1907 / 20 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 23 Jan 1907 18:00:01 GMT) scan diff

in ern unter ei nete, von rankreich,Deutschland, Oesterxeich, UnFarn, BelZFenTh DänemarkF, Italien, Luxemburg, den Nieder- landen, Rumänien, Rußland und ,der Schmerz _geschlossene Zufaßübereinkommen zu der internattonalen Ueberemkunft vom 14. OktobeÉ 1890), betreffendl) dxntheZnSPort von Waren der i en a n, ene mx tmr, an- Auf7 dem thstLJU in gParis vexanftaltetxn Jahr;? bankett des republikanischey Komxtees fur Han e und Industrie hax der Mimsterpxäfident Clqmexcexé', „W. T. B.“ zufolge, eine Rede gehalxen, m der er yerslcheÉH ? rt? die festeste Absicht der Regierung, leben), auch Freu escknederi F““.«iskYWZWM 11.191.6191311916 rie en na an en un ,

die die Rechte d_er arbettenden Waffen

LYZstiZLYrWF Fxladsxesn/Werk der Revolutton und der Begrunder

des modernen Frankreich forlseßen-

Rußland. M f t _ . . . ' initerra emen Das thstertum des Innern Hat jmenverleßlichkekk

* " d d Geseßentmurf etngeFTTchkT-LFZTZÜZ und die Unverleßkck)“

der erson in _ K 'ssion ' ' e els, verfaßt von emer. _omnn Mr eFemBrésxTMßchsdes Gehtlfen des Mtntffers des Innern Makarow. ls Bczberstefnl Gr1ckf1dsaxaß LTZ , „W- T- -“ zuoge, a , ZF déreYZZYUFne richterlich1n Bßfehl festgenommene PRYM ten 24 Stunden threr Verhaftung entwe er

YYYaFeixeelßffY oder vom UntersuchunKSriMek vernommen

. ' ' ' d der _ Nack) Prufung durch den MMÜLW'“t w": ZFYFZUZÜJ der Duma vorgelegt zvxrden. _ .

_ Die Vemühupgex dex sUHFlisttschen25€aZeanY§kYZZZ Erinnerunq an dre relgm 8 WT keinen Erfolg- einen Streik z," UFWUÜWW/ hade" ne wischenfäUe. Der Tag verlief uberYl/l WKE etueZt lYird,Z t)al)en in

YYMT HFMWÜU- Bialywk, Jekatertnoslaw

Städten nur einige HandelSetabliffementé und 91.131.211?" 1 ZW 129111911111 17? NFZ) außer in Lo z, wo te 11121 e_n a n _ ', „Doch

d cttun en mcht erschtenen. . FHYW FLerTndin 1edan FusitSert YLLYFYFIZIFJ ' ' ' die Arbeit ort. . _ _

YYYÜMW mit ganz Heringen AUHnahmen m gewohn- licher Weise gearbeitet. * Spanien. [) t s'ck) 't

' s nnern Romanones a 1 ge] ern W YYWZÉT (?ber die Bäckerfrage _ausgesprychen, Jie 'nacß fei'ner Memun gelöst ist„ da der großere TSU _der Brotfabrikanten eingewi igt hat, nneder zu den alten Pmsen zu verkaufen.

Amerika.

a iner Meldun des „Reuterschen Vureaus“ hat _d1e T“)kea?xrc1k1)ne der VerZinigten StaatenUvon Axnertka in AnbetraZt des Umstandes, daß d1e curopms e_n Machte an der eftseßung des Zeitpunxtes dcr _1nberufung der Zaager Konferenz ein_gr_0ßeres Jntere/xe haben als die amerikanische Macht, fick) m1t Lehem von dEr Mehxhen der Mächte genehmigten Zeitpunkt emverstarxden erklarx, _lxat aber wissen [affen,_daß ihr die Monate Ma1 und Zum dxe1cs Jahres am erwümchtesten wären,. .

_ Auf Grund von Anmelsuygen 1111-31 Wasbmgtpn hat der Einwanderungskommiffac 200 ]axantschen Arbextern, die aus „Honolulu in San FranctSco emtrafen, dje Er_- laubnis zu landen verweigert.

Asien. "11 ani en Abgeordnetenhause hrachte der , inaMiHiftxr Scsthani gestern das Vupget e111 und ver: Fcherte wie das „W. T. B.“ melHet, dab_et„ daß dte Fmapz- laqe 111,1 allacmeinen günstig sei. D1e kurzfmfnge fechSprozennge Ableihe von "200Mil110nen Yen set sch011 abgetragen wor_den,andere Zahlungcn würden nach und nach geletstet werden. Dax; das Werk der Entwicklung der Mandschuret und Koreas denStaatSYchaY fehr schwächen Werde, sei n1cht zu erwarten. M11 [;Fkach _ru

betonte Sakatani die bedeutende Zunahme dF? a_ genkemlFF Einnahmen infolge des rapiden Anwgchenssdes 01110ka Zoffi];

standes. Die zu emittierende „Anleckx ser aussck) !? * produktive Unternehmungen 118 Ummt. . Afrika. __ dt- Di? Dkaqomane der französischen und spc1mjche2nZ (Hes?3 “- schaft haben sich gestern, nach einer Meldung des„„ 'd" 1115 zu Mohammed el Torres begeben, um 113111 b'W tte arabiscbe überseßte gemeinsame Note _der Ka tlr'lte'ten von Paris und Madrid unter de:) gietchen Forma_1ach

zu überreichen, wie die franzöfisch-spamsche Note vom 0.

zember. ' " ' ' '“ Admiral Der ran“os1sche und der spamjche . werden hauste 011an die Reede von Tanger verlajsen.

Parlamentaristhe Nachrichten.

“1 der Baubericht Dem Hause der AbgeordnetenenLs eitraum vom

der Eisenbahnvermaltung für _ 1. Oktober 1905 bis dahin 1906 nebst den Nkfiréäerxxn schaftsberichten über die Verwendu_ng der exttrquZr 1 Dispositionsfonds dieser Verwaltung fur das Eta 1a

zugegangen.

Statistik und Volkswirtsäjaft-

Vorläufiges Ergebnis der Viebzäblung vom 1. Dezember . 190 in Preußen. , Dem Königliuh preußischen Statistischen Landesamt ist e; dxeömal gelungen, das vorlaufiae Ergebnis der außerordentlicben V1ebzabl111-1Z vom 1. Dezember 1906 schon 14 Tage vor dem Anfang Fcbrqqr fälligen Tsrmkne fer111111-stellen- Dieses Ergebnis wird nacbxtebend sar den Staat vexöffentltcht. Es wuxkeu crminclf: Pferde Rinker Schafe Scbrrekne am 1. Dézembkr 1906 3 021087 11630 672 5 426 851 15 334 762 am 1.Drzembcr 1904 2964 408 11156133 5660529 12563 899

1906 111 bk 56 679 474 539 _ “.)- 770 863 1906 wmigcxl . 1906 -- _ 233 678 __ ' unvertret en ' mKekr , . . . . 1,91 4,25 _ 22,05 in Hunderiteilen 1906 1

weniger . . . . “- - 4, 3 . __

Das Cr ebnis stellt sich demnaxb bei allen vier Viebaattungen außerordentli günstig. Namentlick; dke Zunahme bei den Schweinen ist sehr boch. Aber selbst, die Entwicklung der _Scbafhaltung bietxt insofern kein allzu unerfreult ck Bild, als der fett Jabrzenten hierm einaetretene Rückgang fich we entlich verlang amt hat. Was die Ge- e mit Viebstand und die viebbesi Enden aushaltungen betrxfft, so la en fich deren für 1906 ermittelte ablen nicht mit denen der Zahlung von 1904 vergleichen, weil im leßterkn Jahre auch die Ziegen gezählt wurden, im ersteren dageaen nicht. _Die betreffenden Zahlen f1"_1r 1904 find daher notwendig gröécr als die für 1906. Wohl aber laßt fick) das Jahr 1902 zur Verg eicbung heranziehen, da die Zählung dieses Jahres genau denselben Umfang wie die von 1906 hatte. Dann er- gibt sich folgendes: Es wurden 1906 ermittelt 3 677 097 Gehöfte überhaupt gegen 3498 845 im Jahre 1902 2582 951 . mit Viehbesiand . 2477 638 . 1902 3 287 983 viebkefißendeHausbaltungen . 3 154121 . . 1902. Also auch bier figdet fich überall eine aufwärtssrbreitende Ent- wicFung, stdie namentlich ber den viebbestsenden Haushaltungen be- deu ami .

Zur Arbeiterbewegung.

In Berlin hat die Aussperrung in der Holzindustrie, wie hiefige Blätter melden, eine Erweiterung dadurch erfahren, daß nach dem Beschluß der vorgestrigen Versammlung der 011- industriellen neben' den Mitgliedern "des Holzarbeiterver andes auch die des sozialdemokratischen Fachvereins und des christlichen Holzarbeiterverbandes auSgesperrt werden. Das geschieht, weil die leßteren beiden Organisationen mik dem Holzarbeiterverband solidarisä; erklärt babea. Die Zahl der AuSgeZperx-ten it nach dem Bericht aus Arbeitnehmer- kreisen jeßt an 6900 in 660 Betrieben ekommen. Davon entfaUen auf die Vyrorte ungefähr 50 etriebe' mit rund 800 Arbeitern, auf Berlin 604 Betriebe mit 6122 Arbutetn. In der obenecwäbnten Versammlung wurde mitgeteilt, daß die_Möbelbändler s'ub mit den Verbänden der Arbeitgeber solidarisch erklart haben, und nur von solchen Tischlermeistern kaufen wollen, dre sich den Beschlüssen anpassen. Auch die Drechslermeister haben fich mit den Holz- industriellen solidarisch erklärt.

In Crefeld ist, wie „W. T, B.“ meldet, die Aussperung der Färber durch Verhandlungen, die gestern zwischen den aus- gesperrten Färbern, den Färbereibeskßecn und den Arbeitgebern des Seidengewerbes gepflogen wurden und die in allen Teilen zu einer friedlichen Lösun der Streitfragen führten, beendet. Infolgedessen sollte heute in a en Betrieben die Arbeit in vollem Umfange wieder aufgenommen werden. (Vgl. Nr. 18 d. Bl.)

In Paris find gestern, wie „W. T. V.“ erfährt, sämtliche 700 Bedienstete der Pariser Südtrambabn in den Ausstand

etreten, weil den Remisen- und GleiSarbeitern die Bezahlung des Jalmeobns für den wöchentlichen Ruhetag verweigert wurde.

In Valencia find die Zollbeamten ausständig. Sie seßten, dem „W. T. B." xufolge, den größten Teil der Bureaus in Brand. Hierbei kamen mehrere Verwundungen vor.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ aus Rosario hat sieh dort die Lage verschlimmerk Die Eisenbahnbeamten, die StraYn- lehrer und fast alle Handwerkerverbände haben fich dem 119- stand angeschlossen. Auch die Schiffslader im Hafen haben ck) solidarisch verpflichtet, die Arbeit niederzulegen. (Vgl. Nr. 19 d. l.)

Kunst und Wissenschaft.

14.. 9. „Ueber Deutschlands Anteil an der geo- grapbtschen Erforschung der Meere“ sprach am Montagabend in der Gesellschaft für Erdkunde der ProfessorDr. G. Schott- Hamburg, Abteilyngkvorsteber an der Deutschen Seewarte. Die Enjdeckerkätigkeit an? den Festlä11dern neigt fich ihrem Ende 111, so leitete der Redyer ein. An ihre Steüe ist mehr und mehr die ver- Liefte geographi/ch: Forschung getreten, und deshalb die'Frage an der Zeit, welcher Art gegenwärtig die Lage der Geograpbw der MUre ist, im besonderen welche Aufgasen ihrer harren und welchen Anteil an der Erforschung der Meere die Deutschen bisher genommen haben und in Zukunft nehmen können. Seit 1868 hat Deutschland durch Expeditionen nach an erbeimlscben Ge- wässern beträcbtl Material zur Kenntnis des ckth, ?!eikb- bedeutend mit Kenntnis der Tiefsee, beigebracht. Es sei an'fo gende Beiträge erinnert: Die vom bremifchen Verein für Nordpolfabrt aus- gerüsteten Expeditionen auf dem Schoner ,Grönland' 1868 und auf dem Dampfsä'ponet .Germania' 1869/70, gerichtet nacb den Gewä ern um Spkßber en und der Ostküste Grönlands, die Weltreise dec or- vette „(Gaze e' 1874/76, die,in 3 Ozeanen wiffenstbaftlitbe Erfolge erzielt:", die wichtige Tätjgkeit S. M. S. „Elisabeth“ 1877 am Kap der ggten Hoffnung und im nördlichen StiUen Ozean ebenso 'S. M . .Luise' 1878 im nördlichen Indischen Ozean und nu Japanistben Meer. Es folgten dann in den Jahren 1878 bis 1883 kleinere Veinäge von Handelssckpiffen sowie von dem Schoner .Germania' und S. M. S. ,Moltke“, das im internationalen Polarjabr gelegentlieb seiner Reise nach 'dem Cumberland-Sund und Südgeorgien Wertvoües leistete. Es folgte dann 1889 unter dem 'neuen Geskchtxpunkte der Plankton-Forscbung die preußische Expedition auf dem „National“ im Nord. atlantischen Oxean und von _1898 bis 1903 eine Periode reicher Tätigkeit, gekennzeichnet wesentltch dun? zwei große Unternehmungen: die deutsche Treßee- Expedition an der .Valdivia“ und die deutsche Südvolarx E pekxkkkon auf dem .Gauß'- Nebenher gingen seit 1902 dt: rbe1ten der Kabeldampfer der Norddeutschen Seekabelwetke in Nordenham. Arbeiten vo11 großer Bedeutung für die Geographie der Meere. „Von Podbielskt' lotet: 1902 Von Vigo Übér die Azoren 1111!) New York, dasselbe Schiff 1905 na Schwarzen Meere, „Stephan“ 1905 zwischen_ Menado-Yap-Guam, „Edi“ („Ute 1503 erfolßreicbe Tiefenmemmgen im westlichen Stillen Ozean an. Endlich ist nach Wjabnxr Pause, in S. M. S.

Planet“ wäcder ein Fahrzeug dex Kaiser 1chen Marmgin ken Dienst Jex Tiefsecfo1schunß KMU?" und "U Laufe d-J.1996 mtt wissenschaft. lichen Aufgaben nach auen dreineanen ausgesandt worden. Es wird fich ebenso der TiefscsfoksÉUW Wie der Elfoksch1zng der Atmosphäre über dem Meexe mittels Drachen und Ballons wtdmen. _ In den beimiscken Gewässern haben vnc Nischxedene Organisationen erfolg. niche Tätigkeit entfaltet: der xeutsebe Skefischereiverein,_ die von der preußischen Ministerialkommiwon ausaesandten Expediztonen, die von der Kajserljchen Marine veranla ten abrten und endl1cb die deutsche Abteilung der iuternatior._alen- _eeres 971175111111. dEren Täligkeit in den Terminfabrten des „Nosetdon, ikke" AUHdrycx_finxet. Auch für die beimifchen Gewäsec i1t “Uf ““NDR“! vlkkllglabtlgx Geschichte der wissenschaftlichen orschuna suruckzubltcken; Axles m allem, ist die Summe von eutschlands Entdéckertattgxut zur See be, träcbtlicb. beescbadet weüuex Eimelexpedztionen dürfte es ("'ich empfehlen, in Zukunft diese nationale Tätigkett zu konzentrieren auf kie systematische Erforschung ??? Nyxdatlamiscben Ozeans längs der Linie Kanal-NewYoxx. Es [kt 111 dtcjerUnZelsuch11ngSZone noch viel 11: leisten durcb zeitlich "[Öt Uktélkakk-x- standtg fortgeseste Kontrolle der vbyfikalisch-chemischen Bx1ch5ffxybett uud der_Bewxgungsvorgänge ]ängs dieser Strecke. _AEbk-UÖCI 111 1" dsa musterban organisierten Terminfabrten schon fur die NOW“ Und Ostsee im Gange; aber erst durch Auk-dkbuung dkeser Faßxten Wer über den Atlantixchen Ozean werde es gelin-z-en, 131€ _ psrwdifcben u11d_ unperiodifäpcn Zusxaödxändsxungm aua) ke: betmikkben Meere zu vertteben und viele Fx-„den, 11. a. die 11055) den WMDLTUUJM der Naßfische, an der Wurzel zu fafien. Eine so gxaxtete§1126200de ozeanograp 11cherTätigkeit würde auch Für dke MkTeorologie Erfolge vexjprechenZ dann neuste Atheiten 13511111 den weitreichenden Er_nflaß unperlodn'chec Axnderungcn der Wärme- und EiEkarbälin_:11e tm ?sila11t11_ch_en _Ozean wahr- schcjn1jch gemacht. Aua) xz? STMOFharifckpe „H.?benscrsrhung müffe längs des Weges regelmäßtgc Psi? „finqu. Boxbedmgung zur Yuxsäbruna cines solxben Planeö ware em matchincnkraftiqer Dampfer

v-n“'4000 Seemcilen Aktionskadius. Sowohl .Gauß“ als „Poseidon'

genügen diesen Ansprü en nicht. Ob Staats- und Rei 5 il ? da 1": zu erlangen sein wird, ei ungewiß, aussichtsvoller schei§eheix12 Hur lehnung an die Hilfe der großen deutschen Reedereien. Leider seien die großen, der Oeffentlichkeit nicht bekannt gewordenen Pläne Krupps in dieser Beziehung ' durch seinen Tod hinfällig eworden. Die notwendigen Geldm1ttel seien natürlich sehr bedeutend. kelleicht wxrde die Begrundung einer .Ozeanograpbiscben GeftUsÖaft' eine Vereimgung aller mteresfierten Kreise, in Erwägung qezogen. Jr; rankreich und Englzmd gibt es Vorbilder für eine solche Organisation. 0 Arbeitsfe!d_e1ner solchen Vereinigung würde sehr *auSgedebnt XYSZemZetibmisTenesteonÜfkmiigsZM-lßthal;?!) hiygieétisch-medizinisäpe, au_n e,geo ya exe. nen 11 en e'

Pflege außubender MeereSgeograpbie gezogen werden. B reich der

Die Kunsthandlung Keller 11. Reiner bat den ro en-Ober- lich_1saal den Werken Ludwig yon Hofmanns einngäxmt. Die Wande find mit grauer Leinewand bespannt, die in ihrer Farbe und reichen Stxuktur der passendste Hintergrund für die sonni en dekora- tiven Gemalde ist. Wir haben sie bereits im vorigen Ia re auf der Dresdener Kunstgewerbegussteüung in ihrem eißentlichen Rabmen ge- sehen; die vielumstrttlene, für Weimar bestimmte Museums- balle van de Veldes mit dem unglücklichen Grundriß zeigte “ste uns dort zwischen statisch sehr sachlichen, troßdem aber unschönen Gewölbebaltern, die gleichzeitig Lichtttäger waren. 11 weichen, dick- flusfigen Puk, der wenig zu den dünngratigen Mes ngrippen paßte waren die duftigen Stimmungsbilder xingelaffen. Dies und eine un; ruhige Umrahmung schadete den Gemalden die jest in der einfachen rechtwinkligen Einfassung auf dem sÉlichten Stoffgrund ent- schieden weit vornebtzzer wirken. Die la tende architekto- xnsibe Umgebung erdruckte fie dort vöUig, ier kommen sie 11: ihrer ganzen strahlenden Leichtigkeit siegreich zur Ent- faltung. Iauchzende Freude und lachende übermütig: Jugend zaubert uns der Malerdichter vor die Augen. Ueber den grünen Rasegteppich buschen schlanke, bieg ame Mädchenkörper in flaiternden Gewandern und offenem Haar, na te Knaben eilen ihnen mit ölen und Tambourin vqraus, zu dreien umschlungen schw rmen fie singend und jubilierend aus dem Talgrund von den Ufern des bläulichen Bergsees herauf, um fich müde vom Tanzen und Tol1en unter den schattigen Bäumen gleich ihren Schwestern niederzulaffen, _oder um unter Beugen und Sich-Neigen den Blumenxank aus den Handen einer schönen Frau zu empfangen. Der rubllng ist in die MZnschenberzen gezogen, er hat den Boden mix ' lu1_nen befteckt, die Baume alle mit zartem Blütensäpnee be- schattet, uber die hellscbimmernden Berge mit den duftigen Schatten wandern runde, wei e Wolkxn in die weite Welt. Auf zwei s(bmaleren Vildern_ vereint ck) Yubling und Herbst; Iünglinxze reichen rote Frucbte von den * äumen “herab, die blonde Madchen in Köthen forttragen, hinten aber klingt Lenz und Maienluft weiter. Die weichen, gobelinartigen Töne, das Blau des Vordergrundes und des Himmels zusammen mit ' dem Gelbgrün der Ferne und_ dem WWI der Wolken und „Gewänder erhöhen no die Sttmmun . ie fein ist der Lmienxlu der jungen ber in allen 1 ten verschiedenen Stellungen beo (: tet, wie prächtig wirkt der GeJensaß zwischen den z1tternden Bewegungen der Laufenden und derx ruh gen Konturen der Stebenden und Liegenden! Die stilisiérten Baume in den Ecken leiten mit festen Umrissen das Bild barmoni eh in die starre arcbttektoniscbe Umgebung über, in die fick) die Gemälsde kraft ihrer flächigen Behandung und ihrer Farbenbescbränkuug auf zwei große Haupttöne als eckt dekorative Werke auch sonst schon äußerst treffltch eingliedern. _- Ein kleines Nebenkabinett bringt noch eine Re1be weiterer meistPastellarbeiten dieses Meisters, die in arbe und Stimmung dem kbenbefproäyenen Friese sebr ähnlich nd. ine große Ruhe atmen alle diese einfach aufgefaßten Figuren, d e besonders durch di? unglaublich scharf beobachtete Umrißlinie und durch die geschickte Emvaüung in der) Raum wixken. Am eindringlichsten jritt dies wohl bei dyn bUden Frauen am Meer in die Erscheinung. ' Die Landschaftssßzzen, Strandveduten mit tiefem Horizont, Seestücke mit siiUdahinglxttenden Seglern 103551 uns, daß der sympathische Künstler auch auf dtesem Gebiet seinen * ann st bt.

Sehr geschickt hat man die Wände unter den ?ofmannschen Ge- Yälden dekoriert. Zwischen Lebensbäumen steben au goldenen Barock- saulen eine“ Reibe iguter Bronzearbeiten von .Vrütt, Siuck,

einemann und V ertbale, die den Tanz in seinen verschiedenen ärien und,Pbasen zur DarsteUung bringen und so in lebendiger Ve- okebung mtt den Bildern stehen. In einem der vorderen Zimmer fallen drei Holzplastiken des Müncheners ans Sauters angenehm in izle Aug-en.„ Reichbewegje, lebendige estalten und Gruppen, wie .Rubezabl , dte „Sieben Schwaben" und der .Hochzeitsbitter',- find technisch mit großem Raffinement behandelt und erinnern in ihrem scharfen, gxatten Schnitt der den fast allzu reichen und lebendigen Details wieder eine gewisse Ruhe verleiht, an-Arbeiten der Regens- burger Schule des 16. Jahrhunderts. Erfreulich ist besonders, wie gut der Kunstler das Derbe und Tölpelige dieser deutschen Märchen- gestalten getroffen hat. - Jm Nebenfaale find eine Reihe größerer und kle_inerer Koble- und Kreidezeiébnungen Sacchetos yereith: lecke uber winklige Höfe und re ensemble Ziegeldäcber, uber arktplaße und enge Gaffen, von altersk1chwachem windscbiefen Fachwerkshäusern umstanden. Alles ist fein beobachtet und gut durch- gexeicbnet, vielleicht manchmal zu gut, sodaß wir an den hoto- grapbischen Apparat denken müffen. Die alte, verfallene Kir e mit den_ greklen Lichtreflexey und'das üalienisckze Dorf, dessen kahle, glatte YYTdeklkxjdenflcäYtet KYLIX? weiäÉF Mondschimmer érglänzen, kind

, : enen en

Arbetten dieses Künstlers. zz wohl die FLUYTFJYXU

Land- ,und Forstwirtschaft. Saatenstand und Getreidebandek in Rumänien.

Der Kaiserliche Generalkonsul in Gala be ri tet- unterm 14. 1?" M.: Der Mangel gn Feuchtigkeit im MoIat Noéember v. I. wur 2 durch reichliche Ntederscblage und Schneefälle im Dezember außgeglichen. Gegen Ende des Monats trat stärkerer Frost ein. Die unter Ladung und unterwegs befindlichen Dampfer und Scbke ps konnten noch rechtzeitig nach Salina gebracht werden. Die in die em Jghre in Salina beßndlichen Getreidevorräte sind größer als in fruheren _Jalxren; fie werden auf mehr als 400 000 Tonnen geschä t. Jm gesckzaftltcben Verkehr berrscht gegenwärtig Ruhe. Jm Dezent er wurden uber die Sulinamündung außgefübrt: 234 687 t. Weizen, 63 406 !; Gerste, 33 739 , Roggen, 19 518 . aser, D' P100 13751 ;“tUleUis,fich Z it i7 862 . ohnen. te ree een jure we olt " KoYthitht): (80 81 ) 1 f g (fur 1000 kg cif ! n . . . / kz; 35-136.“ (75/76 1x 121-1 Rogaen , . . (75/76 , ) 118-120 „, (71/72 „3; 114-1X'É

Gerste. . . „(67/68 , ) 120-121 , 60 61 _ ' Hafer ....(43/44 .) 116-117 , ( , ') U? U“ ' „Mais, prompt ...... 92-. 93 Frühjahr 90 „ji

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

' In der gestrigen Aufführung der . auber '

ltchen dernbause waren vier Haup1r0l10§durch Ékäöstte? 3131211 JILL; und zum Hexren, beseßt, Von denen Fräulein Frieda Hempel Vom (Ywßberztzgltcben Hoftheater in Schwerin, die bereits für die 11511113 Konialickse Over verrflicbtct wurde, in der Partie der Königin de'. Nacht schon kekZ-nt und g-Zwürdiat ist. Ihre schöne, fich frei und xcxcht auch 111 den Hohen de_r dreigesttickyenen OftaVe bewkgende Stimme 111111 beroorragenke Ksblsexjigkait und musikalische Sicherheit be;

wä_brten 11ch auch 1160111011. Vo en ande ' ' Gasten m0chten die Vcrtreter des arastro uFßndexréZaFMZ-YY