1840 / 312 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

' , zm- 1ck1 bun der ilial-Akademie ven den_Auo- 111 “"““?" ck? Zun ;- sinken? wir zweifeln, unsereksms die

' der Muncr-Austalt._ _ 1,5?1111111g1112br als einmalige: Mjnxetständmß eutsiandene Absonderung Ocken 11 können, und vieimebr furchtm, durch unsere viellmht unde-

; . . - "'-" 6“ ' 1111 em Berbältms; von so zarter Yam! "da) zu ver- 1.11,1t111l1ku11111?.m.Yo 1311111 d1'1rfe11 wir sagen. 1.111 [“er-E11" Thul, auf dex! „Lz 11,11- yauptsächlicv ankommt. d1'1n1t_ u1ngch1, d1e ge1vechsclm1_Btim 113 111-111.1 bekannt zu 111a1bc11. ***111111 glauben 1111 denn du beste 3241111111111 für eine daldi1e 1_1_11d 111111111111" Andaletchung erkennen zu 11111111, 111111 11111 diescr Ve1önc11tl1ch1111g schc1nt cbm dex Wunsch dcr- 11111111 111-sqedr1'ickt nnd zuglenv anerkannt 111 111111, daß es 1111) 111611 11.13 11111 1111 Interesse der hic1'1ge11Akadc111ie, sondern 1111111 d1_;; 111111111- 1:1-.1::1 11.111d111, und das; die Künstler a11ch d1escm ve1p111ch1c1 “11111“. '

0311111) dri der Eröffnung dcr Ausstellung wnrde em sch1011es B1ld 1:11 Steinbrück gesehen, welches ganz den Charakter der 11cbt11swür- .*:11'1c11Naivetät an 1111111311, wie wir diese 11111 jemals 111 “112111111111 dcs aesan'istcn Känülers acfundrn badcn. Wmm dcrse1_be s111c11 frü- 1111 11.1) 11.1111 Tiecf'ö Pdantajns 111 lieblicherz E11e11:Pha111a11ee11„bnyrgtc, so 11.11 cr diedmal naa) jener reizenden Epiyode e1111 11c1ch a11s11111111chcre Darstcllun.) gc ebcn. Die 1|c111e Marie, Wklxbk 11111 11111111 Bt_uderxhen 1111111 Wettiau 11.11!) dem Walde 1111161311 wollte, isidon der 0111111111! 111 Das unterirdische, abcr venere 11110 liebliche Rem) dcs Elscnvclkcö 1111.1cf1'11111 wordcu. Sie hat den 111111111 Saal und k1„e Erotic" u1„11 1111 0111111111111, wo Zwerge die Goldt'or11er_sch1111en, zahlen und 11111: 11111, bcrcits passat uud sch1fft nunmehr auf [mem wundekbach Txtcv. Das sre11ndl1che, ditnstfcrtige Völkche11 der 11111111d11chc11„(5'11e11sc111edt 1111 Kuhne die kleine Matic durch das klare Wasser. Hohe Wasser- 1*11.111zc11 [ebnen g|eich1Sch1rme11 ivte ,.Blätter,-gro1; und xgbclba11“_§111 1111111111", und auf kicsen sonnigen Blättern w'egen und 1chauke1n 11111 die munteren Genirn dcr aehcimnéßch schakkndxn Natur. Andere v:.“itsctyern, fiel) 11msch1i1111e11d, einander hasayetd, hmab 11nd empcrtau: (dend 111 der lauteren Flut, alle aber find um den m1t B1111uc11 be- eri11zten Rachen des unschuldigen Kindes versammelt, d1e Gaben [bres 911111116 111111 fröhlich dardrinaend: Wasser-Lilien, Muschesn, scltmme KcraUenzacken. Die klrine Marie aber schlägt in sromuur Bewundc: 1111111 1111 dcr reichen niegescvcnc" Dinge ihre Händchen zusammen. Tics die Scene der 1111111111111,1e11 Dichtung, wcla1e dcm Kunstledden Stoff 111 einem nicht minder anmutdigcn Bilde gab. Es vemmgt scltcne Eigenschaften 1'11 fich, dcnn rs 111 zugleich beitet und frdmm, bewegt und 11.11», es ist 111 fich so durchaus ansprucbölos und veknändz ml). und schließt so unmittelbar den tiefpvrlischen Gedankcq rin, dax; dcm unschuldiaen Kinder-Gemüth uud Kmder-Glauben r1e Wunder und Gevtimuiffe der Natur gcöffnrt find. Die nackten Figurcn dcr 111111e11 Elfchen find vou Bcwegunq. Leben und Grazie, reich und ab: 1vca1se|nd in ihren Beschäftigungen und Stellungen und das. filt- same Mädchen nimmt 11111 iiberaus 1111111111) unter diesc" _1brc11 11c11c11 fabelhaften Gespieliuncn aus. ür die Farben : W1r§1111g 111 der Kontrast der sonnigen, theils durcb cheinend beleucvtctcn Bla11_er dcr Wasserpflan en gegen die zarten Fltiscvlönc übe1a11s_ycrtl1cllban, nnd die, wiewo] keineswegs kleinliche Zirrlicbkeit der Ausführung c111- spricht vollkommen der Lieblichkcit des Hauptgedankens. Es ist wn gesagt, nicht das erste Mal. das: Steinbrück in diese ro1na1111sche _Fcen: 11111 vi11ei11greift und er repräsentirt z11fo1ge dieser Richtung eme Sntc dcr Tüffcldorfchcbule, welche, ihrem 0 barakter undibrem Ursprunax 11ac27, idr 1111411116 wesentlich 111 und gewiß noch viel des Schönen bervorxufen wird, denn nimmermthkfönncn wir uns denjenigen „1111110111 beigcsrllen, 111111111 unter dem Namen der Romantik dicse Sphäre ein für allemal 1111111111111 wissen möchten. Wenn wir aber nach den früheren Leistungen drr chule besonders noch dc11W11nsch behielten, dieselbe möge zu immer freiem Lrbendigkeit 1111d rcicberrr Bewegung in ihren Darstel- 1111111111 fcrffchreiten, so schen wir hicr denselbcn-auf das vrllständigste erfüllt. Möge die mäßige Timenswn, die aber dem Gegenstand voll- kommen entspricht, der wahren Schäß11ng dieses treéflichc11 Kunstwcrkcs nicht entgegenstehen.

Neuerdings ist ein 111f1'11c11es historisches Bild von Mücke "Wie- 11c11, demselben, dcffen heilige KaWarina, von Engeln durch die Lüfte (111111111111, gewiß noch jedcm K1111st1'rcundt, rer fie gesehen. lebendig in (*kcdankcn ist. Diesmal stellt er uns den Kaiser Tvcodcfins vor, wie ihm der heilige Ambrefius 311 Mailand den Eintritt in die Kirche ver- 11111111, weil 91-111 Tcffalonjcb seine Hand durch cinen 1'111Z2rn gegcbcncn BMW mit dem B1111e 1111sch111d1grr bcflcckte. Wir bcßndrn 111118 in dcr Vorhalle der Kirche, 11111 ciniae Stufen crböbt steht der Bischof mit 11111111 (**11'1111'ct1e11, 11111 Fuß (*r-selben der Kaiser. Mit Ernst, abcr Müde. und mit dem Muth, wclchc11 cj-nc böbcre “Macht 111111 gießt, mahnt drr beilige Mann den weltliche-1M.1ch1baber. nicht eher den geweiblcn „211 zu betreten, bis er durch Reue scin Hetz gercinigt habe von dem erl; und der Kaiser geht in fich, wabre Neue und Zertuitscyuug ist 111 fcinem Auge und auf dem Angestcht [eines zur Erde genrigtrn „9111111116 111 lesen. Die Umgebung dcs B1schofs heftet ihre Blicke 1111116 11111" 1111 Kaiser, der, in 17111 gekehrt, die Vom der christlichen Ermahnung 11111" ficl) wirken läßt, theiis auf den Heiäiqen, erüaunt über die ruhige Würde, mit drk. seines höherenBerufes ficb bew11ßt,crohneMe11sche11: 1111ch1 den Mächtigen der Erde zur Dcmüwianng vor Eon brwegt. Alle diese Figuren find in ihrem AuSdruck belebt und jede derselben 1111111111 einen cige11:hümlichen, wenn gleich, 1111111 starken Ambri! an der Haxxklung. Die Individyalifirunq der Kopfe hätte vielleicht noch trei- 111" gcvrn dürfen, ohne der1cnigen Stimmung Eintrag zu thun, Welche, k.“! Fc1crl1ch1eit des Momentes entsprechend, in dem Bilde herrscht. Sehr wobl 11.1115 der Künstler zu benumn gcw11ßt,daßhinter dem Haupt des Ambrofiuo, «1eic11s1mals ein natürlicher Heiligenschein, die sonnia erlxuch1eteKudpel der K rche fich1bar wird. Die Anordnung ist einfach und ernst, 1as1 symmetnfch und muß de11S1ufe11 kerTrepve vvramidalisa), so daß wir an alte kirch- 11111e Bilder, namentlich an Punzino, erinnert werden. Diesen alten 111ch1ichm Styl hat der Künstler aber nicht äußerlich angenommen, sondern der ganzen Auffassung 11.1111 ist. sein Bild davon durchdrungen. “311 alle:: Bewegungen 111 ein Maaß, cme gewisse Scheu, 1111d cbchso 111111) 111 der Farbe. Statt der ganzejtn arben Jschemey hter fml1c11 d1rje1xigen ge rochcnen. welche der Duffe dorfer Schule xtgen find und W) auf eine gewisse Zahl von Combinatiancn freiwjllm beschranken. Besonders aber zeigt 11611 diese Déscretion, die allerdmgs bei Bildern kirchlichen oder verwandten Styls oft sehr wohl thut, m cinem Ver:

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meiden u 111-ker Ken nnd überbau 1 jener anspruchsvollen Kunst- üée dess ottraaj, Umwelcven die spNnen Iabtvunkme d." Kunst drm Vorzug suchen. Allein wische11 den beiden extremen, jenem lärmenden Getese von Re exen,“ jener transen, kokettmn- ten der Piuseldravour, und andrrersnw der 111 anspn-Qöld'sen Behandlung. welcbe leicht ganze Flächen glatt und 11er erschc11.e11 läßt. giebt es vielleicht noch einen Mittelweg, dm der 6111111111111? nach denF-rrdekunam der Zeit auch dann 111 fi11„de11_ 111111111 moge, we1111 rie Sinnesatt kes Künuters sm) [icbcr (“„en 1111111111, «115 den “1111111111 Meistern zuwendet. Nicht als ob Mucke 11111 auf d1x 511111111111" dcs Peruaino 1llkÜchsksm wollte, 11- 11.11 vcn 1111 Vcrlbnlcn „dcr [pättten „111111111 scho11 11uglcich mehr 111 fich 1111fac11o1111nc11, als es jene 1111111111 Naabeiserer der Alten, von 1111111 111 Belebung der 1111111111 _Dc1111cl1ef11 Kunst a11ögegangeu isi, gestatten weilten; 1111111 vexglnden 11111_dc1]c111-_ gen Maicm, wie fit und 1- B. Vegas 111 semtn) kirchlich"! 271111 11!!! geacuwärtiacr Ansucmmg darbietct, wird man 1m111e1' 112111 c111c11'1cbr weiten Abstand füvicu, 1111d lem): 1ö11n1e cs 111111, daß dude 111 11111": Ar! aewönncn, wenn der Eine in dem Accentmrcn der 1111 1111111 «111- bem'éne cinen Schritt rückwärts, der Andere aber vom. 111 11.1". Es handelt fich 111 der Kunst übuhanpt numer 11111 das Ausnnkcn seiner Gränzen, und wenn es vicle Arten der 211111ass1111g "xd 011- 1111111111111 gich, so smd darum 1111111 aUc glei111_11ut, 1111d rer 1.11.3111 kes Ariüoteles gilt besonders 1111111 111 der 11111111, daß 111.111 111111111111 "UU Zi“ M*" 111111) allen Rich11111gc11 11111 1111111111, es aber nur am Eine 2111 ttcffen könne. . , Cin "cines, aber figurrciobes Bild von Kobl'cr, der 111 1111111" Findung Mess und seiner Mirjam gute Autxcxdcnttm 11111, gnbt uns den ficgreicden David mit dem Haupte dcs R1c1en Golmtv, w_1e_cr vor dem Wagen des Saul kinderziebt und von tamendcn und 1111111c1tc11kc11 Jungfrauen begrüßt wird. Nach so viclcn fixyken, l_tcgchcn odcr mindcstcns-ücbenrrn Gruppen, welche aus der uffelkkkskakbUlkh"; vorgegangen find, kurz nach Bildern 10111111 Art: wd das Mok?" 810111;- tbcils die Pdamafie des „Künstlers 1111131, 111111; «"E-111.111? 11111 be- weglen chaltcn immer sehr wiukommen scvn. D1e 111111111111 Mäd- chen find zwar nicht besonders origincll, aber eben, s1e 1.111zc11 19111; dedglcichen sind aua) die Rose vor dem W11111_des Saul 111 hrftxqcx Bewegung genommen und 1111- Fübter ist gencthmt, 17:11. da er, 11113111: ist, im Sprung deftig anzußrengeu, daumcr gle1che11Sa1r111 11111 11111e11 halten könne. David, den wir schon vor Jahren, nur glauben 111 ex- 11e111B1'1de von Schmidt, ganz ähnlick) gesehen haben, .1111111'9 das_btcne ac- ktümmte Sch1vcrt über die Schulter |1v11e11d, auch so das 41.111111 1111 kk" HUM! tragend, 117, zumal alsHa11pt11gur,n1cht cken scvr gclnngxu; der Kününr wollte ihn offenbar unbefangcn darstellt", nder er g111g vielmehr leer und unbestimmt aus; eine andere weibliche F1g11r, welchc das Becken schlägt, hat er aus seinem früheren Bilde M11].1111 g_eborgt. Von Kiederich, der fich uns schon auf der vengcn A11d11cl11111g 1111111 cin trefflicbes Gemälde empfahl, finden wir diesmal e111 ausar- dcbntcs, figurenreicbes Bild. Es 11cm dcn serbendcnkGrcß11-1c1sier „dcs Malteser-Ordens, Johann de Lavalette-Parisat vor, wre et du 111n1b11 versammelten Ordens Ritter ur Einigken und 1111“ Erbaliunq der 111- 1en Orden91uch1 ermahnt. ie Miene kes Strrbendcn drück! 111111 „wohl aus, was se auddrücken soll; für alle übrigen quren vane'dtr Künstler die nicht leichte Aufgabe. dcn Eindruck der Rede, dex 1111!" Natur 11.111) cbcn kein sehr vrrschirdencr scvn 1111111. 111 u1od1ff111'111. Er sachte den Stellungen die möglicbsie Ma111xig1alt1gfc11 abzugann 11:11: aber vieklet'cht ist diese, so wie 1111111 die großte Verschndenhnddcö Auddtucks. nicht gerade das, worauf cs ankommt: 11111 „memcn daß bei Gegcnüänden solc11cr Art durch eine mehr 111affenbaste .und so 111 sagen chorartige Behandlung mehr dem S11111 rex A111a_abe entwrcchen und auch fichetlich mehr Wirkung erreicht wird. als 111111 (110111111 Bestreben nach Abwechfelu11g,da diese nämlich nur zu [mein Vexcmzclups und 1111-1111: "11111 sel) zieöt. Das Bild ist im Ganzen sebr 1111111111111, 111111111 aber dennoch nicht gam die Versprechunge11 zu erfüUen, we1c11c des Künstlers vorjäbrigcs Bild und machen lies:. Wenn es daaxgcn'iu der Farbe 1111111 überall gleich befriedigt. indem der Künstler m emigm ._Kopfcy ins Kane und Roibe gerathen 111, so darf doch auch 111 „d1e Wxgscvaale gelegt werdcn, daß es milumcr brffer 111111 1111111, auf erge- 11eu1 Wege 111 snauchcln, als auf dem allbetrctenen ficht“! 111 (1111111. Auch einige neue, oder weniger bekannte Namen aus Dfisscldors 11111111 sich uns mit recht lobenswertven Werken dar. 21 1111111 Sieg kkt 111-det uns den Grafcn Eberhard dcn Greiner von Wärtcndcm bci drk Lende seénrs Sohnes Ulrich ab. Der Alte sitzt in seinem Zorc trust und würdig, so daß er in seiner Trauer wohl unser Mitgefühl 1119111sy111ch nehmen kann, gciungcnck 11oc111'st dic Lricbc dcs Sohm» 11111 cinem 1111111111- wirklich den Ausdruck des Todcs 1111 fic11 tragendrn 61111111. Das Ko- lcrit ist gefällig, doch sehr von dem allgemeinen '.vvus der Schule. Einen ähnlichen, aber allacmeincten Gegenstand behandelt Gesel 1 1111111: ein Mädchen, dem ein Mönch die Lciche ihres Geliebten zeigt. S1: bcugt fich über den Lcich11am bin und entzieht und dadurch 1111 21111- "8; 1111 llebrigen ist das Lampenlicht 1111111 so hell, 11111 uns viel seven 11 1as1'en. Gewiß können diese [eytmnBilder nns nicbt fiir den 21111- mll dessen enlscvädigen, Wa61111s der Katalog von Lesfing. von Hildebrandt, ferner von Mücke 11. 5.31. versprach. Statt des Papstes Pasamlis vrn Lesüng ist zwar ein anderes Werk seiner Hand ers111ie11en, allein auch dieses giebt 11116 wenig Ersay. Wir 2111171111111 uns, die Couwosnion als Zeichnung vor einer Reihe von Jahren 111V.Schako"ws Albnm gesehen zu haben: die Ausführung i11Ot| ist vom Jahr 11-39; aber um die Wahrheit zu sagen, so würde es schwer seyn in diesem kleinen Oel- bilde, wenn es nicht mit seinem Namen bezeichnet _wäre, den Maler drs trauernden Königdpaars, dcr Leonore. der Husfilcn und des szrlino wicktrzuettennrn. Das Bild 111111 die Exsiükmung ron Iconium k'ar. Neu an der Darstellung ist,“ daß wir uns im Innern der Beste bcßn- de11,'1111d daß die Stütmenden bereits die Bresche pasfirt haben. & iedurch gewinnt der Künstler allerdings den Vortheil, daß er uns die ieqer von vorn zeigt, doch isi dies man der entschcidende Moment und da» Ungewobnte sieht der Wirkung t111gegen. In den ein einen Figuren aewavtt man kräftige Bewegungen, doch etécveint das anze, namentlich auch in der Farbe etwaszersjtcnt. Das unte Kostum, das der Künstler gewählt!, hätte wohl eme stärkere Beleuchtung verlangt,

die das Bild kräftig, deutlich und massenhaft erschcine11 ließe. G r.

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Wissenschaft, Kunst und Literatur. Berlin. In der Séyuna der geographischen Gesellsadak

am 7. Novcmdcr gad Herr Rccbnungötatv Schnxid 11 eine lledtrficht seiner meteorclogisann Beobachtungen über die Emwnsnng det Mant- tcn. und besonders des Mmute, auf die 2811111111111, welche er aunübx- 1141er 111 einer besonders gedruckten Sch1111 zur allgemeinen Kmmmß aedracht 11.11, von der er der Gesellschaft e111Lxe_1_11pl.1r übergab. - Herr Zenn: legte farbig aedruckte Kaxieu von Raycloptkacr vor, und begleitete fit mit einigen Wonen. - .*err [)1'. Kloden übergab ali (“e1'chrnk seine ledankluua über die _ * qcoancstisaye und gccaravhißde neu crsa11c11eneK*]mnämscve Werke vor, aus we|111eu cr 11111111.“ 910111111 1111111111111. _

cmi Pisani. und [mtc einige

dert" v_o11 Benn1a1c11 [11.1111 über 1.15 Land an der Deutschen 1111dF1-111zofi1a1c11Gr'änu 11:1- sa1cu Rhein und Stine, und über den Z111a111111e1111a11a 11v1schen dm aecacoancsnsänu, xrograpbischcm Zruaudartxns- und Btwcbndakkcttk- Vcrbältnisscu, 11111111 er durch bc onkers k.111'11 11111xo11111e Karten er- !."11111111. . Dcr Kaistrl. Oesterrciastsche Bergrath, 411121117. Russka- ger, 11.111 eine S11'11e seiner Reise durch 1111 „Taurus, Sorten, Argu- 1111, 9111111111, an den weißen e“111171, Korrcfan, das Laux ker Nadal, Smnaar, ker Addvsüniscvcu 0111111", Dcnacla, 1111111 Süd ;Eurcpa. England und Norwegen. -- Ein Theil der Zen mar bescndcrs Gesel".- sch.1f16:Z1vcchc11 gewidmet werden.

Dauer der Ecsenbahn-Fahrten am 7. November- Adgang Abgana _“Zeudaucr

von rcn Berlin. Potsdam. SWM. 1

11:11 Mvrg'eno .] 41 'um 7 libr Motams.. : 12

Vormm... 411 -111 - .. 411 914111111111. 43 Nachmitt. . 4.“

. .. 49 - . 411 Ave.11ds . . ! Abends .. . do

Zeitdauer S1. | M.

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önswürtigr lköksen. antkkükm, *. «&'-11.1.1111". „. . Fipäerl. 11111]. 51111114 4117“. IM. 1111 011'3/„4.“ka111-11111.,217/„. 5"/'„ 5111111. ***03111“ [';-11111112 IWK. 141114“. -. 211111. - lkeun. "9111111. 81'11. -. 1,111. 127. 111-111141; 1113'1, 1111111 «1 0-11, :1. Fuxembek. 2111111. 3'/:. KWO 11111. '.9', U. 111111111urx, 3. W'uckmber.

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Königlicbe Schauspiele. Montag, 9. Nov. Jm Schauwicthausc: DteMäntcl, Luse-

sviel 111 ! Akt, von C. Blum. Hierauf: D1e Schlachhdndter,

“Io cnspicl in 4 Abtb., von C'. Raupach.. ]- ffDnnskag, 10. Nov. Jm Op1111hausc: Tas Stclldicbrin, oder: Alle fürchten 11111, formsche Over 111 1 2111. Mußt ron Nicolo Zsonard. Hieraus, auf Begcdkcn: Dcr Seeräuber, _q1'o- ßes Bauer in 3Ab1h., von Paul Taglicni. Mußt von 9111111111).

„Jm Scl1au"p1e111a11se: ]) [4 11111150 111-: 1-51 (111-1111“ 11.11111', 1111111111-11111111-11118 kn 2 ;1c1w, [';11' 5111111“. "L) ]-:1 1141111171- 1'1-[1réu-n- 11111011 111-: [„a 111011111111: 111: 1111111)", 1111111911111- 11111-11311 111 1 11119.

Köniqsstädtiscbrs Theater.

Montag, *.*. Nov. Walheim Tcl]. Herois11)-1*omantische Oper in 3 Akten, nach 311111) und Bis frei bearbeich von Theodor von Haupt. Mußt von No:!“tni. (Herr Wild: Arnold, als Gast.)

Dicnskag, 10. Nov. -

Schausptcl 1112 Akten, nach dem F1'anzö111c11m von T1). Hell. Hierauf: L1st und Phlcgma. Vaudeche-Posse 111 1 Akt, frei nach Patrat, von L. Anqelv. (DUe. Schande vom Hoftheater zu Hannover, 1111 ersten Stück: Cyr1stine, im zweiten: ädolpbine, als Gasrollen.)

O.)?nnvocl), 11. Nov. Zum vorletzten Male: Darstellung scheinbarer Zauberei, aus dem Gebiet der 1111tc1ha11e11kc11 thslk und Mechamk, gcaeben von Herrn Ddbter. Vorher, zum ersten- male wiederholt: Dér L1ebe und des Zufalls Spiel, oder: Maske für Maske. Lustsvm 111 “.'. Akten von C. Lcdrün. (Dllc. „June Herrmann, neu engaglrtcs (Mitglied dieser Bühne: Sophie, als AntrittéroUe.)

Verantwortlicher Redacteur “Arnold. *- :x,

Gedruckt bei A. W. Hava.

» „- “_ _- *

Allgemeiner

Bekanntmachungen. Oeffentliche Bekanntmachung.

mit bekannt gemacht, daß dieselben nach dem von ih- rem vexstotbenen Vater. lankammmJnspekwx Pn. mier-Ltentenant a. D. Ern Daniel Holzwardt, hinter- laffeneu und am 9. Dezember 18:18 eröffneten Tasia- 111ente zu gesesliäxen Erben eingesest worden sind. Berna, den 22. Oktober 1840. Königl. Preußisches Kammergericht-

Bekanntmacszng. ' Die Kur- und Neumättischen Psaudvriefe d'r. 33,18: über 50 Thlr. 36,066 ! 50 - 37,432 : 100 5 38,019 ! 100 - 3913 1 200 1 26,381 - 300 .: sind im laufenden Jahre auf einem Nachlaß bier- selbs! muthmßlm) gestohlen und weiter veräußert

auf

Bei Frak

"FWH! Inhaber derselben werden hiermit auf- und dura» a e B gefunkt, 11:1, 111-ter Production dieset Papiere, 111 durch die 611111111111, Berlin, Sch U14. Nr. 2, sämmtliche muß

ter111'1n0 den 3. Dezember d. J.. in den Vormit- tagsstu11den_a111 dem Kammergerichts:Knauistoriate in Oranienburg.) (Hausvoigte1p1ay, 141 eimufinden oder kuh schriftlich

Von dem Kammeraechht hütselbst wird den ihrem 1" melken, „wtdngcnfaüs se 17ch der Gefahr “UMR"- - Aufenthalte 11.1111 unbekannten Künstlern Friedrich Karl wegen Begm117iguna m ermittelten Verbrechcns zur

und Alexander Friedrich, Gebrüdern Holzwardt biet: U11tersuch1111g gezogen zu werden. Berlin, den 2. November 1840.

Königl. Kammngnich1ck3nquifitoriad

Herausgegeben von G. E. Seidemaun. Preis geb-

Anzeigcr für die Preußischen Staaten.

wollen,

1841.

norologie. wurden. 6; sgt.

1! vr che :c.

HX! keiteroru-em, chkib 1" Prag kßsoebm erschienen

von Ferdinand" Leopold Rammsein, Professor der Fra11zcfische11Sprache an der Univerfität

Literarische Anzeigen. 111111111.

So eben ist bei eiuriéj tanke i . 8 . 1840. V1“ . .:

erschienen und 111 axel: BWbdeungen,ni§eije:-1ijß :Tbeile m emp In eleganter Umschlag

bei C. S. Mittler (Stechbadu :) zu haben: WitterungszTaschenbuckx

d a s a d 1

Zum nüylicvm Gebrauch

für Qetonomen, Gamabeßser und Freunde der Me-

geb. 2 Thlr. 15 [gr. oder 4 J!. 80 Kr.

Ein Rezensent sagt: „Dieses von einem höheren Standvunttc als gewéhnliche Sprachbücher «111-11111111: Werk Yann um so mehr empfohlen werden, 1111 daseLbe Qegmnände umfaßt_„ die noch in keinem ävnuau'n Werke mit solch' austüvrliovrr Sachkcnmu1ß [“ein-ck?" „..-1 3011-13-„1'1111 1131101161141; 11911. 111-«1 1111 1,1111-

b,nDeki erstebTbeil (Zonxerxnxclilnn :::iYFtQYF : e U "' . * : gewo n ck: JM-QGTPFUU“ ?'11 wie Theater-

" zweite Tb!" Cansoksotinn mnxirala-

WW... *" “'(**-“111111“11111113“ .... 11111:

Potsdam, Hohenwegstr.Nr. 4, auch durch A. Tl).Ga11 Fundxrube von mufikalisckym Kunstauökrücken für je-

den Muskfrcund. Dek brille Theil Canyerxncinn c11ef111a-

Gesprackge "no Ukbungen fUr DSUÜÖQ 10.111111- bebankelt den weissen Lehrern und Lernenden die sich in der Französischen Conversations: noch 1111bcka11111é Gegenstände und 111111111 d1e Kuns- Sprache über gcsellschaftliche, musikalische ausdrücke der Neu: und Fecbtfunn, der "WP- der und ritterliche Gegenstände vervollkdmmen Schw1mm-, Kriegs: 1111dTanzk1111s1. rchct

ll1chaf11-, Karten: und aller anderen Spiele. nndkayn kabel dte- sed W111 ats- 115 vcuuänrigu- aller bis 1kstbcüchm-

dn S kacl1bü er em fc Lm werken.“ ' ! .Iede? Theilfymit e?11e?n besonderen T1tel vrrseben,

bildet ein unabhängiges Werk und kostet eiuchu 25 [gr. odcr ] F1. 30 Kr.

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Dre Königm von sechzehn Jahren. _

!

Prettßiscö

AllgeMeine

e Staats=Zeituug.

Berlin, Dienstag den 10'?" November

Amtl. Nackn'.

Nußl. 11. Pol. St. eterib. Schreibxn des Großfürsten Thron-

fomeo an die Univet_1tät Hemngforo. ankr- Patis- D1e Stellung der Moléschen Partei. Börse. .. Loon. Ueberschwemmungen. Großbr. 11. It!. London. Hume gegen d. Reveal. - Kriegs: und Fiedmofmge. - Engl. und Franz. Seemaä)! im Mimlmcer. - N

auifest Francisco de Paula's. ederl- aag. Deputat. aus Lnremburg. - Taufe d.Srbprinzen. Belg. Brüssel. Bevotskebende Eröffnung der Kammern. Dein. Adrese der Nord ütländischen Stände. Dxutsicbtxrytfkdksft- eiv11g. Brief (Berichtigung). -- Frank- ur . n . Oesterr. Pra .1. Neues Böhmisches Arckn'v. TürkZKiUKonst. Kiamil Pascha zum Pascha von Belgrad ernannt. .. 1u11ae11. 6313, Vsouständige Berichte (nach dem Ocst. Bcob.) über die Kriegs- 111 111 c. Z::ilmßd." BetlÉn. P Si 11". . . u. . .11'. gung der Akademie der Wi cn . - Noéenhagen. Gefeustt). für Nord. Alterthümcr. “,

„__

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se Königl. Majcstät haben den bisherigen Ober-Landesge- richts-Assessor von Schwarßkoppen zum Drrecwr des Land- und Stadtgeriches in Stegen Allergnädigsl ernannt.

*

Zkitnngs-111111111311111111 'A u s l a n d

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 3. Nov. Se. Kaiserl. Hoheit der Großfüxsk Thronfolger hat, als Kanzler der Alexander-Univerfität xu Heln'ngforY, bei Gelegenheit des vor kurzem gefeierten Zubi- 1äums dce1er Anstalt, das nachstehende Schreiben an das Kon- ßstorium Lierselbenkerlßssm:

n dai . o1111'1o11'um der Kaiserlichen Alt ander: lui .

Lebhastm 2111111"! nehmend an Allem, was die !11011 S1". MM.?! de_m Kmsex Mmzer Püege anvertraute Univetfität betrifft. freue ck auch be1'111cl1, dan dieselbe untcr 1151111611111 Sram das 2110jäbrige us blläum ivrei Bcüandes gefeiert hat. Möge dieses Fest, wie es ]eyt*z11 cinem demüthmen Dankopftx vor dem LLUu1äct1i,1r11 wurde für alle die Woblibaten, welcbe, se1_1 ]cner Reihe von Jahren, über Finnland 11116 desen höchstem Huliqtvume der Wissenschaften fich er offen.

„aucb fürderbiu eine severe Bürgschaft für die 1111111111111 arkeit

der lauteren fittlichc11 Grundsäse sevn. 1relck1e stets bisher der Univnütät zum Leitstcrne gedient haben. _ Entfernt, Weilte Ich an diesem unvergeßlichen Tage mit Meinen Gedanken minen 1111111" Emb, Mejne geliebten Mixgcfährten. nud vcreime Mi» im Geiste mit (511111 zu jedem Eurer he1'1111111e11Wü11sc11e. Mit der Bitte, Mir cine Sevil- derung der vollzogenen Jube1f1ier zuzusteUcn, verbleibe Ic!) Euch stets wohlgewogrn. Der Kanzler der Alexander-Universität: A l e x a n d e !. Yterbdf, den 20. Juli (1. August) 1840.“

orgestern Abends hatten war hier bereits eine Kälte von

mehr als 3 Grad.

Frankécich.

Parjs, 4. Nov. Eine wichtige Nuance in der Kammer, die, obgle1ch _an Zahl nicht sehr bedeutend, doch bei der Schwebe, in der swb d1e beiden großen Parteien so ziemlich halwn , leicht berufen seyn könnte, durch " ren Hinzucritc nach der einen, oder der andern Seite hin den usschlag zu geben, ist die Nuance des 15. Aorcl, bestehend aus den politischen oder persönlichen Freunden des Grafxn Molé. Diese Partei zeigt s1ch noch keines- weges “gene1gt, dad jkßiaeMinéskerium unbedingt zu unterstüßen. Es mögen Zpersönltcye Beziehungen aus der Zeit der Coalition zum Theil zu Grunde hegen, sie sucht aber auch ihr qeqen- wärtiges Schwanken dadurch zu erklären, daß fie zu dem System und der Politik des gegenwärtigen Kabinets kein rechtes Ver- trauen fassen kö11ne- _Jhl' Organ, die Presse, spricht s1cheute über das , was 1111er Llnficht nach geschehen müsse, in fosqendem Artikel aus: „Bringt uns das neue Ministerium einc 11e*Ue Po- litik? Wenn man den) „Organ glauben muß, welches fiel) der Vertheidigung dcs Mmrstertums unterzoqen hat, so qelangt dasselbe nur mit der Idee aus Rüber, die “durch dic Cdalition unterbrochenen Traditionen _der-OL'MUUI und des Widerstandes einfach fortzuseßen. War jmd gewiß Anhänger der Ordnunq, wie irgend „Jemand und eben aud L1'ebe zur Ordnung erklärén wir, jede Politik, die s1ch aussc11lteßl1ch anf den Widerstand be- schränkt, gegenwärtig für unzylänglack), Wo nicht für qefähruch. S1: würde nichts aufhalten, 1116116 befestigen. weil Prdzesse, (35e- walr, Einsxhüchterung „dic Gemüth?!“ kal' KUsWgen und erbittern Katt fie zu beruhigen. ka könnet "' Mütkt'ckUer Hinfiche det:

nschein cerOrdnung crlangkn- “b"" niemals die Ordnung sklbß- Man wird die Institutionen nicht mehr mit bewaffneter Hand

' an reisen; aber man wird slch im Dunk?!" MMU", um auf das

x nigthum u schießen. Man wird nicht mehr bei verschlo enen Thüren, wiscdhen zwei Lichtern, sondern am heike" Tage,zw1schmff wei. Flaschen onspirtren.,Jhr1verdetd1eKlubsnurmpatriotische Ban ens verwandelt haben. “'Ihr wn'chie Revoludéon offen zurückdräm gen, .aber fie wird dann ihr Geschäf.“ im Ftnskern fortsesen; s1e wird in das Gesch übergehen, fie Wird slch Reform nennen. .Ic-

* xe- ausschließliche Widerstands-System wird daher sein Ziel ver-

ehsen, weil es ein Gesetz des moralischen, wie des physsamj UM“ ck|, daß diese- wenn man nicht seine Ursache ermittelt, und es mit der r e ausrottet, beständig wieder erscheint, und neue Zweige trek ; e Unordnung , die ihr unterdrückt, wird weiterhin, unter einer andern Gestalt wieder ausbrechen. Wenn

daher die Politik des M1n1|eriums nur eine Reminiszenz der Vergangenheit wäre so würde sie, um nicht mehr zu sagen, um fruchtbar scon. Die Vergangenheit gehört für uns schon 11 den Erfahrungen , und ist eine abgeurtheilte Sache. ie hat alle Alternativen erschöpft, sie hat alle kräfti- gen Männer abgenutzt und entzweit; sie hat abwechselnd ehre Anwandluy en des Widerstandes und des Fortschrittes qe- Lgbt; se 111221“ einem Pendel hin: und hergescbwankr, von der mken zur echten und von der Rechten zur Linken. Sobald fie einen _Scbrin vorwärts thun wollte, war ste gcndthigt, wie- der einen zurückzuthun, und gleich darauf ward fie neuerdings vorwärts getrieben, um wieder zuräckzuschreitem Es 1111111“: da. her in ihrer Lage etwas Falsches, denn der Mensch ist nicht dazu gemacht,„üch zu bewxgen, ohne' den Platz zu verändern, Es hat eine Polctik der Eimchüchterung gegeben, die die größten Atten- tate nicht verhindern konnte, es hat eine Politik der Coalition egeben, die die Mitglieder derselben nur noch mehr ent weit an“ hat eine olérik der Versöhnung gegeben, dercn Rc ulcat eine größere Er itceru-ng als zuvor war. Alle diese Sy- steme mit ihren verjchiedenen Benennungen und Hoffnun- gen snd daher schon vergebens versucht worden. Das System des politischen Fortschrittes, selbst das gemäßigte, ist Up_mögléch, denn es hat keine Grdnzm und führt von Zugeständ- mv zu Zugeständniß, wie wir es erfahren haben, 111111111'11111'dlicl) dem revolutionairen Ahgrunde zu. Der Widerstand ist auch 1:11- mögléch, da er, nach überstandener Gefahr, sorc1väh1'e11d aufge- geben werden mußte. Das Gleichgewicht zwischen dem Wider- stand und der Bewegung ist ebenfaUs unn1dglich, da jede An; näherung nnr zu ,rößeren Spaltungen geführt hat. Es muß dgher etheder die onskétution und die reihejt untergehen, oder du Regurqng muß eine neue Politik nden. Unserer Ansicht, unserer inmgsken Ueberzeugung nach, die sich auf das einfachste Studium der Thatsachxn und der Bedürfnisse unserer Zeit grün- det, ka11n und darf dieje Politik keine andere, als eine Politik der BW erston |Z??- Man muß das Terrain und die Waffen des Gefechts ändxrn. enn man zu keiner Lösung hat gelangen kön- nen, wenn du' Gefahren heute drohender erscheinen, als früher, so ltegt dies ohne Zweifel daran, daß die Fragen schlecht gestellt worden find. „Jene Diverswns-Politik erfordert, 11111 verstanden und angewendet zu werden , weder ein großes Genie, noch eine ungewöhnliche Befähiguné, se ist weder unbestnnmt, noch 1111- klar, ste erfordert nur ge unden Menschen-Verstand und Redlich- keit. Sie bedingt keine allgemeine und radikale Umschmelzung, und man brau 1 nicht 1003111)" darauf zu warten und s1e auf eine mühsame akuksführen, man braucht nur den Muth dazu zu haben. Jene Po- lenk verhehlt nicht die Uebel unserer Geselljchaft; fie sagt sich, daß unsere beiden Revolutionen uns, mit Recht oder mit Unrecht, die Demokratie als eine unbezwingltche Thatsache ve1'1na111t haben, aber die rohe Demokratie, d. h. ein Problem, welches" zu lösen, eine Organisation, welche zu machen ist; denn nur dak-111111vahr- haste Ordnung herrschen, wo vom Gipfel bis zur Grundlage elne methodische Organisaéion besteht. Die ganze zU lösende Schwwrigkeit besteht also darin , ohne Vernichtung der Constitu- tton, obn_e Verleßung dcr Grundgesetze, ohne Erschütterung un- sere Jnstnutionen und unsere Sitten mit der Demokratie in Ein- klang zu bringen. Die Ursache des innern Uebels , welches uns verzehrt, besteht darin, daß die Demokratie uns unvorhergesehen, 111613116) überfaüm hat, daß fie abwechselnd besiegt und siegreich gewesen ist, daß fie feindselige Elemente in sich aufzenommen hat, daß fie gezwungen geWesen ist, sci) selbst &."cseße zu tmprovéfiren, daß s1e noch eben so sehr der Vergangenheit, als der Zukuyfc angehört, und daß es ihr daher sowohl in der Art threr Existenz, als in der Art ihrer ?Wirk- samkeit an Logik und an Einheit sehlr. So ist das Wahl- geseß, Welch1es in der Zeit, Wo es gemacht wurde, da“! ein- ?ig vernünstege und. das einzig mögliche war, ein anti-demärari- ches Gesch, da d1e Demokratie das auf die Person und nicht auf d1e Sgche gegründete Recht ist, während das Wablgescß fick) auf das Ecgenthum bastrt. Ein gutes, definitives und unangxeif- bares Wahlgeseß kann “nicht isolirt beßehen; es muß vorläfiq und unumgänglich ein Geseß über den öffen111chcn Unte1*r1'cht- 111" Grundlage haben. Von dem Augenblicke an qehörr das Wfahl- recht der durch Prüfung erwéesenen Fähigkeit an. Man bemerke ryohl,jdaß gegenwärtig das Eigenthum das Wahlrecht, nicht als eme11 mhärirenden Befitz , sondern als" eine Präsumtion für die Fähtgkeit verleiht; aber dies ist eine Präsumtion, welcbe Wähler, die nicht einmal lesen können, oft Lügen strafen. Dieses (3511111311? eine Fiction und jede Fiction ist gefährlich. .Das unsrige würde eine Wahrheit seyn. Man würde dadurch den Gegnern alle jene Worte über Stimmrecht und Fortschrittrauben, welche auf die Gemächer wirken, wie Sturm auf die Wellen. Ihr 1v1'11det da- durch verhindern, daß die revolutionairen Leidenschaften das Land durch das Geschrei nacb Wahl-Reform aufregen, während ihr zu gleicher Zeit durch ein zweckmäßiges Gesetz über den öffentlichen Unterricht mehr nützliche Professtonen erschaffen, und den künfti- gen Generationen Achtung und Liebe für die National : Gewalt einimpfen würdet. Diese Verbesserung, einmal c1-la1111t, déeses lebensk1äftige und fundamentale Gesetz der Demokratie einmal promulgirt, und man würde dann zu allen Verbesserunqcn in der Presse, in der Administration, in der Munizipa1-Ve1'1val1ung, in den Steuern, in den Zöllen u- s- w. 1chkekkkn können. Dies ist stets, unserer Anstcht nach, die Dinl'slMs-POUUL gewesen. W11- wzssm, cas; diese Politik nicht die der Journale ist und seyn kann; denn mit ihr müßten se wirkliche Ideen ha- ben, Studien machen, Systeme aufstellen und Systeme erörtern können. Eine solche Politik würde die Ahseßung aller Journale seyn, sowohl derer, welche das'Mmstertum stüßen, als" derer, welche es bekämpfen. Eine Regzerun , welche [:ben Will, und we1che genöthigt ist, Anqeslchts emer resse 11 leben, deren be- ständiges Geschäft die Negation und die Zersje ung ist, muß im- mer,'1v1r haben es hundert Mal Zesagt, das errain der Erörte- rung Wählen und es sich nicht vor chre1ben lassen- Möge fie daher d1e1m_ Vortheil benutzen, der ungeheuer ist, wenn man ihn zu

else vorzubereiten. Man kann sie morgen, heute -

verstehen weiß- Dies ist die Politik, welche wir beständig 11111 xathen haben, und die wir von den neuen Minisiern befolgt 1, 1eh1n w11nschen,_ sobald_fie die große Frage wegen Krieg 11 - Fr1eden, welche 1th aus1chließlich alle Gemüther beschäftigt, er!?- digt haben werden.“

Die Deputirten versammelten fich heute um ;! Uhr im Kon- ferenz-Saale. Es wurde die große Deputation durch das Look ernannt, die morgen den König empfangen soll, Welckzer s1ch um 1 Uhr von den Tuélerieen in den Palast der Devutirtcn-Kmnmcr zur: Eröffnung der Session verfügen wird. * Die große Depu- tat1on besteht aus den Herren Saglio, von Lascascs, Pauwcls, Reynard, Bonnemain, Croissant, Janvier, chcuard, Sadr, Auger, Genies, Defermont, Arago, Dejean, Gaillard-Kcrbcrtén, Lorne, Mallet, Leon von Mallemlle, Larabit und Dubois. *- Ulter'Y-Präfident der Kammer ist Herr von Nogarcc.

Auf den vor einigen Tagen mitgetheilten ?luSzug aus einer Koxresponden der “Times“ über ein Darlehn, welches Herr Th1ers vom . dnige erhalten habe, erwiedert heute der Constttu- tionne_l: „Die „Gazette d&France“ und das „Commcrce“ haben der „Ttmes“_ ein_e verleumderische Aeußerung gegen Herrn Thicrs entlehnt. Wtr smd ermächtiqt zu erklären, daß die angeführte Thatsache eme unwürdige Lüge ist. Die Abgeschmacktheir der Erfindung übersteigt die Gehäsfigkeic derselben.“

Herr von Lamartine har seinem Freunde, dem Herrn Granter von Lassagnac, der eine Reise nach den Vereinigten Staaten angetreten hat, einen Brief geschrieben, den die Jour- nale veröffentlichen und der mit folgenden Worten schließt: „Zed wünsche Ihnen Gmck dazu, daß Sie 11nsere“Ufe1* 111 111-11111 Augenblicke verlassen. Wu" gehen mir !?arken Schritten cinem Yhncen August und einer möglichen Zerstückelung cntgegcn. ' eklagen Sie diejenigen, die, wie ich, das Uebel scit zwei Jahren sehen, und keine hinlänalich starke Partei haben, um es zu verhindern. Mögen die Winde für Sie, und Gott 1111" und scon.“

Die Posten aus Lyon und aus Marseille find, wahrschein- l_1ch wegen der Ueberschwemmungen (s. u. die Briefe aus Lyon) [eit zwei Taqen nicht in Paris eingetroffen.

Herr Bergeron sucht stel) heute 111 den Journalen 1141-- qen dcr Vorwürfe u rechtfertigen, die man ihm Über 11111 Benehmen ge en errn von Girardin gemacht 11111. Wik tbeilen seine eußerungen mit, um die Akten über diesc" Vorfall, der Aufsehen in Paris macht, zu vervollständigea:

„,Die „Preffe“ dane fich 111 1111er Nummer vom 113. 121111111, 111 Gelegenheit des Darmcsftyen „Attentats, eine für 111111) 11clc1'11'ge111e Namens-Zusammeustea-mg erlaubt. Es war dies mehr als 11111 Be- schimpfung, es war eine Denunciation, es war ein Angriff 'auf mcin'k Existenz 1111917. Ick) wandte mich an den Haupt-Rcdacteur dcr „Pchc“. nm die Geuugthuunß 111 erlangetz, auf die 1111-1111 Reck)! 1.1.1111. 53111: Emil von Girardin at üe nur sormltch vechtgkrt. Nachdem 11111111. «bens alle gewöhnlichen Wege ers-Höpft batte, befand :ck 1111111 111 (M Oper, dcm H11r11 Emil von Girardin gegenüber. “Ick [1.111 1111111111, was jeder Ehxennmnn an meincr Stelle: gethan 11111111 wfirde. 1111 11.11» 11111 gecbrfeigt. Die Veschimpfung war öffentlich gcwrscn. ric Rcrrcs; salien mußten es ebenfalls sev". Dieser beklagenswcrtbe, abcr d11rch1 Herrn von Girardin nothwendig gemachte Skandal hat 11111 111-. 731 dauern, ein einziges bei mir bi111e11.1fsen, nämlich das, das: 1111 111111 Gatten, in Gegenwart seiner Frau, geschlagen habe. Die 21111515111111117, die ich erfahren hatte, veriangte einc sch1e1111ige Gcnugtbuung. W11111 iraend etwas das sehr lebhafte Bxdaucrn mildern 111111, 1111111111111 über jene bam Nothwendigkeit empfand. so ist es dcr («21.11rf1, 1113 Herr von Girardin fiel) von der 21117. 1111111 111 111111311111. 1ei11ersc1'ts anch 1111111 durcb, dic Rückstebt abhalten 11112", 1.112" das Schandmal, welches er mir aufdrücken wollte, 1:11 «111111 meiner Familie mittbeilen mußte, die ficherlict) eben so viel 3121'1111'1111111 verdient, wie die des Herm Emil von Girardin. » 52111111ch111111 Ich lese so eben ein chreiben des Herrn von Girardin. 11111111 11“ 1.11 Akt der Gcrcchtigkeit, 111 dcm er mich gezwungen 11.11, 1111111 111-“111111111; schcn Hinterhalt nennt; er bkscbuldigt mich, iv11 von1111111111111111*5'.1*1-,1- gen zu haben und davon gelaufen zu seyn. Einige „7111171111111 11.111 aller Antwort. Herr von Gtrardin war von mehreren 1111111 Frkmxöc umringt; ict) erschien allein in einer Nebenloge: 1111 sand dabcr 1?) 111:- ben ibm und nicht 111-ner ibm, und da 1111 111-1111 Hand 1111: (151111111 getroffen 11.11, so mußte dassr1bc wobl gegen 1111111111'11'1111e111e1111s11: s11111, Nachdem ich mich 1a11tgenanntha1te, zog ich 1111111 11111111, 11111 (1111: Verlängerung 1111111'13111Skandals zu vermeiden, und 1111 111111911 11111111) an Herrn von Girardin, um 1't1m die Namen und Arrcsse der Pcrsonex“: zu geben. die bkreit wären, 11111 seinen Sckundantcn 111 Vcrl1.111dl1111.1 zu treten Welcbxs auch der 2111611111111 diescr Smd? Hevn 111ö.1c, 11:1 habe das Bewußtsevn, eine peinlicbc abcr gcbictcrisWe 5131111111 1:711111:

(gez-)L.Bergcro11.“'

zu haben.

Börse vom 4. Nov. Heute schien an der Börse Entmw thigung an die Stelle des außerordentlichen Vertrauens, 1111111116 1111) gestern gezeiZt hatte, zu treten. Es hieß, die Chanccn 119 Herrn Thiers f r die Präfidentschaft der Dcputirten-Km111111. härten seit gestern fich ansehnlich gemehrt; er könne be1'e115 .111-,' mehr als zweihundertStimmen zählen. Auch hieß es, die?.111o-1- Rede werde sehr kriegerisci) lauten. (S. die Teleqr. N11ch111111c11 der gestrigen St. Z.) .Das ebenfalls verbreitete Gerücht, 1.11; 11: dem Prinzen Louis Napoleon gelungen sey, aus seiner Hast 111 entkommen, fand keinen Glauben. -- Nachscbrifc 1 ' 11111: W11vernehmen in der That, daß die Ernennuna dcs'Ö-M'n Thters zum Präüdenten der Deputirten-Kammer 1115 11111111? bc- trachret werden könne. Geskern hatten s1ch die Freunde des .*);11'11 Thcers schon der Unterstühung von 175 Devutirten verficbcr't. Heyn soll diese Zahl bereits auf 196 angewachsen senn. D:“: „Dm put1rten-Kammer zählt bekanntlich 459 Mitglieder. In 11111111 Aygenbltcke ünd aber noch keine 400 in Paris anwesend. Cs wuduns ferner versichert, die in den Umargenden von PKW- garmsonirenden Regimenter hätten den Befehl erhalten, 1111111 11: seyn, um sich auf das erste Zeichen in Marsch zu skßk", 111911 sondere aber vom Iten d. M. an, denn erst UM diese ZM M*"- den die Operationen der Kammern beginnen.

L on 31. Oktbr. (A. Z.) Furchtbat'ks ngkkk'M'M'lkal heftigety11 Südwind hat den frischen Alpen; und 311131-SJ["I,T._“„';KY„ schmolzen und Saone w„ie Rhone so angeschweln, d-Jks bx'1k11/11111d ficb fast in der Mitte der Stadt umarmen. ScixtkfkkJZY 119.7) „Köhne find vom Ufer gerissen und fortgefühl'k "'“" * ,