bis 1904 tritt im allgemeinen ungeachtet mehrfacher Unterbrechungen- von denen namentlich die des Jahres 1892 recht bedeutend war, ein erheblicher Rückgang der Gesamtzahl und .Uäche sowie des Jesamten Grundßeuerreinertrags der versteigerten ländlichen Besitzungen ervor. Was insbesondere das letzte Jahrzehnt betrifft, so wurden in Pxeußen nach de]: „Stat. Korr.“ an bauplsächlkch [and- oder orsk- Mklscbaftlichen Zwecken dienenden Grundstücken, deren Befißer “Fd“ od,“ Forstwirtschaft als Hauptberuf betrieben, abgesehen von ernt Falxen der Ausänanderseßung und Erbteilung, zwangsweise versteige
Pik Von der versteigerten Gesgmtftäcbe MMZ?" im Grund- e")“ Hunderctteile 9fo Gr§dsÉUckZ0vM 100 23-0 Jahre stücke „IXS unter [Hs bis bis bis bis und
118 2 5 20 50 100 200 mehr 1895 1834 67259 0,7 2,2 8,3 10,7 9,9 10,7 57? 18961517 64107 0,6 1,7 7,7 10,3 9,2 6.0 64, 1897 1591 47782 0,8 2,4 11,5 14,4 13,1 14,5 43,3 18981411 32727 1,0 3,2 14,7 19,2 16,1 14,6 31,2 1899 1210 37 757 0,7 2,3 10,9 14,1 15,2 12,1 44,7 1900 1291 42475 0,6 2,3 11,4 13,3 14,4 11,8 46,2 19011244 42683 0,5 2,4 10,9 12,4 11,6 14,3 47,9 1902 1134 35764 0,8 2,5 10,6 11,2 9,8 18,5 46, 1903 1047 32334 0,9 2,5 11,2 11,0 11,0 11,8 51,7 1904 1076 27 650 1,0 3,0 14,5 13,6 11,4 13,1 43,4.
errna i ' abre 1904 die Zahl der zwangsweise ver- Neigerten GÉuanstZcY Fegen das Vorjahr um 29 oder 2,8 v. H. ge-A süssen, ihre Fläche indes weiter, nämli um 4684119. oder 14,5 v. H'i jUU'UkJegctngen. Seat Beginn der Erbe ung war nur 1903 die 'Zab dex Zivangsversteigerungen etwas geringer als im Berichtéxabtre, während die versteigerte Fläche in leßterem seit 1886 den tieff en
taYozÄigÖe ein einen Größenklaffen war die von 200 und mehr 71 Yar 1904 wie 131 den Vonahre? 11111 IcHiverstZingrFßrz ZWTMY
Wii ili 1; immer in ze 9 er ge 8 , -
YYBTÉFLUYF Hogegen inistallen übrigen Größenklaffen die Anteil- ! t d tie en . „ ,
' DFrsYZYsjeFesrreJnertrag der oben aufgefubrten waaLn-ZJFSIT versieigerfen Bestßun en betrug im Jahre 1904 inSgesamt 227 889 „44 ge[Jen 286 330 „46 i. . 1903, 370 728 „44 i. J. 1902, 5 ** I- 1901 und 427 727 „141. I. 1900, tft also_stark Lesunken.
Rechnet man den in der Uebersicht berucksicbt gten Zwangs- versfeiaerungen diejenigen, bei welchen die Grundbefißeri nurd tm
sbenberufe Landwirte waren, sowie die zu AuSe nan er- sey "U S - und Erb t eilu n g s 3 w e ck e :! erfolgtenZwangsversteigerungen ink", ko ergeben sich
versteigert? baupt- Fläche und einem Grund-
' sächlich land- oder mit einer teuerreinertrage fur das JW forstkviYchaEltixbck von 115 7 „M „„ * U L 1900 - . „WW e 2783n s 48 020 506 410 1901- ' 2971 50 406 635 475 1902 - 2680 44010 461340 1903 * 2761 40 001 390 553 1904 2592 35 023 338 401.
AW bieé 111 e1ne erheblich abnehmende Bewegung bemerkbar.
Im B " ur ländli en Befißstakistik haben 3951 und 11,913an dererxßßlrtlY 11511 der ZwaYgvaerstekigierung dlxßtrZFerßuérÖnx- e edeutun. n enem “ 91855ng [)MrnYeezrxxxYFeszJabre Zurden nämlich im ganzen mehr als zwei TaUsenßteile aller vorhandenen ländlichen Privatbesißungen und [ rer FTW? zwan Sweise versteigekk- .
Die Hauptursgache der erfreulichen Verminderung der landlicben ZwMJSVersteigerungen ist in der Gesc gebun zz: suchen; Be- kanntltck) konnte nach früherem preußis en Re 1 xeder Gxaubiger vbne Rückficht auf die Rechte besser Berechtigter ein Grundstuck zum
erkauf bringen. Mit dem Zuschlag wurde die Befißung hypo- tk)?kenßxei, und für alle Hypothekenglaubiger trat der Kaufpre1s - “"ck wenn er die vorstehenden Hypotheken nicht deckte -- an die Stelle des Grundsiücks. Diesen Grundsav hat das preußische Gefeß, betr. die Zwangöversteigeruüg in das unbewegliche Vermögen vom
13. Juli 1883 aus naheliegenden Erwäg'ungen wirts-ba [ckck atur
fallen gelaffen und die Durchfübcung dos Zwangsve WZ von der Vorauss ung abhängig gemacht, da das geringste ebot er-
!) das außer den Ko en des Verfa rens die der For erung des betreibenden G äubigers vorge enden Real- ansprüche deckt. Das Reicthesev üher die Zwangsversteigerung und die ZWangsverwaltun vom 24. Mar] 1897 hat_ im § 44 at) dem sog. Deckungsprinzip ?esigebalten. Durch die Emfubrung des Mmdeft- geboTs ist nun die Herbeiführung ein'es Zwaansverkaufs unzweifelhaft sebr erschwert und im Laufe der Z€zt die Re gung zu vqreiliger Be- treibung dér ZWan Eversteigerung immer mehr beseitigt worden. Häufig Werden GläuJiger schon aus Furcht vor Ausfall ihrer Forderung oder nußlosen Kosten von der Beanxragungxer' Zwangsverstergerung absehen, sodaß auch zu wirtschaftltch ungunsttger Zeit die Ver- steigerungßzabl zurückgeben kann.
Der Deutsche Verein für VersicherungßMssenschast Liest seine diesjährige Mitgliederversammlung am_15. Januar im Reiebstagsxzebäude ab. Der zum Vorfißenden neu erwghlte Regierungs- direktor Ritter von Rasp (München) _eröffyete dre Versammlung mit einer warm empfundenen Gedackytntsrede auf den ' ver- storbenen bisherigen Vorfißenden des _Vereins, _Generaldtrektor Dk- Hahn, deffen unermüdliche Tatigkeit fur die _För- dkkUng des Vereins und des VetficherungßMßnß uber- baupt er in längeren Ausführungen bervorbob. Gleichzeitig teilte der Volfißende mit, daß neu in den Vorstand Direktor Dr. Bischoff
WMI gewählt sei. Anwesend waren nabexu_100 Mitglteder. Unter T'" Er ienenen waren zu bemerken dec Prasident des Kaiserltchen Vufßlbtsqmts für Privatverfichetung Dr. Gruner, der zugleich als „ Lier des Staatssekretärs des Innern an der Versammlung teil- 3? m Geheimer Rat Jaap vom ReiÖSamt des Innern, (Geheimer [iat Ökgg vom Rei sjustizamt, Direktor Klebmet vom Kaker- vchkn Aufsichtsamt, egierun Stat Dr. Piets ck vom Rei s- n“ skunJSamt sowie mehrere itglieder _aus Holland und Oesterreich. D kerauf erstattete der Generalsekretar des Verei_n§,c Froscffor d'r. anes, den Bericht über das verstoffene Geschafts1a k- AUS vtesem ist hervorzuheben, da es der Verein versta'pden' hat, auch im sekfioffenen Jahre die Zahl einer Mitglieder betrachtlich zu erhöhen, (FUF er zu: Zeit etwa 1100 Mitglieder, darunter 146 körpersthaftlicbe d' e örden, Verfichrrungsanstalten, Handelskammern usw.) zählt. AUch k“ Bibliothek weist wiederum bedeutende Zugänge auf, sodaß fie im WWW?" Jabr, im Intereffe größerer Ueberficbtlichkeit, einer 0 eukatalogifierung wird unterzogen werden müssen. Aus der Bilanz Hes Vereins ist zu bemerken, daß das verfloffene Geschäftsjahr mit G1"!!! Srbeblichen Ueberschuß abschließen konnte. Endlich wies der a eneralsekretär noch darauf hin, daß der im September 1906 ver- UÜAltete 7. Internationale Kongre für Verfickperungswiffensäyaft Jußexordentlichxs Jnterefxe erweckt ha e und von etwa 800 PersonZn Ös uber 20 Land"" 53 ncht gewesen sek- Aus dem Arbeitsvlawfur , 07 mag bemerkt werden, daß die Heraußgabe einer regelmäßig er- ],MUWM Sammlung von Gericht9entscheidungen neben den bis- Uigén Publikationen in Ausficht enommen ist. Ei Justizrat Gerhard (Berlin? behandelte das Thema: „D er “fluß des künftigen RÜÖSgeseßes über den Ver- ch?rungsvertrag an die bestehenden Versicherun s- dedtng ung en“, Der Referent führte aus, daß der Geseßentwurf ü er en Verficberungsvertrag, der in der [LULU Lesislatutperiode schon einer Wmisstonsberatung unterzogen worden sei, in der neuen Le islatur- periode vorau8ficht1ich in der Faffun der Kommission Geseß werdeY dürfte Hierdurch würde der bisherige echk€zustand vielfache Abänderun eki WFM, 1311171) die ")““er MÜ Yi?- NVLwendigkejt veränderter Fer- rungsbedmgunsen ergabe. Wahrend aber für die zukünftigen
Vet erun sveriräge _die HersieUung veränderter VerfiÖerungJ- 5881er!" ungeFÖjurisZisä) verbaltnismaßig einfach liege, tauchten fur die Zesiebenden Versicherungsbedingungen deshalb sehr erhebliche juristische Schwierigkeiten auf, weil_ der Gesc entwurf in einer ganzen Anzahl von Fällen ruckwirkende estimmungen enthalte. Der Referent trat darauf an der „and des Gesc entwurfs in eine Prüfung der einzelnen Bes tmmungen desse ben ein und stellte dar, an welchen Punkten die heute Heftchenden Verfiäperun sverträge Abänderungen unterworfen werden um ten, und in welcher eise bei der Vornahme dieser Aendexungen zu ver abren sei.
Oberleutnant Lodemann von der Militar-technixchen Akademie (Berlin) nahm alsdann das Wort zu seinem Refe_rat uber die „ :- deutung der drahtlosen Telegrapbie fur die Versiche- rung, insbesondere die Seeversicherung'. Der Redner schilderte einleitend den starken Einfluß, den Handel und Verkehr auf Wissenschaft und Technik ausübten, und zeigte an einigen Beispielen, in welcher Weise insbesondere das Verfiäoerungs- wesen von technischen Fortschrittxn beruhrt werde. Es lasse fich vielfach nachweisen, daß durch die größere Sicherheit des Verkehrs das Ristko verringert und deshalb auc!) die Verficherungspramie niedriger geworden sei. Dies gelte auch Von der drahtlosen Telegrapbie, die der Referent hierauf einer ausführlichen Besprechung binßchtlich ihres Wesens und ihrer praktischen Bedeutung unter'o. Fur das Verficberungswesen beruhe leßtere vor allem darauf, da e den Ver- kehr, besonders dann, wenn alle anderen Sieberun Smxtel versagten, stchere und in Unglüscksfc'1sllien sckvneklere Hilfe ermögl che, als es jemals
er mö li eween e. vorbAn diZsecbinJereffantt-„n Ausführungey schloß 7115 ein Vortraq des Revifionsarztes Dr.E.C.Müller Munchen) uber „traumatische Neurose“. Der Redner charakteri erte das Wesen dieser Krankheits- erscbeinung in einer wa senden beleidigkeit der Verfiäherten und führte die Zunahme die er Krankbett ebenso sehr_auf _ungeeiZnete Anfangsbegutachtung seitens des Arztxs wie auf die ubermebene 558 der Entsäxädigungsquote zurück. Diese Zunahme sei um so bedenk- licher, da die traumatische Neurose eine Volkskranxheit dar- stelle, die unseren Wohlstand und unsere, Webrhaftigkett ernstlich bedrohe. Es handle sich bei dieser Krankbert seltener um Simulakion, bäufi er um große Uebertreibungen. Wenn„nun auch der Arzt nicht zum olizeispißel werden und jedem verdacbtigen Symptom nach- svüren solle, so müffe er doch seinen Standpunkt, sofern er auf glatte Simulation treffe, energisch vertreten. Die Behandlung der trauma- tischen Neurose sei deshalb vielfach aussichtslos, Weil es dem Ge- schädi ten nicht darauf ankomme, gesund zu werden, sondern daran?, eine ente zu erhaljen. ,Das beste MittelK Er- folge bei dieser "Krankheit zu erztelen, wäre, den ranken zur Arbeit anzuhalten und die Entschadigung nicht in hoch zu bemeffen. In England, Amerika und Danemark, wo die trau- matische Neurose mit 20% abgefunden werde, seien die Heilerfolge vorzüglich, denn mehr als die Hälfte der Kranken gesunde _wieder. Durch diesen Abfindungßmodus würden auch die zahlreichen schadlicben Nachuntersuchungen vermieden und bedeutend an Zeit und Kosten ge- spart. Als Diskusfionsreduer wies Dr. Feilchenfeld (Berlin) auf besonders markantZkErsclxeinXingen der Verficbuungömedizin hinsichtlich
r traumati en euro 6 n. 58 Zum SYuß referierte Professor Dr. Golds midt TGotbg) über einen Plan der Hersteüung einer internationa en Stat stik fur die Versicherung minderwertiger Leben. Eine Beteiligung Deutsch. lands an diesem verdienstvollen Unternehmen ist jedoch zur JM ver- früht schon wegen des Mangels elner einbeitlichen Sterbliéhke Munter- suchung für normale Leben.
Zur Arbeiterbewegung.
Eine Versammlung des Vereins der Berli'ner Kraft- droschkenbes 11387, die gestern stattfand, nahm, xvie dte ,Voff. Ztg.“ berichtet, zu der bereits mitgeteilten Erklarung der Fuhrer Steüung, die fich für Einigungsverbandlungen auf der Grundlage des vorher vereinbarten Vermittlunasvorsckylags ausspriebt (Vgl. Nr. 13 5. B1 ). Rach längerer Erörterung wurde. bejcblofsen, den auögesperrten Führern mitzuteiken, daß der erste Einigungs- vorschlag von der Gesamtheit der Befißer nicht angenommen werden könne und daß der Verein auf seinem früheren ablehnenden Stand- punkt beharren müsse. Damit find die schon eingeleiteten Verhand- lungen vorläufig gescheitert. Die Führer sollen nur dann wieder
eingestellt werden, wenn sie die am 1. Januar au9gehängte Lohn- ordnung anerkennen.
Der Rheinische Färbereiverband hat, wie die .Rb.-Wes1f. Ztg.“ „meldet, einstimmig beschloffen, am nächsten Sonnabend aue rbetter außzusperren für den Fall, daß in den Färbereien von Röttgen und Völker u. Römer in Crefeld bertschende Aussignde bis Freitag nicht beigelegt find. Der Streik bei Völker u. Romer ist deshalb entstanden, weil die Firma, durch den Verlust eines „großen Kunden weniger besähästigt, einer Anzahl Arbeiter gekündtgt hatte. Die Arbeiter wollten dies nicht zu- lassen, sondern erklärten, [Zeder einen Tag in der Woche weni er arbeiten zu wollen. Der FarbereiVerband sieht darin ein ungere t- fcrtigtes Vorgehen der Ar eiter. Er weist darauf hin, daß noch am 1. Dezember eine aUZemeine LobnerböbunZ durchgeführt worden sei und daß die Gegens e, die jeßt zum nostand führten, damals zwischen dem Textilar eiterverband und den Fabrikbefißern geregelt worden seien.
Jn Gera überreichten die Appteturfärbereiarbeiter, der“
„Köln. Ztg.“ zu 0196, dem ärbereiverband einen neuen Lobntarif, der durchweg erbebl che Lohner öbungen vorsieht. Die Arbeitgeber er- baten fich Bedenkxeit von mehreren Tagen, sagten aber ein Entgegen- kommen zu. -- * '
In Stockholm wurde gestern. wie „W. T. B.“ benchtet, die Generalversammlung der Arbeitgebervereinigung er. öffnet. Um Verschiedene Arbeitskon ikte an mehreren Orten Schwedens beizulegen, wurden zu An ang dieses Jahres Unter- bandlungen geführt zwischen den Delegierten“ der „Arbeitgeber- vereinigung und den Vertretern der Zentralveremigung der Facbvereine. Es wurde der Entwurf eines Einigungs- pro gramms ausgearbeitet und von den Dexegierten ange- nommen eine Anzahl Jachvereine verweigerten aber dre Annahme des Entwurés. Jnfolgede en hat nun die Arbeitgebervereinigung be- schlossen, der Zentralorgauisation der Fachvereine ein Ultimatum zu- zusteaen mit der Forderung, den EinigungSentwnrf bis zum 23. Januar zu genehmigen, andernfglls am 28. Januar die allgemkejn; Aug. sperrung erfolgen werde. Von der Aussperrung wurden 70 000 Arbeiter betroffen werden.
Kunst und Wiffeuschaft.
Die Nachgrabungen- AUfWUUZUnJS- und Restaurierungs- arbeiten, die unter Leitung des Gememajors Borgatti in der Engelsbur seit Jahren im Gan e finx, geben ihrem Abschluß ent- egen. Sie Faden wichtige Ergebni 8 fur die (S_enhichte des welt- Lerühmten Bauwerks geliefert- Den BWW dafur, daß der Kaiser Hadrian,der die Voklendung [eines kowffalenPrachtgrabmals nicht ersebte, die den ägyptischen Königßgrabern nachgebildete zentrale Grabkammer für fich allein bestimmt halte und erst sein Nachfolger Antoninus Pius das Mausoleum zur allgemeinen Hexrschergruft Roms bestimmte, sieht Borgatü in dem Vorbandenseiw einer Anzahl erst jevt (mögeräumter, wie *die „Pos. 31 .“ mitteilt," radial um jene angeordneter Neben- zellen, die deutli ihren spateren Ursprung verraten. Man weiß daß das Mausoleum Hadrians das ganze Mittelalter bindur als feste Burg de'r Päpste gedient bat, nachdem es s on in den Kämpfen der Goten ,und V zantiner eine „Rolle gesp elt und seinen Statuenschmuck verloren akte. Um 518 Burg auch den nach Erfindung des Schießpulvers verbefferten Angriffswaffen
egenüber widerstandsfähig zu erhalten, wurden seit dem 15. Jabr- Zundert Bastionen, Gräben usw. angelegt, wodurck) bis in dre neueste Zeit hinein das Bauwerk stark :zmgestaltei wurde. Nach Beendigxxng dec FreilegungSarbeiten Borgattts wird man die bauptsachlicben Zuge
der Befestigungsgeschitkte von dem macbtigen Rundgrab und seinen Ueber- und Anbauten ablesen können: dem kleinen entrczlturme der Bastei S. Giovanni aus Nikolaus 7. Zeit; dieser 5 aste: selber, die Alexander 71. Borgia erbaut bat und die so blub bis auf Urban 7111. Varberlni; der Ba tei San Marco, einer Anlage Plus 17. Medici und Urbans 7111. ; der B asteiSan Matteo (sw. nach S.Spirito zu) aus der Zeit Alexanders 71. und der Bastei San Luca, einem Bau Urbans 7111, mit den Umbauten, die sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ge- Flgt nd. Unter den Baumeistern find keine Geringeren als Tacola,
offe ino, Pintelli, Leon Battista Alberti, die San a'Uo, Castriotto, Lazzarellk, Orfini, Savorgnano, Berni i. Durch Beiéextigung der An- bauten an Alexanders 71. südöstliche Bastion wird gleichzeitig die wünschenswerte Verbreiterun der Kaistraße am rechten Tiberufer ermöglicht, wo jetzt bei der ngelsbrücke ein empfindliches Verkehrs- bindernis vorhanden ist.
Literatur.
Ein rivatmann, der ungenannt bleiben will,bat wie der Verlag von Vru mann mitteilt, 10 000 „716 gestiftet, um H
Chamberlains Werk über Immanuel Kant an öffentliche Bibliotheken u verteilen. Beyorqukwerden nach dem Willen des Stifters Bü ereien mit beschrankten itteln, besonders solche von studentischen Korporationen ferner"Lehrer-„ und Schulbibliotheken. Vewerbun en mit kurzen n aben uber Starke, eit des Bestehens, Art der erwaüunq und jä rlicbe Entlebnungßxl er der Bibliothek [ind bis zum 15. März an die Verlagßanstalt F. Bruckmann A.G- 11 München 20 zu richten. Chamberlains .Jmmanuek Kant“ ist kein elebrtes Werk. Der Verfasser steht in dem Philosophen und seiner Weltanschauung einen Grundpfeiler für die Kultur der Zukunft und möchte Kant jedem Gebildeten zu einem kostbaren Eigentum machen.
Land- und Forstwirtsthaft.
Die unter Reichöaufsicbt stehenden größeren Vieb- versicherungSunternebmungen im Jahre 1905.
In der vom Kaiserlichen Achthamt für Privatverficberun? mit seinem Ges äftsbericht für das abr 1905 zu leich veröffentl chten vorläufigen erficherungsstatistik für 1905, welcße die unter Reichs- aufficht stehenden privaten deutschen VersicherungSuntcrnebmun an von rößerem Umxange und nicht [edi lieb lokaler Bedeutun berü fichtigt, nd auch 5 e Gefebäftsergebni e von 32 Viebver cherung8untev nehmungen - _25 Ge enseitigketsvereinen und 7 sonstigen Unter- nehmungen - fur das ahr 1905 mitgeteilt. Danach betrug der Versicherungsbestand, den der aus dem Vorjahre übertra ene Bestand und der Zugang im Jahre 1905 er- gaben, innerhalb er einzelnen Verficberungßarten:
ouston Stewart ,
_ bei den 1 stk on gen Gegenseitigkeitsvereinen Unternehmungen Zahl Verfiche- Zahl Versiche- der ver: rungs- der ver- rungs- ficherten s umme sicherten summe Tiere 1000 „ji Tiere 1000 .“ in TdZSlrbl b sv fich e e en er e- ..... 443 537 210 267 -- _ S lachtviebver- cherun . . . 1 484 985 253 288 474 722 59 093 Rückverfi erun . 5 764 3 240 - _ sonstigen VerfiZe- , rung ..... 400 032 58 579 5 512 1 691 zusammen . 2334 318 525 374 480234 60 784. Bei den Gegenseitigkeitsvereinen betrugen die die _ die Zahl Prämien der Erlös Entschadi- der ent- gungen schädigten „M „44 „sé ' Tiere in der Vieblebensverfiche- _ run ..... 8 055 490 1 085 504 6 811 841 22 708 SchlaZtviebver- cherun . . . 2 433 740 1 634 105 3 476 258 61 862 R ckverfi erun . 74 955 2291 51 054 206 sonstigen erst :- rung ..... 344 135 359 415 640 918 8 003 zusammen . 10908320 3081315 10 980 071 92779, bei den s onftigen Unternehmungen stellte„n fich die Betrage auf 358 435 174 571 432 072 6 859.
Ge enüber 1904 find die Prämieneinnahmen bei den Ge en- seit gkeitsvereinen um 139 440 016, b 3 um 3253 „44 gewachsen. ei den sonstigen Unternehmungen wie fYF_IaßreSreéhnung für die 25 Gegenseitigkeitsvereine stellte fich, Prämien für 1905 (einschließlich der NachschüffeZ " „ tun 10 883000 Prämien fur Ruck- und Nachscbußverficherung . . 235000 '“
Nebenleistungen der Vexficherten 327 000 .
.......
davon zum Reservefonds ......
..... 421000 ,
„ „ R t 10 55 Kapitalertxage (abzuglicb der Verluste). . . ,es. 7555?) '““ sonstige Einnahmen ............. 72000 :
u amm Davon wurden veraUSJabt für d s en
Entschädi ungen und Rückstellun en ab ' li d 88853 ......... “. 7893353 „Ts,
Reguüerungskoften ...... 216 000 . , Agentenprovifionen ...... 1 064 000 . , Unkosten und Steuern ..... 1508000 ., Abs reibungen ........ 206 000 „ , Sontige AUSJaben ...... 109000 .
zusammen 10 993000 .“
Mitlzin ergab |ck) nach Zahlung der Nachscbuß- “
pr mien) noch ein erlust von insFsamt. . . . 292000 , Bei 5 Unternehmungen ergab fich ein eberscbu von 37 963 , Eine Gesellschaft tilgte hieraus einen “Tei der
Unterbllanz mit .............. 9691 , Die übrigen 4 hatten einen Gewinn von . . . . 28 272 .“ Die anderen 20 Unternehmungen hatten einen Ver-
,luft von . ................. 320276
Dieser Verlust wurde in der Hauptsache dureh Entnahmen M's“! vorhandenen Reserven gedeckt und zwar meist schon vor Ab [ Bilanz. Der Gewinn wurde zum Teil zu R ck W uf; d“
1": ver ütun en Verficherten, zum Teil : Erböbqul der ReserveJ veZwentY, dil;
u einemDszllÖ sckétztkt [;ordAssÉhluß xderi ((an.ä . 0 er n 8 er orvram en,“ r nzun s rämi schüffe stellte fich bei den 25 VereinTZOTlFendertZaZen: en und Nach- 190
, 5 Voryrämien . 8 705 141 „46 8 710 394 „16 Erganuxngsprämienß . 923912 „ 625 086 . achschusse . 1'131 766 „ 1 572 840 , zusammen . . 10 760 819 „14 10 908 320 “FK
„ Hen Reservefonds wurden im Jahre 1905 rund 100 000 „74 zugefubrt, als ihnen entnommen wurde.“ mehr
*) Nur Von einer Gesellschaft erhoben.
mithin Prämien für eigene Rechnung ..... 10 648 000 .“
zusammen 10 975 000 „14,
10701000 .“ '
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