1840 / 207 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ie -u k von Wei war. am geikrigen Markte nicht 15.1th rZoifiLs am vorigzeenn Montag, und ei wurden daher

1 bis 2 billing höhere Preise dafür ";ck“- , -

Die Hof-Zeitunq meldet, da ie Königin dem Lord Keane, dem General- Major Sir Wiüoughby Cotton und dem Oberst-Licutenant Macdonald die Erlaubniß ertheilt habe, den ihnen von „Sr. Majeßät dem Schach Sudscha-Mulk, König von Afghanistan“ verliehenen Orden des Reichs drr Duranihs annehmen und tragen 1" dürfen.

Morqen kommt im Unterhaus: wieder die Kellysche Bill iiber die Todesirafe zur Diskusfion; es scheint aber wenig Aus- fiiixt auf die nnahme derselben, denn die minimrielle sowohl wie die Tory-Prcsse sind dagegen; der „Globe“ man in diesem Falle vollkommen mit der „Timex“ und dem tandard“ über- rin; er belobt die Opposition dkier Blätter, so wie die [checken umgekehrt das Ministerium beioßen, weil ei sich-jencr Bil! so entschieden widerseßt hat. Die Sprache der „Times“ wird bei dieser Gelegenheit vom Globe“ ali eine so , : bezeichnet, die jenem Blaue bei Freunden und Feinden Ber hmtheit erworben habe. Herr Kelquehörc übrigens selbs! zur Tory-Partei. Man hat gegen seine 11 im Allgemeinen nichts einzuwenden; nur daß er so harmäckig auf Wei oder drciMauseln derselben besteht, dürfte seine Maßregel „überhaupt für diese Session vereiteln.

Sir R. I is, Oberst Sibthorp und _ U'k Gladstone Yben gcakern, vor der hme der Bil! über die eduzirung der om- .Kapicol, noch all ihren Eifer gegen diese Maßregel aufgeboten, obqleich dieselbe mit Zustimmung des Hauptes der Anglikanischen Kirche, des Erzbischofs von Canterbury , entworfen worden ist. Sir R.Iog1is nannte die Bill eine Confiscation, einen Verderb für die Religion; Herr Glad ne sah darin nur einen Vorläufer für fernere Plünderung der Oe; Oberli Sibxhorp erblickte im Geiß schon all die schönen Kathedralen, diese “erden des Lan es, der Erde gieicl) gemacht, und fand keine Ho u für die uf- Zetckxterhiéltung der Kirche, so lange das jchige Ministerium am

uder ev.

Der Pariser Korrespondent des „Glpbe“ widerspricht der Angabe des „Capitole“, daß ein Abgesandter Mehmed Ali's in Paris angekommen wäre und Konßrmzen mit Herrn Thiers ge- habt hätte; es sey nur ein Kaufmann kürzlich aus Alexandrien dort angelangt, und dieser babe gCerdin 6 ein paarmal Herrn Thiers besucht, warum! denn wahrschein ich jenes Gerücht cm;“ standen.

Die Chqrcisim von Birmingham und der Umgegend wer-* den bimmiurzem eine öffent1iche Versammluiig halten, woran, wie mamsagt, ungefähr 100»150,000 Menjchen Theil nehmen" sollen. Die Häupter dieser Partei ermahnen ihre Freunde, fick) bei dieser,.GeW-ndeit ruhig und ordentlich zu betragen,

Der Luftball, mit welchem Herr Green die Reise nach dem Naffauischm machte , i in Folge des Bankerotcs des Eigenthü- mers des Vauxhall ö entlich ve gert und für Rechnung des besagten Luftschiffers für 500 Pf. :. angekauft worder.

An der Börse hat die Nachricht, daß das Britisckhe Schiff „Flv“, weleher; längst erwartet wurde, ago Süd-Amerika mit ei- ner Fratht v_on 1,700,000 Dollars in baarem Gelbe eingetroffen sry, roße Zufriedenheit erregt.

FM!) der Meinung der Times i des Grä streits it den Voreini qi xggten-fzxnxr als "e, und es beds te von „eiten .de-„Bo „_ beider Läxzdxr e',“ hohxn Grades “von Selbstbeherrschuq3 imd HÜ- , bxsonders aber von Seiten Englands keiner gerin en Per ic tleksimig , xx .xvav mir die Höoffnung auf eine friedli e AUSg eichung dieser ifferenz he- gen k unte. ,

_ Briefe aus Jamaika vpm 1.5 Zyyi kla x_ii übxr Dürre in einigen Gegenden, smd aber im Gange; gäy-KQH. Auf Antigua hatte msn mit „Erfolg Seidemyüxixer, gezogen, deren Kultur wahrscheinlich über alle nscln a _edeYMrden wird.

"ck

eine definitive Beilegung

Mit dem * ackchch : „Lyra“ md ten “(Mexiko vom “30. Mai ier ange omann. Da] Limo yar, ,mitAu'éuqhme der Halbinsel Yucatan, ruhig. um xinüußreichen Mann abzuanen, um mit de;: denten u unterbimdcln. Die nördliche ränze qegen Texas war durch. e- neral _Arifta, gxoicixert, und seit der Nixderiage und dem Tode Zavalas, des, Anführer: der Födxraii en, waren diese unßähi , etwas auszurichten. Das Päckxt] _ „' bringt ungefähr 155 MZ)" Dollars und „eine kleine Suma;- quf Abrechnyn der „Dividen- din mit. _Die Mexikanische Re ierunÉ _so_ll die bschaxfun' der 1.) pCt. Zumß-Zoll für inländis'czhen ranfit und Verbrach ab- zuheben beabsichtigen.

Nach Berichten aus Buenos-Y nes vom 5. Mai hatte Rosas dic AusZabe von 12 Millionen o_Uars neues apiergéld angeordnet. .Der Junta der Repräsentanten baue" x: eine Resig- nation als räsident, we en der tram“ eu Bésxh nhéit stirker häusuchen msiände, ange oten, doch auäbre Oegem orsieaungen eingewilligt, vom 19. April an iioch 0 quqte in seinem Amte zu verbleiben, damit man die gehörige Zeit habe, ihm einen Nachfolger zu wählen.

In der Capsiadc traf man, laut Berichten vom 2. Mai, Anstalten zur Reinigung der Sugßen, nachdem der in denselben aufgeKäufte Schmuß Blattern und Tyyhus xrzeg t hatte.

, us Sy dney wird von einer großenßquerY runst getgeldet, dl? am 18. März daselbst stattfand und einen Schaden zum Be- 1an von 20,000 Pfd. St. anrichten.

London, 21- Iuli- (Börs. H.) Die élfert keit, miiwet- chck das Utiterhaus 1th in Ybend-Sißungen Zw au erordentlichen Morgen-Silzurigen [eme Ge1chäfte bxneibt, deiner auf das baldige Ende der Session hm, indeß is doch noch eiiie solche „enge voii Bills- die dann noch vollständig vom Oberhquse berathen werden müssen, vorzunehmen, daß man.oicht_glau es werde der Schluß dex Sesson vor vier Wochen [kattßydxn gat . .Die „Times“ Lebt, Zn„ daß die Zahl der no„ deni We'rßqufe vorliegenden

ms ;11) beträgt, und unter d„ u „nd mirdcxi, mit weichen das'Qberhaus 114) bereits ebeiif. __ 1", „at; üherdiés iki die 1th dem Oberhaus? vorliegxxydx. LW „._- _, 111, welche noch iiicht ins Unterhaus angebraqxx WKM in 1141? hl nicht mit einbe- grisfen. Das Oberhaus wird „_ o fa s auch mit gro er Hasi seine Berathungen vornehme]: , ssen, wenn es die Sesion nicht über die Maßxn verlängern will. Vorläufiq indeß findet es noch Zeit .zur weuläufeigen Verhandlung über Petitionen.

_ Niederlande. Aus dem „Haag, 21. Zub“. Se. Mansa- xder „“S ha-

Die Regixxung bFl-yßjchtigte, ei-

m an“ die Suns des Grafit: G. Schimmelp atme den. akon Schimmelpemünck] von der Oye, b“ M _ , jn Kartlsrüse, juin diesseitigen GYu'dten Ü YerÉe ernänn .

exeriburg

Belgien.

Brüssel, 21. Juli. Nach dem Beispiele der Franzosen, die diesesmal ihre Zuli-Feste mit größerem Glanze begehen, sol-

enten »

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len auch dk? BélYWen September-Feftlichkciten in diesem Jahre ein glänzender“ nsehen haben.

Heute ward in der St. Gudula-Kirchc ein Tedeum u Eh- ren des neunten Jahrestages der Huldigung des Köiiigkr eopold gesunqen. Der önig se bst wohnte dieser Feierlichkeit nicht bei.

Ihre Majestät"; rei en morgen früh über Pct'otme nach Pa- ris ab. In Ostende werden der König und die Königin im An- sange des nächsten Monats zur C'röffnunq der Bade-Sauon er- wartet.

Die Wähler biefigej- Stadt und auf morgen zusammenbrin- fen, um stark des Herrn H. de Brouckerc, der zum Gouverneur der PUNK; Annwrpen ernannt worden, und statt des Generals Willmar, der als Gesandter nach Berlin abgereist iß, zwei neue Rkvkäsentanten zu wählen; Ersterer wird ohne Zivcitel wreder er- wzblt Werden, und statt des Le teren, der von der Kandidaxtur “Wehr, Wird man vermuthlich .! errn Lcclercq, den neuen ,Iumz. Minifter, wählen. . ,

Verschiedene von den Belgischen Ingenieuren, die Mit Herrn CWM" nach Polen gereist oder ihm dahin gefolgt waren, kind bereits zurückgekommen. „Der Verkauf des Etablissements Seraing macht dcr '?iefigen Regierung, Welche es nicht gern fremden Hän- den überla en möchte, viel Sorge. Ohnedics behauptet man, das “Ministerium gehe mit mehreren wichtigen Projekten um. Es soll 5. B. in Belgien ein Verein zur Ausfuhr inländischer Produkte und Fabrikwaaren auf einen großen Fux; ei*richict wer- den, wie derjenige, Welcher in Holland unter dem Mairien Han,- dklsmaakscbappy besteht; ferner, heißt es, soll die Belgijche Brink eine „anz neue Organisation erhalten, und zur Belgischen Narro; nals ank mit einem Fond von 300 Miklionen Franken umge- schaffen Werden; sie warde sich alsdann mit keinen andcre_n Ope- rationen als Diskontirungen und Ayleihen bcfasseii, dahmgrgen aber einige Attribure der Societe" _qém-rale, namentlich das Reichs- kasfirqesciiäft, erhatt'cn. Doch sind dies vorläufig “11111," Pläne, dereii Verwirklichung vielleicht noch weit entfernt liegen dürfte. Von der neuen Geld-Anleihe hört man noch nichts Bestimmtes.

Auf den Schiffszimmcr-Wersw" "". AntwrrpenMOstend: ".ind Brüzge hirisa“; *...-1 ,. .eges Leben, wie man 1eit 1d30 noch kein Beispiel hatte.

Dänemark.

. Kiel, L|.Juli. Das KielerKorrespondcnzblatt giebt folgende Beschreibung des sogenannten Volksfeeies, von dem 1chon lange vorher gesprochen worden: „Für das am 13. Inti in D!]: stcrnbrook bei Kiel gcseierte Volksfest war Über den ganzen Halb- kreis, welchen die innere Seite der „Düsternbrooker Bade-Anstalt bildet, ein Zeltdach erbaut, so daß man mit dem Badrsaale zu- sammen ein Lokal gewonnen hatte, in welchem für mehr als tau- send Personen eine Tafel gedeikt war. Außerdem waren auf dem großen Rasen vor der Bade-Anftalt viele Zelte erbaut, die auch denen, Welche fich nicht als eigentliche Theilnehmer unterzeichnet- hatten, Ruheplähe und Erfrischungen darboten, und der gan cn Umgebung einheitereö und belebt“ Ansehen verliehen. Hiechr zogen nun um 1 Uhr unter Musikbegleitung und Kanonendonner die Theilnehmer des Festes, welche sich im Schloßgartey versamx melthatten. Beim Mittagsmahl, wo alle Stände gemacht durch- einan r saßen, herrschte die größe «Heiterkeit. Das Comité. bra drei Toasie an's: „dem König, „unserm Herzogs“, „dem Deutschen Vaterlande“ und „der Annäherung der verschiedenen Stände“, auf welche viele andere theils ernste, theils launige; Tischredtn folgten, die mit dem lautesten Jubel aufgenommen wurden. Auf dem Balle tanzte die Gräfin neben der Propsteierin,“ der Matrose neben dem Studenten; aber die Ordnung wurde- nicht einen Augenblick vcrleht. Zufällig war der berühmte Gio- graph, Professor C. Ritter aus Berlin, an _diexcm Tage in Kiel anwesend, und als er auf dem Volksfest ericsson, bezeigten ihm die Studirenden durch ein wiederholtes chehoch ihre Hoch.- achtung.“

Deutsche Bundesstaaten.

Hannover, 23. Juli. In der Sißung der zweiien Kam] mer am 22|en d. M. referirte der Herr General-Syndikus, da!; bei den abweichenden, zum Theil sich direkt entgegenstehenden Be- schlüssen beider Kammern, eine Vereinbarung in der Konfereni ihre großen Schwierigkeiten gehabt habe, endlich aber doch, und zwar einstimmig , ein als ein Ganzes zu betrachtender Vorsch1ag zu Stande gekommen 1617, dessen wesenilicher Inhalt folgct1de1'_1sk: 1) Die Wahl der Säiasräthe bleibt den Provinzial:Yanricimstcn. 2) Es werden von denselben vier ordentliche und T_rri allßkkkkd'xllllliÜk Schasräthe erwählt, und dem Hdnige zur„§_Beiiätigmig prasent-rt. 8) Die ordentlichen Seiya räthc mussen zur Halfte Mitglicdér der Rn; 1erschaft, der wählenden andschaft und adeligen Stauch seyn, „und find Mit lieder der ersten Kammer; die beiden anderen ordentlichen Saiayrät e müßen Mitglieder eines Standes odcr einer Crrporation seyn, we1che aufden Provinzial-Landtegen, wenn auch nur Brbnfs [anr- phafeiicher Wahlen, zu "samma, oder dieselben dura) Deputirie in bi- chicken, berechtigt 111, oder tünfiiq noch berecmigi wird. Sie diirfen niclit adeligen Standes Java, und 1§c1en in die zweite Kammer. *) Vcn den außnordtm ichen Schaymtbrn miissen abwech- selnd wei dem einem, einer dem anderen Stande angeboren, wonaii) auch idr Eintritt in die «tür oder weite Kgmmer s1ch richtet. '3) Für das erste Mal bestimmt das“ 2206 d e Reihesqlge, nacirwelchrr dievLand- f aften ordentliche oder außerordentliche, adlige Odkknlcht-UÖUJLCÖUI réthe zu ien haben. Tritt nächstdem cm_ Vakanz „m der. O.1bl„der ordentlichen cbasräthe ein, so rücken die auxrordeqjltckzen Ccimyratiic nicht in deren Stelle, sondern die an der eiize mxbende ngidiaiqst wählt einen ordentlichen Schavrath, und ztvar fur eme oder tur zireitc Kammer, ,e nach dem Stande des Ausgßfalleucn. D““ r9n diescr Landschaft rüber erwähne außerordentliche Eckmsmtv fallt, koserii er nicht g-wä 11 wird, aus, ynd die Landscimft, ,dcren rxdrueitckirr SchaJath weggefallen, wählt wieder einen anycrordeutlicdcn mit der eschräxnkung, das; sie für die Kammer iri'iiilcn n-nß, _111 welcher dermalen nur ein außerordentlich" Sclyiiizmtlv ,sicd „dryin- det. 6) Alle stebcn Schaßräthe miissrn die „zum Eintritte m_ die' Stände-Versammlung überhaupt erforderliche Qualification bcsißen. 7) Die ordentiichen Schatztätbe miiffcu permanent in Hannover anwe- sxnd seyn, weder einen anderen Dienst » mit Ansnadme [aiidsxvaft- [kchcr Steuer: - bekleiden, noch wegen frt'lhrrcr Dirnüc eiiie widerruf- UÖ", Zahlun aus der Königlichenroder Landes-Qaffe brziebcm nocl) endlich ein Keschäft betreiben, durch welches ihre dicnsilicve '?!lele- iyre Unabb n igkeit oder ihre Thätigkeit leiden könnte, L. B. xumnscbe oder mediziniche Praxis, kaufmännische (**-eschäftxu. 171. Dagegen erhalten sie eine Besoldung von 2000 Rihlr. Ein urii fck“ Examen is nicht erforderlich. 8) Bei den außerordentlichm chavrätben trexen diefe Beschränkungen nicht ein; ne men sie aber auch iFrxr „Wahl ed"? Stelle an, „mit welcher eine B du aus der K MSM)?" o “'

: * 11 en , e resiguiren und einer Zanussi?“ e BÜuUZZZZerÄ-Z. “SY nehmßn an den gewöhnlichen

mien ab

:ck 1 8 keinen regelmäßigen, Antheil, KYMZmd-F Fra?! naFiTXengrmLanm-Rechnungen, unt wel; en eiiie KMW bes Sihuld'en-ZW'gndu zu MEFA Ökotemtinkd' d'r: &WÜWMFM Wangen do “ckckck!" Mdische

ck m. in we1chmxns 'tausg eat. nnd der , - e,- nbetu mwerdyx. mmi “““"“! wird" AußZWe Yi'krag? kommt,foder wenn das

a d „169MB auns-Uu , xTasegiun-soiches Zfey'isassgtynrxheilnavme an einzelnen wichtigen Ver-

baudlun en beschließt. Sie erhalten keine Besoldung, sondern während der Ver ammlung der allgemeinen Stände nur die gewöhnlichen Reise- kosten und Diäten, bei außerdem eintretender Einberufung täglich 4 Rthlr. Diäten und Reisekosten nach der Extraposi-Tare. 9) Éöwikd beantragt, daß das Schasckoüegium mit der obersten Steuer-Verwal- tung auf eine der früheren Einrichtung ensprecheude Weise verbunden werde: daneben aber 10) zur Erwägung der Regierung vcrsicllt, ob cs uiiivt zur Ersparung von Kosten tvunlicb sev, die fiändixctmi ordent- |ichcn Mitglirdcr drs Scl».1ß:Ko11r,11um in üärkerem Ma !, als dies friihrr der Fall gcwesrn, und na,?! dcn Vorschlägen der Regierung wieder siattfmdrn solle, bei der c-bercn Stcnrr-Veiwattung 11 ver- wcndrn. Nicbt wxxiiger wird 111 zur Erwägung vrrßellt, ob 11 (171 die Verwaltung dcr dxrcjtcn und dcr indirektenSteuern Bchufs Ersparung von Koscn nnd nibglichsier Einheit der Verivaltiin unter den erfor- derlichen Modificatiouen wieder in vcrcémgcn siv. leber beide Punkte erbitten Stände sicb cine Erwiercrnng. 12) Erklären Stände damit 17111 cinrersiandrn, das:, solange die jeizige Trcnnnng drr oberen Steuer- Brrwaitnng sortdancre, cm ordcmliciycr ständisäirr Siimyraih in das Tbcr-Striicr-Kochiiim. cin anderer in dir Genrrai=Tircciion dcr indi- rckicn Abgaben cintretc, wvacarn, wie früher, außer dem voin KÖnige iu rrncnnendcn Präsidenten und den (“enembSckrctarieq em Konig- [mirs Mitglird imSäms-Kcllrgium fist. 1:1) Endliui erfiäreti Stände damit snd rinrcrsmnkrn, daß die Regierung das Scbay-Krllcgium nach rc]! in der Vrrfaffuuad: Urkunde und in den obigen Anträgen enthal- tenen S*r1111dséiizrii rekonüitiiire, und bis dahin, daß eine (kkeswästs-Orh- "una fiir dasselbe nnter rrriassnnasinäüiaer Mitwirkuna der allein!":- in'" S:."indc Vcrsaii-inliiiiq werde erlassen werdcn können, die Inskuc- tion von M20 mii Dru duch die vriändcrirn Verhältnisse crjorderlicb wcrdcndcn ".*-.'irditicaticurn riiisiirciicn znr ?lnwmdnng kommen lasse. Nachdem einige Redner für und argen einzelne Punkte sicb geäußert hatten, wurde der Konferenszoi-schlag als ein Ganzes zur Abstimmung gebracht, und unter Dissens weniger Mitglieder

angenommen.

Karlsruhe, ??.Juli. Das hiesigeRegierunqs-Blatt enthält in Nr. 10 den Gränz:Vci'trag iwcscben Frankreich und Baden Vom 5. April MM. Jm Cingangc desselben heißt es:

„chinr Majrsiéit dcr .us-ria der Franzosen und Seine „Königliche Hoheit ker (“roßbcrzoa von Baden, ron dcm alciaien Wunschc beseelt, den Vollzug des §. .“) deo Ariifcis :; des Pariser Friedens vom 30. Mai 1011 und des H'. 2 drs Llrtiiclo 1 des Pariser Friedens vom 20. November 1813, die 17111 auf die Holicitsaränzc zwiscbcu Frankreich und dem (“roßbrrzrgtbum Baron und auf'rtc Fcßiesnim dcs Eiacnthumj dcr Rbcin-Jnscln bczirbcir „inf bleibrndr Wink zu krönen, auch in der 211071111, dcn Sckiwicriasritcn rrrink'euarn, zn krncn kik fortwährenden Vrkän-“crimgcn dcs Sirciiibciteö nnr ric Laar res Tbal-kas kü“! sthllkb dcr ?lnsiibuna dcr Holicitö» so wir der EiacmvumsZRecme ;ir-ifcixrr 3-11(“cmcindc1i ciiirs [cken Staatco Anlaß arben fmnnerx. iind iirs-zciiqt von der Nolbn'i'lWiakc'it, durcb eine neue llebekeiigumt jk"? il! rx'rtzrn, irciiiic 51! '*rmsclbcn Zu't'ci ain 30- Januar 182- ab- .11'7'1111v17rn worden ist. L*.ibrn zu kicsrm Bcbmc zu Ihren Bevollmäch- tigtcn rrnannt, u. s. n:.“

Die Freiburger- Zeitung schreibt aus ?Rüllheim in Baden vom 11). Juli: „Die ".'lrrndtc, mit deren Einbriqguyg man in unsererGeqend oben |le vollauf beschäftigt ist, verwrick)! dem Landwirt!) reichen Gewinn; noch mehr aber läßt der Wein- stock durch seine Menge von Traubeti bei fortdauernd günstiger Witterung und gehöriger Reife eine wicbe Masse Weines hoffen, wie seit vielen Jahren nicht erzeuqt_wurde, was denn auch schon jetzt auf die Preise und den Ahjah der alten Weine drük- kend wirkt. ,

Oesterreich.

Pra q , 20. Juli. Bei gedrängt voll_em Gotteshause und in Anwesenheit nicht nur fast aller erWaäUenen Mitglieder und der aesammten Schuljugend der beiden hiesigen protestanti- schen Gem'einden, sondern auch vieler angesehenen Katholiken urid Bekenner dcs mosaisciien Kulius, wurde gestern Vormixmgs'm der hiesigen evangelischen Kirche Augsburger Konfessionen: feier- licber Gottesdienst ur Traurrfeier des Todes Sr. Majestät „Ih- res aUvrrchrten '))?onarckicn Friedrich Wilhelm 111. gbgehalten. Nach Abfingung dcr passend gewählten Lieder: „Meiqe Lebens- eit verstreicht“ und „Ich bin ein Gast auf Erden“ "muß der ““Vasior Razga das Gebet fär___das Seelenheil des erhahenen Verblicbcnen, und hielt dann, nach Abfingung des Predigtliedes: „Die Liebe darf wohl Weinen“ :c. eine salbungsvolle Rede nach dem Texte, Zrsaias 11]. 10. über die gerechte und milde Regie- rung dcs- dahengeschiedenen Herrschers, und wie als Frucht seiner Werke nicht nur bei traurigen und freudigen Ereignissen ini „hx:- ßen „Kriege wie im beglückenden Frieden Ihm die Liebe setnxs Volkes, wndcrn auch die von Fürsten und lek_ern anderer Län- der in so reichlichem Maße zu Theil worden 1ey. So sichtbar wie die Erhebung der anwesenden proxesiantischen Gemeindeglie- der bei dcr Hindeutung auf die Eigenjclmft des hohen Versuche- nen als des mächtigsten Schirmherrn des protestgnciichen Deutsch- lands war, eben so unvcrkcnnbar zeigte fich die _Rührung aller bei Erwähnung der Woblthaten und zahlreichen- tmlden _Spenden, welche der gütige Fürst besonders al_lch der in ihrcm Einkommen sebr beschränkten hiesigen protestantüchen Kirche und Schule als Untersiüßun zugewendet hatte. Nachden) diese kirchliche Feier über zwei runden gedauert hatte, schloß dieselbe unter voller Choralbegleitung mir dem erhabenen Klopstock'schen Hymnus: „Wie wird mir dann“ 2;. und wie düster das schwarz dekorirte Gotteshaus und die Bedcmung der Feier jeden der AUWesenden aucb stimmte, so verfehlte doch die Schilderung des reickibewegten Lebens und segcnsvollen Wirkens des edlen Königs auch nicht, jeden Gebilderen mit den erhebendsten Gedanken zu erfüllen.

Italien.

Rom, !*.-. Juli. In dem gestern erwähnten Konsistorium erhielten das Pallium die Metropoliten von Paris,. Rheims, Lima und Chili; letzterer Ort ist erst vom gegenwärtigen Papst zum Silz eines Metropoliten erhoben und dem Monsi nor Ema- nuel Vicutm zugetheilr worden. Zehe wurde dem Bi chofsi als besondere Gunst vom Papst das Pallium zuerkannt. Eine ao- cution wurde vom Papste nicht gehalten, obgleich man allgemein darau e ot akte. *

LLFthBfferiZUen aus Neapel ist die Englisck)-Neapolitani[che Zwistigkeit ihrem Ende nahe, indem der „König eimchlossen sche ne, die zwischen Herrn T ms und der Englischen Gesandtschaft in Paris abgeschlossene unctation zu enkhmigen. Darin ist als Prinzip die Entschädigung sowohl der ompa_ nie Taix als der Engli- schen Kaufleute aUsgéskellt, dann auch die ntschädigung Nea els wegen einer früheren Reclamation; eine gemischte Kommison tritt ifoeavel zusammen, um die einzelnen Entschädigungs-Poften zu pr en.

Portugal.

Lissabon, 13. Juli. (Morn. erald.) Man WM“ unverzüglich eine Minisierial- Verändßerung, und das Gerücht stellt din Marjchall Saldanha als" MinLter der auswärtigen UU“ gelenheiten „an die Spitze des neuen abinets; nacb AWM" würde wenigstens vorläufig Alles beim Alten bteiben.

In der Deputirten -.Kammer ifi“ die Debatte über die Am-

“schieden werden. imposante Macht nach Syrien beordert har, zieht man hier den ,

wort auf die Thron-Rede am "iim [escbloffen und die im mi- nisterieam Sinne redigirte Adresse angenommen worden. Der Senat hatZersk- heute die Distussion über seine Antwvrt auf die ThromRede begonnen. '

Am 9ten fand ein unblutiges Duell zwischen dem Grafen Taipa und Herrn Eskevao, einem Septembristcn, statt; die Ver- anlassung Waren Streitigkeiten in den Cortes.

Türkei.

Konstantinopel, 28- Iuné- (Moria. Chron.) Die aus Aeg pten hier eingegangxnen Naiixi'iiiyccn lauren sehr ciit1chieden in „zu auf Syrien und düi'tkrrn, nach den bekanntlich von Sami Zei überbrachten Vorschlagen zur Rückgabe der Flotte, dm Divan einigermaßen überra1c1)r haben. MchmedAli, der sehr wohl einsteht, daß die „Empöruiig in Syrien, wenn er sie nicht sogleich unterdrückt, seine Herrjclmft dort für immer vernichten und ihn der Gnade der Pforte wieder anheimsiellen Werde, hat, jenen Nachrichten Nusslge, dcn Bcfehi gegeben, zur Verstärkung von Ibrahim Pa chas Armee 16,000 Mann auf 1-1 Schiffen, worunter 9 Türkische, unverzüglich nach der Syrischcn Küste ab- usenden. Diejenigen, welche den Zustand Aegypten:! kennen, smd ndeß der Meinunq, daß es fürs Erste wohl noa) bei dem blo- ßen Befehl sein Bewenden haben werde, denn sie fragen sebr richtig, Woher wohl unter den ]ekziqen Umständen die [15,000 Mann kommen sollten. Die Flotte hat er allerdings, und wenn er es wagt, sie aus dem Hafen zu lassen und sie wird unterwcgcs nicht weggenommen und hierhergcbraciu, so kdnmc er wohl seincr Armee in Syrien Unterstützunq zukommen lassen. Das gaiiem früh hier angekommene Britische Dampfboot „Cyclop“ meldet, daß das Britische Ges madcr fiel) in der Besika-Bai befinde, wo man den Admiral * copford mit den iibrigen Scisffen täg- lich erwarte. Man vermutbci. der „Cvclop“ habe Lord Pon,- sonby Depeschen in Be ug auf den gcacmvärrigcn Stand der Orientalischen Angelegen eiten übrrbracht. Sami Bei muß nini) acht Tage in der Quarantaine zubrinaen. lieder das, was die Pforte zu thun beabfichtigt, vermutet noc!) nicbts, itidcß finden häufige Mittheilungen statt zwischen Lord Ponsonby und Re; schid Pascha, u1_1d man glaiivr allgemein, daß etwas zur Unicr- ßühung der Injurrection _ae1chehen werde. Die Rede Lord Pal- merston's über die Syrijche Frage ZZZ" die Türken mit neurn Hoffnungen erfüllt„ und man ist der * ieinunq, daß England 1th die beste Gelegenheit hätte, die Aufrichtigkeit seiner Versprechungen

u beweisen, wenn es die bei Konstantinopel versammelte rmee von mehr als 10,000 Mann aus Oampfbdten nach der erischeu Küste überführen und die Operationen dieselben durch die “Enzlische Flotte Uiiteksküßcnließe. Auf diese Weise könnte Ibrahim Pajcha aus Syrien vertrieben und die Fraqe auf einmal -enc- Aus dem Umstande, daß Mehmed Ali eine so

Schluß, daß Emir Beschir fiel) den Znsurgentcn angeschlossen habe. Ist dies geqründet, so dürfte an dem Erfolge der Empö- rung nicht zu zweifeln seyn; erweist sich jene Vemuthunq dagegen als ungegründec und der Emir läßt siä) von Mehmed “Lili wieder bewegen, seinen Einfiuß dazu anzuwenden, Zwietracht unter den Häuptlingen zu verbreiten, so ist der Untergang der Jnsurgenten und die abermalige Unterjochung Syriens als gewiß anzunehmen.

Konstantinopel, 30. „Juni. (Journal de Smyrne.) Mehmed Ali, des gegenwärtigen Zustandes der Dinge überdrüssig, und fürcheend, daß der Geist, welcher in Syrien immer mehr um sick) greift, sich auch in Aegypten ausbreiten möchte, Will den ge- anärtigen Di erenzen um jeden Preis ein Ende machen. Er

tdaher die bseßun CZosrew Pascha's benußt, um sich ge- netheerr zu zeigen, gewiZ'e on essionen zu machen, von denen er fkü nichts hören wollte. r will ]“th direkt mit der Pforte "ck ohne Einmischung der fünf Mächte uncerhandeln, und es fragx fich, nur, ob die Türkische Regierung, nachdem fie die In- tervention jener Mächte angenommen, fich entschließen wird, die Frage ohne dieselben zu entscheiden. Viele glauben, die Pforte werde dies nicht thun und die gegen die fünf Mächte eingegan- genen Verpflichtungen nicht verleßen.

Konstantinopel ]. uli. Ueber Marsciüe.) Das Eng- lische Geschwader ift niich v“:“?- Syx-(jw en Küste abgegangen, um dyrt eine Demonstration QU" machen. Man glaubt jedoch nicht, daß diese zu etwas führen werde, da keine Landungs- Truppen am Bord der Englischen Schiffe smd, und Mehmed Ali dage- Yn große Energie zur Unterdrückung des Aufruhrs entwickelt.

' hat zehn FreZatien mit Truppen abgesandt. Ein Drittheil der Manns aft esteht aus Türken; seids Fregatten gehören zur lotte des ultans, und diese zu verbrennen, möchte wohl der nglische Admiral Anstand nehmen, selbst wenn er feindlich ge- egxn Mehmed Ali's Geschwader sollte verfahren wollen. Lord Msonby hat Herrn Wood auf dem Dampfbooce „Cvklov“ mic epeschen nach Syrien geschickr.

Der hiesige Preußische Konsul, Herr N- Pei “- ac mit dem leßten Dampfboote aus Konstantinopel d“ offiz ku" achricht von dem Ableben Sr. Majesrät des „Kd- nigs Friedrich Wilhelm's 111. erhalten und nebst allen hier an- wesenden PreUHen Trauer angelegt. Er hat diere betrübende Nachricht seinen Kollegen mitgetheilt, deren Flaggen, gleich der XZFSWM“ dr“ Tage als Zeichen der Trauer zusammengerollt

D“ Ungeskaltung der muselmännischen Gesellschaft schreitet YZF“ weiter "?Wärks- Ein neuer Beivcts hiervon isi dic

, * ndun ""es '," der Tükkkschen Volkssprache geschriebenen Jour- nals in. . onskantitiopel. Es Wird wöchentlich einmal erscheinen ("Jo politische, „[imakisM und kommerzielle Artikel enthalten: auch ward Anzeigen aufnehmen, Der große Nußen eines solchen

"k“"?bmxns leuchtet „em. E? ist auch die Rede davon, hier in . myrna "" Journal. m Englischer Sprache herauszugeben, von dem alle ehn Tage em Blatt er (beinen soll.

Am ienßag “| der Contre- dmjral Lalande mit den Linien- schißen „Ieiia ? welches sem Fla genschiff ist, „Suffrcn“, „Nep- „tur; und “MIM“, und der “"Me „Brillantc“ hier anae- konimen. Die Korvette ist indeß Vorgestern bereits wieder näch Belkin und das Dampfboot „Lavoiüer“ nach Vurla abgeganqen. Auf der letztgenannten Rhede liegen die Linienschiffe Montebeüo“

gg des Contre-Admirals de la Susse Diademe“, “Santi Petri“, „Herkules“ und „Jupiter“. di; driden lehrer; snd am ]. uli von Toulon angekommen. D'“ Bri Ar us“ ift vori Kon antinopel, wo die Brigg “Komet“ fiegger7ehtghat hier emßxlanen. Am 30. Juni kamen das 'sche Dam fvoor xi;Cyklop von Konstantinopel und die „Hydm“ von Makita in

urla an, 1an am folZenden Tage beorderte der Admi al L wis d.?nx-Coklop und die inienschiffe „Powerfull“ und Eli,“ bi: iiach der Syrischen Küste. Vo Engli chen Liniens“tffe;xn rg l'skWÉGanges“, laggenschi des dmirals HWY “kk“ , sa“ und astings“ bei Vurla vor Anker. ,

Smyrna, 4. Juli.

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Aegypten.

Alexandrien, 26. IUUk- (MUM Chrom.)- Aus Sy- rien sind keine weitere zuverläsfige Nachrichten cinchangen, Hier Werden die Vorbereitungen zur Verstärkunq der dortigen Armee eifrig betrieben. Von einem starken Corps rcaiilairer imd irregulairer Truppen, die in den letzten Tagen hi.».- cintrafcn, ist ein Theil bereits abgesegelt und die Übrigen, mit Einschluß der Arnauten aus Kahira und einem Theil der hiesigen National; Garde, sind im Begriff, sich einzuschiffen. Da die Svrtsche Ar.- mce cht mehr als hinreichend seyn MUZ“, lebe UWlbc in Unter- drücken, so vermuthcc man, daß jene Vcrftärkimgcn emen ande- ren Zweck haben.

Ibrahim Pascha der Jüngere war mir cinkm Theil der Ära- bischen Armee auf der Räikkcbr nach Aegypten bereits in Akaba angekommen, als die Nachricht von neuen Unruhen in Dschidda und, wie es heißt, auch in Jemen, ihn zwaim, niir !cinen Trup- pen sogleich umzukeht'en.

Die Araber haben abermals Aden angegriffen, smd aber mit einem Verlust von 130 Todcen zurückqesclxlaqcn worden. Es sol; [en 5000 Araber in der Nähe _qclaqrri semi imd man «wartete, obwohl ohne alle Besorgnissc, cinen nciicn 3111111117.

“2115 die Truppen des Pascba's Mokka, Lodcm imd Dschidda räumrcn, bot der Capieain dcs „Elphinßc-ne“ ren ÖN'UJEU Kauf,- leuten seinen Schulz an, weil man fi'irciM-cr-x, dir Araber möchten die acimnnten Orte plündern. Dies _qedcimi) mdcß nichr, sondern sie beant'tgtrn sick) nur einer Contribution. J:: .»)adrida nahmen sie Besiiz von dem einen Fort, “rendes Brn.;:icii bar, und “ca sie mit Lebensmitteln versehen wurden und dir verlangte Contribu- tion erhielten, so belästigten sie die Einwohner niii)t weiter. Das Gerücht von einer Plünderung der Stadt isi komik unchründet.

Alexandrien, 27. Juni. (Journ dernvrnc.) Abbas Pascha, Ober-Befehlshaber dcr Expediiion nac!) SPUR], ist ge- stern mit den Türkischen Schiffen, wclche dcn men der iri'cqular ren Truppen am Bord haben, unter Segel qeaangrn. Er selbst befindet fich auf dem Dampfbootc „Nil“. Dic Jiussciyiffung ge- schieht im Hafen von Tripolis, dcm geräumigstcii und sichersten Hafen der ganzen Küste, wo auch die Flotte bleiben tvard. Cs befinden sich gegenwärtig dort 7- Liniemchiffr, ii Fr.".mircn, Korvetten, 3 Briggs und '; Dampfbdcc. Dir Tiirkcn zeigten anfangs dcn lebhaftesken Widerwillen argen dic “.'(dsaw'i, da man ihnen jedoch vorredcie, daß dic Maronitcn Und an- dere (briskliche Znsurgcnten dic *))Tuhammcdamsche Religion in Sorien vernichten wollten, so qaben sie nach. Ueber- dics hat man die Vorsicht gebrancm, jedes .Tt'irkisii)e Schiff mit eben so vielen ?legyptischen Matrosen und Soldaten zu beman- nen, als sich Tüxkische darauf befinden und 9)?ehmcd Ali hat auf diese Weise die Absichten derjenigen vereitelt, dic wiliens waren, nach Konstantinopel, statt nach Tripolis zu steuern.

Galigngni's Messenger melder nach einem Schreiben aus Alexandrien vom 26. Juni, daß von den angeklagten Juden in Damaskus zehn in Freiheit gesetzt worden und nur Einer, Namens Antebi, im Gefängnis; zurückgeblieben sev. Das Journal de Smyrne meldet dagegen in einem Schreiben aus Alexandrien vom 27sken nur, daß die dortigen Juden zwei ihrer Glaubensgenossen nach Damaskus gesandt hätten, um be- sondere Recherchen in dieser noch immer die allgemeine Aufmerk- samkeit in Anspruch nehmenden Angelegenheit anzuskellen.

Herr Blondel, Belgischer General-Konsul in Aegypten ist am Bord der Türkischen Fregatte, auf welcher Riala Bei eine Flagge aufgezogen hat, nach Beirut abgereist.

Inland.

alle, 24. Juli. In diesem Sommer tverden eine Anzahl öffentlicher Bauten mit vieler Thätigkeit betrieben. Das neue Ober-Posk-Amt, an der Stelle des" ]“onskiqen inneren Stein- Thores an der Promenade belegen, wird bald vollendet seyn; es enthält die Dienft-Wohiüin des Ober-Post-Direkrors und zweier Beamten und eine große nzahl schöner und bequemer Räume, hat einsehr stattliches Ansehen und bildet fiir die sich von Jahr zu Jahr mehr verschönerndePronicnadc vom Stein-Thorc zum Ulrichs- * hore einen passenden Hintergrund. Anf d-xr Abendscite des Domelaßes ist der Bau des neuen medizmischen Klinikums", welches die Universität der Gnade Sr. Hochscligen Majestät ver- dankt, Weit vorgeschritten. auch dies ist ein Gebäude von fester Construction und schönen Formen und wird eine Zierde des Dom- Plaßes seyn. Die Reparatur-Lirbeiten an der *))?orilzxKirche, welche früher durch mehrere “Llnbauren entstellt und im Innern höchst baufällig tvar, Werden eifriqsi betrieben, erfordern jedoch auch nach dem Gnaden-Gcscbenkc, welches Se. Majescar der Hochselige König vor einigen Jahren der Kirche gemacht hatten, noch bedeutende Geldmittel zur gänzlichen Herstellanx diescr sebd- nen Kirche. Außerdem wird durch Linlegunq neuer Zscbäude und besonders durch Abpußung mehrerer großen Häuser auf den öffent- lichen Plälzen und in den Straßen die Stadt an Freundlichkeit und Helligkeit viel gewinnen, so wie auch durch Anpfianzung von Bäux men an Plä en und Wegen der Verschöneriingssinn der damit beaiiftragcen ommission fich bethäciqr hat. Es wurden im lcßten Frühjahr und Herbst 1192 Stück Bäume gepflanzt. Außcrhald der Stadt vor dem Leipziger Thorc erheben sich [e_ßt die Ge- bäude des Bahnhofes nebik einem großen Wirthshauie, in denen seit dem ??sten d. II?. ein bis dahin in Halle ganz ungekanntes Leben herrscht, nachdem an diesem Tage unicrfrrudiqer, begeisier; ter Theilnahme der Zuschauer und Einwohner von ,alle die erste Eisenbahnfahrt von Magdeburg nach Halle siactgefunden harte, und hierdurch für die von so manchemMißge1cdick betroffene alte treue Stadt eine neue Qiicllc ch Wohlstandes eröffnet ist. An der entgegengesetzten Seite der Orad: vor dem Kiräithore nach Giebichenstein hin nähert slch die nach dem großartigsten Plane angelegte Straf-Anskait immer mehr ihrer Vollendung, die man im Laufe des Jahres "**-“1! erwartet. Dies mäch- tige Gebäude wird in Form eines Sterns ausgeführt und enthält in seiner weiten Ringtnauerxdret sehr große Gefangen: häuscr, ein geräumiges Thorhaus, dt? Wohnung des Direktors, über welcher sich zugleich die Kirchz' besmdet, und der übrigen An- gestellten, Küchen, Waschhaus, Krankenhaus und Was sonst zu der mit großer Umsicht angeordneten AUSskatttung und Sicher: heit einer solchen Anstalt gehört. Nach Vollendung der genann- ten Gebäude Werden später noch, IWW das Bedürfniß es er- fordern möchte, zwei GefangeléhäMLk/„sük Welche der Plaß schon bestimmt, aufgeführt. Die Solidität der Arbeit und die Tüchrigkeit des verwendeten Materials macht auf alle Vorüher gehende einen sehr guten Eindruck.

Bonn 21. Juli. (Köln. Z-) Schoy vor einigen Tagen 1haben die Zeitungen die für das Laxnd und insbesondere für un- ere Universität so sehr erfreulich? KUW? gebracht, daß Se. Ma- jestät der König unserem hochverebrkkn Professor Ernst Moritz

Arndt durch Allerhöchske Kabinets-Ordre die zwan i? Jahre lang entbehrte Befugniß, Vorlesungen bei der Universit e zu halten, huldvoll wieder ertheilt haben. Gestern wurde bei uns dieses Ereigniß mit allgemeiner Theilnahme durch ein schönes Fest ge- feiert. Arndt's Kollegen, vom Aeliesien bis zum Jän [ken, hat- ten sicb verbunden, ihm ein Gastmahl zu _ eben. Das okal beim Ermekeilschen Garten vor dem Koblenzer bore war dazu sinnig ausgeschmückt worden. Eine Deputation von Professoren holte den würdigen, kräftigen Greis zu dem ,este ab. Unter dem lau- testen Jubel und mit hochauftönender Ocufik wurde er im Saale empfangen. Heiterkeit herrschte überall, und jeder Anwesende hatte die_ Freude, Arndt's Wohltönende beredtc Stimme - die in Deutschland aus der Zeit der großen Ausrichtung des Vater- landes alt, und allbekannte _ zu vernehmen und fich an ihrem Sinne und Geiste zu laben. Sr. Majestät dem Könige galt in unterthänigsier und dankbarster Anerkennung der erste Toast, den der Rector magnificus ausbrachte. Der zweite wm" dem Ge- feierten des“ Taqes geweiht von dem Senior der Univerfität, dem Geheimen Regierungs-Rath ld. Hüllmann. Arndt dankte mit Liebe, Wärme und Sinn. Mit einem Kranze von Eichenlaub wurde Arndt gegen das Ende des Mahls von dem jüngsten Docenten, Namens der Studirenden, bckrän t. Einen Fackel ug, so zahlreich und glänzend, wie die Stadt Bonn seit der tif- runq der Universität wohl noch kaum einen sah, brachten die Studirenden dcm Deutschen “.)[rndt ebenfalls am gestrigen Tage. Die Frauen und Töchter der Professoren hatten sich jetzt im Saale des Mahls auch bei dem Gefeierrcn und danhrigen eingefunden. Nun empfing Arndt die Deputirtcn der Scudiren- den, erfreute sich ihrer wackern Begrüßung, dankte ihnen in kräf- tiqer Rede, trat dann vor die Mitte der Fackelträger, und ein “_Vivat, ihm geltend, ertönte aus tausend „Kehlen. Auch hier Wraä) Arndt in gewohnter Weise lebendig, warm und gut, man- c1)en schönen Rath dcn Studirenden ertheilend, dabei die Huld Sr. Majestit des Königs hoch vrcisend, und durchschritt endlich herzlich grüßcnd die langen Reihen der jungen Männer

Der Regierungs- Bezirk Posen währendseinerLsxxährigenWiedervercinigungmieden! Preußischn Staate.

(Schluß.)

!kcirrr bleibt der Fortschritt drs Woblstandrs eines großen Theiis

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' rw.“ stilkklsi'bk" Vcwornrr bintrr drm dis platten Landes zurück. An

und iiir sicb qi _kie Provinz, sckwn ibrcr topographischen Lage nach. Wittig aertgnrt tür (“ctrerbe und Handel. Fast ganz umgeben von Laiidüriciien glriciicr Beschaffenheit, ist sie aua) nicht im Befixe einer bricnrrrs giinstiac'n Wasser-Vrrbindunq, welche im Stande wake, das Band cines unisangrricvcn direkten Handels zu knüpfen. Der früher sebr belebte Handel mit Tuchen nach Rußland und China und die hier- durch in vielen Städten sehr auégebreitet gewesene Tua) : Fabrication isi gänzlich durch die Verwertung der östlichen Gränzen zerstört wor! den. Der geschickte und vermö endeTuchmacher ifi ausgewandert: mac; iurürkgeblieben, leidet Mange an ndustrie und Betriebs; Kapital. Wie das TuchmachersGewn-be forth rend abgenommen, beweist unter Anderem auch der Umsiand, daß im Jahre 1819 noch 1113, 17428 710, 1831 613, 1834 430, dagegen 1037 kaum noch 200 Stühle im Gau e waren, und daß ;. B. in der Stadt Lissa, wo 1816 noch mehr as“ 2000 StückTucb fabri irt wurden, im vorigen Jahre nur noch 15 das Ergebnis? dieses Jnduy ric : Zweiaes waren. -- Daß und warum fia) außerdem viele der Städte in der hiesigen Provinz, mögen auch alle besonderen indernif-se, welche ihrem Emporblüben bisher entgegensian: ren, wegger umt werden, nie 1" einem boden Grade von Wohlhaben- beit wcrden emporscbwingen konnen, ist in Verfchiedenem begründet. Der Kanptgrund bleibt aber immer die unverbältnißmäßig große Zahl dersel en, wclcin' friiher ohne wirkliches Bedürfnis“; ins Leben gerufen find. - Was Seitens drr Regierung geschehen konnte, um dem Zu: sande der Städte aufzuheifen, isi geschehen, und hierher ,muß Folgen: des gezählt werdcn:

Den größeren und woblhabenderen Städte des hiesigen Regierungs- Bezirfs, worunter vorzüglich Posen, Lissa, Rawicz, e'rausiadt, Mese- ris, Kempen, Krotoschin, Schwerin 11. a. m., ist aufi ren ei enen An: trag die revidirteStädteordnung vom 17. März 1831, welcheim A gemeinen ganz von deren Einffihrung gehegten Erwartungen entspricht, verlieben wor: den. DieBiirqerscimften [essa einen großenWerth auf dieihneu durch dasGe- „"LA gewordene Selbstständigkeit und, wenn dabei auch besonders in der er] en Zcit bin und wiedcr Urberschäynugen der den Stadtverordneten gegebenen Stellung und in deren Gefolge kieine Reibungen zwischen diesen und den Maaisträteu stattfinden, so kann man dergleichen Erschei- nungrn nur für giinstige Zeichen des erwacvenden Bürgersmnes, von dem sich bisher fast gar keine Spuren gezeigt hatten, halten. Die Wahlen der Magistratnalen in diesen Städten smd mit sehr wenigen Aus: nabmcn bisher alle glücklich gewesen. Die Kommunal-Verwaltung bat augenscbeinlicb an Ordnung und Sicherheit gewonnen; darf sogar in einigen Städten als musterdaft bezeichne! werden.

Auel) den iibrigen Städten, welcbe bisher zu einer solchen Selbsi- ständigkeit ihrer Verwaltung, irie fie die revidirte Städte:Ordnunq ge- währt, nacb drm Bildungögrade ihrer Bewohner und ihren sonsti en Verhältnissen noch nicht für geeignet befunden werden, und welche a: bei- noch unter spezieller Kontrolle der Regierung nach der durch das Hcrzoglicb Warschauiscbe Geses vom 23. ebruar 1809 konstituirten Bcrfassunq verwaltet wxrden, wurden in eäug, auf Lestrre dennoch mancherlei Woblthatcn erzeugt. Durch dic . "ömgl. Verordnung vom 9. März 1833 wurde den Bürgerschaften das Recht zur eigenen Wahl ibrer Bürgermeister, unter Vorbehalt der Bestätigung beigelegt. Zur besseren Dotirung der wegen Armutb der Städte überaus gering be: soldeten Bfirqermeister wurden aus den ausgesesten “onds nicbt unbe- deutende Zuschüsse von StaatSivegcn gewährt, wodur tüchtigen Män: ner gewonnen werden konnten.

Von unendlich wohlthätigen Folgen, namentlich auch für die Ver: besserung des Zustandes der Städte, isi aber die Verordnung wegen vorläufiger Organisation des Judenwesens im hiesigen Großver ogtbum vom 1. Juni 1833 gewesen. Von allen Juden-Gemeinden o ne 1111; tcrschied ii diefe Verordnunß und die ihnen dadurch zum erstenmal gewährte .lnerkennung ibrrr ärgerlichen Rechte mit dem größten Dank aufgenommen nnd die qrbildeten Corvorationen haben sich nicht nur den duch das Gesetz aufgeftellten Forderungen auf das bereitwiuiasir untcrworfcn, sondern sicb auch bemüht, dem in sie gesetzten Vertrauen nach Moglichkeit zn cntsprechcn, wenn leich in dieser Beziehung bci dem im Allgemeinen noch so niedrigen . ultur-Zusiande und dem meist gar in sebr von Eigennuß befzmgenen Sinne dcrselben, das energische Einschreiten dcr AuPchß-Bebordcn zur Beseitigung mancherlei Uebel: stände nicht trltrn nétvig wurde. Dadureh, daß nur den durch Kennt- niffe, Moralität, Gewerbefieiß und Vermö en unter ihnen sich aus eichnen: den Individuen die Wohlthat der Raturali ation gewährt wird, isi tn übri- gen ein Sporn zur Nacheiferung Bedufs eigener Ertan una dieser Auséeickmnng gegeben; eben so wie die Strenge, mit we cher darauf geha ten wird, nicht nur, daß die jüdiéchen Knaben eines ordentlichen Schul-Untrrrichts iheilhaftig werden, ondern auch, daß sie nach ihrer Entlassung aus der Schule zur Erlernung eines niislichen Gewerbes angehalten, so in einer geregelten Thätigkeit gewöhnt und dem Scha- cher und aufirbandel nach und nach entzogen wérden, nicht wenig dazu beitr gt, die ]iidische Lebensweise der christlichrn nähe!“ anzuscsxlie: ßen und sie so dereinst zu tvätigen und nüslicheu Staatstxärgern : anzubilden.

Nicht minder wichtig für ,das Emporblähen der Städte M M Regulining des siädtischen und ]üdischen S nidtnwkswk 1" “,k" 9“ meinden, welche durch ihre Schulden bäu (; sGMk ÖW ""'"-

und wobei das Streben der Re imma dab darauf Meet var, durch Auffieüung von Schulden- iigungs-P a! und kkw) die an-