1907 / 15 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 Jan 1907 18:00:01 GMT) scan diff

.Die von fast sämtlichen Mit liedern besuchte Ver- sammlUng des Vereins der Kraftdrochkenbestßer Berlins bat einstimmig ibr Bedauern darüber angesprochen, da von ein_em Vereinsmitgliede der Streikleitung der Fahrer neue obnvorscblqge gemacht worden find. Die Versammknng besteht darauf, daß kzie rm Aushang bekannt gegebenen Lohn- und Arbeitsbedingungen unwerandert anfrecbt erhalten bleiben.“ _ Die in der- Drahtkndustrie Berlins und dsr Umgegend beschäftigten Arbeixer (Nadleir, SpiMeruWÖkk- ZäunaufsteUer, Hilfsarbeiter und -Arbe1terinnen), die im DLUUchM MctaUarbeiteWsrbande organisiert sind, beschlossen, Ye die .Voff. ZW“ berichtet, Mijtwocbabend in sehr zahlreiä) äce- sucbkec Versammlung, den dreijährigen Tarifvertrag, der am 31. MB rz 1907 abläuft, zu kündigen, nachdem unmittelbar vorher eine YFZ trauensmännerVersammlung den gleicben Beschluß gefaßt hatte.[) der KÜUÜSUUJ dés Vertrags wurde die Orjsvxrwaltung des Vex aJdes bWÜküJk- Nach der aufgenommenen Statisnk soll der Durchjchn tZs- wochenverdienst der Radler, Spinner und Weber 30 „66 Yetragen,' er Mindestlohn 25 .“ Die Zaunaufsteüer und Helfer eroalten eznen Stundenlohn von 25-27 „(5 bei zwölfftündigerArbettsxeit und darubter. Zu den Neuforderungen, die bereits in axlen Werkstatxfißungen [11szi er; Worden Und, die aber aus taktischen Grunden noob mcbt veröffent ck? werden soÜen, unter dknen zum Teil erheb!_iche Lohnerhöhungen foxvte eine Verkürzung der ArbeitSzeit, die gegenwartig neunkStunden beniag , vorgesehen sind, wird eine demnächst stattfindende Mitgltederversamm ung end ülti 1 n nehmen. _ _ gIngHSerefuer haben, wie die „Köln. Ztg." erfahrt, die Bugldeir der Firmen Elsbach, Ruben, Drefing und legrem u. Nolfi? ti e NZZeit niedergelegt, weil dxelFabchtmten nicht mtt ihrer Organ 0 on ü d tari verban e n wo en. JIUÖOYthTrg fmd, demselben Blatte zyfol e, die; ArbeÉTtesr dier Geyschen Malzfabrik wegen Lohnsttejtts eiten m den u - and getreten, . l . d ei 1 nd wie die „va. Ztg. mittek[1,die Ma er un' La ckanr eLrgpezhgiFfeét in eine Tarifbewegung etngetreten. tWieV 111 Link!? am Dienstag abgehaltenen, Von 400 Personen besquxn WF; LXW“ “"M'Dwurds- F"" 8? “66.6.6153? ?ck. ..ka. .. dreijähriger auer a. e „e b 't - [“ nderer Arbeiter, insbesondexe der Buga: et er, MMK??? uTFnsclligen Lobn- und ArbeitsbedingunLen zuruckßeben. arum sei eine Erhöhung des Lohnes bei gleichzeitger V§r€urzu51Z der Arbeils'zeit unbedingt nötig- Im UVK“ JOY? Va seamrkx- DUkcbscHnittsverdienst nur 1060 .,“ 50 „3 betragen; er er T if [Una lag ein von der Gehilfenvertretung ausgeaxbetteter netFrt ari vor, in dem hauptsächlich gefordert wird: Zésjurxdiger Axbe s agf in der 380 vom 1. April bis 30. September, 8s1undige Arbeits? 11 de*- Zeit vom 1. Oktober bis 15. November und vom 15. e UR; bis 31. Mätz, 7stündkge in der Zeit vom" 16. Nooem er 2 Y. Februar ; ferne“: 65 „0 MindestxiunYnlsbefxc Yßbtéxzanß/UZ? a reund 60 ür ure ; .,- "o' . WLYZLYFfÖUIZYrFQJden-, Nach§zund Sonntaqurbeit; grundsaßleLer Wfall all€r Akkordarbeit; womöglich patitattscher Nachweis. i 11 d" leisteten Forderung wi11 man jedoch hey Tari'f gegebenenfalls 11 ch eitern lassen. Die Versammlung btUtgte dtesen Tarif und be- 5 “Ü. ibn unverzüglich den Axbeitgebern zur Anerkennung zu unter- keiten.

Kauft und Wißenslkxafk-

, ' : Akademie der Wis]enschafken hielt am 10“ YZUJJYFZYM Vorfiß ihres Sekretars Herrn Vablen_eine Gesamtfißung in der Herr Stumpf über Beobachtungen uber Komsinatisynstöne einen Vortrag hielt. BeobachtunJSreihen, bei denen durch Zntnferenzvorrichtungen der Einfluß von Obertönen aus- geschlossen wurde, er aben für zwei gleichzeitige Töne, ?. und 11, mit Sicherheit folgende Zombinalkonstöne: 1) 11 - 1, ]1+ 5, 2) 211-_ b, 2k_11 35-26, 36-211. Sie lasen fich_mit den Prtmax- könen zusammen in zwei voneinander unabhangigen arithmeti- schen Reiben ordnen. AÜe diese Töne find u_nmtttelbar aus der Einwirkung der primären Schwinßungen abzulexten, da s1ch_ zeigen laßt, daß Kombinationstöne weder unter fich 13065 mit Primartönen neue Kombinationstöne büden. Erhebliche Starke befißen aber nur 11-42. und zwar dieser nur für 11:1; ch 2:1, und 26-11, _der [einer Definition gemä mit*2: 1 verschwindet. -- Herr von Wilawowiß- Moellendor f legte“ vor: Zum Lexikon des Photios. Verbesserungen von Diebierftellen in dem Berliner Stücke des Buchstabens &.

ie Akademie bat die korrespondierenden Mitglieder der pbtlo- sopbiscb-bistoriscben Klasse Frederic William Maitland in Cam- bridge (England) am 21. Dezember 1906, Wilhelm Ditten- berger in Halle 0. S. am 29. Dezember 1906 und Otto Benn- dorf in Wien am 2. Januar 1907 durch den Tod verloren.

Bei Eduard Schulte ist in die soeben eröffnetx Aussteüung eine Sammlung Von Werken des größten deutschen Sttäebenmglexs des Vorigen Jahrhunderts, Charles Schuch, neu aufgenommen, die l_n ihrer Mannigfaltigkeit und ihrem inchtum dazu bettragen wird, dle Kcnntniffe über den Meister zu erWettern.

Land: uni- Forstwirtschaft.

Im Einverständnis mit der Kolonialabteilung des _Auswarttgen Amts und dem Gouverneur von Deutsch-Sü dwestafrtka entsendet der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschqsten, wie der „Frankf. 319.“ aus Darmstadt berichtet wird, im Fevrxzar o. J. einen für diese Mission geeigneéen Genoffensckxaftsbeamten auf dre Dczuer von 8 Monaten nach Südwestafrika mit der Aufgabe, ein den dortigen Bedürfniffen enisprechende§ Genosfenschaftßwesen ins Leben zu rufen. In der Kokonie szibeon (Damaraland) besteht_ bereits eine an den Reichsverband angeschloffene Kreditgenoffenschast, an deren Spi e der ermordete BexükSamtmann von Burgßdorfßestanden und her ndrik Witboi als Mitglied angehört hat. Um diesen Kern [oa ULT mit Unterstützung des Mutterlandes eine umfassend? Organisatton N chaffen werden, um die Anfißdler wirtschaftlich zu starken.

. U e b e r s i ck t "ber die Ein- und Ausfuhr von Getreide und Kartoffeln in Antwerpen im Dezember 1906. (Naa?- einem Bericht des Kaiserlichen Generalkonsuls in Antwerpen.) Eingeführt wurden:

oWen: aus Rumänien. . . -- - - * 31973?) (12 Rußland . . . - - - ' '----' , _ 31780 (12. Weizen: aus Z))?umc'Ynxieni 11 . Skt" . . 671340 62 en eren en aa en von ' Amerikag. . . . . . . 242590 - Argentinien . 164 050 . Ru'land . 130 420 ' Bu1garien. 59160 ' Canada . . . . 6400 ' den Niederlanden . . . . . 6020 der Türkei . . . . . . 1000 - England . . . . . . . .__ZW _ 1281320 0-- Gersie: aus Deutschland . . . . 8150 (12 Rumänien. . . . . . . 185 580 . der Türkei . . . . . 85 240 . Ru land . . . . . . . , 45130 . Oe terreich . . . . . . . 8730 . den Mednlmtden . . . . . 6600 Bularien....... 4650. den ereinigten Staaten von ' Amerika . . . . . . . 3620 Spanien. . . . . . 3480 :

ortugal . . . . . . . . 1480 (12 ngland........___W 353 630 (12. : aus Deutschland . 460 1.12 Hafer Bulgarien . . . . . . . 1720 Argentinien . . . . . . . 1640 , den Niederlanden . . . . . 100 Rumänien . . . . . . . ___8_0__._ 4000 (12. : aus Ar entinien . . . . 387 090 (12. Mais ZKFmLäJnie? i t . St “1 . ,v 112490 . en ere n g en aa en on Amerika . . , . . 67 450 Rußland . . . 15 750 , ZrlTüxkei 1Z ZZZ ., ugarten. . . . , den Niederlanden . ___LULÉ 600420 (12. Kartoffeln: aus den Niederlanden 13 440 (12. AUdefübrt wurden: _ e : na Deutschland . . . . . 24450 ck- Rogg n ck den Niederlanden . . . 2430 , 26 880 112. : na Deutschland . . . . . . 198880 8- Weizen ck den Niederlanden . . . . 31800 , Norwegen . 3 880 Schweden. 2600 , 237 160 112. : na Deutschland . . . . 29010 (13 Gerste ck den Niederlanden . . . . . 1 620 dem Congo . . . . . . . 10 . 30 640 (12. Hafer: nach dem Congo . . . . . . . 20 62. 6: na Deutschland . . . . 54520 6- Mai ck den Niederlanden . . . . . 28750 , dem Congo . . . . . . ._ 10 83280 (12. t eln: na ortugal . . * 3470 (1: Kat off ck Zu land . 3000 _ Gi raltar . . . . . . . 2 130 . Brafilken . . . . . . . . 660 Spanien . . . . . , . . 310 , Marokko . . . . . . . . 120 dem Congo . . . . . . . 110 . Gti? enland . . . . . . . 50 , den iederlauden . . ., . . 40 Frankreich . . . . . . . 30 , 9920 «.

Weizenernte in Australien.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Sydney berickotet Unterm 6. Dezember v. J.: Während nach der Schäßzmg des Statistischen Amts in Sydney die diesjährige Weizenernte m Neusüdwakes mcht unter 25 Millionen Bushel betragen würde, bat die Eisenbahn- verwaltung in Sydney den zu erwartenden Ernteertrag auf 26-28 Millionen Busbel veranschlagt. ,

Jn Victoria find, nach einer Aufstellung_d€s dortigen Regterungs- statistikers, 2289 000 Acres mit Weizen befteüt worden, von denen etwa 260 000 Acres für Futter abgeerntet werden sollen. Bei einem voraussichtliäven Durchschn1ttsertrag von 11? Bushs! auf den Acre wird eine Ernte Von 24 540800 Busbel erwartet, wovon etwa 16 Millionen zur Ausfuhr übrig bleiben sollen. Die Melbourner Zeitun „Leader' rechnet mit einem Ertrage von 26 286 000 Vushel, andere Beurteiler sogar mit einem solchen von*28 Millionen und mehr.

Au die Adel id eitung „Mas Logiswr“ hat kürzlich ibre

a er Z all ' rl e Erntescbä un veröffentll t. Dana ab für diese 11413" 8 8 80001015, Acres 1:11? ekzen bestellt

Sason in Südaustralien 1

worden, die einen Extra von 19800000 Busbel erwarten [affen sollen. DZ: diesjäbgrkge Ernte würde deshalb nur wenig hinter der vorxabxkgen zurücksteben. Der zur Verschiffung verbleibende Teil wurde fick) dann, auf 16 366000 Busbel belaufen. Der “Brisbaner .Courier" bat die Queensländer Ernte auf etwa 2 Mtllionen Busbel veranschlagt. Für Westaustralien und Tasknanien [tegen Angaberz nich1 vor, wenn jedoch für diese beiden Staaten gegen das Vorjahr xm klemer Mehrertrag und für die übri en Staaten die mittlere Sebaßung angenommenawird, so stellt 17: die diesjährige Wei???“ Australiens im Verhaltnis zu den beiden Testen Jahren, wre o g : *

1903/4 1905/6 , 1906/7

Staat Bushel Busbel Bushel Neusüdwales . 27 334 141 20 737 200 6 000 000 Victoria , . . . 28 525 579 23 417 670 26 286 000 Südaustralien . 13 209 465 20 143 798 19 800 000 QueenSland . . . 2 436 799 1 137 321 2 000 000 Westaustralien . 1 876 252 2 293 333 2 500 0c0 TaEmanien . . 767 398 752 875 775 000 Australischer Bund . 74 149 634 68 482 197 77 361 000.

GesundheitZWefen, Tierkraukheiten und Absperrungs- maßregeln.

Konstantinopel, 17. Januar. (Meldung des „Wiener K. K. Telegr.=Korresp.-Bureaus“-) In Dscheddab find am 15. Januar 2 Erkrankungen an Pest vorgekommen, von denen eine tödlich ver- [aufen ist. Bisher sind 10 Personen an Pest erkrankt; von diesen

find 8 gestorben. Verkehrsanstalten.

n Kondoa-Irangi Deuthb-Ostafrika) ist eine Poßa entur eingeZchtet worden, deren Tßtigkett fich auf die Annahme urId Aus- gabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen sowie auf den Postanweisungsdienst im Verkehr innerhalb des SÖULJOUSW und auf die Annahme von Postanweisungen nat!) Deutschland erstreckt.

Laut Telegramm aus Cöln ist die heute nachmittag in Berlin fäeléé eb Post aus F rankxeicb MMR von Zugverspätung aus- ;; 0 en.

et 1 (1907) des .AräoivS für Eisenbahnwesen“, beraus- egebénfim Ministerium der öffentlichen Arbeiten (Berlin, Verlag von Julius Springer), erschien mit folßendem Inhalt: .Das “neue Bundes- eisenbabngeseß in den Vereinigten Staaten“ von Dr. B. H. Meyer, mit einer Anlage: BundesverkebrSJese? vom 4, Februar 1887, ab- geänderj durch die Geseße vom 2. Y ärz 1889, 10. Februar 1891, 8. Februar 1895 und 29. Juni 1966. _ „Wohlfahrtgejnxjchtungen der preußisch-besfifchen Eiseybabngemeinsobaft im Jahre 1905" von Rüdlkn lZdie Penfionska e, dle Krankenkassen und die Unfallverficherung der Ar eiter im Ia re 1905)- _ .Der Erwerb der öster- reichlschen. Kaiser Fejdknands-Nordbabn fur den Staat“ von Dr. Wolff, mit Anlagen: (He's? vom 31. Oktober 1906, betreffend die Erwerbung des em eitlich konxsfionierten ;Haupt- babnneßes und der Lokalbahnen der al er Ferdinands- Nordbabn sowie der Ostrau-Friedlander Bahn durch en Staat, Ueber- einkommen vom 3. März 1906 zwis en dem K. K. Eisenbahn- uiinisterium und dem K. K. Finanzminif erima im Namen der K. K. Regierung einerseits und dem VeertungIrate dec Aktiengeseüfchaft

der K. K. priv. Kaiker Ferdinands-Nordbabn andererleits. - Dke Eisenbahnen Deutsck) ands, Englands und_ rankreicbs n den Jahren 1901 bis 1903; Die unter Königlich sa fischer Staatsverwaltung stehenden Staats- und Privatbabnxn 1111 Ja re 1905; Hauptergebnisse der österreichischen Eisenbahnstatistrk fur das_ Jahr 1904; Die Eisen- bahnen in Frankreich im Jahre 1903; UnfaUe auf den französischen Eisenbahnen in den Jahren 1902 und 1903; Die Eisenbahnen Vritisch-Ostindiens im Kalendetxgbr 1905; Hauptergebniffe der argentinis en Eisenbahnen für die Jahre 1903 und 1904. - Kleine itteilungen: Gro e Tunnel- und Bahnbofsbauten der ;Pennsylvania-Eifenbahn in ew York; Die orientalischen Eisenbahnen m Jahre 1905; Die Betriebßergebniffe der Salonik-Monastirbabn des Jahres 1905; Die Eisenbahnen in der Kapkolonie; Die Eisen. bahnen“ in der englischen Kolonie Natal; Schantung-Eisenbabn; Statistisches von den Eisenbahnen Rußlands; Die japanischen Eisen- bahnen. - Rechtsxrechung: Beamtenrecht (Urteil des Reichs erichts vom 18. Septem er 1906); Bürgerliches Recht (Erkenntns des Oberlandesgerichts in amburg vom 10. April 1906); Rechtßgrund- säye aus den Entscbedungen des Reichögericbts. - Geseßgebung: Amerika; Oesterreich; Deutsches Reich; Preußen; Oesterreich-Ungarn; Rußland; Britisth-Oftindien.

Theater und Musik. Konzerte.

Jm Veethoven-Saal ließ fich am Montag die Sängerin Ellen Sarsen hören; ibr Sopran könnte angenehm klingen, wenn er beffer gebildet wäre, so aber wirkte die Stimme ebenso matt wie der noch unfertige Ausdruck. Die Klavixrvorträge, die mit den Ge. fängen abwechselten, führte Marguertte Valentine-King aus; ihr Spiel zeigte fich von so viel Unsauberkeiten durchseßt und ihr Vortra gab fich so unsicher und farblos, daß auch damit günstige irkungen nicht erzielt werden konnten. - Ludwig Dosse sang gleichzeitig im Saal Bechstein mit freund- lichem Erfolge. Die verschiedenen Lagen seiner Stimme stud zwar noch nicht gleichmäßig gut gebildet; für diesen Man el entschädigt jedoch öfters ein verständiger und natürlicher Ausdru . Ni talles gelang, wie es sollte; aber einzelne Lieder, wie Schumanns . n den Sonnenschein“ und Brahms .Tambourliedcben' klangen ungefaehr und fri (b; sogar ein naiver Humor machte fick) darin bemerkbar. - Elisa eth Oblb off fand, e enfalls am Monta? mit ihren Gesangs- vorträgen in der Singakademie lebhaften Bei all. Der edle Klang ihrer Stimme wird leider zuweilen durch kleine Vibrationen geschwächt, die den Ton dann scharf erscheinen lassen. Die natürliche Empfindung, die die Sängerin in ihren Vortrag zu legen weiß, spricht aber immer von neuem angenehm an. Der am Konzert teilnehmende Cellist Heinz Bey er entwickelte wieder eine gut gebildete Technik; der Künstler könnte die Wirkung seines Spiels bedeutknd erböben, wenn er mehr Exzeraie und arbe in seinen Vortrag zu le en wüßte.

Ein retcbbaltiges rogramm, das die Namen S ubert, Brahms,

ranz, Grieg, Herrmann, Berger und Rubinstein aufwies, batte fich Frau

elene Passow-Vogt für_ibren Liederabend am Dienstag im

eethoVen-Saal auSgewahlt. Wenn ihre Intonation und (Hestaltxzngskunst auch nicht immer ganz einwandfrei waren, so zeigt die Sangerin doch recht , ansprechende Stimmittel und eine im ' aügemeinen verständnisvolle, warmherzige Vortragsweise. Fräulein Carlotta Stubenrauck; rechtfertigte als Mit- wirkende auch dieStnal ihren Ruf als treffliebe Violinistin. _ Der 2. Quartettabend der Herren Dessau, Gebwald, Könecke und Espenbabn in der Singakademie brachte an demselben Tage, unter Mitwirkung des Profeffors Heinrich Lutter aus Hannover (Klavier). sowie der Königlichen Kammermußker E. Urack (2. Bratsche) und O. Urack (2. Violoncello), das Streichquartett in A-Moll von Sindina, das Trio in B-Dur von VeetboVen und das Brahmsscbe Streichsextelt in VxDur. Die Schwierigkeiten, die namentlich das erstgenannte bezü [:ck Technik und Rhythmik aufweist, wurden mit der gewobnkxn Lei tigkeit überwunden; ganz besonders aber kam der Cellopatt mit seinen einschmeichelnden Weisen ju schönster Geltung. Auch das darauffolgende Tonwerk erzielte in seiner Wiedergabe eine ergreifende Wirkung, wenn auch das S?“! des mitwirkenden Pianisten nicht immer ausdrucksvoll genug ersch en. Die Schlußnummer bot glekchfalls einen vollen

er immer wieder erneuernde Beifall der zahlreichen Zu- börer rachte den Ausführenden die “verdiente Anerkennung. -- Ein Klavierabend von Leo Kestenberg im Saal Bechstein bot, Yelzbfalls am Dienstag, tüchtige Leistungen; vor aÜem fpra die

[arbeit des Vortrags an; die Empfindung kam bei der verstän igen Auffaffung freilich etwas zu kurz; der gesunde musikalisch:

inn aber, _der 'in den pianistischen Darbietungen zum Aus- druck kam ubte tm allgemeinen eine anregende Wirkung aus. -- JgnaK Wagbalter hatte um dieselbe Zeit im Oberlichtsaal der bi[,barmonie ein Konzert mit eigenen Kompositionen ver- anstaltet; xm Streichquartett, ein Notturno für Violoncello und eine Sonate fur Violine und Klavier standen neben einer größeren An- zahl von Liedern auf dem Proaramm. Wie abhängig die Wirkung neuer Kompofitionen von der Tüchtigkeit der vorführenden Künstler ist, !ieß der Abend recht deutlich erkennen. Die Kunst der Sängerin T [ly Erlenmeyer befißt nicht den nötigen Grad von Feinheit,

um gehaltvollere Gesän e ent re end 1: i t ' . Liebe,: hinterließen des (115 L ck,wenn jmann “YFZÜSZF KY? posinon zu Goethes „Schäfer" abfieht - einen durch-

aus einförmigen Eindruck. Aüe Instrumentalnummern wirkt

gunstiger; große Ursprünglichkeit der Erfindungßgabe trat bei ian znzar nicht hervor; fie hinterließen im all emeinen aber einen gefälligen Emdrugk, der beim Hörer selten ein GefüFl der Ermüdung aufkommen ließ; dre leicht fiiesxende Melodik und das “oft werb einde Zeitmaß

tragen dazu erbebliä) bei. An der Wiedergabe der Neu eiten beteili ten sich die Herren Wladyslaw Wagbalter, Karl Scheurger, FaTrlSYTiYchthd ZZYfefZéruce; Ye; Herren spielten besonders - ' a a

Koinst selbst; d i , m vier betätigte sich der

war w e er en wahrhaft künstleris er Gen den Herr Aletrander Heinemann, von Herrn B. Hos amußKlavier vor- treff ich unterstußt, den zahlrei erschienenen Verehrern seiner reichen und edlen Gesangskzmst am M ttwoch imBeetboven-Saal be- reitete. Die Vorzug: der leßteren sind so bekannt, daß es keines weiteren Wortes über fie bedarf. Aus dem abwechselungs- reichen Programm seien jedoch hervorgehoben der .Taliöman“ von Schubert und .Ständchen' von Bra ms, welches levtere der Sän er auf den begeisterten Bei all des Publikums hin wieder olen mu te. Auch die im Manuskript zum ersten Male vor- getragenen Kompo tionen von Richard Calé „Am Fluffe“ und .Troubadour“, zwei lLat erfundene Lieder mit viel Stimmun , fanden in ihm den denkbar esten Interpreten, der es, wie selten eßner, ver-

steht, die Hörer zu erwärmen ukd in den Bann seiner mufikalis en Persönliäpkeit zu zwingen. - Die bekannte Violonce istin, Fräulein Eugenie Stol'y begann an dem.

_selben Mittwoch ihr Konzert im Theatersaal der Köni li e Kochschule für Musik mit einer Sonate für Violoncegllo ck111118 _lavicr von Ernst von Dohnänyi, der selbst den Klavierpart ubernommen batte. Diese bot manchen hübschen Gedanken, wies auch besonders schöne Klan wirkungen auf und wurde vor aUem vor- züglich vorgetragen. eberbaupt gewinnt das Spiel der jungen Kunstlerin zusehends ni !: nur an technischer Vonommenbeit, sondern auch an geistige; Bertie ng. Ihr weiteres Programm umfa te außer kle_ineren Tonstucken noch eine Kammersonate aus alter Zeit von Kuhnel (aeb. 1645; auch diese spielte (: mit schönem on und sicherem Siilgefub. Der mitwirkenden ängerin, Fräulein Char- lotte Hemptenmacher, mangelte noch viel, um dem örer einen Kunstgenuß zu bieten; emen vorzüglichen Begleiter akte fie aber in Herrn Eduard Behm. - aul Elgers batte gleichzeitig im Saal Bechstein ein Konzert veran-

staltet, das mit einem neuen Streichquartett von K be ann. Das nicbt gerade geschickt gearbeitete Werk axngFeULaniix C arakter, und die nicht immer zuverlässige Wiedergabe der Arbeit

Genuß, und .