1840 / 260 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

di örmliii) e Weise diesem Glaubens-Bekeuntniß, weichem dem so ot tvjeedferhoiteustAusdruä ihrer Politik angemessen ist, beirren. Wenn, w e ck zu hoffen Ursache habe, die Kabinett: voir Wien, St. Petersburg und Berlin in [eicher Weise auf ähnliche Mitt eilungen. die ich ?- nen zukommen affen werde, antworten, dann wrd der Zweck, den e

Reqierung des Königs üch vorgesteckt bat, mmh! seyn. Empfansen

Sié :c. Unterz. Der Marschall, Herzog von Dalmatien.

11. Memorandum, zugt] eilt dein Viscount Palmer-

ston von 'Icrrn Guizot a_m 24. Juli 1010. Franrxich hat

siets gewünixcht, in der orientalischenAngelegenheit m Uebercmsitmmung

1: bleiben mit Großbritanien, Oesterreich, Preußen und Rußlani. ZIK Richtschnur seines Benehmens war me eme andere, als das In- tcrcsse des Friedens. Nic hat os die ihm gemachten Vorschläge anders i'curtheilt, als aus einem all emeinen Gesichtspunkt, und nie aus dem (iiefiobtspunkt seines Privat-Zntmffes. Denn keine Macht in höherem.- Erade uneigennützig im Orient. Aus diesem GefichtSpunite hat Frani- reich alle Maßnahmen ais chlccht berechnet betrarhtet, welche dahin «ingen, Mehmed Ali dtmh afftngewait die Theile des Osmanischen Reichs zu entreißen, die er gegenwärtig inne hat. Frankre1ch isi uber- zcugt, daß dies nicht gut fiir den Sultan wäre, denn man wiirde trach- ten, ihm zu Zehen, was er weder verwalten ,noch behalten i'dnnie. 05 isi nicht weniger überzeugt, das; das_auch nicht grit wäre fUr dWCUk- kri überhaupt und die Aufrechthaltnng des EuropäischenGleichgew1chts: denn man würde ohnceriim fiir deri Ober-Lehcnsherrn exnxn Vasal- len schwächen, dcr mächtig mitwirken kdmite zur geriieinschastltchen Ver: tbcidigung des Reichs. (“leidhwohl ist dies nur eme Syfteurs-Frage, iiber die es manche verschiedene“ AUÜCÉÜLU geben kann. Allem aller- meisi hat sich Frankrcich gegrn xcdes Versahrrn ausgesprochen, das 'die Anwendung von Gewalt mit fich bräci»ie,_wetl es nch die Mittel mcht klar zu machen vermochtc, wclche den fünf Mächten zu Gebot siändtn. Diese Mittel schienen ihm entweder unzureichend oder noch unheilvolier als der Zustand der Dinge, dem man abheifen wollte. Wie Frankreich * über diesen Gegenstand dachte, so denki es noch, imd es hai einige Ur- sache zu glauben, daß diese Meiung nicht auöschlteßlich die seimge sey. Uebri ens hat man in den lasten Zeitumsiänden keinen bestimmten Bors [ag gethan, über welchen es sich Sitte zu erklären gehabt. M91! - darf daher kein Mißwoüen darin erbli en, das; es außer Stand isi, - drr Entschließung bri utreten, welche ihm England ohne Zweifel im - Namen der vier te mitgetheilt hat. Aber zum Ueberfiuß, ohne 5 kedoch bei der Frage 11 verweilen, welcbe aus einem solches Verfahren : inficht1ichseiner erwa senkönnte, erklärt rankreich von neuem, daß es fiir 1 nicht sehr überlegt und fing hielte eine olitik, welcheVeschlüfse faßte, * und die Mittel nicht wüßte, fie zu voilziehen, oder nur unzureiehende - und gefährliche Mittel. Die Insurrecteon einiger Völkerschaften des? Libanon ist ohne Zweifel die Gelegenheit, die man glaubte ergreifen, c2,11 - müssen, um die Vollziehungsmittel zu finden, die sich bis dahiU m ,t 7 gezeigt hatten. Ist das nun ein sehr glückliches Mittel, ersorißßltch zu- - mal fiir das Türkische Reich, wenn man so gegen den Vice-Konia auf: _" tritt? Man will ein weni Ordnung und Gehorsam in allen Theilen ; des Reichs berfieilen, und ßegt daseibsi Empörungen, fügt zu der allge- Z meinen Unordnung, iibcr Welche alle Mächte im Intresse des Friedens * 11a en, neue Unordnungen hinzu. Und wiirde es ein so Leichtes seyn, dicLe Völkerschaften der Pforte zu unterwerfen, nachdem man sie gegen * dcn Vice-Kdnig aufgewiesen? Diese Fragen sämmtlich find ganz ge-* wiß noch nicht geiös. Wie aber, wenn dieser Aufstand unterdrückt wird, . wenn der Vice-König von neuem Syriens gesicherter BefiÄer, und darum ' nur gcreizter und beredungsschivierigerist, wenn er auf die ufforderungcn ' mit positiven Weigerungcn antwortet, welches werden die Mittel der vier Mächte a16dann seyn? Sicherlich werden diese Mittel, wonach? man seit einem Jahre sucht, nicht über Nacht entdeckt worden sevn,

und man wird sieh selbsdeine neue Gefahr, die ernsiefie von allen, ge:- schaffe!) haben. Der Vice:König erbittert durch die Mittel. die man

Learn ihn anwendet _ der Vice-Ksnig, den Frankreich zurückhalten

ais, kann den Taurus überschreiten und abermals Konfiantinopei be- drohen. Was wcrden die vier Mächte wiederum thun in diesem ail? Welches wird ihre Art seyn, in das Reich einzudringen, um dem ul-* tan dort beizustehen'? Frankreich denkt, daß man da der Unabhän- gigkeit dcs OSmanischc-n Reichs und dem allgemeinen Frieden eine Ge- fahr bereitet hat, die Weit schlimmer ist als die, mit welcher fie bedroht waren durch den Ehrgeiz des Vice-Königs. Sind all diese Möglichkeiten. die aus dem Verhalten entspringen können, das man qefoigen will , nicht vorgesrhen, so hätten die vier Mächte eine sehr dunkle und kiippenvolle Bahn eingeschlagen, Sind sie dagegen vorge-

sehen, so müssen dierier Mächte Europa davon in Krumm? ,seßen, und voraus Frankreich, das fick). siets dem gemeinsamen Zweck ei eellt bat, uud dessrn moralische Mitwirkung sie anch heute begehren, effen Einfiuß in Alexandrien fie anrufen. Die moralische Mitwirkung Frank: reichs bei einem gemeinschaftlichen Benehmen war von seiner Seite eine Verpflichtung. Sie isi das nicht mehr in der neuen Lage, inwel- che sich die Mächte scheinen versehen zu wollen, rankreich kann rt- an nur durch das bcsiimmt werden, was es dem Fri en, was es fich elbsi schuldig isi. Das Benehmen, das es unter den ernsten Umständen be- obawten wird, in welche die vier te Europa gebracht haben, hängt davon ab, welche Lösung die Fragen er,alten werden, die es angedeutet hat. Immer aber wird der Friede und die Aufrechthaltung des gegen- wärtigen Gleichgewichts der Europäischen Staaten sein Augenmerk, alle seine Mittel werden diesem doppelten Zweck gewidmet seyn.“

Großbritanien und Irland.

London, 12. Sept. Gestern hielt die Kön in, deren Un- väßlicbkeit nur eine gan momentane gewesen zu eyn scheint, in Schloß Windsor eine eheime-Raths-Versammlung , in Welcher Prinz Albrecht als Mitglied in den Geheimen Rath aufgenom- men und vereidigt wurde. Auch ward in dieser Sißun ein nech Siegel für das nunmehr vereinigte Kanada von Ihrer Majestät genehmigt.

Der Globe hält es für sehr überflüssig, daß in Belgischen Blättern darüber gesprochen werde,. Welche Partei im Falle eines Kontinental-Krieges von Belgien ergriffen werden müsse. „Man scheint dabei“, sagt das Englische ministerielle Blatt, „die Be- dmgUngen der Errichtung dieses Königreichs vergessen u haben, obgleich dasselbe erst vor kurzem gebildet worden ist. * er „Im dspendaut“ beantragt, in Erwiederung auf einige übereilte Vor- schlägexanderer Blätter, daß Belgien, im Falle eines Krieges, den ,Mächten, welche kontrahirende Parteien des Vertrags vom Apr" 1839 sehen, erklären solle, daß Belgien entschlossen wäre, neutral U 'bletben- Als ob eine solche Erklärung ein großes Ver- dienst [) „“ck-, Als, ob für Belgien in dieser Angelegenheit eine Wahl blskbx- Die Brüsseler Blätter scheinen gan vergessen zu haben, da!! dUkck) Artikel 7 des Vertrags von 1 31 und durch MPM 7 des Vertrags von 1839 Belgien- verpflichtet ist, eine WSL NSUWÜÜL emzuhalten. Unsere Belgischen Freunde wür-

detr_wohl daran thun, Werm sie die Verträge, denen sie ihre neue Extxrenz als ein unabhängiges Volk verdanken, etwas sorgfältiger

udrren wolltenr und man darf wohl hoffen, daß sie nicht die

bficht haben, diese Verträge durch Auf ebung dieser pflichtmäßi- gen Neutralität o'der_durch irgend eine Aufopferung ihrer natio- nalen Selb||ändegkett zu verletzen oder verletzen zu lassen.“

Die Times berichtet nach Privatbriefen aus Konstantinok

pci, das Fran öfische Manifest an die Pforte sey in so starken Ausdrücken a gefaßt, daß es nur verlesen könne. Frankreich drohe, wenn die Pforte der Convention beitrete, mit ewiger Feind- schaft und mit kräftigsker Unterstützun des Pascha's.

Neulich traf in Sheerneß der

„Howe“ von 120 Kanonen seqeifertig zu machen. Um 11/

Mittags begu- die Arbeit.

efehl ein, das Linienschiff U r

Der Dreidecker ward in das asm-

Bassi“: und von da auf eines der Trocken-Werfee gebracht mit oro.

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pftrbeschlag ausgebessert, und schon am Abend war das Schiff sé. elfertig. Man spricht auch von Flottmarhung des S isses

Zhatham“, das erst einmal, in dem lehren Kriege mit ord- E erika, aktiven Dienst geleistet hat. *

- “Aus Plymouth und den anderen Seehäfen wird Klage über

e Zahl der Marine-Soidaten geführt, deren Der- a unabweislich erscheint. Neulich„ sandte die Admira- n efehl nach Plymouth, daß ößffizrere und 125 Many

r den Dienst im Mittelmeere eingeschifft werden sollten; mati onnte aber nur 40 Mann aufbringen, und der Befrhl mußte unausgeführt bleiben.- Auf den meisten Schiffen soll die Mann- schaft sehr unvoll lig seyn. .

Gegen die echulvigung des Standard, daß die katho-

lische Geistlichkeit in Irland die Anstifterm. der qanzen jüngsten Repeal-BeWegung sey, nimmt die Morning Chronicle dixse Geistlichkeit in Schuh und macht dabei mit Hinsicht auf eine Acube- rung O'Connell? folgende Bemerkungen: „Die Geistlichen in Irland snd, wie wir zuversichtlich glauben, keine solche Thoren, daß sie wähnen sollten, eine Trennung Irlands von Großbrita- nien lasse sich so leicht bewirken, wie die zwiichen Honand-und Belgien. Belgien war doppelt so volkreich als Holland, Gros;- britanien ist doppelt so volkreici) als Irland -- dies smd „Yeine kleine Unterschiede, um nicht von dem noch schlagenderen Mißver- hältniß in 23er auf den Wohlstand zu reden. Großbritanien wird nie in die uflösung der Union willigen, sie könnte ihrn nur mit der Degensvitze emrungen werden. Der bloßeVersuchjedoci) würde beide Inseln in -das größte Unglück [tür en. Blut in Strö- men würde vergosscn'werden, und die R chkehr des riedens würde _nimmermehr „Rückkehr der Wohlfahrt seyn. er kann ohne Schrecken an die langen Ja re des Elends denken, die noth- wendig im Gefolge _der unterdr ckten Rebellion erscheinen wür- den. Nein, die Priester können fich nicht den Gedanken einer durch Gewalt zu bewerkstelligenden Trennung beikommen lassen, und dies wäre doch die einzige Art, wodurch fie möglicherweise erreicht werden könnte.“ Die Chartisten zu Stockport haben dieser Tage in einer Versammlung sich gegen die A itan'on für Aufhebung der Kom- Gesehe erklärt, weil deren Zw: bioß dahin gehe, die Landwirthe und die Arbeiter in gleichem Maße zu beeinträchtigen und die selbstsüchtigen Zwecke der Reichen zu fördern.

- Der Sun meldet, er habe von höchst glaubwürdi en Yer- sonen, die mehrere Jahre in Indien gelebt, die zuveriäs ige it- theilung erhalten, daß noch me??" Abkömmlinge der alten Chi: nesischen Herrscher-Dynasiie in anfing und dessen Nähe lebten. Es sey demnach, meint dieses Blatt, sollten_ die Umstände das Aeußerske nöthig machen, gar nicht unwahricheinlich, daß man das zu Gunsten Schach Sudscbah's befolgte System auch in China anwenden und den Tartarischen Souverain des Thrones encse en werde. in Dubliner Blatt spricht von einer großen und wichtigen Verbesserung der Eisenbahnen, die von einem achtbaren Jrländer entdeckt worden sey, und die in kurzem alle sehr gebräuchlichen Eisenbahn-Syskeme verdrängen dürfte. „Wir vernehmen“, sagt die:? Blatt, „daß Eisenbahnen nach dieser Erfindung beinahe für die bloßen Zinsen des Geldes gebaut werden könnten, weiches fie seht kosten. Der Plan ist einem tüchtigen Ingenieur unserer Stadt, Herrn Gregor mitgetheilt worden, und derselbe hat ihn hdchlich ebilligt; der rßnder isijeßt mit Vervollkommnung der Details eschäfcigt, währe» rx“ die ndthigen Vorkehrungen trifft, um fich die Erfindung.x.dur .ch-„Patent zu sichern.“

Eine Belgische Kom up , an deren Spike der Graf

Zustand des [WM und des Leinenhandels in Irland, bei wel- chem Belgien vorzü lich betheil'Zt ist, auf das Zenaueske zu un» tersuchen und der elgischen epräsentamen- ammer darüber Bericht zue rstatten.

Von dem für iich vorgenommenen Verkaufe des Grund- Eigenthums des ords Ormonde mußten nicht weniger als 15,750 Pfd. Sterling Abgaben an die Verwaltung der indirek- ten Steuern gezahlt werden. *

Graf Grey ist, sei! er 1834 aus der Verwaltung austrat, nur fünf; oder sechömal im Oberhause erschienen. Der Graf, welcher icht 74 Jahre zählt, bringt seine Tage in dem Schoße seiner Familie auf seinem Landfihe zu, kommt selnn nach London und nimm: überhaupt an der Politik der arteien wenig Antheil.

Für die Posten von Bomlibx nach ropa sollen im; küns- tige zur Aufbewahrung der B e und der Gepäck: nicht mehr lederne Felleisen, sondern eiserne Kisten verwendet werden, man glaubt, um die Papiere gegen die Ratten u sichern, die mehr- mals große Zerstörungen in denselben ange cheet haben.

Für die BrannWein-Brennereien isi die Entdeckung gemacht worden, daß Kart el-Mehl oder Kartoffel-Stärke durch' gehörige Gährung einen se r reinen und wohlichmeckenden Branntwein liefere. Hiesrgen Branntminhändiern wurden vor kurzem Pro- ben davon vorgelegt, welche selbst die Erfahrensien unter i nen kaum von Iranz-Branntwuu- unterscheidey konnten, denn elbst der-Wein- eruch des Cognacs ivar durch chemische Beimischun- _en nachgeahmt. Es smd bereits drei Brennereien dieser Art in London angelegt worden. , . '

Die Reise von Londonishex Deeppe nach Paris wird ich! in der kurzen Zeit von 27 Stunden zurückgele t, während noch vor zehn Jahren der Weg von Calais nach Par s allein 36 Stun- den erforderte. ,_

In Madras ist die groß“:- Kettenbrücke zu Tschintandripett, als das 33|e Re iment Eingeborener dariiber zog , um den Na- bob zu dem Gra e seines Vaters zu begleiten,“ usammengebro- chen, und 1 Snbadar, 4 Hayildars und 26" ann smd dabei schwer, mehrere Andere leichter verwundet worden.

Niebe-xlande.

Aus dem Haa , 12. Sept. Das neueste Bülletin über das Be nden der Erxprinzesün von Oranien lautet folgenderma- ßen: iewohl der gestrige Tag nicht so gut war, (ils der vor- hergegangene, so ist doch heutx der Zustand Ihrer Königk Ho- heit zufriedensiellend. Der junge Prinz beßndet sch wohl.“

Amsterdam, 13. Sept. Ungeachtetder kriegerischen Sprache einiger Franzöfischen Blätter, ist man hier voa) der Memng, daß es vorläufig zu keiner Exploßon kommen würde. Die r- -ei niffe im fernen Syrien und das teresse des alten Mehmed

li können unmöglich einen solcher) insiuß auf die gesundden- fende MY Yi der Franxosen üben, daß sie darum die Ruhe und das & ihres ei enen Landes auf das Spiel fest" wer- den. Auch hört man Zu der That, daß mitten unter dem an- scheinenden .Kriegölärm von Seiten Frankreichs alle Unterhemd- lungen fortgeseht werden, um dm Frieden zu erhalten, was ge- Wkß nicht schwer seyn kann, da: das Land vor: auß“! gar nicht bedkvht ift. Gleichivo ! folgen uuseré Courkmdxm iYaris“ Jm- puls, und 2'/,proc.' iche Säntis stand te 48 /z- '

allen seinen Masken, Kanonen und übrigem Material an'

Das Wasser wurde mit Dampfmaschinen ausgepumpt, der Zu-

Das Schiff „Fiorenz“, geführt vom Cammin" Rose,“ Welches

d'Haine sieht .ist in Beifa "eingetroffen, um den gegenwärtigen-

mie Auswanderern von Rotterdam nacb New-York abging, m am Sten v. M. auf * der dhe des Cap Race untergegangen. Der Steuermann und 49 ersonen von den Passagieren und der Mannschaft haben dabei das Leben verloren. .

Belgien.

Brüssel, 12. Sept. Vorgestern hat hier mit den gebräuch- lichen Solennitäten die Einweihung der neuen „Kirche der nahm, von 2000 Einwohnern bevölkerterten Gemeinde Koekelberg stattge- funden. Die Ceremonie verrichtete der Kardinal-Erzbiichof von Mecheln unter dem Hinzustrémen einer großen Volksmenge. Das hiesige Posr-Gebäude läßt jetzt große Räume zur Auf- nahme der Kollts :c. einrichten, die auf der Eisenbahn befördert werden sollen.

Schweden und NorWegen.

Stockholm, 8. Sept. Der Adelskand hat die Aufhebung der Bischofssicllen mir 70 gegen 1-1Stimmen verrvorfen. - Im Bürgerstande verweigerte, nach qcschlossener Diskussion über diese Frage, der Sprecher dcn Vorsrhlag zur Abstimmung als grund- gesetzwidrig , worüber dcm Constiturions-Ausschusse die E schei- dung übergeben wurde. - Das Niederlags-Recht für den afen Slitö auf Gottland wurde nach warmen Debatten von eben die- sem Stande mit 20 gegen 17 Stimmen verworfen.

Stockholm, 11. Sept. Der Bauernstand hat durch A;- clamatjon eine jährliche Pension von 2000 Rthir. Banka für den StaaWSecretair Danckwardr bewilligt.

Der Staats; '.1xid Oekonomie-Ausschuß hat die Summe von 2000 Rthir. Banko zur Vcrsügunq des Königs gestellt, um da- für Schriften der Mäßigkrits-GeseUschaft vereheilen zu lassen.

Es heißt, daß dem Profesior Grubbe das Departement der kirchlichen Anaelegenheiten an die Stelle des Staatsraths Ihre, der jeßt das Ministerium des Auswärtigen leitet, übertragenwer-

denwird. Dänemark.

Kiel, 10. Sept. Ihre Majestäten der König und die Kö- nigin werden zum 25s1en hier erwartet, um sich am 28|en wie- der einzuschiffen. Zum Empfange macht dieses Mal auch die Stadt Kiel große Anstalten, kum Theil auf Rechnung der Stadt- Kasse, deren Einkünfte sehr ieträchtlich sind. Der Her og von Hoistein-Glücksburg nebst Gemahlin Königl. Hdheit nd am L0sten d. M. vom Schlosse Friedrichsberq hier wceder eingetrof- fen, um die Allerhöchstcn Gäste zu empfangen.- *

Der Enqlische Ingenieur Buck, welchen die Eisenbahn-Com- mittéen zu Kiel und Altona engagirt haben, ,ist m_ diesen Ta en hier gewesen. Derselbe wird von_bier aus die projektirte Ba n- linie untersuchen, und demnächst icin Gutachten über die Ausfüh- rung und die Kosten erstatten. Dem Vernehmen nach sind in ungefährer Schäßunq die Kosten einer Bahn von Kiel nach Al- tona auf sechs Millionen Bgnkthaler (““I-,. Millionen Restr- Preuß.Courant) angeschlagen; es ist jedoch zu erwarten, daß bei näherer Priifung der Anschlag um ein Beträchtliches germgkr ausfalien wird.

Die Holsteinschen Landstände sollen ihr Gutachten darüber abgeben, ob sie die Aufhebung des Zahlcn-Locto's und der Kopf- Steuer gegen die Einführung einer Branntwein-Steuer für rath-

sam halten.

Deutsche Bundesstaaten.

-- - Dreaden, 14. Sept. Die Abwesenheit unseres Kd- nigs, der nur um Seine Königlichen Verwandten in Ba ern xu besuchen und Seine Gemahlin abzuholen, die hiesige esidmz verlassen hat, wird kurze Zeit dauern.

Die hier eingegangene Nachricht von Auflösung der Chem- nitzer Actien-Geseüschaft für Maschinenbauten hat hier eben so viel Aufsehen, als Muth für die Unternehmer eines ähnlichen Vereins zu Uebiqau gemacht. Leider werden bei Liquidation ie- ner kaum 10 pCt. gewonnen Werden.

Ungeachtet der Zeitungé-Nachrichten über die Resultate der Reise des Kreis-Direktors von Falkenstein in Leip ig nach Mün- chen, scheint der Bau der SächfisckpBayerischen senbahn nicht io schnell ins Werk gesetzt zu werden, als man vermuthet und Ja,?) den t.i;_on Leipzig ab nach Altenburg zu errichteten Abzeichen o en du te.

Die kleine Schrift des Mitgliedes der zweiten „Kammer der leZten Stände-Versammlung, von Wahdors, unter dem Titel: echenschafts-Berichc an seine Kommittenten von den Be nd- lungen während der Sächsischen Stände-Versammlung 1 0- 1840“ findet viele Leser und wahre Theilnahme für den Autor wie für die Fortbildung jedes constitutionellen Systems. Es wäre zu wünschen daß jeder! Stände-Mitglied, insofern es in die |ck- dischen Ver andlungen eingreift seinen Kommittenteix gleiche Ne- chenschaft öffentlich ablegte.

-- »- Leipzig, 15. Sept. Dem von Göttingen Übérsiedeb ten Hofrath Albrecht ist kürzlich eine bestimmte Professur an hiesiger Universität übertragen und die früher schon bewilligte Besoldung bestätigt worden. ,

Die seit mehreren Tagen eingetretene erbst-Witterung is! bei abwechselndem Regenwetter und Sonnen rhein eben so frucht- bar als angenehm, wenn schon die auswärtigen Wirrhe nicht immer dabei ihre Rechnung finden. Der Gesundheits-Z nd ist sehr befriedigend, indem vom 5. bis 11. September 2 ge- storben iind 30 geboren smd.

Die Functionen eines bestimmten Chirurgen für die städti- schen Kranken-Ansialcen smd nach [)|-. Kuhl's Tode dety P" ks- sor l)r. Walcher, der sich früher durch mehrjährige Reisen ge der und seit länger als 15 Jahren als tüchtiger WUUOUM be- währt hat, von dem hiesigen Nati): übertrage" wvrden.

Die Kriegs-Nachrichcen, v:? auch hier im Umlauf smd ha- ben den Stand der Staats-Yapiere, besonders der Oesterreichu/chm, wie den Cours der Leipzig,- rcsdner Eisenbahn-Actien se r nieder- gedrückt. Lcßtere stehen zu 101J/4 pCt., während die innahme für die Gesxlischaft vom 6. ins 12. September 9421 Rrhlr. 15 Gr. beträgt, worunter'730» Rchlr. durch den TranSport von 82695 Personen, und 2110 Rthlr. 15 gGr. durch den Güm- Transport. Vom 1. Oktober an wird um 7 Uhr früh und 2 Uhr Nachmittagsron hier und Dresden gefahren, und soll nur in Riesa 10 Minuten angehalten werden. ' *

Mainz, 9- Sept. (21. 3.) Zu den Manövern des Güd- deutschen Armee-Corps ist von hier der Inspecteur der Preußi- schen Besaßungen in den Bundes-Feskungen, General-Major von Halleben, abgereist. Auch der General von Borsten, Welcher nacb vollbrachter Mission nach Stockholm zur Anzeige der Thron- Besieigung seinen früheren Wohnort Ko lenz noch einmal besucht hatte, ist zu gleichem wecke hier'durchgekommen.

In der lehren acht passtrten drei Couriere diese Skadi,

Von denen der eine sich nach Königswarth, der andere nach Wien

herrliches Lied: „Was ist des Deutschen Vaterland?“ welches

' wih!" erwarten, daß bei der Abßj

und der dritte nach Wiesbaden begab, wo „König Leopold jest verwalt- - Alle drei Couriere kamen von Paris. Der eine der- xeibm erlaubte sich eine Mystißcation, indem er erzählte, daß ouis P ilipp erschossen sey. Diese frivole Erfindung verbreitete |ck mit litzeischnelle in allen Kreisen , und hat große Beßüw zung erregt. Glücklicherwüse haben die am Abrnd angekomme- nen Blätter alle Besorgnis: zerstreut. Die kriegerischen Aus-

chten haben bisher keinen Einfiuß auf die Physiogxiomie Unserer :? Das einzige, was veranlaßt worden, ist;;-

undes-Jestung geübt., _ die Aufstellung von Signal-Kanonen quejen. , , Nach und nach verschwinden alle den Wem-Produzenten' eigenthümlichen BesorYisse- und die von den Wxinhändlern gn" fiilsen'tlich verbreiteten edenkxn über den wahrschemlichen Ausfall der diesjährigen Weinlxse. Dee Witterqng ist während der lelzten sechs Wochen so SÜWI Sewsskn- bst; Quantität und Qualität alle Wünsche befriedigen werden. Die Aerndte in den Cerealien und Obstsorten ist überaus reich ausgefallen, und da die Getraide- Preise-scb deffmungeachtet auf einer gewissen Höhe behaupten, so hat der Landmann Ursache, mit der Gegenwart zufrieden zu seyn. Der vorgerückten Jahreszeit ungeachtet, hat der Verkehr auf dem Rheine und aufder Eisenbahn sich nicht Vermindert. Auch in den Bädern ist die Frequrnz noch groß.

... 7- Brauns wei , 13. Sept. Festlich war cute die Umgebung des Schill chen Zrab- und Denkmals mic lumen- Gewinden und den Bannern von Oesterreich, Preußen, Braun- schweig und Tyrol gejchmückt. . Denn es galt die feierliche Ein- weihung des neben demselben erbauten Invaiidenhauses und der mit den Bildniisen der Helden des Jahres 1.209: des Erzherzogs Karl von Oesierreich, des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braun- schweZ-"OelS, Andreas Hofers, der ehernen Büste Ferdinand's von chill und den Namen und Wappen seiner getreuen Offi- ieee ge ierten kleinen „Kapelle. _Eine unendliche Menge Men- chen erxüilte schon vor dem Bxgmn des Festes den großen wii- sien Plak, in dessen Mitte, gleich einer Oase, der blühende Gar- ten mit einer Stiftung slch den Blick'en darstellte. Während um 3 Uhr Nachmitta s zum erstemnale das Geläute jener Glocke, weiß in inniger T,eilnai)Me Jhre Königl. Hoheit die Frau „Kurfürstin von Hessen-Kassel dem „Laufe verehrt hatte, von der Kabel!: herabtönte, setzte sich der ug in Bewegung. An der Spade desselben war das Herzogliche Hautboiskrn-Corps, nach diesem der einzuführende Invalide, Oberjägrr Gottfried Mdrinq, in der Uniform der dem von Schillsciwn Husaren-Reqimeiit aggregirt gewesenen reirxnden Jägei'sSckßwadron. Den Vetera- nen führten die beiden seit dem Jahre 1800 in den Reihen der Braunschweigschrn Truppen dienenden Srrgeanten Becher und Siibrandt. Dresen folgten der mit der Einweihung de'“ from- mcn- Anßalt beauftragte Geistliche, Herr Pastor k“ini", nebst dem aus Potsdam zu der Feier herarkommenen frii eren Arzt im Schillschen Corps , Herrn |)-'. Pusch, welcher schon bor Kolberg den verwundeten Helden in treuer ?lnhänglichkeit und Unendlichen)“ Liebe geyfleFt und geheilt hatte und später, ihm folgend, bci Do dendorf 111 ran öfijcixe Gesaiigcnschaft gcrieti). Ihnen schloffei sich an viele Of zum der biekigcn Garnison und eine große An- zahl von Civilpersonen. * gekommen war, schwieg das Geläute und begann die hiesige Lic- Gesang des Gedichtes Sr. ajesiäc des „Königs Ludwig von '“?“ “)en-!,: „An die Deutschen am Zahres'tage der Schlacht bei Leip ig , welches der Enkel des unsterblichen Göthe, Walter von Göt : in Wien, u der Feierlichkeit eigens komponirt hatte. Hier- auf sprach der okeor Pusch Worte voll des tiefsten Gefühls. Sodann erscholl das Lied Alexander's von Blomberg: „Schill“ u dieser Feierlichkeit besonders für Gesang und Militair-Mufik omponirt von unserem berühmten Landsmann Spohr in „Kassel. Nach diesem Gesange _werhte in einer Rede Herr Pastor Fink die fromme Stiftung “." und nahm dem Invaliden das Gelöb- der treuen und _redlechen Erfüllung der Pflichten seines neuen Berufs ab. Würdrq und angemessen beschloß die Feier Arndt's

dertafel, begleitet von dem HZZYogliwen Hantboiften-Corps, den., " ck

unter Begleitung des ganzen Mufik-Corps von den kun eübten Mitgliedern der z'ahlreichen Liedertafel gesungen wurde, sti?» ein von_ dem Herzoglichen Kammer-Musikus Herrn Stöppler kom- unmer Festmarsch. - Herrn von Vechelde, dem Stifter dieser Vaterländischen Anstalt, war es, wegen eines Beinbruchs, nicht vergönnt, dieser schönen Feier beizuwohnen.

SchWeiz.

Aus der Schweiz, 9, Sept. (Schwäb. M. Na der Verfassung des Kantons Aargau vom 6. Mai 1831 Find defrbi hiernach geltenden Grundsaße der Parität bestand der Große Rath aus 100 reformirten und -100 katholischen Mitgliedern. Auch in dem aus je 0 Mitgliedern bestehenden „Kleinen Rache und Ober- erichte sollten went, stens 4 Reformirte und 4 «Katholiken seyn.

on der Ge ammt- evöikerung von etwa 182,000 Einwohnern gehören inde nur beiläiifig 80,000 der katholischen Konfession an, und es war also natürlich, daß sich unter dem größeren Theile der rvttftanten eine Opposition gegen dieses unter dem Namen der arität beste ende System der Ungleichheit erhob. Dennoch bit" ck der Gro ? Rath, der am 1. September die seither sus- pendirten Verhandiungen über die Verfassungs-Revision wieder KU nahm und am “"e" bkendigte, für die Beibehaltung der Pa-

t deer fkÜthn Werse, freilich nur mit der Mehrheit von M' timme ( -gegen 82) ausgesprochen. Es läßt sich nun _ m * ' ' Volke viele verwerfende Stimmen FIR"??? H:;dYtrrfaTsiliÉthg 52: den schon mehrere Mitglieder der Minderheit des Großen Raths förmliche Verwaßrung gegen die beschloisene Parität einqegeben. Dennoch vermut et man, ,das um der Erhaltung des Friedens willen der von der Mehrheit des Gkbß-Raths beibehaltene Grund- sah auch von derjenigen des Volks sanctionirt werden wird.

Italien.

Rom, 5. Sept. (A- Z) Auf Unrat en * ' der Papst nun nicht, Wie es früher bestimmht wahrer Ziliern Ye? burufesi der Madonna am_8te11 d- bktrher komme?: sondern in Castello so lange bleiben, bis die LUfk_Üch durch eine,n erfrischen- den Regen abgekühlt hat. Man scheint einen Rückfall des Fie- bert zu befürchten welches hm" dieses Jahr siark grassirt- bei dem vorgerückten Älter des Papstes zollt Man daher allge'mein dieser Vorsichts-Maßregel Beifali.

*Der als Adjutant bei Gr- Königl. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen an die Stelle des verstorbenen Generals von Lepel ernannte Major von Moliére ist “Us Berlin bier eingetroffen.

"Neapel 30. Aug. Diesen Vormittag wurde im iet Arsenal in Gxgenwart der Königl. Familie des ofes u:?dsoexk, ger'zahlreichen uschauer das zweite schöne inienschi pon

Nachdem der Zug in dem Garten an-

“(_. Weise, wurde auch an Rifaat ,im Begriff, nach Konstantinopel urückzukehren. Die Offiziere

; Alexandrien, ohne irgend belästigt zu werden.

1047

stationirt uvesemn Garde-Regimente fiel die Re im ; circa 40,000 Priasker enthaltend ins Meer, und Fonthsbis'KjTL-T nicht wiedergefunden werden. - Dem Courrier de Lyon wird von einem Ztaliäni- en Korrkspondenten geschrieben, daß die Fürsten c“italienik qe; einsame Vorkehrungen für die Sicherheit und die“ Vertheidé- - ung der Halbinsel iurFalie eines Krieges troffen. Mehrere orts längs der Toskanischen Küste soilen in Verth-joiqungs, ustand gesch: werden und dasselbe is? in Bezua auf Anko'na be- ch|ossen worden. Von Livorno sind am !. Sepicmber 12 schwere Geschiiße, 6 Haubihen und 8 Mörser nach dem Fort von Porto lFerrer]obg'xsßndt worden.s Zn; detfi FeisXn Staaten soll der Po- tzer an e o len "worden eyn, an a e ran dsi'cie ““ ' wachsames Auge zu haben. 1 ] ) Re:!enden.ein

Spanien.

Madrid, 5. Sept. Die Ruhe der Haupt adr i ' gestört wordcxi. Das Vertrauen kehrt zuriiri, undstder )!ZchT-YZ m den Straßen ist sogar stärker, als gewöhnlich. Die provisori- sche Regierung fährt fort, ihre Widerstandsmirtcl zii organisiren. Xin Bataillon der National: Garde und ein Bakailloil Linien- chruppen_ und beständig unter den Waffen. "))-Ian erwartet heute Abend eme _beträchtliche Verstärkung, namlich einen Theil der“ Di- vision des Generals Hoyos. Die provisorische Reqierimg hat mit dem Banqmer Lafont ein Uebxreinkommcn geschlossen, ivo- nach derselbe, gegen Ueberlassung des Thorzollrs, sich verpflichtet, täglich 3000 Piasier zii zahlen. Die Nachrichten aus Guadala- jara lauren mchrgün aq für die provisorische Regierunq, indem der dortige polittjche C ef, welcher zu den Moderadbs gehört bis jetzt sich den Befe len derselben widerieizt und sich in daz Fort urürkgezogen hat. Man arbeitet hier an der Errichtung von arrikaden, um den Marsch der Garde-Truppen aufxuhal- b;?dnntueber die Entscheidung Espartero's ist noch immer “nichts

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Barcelona, 4. Sept. Bei einem qläwcnden Diner wel- ches die Stadt dem General Espartero gab, rinirden sehr liberale Toasts ausgebracht und mit dem größten EnthufiaSmus aufqe- nommen. Der Herzog von Vitoria brachte den Toast axis: „Möge stets das volikommenste Einverständnis; herrschen zwischen den verbündeten Mächten Spanien, Portugal, England und Frankrrich!“ Der Regidor Deaollado: „Der innigen und un- auflösiichen Vereinigung des Volkes und der Armee!“ Der ,Syndtkys Raul]: „„Der National;Unabhängigkeit! Mehr als ]emais_i'si die Natwnal-Unthängigkeic die erste, nochmendige, unerläßitche Bedingung für die künftige Größe der Spanier!“

Aegypten.

Den] Lourrier deLyon wird aus Malta vom 1. Septem- ber gemerdet, dak; daselbpk das Gerücht verbreitet sey, dec Com- niodore ngtrr habe Beirut bereits beschossen. In Maita war die Tunesuche Korvette „Cervo“ mit einem außerordeniicchen Ge- iindceti des Beis an den Sultan angekommen.

Em Supplement dcsPortafogiio Maltese vom [Sep- tember enthältNachsrehxndes: „Die Konsuln in Alexandrien ha- ben noch nicht den Besehl erhalten, abzureisen, indes; hat Mei)- med Ali ihnen bereits andeuten lassen, daß, da fie jetzt kein Ge- - schaft mehr in Aegypten hätten, sie sich gänzlich passiv verhalten _ möchten. Dieselbe Mittheilun , ,gheri, auf eine mehr förmliche ekgemacht, und es heißt, er sev

des Eng!isch-Oeskerreichischen Ges waders kommen täglich nach , . Die Englischen * Schiffe hielten am 25. August mehrere kleine, mit Früchten und * Reis beladene Küsten-Fahrzeuge an, bemächtigten sich der Ladung, dre fie bezghlten u_nd ließen die Fahrzeuge wieder frei. Als der ascha erfuhr, das die Engländer einige seiner Transporr-Schiffe der Syrischen Küste weggenommen haben, sagte er, man irre

;“7 :ck sehr, Wenn man glaube, ihm die Verbindung mit Syrien ab- *?chneiden 11 können, denn er habe für diesen Fall 10,000 _Kax'

, eele in ereitschaft. Es war das (wenig glaubliche) Gerücht '*'-erbreitet, auf der Jnselepern solle ein Armee-Corps von 20,000 Oesterreichern, 30,000 Türken und 6000 Engländern gelandet wer- den. Jedenfalls wird dies nicht hinreichend seyn, um gegen die unermeßlichen Hülfsmittel des Pascha's auch ohne die im Norh-„ falle zu bewaffnenden 50,000 Drusen ZU kämpfen. Die Nablu- sen smd bereits von ihren Bergen hera gekommen und haben sich bei Seida gelagert.“

Mexiko.

Mexiko, 16. Juli. Die Hauptstadt ist der Schaupiah einer insurrectionellen Bewegung gewesen. Urrea, der bekannte vormalige Föderalisken-C ef, entwischee aus dem Gcfängniffe, stellte sich an die Spihe der öderalisken und griff gestern, unterstützt von dem Ex-Vice-Präfidenten, Gomez Padraza und von Gomez Farillas, die HaUpZFkadc an. Nach einem lebhaften Widerstands, tvobei angeblich 300- enschen umkamen, nahm er Beiißvon dem Pa- lasie und anderen öffentlichen Gebäude'n , dem Seminar und der Kathedrale. Der Präsident Bustamente fiel in die Hände der Znsurgenteä, wurde aber später wieder befreit, vereinigte fich mit der Centralistischen Regierungs-Partei und belagert? lebt mit 3000 ONann und 4 Stück Geschüße die Föderalisken in dem von ihnen besetzten Stadtviertel, die, wie man glank, sicl) Wohl bald werden ergeben müssen. Vermuthlich Wird eine Hauptschlacht darüber entscheiden, wer" Herr der Hauptstadt bleiben soll. Die deeralisten, die sich in der Citadelie verschanzt habm, sollen im Besiß cines beträchtlichen Artilieric-Pai'ks ieyn- Es kommen von allen Seiten Truppen heran, die von der Regierung zu ihrem Schulze herbeigerufen snd; auch haben die Generale Felisoda, Valencia und Menou fich dem Präfidenten angeschlossen.

sch“Heute isk folgendeProclamation des Präsidenten Bustamente er tenen:

„Mitbürger! Der unbedeutende Aufstand eines geringen Theiss der Bevölkerung und der Garnison derHauptsiadt, das Vergessen der Ehre und Pflicht haben den Abfall einiger Soldaten zurFolge qebabt; aber diese Verrätherei isi durch das „tadfcre Benehmrn der Aiiführer, Offiziere und Soldaten, die dem Betsplele des tapferen Ober:Vefehls- habers und der Haupt-Abtheilung kek AWE? kühn fdlgten, völlig aus- geglichen worden. Der Regierung find die scbändlichen Pläne der Ur- räther nicht unbekannt, und fiesab vorher, da den abscheulicheu Erklä- rungen derselben Mord und 91an Mg?" w rden; aber dennoch hat sie die Milde der Strenge vorgezogen, Diese Politik bewirkte, daß die Ruhe der Natio-rauf einige Stunden gtskokt Wurde, aber jest, wo ich meine Freiheit wieder erlangt habe, glauben die e'insurgenten, nachdem sie eingesehen, welches Unheil sie durxh ibr unmniges Unternehmen iiber ihr Vaterland gebracht haben, daß Versöhnung das einzige Mit- tel sey, wodurch sie Verzeihung erianZZn können. Die Regierun be- trachtet die Jusurgenten ais verirrie . mder der großen Merikam chen Familie; aher ei nichtsdestowemger knisMbsskm nicht u“vergesen, wie sehr ihre _v ter! che Gesinnung gemißbraucht worden 1 , und was

ationen vom tapel gelassen, und wir dem amen ma Therese“ getauft. Bei dem neulichen Emschtffen des in “Salermo

die Gerechtigkeit der Ma'orität drr Naxion egenüber von ihr verlangt. In wenigen Stunden w rd die offentliche uhe wiederhergesiellt -styn,

die Griese tch'drn schnell wieder in Krat treten, und die Re imm wird ihr Ansehen zu behaupten wissen. fMe iko, 16. Juli 184%. Anasasio usiamente.“

* Matambras, ]. Aug. Auf die Nachricht von dem Par- xeckainpf, der m der Hauptstadt ausgebrochen ist, hat Santana iogletch Veracru verlassen und sich auf der Diligence nach Mexiko brgeben. Zn ' uebla erhielt er jedoch die Nachricht, daß die Re- gccrun_q_semes Beistandes nicht zu bedürfen glaube und allein mit den Jmurgenten fertig u Werden denke. Diese dürfte dann die ganze Stre_n_qc des Es eßes treffen; der Kampf wird also Whl ein verzweifelter seyn.

Hier sieht nur xine geringe Streitmacht unter dem Befehl voii Empuedo, _und dieStadr befindet fich in wehrlosem Zustande. Die Generale Wali, Condca und Canalizo sind von hier nach der Hauprftadc geez't. Aucthrisia, der hier erwartet wurde, soll von Tampeco dorthin abgereist seyn. Man hofft jest hier, daß die Terraner dre Stadt Matamoras nicht erst angreifen würden, da sie wohl unter den jelzigev Bedränqniisen Mexiko's eine baldige Anerkennung ihrer Unabhängigkeit erwarten dürften und es daher rathsdmer fürfierst, ]eßcvorsichtig zu Werke zu gehen. Neu-Mexiko soll „nch übrigens, mit dem General-Kommandanten Amijo an der Spthe, fiir Texas erklärt haben.

C h !“ n a.

Macao, 20. Mai. Bis jeßt beschränken sich die Vert ei- digungs-Atrskalcen der Chinesen auf das Einüben von etwa 41900 Reirgtcn m 'der Nähe von Canton und auf den Ankauf des. Brunchen Osiandienfahrers „Cambridge“ von 800 Tonnen,“ dessen Besitz aber seist keinen Werth für fie haben'kann, da das Kupfer von dem Scinffsboden gestohlen worden ist; mehrere neue Kriegs- dschunken von 20 Tonnen sind gebaut worden, werden aber wohl eben sowenig gefährlich seyn wie die alten.

' DwAmerikanischen Kaufleuce in Canton hatten am 25.April

rm Schreiben an_den Commissair Lin gerichtet, in welchem se

ihn um Erlaubniß_bitten, ihre Schiffe direkt nach Canton kom-

men_ lassen zu dürren, statt daß sie bisher in Whampoa löschen

mußten, und zwar aus dem Grunde, weil die erwartete Englische

Expedition, die eine Blokade unzweifelhaft zur Folge haben werde,

zu sl'1!h eintreffen dürfte, als daß die Amerikaner ihre Geschäfte

zum Abschlusse bringen könnten, wenn die Löschung ihrer Schiffe

in Whampoa Verzug erlicrc. Lin hat auf dieses Gesuch gleich

am folgenden Taqx eine abschlägige Antwvrt ertheilt und ganz, Ungewöhnlicherweiie die Petition selbst zurückgegeben, wahrschein-_ [:ck um anzudeuten, daß ein Dokument, in welchem auch nur die

Yermychund von Gewalc-Maßregelu gegen China enthalten ist, gar

mxht m den Archiven des himmlischen Reichs existiren dürfe. Für

wre lächerlich er eine solche Vermuthung hält, spricht er denn auch in seiner Antwort selbst ganz unverholen aus. Daß die Engländer durch eine Blokade die Amerikanischen Schiffe an dem

Handel mit China verhindern sollten, erklärt er für eine freche Lüge 11110 für ein ganz absonderliches Verfahren. „Bedenket niir“, iagt er, „daß diese Häfen und Buchten das Eigenthum der_himmlischen Dynastie sind. Wie kann England Euch bioki- ren? Ihr Amerikaner! Amerika isi ja keine an England tribut- pfiichtige Nation! Wie könnt Ihr so närrisch seyn, “zu glauben, wir würden es zugeben, daß die Engländer Euch gehören, am 1. Juni oder um diese Zeit die Einfahrt in unsere Häfen oder den Handel mit uns aufzugeben? Gerüchte der Art können of- fenbar nur von Mißvergnügren ausgehen.“

Inland.

Posen, 14. Sep:. Bei Gelegenheit der Feier der uldi- gung, die hier besonders glänzend stattfand, ist von den radt- Verordnrten bejchlossen worden, zum bleibenden Andenken an die- sen wichtigen Tag eine höhere Realschule zu errichten, und wur- den die dazu nöthigen Fonds auch bestimmt.

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Verzetchniß der Vorlesungen, welche im Winrer 1840 und 18/11 vom 26. Oktober an auf der hiesigen Königlichen Tbierarzneischule gehalten werden.

1) Herr Geheime Medi inalrail) und Direktor 1)r. Albers wird

Montags, Mittwochs und reitags von 11 bis 12 U r über eri -

liche Thierhriifunde und Veterinainoiizei lesen und dbamit ein? pK;-

ILLYiendL-xnlmung zur Anfertigung von Gutachten und Fund-Scheimn n.

2) Herr Pro:“?fsor 7'nd rivat-Docent an der iefi en Unive t .

1)r. „.o-:x. Rerkleben, wirdPMittwochs und Somyabexds von lßßlkxits,

Foiibrniiibex die JFockiTnleshre dyrHériusthiere, liljnd Montags, Dienstags,

Urne- ag un ret ag von 1 s 211 r der e “it:.

Dnitrtik des fLferdes Vorträge halten. b G s" Kunde mrd Lx) „Herr ,5 rofessor [):-. 11180. Gurlt wird iiber die Anatomie der Lizasthiere täglich von 12 bis 1 Uhr über pathologische Anatomie iemiags, Mittwochs Und Sonnabends von 2 bis 3 Uhr Vorlesun en bzglt-en. Derselbe leitet die praktischen Uebungen in der Zootomie, wekche' taglich des Vormittags und mit ?lusnahme des Mittwochs und Soim- abends cinch des Nachmittags stattfinden. Unter seiner Leitung ge- schehen die Sectwnet) der gefallenen Thiere, bei welchrn derjenige Le : rer anmesend seyn Wird, in drssen Krankenßasl das Thier gefallen iZ. d) Hrrr ;profeffor yk.'lk181]-HektlBl-J wird die vraktisckyen Uebun- gen im Kran ensalle. täglich 'von 8 bis 10 Uhr Vormittags und von 3 [115 4 Uhr Nachmitirigs leiten; ferner täglich von 1! bis 12 Uhr Vorlesungen, und Repxtittonen iiber den ersten Theil der Chirurgie hal- ten, auch wrrd Ck'dle 111 den Krankenställen vorkommenden cbirurgischen Operatiogien verrichten und unter seiner Leitung verrichten lassen. 5) Herr Apotheker und Lehrer 1". ibilox. Erdmann wird Dien- stags -und Freitags voz) 8 bis 9 Uhr orgens und Mittwochs von 5 bis,? Uhr Abends. iiber die Grundlehren der Physik und Chemie Vorträge und Repettttonen halten; Diensia s, Freitags und Sonn: abends von 4 bis 6 Uhr über Chemie und €pharmacie lesen und den praktischen Unterr1cht_in der Ypoiheke der Schule täglich ertheilen. , 0) Herr Nr., 9111075. Storig, Professor kxtknokäinäkiuz an der hiesiLzen Uniberiitrit, Wird iiber Geschichte und Encyklopädie der Thier- Hetl unde Tiensiaqs, Donnerstags und Sonnabends von 3 bis 4 [ihr. Trend MOZRM, MthsocZHäun? dFreitags von 3 bis 4 Uhr über Ex- rreur, ung un * ! teti er aust iert, mit Ausna me des Pferdes_und Schafrs, Vorträge halter? b b . .) „Herr KreißTbierarzt und Repetitor1)r. pbi|0§. Spinola. wikd, mit Zuziehung von Eleven der Schule, erkrankte Haustbiere, mitAus- nahme der Pferde und Hunde, sowohl in hiesiger Refideni, als im Tel- tow chen„ Niederbarnimschen und Ostbavelländischen Kreise, in de" St (len ihrer Bei? er auf Verlangen thierär tlich behandeln. Ferner wird derselbe tägli Morgens von 7 bis 8 hr iiber den ersten Tb!" der speziellen Pathologie und Therapie Vorlesungen halten.

8) Herr Professor Bürde häit dreimal wöchentlich, in noch " bk“

Immenden Stunden, Vorträge über die Troportkonen der Thel ? dk“ ferdes und der damit verwandten Gegen ände. _ 9) Herr Kreis:Thierart und Repetitor 1)r. „!:-109. Wagens?" wird täglich von 9 bis 10 ihr praktischen Uutkkné)! über dir,]!!! "7 stalt gebrachten kranken Hunde und kleineren HansWu" “ck“ F;!!!“ - außerdem dem Herrn Professor Hertwig blk Behandlung d.“ .

Pferde affistiren. „„,-„ak wö-

10 err “.!reis-T ierar t und Repetitor uchi wird chentlicix |! noch zu beYimm-enden Stunden |J“ den ck!“ NN“ '“