habe. -- Um aber den Zweck der roponirten Bermlii ung mföglechst, gemeinnüßi zu machen, be- chloß man, unter enehmcgung des obigen Agntrages, den ZU- saß: Stände wünschen, daß der Abdruck der Urkunden möglichst auf solcheWeise geschehe-„daß sie dem ublikum vei'skändlicl) wer; den, und beendigte damit die erste erathung des „Königlichen ButheiSfMeibean [ - " ernerer eation aus der „Konferen we tun

eines Krimmaleenats bei dem Königl. OberzxApJTFaéixIZ Geg- richtßfgingen die Konferenx-Vorschiäge, dahin: Für das Beglei- mng Reihen: 1) mit er Bestimmung: „das Ober-AppeUa- tions-Gericht :e. -- eintrete“ nel) einverstanden zu erklären; (in

Wie bis jetzt bestimmt ist,“

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weiter Kammer bereits angenommen). 2) Hinsichtlich der Be-

?ehung dieses Kriminai-Smats, auf den_im Schreibén der Re-

gierung vom 7. März 183], worauf m dem jeßigen Königl.

Schreiben Be ug genommen worden, geäußerten Wunséh,

daß Stände fr die Beseßung der neqen Stellen im Krimi-

nal-Senate des Ober- ?! penations-Grriä)ts ein Präsentations-

Recht dér Provinzial ! andschaften U1cht in Anspruch neh,-

men mögen“, zu erwiedern: „wie Stände ihrerseits wünschen

müssen, daß bei solcher Beseßung die Wahlrechte der Provinzial-

Landschaften berücksichtigt werden mögen, es jedoc!) der bisherigen

Verfässuug angemessen erscheine, daß von den neu anzusetzenden

fünf Räthen zwei von Seiner Majestätjernannt und drei von den

Provin ial-Landschaften nach einem gewrssen "k"") erwählt würden;

wobei tände, zur md lichsten Beförderung einer baldigen Einfüh- rung des Kriminai-Ge eßbuches und des Gesetzes über das gericht; liche Verfahren in Kriminal-Sachen die erste Bescßunq aucl)1cner drei landschaftlichen Stellen Sr. Majestät drm Könige überlaffen, auch die Bestimmung der Folge-Ordnung !":ber die von den Pro- vinzial-Landschaftcnvor unebmendenWahlcn,10Wie dakÜbek-Mfwcl- cher Bank im Oberx'xlppellations-Gerichte die Gewählten ihren Plalz zu nehmen haben, Allerhöchsidenselbcn anheim stellen. Da,- neben erklären Stände stch damit einverstanden, daß das Prinzip, wonach die von den Provinzen bisher gewählten Mitglieder des Ober-Appeliations-Gcrichts in gewissen Civil-Senaten verbleiben müssen, auf diese drei zu wählenden Räche nicht angewandt, son- dern der Regierung es lediglich überlaffen werde, in andere Sc: nate “nach ihrem Ermessen fie zu verselen und an deren Stelle andere von Seiner Majestät ernannte » iitglicdcr des Oder 1 Ap- pellations-Gerici)ts in den Kriminal-Scnat eintreten zu lassen“; 3) die Bewilligun der vorgedachten Summe von 10,000 Rthlr. Courant aus der andes-Kasse, und zwar schon für das bevorste- hende Rechnungsjahr unter der Vorausseßung ausgesprochen, daß die vorstehenden, als Wünsche ausgedrückten Anträge der Stände Wegen der Präsentation der Provinzial;Landschaften dic Aller- höchste Genehmigung erhalten, 4) für den Fall, daß Landesrhcile, wclche bisher eine abgesonderte Landschaft nicht gebildet haben, namentlich Meppen :c. eine Provinzial-Landschaft erhalten, behal- ten Stände der näheren Erwägung vor, inwiefern über eine der drei durch Präsentation neu zu besehendcn Stellen, zur Ausglei- chung unter den Landschaften in Betreff der PräsentationsMeMe für das OberZAppellationssGericiU zu disyoniren seyn möchte. GjroßetINajorität genehmigte dic Konferenszorsci)läge, worauf die Stßung geschlossen ward. '

Darmstadt, 15. Mai. (Gr. H. Z.) Verhandlungen der_zwetten Kammer. llxite Si§u11g am 0. April. Der Prändent eröffnet Berathung über den Erlaß dcr iften Kammer, die Proposition des Großh. Kriegs-Minisrrrtums, wegen Zusammen; ziehung des d'ten Dcucschcn ?lrmce-Corps in der Gegend von Heilbronn betreffend. - Der vom ?lbgeordneten Camrscisca, Na,- mrns des ersten Ausschusses in der vorigen Sitzung erstattete weitere Bericht über diesen Gegenstand, sagt: Die erste Kammer ist dem Beichlusse der zweiten Kammer, daß zum Zwecke der Zusammenziehung dcs Kren Armce-Corps für das Jahr 18-10 ein außerordentlichcr Kredit von 30,000 Fl. zu verwilligen ser), ein; stimmig beigetreten. Es hat indes; jene Kammer weiter be- schlossen: „Der Staats-Re ierung zur geeigneten Berücksichti- gung den Wunsch auszudricken, daß das Rte Armee-Corps von Zeit zu Zeit wiederholt vereinigt und eine solche Ein- richtung auch bei dem !dren und ""en Armee-Corvs ein- YUM w_e_rden möge.“ Schon in seinem ersten Berichte,

eilage 200 zum Rösten Protokoll, hat der Ausschuß ".'rer Kam- mer die Zweckmäßigkeit dcr Zusammenziehung zur gemeinschaft- 1ichen Uebung des d'ten Armrc-Corps anerkannt, und es ist durch die einstimmige Verwilliqung des beantragten Kredits von 30,000 Fl. der nach der Regierungs-Proposition zu erreichende Zweck auch als nützlich und wichtig von der Kammer anerkannt wor- den. So zweckmäßig in der That aucb gewiß die in den einzel- nen und zwar vor ugsweise in den gemischtcn Armee-Corps vorzunehmenden gr ßeren Uebungen find, und so sehr sie ur Förderung der militairischen Ausbildung und größeren „„hätigkeix it): sclde beitragen; so Wenig zu verkennen csi , _daß die_ ' ürde und Selbstständigkeic Deutschlands eme 1olcl_)e außerordentliche Maßregel rechtfertigen, so glaubt der Ausjchuß dxnnocl), daß der Kostenpunkt nicht ganz “außer Acht zu lassen 1eyn dürf.e. Deshalb glaubt er war im 'Allge- memxn den Beitritt zu dem Beschlutse der ersten Kammer, jedoch nur ,in der Erwartung beantragen zu dürfen: „daß die Staats- Regierung zu wiederholten Zusammanziehungen von Armee-Corps, unter Theilna_hme der Großherzoglich Hessischen, nur in ange- trieffenen grdßeren Perioden mitwirken werde, um so die Mög- lichkeit herbeizuführen, in gleicher Weise, wie es diesmal geschr- hen, den dadrircl) entstehenden außerordentlicdcn Kosten-Aufwand durcb Ersparnisse in den Zwischenjahren thunlichst auszugleichen.“ 7- Zn der heute noch erfolgten Abstimmung trat die Kammer einstimmig dcm Beschlusse erster Kammer unter der eben vom Ausschuss; angeführten Voraussetzung bei. 'Mithin gemeinschaft- liche Adresse.

, MainB 13. _Mai. (Frankf. Journ.) Nun hat auch die Kölner amps] ifffahrts-Gesellschaft ihre Preise ermäßigt; sie hat sie für die „in: und Herreisen auf dem Nieder; und Mittel-Rheine noch billiger gestelit, als die Düsseldorfer; für die

im und Herreise von hier nach Bingen zahlt man bei der

üsseidorfer Gesellschaft jeßt 50 Kr., während die Kdiner nur 35 Kr. verlangt; von h_ier nach KoblenKund zurüä kostet es bei der Düsseldorfer Gesellichafr 3 F1. 30 r., bei der Kölner aber nur “.'. F1. “38 Kr.; von hier nach Köln und zurück fordert die Düsseldorfer Gesellschaft 0 F1. 10 Kr., die Kölner hingegen nur 5 F1. 15 Kr.; die Reise nach Worms und urück, wo die Kd!- ner Bdte ohne Konkurrenz fahren, dieselbe ntfernung wie von Y?" nach Bingen, kostet dagegen 1 F1. 56 Kr. und die nach

«annheim und zurück, Ir„ der Entfernung zwischen hier und Koblenz, kostet, wie diese, 2 F1. 38 Kr. -

Q e | e r r e i ck,

- - Wien, 12. Mai. Gestern Vormittag find Zhre Majestä- ten der Kaiser und die Kaiserin mit dem gewöhnlichen Gefolge nach Preßburg abgereist, um dem auf heute festgeseßten Schlusse des Landtags beizuwohnen. Eine Stunde vorher war der Fürst Staats-Kanzler eben dahin abgegangen. Die AbWesenheit des Kaiserlichen Zofes wird sich auf wenige Tage beschränken.

In der rmee-hat neuerlich kein Avancement stange unden, wobei der diesseitige Gesandte in Stoäholm, Graf von oyna, vom Obersten um General-Maior- MW der Gesandte in Washing"- ton, Baron arescha1, vom General-Maior zum Feldmarschall- Lieutenant vorrückcen. Graf Woyna wird bereits in wenigen Tagen seine Reise nach Stockholm über Kopenhagen antreten. Fürst elix S warzenberg kehrt heute nach kurzem Uriaub wie- der an "seinen osten nacb Turin zurück.

Gestern wurde die in den höheren Kreisen dieserSradt we- gen ihrer Anmut!) und Liebenswürdigkeic gefeierte Gräfin Kli)- mentine Amadé, Nichte des Musikgrafen Grafen von Amade“, in Folge einer langwierigen Krankheit, in der Blüthe der Zu; gend zu allgemeinem Leidwesen dahingeraffr. Auch der ]Utzge Graf Malhan, Sohn des Königl. Preußischen Gesandten benn- dec sich in einem hoffnungslosen Zustande.

* - Wien, 12. Mai. Diegewöhnlichen Maistcuden, die Prater-Fahrten, Wettrennen und die Au-Garten-Parthieen smd von dem herrlichsten Wetter begünstigt worden, ein seltenes Glück “unter u_nserem unbeständigen Himmel, wo Wind und Regen gerade um dieie Jahreszeit gewöhnlich in raschem Wechsel sich zu folgen VÜkIEU- Dazu wehren laue Jtaliänische Lüfte, die den Eindruck einer vorgerückteren Jahreszeit inmitten der" noch ganz jungfräu- llchen Vegetation hervorbrachten. Diese war allerdings gar 121,31" zurückgeblieben, bis denn vor einigen Tagen der sehnlick)sk “WFM“ tete Regrn,_ zwar nicht reich1ich genug, aber doch“ erwünicbc und chklhlick) sich einstellte und die baumreichen Umacbungerz Ugserer Stadt Mit dem frischesien Grün bekleidete. Man maß Wien m dieser Jahreszeit besuchen, in welche die eigentliche Glanz- Évock)? des hiestgrn Lebens fällt, das nun nicht mehr ausschließ- licl) VM den,kaU1chenden Karnevals;Vergnügungcn eingeiwmmcxy noch nach vreien Seiten getheilt und geschieden ist, wie dies im hohen Sommer geschieht. Die nahen Dörfer bilden zu Spazier- sahrien die anmuthigs'te Gelegenheit, und an jene 1chließen sic!) Waikiki) höhere Bergzüge, einsameThalgründe und die herrlichsten Wälder und Haine. Eine Stunde reicht hin, um aus dem Mit- telpuykce der Stadt in die Stille der Natur versetzt zu werden, wobei dann immer noch Zeit für die Oper bleibt. Mir beson- derer aber verdienter Gunst werden unsere Jroiiänischcn Sänger überhäuft. Ueber den Werth der Jtaliänischcn TheaterwJNUfik u-nd Über den Einfiuß derselben auf das hiesige Musikleben ist bei einem friiheren Anlasse berichtet worden, über die relative Vor- trefflichkesc und abgeschlossene Voilkommenhcir drr Merellischsn Griellschaft kann jedoch nur Ein Urrheil herrschen. So ist denn wieder Olle. Unger, noch größer als tragische Schauspielerin, ais ausgezeichnet durci) Stimme, der Mittelpunkt der Oper gewor- den, um welchen sich die Übrigen "Mitglieder der Bühne auf das würdigske gruppiren. Die „Lucrezia Borgia“ von Donizetti, dic gewiß gls Composition einen nur sehr bedingten Werth hat, aber unter io vorcrefflichem Zusammenwirken der ausgezeicimetftcn Künstler Italiens den Eindruck der Vollkommenheit in ihrer Weise nicht verfehlen kann, ist die beliebteste Oper der „Stagione“, und wird fich als solche wohl bis zum Schlusse der Ztaiiänischcn Vorstellungen behaupten. - Unsere bekannte und beliebrr Sän- gerin von der Deutschen Oper, Dlle. Luher, ist sÜl' die ZM dk? hiesigen Ztaliänischen Stagione nach Pkailand cn girc, wo nc denn vor dem kritischen und launischen und mir“ obe spärlichen Publikum der Skala einen Versuch wagen will. _ In voriger Woche hielt Saphir im Burg-Theater zu Gunsten der barmher- zigen Schwestern eine humoristische Vorlesung nach seiner Weise, wobei es neben dem bekannten Wortwitze Saphir's nicht an ei; nem gehörigen Zusaße echten Humors fehire. Diese Richtung Har seit einigen Jahren hier , besonders in den Mittei-Klaffcn, wo Jean Paul viel gelesen wird, roßen Anklang gefunden. Es kommt nur auf ein tüchtiges * ?aß von Sentimentalität, “Lib wechselung von Komischem und Rührendem, und eine gehörige Menge von Gegensätzen und kühnen Gleickmissen und Bildern an, Alles in ziemlich schwülskiger Sprache. Der Schöpfer dicser nan Iean-Pauiischen Schule ist Saphir; er hat viele Jichr, aber keiner erreicht ihn an Lebendigkeit, Witz und gesundem „Urrhrtic; nur an Geschmackloßgkeic thun sie es ihm Alle gleiä). „Hier aber soil nur der wohlthäcige Sinn Saphir?) gerahmt werdcxi, dcr alljährlich den barmherzigen Schwestern eine reichlichc C“]JSUÖC' weiht. Der diesjährige Ertrag seines Konzertes, bci wrlcixrm auch mehrere Ztaliänische Sänger mitwirktcn, betrug an 1000771. Conv. Münze. , _

n der Nacht vom 28. zum 20.21pri1 ist der aus etwa 100 äusern bestehende Flecken Tüffer in Steyermark cin Rartb der Flammen geworden, wobei sieben Menschen das Leben ver; loren- Am !. Mai brannte der größte Theil des Dorfes St. Pantaleon im Salzburgischen ab; die Pfarrkirche und der Tbnrm wurden ebenfalls eingeäschert und drei Glocken sind in der (Murk) geschmolzen. Das große Feuer zu Baja in Ungarn bar 1110) Häuser in Asche gelegt.

Italien.

Rom, -1.Mai. Nach dem Diario di Roma bar Öli' Gräfin Napoleona Elisa Camerata, Tochter der Prinzessin Ctr-“a Baciochi und Nichte Napoleon's, ihre vier Ohcimc vor Scriärc fordern lassen, damit sie über die Vertheilung der von dcs Kai- sers Murter hinterlassenen ZUWelen Rechenschaft ablegen, indem sie ein Zwölftel davon in Anspruch nimmt. Bloß dic dem_1etr- dem verstorbenen Kardinal Fesch zur Uebersendung an JoieZH Bonaparte eingehändigten Juwelen wurden auf Tx,100,000 zr, eschätzt. Die Gräfin macht auch Ansprüche auf einen Theil der rbschaft des Kardinals, wovon man sie ebenfalls au6geschlos-. sen hat.

Spanien.

Madrid, 3. Mai. Die Hof-Zeitmqg enthält das ncUc Preßgescß, dessen Bestimmungen sehr strenge sind, und unter Anderem für Preßvergehen Gefängnißstrafen von 1 bis 31 Jabrcn “und Geldstrafen von 6 bis 12,000 Realen feskseßt.

Die Ernennung des Generals Villalobos zum Gencrax- Inspektor der National-Garde wird von diesem Corps nicbt arm gesehen. Man wirft ihm den Antheil vor, den er an dcrUnrcr drückung der Unruhen am 23. und 24. März genommen bar, -und das vierte Bataillon wollte die Königin in einer ?idrcssc ersuchen, die Ernennung zu widerrufen. Auch das“ erscc„ zwei:; und dritte“Bataillon trat dieser Ansicht bei. Als der Srnrral Villalobos hiervon Kenntnis; erhielt, ließ er sämmrträw Offiziere der Madrider National-Garde zu sich rufen, und erklärte rkmrn, daß die Königin ihn zwar zum General-Znspekror ernannt, er aber die Ernennung nicht angenommen habe und auch nicht an- nehmen werde. Diese Erklärung beruhiqte die Unzufriedcncn Jak? die Königin soll die Entlassung des Gererals angenommen a en.

Türkei.

Konstantinopel, 29. April. (Oest. B.) Sr. Königl. Hoheit der Prinz riedrich Heinrich der Niederlande hatte am “Zosten d. M. eine ' udienz bei Sr. Hoheit dem Sultan. „An demselben Tage empfing dieser Monarch in einer Prwav-Audian den hier durchreisenden Herzo von Maillé, und sodgnn d,?" M*“ putirten des Fürsten von Ser ien, den Logothet Aktsquckv, de" Redacteur des „Moniteur Ottoman“, Herrn Franceschl, ""O dc"

B ier ' t Allem. MYM Maxstsreié FFW in den-Vorftädten Pera und Ga-