u ru der „Jury, mvartet, aber sein Wagen zm, :::-';chderktkt'ttekasesgpei Yeimal. ere Raimi! hat die Teatr unter- sucht, auf denen die Arsen“ ecke erlangt worden waren; er be haupret, daß jene Flecke von _der Anwendung der salpetersauren Pottasche herrü re, und daß Herr Orfjlq durchaus Un- recht gehabt abe, nach Operirun mtc jenem Reagens auf Vergiftung zu schließen. - adam: Lafer : hat ge- stern Morqen ihr Cassan'ons-Gesuch unterzeichnet. I r morali- scher Muth soll sie nicht verlassen haben. '
Großbritanien und Irland.
L o n 0 o n, 23. Sept. Mehrere Dampfschiffe der Re ierung haben seit einigen Tagen in geheimer Sendung dieEngUstbixYM verl-
Man vernimmtauch, daß Matrosen, welche denHäfen von North eee
und Gravesend angehören, freiwillig in den Königlichen Seedtensk eingetreten und in Masse nach Portsmouth gewiesen tyorden smd, " wo se auf der „Queen“ von 120 Kanonen eingisch t_werden, um mit dem Admiral Codrington an Bord nach 111» cttelmeer abzugeben. Aus Liverpool wird unterm 18. _eptrmber ge- schrieben: „England hat der Französischen Marine em nachah- mcnswerthes Beispiel gegeben. In weniger als 14 Tagen hat es die Auerüstung von 16 Kriegsschiffen vollendet, ungerechnet die Dampfschiffe, die aus Spanien kommen und für den Dien im Orient in Requéfirion geseßc worden snd, Alle diese Schi e haben ihre Bemannung dadurch erhalten, daß man durLunzäh- [T_qc Zettel, welche in den an die Basfins angränzxnden traßen angeschlagen waren, Seeleute mittel Versprechungen von Geld, Beute und guter Kost an Bord o ne viele Arbeit zur Dienst- nahme anzulocken wußte. Diese Rüstun fand statt, ohne daß die Presse davon Kennmiß harte, und er ]e r' erfä rt man 11e- selbc, da die Kriegsschiffe seg'elfertig smd. tr ha en bier ]eße 36 Dampfschiffe, und man zählt 15,000 Seeleute, die ohne Ver- zug in den Dienst eintreten können.“ _
Zu Mount MeUerey in der Grafschaft Waterford befindet fich eme Art Mönchsklofter, das gegenwärtig 86 Mitglieder zählt, dée sämmtlich eine lan e braune Kutte tragen. Ihre ganze Zeit 117, die Stunden des chlafes abgerechnet, dem Gebete oder der Feldarbeit gewidmet. Sie gehen dai gatüe Jahr hindurch um 5“ Uhr Abends zu Bett und stehen um 2 hr wieder, an- Ihk- Kosk ist bloß vcgetabilisch und wächst in ihrem eigenen Garten; nie essen fie “isch; oder Fleischspeisen, und ihr einziges Getränk 191 Wasser. Ihre Kapelle 'ist sehr schön und wird von den ahl- reichen Besuchern Hewundert, welche der Abt mit großer aftx freiheit aufnimmt. Die Mönche beobachten stets das tiefste Schweigen und smd fast unaufhörlich mit ihren ländlichen Arbe ren beschäftigt.
Der Limerick Reporter zeigt an, daß stehen _kaeholis Bischöfe Irlands, Welche für die Auflösung der Union stimme eingeladen worden seyen, an dem Diner Theil zu nehmen, we ches O'sConnell zu Ehren im Oktober zu Limerick veranskaitee werdcn oll.
Das Dublin „Journal "sieht das ZUM der Preise des Schlachwiehs, das durch Spekulanten in affen aufgekauft wird, _ als Vorzeixhen eines nahen Krieges an.
Der Vice-Gouverneuer der Bank von England gab dieser Tage an, daß die Regierung von der Bank 13 Millionen Pfd. Sr. zu “1'!,„ pCt. geliehen, wovon fiejährlich 585,740 Pfd. ku- rückgczahlt, so daß sie der Bank gegenwärtig noch etwa 9 „ MiUionen schuldig ist.
Das „Journal des Débats“ hat kürzlich behauptet, daß Ermland die Partei der Exaltados in Spanien Unterskz'iße,_um décscs Land in denselben verarmten Zustand zu stürzen, in wel.- clxem fick) Portugal bereits befinde. er ministerielle qube er- wicdcrr darauf unter Anderem: „Wir wvllcn auf all die!! Ge- sämväß Über die Englisch; Spanische Politik" Weiter nicht antivor- ren, sondern nur fragen, welchen denkbaren Vortheil ein handel- rrcibcndcs Volk, wie das unsrige, dabei haben könnte, seine Ab- nehmer in den Zustand, in welchem !ich Portugal befindet, zu bringen. Es würde wahrlich schlecht um uns aussehen ,wenn wir keine bessere Abnehmer hätten. Das „Journal des Öebats!“ legt uns die gan e frühere Eifersucht dcs Mérkantil-S_ystems bet, und doch weiß I)iemand besser als jenes Blatt, daß seine Be- schuldigungen veraltet snd. Spanien muß erst blühend Werden, ehe der Handel mit ihm blühend werden kann; es muß steh erst selbst bereichern, ehe es uns bereichern kann.“
Die Handels-Kammer hat den König!. Ingenieur-Ohersi- Lieutenant Thomson beauftragt, die Eisenbahn in den östlecven Grafschaften, auf welcher s1ch in der lehreren Zeit mehrere Un- glücksfäüe ereignet haben , zu besichtigen und daruber Bericht zu
erstatten. .
Ein Verein, der fich der Central-Amertkanis e Land-Vereiy von York- und Lancastershire nennt, hat in den .anusakmr-Dn strikten Ankündigun 'en vereheile, worin die ynteren Klassetr auf- qcforderr werden , rundstüoke an der Musketo-Küste zu kaufen, 'wo unter der Leitung des Gouverneurs von Honßuras fchon eine Kommisfion nledergeseht sey, um für d_iesen DtftrrkBGeseße zu entwerfen, und das Christent um dort euzzuführen. er Globe warnt jedoch vor dieser Auf orderung, dre Komnzisfionx sagt er, die von dem Ober-Jntendanten zu Honduras medergejeht 11191111"- dr'n- sei) von der Regierung gar nicht genehmigx und die e- gierung übernehme hinst-htléch der Lage der Engufchen Unxertha- NM, die etwa nach der Muskito-Küske auswandern Wollten, durch- aus keine Verantwortlichkeit.
Die Eigenthümer von Kanälen _beabsechxigen, um dex von ihnen gefürchteten Konkurren der Elsenbahneu'zypor ukommen, die großen Kanal-Lini'en in 5Tts13glant) dureh kleenere _lieder zu verbinden und dadurch die asser-Commumcation wieder zu
eben.
h Das Londoner Bankier; aus HammerLeyß uud Conxyange hat seine Zahlungen eingeske :. Naß näheren Exkuydigun „en zeigte es sich aber, daß dies nicht in «Yungstnfähigkeix, on- dern darin seeTinen ?rund hatte , daß der. einzige Chef desselben ld lich mit ode a gegangen war. p H Der Präfidcnt des Geheimen Raths, Marquis von Lanx- downc, hat unterm 15. September aus Coxkvin Irl nd em Schreiben an den Pather Mathew erlassen, wyxm er de en Be- mühung zur Verbreitung ,der Mäßigkeic anerkennt und ihm eine Anweisung von 100 Pfd. Sterl- für irgend eine Armen-Anskalt u endet. z s In einer hiesigen katholischen Kapelle wurde vorigen Miu- woch für den Polnischen Grafen, welcher an der Edeian Louis Bonapartes Theil genommen hatte, aher bei Bou, gut 111 der See ertrunken war, eine Todtenmesse gehalten. Viele der lm, welche fich hier in London befinden, hatten sch zu diesem . tees- de'en ein esunden. stZn ?nehreren Theilen des nördlichen Englands (| vorigen Dienstag Nacht Schnee gefallen. Die Bergkuppm bei Amble- s-de und Keswéck waren am Mittwoch Morgen mehrere oll
1092
In den Verein ten Staaten von Nordamerika hat nch ehe “"ck ein Naturfors er- Verein, nach hem Vorbilde des ?- lischen, gebildet und in Philadelphia seme erste Zusanxmenkunt chatten. Die zweite Versammlung soll im April 1 41 statt- nden. ,
Niederlande.
Aus dem Haag, 25. Sept. Dem Handelsblad zu- folge, sehe das Gerücht, daß der Minister ves_Jnnern_, querat- Lieutenant de Kock, das Portefeuille des Krtegs-Mmtstermms erhalten werde, während der Staats-Seeretatr van Doorn an die Stelle des Erfieren treten würde.
Belgien.
Brüssel, 21. Sept. Die gestrigen Pferderennen waren
ichk sehr gläy end. Die Anzahl der Zuschquer und Pferde- lebhaber, dk, stéch dazu eingefunden, war so be1chränkt, daß man sl? lei k häkkk 111th können. Manche Tribünen waren ganz eer. as Wetter,“ seit des Morgens ungemein regnerisch, war war um die Zeit der Rennen etwas heiterer geworden, “doch _der oben noch sehr aufgeweicht. .Die Königin und du- betdcn jun- ?" Prin cn erschienen um “.'-'H Uhr und nahmen auf der Kö- iglicven ribüne Plaß- Es fanden im Ganzen fünf Rennen state. Der Monitéur Belge enthält eine Verfügung des Mp- kskkks Rogier, Wonach am 25. September 18-10 u) das Monu- ment aus dem Märtyrer-Plaße das Dekret vom 29. SepremLer 1830, Welches die Errichtung dieses Monumentes befahl, tn er kgkaben, niedergelegt worden. Von a en soll eine Tafel mcc Lauinischer Inschkist die Bedeutung des ' onumentes verkünden.
Deutsche Bundesstaaten.
Erlan en, 23. Sept. (Südd. Bl.) Unsere Versamm- lung der atursorscher und Aerzte hat den besten Forrgang. Nachdem inzwischen in den einzelnen Sectioyen mancher!“ Zn- tkrtssantes verhandelt worden, fand gestern der zwette allgemerne Sißung statt. Von dem in den Sectionen Vyrgekommenen 1er) hier nur namentlich der mineralogim)xgeognosttschen Aufstellung der Mineralien und son!'éigen Ausgrabungen erwähne, welche der Ludwkgs-Kanal nach einer ganzen Erstreckung btsher ergeben hat. In der gestrigen sehr zahlreich besuchten zweiten allqemeh nen Versammlung wurde vor Allem der nachste Versammlungs- ort gewählt. Die Wahl sel auf Braunschweig, Sodann begrüßte die Versammlung Herr Professor Olympws aus „Athen im Namen dieser Stadt und ihrer Univerfitäh so wie Grcechetr» lands überhaupt, über deren namrwjssenschaftlcche und_ med! me- sche Bestrebungen undh bisherige Letsxungen er zug1ecch nä ere Auskunft gab. Die Liste der Mitglreher dcr Verfemmlyng er- hält fortwährend Zuwachs. Das heunge Blatt werd dre Zahl 300 ziemlich vervollständigen. An Ver nügungen fehlt es der
ta & und Abend-Versammlungen im Redouten-Saale war - nach de'?“ se r belebten Farne in Nürnber -- gm lehren Montag hier armonic-Ba , nachhem man a mtttags vorher Kaffee im Enkeschen Garten getrunken hatte. eskern sahen und hör- ten wir im Theater Zampa, recht brav aufgeführt. Heute wird Erlanger Bergfest seyn", das mit einem Feuerwn'k schlceßen wird. Unsere Gäste äußern fich aber auch durchghngig auf das unzwet- deutigske sehr zufriedeg mit dem diesjährtgen Versammlungöort und 13er Versammwng ßxb'sk. Wie wir hoffen dürfen, so fanden die Meißen in Erlangert'bei weitem mehr, als se erwartet hat- ten, und die Versammlyng hat bisher einen recht guten Ton und gemessenen Gang behauptet. Die dritte und [eßte Sißung wird morgen, Donnerstag, den 24|en stattfinden.
Schweiz.
Die Neue Züricher Zeitung schreibt aus Zürich: „Auf ein Gerücht von einem uge aus dem hintern Lande gegen das Haus des ehemaligen eminar-Direktors Scherr bewaffneten fiä) am 17. September die Anhänger des Lehrern in Wmterthur und bald zum Schu e der Stadt die ganze Einwohmrschaft; man blieb unter den aßen bis in die späte Nacht dte folgen- den Tage wachte die Bürgergarde. “- Herr Profe or Pfeufer, der Nachfolger Schönleéns ist in Zürich angelangt. ;- Jn Bc!- selland find die polltischen esangenen alle auf freten zuß gcstell-, Heinrich Martin und Vöümy auögenommen.“
Spanien.
Madrid, 17. Sept. Man verstehen, die ._Köni in _von Großbritanien habe der Königin-Regentin in einem eegen ndrgen Schreiben ihren Beistand angeboten und ein Englisches eschww der, das auf Verlangen sogleich von Gibraltar nach Vatencia ab- segeln könne, zu ihrer, Düposuion eftellt.
ck CoruJa, Betan os, Orense, _viedo; Santona und Caßro de Urdiales haben 1-1) für die Bewegung ausgesprochen. An der Spike der Zuma von Oviedo steht Don Evartsko San
WIK Erzbischof von Soria, ein ausge eichneterkanzelredner, ist, während er auf einer Rundreise in einer Dtö!ese begriffen war, „auf Beerl der hdchNM-Regierungs-Iunta verha ter und nach Badajoz abgef hrt worden.
am elona 17. Sept. Gestern wurde hier ein Versuch gemaYt, !!,-1) der ewegung an uschließen, indeß durch den Ge- meal Rivero an der Spihe-der ruppen unterdrückt, der zugletch den Behörden anzeigte, daß“ er bei einer Wiederholung dieser Un.- . ruhen die, Stadt in Bela éL'UUIS-Zustand erklären und die Ruhe-
störer werde erschießen [g en“. . * T 11 r k- e 1.
Kon antinopel 9. Sept. (A. Z.) Nachstehendes ist ein neuer Bersikcht über die Verhay'dtungen mit Mehmed Alt: „Nach Verlauf der ersten Frist begaben skch die Konsuln der Vertrags- Mächte zu ihm, um ihm den bereits stathY-ndenen Versus! des Pa „ me von St. Jean d'Acrt- dieVe ränkung semer Bot- m égkeit auf Aegypten zu Gemüth: zu führen, sodann dre Ge; fa r, in der er schwebe , binnen kurzem Aegypten zg verwerten. Wider alles Erwarten erwies Mehmed AU dreSmai aus-
London r Vertra e „mau extxp en, aucb glau e„ dessen Geiß rlchti eerfaßt ug hg en. DKP ar nehme er Aegypten und dre hinüYliÖ die es Landes seiner „amtsie “verliehene Erblichkect an. r erkenne vollkommen vie „,tllégkeit dieser Besbmmung an- do könne er Syr er): nicht aui» den Augenxerxjeren; er aöe w rend de acht hre, seien: die Apm-qkßraxéon dessel- en aus den änden m_ vexßerhenen Sultans emp augen Wander gewirkt in jenem La de der Unordnung, der cute- rei und der Empörung; ug . ckck könne sein Herr, der Pade-
hoch mit Schnee bedeckt; er schmolz jedoch schon vor der näch en Nacht wieder.
in Berüchfichtt u_ “der exyjenste die er MehmedAli !??hßurch die BänpégynnSg ver *chrkskliMZ Bewöhner des Lida: nons um das Osmanische Reich envorben, dieses Land seiner
Versammlung keinesweges. Außer den 1 glichen zahlreichen Mit; ! men
nehmend artig, er versicherte, daß “er die Be immungen yes.
“ Ali mic allzu groß
' den
Verwaltung zu entreißen beabsichtigen. Deswegen sey Herr von Walewské von ihm nach Konstantinopel gesandt werden mit so billigen Bedingungen, daß er sich schmeichle, dreselben Wk“ den nicht nur die Pforte, sondern auch die hohen kontrahcren- den Mächte des 15.Y111 befriedigen. Herr von Walewsn Werde diese Wünsche und .einungen dem Sultan selbst portragen, diescr Abqesandte werde gewissermaßen ahn und zuglecch Frank- reich in Stambul vertreten, was ihm gewjß zu Statten kemmen müsse. Nach dieser sonderbaren Erklärung [:ck der Pascha dre .Kon- suln nicht mehr zu Worte kommen und wiederholte öfters: „Ja, meine Herren, ich nehme Aegypten an, aber Ste sehen wohl em, Syrien kann ich nicht so gleichgültig fahren lassen; Warten wtr nur ab, Welchen Erfolg Walewski's Bemühyngen in Konstan- tinopel haben werden; es wird fich bald zetgen, bath . seh' bald . . .“ und hiermit zog sich der Pascha zurücx, vtelletcht an dem Wahn, einen diplomatischen Hauptcoup ausgefuhrt 11 haben. Noch seltsamer war der Empfang, dcn Scopsord und andrew bei ihm batten, denn diese Überhäufte „dcr grrße Many des Orients mit Komplimente", überhörte jedoch jede Aeuyerung über die gegenwärtigen Verhältnisse, empfahl fich, und als ste qleich darauf bei ihm auf einer 'Prwae - Unterredung bestabden , ließ er se zum Diner erytaden , aber M!: der auödrücklichen Bitte, fich ]cdes volitexéhen Gespräch :mt ihm zu enthalten. Kur! vor der anheraumten Stnrwe aber ließ Mehmed “2111 den eidcn Herren addaqen, tndem er von einer bedeutenden Unpäßlichkeie befallen morden dev. Fils Tags darauf der“ ascher frisch und _etund einen Spaziergang machte, qe. riethen die Zerren Admirale 11 er diese schnöde Behandlung 01 gerechte Entrüstung, und lichteteu sogleich die Zlnkcr, qm fich mit derun- ter Napicr's Befehlen stehenden Schlffsabthc1l1111q“ zu veremtgen und auf Syrien zn ovcriren. T_s wurden etmge Segel vor Alexandrien zurück qelassm- gerade jo Vli'l ais unumgänglräv noth- wendiq, um den Namen oder besser den Schatten einer B1okade des Hafens von Alexandrien zu retten. Offenbar hält sich Stop- ford, ein axccr erfahrener Seemann, für veel zu schwach, als daß er etwas Ernstliches gegen Alexandrien und die veremte Flotte dcs Pascha's zu unternehmen wagen sollte.
Aegypten.
Alexandrien, 6. Sept. (A. Z.) Die Befestigungs-Ar- beiten an der Küste dauern mit gleichem Eifer fort. Ein Ver- thcidigungs-Comitö wurde ernannt, bestehend aus Saad Bet, Präsidenten, Selim Pascha, Hassan Bei, dem Kommandanten Housard und Herrn Mouquel, chr-anemerrr. Dasselbe hat bereits MUGesckyühe und MMörjer zurVerthccdigung der Kuß: aufstellen lassen. 5000 Artilleristen de:" xzlotte Werden zur Bedac- nuna diescr Batterieen verwendet. Man arbettet gegenwärtig am “Bau von Oefen. um Kugeln glühend zu mqchen. Ibra- him Pascha, Ober-Gcneral der Aegqvtuchcn Serertrrafce, welche in Mekka und Medina standen, [| in Alexandmu angekom- Zwei Reqimenter aus dem Hedscha__s werden hter ermartet. Die leichten Fahrzeuge der Flotte nnd dacht an dte Knie gerückt worden, um ne .geqcn em Bombardement u schüßen. Befehl ist gegeben, d!e_.Kt1sken v-on Dameette zu 4e- feftigen, und mehrere Ingenieure jmd 311 dtesem Zweck horthm abgegangen. - Dre Nachrichten aus Syrten gehetzbtszum311sjen_ Das Laser von Morasch ist aafgehoben 11nd dte ganze Armee Ibrahim? an der Syrischen Küste “verthealt worden. brghtm befand sch bei Abgang dicycr Nachrechcen in Balbek, oltman in St. Jean d'Acre und der Emtr Beschir ward beauftraFt, mit einem Corps von Albancsen und Drusen „das Gebtrg zu _e- wachen. _- chte Morgens begaben s1ch doe Konsuln der mer Mächte nach dem Palast und wurden vo_n Boghos Bei und Sami Bei empfangen, denn Mehmed „Al: schüßte „Unwohlseyn vor. Man sagte dcn Konsuln, daß Rafaax Bec keme AntWort erhalten, als die, welre man ihnen vor emtgen Tagen mitge- theilt hatte. Die Konsuln erklärten, eine solche Antwort käme einer Weigerung gicick). Sami Bei verneikxte _dtes und sagte, der Sultan allein könne in dieser Sache entkchetden. A11f die Frage der Konsuln, ob fie blcaben könnten, tm Falle. dee Zwangs-Maßregeln beginnen würden, antwortete Samt Bet, es werde dies dem Bicc-König Vergnügen machetr. Graf Medem fragte hierauf, ob seine Landsteme in Sicherhert seyen, Wenn „er abreisen würde; die Antwort war gleichfalls be]ahend. Berens hatten die Konsum Anstalten zur Abreist getroffen, smd aber jest doch geblieben und man spottet mm öffentlßct) über src und nennt ihre Drohungen leere Prahlcreicn. » Admn'ql Bandtera hat den Qsterreichischen Schiffs-Eigenthümern angezetgt, s1e könnten nach wie vor in den Hafen Alcxandrien's einlaufen und Handel tret- ben, nur dürften sie keine Kriegs-Munition an Bord nehmen.
Alexandrien, «“'-. Sept. (L. A. Z.) Ick theilt Ihk!" ein Dokument mit, welches in Europa Aufsehen erregen wird: es ist der am 30. August von Mehmed Ali an Scherk!“ PaM)“, Gouverneur von Damaskus, erlassene Befehl, dureh poetrhén dem seit sechs Monaten so oft besprochenen Prozesserlößltck) ein Ende gemacht wird. Er lautet wörtlich folgendermaßen. ' Der Kor- respondent theilt hier den von uns bereits in Nr. “Lb? veröffent- lichten Befehl mir, und sagt dann weiter): Es _geht aus diesem Dokumente deutlick) hervor, daß durch die bloße Anwesenheituno durch den moralischen Einfluß der von den Europänchen „Juden hierher gesendeten Deputation den unglücklichen Gefangenen das Leben gerettet wurde, und die Juden können fiel) für ch-retr [öb- lichen Eifer hinlänglich belohnt fühlen , obgleich ue für dee ahnen angethauc Schmach keine vollkommene Genugthuung erhal- ten haben. Für jeden vernünftigen und rorurtheilsfretea Beurtheiler ist es klar, daß Mehmed Als das Lügen- Gewebe durchschaut hat, und daß er durch die Freilas- sung der An eklagten und das Aufheben der Prozedur dae sämmtlichen uden von der ihrer Religion aufgebürdeten Schuld frei sprechen wollte. In einem Lahde, in Welches noch kein Schimmer von Civilisation gedrungen tft, und Welches kern anderes Gesch kennt, als den Willen des Herrschers,“? es schon viel, diese Genugthuung erlangt zu haben._ Den jüdsschen Abge- ordneten muß man das Zeugniß geben, daß fie keine Mühe spar- ten, um Mehmed Ali zu einer regelmäßigen Untersuchun_ _und einer gesehmäßi en Prozedur zu vermögen. Mehmed 11 er-
Juden; aber die Frauzdssrbe Partei, Welche serrn Ratti- ew ton vor den Augen aller'Welt gebrandmarkt zu sehen fürchtete- bot alles Mögliche auf, um die Entdeckung der Wahrheit u ver- hindern, und Herr Thiers scheute weder Intriguen no Dro- hungen, um die Bemühungen der Edischen Deputation zu ver- eiteln. Bei den jeßi en polnischen erhätmiffen wo Mehmed em ertrauen auf die Hülfe Frankreichs rec!)- net, ist es kein Wunder, daß er die Franzosen zu schonen suchte; doch hat er das Wort Gnade, welches, wie man uverschtlkch WLW auf Verlangen des Französtschen „Konsuls ur prünguch in
Befehl aufgenommen wurde, auf die energische Protestation
des Herrn Cremieux ausstreiehen lassen , und demselben mündtéch
kannte auch re t gut die gerechten Forderun en der beleidi ten .
die befriedigendsten Erklärungen gegeben, welche man nächstens in einem erman ausgesprochen zu sehen erwartet. Es ist bloß Herrn hiers beizumessen, wenn über die_Sache noch ein Kalb- dunkel verbreitet ist, welches zwar die Ehre des Herrn atti- Menton in den Augen einiger minder Ausgeklärten retten kann, das aber gewiß dem Interesse derMcnschheit zuwider ist.
Inland.
Berlin, 29. Sept. Gestern hielten Se. Majestät der „König eine große Parade über die zum_diesjährégen Herbsk-Manöver versammelten Truppen des Garde-Corps zwischen dem Kreuzberge und Tempelhof ab. Um 10 Uhr erschtcnen Ihre ONajestäeen der König und die Königin in Begleitung Ihrer Königlichen Zoheiten der rinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses,
r. Königl. oheir des Prmzen Johann von Sachsen und eines zahlreichen Gefolqes. Von fremden hohenMilitaérs war besonders zu bemerken Se. Durchiaucht der Kaiserl. Russxsche Feldmarscha11 Fürst Paskewitsch von Warschau. An diesem glänzenden Schau- spiel sich Zu erfreuen, War auch ein großer Theil der Bevölkerung Berlins hinausgeeilt. Bei der Ankunft Ihrer Majestätcn prä- sentirte das ganze Corps und brachte Allcrhdchsidcnsrlbrn ein drei- maliges Hurrah, Welches sich wicdrrholre, als Sc. *))?ajrskäc die Front hinavgeritten waren. Vor der Entlassung der Truppen, die heute in ihre Garnisonen zurückgekehrt sind, haben Se. Ma- jeskät denselben in einer sehr gnädigen Kabinecs-Ordre Allerhöchst- ihre Zufriedenheit über deren Zustand und über die Haltung und Präcifion beim Manöver auSzusprechen gcruht.
„ Berlin, 29. Sept. Gestern Mittaq beehrten Ihre Ma- jestät die Königin so wie Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz ohann von Sachsen und Höchstdessen Gemahlin die Xssx unskK-Ausstcllung mit Ihrem Besuch, geführt von dem erklichen Geheimen Rath Herrn Alexander von Humboldt. Allerhöchsk und Hdchskdieselben verweiltcn mit Interesse und Her- ablaffung in den Sälen der Malerei und Skulptur. Darauf be- gaben fick) die Hohen Herrschaften gleichfalls Unter der Führnng deß Herry von Humboldt nach dem Universitärs-Gebäude, um .dastlbst dee typographische Ausstellung, Welche in Folge der Sä- kular- Feier des Guttenberqs ,- Festes geöffnet 117, in Allerhöchsten Augknjckxem zu nehmen. Die Mitglieder des Fesc-Comirés hatten 1er dae Ehre, den Hohen Besuchenden die Reihenfolge der ver- chiedenen Operationen, Welche zur Vollendung eines Buches nd- thig find, an den arbeitenden Maschinen erläutern zu dürfen. Die Höch- sten Herrschaften verweilten auch m den drei Sälen,welche déeAusskel- Um der Inkunabeln, der vorzüglichsren Drucke aus den vierhundert „Ia ren „der Erfindung, so wie die rypographischen Leisungen des ge- emvärtmen Berlins" und die Säkular-Schrifren und Blätter ent- alten. Der Buchhändler Herr Ensljn richtete darauf an Ihre Majestät dre untcrthänigsre Bitte, das für die Feier bestimmte 211qu mit Allerhöchskihrem Namen zu schmücken, welches Ihre ajestät zu thun geruhten und Worin die übrigen erwachten Gäste nachfolgten. „Heute erfreueten Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Frau Prinzessin von Preußen eben diese topographische Ausstellung mit Ihrer Anwesenheit, und nah- men au das leutseligste von den vielen seltenen und gewählten Gegenst nden der typographischen Ausstellung huldreiche Kenntniß.
Ausstellung auf der Königlichen Akademie der Künste.
Am 20. Septexnber w'urde in den Sälen der Akademie die große Ausstellungjder Kunße eröffnet; allein fie fand in der ersten Woche durchaus mehr den Besuch, dessen se scb sonst zu erfreuen pffegt, und Alles fehlte an dem freudigen EntbllsaSWUS, mit wc1chem das hiefige, so empfänglich: lebltkum schon oft diese Arrndtcn so reicher geißiger Bestrebungen begrüßt hat. Den Grund davon dürfen wir weder in einer Abnahme des Interesses beim Publikum, noch in einem auffal; lenden Zurückbleibrn von Seiten der Künstler finden, sondern er liegt hauytsächliä) in den Feßlichkcitcn, welche d_ie vergangene Woche so nn- gewohnlich verherrliäxt und Aller Yunnerkmmfeie gay; wo anders hin- aezoaen haben Schon an dem Tage nach 1111er Eroffqnng wurde die Ausstellung wieder geschlossen wegen der !",rxcrlrayeg .Embolung Jhrcr Majeüäten, und wenn am Löstrn die Sakular: "7521er der Erßndung w Buchdruckcrtunst fclqte, so hat diese, wenn auch nicht viel, so doch stcheklich einigen Abbruch gethan. ,
Der Katalog enthält 1235 Nummern zind befist, seinem Volumen ua , ungefähr dieselbe Stärke, wie in frrZhrrrn Jahren; aber hat er an denselben Inhalt, macht er auch dieselben Versprechungen? Das ist ]e 1, sei! das Publikum fich in den lrizt-rn Tagen mehr und mehr der Yunsschau zugewandt bat, die allaemcmc Frage, und viele find
eneigt',“ sie mehr vortheilhaft-zu beantworten. Zuerst, aber darf man eh nicht verwundern, das;, trotz aller Medrrbolteu Mahnungen der Akademie au die Künstler, ihre Werke reckxtzeitig einzuschicken, bci Strafe des gänzlichen Ausschlussch. dennoch Katalog und Ausstellung jest anfänglich noch einc groye Dmerenx erkennen lassen; es war nie-
mals anders, und es fragt fick), ob in Deutschland hierin viel mehr zu
erreichen ist, zumal da die Ausführung der. Strafe__eben so sehr und noch mehr die Akademie selb, Ztnd dqs Publtknm trmt, als die Künst- ler. Dae Kunst und der Kramler, die oft so wenig äußeren Lohn fin: den, wollen zugleich mit der Ehre bezahlt seyn,- und mit dieser wän- !" Gunscn der Ausstellung gcwu;_ mehr zu erretcheu, als mit Drohung und Strenge. Man sprtchh' da!; dre Spaltung zwischen der Diisseldor- fer und der hiesiger! Akadem-e, mdem ]cne fich von dieser für vernach- lässigt halte, noch fortdattere, und daß der angebliche Ausfall der Aus:
, elluug fick) eben daher séhreibe: wir können dem Publikum die bern-
igende Verficherung von dem Unhrund dieses verbrcileeen Gerüchts
. !Leben, so wie wir denn dasselbe anch schon bei früheren (Helegenbriten
ofäutpft haben. Sicherlich wäre eine solche Spaltung zwischen Diis- seldor und Berlin in hohem Grade beklagenswertb; die Düsseldorfer Kü" [er, zum größten Theil selbst a_us Berlin herstammend und jeden- falls ihrer Richtung naeh aus viengem Geist entsprungen, haben in früheren Jahren unseren Ausstellungen eincn vorzüglichen Glan ver- liehen, sie waren derselben damalZ unentbehrlich und haben über aupt viel dazu beigetragen, die „((*unyjliebhaberri des hiesigen Publikums L" einem so erfreulichen (Jrade z_n steigern; andererseits aber ist ie Achtung, welche die Duffeldorxer Kanüler 1th in Demsch1and und vielleicht auch im Auslande genießen , hauptsächlich und im weifelhafk von ;Berlin ausgeagugcn, hier hatte sia) eine so warme un so allgemeine Theilnabme für ihre Werke acbildet, tvclchc fort- ;ündend nnd anüeckenv weiter gcwxrft hat. Und diese Bande der xlßen Wechselwirkung sollten nun gelockert nnd zerrissen scon? Ge-
. es sey ein gerechter Stolz d'." und d.) verlegt worden. geseyt, es un Vexnach|äffigungen stattgefunden, jo wc:t durfte die Wirkung ausgedehnt werden. T_aß aber unterdessen auch die Berliner
Kirk vorgeschritten sind. da!: unschndiisum sxch mannigfach gebil-
ee hat, daß es mancherlei Anderes gesehen, daß ihm die "Werke des
u tleßlich aus die Gemälde aus Diisseldorf angewiesen ist, dies 11 te am alterwenigsten eine Entfremduyg herbeiführen. und wahrlich mußte jenen Künstlern Vergletcn und Konkurrenz, wenn sie anders ihr wahres Interesse kennen, vielmehr er- wünscht sevn. Die einfache Antwort auf alle diese Betrachtungen
: Wms. daß du Kataloa uns em großes und ficherlicb mciüerhaftes
d, “von dem Haupt der Düsseldorfer Schule, von Lessing, ankün- digt;-agch Theodor Hildebrandt _deffejx bedrohte Königs-Söhne m am Hnßgm in lebhaften: Geéacvtmß smd, wird nicht fehlen;
11 d . AYIndes mehr bekannt geworden smd, kurz. das; es nicht mehr so 11 . d _,
_ aus Dramen gewählt,
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weitens, das; Eduard Dendemann. der in Dresden Fresco ma1t, hinreichend entschuldigt ist, wahrschejnlicb m ähnlicher Wehe auch In; [ius Hübner, wogegen die Ausstellnxrq [WM jxxzt em, wenn auch nicht großes, so doch reiches und allexl-etésrs Bild von Steinbrück befaßt; drittens aber haben wir h.1npt_s.1cklxch „rtr :*11151'tc1111-1g in Aachen anzuklagen, welche uns die Hauptmasre rchnsscldcrf-ér Vlldkk entzogen hat und, im aünsiigsten Fall, fie erst anfangs November berausgeben wird. Ohne Zweifel wird die hieffqe Akademie D.:?!“ir sorgen, daß eine so gefährliche Kollision én Zukunft unscre Ansftcllnnqeu nicht mehr lerdrrht. Wir werden also auch in diesem JON, 11111 noch mcm :ij sonst, erst gegen den Schlu bin die Austell-mq r1*11;.'im:.; schen. Wenn es allerdinas nicht unerw insckpt ist, das; dmc!) "nmrr neue Llnfömm: linge das Interesse des Pubükmnö 1'r11_Wrci»c zn Wräue nen aufqe; frischt nnd gesteigert wird, so hat race 111111111 1"er sxmx («»ij "'"d gegen Ende Novembers pfiegen dw Tage 11111211 sr [1111117] und die Räume so falt zu Werden, daß auch das Bex]? „115-3710! nur halb ge: nosscn wird.
Saxon jekzt enthält die Ausfirllnna 111.111c11rö Z::tcrrssante unk Wrrtdvolle, !.1 fie befißt sogar Eksäykinntchx, !rr|chr ihr (11: llrbcrge: wirbt vor frühcten schem: Dies geschick! banvtéäavljch dnrch zwci ko- lrsjalc Bildwerke unseres großen Meisters N 31111». Beirc Werfp End 0116 nicht neu, aber auf das gettmqexjstr 111BkOfUMUÜauöqkff'jb", treten ste jeZt erst mit der ganzen Kraft iixrrr 11111*c*1a1111'11 Mündung entgegen. ie Gruppe der beiden crürn (1111111111011 „111-an PMW in goldgléinzendcr,blankrrBronzeanfgestrllt,vr.'1'arn11*rr-*r1*.11*r11rLerrndigkeit und die wundervolle Schönheit ihrer Linsféélxrmxx .?!éen Resch,":ern unvergeßllch ein und schcinen neue, größere Zeil-n drs [»eiméschen Firn"?- lcbens zu versprechen. Groß. lebendig und [*rrrxj-“l' :“!“t amv di.- acfifi: gelte, mächtig ausschreitende Viktoria,“"dcr 111 11.1113? xngcndlicbe Emin!- fiasmns des arrriften Künstlers alijedkfiä't m. Der erste Historien; Masrr Fram'reichs hat uns mit l)5cl)]*tiutcrcssa11te11?Werkrn seiner Hand bedacht: die 9111507110111; befißt zwei der berfiimxtesten Bilder von Paul Delaroche. Sonst findet ücl) ffir jest besonder-x in der Landschaft viel höchs Vorzügljcjées. Gr.
Wissenschaft, Kunst m:“) Likeratur.
„Berlin. Ein interessanter scenischer Vrrsncb, znerst von dem Thea: ter zu Leip ig bei Gelegenheit der dortigen Séifn 1.7 r-Fei er der Buch- krnckerkun! «mSgeqanch nnd je1zt zur hiesigen qucbnng dieses Fxstes am Vorabend drßelben anf derB ühnr der „11 'r" "jgssta dt wiederholt, ist die Ausffihrung einer Reihe von Prrhrn «1119 den Werke" der bedru- 1endsten dramatischen DickrterTeutsckymnds von den rrsien Anfängen des Theaters bis auf die neueste "eit. „as Znsmmnrntrrffrn drr Entwicke- lung des" Drawa's aus den Mysterien und Moralitéiten mit der EM!- dung drr BuciPrucferkunst mag den nächsten 21111111? Dazu gegrbcn 11a: ben , beim Gutenöergs : Feste 111111) das Nndcnfcn „m Deut- sche Dramatiker früherer Jahrhunderte aufzufrischen, an Dichter, 1.*e!ch_e die Menge etzt kaum noch dem Namen nach kennt, geschweige daß ne roxr ihren Werken etwas wüßte. Um so (ibcrrasclxenkrr wird es für den größten Theil der Zuschauer qrwcsrn sry", fich durch die Dar: stellung ]kkjkk alten Komödjen theilweise 11011) so lrrvaft angeregt und unterhalten zu finden. Am meisten belustiatw die Stücke von Hans Sachs und Gryphius; dock) auch dem (i!;ösikn, noch gan; rohen nnd strxfcn Fastnackrtsspicl von Rosenplfit fehlte es 111110 1111 Beifall, und die nairc, drollige Unbrbrlfenheét seid!? reizt schon um Larven, zumal wenn eme so in den Geist der eit eingehende Auffahrunabinzukbmmt, w-e es von der des Königsstadtischcn Theaters in drr That gerühmt werden kahn. Trr Regisseur, Herr Wa 177, scheint fich der Sache mit großem Ener angenommen zu haben, und die Schauspieler thaten fa't obne Lluönque ibr Möglichstes, mn d11r;1) humoristisäre Würze die!e alte Kosi n1cht_nur genießbar, sondern aenusercich zu machen. Die Wahl der Stücke war so getroffen, daß die älteren ungefähr immer ein. Jahrhundert auSeinanderlagen; nur aus der ncuerea Zcit, vonder Mitte des vorigen Jahrhunderts 1711, hatte man mehrere Fragmente _ _ die in kürzeren Perioden auf einander fotaten.
,tese neuere Reihefolge begann mit Gellert und schloß mit Schiller.
1er all' dresen Darstellungen erregte nur eine ejnL'ge wirf1ich Lange- we-le; es war die des Gellertscben Sckräferspiels „vaia“; man fand fich 111 dem alten derben W113 nnd Humor des löten, des 1111er! und des 17ten Jahrhunderts mehr zu Hause, als in dieser bxassen Nachah- mung [Jer halb prüden, halb galanten Pastoral:.11omödien der (Höfe L'ndwth-sxls. und 317..- aber in literar-bistorischer Hinsicht hatte auch dze ?lunuhrung dieses Stücks ihr Interesse: denn auf die feinere Aus: lnldnng der Drxxtschen Sprache fibre (“Zellen allerdings einen nicht un- bederLenden Einfluß aus; er bahnte in dicser Br icbung für das Deut: sche 41191121“ den Weg zu einer künstlerischen Txcrrkrlnng, die dann von Lesxrrtg der Vollendung entgegengesährt wurde, weläyc fie 1110392102 und S_Ptllcr erreigwte. Sehr passend wurde, daher 111111) ferner ein Bruchsxm? an§ Lcsnng*“s „Minna_vonBarnhelm“ n;:d ein anderes aus Goethe's „Mttschuldager" aufgeführt. Aus dieser Zusannuen'xellung trat xs recht klar hervor, wie doch erst Goethe wieder die echte Naivetät drr Empßndung" und ]enen alten kerngesundrn Tcntschen Humor auf das Tbeatrr zurnckbracbxe, den wir bei Hans Sachs jmd Gryphius ffn: den, wrgegen selbst Lesjmg, bei all seiner Wißesfehärfc und geistigen Klarhczt, 7111) noch von einer gewissen Peinlirhkrit und Sentimentalität der Stkmmungnicht ganz frei zu machen vermag. Aus Schiller? Werken hatte man zum SUM: dieser historischen Theaterschau vielleicht eine angemessencre und erhebendcre Scene wählen können, als die der Ge: fanqerrnchmung Tells dnrch Geßlcr nach dem th'clschnsse; überdies war dies auch dle von Seiten der Schauspieler am mindesten gelun- geme Darstellung. Zuletzt wurde noch ein Epilog zu Ehren Guttcw berh's gesprochcn_und dre Statue des Gefeiertcn nnter aus,?riaendem Wethranckyödamps bckränzt. Gewiß haben nur Weniqe an*dicsem Ybrnd das Haus unbefriedigt verlaffm, und es ist zu érWarten. daß dtese Vorstellung bci Wiederholung derselben noch mehrmals ein zahl- reiches Publikum anziehen wird. 10. *
Leipzig. Der Apolbeker:Verein in ITord-Dcntschland lxielt am
8. ynd 9. September seine Genera!-Versammlung zu Leipzig, die 11- aletcb 15er Feier Alexanders von Humboldt armidme: war, de en Bllan, unter Kränzén nnd Blumengewinden über eine Erdkuael auf: gestellt, den Verwunnlungs-Saal ;ierte. Eine reiche Ausstellunq rrnDro- 1111111 1111d21pparaten ,von vbvfikalischp111md che'misMn Jnstrun1énten,dnrch hxe Handlungshäufer Brückner und Lampe in LcipZig nnd GebcnndComv. 111 Dreßden auSgeft'ibrt, bot eine höchst interessante Reihe lehrreicher Gegenstände dar. Die Vorsteher der uatnrwiffenschaftiichen Xnstitute der llniverfität batten mit ihrer bekannten Liberalität diese d'en Mit: glxedern drr Bersammlmjg in brftinnxncn Stunden aeöffnet und mach- 1,e_1.1 ste mit den interessantesten Schuhen ihrer Anstalt bekannt. Die oncntkiche Versammlung «11718th “(jbltc fiber 3011Theilnehmer an wirk- lichen Mitgliedern, Ehrcn:Mitg irdcrn, “*önnern und. Freunden der Anstalt. Sie wurde vom Lber-Tirct'tor des Vereil1S, Herrn Hofrath 111“. Brandes, mit der Feier-Rcde und einen Bericht über den erfreu- 11chcu Zußgnd des Vereins, der [cht nahe an 1:00 wirkliche Mitglieder ählt, eröffnet. Am Schlusse semes Vortrages'drückte er die tiefe rauer aus über den Tod des Protekiors desselben, des weiland Herrn Geheimeq Staats-Ministers ven Altenstein, der seit 20 c';ahrrn, seit dem Beginn der Anstalt, dersklkxctl so viele Beweise förderndcr Theil- nahme eschenke habe. Herr Hofrath [),-. Reichenbach von Dresden sprach tber das natürliche Psanzkn-Ssiem in Beziehung der Familien desselben zu den chemischcu Benandtheilen; Herr Prof. 1)r. Kühn von Leipzig über die Einrickytnng" emer allgemeinen Pbarmacov'c'c: err 1)r.Marchand von Berlin rrber die Analyse organischer Körper; err Prof. [)1'. Erdmann ron Lctpzig iiber die durch Einwirkung der, chweselsäure auf Alkohol entstehende schwarze Substan , die eine ei- genthümliche Säure ist (Thiomelan-Säure); Herr Ho ath [)|-. Du Mentl über die Amvendung des Kautschnks als Ueberzug auf Lein-
wand ; Herr Hofrath [)1'. B ra n d es über die Zersetzungs, rodukte, welchc
durch die Reaction der Salpetersäure auf Drachenblutcnt e n- 1) . Bley von Bernburg über das Fc-rmentol der Eichenb1ZittYXF§3 ();,
Lehmann von Leipzig tiber die Bestandtheile der Galle; err dt. Stcinberg aus HaUe über die Nachweisung des Jobs in metal- wässern und anderen Substanzen, so auch im Lebertvratz, auf va- nischem Wege: Herr Yprx'*efer Cerutti aus Camblxra uber ca Bex- halten des Strychnins zn Jod, worauf Herr Professor |?|“. Kühl! ein Insrument ffir die Bestimmung des spezifischen Getmcbts feßer Körper, nach Beelie, erläuterte und mit den Verhandlungen der Hagen- Bncholzschen Stiftung die Siyung gesch1ossr|1 wurde. Unter den für letztere eingesendeten Abhandlungen war der des Herrn H. Schmtdt in Bergheim bei Köln die stlberne Medaille der Stiftung zuerkgnnt.
Nach dem Fesmmhlc, an welchem argen 200 Personen Thetl nab- men, wurden wiederum die Droguen-AusfieUu-men in den ansioßendm Sälen befichtég:. Noch bis znm späten Abend waren die Mit lieber mit dieser Befichtigung beschäftigt, a1s der Versammlung die hohe nude 511 Theil wurde, von Sr. König!. Hoheit dem Herzogs Johann von Sacrsen auf seiner Durchreise 111111) Leipzig mit einem Besuche beehrt 11 werden; der Erlaucbtc Prin! ein so großer Kenner der Naturwts- ' !cnfcwftcn, widmete dcn Bestrcsunch dcr Gesellschaft und den interes- santcn Gegenständen drr Amestellnng seine hohe Aufmerksamkeit.
In der Vrrsammlnng am Men wnrden mehrere Vcre111s-Angele- acnbritcn bcsprrchen uud mcbrrre Vrrträac rein pb»rumcentischen Xn- 11.1115 gehalten. 'Herr Hofrath l)r. Du Mrnil sprach über die er- setzung des Chlorfilbers 11.111» verschiedenen Methoden; Herr Apothe- ker ,alaucke von Bause", Herr Apotheker Bärwinckel und Zerr Apotheker Tä sa) 11er von Leipzig und Fett Apotheker ricinus von Dresden über die Tarüellungswci en der narkoti- !che11 Extrakte; Herr Llprthekcr “Jonas ron Eilenburg über die Darstellung des Hrspcridins, Herr Hofrath [)1'. Brandes über .die Fr11c**-1 Orr Paradieskörnrr und die Darstellung des krblrnsanrenEisen- orvdnls, Herr Aprtbcfer Sprinam fibl von Meissen fiber einen Ap- parat ur Darstellung des Aeßaznrnmtes, Herr Apotheker Lindener ans * eissenfels über Mängel bei den (Kehülfen:Eramen. Es wur- den dann noch mehrere Vorträge anwesender und auswärtiger Mitglie- der vorgelegt, von Herrn 111. Meurer aus Dresden, Hof-Apotheker Hübler ron Altenburg. Apotheker Reichel von Hohenstein, [)|-. Gei- srlcr ron Körjiasbera i. d. Neumark, [)r. Willing in Höxter, of- Ilvotbefcr Duff: von Rudolstadt, Apothckcr Müller von Schnee er u. A. und damit diese an Genüssen der Wissenschaft und Kollegialit 1 so reichen Versammlung geschlrffen.
Am 1-31en versammeltrn'fich die noch anwesenden Mitglieder in der Ausstelluna 11111“ in dem Garten:Salon des Herrn Lampe, wo eine Reihe neuer eben aus London angekommener interessanter arzneilich?! und technischer Produkte aufgestellt war, worauf Herr Lampe die Ge- sellschaft zu einem Mittagsmahle einlud, und nachdem auch die [ ten Stunden drs Zusannnensevns im frrnndschaftlichen Kreise vor der waren, die (Sescllschaft fich trennte. Diese Versammlung die des Lehr- reicven und Schönen so viel geboten batte, wird gewiß lange in der Erinnerung ihrer Theilnebmer frrtlcben, und ffir die Anüalt neue fruchtbringende Folgen haben.
Dauer der Eisenbahn-Fahrten am 28. September.
Abgang von Berlin.
eitdauer A b 0 (1110
V0"
'k--!M Potödam.
! Zeitdauer ! St. ! M.
11 40 40 41
6
1 1 Vormitt.. . 42 . . .
2 Nachmitt. . ! 45 “ " Mittaas. . - . . 40 !- Ikanits.
Abends- - . - ! 46 2- Abends , . ! " - - - .')8 * » n . .
Uhr MUMM“! ! 42
3 6
|
| Uhr Morgens ..! ! 41 U 10 T
111 o o t y .
, 56 ! 38 . In der Woche vom 22, bis “28. September find auf der Ber- ltn-Potsdamer Eisenbahn zwischen Berlin und Potsdam 12,221, znéaséen Berlin und Scegléh 2161, zusammen 11,382 Personen ge a ren.
Meteorologische Beobachtungen. M-rgcns ! JZaMmtrta-xs Abends ! Rca!) nnmakgex
[841]. ! 6 ZW:. 21114“. ! [0 Uhr Beo'cqurung.
28. Sept. ' ...-“_"...„„ . 337,11'“P-1r.!337,21““*1*«.k.4337,11““*1*1:-.!Q11e11warm.* 80" “R + 1,6!“ R.!+]3,1" R.„+10,11" N.!Flnßwäjme 10,11" M. + 5-1" K- k-j- 8,3 " N.!+ 13,40 R.!Bodenwkrmc 11,9" It, 77 UN- " 73 pCt. Zquünffxmg Ü,027*“Ny, Yiedcrsct'lag "
* „ Wäm-ewechse1+]3,2 ' Woikcnzug ...... W. ! __ ! 445,11 Tag-zamketst: 337 14*“*vch+ 102031...+6,69)1.„ 78 1161. W.
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