Oekerreich-ngar-t.
Durch Kaiserlicbes Patent ist, „W. T. B.“ zufolge, die Auflösung des Abgeordnetenhauses verfügt worden.
_ Die Regierung begleitet die' Sanktion des Wahl- reformgeseßes im nichtamtlichen Téil der „Wiener Zertung“ mit einem Appell, in dem sie die Wähler auf die besondere
Bedeutung der kommenden Wahlen aufmerksam macht und ausführt:
Mögen die Wäblsr eingedenk sein, daß beute däe wirtschaftlicbx,
Wohlfahrt und die soziale Fürsorge den eigentlichen
Kern der Politik bilden mussen.
Immer mehr werden die Beziehungen der Völker zu einander dureh den Handel und die wirtschafxlichen Frauen bestimmt, immer mehr Tritt die wirtschaftliche Jnteressenpolttik in den Vordergrund. Hinter dieser Entwicklung dürfen wir nicht zurückbleiben. Die reichen “katursckäße Oesterreichs find noch nicht nußbar gemaeht, unsere Land- wirtschaft will fich gegen den mächiigen Wettbewerb behaupten, unsere erstatlende Industrie fordert ihren Anteil an dem glänzenden Auf- schwunge der WeltwirtsÖaft, unser bochentwickelch Gewerbe will sich die Grundlage eines ehreanollen Bestandes sichern. Die Entfaltung einer von einheitlichem (Geiste eleiteten Wirtschafts- und Sozialpoüiik wird darum zu der obersten Aufggabe des kommenden Reichskats gehören. Diese Aufgabe verlangt Männer, die ihr mit Eifer dienen wollen, mit Sachkunde dienen können. Sie fordert Männer von besonnener und gerechter Denkangßart, die bei aller Liebe zum eigenen Volks- stamme gewillt find, an der Herstellung des nationalen Friedens- zuftandes mitzuwirken, der aUe Kräfte unseres reichgesegneten Vater- landes erst völlig freimacben würde. Die Beratung der Wabsreform
601 bereits erfreuliche Ansäße einer Außgleichung gezeitigt; fie werden wetter verfolgt werden.
DieRegierun kündigt die Ausschreibung der Neuwahlen für einen möglich§t nahen Termin an. Inzwischen wird fie Geskßesvorlagen ausarbeiten,. welche die aUgemeine Wohlfahrt zu fördern geeignet sind. Ste wird aber auch wirtschaftliche Machtmittel bereitstellen, damit der Staat mit Zuversicht der kunftigen Entwicklung entgegenseben kann.
_ Das österreichische „Herrenhaus lehnte estern, „W. T. V.“ zufolge, die dringliche Behandlung des uto- mobilgeseßes ab, tr0ß_dem der ReichSgerichtSpräfident Upger, der frühere Munster Wittek und der Justiz- mmifter Klein wärmstens für die Dringlichkeit einge- treten waren. Bei der Beratung der Kongruavor- lagen sprachen der Kardinal Gruscha und der Fürst-Erzbischof Bauer für die Vorlage, die, obwohl Ze nicht alle Wünsche des Episkopats erfülle, doch eine gro e Wohltat für den aktiven sowie für den im Nuhestande befind- li_chen Seelsorgeklerus bedenke. Die Kongruavorlagen wurden
terauf unverandert angenommen und die Session mit einem ock) auf den Kaiser geschlossen.
. '- Jux ungarischen Abgeordnetenhause gab der Mrmsterprasrdent Dr. Wekerle gestern bei der Verhandlung des Bertchts über das qemeinsame Budget, nach einer Meldung des genannten Bureaus, folgende Erklärung ab:
Er müsse die Eeleaenbeit ergreifen, um die Anklage zu wider- legen, das; dle Monarchie das europäische Mandat betrefkend BoSnien nicbt würdig vollstrecke. Allerdings gäbe es noch gew!" e Mißstände in der Verwaltung, aber man könne mit vollem Re tsagen, die Reßierung leiteten nicbt egoistische Tendenzen, sie entwickele dort eine wa rhaft zivilisatorisäae Mission. Der Minister wies dann auf die bedeutenden Leistungen der Verwaltung hinsichtliä) der Agrarreform und der kirchlichen Autonomie bin, die dem- nächst auch auf die Mubammedaner ausgedehnt werden würde, ferner Lei das Schulwesen aeordne: worden, aucb werde demnächst dem ulturellen Zustand des Lanpes entsprechend ein liberales Preß eseß geschaffen werden. Die Interessen der Regierung in BoSnien lFeier! zweierlei, nämlich, daß kein fremder Einfluß dort zur Geltung gelange, und ferner, daß die Boonier allmählich eine autonome Verwaltung
erlangten. Frankreickx. In der gestrigen Sißung des Sepats wurden bei der Abstimmun uber das von der Dxpuitertenkammer an das
Haus zurü gelangte MySgabenbudget, laut Meldung des „W. T. B.“, aUe Arnkel desselben angenommen, nur über Ichs Artikel hesjand noch Meinungsverschiedenhcit mit der ammer und drese mußjen deshalb an die Kammer zurückgehen. Das Haus beschloß dann weiter, aus dem Einnahmebudget die Artikxl, betreffend Besteuerung der Klaviere, aus: JWUYM- Alle anderen das Einnahmebudgct betreffenden eschluffe der Kammer wurden angenommen, dock) wurde die Steuer 9uf Versicherungen auf 10 Fr. und die auf ausländtsche _Titres auf „1,50 Fr. herabgeseßt. Der Be- trag der kurzfristigen Obligationen wurde um 11 MiUionen erhöht. und dann das Budget im ganzen mit 281 gegen 11 Sttmmen angenommen. In einer Nachtsißung beriet der Senat das von der Kammer zuruckgekommcne Budget und nahm mit 186 gegen ' 97 Sttmxnen eme Steuer von 2 Prozent auf ausländische Wertpaptere an. Das Gesamtbudget wurde darauf mit „265 gegen_12 Stimmen an enommen. - Dre Deputiertexr ammer hat gestern die Beratung der Vorlage, betreffend dte Versammlungsfreiheit, be-
gonnen. Nach dem Bericht des „W. T. B.“ bekämpfte der Depuiicrte
Allard (Soz.) das (Geseß, das ein Zugeständnis gegenüber dem Klerus bedeute. Dcr Kultußminister Briand trat für Annahme drs Geseßes ein, das den Katholiken das Recht lasse, tbken Kultus auSzuüben, und das allen Bürgern zugute komme.
§ 1 des Geseßes wurde darauf angenommen.
Der Finanzministcr Caillaux legte dann_ das“ vom Senat zurückgelangte Budget vox, worauf d1e Shang unterbrochen wurde. Nach Wiederaufnahme der . Ver- handlung wurde die vom SLnat beschlossene_ Skretckxung der Steuer auf Klaviere genehmtgt, 01? ebenfalls vom Senat beschlossene HerabseßunT 0er Stegrern auf Versicherungen und ,auslandtsche Tttre's wurde dagegen abgelehnt. Darauf nahm das Haus M11 454 gegen 86 Stimmen das Budget im ganzen an_ und léhnte mit 432 gegen 137 Stimmen den Antrag ab, dte Be-
. ratung des Geseßemwurfs über die öffentlichen Versamm- lungen, der auf die Tagesordnung geskßt war, auf heute zu vertu en.
er Depukierte Allard (Soz.) begründete ausführlich ein Amendement dahin gehend, daß rie Erklärung einer öffentlichen Ver- sammlung obligatorisch bleibe, und beschuldigte die Regierung, zurück- zuweichen." Der Kultusminister Briand bekämpfte das Amendemcnt und erklarte, die Regierung wünschx, ihre versöhnlicbe aber feste Politik fortzuseßcn und rechne auf die Mitarbeit der Majorität.
Das Amendement Allard wurde darauf mit 501 gegen 63 Sjrmmen abgelehnt.
Rußland.
Aus den vom 25. bis 28. d. M. in St. Petersburg eingelaufenen Depeschen über det? Verlauf der Wahlen der VertrauenSmänner der Bauernversammlungen,
ArbeiterkurienundKleingutsbesierersammlungen ergibt fich, nach einer Meldung des „ . T. B.“, folgendes Resultat: Von 4982 bereits gewähltßn Vertrauensmännern find 1761 Monarchisten, 1956 Gemäßtafe und 65 Kadetten und diesen fich Anschließende. Von 2212 Vertrauensmänncrn der Kleingutsbefißer find 1036 Geistliche. Während der Wahlen ist nirgends die Ordnung gestört worden.
_ Wie das genannte Bureau meldet, werden in Odessa Aufrufe verbreitet, welche dazu auffordern, dic Damp fsck)iffe in die Luft zu sprenJen und die Kapitäne zu töte). Der Hafen wird infolge essen von Kosakenpoften und Militar- pajrouillen bewacht. Die Banken
haben verstärkte Maßnahmen zum Schuße getroffen.
Serbien.
Die ETnnabmen aus den Steuern und Zöllen haben, einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge, Ende des Jahres 1906 ein Mehr von 730 988 Dinaren als 1111 Jahre 1905 ergeben. Dies gilt, wie amtlich hervorgehoben wird, als ein neuer Beweis dafür,
Wirkung auf die wirtschaftliche Lage des Landes ausübt.
Norwegen.
Zwischen der Regierung und dem SoziaZen Ausschuß des Storthings ist ein Konflikt über die Etyseßung erner Kommission, betreffend die VolkMerftcheruyg, ausz gebrochen. Der Ausschuß verlangt, daß der Storzwng drr: Mitglieder für die Kommission ernennen solle, 1_vak)_rend die RélerYg das Recht zur Ernennung aller Mttglteder bx an pru t. _ _
n der gestrigen Sißung des Storthmgs erklarte de): Miniterpräsident Mithelfen, „W. T. B.“_zufolgt_2, daß dle Regierung die Annahme des Vorschlags 0es_Soz1alen Aus- schuffcs, betreffend die Ernennung Her Mitglreder der Kom- misron für Volksverficherung, 01s_ em Mrßtratuensv'otym an eben und gegebenenfakls in ferner Gesamtheit dcmrssto- nieren werde. Die Weiterberatung wurde hterauf auf heute vertagt,
Amerika.
Der nordamerikanische Senat hat, „W._ T. B.“ ufolge, eine Bil] angenommen„ nach „welcher m_ „ New Srleans eine Einwandererstatxon ?ZtchteÉzwird. “ s
*- Na Meldungen des „Reuter en ureays xm Caracas ha? der Gouverneur Mata an der Sp1§e emer Truppenabteilung in der _Nacht zum 27. d. M. em tm Hof? des Hauses des Vizepräftdentxn S_omez abgehaltenes ge- heimes politisches Meetrng ubexrascht; es kam zum Kampfe, wobei.Mata und mehrere sxnner Begleiter etotet und eine Anzahl der “Truppen, unter lhnen der Befeh shaber, verwundet wurden.
„Asten.
Nach einer amtlichen Depesche aus Batavia rst m der Provinz Kediri (Java) ein_e „Meuterex ausgebrochen. Der Chef der Ein eborenenpoltzet xvurde getotet, .und 0er _sze: aouverneur der rovinz sowie em anderer mederl_and1cher Beamter wurden schwer verleßt; außerdem_wurden vtele er; sonen getötet und verwundet. Zur Unterdruckun der Meuterer ist eine Abteilung Soldaten nach dem Schaup aß der Ruhe- störungen abgegangen. ,
* Afrika.
Naeh einer Meldung der „Ageycc Havas“ aus Tanger hat sich der Stamm der Veni:Srtf vorgestern der Mahalia unterworfen. Der Bruder des Kurd Zellal und
mehrere Führer der Veni:Msaur sollen sich gestern dem Kricgßminitcr Gebbas ergeben haben.
*- Am 20. d. M. war in Alexandrien_wegen d_cr Verhaftung dreier Russen, die emen rusfifchen Postdampfer m die Luft zu sprengen versucht hatten, 0011 etnem Volks: haufen das Schild des russtschen Konsulars herunter eschlagen worden; Zy dresem Vorkommms wird, „W. Z. B.“ zufolge, amt11ch mttgctetlt: '
Der ägyptische Minister des Aeußern hat dem rusfischen dtply- matischen Agenten in Kairo einen Besuch abgestattet. und ihm sein Bedauern über den Vorfall außgesprochen. Gleichzettig teilte der Minister mit. er habe den Gouverneur in Alexandrien axjgewiesrn, dem dortigen ruffisckyen Konsul ebenfalls einen Enjsckjukdjgungsbesuckz zu machen. Außerdem würde infolge der von dern rusüscben Vrrtreter in Kairo gestellten Forderung das Wappenstbtld unter dem üb1ichen Zeremoniell von der örtlichen Behörde wieder an dem Konsulate an- gebracht werden.
Nr. 3 des „Eisenbabn-Verordnun'gsblatteS', beraus- egeben im Ministerium der öffentljcben Athene), vom 26. Januar, Yat folgcnden Inhalt: Ordensverletburgen anlaßlich des Krönungs-
eies fs Nr. 4 vom 27. Januar hat folgenden Inhalt: Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten: vom 27. Januar 1907, betr. Diensjklcidung dcr SlaaTSLisenbabnbeamten: _ 50111 27. Januar 1907, l[Tex,r. Allgememe Bedingungen für den Wagenubergang auf Klein- a nen.
Statistik und Volkswirtschaft.
Auswärtiger Handel Deutschlands irn Deiember und im 4 Jahre 1906.
Nach dem am 26. Januar zur Ausgabe gelan ken, vom Kaiser- lichen Statistischen Amt berau5gegebcnen 'Dezcm erbeft 1906 der .Monatlicben Nachweise über den auswärugen Handel des deutsehen Zollaybiets“ betrug die Einfuhr im Dezember_1906 4982 080 b, 540 605Stück Biel) und andere Tiere, 390 663 Hute- 90 Fahrzeuge, 175 764 Uhren, 104 .',73 Faß Salzberinge fremden Jungs und 12 Bienenstöcke- Die Einsu r hat namentlich wegen der starken Aus- fälle bei den Erzeugnissen der Forstwirkschast, des Ack?“ Garten- und Wiesenbaues gegen den Vormonat abgenommen.
Die Ausführ im Dezember betrug 3760159 Tonnen, 10 779 Stück Vieh usw., 384 399 Hüte, 102 Fabrzeuae, 35 349 Uhren, 383 Fa Salzbcringe, 38 617 121 Bier und 8' 369 Flaschen Schaum. wein. ie Ausfuhr hat gegen den Vormonat jroß drr starksn Ab- nahme bei den Erzeugnissen der Land- und Forstwirt1chaft usw. zu- genommen, namenjlkcb da mehr „Erze u„nd Eisen angefübrt wurden.
Die Gesamteinfubr sert Marz 1906 erreichte 47645428 Tonnen, worunter 996 Tonnen Edelmetalle waren, ferner 8993 515 Stück Viel) und andere Tiere, 2938151 Hüte, 1486 Fabrzsuge, 1 415 800 Uhren, 811648 Faß Salzbellnge fremden Fang; und 6097 Bienenstöcke. . Die Gesamtausfubr seit Mar51906 erreichte 36227721 Tonnxn wonmter 246 Tonnen Edelmetane waren, ferner 167 688 Stück Vieh usw., 4285244 Hüte, 1262 Fahrzeuge, 347496 Uhren,
daß der Zollkricg keine nachteilige.
* niedergelegt haben. ZVgl. Nr. 25 d. Bl)
' -;
2526 Faß Salzher'm e, 1313 Bienensiöcke, 481777 111 Bier nik *»
1070 5,57 Flaschen S aumwein,
Dre 1906 betrug 10450682, die Ausfuhr 7703049 r. Die Edelmetall- einfubr betrug 305, die -ausfubr 69 l;. Die Mengen erfahren "ck eine Veränderung infolge von Nachträgen und Berichtigungen, die blk Mitte Januar d. J. einaegangen find. „
Die vorläufig festgesteUTen Einfuhrwerte betragen sell MW 1906 6493,705 MilTio'nen Mark und einschließlich von 1845546 Mka- Mark für Januar und Februac1906 fur das ganze Jahr 1903- 833925] Miki. Mark gegen 7436263 und 6854,465 in den beide" ijahrcn. Die Einfuhrwerte haben danach qxaen 1905 um 993 Mikltonen Mark und gegen 1904 um 1484,8 Mtaionen Mark zuse- nommen.
Die vorläufig festgrsteüten Ausfuhrwerte betragen seik März- 1906 5046281 MiÜkonen Mark und einschließlick) von 119734542211-
[ionen Mark für die beiden ersten Monate des Jahres 1906 für das 7
an 2 Jahr 1906: 6243,735 Miaione'n Mark grgen 5841.81? und (54315611 in den beiden Vorjahren. Dre AlleubleLstL haben demua - gegen 1905,ka 401,9 Millionen Mark und gegen 1904 um 928, MiÜionen ar zugenommen. .
Die deutsche Etn- und dix Ausfuhr zusammen erreichten i! vergangenen Jahre 14,6 Milliarden Mark gegen 133 Miniarden km Vorjahre und 12,2 Milliarden Mark im Jahre 1904, die Zunahme beträat 10 v. H. gegen 1905 und 19 v. H, gegen 1904.
Die Edelmetalleinfubr hatte im leßten Jahre einen_Wetk von 488,7 Millionen Mark gegen 307,4 und 500,1 Millionen in den beiden Vwrjahren, die Edelmetallausfubr einen Wert von 118,7 Millionen Mark gegen 110,2 und 92,8 MiUionen Mark in dw beiden Vorjahren.
Die Werte des deutschen Außenhandels werden nacb-dec end- gültigen Bewertung der Exaebnisse für März bis Dezember 1906 und nach Berücksichtigung Her vielen erst im laufenden Monat einge angenel Nachträge aus der Zett vor dem Inkeafjreten des neuen oÜt ! und der BericbZJungen aus dieser Zeit noch Aenderungen erfahren- 48,4 Miüionen ark jxuxden im_ abgelaufenen Jahr: durch AureÖmmß von Einfubrscbeinen fur aUSgefuhrtes Getreide usw. beglichen geo?u 38,5 und 27,8 Millionen Mark in den beiden Vorjahren.
Die deutsche Seefiscberei ergab in den zehn Monaten M5“ bis Dexember 1906 einen Wert von 21,8 Millionen Mark.
_“
Zur Arbeiterbewegung.
_ Zu derAutomobilfübrerbewegun in Berlin ist. bi Blattxrn zufolge, zu melden, daß nunmeoßr auch die Fahrer Maxtmgesellschaft, die die Lohne reduzieren wollte. die Arbeit . _ Zur Aussperrung derHoU“ arbeiter nahm ene zahlreich besuchte Versammlung des Arbeit- g_eberschußverbandes für das BerlinerWagenbaugewerbe SteUung. Nach langer Debatte wurde, wie die ,Vosx. Ztg.“ mitteilt, be- schlossen, von einer Aussperrung der im Wagen angewerbe be ck57“ ti ten Mitglkeder Yes Holzarbeiterverbandes Abstand zu ne men- aßg ebend rst dafur in erster Linie der Umstand, daß das Wagen- baufieFerbeb ?ocmeäter den ckFol ekj ldes StZeiiks im vorigen Jahre zu c en a. aeaenwure e oen e 0 beteiligten Holzindustriellen dadurchch ff , n der Aus
„ zu unterstü en, d us- FsYrrésten MZF strekandenLHotlzarbeiter (1199021760s iverdeZßuxxesznZeiAdex n a ung U erza Jer eue uer . arbeitern angefangen werden so!!.z ft Mt en organifierjm Hoh . ok“
Eine russische Arbeitekdeputatjon kommt, wie i erfäbrt, "“ck Berlin. Durch die Séließung der Posnaxseki ikea Fabriken in Lodz, deren Leitung :ck jeFIT'éin Berlin befindet 7000 Arbeiter brotlos gxworden. Diese aßnabme bat UW; nur auf die Lage der Kleingewerbejreibenden in Lodz “:ckng sondern auch die Unruhen in dieser, Fabrikstadt mit überwieqend deutscher Arbeiterbevölkerung erheblich vermehrt. Die WWW? Re ierung hat deshalb gestattet, daß eine DeJtation, bestehend aus De egierten der Posnansktscben zYrbeiter und ertretern der ?- scbaftlichen Verbande nacb Berlm reist, um hier mit de: abril- leitung über die Wiedereröffnung 5er Fabriken ju verbanden, Me wird kaum obne fichere Garantien gegen nxue Forderungen und Arbeitßeinsteüungen der Arbextter-zu erreichen sem, _ '
Jn Pößneck haben, wre dre .Kßln. ZU:“ erfahrt, dre sierten Metallarbeiter den Fabrikanten _!Hre Foxdmxngey uber- reicbt. Sie verlangen Einführung der 10stundigen Arbeüömj obne Lobnkürzunq und bessere Bezahlung für Uebersiunden.
Aus Tetschen wird der .Post“ telegrapbiert: Infolge Auz- bruckps eines Russlands auf der Schiffsbauwerft Pechans wurde den Arbeitern sjc'nYtlickper Schiffsbauwerften des Tetscbenrr und Ausüger Be irks ekünd . .
*DiegGenFeser Schiffsreeder haben, wie der „Boss. Ztg. gemeldet wird, die Vermittlung des ArbeitSamts abgelehnt, !odaß der Ausstand der italienischen Seeleute zum großen Waden sämiliäxer Handels- und Industriezweige fortdauert.
Kunst und Wiffenschafto
11. 13". Ein? an erordentlicbk S*BUUÜ der Gesellschaft für Anthropologie, nx? der auch Damxn Zutritt hatten, brachte am Sonnabend zunächst den von [ester Styung ruckstandigen Bericht von Dr. Ehrenreich über den im vyrigen Sommer abgebaltenm 15. Internationalen Amerikantsten-Kongreß in Quebec- Der daran _beteiligt gewesene Vortragende entwarf ein sprechendes Bald von der Kongrlßstadt und ihrer Umgebung, von den kolonialgeschicbtlicben Erinnerungen Canadas und der an ordentlich gastfreien Aufnahme, die den Kongreßteilnebwkk" bereitet war und fick) auch bet mehreren gut vorbereiteten Aust ' von Quebec 9115 gehend machte. Ueber die mebriägigen Verbs“- lungen und dre_wichttgsten unter den dargebotenen Vorträgen W„" Lodann ein (x_edrangter Bericht erstattet, der in ausführlicherer FW“ n den Veroffenllnbungen der GeseUschaft erscheinen wird. - De" Vortrag drs iY_benDS hielt Dr. Velck-Frankfurt a. M. über .Die (Erfinder des Etjcns im Altertum". Nicht über die Urgeschkchle d“ Nußbazmxachung des Eisens durch die Menschen, zweifeljos ek"? der wirbttgsten Kultnttaten der fortschreitendem Menschheit, won- “ sprechen, so leitete der Vortragende ein; denn diese rage gehör? *“ den umstrittensicn und unaufgeklärtesten der Geschthe der Teebkik' sondern uber Elfindkk auf diesem Felde, die bisher nicht gmügeuk' zu Ehren gekommen und gewürdigt seien. Diese Erfindex find das Volk der Philister, jénes bekannte tapfere' gew'exbfleißige Nachbarvojk der Juden, und gleich diesen von semtjlsihem Stamme, da? hÉURg in Kriege mit den N verwickelt war und sebr WM! in der Eisenbearbeitung eine "!!ng erlangt und süchtige SÖMlkdeakbkkken gklikfert zu baden fck? nj- Auf dre Behandlung dex Frage 1,1744!) dem Anteil der Philister an d?" Fortschritten der Exsenbearbenung, die bei der engen NUÖWW
bald auch den Juden bekannt und ihnxn nüßlich wurden, ist der Vor-
tragende durcb häUfiJSUBLsUÖ des Sun [on-Tunn s und bei Beob- achtung der schwtertgen Bohrarbeitxn in me barten Ge- stem gekommen._ Es ist ibm dabei klar geworden, 0 die Existenz abnlichkk Arbeiten aus dem Almi »“ aus bartestem Granit "' “' beraesjelltxn Skulpturenumkföwobl- ZF FinÜInZY-J girlgylxlesstiex) VFM“ skaätmende FelsdurchbobruÉ sen bfüetk Ü Ir , [ a e. S m ibrer HersteUung in Anwend "1 den Beweis liefern, daß
unter starkcr Abnußung der Bohrwerk kan!!- , „ zen e u leiten vermag-
WF “"ck dle langere Zeit, die frükJerg aqu solckxe Arbeiten zu "““ wen en erlaubt Und gebojen war, gxhöri berücksicbtkat wird, ck"*" BUY sebr Viel schlecktere Bohrger te und MÜ [“wir“ FM Ln sein. lese Ueberlegung hat Dr. Bel "“Max-k“ er Frage im Besonderen näher zu treten, mit welchem
iioch vTrbankene Felßtunnel, den König Hiskia um 700 W CIM [ck, um die Quelle Gibon nach Jerusalem zu leiten-
Einfuhr in den beiden ersten Monaten des Iabwk;
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