1907 / 15 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 Jan 1907 18:00:01 GMT) scan diff

Ausschußbericbtetx, stellun des Revisors an den Darxe nskassen des Alxemeinen Verbandes der Eisenbahn-

betreffend Verle'ihung des Rechtes zur Be- RevtfioUSUerband der Spar: und

vereme zu Cassel, und etreffend die Verleihung der Rechts: fähigkeix an die Kamerun:EisenbahmGeseÜschaft. Außerdem wurde uber eine Reihe von Einqaben Beschluß gefaßt.

?eute hielt der Ausschuß dés BundeSrats für Handel und Berke r eine Sißung.

_ Die Verkehrseinnahmen deutscher Eisenbahnen fur Dezember 1906'betrugen nach der im ReichSeisenbahn- amt aufgestellten Ueberstcht:

im auf ge en das Vyrjahr - mehr, wemger) ganzen 1 k!" im ganzen auf 1 11111 «46 016 «M «M ! Proz. für alle Bahnen im Monat,Dezember 1906: Personen: Gyferkehr . 49 287 281 1027 +2 360 686 + 34 + 3,42 u er: . verkehr . 121 765 020 2 477 +5 286 544 + 70 + 2,91

für “die Bahnen mit dem Nechnungsjahre April-März in der Zeit vom 1. April 1906 bis Ende Dezember 1906: Personen-

yterkchr . 459255993 11 039 +31929647 + 600+ 5,75 U cr-

verkehr . 1036646675 24 358 4430827102 + 1 779 + 7,88

für die BaLnen mit dem. Nechnun sjahre Ianuar-Dezem er inderZeit vom 1. anuar 1906 bis Ende Dezember 1906:

Personen- Gxterkehr . 88 645 699 14 549 +5 675 893 + 732 + 5,30 er- verkehr . 165 612 742 26 437 +12928016 + 1 610 + 6,48

Die Gesamtlän e der Bahnen beim 49 398,10 km, e en das Vorjahr + 829,53 ](m. g “g g

Der Königlich italienische Bot cha ter an a ynd _dessen Gemahlin werden, wie aus? defr heuY vesr: offentlichen Hofansggx hervorgeht, nunmehr die zum Aller- ,hochsten Hofe gehortgen oYcr daselbst vorgestellten Herren un Damen empkxangen. Dteser Empfang wwd am Montag, Hen _21. d M., A ends von 9 Uhr ab stattfinden. Der Anzug ist fur 519 Damen itz ausgeschnittenen Kleidern, für die Herren vom Mlllkak x_n_klemer Uniform Gesellschaf1sanzug), für die Herren vom Ztml in Frack mit rdensband über der Weste.

Die Königliche Akademie der Wissenschaften hält am Donnerstag, den 24. Januar, um 5 Uhr Nachmittags, in

ihrem zeitrUeili en Sl ungssaal, Potsdamerstraße 120, ihre * I

statutenmäßige oÉfentl che Sißung zur Feixr des Ge: burtsfestes einer Maxestät des Katsers und König?- und des Jahrestages K_önig Friedrjchs 11. Der Eintritt steht auch ohne besondere Entladung fret.

Von der Königlichen Landwirtschaftlichen Hoch- Lchule wird die Kaiser-Geburtstagsscikr am 26. Januar . J., Nachmittags 6 Uhr, im Hörsaal 71 festlich begangen werden. Die Festrede über das Thema „Unsere Versorgung mit Fischfleisch“ wird der Professor Dr. Schiemenz halten.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist der heimkehrenZde Transyort dex von S. M. S. „Planet“ abgelösten Bejahung mxt dem R.-P.=D. „Barbarossa“ vorgestern in Jreemantle (Westaustralien) eingetroffen und hat gestern die

eise nach Colombo (Ceylon) fortgeseßt.

S. M. S. „Falke“ hat gestern von Montevideo aus die Heimreise angetreten und gebt zunächst nach Rio de Janeiro.

S. M. S. „Stein“ ist vorgestern in Habana einge- xro en und geht am 28. Januar von dort nach Bermudas

m ee. S. M.S. „Luchs“ ist vorgestern in Futschau einge- troffen.

Oesterreilh-Ungarn.

Das österreichische Abgeordnetenhaus verhandelte gestern über die vom Herrenhause an der Gewerbenovelle vorgknommenen Abänderungen.

Nach dem Bericht des „W. T. B.“ warf die Mehrzahl de'“: Redner dem Herrenbause Mangel an Entgegenkommen dem Gewerbe- staude gegenüber vor und tadelte die schwache Haljung der chkerung gegenüber dem Herrxnbause. , _ _

Das Haus sttmmte schlreßl1ch den Besch1uffen 0625 Herren- bauses zn, sodaß die Gewerbenovelle endgulttg er: ledigt ist.

Frankreich.

Der gestern abgehaltene Ministerrat stimmte dem Rund- schreiben des Ministerpräsidenten Clemenceau zu, durch das die Präfekten aufgefordert werden, das Geseß uber das Verbot des asardspie1s„ftreng Zur Anwendung zu bringen. Der inisterrat erklarte fich odann, „W."T. B.“ zufolge, mit den Grundzügen des Geseßentxmzrfs uber dre Kriegs erichte einverstanden, dessen endguxttger Wortlgut morgen est esteUt werden soll. Der Gcseßentwurf ubertragt die Unterxu ung bei den von NZjlitc'zrpersonenYegan enen Ver- gehen un Verbrechen an die ivilrtchter. Dte'DelY te werden von Militärrichtern unter A sistenz eines Zwi1r1ch1ers ab- , eurteilt werden; die Verbrechen kommen vor ci_ne aus sechs Z.sxilitärpersonen zusammengesßßte Jury, das Urtetx wird aber von den Richtern des Appe hofes gesprochen, dze die Ver- handlungen leiten. Ferner wird ein aus vier Militärrichtern und einem Nat als Vorfißenden zusammengefester Appellbof gebildet werden mit einem Zivilheamten als StaatSanwalt.

_“Die französischen Bischöfe haben Jestern früh ihre

eine Note aus- eben, in der e_s, nach einer Me dung des genannten Vureaus, ßt: die Btschofe hätten in threr vorgestern nachmittag ab-

Kommlsstonsberatung wieder auf19enommen un

LT?

gehaltenen Plenarversammlzmg den Wortlaut der an diejenigen ausländinchen ViscHöfe gerichteten Adressen festgestellt, welche seit der nwendung des Trennun sgesetzes dem französischen Episkoyat den Aushruck ihrer ympathie gesandt batten. Nachmtttags wurde eme Vollversammlung unter dem Vorsiß des Kardinals Richard abgehalten.

Rußland.

Nach einer Meldung der „St.Petersburger Tslegraphen- agentur“ ist der Generalmajor Dratfchewskx), bisher Stadthauptmann von Rostow am Don, zum Stadthaupt: mann von St. Petersburg ernannt worden.

-Diekurländischemonarchistisch=konstitutionelle Partei bat ostern“ xine Proklamation in deutscher und lettischer Spra-Ze de_rofsentlicht, in der, die Tätigkeit der ersten Duma in elner sehr scharfen Kritik verurteilt wird, besonders was die Forderung der Amnestie und der gemalt: samen Enteignung von Eigentum anbetrifft.

Italien. , Nach der im Sommxxr erfolgten Auflösung der früheren evangelischen Gemeinde 111 Rom konstituierte sich dort, „W. T. B.“ zufolge, vorgestern abend unter Mitwirkung des nach Rom entsandten Geßeimen Oberkonfistorialvats Möller und unter starker Beteili ung der deutschen Evangelischen eine neue evangelische emeinde, die an die preußische

Landeskirche angeschlossen werden wird. Amerika. Das Nepräsentantenhaus der Vereinigten

Staaten von Amerika hat, wie das „W. T. B.“ meldet, enx Notgeseß angenommen, durch welches der Präsident er- macht1gt wird, an die Notlcidenden auf Jamaica

LebenSmittel, Kleider 2c. aus den Marinebeständen zu verteilen.

Parlamentarische Nachrichtem

Dem Reichstage ist wenige Tage vor seiner Auflosung eine Denkschrift über das gerichtliche- Zwangs- vergleichsverfahren außerhalb des Konkyrses zu? gegangen. Ueber die Veranlassung der Denkschrlst mrd gxsqgtz

In den Sißungen des Reichstags vom 12. Janna; 190 iuns vom 20. und 24. Februar 1906 ist die Frage der EinfuerY L ne gerichtlichen Zwangsvergleicbs außerhalb des Konkurses “Zr szxacbe gebracht worden, wobei aus der Mitte des RÜÖSlaFikxt unscb ausgesprochen wurde, das Reichsjustizamt möge deim d LFA („19 eine Denkschrift vorlegen, aus der zu ersehen sei, "Zi? .? e M,. SIUÖUSÜM Gegenstand betreffende Gesc gebung der auslandt!chen Staaten fich entwickelt und welche Era: nise ße, gehabt hat. Von seiten des Staatssekretärs des Reichsjustizamts tft dtcErxuÜung dieses Wunsches verheißen und dieser Zusage gemäß die vorliegende Denkschrift auf- gesteUt worden.

Die Denkschrift ist in der ?auytsackw der Darstelluzxg des ausländischen Rechts und, oweit _es das _vorltegcnde Material gestattet, den in , den em einen „Landern ge: machten Erfahrungen gewxdmxt. ur letchtcren In:

ormation ist jedoch eine Schrlderuyg des Ganges; Z,)“

echtSentwickelung in Deutschland und lm Auslande sowre el_ne Uebersicht der auf eine Aenderung der deu1schen Rechtsam- richtungen erichteten Bestrebungen und Her fur und gegen eine solche ?Nenderung geltend gemachten Grunde vorausgesehtckt.

Statiftik'uud Volkswirtschaft.

Wohlfahrtseinricktungen der Eisenbahnsignal-Bau- anstalt Max Jüdel u. Co., Aktiengesellschaft.

,Mit Befriedigung entnimmt man den Jahresbericbtxn deutscher industrieüer Unternehmungen, wie die Woblfahrtßyflege m den Be- trieben dcr deuthb-xn Jndustriß s1ch fortgescst erwéttett und wie das fortschreitende fox ale Interc e tbrer Leiter sich in zablrcicben, vielfach recht beachtenSwerten Einri tungen auf diesem Gebikte bekundet. Zu den Firmen, die schon seit Jahren Bedeutendes für das Wohl ,ibrer Arbeiter und Beamten geleistet baden, ebört auch die Einnbabn- Ynal-Bauanstalt Max Iüdel u. Co. in raunscbweig. Ewige ihrer

oblfabrtseinrichtungen und deren bisherige Leistungen mögen im folgenden geschildert werden. '

Am 1. Dezember 1894, bei Emfübrun dcs Krankenkaffengeseßcs, wurde eine Unterstützungskafse gescha en und ihr der Bestand der bis dahin bestehenden Krankenkaffe (356,50 .“) überwiesen. Die Kaffe wurde ekngerichtet, um den Arbeitern des Werkes die Lasten, die ihnen durch eine fie selbst oder ein Familienmit lied beimsuchende Krankheit erwachsen, abzunxbmxn oder doch zu erlei tern; ZIL übernahm deshalb die Kosten der arztlthn Bébandlqng und der

eschaffun der Heil- und Kräftigun Witte, Fur Arbetter, welche einer Kran enkaffe angehören, die für 1: selbst den Arzt_ steak Up_d Yte Rezepte bezahlt, wurde eine Entschädigung O_on anfanglich_tagltch 0.69, spätx'r 0,75 «16 festgeseßt. Außerdem gewahrt dke Untexstuvungs- kaffe den Arbeitern. die länger als 6 Wochen atbxitßunfabkgofind, einen wöchentlichen Zuschuß zum Krankengelde in Höhe Von durchsckxmttlicb 5 „ik Zur Deckung der Aukgaben zahlt jedes Mitglied der Unixstußungß- kaffe für fich selbst wöchentlich früher 10, dann 13 und 1.- t 15 „_! und für seine Familie 30 „3; zur Familie werden aÜe Per onen ge- rechnet, die zu seiner Hausbaljung geböten und _von' ibm erhalten werden. Ferner fließen der Untexstüßungskaffe samt11che im Werke erhobenen Strafen sowie am!) die nicht unerbeblilhen Abgaben zu, die der Maxketenker für die in der Fxübstücks- und Mtttagspause ver- kauften Getränke vertraglich zu erlegen hat. Die Fama zahlt ihrer- seits" füx jedes Mitglied jest wöabenxlicb ebenfalls 15 45 und hat in unaunsngcn Jahren di? Fehlbexräae der Kasse 0edcckt._ Ende 1905 betmg der Kassenbestand 961061 .“. Die Kaffe wtrd von der Firma verwaxlet ' und der Ends jckcö Jahres nachgewiesene Kaffenbesfand fur kte Dauer des folgenden Jahres mit 5% Verzinst. Bis Ende 1905 hat die Kaffe ihren Mitgliedern 3017-35-35 „X(: ausgezahlt; der Gesamtzuschuß der Firma betrug _92100,90 .“. Dj: Bewilligung von Unterftü ungen steht einem Vokjiaxlde zu, der gebildet wixd aus vier von den itgliedern der Kaffe ewäblten Personen, die g[etchzeitig die Befugnisse des .Arbeiferaus (busses' ausüben, und einxm Vertrejer der _ irma, der zwsi Stimmen vertritt. Bei Stmtmengleichbeil enF] eidet die Firma, ein Fall, der während des Bestebeys der Unterstuvun skaffe noch nicht vorgekommen ist.

Bet Gelegenheit der eker der Fertigstellung des 1000. Stell- werks im Jahre 1891 wurde eine Arbeiterpensionska se mit eixxer Zuweisung vpn _25 000 „;ck begründet. Eine Ar5eifer. thwenkas se (Julte Judel-Stiftung) wurde gelegentlich des 70. Ge: burtstages der Mutter der Kommanditisten am 7. Mai 1893 mit einem Kapital von 20 000.“ ins Leben stufen. Diese Kassen, die bis zu der Umwandlung dcr Firma in eine kjiengesellscbaft (1897) getrennt ge- führt wurren, nd bald darauf zu einer Kasse vereinigt; das über- wiesen: Kapita betrug_ damals 177 500 „jk Die Aktien e ellscbqft __ ekne sogen. Familienyrundung _ hat der Kasse anjäble Itheblicbe Beträge zugewandt, odaßEnde1905 das Kapital au7599 628,99 „ja angeWacbjen war. Zu dieser Kaffe zahlen die Arbeitnehmer keinen

Beitrag.. Die Kaffe wird von dem Geheimen Komm ' " persönlich vmwaltet, die Gelder find in HypothekeneerÜZM

sicheren Wertpapieren angelegt- H potbeken nd in crbeblichem nm- fange an Arbeiter des Werkes'gege en um diessien die Beschaffung Sims eigenen (Grundstücks zu ermögkrchen; ür etwaige Ausfälle haftet der KaffenVerwalter. Penfionsberecbtigt find folche Arbeijer und deren 933in, die mindestens fünf Jahre ununterbrochen bei der Firma beschafügt gewesen und Mitglied der Ynterstüßungskaffe stnd. Ausnahmen von disse: Bestimmung smd zglaffig, sofern und solange die Zinsexxes angesammelten Kapikals dre Auögaben für, statutenmäßig bewtlllgte

enstonen übersiékgen. Die Penfionsberechttgung sowi: die den per- önlichen Verhältnissen angepaß:e Höhe derselben wird vom Vorstand der Unterstüßunqskaffe (Arbeitsrausschuß) festgesteUt und dem ka' waltkr der Kasse vorgeschlagkn, Yer bislang stets in der Lage war, dkn Vorschlägen seine Zusttmmung zu erteilen, Bis zum Ende des Jahres 1905 wurden an Pensionen 79 986 „;ck aysgezablt- 35 Arbeit?); erhielten bisher Pensioney; 5011 diesen sind mzwiscben 17 Verstorben, und 3 haben ihre Arbeitsfahtgkeßt wiedererlangt, sokJUß am 31. Dezember 1905 bezogen: 1 Penfionar 20 „;ck monatlich- 5 Pensionäre 25 „FC., 3 30 „FC. und 6 35 „M monatlich. Ferner wurden bisher an 47 Witwen Pensionen ausgezahlt; von diesen find 2 verstorben, 6 haben fich wieder verheiratet, 1 hat feste Stellung mit auskömmlicher Einnahme erhalten, 1 ist ins Ausland verzogen, Md einer Witwe wurde die Pension entzogen, weil fie einen unmoralischen Lebenswandel führt. Am 31. Dezember 1905 erhielten Pension; 1 Wikwe (nicbt penfionsberechtigt) monatlich, 10 „74, 1 (nicbt penfions- berechtigt) 16,75 „FC, 2 (nicht penfionsberecbitgt) 17,50 „;ck, 22 Witwen 20.411, 6 22,50 .“, 2 25,“ und 2 monatlich 27,50 .sz 3 Gayzwaisen, die in Anstalten untergebracht find, erhalten viertelxabrlich je 25 „76- Besonders bedürftige Wijwen, die große Kinderlasten haben Jobek arbeitSunfähig sind, erhalten außerdem noch von der Firma emen Mietszuscbuß von 20 „FC: vierteljährlich. Dre Gesathumm-x der im Jahre “1905 aus der Kasse gezahlten Pegfionen belauft sich auf 15112,75 „sé; darunter fällt auch die Gewabkung einer Wethnach1s- gabe in Höhe einer Monatspenfion. "

Im Jahre 1898 wurde _die Nuppell-Stxftung mit einer Zuwendung des Geheimen Baurats Rüppell von 1000.“ errichtet, und siesoU das Gedächtnis an diesen um das Sicherungswesén der deutschen Eisenbahnen Hochverdienten Mann dauernd „im Werke erhalten. Die Zinsen der Stiftung sonen dazu verwandt werden, Arbeitern und An- gestellten der Firma in vorübergehenden Verlegenheiten zu helfen und ste davor xu bewahren, daß fie durch notwendig werdende AuSgaben bei besonderen Gelegenheiten in Schu1den geraten. Dem Vorstand" der Unterstü ungßkosse (Arbeiterausschuß), steht das Recht zu, Vor- schläge für nterstüvungeu zu machen; dtese Werden so eingehend

eprüft, daß der Verwalter stets seine GenebzniJUng erjejlen konnte. Jm Laufe der Jahre Wurden gus den Erfragen der Stiftung bis Ende 1905 295 Beihilfen gewahrt; die_ einzelnen Beträge beliefen ch auf 20-90 „FQ In den meisten Fallen handene es fich um-

eiträge zur Klinikbebandlung der Frauen und Kinder, zur Be- schaffung von künstlichen Gebiffen und um Einkauf von Winter- vorräten. Die ©esamtau§gaben beliefen sich bis Ende 1905 auf 7460 „M, wovon aux das Jahr 1905 1552 ck- entfallen; im Jahre 1906 wurden bis An ang November 2240 «sé Utxterstü ungen gewährt. Das Vermögen der NüppeU-Stxftung betrug am 31. ejember 1905: 79 093,66 „js, welcher Betrag allein duxcb Zuwendungen 505 Werks erreich! wurde.

Für sonstige Woblfabrtßeeinricbtungcn _außerbalb des Werks, wie Genesungsheim, Volksvibliothek, Kmdexxcbuß, Kranken- küche 2c., (“erranabte es über 160 000,96 '

Für die Beamten ist auf die Crrtchtung nner eigenen Penfions- kaffe Verzichtet. Von dem Gedanken ausgehänd, daß Mannxr pon dem BildungSgrade der Beamten auch aus eigenen Mitteln fur ihre und ihxer Familie Zukunft zu sorgen Verpflichtet find, Hat fich das_Werk darauf be1chrankt, einen besonderen Zweigverem des Deutschen Prwatbeamten- v3reins zu Magdeburg zu errichten Und den Beitritt 311 demseWen den Beamten durch Uebernahme eines Teiles der Beiträge zu exleichiern- Der Zuschuß der Firma ist abhängig von der Höhe des Opfers, das der emzelne Beamte für die Sichenm seiner und der Seinen Zukunfk zu bringen bereit isi. Das Werk da [te anfänglich die Hälfte seit Anfang 1905 zwei Drittel der Beüräge bis zur Höhe von 5070 des Gehalts. Verausgabt wmden hierfür bis Ende 1905 45 656 „ja bis Ende 1956 55066 .“) vom Werke, 30 510 „;ck (bis Ende 1 05 35 078 „FH) von _den beteilégtcn Beamten, Die erWorbenen Ansprüche betrugen m der Penßorxskasfe Ende 1905 für 61 Beamje rund 60000 „76 (Ende 1906 fur 72 'Vea'uxte etwa 72 000 „ck) bei Erreichung des 65. LZHZnsjabres falltge Kabrliche AltekSrente, derkn Wmf als Invalidxxatsrente Ende 1905 ungefähr 38000 „ck (Ende 1906 48 000 .,;5) jahrliÖ bexrug- In der Witwenkasse hatten Ende 1905 41_Bcamte rundf15 500 „jk (Ende 1906 46 Beamte rund 17 500 «) jahrlich: Wxtwmrente versichert und in der Begräbnjskasse 29 Beamte 35 200 .“ Ende 1906 33 Beamte 44 700 ckck) in kleinen Lebensverftcherungen 1ch ßsfichert. _ Es sind hier die Ergebnisse der Jahre 1905 und 1906 neben einander gestellt, um das Anwachsen der erworbenen Ansprache etkezmbar zu machen.

Außejdem fink; die Beamlen des Werkes aux Kosten der Firma gegen alle Unfallx versichert. Em Unfall mit tödlicher Ver- lesung, von dem unlaugst daß Vorsiandémitglxed Dr. *JdeÜ betroffén Wurde, veranlaßte zum erftep Male die AUZzahsung eines größeren Betrag» (10 000 .“) du_rch die Verficherungsgxseuscbast, der von den Erbsn zur Errichtung emet Dr. Arthur JÖLÜ'Stiftung der Angestellten und Arbcixex des Werkes in der Weise be- stimmt worden ist, daß die Zmsen an solche Véamta und A [) iter ezablt wcrden, dk: bereit fivd, Yura“; Vers1cherung für ein !) stir et 6

lter oder für den TodesfaY 1bre und ihrer Familie L 8 mm e- bessern. Dabei leitete die St_ikar d:: kichlige deankaged zu ver nicht nur geben, so!], sondern mtt solchen StiftUngen bestreeßthß !2101: nach Möglichkeit erzieherisch zu wizken und zur Selbsthilfe a;?tmuß“

Jn vorstebcndem ist unberuckfichtjgt geblieben was dke" Y“- befißer und Direktoren des Werkes 'für WonabrtSeiZtricbtungen getan haben und noch tun durch umfai'greiche Geldzuwendungen, durch ver. sönlicbe Bemühung_ uxu Erforschung Und Aufklärung„der Noxféände der Werk-Zarbeiter jowre durch tbr _Wkrken als Mitglieder der Vor- sxänke der vkrscbiedensten Wobltattgkeitsanstalten und inßbesondere chucks)j Fr durch die ArbeitcherfichrungßgeseZe géscbaffencn Kaffen und

n a en.

Zur Arbeiterbewegung.

In einer Vertrauensmännetversammlung des D e u

ar de_tt erver band 6 s , xls Mktthlb biür untér starkI Yerkeiligung stgttxand, jellte, dxr .VVU- ZLF“ MULL, der Referent mit daß geaen- nactrg in Berlin 4329, 1" Großverlin 5007 Hol ja rbe i te ri1,1560 Werk- stätten a uSg espcrkt find- JU Viel?" Gkß

. . , o b t ' " ' - haber 1on tbrer Zugebongkeit zum Arbeitge 2553522111) bdaitetanllxffYg

noch 1.icht vorgenommen. ' n Etwa 80 - . er Holzarbeiterverband selbst die NiÖtausgeserrtYeerFTFx, ZYrielxm beraungzogen. Wenn ej d" .AußspkkkMg Mitglieder der christlichen oder Htrsch-Dunkerschen Oxgantsatton gleichzeitig mit den Ausgesperrten des Holzarbeiterverbqndes dre Werkstätten verlassen so würden ße gleich- 12st YF: YMYÉFMÜUF unterstüst wexde,n. Die Arbeitslosen 0 en 71 en 9 6" wie die AuSgespenten. Sol _an dieselbe Unterstuyung erhalt

idatt " den Holzarbeitern die H o 13 b i lb h a Use? SIFrtdilZabeMn (Fil? rbYYSKmu

möbelf'abriken 50 M1 üYleß- - aer nd be der U gesperrten in den Solidaritätcausxand geFÉTTn.zu§§GiYncxsé§mekne Lage deß Kampfes wurde von den Rednern als recht günstig be- IYFUkt-AM der AUSJLspxnten seien bereits 1703 der gegen- 1 genb "MUM! der Arbettgeberverbände auswärts in Stellan?" YUM]? racht. Zum Schluß! wurde eine Resolution efaßt- *" er Verfammlxxng die Ab cht ausdrückte, den Kamp? mit an;: chaft dUkchfoUHrem * .Den ausständien Berliner Krafjn drosczkzrkenfubrern ist. nach demselben Bratte, durch den VFL.- lek a_ftwggenbes1ßer mitgeieilt worden, da? die Ver!!! Gynsgsvorscblage eintger Mitglieder des Vereins de Zustimmung- lieumjbeit der Unternehmer nicht gefunden haben. In (; eben Garagen wird folgender Beschluß ausgehängt "'

Holz“