schiecht bezahlt worden, denn 3 Guineen für den Tag, _die ihm als Diäten bewilligt worden seyen ständen mit seinen LUKUUSM m qar keinem Verhältniß. Auch ir Robert Peel sprach nicht um“ argen die Größe der Remuneraxionen, sondem gegen derar- rtqc Missionen im Angemeinen, die [einer Ansicht nach nur dazu bctctÜaen, dic diplomatischen und merkaatiliscben Agenten infrem- den Ländern in ihrer Pflicht saumselig zu machen. Er berief sich f:):- den vorliegenden Fall noch insbesondere auf eéueParlaments- “Fl?“rc, wonach jedes Ücicglied des Unrerhauses, welches eine Ge- y'azäftsführung far die Regierung übernimmt, verpflichtet ist, sei- 1131: Saß aufzugeben. Lord “John Russell bestritt die Unmen- dung diefer 'Ilkce, da hier kein festes Gehalt bewilligt worden ser). Nach einigen Worten des Herrn Villiers, der zwar gegen die L'Oasfioncn diesxr Art, *abec für die Nühlichkeic der Dienste des |:. Bowring wrach, 1chrin man zur Abstimmung, und der An- frag d.s' Obersten Sibthorp “wurde mir 98 gegen 66 Stimmen verworfen. -
London, 1-1. Juli. Was die Prorogation des Parlaments a;:bsrrefft, w lauten die Gerüchte darüber noeh immer widerspke- (bend. Eich glauben, die Scsswn werde, wo nicht in der leh- r*:n Woche dieses Monats, doc!) gewiß in der ersten Woche dé .'“:uqust gezwlossen werden; Andere halten das Ende derselben'noéh nicht für so nahe. Wie es scheint, haben die Minister Wohlsclbst Tre Zeit der Prorogérung noch nicht feftqeseßt und werden ste von der Erledigunq der dem Parkamcnt noch vorliegenden dringenden Maßreacln abhängen laffem '
Man erzählt sa) noch immer von Differenzen, die zwischen dxr Königin und ihren Minjßern und auch im Schoß: dcs Mj- yéekeréums selbst in Betreff der Regentschaft sratrgesunden härrcn. Dic Minister Lord Melbourne und Lord John "Russen sollen ge- wünsäyr haben, daß ein Reqen!schafts-Rath zusammengestellt werde, Ihre »))?ajcstäc aber soll darauf bestanden haben, daß Prinz Al- brecht allein die Regentschaft erhalte. Hiergegen soll von ciniqkn Micgliedcrn des Kabinets ein_ewandtworden seyn, daß der Prinz "ock: zu jung ser), daß seine Famile großen Einfluß auf ihn aus;- LWL , Und daß er sub erst zu kurze Zeit in England 1'cü11dc, um schon mit dem Charakter, den “Neigungen und „In- ::reffcn scincr Einwohner genügend bekannt zu seyn. Eher, hät- m'. dtcse Mimlxeder gemeint, wäre es angemessen geWesen, dcr Heyzogtn von Kent die Regentschaft-zu Übertragen, wenn man
* dock) nm- eine einzige Person da u hätte ausersehen wollen, denn Ihre Königl. Hoheit sey schon rüher vom Parlamente für den Fall des Ablebens des Souveraivs während der Minderjähriq- k*_-et_ [[)1'k1' erlaucdtcn Tochter zur Rogentin beßcüt gewesen, sie habe nichts gexhan, wodurch se dies Vertrauen fich hätte ver- 15:*c:*zen können, und fie würde besonders für den Fal], (as"; die Königin eine Tochter gebäre und mit Tode avginge, am mffcndsrcn sm) zur “Führung der Regentschaft geeignet haben. Andere meinten, man hatte der Herzogin von Kent und__dem Px-inzcn Alvrc-ckyt zusammen die Regentschaft übertragen sollen; ::cs wärs aber ein Regentschafts- Rath geroesen, und von einem :ojcvcn hatten dann die Herzoge von Sussex und von Cambréd c„ „115 Px-emcn von Königlicizem Geblüt, viel Weniger ausgeschlo er": Wkrdkn können, a1s die beiden ersteren hohen Personen, die niz mal? "211151100 hätten, auf den Britischen Thron u gelangen.
Die Direktoren der Ostindischen Compo nie Haben am 11ce x„ M, dcm Grncyal Lord Keane , Befehw aber der fiegréich anus-“ermcc, ein großes Banker gegeben, welches auch die MÜ moch“ vciwohntcn. Lord Keane äußerte unter Anderem in seine, Cx'wicdcrunq auf den ihm zu Ehren ausgebrachten Trinkspruch daß, [cincr AUM): nach, das Heer auf dem Marsche nach Ghisn * eben so aroß: Schwierigkeiten überwunpen habe, als Akexandeé ::"an aixf seinen Zügen härte überwinden müjsen. Lord Mel- wym-m- bkmerktc, daß die Dienste der Indus-Armee vvn der größj
t:" WiMigke-“t gctvesen seven, nicht nur für Ostindien selbst, som“ kam: auch in Betreff der Verhältnisse England:; und des übrigen“ (HUL'OM. Der Präsident der Ostindiscben Kontrollc, Sir J. C. I“?“obvoxo'e, bemerkte bei dieser Gelegenheit unter Axdcrem: ,Es ist so?): wohl möglich, daß das Territorium der Oskmdischen om,- Manic Won 111 diesem Armenblicke wieder einen neuen und wich- ,mcn Zuwa-Fys erhalten Har, daß die Regierung von Ostindien :::: Smxide gewesen is:, ihrem Gebiete eine Vergrößerung u ge- !*»:1, deren mtßcrordentitckye Folgen kaum der ausschweiendste Tramm de:" Phanrafie fich vorzufteüen im Stande ist und die M Jadrfmudtrte hinaus für das ganze Reich von NUHen seyn w::d.“ Déese Aeußerung, die man auf die Befikznabmc einer Insel cm der Chinesischen Küste beziehen wili, hat dt'cOstindiscben Fonds an der Börse in die Höhe getrieben,
.Der Herzoq von Wellington äußerte fich bei der dritten Vor- chrna dcr Kanadisäwn Bill, wie schon bei früheren Gclegenheix“ “Z:, chbmals darüber, daß die Regierung einen unqebührliclun Cmffnß ;ms die KolonialZVersammlung von Ober-Kanada aus- arübt babe, znr „Zeit als ne derselben dre Frage weget: der Union "OU. P:"OVMZM vorgelegt, x_tnd zwar sey _dies durch dte „Depesche dcs .::ownml-Mkntscers ge!chchen- vermcttelsk welcher dae Absetz- IMZM dcr Kojoniachamten nach dem Ermessen der Regierung mmer chisscn Umständen atxsgesprochen tvorden. Der Herzog but sies)" übriqens nicht mit diesen Einwendungen begnxjge, sondern x:»ci: eincn Hcsondcrcn Process? gegen die Bill eingereicht, in wel- -:*.:-:m U" 27 G:"Knde algen diese anführt. Hauptsßchlich spricht er 1:0: in diesem Pyotcsrc dakzin aus, daß die große Ausdehnung „no die Verscwicdcnhctc der Interessen der beiden Provinzen eine 'lexquarnirnna derselben unmöglich und eine Vereinigung schon dcsdaLb vcrdchcH mache:, außcrdem abcr sey es auch notorisch, 0-37“; eine: groß: Partei in bcédcn Provinzen exisfire, Welche dar- Uxf [xin-„U'beite, cine voran::vorxliäw Kolonial-Regierung, unabhän- (ng von der Regierunq des Muttexlandes, herbeizuführen, und dieser Partei wecde durch die Union nur genüße werden, da die Vsycimgxxng ihrer jetze zersplitterten Kräfte dann eine legale An- erkennnnz: crHaLten würde. Gcstatte man aber erst eine unabhän- siae Kokonkas-RLIÖSTUUJ, so sey der Schritt zur gänzlichen Tren- nung vom Mutterlande sehr bald qeschehcn.
Aus einer von den biefigcn Blättern mitaetheilten, vom Iten d, M. datirrcn Anzeiqc des Obersten Sir De Lacy Evans an den Präsidenten des Comité's der ehemaligen Offiziere der Bri- rjschen HülfsEegion geht hervor , daß die Spanifibe Regierung zm- Liquidirung der Sold-Rückftände der Legion fich bereit _qe- c:“gt hac, 50,000 Pfd. so_gletch und den Rest von 250,00!) Pfd. m "fünf halbjährlickwn Tcrmmcr: m London auszuzahlen. Zur Garantie findkaf Staats-Scbuldsxheme m_n Betrage der noch rückstän- deqen Summe dem Britqcben ejandten in Madrid übergeben und außerdem ;“;0 * :illionen Realen zur Dikpoütion desselben in der S:. Fernando-Bank in Madrid deponirt worden. Eine Zins- Vgrqülllng fax den Verzug erfolgt bei der lehren Termin-Zahlung. „Der «*:-src Termin ist bereits in London eingetroffen.
Lord John Russell hat im Unterhause erklärt, daß neuerdings aus Vcraulaffuya des Ministers des Inxrern ztvei Kategokieen der Bestrafung für Vergehen gege_n die önxntliche SicherZeét ein- geführt Wer:, nzmkich Gefängnisstrafe mat und ohne wangs-
_qestie en.
800
Arbeit; es komme daher sehr auf die Gerichte an, in jedem ein-
elnen alle zu entscheiden, welcher Kategorie der Schuldige zu-
tberw en sky.
Jm Buckingham - Palast find prachtvolle Zimmer zum Empfang des Yer vgs und der Herzogin von Nemours einge- richtet und in riäons- otel, in Albemarle-Sn'eet Zimmer für F“ kafvlge gemiethet, das nicht im Schlosse untergebracht wer-
en ann.
Der Grundstein zu der prächtigen Granit-Säulc, 1vclche dem Andenken Nelson's auf dem TrafalgarWlaße in London errichtet werden soll, ist jest in Arbeit und 111th 1-50 Kubik-Fuß. Die Grundsteinlegunq wird am 1. August, dcm Zabrcérage von Mel- son's Sieg bei Abukir, vor sich gehen.
Wie verlautet, hat die Bank von England die Vergünstigung des Diskonto auf 'die Personen auszxedehrn, Welche offene Reet); nung mit ihr haben und Warsür kleinere Summen, als bisher ?Öugestanden War. Öiese IzJaciUicht hat in der City schr guten
éndruck gemacht. Man sieht in ihr eine der Wachttgsren VL!"- änderungen, die seit „Jahren in der Bank-Polikik stattgefunden, und ist überzeugt, daß diese Veränderung sowohl für die Bank selbst “ls für den Handel von aroßem Nutzen seyn wird.
Dem Vernehmen nach ist ein neues Muster zu Converts sÜk frankirte Briefe“in Arbeit, welches an die Stelle der béshc- rigen, wegen der geschmacklosen Zeichnung vielseitig vcrsponctcn treten soll. Auf dem nrurn Umschlag ßndct fich nichts als das Bruffbild der Königin._
,?n Binningham “ist die Polizei schon seit längerer Zeikrincr Fabri von nachgemachten Noten der Bank von England anf dcr
pur chesen, doch gelang es ihr erst vorgestern, die Vcrfc'.*ri- aer derselben auf der That zu ertappen. Man fand in cinem Dach|übchen in der Wohnung eincr Wittroe, Namens P:“étckmrd, in Henry-Strect, einen Mann und eine Frau an einer kleinen eisernen Presse beschäftigt. Unter dcrth'esse befand s1ch eine nach- “gemachre Fünfvfund-Nore der Bank von Enaland, und in ande- ren Theilen des Zimmers sagen eine Menge Noten m den vor- schéedcnen Stadien der Fabrication umher. Dcr_ Fahrtkant, Na- mens Bradydck, ist ein Kupferstecher von Profcjston, scx! länge- rer Zeit aber als ?lccisc-Beamxer angestellt. Als man ihn be:“ dcr '.)[x'bett störte, war er 9erade bei der Verfcrkigung von 2:30 Fünf- pfxmd-Noten und 250 Zchnpsund-Noccn bcschugt, welche von Manchester aus bei ihm bestellt worden waren; die Besteller selbst warmen in der Nähe dc-s Hauses auf die Ablicfcx'una; al“:- !lc der Polizci-Beamten anfichtig wurdcn, sucljccn sie schnell das Weite; die fercigen Fünfpfund-Noten waren rom 1-1 November 1835? dacirt und mit „Z. Booth“ unter cichncc.
Oxford besmdet sach noch immer in Nexvgate, da de:“ Besch! seiner Abführung nach Bcdlam, wo er den Übrigen Theil :*cincs Lebens zubrmgen soll, noch nicht eingetroffen ist. I" demselben Jrren-Hospital lebt noch ]cßt jener Hatfield, der vor vierzig Zak)- ren eincn Mord-Anfall auf Georg 111. unternahm.
Die Eiscwbahn-Tinies meldet: ,Der Werth dcs Eisen- babnsEégentbums ixk in den le ten 6 Ökonatcn außerordentlich Vergleichen wir den ' *tand derActécn am 15: Dezem- ber l 39 mit dem am 13. Zum“ d. I., so ergiebt sal), daß auf 20 Eisenbahnlinien dicses Steigen Über & Mtslioncn Pfd. St. betragen hat. So sind z. B. die Actien der großen Munchen Bahn binnen dieser Zeit um 51 pCt., nämlich von 10pr unter Pari auf 42 pCt. “Li io gestiegen, was auf die 23,000 Original- Actien 1,300,000 P d. beträqc. Eben so sind die London-Bir- minghamer Aerion von 50 pCt. über Park auf 99 égangcn, was
für die 25,000 Ortginal-Aetlen 1,225,000 Pfd. “ e. ausmacht.- ' „Diese Resultate, die natürlich Niemanden crfrculreher seyn kön-
en, als den Actionairen, herveésen_ cine allgememx Veränderunq n der öffentlichen O)?einun_a;-dée Eßenbahnrn werden nicbt länger
als bloße Einrags-Speculactonen mit Argwohn angesehen, son-
dern su- werden als reelle und xverthvollc Kapital:?lnxcgungcn betrachtet.“ .
Folgende Uebersicht stellt den durchschnittlich täglichen Ab; satz der bekanntesten Londoner Zeitungen im lcßten Quartal des Jahres 1839 dar: Morgcnblätcer.
4“573; P?- Posk 31131; Public Ledger 506. Sun 21708; Standard 3323; Globe 2902; Shipping Gazette 1152; Courier WIR. Wochnblättcr. Exammcr 53:0; „ server 5192; Era “1192; So nBuU 4102; Magnet 30»; Sp» :ator ZIMZ; Saxirisr 31-74; '
risk 1015; Unich Service Gazette 1576; Court „Journal 1382; Mining“ Journal 1209; Weekly DtSpatch 55,760; Weekly Chro-
nicle 21,002; Bell's Life m London ".'-22,153; BcU's Weekly OJDes- „ senger 19,000; Sanda Times 13461; Mark-lane C'xprcßM-TVH; € New Meffcnger 2033; Lhartcr „
Weekly Trne Sun 82 9; Bells 2307; Railway Times 2007;- ustice of Peace 1750; Britannia 1392; Constitutionalisk 1310; ld England 1307; London Mer- caméle Journal 316.
Der Glasgow Courier will aus einem älteren Schreiben aus Lissabon vom "29. Juni erfahren haben, daß der Handels- Traktat zwischen Portugal und den Vereinigten Staaten bereits abgesckzlossen und mit dem leßten Paketschiffe nach Nxxv-Yor'k zur Rarification abgesandt worden _scy; er soll den Schinen dcr Ver- einigten Staaten- in Portugal die Vorrechte dcr begüns'kégxstcn Nation et“ eilen.
Nach ericdten vom Kap“- bis zum 26. Avril hatte “Lidmiral Elliot damals scizon“ m:“: dcm Linienschiff „Melvillc“,__dcr Fregatte „Blonde“ und der Sloop „Pvladeß“ die dorn'ge Exakion vcr- lasscn und war dirckt nac!) Chma abgesegelt.
Niederlande.
Aus dem Haag, 1-1. Inis. Die Provinzial-Stände der Provinz Holland haben dem Könige eine Adresse üherrciclzt, worin ne darum nachsucben, daß dem vorgeschlagcncn Entkarse zur Theilung der gedachten Provinz in zwei ganz abgrsondcrxc Hälften keine Fvlgc gegeben werden möge.
die Niederländischen Mitglieder der Gränz-Kommisfion m ihren Meinungen achichcn, smd fol ende: Die Niederländischen Kom- missare wollen von dem Fort Zt. Peter und von dem äußersten Ende der äußern Werke in der Nähe des Thorcs von Herzogen- buscv, bei der Begränzung der“ anerkannt zum Niederländischen Limburg gehörenden 1200 Klafter, in der Theilung auf dem lin- ken Maasufer ausgehen, während die Belgischen Kommiksare diese Begränzung von dem äußern Glacis des Walles von Ma- stricht_ zu bewerkstelligen wünschen. Nach den Erstem würde von der emen Seite das gem e kleine „Dorf Canne, mit dem dazu ehhrenden Schlosse des aron von Thier, und von der ander-n
xete der Hauptthejl des Dorfes Smeermaes wieder an „die Ntederlande kommen, während nach dem Belgischen MÜ"? „d'kse Leiden Gebietstheile davon getrennt find. Um diese Schwrercg-
“ dazu am:) auf dem ordchchen abaemacbc Werden. . dcm ordentlichen Rctcjwtaqe ist dtc Regierung veroütcbtct, Recht::- - [(smft von dem ZU:“erc d;:s Sxaacswcscns vorlegen zu lassen. “ Dcr außerordenUWc Rciävsmg kann vom „Könige, wann es ihm Timrs |;'„070 Cxcm- : plarc; M. Chronicle 3074; M.Hcra1d 5735); M. Advertiser „ ?ibcndblätccr. -
tlas 300"; Champion ".'-7210; Gar; » deners Gazette 2511; Planet 2523; Conscrvanvc JOUMal “.';M-L; ; Argus" 2102; Aqe 1700; Naval and Wkilttarv Gazette 17-18; Ju- 5 5 vcrfaHrcn Werden. Dex“ Reichstag könne auch qeschlossen werden, ' c1)e vier ?Nonate vcrüoffcn, falls sämmtliche Stände solches ver-
keit zu lösen, hatten die Belgischen Kommissare vorkesehlagén, eine Mittellinie zwischen den Rissen der beiden Parteen zu zie- hen, und folgléck) die Differen in wei Theile zu theilen. Allein die Niederländischen Kommisßcre Haben hierin nicht eingewilligt, und so hatte diem" Vorschlag keine Folge, und diese Punkte, so wie die resp. AmprüM auf Martelange im Luxemburgischen sind der Gegcnskand diplomaxisciycr Unterhandlungen geworden, die, wie man vcrficbert, !chon weit vorgerückt find. ,Die Belgischen Kommjffare scheinen nicht abgeneigt, hier und da einige Gebiets- thcilc in den Rcichen zu bewilligen, wv dies ohne Verlust an Bevöchrung gexclwhen kann, allein ste nehmen sehr den Verlust von Tanne und Smecrmacs zu Herzen, wo sm) ein Maß befin- det, dcr zm“ Ausladung dcr Steinkohle" nm Maasufcr geeignet ist.“
B c 1 g 1 e' n. - Brüssel, 11. Juli. Die Wittwe des Herrn „John Cockerill [mt dre Ehre qcbabt, cin Schreibcn von S1“. Köpigl. Hoheit ?“" Prinzen von Oranien zu erhalten, Worin ihr Hdchstderselbe ]cén Beilctd Über den Tod ihres Gatten zu erkennen giebt.
General Willmar ist heute mit seinem Adjutanten, dcm Ca- “ *
pitain vom ancmcuerorps, Carolus, nac!) Bcrlm abgereisk. Dit gcgcnwäktiqc Müswn des Generals hat lediglich den chck, S1“- Majcstät dcm Könige von Prensxcn zu Hdchftdesscn Thronbe ci- mnm dic Glückwümchc unseres »))Totmrclzen zu überbringen. er G5cncral wird noch einmal nach Brüssel zurückkehren, bevor er in Berlin fdrmlicl) als Gesandter installirt wird.
Sch1veden und Norwegen.
Stockholm, 10. „Juli. In der (gestern erwähnten) ekskm Königl. Proposition heißt es: „Eine Bexchränkung der Zeit( wi- schen den ordentlichen Reichsragcn) von fünf auf drei Ia re, i:: Ucbckcinstimnmng 1111: der gegenwärtigen Staatsverfassung dcs Bkildék-“Rcichcö (Nokwcgcn), so wie mit Schwedens“ älteren qcscßlichn Bestimmungen, gianben Sc. Mal. für die etziqen Zeitbcdürfnisse geeignet; und schcinc diesc periodische ieder- fahr der ordentlichen Rciclvsmge in jedem dritten Jahr: unab- hängig davon scon zu müffcn, ob, aus zufälliqcn eranlassun- gen, ein außckordcmlicbcr Reich:?taq in der Zwischenzeit ein- trifft odcr mcbc. - Wird diese Aenderung angenommen, so kann kame gÜltigc Bcdcnklichkcit daivtdcr stattfinden, zweck- mäßiaer als das cht dcn Wirknngskrcis des außerordentlichen New!):ztagcs zu [)x-stemmen, wciciws dann keineswcges so aus- gedehnt zn wm braucht, daß Dcr1111:erschied'zwqcl)en außer- orocntlndcn und ordentlixven Rciclzstagcn dadurch in der That aufhört. „Da, nacb dcm Grundgcsckzc, dxc Stände den Tag [*e- stimmen, an welchem ste zam oröcmlxchcn Reichsrage zusammen- U'ercn WU'ÖW, dcr Kdniq aber“ zum außerordentlichen Relays- raqc bcraéc, so glauben Sr. *))?axcx'cät, daß die constimtionellm Functionen dw." Stände, in dem ersteren Falle auf alles ausge- dehnx, was Gegenstand der Verhandlungen de:“ chräsetztakion seyn kann, im lcßtcrcn Falle einzuschmnkcn smd auf die Gckchästß wclche dcn Ncialxsmg veranlassen 1:11) vom Könige vorgelegt wer- Nn, -m:t Beibehaltung [edocv dcs Rechtes der Stände, auch alsdann Motionen in Bexrcxf der besondere!) Standes-Ange- lcqcnhcttcn zu machen und darüber zu bcjchlceßen.“ „Unter den spcxtcchn '.)lmdcx'ungm komme sodann unter Andevem vor: Die Stände m'icn z:!m ordentltchcn Reichsrage jedes dritte Jahr am 13. Zammr, odcr, Won:: biens ein: Feiertag ast, am nächsren Workeltage darauf zmammcy. Auf dem außerordentlichcn Reichstage erwägen und beschließen die Stände VW in solchen Sachen, welche der König vorschlägt, oder die da- von eine unmittckbare Folge sind, oder wrlchc die besonderen Samde:“?lnqelcqcnhcxtcn bc:reffcn. '.)lcndcrungcn am Grundgesche können 11:0: anders definitiv angenonnnen Werden, als auf einem ordentléclzrn Reichsmgc, jedoch können Königliche Propofitéonen Nur auf
gefälic, aufgcldyk chch, und WM glcick) auf, wenn während des- selben dcr okdcntliWe cmtritt.“
In der zwcixcn Königl. Provofition wird im Wesentlichen vcrlanat, das; “ein Reichsraq mcbc längst" als vier JJTonate, von
Ov- - dcm_Taae an, da der König die Ständx oder_det'cn Staats“ ')lussbus; von dcm Zustande und den Bcdürsniffcn des Staats-
xvesens unterrichten laffcn, 105501'cx1 folie. Treffe cs sm), das; beim “Llusqazxgc dieser Zeit dke Gc1chätte noch nicht abgeschlossen wor- den, 10 solle nac!) Tcßimmunq des 9“. 100 der Regierungsform
1angtcn. -- Zu der Einlcjttmq [)ich beim cs: „Es sclwine nicht axmcmcffcn, daß die eine SUWTZJLWÜU nchtq ])aben solle, von der anderen zn verlangen, was diese zu weigern kcin Recht habe, und dabcr glaube der König, daß die btsiwrigcn Bestunmungen, wonach der König zur Verlängerung des Reichstages von drei a:“:f vier Monate mitzuwirken habe, wegfallen müßten.“
Dänemark.
„J szcboc, 13. Zult. Henke verkündete cin festliches Geläute den Beginn der dxtrkantät dcr Holstcixjisclxcn Stände-Vcrsamm- [mm Die _?(bacoWnctcn versammelten stci) in dem Hause des Verbietcrs, chcémvn Konferenzkatk)s von Bülow; darauf bega- bi'n sl.: sic!) m die Kirche, wo der Probs“ Wolf die Predigt hielt.„ Nach [»ccndigxcm Gottesdienst verfügten sac!) die Abgeordneten nach dcm Ständehansc, Und die Vc:*sammlunq ward vor! dem Königl. Connniffaix, Grafen von Revcnilow-Criininil, eröffnet. Von dem Alcers-Präsidcntcn, Grafen von Schimmclmann,. wurde sodann die Wahl des Präsidenten cingcleitct; dicse fiel auf den (11. Balemann mit :19 Stimmen. Zum Vice-PMfioenn-n ward ec'träxlr dcr Exatsratk) Wiese mit 25 Stimmen; zu Secrerairen dcr .?
mit 12 Stimmen. Als Rcdactcm'e dcr „Stände-Zeitung“ tk“
wählte die Versammlung dcn Senator Karstens und den Pro-
_ 5 fessor Burchardi, Jeden mit 33 Stimmen. . Das Journal du Limbourg vom -- ZUki enthält nacb- ;
stehenden Artikel: „Die Punkte, Über welche die Belgixchcn und *
Deutsche Bundesstaaten.
Hannover, 17. „Juli. (Hannoy. ZL lelgcm eine Sxän de ; Versa m mlung. . vaettc Kammer. Sißung „ow 10. Juli. Die heutige Stßung wurde mit der Relation de Herrn General-Syndikus aus_ der Konferenz Über die Ver; fa unqs-Urkunde aus;;esüllt, Und [auch die sämmtlichen „Konfo- reuz-Vorsebläge die Genehmigung der Versammlung. Ueber ei- nige Punkte, namentlich über das Recht der Zustimmung zu den Gesetzen, war eine Vereinigung in der Konferenz nicht zu errei- chen gewesen, und daher eine nochmalige Abstimmung in beiden Kammern erforderlich; man beschloß aber, diese Abstimmung hier auszusetzen, bis solchcs in erster Kammer geschehen, weil diese, rückstchtlicl) der in Frage stehenden Punkte am meisten von dem Regierungs-Entwurse sich entfernt hatte. Eine Mittheilung über dcn Inhalt der wie!)"tigercn Konferenz-Vorschläge wird bis dahin
'“ Zehnten an stch schon erleidet.
annncr-Zuukcr d'Aubcrt und der Advokat Kirchhoff, Zeder._
nebel)“ qkm daß solche in beiden Kammern ur Abstimmung ge- Michi: und,dad'urch im Falle der Annahme zz Beschlüjsen gewor- den * nd.
, Karlsruhe, 13. Juli. (Schwäb. M.) In der heutigen Sikung der zweiten Kammer der Landstände machte Staatsrath von Rad! der Kammer die Mittheilung, daß Se. Königl. Hoheit o_er Großherzog, in Berückscljcigung des St_andes der Geschäfte, den auf morgen festqeseßt gewesenen Schluß des Landtggs n“och auf einige Tage verschoben habe. Die Kammer geht xofort zur Erörterun des Bus ers 'Wer, sttxlom-r ste fiel)h schonßsei? einigen Ta cn be" ä ci : s bc tigt ( ) immer mc r, da 13 ? vorge- fchngenen cl()kixmgahmen des nächsken Budged-Zahres die Ausgqben kaum zu decken im Stande _seyen, und daß jetzt schon zu emer Art von Steuererhöhung geftbritxen werden mußte. Die Ursa- chen dieser Erscheinung liegen in einem seit Jahren von der Re- gierung und der Abgeordneten-Kmnmcr befolgten Systeme, wo- nach man bei dem Glauben an die blühendenFinanzzuskände un- seres Landes die Ausgaben erhöhte uno die EinnabmsqueUen vcr- ménderte. Seit längerer Zeit suchte man alle und jede alte Ab-
„. gaben, wenn fie an den Staat gezahlkurden, aufzuheben, und wenn . : dieselben den Grund; und Standcsherren TSU _auc kajnen, dceseBercch- ** tigten fürdieéen BeÜug zu entschädigen.
ie VerlusederStaatskasse bgaben betrugen allein über 4 Millionen Gul-
durch diese" alten
den. Das Straßengeld wurdc aufgehoben, dcr Salzpreis herab-
eßt, der Zehnten mit seinen unabschbaren Folgen für den
.es . « .
.',. Ema: aufgehoben, und überdies dcr [unsre Yhesl der Ablösungs- "' Summe der 'Prwaten auf die Staats-Kasse im ungefähren Bc; ', trage von 8 Millionen Gulden übernommen, abgesehen von den
Verluften, welche die StaacsxKassc durch Aufhebung der Staats- Ueberdies wurde noch am vorigen
andtage die Anlegung einer durch das ganze Land ztehendcn
: Eisenbahn auf Staats-Kosken beschlossen, und endlich am Steuer- ,- Kapicale aller Sceuer-Pfitckztigen die ngme von 300 Fl. abge- -, schrieben. Nun, nachdem die “Folgen dtc1e_s Systems hervortreten,
" mußten weierlci Dinge als nothwendig nch ergeben, die AuSga-
ben näm ich möglichst zg bcschränken, was man nun ach) bei den einzelnen Budgec-Säßcn zu erreichen suchte, und Überdies neue Einnahms-Quellen zu eröffnen. _Le teres gejchah durch den hence ur Erörteruxig gekommenen Gewh- ntwurf, wvnacl) die erwähnte inderung des Steuer-Kapirals von 300 F1. wieder aufgehoben wird. Welker, Sander und Kyapv sprachen dagegen, weil diese Steuererhöhunq vorzugßweise dae ärmere Klasse treffe; allein die Abgeordneten peyerer, Regenauer und ?ie Regierungs-Commis- aére von Böckh und Kühlenrhal weisen diere Steuer-Erhöhung als ie zweckmäßigste deshalb nach, weil diese Minderung ohnehin nur fürsorglich geschehen sey, und es Unrichiq wäre, daß diese Steuer vorzugsweise die' Armen treffe, vielmehr bcarcisc fie alle Gewerbe; und Klassensteuer-Kapitalien. Dcr Gescß-Eutwurf wird mit allen Stimmen gegen 3 angenommen. Durch dieses Geseß werden die Staats-Einnahmen mit den Ausgaben wiede:- in das Gleichgewicht gesetzt, wozu überdies und selbst zu eine.“ sehr be- deutenden Mehr-Eénnahme vielfache Mittel sick) darbieten würden; dem) die augenblickliche, aber vorübergehende Finanz-Verlegenheir Zayn fich nothwendig aus den stets verminderten Einnahms- uellen mid erhöhten Ausgaben erqeben, Welche beidé Verhält- nisse aber nur zur Erhöhunq dcs “„National-Wohlstandes beigetra- gen und namentlich die Befreiung des Grund und Bodens von alten Lasker: hervorgerufen haben.
Baden, 11. Juli. Gestern ist der Graf von Syrakus LBmder Sr. Maxestät des Königs beider Sicilien) hier ange; ommen.
Oeserreick).
Wien, " „ZUU- (T!- Z.) Aus St. Petersburg wird ge- mcldxt, daßÉweschen Rußland und Oesterreich ein Traktat hin- Ücht11ch der „eschlffung des Sulina/Llrmes und der Anwendung der QUP'WWM-Maßregeln an dcn Mündungen der Donau auf Oesterreichische Schiffe, Welch? diesen Strom befahren, geschlossen worden sey. Dee Ratificatéon des Vertrages von SeicenYTuß- lamps wxrd wahrscheinlich gleich nach Ankunft Sr. Majestät des Kaisers m Pckeerurg erfolgt seyn.
L s S ck w e i z.
., „ KU an_ne, 8. Juli. (. arcs. . Die Schwei und ins; besondere “umer Kanton habenZ eineZ1 ngZch Verlust erlixten. Gc- mral Gmgucr ist g-stern aus der Chabli-sre, seinem Landen“? bci Lausannx, nach einer langen und schmerzlichen Entzündungs- „Kranxhett gestorben. Familienkummer (einer seiner Söhne [| 1" Algxrten géstorbcn, coin anderer aus Spanischen Diensten in ver- zwufiuyqsvollenx Gc1undheits-Zustandezurüchgekommenck, vielleicht auch enger polnischer Vct'dt'uß scheinen dcn achtungswürdigen Mann ntedergedrückc zu haben.
Italien.
Rom, -- Juli. Das Diario meldet, daß auch der Her- zog vo'n' 2."ko durch Dekret vom 12. Juni in seinen Staaten W "Zinau'ksMp Orden von Jerusalem wieder hergestellt habe.
'r4SadeWt Gesandte, Graf Broglia von *))?ombello, hat am ten d- M- dem Papsrc im Namen seines Souverains
die in Turin zu Ehren der Scli , , - , vtocs enen des Hau es Sa- voyen geprägte Medaille überreicth s ) '
Rom, 7. Juli. - , vernimmt ,man, daß LIZ!) Ueber das Bennden des papftes
te einen organischen Jehle": in der YLMÉFZYZYUÜFZMUU beéürchtcg, und daß Kennzeickwn von km “Constitution und den. Ske honen das Beske von seiner stat“- Papst wird wenn dieetÜ AUf'knthalc in Castel Gandolfo. Dc: näcl sten M:),nta e Ras bmüände fich nicht verschlimmern, am B ) d' g lk “" "'?"mw Konsistorium halten und nack- GM) [gung .desse dt;," "“ck je"em Landschloß im nahen Albancr- sgCsNssm USS Mon- versckÉedePn LMI?" antreten. ahre eme große Rene nac!) rie e aus capel melden als n Verse ungen yon Drplomaten. So [anhdekkaFsYTHJTaITjYFi? Ley? ! esandte, Gsraf von Ludolf, in gleicher Eigenschaft nach Lon- bow Inmen; MWM Posten der im Vorige" Zalü'e dot't verstor- :::-:::“ :“:M: :::: Z:":Ueivece- Sea Ta- e et en wollen, ni t Wehr das bksher von “YkkdeépYch kOhm)? gekäetn Zeuxniß über ahr tadelfretes politisches Benagejkm "' LUBW"; e pa. beZegeben seyn mußte, bevor das Visa vo, Itch; xelxm nischen esandxschaften des Auslandes darauf ,? en eapo m" ":“ch“--obm “"en Nasen, nur zu vielen PraxerFF-x'Z-W 3“de
Turin 4- Juli. All . c . ' das Gerüchc,verbretter, (daß Jin? ÖZrbéttsdJ-FTHFYU lebter Zeit
zen von Lucca und Donna Isabella von Spam,“ F &?" TY:
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handlung beYrisfen sey- Aus Zum: Quelle kann man ver zern daß das Gerücht unge rßnvet :|. - Cabrera soll ein ungesheure; Vermögen bereits in scherhxtc gebracht hahen. *- Die Königin Christine soll in Oesterreichqchen Fonds eme Summe von 15 Millionenangelekze haben. _ Ök- v. RWÜ'LZ „ck| endlich defini- tiv um Neapoitanischen Gesandten am Kanerlichen Hoflager zu im ernannt worden.
Spanien.
Madrid, 7. Juli. Die von dem Ayuntamiento zur Erinnek rung an die Opfer des 7. Juli 1822 veranstalteten Festlichkeiten haben im Publikum nicht die Thellnahme erre, t, die man erwar- tete. Nur die Häuse'" der Mitglieder des lvuntamiento und ihrer Freunde waren erleuchtet und an den Tänzen auf dem Constitutions-Plahe nahmen nur Personen aus der untersten VolkZYaffe Tlheib1. " S
' an gau t a gemein, die esfion der Cortes Ende dieser Woche geschlossen werden. werde zu
Der Castellano bemerkt in Bqug auf die Ernennung des Herrn Matthieu de 19 Redorce zum Botschafter Frankreichs am " panischen Hofe, daß dieser Diplomat nur dieJnsrruccion habe, den Triuxyph des parlamentarischen Prinzips, fÜr welches die Spanier w viel Blut vergossm, zu fördern. Die Verwandtschaft des Boxschafters mit der Napoleonischen Famalie qereiche ihm in den Augen der Spanier, die einen so erbitterten Krieg gegen den Kaiser geführt härten, nur zur Empfehlung. ' ' - ,
Man fürchtete, daß der Herzog von Vitoria bei seiner ersten Zusammenkunft mix der Kdnigm die Entlassung der jeßigen Minister und die Cnennung eines liberalen Kabinetö verlangen" würde. Diese Besorgniß hat fich indeß nicht bestätigt.
Der Erbprinz Ernst von Sachsen-Koburg ist am 30. Juni in Sevilla angekommen und hat daselbst cinem Stiergesecbte bei- gewohnt. Die Zeitungen von Sevilla stellen allerhand Muth- maßungen über den Zweck seiner Reise an und eine derselben nennt ihn bereits „den zukünftigen Fürsten Spaniens.“
Die Depun'rten-Kammec bat einstimmig beschlossen, den Be- wohnern der BaSkiscben Provinzen und Navarra's wegen i res Benehmens bei dem neuerdings gemachten Versuche, fie zum uf- srande zu bewegen, einen Dank zu votiren. In derselben Si ; zung erklärte Herr Mon in Folge der Aufforderung des Präl- denren, daß den Yusm'ücken, deren er fich in einer früheren Siz- unq gegen Herrn Mendizabal bedient habe, durchaus nicht die
bficbe zum Grunde gelegen denselben persönlich zu beleidigen. Der Letztere erklärte, daß die e Versicherung ihn vollkommen zu- frieden stelle. Am Tage vorher hatte bereits zwischen den ge- nannten beiden Herren cin Daell stattgefunden, das, nachdem _Jedcr zweimal geschossen, ohne den Gegner zu treffen, durch Ein; !cßreixen der Sekundanten und das Versprechen des Herrn Mon dre ovige Erklärung in den Cortes zugeben, beendig'r wurde.
' Baxcelona, 9. Juli. Bei dem Einzuge der Königin fand
em nuchtrger Vorfall statt, der indeß glücklicherweise ohne weitere “Folgen geblieben isi. Ein Zoll-Beamtcr ließ, auf die Genehmi- gung eines Alkalden hin, sämmtliche Artikel der Constitution drük- ken uyd an„die Laternen-Pfähle anschlagen, Welche die Rambla- Straße, den gewöhnlichen VersammlungSorr der Bevölkerung an Festtagen und bei öffentlichen Vergnügungen, zu beiden Seiten einfaffcn. Das Ayuntamiento duldete diese der Constitution var- gebrachte Huldigung und die Polizei schien fie nicht zu bemerken. Dadurch ermuthigt, ließ ener an die Tbüren des Theaters den Artikel anschlagen, worin die önigin die Integrität der Constitution be- säzxvöx't. Dies erschien der Polizei als eine Beleidigung der Kö- nigin und das Plakat wurdé abge'riffcn, worauf der erwähnte Zoll-Beamte es an das Kaffeehaus des Theaters anschlagen ließ, allein auch hier ließ die Polizei es wegnehmen. Es hätte übri- gens dicser Einmischung der Polizei nicht einmal bedurfr, denn Niemand nimmt Notiz von diesen Plakaten.
Portugal.
Lissabon, 6. Juli. (Mora. Herald.) Für die glückliche Niederkunft der Königin, die seit sechs Monaten wieder m geseg neten Leibcsumständcn ist, find die üblichen Gebete angeordnet worden.
Die Ultra-Chartisken-Partei opponirc dem Ministerium hef- tiq, sowohl wegen seiner auswärtigen als wegen der inländischen Folétik, und fie hat es unter Anderem durchgesetzt, daß die drei
assaboncr provisorischen Bataillone, welcbe zufolge cines Ge'se es vom vorigen Jahre aufgelöst werden sollten, ungeachtet des is derspruches der Minister wirklich haben aufgelöst Werden müssen.
Der AdrcßsEntwurf zur Beantwortung der Thron-Rede ist cx1dlisv der Dcputirten-Kammer am 30. Juni durch die mit der Cntwerfung beauftragte Kommission vorgelegt worden; er ist ein bloßes Echo der Thron-Rede und enthält durchaus nichts, was man als einen Tadel der von der Regierung befolgten Politik auslegen könnte. ,Die Adresse berührt natürlich alle in der Thron- Rede enthaltenen Punkte und erklärt, daß die Kammer stets bereit sey, Ihre Majestät bei allen das allgemeine Beste bezweckenden Maßregeln u unterstüßen. In Bezug auf die Differenzen mit England heißt es darin:
„Die Kammer seht mit tiefem Bedauern die fortdauernde Unge- wißhcit der Beziehungen zu England und kann es nur beklagen, daß derselben noch nicht durcb Absckyließung cines Traktats zur wirksamen Unterdrückung des barbarischen uud unmenschlichen Sklavenhandels ein Ende gemacht und derPortugießsche Handel noch nicbt von den Plucke; reien in denjenigen Häsen bester: worden ist, wo unsere Flagge einst so rubmvoll und unabhängig wehte. Eben so muß fie bedankt", daß neue und wichtige Vorfälle die Beendigung der in Bezug auf die Geld- Forderunacn zwischen beiden MäUxten schwcbenden Unterhandlungen schwieriger gemacht haben.“
Die Ansprüche der auswärtigen Gläubiger werden mit fol- gender kurzen Phrase abgefertigt:
„Die Dcputirten würden geacn ibkk cigknchfinnung handeln und nnredkiche Repräsentanten der PortugiefisMn Rechtlichkeit sevn, wenn fie nicht die aebieterische Nothwendigfeit, für die Bedürfnifsc des Ls- fentlicben Dienstes und für die Erfüllung unserer Verpflichtun en in Beäreff der inneren und auswärtigm Schuld zu sorgen, auc enncn wo ten.“
Herr J. A. Magelhaes, der war Mitglied der Kommission war, aber sich gegen den Adreß- nrwurf erklärte, erhob sich zu- erst, um gegen denselben zu sprechen. Auf seine Frage, welche Instructionen dem Gouverneur von Macao, als Richtschnur für sein Verhalten bei dem jeßigen KMZ? zrvischen England und China, übersandt worden seyen, erchdcrte der Marine-Minisier, daß derselbe die Weisung erhalten habe, den Maß zu behaupten, und daß ihm Vollmacht erthejlt xvqrdext sey, die u diesem Zweck erforderlichen Maßregeln zu ergretfen- Mit die er Auskunft er- klärte sich Herr Magelhaes zufrieden, tysofern daraus hervorgehe, daß dem Gouverneur die strengsteNeutralttät zur Pflicht gemachtworden sey. Er gin sodann in eine ausgedehnt? und detaillirte Prüfung der Politik der egierun ein, wieseinderThron-Rede und in derAdresse dargelegt worden. el Gelegenheit der Differenzen mit England
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"England nun, offen der
tadeue orxdie Regierung aus! heftigste, daß st den Traktat i??- gen Abschaffung des Sklaven-Handels noch nichk abqeschlosnn und den vor mehreren Monaten von der Britischen Regierung in Betreff der Geldforderungen angebotenen Vergleich nicht an- genommen habe. Die Folge dieser Wei erung sey, daß ÉUZUMQ nunmehr auf den vollen Betrag seiner orderungm besxehc. Dae Minister, fuhr er fort, hätten in der lehren Sesüon §e1ggt,_ daß Wegen der WYnahme Portugieslscher Schiffe an der frtkamscben Küste durch nglische „Kreuzer von England GemÉgthuung VW langt worden sey; da jedoch die ThromRede bei röffnung der gegenwärtigen Sesfion nichts davon erwähne, so müsse er SWU- ben, daß eine solche Forderung an En land niemals ergangen sey, obgleich die Zahl der auf diese Weiée weggenommenen oder zerstörten Schiffe seitdem bis auf dreißi_ gestiegen sey. instcht- lich der inneren Politik warf er der egéerung Sehwä e und Unentschiedenheit bei allen ihren Maßregeln vor. Der „Krieg in Algarbien sev keinesWeges beendige, wie es in der Thron-Rcde behauptet worden; zahlreiche Gunilla - Banden durchskreifx km noch immer jene Provinz, und das ganze Land, der ewi en Unruhen müde, habe bereits eine starke Hinnei ung zum Ab olutismus zu erkennen geqeben. Die Absicht der IJe'gierun'g,
,den Betrag der Wahl-Qualification zu erhöhen, sey unverständiq
und un eitig, und er nebst seinen Freunden (den Chartisken) würde ich derselben mit aller Macht widerseßen, Er schlosmit der Bemerkung, daß die Regierung vor allen Dingen gute an“- dels-Verträge mit anderen Ländern abschließen müsse. err J. C. de Campos, ein Septembrisi, trug darauf an, daß da elbe Amendement, welches bereits in der vorigen Sesston zur Adresse vorgeschlagen worden, seht angenommen Werden sone. Dieser Antrag wurde von Herrn Sa de Nogueira unterstüßt, und die Diskusfion war beim Abgange der Post noch nicht beendigr. Man glaubt, daß die Adreß-Debatten noch einige Tage dauern werden.
Im Senat, dessen Präsident der Herzog von Palmella ist wurde der Adreß-Entwurf er heute vorgelegt.
In der Sißun der enacoren am 30. Juni hielt der Baron Ribeira de Éabrosa eine lange Rede, wvrin er eine Ue- bersicht aller Unterhandlunge ab , die zwischen England und Portugql in Bezug auf die LbséMießung eines Traktats zur Ab- schaffung des Sklavenhandels statnénefunden, und suchte dar u- thun, dec? aller Tadel wegen der ichterreichung des gewün ci)- ten we es aklein die Britische Regierung treffe. Er erwähnte im aufe seiner Rede auch, daß Lord oward de Walden ihm den Vorschlag gemacht habe, Eva in ftindien an Englandoéu verkayfen, was er indeß so leich abgelehnt habe. Die Schr: t, Welche sein Vorgänger, der Monde Sa da Bandeira, 'hevaus- gegeben, um das Benehmen der Portugiesischen Regierung in der Sklaven-Angelcgenheit zu rechtfertigen, habe größtem eils- ihx'en weck erreicht, indem mehrere der be en Journale in rankreccl),
eutschland und anderen Ländern uropa's, ja |le England
nicht ausgenommen, sub in dem „Kampfe zwischen Portugal und Sache des ersteren angenommen hätten
Die Britische Regieryn spiele die Rolle eines Fanfaron, dem
7 arnién Portugal egenü er, während „ste vor Rußland, Frankreich
“und Amerika za m kriecY. Die Königin von Portugal, d'ie nicht die Mittel besäße, ewalr mit Gewalt zu vertreiben, habe die' Vermitteln? der Fran dstschen Regierung angesprochen, aber das „Britische abinet ha e bestimmt jede Vermittelung abge- -le nt. Hier ms der Redner eine Abschrift von Lord Granville's or“: an Marschall Soulc über diese Sache vor. Diese Weige- rung zeige deutlich, welches der wahre Zweck Englands" sey; es beabfichtige, Portugal in einen Streit zu verwickeln, um es umer diesem Voxwandxseiner KoloniabBefißungen zu berauben. Dtcse Rede, brachte einen tiefen Eindruck hervor, und weckte von Neuem dk" Faß gegen England, de_r sich schon etwas gelegt hatte. issabon ist jeßt noch der, als geWÖhnlich, denn Wer es nur irgend vermag, geht aufs and, um der Héße zu entrinnez: und fich der Kühle und der schönen Gegend von Cmtra zu erfreuen. Die Zeit der Stier-Gesechre hat begonnen, und es fehlt auch bereits nicht an zerbrochenen Armen und Beinen und andcxen Zufällen der Art.
Der Marschall Saldanha ist noch nicht in Lissabon einge- troffen, indcß weiß man bereits, daß es ihm nicht gelungen, eine Ermäßigung der Forderungen Englands zu erlangen, sondern nur eine in Terminen zu leistende Zahlung derselben, von denen der erste unverweiic berichtigt werden mußte, der vierte und lehre aber erst im Iuni1842 verfällt. Folgendesist das Wesentlichste der getroffenen Uebereinkunft: 1) Kosten für die im Jahre 1827 un- ter General Clinton nach Portugal gesandte Hülfs-Divifion, 173-039 Psd. 16 S1). 2 Pce., in sechs jährlichen Raten von je 28,888 Pfd. 9 Sh. 4 Pee. abzuzablen; 2) an Lord Beresford 97,330 Pfd. [ Sh. 3 Pa.; 3) an den Herzog von WeUington 20,323 Pfd. 19 SL" 4) an Herrn Andrews 500 so.; 51 an Herrn Oglander 15 7 Pfd. 13 Sh. 4 Dec.; 6) an errn Noble 1:02 Pfd. 15 SH,; K*É an die Herren Ho le und AshLvorts) 13,750 Pfd.; 8) an ir J. M. Doyle 5 “2 Pfd. 19 Slx 2 Pce., zusammen [40,349 Pfd. 7 Sh. 9 Pee. Hierin smd überall die Zinsen mit eingeschlossen.
Türkei.
Konstantinopel, 1. Juli. (Oesk. B.) Am 25|en v. M. hat im Serail von Konstantinopel, und zwar im Chirkaischerxf- Odasfi (Saal des Prophetenmantels), die feierliche Verlobung (Nikiaf) ves Handels-Ministers ethi Ahmed Pant)- mit Blk Schwester des“ Sultans, der rinzessm Arie, stattgefunden. Der KislawAgasst (Oberste der schwarzen Ver1chnittene_n) ver- trat hierbei die Stelle der Braut, und der GroßxWesir jene des Bräutigams; als Zeugen waren der Seriasker Mustafa Pascixa, der Groß-Admiral Said ascha , und der P?ipister der auswär- tigen Angelegenheiten, Re chid Pascha, bei die1er Feierlichkett zu- gegen, in Fol e deren Ahmed Pascha bereits als _der Gemahl der Prinzessm tie betrachtet wird. Die Hochzeit und dae damit ver- bundenen Festlichkeiten sollen binnen Kurzem stattsmde_n. Y_n den)- selben Tage wurden die von Ahmed Pascha für die Prmzemn Ane bestimmen Brautqeschenke im feierlichen Zu e aus dem PalYke des HandelöMinisteriums in das alte Serail verbracht. Zur e; fichkigun dieses Zuges war Sr. Kaiserlichen Hoheit Herrn Erb- ero riedrich die Wohnun des Militair-Gouverneurs von
ru a, JEmet Pascha, einger umt worden. Ta es daranswurk)e der Herr Erzher og von einem leichten Wech elfieber befgllcn, welches ihn ndr? gte, sch der ärztlichen Pflege zu uncerzechen- Sobald der Sutan hiervon Kenntniß erhielt, sch|ckte “. sem?" Kabinets-Secretair, Tewfik Bei, an Bord 0er Otsttkretchtschklk Fregatte, um fich nach dem Befinden Sr-Katserlkchm Hohe" zl: eckundigen. Höchstderselbe ist zwar geZlenwärtig fck?" aus NÖ:“ Wege der Genesun , doch dürfte seine breise„ von bttr- dtettxw den xstrégen Tag tgestgeseßt war, erst in künfnstk Woche sta den nnen. „ Der Aegyptische Abgeordnete, Samt Bei, 5917175“ “ck noch
immer in der Quaramaine von Kumi, in welcher “ ["'“ "'m künftb