1840 / 269 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

daß man dort mim!!! des Dampf- schiffe „Entreprise“ die Ankunft eines Theiles der Expedition in dem Flusse von Canton und die aänzliche Zerstörung der Forts der Bocca Tigris erfaÉren hat. Wir werden in einigen TRM erfahren, Was an der ache Wahres is?, doch zweifelt jest ie- mand daran.“ Bekanntiich war dasselbe Gerücht schon vor meh- reren Tagen vom „Standard“ verbreitet worden; man zweifelt aber immer noch an der Authenti ität dieser Nachricht und zwar hauptsächlich deshalb, weil der esehlshaber der Expedition be- auftragt ist, zuvor den Versuch eines ütlichen VergleichsTTu ma- chen und er diese Unterhandlungen cbwerlich vor der nkunfc seiner ganzen Streitmacht begonnen haben dürfte.

Nach näheren Berichten aus Mexiko ist dort lang gekämpft worden. DieInsurgenten, welche die egierunge- Gebäude beseßt hatten, waren so wüehend, daß sie die Archive nicht schonten und Patronen aus den darin aufbewahrten Pai picken machten. . Sie hatten dem bekanmiich aus ihrer Gewalt entkommenen Präsidenten Buftamente vorgeschlagen, mit ihnen emeinschaftliche Sache zu machen, doch hatte dieser mit Festig-J eit geantwortet, er wolle lieber Freiheit und Leben einbüßen, als seiner Psiicht zuwidetöhandeln. Beim Abgang: der leßteu Nach- richten war ein Wa enstillskand zwischen den beiden Parteien eingetreten.

der Nachricht eingetroffen it?,

ehn Tage

Dänemark.

5? openhagen, 22. Sept. Heute ist der Schluß der Stände- Versammiun nach zehnwdchentlicher Dauer. Am Um: cKat das“ auf Veranla ung eincr Petition der Preßfreiheits-Geseüs aft err- nannte Comics sein Bedenken abgegeben und der Versammlung vor-

esch1agen, darauf einzutragen: ]) daß die durch Plakat vom 7. Oktober 1810 ergan nen Verbote gegen MinheilunT politi- scher Neuigkeiten und , achrichten in unprivilegirten iättern' aufgehoben, und daß jeder Herauögeber eines Blattes berechtigt werden mdge, derartige Nachrichten mitzutZeilen, so ivie solches der Fall in Fol e der Verordnung vom “7. September "1799 war, so wie daI , als Fol e davon, die “für die sehr privilegirten Blätter angeordnete spei e Censur aufhören möge; 2) daß das' Plakat vom 13. Mai 1 14 aungoben werden und is in Betreff der Aufsicht über Blätter und chriften , in Zukunft nach der Verordnung vom 27. September 1799, §§. 26 und 27, gehalten werden möge.

Nach einer kürzlich vom Lektor Schweigaard herausge ebe- nen Statistik Norwegens zählte .die Norwecjische Handels ; a-“ rine im Jahre 1838 2417 Schiffe von 83,897 Kommerz-Laiken Trächtigkeit.

Die hiesige Polizei soll in der lehren Zeit einige Fa1schmüm

er eingezogen haben, von welchen ein Kompiott sich über die, nseln nach Hamburg ausgedehnt haben und ein anderes seinen Eis im nördlichen Jütland gehabt haben soll.

Itzehoe, 20 Sept. (Alton. M.) Sicherem Vernehmen nach i der Geseh-Entwurf we n der Verhältnisse der mosai- schen taubensgenossen von den tänden mit 29 gegen 13 Stim- "men abgelehnt worden,

Deutsche Bundesstaaten.

München, 22. Sept. (A. Z.) Ihre Majestätewder König und die Königin von Sach§en haben leßtm Sonnabxud Tegern- see verlassen, um sich nach berammerga-u zu begeben, wo Sonn- tags troß des fortwährenden Wesen! die Pasfionsvorsiellun? ohne Abkürzung stattfand. Personen die heute von da zurück amen, besagen, daß die Zahl der Zusci/zauer nichtuFeringer schim, wie bei den früheren Productionen. Das P likum im Parterre, größtentheils Landleute, ertru en mit ungetrübtem Gleicbmuth dic Ungunsi der Witterung die Vorstellung währt von 8 Uhr Morgens mit kurzer UnterbrechunZ bis halb 6 Uhr Abends). Ihre Majestäcen begaben sich von berammergau nach Hohen-

.den vier bevollmächtigten Konsuln

"degli '

schwan au, und werden, wie es heißt, nach einem Besuche in, PoffenFofen, Donnerstags nach Tegernsee zurückkehren. *

Hannover, 21. Sept. ( annov. Ztg.) Der „König hat dem Kaiseri. Oesterreichischen ach und Professor Ur. „Jaeger * das Ritter-Kreuz des Guelphen-Ordens verliehen.

Stur: art, 22. Sept. Der König ist estern nach Been- digung der riegs-Uebungen des achten Armee; orps von Mann » beim aus nach dem Haag ab ereisk und gedenkt zu Anfange des * künftigen Mpnats hierher zur ckzukehren.

Oesterreich.

-- -- Wien , 22. Sept. Die falsche eigentlich mißverstan' dene Nachricht, die sich vorgestern nach dem Eintreffen eineS' ?andels-Couriers hier verbreitet hatte, im gestellten Forderungen der hohen Pforte und nachgegeben und sich der Großmuth des Sultans empfohlen habe, erzeugte ein bedeutendes Steigen der Papiere, namentlich der Bank-Actien, die am Sonnabend 1650 standen und am

Sonntage im Laufe des Nachmittags auf 1770 hinauf getxieben * Da nach dem Eintreffen der Post aus Konstantinopel ; vom 9een d. M. bereits gestern früh verlauten, daß Mehmed *

wurden.

Ali, weit entfernt, sich den Forderungen der Mächte und des Sultans zu unterwerfen, vieimehr in der am 5ten d. M. mit

Nisaat Bei in Gegenwart der vier Konsuln gefiogenen Konferenz '

eine so ausweichende Antwort ercheiit hatte, daß dieselbe nichc anders, als eine formelle Wei erung , sich der Convention vom 1,5- IM zu unterwerfen, angeZehen werden konnte, so sind auch dle so Übekmäßig hinaufgetriebenen Papiere wiedxr herabgegan- ??"?- Indeffen hofft man hier noch immer auf Erhaltung des “ckan so drohend sich auch die Aspekten dem äußerenScheine nacb €szxftalten mögen. orgen wird Für Metternich hier erwartet. Der Franzö- ßsche Bbtschafter, Gra von St. Aulaire, ist bereits gestern aus

Köni swart hier eingetro en. _ - er Marquis von qndonder , früher als Lord Steroart Großbritamsäzer Botschafter am die en Hose, ist mit seinerGe-

mahiin und Familie hier angekommen.

Triest, 18. Sept. (Oeti- Ll.) Das Dam oot Ma

mudie“, traf heute, von Spr- kommend, _x'emkfbDer“Küx3 wegen wüssen wir uns für jest auf den upcinhait der mit,:- brachten Berichte beschränken, und die v : Mitiheikmg derselben für unser nächstes- Blatt vorbeYikt-n- Brief? M* Alexan'drien reichen bis zum 6ten d. ., Der Moidarf dort im und ungestört betrieben werden; die * *, KMS“) Fahrzeuge ausgenommen , kommt nacb «& „vor M "U. Milan!“ en. Der Vice-König verkMe „cini e außen *WM 1. Thai. 133/4-141/4, M, Wegs n i 5.1. Pms- 100,000 (10. Gersteä 31,1md 100,000 .in. en ; 4.1. Der Gesundheits-Zustand ist sehr" befriedigmd; an ist. nicht mehr zu denken, und außerdem giebt man der Ho 3 Raum, die

daß Mehmed Ali den an ? der vier Mächte '

1084

den ande! so r bedro enden politischen Angel mbektxn dürs- t'" L" “"*“ TMM!) " M"“ ""Y" "Y “Z:"? ZZ.? I'»??? o ndeter i e ice; n ur nua :

s SW |, a“ d r IftxliiesnuBedmgungen sich in Uk “Wksa bereitwilli erklärt o .

KoFeßaneiuopegl (Neu) war der Verkehr noch immer skhk gehemmt inde- mac sich jest unter der gegenwärtigen Ge- skalum der e dort das Beste erwarten. .Der Weizen-Vqr- Mh i daselbst aft ganz erschöpft und Mais ist zu bohemPreise völlig WI ' mworden. Das ncuePapiergeld isi hcretts im Um- laufe. JU mvrna (9. September) wurden bereits neue Süd.- fl'ücbte zu Markte ebracht. Feigen gaben eine reciche Ausbeute.

Aus Athen (22. September) meldet man die Ankunft voii 9 stndösscbm Linienschiffen und dem Kriegsdampfboote „Lavin- ster“ unter Befehl der Commodore Lafuse und ugon. Nach Brie- fen aus S ra (11. September) wird die e von Samos von ?inems F“ schiffe beunruhigt, das mit 20-30 Piraten bemannt eyn o .

x

Italien.

Rom, 15. Sept. (A. Z.) Nachdem durch mehrere'Gewit- terr en die Luft ab ühlt ist und wir das schönste Herpstwntex genie en wird der apa Üb; orgen', nach' einem zweimonatli- chen Au ent it in Caßeik Gando fo hierher zurückkehren. Es wir- den ail: An alten zu seinem feierlichcn__Empfange getroffen, und in dem Palast des Quirinals ist Alles,zu.seiner21ufnahme in erxitz schaft eseht- -- D'ev Kardinal-Staats-Secrctair Lambruschiyi wird- Heute von dem] Einweihungsx-Fest der Kirche St.. Maria

ngeli bei Assisi urück erwartet. Auf der: Hinreise hatte der „Kardinal das Upg „ck, durch die UnvorstchnZkeit der Post- knechte mit seinem schwerfälligen Wagen umFewor eri zu Werden, was indessen für ihn selber glücklichxrweise o_ne schlimme Folgen ablief, während seine Reise-Geseluchaft einige Verleßungen da- von tru . . .

Vieglfältig angestellte Versuche, die elternlosena oder verwahr- losten Kinder u nüßlichen Handwerkern heranzuziehen,_ Und bis- her aus mehcxachcn LokabUcsachen Fescheitert, bis es in unserer Zeit den menschenfreundlichen Bem hungen eines Biedermanns gelungen ist, einen lan'ins Werk zu, sehen, der dahin geht, aus diesen in den Stra en Roms umherirrenden Kindern der römi- schen Campagna arbeitende Hände zu gewinnen. Der Mynfignor Governatore hat diesem Plan nicht allein seine 'voUe-Zuskimmung

egeben, sondern auch die Mittel angewiesen zur Ausführung. ls erster Versuch sind einige 20 Kunden aufgegriffen, die nun unter Leitung des Seculair-Abbate Copvi nach einem passenden Ort auf dem Land geführt worden, wo fie entferntwon ihrer früheren Lebensweise die Landwirthschaft erlernen. Zu erwähnen ist, daß einige der Römischen Großen freiwillig ihre Bessungen angeboten haben, Wo die Kunden arbeiten und Unterkommen finden können. -

Turin, 17. Sept. .Die hier !! ihrer zweiten Zusammen- kunft versammelten _caliänischen aturforscher hielten estern i re erste a emeine ihung, die von dem Präfidenten, rasen

aluno“ er er wurde. Es sind bereits Über 100 Gelehrte hier eingetroffen, von den'ey eiii“ großer Theil aus _Piemont ist. Aus der Sazweiz Und Deutschland ,he'finden sich hier: Professor De- eandosle uno Professors"l Tiedemayn. Die Versammlung hat sie!) in sechs Oectionen gxthiith' _ _ „547, a v i.? !*

Madrid, 15". Sept. „Dem Vérii'ehmen nach hat die Reise des Britischen Botschafters nach Valencia den- Zweck, die Kd- nigin über das Gefährliche ihrer Lage aufzuklären und sie drm- gend aufzufordern, den Wünschen der Nation nacbzugeben. Uebrigens versichert man, daß die Ernennung hes Hexxogs von Vitoria zum Mitregenien dem Englischen Kabmet keinesweges

ißfailen würde. ' * Der Constitucionai meldet aus Valencia, daß der Ge-

" . erai Latre daselbst auf öffentlichem Plahe einen Galgen habe

auf dem "sich beständig ein Henker befinde, um Jeden hinrichten zu lassen, der es wage, sich zu Gunsten der provisorischen Regierung in Madrid auszusprechen.

Dem Eco dei Comercio wird aus Valencia geschrieben, daß die Camarilla damit umgehe, die Königin; Regentin nebst ihren beiden Töchtern aus Spanien zu entfernen.

Mehrere berühmte Militairs , unter denen die Generale Castaüos, Palafox, Zarco del Valle, Zambrano, Carratala und Andere, haben der provisorischen Junta ihre Dienste angeboten.

Türkei.

Von der Türkischen Gräyze, 12. Sept. (Deutsche Bi.) Aus Bosnien hat die Pforte die Nachricht von dem Auf- stand und dessen Unterdrückung fast an demselben Tage erhalten. Mit den Tataren dcs Statthalters trafen aber auch Dxputirte der sogenannten Rebellen in Konstantinopel ein, und stimmten durch ihre Auösage die SiegesfreUde der Pforte sehr herab. Sie vcxslcbern nämlich, „daß die BoCniaken nicht entfernt dgran edacht haben, fich gegen die hohe Pforte aufzulehnen , bat; sie ich vielmehr als treurUnterthanen der Pforte nothwmdig dem tvrannischen Verfahrxn ,und den gewaltsamen Bedruckungeti dexs Statthalters hätten widerseßen müssen"; sie begehren mevis, als der Wohlthaten ßes _Haxxi_scheriffs von Güihane , die ih- nen der Statthalter vorenthaitx, gleich den Bewohnern der Üb_r1- _en Provin en, theilhaftig zu wexden, sie se en gegen' xeipe ?Keform-Ma _regel', vielmehr bereit, ihre Söhne ür den Militair- diensk berxugeben, die'für die Siaars-K-asse ndthigen Abgaben nach einem billigen Verhältnisse zu entrixhten, und überhaupt gebe es Niemand mehr in Bosnien, hei" altgläubig genug wäre, den neuen Einrichtungen, 'ikligiöser Voyurtheile wegen, entgegen utre- cm Ja sie hätten. sich mit den anfangs so angefeiydecen eye- rungen, z. B. in der Kleid n? und dem Cxerzieium des Mili- tairs , längsk befreundet und 7x! | den Schild an d r„ Kopfbedek- kung, den die Reiigion'ausdrückiich untersage, w rden, fich die Boaniaken gefallen lassen , sogar Y Taufe würden sie sich ent- schließen,. wenn das Wohl des ,xaa-txs dies verlangte, und die Pforte es sech, ic.“ Dur diefe Erklärun , die _in dem Munde desi, en Thxils-der ürkiscbxn ,Bevdiexun , bis bis jeh: fax fanatis _gaix, um so merkwürdiger isi, FLZ! __ die Pforte in Verlegenheixgeseht; sie weiß nicht soll fix. ck, freue? oder soll sie es bedauyrn, daß-Wed _cbihi (ba Leßgtdhén; Inzwischen hat sie unvemeili einen omm „(;;-.mixxguéj' ? tm Voumachiu1 uach GeWe abgesaydt Mn Fach:», “Fr dv-Jirijtxacéhalte-m _ .

ri- mm. or 49 ommnoui exß naa) Grayacac „„ckck-,. * vag en der, ommandant dieser Smd: ingixi «gg» gas). xrajewo berufin wor- den. Die _ _ mexik'jt, ,: KPC] cba zum Theil nach

errichten lassen,

Konßantiäopei uhren «issen-

.beiden Gouv-rnements dessen Schwiegersohn,

Konstantinopel, 9. Sept.“ (Qesk. B.) Da Mehmed Ali am Schlusse des eisen ihm durch die Convention vom 15. Juli geseßten Termins noch immer bei seiner Wei erung be- harrte, sich den Bedingungen derselben xu unterwe en, und in Folge dessen ganz Syrien, als der Pforte wieder anheim gefallen, u betrachten ist, so haben Se. Hoheit der Sultan die Stan- alrerscbaften, aus welchen jene Provinz besteht, folgenden Wür- denträgern verliehen: Die Sandschakate von aida, Bei- rut und Tripoli, nebst dem Gouvernement von Acre, dem bisherigen Kommandanten der Dardanellen, Izzet Mehmed Yascha; dic Statthalterscbaft von DamaSkus, um den Qandscbakaten von Jerusalem, nglus und Gaza, dem Muschir von Konia, Cihadsck) "Lili Pajeha; die Statthaltersxhas: von Aleppo dem ehema11schen Muscbir von Siwas, Eßaao

Pascha; die Statthalterschast von ?_ldana, mic dxm Sandschakate von Tarsus, dem Ferik Izzet Paicim, ehemaligen Go-uvern-cm von Kodscha-Jli; die Statthaltcrichafc von D1ch1dda, mit Baby :*

dem qegemvärtigm Statt-

haitung des Paschaliks von Bagdad, ' die Stellvertreterwürde m

halter daselbst, Ali Riza Pascha und

Statthalterschast von Candien, mit den Sandschakateki von Canea, Candia und Rettimo, mit dem Range eines Muicbirs, dem ge-

genwärtigen Militair-Gouverncur gcdachtcr Insel, Mustapha Pa- nebst dem Miiitatr-Gou- »

dem bisherigen Koma , Schwarzen Mee: '

icha; das Kommando der Dardanellen, vcrncment im Sandscbakate von Biqa, mandamen der Schlösser an der Einfahrt dex . . res, Ibrahim Pascha , der zuqlcich zum Ferik (Diwsiom-Oene- ral) erhoben wurde; das Militair-Kommando m Kodicha-Ili dem Ferik Schcrif Pascha, jenes von Konia dcm Ferik Czub ascha, endlich das von Siwas dem ehemaligen Kaimakam von iarbe- kir, l*erik Hamdi Pascha. Zum Kommandanten der Schlösser des ospors wurdc Kara Ibrahim Aga, bekannt unter dem Namen Kara Dschehennem (Schwarze Hölle) mit dem Range eines Miri Liwa (Brigade-Generals) ernannt. "

Den letzten Nachrichten aus Erzerum zufolge, hatten sich in _

jener Gegend einige Pestfälle ereiqnet, welche die Regierung ver-

anlaßten, -die Provenienzen aus Trapezunt einer. Quarantaine zu

unterwerfen.

Die Türkische ZeitungTakwi mi 1256 (8. Septembcr 1810) meldet: ' . folge, hatte sui) der dortige Muhaßil Hulmi Efendi einige 11 rechtmäßigkeiten zu Schulden kommen,!assen und „hatte yerab- säumt, den Lehen: der Boden-C'rzeugmsse zu gehhrigrrJu em- zutreiben. ies wurde von einer aus de.!" niedrigsten esmdei bestehenden Rotte von Meuterern zum _ ' Laus einzubrechexi',und*ihn unter dem Vorma-nde, dak; er die

Wakaji vom 11. Redscheb „Berichten aus Tokai »

chuld der eingetrkrenen Theuerungiragt, zx! ermorkxen._- _Da eine solche HandlungsWeisc „gcgen d1c gescßliche Obrigkeit mcht _ kann erhielt der -. Üufrxag, sicb nach Tokac " u bege-

werden

anders als offene Rebellion genannt . sogle1ch den

Muschir von Siwa's, Eßaad Panini, * mit einer beträchtlichen Trupvcn-Abtbeilun_ ben. Es wurden nach gepflogencr Unter uchung an re und Stelle mehrere Verhaftungen vorgenommen mid die' Missethäter in diese Hauptstadt eingebracht, wo ihr ProzeY-beruts anhängig gemacht ist. Das Strafurtheil wird 1einer eit in den Blättern dieser Zeitung zur öffentlichen Kennmiß gebracht werdeii.“

Der von der Fran dfischen Regierung an den Aegvvtisckyen Statthalter abgesendece raf Walewski ist gestern auf dem Dampf; boote „Papin“ hier eingetroffen.

Heute hatte der mit besonderen Aufträgen hierher gesendete Kaiserl. Russische Garöe-Obersi mid Adjutant Sr. Majestät des Kaisers, Baron Lieven, cine Audienz beim SUltan, wobei er von dem Kaiserl. Russischen Gejchäftsträger, Herrn von Titoff,

begleitet wurde.

Nachschrift. So eben vor Abgang der Post erhält man die Nachrichivon dex heute um Ankunft Rifaat Bei's auf dcm ' Bahri“. Den gleich eitig eingelaufenen Berichten aus Alexan- drien vom 5ten d. ' . zufolge, hatt; sic!) gebuchter Musteschar, in Begleitung der vier General-Koniuln, , Schlusse des zweiten Termins, zu Mehmed Ali begebeii, um von ihm eine kategorische Antwvrt über die Annahme der ihm gestell- ten BedingungenÉu verlangen. Diese fiel jo_ außweicheyd aus. daß se als eine eigcrung, sic!) der Convention vom l;). Juli

?" unterwerfen, angesehxn werden mußte, und in Folgexessm Ri- -"

aat Bei noch an demielben Tage Rückreise nach dieser Hauptstadt anzutreten.“ .

- Einem Schreiben aus Konstantinopel vom 9. Sep“ tember (in der L. A. Z) zufolge, hat fiel). im diesem Tage W um Ober-Befehlshaber der Syrischen Expeditions-Armee ernannse

zzec Pascha mit zwölf anderen, für Syrien und Arabien “" nannten Pascha's_atn Bord des für sie gemie'theten Oesterreich?- schen Dampfboots „Seri-Perwas“ nach Syrien eingescbifft. Vl- comte von OnKroy begleitet die Expedition als AvW"! de.! Ober- Befehls'habers. Das Expeditions-Heer soll 15, Mann stark seyn. -- Der Französische Pair, Graf von Montalcmberc, befin- det fick) ]“th in Konstantinopel.

Syrien.

Damaskus. Der Minister der auswärtigen An legenhei- ten in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, m'Zohn Forsyth, hat an den Gesandten derselben in Alexgndrim 11 sie- hendes Schreiben in Bezug auf die Angelegenheiten der uoen

n amaskus ericitet: i D I ) „Washington, den 14. August 1840.

lei allen anderm civilifirtcn Rationen haben die Btw bye! der Véreißigten Staaten mstLibscben vernommen, wclchc mchtßw röige Verbrechen man den Juden in Dannxsius Yk Last legt und“ welxbe'n Grausamkeiten fie ausgesetzt getpeseu imd. er Präsident 1he:1t.vollig die Gefinnungen, welcbe fich iiberall zu erkennen gegeben haben und fühlt das Bedürfniß, stin Erstaunen und stinkt!

' so aufgeklärten Jahrhundert irgend" einer

11“ rechen, da mmvin einem _ _ ?K'exlIigicns-Paßrici so abscheuliche Gebrciucve zu1chxe1ben un_d, um das Verbrechen zu erweisen,. zu o barbariscbt'" Wayfrcgcln seine Zuflucht nehmen “konnte. Die Untbaten," deren d1ese Unglnrklrchen _bescbuldigt wur- den, gleichen zu sehr de'n'enigen, die 111.111 in weniger amgeklärten Zeiten

als Vorwand zu fanati chen. Verfolgungen und Erpressungen gegen sie

*“ ,“bmuchte, Um auch nur einm Atmenbliik glauben'zu können, déiß diese

nlvi ungen heutzutage gegründeter seven, als damals. Der Prä- FFZ hatg mit großer Genugthuung gesehen, das; mahnte Europäische egierungen sich bemüht i).1be11,'de:1 in Damaskus angewendeten grau- samen Ma regeln Einhalt zu thun, und hat mit großer Freude erfah- _ren, das; “ies theilweise gelungen isi. Er wünscht lebhaft, daß das :MZtYfühl und die- thätige "intervention der Regierung der Veninig- ten maten einer so edelm' thigen Regung nicht fremd bleibe, and xt hat mir daher aufgetragen, Sie 11 ermächtigen, Alles, was sic!) mit der DiScretion Ihres amtlichen C arakters verträgt, auf ubieten, damit sene unglücklichen Opfer der Verso! ung, deren Angstxu bis an unsere en edrungen ist, "unier den chus der Gerechtigkeit und Huma- uit t ge eat Werden.“ .

- B eirut. .D 5 Journal de Smyru e enthält folgenhe ältere ) achrichten aus eirut vom 23, August über das vom Commodore

Jzzet Pascha; die

Anlaß genommen, in sein

2 Uhr Nachmittags erfolgteti ,' Türkischen Dampfboou „Tajiri ;

an jenem Tage, alkam

Alexandrien verließ, um die

Schmerz darüber aus-

Napier daselbst beobachtete Verfahren: „Seit einven Tagen ist unsere Stadt durch das Erscheinen eines Englischen Geschwaders von vier Liniensckjiffen, einer Fregatte, einer Korvette und einem Dq pfboote unter dem Kommando des Commodore Napier, in 1:95:- Bestürzung versehc. Der Commodore hat Soliman Pa- cha aufgefordert, die Stadt zu räumen und fie unter seinen Schuß zu stellen. Der Lebtere erwiederte jedoch, da er den Be- 'fehl habe, bei dem ersten Kanonenschusse der Englander Gewalt mit Gewalt zu vertreiben und alle ihm zu Gebote stehenden Mit-

'. '. telanßuvenden, um die Englimder von Beirut zu vertreiben. Soli-

druckerei- und Schriftgießerci-

noch

ascha, der unter Abbas Pascdaalle an der Küste befindlichen hat zugleich erklärt, daß er die Stadt lieber den einen ein igen fremden Soldat": in die- elbe eindringen lassen wolle. Diese s'rklärung hatgroßen Schrecken nter den Einwohnern verbreitet; mehrere Familien find ins Ge- birge geflohen, und viele Europäer haben fiel) aiif die „auf der Rhede befindlichen Schafe begeben. Es ist indes; bis jetzt auf ,' beiden Seiten bei diesen ersten Dcmonftrationen geblieben, dock)

man* Truppen befehligt, Flammen übergeben, als

' fürchtet man, daß eine neue Verwickelunq der Angelegenheiten * die Ausführung der Drohungen bewirken könnte. Obgleich daher der erste Schrecken vorüber ist, so betritt man doch nur mit Za-

gen die.Stadt, wo man mit der größten Spannung der Beendi- ung eines Zustandes der Dinge entgegensteht, der mit jedem age unerträglicher wird. Es dürfte jedoch sehr lange wäl)

' “ren, ehe die Ruhe in diesem Lande wiederhetgestellc seyn wird,

wo alle Geschäfte völlig stocken und das Elend den.!)öcbften Grad

erreicht hat. Soliman Pa1cha isi indeß, ungeachtet der von ihm

qeführten Sprache und seines anscheinend festen Entschlusses, den efehlen ?ehmed Ali's streng nachzuko111n1en, wegen der Gesin: ungen, von denen die Bevölkerung dieser Provinz beseelt ist, icht wenig in Sorgen.

Inland.

Berlin, 27. Sept. Ueber den gestrigen zweiien Festtag

I _des „Gutienberg-Jubiläums berichten wir zum Theil, in dem Ar- tikel , Wissenschaft , Kunst und Literatur“, und haben wir nur * Hm uzusügen, daß auch die im Freien veranstalteten Luftbar-_

keiten, o wie der Ball in den Sälen des Tivoli glänzend aus- fielen, und daß ein sehr zahlreiches Publikum sich daran erfreut Lax. -Mehr als 3000 Personen mögen wvbl versammelt getvesen eyn, und ztvar hatten sich den Yamilien dcr Buchhändler, Buch- csißer und ihrer Gehülfen auch Gäste aus- allen anderen Ständen angeschlossen. Ueber .dem Haupt .- Eingange des Tivoli Waren die Bildn'ise ;von Guttenberg, Faust und Schöffer in transparenter Beleuch- tung angebracht, denen gegenüber im Bt'illanrfeuer dic_Werksrätte Guttenbergs erschien. Feuerwerkskörper der schönsten Art ver- kündeten aus der Höhe auch den Entfernteren, daß hier ein Fest des Lichtes gefeiert werde. Die Tän e wurden in zwei verschiede-

_ nen Sälen auögeführc und zwar w hrce die durch keinerlei Un-

..„fall gesrübte Lusk bis gegen Morgen.

* -- - Stargard, 21. Sept. einen Monat hier versammelt gewesen, hat uns gestern verlassen. Nachdem es die ersten 14 Tage den regleÜentariWen Vorübun- :?!!! gewidmet und später mit marquirtem Feinde manövrirt hatte, r ckte es am 10ten d. eM.Éu den Feldmanövers aus. Das Armee-Corps war zu diesem ehufe in 2 Corps (Ost- und West- Corps) getheilt, die den speziellen Befehlen der Generale von Sehr und von Brünneck unterworfen, nach einer, vom komman- direnden General, Grafen zu Dohna, gegebenen Idee gegen ein- ander manövrirten. Die verschiedenen Märsche, Bewegunqen und Gefechte hatten bereits mehrere Tage gedaUert, als Se. Ma- jestät der König iind Ihrr Majestät die Königin am l-“1ten Abends in Barskewih, |'/2 Meilen von Stargard, eintrafen. Nachdem „Ihre Majestäten geruht, Sick) durch den kommandircnden Genc- ral die Generale und Regiments-Commandeure vorstellen zu las- sen, befahlen Se. Majestät der König , den 15ten das Manöver !ortzuseßen. - Die Avantgarde des Weft-Corps srand an die- em Tage auf der Höhe von Goldbeck, während die des Ost-Corps aus* dem nahe gelegenen Wudarge debuscbirte, um den Gegner Wltgreifen. Leßterer folgte in einiger Entfernung, das Gros die- ses Corps auf der Saader Straße. Se- kajeskät beobachte- ten vom Burgwall bei 'oldbeck die Bewegungen beider Theile und geruhten mehrmals Ihre Zufriedenheit Über selbige auszu- sprechen. -- Nac!) mannigfachen Chancen ward durch die Disyo- ations-Truppen, die der Mehrzahl nacb zum OstxCorps stießen, der Rück ug des Wesk-Corps herbeigeführt, WVMUf beide Corps, das Ost- orps mit seinen Hauptmassen bei Barskewilz, das Wesk- Corps aber hinter Treptow bivouakirten. - Se.Majcskäc der Kö- nig, der an diesem Tage ein ()x-_]vnm-r 111117110110 bei dem Ober-Prä- sidenten von Bonin, in Schoeneherg, gan in der Nähe von Treptow einkzunehmen geruhte, b2fichtigten bends die beiderseiti-

n Bivoua 5, sowohl der Haupt-Corps als der Avant-Garden,

hre kajestät die Königin hatten das Bivouak bei Barskewilz durch Allerhöchstihrer Gegenwart beglückt. '

Am 16ten ward das Manöver in Sr. Majestät Gegenwart

songeseßt. Nachdem die beiderseitigen Avant-Gardm cine ZM lan manövrirr, trafen die Corps selbst am Krampehl zusammen de en Uebergang vom Osk-Corps forcirt werden sollte. Die qün; stige Lokalität führte hier eine Menge interessanter Gefechts-Ver- ZülZnZffe BW“? WF? die lsEmfthZijldiung des Tages lange bin “11 er wanenieen,a ein eröcle " *, ndverTD bee1111ck_e7te. [) A h )| r Befehl das Ma en ten arte das rmee-Corps Ru eta ' fammten Stabs-Offiziere desselben waren VN? S?“, ÖYYeskYtezFé Tafel befohlen. Nac!) derselben hatte Se. Majeskät der Köniq die Gnade, eine Kritik der letzten Manöver zu ertheilen und über die Leitung derselben Aller dcbskihreZufriedenheit aus uspre- cßen. Den Abend durften die tände sic!) des Glücks et" reuen das Königliche Herrscherpaar und die noch anwesenden Prinzeri des Hauses in dem geschmackvollen, eigends dazu erbauten Fest- lokale zu empfangen.

Den 18cm war große Parade. Das Wetter, das kurz vor- er_noch getobt und lange zweifelhaft geschienen, beqünskiqte die- herrliche Militairfest ungemein. Nachdem Se. “Majefkäc der

. König die Truppen gemustert, befahlen Allerhdchskdieselben dem kommandirenden General, die Kavallerie in halben Escadrons die Infanferie in Compagnie-FWM vorbei zu führen. Später,“

[im die Infanterie in Regiments-Kolonnen, die Kavallerie in Nradronö im Trabe. Des Königs Majeftät und Ihre Ma- jestäc 'die Königin wohnten dann dem Einrücken der 20 lagern-

* sen Bataillone in das Lager bei. Se.Majestät der König durch-

?in darauf dasselbe, besuchte die Offl' ier-Speise-Anstalt ko e Mehyeren Heerde" das Essen, das Wasser aus eineni BTUTUT']: und geruhte dann, Sich über den Einmarsch der Truppen so- wohl, als Über alle Lager-Anskaltm huldreicl)sk 3" äußern. Spä- ter bosuchnn Se. Majestät noch das Militair-Lazareth. .Die hier

Das “2te Armee-Corps, das .

1085 herrschende Reinlichkeit und Ordnung ward von des Königs Ma- jestät wohlgefäaigst bemerkt. -

Den 19ten' fand ein Mßnöver mit markirtem Feinde nacb folqender General-Ideeüßean: Enz Oder-Corps ( das "Ice Armec-Corvs) befindet sich auf dem arsch? yon Stk!!!" naä) Stargard in der Absicht, bei diesern Orte über die Ihna vorzurücken. Em Wack)- sel-Corps (der markirte Feind), aiisper Gegend von Bromberg kommend, hat dagegen bereits bei Srarqard die Jhna pasürc, diesen Ort beseht und ist im Begriff, m der Direcnon auf Stec- tin vorzugehen, als die Avant-Garde desselben in der Gegend des Lindenberges auf den Feind stößk- Dkk BEfkblshaber des Weich- sel-Corps entschließt sich in Folge dic1es Creiqqeffes, dcn Anqriff des Feindez in der Stellung am Lindenberg.- zu erwarten *und rückt zu dem Ende mit einem Theil seines C::ps bis in diese Stellan vor, während er durch eine Abtheilun-J Infantcric (),-n Ziegelei: anger besehen läßt und einen Theil seiner Kavallerie in der Nähe desselben aufstellt. Der Beschlsbaber des Oder-Corvs Überzeugt sich durch eiqene Anschauung, dax"; sowoht die Höf)? des Lindenberges als der Zieqelei-Tanger mtc Infanterie besetzt sind uny„der Feind auf seinem recht n Flt'tgi'l bedeutende Kavällcrie; thhesiflungen versammelt und tl'! i danach 1eme Disposlkion znm

ngri .

Se. Majestät War mit Aussühx'ung dicses *.)?andvcrs sehr zn; frieden und geruhten, Sich sowohl hierüber, als Über die am vori.- gen Tage stattgehabte Parade in-dcn huldrerchsren ?(Usdrüééen gegen den kommandirenden Gcneral zu äußern. Se. Majcsrat befohlen, Allerhöchstihre Zufriedenheit um dem Zustande der Truppen sowohl, als mit den ausgeführten Manövers aller Tru»,- vencheile bekannt zu machen. Mehrere auf der Stelle verliehene ?luSzeichnunqen, Avancemcnts Und anderweitige Belohnungen bcthätigten die Allerhöchste anriedenheit. Nack) bcendigrcm Ma- növer befablen St.Majestät derKöniq, Ihrer WTajcstät der Kö- nigin die Offiziere des" Lten Kürassier-Rcaimetits, genannt „Kö- nigin“, vorzustellen, ließen dann die Kayallerie nochmals im Trabc desiliren und geruhten, dem'Prinzen August Königl. Hoheit, dessen Geburtstag der 19. September ifi, dic Honnem's durch das Armee-Corvs machen zu lassen, 11101“anAllerhöchstdieselben dann die Reihen der Infanterie und Fuß-Llrtillcrie nochmals hin- unterritten. Das schönste Wetter begünstigte auch den leßlen Mandver-Tag, wie sich denn das Corps Überhampr fast beständig des besten Wetters zu erfreuen gehabt. Scit 28 Tagen in stctér Bewegung, während der OKanöver im Durchscicknict käqlici) Über 4 Meilen zurücklegend, erfreute es sich des besten Gcsundhcits-Zu- staydes, indem sich das Maximum der Lazarcrh-Kranken nic Über 14,5 pCt. erhoben hat. -- Das vortreffliche Aussehen der Linie und Landwehr und die praktisch;tücl)tigc Ausbildung der verschie- denen Truppentheile waren den pr-Üfkndcn Augen des Herrschers nicht entgangen. Sie machten es dem Armcc-Corps mdgiich, die Königliche Huld Und Gnade _zu erlangen, das hdchsteGlück, um das d_er Soldat fick) überhaupt beWerbey kann, und das zu errei; chen 1ein höchstes Bestreben ist. - -

Breslau, 2/3. Sept. (Bresl. Z.) In der hencigen Ge- neral-Versammlung der Herren Thc'acer-Acrionairx wurde einer der Redacteure dieser Zeitung , E. von Vaersk, als Pächter des neuen Theaters durch Stimmen-Mehrheit'gewählt.

Ekakk- 23- Sept. 'Es ist hier der wan iqske Jahres; Bericht“ des-Martins-Sciftes ersckxienen.z DMW zufolge heläuft fi_ch die Gesammt-Einnahmkvon der Gründung an bis jetzt aixf_zl,076 Thaler. Davon ist ein Kapital von 2294) Rkhklk auf Zinkjen auögeliehen. In diesechie von 211 Jahren smd über; haitpr 890 Zöglinge aufgenommen und von denselben ZW zu ver; schiedenen Gemerben mie Zufriedenheit entlassen workcn; 15017111) früher ausgeschieden, ehe sie einem Berufe sich widmen konnten und 71 haben als unverbeffcrlici) aufgegeben und entfernt Werden müssen., Außerdem sind noch 1210 Crwerbftixüler .espeisk und 1120 Kinder mit Kleidern, Büchern u. s. w. unrerstKlzt worden. - Ferner enthält dieser Bericht nähere Angaben Über die Nach- foi*sche11 nach der Lutherschcn Familie, die Resultate derselben, so wre, über die n_oci) lebenden und von der Anstalt aufacnom'menen . ?itglieder derielben. - Mit dem chrfurcbtsvoilsten Danke wird dem auch der gnädigen Theilnahme imd Unterstüleng dcs Hochx seligen, sy ivie Sr. jeßtregierenden Königs Majestät und des gam ?enKömgliMn Hauses gedacht. - Ein Verzeichnis? der Beiträge chließc sich dem endlich noch an.

Köln, 22. Sept. Se. Majestät der König von Württem- berg traf _aeskern Abends, unter dem Namen eines“ Grafen von Teck, am Bord des Kölnischen Dampfschiffcs von Heilbronn bier cm, und scßte diesen Morgen die Reise nach dem Haag, an Bord des Niederländischen Dampfschiffes, fort.

Koblxnz, 23. Sept. (R1). 11. M. Z.) Gestern Abend xben nach (Uhr ist das Dampfschiff „Mosclla“ zum crstxnmal im regelmäßigen Dienst von Trier hier angekommen, nachdem dasselbe die Fahrt nach Abzug von 1'/._,sk11ndiqc1n Aufenthalte durcb Schiffe und mit Inbegriff eines ?stündigen Aufenthalts an den Haupt-Stations-Orcen, in der kurzen Zeit von 12 Stunden zurückgeleqt, und mithin die wirkliche Fahrzeit nur 10 Stunden gewährt hat.

Berichtigung. Die P?ilirair-Beförderungen im Ystrigen Blatte der“ Schtg. smd unriäniq zusammengestellt. or „Prinz Albrecht von Preaßen“'isc zu setzen: „Unter dem 7. September“, und der Llnfana: „Unter dem 10. Septem- ber“ bis zu „General-Major von Sohr“ ist vor den Absatz zu bringen, welcher anfängt: „Oberst von Lilljeskrdm“ u. s. w., welcher, so wie alles Andere, zu dem 10. September gehört.

Zurkneuesken Geschichte d_es Königlich Würtembergi- schen Munzwesens.

Herr Dr. Friedrich GottfyiedIäger, Referendar in dem Zöniql. Würtembergischen Ministerium des Innern, hat so eben

*Beiträge zur Geschichte des Münzwesens in Würtemberg bei

Kreuzer in Stuttgart veröffenclicht, Welche sehr anziehende Nach- richten über diesen Gegenstand, iind besonders aiich eine aus amtlichen QueüenQYZogene Nachricht tiber die Ausmünzung ent- Ylten, welche die ctembergische Reqterung von 1743 bis Ende

eptember 1837-veranstaltec bat- Nachstehendes ist ein über- s1chtlicher Auszug aus diesen Nachk1chtew dem zur Bequemlich- keit der Leser in Nord-DcutsckUand eine Uebertragung der iii

Gulde'i angegxbnen Werthe in Preußische Thaler nach dem Ver- hältnisse von :4 beigefügt ist. Demnach Wurden ausgemünzt:

;. In dem Zeitraume von 1743 bis 1753.

Zn Golde ...........

" Rehn“. ' .'pf 271,936 11 2,719Z 18 ,

Gulden. [Xr. 473,88» 40

n Thalerstücken ....... -“1,739„20 n Scixeidemünze, und zwar in 15 Kreuzersiücken. . in 6, 3, l und ',». Kreuzer- stücken ............ Also überhaupt . . |). Von 1753 bis 1809. Silbergeld im Konventions- fuße ............. 15, 6, 3, l und 'N; Kreuzer- , stücke ............ 14,180,79:1;35 8,103,:i10; 18 Also überhaupt . . 16,128,/=4-!:;:1 „2192551 22 z ; e.Von1809bismit1216. : ; Zn Kronentbalern ...... ' *: 121,917z 19 Ju Konventionsthalcrn. . . 95,592! 8 n 6, L;, 1 und ' -_- Kreuzer- skücken ............ 2,1)78,-“120§ 56 Also Überhaupt . . 2,159,063„ 18 11. Von1817 bis Ende | September1837. - Gold in 10 und 5 Gulden; sküéken ............ In Kronenthalern . . . , . » .Konvenrionsthalern . 2 Guldenüückcn . ] Guldensiücke . . . . . . “L*“! Kreuzersiücken . 1,3 Kreuzerstückcn . . l), 3, l und '. Kreuzer; stücken ........... :1,161,992 ;16 1,Lid6,852! 27 Also überhaupt. . 5,1*1-1,-.-95;2.1|2,-.1:19,?117 19 | 9

, Die hier in Gulden angeqebenen Werthe sind offenbar nicht die Metallwerthe, Fondern die Nennwerthe der ausgevrägten Geld- stÜche. Bei dem Golde wird" wahrscheinlick) cm Aufqeld über die- sen Nennwm'th gegeben worden seyn, und bei dec Scheidemünze hat man sich wahrscheinlich einen Abzug müssen qefallen lassen, Wenn man Summen darin zahlte, Welche eigentlich an volihaltigem Silbergelde hätten gezahlt werden sollen. Wie hoch das“ auSge- prägte Geld im Verkehr wirklich ausgebracht wvrden ist, kann hie1*nach_nicht an.;egcbcn werden, da der Betrag jenes Aufgeldes und die1es Abzuaes _qewiß zu verschiedenen Zyircn sehr verschieden war, und im Aligemeinen nicht mei)? ausznmz'tteln ist:: Um so Weniger wird Veranlassung seyn, darüber zu rechten, daß hier die Guidsn nach dem Verhältnisse wie 7:4 in Preußische Thx1ler verwimdclt worden sind, obwohl dieses Verhältniß nw." 'angiebt, wie“ieit kurzem er|_gese131im , im wicklichen Verkehr aber wohl schon seit mehr als 20 Jahren, der Preußische Thaler gegen den Guld Reichswährung steht.

Die Präqungen sind hier nach -'1 Zeiträumen geordnet. Der erste bezieht fich auf die Zeit vor der Annahme des ".I-“1 Gulden- fußes, wovon die hier vorliegenden Nachriäztcn doch nur unge- fähr 10 Jahre rückwärts reichen. Dey zweite begreift den Zeit- raum von Einführung des 2/- Guldenfußes bis zur Ausprägung von Kronenthalern, wodurch chatsächlici) em “.'-“1D, Gulde-nfuß an- genommen wurde. Für den dritten Zeitraum nimmt Herr Jäger die Reihe von Jahren an, welche scit der ersten ?ixtsvrägung von Kronengelde unter Würtetnbekgischen Stemvxl bis zum Schlusse des Münzvereins zwischen den Süd-Deutschen Zollvereins-Staa-

787,300 8

1,290,718„25 2,33N666Z 3.3

;

1,947,653Z 58 1,112,9-15 3

213,33; 5 167/286, 31; 1, 187,669:

.. ““k- 1,-§i1.),| 19;

KIZ,U7.'1| -- 1,680,M7| .. 8,258. 2/ 49,798; .- 311,:i78! _ 84,208? 12 38,998: 12 ]

47,928! 96:1,992] 4,719. „- 28,456? 173570 18,11» 29 22,281! 20

tenMverfiossen ist._ Es hat indessen hier zur Erlcickwterung der Ue- ber11chr nöthig gcjchienen. diesen Zeitraum noch in 2 Theile zu zer- 1cqexi. Hiernach begreift der dritte Zeitraum vcn 1809 bis mit M|!» die Kriegsjahre mic Ci1ischluß des ersten Jahres nach qe- Wioffxnem Friedenund cin vierxer Zcitraum die seitdem bis*in pen September 11437 vcrssoßenen, fast 21 sichern Friedens- mbre. Erst im dritten und vierten dieser Zeickäume erscheint _Wiärtcmberg - kleine Abänderungen unqercclmet -- in seinem ]eßigen Umfange: aber auch in diesen bildet es nicht ein solcher- gestalt abgeschlossenes Gnnzes, daß von seinen AUSprägungen auch nur annähernd auf den Betrag und die Beschaffenhcik des darirx umlaufenden Pketallgeldes zu schließen wäre. Ohne Zivei- fel ijr auswarrs geprägtes Gold,. und bcsonders auswärts gepräg- „tes grobes Silberaeid im jetzigen Königreiche Würtcmberq in éi- nem Betragx in Umlaufe, welcher die eigenen Ausmütizungen wcic übertrifft. Auel) wiyd "vas Cinormg.“ auswärts geprägter Scheidemünzx wohl nicht zu verhüten sein, wogegen aber aua) WürremberqijM SchcidemÜnzcn in nicht unbeträchtiicher Menge in den Verkehr der benachbarten Staaten gekommen sein können. Aus den vorliegendcn Linqaben läßt sie!) daher insbesondere nicht Übersxhen, in welchem Verhältnisse die wirklich umlaufende PZe- railgeldniase_aus Golo, grobem Silbergelde und Scheioemünze zusammengereht ist.

Das chr im südwestlichen Deutschland umlaufende Geld be- steht überhaupt theils aus demjenigen, welches die jetzt daselbst beykehendcn Regierungen seit der Auflösung des alten deutschen Reichsverbandes hnbcn prägen lassen, theils aus solchem, was aus den ältern Zeiten von den Ausprägungsn der damaiö dort (Zcsiandcncn Regierungen noch übrig ist, und theils 0.11? Geld- itiiiken, Welche aus den größeren, dieiclvcn umgebenden Staaten, d'ahin gekommexi smd. Der Betrag des ersrern wäre wvhl ziem- licl) -1'ick)tig zu schälzen, Wenn alle deutscheBundesßaaten die Be- kanntmacbung ihrer ?lusprägungen mit' eben so viel Offenheit gestat- teten, als es von der Königl. Würtembergischen Regierung mich der vorliegenden Schrift des Herrn Jäger geschehen ist: deim wahr- scheinlich ist nur grobes Silbergeld von neuer AuSpräqunq unier Umständen in das, Ausland gegangen, die bekannt xjenuq smd, um eiye ziemlich sichere Schäizung des Betraqes dicser Ausfuhr zu getrarren. Dagegen bleibt es durchaus ungewiß, wie viel von den ältern Ausprägungen noch im Umlaufe vorhanden, oder bereits wieder eingeschmolzen ist. Eben so fehlt es auch an einem sichern Anhalte für die Schäßung des Betrages derjenigen Geldstück?- welchx fick) aus den größern Nachbarstaaten noch im süd1vc|lichen Deur]chlande im Umlaufe befinden. Indessen würde auch schon die Kenntniß dessen, was hiernach mit einiger Sicherheit erforscht werden kann, sehr viel dazu beitragen, die Ursache" M' 11Min!- mer in SÜd-Deutschland herrschenden Münzverwirruug 1'ichttgkk zu würdigen, und wirksamere Halssmittel dagegen anzugsbkn/ ““ es zur Zeit noch geschieht.

Bereits im Jahre 1830 ist in Nr. 206-210 dei genannxk Jahrganges der Allgemeinen PreUßisÉen SUUNZM'JU „Fm sehr ausführliche Uebersicht des PWUß'sMn Mü"3w,:sex,*unrer namentlich auch eine Nachweisung “"““ A"““sz reußischem Stempel gegeben worden, z„ .: Jahre 1829 vollzogen worden. AUch * vekös im Jahre

sind dieselben

licht wqrden, und namentii

' 17 achrichten über die PnußLche AusmÜnZUngüke-Tw“