1840 / 267 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

-.'r Akéve-“rn eit der Truppen der verbündeten Mächte in .Kon- kznnnopel |?pulire, nicht etwa bloß für den Fall feindlicher De- monstrationen Mehmed Ali's, sondern schon in olge eines blo- ßm Ersuchens des Sultans, der ailein über die vthwendigkeit eines solchen Schrittes entscheiden ione; daß die Zahl der Trup- prn nicbt festqeseßt sey, und daß es wieder nur der Sultan und mchk enva ein gemeinsamer Beschluß der Mächte seyn folie, der das Aufhören der Maßreqel zu verfügen hätte. Das Französsche Kabinet glaube dadurch dem überwiegxnden Rus- sischen Einfiusse Thür und Thor geöffnet 2) „xaß, wmn- gleich der Bosvorus und die Dardanellen für jetzt den Kriegs- 1'chiffcn aller fremden Nationen verschiossen seyen, doch der Sultan ermächtigt wäre, dieselben herbeizurufen. Auch gegen diesen Punkt Wende das Französische Kabinet ein, daß der weck nur der sry , die Russische Flotte nach Konstantinopel zu f hren und Rußland die I' crrschafc im *))?ittelmeere zu sichern, da es reines Einfiusses au den Divan so gewiß sey, daß es das Be- aehrcn des Sultans" um Hülfe zur See bei jeder passenden Ge- legenheit hervorrufen könne. 3) Endlich, daß Oesterreich, Preu- ßen, Ermland und die Türkei durch den Traktat verpflichtet wür- den, deffen Bestimtmmgen selbst vor der Auswechselung der Na- tificacirnen zur Ausführung zu bringen, wenn Rußland sie dazu anffordere. Das Französische Kabinet nehme an dieser Bestim- mung ganz besonderen Ansioß und behaupte, ße stelle die ande- ren Mächte zur Verfügung Rußlands und soße die aktiv Aufrretendrn dcn Wechsclfällen einer Kollision aus , die durch keine Uncrrhandlunqcn Frankreichs verhindert werden könne. Der Korrespondent des „Globe“ schließt seinen Bericht mdrß mit der Warnung, daß derselbe, Wenn auch aus einer sehr» zmccn, doch immer aus einer Französischen Quelle herrühre und daher mit Behutsamkric aufgenommen Werden müsse. , Bei Vcr- qleichung obiger Punkte mit dem Traktat wird man in-der That auch finden, daß die Angaben theilweise ganz falsch find., So ist nirgends davon die Rede, daß eine Aufforderung Rußlands die anderen Mächte zur sofortigen Ausführung des Traktats verpflich- ten solle; die unverzüglich zu ergreifenden Maßregeln beziehen sui) überhaupt nur auf die Unterstüßung des Sultans kin der Verhinderung des milirairischen Verkehrs zwischen Aegypten und Syrien, und u diescr Unterstützung verpflichten sich nur England und Oesterrei ) , und nicht für den Fall einer Aufforderung von Seiten Rußlands, sondern auf das schon erfolgte Gesuch des Sultans. In einem Briefe vom löten äußert derselbe Korre- spondent die Ansicht, daß es hauptsächlich die Vorstellungen der Jbrikanten und Kaufleute geWesen seyen, welche das Französische iinisterium zu der friedlichen Tendenz geßimmt hätten, die siti) unverkennbar in den lelxten Manifestationen der Börse abspiegeie. Auch erwähnt er, daß zwei fremde Gesandte, welche noch vor wenigen Tagen den Krieg für wa rscheinlich gehalten, nach meh- reren Konferenzen, die sie mit errn Thiers gehabt, sich auf ganz andere Weise äußerten.

Der C ourier bemerkt, indem er sich ebenfalls auf die Mei- nuniz eines Pariser Korrespondenten beruft, daß die einmal auf- geregte Französische Eroberungsluft sich nach dem Brache der Englischen "leicht nach einer anderen Allianz umsehen möchte. Eine politisch hochstehende Person habe kürzlich gesagt: „Herr “Guizot hat Recht, es wird wegen der orientalischen Frage kein Krieg entstehen, aber das wird den Krieg nicht verhöten, wenn Frankreich einmal kampflustig ist und eine gute Gelegenheit sich bietet.“ Dann führt das genannteBlatt foigende angebliche Aeu- ßerung des Herrn Thiers an: „England und Rußland heißt es jest; nach und nach wird es Frankreich und Rußland heißen.“

Aus Portsmouth wird jeßt mic Bestimmtheit gemeldet, daß *

der Contre-Admiral, Sir John Ommanney, als zweiter Befehls- haber der Flotte des Admiral Stovford nach dem Mirtelländi- schen Meere abgeben und seine Flagqe auf der „Britannia“ von 120 Kanonen auf ichen wird. An den Linienschiffen, zehn an der Zahl, welche zur erskärkung der Flotte bestimmt smd oder we- nigstens segelfertig gemacht werden sollen, wird mit dem größten Eifer gearbeitet. Ueber die neuesten Vorfälle in Spanien äußert fich der mi- nisterielle Globe folgendermaßen: „Die Angelegcnbeiten Spaniens haben den Wortkrieg unserer Pa: ri!"rr Kochen theilweise von der oriental-schen Frage abgelenkt. Fu dcr That ist etwas Merkwürdiges in der Stellung, welche die Englij c und die Französische Diplomatie binfichtlich dieses Landes einander ?e- acnübrr einiunehmen scheinen? Die Englische kmm rüchücht|ich der n- neren politischen Bewegun en in Madrid, aUem Anschein nach, als das System des Geschehen affens bexeicvnet werden. Die Französische Tiviomatie hingegen wirft ihr Gewicht in die Schaale derjenigen Par- tei, gegen Welche die lesten Bewegungen in Madrid und an anderen Orten gerichtet waren. Die„Revue des deux Mondes“ und das „Journal des Débats'“ haben kiinstlich auSgegrbeiteteAZtikelzum Besien gegeben, deren Zweek es ist, zu zeigen, dqß die Königliche Autorität, nach dem Grundsa c der Politik der richtigen Mitte und einer admi- nifiratjven Centrali ation ausgeübt, am Ende Über das Militair nnd die Munizipaliiäteu triumphiren müsse, deren , Unzgfriedenheit mit dem neuen Gesetze der Avuntamiento's eiye pguptquelle der Bewegung in der Hauptstadt und in den 5 rovmzen ist. Wir machen keine Ansprüche darauf, eine Meinung der den Werth der Veränderung, die dieses“ Gesetz in der Mumzipal-Verwaltung erbeifiih- ren soll, indem es die Ernennung der Alkalden von den Loka ehörden auf die Regierung überträ t, zu äußern. Alle derartige, Mgßregeln sind relativ, und die Ann 7erung an das Franzofische Einheits und- Ccntkalisations:Svfiem, we che jenes Gesetz bewirken soll , kann nur noch seiner Anpaffung an Nationalgefüble beurtheilt werden, welche sich indessen geqen die Entziehung von National-Priviiegien fiark erho- ben zz! baden scheinen. Das „Journal des Débaw“ behauptet, der ge- genwartige Kampf scv ein „Kampf zwischen der reiheit neuerer Zeiten und den zreihriirn des Mittelalters: dies ist m glich, aber msn muß einem 1tk8m Volke die “rcihcit in derjenigen Gesialt lassen, wie dieses fie vekßxvt. _Mn VoltagefIblen, bearündrtauf alte Gewohnheiten und Privi- TEM", 1011er ;" kcchten. Man kann sieniedertreten, wenn einedirs vermö- aende Emtrz11=65eroalt vorhanden ist; wenn aber bei f-äveren Beran- lassungen die Militairmääzt dieser Gewalt fich' eher bereit gexeigt hat, Mit dem VölkSWlÜM gemeinschaftliche Sache zu machen, als ihn zu unterdrücken, so erscheint es noch als eine größere Unvorschtigkeit, dem Bk"? dk? Losung SU") Ausstande zu geben. Ein anderes Element“ der Unordnung m, Spanten, und nicht das geringsie, ist die große Anzahl von Leuten, dte' nz1ch Anstellung und Aemtem haschen. Es aiebt :s ]- .xorden diescr gierigen Menschen, die bereit iind, alle und jede Ma re- geßn und Bewegunqez! zu befordern, nm sich im Amte u erhalten, der umfiäj hmxt-zudrängen. Was für eine Ordnun derD nge daraus vervorfehen wtrd, isi mcht abzusehen, doch kann dye Sache nicht ans einma dura) Papier und Pergament ausgemacht werden. Dies ck

der Jmhum der weißen Reformer und Ami-Reformr. Das"

„Journal des Débaw“ spricht von dem Einßufse an n , iert aus den Siegcsherzog, und der, „National“ billigt desZY-fahnn Snglandé hinsich0_tch Spaniens; bkldi' Blinker imma, aber in einer Behauptung iiberein, die yoslkomtpeu wahnsi, n milch darin, daß Eng- land feine platontsibe *Nexgun (ür beso , e Mydifizirungen emder Jnüitutionen oder Privileg] hegt iind wentq darum det mmert, we1chc poiitischeTheorteen am yopttleksien„* _ einen Nachbarn" find. Vrrwnndern um es uns index, daß es eckigen unserer Panswxoae- urn. die gemi, _ d, uns unter Anderem mit Kriegen derPropagaW zu droben,- * “einfällt, daß, wenn es-oive MW in Evrwa süße, drr auf diese rohungen weniger achtet ali jede andere, Rußland vie].

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lei tau enommm, e' a tEn land m. Wir passen unsere In- siitcki'tionesng unseren Gd'eÖßhYeYen mgid Bediirfnifsen anxxwie es uns am besten dünit, und wünschen durchaus. daß gudetr Nationen dastlbe Vorrecht ausüben. Ei ist möglich, daß Spanien eo mißbraucht; aber wir möchten dies nicht durch Vorschriften von qußen her verbessern.“

Die Bank von England hat gester»: eine Generalversamm- lung ihrer Actionaire gehalten, in weicher eiiie Dividende vpn 3'/: pCt. für das verfiossene halbe Jahr angezeigt uind genehmigt wurde. Der Resewe-Fonds der Bank wurde bei dieser Geleqen- heit auf 2,852,030 Pfd. angegeben, nachdem davon 15,255 Pfd- abgezogen waren, um die für die Dividende nörhiae Summe zu ergänzen. Im Ia re 18sz im Oktober betrug der Reserve-Fonds nur 2,775,d'02 * , cht also, obgleich zivri Jahre lang eine jährliche Dividende von - pCt. bezahlt worden ist, -7,00_0 Pfd. mehr. Der vortragende Direktor zog daraus den Schluß, eme Verminderung der Divideirde in der nächsien Folgezeit nicht wahr- cheinlich sey- Ein Herr Thompson machte den Vermcl), eine

erminderung des Salairs der Direktoren der Bank herbeizu- führen, fand aber mit seinem Antragc keinen Anklang.

Die Nachricht von dem Steigen der Rente in Paris hat auch auf der hieügen Börse günstig gewirkt, an Welcher alle Fonds in die Höhe gegangen smd.

Die heutige Times enthält wieder einen Artikel über die Mangelhaftigkeit der Englischen Marine. und der jetzigen Rüstun- gen. „Das erschreckre Admiralitäts-Amt“ , sagt dies Blatt, „ch müht sich eifrigst, die Fidele auf einem erbärmlichen Friedenofuß zu erhalten, um den Anforderungen zweier wahrscheinlich bevor.- skehenden Kriege zu genügen. .Die ernstlicbe Gefahr liegt darin, daß inmitten all dieser plößlichen Thäthigkeit s1ch kein Anzeichen von einer wirklichen Würdigung der Gefahr und von einer wirk- lichen Anschaffung der Mittel zu. diesem Zwecke kundgiebt. Man findet, daß die WachtschiY vollzählig bemannt tverden müßten. Allein man hat seht drei achtschiffe statt der früheren zwölf, und die drei Schiffe haben“ die Bemunnung Eines Schiffes. Der „Donegal“ kommt von Lissabon, und seine Mannschaft geht auf die nach der Levante bestimmte , Britania“ über, während Eng- lische Schiffe nöthiger als je im ajo wären. Es is? keine leichte Arbeit, zwei-ausend geschickte Seeleute, die man braucht, zu fin- den, und es gehört mehr dazu, ais einige Plakate, die man an- schlägt, und das Pfeifen des Bootömannes. Die Franzosen werden England nicht aus bloßer Erinnerung an die Siege vor vierziq Jahren den Vorrang zur See zugestehen.“

Nach Angaben der Morning Post wird sehr viel baares Geld nach den Vereinigten Staaten ausgeführt, und es hat un- ter anderen der „Great Western“ bei seiner lehren Abfahrt [00,000 Pfd. St. in Sovereign! dorthin mitgenommen; man berechnet bei diesen Geldsendungen den Gewinn auf 3 pCt.

Lord Bron ham, der auf seinem Landühe Calehill in Kent sehr krank gewe en ist, so daß man selbst für sein Leben gefürch- tet haben soll, befindet stil) nach einer Mittheilung m der Liver- pool Times wieder in der Besserung, wird sich aber längere Zeit anstrengender Arbeirenthaiten müssen, zumal da seine Krank- heit eine Folge übermäßiger Arbeit i|._

Graf Cardigan ist weYn seines Duells mit einem der frü- heren Offiziere seines Reg ems vor das Polizei-Tribunal u Wandswortb gefordert wordeü, und hat für stch selbst "WP o_- und für seine Sekundanren 500 Pfd. Caution dafür stellen müs- sen, daß er weiteren Vorladungeu jederzeit olge leisten wolle. Wegen seines Benehmens'gegmxeiner seine"- éttmeister, der bei dem Ober-Befehlshaber.„Über,““il)n Beschiverde geführt hat, ist ein Kriegsgericht eingeseßc worden , und die öffentlichen Blätter sind icht schon angefüllt mit Korrespondenzen und anderen auf diese Sache bezüglichen Dokumenten, Welche diesemGerichtwerden vdrge- legt werden. Die Veranlassung des Streits ist eine Beschimptung, die Graf Cardigan dem Rittmeister an der Regiments-Tafel an- gethan hat, und man hält es für möglich, daß die Untersuchung der Sache die Folge haben könne, ihn auc!) des Kommando's des jetzt von ihm befehligten Regiments zu berauben. Graf Car: digan ist ein Hoch-Tory und genießt des besondern Schußes des Milimir-Departemems, in welchem die Tories durch den Ober- Befehlshaber Lord Hill überwiegenden Einfluß ausüben. Die liberalen Blätter benu en natürlich diese Gelegenheit, um aber- mals gegen den Tory- fluß auf die Armee unter einem Whig- Ministerium ihre Stimme zu erheben.

Aus Dover wird vom löten d. gemeldet, daß dort an die- sem Tage ein starker Sturm gewüthet habe. Am folgenden Tage fand von dort aus eine Wettfahrt von Schiffen statt.

Der Präsident der legiSlativen Versammlung der Ionischen Inseln, Ritter Calichiopuli, hat von der Königin zum BeWeise ihrer ufriedenheit mit seinem Benehmen das Commandeur-Kreuz des t. Michael; und St. Georgs-Ordens erhalten.

Die Preise von Waizen behaupten sich bei mäßiger Zufuhr aus dem Innern, und man glaubt, daß der Zoll von 10 S1). 8 Pee. auf ankommende Ladungen willig bezahlt werden wird.

Nach einem von der Times mitgetheilten Schreiben aus ?ndien wäre Tarawaddi, der jeßige König von Birma, Lein

yrann und hegte keinesweges feindliche Absichten gegen die Englisch-Qstindische Regieruug, welche lehrere ihn aber durch die ansehnlichen Streitkrßfre, die» sie an seinen Gränzen versammele, allerdings zum Mißtrauen und Abbrechen der diplomatischen Verbindungen mit England veranlaßt habe, worin nun Einige einen Bruch des Friedens von Iandabu und einen Grund zum Krie e erblicken wolltest.. 7. us St. T-homasyünd Berichte bis zum 12, August ein- gegangen. Die Bevölkerung hatte trivartet, daß der Gouverneur bei seiner Anwesenheit iw, Dänemark von dem Könige den Be- fehl zur Emancipation der Neger erhalten haben würde„ und em- pfing ihn daher sehr freudig. Aber die Regierung verlangte, daß die Eigner den Sklaven den Sonnabend überlassen sollten, um sich Geld zur Loikaufung verdienen zu können. Das wol]- ten die Pflanzer nicht, und darüber empörten sich die Neuer, worauf der Gouverneur" den Rädelöführer mit 6 Peitschenhieben und Gefängniß bestrafen ließ.

Die in den Vereinigten Staaten verbreitet gewesene Rach- richt von einem beabfichtigten oder bereits ausgeführten Einfall der Mexikaner in Texas erwei| sich als gan unbegründet.

Nach Berichten von der Kanadischen ränze sollen dort zahlreiche Versammlungen von geflüchteten Kanadischen Insur-

enten skangefunden haben, und wie es scheint, befürchtet man Zugriffe auf die Bessungen einzelner Loyalisten“ in Kanada.

Niederlande,

Msi??? deze: aag, 1:4, Sex!; Yonfi'guor meuucT-i, G:..- t ger es apstes eim “eder ndichen oe “von Gr. iligkit zum Bischof von Montefeln'i in der ,Rtvuklkk San ““"-ernannt worden. Im nächsten „Konsistorium Wird diese Ernennung präkoniürt werden.

. B e i g i e n. Brüs-el 19. Sept. er , Observaeeur ent- hält beute Folgßnde seln"ameDDrulYeihMichtigung: „Erra-

-Universitäc, Hofrath Ui"- Koch und |)-*,

tum. In unserer gestrigen Nummer heißt es am Schlusse der Mittheilung eines Gerüchte! Über eine mit Herrn von Rothschild abgeschlossene neue Anleihe: „„Wir glauben es““; dies muß heißen: „„Wir glauben, es (das Gerücht) sey fals .““ - Man will hieraus abnehmen die bereits zum Schlusse gedirhmen Un- terhandlmr en unserer egierung mit jenem Banquierhause seven wieder ru gängig geworden.

Deutsche Bundesstaaten.

Erlangen, 16. Sept. (A. Z.) Verein! ist eine namhaft: Anzahl von auswärtigen Theilnehmern zur achtzehnten Versamm-

lung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte aus Y

allen Gegenden Deutschlands, namentlich aus Oesterreich und

Böhmen, aus den meisten Preußischen Universitätsstädten aus ck

München und aus den mittlrrn und westlichen Deutschen taa- tcn zu Erlangen , als dem diesjährigen Versammlungsort dersel- ben, eingetroffen. Die Stadt gewinnt schon ein lebhaften- An-

sehen, alte Bekanntschaften wcrden erneuert und in den Geseu- ..

schafts-Lokalen beginnen wissenschaftlicheVorgespräche Uebermorgm, am ldien, wird die erste allgemeine Verjammlung, deren außer- dem noch wei andere am 22. und 25. Sept. gehalten werden,

in der großen Aula im Haupt.-Uuévrrsltäts-Geßäude stattfinden?

die Versammlungen der einzelnen Scctionen , dercn stel) Wahr- scheinlich nach bisheriger Observanz sieben bilden werden nämlich: 1) Physik, Mathematik und Astronomie; 2) Chemie und Pharmacie; 3) P?ineralogie, Geognosie und

pologie und Heilkunde; 7) Landwirthsckwst utzd Technoldgie * werden gleich nach der ersten aligemeinen Vermmmlunq im neu restaurirten Museums-Gebäudr dcr Königlichen Universität ihm:

Anfang nehmen. Auf der vorjähriaen Versammlung zu „Pyrmont *

wurden für die dies|ährigc die Herren érofessorrn der h_iefiFen

ertpoldc, zu Geichäis; führern gewählt; jrdocb ist an die Stelle des erstem, der aus Gesundheitö-Rrickücbten das Amt niederlegte, Professor [)!-. Stro- meyer auf vielseitigen Wunsch in die Geschäftsführung mit eim getreten. Heute ist die erste Nummer eines von den Herren Geschäftsführern redigirten ephemercn „Tagblatts der achtzehn- ten Versammlung der Gesellschaft demscher Naxurforscher und Aerzte“ ausgegeben wvrden, dessen Zweck ist, spe iel_le Anord- nungen und Bekanntmachungen im Interesse der eriammlung und die Liste der Theilnehmer an derselben möglich schnell zur allgemeinen Kenntniß, zunächst der Theiluehmer, dann aber auch AUcr, welche Interesse an der Versammlung nehmen, zu brim gen, so wie in flüchtigen Skizzen Rückblicke auf das von der Gesellschaft theils in den allgemeinen, theils in den Sections- Versammlungen so eben Verhandrlte und Voraüdeutungen von erst noch bevorstehenden Verhandlungen zu gewähren. Diese Anordnung ist sehr zweckmäßig und ganz geeignet, sämmtliche Theilnehmerwwohl auf das Vorkommende vorzubereiten nls auch sie stets im Laufe der allgemeinen und beyondern Verhandlungen u erhalten. Alle zur Universität gehöriqen Anstalten und Samm- ungen sind während der Dauer der Versammlung entwrder zu jeder Tageszeit oder in bestimmten Stunden geöffnet. Von dem hiesigen Professor Ur. Pkartius, dem Bruder des berühmten Rei-

senden, der sich auch bereits zur Versammluna von München aus

hier anwesend befindet, ist schon seit längerer Zeit auf eigene Han-

mit bedeutenden Kosten und großen persönlichen Anstrengungen _

lediglich im Interesse der Herren Naturforscher und Aerzte eine pharmakognostrsch-vharmaceutische Sammlunq hergerichtet worden von einer überraschcnden, ruhmeswertben Vollständigkeit, der ge- wiß alle Sachkundigen ihren vollen Beifall nicht versagen dürf- ten (vergl. den Artikel aus Erlangen uncer Wissensch. K, u. L.)

Nürnberg, "21. Sept. öchster Verfügung darf die in Hildburghausen erscheinende „Dorf- eitung“ von den Königl. Bayeriichen Posten nicht mehr ver-

sendet werden.

- Bereits find viele Fremde, selbß aus der Moldau, llachei, Rußland und Tiflis bei uns einge- troffen, obgleich nach der gesetzlichen Bestimmung der Michaelis- Messe erst mit dem 28|en d. M. beginnt. Jm All emeinen aber erWartet man kein vorzügliches Resultat derselben. n Ver- käufern und Waaren wird es nicht fehlen. *

Wie es heißt, wird die Hof-Altenburg-Leipziger-Eisenba !: von hier ab über Borna links der früher dahin führenden Thau nach Altenburg zugeführt und der Bau selbst im kommender Frühjahr angefangen worden. Unsere Regierung wird mit einer bedeurendcn Summe das ganze Unternehmen unterstützen.

Die [eßte Einnahme der Leip ig-Drekdner-C'isenbahn vom 1:3. bis [9- September beträgt im an en 0053 Rthlr. [5 Gn, indem 8538 Personen während dieser Zeit von den Dampfwä“ genfahrten Gebrauch gemacht, dadurch 7303 Rrhlr- "20 Gr., der Gütertransport "20-49 Rthlr. 10 Gr. eingetragen aben. Die Actien der Gesellschaft stehen l01',=*._, pCt., die der agdeburger Eisenbahn 107'/-„, pCt. im Couräzettel.

Sinsheim, 1.5. Sept. Gestern endigte der erste Ab- schnitt der am [Lten o. M. bei Heilbronn begonnenen Uebungen des d'cen Deutschen Armee-Corps. Welchen Antheil dies erste Zusammentreten eines gemischten Deutschen Bundes - Corps zu dem Zwecke gemeinschaftlicher lichungen erregt hat, beweist die große Zahl von Zuschauern, die fiel) von allen Seiten dazu ein- gefunden hat, und noch täglich mehrt. “Neben den hohen Sou- verainen von Württemberg und Baden und andern Fürstlichen Personen, sowohl des zum dem Deutschen Bundes-Corps gehö- rigen, als vieler andern Staaten, smd in der Zahl dieser mili- tairischen Gäste alle größere Staaten und Kontingente der Deut- schen Bundes-Armee *- Dänemark und die Niederlande nicht ausgeschlossen - repräsenrirt. Offenbar ist es das wieder zu einem höhern Leben erwachte Gefühhdes gemeinsamen Deutschen Vaterlandes, tvelci)es hierzu die hauptsächltchske Anregung ge e- ben. Der Wahrhaft kameradliche (Geist, in welchem die OFK- ziere aller verschiedenen Deutschen Länder sch ier vereini- gen, bestätigt dies aus* eine. sehr erfreuliche eise. Aber auch die Ausführung dieser Kriegs-Uebungen ist geeignet, dem militairischen Beobachter em vielseitiges ?nteresse Éi gewähren. Unter dem Zusammenwirken der drei der eiligterr taaten sind die Vorbereitungen zu denselben mit großer Umficht getroffen wo'r- den. Das wohlgewählte Terrain bietet eben sowohl günstige Ab- schnitte als Gelegenheit um Gebrauche .aller Waffen dar. Die in den „verganqenen „drei“ agen dargestellten Gefechte wurden mit einer großen Ruheund Uebereinstimmung ausgeführt. Dies ver- dient um so mehr eine auSzeichnende Anerkennung, als beide ge- Fn einander manöverirende Corps aus den Truppen der drei

undes traten Württemberg, Baden und Großherzogthum Hessen mit ver chtedenarriger Organisation und verschiedenen Reglements zusammengeseßt, und selbst die Hauptquartiere der beiden „Kom- mandirenden in sch aus Offizieren der verschiedenen Staaten ge-

» -- Leip i 22. Sept. “Ikea

_ Geographie; j" “i) Botanik; 5) Zoologie, Anatomie und Physiologie; 0) Anthro-

(N ürnb. Korr.) Zufolge Allen"

*Yilaufen, um Kohlen einzunehmen.

bildet sind. Die Truppen find schön und zeigen eine Stufe der Ausbildung, die in Rückscht auf die größtentheils kurze Dienstzeit der Leute jede Erwartung übertrifft. Die icheren Grundlagen; welche die wohlbearbeiteten Dienst- orschriften aller drei genannten Staaten dafür - gewähren, und die Einwirkung dienstkundiger und erfahrener Offiziere und Unteroffiziere ist dabei nicht zu verkennen. Vor allem aber zeich- net sämmtliche Truppen ein unübertrofflicher Wille aus, der fich in der pünktlichsten Folgsatykeit gegen die Vorgesehten, in der willigsken Ertragung der Beicbrverdcn und in dem allgemein herr- schenden Sinn der Eintracht kundgicbt. In so treffsicher: Ele- menten ist die feste Bürgjchaft gegeben, daß das Ire Deutsche Bundes-Corps allen Anforderungen genügen wird, welche in ei- nem künftigen „Kriege an dasselbe gestellt werden könnten. In der ganzen Gegend, Welche bisher von den Uebungen betroffen wurde, zeigte fich die lebhafteske Thrilnahme der Einwvhner an denselben, und alle Fremde haben sich der freundlichsten Aufnahme zu rahmen. - Heute Abend wird des Prinzen von Preußen Hoheit hier ertvartet, der, von Königsberg in Pr. kommend, noch derßornesung der Uebungen beizuwohnen beabsichtigt. Unter den außerordentlichen Theilnchmern derselben befinden sich Offiziere aus'Frankrcicl), Sardinien, der Schweiz und Rußland.

Schweiz.

- - Schweizer Blätter schreiben: „In Schwyz wurde der Pian zu einem neuen Zesuiten-Penfionat ausqelegt...- Zn Zü- rich macht nicht _qeringes Aufsehen unter den Kunstfrexmden cine Aussenanq von Daguerrebildern, unter denen fich viele'Pdrtraiie [chender Personen befinden. Der Verfertiqer derselben, Maler Ijenrinq von St. Gallen, hat in der Kunst, menschliche Figuren nach ubilden,_ wieder einen Schritt vorwärts gethan, indem er dur viele Versuche dahin gelangt ist, vermittelst selbsterfundencr Apparate Portraits von beliebiger Größe, und was noch mehr sagen wii], Portraits mit ganz geöffneten Augen hervorzubringen. Diese Ijenringschen Gemälde besitzen wirklich eine Wahrheit .in Umriß und Schanirung, die, wie fich denken läßt, die geschicktesie Künstlerhaudnichtzu er'reichen vermaq. - Von Interlaken bestieg ein Engländer, Oberst Rowley, Sohn des Admirals Sir I. Rowley, mit zwei Töchtern und einem jungen Knaben, ohne

ührer dcn Harder. Eine der Töchter, ein Mädchen. von

ahren, gliticiue und rollte den Berg hinter. .Die Schwester und der Ktiabe, wahrscheinlich aus Schreck, rollten nach, wurden aber von emem Wildheuer aufgehalten. Die erste der Schive- siern aber war in den Abgrund“ gestürzt und wurde zerschmettert aufgehoben.“

0italien.

Rom, 12. Sept. (A. Z.) Der in päpstlichen Diensten ske- Lende Major Stuard ist mit drei anderen Offi irren des Genie- orps nach Civita Vecchia abqereisc, um die vchallenen Festungs- Werke der Stadt und Citadelle herzustellen, wozu vorläufiq cin Kostenanschlag v'on 15,000 Scudi berechnet seyn sol]. -' Der Kaiserl. Oesterreichische Rath, Herr von Jarcke, hat, nachdem er sick) hier einiqe Tage aufgehalten, seinen Weg nach Neapel fort- qeseht. -- Gestern hat der Papst von Castel Gandolfo aus eine Tour durch das Albaner, ebirge unternommen und bei dieser Ge- legenheit dem Sommer- ollegium der Propaganda in Montalto die Ehre eines Besuchs erwiesen. In diesem berühmten Institut wurden ihm die verschiedenen Zöglinge aus“allen Wclttheilen vor- gestellt, tvvrunter besonders zwei Chinesen in „ihrer 'LandeStracht eine Aufmerksamkeit erregten. In Frascati wurde er von dem würdigen Kardinal-Bischof Micara, welcher dort seine ganze Ein- nahme zu frommen Stiftmige'n verwendet, empfangen. Nachdem der Papst diese Anstalten besichtigt und die Königin Wittwe von Sardinien in ihrer Villa Rufinella mit einem Besuch erfreut hatte, fuhr er nach dem so herrlich gelegenen Kloster von Camai- doli, wo er das Mittagsessen einnahm. In allen Orten, die der Zapf! auf seinem Hin; und Rückweg berührte, wurde er von den ewohnern mit wahrem Enthusiasmus empfangen, und auf den Knieen erbat man sich seinen apostolischen Segen.

Spanien.

Barcelona, 10. Sept. Das Manifest des erzoqs von Vitoria hat hier den größten Enthusiasmus erregt. ' m Morgen des 8ten wurden alle Exemplare sogleich verkauft, als sie aus der Druckerei kamen. Die Civil-Behörden der Stadt erließen eine chlamation, worin sie dem Lande Glück dazu wünschen, daß die Constitution in dem Herzoge einen so entichlossenen Verthei- diger gefunden habe. Die Militair-Behörden machten dem Her; oge am 8ten Morgens ihre Aufwartung und statteten ihm ihren

lückwunsch darüber ab, daß er einen so enrscheidenden Schritt gethan habe. Am Abend brachte ihm die Armee eine Serenade; das Volk Versammelte fich in roßer Menge unter seinen Fenstern und überall hörte man den uf: „Es lebe die Constitution! Es lebe der Herzog!“ Die Stadt war erleuchtet und vor dem Hotel des Ayuntamiento waren die Bildniffe der Köniqin Isabella ". und des Herzogs von Vitoria aufgestellt.

Aegypten.

Alexandrien, 30. Aug. (Franz. Bl. Am 25 en “a das Dainpfbdot „Papin“ Welches Toulon at)n löten Ferlatnl'etx hatte, hier em. Da der-Pascha den Befehl gegeben hat, daß keinem „Kriegsschiffe dqs Einlaufen in den Hafen gestattet werden solle, so bedurfte es an den Augen der anderen Nationen eines Anonahme-Grundes zu Gunsten des „Papin“. Als daher das Dampfboot nach dem nenen Hafen fuhr, fand es dort den Drog- man Mehmed Alis, der ihm gestattetEe, in den alten Hasen eib-

. , . _ s lagen u die er eit ! e'

nglische Linienschtffe, dre „Prmzesn'n Charloztee“ "Ilanjralchffx des Adrriirrils Stopford, und der „Bellcrophon“, so wie zwei Oesterreichische Fre arten und eine Oesterreichische Korvette dem Yalast des Pa cha's gegenüber in zWei See ; nrfernung vor Anker. _ Zwei Englische Kriegs Dampf,- böte, die in dem Hafen ankerten, hatten einige Tage zuvor die Weisung erhalten, den ?afen zu verlassen. Sie gm- gen daher ebenfalls außerhalb dessel en vor Anker. Am W|“, kam noch ein Englisches Linienschiff an, das einen Theil des Ta- es unter Segel blieb und am Abend fich Wieder entfernte. Am ölgenden Tage erschienen wei andere En lische Linienschiffe von denen das eine bei dem eschwader an erte, das andere,aber nachdem es mit dem Admiral kommunizirt hatte, nach Norden, unter Segel ging, Beide kamen von Makka; das eine hatte Flinten am Bord für die in Albanien ausgehosenm Sol- daten. Alle diese Fahrzeuge bcfanden_ sicb bei der Ankünft des „Papin“ in Quarantaine, die am L-sten zu Ende ging; es ist jedock) kein Engländer in die Stadt gekommen, wo sie übrigens auch nicht “gern gesehen smd- Da die Engländer fünf dem Pascha gehörende Fahrzeuge in Beschlag genommen haben, so wollte der ascha Repressalien gebrauchew um sich eini er Briti- schen .Kau ahrteiscytffe und namentlich zweier Damp öte, die

Meilen '

'gimrm zu FuFß.

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noch im Hafen waren bemächtigen, unterließ dies aber auf den Rath der Konsuln. Man versteht dss“ Bencdmen dieser Aqenten nicht; es isk dies eine völlig_ unbearetflcche Polmk, die von Allem, was man unter dem ösfentltchen Recht begreift, abweicht. Dem Vice-König, der an Niemand den Krteq erklärt, der sich in einer klugen Defensive hält, werden seine Schiffe weggenommen und die Repräsentanten der fremden Nationen, worunter auch der Repräsentant Frankreichs, rathenthz Wie sie sagen, in 1einem Interesse, er möge dies nur_ryhcg _qeichehen lassen! Es haben daher bereits viele Handelsichiffe aller Flaggen den Hafen von Alexandrien verlassen und andere folgen ihnen noch cäqlicl).

Am 27sten begaben fiel) die Koniuln der drei Mächte zum Vice-König, um ihn zum zweitenmale aufzufordern, dem Traktat beizutreten. Sie wurden kehr kalk ?mvsangen und obgleich sie mehrmals den Versuch machten, sch ihres Anstraqes zu érlediqen, so Weigerte sich doch Mehmed Ali, irgend etwas darüber zxkhö- ren und wiederholte nur mehrmals, daß er sogleich bei dem Be- qinnen der Feindseligkeiten nach Konstantinopel marschiren werde. Am 281'ten soll der Pascha, in Folge heftiger körperlicher Schmer- zen, erklärthabe, daß er bere'itsev, onzrssionen zu machen am Abend kehrte er jedoch zu seinen kriegerischen Plänen zu- rück. Er erließ eine sehr energische Protestation qeqen Alles, was er etwa im Laufe des Tages gesagt oder unterzeichnet ha- ben möchte,; und erklärte, daß er in jedem Falle zum Wider- stande entichlossr sey, Frankreich möge geqcn ihn qefinnc seyn, wie es wolle. tft“ weiten Tage part) diesen Vorfällen ist der „Papin“ mit Depes )en von der größten Wichtigkeit von hlei' abgegangen.

Hier wird Ach zur kräftigftenVertheidigung vorbereitet. Achtzehn Fregatten Kno abgetakelt worden um mir der Mann; schaft derselben die der Linienschiffe zu ergänzen. Dic 'TÜMWen TNatrosen sind auf alle Liqienschiffe so verth'eilc worden, daß sie nur ein Drittel der Mannschaft eines.]“eden bilden. Sechs Tür- kische Schiffs-Capitaine, die sich dies nicht gefallen lassen wollten und dem Vice-Kdnig ihre Enxlassung einreichcen, wurden sofort als Gefangene nach dem Fort Abukir geschickt. Einer dieser Ca- pitaine, dem es gelang, zu entkommen, floh zum Admiral Stop- ford, fiel aber, da er von diesem nicht angenommen wurde, dem Pascha wieder in die Hände, der sogleiii) den Befehl gab) ihn zu erschießen! auf die Verwendung der Konsuln aber ihm das „'Leben ichenkte. Die Linienschiff? liegen quer vor den Einfahrten in den Hafen und die Landforts sind mit Kriegs- Macerial und Lebensmittelndersehen. Zwei Pontons smd bereit, um in den Einfahrten versenkt zu werden. Alle Kr*iegs-Schalup- pen machen, vollständig bewaffnet,-vornehmlich in der Nacht am Emgayge des Hafens die Runde. Der Enkel des Pascha's, Wel- cher eme Korvette kommandirte, wird heute auf ein Linienschiff versetzt. Alle Kanonen und Haubißen sind auf die Linienschiffe gebracht worden. Die noch im Hafen befindlichen Handels-Fahr; zerxge Werden streng durchsuchc;,ebcn so machen es die Engländer mit den Schiffen, die ihnen verdächtig erscOeinen', und man ist sehrfaespannt, ob fie ein dreimaskigcs Französisches Kauffabrtci- Schaf)", welches Kanonen und Munition für den Pascha am Bord hat, und dessen Ankurxfc man täglich entgegensteht, ebenfalls an- halten werden, da es doch unter-Franzdfischer Flagge.fährt, und bekanntlich _die Flagge die Ladung decht.

“Ibrahim Pascha befindet sich seit einigen Tagen in Syrien. Emir Beschtr, der Fürst des ganzen Syriens hat dem Pascha von Aegypten, als ein Zeichen seiner Treue und Ergebenheiz die Vorschläge des Commodore Napier übersandt. Fünf oder sechs Emrrs, die an der Empörung Theilgenommen, find als Gefan- gene nach* St. Jean d'Acre gebracht worden: Einiqe derselben find entflohen und -haben sich nach Cypern' begeben," wo, dem Vernehmen nach, die vereinigten Streitkräfte der vier Mächte sich versammein werden.

Syrien.

Die Herren- Cremieux und Sir Moses Montefiore haben folgenden Ferman guSgewirkt:

„Mednxed Alt an Selzerif Pascha. Man hat 11715 rineDar- selliiiig der- .Herren Moses M_ontefiorc und Cremicnr vorqelegq worin fir!) [bre Bitten und ihre Hoffnung befindet. Sie find a*n Uns ab 2- ordnet von der gafnzetx Bevölkerung Europa's, welclie die mo aischr e- ltgion bekennt. _Ste bitten Uns, zu befehlen, das: diejenigen ißrcr Glau- benSgrnofsen, die in Folge der Untersuchung in Betreff des Verschwin- dens ron Pqtcr Thomas urid dessen Diener im Monat Dzv'l 3ng 1255 eresängmffe find, an Freiheit gesest Werden, und daß man denen, die sich auf der Fluchx befinden, Rude zuficbere. Wir find der Meinung, ,das; es Unserer wurdig sev, dcn Wiinschcn und Hoffnungen der Depizttrtetx von eiper so zahlreichen Bevölkerung zu willsadren. Demgemäß befehlen „Wik, das; allen denjenigen “nden, die swb ich- siingmffe befinden, die Freiheit gegeben werde, Was diclcniicn betrifft, die' ihre WohnuiLlr-retlassen haben, will “(ck, daß die grcsnc Snberbeit ibnen dabm zur ckzukrbren verstatte. Nile mögen idr Gewerbe oder ihren Fandel von_neuem beginnen, und sick) wie früher ibrrn acwrbn- lichen lrbetxen widmen. Wir befehlen, das: Jbr alle Masuéacln rr; grctst, dam-t Kemer von ihnen für irgend Jemand (“eacnüaxid ciner sibirchten Behaudliing Werde. , Ick) will, daß; fir gcgen jrdcs Erriqmß, was es auch sey, m vollständiger und gänzlirber Sicherheit snd, ganz so, wre vor ]enem Vorfalle. Das ist Uuser Wille!"

Z'nlaird.

Berlin, 24. Sept. Se. Königl. 1Hoheit der Prinz Jo- hann von Sachsen ist gestern von Straljund kommend hier durch nach Potsdam gereist..

Berlin, "24. Sept. Nachstehendes find die Bcskimmnngen über die Herbst-Uebungen des Garde-Évrps: Am 2-4. September Feld-Manöver von Berlin und Potsdam aus nacb der unten fol- genden General-Jdee; am Lösten drögleiäwn, und Einmarsch m Berlin; am 26sten Manöver niir markirtem Feind, nach der be:“- liegenden General-Idec; am “.'-sien Ruhetag; am Ld'strn Parade nach der beifolgenden Yarade-Diusstellung; am Wsken Abmarsch der Truppen in ihren - arnisonen.

General-Idre in den Frld-Monövern am 24, und 23. September. Eine Siid-Llrnlkt' ist in zwei Kvirnnen von Wit» tendera über Potédam nnd Trrbbin im Anmarsch gegen Bern". Tre Kolonnen der Nord-Armee dirigiren sicb von Ruppin und Brennan gegen Spandau und Berlin, um die' brdrrdte Hauptstadt in (“"wer-rn. Die Avant-Eakde der Süd-Armrr ist am 23. September geren Abend bei Fricdtich-Wiivr|mö-Brüch auf den Feind gesoüen, weicdrii tdrc Vor- truppen dil NewZedtendorff zuruckgcdkän ! baden.

Eintbeilunq der Trnppk": B*Corps. Murral-Licmt- nam von Braurbilsch. Generat-Mairr vdn Prittw:s. («memj-Mz »: von Below. GeneraixMa'or von T_ümplmg. 6 Bat. m,; «„"sz 4 Vat. _,ardexResetre-Jnsanitrie-Rmimem. * Wir vom „Kaiser ranz-Grmadier-chnurnt- ".' Bat. Ledr-JnfameMBa 4 Ukadr. eaiment («ardedn-Cowe. '- Nkadk. Gardr-Hu- * saren-Reaimem. . stadt. mes (**gkdr-illanm»chxmem_ i»: Tnk- *- GUcbüye. 4 reitende Etsä'üßf- Zummmtn 18 Bar !*: Made" n; G cbüxe. - Nord-Corps. Gcneml-Lieutmant von Röder, Genr- ral-Mam von Duiffeu. Generaixjk'awr von xaomzpo * M Graf von Waldersee. s Bat. Llrs (““de-Regiment zu 31- * «&

taillou.

Kaiser Ale ander-Grenadier:Regimrnt. 2 Bat. üslier-Bataiilen Kai-

ser Franz; renadiersReg-ments. 6 Bar. 2tes arde-Landwebangi-

ment. 2 Bat. Garde:Schiißen:Batailicn. 4 Eskadr. Garde-Kükasfiet-

Regiment. 4 Eskarr. Garde:Dragrner:Regiment. 4 Eskakr. 2er-

Garde:Usanen-Regiment. 12 Fuß-Gesckiüße. 8 reitende Geschüse. Zn-

sammen 22 Bar., 12 Eskadr., 20 Geschütze.

Anmerk. ]) Mes was von Berlin, Charlottenburg und Spandau zum Siid-Crrps stößt, muß um 8'/; Uhr Ncu-Zebiendorff uud resp. dcn llnierfökster am Sck1achte11-See pass.! haben. 2 Am 24. Skp:ember Abends geben die Füsiler-Bataiüone bei alle! Alerayder- und Kaisrr Franz:Grenadier:Regime11ts und 4Fuß- Geschuße rum »Für-Corps über.

General:Jdee zum Manöver mit marfirtrm Feind am Tößm September. In Folge des nachtbriiigen Gefechts vom 25. September hat sich das Nork:Corps bis Berlin zurückgezogen und am Kreuzberg und m der Hasenbaide bivnafirt, wo es 17:11 mit den mittlerweile auge- laugten Vristärfungen seiner Armee vcremigt bat, und beschließt: mit der umi erlanqten llebermardt rcn neuem rie Offenfive zu ergreifen- Der “Feind da! nach den crrunarnen Vcrtbeilcn kes grstrigm Tages eme Étcllurig auf den rauben Bergen genommen und Tempelhof be- xyt.s Ihn 111 dieser Pcfiticn anxugreifkn, ist die Aufgabe des Notd-

orp .

, Der Feind, krmmankirt knrcb dcn (“rneral-Majrt von Below- wrrdmarftrt durcb: das err-Infanterie:Bata|Urn, und zwei CLU- pagmern dcs kombinirten Marke:?)ieserrr;Bataillons: ric Ledwédkadron, imd „Kommandos von ] Offiiier, ".' [lntcr-Tsffzicren, 1T- Pserden von ]rdrm Garde:KavaUerie-Regtmrnt; 4 Fus;- und 2 reitende Geschüseo

Tre Infanterie kormirt 14 Bataillone. ]edrs Turch einen Tikaillevt- * zug markirt, unter welche die 4 Füülinüge des Lrhr-Jnfanterie-Ba- milicns als Tikailleurs rertbeilt werken,

, Tie Kavalierie, in einem Glikkk fcrmirt. markirt vier Regimenter, gämlnb; ]) die Kommankcs der Earkc:du-Crrv5, des Garde-Küras- nerZReqtments, und der Küraisteriua dcr Ledr:Czkarrrn, _- ein Ki- rasner-Reaiment x'- 4 Esfadrrns; "21 dic Krmmankrs (*er beide:: Garde- UlmienMegimenter und die Ulanen kek Ledwéökakrrn, _ eiu Ulama- ngiment “ck 4 Esfadrons: 3! das Kommando Earde:Dkagrner und die Dragoner und reitenden LlrtiUerisien krr Lebr-Eskarrrn. - eiu Dragrner:Reqi1m-nt : 3 Esfarrrns: 4) das Krmmarxkr Earde-HUss- "ren und dre Husaren der Lehr:Eskakrrn, _ ein Husareu:Regimeot i 3 ESkakrons.

Jedes Geschiiy markiri eine Batterie.

- - Schwedt, "2.1. Sept. Gestern bauen wie ck!!! herrlichen Freudentag, denn Ihre Maxesräten der König und die Königin fuhren nach drei Uhr in einem offenen Waaen in unsere zum Empfange festlich geschmückte Stadt em. Am SckyioßsPn-ul durch eine Ehren-Garde begrüßt, nahmen Ihre Maxefkäten den Empfangs-Gruß von 9-4 jungen Mädchen an. Drei von ihnen sprachen ein Begrüßungs-Lied und überreichten noch zwei andere Festlieder, von denen das eine den Titel „VarerlandssHarmonié“ und das andere „VolkTGruß“ führte. Nachdem Ihre Königl. Majestären dies auf das huldreichüe aufgenommen bauen, geruh- ten Allerhöchstdieseiben eine Deourarion der Kurmärkiscben Seknde, dieGeisilicheit Schwedts,“ so wie den Magistrat und eine Depu- ration der StadVerordneten-Versammlung vor sicb zii [offen, und sick) darauf aüch mit dem Schutzen der ehemaligen HMM Schwedt zu unterhalten. DteAUerbdchsien Herrschaften beg25m fich sodann zur Tafel, Der Landratb, der Bürgermeeüer und mehrere Personen aus den obenqenannten Devuxuionm barten die Ehre, zu derselben hinzugezogen zu werden. Am Abend war die Stadt glänzend erleuchret. Ein von den Bürgern recht groß- artig vorbereiteter Fackelzug wurde am" das freundkiche adseiedm. Heute früh um 9... Uhr verließen Zbre Kdmsi. Mamüm Mien Stadt. Die SegenswünsÖe des hocbm'rcuten Volkes beginnt::- die Aüerhöcbsteu Gäste, und werden Werböäxüdieéelbw Mme: umgeben. Zn Angermünde, Neuäadt, Arensselde, Weißensee

waren über:!!! Ehrenpforren aufgencbter, und mehr alz diese zerg- ten die erfreucen Blicke der Bewohner die Tbeeinahme, von cher jeder Einzelne fich berührt fühlte.

Der heutigen Nummer der Sraars-anng u? mu Be- kanntmachung der Könmiicben Hauri Verwaxmu: der Sturz- Schuiden in Betreff der gerrcbrlrcden :mcdekießana" de: ren rwe: Verwaltung im Jahre 1839 für den Amortisanekéé FWU emte- lösten Staats: Schuld-Verscbreibungen ÖklgefÜZQ U::kerm ck wärtigen Lesern wird diese Bekanntmachung mit de? FQDN nachgeschickt Werden.

Wisenschast, Kunst und Literatur.

Berlin. In der Versammlung des wissensOafelrQe: „!:-.!» Vereins am |K. September legte Prof. Rauw DQÖK ::IZF von eincm ?luéüngc nack» St. Petrrödara zUrückzrkedr: 27: me Ick zabl Gdbö-Adaüffr der m ker.- Srädcm r=n „TMK? ::? :..-: LRT)! ;: neuester Zei! ausgearedexrsr !::m 2577: SF::x-Fxsxx ".*-::. T* :O?- amaie "md rr" errurdrne: ?.:er :3 (“.-'.? ::: re:;kxxe“! IT?: „77 ffxxdima errdnrm; un? I::skädrxk; 27er: 4T“:*.-::*“M'LZ:*?7;:: *.*:x. Em Mmerrenfrvf m Me?::ch::: ::??? KFWMsz-xe: .“." 5:22? ".::“:e erinnern an den ;rcéarrxxcrx S::. :ck N::rrz ::.“er SINN: (.Der» nen der Arbeit Der AchUexiéwexi Exxée OWLÖK Siu QÄQLW sten adrr :77 es wohl D.:.“üröyxxrr: ::5 Ta: X*:*.I.*.:;r? de': SW sr nammrtreu gluebsaw „mi Eerrrdxk re:: («FTD:M WWMU in der Kran zu finden. Trr P:.Zv'er: „*r? kaewe :“: S:, RM, burgx Herr von Ileum, da! ":ck Uw rie K::'*r:?::;:; ::??? “"ck? ck Kunstgrscknaete, [kik für dxr dukmdr KUW? scx»? ;?c: :*.“krktsxx: Gegenstände rm großes Verdiene“: nwrrdrn Nicht minder erfrruim1 waren rtr Mitidrxji:x;m ke? PK:“. ,":„2 uber die Fortswrittc. weiche rtr Eairano - Prasixk ::? S:. 'k-Kré*.ck,.-':'; „xemaibt bat. Er legte drr Ec!"ei1schaftu1edrrre Statuen“? “.;?er :,777 Reliefs vrt, welcbe drr Bildbaixer Hasenderger und der MKA'TZIID Hamburger gemacht bach. Von dcwunrcrnswertdet Tzndg: w:: eine auf eincm Blatt snd srnnrndr irrer das Thier “ZI“?! MIKA Eidechse: man durfte sagen. daß dier (“:e N.::ur ü.: “QR %ck???»- fen babe.

Hcrr Kunsthändler Schröder dane rx :xtüx F***"; »; »? :erz'ed Zix'ßlt'k1i*x, 8!*|§ZI!)!U .Mi-Z (;t*s';ld.4kkck Ulk.“ F;: “"SZ“"! HFS": „"I! J kk! Hefner“; Frachten drs ch::*'i::xr:: RR::reexx-xr 1793»; “xxx Kr» wirkuna mrdrrrrt n.:mdaerr K;“.xriéxr :::-:I &II“?! :*:r :ck»:va nem“ Werk zu werden rrr**rr:.:*„r a:;r-Irxde»:

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ÉtZ-Lygr! KL SM“ Crx;- M:»wvw « ZTP: U;?!) km W nnnx da 1,2773 »My-.»; «“Wa- Nr*::M-cerec xm) W? T!" Katt. Dcr WTK.“ r?“ irrer»; .DE-““T ?».» .':- 1-1«*.*Qc *)“- TM" umu NUM: rr»: .:!“I'ÄOM Rx“? kme M.*q**.-r ru! Hwa"; SWW .:::» HERNER MKK =:» V."“sz kacr-WU „*.-:ck M1:- M“ W mes ank MKDOU RUBUX .k-s'k Wwe we; MM M WW Pour awk RrWd-«e; TV."?! :*: «*s- 4.4» Mt. Wii:"? “ck NMB“ ! *:“d er- VU.“ em! BMM &&»de ron Mm: mti , Gra!" in MW apo M*»W J&M“? W B*** TW *“ Dee » xde-LMH-M «M WM WW" ?" - um“ kan m WUK" *Im-uc RW M ?ck“ IMMO