1907 / 29 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 31 Jan 1907 18:00:01 GMT) scan diff

Umwandlung der durch einen Strafbescbeid gegen _eine Militärperson festgeseyten Gewßrafe der VoÜstreckungsi'ebörde ubkrwiesen wxrden. Ein Außwkg für a1le übrigen Fäile ist auch Znicbt durch den 9 463 der Reichsmilisäkstkafaslikhtkordnung gegeben, Welcher bestimmt:

Kann eine Verbängte Gsidsirafe nicbt beigetrieben werden, und

ist die Festseßung der für diesen FaU eintretenden Freiheitsstrafe uniellaffZn worden, so isi ki? (Geldstrafe durcb Verfugung dßs __eriFtsxerxn der höheren Gerichtsbarkeit m die entsprechende Fre:- e is ra e umzuwandeln. ,

Diss? Vorschrift fügt fich vielmehr lediglrcb.in den Rabmen des 7. Titels im zweiisn T111 der Militärstrafgerichtsozdnung ein, welcher die Voilsireckung der mjljtärgerZÖtliich Strafgriexle 450 a. a. O.) regelt; fie gewährt ausschiirßlich fur das Mtlttaxsitafberfabren die Möglichkeit, cin'e Geldstrafe, bezüglich _eren bt; Festsetzung elner sub- sidiäten Freibeitsstrase seitens des Mtlttargertcbis unterlassen worden ist, nachirägl7ch än eine Freiheiissirafe umwzvcxndeln. _ _

Wenn danach die Umwandlung der von einer Poltzéibxbörke gegen eine Militärverson festgese thtGseldFrais ZurcksbdZZ-oleixtazZYtk-Z

*: attne,oa.*.n ?_5: _

ZYFZYZJLYYÉT Lfolgen. Dem ordetxilichen Richter rst die Be- fugnjs eine yon einer Verwaliungsbeborxe _fesigeseßte Geldsixqfe jn sini Freiheitsstrafe umzuwandeln, nnr bezug[1_ch der gegen Zißil' perso'nen erlassenen Strafbescbeide wegxn Zuwrderbandlungen gegen die Vorrzxjßen über die Erhebung öxxentircher Abgaben und Ge- fäÜe ('§§ 459, 463 der Reich511raivryzeßordyung)_ gegebsn; der Grund hierfür ist in derselben Werse, nne _dtes bezug- lich der MilitärgeriÖte bereits anaedeutet tyordezn ifi, lediglub in dem Umstande zu (neben, daß die: Skrafbescheibe m Abßabenfackpen kheiisfirafen übérbaupt nicht bkrbängen dürfen. Erze _exienfive terpretation diefer AuSnabmebestimmUng ist selbstverstandltch aus- e lo en. fckNÜn ordnet die ReiÖSstrafprozeßordnung in dem („Buche, welches die StrafVOllsireckung und die Kosten des Verfahrens behandelt, unter § 491 aüerdings an: _ _

Kann eine Verbangte Geldstrafe mcht beigeirieben wexden, und ist die Xesiseßung der für diesen Fail eintretendexi Freiheitsstrafe unterlassen worden, so ist die Geldstrafe nachtragltch von dem Gerichte in die entsprechende Freiheitsstrafe umzuwandeln. ,

Diese Bestimmung ist jedcck; für den Fail einer polizeilichen Strafverfügung nicht anwendbar. Wie ays dem Inhalte des ganzen Titels bkrvorßebi, handelt darselbe aubseblteßlicix von der Vollsireckurzg gerichtlich festgeseßtsr Strafen. Die Yorichnit des § 491 1eßt m ähnlicher Weise, wie §463 ker Militärstrafgenäzisotdnung, unbedingt voraus, daß das Gericht die ihm obliegende Festseßung einer Freiheitsstrafe „unterlassen', also 521 der yo:- ßer gegeb-nen Geiegénbeit von seiner Befugnis zu _ emer solch8n Festseßung keinen Gebrauch_aemacht bat; _es 1911 abkr 111151 die

uständigkeit der Gerichte, polizeilich Strafverfugungerz zu_erganz_en, Fegtündet werden. Hätte das Geseß den § 491 auf dt€1emgen Falle ausdehnen woÜen, in welchen Verwßltungsbeboxdcn Wegen mangxlnder Zuständigkeit von der Festsetzung einer ]Ubsidiaken_Freibkitsstrase ab- sehen müssen, so würde die de_reits erwahnte Bestimmung des § 463 der Strafprozeßordnung überflussig und_ fignw1d_rig sein.

Nach allem dem smd weder die MZlitarbehorden noch die Gerichte befugt, die durch polizeiliche Strafverfuguygxn fZsigeseßten Geldstrafxn in Freiheitsstrafen umzuändern; den Poltzetbebocden feibst aber tft durcb § 11 Abs. 2 des Geseßes Vom 23. Avrxl_1_883 die Festseßurzg von Haft im Falle des Unvermögens aegen Militarpersbnerz aUgemem untersagt. Es ergibt sich hieraus dteKynscquenj, daß _uberoaupt keine Bebbrd: vorhanden ist, die bziugt ware, ege_n Mtitiarpersbnen im Wege der polizeilichen Strafverfügung sub diar_ eine Freibezttsstraje festzuseßen oder eine polizeilich festgesetzte Geldstrafe nachtragltcb m eine Freiheitsstrafe umzqundejn. _ _ _

Um diese Lücke zu beseitigen, isi geltend gemacht wor_den, daß die Bestimmung des § 11 Saß 2 des Geseßes Vom 23.213111 1883, die nur eine Deklaration des bestehenden Rechts beabsichtigt babe, mxi der Vkränderung diesks Rechtszustandes Von selbst 1th Geliuna yerloren babe. Es ist obne weitsres zuzugeben, daß dle Enißehungßgesxktchte d_es § 11 für dicse Auffaffung spricht. Jin Cmgange dieier Bcgrxmdungisi der Nachweis versuckot worden, daß die Absicht des Gesc es in dsrTat nur dabin ge augen sein kann, den geltenden Reebtßsusiand, esizulegen und das Strafre t der Polizeibehörden aus1ubauen einerseits unter Aus- nußung des durch das Reichsprozeßrabt gelassenen Syielxaums, andererseits unter Beachtuna der durch die preußische Militarstxaf- gerichtSotdnung gezo enen Schranke. Es kann weiter keinem Zwetfel unterliegen, daß d ese Schranke beseitigt und durch kein anderes

indernis erseßt wovj'den is_T, tx_md daß der zweite Saß des § 11 damit

rundla e ver oren a

eineNGichtsbestgoweniaer sieben dicier Auffassung gewichtige formelle B:. denken entgegen. Es darf nicht uberseben we_cden, daß der § 11 zwar unzweifelhaft auf Grund der geschilderten Exwagunqen, aber koch formell unabhängig von demselben S_eseß geworden rst; yach_aüge_meiner Rechts- theorie aber verliert ein Geieß dadurch, daß _dte fur [emen Erlaß be- stimmend gewesenen Gründe fortgefallen find, seine rechtltche Geltung noch nicht' CSZIQUW raijoys 16st 11011 (325531; 1611. Es muß deshalb, wenn die Poiizkibebörden siko über den x_weiten _Saß des § 11 hmwe sétzen und gegenMilitärpsrionen Haftstrafen1ubsiitmerenwo!]t:n,w:tder iöqlichkeit und sogar mit der WabesÖeinlichkcit gerecbnci erxn, daß _die zur Entscheidung angerufenen Gerichie den p91:56111chen Stxafvsriusungexr, als einer noch besiebenden geseßiiÖEU BLiZtmmyng 311w1derlaufend,_d1e kkchklkche Gültii-keit versagen würden. Die wetZCZZ Folge abe_r wurZe sein, da polizeilich: Strafverfüaungen gegen Mtitiarperioneti F? F? e der Ni tbeifreibung der fesigeseßten Geldstrafen gapz wu "gs os léklxian wÉrkZexZ daÉitne f?r Zis ysxknwandlung in FrNbeüsstmfen zu- an ige S orem vor an ent .

Es bleibt deshalb nur übrig, den zweiten Saß des § 11, nach- dem derselbe MUMM seine Bedeutung verloren hat, auch formel] 111 beseitigen, und es wird die Aufhebung desselben vorgeschlagen, durch die alle entsfavdenen SÖwierigkeiten beseitigt sein_werden. Nach § 453 der Strafprozeßordnung sieht den Polizetbeborden das Recht der Straffestseßung bezüglich desselben Personenkreises zu, auf xvelchen .die ordentliche Strafgerichisbackeit sicb erstreckt; dasselbe erstetft aiso „aucbidje Militärpersonetß, insoweit diese der ordentlichen Strafgerichts-

kk ' m - -

YYYFZLFÄY sdmuit gcaebepen Rahmens werden die Bestim- mungen des Gesetzes vom 23. April 1883 nach Aufhebung des § 11 SW? uneingeschränkt Anwendung finden; es Wird also gemaß § 1 Abs. 2_ dieses Geseßeg bei der FestseßunJf von Geldstrafen ,um]; gegen Militarpersonen zugleich die für den ail des Unvermögens an die SteUe der Geldstrafe tretende Haft zu bestimmen fem.

Dem .Herren au e it erner der Entwurf ei_nes Geseßesx betreffeiid sdix:s Yildung von Farochial- verbünden tn der Provinz Schlesw1g-Hol ein, «| Anlage und Begründun

dem Hause der Ngbgeordneten der Entwurf etnes GeießLs-_ betreffend Aenderung dcs Hannover_s1chen ,Geseßes uber die ZUiammenlegung der Grund ucke vom 30- JUN 1842, nebst Begründung zugegangen.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die deutschen Häfen und ihre Reedereiflotte.

Nach den im exsien Teil des 174. Bandes ikik des Deutschen ReiÖS“ enthaltenen Nachweisungen überdrfice Déaiiibi? Sek“ schifflo1te verteilte sicb diese am 1. Januar 1906 auf insgesamt 259 HeimatSHäfen- Weitaus die meisten dieser Häfen sind kleine Küken- orte, die ihren saß in d&„Lisle der „Heimatsbäfen deutscher ee- schiffe" dem_ Be ße e_iniger_weniger séegebenden Fa kzeuge verdanken. Nur 18 Hafen verfugen uber errxe Flotte, deren Bruttoraum ebalt 10000 Reg.-Tons übersteigt. Uebereme Bruttoionnage von 100000 eg.-

Tons erhoben, sick: nur drei deutsche ?_äfen, nämlich Hamburg mit 1074 Seefchiffen von 2026500 ' «;.-Tons, Bremen mit 540 Seeschiffen von 1001500 Reg-TonS und Flensburg mit 87 Seeschiffen yon “104000 Rengons. Die Tonnage der in Hamburg heimatsberecbtigten Seesch1ffe bat sich seit dem_1. Januar 1899, also seit 7 Jahren, um rund 100 0/9 vergrößert. Nicht g_anz so steil ist Die Entwickéunaskurve der Bremer Reederei in dem erwahnten Zeitraum verlaufen; sie zeigt eine Zunahme dxs Seeschiffbesiandes um 61%. Flensburgs Tonnage ist in der gleichen Zeit um 45 0/9 e Liegen.

g s Als zweiie (Gruppe kommen diejenigen deutschen Häfen in Bétrakqt, deren Seeschifflotte einen Raumgkbalt von 50000-1_00000_Neg.- Tons hat. In diese Rubrik grhören nur zwei Hafen, nam11ch Stettin mit 141 Seeschiffen von 95000 Reg.-Tons und Lübeck mit 62 Schiffen von 80 500 Reg.-Tons. Ueberrascksend ist die Zu- nahme “des Lübecker Schiffsbesiandes, der am 1. Januar 1899 nur 14500 Reg.:Tons zählte, demnach bis heute die ungewöhnliche Steigerun von 470 9/9 erfahren bat. Sjenins Tonnage ist in den 7 leßien Fahren um 78 0/9 gewachsen. _

Die dritte Gruppe wird von kcn-Hafen gebildet, deren Tonnage sie!) zwischen 10 (300 und 50 000 Reg;-Tons bewegt. Hier ist die Reihenfolge diese: Bremerhaven mit 40500, Kiel mit 36 500, Geestemünde mit 34000, Oldenburg mit 25500, Rostock mit 25 000, Apenrade mit 24000, Danzig mit 22000, Elsfleth mit 19000, Emden mit 17500, Wismar mit 15500, Brake und Altona mit 11000 und Cbln mit 10 000 Bruttoreg-Tons. Vergleicht man den jeßigxn Sch1ffsbestand dieser Häjen mit dem des Jahres 1899, so zeigt sick), daß Oldenbur , Apenrade WWW: und Altona eine Zunabme, remerbaven, 'el, Rosto , Danzig, Elsfleth, Emden und Brake eine Abnahme ihrer Seeschifftotte er- fahren haben. Die Verzingerung des Schiffsbestandes ist besonders stark in den Segelschiffhafen Elsfleth, Emden und Brake, Nahezu unHYandert ist die Größe der Tonnage von Geestemünde und Cöln ge e en.

Die übrigen 241 deutschen Heimaisbäfen, deren Tonnage 10000 Reg.:Tons nicht erreicht, weisen zusammen nur 1781 Schiffe mit einem Raumgebalt von 127 000 Reg.-Tons brutto auf.

Zur Arbeiterbewegung.

Es find, hiesigen Blätterrx zufolge, jeßt schon mehr als 10 000 von 13030 in Berlin beschaftigten Holxarbeitern (Tiicbkern, Einseßern, Maschinenarbeitem, Drechslern, Polierern, HilfSarbeitern usw.) entlassen worden. An Unterstüßungen bat jest ch Holz- arbeiiexverband wöchentlich rund 200000 „44 zu zahlen. - Eine Versammlunx. des Berlin er Vereins der Kraft- wagenbesizer, die Dienstaggbend stattfand, beschäftigte sich mit dem VergleiäbSvorscblage, den die Streikkommisfiou der Führer den einzelnen Unternehmern uyterbreitet hat. Dieser Vorschlag wurde, wie die .Voff. Ztg.“ bertchtet, ais unannebmbar bezeichnei, vor allem deswegen, weil dczrin die Benuyung des Arbeiiönaehweises der Führer gefordert wird. Die Mitglieder des Vereins ver- pfliibteten sich, an der beschlossenen Lobnkürxung festzuhalten und keine Einzelverbgndlungen mit den AuSgesperrten zu führen. Wie es anberexseits beißt, sind die Führer der Arbeitnehmer bereit, ibrcn Nachweis aufzu eben, nzenn die Arbeitgeber dasselbe tun Und sich mit dx: ung eines paritätischen ArbeiLSnackpweises einverstanden erklaren. - Die in den Ringbrauer eien beschäftigten Maschinisten und Hetzer erklärten sich, nach demselben Blatt:, gestern in zwei Versammlungen auf dtingendes Anraten der Lobnkommtsfion mit großer Mehrheit für die Annahme der zwischen den Vorständen des „Vereins der Braue- reien Berlins und Umgegend“ und_ der Arbeitnehmerkommifsion ge- troffenen Vereinbarungex. In beiden Versammlun en wurde die Lobnkouxmission bevoUmacbiigt, auf Grundläge dieser ereinbarungen dcn Tanfvertrag, der bis zum 31. Dezember 1909 Geliung haben soll, mit den Ringbrauereien abzuschließen.

Aus (Gera wrrd der „Koln. Ztg.“ telegrapbieri: Die Lohn- Frderungen Yer Appretur- und Järbereiarbeiter bat derVer-

nd der sachsisch-1hüringischen arbereien jest dahin beantwortet, da er Verhandlungen mit den gzialdemokratistben Verbandsleitern ab ebnt und nur mit den Aussthuffen der Fabrikarbeiter verhandeln wiki. Die Arbeiters ft beschloß daraufhin, den Ausschüffen die Ver- tretung ihrer Intere en anzuvertrauen. .

Kunst und Wiffensthaft.

Die Bilder der spanischenSchule, die bisbsr im Kaiser Friedrich-_Museum mit denen der französischen und englischen Schule in emem_großen Saale vereinigt waren, sind jekt in zwei neu bergeriabieten Raumen getrennt aufgehängt worden. Der Grund für diese Neyordnung entsprang verschiedenen Rücksichten: einmal wider- sprach eme solche enge Nachbarschaft verschiedener Schulen der sonst im Museum streng_ eingehaltenen Verteilung der Bilder nach Zeit und Herkunft; zweitens drückten die sehweren, dunkeln und groß. figurigen „S_paniec' die teilweise recht kleinen und einfarbigen „Fran- zosen'; endlich war durch die zahlreichen Neuerwer ungen und Scheu- kungen der_leßten Jabra der eme Saal viel zu eng geworden, der außerdem fur die Sammlung Thiem und die flämische Schule nötig gebrYMtwsiJiiQß sicb di [ isch Bild f ck

ch e en e pan en er olgeri ti an das italienische Barock an, von dem sie nur durch das kleine9 Tiepolo- zimmer geirenxjt find. Beim Betreten des Saales fällt zuerst seine gryxe Helligkeit auf, die durch in das Oberlicht eingelegte PriSmen- laex etreich_t wurde; so - hat man die tiefen, satten Farben der emalde, dte unter unserem nordischen Himmel fast stets viel zu schwarz wirken,_wenigs1ens künstl' beraußgebokt. Die Wand dem Eingang ??eJenuber wirkt durch fete Geschlossenheit; drei in Farbe, Format, (: nien und Größenverh ltYis der Figuren ziemlich ähn- liche Bilder fullen sie fast ganz. Sehr intereffant ist die Ver- gleichung der beidxn Märtyrergestalien des heiligen Sebastian und des hl. Bariholomaus von Ribera, die jeßi nebeneinander hängen. Wie viel edler und abgeklatter wirkt die feir-e IünglingSgestalt Sebastians, der schmerzlos an dem Baumstamm zusammengesunken scheint, als der derb realistisch wiedergegebene Akt des anderen Heiligen, dessen Modell ein Galeerensträfling sein könnte! An den beiden Enden dieser Wand sind vier kleine_Bilder untergebracht, drei Goyas und ein Bücherstillebem eine sebr sem_e Reizerwerbung aus englischem Kunsthandel, die genau betraehtet sem will. Auf einem Tisch lie an vor dunklem Hintergrund:! mehrere alte Folianten neben- und 1“: er- einander, zuoberst steht eine Sanduhr. Die Vergilbten Pergamentdeckel haben sich geworfen, die Ränder des Papiers sind voq der langen Benn ung „„ckck und abgegriffen, ein lose gewordenes Blatt s_chtebt sich aus dem uch- schnitt heraus. Man glaubt die vielen hundert Settenzäblen zu können, und doch ist alles nur breit und Frei mit dem Pinsel bingeseßt, jede dilettantiscbc Einzelausfubrun si vermieden. Ein warmer brauner Gesamtton liegt über dem anzen, du deux die blaugrauen dur?- sichtigen Schattentöne gut stimmen. Das_B11dchen ist eine spanis e Arbeit des 17. Jahrhunderts, die man (Zern einem hervorragenden Meister dieser Zeit zuschreiben mö_chte. J) e Mitte der nächsten Wand istVelas uez eingeräumt, an den Flugeln bangen das Bildnis Philipps 11. von Coe o und der neuerworbene Zurbaran, ein Jüngling aus vor- nebman use. Beide Mylex haben ihre Figuren in sehr ähnlicher Weise be beleuchtet vor emen tiefdunklen Hintergrund gestellt, aus dem die Gestalten scharfumriffen hervortreten. Die dxitte Wand schmückt als Mittelbild die_ ebenfalls neuerworbene „Anbetung der Hirten“ von Marino, wabrxnd der „Hl. Antonius mit dem Christuskjnd' jetzt allein fur_ fich auf dem schmalen Raum zwischen den beiden Turen seinen Platz hat. -- Nebenan sind die Engländer, Franzosen und Deutschen des 17. und 18 Jahrhunderts unter ebracht. Eine soxmendurchlßucbtete Fluß. [a,")schaft von Wilson ( euerwerbun bedrangt in kubner Farben- hlelanz die Landschaften in ihrer Na barsibaft, die in ihren _dunklen, mebr blaugrünen Tönenyxickp nicht gegen die goldgelbe Helligkeit dieses Bildes halten können. ur der Claude Lorrain, der links von ihm

hängt, hat etwas von dem blonden Licht, das uns an a

erimzert. Wie flott ist das _alies beruntergemalt, wi? YFZ??? Horizont aufgelichtet; ein feiner Dunst verschleiert die Baum.- gruppen des Mittelgrundes, nur das Rot vorn in dem (Gemäuer d_er Ruine sowie _der raumbeciiefende und zu sehr als absicht- liche Staffage sicb brettmacbknde Baum rechts scheinen noch in sichs konventionelier Art übernommen zu sein. Unter dieser Landschaft hangt ein Selbstporträt von Sir Joshua Rsynolds (Neu- erwerbung) und daneben von demselben Meister das Doppelbildnis einer bornebmen Dame mit ihrem Töchterchen, das mit großen Reh- augen nacb Kinderart stauben Beschauer anblicki. Dies wertvolle Gemälde ist als Vermacbtms des verstorbenen Londoner Großkauf- manns Alfred Beit ebenfaUs erst "e? in unsere Galerie gekommen. Watte_au, Lchrxt, de Troy, PeSne n beieinander geblieben, um das Portrat Frrxdrtckzs des Großen gruppieren sich die Werke der oben- genannten Kunsiler. Das große Kardinalswappen auf dem venetia- nischen Samt, das rechts von diesen Bildern eine kleine Tür verdeckt, bleibt nur bis zu deren-Vermauerung. Gegenüber ist eine Reibe von deujschen Arbeiten des 18. Jahrhunderts auSgestellt, die un Vergleich mit d_en prickelnden Franzosen flau und philiströs wirken. infkisritléäl),ok?)??eÜspéäiscbeiZi bier _t_1ur als Meister zweiten Grades.

r en ere euerwer un en 11 jene JW:? bZld asusfÜJZn. S (; ach dieser Richtung hin er ere pani e aal ift jeßt der Sammlun der flämischen Schule eingeräumt worden. Hier hängtgaYibtii 11:21? ZZ YUYZYrKö?igskwa_xter Zeil bekannZe Larxdschaft des jüngeren Teniers, _enzu en en e en un we en arbe besten Arbeiten des Künstlers ist. ck F ngFi-jégZoiinéet

Gesundheitswesen, Tierkraukheiten und Absperrungs- maßregelu.

Gesundheitssiand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den .Veröffentlicbungen des Kai erli e G Nr. 5 hom 30. Iamsxar KZT) esuudbeitöamts ,

Pest. Türkei. In Djeddab waren bis 11 15. 8 PYeiirInkunYiinFüt 7 Todeszfälle? fcÉgistéllt. Januar inSgesamt e em . anuar w sundheitspäff; aungeben]? be_r en 11 .myrna wieder keine Ge- egyp e_n. om . s18.Ianuar nd 3 (xndPZVZodechlTed) an dderd PestÉuri ?laneTige TelangtrxeuxaéxrkiraernF? un em - AleJnxtkiisY-Ost __ ezr ag Hamadi, 1 ( ) in rt - in ien. Während der am 29. D 5. Januar abgelaufenen Wochen sind in der PräsiFSeYFZR? Bombay 1926 + 2489 neue Erkrankungen (und 1326 + 1715 Todesfalle) an der Pest gkmeldet, davon 11 + 26 (11 + 23) in der St_adt Bombay,„18 + 26 (18 + 25) im Stadt- und Hafen- Fabi]? UOYZYZathi-LZKi 12d (11 + 10) in dem vom Bbav - r, n e v (_ "ZDH? deén „__n FFkiat-d mi on Jamnagar und 1 + 1 ti on mein 11 n er Zet vom 25. November bis 22 De- zember 1). I. 6 Pestiodesfälie set tilt w ' ' MouÉmeÉn galtJExtkdebDesTerer aiZJJeIkiseUÖi,orden' der Hafen von a an. n_ o e 11 vom [. ovemb bis5. . 5 vereinzelte Pesifalle, darunter 3 mit tödlYerexiVerlauéeFZtßiixbvfesIi; (gestellt wordetx ; in Osaka kamen vom 16. ovember bis 7. Dezember 34 neue Pestfalie und auf der Insel S ikoku vom 21. November bis 11. Dezember_ 2 solehe vor. Die esamtzabl der im Wa- kay am a-Ken bis zum 5. Dezember bekannt gewordenen Pest. _:_FerkYgen wird amtlich auf 185 beziffert, 132 davon sind tötlich _ räsilien. In Rio de Janeiro nd vom 26. bis 23. Dezember 5. . an der Pest 63 Persoxsien erkrankt uZiovLeinxX storben; (xucb im Innern des Staates Rio de Janeiro wurden während dreier Zeit noch vereinzelte Peftfälle beobachtet.

_ Pest und Cholera. Britisch-Ostindien. In Kalkutta starben in der Woche

vom 16. bis 22. D b . , 99 an der Cholera. ezem Lk v I U Personen an der Pest und Gelbfieber.

Es gelangten zur Anzeige in avana am 31 De und in Cardenas (Cuba) am 2 Dezember je 1 Eriijatiibkiirnx' ?!! Veracruz vom 2 bis 8 Dezember 1 Erkrankung und 1 Todeéfall in Para vom 1. bis 30. September 6 Todesfälle. Nach den Veröffentlickoungen des Gesundbeitßamts u Rio de Janeiro find dort vom 26. November bis 23. Dezember 5, J an Gelbfieber 3 Personen Banki und 2 gestorben. '

Pocken.

Oesiexreicb. Vom 13. bis 19. Januar'1 E ! kame? _rna Y!? Y io e e Yom i26. ZoiÉnkber bis r Zcmi-UÜIIZZYLZRÜ [1),-“Z'?" ane r * ' ben Pocken zur Anzeige. 1) r rankungen und 1 Todesfaü an Fleckfieber. .

Oesterreich. Vom 13. bis 19, Galizien und 1 in Czernowiß in dZakFFkoFiFJrankungen in

Genickstarre.

Preußen. In der Woche vom 13. i 25 Erkrankungen (und 11 Todesfälle) [(in8 YZUFXYÉY 1"er YYY] wozxeex 2321 ngxndFT Regxerungsbezirken und . . - . n k r 5

3 (1), Dortmund Land, Hamm and “12 (11) (-[4)3]échumreslx11? 1 (1) Neumarkt], Cöln 1 (_) [Cöln Étadt], Düsseldorf 6 „(___-ZH??? ZandUKeuöZTekäüOgiZerbsausen Cj-et1d_(-), Rohrort 3 (-87]

11 au en ' , [Beuthen 5 FL), Meß, vanik je - 1), Zainze ZOFZYFUPKM i

(ÖZHWMÉ est], Schleswig 1 (1 [Wandsbek], Stade 1 (_)

' Versckiebene Krankbeiten.

Pocken: Warschau 3, Kalkutta 6 Todes (111 Paris 14, St. Petersburg ::, Warschau (Kraikeä'häZiFZ VINCI.“ krankungerÉ Varizellen: Nurnberg 31, Budapest 81, New York 118 Wien 126 rkrankzm enzFleckfieber: Warschau (Krankenhäuser)6Er: krankungen; Genick tar re: Glasgow, New York je 14 Todesfälle" New York 9, Wien ZErkrankungen; epidemische Ohrspeicheldrésen entz_undun?_§ Wien 119 Erkrankungen; Influenza: Altona 4. LBZZYZLZZYS 4rauZLcYWZig7Z, Ypsgikg 8,_ MHgdeburg 3, Antwerpen, , , o au , St. Petersburg 15, Stockholm 2 Toderäne;ewNYiÄieZZ'WPaYn?“ bur 39, KopenZZxßen 160, Stockholm 65 Erkrankungen“ ,Ank - io omia is: «;.-Bez. Arnsberg 5 Erkrankungen. - Mehr a s e n Zehntel aUer Gestorbenen siarb an Scharlach (Dutcbstbniti all FFW? LFZétYorÉe 1886É5k: 0,910/0): in Beuthen, Buer Elbinxzr ,_ . „_ rranunenwud , , FFXI; 1352336 inKTFnYQBHZikanngnsbÉge n12g§_m Yicxi'feilrboYeilix' , gen , on on( rankenhäuser) 325 N , York 225, _Paris 175, St. Petersbur 68 Wi - ew é-kab tkberte und Krupp (18867955 4_2__e_rz/0)1_01 'indesÖinbJ d r rankungen kamen _zur Anzeiae in » Berlin 50 i en Regierurxgsbezirken Duffeldorf 179, Merseburg 124, in YJbFJerZÉZiFUdYYiY-LhrYiani§Z4t3, Lbondon (Kranksnbäuser') 1351 _ , , . e ers u 112, * 32.13.2511 ,I." 911552515“ 1525721 “SFW"??? , e 4;

FYYFYMHYYYKNMV YeßessiYJZ und tiiiötelitenitety NYIZYg (37- , , u a , ' New York 157 Paris 136, St. PeterséxirrZstÉJic-ÖYZ; Zoyenbage" 23“

desgl. an Typhus in New York 40, Paris 53, SKPSTTZYJ 9361;