1840 / 277 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

» : Dichtigkeit; die gewöhnlichen Unruhen in Radsch- ,um-'Wo.- gewé niichen Gerüam über bevorstehende Kriege mit den Oikhs, mit Nepal und Birma, von denen aber nur die über Nepal einigen Grund zu haben scheinen. Die Nepalesen haben einen Distrikx am_Tc1'ai, der ihnen früher gehörte, den sie aber beim Friedensicbiuß abgetreten haben, besetzt und Steuern erhoben. Bei dem Zwiespalt, der am Hose von Kathmandu Z._3err1"che, ist nicht leicht zu sagen, ob dieser Eingriff vom König “?::torißrt worden ist. Der Resident in Kathmandu, Herr Hodgson, : vom GenerabGouverneur den Befehl erhalten, Genugthuung ::- veriangen, und die Divéswn von Benares hat den Befehl, sich arschsertig zu halten, im Fall hinlängliche Gcnugthuung verweigert würde. Co 111 mchc wahrscheinlich, daß der durch Factioncn zerris- sene Hof sich einem Kriege aussehen sollte. Die Partei der Familie Tappa, 1ve1che lange bei Weitem die einfiußreicbüe in Nepal war, und tvelche die Partei der Königin vor zivei Jahren durch Ent- hauptung ihres Chefs zu vernichten qehom hac, fängt an, wieder einen großen Eiufiuß auszuüben. Die Radschputcn - Staa- ten find so desorganifirr, daß eine gi'oßk Maßregel nothwendig wird. Die Thabors, d. h. der große Ade! von Dscheipur und Dschodpur, Verweigern den Rad1cha's aUcn Gehorsam, und die Finanzen von diesen sind in einem so schlechten Zustande, daß sie ihre regelmäßigen “Truppen nicht be ahlcn können. Das einfachste Mittel wäre, die Truppen dicser Qtaatcn in einc Auriliax-Bri; gadc zu vereinigen und Europäisch zu organifircn, was die Macht des unruhigen Adels brechcn würde; aber der General-Gouver- neur entschließt sich ungern daxu, da man in Aud und Hei; derabad die Gefahren dicses Cysic1115 gesehen hat, das dem Einfluß der einheimischen Fürsten vollends ein Ende macht. Es" wäre auch Schade 11111 den alten Radschputischen Adel, in dem ein ritterlichcs Gefühl lebt , das man ungern ver- schwinden sähe, aber der ganze Instand des Landes ist nicht mehr erträglich, und das Mittelalter muß auch in Indien der neuen Zeit Play machen, weiche Straßen und Kanäle, Sicherheit des igenthums und _der Industrie anstatt der Bergschiöffer und Streitigkeiten wi1chen Qlans erfordert. Zn Tandschore wird ebenfalls das inschreircn der Englischen Regierlmg täglich noth- wmdiger; der Nabob regiert auf eine Art, welche Empörungcn hervorbringt, und scheint nicht ganz bei Sinnen zu seyn; er be- legt z. B. die Hauptstraßen von Zeit zu Zeit mit Interdikt und zwingt die Leute , ihre Wanken auf großen Umwegen zu Markt zu bringen; er scheint den Schatz, der fich während seiner Min- derjährigkeit angehäuft hatte, verschwendet zu haben, und dies ist immer die gefährliche Epochs im Leben eines Indischen Für- skm, aber es“ ist nicht leicht zu sagen, wie diesem Zustande abzlit Leisen wäre; diese halbmediatistrten, halbsouverainen Familien nd in einer durchaus falschen Lage.

Die Beseßung von Aden hat für Bombay dic Vortheilc, die man sich davon versprochen hat, n1cht gehabt, und zum Theil ist die Administration daran Schuld. Sie kann freilich die Ura- der 111cht hindern, der Stadt die Communication mit Arabien abzu1chneiden, aber man hatte gehofft, der Hafen werde einSta- pelpiaß für alle Ländcr am Rothen Meer werden, und bcsondcrs dem andel mit der SomalixKüste und Abyssinien aushelfen, aber man at Einfuhrzölle in dem Hafen angeseizt.

Der neue Radscha von Sattara, welcher wohl Weiß, daß die Vertreibung seines Bruders und seine eigene Thronbesteigung in Indien und in England einen sehr schlimmen Eindruck gemacht

at, sucht sich durch Ausführung einiger öffentlichen Werke in sseren Kredit zu sehen. Er hat alle Durchgangs-Zdlle abgeschafft,

baut Brücken über den Jena und den Krischna und hat die Aus-

führung des großen Dammes von Mahabicsswar angefangen.

Z'niand.

Berlin, 4. Okt. Der hiesige Magistrat har nachsteheüde öffentliche Bekanntmachung erlasen:

Es gereicht uns zur größten Freude, der hiefigcn Eimvohner- schaft. insbesondere den Corporationen, Innungen und Gewerken, wie allen Denen, welche zur Verherrlichung des schönen Festes béigen'agen haben, das unsere Stadt am 2111211 o. M. gefeiert hat, von der Allerhöchsien Kabinetö-Ordre Vom Asten 11. M. Kennmiß 11 geben- welche dem bei uns eingegangen ist, und durch wei : St. Majestät der König, über den an jenem Tage Kangehabcm feierlichen Empfang Sich huidreichst und gnädigst wie folgt aus;,usprechen geruht haben;

„Wenn Ich auch voraussehen konnte, daß ORein feier- licher Einzug in Berlin, wie er mit Liebe gewünscht worden, so auch mit Liebe ausgeführt werden würde, so bin Ich doc!) überrascht worden durch die sinnige Anordnun des Gan- zen, die würdevolle Haltung und ruhige Ausfü rung von allen Theilnehmern, insbesondere von den Gilden und Im nungen, welche auf großartige Weise die Gegenstände ihrer Thäti keit sinnlich dargesiellc und durch die Ordnung in ih- ren A?;fßellungeu und Zügen zugleich den achtbaren bürger- lichen Sinn an den Tag gelegt hatten, welcher dem Ganzen

«...... ““...“-_.... -. . . ... ..

„7x _ ... . .... .. ., .. ... ».. . _.. „...,

Bekanntmachungen.

Auf A0fuchen der Frau Professorin Tillberg geb. Menz diueldst werden hiemit Wie und Jede, 1ve1che

. faßt, ziemlich beschränkt; desto

Literarische Anzeigen. 19111" [„oxsxirkel 111111 1,0111111111101111-111311. Bei E. S. Mitller(Stechbah11Nr.31istzu haben; Erinnerungen aus einer Reise durch

1114

den “blen Stem ei rer Bildung gegeben hat. Dankbar verpsécbtee bin 3:1) ein „Jeden, der zu diesem schönen Fest beigetragen hat welche in Meinem AndxnkenFortleben wird. Sorgen Sie 1“ r die *.“- kanntmachung dieser Anerkennung. Sanssouci, den 2-1. eptember 1840. . , An den Magistrat in Beriin-x (gez.) Friedrich Wilhelm. Wir sind über eu t daß ein Jeder_unsere Freude. über „die uns beglückenden eu erungtn Sr. Majestät des Königs theiien wird. Berlin, den 4. Oktober 1810. Ober-Bürgermeisier, Bürgermeisixr und Rath hie- sigerKdntglichc1rRe11denz.

Berlin, 4. Okt. Gesicrn wiederholten Jhrdxönigl. Ho- heir die Frau Prin essin von Preußen Höchsiihrcn Besuch der typographischen “Ausstellung, so wie auch der Prinz und die Prinzess 111 Karl dieselbe mic Hdchstihrer Gegenwart beehrten.

Stettin, 2. Okt. Nachste ende Allerhöchste Kabinets-Ordre bringt der Ober-Präßdene dur das heutige Stück des Amts-

biatts zur öffentlichen Kennmiß:

„Wenn auch die friiheren Verhältnisse, 111 weichen Ich 1ur Pro: viuz Pommern stand. in Bezug auf Vertrauen und Wobiwollcn keiner Verstärkung bedurften und keiner Erhöhung fähig waren, so babe Ick kW bei Meiner ,cvigen Anwcsendeii in Pommern so viel Bethse treuer Lsndänglichxeit gefunden, daß Ich nicht umhin kann, Meme darxkdare Anerkennung hiermit außzusprechen und Sie zu veranlassen, dineibe 1111" öffentlichen Krnntniß zu bringen.

Sanssouci, den 20. September 1840. .

Friedrich Wilhelm.

An den Tbcr-Präüdenien vén Bonin zu Stettin.“

.Der Schlesischén Zeitung wird aus Kamen (bei Frankenstein) geschrieben: „Der Bau des hiesigen neuen S losses, das bekanntlich auf einem Felsen-Plaieau östlich von der Kirche und den ehemaligen Stifthebäudcn, nacb Schinkel's Plane, auf- geführt wird, ist bereits ziemliä); weit vorgerückt. Der Grund u den, die obere Fläche einschließenden Umfassungsmauer" isi kast l'iUZSUm bis zur Erdhdhe des Hofes gelegt, und die Ring- mauer der Westseite nebst ihren beiden gothiscben Thürmcn fast vollendet. Das Schloß selbst, das immitten des Hofes im länglichen Viereck aufsteigt, wird im idealifirten mittelalterlichexi Baustile aufge- fiihrtund erinnert in mancher Hinficht an das Schloß zu Marienburg in Preußen. Dic Verhältniss: des Ganzen smd wahrhaft qroß- artig zu nennen: an den vier Ecken steigen gewaltige runde Thi rme aus ; der innere Hof ist rings von gothischen Bogengängen eingefaßt. Das Baumaterial isi das Gestein des Felsens, bloß die Zwischen- mauern so wie die Fenstcr-Einfaffungen und T ürbogen find von Zit.- geln. Das Erdgeschoß isi ringsum fast vo endet", an der Wesi- 1eite steht auch schon ein Theil der darüber befindlichen Halbgr- schosse (Entresols), das Hauptgescboß des Schlosses aber ist noch auf keiner Seite angefangen. Die Gemächer des unteren Ge- schokses und der Enrrcsols Werden gewölbt, und zwar so, daß die Wölbung stets auf einem steinernen Mittelpfeiler ruht. Der Eindruck, den das Ganze einst nach seiner VollendurF3 machen wird, läßt fich schon jetzt mic Sicherheit berechnen. as aber diesem Bauwn'k einst einen seltenen Voqug vor vielen anderxn der Art verleihen wird ist seine unver eich11ch schöne 2112; 111 einer der reizendsken Gegenden" Unserer rovinz. Gegen sien hin wird die Aussicht von de'r'Höhe durch den nahen Park, der sich in weiter Ausvehnung hin ich: und mehrere Waidhügel um- errlicher aber entfaltet sie sich nach Süden und Westen, wo die mit Städten, Kirchdötfern und Schlössern reich geschmückte Landschaft im Hintergrunde von den

blauen Gipfeln dcs Altvatew, Schnec- und Culengebirges am- ,

phitheatralisch einqeschlossen wird. Möchte recht bald ein Grund- riß und Aufriß dieses gan es Baues, der einst unter den Kro];- artigsten Denkmälern der rchitektur in Deutschland eine 11 hm- 1iche Steile einnehmen wird , von sachkundiger and entworfen und ausgeführt, den Freunden der Kunst die 2111 [ck)! und Ueber- s1chc dieser genialen Schöpfung in allen ihren Theilen deurlich veranscizaulichen.“

Köln, 1. Okt. Gestern Abends um 7 Uhr traf Se. Ma- jestät der König von Württemberg, unter dem Namen eines_Gra- fen von Teck, aus dem Haag kommend, hier ein, und 1eßtcn diesen Morgen um 5 Uhr seine Reise über Frankfurt nach Stutt- gart tveiter fort.

W1ffe11schafr, Kunst und Literatur.

Berlin. ('in dcr Sißung der geographischen Gisellschasi am 3. Oktober s'örach HerrZeune über den dies]äbrigen Dimen-Durcb-Z bruch der Weichsel bei Danzig nach eigener Anschauung. Herr Wolfs legte eine eichnung von den Verheerunacn vor, welche die Versandan- geu der D um in der Nähe von Danzig in mueren eiten gemacht haben, und erläuterte sie nach den an Ort und Stelle einge. ogenen Nach- richten. Die Zeichnung wurde da Bibliothek der Gesell chaft als Ge- schenk übergeben. Herr Dove sprach über die verheerenden Stürme

Allgcineiner Anzeiger für die P,re11ßjschen' Skaatéäf

“xStuhrscheu B11cha11dl., ami) 1111111,» 21.3311. Gau

*in Oranienburg, 111 haben:

[111]

“*(11'113 0111135 .]1111011 11510111101311118101- [„unämtraner

111 der troUsQe- Zone, und gab slr dle dabei außndeude Erscheint" eine neue Erklärung, indem er zugleiao ihre mungen darlegee. Hm Mablmann weilte Beobachtungen 1110, welche den Einfluß von to; kal-ursachen auf die Bestimmung der mittleren Temperatur dumm, Er las dann eine Forts ung seiner früheren Abhandlung über den Zuwachs unserer Kenmui von Süd-A-mika in der neuefjen 011, du onders nach Schomburg - Reise-Nachrichten. Herr 3. Le mann nach über die Entdeckung des Antarktischen Weltibeils Adelia dura, Capitain Dumont WWW“ und den Amerikanisäyen Lieutenant W111“, Als Geschenk dci Herrn Verfassers wurde übergeben: H. von Na]. wer. Geographie des Preußischen Staats. für die oberer Klassen der Realschulen und für junge Militaire. Erst erschienene geographische Neuigkeiten wurdeu zur Ansicht berumgegebm

Dauer der Eisenbahn-Fahrun am 3. Oktober.

A d g " Zeitdauer A b 8 a " o Zeitdauer von -.--- von ...-7» Berlin. SAM" Potsdam. Sk-.M.

U 10 47 55 56

11111 8 Uhr Morgens .. ] - 11 Bormitt.... ' “.'. Nachmiit. .

I - .. 0 Abends.... 10 - . ..

; Uhr Morgens. ; .

Mitiags. . Nachmiti. Abends . .

6 9 12 4 7

1 1 ' 81

Meteorologiiche Beobachtungen. Morgen! Nachmittags ' Adend- ' Raw einma11gn

1840. 6 Uhr. :no:. 10111.- | Awbamnng.

:. Okwdek.

Luftdruck ........ | 334.31““Par. 333.111““1vat.ZIZQ,W*““Par. Quelnvämu U,!“ U. Luinvarme ..... + 7,0" N. +10,10 91.14- 7,4“ 91. Flutwänm 11,00 K. xhauvunkt..... + ü,!“ M. + 7,5“ R.„+ 6,0“ A. Bodmwämu 12,7" A. Aukdünßuns 0M'*M, Niednsaylag 0,286“ M, W? W Wänneweidse1+10„x ' . SW. +5,1- 0.

kaut. 1111111: 334,13““111at+85";1...+6,0"R... 111701. WSW.

Nirswüktigk Uörsou. zmutekäam, 30. Ropiembvr.

)ieäer]. Kirk]. 80011111 49. .')",o 110. 95,4. knnx-ßi". 21"... 3"“„ 8111111 19'3 „;. l'auise. --. „Kung. --. Liu-l. ». l'keuu. l'kiim. 51:11. -. 1'01. _. ()'-tert. bloc. !()l

4 U(Nekpßu, ".'“1, Zeptember Reus „4111. 195,4.

Uamdutg, 2. 00101)".

önuk-„Xci. 1633. Uns!. kinn. 103'/“,.

1,011 (10 11, 29. Zeptembkk.

Emm. zu," 877,“.. Uelg. 11704. Xone 3-11. 'N'/4. i'u-iso IN.. Mug. 8611. 107,“ . 2'/,",*„ klo". 30", 5"/„ 993), 5"/„ l'on. U. (10. IM, A"“. „vgl. Run. ]10",.. Um.78“/4. b111umb. 22*„/4. U01.

25. ['am [I. Übili ". l'aria, 29. Remember.

"*,/„ konto Qn cout. 106. 10. IN„ lieux- 11- eout. 78. 15. 5'/, Rnpl. 1111 cout. 116. 75. 5%, 851.111. keuco LZH]. ['n-iu 5*,*,. IM,

l'on. AU.. K'iou, 29. Jepcembor.

5% Rot 10431, 4%, 993„.. 3% 78. 225%. 30/4. Uuk-zcu'eu 1640. ,11-1. 11- 11134 1:3. 11- 1830 117.

Königliche Schauspiele.

Montag, 5. Okt. Jm Schauspielhause: Der Empfind- liche, Lustspiel in 1 Akt, frei nach Picard, von C. Lebrun. Hierauf: Der ?eiraths-Amrag auf Heigoland, lebendes Bild 111 ".'. Abth., von . Schneider.

Dienstag, 0. Okt. Im Schauspielhause: Zum erstenmaie: Capitain Firnewaid, Lusti'pie14n4 Abth, vom Verfasser von Lüge und Wahrheit. Hierauf: Der Verstorbene, Posse in 1 Akt, von Tenelli.

Firewoch, 7, Okt. Im Opernhause: Zum erstenmale wie- derholt: Der Bravo, große Oper in 3 Abth, mit Tanz, nach dem Jtaiiänischen des G. Rossi, von Grünbaum. Musik von Mercadame.

Jm Säwuspjelhause: 1'0111 ["an-101111112 110111143111- sraucaiv, el 1:1 [1101111010 11-111é1-e-n1a11'1111 111- ]"abnnnemkm: [) 1.11 premiére kepté- 301111111011 119: ]„a xmmi' 1111-11“, 012; 1.0» 1101; 1111101115, coméäje 11011- 19110 011 3 110103 91 1511 proxe, 1131 51711118, 2) 1.11 "prise- 111": Ke- 111111111'11 110 ('zu-11. 73111191101- 1-11 2 actes.

Dic eingegangenen Meldungen um bestimmte Piäße zu den Franzöfischen Vorstellungen sind möglichst ber11cks1chtigt worden, und wird ersucht, die Billers von Montag den öten d. M., an, im BiUee-Verkaufs-Büreau abholen zu ia en.

81 pCt. regni». WSW.

* 79 pCt- irüie.

82 ps:. trübe. 211.

Dunfisleg-ns Wetter ......... W111d....,.. „.. 1180111114111. . ..

211111] -.

jo/o _ -

Königsstädtischei Theater.

Montag, 5. Okt. Historische Theaterschau von Er ndung der Buchdruckerkunsi bis auf unsere Zeiten; bejiehend in rücken und Scenen aus den Werken der vorzüglichsten Deutschen Dichter.

Dienstag, 6. Okt. Der Raetenf nger von Hameln. Roman- tisch-komische Oper i_tJYM Musk vom Kapellm. FWU GUF“.

InqniZdnlichn Redacteut Ark old. Gedruckkbei A. W. Hayn.

Militair: Verpfiichtung , vaaiidenwesen ; Unerlaubte Handlungen und Verbre en. Siebenie durchaus yermebrte und verbesserte Auflage. gr. 870. auf wei- ßem Papier. saubcr gedruckt und broschirt. 12; sgr.

Ein sehr üeißig ausgearbeiteter Leitfaden in Rechte-

an den Naéyias; ibreö am 2. Juni d. J. hieseidst 1-11 -

*nur-1410 verstoxbeuen Sohnes, des Herrn Carl von Hagenow. aus 151111th oder aus irgend einem sonsti: gen Yiechtsgrnnd021nsprüche und Forderungen machen zu konnen vermemeu (0111111, auxgefokdert, solche in einem der aufden 1!1.chte1ndrr, :. nnd 17.0k- tober d. J- ]kdksmsl Mdr-Jens 11111 10 1er angesetz- ten Liquidationsnrmme „1111 dem Ratbbause dicsewij an umeidegun-d „zu beglaubigt", eker 311 ewärtiqen, da alle diejemgen, weiche dier Aufruf eine Folge leisten, mit ihren eiwmngen nsvriiayen und Forde- rungen nicht weiter werden gchört, sondern damit durch die 111 cek1111110 den 31. Oktober d. J., Mor- eai m- 1011hr, zu eriaffende Präkmfivsenien; auf kama werden abgewiesen und prakludirt werden.

das südliche Deutschland, Oesterreich, die Schweiz in das mittägiiche Frankreich und 11.111) Algier.

Von M. v. Haacke (Herzogl. Sachse11:Koburg-Go; tdaischem Kammerherrn und Regierungö-Rathe, Rit- ter :c.) 81-1. geh. [Thlr. ldsgr. (Quedli11b111g:Basse.) D1e wenigen Proben dieser BeiseZMemotren, welche der Herr Verf. in einigen Zettschrmen früher mitge- theilt hat, smd sehr be!ode_11d aufgenommen worden. (Unter Anderem vergl. W0119.Menic1 1111 Literatur: diane Nr. 130.) Hier erscheint nun, nach nochmaliger Revifiou, das ganze Tagebuch «mes gebildeten Deut- schen auf seiner Reise durch die oben genannten Län- der. Freundliä) reicht dieser Mentor uns die Hand

'Von-m Greifswald, den 27. August 18-111. Bürgermeister und Rath bieseibsi, [)1'. Biilroth, (.*11113, 1111".

Die bekannten Hamb11rng“,Daa1pfschiffe, Leip- 115, Hamburg und der E11al1sch1e Cour1ersah-

1111d schildert uns auf eben so unparteiische und wahre, als interessante und beiehreude_Weise Alles, was er gesehen und vernommen. so daß von '1'11lem und Je- dcm ein sehr anschauiich-1ebend1ges Bild fich uns ein- prägt. Einzelne Abenteuer, Anekdoten und Charakter:

ten bisÉum Schluß der Schifffavrt von woch. Sonnabend und Sonntag; jdn amburg nach sas, ittYäzdukd Sonnabend. Com toi: in ag e urg, neue , „p . ,Hamburg. aitc-r Waudrahm Nr. „M, .: ie Dxxectjon.

agdeburg nach§amburg jeden Mitt: Magdeburg jeden Dien- Fischer11ferstr. Nr. 1. .

züge tragui sedr dazu bei, den Leser auf angenehme Weise zu fesseln und zu unterhalten; weöhalb diese ;Reise-Erinnerungen Lesezirfeiu mit Recht empfohlen werden dürfen.

Im Verlage von G. P. Aderholz in Breslau ist

!so eben ersazienen und zu Berlin an) Po1sdam in der

1

51“. Nzßxtäe 11011 [1001130111101- 1051-11; k't'jpalricix U'i]!1"011n 111. 1111 1101111: «1111811100011 kkri'nlo-r Uo*:“icl11el 111111 "1". .]. .J. ["t-“1111201111. 8. 11911. 531. ,

Ein Königéwort des Hohen er_c1zé1gte11 endrtg der 0(nden unsägliches Elend und rief 111' 111 bürgerbcher Thätigkeit auf. Haben fie nach Erhaiitqng des Staats- bür errechts durch ihr Benedmey kalkkkn, das; fie das "ei erkannten, das ihnen widerialxxcy war. 1111d1ve|che

ufnavme haben fie bei 1hkk11chkl1tl11319n Brudern ge; funden"? Hierüber bestrebt sui) der Herr Vcrmffer jn vorßehender kleiner Schrift Rechenschaft 111 geben,

Bei C. Heymann 111 Berlin, Heilige Geisistraße 7, ist erschienen und in allen guten Buchhandlungen zu haben: &

Geseß- und Verfassungs-Kenntmß für den Staatsbürfek jeden Standes. Vom Eigenthum, deffeu Be chränkungen und dessen Er- werbung durch Erbschaften, Verträge :c. Von der Ehe und den Rechts-Verhältnifsen der Eheleute in Bezug auf Vermögen, Familien:Angelegenheiten, Scheidung :c. Verhältniß Twisthen Aeltern und Kindern. Von außerehelichen K ndern, Vormundschaften, Gesindewe- sen, Bürgerßand und Städteordnung, Bauernüand,

|

Angelegenheiten, der in allen äUen genauen Rath er- theilen und Niemand im Sti e lassen wird. Daß in wenigen Jahren an 25000 Exemplare davon ab- aescst wurden, dürfte wohl der beste Beweis von der Brauchbarkeit des Werkchens seyn und alle Empfeh- lung überßüsüg machen.

Seitdem die Tbaten des Kaisers der Geschichte ver- fallen sind, wird eine dritte, neu durchgesehene und vermehrte Auflage von

Napoleon's Feldzug 'm Sachscn im Jahre 181: von O. Freiherrn von Odeleben,

einem Augen eugen in Napoleon's auptquartiere.

Eine treue Skzze dieses Krieges, es Französischen Kgisers und seiner Umgebungen hoffenilich willkommen seyn. Das Buch ist so eben mit e1ne111 Planc von Dreöden mit den damaligen eldbefesitgungen erschienen und in allen Buchhand- unge11 zu Potsdam, ankfurt a.d.O., Stettin, Neu- Ruvvm, Stargard be Ferd. Müller, Cüsttin in der Enölinxchen Buchhandlung (Ferd. Müller), Berlin ebendasel , Breite Str.23, und den übrigen mmm Vuchhand ungen, broschirt für 1 Thlr. 22; sgt. |U

bekommen. Arnoldische Buchhandlung in Dreöden u. Leipzis-

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Am:!.Nach-. I n b a | t“

"Ußl- u. Bol. Wilna. Veruribrilun dcs ürsien Dadianosf.

Fkaxkk.„Pa1rsdof. „('Fragen-Verhör?) .- ?paris. „Journ. des BZ???“ geaeu die „Tnuco“. '- Plaue dcr Partei Esp.1rtrro"s. _-

Qroübr. W J"; LMU". K.1bi11ets:Ra1b. --- Vcrsch1iedene Sni; lung der Towbiatter 111, der orirnt. Fraqe. «- Vorwurf gegen Soli: man Pascha. "*Pariemnqen dci dcr LordMavcrd-Wabl. _. H3"; M k“ Obersi:Lxe111. E !kkigäu- » Cammin Hindnmrsb wird Vice- Gouverueur von Helgoland,

Niederl. Amstrdqm. Nitkrri. Vléittrr berichten, daß der König zu Gunsten ies Pnnzenyvon Tranicn auf den Thron tcfignike.

komm.: Bundesst- Nurnberg. Eisend. - Altenburg. Mini-

:stetium. - Frankf. Komsponkcnz.

Qvan. Valencia. Erklärung des le1111ta111ic11to's.

dort. Vcrfüayng über dir 1111111111111. Trnvprn. .. Nmmßme ker Gesey-Eniwükfe geg. die Fmdcit ker Bestimm. weaen .11161vé11'tiger Sctxnirsorrerungeu.

Türkei. Kons. Der S1111an ernennt einen Aegypten. *-- Von der Türk. Gränze. Sanin.

Aeg. Btricbte “Englischer Blätter.

Persien. Tebean. Ktiegeriscne 1111d aufrühretiscve Bewegungen.

Brasilien. Civ11111ie 11. S1aa16-Ra1h.

._.-._...-

Nekrolog kes Wikis. Ecbcimrn Oder-Regicrungs-RWS Bethe.

11e11111 Pascha von Bkdenkcn über diesen

"„...-__... „...- . .,.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Da Ick aus Ihrem Bericht vom Lösten v. M. ersehen habe, da[ durch ein Mißverständniß nur das Proposuions-Dekret vom 21. „Juli d. I. und der Landiaqs-Abschied an die Stände der

ovinz Preußen vom Rev 11. M. zum Druck befördert worden nd, so veranlasst Ich Sie hierdura), die voÜständ-Tgen Verhand- lungen und namen11_1ch die Denkschrift der Preußischen Stände, auf welche die Entjcheidung aber die Verfaü'ungofrage in dem Landtags-Abscviede ergangen ist, zu veröffentlichen, um jeder im"- gen Ans1chc entqegenzmreten, als ob „Ick durch den Landtags-Av- ichied oder durch die Anerkennung, welä)? Ick in demselben und mündlich den treuen Erfindungen der Stände habe wiederfahren lassen, Meine Zustimmung zu dem m der Denkschrift enthaltenen Antrags auf Entwickelung de1'„Landcsve1*fass1111g im Sinne dex-

Verordnung vom 22. Mai 1813 auogcsprochen hätte.

Sanssouci, den 4. Oktober 1820. Friedrich Wilhelm. An den Staats-Ministcr von Rochow.

Auf den Grund vorstehender Allei'höchskcr Kabinets-Oxdre vom 4ten d. M. werden die darin gedachten Verhandlungen hier-

durch vollständig veröffentlicht:

Wir Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden Köniz von Preußen :c. entbieten llnscrn qcr_1'c11cn Ständen des Königreichs Preußen Unser" qnädigstcn (511-1111. _

Nachdem Wir dieselben in Gemäßhcit des bei früheren Landes-Huldigungcn althergedmcincn Hri'kommens auch diesmal, wo Wir die Huldigung dci“ getreuen Stände und Unterthemen des Königreichs Preußen am 10. September 1). I, zu Königs,- berg ein unehmen bcsäzlos'scn, zu einem Landtage einberufen ha- ben, 1a 1111 WU“ an Dieselben bicrdurch die gnädegsic Aufforderung ergehen, darüber zu bcrathen:

]) ob und welche BexMigung etwa noch bestehender Privilcqicu in Antrag zu bringen, und ' '

2) ob dieselben 111111) altem Rechte 12 Mitglieder der Ostpreußi; schen Rittersamst zur Vcrrrciiinq ci11e_s Heri'cnsiandes bei der Huldigung 111 crwählcn gc1o1111cn 1cyen.

Ihre ÖesOlüsse und ctwanigen ?_lncräqe haben die getreuen Stände 1'n verfassunqsinäßiqer Wciie durch Unsern Landtags- xommissarius an Um; gelangen zu lassen. Nachdem aber die Schließung des Landtaqs erfolgt seyn wird, wollen Wir qnädigsk mvarrcn, daß Dicselbcn in Kömgsberg verbleiben u'no am 10. September d. Z. für Ihre Pcrwn und aus eigenem Rechte Uni Ihre unterthänige Huldigung ableisten.

anittclst verbleiben Wir Unseren getreuen Ständen in Gnaden gewogen.

Gegeben Berlin, am 21. Juli 18-10.

. Friedrich Wilhelm. 2111 die um ProvinYZl-Landtage in Königsberg zu versammeinden rände des nigreichs Preußen.

Allerdurchlauchtiqster Großmächtégsker König! Allergnädiqfter Köniq und Herr!

Ein altes ?erkommen berechtigte die Stände von Ostpreu- ßen, ihrem ange] ammten Landesherrn bei der Erbhuldigmxg eine Gabe darbringen zu dürfen. Jene Stände sind inzwischen durch die von des Hö111skscligcn Köniqs Majestät uns huldreichst ver- liehene provinzialsiändische Verfassung aufgehoben worden, und es ist die erste Eicke, welcbe wir zu den Füßen des von Ew. Königlichen Majestät nach Gottezi Rathscblusse eingenommenen Thrones niederzulegen wagen, daß Allerhöchs1déeseiben huldreichsk geruhm mögen, jenes alte Ehrenrccht für die gesammte Provinz Preußen sortbesiehen zu lassen.

Wenngleich die gänzlick) ve".'änderten Umstände jenem Dona- tiv seine ursprüngliche ".'cale Bedeutung genommen haben, so hat dasselbe als Symbol der Liebe und des Vcrtmuens, welche das qu der Preuxen unaufldslich mir seinen Regenten verbinden, ""k" um 10 höheren moralischen Werth. Es ist dtl' Ebkenwein, mit dom ein begeistertes Volk seinen qcliebtcn Landesherrn miu- kommen heißt, und den wir sehr mit hingebcndem crzen emem

Fürsten darbringen der alle u * "eines edlen tam swb vereinigt. , T gmden 1 mn in

Preffc 12111? der Personen. » ?

Berlin, Dienstag den 6'm

1

1- s .“

1 |

1

Als erhebmdste Frucht des durch Ew. König!. Majestät glor- reiche Vorfahren durch ahrhunderte auf Inieiiigen und Ge; fiteung gerichtetcn Sm ens -- walter in umerem ' aterlande zwu'chen dem Volke und seinen erhabenen Regenten em durch eine Reihe von Generationen bestehendes und durch alle Wechsel; fälle einer ereignißreichm Geschichte treu bewährtes unerschütter- lich:- Vertrauen. Darum smd“ aber die Wahrzeichen dieses Ver- trauens von unsthähbarem Werthe, und indem wir es wagen, als ein so1ches das altherkömmliche Ehren-Geschenk von 100,000Fl. Ew. Königl. Majestät ehrfurchtsvoll darzubicren, bitten wir, daß Allerhöibstdieselben diese kleine, aber bedeuanngsreiche Gabe huid- re1chsk anzunehmen geruhen mögen.

Wir ersterven in tiefster Ehrfurcht

Ew. „Königlichen Majestät alierunterthänigst treuqehorsamsie die Provinzial-Stände des Königreichs Preußen. Königsberg, den 7. September 1840. (Unterschriften.)

Allekdurclylauchtiqsker Großrbäcbtigster König! AUergnädigsier König und Herr!

Ew. Königlichen Majestät überreichen die unecrxciämeten -

Stände in Folge des an sie erlassenen huidre1che11Jmmediaex Befehls, gegeben Berlin den 21. Juli 1810, anltequ eine Denkschrift über die Allerhöchste Anfrage, ob sie nach altem Rechte zwölf Mitglieder der Ostpreußischen Ritterschaft zur Ver; i_recung eines Herrenstandes bei der Huldiaunz zu erwählen ge- 1onnen seyen, tiefgehorsamst und erürrbcn fhkakÜYWVol-l Ew. Königlichen '))?ajestät allerunrerthänigst trcuqchorsamsie die ProvinziabStände des Königreichs Preußen. Königsberg, den 27. September 1820- (Unter1'chrt1“ten-ck

D e n k s ck 1" i f t

in oige der Allerhöchsim Aufforderung .1. -1. Berlin den 21. _u1i 18-10 311 2 zu erklären, ob die Stände des Königreichs FWW?" nacb altem Rechte, zwölf Mitglieder der Oüpi'eußi- chen Ritterschaft zur Vertretung eines Herrensiandes bei der

( uldlßung zu erwähim gesonnen sind. In der orzm hatten unter den Preußischen Ständen ein- eine, durch dem Deutschen Orden geleistete Dienste und durch eichthum aqxgezeichmte Familien, wenn auch nicht staatsrechtt “ck- “ck sakUOH gegen die Ritterschaft und den Adel, ein erheb- lichxs Uebergewicht erlangt, und einen soqenannren HWUMW gebildet. Später waren landesherMY Beamte auf der im der Stände errxannt, jenem obersten tande hinzugetreten, und machten bald die Majorieät desselben aus. Das unbestimmte und schwan_émde Verhälmiß der ßäadischen Elemente hatte im Laufe der Zeit mancherlei Zwiespalt und Streittgkeétm zur Folqe, in

welchen bald die Re ierung, bald der Herrenstand oder die Rit- -

_kkl'schaft und der ' del |ck in ihren Rechten ekare 1aubten. 2115 in Folge der Zeiten die Rechte der Preußischgen SÖtätZde nicht mehr die frühere Geltung erhielten, wurde der erste Oherstand diirch den Landesherrn ernannt, und wmn dersclbe früher vielleicht die Besiimmung hatte, ein Geqengewicsz qegcn die andern Stände

zu biiden; 10 fungirte er später meistens nur als ein aitherge- Z

vrachces Attribut der Erbhu1d1qungen.

1810 11111“ die huldreicheJn1ention ihrcstreugeliebicn Landesherrn,

ein hcrqebrachtcs Reck)! nacht unbeachtet zu lassen, dankbar erkcn- "

nen. Sie sind aber des aileruncer1hän1gstcn Dasürhalccns, daß ; _ , , - 11.111“ vcr11chcrc, dak; )WeihdMidtUcidcn 1111111 außchen wollen, das

naa) der zeitgemäßen Gejiaitung aller ständisch Verhältnisse unter der glorreichen Regierung des hoch:eligen Königs Majrstät

die Beibehaltung ciner ihrem Wescn naa) dahinqescdwundeuxn ?

Institution der Einheit der gegenwärtigen Landcs-MUrccung und

der Unmittelbarkeit, in welcher.“ die gcmmmren Stände nunmehr '

vor den Thron ihres angestam mtcn Landesherrn treten dürfen, Eintrag

thun könnte._ Wenn 1111011 lange die Elcmcnte zu schlenschic11em Welche 5

durch eine Herrensrube repräsentirt werden sollten, und die Unklar; heitdie1erVerhälruiffePreußens Stände langeschon und oft in Hader verwickelte; wenn man in neuerer Zeit, z. B. auf den Landtagen von 1808 und 1809 auch schon ganz davon abgeganqen war, so dürfte gegenwärtig nach den Reformen der Jahre 1810 bis 1823 eine staatsrechtliche Grundlage vollends mangeln. Ferner ist 111-111 zu verkennen, daß bei einer etwauigen Aufrechthaltung cines al- ten Vorrecht“ sar Ostpreußen, so scheinbar es auch seyn mag, die Landestheiie Ermeland und Westpreußen, welche dem Pro- vinzial-Verbande mitcleriveile hinzugetrcten sind, und die Preußi- schen Landtage besch1chen, sich 1“ r benachtheilige halten dürften. Da endlich diesen Bedenken keinerlei wesentliche Vortheile oder Rückfichun der Gerechtigkeit das Gegengewicht halten , überdies einer weiteren Entwickelung der ständischen Vertretung durch die Bestimmungen des Anerhöchsien Statuts vom 1. „Juli 1823 vor- gesehen is; so erlauben die unterxeichneten Stände s1ch das aller- unterthänigste Gesuch: Se. Majestät der König wollte ihnen die hergebracbte Wahl von Repräsentanten eines Herrenstandes für den Erbhuidigungs- Akt huldreich1_'t zu erlassen gerade"- Die“ ProvinziabStände des Königreichs Preußen. (Unterschriften.) Königsberg, den 7. September 1810.

2111erdurch1auchtister Großmäcbtigsier König! Allergnädiqskcr „Lönig und Herr!

Ew. König!, Majestät haben in landesväterlicher Huld uns treugehorsamsi unterzeichnetcm zum Landtage zusammenberufcncn Stände die Berathung darüber zu gestatten geruht,

„ob und welche Bestätigung etwa noch bestehender Privilegien wir in Antrag bringen zu können glauben.“

Mit ehrsurchtsvollem Danke Allerhöchskdcro Hohen König- lichen Sinn, welchcr jede wohicrworbene Gerechtsame anerkanär wissen und erhalten will, so wie die tiefe Bedeutunq der uns er- tbeiltxn Erlaubniß wohl crkcnmnd, glanen wir derselben nicht würdiger entsprechen zu können, als wenn wir nur derjenigen dem ganzen Lande angehörigen Privilegien und Rechte heute geden-

Oktober

kk", welche durch die bvhe Weisheit und das edle Vertrauen Königin!) _aestnnter Herrscher verliehen und erbaiien, durch die uner-chüetcriiche Treue des Prcumsazen Volks 111 Wer Vergan- genheit bewährt, der Gegenwart und Zukunft desselben 1ve1cnclich und lebendig angehören.

In dem chrfurchtsvollen und festen Vertraum, daß Ew. Königl. Majestät weise und landcsväternche, durch das Allcrhchsre Qonvocanons-Patcnt vom 17. Ja!: 1*_ aus.;«pxocane 'leficht nicht nur dahin geht, dem Be11pie1e qiorrctäycr Atmen acmäß, bei der bevoriichendcn Erdhuidlqonq die “Liffccu1'a11911 derPx-wxz legien, Freiheiten und (Berechtiamen des Landes ycxsaffxmqgnßßjg zu vollxiehen, sondern auch in bestimmten Kdmottchn Wcrteü und dem fortschreitenden Bedürfniß dcr Zeit «mäß k11nd1ugeben, welcbe Rechte und Privilegien 1116 dem Lande 'c01'z11.1»wc,1“g rhcuer durch Ew. Königl. *))?ajcsiät landcsfürsincde Hm,?) 1112139111: ne11cr Bestätigung empfangen folien, b1tte11 11111“ 10 i'.'el1111*!11ck1'1a111| als tiefunrertdäniasr, in diese 'Lilleranädigsk zu voiiznhende BUNN- rung aufnehmen zu Wollen:

Erstens: das a1ce Recht der Stände dcs Kdnmrcicbs Pyeußen vor jeder durch Gottes Rathschluß eintretenden C1dhuidi- gung in einem Landtage verfaffungswäßm 1111011111111111'1311'11 Und dem Throne mit dcn Bitten und W1'1111c11e11 des Lan- des nahen xu dürfen,

Das; Ew. Königl. *))?ajcstäk, nachdem durch die Wusheit Allerhöchüdcro nunmehr in Gott ruhenden Kdtngi. 330111 Ba- ters die !iändische Vereiniquna Westpreußens mit .Wir-0111111111301 erfolgt 117, das erwähnte dem Lande so thcure Recht dcm annzen,

. zu einen! provinzialständisckxcn Verbande vereinigten Kqurctäy ? Preußen Allergnädigß belassen wollen, glauben wir um so mehr

in tiefster Unterthänigkeit vorausscßm zu müssen, als E1v.Köni.11. Majestät schon gegenwärtig den dicsfäliigcn Wünschen des Landes entgegen gekommen find.

Zweitens: Die Ansrecbthaltung und Voaendung der im [an;- desfürsilichen Vertrauen durch die hohe Weisheit 2111er- höchstdero erhabenen Herrn Vaters Majestät neu Krün- detcn verfass'ungsmäßigen Vertretung des Landes.

In unserer Mitte erwog und beschloß König Friedrich W51- heim der Dritte unvergeßlichen Andenkens, jxne erleuchteie und gesegnete Gesetzgebung, weiche Weder das Alte mißaaxcend noch das Neue mißkennmd, und wahrem, menschlichem, chr1st1ichem Fortschritte huidigend, Seinen Namen den fernsien Zeiträumen glorrtich Überliefern wird. Diese Geseßgebung lehrte uns, aus- schließlichen Vorrechten- um Wohle gemeinsamen Rechtes entsa- en, und so auch auf ie in hemmenden Schranken veraltcter ormen sich schwer bewegende Vertretuna einzelner und bevor- recvtcter Stände verzichten, um mit Dank und Freude cine Vcr- trctunq des qesammten Landes und Volkes zu empfangen.

Dem Geiste dieser Gesehqebung gehören die wahrhaft KÖ- nigiichen Worte an, m-t Welchen der schwer geprüfte und herrlich bewährte Monarch durch dx“: Alierhöchße Verordnung vom 22. “Mai 1815, dem Pz'eußischen Volke ein Pfand UUVél'bl'Üt'hllé-hin Ver- trauens gegeben und bestimmt hat, daß eine gemeinsame Vertre- tung des Landes nach Provinzial-Sränden und LandeS-chräsew kanten gebildet werden 1o11.

Seiner Fürstlichen Verheißuna, wie immer, getreu, hat des

Die unterzeichneten Stände des Königreichs Preußen können : Volks unverqcßlicher Vater und Freund das Werk begonnen und

zwar in dcr Allerhöchste" Proposition 11. 41. Be1lxn den "31. Juli ; , . - -. ' dte mniastcn W11n1che des Landes 1111) begegnen, die Voljcndung

seinem Kdniginben Nachfolacr, in welchem die crcusre Ltcbe und

überlassen. Von E1v.Kdniq1. Majestät reichcr Hnid und Gnade find

fortdauernde Bcsrchcn dci" Pkovinxialüändc, und m den Weqen des Vaters wandelnd, die vcrhc11§111x B11d11nq e.11cr Vcrsamm- luna von Landcs-Repräscnta1111-11 decm actrwcn Volke ?lileranä; diqft zuzusichcrn, dadurch aber, naä» den Worten des zu seinen Vätern giorrcick) versammelten Hclch Königs, „dem Volke ein Pfand KÖ111q11111c:1 Vc1't1'a112115 zu asben, und der Nachkommemibafr die Gr11nd1'äßc zu 1'1der11cfc1'11, 1111.11 mel- chen Preußens Kdniqshaus die Regierung des Réiciks mic ernstlichcr Vorsorge f111“ das Glück Seiner Unieirhanen ge- führt hat.“ Allergnädigster König, inniqgeliebter, thcurer Köniq und Herr! einfach und wahr getreum Herzens und fern von jeder elbsisucht, wie es dem Preußen wohlansrcht und q111-111r, haben wir Ew. Königlichen Majestät die Wünsche des L::ides Aller- höch1idero hohem Befehle gemäß n'eugehorsamsk vorgetragen. Wir bitten einmüthig Gott, der die Herzen der Kdniqe lenkt, daß nach seinem gnädigcn Willen Ew. Königlichen Maje- stät umere Bitten huldreich gewähren und den bis zu unseren fernsten Marken tönenden Iubelruf des Landes mit dem schön- sten Gruße Königlicher Gnade und Königlichen Vertragens 111111)- reich erwiedern wolix-n. Ew. Königlichen Majestät . alierunterthäniask treuqehorsamsie ' die Stände des Königreichs Preußen. Kömngerg, den 7. Septbr. 1840. (Untersciwiften)

Wir Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden König vo_n Preußen :c. :c. entbietcn Unsern zum Provinzial-Landtage dermalen versammelten Étnx'm Ständen Unsers Kdnigsreichs Preußen Unscrn anädéqen ru . ' ' Wir haben die drei von den getreuen Ständen Uns 1111er- reichten Denkschriftcn entgegengenommen, und ertheélcn ihnen darauf um Bescheid:

]. „has Uns dargebotene Donativ von 100,00!) Fl., dessen Antrag die getreum Stände als ein Ehrenrechr be;e1ch11en, nehmen Wir, unter gnädigcr Anerkennung der Gesamtm- gen, mit Welchen es qebotcn wird, gern an. Wir tvokjen, daß es, wie mit einer gleichen Gabe Unsct' 1" GM "“ hender Heri" Vater gethan, zum Besien der" Provinz, 1511? zwar zur Begründung einer milden Srifmg verweTw-r Werde, über welche Wir Uns die nähere Bestimmung

behalten-