1840 / 249 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

mkcacs von Seémtder forte, die mit den Details desselben Tera“ zusx'jeöm sey, ck33?!) erwartet Werde. DerTon der Eag- !:i'chn Bläxccr chm Frankreich scheint im Ganzen von'Tage 'zu Taqe méé-ch' zu werden. Der ministeréelle Globe giebt seme Fréudc da:“:jher zu crkcnnen, daß die Anxxelegeyheixen mit den „braven, «“rx-er haßmcn“ Nachbaty qu[ands em zmmer stieß- tkcherw “.'kyxscöen .xcwsmnen. DU" Lourrxerpde l'Europe, em hécx' m Fzzzxzqu'chcr Sprache umx im Franzömchcn Imerese_her- auschcöxxyxz Blatt, erzählt, daß in den höhemt diptomarjjcben Zéx-kekn Hex:»: E;:rizox folgende Aeußerung zu Lord Pa!mcrston m dénDInUd qacg: werde: „Es :| wahrlich ein großes Ungtück, Mylocd, c »I Säc uns dcn Zufäklcn und den Subaleerncn in die H&nde acacbcn haverx.“ Brkcknnklich iki aucb von der Englischen Tox'y-Pkexse wiederholt damm aufmerksam gemacht wvrdcn, wtc leicht sec!) bei der xehégm Lage der Dinge aus Indiscretwnm der Offiziere mn Bord der Flotten in der Levante ein allgemeiner Krieg entzünden könne. .Was die Aeußerungcn betrifft, Welche dem König? der Franzosen, einége'u fremden Gesandten gegen- über, nkulich von dem Pariser „Unwkrs“ untergelegc wurden, so behauptet auch der Pariser Korrespondent des Londoner Courier, er habe aus de'." a&nbarßcn und wohlamerriänetskcn Quelle «fahren„ das; jene Er ähiung im Wcsentlicknn réchtég sey, mw daß der König mehr 'csrigkeit und Kriegsrntschloffenheit zeige, aks irgend einer seinrr Minister". Die NIornina Chro- nicle scheint es dahingestellt [affen zu wollen, ob dergleichen Aeu- ßcrungm überhaupt stattgefunden; vo viel aber hält sie für un.- ztyeifclhaTt, daß die 'Linsere nicht von der Art gexvcsen seyn könnten, wie das Französts-be Blatt fie angab, „Eine solche Sprache“, bemcrkt die„Chrondcle“, „würde eher in die „HaUe“ aii an den Hof gehören. Herr Rothschild son angebliä: ein sehr “Munter Zeuge déescr Scene gewesen seZn. Allerdings hätte er er- staunt seyn müssen, denn wenn der große aviealisk die Sache nichtfür eine Komödie hielt, so wäre ein augmblichlichc6 bedeutendes Fal- len der Fonds die unvermeidliche Folge gewesen. Aber wir glau- ben nicht, daß in dem Wortlaut des von dem religiösen Blatte pub!“ éreen Bericht auch nur eine einzige Sylke wahr ist. Hej- l-"ge nd xu Empfindungen eben so geneigt wie Sünder, Wovon dk Bände voii Lc ndcn Zeugnis; geben; auch würden wir die Gesckyichte gar ni. : erwähnt haben, hätte se nicht ihren Weg in ernftere _und achebarere Pariser Blätrer gefunden.“! Uebrigens Lauten selbst die Pariser Berichte des Toryéßischen Courier, der sonst nebst der „Morning Post“ den weißen Altarm schlug oder doch die beruhigendsten Korresponden en brackm, jeße schon frixdmher. Eéner die er .Komspondenten ü r seine Ansicht, daß es gewiß zx! keinem ricge kommen werde, Wadrscheénlicszkeét des Ausscheédens des Herrn Thiere" aus dem Ministerium, da die zu erwm'tenden Resultate der Untersxxchung über die desen-Mandver seiner Popularität wohl zu sehr schaden würden. als daß er fich auf seinem Posten halten könnte. Die Mor- néng Post läßt fich ebenfaUs sehr beruhigend vernehmen. Sie be- erachket das vuhlizme Memorandum Lord Palmerston? als den Vorläufer anderer Dokumente, welcbe bald ans Tageslicht kom- men würden; dies Aktenstück', sagt fie, sey als das Manifest Eng- [audi, Ocstcrrxichs, Rußlands und Preußens gegen die isolirt: Politik Frankreich? anzusehen, und man habe die Ueberzeugung, dgu es ?.“cn Wynn!) der vier Mächte, mit Frankreich in gutem Einvern-hmen zu bleiben, darthue; ihre olicik sey auf die all- gemeine Wohlfahrt Europa's erichtet. ie Pkorning Thro- néelt-(finäet fick) durch die emerkungen Französischer Blätter über jenes Memorandum zu folgender Erwied'erung veranlaßt: „.Der „Moniteur“ beschMrt sich über zwei darin enthaltene Be- baUpmngxn. Das Memorandum behauptet in der That, daß die V-Zächté für (;ck der Französischen Reaierun vorgeschlagen härten, einer Uc minkunfc dei utreten, die [ich au ähnliche Ideen gründe, wie die, Welche von * eneral Sebastiane“ gegen Ende vo- rigen Jahres vorgetragen worden. Diese Behauptung wurde nicht leichthén aufgestellt. Nun vcrbürqt [?ck zivar das" „Journal des Débats“ dafür, daß, wenn" General Sebastiané sokche Vorschläge gemacht hätte, es nur leere Worte geWescn seyen; aber *es sekzc doch hinzu: „„Jedenfans liegt sehr Wenig daran, ob Syrien dcm Sultan oder dem Pascha gehört, wenn nur dieser kleine Krieg im Orient nicht einen großen in Europa zur !ge hst.““ Und derselbe Gedanke gehr durch ane diplo- m“ en Aktenskücke der Französischen Regiermvg hindurch. Die Feanzöstsche Regierung und Wohlunterrichtete kümmern fich nicht im Gkrt'ngßen darum, so verschern sie, ob Mehmed Syrien be- hält oder niäxt, aber ste wollen nicht, daß er da u gezwungen werde, und dies nicht etwa aus Zärtlichkeit für Me med, sondern wegen der in ganz Frankreich herrschenden gürYigen Stimmung für'ihn, so daß die Politik der Französischen egierung in Be- treff dieser Frage, die von ihr ausgegangene Aufiöxung der "Lillian und ihre Trennung von den vier Mächten nicht von dem „Glan !! an die wirkliche Weisheit dieser Polsttk _herrüh'rt, -- denn, sagen fie, es ist ganz gleich, ob Mehimd S rien be an - oder nichx, -'- sondern einzig und allein von der Not Mad,? :, in der slch die Französische Regierung befindet, der öffén ichen Mimmz; daheim nachgehen und s meicheln zu müssen, mag die- stlbe vcrnünflig seyn oder nicht. enn dies die Sprache, dies die Argmnmtirung in dem Fran öséscben Memorandum ist, so wundert es freilich nicht, daß „m' Thiers ankündigen läßt, er werde es nicht publizircn.“

_ In der Repeab-Vcrsammlung, wclche O'Connel] am vokigen Momag zu Liverpool im dortigen Theater verunstaltet harte, f::hrte Herr_Shcrlök den Vorsatz. Es wurden von O'Connell "WHM? BMM"? vorgeschlagen und mit Stimmenmehrheit an- genommen; welcbe dichreckytigkcir der Aufhebung der legislativen Union §1lechen England und Irland nachweisen sollten. O'Con-

nea äu erte bei dieser Gelegenheit unter Anderem:

„Der Zweck, den ich mir zu erreichen vornehme, hat nichx5,llnsk- seyxfcbes; nv verlange nur die Aufhebung einer Parl.“.mrntö-“Bill, die vor „49 Jayrxn angenommen wuröe, und gegen die ich beständig pro- teßixt habe. Ich untersuche nich!. welches die Wirkungen der Aufhe- dun, U13 Yuma sevn werden. __ Ick beschränke mich auf die Behaup- "[*I-MW" ezg Rßxkyt habe„ nx zu verlangen. Die Tokios sprecht" va „::-ckck. 45:17 konnZe tt_nr eme Antwort darauf ersparen. aber da nchkschaffene Lcuxe m England aixbt, die in meiner Absicht irre WW köynten, so hm ich ihnen einige Erklärungen !ckzul ig. Ick will zymn-akso'fagen, das; die erbebun der Union kene kennung r- laun nn Eggtand bedeutet. Im

yszx'ng dikßinheét beider Länder erst recht befestigen würde. ' ck ver-

treibe- die-Mixon nichx nix Gema", ich zerrei e nur ein“ Stück mmt- pad zxerünue pre A1cht davon in den ind. Vor acht abren numuadm ich “, eme Affociakion Behufs eiger Aufhebung der Union 11 biidcu." Zu dieser. eitsagten mir rechtschanene En länder: „,-Warn Joa,; man „ran; jn iefem Augenblick die Roßm- ill, wir werden bald ein reformirtxs arlament haben. Der _önig isl alt, er.!yird mu Nacxyfol-„m' ein schönes Mädchen haben, sehr KF erzogen und von

erga-

eqentveik, ich bin überzeuY

““sex Gerechtigkeitsliebr durchdrungen, und das klamm! wird ge- wu-gm fan, euer“ Rea): anzuerkmnen.““ Ein T,!“ der Weiffagjma „die: Erfüllung gegangen. Gott segne die Königin, ße lebe'*lange, dN'Pri-5,Albtecht liebt fie zärtlich, möge sie mehr „Kinder erhalten, aw mcim Großmutter, die dercn 22 gehabt hat. ((VLUchter.) Jm Ue-

auorsächsich auf die _

1000

br! aber hat man uns bttroaen. Ich erkläre nothals, daß meine Ab ck: keine Trauma beider Länder "1.“ O'Comeo uam dann weiter darzmhun, daß die legislaxive Unio- zwischen gland und Irland kein Vertrag zu nennen key, tyeil dai rländische Volk nicht freiwillig darein aewinégt, sondern "ck diese aßre_e| mit Gewalt habe müssen aufzwingen lassen, denn nur durch Bestechung und Betrug . sey der Schein erregt worden, als ob land“ die Union wünsche. Ferner behauptete er- daß die Union auch nur auf dem Papier und nicht in der Wichkkchkck exiftire, Weierland nichts weniqer als _qleiche Rechte mit England und Schottland habe. Er Überhäufte bei dieser Yelcgenheu besonders das Andenken der beiden Staatsmänner Castereaah und Pitt mit den bitterftm Schmähungen. Gegen die den Zrländjschen Katholiken von Herrn Shammn Crawford ip der neuW “Mum Versammlung der Ulsterschen constitu- ttoncUen Gesenschasi und außerdem in einem besonderen Briefe Kemachten Vorwürfe hat O'Connca schon in einer am ".?-isten v. M. auf der Dublmxr Zorn-dese veranstalteten Repeal-Bersammlung gesprochen und d .unter Andcrxm auch auf den Beschluß aw IMMO- daß es t“- die etrelste aller menschlichen Täuschungen erkxärx werden solle,. anZunehmen, der Widerskand der libéralen Mtxglteder im Parlauuut hätte das Durchgehen der von den Torres "kkßtimmelnnMunizépal-Béll verhindern oder aufhalten kSnnen. ugleich verlangte er, daß Herrn Cramford's Brief in dre Denkb! cher des Répeat-Vereins em etragen werde, um der Zukunft zu zeigen weis für eine Art. ?enscb dies gewesen sey, “Md U" Fordert: di/e Gesellschaft auf, allen Verkehr mit der Ulster- schen Gesellschaft ab ubmhen.

„Die Previn] Ul er“, Tui," er dann fort, „die während der gan- zen Zett, in der wir für d : katholische Emancip'ation arbeiteten, uns 9ufs hartnäckigste eutgegenilnnd und so Orangistixch war, da bei jedem [bret öffentlichen “ke ebnäßig wei oder dre der auwe enden Ka- tholiken von den taugt, ev-todtg chosen wurden, diese Provinz, die noch heute unter 29 Parlamenks-Mitgliedetn nur vier laberale stellt, diese Provinz bat gewiß kein Recht, sicb als Vertheidigen'n der Jrlän: dischen Freiheit geltend machen zu Welten. 1an warum triét fie auf? Offenbar bloß um du von uns ausgesprochenen Repcal cntgrgeuznar: beiten; er!? als se die glorreiche- Fahne der Repeal in Irland flattern sah, ßna se an, ihre kleinen Trommeln zu rühren und iuihre fennig- Trompeten zu soßen. Und wie vch'uhr fie dabei! In der e tn Ver- sammlung beschloßJte, fick) au „zwe Monate zu vertagen; trade wie Cobbctt von Lord augham Xa te, das; der edle Lord wie e ne gejagt: Enxc an_einer Steile niedettau e, um dann ganz unverhofft an einer wett entfernten wieder empctzukommen.“

Die Times will durch das in Liverpool angekommen: Schiff , Hindoe“ welches das am 27. April von Macao abgeqangene " chiff den“ in See gesprochen, um [8 Tage neuere Nachrichs ten aus China er?alten haben, die indeß nichts Weiter melden, aks daß die Chineen wiederholt Raketen unter die Britischen Schiffe in Macao gebracht hätten, obne indeß Unheilanzurjcheen,

lischen Expedition beschäftigt“ seven. 8 soll übri ns Thee genug nach Macao gekommen seyn, um alle dort auf adung wartende Schiffe füllen zu können. Nach dem Berichte des Ciw-Korrex spondenten des Standard wäre indes. das Datum dieser Nach- ricbch gar nicht einmal neu, da der „Aden“ am 27.März, nicht am 24. April von Macao abgescgelt seyn soll und die letzten über 2qu erhaltenen Nachrichten autCanton bis zum 11. April ge en. , .

, Die Ausfuhr wert poller_.Metalle. aus* dem Hafen von Lon- don betrug in le m' „„ «be:.„kxn. Siiberwaaren 42,103 Unzen nach Hamburg, 19,000,nach.„Roexerdam, 24,920 nacb Kalkutta; an gemünztem Sélber;„2-1_ , 'Unzxn..mch Rotterdam, 51,000 nach Linkin und „Jvnkq kx": y [jay [2,000 nach Hamburg; an emünztem Gold: 1230 m naxh, Ceylon“, an Goldbarren ! naeh Rottexdam.“ _, )' :* _ _

Aus Boulogne“de ynxerm 29. August. gemeldet, daß dort einige Abende zuvor aufführerésche', Plakate_angcschlagen worden „wären, deren“ Haupx-Znhalt „Néeder mét Anem!“ gewe- sen sen:, die Polizei aber hätte sie sogleich wieder abgenommen, ohne daß sie eine weitere Folge LZurhaht.

Aus Portsmouth vom 2 . Auguß erfährt man, daß die „Britania“ von 120 Kanonen ihr Geschüß in Spéthcad einneh- men soll; der „Kalkutta“ von 84 Kanonen und die „Queen“ von 110 Kanonen werden fertig gemqcht, und hundert schon pen- sTonirte Seeleute müssen s auf der „Victorx)“ wieder für den ordentlickzen Dienst einsch' m., Der „St. George“ von 120 iKaxonen ift vorigen Donnerftag in Plymouth vom Stapel ge- au en.

„Die Aerndte-Beréchte aus den Provinzen smd höchst günstig. Wetzen Und Hafer war überall _reif, und man hoffe mehr als eine Mittel-Aerndte zu erlaxtgen. Am gestrigen Markte war die Zufuhr von Weizen beträchtlich, aber größtentheils von nicht be- sonderer Beschaffenheit. Alter und aUSgesuchte Partien: neuen ixens wurden 2 Sh. und andere Quatstäcen ““bis 4 S!). un- ter den Preisen voriger Woehe verkauft. Fremder ging ! Sh. hxrunter und fand wenig Käufer; Unvxrzollter hielt sich bei we- mg Bogzhr auf den lehren Preisen. Max; wußte seit einiger Zeit, daß die Regierung einen regel- mäßigen «Dampfbootdienst für den TranSporc der nach dem Mit- telmeer Id Indien be|immten osten herzustelken wünschte, um den thek eisen Durchgang der epeschen durcb Französsches Ge- biet zu ßrmeiden und die Franzöüschen Dampfboote zu Marseille enrbehreß u können. Zehe hth'üch daher in England unter dem Namen eninsularésche und Oskéndésche Dampffch' fahrts-Gesell- schaft“ It eimm-Grundkapital von [ Mill-Pfd t. ein Verein gebildet , er bereits 9Dampfs iffe besißt, *von denen eines, „der pool“, 464 Pferd “!,-Und ein anderes, „der Orien- * ferdekraft hge. L_eßteres my.vie Dampfschiffe, welche zwiscl en England__und* le'xgndrien- versehen Werden. erden eonacs werdens: von dem durch déeEésenbabn verbundenen Orte„Sq-uthampton abgeben, und man fie in 5 TagenzuGihraltar, _in.9 zu Malta und in _andrien eintreffen Werden. Eines der. Dampfschiffe die- ser eseUchafr ist von Eisen uud .xur-Befabrung deSNtl bestimmt; die übrigen Werden _den Dansk zwischen Suez, und _denanischen Bes§ungen versehen. Für dM, Transport ihrer Posten bewilligt Few FTWeRegierung't-er Gesellschaft.tium Zaschus von 66-800

Niederlande."

AM dem Haa 2. Se :. “In der gestrigen Si ung der zweiten Kammer €*Im-den vopn- den-Geseß-Entwürfen urHUon- derung des Grund-Geseßes der weite und drin: am die Huldigung des Königs und den . “,n-Rath) mit 94 „gegen 12, der vterce (oje Zusammenses .UrGeneml-Suaten bockt md) mit 90 gegen 16, der fünfte über m SWgsort der. .ne- ral.-Staauy, was früher bekanntlich “„ckck-n . and undBel- Sim “[Ukmrke) mit 95 gegen 11, m.sechße ( ber das, Stimm- re_chc und die Wahl-Kollegten) mit 89 gegen 17, der siebente (vom Einkommen der Krone) mit ““gegen 13, und der achte

und daß sie fortwährendméc RüstunZen zum Empfanae der Eng- .

angenommen. Der letzte Enttvurf at die meiste Oppoßtlon ge- funden, weil viele Mitglieder ein edenken darein fetten, dn- Regéerun gewissermaßen die Berechn' ung zu verleihen, u, here RecZenschaft Über die Kolonial- ermalmng den Mech Staaten zu verweigern. Es wurde jedoch darauf entgegnet, daß erst durch die &gcnwärtige Bestimmung ein geschliches Bethau- nxt'ß zwirchen egierung und General; Staaten hinsichtlich dq- „Kolonnen festgestellt werdc, während bisher ein solches zu niche bestanden und jede Differenz neue Kollisionen veranlaßt habe.

Der Graf von Syrakus, Bruder des Königs beider Sici- lien, is! hier eingetroffen.

Belgien.

Brüssel, 2. Sept. Dcr Kdniq hat bei Gele endet: m Rubens-Festes den Malern Leys und Witts dem ck

Charles“ Marcelles, dem Komponisten Griar und den beiden Véholinisten Hauman und Vieuxtemps den Leopold-Orden ver- lic en.

Dem Courricr de la Meuse zufolge, haben kürzlich bet der Einweihung einer Synagoqe in Mastricvt emige Ruhestörun- _am stattgefunden. Die Menge fand es nämlich nicht in dcr Ordnung , daß bei dieser Gelegenheit mit den Glocken gesäkm und Militair-Mufik vernommen wurde. Dem , Courrier“ folge, soll die leßtcre kürzlich durch den HoUändichm KomaI' danken bei einer kakholiscbm Ceremonie verweigert worden , doch ist bekanntlich dcn 'Zlnqaben dicses Blattes in konfesfiom

Dingen nicht unbedingt zu trauen. D & n e m a r !.

Kopenhagen, ]. Sept. Unterm Tösten v. M. is! ein König!. Patent zur Einberufung der Schleswigschen Stände zum 15. Oktober ergangen. Es heißt darin: Die Verhandlun an dieser Versammlung sollen spätestens zjvci Monate nacb dem &!“- öffnungsmge geschloffen werdcn. » Gleichwie Wir in solcher Hin- stchc se auf den Inhalt besagter Verordnungcn verwiesen haben Wollen, erwarten Wir auch, daß sämmtliche Pär, lieder der Stände- Versämmluug, fich stets der landesväterlichen ' bfichten mit Ein- fübrung der Provinzialstände crinnernd, sich deren Erreichung m- gekegrn seyn lassen, dazu auf möglichstc Weise beitragen und sd dem ihnen bewiesenen Vertrauen entsprechen werden. Zum „Loup. missarius für die Stände-Versammlung im Herzogehum Scblso' wig Haben Wir Aller nädigsk ernannt Unseren Kammerherrn unh : Kanzlei-Depueirtcn, rafen Reventtow-Criminil.“ ;,

Deutsche Bundesstaaten.

»- » Dresden, 2. Sept. Zn vergangener Wo : fand hier eine Zusammenkunft sämmtlicher Bezirks-Aerzte in acht":- statt, die sehr zahlreich besucht wurde, und deren Zusammenkünfte meist im Lokale der Athina am sogenannten Elb-Berge gehalten wurden. Dic Méeqlicder beach-Ztiqen besonders schnellere Mtr- cbeilunqen und die Herausgabe eines Journals in dem Kreise ihrer GxschäftS1Thätigkcip ' Unser König ist von der Unpäßlichkeit, die er fiel) bei Be- gleitung Seiner Gemahlin auf der Reise noch Bayern zugt ogen hatte, in wenigen Tagen wiederhergcscht worden, und hat ne Regierungö-Geschäfte wie die Abhaltung öffentlicher Audienzen mit gewohnter Thätigkeit begonnen,

Ueber die Eröffnung des neuen SchauspiYauses versauter dermalen nichts, umal die uneeren Räume in asser stehxn sol- len, und man daß bestandene abgetragen werden soll, oder nicht. Vor dem linge des künftigen Jahres wird erstere nicht stattfinden.

der Meiyung ist, daß unser Gesandte am Deutschen Bundéüagx chestens' deinen Posten aufgeben werde. '

*- Lejpzig, 5, Sept. Die heutige Feier des Constitu- tionsfeskcs ist durch das üble Wetter gchört worden. Es wa- ren die zur Parade bestellten Kommunal-Gardisten um 9 Uhr wieder abbestellt worden, detmoch aber die in der Stadt undVor- stadt befindlichen ökfentlichen Orte heute ziemlich zahlreich besucht. In de'." gestrigen Si ung des akademischen Senats ist der Professor Drobisck) zum ekeor für das mit _dem 31. Okwbxr beginnende Universttätsjahr gewählt worden. _ Kürzlich ist durch ein *))?inisterial-Reskript die Ert eiiung dex" ***,-nia jo-zxe-n-lj an unserer Univcrfität den einzelnen F ultäten be- schränkt und sind von der medizinischen für die Professur des Dr, Kühn, die Doktoren Radius“, affe, Neubert, für die des Ur. Kuhl, die Doktoren Carus, ascher hier und "1". Günther in Kiel vorgeschlagen wvrden.

Hannover, 4, Sept. Die hiesige Zeitung enthält un- ter den „Amtlichen Nachrichten“ ngchstehenden von den Doktoren Jaeger, Span enberg und Stieglitz unterzeichneten Bericht vom Iren d. M..!“t er die Augen-Opemtion des Kronprinzen: „Die Operation, am Au_ e Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen wurde heute Morgen vo zogen. Es gekang, die Pupille herzustellen und den Scaar zu zerbröckeln, jedoch diesen ausxuzéehen, war nicht aysführbar. Der Grad des nun zu erreichenden Sehvermögens ward fich- aus dem ferneren Verlaufe ergeben. Daß Münden Sr. Kömql. Hoheit ist den Umständen gemäß.“ Der BWt vom 4th [amen „Day" in Folge der Operation eintretende Wundfieber :| sehr mäßig. Se. Königl. Hoheit br un *die verfiössetze Nacht ruhig zu und erfreuten sich mehrerer runden Schlafes.“

Breisach, 30. Aug. Bei einem Festmahle héekselbst, doi gestern zur Feier des Geburtstages des Großherzogs aufand,

Filly!“ diesjähriger, aus einem Rehberg: gekältecer einge- ': en.

Q e | e r r e i ck, Prag, 2. Sept. Am heutigen Tage ist der von Gr. Ma- ikskät für das Königreich Böhmen ausgeschriebene Postulat";- Landtag unter der Leitung Sr. Excellen des Oberst-Burggraftn, Grafen Chotek, in der herkömmlichen rt abgehalten worden-

, _ . S ck w e e' z. . Der Perfassungsfreund schreibt aus Bern: „Ueber die von dF Tagsahung der Regierung zur "Berücksichtigung empfohlmEIBittscbrife rx Gunsten der f nf Staatsgefangmm.“ Thorberg,«“*welche den 20. August hier einging, ist von dem- Rv Zierxxngi-Rathe einmüthig beschlossen worden, fie ati oci- ju le-

en- , "

Italien.

Rom 24. Aug. A. Z.) Mit Bestimmtheit verschertmn daß der Utiter-Staats- ecretair , Monfignor Capaccini, zu An,-

(über das Verhältniß der Kolonien!) mit 85 gegen 20 Stimmen

fang des nächsten Monats von seinem Besßthum, bei Ravenna

er ungewiß seyn mag, ob jeßt schon das. Jüch- , *

„Von einer Ministeréal-Verändcrung, die früheysd ar, dM, lich besprochen wurde, hört man ]chc nichts mehr, ob chan. man.

mtsmmnes nach Deutschland keine Rede war, noch ift.

nv rmu t chnel1e Zurückktmft wird veranlaßt durch die Mwst): AF:“; des Kardinal Staats-Secretairs Lambrus-

'em 'wekcher nach erugia und Assi eht, und in dessen Ab- LT “heit der PrälatYie Leitung der He's äste übernehmen wird. --' cute geht die Rede, der Kardinal pada, Legat m Forli, soy von diesem Posten zurückberufen; ein vorgefaches Mißver- |ändaiß mit der dort: en Behörde habe. dtese Maßregel mhkmdig gemacht. -- &ckij seit einiger Zett behauptet man, die “Regierung gehe mit dem Plan um, die für den Staat so kostspieli en fremden Truppen zu entlassen; es soll deshalb be- tritt ein ums in einer zusammenberufemn Kardinals-Congre- gin“ vorgekommen seyn, wo derselbe von mehreren Seixen nicht a ein als eine zeit emäße Maßregel, sondern als ersprießlich für die Finanzen, viel ckck? UnkeküÜHUng und Beifall gefunden hab_en sol. Mit diesem noch keinesweges zu verbürgenden Gerücht trafft die Errichtung oder Vermehrun_ der Guardia civica (Bürger- Garde zusammen, welche den leuft in den Städten vxrsehen son. ier ward wirklich von dem Römischen Senator em Ge; neul- efehl publizirt, nach welchem jedem Bürger, der fich frei- wiki bei der Nativnal-Garde einreihen läßt, mehrere Voxrechte bmi" werden; zu diesen gehöre freie Jagd, Erlgß von emiqen stück“ e'n Abgaben, so wie Befreiung von milstairischem Ge-

MY, hierher zurückkehren wird, und daß von einer Reise die- Lei» _t

Spanien-

, 'd (d“ 25. Au . Der biSheri e Direktor der Renten DonKKeF €Maria Segcades, ist an d e Stelle des Don_Ios; Jaka 'der ekanntlnb seine Entlassung genommen, interimastisch

' Mini er ernannt worden. UW “OZZY denßin Englischen Blättern enthaltenen Nach-

rüsten“ über die Unruhen in Valencia soll O'Donnell ar) der Spike seines Heeres fiel) daselbst geweigert haben , das Mmiste- kimi: von Barcelona, das er, ein der Königin aufgedrungenes nalinte', anzuerkennen. In dem daraus hervor chenden Zwiske WFM“! Moderado's und Exaltado's in Valencia cheinen die Leß- . term gesiegt zu haben.

P o r t u g a l.

** Lissabon, 24. Aug., Sechs von den teben Richtern - welche“ in die Ye Entscheidun über den leßten ilétair-Aufskan ntkdét eseßte pezial-„Kommi on berufen sind, haben erklärt, a d etiam nicht Theil nehmen zu können, da ihre Einsetzung ein -.

ertrenmg des M|w Artikels der Verfassung [ey, welches. otchk'Opeml-Kommtssonen geradezu verbiete, Dien Erklärun_ Lat großes Aufsehen erregt und die Minister veranlaßt, eine

urf einzubringen, dure!) Welchen dcr 20ste Artikel de Versasung sukpendirt werden sou; dieser Geserz-Entwurf ist zwa *.

in der Deputirtm-Kammer angenommen worden, hat aber irn“ Senate Widerstand gefunden und ist dahcr an eine „Kommisfion, „-

b end aus Mitgliedern beider Kammern, gewiesen wortzrn.4 E zeigen Üch überdies Keime fortwährender Gährung selbß un- ter den Truppen; die Minister smd in fortwährenderBerathung, Zy *Braga und Portealegre sollen bereits Unruhen ausgebro-

wn.

er die Englische Station im Tajo kommandirende Admiral Ommanney hat versee elke Depeschen erhalten, mit dem Befehl, sogleich :in See zu ge en. Man glaubte, er werde übermorgen uud ohm Zweifel nach dem Mittelmeere abgehen.

*T-ü'r k e i:“

“K_yuffantknopel,1l.Aug. Dem Journal de Smyrne Misa, [amen die (bereits erwähnten) Bestimmungen, welche

nat Bei dem Vice-König von Aegypten zu überbringen beauf- tragt i , fol? nderma en:

k- Ho,?“ bkM „igt Mehmed Alk für ihn und seine Nachkom- men!“ aft in direkter Linie die Verwaltung des Pasckyaliks Aegypxen und är die Dauer seines Lebens mit dem Titel eines Paschas vozr Acre und mit dem Oberbefehl in dcr Feßung St. enn Wicke, xte Verwaltung des südlichen Theils von Syrien, dessen ränze durcb eme Lfnie-besiimmt wird, die vom Kap Ras el Nachom an der Küste des Mittelmeeres bis zur Mündung des Sciahan an dem Nordende des Sees von Tiberias, von da längs der Westküste des Todtcn Meexes uud Fk“ trader Richtung zum Rothen Meere und zwar zur Noxdspjye W'Y1:s*von Akaba zieht und dann der Westküste dieses Golfs und der Süße dex Golfs von Suez bis mr Stadt Sue folgt. Dex Sultan macht ]edoch diese Anerbietungen unter der Be ingung, dax: M med Ali dieselben innerhalb „zehn Tage, nachdem ihm dasselbcn

einm Agenten Sr. Hoheit in Alerandrien mitgetheilt worden,

? Md zualetcb dem gmannteü Agenten die Befehle für die Aufö rer feineerand- und See-Truppcn übergebe, damit dieselben Waben und du in die em Lande gelegenen heiligen Städte, die Inst! Wia, den Distrikt dann, so wie alle iibrigen Theile dcs OSmani: scheu RAY, die nicht innerhalb der oben angegebenen Linie des Ae: gyptischen eichs und des Paschaliks Acre liegen, nnverzügliä) räumen.“

Dor Rebell Keur Hussein Bei iki am Sonntag hier ange- koymm. Er ist perwunoet und der Arzt Haßz Pascha's, Doktor Massa, be leitet ahn, um für seine Wunden zu sorgen.

;Die gierung hat den Fürsten Wogorides von Samos zu- rt'xckbexufen, um unter den gegenwärtigen Umständen von seiner E01“)! und Erfabrlzng Ruhen zu ziehen.

n Tokat und Amasüa haben zwar Unruhen stattgefunden, doch nd dieselhen, wie das Iournalde Smyrne verfichert, durch- aus nicht polluscher Art. Die Ruhe ist bereits wiederhergeftellt und die Regierung hat die erforderlichen Maßregeln getroffen, um Y kSchuldé9Jen u [:“-strafen. .

unter os 4!“ cher Flagge fahrende Dampfboot „Had- fck,i BULK“, Welches “dem Pascha von Aegypten gehört , isi“ von W NSSWUUS Mik Beschlag bele t wordon, da man *die Entdek- bmg KLPKMÖU, daß es zum "ransport von Emissaren Meh- med [“ gebraucht wurde. Dem Toskanischen Geschäftsträger ist ang eigt worden, daß er dafür zu sorgen habe, daß das Boot nicbt Weder nach .Konßantinopel komme. Die am Bord dessel- ben befindliche Wache :| Hieraus „Wieder zurückgezogen worden Und dem DWpfboote die rlaubmß ertheilt Wbrden, abzufahren; man glaubt nicht, daß es zurückkehren wird.

Konstantinopel, 19 Au 'Köm' ' - - 9 Otto schechte bekannt- Ißö-"ch Uk U?UM'LWUUI'QW Türkischen Ministerial-Note an . W“)? Legation, dte Veruöerfung des Handels-Traktats TM, in der erson des Herrn Chriftides einen neuen Ge- bk" -W“ch MWanpel. Dieser ist vor einixen Tagen “J"“ „LLKWWWUMM gegen die ergriffenen ILepressalien je ! „» “mm; Z' GÜ'SM HMMlscbe Unterthanen , da ja bis so z,; dies G “WB mungen berichti : wären. Es | ““Wer („ “Weiß:,“ “" Wthigm.Vorw;§-rfen nicht ge- sieht. Vor,e|em Wk) ck mit n(and bevor- en von s m der “Ws": das Griechische Wap; :- um Hotel herab, veruxß .„ “Mast be o in St. Stephano am Marmara-Meere, drei kunden v-Zn h erg ein Privathaus, wo er die Erklärung der Pforte auf seine Mifsion

*“ -ndten eine ierung 25,000 ewe

diesem Vom:? [ rückkehren.

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in 48 Stunden erwartet. Nach Verlauf dieser Frist, und sollte die Antwort nicht ünftig ausfallexj, kxbk! er noch Griechenland zuxacg, Am 14. ugusk Kno pre: Griechische Schiffe mit 1500 Hellenischm Unterthanen nach threm Vaterxandx xmter Segel ge- ga en, eine noch weit größere Zahl folgt m duden Tagen, vor- ich aus dem Grunde, weil slch das Gerücht h_ier verbreitet, KYnig Otto-!)abe alle wehrhaften Männer Vom lbren bis zum 40|en Jahre unter die Waffen gerufen. ,

Aus Alexandrien haben wir Nachmcbtcn b_is zum 0, August. Mehmed Ali beharrt darauf, in „MMS k,?" Beschlüssen der Kon- ferenz nachzukommen. Er hat mehr allem um den .Konsuln der vier Exekueivmäehte alle Verbindung achh1*ock)en, 1ondern auch mit dem von rankreich. Emissaxe durchxtchxn das Land, stim- men die Gem ther zu einem etltgen Krass, mdem sie vorgeben, daß, nachdem die christlichen ächte- C7" allem Unalücke, was auf Aegypten seit Jahren lastet, die „allexmge Sebald trüqen, ste 1th noch damit umgin en, es gleich .)llgter zu erybcm und ein (brist- liches Reich aus often des Islams daselbvt zu stcfcen. Herr Cochelet hat einen abermaligen Versuch machen tvyllen, um Mek); med Aki zum Nachgeben zu vermögen, allein diem“ roll ihn nicht einmal vorgelassen, sondern noch obendrein erklärt haben, weder einen Türkischen noch sonst einen Agenten, der ihm offiziel] die Beschlüsse der Londoner Konferenz mtrzutheilen käme, anzunehmen. Der Franzöfische General-Konsul haxxe. darauf alle in Alexandrien wohnenden Fran ofen benachrichtigt, “daß sie auf das Schlimmste gefaßt und hinfi tlich der Kredicive „auf ihrer Hut seyn möchten.

So sehr die Englischen Minister vor dem Parlamente be- theuern , weder direkt noch indirekt den Syrischen Aufstand her-

- gerufen zu haben, so sprechen doch Thatsachen für das Gegen- ,“ il. Der in meinen früheren Berichten genannte Vicomte nffroy, der an der Spike der Insurgenten stand, ist durch Lord onsonby hierher berufen worden und am 17, August in Kon- " antinopel eingetroffen. Er hat bereits mit dem Englischen Ge- Kon eren gehabt, der ihm von der Türkischen Re- Zre (womit die hiesigen Zeughäuser gefüllt md), so wie zwei Millionen Patronen für die Znsurgenten aus- zuwirken versprach. Dies soll in einigen Tagen geschehen. Mit wird Vicomte Onffroy alsbald nach Syrien zu- ugleich kündigte ihm Lord Ponsonby an, daß zu demselben (Zwecke der Befehl nach Malta geschickt sey, unver üg- [ich 5000 ewehre nach den Küsten Syriens zn befördern. ach den AussaJen des Vicomte soll die höchste Noth, das schreck- lichste Lei en die Gebirgs ck Bewohner zu dem Entschlusse ebracht haben , das Schild- der Empörung zu erbe- en. Seit langer Zeit besteht ihre Nahrung nur aus Gras, Wurzeln und Baumblättern. Die Abgaben haben sie auf fieben Jahre vorauszahlen müssen, und Mehmed Ali wollte solche wie- derum auf Weitere drei Jahre erheben. Zugleich muthetc man den Bewohnern zu, die Waffen ausznlicfern und 20,000 Rekru- ten zu stellen. Vicomte Onffroy äußert ferner, daß Verratk) und Unemigkeic die Hauptursache gewesen sey, daß der Aufstand keine günstigeren Foigen gehabt habe. Als solckye bezeichnet er, daß die Drusen es den Maronircn des Libanon nicbt verzeihen können, daß fie vor zwei Jahren zu ihrer Unterdrückung dure!) Ibrahim Pascha das Meiste beitrugen. Diese Stimmung benutzend, ha- ben Soléman Pascha und “Abbas Pascha durch Geldspendungen mehrere Scheichs der Drusen zu _qetöinnen gesucht, die dann die Maroniten im" Stiche ließen. Zu die1'em Verführungs- und Spionö-Geschäfte haben fick) mehi'ere „Konsuln hergegeben, unter Anderen namentlich der Belgische “Konsul, in Beirut, den aber die Maronéten einfingen ,und„x,e' ießxn wollten. Vicomte Onffroy rettete ihm War das „, _xben, konnte jedoch eine an dem Konsul ausgeübte Baséonqada- uicht hindern. Auch sind die Maronéten auf die Französische Regierung wüthend; diese christlichen Bergbewohner des ganzen Libanons ßehen seit den Kreu zügen unter dem Schu e Frankreichs. Demnach -be- fahl der ranzdfische Konsul tn eirut, daß alle Klöster und Dörfer die dreifarbige National-Flagge aufzupfianzen haben. Dadurch ermuthigt und glaubend, dies sey ein Zeichen, daß Frank- reich sein: Hülfe zusage, griffen die Maronéten um so zuverlässi- ger nach den Waffen. Allein, nici): aUein, daß dies nicht geschah, wurde vielmehr die Flagge allenthalben von den Aegypeern insul- tirt und diese Französeßhe Prahlerei säxadetc den armen Maroni- ten noch obendrein bedeutend, wie dies früher bei andet'en Völ- kern der Fall war. Zuleßc fehlte es ihnen gänzlich an Blei, und sie Waren gezwungen, fick) kleiner Kieselsteine zu bedienen. Vicomte Onffroy erwartet bei der jekzigen Geskalcung der Dinße, daß sein Erscheinen mit Gewehren und Municion hinreichend seyn wird, die Syrier abermals und einiger unter _die Waffen zu rufen, da sie die Aegyptische Flotte nicht mehr zu scheuen, dic Sce-Com- munication und die vier allii'xten Mächte für sich babcn. Dock) giebt er u, daß die Syrier nicht ettva für Türkisches Interesse fechten, Fondern für ihre Unabhängigkeit, sowohl von der Türkei als von den Aegyptern, die Waffen ergriffen Haben.

Konstantinopel, 10. Aug. (Oesr. B., Am 1:3ten d. M. hat der feierliche Zug der Prin essin'thi-L nach dem ihr zur Wok)- nung angewiesenen Palasre zu chek stattgefunden. Sämmtlickw Großwürdenträger und die vorzüglichsten Mitglieder des Corps der Ulcmas begleiteten denselben. Abends waren der Hafen und und der Bospor um leßtenmale belcuckxtet.

- Das in myrna erscheinende Echo dc ['Orient vom 15. August meldet aus Konstantinopel: „Dem Geiste und dem Zwecke der am 15. Juli zu London abgeschlossenen Convention gemäß, ist ein Commissair der Ottomanischcn Regierung beauf- tragt worden, dem Mehmed Ali, unter der Form einer Auffor- derung, die Beschlüsse der Mächte bekannt zu machen. Se. Excellenz Rifaat Bei Muskeschar der auswärtigen Angelegenhei- ten, ist es, den Se. Öoheit zu dieser wichtigen Sendung gewählt hat. Er ist am 7ten d. M. am Bord des Regierungs-Dampf- boots „Tahire' Bahri“ nach Alexandrien abgegangen, begleitet von den Herren Alisson und von Steindl, e'n derEigensclmft als Delegirte , Ersterer von d_er Englischen Botschaft und Leßcerev von der Oesterreichijcben Gesandtschaft, als den beiden Mächten, deren EScadren berufen find, zu den er- sten für nothwendig erachteten Maaßyegeln mitzuwn'ken. Ri- faat Bei hat slch in ?llexandrten mit den Konsuln der vier Mächte über Alles, was die Erfüllung seiner Sendung betrifft, ins Einvernehmen u seßßn- Man versichert, dieser Abgesandte werde von Schi sahthetlungen beider Escadren bis Alexandrien begleitet werden. Emme Ottomannische Kriegsschiffe smd vor einigen Tagen nach den _ardanellen abgegangen, und man glaubt nicht ohneGrund, daß !hre Abftht mit den von der Londoner Konform? feskgeseßten Maßregeln m Verbindung steht. Einige andere beteten fich zur Abfahrt vor, Und Werden wahr- scheinlich unseren Hafen bald verlassen. Mittlerweile herrscht die größte Thats keit in den Commumcationen zwischen der Pforte und den G andtschaften der Mächte, welche die Convention un- terzeichnet haben, und aUes be_rechtigt uns, zu glauben, daß nö- thigensalls die kräftigsten Maßregeln werden ergriffen werden,

Durch das Toskanische Dampfschiff „Hadsch: Baba“, wel-

ches am 8. August hier eingelaufen ist, hat Mehmed Als ein Schreiben an den Groß-Westr gerichtet, Welches) darauf b-erechtint zu seyn scheint, den Divaa einzuschächtern. Henker dem Schleier einer erheuchelten Demuch läßt der Pascha onhungen ,durch- blicken. Er macht Anspielungen, wenn auch mcht „auf dte Un- terzeichnung der Convention, doch wenigstens auf dte Gerüchte, die ihm über die Absicht der Mächte u Ohren gekommen, emen Enn"chluß Über die Orientalischen ngelegenheeten zu fasskjt- Wahrscheinlich in der Absicht, auf den Geist der Massey zu wcr- ken, geberdet er sicb, in obgedachtem Schreiben, als erfrtgcn Ver- theidéger des Zsbams, beschuldigt die Mächte, daß sie kemext an- deren Zweck haben, als die Vernichtung der muse_lmänmschen Religion, und giebt am Ende zu verstehen , daß er, ,was sie auch beschléeßen mögen, nicht nachgeben , sondern ltebxr auf gut Glück hartnäckigen Widerstand leisten werde. Allem diese Sprache hat nur da u gedient, die Besorgnisse besser zu enthüllen, die ihm die EinJeUigkeit einßdßte, Welche er unter d_en Alliirten der hohen Pforte zu Stande kommen sah, und Ntc- mand hat sich Weder dnrch 1eine Berbeuerungen, noch durch sxcne Drohungen hinters Licht führen lassen. Es ist allerdings mcht unmöglich, daß er in dem Wahnsinn der Eitelkeit abermals zu gewagten Schritten fick) entschließt, die ihm nur zu oft gelungen sind. Aber die Zeiten haben sich geändert. Heute hat er, Dank der Einhelligkeit, die in den Beschlüssen der Londoner Konferenz obwalcet, seine vorzüglicbske Chance des Successes, nämlich die Divergenz der Europäischen Interessen, verloren." Sein Wider- stand kann vielleicht die Krists noch verlängern, aber der Aus- gang hiervon nicht zweifelhaft seyn. Das Publikum beschäftigte sich verfiossene Woche viel mit dem Gerüchte von einer Verschwörung, die in Konstantinopel entdeckt worden seyn sollte. Wie es in derlei Fällen immer ge- schiek)t, isi die Sache sehr Übertrieben wvrden. Folgendes ist dai Wahre: Einige Uebelgefinnte aus der niedrigsten Volks'klasse scheinen in der That den tollen Plan gehabt zu haben, die ö_f“ fentliche Ruhe zu stören. Die Regierung War kaum hiervon m Kenntniß gesetzt, als alle diese Elenden sogleich verhaftet und in die Gefängnisse des Seriaskerats gesteckt wurden. Eine Unter- suchung hat stattgefunden, aus welcher fich ergab, daß dieser um smm'ge Versuch ganz und gar nicht geeignet war , irgend „eine BesorÖtZiß einzufidßen. Ach) zeigte fick) die Regierung genergter zum itleid als zur Strenge gegen die Urheber desselben.

Aegypten.

Alexandrien, 7. Aug. (Journ. de Smorne.) Das Dampfboot „Aetna“ lieac noch immer im Hafen und erwartet die Antwort Mehmed ?lli's auf die De_peschen des Französsxhen Kabinen:. Der Vice-Kdnig will von winen Fyrdxrungen mchts aufgeben; er verlangt beharrlich die Erblichkert ry allen seiner Herrschaft unterworfenen Provinzen, mir Einschluß von,Tarsus und Adana. Indem er auf seine Meinung beharrt, paß mx Tyro- päischen Mächte den Krieg nicht Wollen, und daß“ ihre fet-ndltche Demonstrationen nichts zu bedeuten hätten, erschrtcktoer kemeswe- ges vor einer Blokade, Womit einige Konsuln thn bedroht haben. „Es befinden sich hier“, dax er den Koysuln geant- wortet, „Lebensmittel jeder Art“ 111 solcher, Peenge , paß nur die Europäer darunter leiden Werden“, _ Er bemcec sich täglich mehr zum Kriege vor; es styd beret-ts 40, Kanonen von Kahira hier angekommen, Hedschas :| gänzltcl) geräumt und die dortige Occupations-Il.;nec marschirr nac!) Syxten. Auch „aus men werden alle Truppen bis auf die GarnUon der hetlrgen Ztädce zurückgezogen. Alle Depots der in Ober,- und Unter- Aegypten kantonnirenden Regimenter werden sich nach Alexan- drien begeben. Jm Arsenal wird Tag Und Nacht gear- beitet und die National ,- Garde exerztrt, “unaufhörlich. Es heißt , Mehmed AU“ wolle , sobald ehm vox: den “Mächten der Krieg erklärt worden, bxéde Flotten vxrsenken, dre 3000 Kanonen derselben an verschiedene Punkte der Küste craysporttxen, die “Mannschaft unter die Regimenter stecken und Zhrahm) Pa1cha den Befehl erthet'len, vorwärts zu gehen. Obglxtcl) die "Hart- näckigkeit des Vicc-Königs sehr groß und sein Egotsmus von der Art ist, daß er selbst nicht vor dem gänzlichen Ruin der von éhxn beherrschten Länder zurückschreckt, so hält man sich doch all emem überzeugt, daß er nicbt so weit gehen wird; d-enn wie ehr er üch auch sketlt, als ob die Vereinigung der mer Mächte ihm leich)gülcig sey, so läßt sich doch aus vielfachen unwillkürlichen ' eußerungen seiner Wahren Gesinnungen erkennen, Wee sehr ihm der gegenwärtige Zustand der Dinge bekßmmert. Seine Umge- bungen find immer die Ersten, die von semer schlxchten Laune zu leiden haben. Die Lebensart, Welche er seit emtger Zxét führe, muß ihm bei seinem vorgerückten _Alter hdch|jnachthetljg seyn und zuweilen ist er so aufgeregt, daß man ernstlecs) für sem Leben fürchtet. ' Ein Deutscher Artillerie-Offizier, Namens Schltmbach , der Erfinder eines neuen Ladungs-Systems, trug daffelhe vor einem Jahre dem Pascha an. Nachdem man fick) Über dre, Bedin un- gen geeinigt hatte, wurden in GegenWart des Pascha s, „des d- mirals und mehrerer anderer Personen im Arsench Ve_rsuche an- gestellt, die vollkommen gelangen, worauf der Offizier sem System näher entwickelte und sodann die Weisung erhtelt, BoZlhoH Bei werde ihm in den nächsten Tagen das Nähere matthetlen. ts jedoch nach längererZeitkeineAntwort erfolgte, schrieb er an Boghojs Beiund erklärte, daß, wenn man die Bedingungen des Kontrakts mehr halten wolle, er seinerseits auch gern darauf verzichte, vprauSgeseßt, daß man ihm für seinen Aufenthalt, der bereits em Jahr dayere, entschädige. Als Antwort hierauf erhielt er 1000 qustex, dre er jedoch, mit einem Schreiben begleitet, das mehr mtlttaxrtsch als diplomatisch “abgefaßt war, sofort an Boghos Bet zurücksandte. Mehmed Ali und sein Minister find so aufgebracht über den Inhalt jenes Schreibens, daß fie die augenblickliche Entsermzng jenes Offi iers verlangt haben. Man Weiß noch ntchc, wte dtese Angelegen eit enden wird. . -- Die Wiener Zeitung meldet: „Nach Berichten a'us Alexandrien vom 10. August hatte Ibrahim Pascha sqme Söhne zu fich nach Syrien kommen lassen; Saad Bey, zwetter Sohn des Vice-Köni s, begiebc fich anstatt nach Eyropa- eben- falls auf den Kriegs; chauplaß nach Syrien, Wo pte Insurrec- tion noch nicht ganz unterdrückt isk. Meßmer? Al: hat Alexan- drien in Belagerungsskand erklärt, und die Nanynal-Garden, v:»kn Kahira und Alexandrien aufgerufen, fich mit Esser dem DJ? e u widmen. _ Die Antwort auf das von Rifaat Bey WX; rachte Ultimatum dürfte fich noch einige Tage verzYet'nZw-ji Mehmed Ali nach Mansura abgereist war. -- Der_ “i?- Revi? hat den erren Montefiore und Cremieux aus Pans! d 'n. oa- sion des ro esses der „Juden in Damaskus abgeßck) &?sesääégm egen aber t ihnen der Französsche KonsUl i:“? und die Zlktenstücke, welche Herr Demeloises von dort einsch ,

ck an:- den Veri t des errn Rattimenton voakommen best . geben. -chNach ?érekten Berichten aus BeirutUvoH":?:-ZU!"-k

um das gemeinschaftlich beschlossene Werk zum Ike! zu führen.

war neuerdings eine „Insurrection in Hom- un